Was ist Lizenzmanagement? Bedeutung, Erklärung, Definition


Lizenzmanagement gewinnt für Unternehmen derzeit enorm an Bedeutung. Der Begriff beschreibt die Erfassung und Inventarisierung der erworbenen Software-Lizenzen. Je nachdem, ob diese Funktion durch einen Angestellten oder eine Software vorangetrieben wird, kann das Lizenzmanagement aber ganz unterschiedliche Ausprägungen annehmen. Besonders bedeutsam sind hierbei die folgenden Punkte.

Was ist Lizenzmanagement? Aufgaben, Inhalte

Der Aufgabenbereich eines Lizenzmanagers ist nicht leicht zu fassen. Die dafür nötigen Kenntnisse sind vielfältig. Ein Lizenzmanager verwaltet die Lizenzen der im Unternehmen eingesetzten Software. Dabei ist er für das Management zahlreicher Daten verantwortlich, die zum Softwareeinkauf, zur Software-Konsolidierung und Lizensierung herangezogen werden. Besonders bedeutend ist in diesem Kontext ein gutes Software- und IT-Verständnis. Nur wer in diesem Bereich die erforderliche Erfahrung mitbringt, ist letztlich dazu in der Lage, den Einsatz und die Nutzungsmöglichkeiten optimal zu bestimmen und gegebenenfalls bessere Alternativen zu erkennen.

Je größer ein Unternehmen ist, und je vielfältiger dessen Aufgabenbereiche sind, desto schwieriger ist es, über die vorhandenen Lizenzierungen den Überblick zu behalten. Besonders wichtig für die Position sind genaue Kenntnisse über den unternehmensweiten Betrieb, und wirtschaftliche bzw. Vertrags-Kenntnisse. Wer die Kontrolle über alle Softwareangebote, den Markt und die individuelle Nutzung behalten möchte, ist in entscheidendem Maße darauf angewiesen. Um in einem zweiten Schritt konkrete Entscheidungen treffen zu können, spielt außerdem das strategische Denken eine wichtige Rolle. Welche Software benötigt mein Unternehmen wirklich? Und welche Funktionen könnte auch eine andere Software übernehmen, um die Kosten und die Komplexität zu reduzieren?

Unterstützung durch Software

Moderne Software ist dazu in der Lage, einen ganz entscheidenden Beitrag zum erfolgreichen Lizenzmanagement zu leisten. Entsprechende Programme sind zum Beispiel für den Bereich der SAP Lizenzoptimierung zu finden. Da es sich hierbei um ein besonders kostenintensives Programm aus dem Bereich der EDV handelt, ist eine möglichst effiziente Nutzung in dem Fall besonders wichtig.

Zunächst mag es nicht der Intuition entsprechen, für das Management der Lizenzen eine weitere Software in Anspruch zu nehmen. Doch die Kosten in der Anschaffung sind leicht durch den Mehrwert des Programms zu rechtfertigen. Letztlich steckt darin die Möglichkeit, die laufenden Software-Kosten aktiv zu reduzieren und dadurch für eine finanzielle Entlastung des Unternehmens zu sorgen. Diese Form der Amortisierung ist von entsprechend großem Wert und wird aus diesem Grund von einer wachsenden Zahl von Firmen in Anspruch genommen.

Das Konzept selbst ist derweil nicht neu. Schon seit Anfang der 2000er-Jahre entwickelte sich die Branche in England und Deutschland. Die stark erhöhte Nachfrage seitens der Unternehmen, die mit dem finanziellen Druck der Finanzkrise des Jahres 2009 in Verbindung stand, beschleunigte den Aufstieg weiter. Derzeit sorgt das Cloud-Zeitalter dafür, dass es sich weiterhin um ein lohnendes Vorhaben handelt.

Der Soll-Ist-Abgleich

Anhand der vorherigen Ausführungen lässt sich sogleich festmachen, an welcher Stelle der Mehrwert der Software erkennbar ist. Firmen, welche auf diese Dienste setzen, möchten ihre individuellen Kosten maximal reduzieren. Je mehr Software im Einsatz ist, und je höher deren Stückelung ausfällt, desto größer ist auch das Sparpotenzial.

Der entscheidende Arbeitsschritt ist in der Folge der sogenannte Soll-Ist-Abgleich. Hierbei überprüft die Software einerseits, was die günstigste Möglichkeit der Lizenzierung wäre, um die gleichen Leistungen in Anspruch nehmen zu können. In einem zweiten Schritt analysiert das System den aktuellen Zustand. Aus der Differenz ergibt sich dann gegebenenfalls ein Handlungspotenzial. Je größer die Überlizenzierung im jeweiligen Fall ist, desto eher lohnt sich für ein Unternehmen die Neuordnung der Lizenzen. Da es sich hierbei meist um eine Form der laufenden Kosten handelt, kann die betreffende Ersparnis in der Folge sogar regelmäßig eingefahren werden. Dies erhöht das wirtschaftliche Potenzial des Lizenzmanagements noch weiter.

 

Was ist akademische Bewährung? Bedeutung, Definition, Erklärung


Akademische Bewährung ist ein Begriff, den zuerst US-Colleges und -Universitäten verwendeten. Er zeigt an, dass einem Studenten der nötige akademische Fortschritt für den Abschluss fehlt. Inzwischen ist die akademische Bewährung auch in Europa als sogenannte akademische Probezeit eine gängige Beurteilungsmethode.

Was ist akademische Bewährung? Bedeutung, Definition, Erklärung

Sie bemisst sich in der Regel am Notendurchschnitt, der in den USA als GPA (Grade Point Average) bezeichnet wird. Jedoch gibt es auch andere Gründe für die akademische Bewährung, so etwa nichtakademische Straftaten oder die Nichteinhaltung von Standards der finanziellen Studienunterstützung (wegfallendes Stipendium, abgelehnter BAföG-Antrag). Die Regeln für eine akademische Bewährung legt jede Hochschule selbst fest. Sie dienen dazu, den akademischen Status der Einrichtung aufrechtzuerhalten. Der häufigste Grund ist allerdings ein zu schwacher kumulativer GPA (über alle Fächer) oder ein schwacher GPA in den Hauptfächern. Auch ein einziges schwaches Semester kann die akademische Bewährung auslösen. Da es jedoch auch die genannten anderen Gründe geben kann, sollten sich Student*innen mit den GPA-Standards ihrer Einrichtung vertraut machen, damit sie auf den Fall einer akademischen Bewährung vorbereitet sind. Die akademische Bewährung bedeutet nicht den Verweis von der Hochschule, ist aber ein ernstes Zeichen dafür, dass dieser folgen könnte. Studierende erhalten damit eine Probezeit, die meistens über ein Semester reicht, um nachzuweisen, dass sie die akademischen Standards einhalten können.

Akademische Bewährung klären

Wer die Mitteilung über eine akademische Bewährung erhält, sollte mit der Einrichtung die genauen Rahmenbedingungen dafür klären. Wenn es um den Notendurchschnitt geht, sind exakte Zahlen erforderlich: Um wie viele Punkte muss der GPA in welcher Zeit (meistens: im kommenden Semester) steigen, damit die Bewährung aufgehoben wird? In der Regel beschreibt die Hochschule oder Universität die spezifischen Schritte, welche der/die Studierende in der akademischen Bewährungszeit unternehmen muss. Auch die Dauer der Bewährungszeit sollte in der Benachrichtigung zur akademischen Bewährung angegeben sein. Bei Unklarheiten ist eine Nachfrage dringend erforderlich.

Bestehen der akademischen Bewährung

Nach Klärung der Forderungen liegt es an der betroffenen Person, für sich einen Plan zum Bestehen der akademischen Bewährung zu entwickeln. Dieser wird meistens diese Punkte beinhalten:

  • Erhöhung des Lernpensums
  • Schließen von Kooperationen mit anderen Studierenden, um Hilfestellungen zu erhalten
  • Neuorganisation der Tagesabläufe
  • möglicherweise Neuorganisation der Finanzen
  • eventuell Reduzierung oder Eliminierung von weiteren Aktivitäten außerhalb des Studiums, so Freizeitbeschäftigungen, Sport, Nebenjobs (wenn das finanziell möglich ist) oder sozialen Verpflichtungen
  • Kontaktaufnahme mit einem vertrauenswürdigen Mentor der Hochschule und Bitte um Ressourcenempfehlungen (Studiengruppe oder einzelner Tutor)

In den überwiegenden Fällen gelingt es damit, die akademische Bewährung zu bestehen. Wenn dies nicht der Fall ist, sollten Betroffene entweder die Studienrichtung oder die Studieneinrichtung, möglicherweise aber auch das Studium als solches überdenken.

Was ist der ct-Wert? Erklärung, Bedeutung, Definition


Der Ct-Wert (Crossing threshold) steht in Korrelation zur Viruskonzentration im Untersuchungsmaterial von PCR-Tests. Er ist für Coronatests bedeutsam.

Über den PCR-Test: Erklärung, Bedeutung, Definition

PCR-Tests dienen dem Virusnachweis durch die Untersuchung von genetischem Material in den Proben. Er funktioniert durch das Sichtbarmachen von spezifischen Abschnitten des Genoms. Diese werden amplifiziert, also millionenfach vermehrt, um sie mithilfe von Primern erkennen zu können. Es wird, ohne auf nähere Details einzugehen, das genetische Material der Probe vervielfältigt und dann zu einer neuen DNA geformt, dem sogenannten Amplifikat. Diese Formung nehmen während mehrerer Erhitzungen (Temperaturzyklen) Sonden vor, die als Marker eine fluoreszierende Substanz tragen. Mit der Vermehrung der DNA fluoresziert das Material messbar stärker. Die Fluoreszenz nimmt linear zu und bezieht sich auf die gesuchte DNA des Virus. Wenn diese in einer genügend hohen Konzentration vorliegt, ist das an der linearen Zunahme der Fluoreszenz zu erkennen. Der Anfangspunkt des linearen Fluoreszierens ist der Ct-Wert. Crossing threshold heißt „Übertreten der Schwelle“, auch der Begriff Crossing point (Cp-Wert) ist üblich. Labortechnisch kennzeichnet der Ct-Wert die Zahl der Temperaturzyklen, die für eine Fluoreszenz nötig sind. Er korreliert daher mit der Viruskonzentration. Allerdings gibt es noch weitere Kennzeichen für die Viruslast. Der Ct-Wert ist einer von mehreren Markern, wenngleich ein wichtiger.

Einflüsse auf den Ct-Wert

Der Ct-Wert kann während der Analytik Einflüssen durch die RNA-Extraktion unterliegen. Die virale RNA in der Probe wird extrahiert, gleichzeitig sind mögliche Hemmstoffe für die PCR zu eliminieren. Dies gelingt methodenabhängig unterschiedlich gut. Die PCR amplifiziert ausschließlich DNA. Daher muss extrahierte RNA mittel Enzym Reverse Transkriptase in doppelsträngige DNA kopiert werden. Es entsteht eine cDNA („copy DNA“). Das gelingt mehr oder weniger effizient. Nachfolgend hängt der gemessene Ct-Wert von der Konzentration dieser cDNA ab. Auch die Art der Analytik – manuell oder automatisch – führt zu unterschiedlichen Ct-Werten. Vollständig automatisierte PCR-Systeme bestimmen mit einem hinterlegten Algorithmus den Ct-Wert, bei manuellen Untersuchungen müssen Labormitarbeiter die Schwelle für die Hintergrundfluoreszenz vor jeder Probe festlegen. Sie können daher zu unterschiedlichen Ct-Werten kommen. Das muss nicht schlechter als die automatisierte Analyse sein, weil Menschen im Labor beispielsweise mögliche Viruslasten in der Probe aufgrund ihrer Herkunft (Art der Probanden, Durchführungsbedingungen) einschätzen können. Doch es sind verschiedene Ct-Werte einzuplanen. Hierbei spielt die Präanalytik eine Rolle, die vor der eigentlichen PCR-Analyse beginnt. Die Labormitarbeiter müssen einschätzen:

  • Wurden die Abstriche korrekt durchgeführt, wurde also ausreichend viel (möglicherweise) virenbelastetes Sekret gewonnen?
  • Könnte es zur einer Verunreinigung der Probe durch PCR-Hemmstoffe in festen Transportmedien gekommen sein? Solche Hemmstoffe können die Amplifikation erschweren und schlimmstenfalls komplett verhindern. Auf jeden Fall reduzieren sie das Untersuchungsmaterial.
  • War der Abstrich des Rachenraums generell für eine Probennahme geeignet? Wenn die getestete Person bereits unter einer Pneumonie leidet, vermehren sich bei ihr die Viren eher in ihren unteren Atemwegen. Der Abstrich von der Rachenhinterwand würde dann keine virale RNA erfassen. Die Tester sind zwar geschult, aber nur selten Ärzte oder Sanitäter. Sie können also die Pneumonie nicht unbedingt erkennen. Labormitarbeiter müssen bei berechtigten Zweifeln unter Umständen solche Fragen klären bzw. einen zweiten Test der betreffenden Person anfordern.

Qualitative Aussage durch den Ct-Wert

Der Ct-Wert liefert keine quantitative, sondern eine qualitative Aussage: Er zeigt an, dass Viruslast vorhanden ist oder nicht. Die tatsächliche Konzentration der Viren muss mit anderen Methoden ermittelt werden. Dennoch unterteilen die Labore prinzipiell positive Proben anhand des Ct-Wertes in

  • nachgewiesen und
  • schwach nachgewiesen.

Es hat sich bei Coronaerkrankungen gezeigt, dass die Viruslast einige Stunden vor den ersten Symptomen am höchsten ist, um dann wieder abzufallen. Das lässt sich an den Ct-Werten ablesen. Es gibt Werte, die auf eine äußerst geringe Virus-RNA schließen lassen, wobei die Labore anfangs unsicher waren, was das bedeutet. Inzwischen (Juni 2021) weiß man, dass dies in der Regel auf ein deutliches Abklingen der Infektion hinweist, in seltenen Fällen auch auf kontaminiertes Untersuchungsmaterial. Eindeutig sind diese Aussagen aber nicht. Daher schätzen die Labore die Ergebnisse aufgrund des Ct-Wertes als nachgewiesen oder schwach nachgewiesen ein.

YouTube Shorts: deaktiveren oder ausblenden – Geht das? Wie? Anleitung + Erklärung


Die kurze Antwort: YouTube Shorts kann derzeit nicht (offiziell) deaktiviert oder ausgeblendet werrden. Das ist in der App unter Android oder iOS nicht möglich.

Es gibt derzeit einen Umweg und eine Alternative.

YouTube Shorts: deaktiveren oder ausblenden – Anleitung + Erklärung

Der Umweg ist: Das YouTube-Update, dass YouTube Shorts eingefügt hat, müsste rückgängig gemacht werden. Hier muss eine ältere Version der YouTube App installiert werden. (Dies wird für die meisten Smartphone-Nutzer jedoch praktisch unmöglich sein.)

Die Alternative ist: Der YouTube-Drittanbieter Vanced muss installiert werden. (Leider nur für Android) Hier gibt es die Möglichkeit „YouTube Shorts“ zu deaktivieren. Die Einstellung dafür findet sich hier: In der Vanced-YouTube-App das YouTube-Konto öffnen. (Auf den Buchstaben oder das Profil klicken) –> runter wischen und auf Einstellungen klicken –> runter wischen und auf „Vanced Einstellungen“ klicken –> auf „Werbeeinstellungen“ drücken –> zu „Anzeige von Kurzvideos“ scrollen und deaktivieren = Damit sind die Kurzvideos nun ausgeblendet.

YouTube Vanced: Vorteile

Übrigens: Wer YouTube Vanced nutzt, kann sich über zwei weitere (sehr gute und gewichtige) Features freuen. 1. YouTube Vanced hat einen integrierten AdBlocker. Das bedeutet, dass alle Werbung in der YouTube Vanced App ausgeblendet wird. 2. YouTube Vanced erlaubt, dass Videos im Hintergrund abgespielt werden können. Das bedeutet, man kann nun zwei Dinge gleichzeitig machen: ein Video laufen lassen und z.B. etwas in den Suchmaschinen suchen oder lesen.

Siehe auch: So kannst du das automatische Übersetzen von Video-Titeln abstellen.

Über YouTube Shorts

YouTube Shorts sind Kurzvideos, die stark an Instagram (Instagram Reels) und TikTok erinnern. Diese Videos sind bis zu 60 Sekunden lang.

Für YouTube Shorts können Content Creator kurze Videos erstellen. Sie können Musik, Songs und verschiedene Töne für das Video verwenden. Nachträglich können die Videos bearbeitet werden. Hier kann dann z.B. Text hinzugefügt werden und die Abspielgeschwindigkeit kann verändert werden.

Für Content Creator ist der Timer besonders praktisch. Dieser hilft die Aufnahme zu verbessern.

Wer diese Kurzvideos sieht, kann sie nur liken, disliken, kommentieren oder teilen. Andere Möglichkeiten gibt es nicht.

Kommentar der Redaktion: „YouTube Shorts“ ist der Versuch es mit TikTok und Instagram aufzunehmen. Ob dies gelingt, wird die Zukunft zeigen. Jedoch jetzt zeigt sich schon auf YouTube, dass viele Content Creator ihre Kurzvideos doppelt bis dreifach verwenden. Was bei TikTok hochgeladen wird, kann auch bei YouTube Shorts landen.

Warum sollte man „YouTube Shorts“ ausblenden? Nun, dieses neue Feature lenkt ab und macht süchtig. Wer in der YouTube-App eigentlich etwas gucken wollte, kann durch YouTube Shorts schnell davon abgebracht werden. Denn bei YouTube Shorts wird das nächste Video fast automatisch abgespielt. Dafür reicht nur ein Wisch. Wenn man nun ein paar mal wischt, hat man nicht nur viele kleine Videos gesehene, sondern auch viel Zeit verschwenden.

Bitcoin Energieverbrauch: Ursachen, Gründe, Vergleiche


Der Bitcoin, mit dem seit 2009 weltweit gehandelt wird, hat sich schnell einen Spitzenplatz im Bereich der Kryptowährungen erobert. Die große Nachfrage nach dem Bitcoin steht in einem Zusammenhang mit dem Energieverbrauch.

Die digitalen Bitcoin-Transaktionen werden über Großrechner, die auf der ganzen Welt verteilt sind, abgewickelt. Im Jahr 2019 standen rund 9.350 Großcomputer für die Bitcoin-Abarbeitungen zur Verfügung. Genauso standortunabhängig werden sämtliche Überweisungen digital unterzeichnet und von allen Teilnehmenden auf einer gemeinsamen Datenbank, der Blockchain, verwaltet. Die Blockchain, auf Deutsch Blockkette, lässt sich stets erweitern, und sie ist ein Beleg für die in Arbeitsleistung umgewandelte Energie im Bitcoin-Netzwerk.
Voraussetzung für den nicht analogen Handel mit den Bitcoins ist die Anschaffung von einer digitalen Geldbörse, die in der Fachsprache Wallet genannt wird.

Der Bitcoin-Energieverbrauch lässt sich nicht genau bestimmen

Viele Analysten versuchen den globalen Energiebedarf zu ermitteln, jedoch herrscht eine große Ungewissheit im Hinblick auf den wirklichen Bitcoin-Energiebedarf. Die Einschätzungen schwanken zwischen 40 bis höchstens 265 Terawattstunden pro Jahr, wobei die vielschichtigen Berechnungen der Universität Cambridge als sehr realistisch eingestuft werden. Zudem datieren die englischen Wissenschaftler den jährlich vermuteten Bitcoin-Stromverbrauch täglich auf.

Im deutschen Online-Portal für Statistik, der Statista, veröffentlichten die Cambridge-Analysten am 17. Februar 2021 einen jährlichen Bitcoin-Energieverbrauch von rund 119 Terawattstunden.

Im Vergleich liegt der globale Stromverbrauch derzeit bei rund 20.863 Terawattstunden. Von dieser Menge verbraucht Deutschland, aktuell die weltweit viertgrößte Volkswirtschaft, etwa 537 Terawattstunden.

Die Terawattstunde (TWh) ist eine abgeleitete Maßeinheit für Energie, die 1 Billion Wattstunden entspricht; 1 Gigawatt ist genauso viel wie 1 Milliarde Wattstunden, 1 Megawatt wie 1 Million Wattstunden und 1 Kilowatt lässt sich in 1000 Wattstunden umrechnen.

6 Millionen Wattstunden entsprechen derzeit dem jährlichen Strombedarf von ungefähr 3.500 westlichen Haushalten.

Der Energieverbrauch erklärt sich auch mit der Absicherung des Bitcoin-Geldvermögens

Anfang 2021 waren laut Statista ungefähr 18,62 Millionen Bitcoins im Umlauf, und am 17. Mai 2021 entsprach 1 Bitcoin etwa 36.000 Euro. Der Bitcoin ist starken Kursschwankungen unterworfen, dennoch wird er als ein sicheres Zahlungsmittel angesehen, das unabhängig von finanzpolitischen Entscheidungen ist.

Angenommen die Bitcoins, in der Summe mindestens 1 Billion US-Dollar oder 823.323.100 Euro wert, wären physisch und in einem Stahlschrank aufbewahrt, dann hätte die Dicke (Stärke) der Wände maßgeblichen Einfluss auf die Absicherung des Geldvermögens. Tatsächlich ist der Bitcoin virtuell, wird aber als monetärer Wertspeicher immer interessanter. Deshalb dient der hohe Energieverbrauch auch als Diebstahlschutz, statt den dicken Stahlwänden beim Fiatgeld.

Je mehr Teilnehmende ihre Rechenleistung bereithalten und die Durchführungen überprüfen, desto besser kann die dezentrale Datenbank unerwünschte äußere Einflüsse, wie einen 51 %-Hackerangriff auf die Bitcoin-Blockchain, abwehren, solange es nicht zu einem weltweiten Stromausfall kommt.

Das Bitcoin-Mining benötigt enorm viel Energie

Um neue Einheiten der digitalen Bitcoin-Währung zu erhalten, wird nach Bitcoins gemined, auf Deutsch geschöpft oder geschürft. Beim Schürfen dreht es sich um das Ausrechnen neuer Zahlencodes für das Kryptogeld. Dafür müssen Großrechner komplexe Berechnungen durchführen. Weil die anspruchsvollen Berechnungen von den privaten Personal Computern kaum noch bewältigbar sind, werden für das Minen entweder spezielle ASIC-Miner als Hardware benötigt oder mehrere Nutzer geben ihre Rechenleistung in Mining-Pools frei. Sobald ein neuer Bitcoin-Block errechnet wurde, erhält jeder Teilnehmende einen fairen Anteil.
Je mehr Bitcoin-Schürfende sich beim Schöpfen beteiligen, desto anspruchsvoller und energieintensiver werden die zu lösenden Rechenaufgaben sein. Währenddessen müssen die Großrechner gekühlt werden.

Bevor ein neuer Block zur Bitcoin-Datenbank hinzugefügt wird und erstmals Transaktionen erfolgen können, wird dessen Gültigkeit durch Node, einem JavaScript-Code außerhalb des Webbrowsers, von den Teilnehmenden gemeinsam festgelegt. Jeder neue Block enthält verschlüsselte Informationen über den vorhergehenden Block. Deshalb bedeutet das Herstellen von neuen Bitcoin-Blöcken einen viel höheren Energieaufwand als die Ausgabe von frisch gedrucktem Fiatgeld durch die Zentralbank.

Überall auf der Welt wurden/werden moderne Mining-Farmen errichtet, die aufgrund ihrer technischen Ausrüstungen (Supercomputer) in der Lage sind, Bitcoins und andere Kryptogelder sowohl zu erzeugen als auch abzubauen.

Der Bitcoin Stromverbrauch hängt ebenfalls von Erneuerungen ab

Je moderner die Hardware, desto wirkungsvoller und energiesparender wird ihre Arbeitsweise sein, wenngleich sich nur die vom ganzen System erbrachte Leistung messen lässt. Die Effizienz von der Blockchain-Datenbank wird auch durch die Anzahl der Prüfsummen, welche die angeschlossenen Rechner in einer Sekunde verarbeiten können, bestimmt.
Ursprünglich verbrauchte eine Bitcoin-Transaktion rund 819 kWh, das waren 100.000 Mal mehr Strom als eine Kreditkarten-Überweisung im traditionellen Zahlungssystem benötigt.

Heutzutage lässt sich der Energieverbrauch durch innovative Techniken wie das Bitcoin-Lightning deutlich senken. Das geschieht durch ein Protokoll zur Skalierung, bei dem die Blockchain-Datenbank an veränderte Maßstäbe angepasst wird. Im Bitcoin-Lightning-Netzwerk lassen sich zigtausend Überweisungen bündeln, ohne dass diese jedes Mal einzeln und energieintensiv auf der Blockchain gespeichert werden müssen.

Woher der Bitcoin seine Energie bezieht

Nach aktuellen Berechnungen würde der vermutete Stromverbrauch etwa 0,5 % vom globalen Energiebedarf ausmachen.

Ideale Voraussetzungen für das Bitcoin-Schürfen sind niedrige Energiekosten, wenn der Strom günstig erzeugt werden kann oder Energie im Überfluss zur Verfügung steht beziehungsweise als Nebenprodukt (bei der Ölförderung) anfällt.

Die meisten Hochleistungsrechner stehen aktuell in China und arbeiten mit dem dort preisgünstig erzeugten Kohle- oder Wasserstrom. Einige energieintensive Mining-Farmen haben sich beispielsweise in Island angesiedelt, weil sich dort durch die Nutzung der regenerativen Erdwärme kostengünstige thermische Energie bereitstellen lässt. Nebenbei kühlt das kalte isländische Klima die Großrechenanlagen. In den heißeren Regionen, wie in Kalifornien, wird zunehmend auf Solarstrom gesetzt.

Heutzutage achten die meisten Bitcoin-Miner bei ihrer Stromversorgung auch auf die Nutzung von umweltverträglichen Energieträgern.

Was sind parasoziale Interaktionen / parasoziale Beziehungen?


Die parasoziale Interaktion oder die parasoziale Beziehung ist ein Phänomen sozialen Verhaltens, in dem eine Person mit anderen Individuen oder Gruppen interagiert, deren Hör- und Antwortfähigkeit jedoch nur fingiert werden kann. Das Phänomen kann derart ausgeprägt sein, dass auch die Existenz der anderen Individuen oder Gruppen dahinstehen kann.

Das Phänomen der parasozialen Beziehungen / parasozialen Interaktion

Das Phänomen der parasozialen Interaktion ist sehr alt und kann bis hin zu Gesprächen mit Verstorbenen in der Ur- und Frühgeschichte sowie Gebeten zurückgeführt werden. Forschungen fanden erstmals im Jahr 1956 statt, als die US-amerikanischen Psychologen Horton und Wohl das Konzept der sozialen Interaktion auf die Mediensituation übertrugen. Beobachtet wurde zu dem Zeitpunkt bereits, dass sich sowohl Rezipient als auch Medienakteur (ähnlich) wie in einer persönlichen Konversation verhalten. Der Medienakteur sorgt durch Mittel wie eine direkte Ansprache und Blickkontakt mit der Kamera für Nähe zum Rezipienten. Dieser reagiert darauf, indem er sich auf das vermeintliche Kommunikationsangebot einlässt und ähnlich wie in einer realen Unterhaltung verhält. Der Medienakteur wiederum hat diese Reaktion erwartet und sein weiteres Verhalten entsprechend angepasst, sodass bei dem Rezipienten der Eindruck eines persönlichen Kontaktes geweckt werden kann. Horton und Wohl nannten dieses Phänomen parasoziale Interaktion. Sie stellten fest, dass sich darauf längerfristige emotionale Bindungen auf Seiten de Rezipienten aufbauen konnten. Dieses Phänomen wurde parasoziale Beziehung genannt.

Im modernen Zeitalter wird das Phänomen vorwiegend im Bereich der Medienpsychologie beobachtet. Dort konzentriert sich die Forschung auch heute noch auf den Beziehungsaufbau der Akteure zu Menschen oder Personengruppen, die in den Massenmedien verfolgt werden (etwa Influencer und Prominente) sowie den Beziehungsaufbau zu virtuellen, nicht real existenten Charakteren (etwa Avatare). Insbesondere Influencer und deren Community bzw. die Nutzung von Social Media sind für die moderne Forschung interessant.

Parasoziale Interaktion: Influencer und die Beziehungen zu ihren Followern

Influencer auf Social Media Kanälen zeichnen sich durch ein hohes Aktions- und Kommunikationspotenzial aus. Dadurch und durch den Aufbau oft genrespezifischer Communities verschwimmen die Grenzen zwischen Massenmedien und Individualkommunikation. Die Follower eines Influencers haben deshalb schnell das Gefühl, den Influencer persönlich zu kennen bzw. mit ihm befreundet zu sein. Umgekehrt hat der Influencer eine Vielzahl von Followern, die er als Individuen gar nicht wahrnimmt. Er kann nicht auf alle Nachrichten reagieren, in vielen Fälle nicht mal alle Reaktionen auf seiner Social Media Seite beobachten, sodass ein Ungleichverhältnis entsteht.

Trotz des Ungleichgewichts der Beziehung zwischen Influencer und Follower ist eine derartige parasoziale Beziehung für einige Menschen sehr bequem. Sie geschieht ohne Verpflichtung, weshalb gerade Menschen, die lieber stille Beobachter sind, solche Beziehungen bevorzugen können. Das vermeintliche soziale Verhältnis kann jederzeit abgebrochen und wieder aufgenommen werden, ohne dass Konsequenzen zu befürchten sind. Da sich die Medienakteure in der Regel in ihrem Verhalten sehr konstant zeigen, dürfen die Rezipienten anders als bei realen Kontaktpersonen außerdem selten unangenehme Überraschungen erwarten. Parasoziale Beziehungen haben auch für Influencer Vorteile. Zum einen können sie mit diesen Beziehungen Geld verdienen, zum anderen erhalten sie in vielen Fällen umfangreiches positives Feedback, das teilweise mit sehr freundschaftlichen und persönlichen Nachrichten einhergeht. Die vermeintliche soziale Bindung wird von vielen Firmen als Werbekanal genutzt. Durch die nähere Bindung, die viele Follower zu „ihren“ Influencern aufbauen, entsteht bei Werbung das Gefühl der „Freunde-empfehlen-Freunden“-Taktik. Gerade in Zeiten der Massenwerbung kann diese Art Werbung den entsprechenden Firmen einen Vorteil bringen. Das die Follower den jeweiligen Influencern bewusst folgen, gehen sie davon aus, dass deren vorgestellte Produkte für sie interessant sind. Sie hegen ein gewisses Maß an Vertrauen, auch wenn sie wissen, dass die Influencer für ihre Werbung bezahlt werden. Indem Influencer in ihren Stories und Posts persönliche Erfahrungen und Tipps teilen, gestalten sie ihre Seiten so persönlich, dass Gefühl einer realen Freundschaft auch bei Werbemaßnahmen erhalten bleiben kann. In vielen Fällen wird daher die Werbung der Influencer unterschwellig nicht als klassische Werbung wahrgenommen.

Nachteilig ist diese Art der parasozialen Beziehung für den Influencer vor allem, dass er keine Kontrolle darüber hat, wer ihm folgt und welche Einblicke in sein Leben erhält. Auch Gerüchte und Missbrauch der herausgefundenen Daten können Folgen einer solchen Beziehung sein, insbesondere da ein Follower durch die Vielzahl an Social Media Plattformen auf der einen ein stiller Beobachter sein und gleichzeitig auf einer anderen Plattform heimlich Hassbotschaften verbreiten kann. Beim Follower bzw. Rezipient kann die parasoziale Beziehung so weit gehen, dass es nicht mehr dazu in der Lage ist, die fiktive von der realen Welt zu unterscheiden. Es hält dann die virtuelle Kommunikation für real und persönlich.

Was ist Software as a service (SaaS)? Begriffserklärung und Verdeutlichung anhand eines Beispiels


Inmitten des digitalen Zeitalters werden wir immer häufiger mit Begriffen konfrontiert, die den meisten von uns nichts sagen dürften und einer davon ist unumstritten Software as a service (SaaS). Im Grunde handelt es sich hierbei um nichts anderes als ein Lizenz- und Vertriebsmodell, bei dem Softwares über das Internet in Form eines Service angeboten werden. SaaS-Lösungen spielen insbesondere in Unternehmen eine zunehmende Rolle, da es Optionen für praktisch alle Branchen gibt und diese beispielsweise dabei helfen, innerbetriebliche Prozesse zu optimieren. Was das für Prozesse sind, hängt von der jeweiligen Software sowie den Ansprüchen des Unternehmens ab. Entsprechende Softwares kommen unter anderem in der Planung, dem Personalmanagement und der Produktion zum Einsatz.

SaaS in der Landwirtschaft

Wie zuvor erwähnt, gibt es eigentlich keine Branche, die nicht von SaaS-Lösungen Gebrauch macht und selbst die Landwirtschaft ist hiervon nicht ausgenommen. Ein gutes Beispiel dafür ist die Software von 365FarmNet . Wie der Name es erahnen lässt, handelt es sich um einen Service für landwirtschaftliche Betriebe. Die SaaS-Lösung fokussiert sich auf die Dokumentation landwirtschaftlicher Arbeitsvorgänge in den Bereichen Betriebsführung, Pflanzenbau und Herdenmanagement und bietet einen optimalen Einstieg in die digitale Landwirtschaft. In den Grundfunktionen, wie der Ackerschlagkartei ist die Agrarsoftware kostenfrei. Darüber hinaus kann eine Professionalisierung mit bezahlpflichtigen Bausteinen vorgenommen werden. Mit der Agrarsoftware können Arbeitsabläufe präziser kalkuliert, durchgeführt und dokumentiert werden. Auf diese Weise können Betriebsmittel und Ressourcen effizienter eingesetzt werden.

Mit Software as a service verwandte Arten des Cloud Computing

Bei Software as a service (SaaS) handelt es sich unumstritten um einen der aktuell bedeutendsten Begriffe der Wissenschaft und Technik. Höchstwahrscheinlich wird sich das in den kommenden Jahren nicht ändern, aber Saas-Lösungen sind nur ein Teil des Cloud Computing. Weitere Arten wären Desktop as a Service (DaaS), Everything as a Service (XaaS), Infrastructure as a Service (IaaS), Platform as a Service (PaaS) und Security as a Service (SECaaS). Bei DaaS liegt eine virtuelle Desktop-Infrastruktur vor, bei IaaS werden Hardware, Software, Speicherplatz und andere Infrastruktur-Komponenten gehostet, bei SECaaS wird das Nutzen Sicherheitsservices ermöglicht, bei PaaS können Kunden eigenständig Anwendungen entwickeln und XaaS ist eine Art Paket, das alle Formen des Cloud Computing umfasst.

SaaS und andere Cloud-Computing-Lösungen sind entscheidend für den digitalen Wandel

Unternehmen müssen Maßnahmen treffen, um in unserer heutigen Zeit konkurrenzfähig bleiben zu können und Cloud-Computing-Lösungen spielen eine entscheidende Rolle bei der Gestaltung des digitalen Wandels. Durch das Nutzen entsprechender Lösungen können Unternehmen zahlreiche Prozesse automatisieren und infolgedessen optimieren, was die Effizienz des Betriebs fördert. Zwar sind Saas und andere Formen des Cloud Computing mit gewissen Kosten verbunden, aber langfristig können sich die Investitionen lohnen.

Was ist Reichweitenangst? Maßnahmen, Bedeutung, Definition, Erklärung


Als „Reichweitenangst“ wird die Angst von E-Autofahrern bezeichnet, dass sie nicht genug Akkuleistung haben, um an ihrem Ziel oder an einer Ladestation anzukommen. Ferner ist die Reichweitenangst die Angst, dass dem Auto der Strom ausgeht und man liegen bleibt.

Was ist Reichweitenangst? E-Autos, Maßnahmen, Bedeutung, Definition, Erklärung

Eine weite verbreitete im Alltag der E-Autofahrer ist es, wegen zu wenig Akkuleistung das geplante Ziel nicht erreichen zu können. Es kommt generell eher selten vor, dass ein Fahrer eines Diesel- oder Benzinfahrzeugs aufgrund eines leeren Tanks auf der Straße stehenbleibt. Ebenso selten passiert das wegen leerer Akkus dasselbe bei E-Autos passieren kann. Aber die Angst vor einer solchen Situation ist dennoch stark verbreitet.

Die sogenannte Reichweitenangst schreckt schon seit einiger Zeit viele Autofahrer vor dem Kauf von E-Autos zurück. Bei verschiedenen technischen Befragungen aus dem Jahre 2016 wurde ermittelt, dass mehr als 85 Prozent aller Autofahrer Angst haben, dass die E-Autos eine zu geringe Reichweite aufweisen. Diese war somit neben dem Preis und die größere Entfernung zu den einzelnen Ladestationen buchstäblich das bedeutungsvollste K.o.-Kriterium für die E-Autos. Diese Sorge ist jedoch nach Angaben der Hersteller völlig unberechtigt.

Fuhren die E-Autos noch vor einigen Jahren im Schnitt nur knapp 150 Kilometer, so hat sich der Umkreis in der Zwischenzeit vervielfacht. Nun erreichen die elektrisch betriebenen Autos im Durchschnitt eine Reichweite im Bereichen von 250 bis 300 Kilometer. Dies soll in Zukunft ausgeweitet werden. Somit ist die Tendenz hier stak steigend. So verfügt zum Beispiel das Solarauto One, das das Start-Up Lightyear aus den Niederlanden im nächsten Jahr auf den Markt bringen möchte, über eine Reichweite von mehr als 700 Kilometern. Mittelklasse-Fahrzeuge, wie der neu auf den Markt gekommene Hyundai Kona oder der Kia e-Soul überzeugen durch die hohe Reichweite mit etwa 450 Kilometer, wobei hier die Autos aus Südkorea ganz im neuen Trend liegen. Zugleich gehen Experten davon aus, dass die E-Autos in Zukunft generell eine Reichweite von wenigstens 450 Kilometer zurücklegen können.

Derzeit wird viel Geld und Zeit in die Weiterentwicklung der elektrischen Autos und vor allem in die Fahrleistung investiert. Ein entscheidender Ansatz ist dabei zum Beispiel das neu erschaffene Getriebe der Marke ZF. Dieses Zweiganggetriebe kann nach den Entwicklungsingenieuren bei sehr hohen Geschwindigkeiten die Effektivität der Elektroautos erheblich optimieren. Nur durch ein solches Getriebe soll die Reichweite der Autos schon um mehr als fünf Prozent gesteigert werden.

Die Vorbeugung der Reichweitenangst: Maßnahmen dagegen

Wenn der Fahrer sichergehen möchte, dass die Reichweite seines E-Autos für die gesamte Fahrt an einem Tag ausreicht, dann kann er den Akku über Nacht gänzlich aufladen. Dies ist vor allem dann von Vorteil, wenn eine bekannte Ladesäule einmal defekt oder von anderen Besitzern besetzt ist. Inzwischen gibt es in Deutschland ein großes Netzwerk an verschiedenen Ladesäulen.

Heute hat der Fahrer die Möglichkeit das E-Auto immer dort aufzuladen, wo er sich ohnehin aufhält. Dies ist zum Beispiel auf dem Parkplatz des Supermarkts oder am Arbeitsplatz möglich. Auf diese Weise holt er sich die Energie, die das E-Auto während der Fahrt benötigt wieder.

Sollte es während der Fahrt doch einmal knapp mit der Energie werden, kann die verbleibende Ladung geschont werden, zum Beispiel, indem die Geschwindigkeit reduziert wird. Manche E-Autos besitzen spezielle Stromsparmodi, durch welche diese starken Stromverbraucher wie die Klimaanlage ausgeschaltet und Energie gespart werden. Dies kann auch per Hand erfolgen, wenn das E-Auto nicht über einen separaten Stromsparmodus verfügt. Auf diese Weise kann der Fahrer während einer Fahrt die Reichweite seines E-Autos erhöhen.

Warum die Reichweitenangst nach Ansicht der Hersteller unbegründet ist

Heutzutage kommt kein Autohersteller an der Entwicklung der neuen E-Autos vorbei. Der wichtigste Grund dabei ist die steigende Furcht vor dem bestehenden Klimawandel. So wurden in Brüssel deshalb vor einiger Zeit neue strebsame Abgaswerte definiert, welche es Herstellern ab dem Jahre 2030 unmöglich gestalten, vorwiegend mit normalen Motoren ohne Strafen durchzukommen. Zudem hat der Hersteller Tesla aus Kalifornien bewiesen, dass Elektroautos wenigstens so schnell wie normale Fahrzeuge unterwegs sein können. Daher hat dieser technische Fortschritt die meisten Sorgen der Kunden weitestgehend zerstreut. Auf diese Weise hilft er die Erscheinung der Reichweitenangst zu lindern, wenn die Autos in Zukunft auch mit Akku etwa 500 Kilometer weit fahren und im Zeitraum von einer halben Stunde für 400 Kilometer laden können. Zugleich sinken die Preise mit der hohen Produktion und sollen am Schluss nur wenig höher sein als die heute bekannten Neuwagen. Gleichzeitig sind die Reparatur- und Wartungskosten weitaus geringer als bei normalen Autos. Hier gibt es keine abgenutzten Ölfilter, kein Wechsel des alten Öls und keine defekten Dichtungen der Zylinder.

Die größte Befangenheit gegenüber der E-Autos sind also die Bedenken, ob die Reichweite der Fahrzeuge ausreicht, um das persönliche Fahrverhalten angemessen abzudecken.

Die Elektroautos könnten in Anbetracht der vergleichsweise niedrigen Stückzahlen nur unbeträchtlich zu einer erfolgreichen Energiewende beitragen. Wenn aber nun die erneuerbaren Energien die bedeutendsten Energiequellen sind, dann wären die E-Autos die optimale Ergänzung, da diese als Speicher fungieren können.

Bei den Plug-In-Hybriden ist schon seit einiger Zeit die Reichweite ebenfalls gestiegen, allerdings deutlich langsamer. Trotzdem ist hier ebenfalls die Auswahl an nutzbaren PHEVs sehr stark gestiegen. Dies geschah vor allem in den vergangenen zwei Jahren. Modelle wie der Mercedes GLE 350de oder der BMW X5 oder kommen im elektrischen Fahrbetrieb etwa 80 Kilometer weit. Ab dem Jahre 2022 müssen jedoch die Plug-In-Hybriden in der EU mehr als 60 Kilometer mit elektrischer Energie erreichen, da diese ansonsten nicht als förderbare Autos anerkannt werden. Zurzeit reichen hierfür mehr als insgesamt 40 Kilometer. Das stets entgegengebrachte Argument gegen einen Kauf des E-Autos, dass der Fahrer damit keine großen Distanzen schafft, kann jedoch in absehbarer Zeit immer weiter an Befugnis verlieren. Nicht nur die Reichweiten, sondern auch das Angebot an E-Autos in sämtlichen Preisklassen wird mit der Zeit immer größer. Außerdem sorgt die steigende Zahl der öffentlichen Ladesäulen dafür, dass die Furch davor, ohne Auflademöglichkeit mit dem Auto stehenzubleiben, erheblich kleiner wird.

Warum schmilzt Halloumi / Grillkäse nicht? Erklärung


Halloumi ist eine spezielle Käsezubereitung. Im deutschen Sprachraum ist der halbfeste Käse auch unter der Bezeichnung Grillkäse bekannt. Weitere Schreibweisen sind Halumi und Challúmi. Während der Kolonialzeit wurde das Rezept für den Grillkäse von den Briten nach Europa gebracht. Die in Deutschland und der EU verbreitete Schreibweise Halloumi stammt aus Großbritannien. Beim Erhitzen behält der Halloumi seine Form. In dieser Hinsicht verhält es sich anders als die meisten anderen Käsearten, denn es schmilzt nicht. Der als Synonym zu Halloumi verwendete Begriff Grillkäse weist auf diese hitzebeständige Eigenschaft hin.

Warum schmilzt Halloumi / Grillkäse nicht? Erklärung

O ein Käse schmilzt, bedingt die chemische Molekularstruktur. Denn zum Schmelzen bedarf es ein lockeres Proteinnetz. Dieses molekulare Netz wird durch das Lab erzeugt, das während der Käseherstellung zugeführt wird. Calciumphosphat hält das Proteingebilde lose zusammen. Beim Erhitzen wird Energie an die Moleküle weitergegeben, sodass die flexible Zusammensetzung der Proteine in Bewegung kommt: Die Proteinstruktur lockert sich weiter auf. Eine gelockerte Beschaffenheit hat den Effekt, dass der Käse anfängt sich zu dehnen. Wird weiterhin genügend Wärme zugeführt, schmilzt der Käse schließlich.

Halloumi oder Grillkäse, der bei Erwärmung nicht schmilzt, hat eine starre Proteinstruktur. Die Proteinmoleküle haben somit selbst bei Wärmezufuhr keine Chance sich zu bewegen.

Bei der Herstellung von Halloumi wird das Lab für kurze Zeit gepresst. Dies hat zur Folge, dass sein pH-Wert bei etwa 5,8 liegt. Damit übersteigt Halloumi den üblichen Wert anderer Käsearten, was ihn weniger sauer macht. Um jede weitere Säureentwicklung zu stoppen, wird der Halloumi für kurze Zeit in heiße Molke gelegt: Calciumphosphat weicht aus dem Käse. Ohne das Calciumphosphat, das eine lose Beschaffenheit gewährleistet, hat der Halloumi eine feste Proteinstruktur.

Weitere Käsearten, die nicht schmelzen, sind beispielsweise Brotkäse ( Juustoleiä), indischer Paneer und litauischer Weißkäse.

Herkunft und Verwendung: Halloumi / Grillkäse

Als Spezialität gilt der Grillkäse vor allem in den südlichen Ländern und in der Küche rund um das Mittelmeer, darunter Libanon, Griechenland, Libyen, Israel und die Türkei. Die Urform des Halloumi stammt aus Ägypten. Es wird vermutet, dass der Käse in den nordafrikanischen Gebieten erstmals schon vor mehr als 2000 Jahren hergestellt wurde. Früheste schriftliche Aufzeichnungen fanden Forscher in osmanischen Quellen aus dem 16. Jahrhundert.

Mittlerweile ist der Begriff Halloumi rechtlich geschützt. Konkret bedeutet dies, dass seit April 2021 in der Europäischen Union nur noch Grillkäse mit einer ausgewiesenen Herkunft aus Zypern als Halloumi gekennzeichnet werden darf. In der Tat ist der Halloumi eine traditionelle Beilage des zypriotischen Frühstücks. Zum Mittagessen wird der Käse in den Restaurants und Haushalten Zyperns gebraten oder gegrillt mit Bratkartoffeln oder Pommes serviert. Weitere verbreitete Gerichte sind mit Halloumi gefühlte Teigtaschen und herzhafte Omeletts mit Halloumi. An heißen Tagen wird der Grillkäse mit Datteln oder Wassermelone gereicht. Ebenfalls findet Halloumi als Reibkäse Verwendung in unterschiedlichen Speisen.

Anfänglich bestand der Halloumi aus der Milch von Wildschafen (Mufflons). In modernen Varianten wird zusätzlich die Milch von Kühen oder Ziegen verwendet. Die häufigste Zutat bleibt dennoch die Schafsmilch.
In seinem Geschmack ähnelt der Halloumi Mozzarella. Im Vergleich mit der Filata-Käseart aus Italien weist der Grillkäse jedoch sowohl eine festere Konsistenz als auch eine würzigere Note auf.

Wie wird Halloumi hergestellt?

Für die Halloumi-Herstellung wird zunächst die Sahne mit frischer Milch erwärmt. Daraufhin erfolgt die Zugabe von Salz sowie mit Wasser verdünntes Lab. Nach rund einer Stunde wird die herangereifte Käseschicht zerteilt und die entstandene Menge nochmals erwärmt. Anschließend wird die Molke abgegossen, sodass ein fester Käsegrundstock zurückbleibt. Dieser wird noch einmal fest ausgedrückt und dann in die für den Halloumi typischen fingerdicken Rechtecke geformt. Nun ruht der Käse, um schließlich zehn Minuten in der Molke zu kochen. Frisch herausgenommen wird er in der Regel von einer Seite mit Minze und Salz belegt.

Was ist ein Hotspot und funktioniert die Verbindung mit jedem Handy? Erklärung


Hotspot – damit assoziieren wir junge, angesagte Treffpunkte, die beliebtesten sozialen Begegnungsstätten. Ein Hotspot ist das brandneue Lokal an der Ecke, die Studentenkneipe, manchmal auch ein Live-Event. Oder ist ein Hotspot vielmehr ein Ort, an dem sich Viren verbreiten? Karneval ist ein Hotspot für Corona, das Wartezimmer beim Allgemeinarzt der Ort, an dem sich Magen-Darm-Infektionen verbreiten? Tatsächlich wird der Begriff »Hotspot« für ein Zusammentreffen vieler Menschen verwendet, immer mit Bezug auf ein weiteres Attribut. Viele Menschen haben Spaß, mehrere Personen treffen an einem bestimmten Ort aufeinander und tauschen sich aus. Doch die elementare Bedeutung ist eine andere. Hotspot heißt wörtlich übersetzt „heißer Punkt“. In der Kommunikationsbranche verbirgt sich dahinter ein Portal zum Internet – gewissermaßen eine Weiterleitung oder auch Abkürzung, um auch ohne direkten Zugang in die große weite Welt der Informationen zu gelangen – oder auch einfach Netflix zu streamen, online Musik zu hören oder zu chatten. Für all das müssen wir im WLAN sein; doch nicht jeder Laptop, nicht jedes iPad oder Tablet ist dafür eingerichtet. Die Lösung: Wir machen das Handy zum Hotspot. Wie das geht? Ganz einfach!

Wann immer wir uns nicht im WLAN befinden, z. B. unterwegs sind, in einem Café ohne freien Internetzugang sitzen oder am Strand picknicken, haben wir über unser Smartphone die Möglichkeit, via Handy-Hotspot auch mit anderen Geräten online zu gehen. Dafür wird ganz einfach das Datenvolumen unseres Handyvertrages genutzt und schon können wir ganz komfortabel über den größeren Monitor des Laptops oder Tablets im Web surfen. Dazu schalten wir in den Einstelllungen unseres Smartphones die Option frei und loggen uns mit einem Passwort ein. Ein Hotspot ist auch eine gute Alternative, wenn das verfügbare WLAN-Signal deutlich schwächer ist als die Bandbreite des Handytarifs. Viele Tarife von Vodafone bieten einen schnellen Zugang mit umfangreichem Datenvolumen. Wer viel unterwegs ist und auch in Bus oder Bahn arbeiten oder streamen möchte, sollte aus der Vielzahl an möglichen Verträgen den individuell besten auswählen. Ein Vergleich auf Preisbörse24 lohnt sich nicht nur für Viel-Surfer; jeder Vodafone Vertrag beinhaltet spezifische Vorteile, die dem eigenen User-Verhalten entgegenkommen. Damit lässt es sich selbst in einsamen Gegenden mobil arbeiten, ohne auf den Komfort eines größeren Screens verzichten zu müssen.

Was ist ein Hotspot und funktioniert die Verbindung mit jedem Handy? Erklärung

Einen Hotspot können wir sowohl unter Android als auch unter iOS einrichten. Bei beiden Smartphones ist die Option in den Einstellungen zu finden. Android User gehen den Weg über »Drahtlos & Netzwerke« bzw. »Netzwerke & Internet« oder »Verbindungen« und finden dann die Option »Tethering & mobiler Hotspot«. Dort kann »mobiler WLAN-Hotspot« und »Mobiler Hotspot konfigurieren« ausgewählt werden. Wer möchte, vergibt beim ersten Einrichten einen eigenen Namen für den Hotspot, die Vergabe eines Passwortes dagegen ist ein Muss. Anschließend wird der Hotspot nur noch aktiviert – und nach Verwendung wieder deaktiviert. Auf einem iPhone funktioniert die Einrichtung ähnlich: Direkt in den Einstellungen findet sich der Punkt »Persönlicher Hotspot«. Sobald der aktiviert wird, erscheint die Aufforderung, ein eigenes Passwort zu vergeben und schon kann es losgehen. Die mobilen Daten des eigenen Handyvertrages werden nun auf anderen Geräten als verfügbares WLAN angezeigt, das mit dem soeben vergebenen Passwort genutzt werden kann.

Was ist 8D-Musik / 8D-Audio? Bedeutung, Definition, Erklärung


Seit 2018 erfreuen sich 8D Musikdateien auf gängigen Streamingportalen immer größerer Beliebtheit, es gibt mittlerweile eine ganze Fülle an Songs im 8D Stil. Beim Hören von 8D Songs bekommt der Hörer das Gefühl eines „360-Grad Sounds“, die Töne wandern um den Kopf herum und kommen aus verschiedenen Richtungen. Die Wahrnehmung des Zuhörers wird, wie bei binauralen Beats, beeinflusst, dadurch entsteht ein viel tieferer Klang und dem Hörer wird ein räumliches Gefühl vermittelt. So wird das Hörerlebnis intensiver und der Raumeindruck verstärkt.

Was ist 8D-Musik / 8D-Audio? Bedeutung, Definition, Erklärung

8D steht nicht für 8 Dimensionen (wie bei 3D), sondern für 8 Directions, also 8 Richtungen. Der Hörer hat also das Gefühl, als komme die Musik aus verschiedenen Richtungen. Durch eine Manipulation der Audiosignale, die auch für Stereo Effekte verwendet werden, entsteht diese Illusion.
Für 8D Musik wird ein Stereo Effekt genutzt, der dem Gehirn vortäuscht, dass der Klang aus verschiedenen Richtungen kommt. Das Musikstück an sich ist eine ganz normale MP3-Datei, die mit einer speziellen Audio Software bearbeitet wird. Das führt am Ende dazu, dass der Hörer das Gefühl hat, die Musik wandere durch seinen Kopf oder umkreist ihn.
Um zu verstehen, wie 8D- Musik funktioniert, muss man zuerst wissen, wie das menschliche Gehör funktioniert.

Dadurch, dass der Mensch 2 Ohren hat, kann er erkennen, ob ein Geräusch von links oder rechts kommt. Wenn jemand von hinten links spricht, kommt das zuerst beim linken und dann beim rechten Ohr an. Mithilfe der Ohrmuschel kann er dann orten, ob das Geräusch von vorne oder von hinten kommt. Der Fachbegriff für diese Gesetzmäßigkeit lautet binaurale Lokalisation.

Durch minimale zeitliche Verzögerungen der Töne, erzeugt in einer speziellen Audio-Software, entsteht die sehr realistische Illusion einer räumlichen Tonbewegung. Wird ein 8D Song über Lautsprecher wiedergegeben, stimmen die fein abgestimmten Audioeinstellungen nicht mehr mit der Entfernung des Wiedergabemediums überein (Kopfhörer sitzen direkt am oder im Ohr) und es entsteht eine verzerrte Wiedergabe und Tonqualität, ähnlich wie bei einem 3D-Film, den man ohne die spezielle Brille ansieht. Ein Heimkinosystem mit 5.1 oder 7.1 Kanälen verteilt den Klang so, dass die gewünschte Bewegungstiefe erreicht wird, bei 8D wird dieser Effekt mit Audioverarbeitung imitiert. Sobald ein 8D Song aber über Lautsprecher wiedergegeben wird, stimmen die fein eingestellten Audioeinstellungen nicht mehr zueinander, daher funktioniert die Illusion von räumlicher Musik ausschließlich mit Kopfhörern.

8D-Musik / 8D-Audio: Wirkung

8D Audio steckt noch in den Kinderschuhen und wird mit Sicherheit in Zukunft auch in den Bereichen Gaming, Musik und Virtual Reality eine immer größere Rolle spielen. Das Potential von 8D Musik ist also lange noch nicht ausgeschöpft. Derzeit werden bereits bestehende Musikstücke nachträglich bearbeitet um 8D zu erzeugen, wenn aber die Musikindustrie bereits beim Produzieren der Songs die Stimme von den Instrumenten trennt, entstehen unzählige weiter Möglichkeiten räumliche Musik entstehen zu lassen.

Es gibt bislang noch keine Erfahrungswerte dazu, ob 8D Musik schädlich ist oder nicht, jedoch wird empfohlen mit moderater Laufstärke zu hören. Kinder und ältere Menschen können sehr empfindlich auf 8D Songs reagieren und können die andauernde Bewegung der Schallwellen als sehr unangenehm empfinden. Einige Musikliebhaber empfinden aber den verspielten Sound als unnatürlich und negativ.

Was ist Veränderungsblindheit? Bedeutung, Definition, Erklärung


Veränderungsblindheit (englisch chance blindness) ist ein Phänomen der visuellen Wahrnehmung. Vereinfacht ausgedrückt bedeutet es, dass wir selbst deutliche Veränderungen, die in einer bestimmten Szene, einem bestimmten Bild vor unseren Augen auftreten, häufig nicht erkennen. Das geschieht fast immer dann, wenn wir, oft nur für kurze Zeit, abgelenkt wurden oder wenn das was sich verändert, nicht im Zentrum unseres Interesses liegt. Im letzteren Fall sprechen die Psychologen auch von der Unaufmerksamkeitsblindheit( inattentional blindness)

Was ist Veränderungsblindheit? Bedeutung, Definition, Erklärung

Hier ein paar Beispiele, die von Psychologen immer wieder genannt werden, wenn von der Veränderungsblindheit die Rede ist:

In einer Filmszene tritt ein Mann im blauen T-Shirt auf. In der unmittelbar darauffolgenden Szene, in der der Mann nur ein paar Meter weit weg ging, ist das T-Shirt plötzlich grau. Eindeutig ein Regiefehler, den aber die meisten Menschen überhaupt nicht bemerken.

In einem Experiment lässt sich jemand an einem Info-Schalter den Weg erklären. Er wird kurz abgelenkt und als er sich dem Info-Mitarbeiter erneut zuwendet, sitzt dort inzwischen ein ganz andere Person. Kaum eine Versuchsperson registriert diese Veränderung.

In einem anderen, sehr bekannten Experiment wird der Film eines Ballspieles gezeigt, in dem Spieler in weißen und schwarzen Trikot durcheinander spielen. Die Zuschauer bekommen die Aufgabe, zu zählen, wie viele Spieler im weißen Trikot mitspielen. Während der Szene läuft ein Mensch im Affenkostüm mitten durch die Spieler und verschwindet. Obwohl er ganz deutlich zu sehen ist, sehen nur die wenigsten Testpersonen den Affen.

Oder das altbekannte Phänomen, dass Männer die plötzlich veränderte Haarfarbe ihrer Frau nach einem Friseurbesuch manchmal erst nach Stunden oder Tagen bemerken.

Solche und ähnliche Experimente gibt in großer Zahl. Alle zeigen das Phänomen der Veränderungsblindheit und sind auch Grundlage vieler toller Zauberkunststücke.

Siehe auch: Was ist Wahlblindheit?

Wie kommt es zur Veränderungsblindheit? Erklärung

Dazu gibt es unter Wissenschaftlern unterschiedliche Erklärungen, die teilweise kontrovers diskutiert werden:

Fest steht, dass das menschliche Gehirn erwiesenermaßen nur über eine begrenzte Speicherkapazität verfügt. Es muss deshalb ständig auswählen, was wichtig und was nebensächlich ist, was gespeichert werden muss und was in das Unterbewusstsein geschoben oder völlig vergessen werden kann. Die selektive Auswahl die permanent abläuft, trifft das Gehirn automatisch.

Eine zweite Theorie ist das sogenannte Überschreiben des Gesehenen. Es ist auch wahrscheinlich, dass im Gehirn neue visuelle Informationen die alten Informationen einfach ersetzen und deshalb nur ein sehr abstraktes Bild übrigbleibt. Dadurch ist es nicht möglich, dass das Gehirn das alte und das neue Bild in allen Einzelheiten miteinander abgleichen kann.

Eine andere Theorie geht einfach davon aus, dass der erste Eindruck einfach immer das ist, was wir behalten und das man bei einem veränderten Bild erstmal automatisch annimmt, dass sich nichts geändert hat.

Es ist aber auch annehmbar, dass keines der Bilder gespeichert wird und wir uns nur die erkannten Informationen merken, wenn das Bild verschwunden ist. Auch beim neuen Bild merken wir uns nur die nun erkannten Informationen. Deshalb vergleichen wir auch nicht das, was gesehen wurde, sondern nur das, was wir erkannt haben.

Eine weitere Theorie geht davon aus, dass das Gehirn alles Visuelle speichert, aber nichts vergleicht und erst wenn der Mensch auf Unterschiede aufmerksam gemacht wird, ihm Änderungen zwischen ähnlichen Objekten bewusst werden.

Vielleicht sind Menschen aber auch einfach nicht in der Lage, zwei Informationen auseinander zu halten und so entsteht eine Kombination der markantesten Merkmale aus beiden Bildern.

Auf jeden Fall ist die Veränderungsblindheit weder eine Krankheit noch auch nur eine Schwäche und schadet eigentlich auch niemanden.

Warum wachsen Pflanzen besser, wenn man mit ihnen spricht / redet? Erklärung


Pflanzen sind Lebewesen. Sie interagieren mit ihrer Umwelt. Sie kommunizieren und sie verarbeiten Sinneseindrücke. Pflanzen reagieren auf Menschen und auf die Signale, die sie aussenden. Je nachdem ob es sich dabei um für die Pflanzen positive oder negative Signale handelt, wachsen sie entweder besser oder schlechter.

Von Menschen ausgehende und auf Pflanzen wirkende Signale sind unterschiedlicher Art:

  • optische, wie Licht und Schatten, die bei einer Bewegung entstehen
  • akustische, wie die Schallwellen, die beim Sprechen, Singen oder Musizieren entstehen
  • chemische, wie das Kohlendioxid, das beim Ausatmen entsteht
  • mechanische, die durch Berührung ausgelöst werden

Bei den Pflanzen kommen alle Signale mehr oder weniger intensiv an und werden entsprechend verarbeitet. Pflanzen haben zwar keine Nervenzellen wie Tiere oder Menschen. Aber sie haben Rezeptoren und eine spezielle Art von Hirn. Es ist eine sensorische Domäne, „Zellhaufen“, die sich in den Wurzelspitzen befinden. Hier werden alle Eindrücke gespeichert und zu Lösungswegen verarbeitet. Hier und anhand der Signale entscheidet die Pflanze, ob sie schneller oder zurückhaltender und wohin sie wachsen wird.

Pflanzen reagieren auf den Schall des gesprochenen Wortes

Pflanzen reagieren auf Schallwellen. Die entstehen beim Sprechen oder Singen, aber auch beim Abspielen von Musik. Die Schallwellen treffen auf die Pflanzen und stimulieren die Zellen, genauer die Zellmembranen. Es ist ähnlich einem mechanischen Reiz, der auf die Zellwand ausgeübt wird, die die Zelle umgibt. Direkt unterhalb der Zellwand befindet sich die Zellmembran, die das Zellplasma umschließt. Die stabile Pflanzenzellwand ist ein mechanische Hindernis. Die Zellmembran hingegen ist eine Stoffbarriere. Sie reguliert auf biochemische Weise, welche Stoffe in die Zelle eindringen und welche heraus dürfen. Diese Regulierung wird von außen stimuliert, beispielsweise durch Schallwellen, die auf die Zellwand drücken.

Von welcher Art von Musik die Schallwellen ausgesendet werden, ist unerheblich. Es ist die Lautstärke, die den Unterschied macht. Schallwellen reizen die Zellen und stressen die Pflanze. Ein leichter Reiz ist positiver Stress. Wenn der Reiz aber zu stark ist, werden die Zellmembranen geschädigt. Am 21. November 2005 berichtete „Der Spiegel“ über Giancarlo Cignozzi, einen toskanischen Winzer, der seine Weinstöcke schon jahrelang erfolgreich mit klassischer Musik beschallte. Seinem Empfinden nach reagierten die Pflanzen besonders auf niedrige Frequenzen im Bereich 50 bis 1000 Hertz. Ideal seien ruhige Mozart-Stücke

Wenn Zellen mechanisch stimuliert werden, zeigen sie biochemische Reaktionen. Vermittelt durch Rezeptoren lösen etwa Schallwellen deutliche Reaktionen in der Zelle aus. Wie genau dies vonstatten geht, ist noch unklar. Aber dass es geschieht, ist nachgewiesen. Das Sprechen hat eine nachweislich positive Stimulation der Pflanzen zur Folge, die sie zum Wachstum anregt.

Pflanzen profitieren vom CO2-Ausstoß beim Sprechen

Beim Ausatmen stoßen Menschen CO2 aus. Sie atmen, ebenso wie Tiere, Sauerstoff ein und Kohlendioxid aus. Pflanzen funktionieren umgekehrt. Sie nehmen Kohlendioxid auf und geben Sauerstoff ab. Diese Umwandlung erfolgt durch die Photosynthese. Neben Kohlendioxid braucht es natürlich auch Licht und Wasser zum Wachsen.

Wer mit seinen Pflanzen spricht, macht das in einer relativ großen Nähe zu ihr. Das beim Sprechen erzeugte Kohlendioxid kommt der angesprochenen Pflanze direkt zugute. Eine Zimmerpflanze hat also mehr Nutzen vom Angesprochenwerden als eine Balkonpflanze. Im Freien verflüchtigt sich das Kohlendioxid sofort. In einem Raum ist das aber anders. Es bleibt vorhanden und kann photosynthetisch zu Sauerstoff umgewandelt werden. Der Pflanze tut es gut und dem Menschen geht es besser. Denn wer mit seinen Pflanzen spricht, kann sich auch seine Probleme von der Seele reden. Pflanzen sind „dankbare Zuhörer“. Es sind Lebewesen, die jeden Atemzug genießen, den wir in ihre Richtung tun – solange er freundlich und wohlwollend ist.

Schwingt Aggression beim Reden mit, wird die Pflanze das CO2 verschmähen. Denn aggressives Reden ist automatisch laut. Lautstärke bedeutet mehr Stress für die Pflanzen. Ihre Membranen „machen dicht“, weil sie dem auf sie einstürmenden Schallwellendruck entgegenwirken müssen. Im schlimmsten Falle werden sie nachhaltig geschädigt. Dann stirbt die Pflanze.

Pflanzen reagieren auf unseren Schatten

Licht ist für Pflanzen überlebensnotwendig. Ohne Lichtenergie kommt die Photosynthese zum Stillstand. Die Pflanze wird sterben. Licht ist ein wirkungsvoller optischer Reiz, der bei einer Pflanze sofort biochemische Reaktionen hervorruft.

Wer mit seiner Pflanze spricht und dabei in ihrer Nähe ist, wirft vermutlich auch seinen Schatten auf sie. Die Pflanze bemerkt den Unterschied zwischen Licht und Schatten. Es gibt Hinweise darauf, dass Pflanzen nicht nur auf den Klang der Stimme einer bestimmten Person reagieren, sondern auch auf deren Schattenmuster.

Das Sprechen mit Pflanzen ist also auch wirkungsvoll hinsichtlich optischer Reize. Die Pflanzen werten auch diese aus und verarbeiten sie biochemisch. Werden optische mit positiven akustischen Reizen kombiniert, führt dies zu einem besseren Wachstum. Denn die Zellen werden dann in einem für sie sicheren und optimalen Umfeld zur Photosynthese angeregt.

Pflanzen reagieren auf liebevolle Berührung

Pflanzen nehmen sehr viel wahr und reagieren darauf. Sie lernen aus dem, was sie wahrnehmen. Aus diesem Grund wird ihnen in heutiger Zeit auch ein gewisser Grad von Intelligenz zugeschrieben. Professor Frantisek Baluska von der Universität Bonn ist beispielsweise davon überzeugt, dass sich Menschen, Tiere und Pflanzen sehr viel ähnlicher sind, als wir zu wissen meinen. Für ihn ist es denkbar, dass auch Pflanzen Gefühle haben, denn sie erzeugen unter Stress, etwa bei einer Verwundung, Stoffe, die bei Tieren und Menschen schmerzlindernd sind. Weshalb, so fragt Baluska, sollten sie das tun, wenn sie nicht auch Schmerzen hätten?

Wer seine Pflanzen liebevoll berührt, ist ihnen nahe. Wer ihnen nahe ist, spricht vermutlich auch mit ihnen. Beim Sprechen wird Kohlendioxid ausgestoßen, das von den Pflanzen aufgenommen und photosynthetisch umgewandelt wird. Schallwellen bewegen sich in Richtung Pflanzen und treffen auf die Zellwände, die wiederum die Zellmembranen stimulieren. Schattenmuster in Form fehlender bzw. vorhandener Lichtenergie werden biochemisch wahrgenommen und verarbeitet. All das geschieht in den Wurzelspitzen der Pflanzen. Wer eine Pflanze verletzt, hinterlässt negative Schmerzerinnerungen. Pflanzen nehmen mindestens 20 Parameter aus ihrer Umgebung auf, speichern sie in ihren Wurzelspitzen und verarbeiten sie zu Informationen, anhand derer sie immer wieder neue, vorausschauende Entscheidungen in Bezug auf ihr weiters Wachstum treffen.

Fazit: Darum wachsen Pflanzen besser, wenn man mit ihnen spricht / redet

Wohlwollendes Sprechen mit Pflanzen hat automatisch positive optische, akustische, chemische und mechanische Reize zur Folge. Die Pflanzen nehmen diese wahr und reagieren entsprechend. Nicht ohne Grund ist von „dankbaren“ Pflanzen die Rede, die schon mit wenig wohlwollender Zuwendung zufrieden sind.

Was ist die Peak-End-Rule? Bedeutung, Definition, Erklärung


Der englische Begriff Peak-End-Rule steht für Spitze-Ende-Regel, oder noch besser ausgedrückt für Höchstpunkt-Ende-Regel. #

Was ist die Peak-End-Rule? Bedeutung, Definition, Erklärung

Der psychologische Begriff „Peak-End-Rule“ steht dafür, dass der Mensch im Rückblick Erfahrungen weitgehend danach beurteilt, wie sie sich auf dem Höhepunkt und am Ende angefühlt haben und nicht während der gesamten Dauer eines Ereignisses. Es hängt also gar nicht in erster Linie davon ab, wie gut oder wie schlecht wir ein Ereignis empfinden, in dem Moment, in dem wir es tatsächlich erleben. Prägend für die nachträgliche Bewertung ist vielmehr die Erinnerung an einzelne Höhepunkte oder Spitzen und an den letzten Eindruck.

Peak-End-Rule: Beispiele

Wir machen Urlaub, empfinden den auch im Großen und Ganzen als durchaus angenehm. Nur ein einziges Mal ärgern wir uns so richtig über eine unfreundliche Servicekraft. Und außerdem haben wir uns am Schluss mit dem Portier über einen bestimmter Posten auf der Hotelrechnung gestritten. Fazit: Wir werden uns an diese beiden Ereignisse später stärker erinnern, als an die angenehmen Stunden und den Urlaub in schlechterer Erinnerung behalten, als er es eigentlich verdient hätte. Hätte uns der Portier ganz besonders nett verabschiedet, uns vielleicht ein kleines Präsent vom Hotel überreicht, dann würde uns der Urlaub höchstwahrscheinlich in angenehmerer Erinnerung bleiben.

Wir sind beim Zahnarzt in Behandlung. Er muss mehrere Löcher bohren, Füllungen machen usw. Die Behandlung ist natürlich nicht besonders angenehm, aber durchaus erträglich und dauert ca. 30 Minuten. Nur einmal tut es furchtbar weh, als die Bohrerspitze auf einen Nerv trifft. Dieser Moment wird im Nachhinein unsere Erinnerung an den Zahnarztbesuch prägen. Wir werden die ganzen 30 Minuten als schmerzhaft und schlimm empfinden. Es sei denn, wir würden uns nach Behandlungsende noch 5 Minuten mit dem netten Zahnarzt über unseren letzten Urlaub, unsere Kinder oder unsere Hunde unterhalten. Dann sähe unsere Erinnerung an den Zahnarztbesuch deutlich positiver aus.

Wir lassen uns nach 15-jähriger und in der Summe durchaus guten Ehe scheiden, weil wir uns am Ende auseinander gelebt haben. Wenn die Scheidung unangenehm und mit gegenseitigen Vorwürfen endet, dann wird es eher so sein, dass wir die gesamte Ehe als schlecht empfinden. Gelingt es uns aber, uns in Freundschaft zu trennen, dann werden wir viel eher an die gemeinsamen Zeiten zurück denken.

Oder denken wir an unsere letzte längere Flugreise. Woran erinnern wir uns: An den schönen Ausblick, den wir beim Start genießen konnten,, an den ruhigen störungsfreien angenehmen Flug, das ausnahmsweise sehr leckere Essen oder an das ewige Warten auf das Gepäck am Schluss? Im Rückblick verliert der störungsfreie Flug in unserer Erinnerung an Bedeutung, an den phänomenalen Ausblick, an das Essen und das Warten am Gepäckband, werden wir uns positiv bzw. negativ erinnern, weil sie für uns die prägenden Schnappschüsse sind.

Welche Schlüsse können wir aus der Peak-Ende-Rule-Regel ziehen?

Der Höhepunkt-Ende-Effekt ist auch für ganz alltägliche Situationen von Bedeutung. Ärzte sollten zum Beispiel versuchen, das Ende einer Behandlung möglichst schmerzfrei und angenehm zu gestalten. Restaurant-und Hotelbesitzer sollten bedenken, dass eine freundliche Verabschiedung des Gastes ihnen mit Sicherheit Pluspunkte für einen nächsten Besuch bringt. Wer Gäste zum Essen einlädt, sollte für eine hammermäßige Nachspeise sorgen, um als super Gastgeber zu gelten. Aber auch bei Kundengesprächen ist es möglich, die Peak-Ende-Rule gezielt zu nutzen, um gute Geschäftsverbindungen aufzubauen.

Wer hat die Peak-End-Rule Regel aufgestellt? Erklärung, Geschichte

Ihr Erfinder war der in Tel Aviv/Israel geborene US-Psychologe und Nobelpreisträger Professor Daniel Kahneman, der nach vielen verschiedenen psychologischen Tests zu dem Schluss kam, dass wir keinen Mittelwert aus unseren Erinnerungen bilden, sondern dass wir uns weitgehend an das beste und schlechteste Ereignis und an den Schluss erinnern.

Was ist Trypophobie? Bedeutung, Definition, Erklärung


Trypophobie ist die Angst vor Löchern (griechisch τρῦπα und φόβος = Loch und Angst), und zwar nicht vor tiefen und großen Löchern, in die wir hineinfallen könnten, sondern vor kleinen Löchern, die als Muster zum Beispiel auf einer erkrankten Haut vorkommen. Daher scheint diese Phobie auch zu stammen: Sie ist als Gefühl möglicherweise evolutionär begründet, weil ein Lochmuster auf der Haut auf eine Krankheit verweist.

Was ist Trypophobie? Bedeutung, Definition, Erklärung

Im medizinischen Sinne gilt die Trypophobie bislang überwiegend als Aversion. Als echte und eigene Angststörung wurde sie mit Stand März 2021 noch nicht anerkannt. Man kennt sie auch erst seit 2005, damals wurde sie in einem Online-Forum erstmals erwähnt. Inzwischen ist bekannt, dass Trypophobie in Einzelfällen tatsächlich eine spezifische Phobie sein kann, über die immer mehr Berichte in sozialen Medien auftauchen und mit der sich auch schon die medizinische Fachliteratur in den letzten Jahren beschäftigt hat. Für die spezifische medizinische Diagnose einer Trypophobie fehlt aber bislang die ICD-Klassifikation. Wenn jemand so stark trypophobisch reagiert, dass der Arzt dies als Angststörung klassifiziert, verwendet er die ICD-10 F40.2 („spezifische Phobie“). Zu unterscheiden ist zwischen Angst, Aversion und Ekel. Für eine Phobie muss in der Tat Angst diagnostiziert werden.

Was löst eine Trypophobie aus?

Die auslösenden Objekte können alltägliche Dinge wie ein Schwamm, Schaum, eine technische Struktur oder bestimmte Früchte sein. Relativ starke trypophobe Wirkungen entstehen durch Bilder von löchrigen Wunden und Insektenfraß. Die Fliegenmadenkrankheit erzeugt bei Hunden solche Hautmuster, die beim betrachtenden Menschen eine Trypophobie auslösen können. Forscher, die sich in den 2000er-Jahren für das Phänomen der Trypophobie interessierten, erzeugten digital Bilder von Lochmustern auf menschlicher Haut, die praktisch so kaum oder nie vorkommen. Diese erzeugten die stärkten trypophobischen Wirkungen. Daraus leitete man ab, dass diese Angst oder Aversion damit zusammenhängt, dass wir uns vor einem solchen Lochfraß auf unserer eigenen Haut, der nur krankhafter Natur sein kann, intuitiv sehr fürchten. Vor allem ein Cluster solcher Muster, also etwa viele Löcher bzw. Blasen gehäuft an einer Stelle, lösen einen starken Reiz aus.

Wie reagieren trypophobische Menschen auf den Reiz?

Zur Symptomatik gehören vegetative Nervenreaktionen, darunter

  • Erschaudern und Gänsehaut,
  • Schwitzen,
  • Herzklopfen,
  • Übelkeit,
  • Zittern,
  • Juckreiz,
  • Unwohlsein sowie
  • visuelle Wahrnehmungsstörungen bis hin zu Augenschmerzen.

Eine Trypophobie kann sich manifestieren. Sie erzeugt dann bei entsprechenden Reizen immer wieder Angst und/oder Ekel, wobei der Ekel wohl deutlich überwiegt. Allerdings ist die Trypophobie wohl nicht mit anderen (generalisierten) Angststörungen assoziiert, was konkret bedeutet, dass solche Störungen nicht zwangsläufig eine Trypophobie mit sich bringen. Jedoch konnte man in Untersuchungen belegen, dass sie gemeinsam mit anderen Ängsten oder einer Depression auftreten kann. Auch leiden einige Personen gleichzeitig unter Trypophobie und einer anderen Zwangsstörung.

Wie lässt sich eine Trypophobie therapieren?

Das einzige derzeit bekannte Behandlungsverfahren (Stand März 2021) bietet die kognitiven Verhaltenstherapie: Betroffenen werden die entsprechenden Bilder immer wieder gezeigt, bis sich die Angst davor legt (sogenannte Konfrontationstherapie).

Wie oft kommt die Trypophobie vor?

Es gibt zur Häufigkeit bislang nur spärliche Studien. Eine davon wurde im Jahr 2013 mit relativ wenigen Probanden (nur 286 Teilnehmer) durchgeführt. Trypophobisch reagierten:

  • 11 % der teilnehmenden Männer
  • 18 % der Frauen
  • 16 % aller Probanden

Von den übrigen TeilnehmerInnen empfanden viele die betreffenden Bilder zumindest als unangenehm. Auf jeden Fall scheinen Frauen häufiger von Trypophobie betroffen zu sein.

Trypophobie: Ursachen, Erklärung

Es gibt zwei gegensätzlich Theorien zu den Ursachen. Eine Gruppe von Forschern geht davon aus, dass die Trypophobie als unbewusster Reflex dazu dient, uns vor gefährlichen Mustern zu warnen. Diese These leiteten die Wissenschaftler aus der Ähnlichkeit der Reaktionen mit denjenigen bei Spinnen-, Insekten- und Schlangenphobien ab. Daraus ließe sich dann schließen, so die Vermutung, dass der Ekel oder die Angst vor solchen Mustern und Tieren evolutionsbiologisch angelegt ist. Eine andere Forschergruppe vertritt die entgegengesetzte Meinung, dass die Angst- und Ekelreaktion erst im Verlaufe des Lebens erworben wird. Als Begründung führen diese Wissenschaftler an, dass man Trypophobie bei Kindern kaum kennt. Erwachsene hingegen hätten schon häufiger Bilder von Hautkrankheiten gesehen, was die Angst davor schüren kann.

Funktioniert Vorschlafen? Funktioniert Nachschlafen? Ist das sinnvoll? Erklärung


„Nachschlafen“ soll nach einer schwedischen Studie ganz gut funktionieren, „vorschlafen“ eher nicht oder nur wenig. Das Stockholmer Karolinska-Institut hat hierzu eine Langzeitstudie unter 44.000 Schweden durchgeführt.

Die wichtigsten Ergebnisse zum Vorschlafen und Nachschlafen

Laut der schwedischen Studie ist es möglich, am Wochenende Schlafdefizite nachzuholen, ohne dass dabei gesundheitliche Schäden infolge von Schlafmangel auftreten. Ausreichendes Vorschlafen verneinen die schwedischen Wissenschaftler praktisch grundsätzlich. Es gibt aber auch andere Studienergebnisse zu diesem Thema (siehe weiter unten).

Schlafmangel und Nachschlafen

Dauerhafter Schlafmangel macht krank und verkürzt sogar signifikant die Lebenszeit. Doch es gibt viele Szenarien, in denen es uns an Schlaf mangelt – sei es wegen Überlastung, sei es wegen einer Fernreise mit dem Flugzeug. Wenn jemand im Alltag einfach nicht zum Schlafen kommt, kann er das laut der schwedischen Studie durchaus am Wochenende nachholen. Das Forscherteam unter der Leitung von Torbjörn Åkerstedt hatte die Studie im Jahr 1997 begonnen und die Lebenserwartung der Probanden ermittelt. Die Forschungsreihe lief bis zum Jahr 2010, ab 2011 wurden die Ergebnisse publiziert. Mit dieser umfangreichen Datensammlung ließ sich evaluieren, wie sich die Schlafgewohnheiten auf die Gesundheit und die Lebenszeit auswirken. Die Referenzzeit für eine normale Schlafdauer beträgt beim Erwachsenen sieben Stunden. Das gilt etwa bis zum 65. Lebensjahr, danach schlafen wir weniger. Die jüngeren Studienteilnehmer, die angegeben hatten, permanent kaum über fünf Stunden Schlaf hinauszukommen, verstarben im Durchschnitt etwas früher. Das betraf aber nicht die TeilnehmerInnen, die den fehlenden Schlaf am Wochenende nachgeholt hatten: Ihre Lebenserwartung verkürzte sich im statistischen Mittel nicht. Übrigens ist auch zu viel Schlaf (über neun Stunden täglich) offenbar ungesund. Dr. Ingo Fietze von der Berliner Charité, der das dortige Schlafzentrum leitet, vermutet die Untergrenze bei sechs, die Obergrenze bei neun Stunden. Alles darunter und darüber steigert die Risiken für Krebs und Diabetes. Außerdem leide sehr die Psyche, so der deutsche Wissenschaftler.

Weitere Studien zum Vorschlafen und Nachschlafen

Nachschlafen wird allgemein als funktionierend bezeichnet. Das bestätigt unter anderen der Chef der Münsteraner Uniklinik Peter Young, ein Experte für Schlafmedizin. Jedoch gebe es dabei Grenzen: Niemand könne wochentags extrem wenig und dann am Wochenende extrem viel schlafen. Beim Vorschlafen ergibt sich durch weitere Studien ein differenzierteres Bild. Diese führt zum Beispiel fortwährend die Deutsche Gesellschaft für Schlafforschung und -medizin durch. So ist sich der DGSM-Vorsitzende Alfred Wiater sicher, dass sehr gut ausgeschlafene Menschen durchaus ein nachfolgendes Schlafdefizit (über sehr wenige Tage) recht gut kompensieren können. Das klappe nur nicht über längere Zeiträume. Jedoch sei grundsätzlich ein wenig Vorschlaf schon hilfreich, so Wiater.

Warum ist das Vorschlafen so schwierig?

Dr. Ingo Fietze von der Charité und der Münsteraner Experte Dr. Young merken hierzu einheitlich an, dass sich der Körper weigert, vorsätzlich zu viel zu schlafen. Wir liegen dann bestenfalls nur noch im Bett. Gesunde Menschen wachen automatisch nach ausreichendem Schlaf auf. Wann dieser stattfindet, ist übrigens egal, wenn nur die Schlafumgebung ruhig und dunkel genug ist. Dass wir uns vor Mitternacht den besten Schlaf holen, ist nach Erkenntnissen der deutschen Wissenschaftler ein Mythos. Wichtig sei allerdings, dass wir bis zur vierten Stunde am besten schlafen. In dieser Zeit sollten wir also nicht gestört werden.

Schlaf: Erkenntnisse aus dem Jetlag

Der Jetlag entsteht, wenn wir mit dem Flieger von Ost nach West oder umgekehrt unterwegs sind und dabei stark die Zeitzonen wechseln. Das bringt unsere innere Uhr durcheinander. Abgesehen davon, dass Jetlag als sehr unangenehm empfunden wird, bringt er uns auch einige wesentliche Erkenntnisse zum Vor- und Nachschlafen: Der Langstreckenflug nach Osten verursacht nämlich einen stärkeren Jetlag als die entgegensetzte Richtung. Wenn wir der Sonne entgegenfliegen, bedeutet das: Unser Körper wird auf einen früheren Tagesanfang verschoben. Das mögen wir gar nicht. Beim Flug nach Westen hingegen dehnt sich der Tag immer mehr in die Länge. Doch länger aufbleiben stört uns nicht so sehr. Wir holen das dann später mit etwas mehr Schlaf nach. Gegen den Flug nach Osten hätten wir vorschlafen müssen, doch das gelingt einfach nicht. Wir können aber im Flieger beim Ostflug ruhig schlafen. Beim Westflug hingegen sollten wir das unterlassen und lieber später nachschlafen. Damit kommen wir dem Jetlag am besten bei.

Was ist ein Zuckerflash? Bedeutung, Definition, Erklärung


Der Begriff „Zuckerflash“ ist eine deutsch-englische Wortkombination aus „Zucker“ und „flash“. Letzteres lässt sich in seiner verbalen Verwendung als „aufblitzen/aufleuchten“ übersetzen. Substantivisch gebraucht bedeutet es „Blitz“ oder „Lichtblitz“.

Im übertragenen Sinn steht Zuckerflash meist für ein jähes – blitzartiges – Verlangen nach Zucker oder zuckerhaltigen Speisen. Der Ausdruck kann jedoch auch generell für einen stark durch Zucker geprägten Lebensmittelkonsum stehen. Als „Zuckerflash“ wird aber auch jenes Empfinden bezeichnet, dass man bekommt, wenn man viel zuckerhaltiges gegessen oder getrunken hat.

Was ist ein Zuckerflash? Bedeutung, Definition, Erklärung

Die verschiedenen Zuckerarten werden zur Gruppe der Kohlenhydrate gerechnet, wobei sich ihr molekularer Aufbau jeweils unterscheidet. Gängige Vertreter sind Fructose (Fruchtzucker), Glucose (Traubenzucker), Lactose (Milchzucker) oder Saccharose, auch bekannt als Haushaltszucker.

Die sogenannten Monosaccharide (Einfachzucker) und Disaccharide (Zweifachzucker) schmecken typischerweise süß. Längere Zuckermolekül-Ketten werden als Polysaccharide oder Vielfachzucker bezeichnet. Sie finden sich in stärkehaltigen Stoffen und schmecken im Gegensatz zum Einfach- oder Zweifachzucker nicht süß.

Ein Zuckerflash lässt sich vor allem durch süß schmeckende Kost befriedigen. Dabei kann es sich um reine Naturprodukte als auch verarbeitete Lebensmittel handeln. Natürliche Zuckerquellen sind Zuckerrohr und Zuckerrüben, ebenso viele Gemüse- und Obstsorten. Ein weiteres Naturprodukt ist der von Bienen aus Blütennektar gewonnene Honig.

Getreide, Kartoffeln oder Brot enthalten zwar auch Zucker (Vielfachzucker), doch nimmt das Geschmacksempfinden sie nicht als süß wahr. Sie spielen daher im Zusammenhang mit einem Zuckerflash nur eine untergeordnete Rolle.

Zuckerflash und körperliche Folgen

Nimmt der Körper Zucker auf, so gelangt dieser nach kurzer Zeit in den Blutkreislauf. Um diesen Zucker aus dem Blut heraus an die Zellen weiterzuleiten, die daraus Energie gewinnen, bedarf es des Bauchspeicheldrüsen-Hormons Insulin.

Eine besonders zuckerhaltige Ernährung zieht dementsprechend eine große Insulinproduktion nach sich. Infolgedessen kann es zu einem chronisch erhöhten Insulinspiegel kommen, der letztendlich in eine Insulinresistenz mündet. Diese stellt einen Risikofaktor für verschiedene Krankheiten dar, etwas Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Diabetes mellitus Typ 2.

Ständiger erhöhter Verzehr von Zucker – wie er typisch für den Zuckerflash ist – kann zu einer körperlichen Sucht ausarten. Das Gehirn entwickelt dann gegenüber Zucker eine hohe Toleranzgrenze, die Folge: ein gesteigertes Verlangen; vergleichbar mit der Abhängigkeit von Nikotin, Alkohol oder anderen Drogen. Umgangssprachlich wird Zucker auch als „das Heroin des kleinen Mannes“ bezeichnet.

Die unmittelbaren Auswirkungen eines Zuckerflashs kann jeder an sich selbst beobachten. Einem raschen Energieschub folgt ein ebenso rasches Absinken des Blutzuckerspiegels. Vereinfacht gesagt, zieht ein kurzes Hochgefühl Erscheinungen wie Müdigkeit und Ermattung nach sich. Ebenso wirkt sich ein Zuckerflash auf den Darm aus. In zu großen Mengen genossen, kann Zucker zu Blähungen und Verstopfungen führen.

Siehe auch: Was ist ein Candy-Hangover?

Zuckerflash vermeiden

Für die moderne Industriegesellschaft birgt Zucker hohe gesundheitliche Risiken. Ohne es in jedem Fall zu wissen oder zu wollen, konsumiert der Mensch größere Zuckermengen. Das liegt vor allem daran, dass sich der Stoff in der Lebensmittelbranche großer Beliebtheit erfreut.

Auch im Prinzip nicht süße Speisen werden damit angereichert und entsprechend verarbeitet. Erhebliche Zuckeranteile finden sich zum Beispiel in industriell gefertigten Produkten wie Ketchup, Baked Beans oder Weißkrautsalat.

Auf der Grundlage einer ohnehin schon recht zuckerhaltigen Ernährung wirkt ein Zuckerflash zusätzlich bedenklich. Denn das permanente Verlangen nach Zucker kann nur durch immer größere Anteile davon befriedigt werden. Insofern besteht ein enger Zusammenhang zwischen Zuckersucht und Süßigkeiten. Lebensmittel wie Schokoriegel, Gummibärchen oder Bonbons sind ernährungsphysiologisch gesehen wertlos. Bei reinen Süßwaren dreht sich alles um den neuro-chemischen Prozess, den ihr Verzehr im Gehirn auslöst – nämlich süchtiges Verhalten.

Um aus der Spirale des sich ständig wiederholenden Zuckerflashs heraus zu kommen, sollte Zucker nur maßvoll Bestandteil der Ernährung sein. Dabei ist es hilfreich, mit Zucker angereicherte Fertigprodukte zu meiden und sich für den eigenen Zuckerkonsum eine tägliche Höchstdosis zu setzen. In der Regel wird hierbei ein Wert von 25 bis 50 Gramm angesetzt. Hat sich der Körper einmal an eine zuckerarme oder gar zuckerfreie Lebensweise gewöhnt, gerät er kaum mehr in die Versuchung eines Zuckerflashs.

Warum lecken Hunde Ohren ab? Erklärung, Gründe


Bei dem Lecken handelt es sich um eine soziale Interaktion. Diese wird von jedem Hundebaby als erstes gelernt. Nachdem der Welpe geboren ist, schleckt die Hündin das Kleine ausgiebig ab. Sie macht dies, um den Welpen sauber zu halten, seinen Bauch nach den Mahlzeiten zu massieren und um sich mit ihm zu verbinden. Binnen kürzester Zeit nehmen die Welpen dieses Verhalten an und schlecken sich gegenseitig ab. Das ist der Zeitpunkt, ab dem das Lecken zum Verhalten eines jeden Hundes gehört. Es gibt einige Hunde, die es im fortgeschrittenen Alter immer noch gerne machen. Andere Hunde greifen nur sehr selten auf die eigene Zunge zurück. Grundsätzlich hängt es vom Typ des Hundes ab, ob die Zuneigung mit dem Ablecken zum Ausdruck gebracht wird oder nicht.

Warum lecken Hunde Ohren ab? Erklärung, Gründe dafür

Es gibt unterschiedliche Gründe, wieso ein Hund einen Menschen ableckt. Es sollte immer auf die komplette Körpersprache geachtet werden, so kann der Hund am besten verstanden werden. Eine Möglichkeit ist die Zuneigung. Der Hund zeigt seine Zuneigung sehr häufig über das Lecken. Es kann bei Hunderudeln beobachtet werden, dass sich die Hunde in Ruhephasen gegenseitig abschlecken.

Der Hund macht keinen Unterschied, ob es ein Mensch oder ein Artgenosse ist, er setzt das Lecken als freundliche Begrüßung, spontane Freundschaftsbekundung oder Zeichen der Freude ein. Eine andere Möglichkeit ist das Beschwichtigungslecken. Es gibt Hunde, die die Schnauze von einem Rudelmitglied mit einem höheren Rang lecken, um es zu beschwichtigen. Gleichzeitig ist dies auch gegenüber dem Menschen möglich. Meistens ist dies so, wenn der Mensch angespannt ist oder laut mit dem Hund schimpft.

Es ist nicht notwendig, dass das Verhalten des Menschen auf den Hund bezogen ist. Wenn der Mensch schief und laut singt oder mit jemand anderem streitet, wird der Hund ihn ebenso ablecken, da er den Menschen beruhigen möchte. Es kann vorkommen, dass der Hund sich mit dem Lecken selbst beruhigen möchte. Dies ist häufig in stressigen Situationen der Fall. Eine dritte Möglichkeit ist die Aufforderung zu Streicheln, Spaß und Spiel. Die Hunde möchten über das Lecken immer etwas bewirken.

Wenn der Hund gelernt hat, dass sich der Mensch ihm zuwendet, wenn er ihm die Hand abschleckt, wird der Hund das wieder tun, wenn er eine Streicheleinheit erlangen möchte. Es kann auch vorkommen, dass es aus Langeweile geschieht. Die Reaktion des Menschen auf das Lecken wird bei den folgenden Malen entscheiden, welche Aufforderung der Hund damit verbindet. Der letzte Grund ist das Geschmackserlebnis. Durch das Lecken nehmen Hunde Geschmacks- und Geruchsmoleküle auf. Es gibt zahlreiche interessante Gerüche. Durch gründliches Abschlecken können die Hunde es genauer erkunden. Sie können andere Hunde oder verspeistes Essen riechen. Körpergerüche wie menschlicher Schweiß ziehen viele Hunde an.

Hunde und Lecken – Ist eine Übertragung von Krankheiten möglich?

Es gibt Menschen, die es befürworten, wenn ihr Hund sie ableckt. Gleichzeitig gibt es Menschen, die es eher eklig finden. Die menschliche Schleimhaut sollte nicht mit der tierischen Schleimhaut in Kontakt kommen. Der Hund kann krankmachende Keime übertragen. Die Darmparasiten werden hauptsächlich über den Kot übertragen. Sie können aber auch übertragen werden, wenn der Hund sich vorab am After geleckt hat und anschließend den Menschen ableckt. Der Hund kann sehr viele unterschiedliche Bakterien übertragen. Ein Beispiel ist Pasteurella multocida. Die Krankheit bewirkt keine Symptome beim Hund. Der Mensch kann trotzdem infiziert werden. Beim Menschen wirkt sich die Krankheit im schlimmsten Fall mit einer Hirnhautentzündung oder einer Blutvergiftung aus. Es ist eher unwahrscheinlich, dass eine Infektion eintritt. Zur Sicherheit sollten die Hände gewaschen werden, nachdem ein Hund die Hände abgeschleckt hat. Dies ist vor allem wichtig, bevor sich der Mensch in die Augen greift oder Essen zubereitet. Kinder und immunschwache Personen sollten das unbedingt beachten.

Lecken – Welche Reaktion ist am besten?

Der Hund kann sehr leicht erzogen werden. Das unerwünschte Verhalten muss ignoriert werden und das erwünschte Verhalten bestärkt werden. Der Welpe sollte bereits lernen, ob er seinen Menschen ablecken soll oder nicht. Wenn der Hund das Gesicht abschleckt und das nicht erwünscht wird, ist es am besten, sich wegzudrehen und ihn 30 Sekunden zu ignorieren. Der Hund kann somit lernen, dass mit dem Lecken das Gegenteil bewirkt wird und die soziale Interaktion unterbrochen wird. Außerdem sollte das Lecken zur Aufforderung nicht unterstützt werden. Auf die Zuneigung des Hundes sollte ansonsten mit einer ausgiebigen Streicheleinheit reagiert werden.

Fazit: Warum Hunde Ohren ablecken

Der Welpe sollte bereits lernen, was er darf und was er nicht darf. Ein ausgewachsener Hund wird sich nicht mehr umgewöhnen. Aufgrund dessen ist es wichtig, bereits im frühen Alter daran zu denken, ob der Hund das auch im ausgewachsenen Alter noch machen sollte.

Warum klebt Zucker, Honig, Karamell? Erklärung, Wissenschaft, Gründe


Die Klebrigkeit ist eine sehr nützliche Eigenschaft. Es ist zwischen natürlichen Klebemitteln und Klebemitteln, die im Labor hergestellt werden, zu unterscheiden. Natürliche Kleber werden auch von Pflanzen, Tieren und Menschen produziert. Wenn dies nicht geschieht, können Wunden nicht geschlossen werden.

Die Kohäsion und die Adhäsion: Darum klebt Zucker

Diese Begriffe werden in allen Naturwissenschaften benutzt. Die Adhäsion bezeichnet im Bezug auf einen Kleber die Klebkraft von dem Klebstoff. Dies bedeutet, er verbindet die klebenden Teile. Bei der Reparatur kann Kleber benutzt werden. Die Kraft, mit der das Geklebte zusammenhält, wird als Adhäsionskraft betitelt. Unter Adhäsion kann Zusammenfügen verstanden werden. Es handelt sich somit um einen Vorgang, bei dem zwei verschiedenartige Stoffe zusammengehalten werden. Die Kohäsion hingegen umfasst die Zusammensetzung von dem Klebstoff. Es ist eine eigene Festigkeit oder Bindung vorhanden. Diese muss bei den bestimmten Klebevorgängen stärker oder schwächer gemacht werden. Es ist nicht möglich, mit jeder klebrigen Substanz etwas zu kleben. Der Kleber muss auch eine einfache innere Festigkeit aufweisen. Dies bedeutet, er verfügt über Kohäsionskräfte. Unter der Kohäsion versteht man die Kraft im Inneren von einer chemischen Verbindung. Zwischen den Molekülen herrscht Anziehungskraft. Dies führt in weiterer Folge dazu, dass ein Stoff klebrig gemacht wird. Neben den beiden Eigenschaften von Industrieklebern ist noch eine Dritte erwähnenswert. Es handelt sich um Tack. Darunter kann die Geschwindigkeit verstanden werden, mit der der Kleber klebt. Bei einem hohen Tack muss weniger Druck eingesetzt werden.

Siehe auch: Warum klebt Kleber?

Das Phänomen des Zuckers

Zucker schimmert und glitzert auf eine besondere Art. Diese Eigenschaft entsteht durch die Kristalle, die aus den unterschiedlichen Inhaltsstoffen gebildet werden. Sollte Feuchtigkeit oder Wasser in flüssiger Form zum Zucker gelangen, wird die kristalline Struktur in Einzelteile zerlegt. Der Wasserstoff im Zucker wehrt sich gegen diese Zerlegung. Er versucht eine chemische Verbindung einzugehen. Die Klebrigkeit des feuchten Zuckers entsteht durch die Bemühungen von dem Wasserstoff. Genauso ist es bei Süßigkeiten. Wenn diese keinen Anteil an Feuchtigkeit aufweisen, kleben sie nicht, sondern sind hart. Je nachdem wie die Kristalle aufgebaut sind, gibt es unterschiedliche Arten von Zuckern. Es gibt Einfachzucker, sogenannte Monosaccharide und Mehrfachzucker, sogenannte Polysaccharide.

Das Phänomen des Honigs

Die unterschiedlichen Arten von Honig enthalten unterschiedliche Arten von Zuckern. Die Zucker des Honigs werden als Saccharide betitelt. Der Körper kann den Zucker aus dem Honig sofort verwerten, da es sich um Einfachzucker handelt. Bei Glukose handelt es sich um Traubenzucker, einen Einfachzucker. Glucose ist auch im Honig enthalten. Da der Körper den Traubenzucker schnell verwerten kann, essen ihn viele Sportler und Sportlerinnen während eines Wettkampfes. Dies bringt ihnen schnelle Energie. Müde Menschen können in der früh ein Honigbrot essen und sie werden bald fit sein. Allgemein gilt, was für den Zucker gilt, gilt für den Honig auch. Der Klebeeffekt des Honigs beruht auf den Sauerstoff-gebundenen Wasserstoffatomen des Zuckers. Diese sind in jedem Zuckermolekül sehr stark vertreten und üben nur geringe Anziehungskräfte aus. Es handelt sich um Wasserstoffbrückenbindungen. Der Zucker wird dadurch fest zusammengehalten. Dies ist allerdings nur der Fall, bis der Zucker mit Substanzen in Berührung kommt, die selbst Wasser enthalten. Allgemein gilt, dass der Honig aufgrund der Anziehungskräfte der Moleküle untereinander klebt.

Die fehlende Kohäsion beim Honig

Der Honig enthält viele verschiedene Zuckerarten. Obwohl der Honig klebt, kann er nicht als Kleber bei Alltagsprodukten benutzt werden. Dies ist darauf zurückzuführen, da es an inneren Bindemitteln mangelt. Es ist keine Kohäsion vorhanden. Aufgrund dessen können keine zerbrochenen Gegenstände geklebt werden. Trotzdem kann Honig als Klebemittel eingesetzt werden. Dies ist dann der Fall, wenn kein starkes Klebemittel benötigt wird und der Kleber essbar sein sollte. Aufgrund dessen wird Honig sehr oft beim Verzieren oder Backen von Kuchen eingesetzt. Für einen Kuchen reicht die Klebkraft von Honig aus.

Fazit: Warum klebt Zucker, Honig, Karamell? Erklärung, Wissenschaft, Gründe

Die Klebrigkeit von Zucker, Honig und Karamell kann im Endeffekt auf den Wasserstoff zurückgeführt werden. Der Wasserstoff befindet sich im Wasser und auch im Zucker. Sollten Wassermoleküle mit dem Zucker in Verbindung kommen, wird dieser klebrig. Die Atome streben grundsätzlich danach, dass der Kristall im Zucker zusammengehalten werden kann. Wenn der Zucker mit Wasser in Verbindung kommt, müssen neue Verbindungen angestrebt werden und der Zucker, der Honig oder das Karamell beginnen zu kleben.

Woher kommt das Wort „Vakzin“? Bedeutung, Definition, Erklärung


Vakzin ist der Begriff, der heute verwendet wird, wenn von Impfstoffen die Rede ist. Unter ihnen versteht man Substanzen, die das Erbgut eines Krankheitserregers enthalten, Dazu wurde der Erreger vorher biologisch oder gentechnisch in Laboren aufbereitet. Wird der Impfstoff, das Vakzin, dann einem gesunden Lebewesen injiziert, baut dessen Immunsystem einen Schutz gegen den jeweiligen Erreger auf, ohne bei dem Geimpften die Erkrankung auszulösen.

Seit wann gibt es Impfstoffe und woher stammt der Begriff Vakzin? Bedeutung, Erklärung, Definition

Eine der weltweit besonders gefürchteten Infektionskrankheiten waren früher die Pocken. Sie forderten immer wieder viele Menschenleben. Wissenschaftler gehen davon aus, das schon vor 3000 Jahren in Indien und China Ärzte auf die Idee kamen, bei Pockenausbrüchen das Immunsystem noch nicht Infizierter anzukurbeln, indem sie ihnen ein Pulver aus zermahlenen Grind bzw. Krusten der Pockennarben eingaben. Neben den für die Menschen sehr gefährlichen Pocken gibt es auch noch die sogenannten Kuhpocken, ausgelöst durch das Vaccine-Virus. Der Begriff Vaccine stammt vom lateinischen Wort vaccinius (von Kühen stammend). Auch die Kuhpocken können auf den Menschen übergehen und das Vaccine Virus ähnelt dem Pockenvirus(Orthopoxvirus variolae). Es ist aber für Menschen vergleichsweise harmlos. Ende des 18.Jahrhunderts wurde in England entdeckt, dass Menschen, die einmal an den Kuhpocken erkrankt waren, später bei Ausbrüchen der Menschen-Pocken nicht infiziert wurden. Das brachte den englischen Landarzt Edward Jenner auf die Idee, Menschen gezielt mit den Kuhpocken zu infizieren, um ihr Immunsystem an die Vaccine-Viren zu gewöhnen und so Pockenausbrüche zu verhindern. Die Schutzimpfung, auch als Vakzinierung bezeichnet, war erfunden und schaffte es 200 Jahre später, die Pocken praktisch auszurotten.

Mittlerweile gibt es Impfstoffe gegen viele durch Viren oder durch Bakterien ausgelösten Erkrankungen, zum Beispiel gegen Influenza, Masern, Windpocken, Mumps, Diphterie, Wundstarrkrampf, Cholera, Gelbfieber und Typhus. Sie werden alle als Vakzine bezeichnet, obwohl sie gar nichts mit Kühen und den Kuhpocken zu tun haben.

Siehe auch: Heißt es der oder das Virus?

Die verschiedenen Arten der Vakzine:

Unterschieden wird zwischen den sogenannten Lebendimpfstoffen, den Totimpfstoffen und den Gen-basierten Impfstoffen. Bei den Lebendimpfstoffen werden, wie der Name schon sagt, noch vermehrungsfähige (lebende) aber abgeschwächte (attenuierte) Krankheitserreger verwendet. Sie können nicht mehr krankmachen, aber trotzdem das Immunsystem zur Bildung von speziellen Antikörpern anregen. Lebendimpfstoffe gibt es zum Beispiel gegen Masern, Mumps, Windpocken und Röteln.

Totimpfstoffe verwenden entweder nicht mehr vermehrungsfähige (abgetötete) Erreger oder auch nur Bestandteile dieser Erreger. Dabei kann es sich um Erreger-Fragmente, um aus dem Erreger herausgelöste spezielle Komponenten, oder um inaktive Gifte (Toxine) des Erregers handeln. Außerdem gibt es noch den Konjugat-Impfstoff , bei dem das Antigen des Erregers an einen Proteinträger (Eiweiß) gebunden sein muss, um Wirkung zu erzielen. Totimpfstoffe werden zum Beispiel gegen Tetanus, Hepatitis, Diphterie und Kinderlähmung eingesetzt.,

Die neueste Generation von Impfstoffen stellen die die viralen Vektoren- oder mRNA- Impfstoffe dar. Bei ihnen wird, laienhaft ausgedrückt, keine Substanz des Krankheitserregers, sondern nur der genetische Bauplan des Antigens in den Körper des Geimpften geschleust und dessen eigene Körperzellen produzieren dann die entsprechenden Antikörper. Beim viralen Vektoren-Impfstoff wird dieser Bauplan (das Genmaterial) vorher in harmlose Trägerviren eingebaut. Beim mRNA Impfstoff wird auch kein Trägervirus mehr benötigt, sondern das Erreger-Gen in Form der sogenannten Messenger-RNA oder Boten-RNA synthetisch hergestellt und verimpft

Was ist Zeitinkonsistenz? Bedeutung, Definition, Erklärung


Als Zeitkonsistenz wird das Problem von gebrochenen Vorsätzen bezeichnet. Für die ökonomische Theorie sind gebrochene Vorsätze eine Niederlage.

Was ist Zeitinkonsistenz? Bedeutung, Definition, Erklärung

Heute wird beispielsweise entschieden, dass eine Diät persönlich den größten Nutzen bringt. Soll der Umschluss allerdings später in die Tat umgesetzt werden, so wird er verändert. So wichtig ist eine Diät dann plötzlich nicht mehr, obwohl es vorher als die richtige Entscheidung galt.
Neben der gescheiterten Diät gibt es noch viele weitere Beispiele: etwa das Rauchen aufzuhören, mit Sport anzufangen oder für das Alter vorsorgen. Am einen Tag ein fest gefasster Entschluss, am nächsten Tag schon wieder vergessen.

Die ökonomische Theorie arbeitet mit sogenannten „discounted-utility“ Modellen. Die Grundidee dahinter ist, dass Menschen den gesamten Nutzen in ihrem Leben maximieren. Sie sind also bestrebt, aus ihrem Leben das Beste herauszuholen und setzen dies auch entsprechend mit ihren Vorsätzen um. Der Bruch der Vorsätze spricht auch gegen die ökonomische Theorie, da Menschen dann eben doch nicht bereit sind, den größtmöglichen Nutzen aus ihrem Leben zu ziehen, indem sie etwa abnehmen und dadurch gesünder leben können.
Menschen ziehen den Konsum in der Gegenwart dem Konsum in der Zukunft vor. Somit diskontieren sie den späteren Konsum und zinsen ihn ab auf die Gegenwart. Er wird gewichtet mit einem Faktor, der kleiner als eins ist.

Zeitinkonsistenz: Langzeitziel Diät vs. aktuelle Entbehrungen

Die Zeitkonsistenz besagt, dass sich die Entscheidung zwischen zwei unterschiedlichen Optionen, die zeitlich variieren, nicht verändert, wenn beide Optionen um einen Zeitraum verschoben werden.
Nehmen wir an, es gibt eine Wahl zwischen den folgenden Szenarien:

  • 13 Monate auf 110,00 € warten
  • 12 Monate auf 100,00 € warten

In diesem Fall ist es natürlich besser, 13 Monate zu warten und dann 110,00 € zu erhalten. Gemeinhin wissen die Menschen dies auch, trotzdem hätten sie lieber schneller die 100,00 € als länger auf die 110,00 € zu warten. Dieses Verhalten ist Zeitinkonsistent. Denn wenn noch einen Monat länger gewartet werden würde, würde es mehr Geld geben. Dafür muss einfach nur abgewartet werden, mehr müsste nicht getan werden. Das fehlt den Menschen allerdings sehr schwer. Oft nehmen sie lieber direkt, was sie bekommen können und wollen nicht länger warten.

Auch bei einer nicht eingehaltenen Diät wird zeitinkonsistent gehandelt. Zuerst wird entschieden, dass der Nutzen der Diät größer ist als aktuelle Nachteile (die 110,00 € in den drei Monaten werden also bevorzugt). Wenn die Diät wirklich begonnen werden soll, so erscheinen die aktuellen Entbehrungen (das Verzichten auf Kalorien, Sport zu treiben) allerdings größer als der Nutzen in der Zukunft (es wird also zu den 100,00 € gegriffen).

Das Nichtumsetzen von guten Vorsätzen wird also aus traditioneller ökonomischer Perspektive als inkonsistent bezeichnet.

Zeitinkonsistenz: Das neue Modell der hyperbolischen Diskontierung

Die eben beschriebene Vorgehensweise wird von der neueren Forschung der Ökonomie mit dem Modell hyperbolischen Diskontierung zu erklären versucht.

Demnach sind Menschen sehr ungeduldig, wenn es um eine kurze Frist geht. Auf eine lange Frist hingegen sind sie geduldiger und auch bereit, einen Aufschub hinzunehmen. Bei einem langen Aufschub wird nur eine geringere Kompensation verlangt, bei einer kurzen Frist hingegen eine umso größere.

So lässt sich erklären, warum gute Vorsätze nicht eingehalten werden können. Eine Diät bedeutet einen Nutzen, der weit in der Zukunft liegt. Bis die Diät anschlägt und die Ziele erreicht sind, können Monate vergehen.
Steht man nun allerdings heute vor der Wahl, entweder eine Pizza zu essen oder darauf zu verzichten, so wirkt der zukünftige Nutzer, den die Diät einbringen soll, nicht mehr. Er entschädigt nicht auf den kurzfristigen Verzicht vom Konsum. Der Diätvorsatz wird so schnell vergessen.

Inzwischen gibt es auch noch andere alternative Theorien zu dem Thema, da nicht alle mit dem eben vorgestellten Modell einverstanden sind.
Eine Idee befasst sich mit dem Zerlegen von Entscheidung in mehrere Intervalle. Die Zeitkomponente wird in diesen Intervallen unterschiedlich stark berücksichtigt.

Der Ansatz wird als subadditive Diskontierens bezeichnet. Für einzelne Teile von einem größeren Angebot sind Menschen oftmals bereit, mehr zu zahlen, als für die Summe aller Einzelteile.

Auch für den Umgang mit dem Faktor Zeit kann diese Theorie angewandt werden. Zur Schätzung, welchen Wert eine Zahlung in einem Jahr hat. Entweder wird der Zeitraum als Jahr gesehen oder als zwölfmal ein Monat. Die Zahlung ist zwar immer die gleiche, allerdings kann die Wahrnehmung anders sein.

Beim subadditiven Diskontieren wird nämlich die Abzinsung größer, wenn das abzulaufende Jahr in zwölf Monate zerlegt wird.

Auswirkungen auf die Wirtschaftspolitik

Diese Ideen haben große Auswirkungen auf die Wirtschaftspolitik. Menschen verhalten sich oft zeitinkonsistent. Muss der Staat hier eingreifen, um ein zeitkonsistentes Verhalten zu erzwingen?
Dabei geht es vor allem um die Förderung einer privaten Altersvorsorge oder der Bekämpfung von nicht gesunden Lebensweisen.

Im Bereich der Altersvorsorge bevorzugen viele Menschen den heutigen Konsum gegenüber einer späteren, eventuellen Altersvorsorge. Sie verhalten sind zeitinkonsistent und werden dies im Alter bereuen.
Es sollte daher eine obligatorische Mindestvorsorge geschaffen werden. Dabei sollte dies mindestens existenzsichernd sein, aber auch nicht höher, um Missbrauch zu verhindern.

Eine Absicherung schafft der Staat über die Rentenversicherung, die für alle nicht selbstständig tätigen Arbeitnehmer verpflichtend ist.

Auch im staatlichen Eingriff beim Konsum gesundheitsschädlicher Substanzen, wie etwa Alkohol oder Zigaretten, wird die Zeitinkonsistenz als Argument für die Richtigkeit des staatlichen Handels angeführt.
Auch „Sündensteuern“ werden hier diskutiert. Diese sollen Menschen dazu bringen, mit ihrem zeitinkonsistenten Verhalten aufzuhören. Denn mit Rauchen, Alkohol oder Drogen zerstören wir unsere zukünftige Gesundheit für ein gutes Gefühl in der Gegenwart.
So könnten vielleicht Menschen dazu gebracht werden, mit dem Rauchen aufzuhören.

Die Zeitkonsistenz – ein kompliziertes Phänomen

Grundsätzlich ist die Zeitkonsistenz ein kompliziertes Phänomen. Es ist aber durchaus zutreffend und beschreibt viele menschliche Verhaltensweisen, die eigentlich inkonsequent und falsch sind. Oftmals wird ein Genuss in der Gegenwart dem vernünftigen Handeln für die Zukunft vorgezogen.

Trotz aller Theorie leben wir allerdings nur einmal und immer in der Gegenwart – nicht in einer fernen Zukunft. Viele Menschen leben nach dieser Devise und vergessen ihre Zukunft. Wenn sie diese dann erreicht habe, ist auch sie Gegenwart und die Fehler aus der Vergangenheit werden dann vielleicht bereut.

Wie der Mensch letztendlich handelt, ob zeitkonsistent oder zeitinkonsistent, liebt in seiner persönlichen Entscheidung. Er muss dann allerdings auch in der Zukunft mit seinen Entscheidungen in der Gegenwart leben.

Was bedeutet „komedogen“? Bedeutung, Definition, Erklärung


Der Begriff komedogen wird häufig in der Hautpflege verwendet. Besonders Produkte für die Gesichts- und Körperpflege tragen das Adjektiv, das ihnen besondere Wirkungseigenschaften zuspricht. Der Ursprung des Wortes liegt in der lateinischen Sprache und wird abgeleitet vom Verb comedere. Comedere hat die Bedeutung verzehren oder steht in umgangssprachlicher Form für Aufessen. Den Zusammenhang zwischen der Kosmetik und dem Verzehren erklärt ein Blick auf den geschichtlichen Hintergrund.

1691 veröffentlichte der Sprachwissenschaftler Kaspar von Stieler ein Wörterbuch, in dem der Ausdruck Mitesser erschien. Der Begriff bezog sich schon in der damaligen Zeit auf die Begleiterscheinung von Akne. In der Medizin galt die Ursache für Mitesser ein Befall mit Parasiten. Bis in das 19. Jahrhundert hinein war der Glaube Verfestigen, dass ein Mitesser ein Schmarotzer ist, der vom Menschen zehrt. Mitesser oder Komedone waren aus dem medizinischen Blickwinkel kleine Lebewesen, die sich ähnlich wie Blutegel von den Körpersekreten des Menschen ernähren und diese damit verzehren. Die Aufklärung über Hautunreinheiten und die Entstehung von Mitessern setzte sich erst sehr durch und bis dahin hatte sich die Begriffsbenutzung gefestigt.

Was ist ein Komedogen? Bedeutung, Definition, Erklärung

Ein Komedon ist ein Mitesser, der charakteristisch für eine besondere Form der Akne ist. Die Acne comedonica entsteht in der Regel während der Pubertät und kann bis ins Erwachsenenalter bestehen bleiben. Ein Komedon ist eine verstopfte Talgdrüse, die durch einen Oxidationsprozess an der Hautoberfläche dunkel erscheint. Entzündet sich ein Mitesser so bilden sich Pusteln und Pickel.

Unreine Haut braucht eine sensible Pflege

Mitesser und Pickel sind unabhängig vom Alter unbeliebt. Damit die Haut rein und klar bleibt oder wird, benötigt die Haut eine spezielle Pflege. In vielen Cremes und Lotion gibt es Zusätze, die die Eigenschaft haben, die Bildung von Mitessern zu fördern. Diese Inhaltsstoffe gelten als komedogen und können bei der Anwendung für eine Verschlechterung des Hautbildes sorgen. Besonders für Akne geplagte Menschen ist dies ein kontraproduktiver Prozess. Eine Haut, die zu Unreinheiten neigt, ist auf nicht-komedogene Inhaltsstoffe angewiesen und daher befindet sich der Hinweis häufig auf Hautpflegeprodukten. Komedogene Inhaltsstoffe befinden sich nicht ausschließlich in Gesichtspflegeprodukten, sondern auch in Pflegemitteln für den ganzen Körper.

Welche Inhaltsstoffe haben eine komedogene Wirkung?

Produkte, die eine komedogene Wirkung haben sind in der Regel reichhaltig und haben einen hohen Anteil an Fetten und Ölen. Die zugesetzten Öle sind verantwortlich dafür, ob ein Pflegeprodukt komedogen oder nicht-komedogen ist. Nicht jedes Öl verhält sich gleich. Mineralöle stehen im Verdacht, unabhängig vom Hauttyp eine komedogene Wirkung zu haben. Zu den Mineralölen gehören Silikone, Vaseline und Paraffin. Es handelt sich dabei um industriell hergestellte Öle, die aus Erdöl und Braunkohle gewonnen werden. Gleichermaßen können natürliche Fette die Bildung von Mitessern begünstigen. Das Wollfett der Schafe, das sogenannte Lanolin, kann eine komedogene Wirkung haben ebenso wie einige Fette und Öle aus Pflanzen. Bei der Verwendung von Kokosfett, Kakaobutter, Erdnussöl und Olivenöl können sich verstärkt Komedone und Pickelchen zeigen.

Wie wird Komedogenität klassifiziert?

Ob eine Substanz komedogen ist, wird über Tierversuche ermittelt. Wie stark ein Fett die Poren verstopft, ist spezifisch für jede Substanz. Der Grad der komedogenen Eigenschaften wird in einer Skala von 1 bis 5 eingeteilt. Öle ohne komedogene Wirkung haben dabei einen Komedogenitätsgrad von 0 bis 1. Je stärker das Öl die Poren verstopft, desto höher der Wert. Arganöl und Öle auf Hanfbasis gehören zu den nicht-komedogenen Ölen, während Avocadoöl ein Vertreter der komedogenen Inhaltsstoffe sein kann.

Können komedogene Produkte Akne auslösen?

Akne kann viele Ursachen haben. Ob ein Inhaltsstoff eines Pflegeproduktes das Hautbild verschlechtert ist von der individuellen Hautbeschaffenheit abhängig. Ist die Haut von Natur aus eher fettig, dann können komedogene Stoffe sind eher negativ auf das Hautbild auswirken. Bei einer trockenen Haut ist dies nicht zu erwarten. Eine Haut, die Unreinheiten zeigt sollte daher eher mit einer Pflege versorgt werden, die nicht-komedogen ist. Sehr starke Unreinheiten und Akne können unterschiedliche Ursachen haben und sind nicht ausschließlich auf Pflegeprodukte zurückzuführen. Im Zweifelsfall kann ein Test im Ellenbogen Aufschluss darüber geben, wie die Haut auf eine Creme oder Lotion reagiert.

Warum klebt Klebstoff / Kleber? Erklärung, Gründe, Wissenschaft


Die Fähigkeit eines Klebstoffes, zwei Materialien fest miteinander zu verbinden, geht auf zwei Prinzipien zurück: Adhäsion und Kohäsion. Daneben sind die physikalischen Eigenschaften der zu verklebenden Materialien (im Folgenden als Fügeteile bezeichnet) für die Klebewirkung verantwortlich.

Kleber / Klebstoff: Was passiert bei der Adhäsion?

Die Adhäsion beschreibt allgemein die Fähigkeit eines Stoffes, an der Oberfläche eines anderen Stoffes zu haften. Beim Klebstoff beschriebt dies also seine Eigenschaft, beim Auftragen auf das Fügeteil an dieser Stelle haften zu bleiben. Dafür verantwortlich sind Wechselwirkungen zwischen den Molekülen des Fügeteils und denen des Klebstoffs. Es treten Wechselwirkungen durch polare oder polarisierbare Gruppen auf, durch Wasserstoffbrückenbindungen oder durch van-der-Waals-Kräfte. Während polarisierbare Gruppen und Wasserstoffbrückenbindungen nicht bei allen Stoffen vorliegen, gibt es van-der-Waals-Kräfte bei allen. Diese entstehen durch zufällige Ungleichverteilung von Elektronen in den Molekülen, sodass kurzzeitig winzigste Magnete entstehen. Je mehr der zwischenmolekularen Kräfte vorliegen, desto stärker fällt also die Adhäsion aus.

Die genannten Kräfte haben eine Reichweite unter einem Nanometer, weshalb eine gleichmäßige Benetzung der Oberfläche des Fügeteils maßgebend für eine gute Adhäsion und die gewünschte Klebewirkung ist. Die meisten Klebstoffe sind daher flüssig. Je nach Material des Fügeteilchens hat das Lösemittel im Klebstoff noch eine Verstärkung der zwischenmolekularen Kräfte zum Zweck. Wird die Oberfläche des Fügeteilchens durch das Lösemittel angelöst, können sich die gelösten Teilchen mit dem Klebstoff vermischen. Dadurch werden die Kräfte zwischen Klebstoff und Fügeteil erhöht. Dieser Prozess wird als Dispersionsprozess bezeichnet.

Neben den physikalischen Kräften gibt es in manchen Fällen auch Klebstoffe, bei denen chemische Bindungen für die Adhäsion verantwortlich sind. Diese sind in der Regel deutlich stärker als die physikalischen Kräfte und liegen beispielsweise beim Kleben von Aluminium mit Klebstoffen aus der Gruppe der Epoxidklebstoffe vor.

Kleber: Welche Rolle spielt die Oberflächenbeschaffenheit des Fügeteils bei der Adhäsion?

Da die zwischenmolekularen Wechselwirkungen nur eine geringe Reichweite haben, sind die obersten Schichten der Fügeteilchenoberfläche für die Klebewirkung entscheidend. Sollten Verunreinigungen auf der Klebefläche vorliegen, stellen diese die Adhäsionsfläche dar.

Verunreinigungen verändern zum einen die Beschaffenheit und damit die physikalischen Eigenschaften der Oberfläche. Bestehen die Fügeteile beispielsweise aus Keramik, so hat diese andere physikalische Eigenschaften als Fett. Zum anderen können die Kräfte des Klebstoffes diese Schicht je nach Stärke nicht durchdringen. Dazu kommt, dass die Verschmutzung nicht so fest mit dem Fügeteilchen verbunden ist wie die Moleküle des Fügeteils unter sich. Insgesamt fällt die Adhäsion geringer aus. Nicht nur bei Verschmutzungen kann die Anbindung der Oberfläche an das restliche Teilchen nicht stark genug sein. Sollte die Oberfläche korrodiert sein, wie es bei rostigem Eisen beispielsweise der Fall ist, hat diese Schicht nicht die Anbindung an den Rest des Materials, die für eine stabile Verklebung notwendig wäre.

Um also eine gleichmäßige Adhäsion zu gewährleisten, muss vor dem Benetzen des Fügeteils dessen Oberfläche frei von Fremdsubstanzen sein und gewährleistet werden, dass die Stabilität der obersten Schichten der der übrigen Materials entspricht.

Was passiert bei der Kohäsion?

Kohäsion beschreibt die im Inneren eines Materials auftretenden Kräfte. Beim Klebstoff beschreibt dies also seine Eigenschaft, innere Festigkeit aufzubauen. Diese ist notwendig, um die Verbindung beider Fügeteile herzustellen. Je länger sich ein Klebstoff an der Oberfläche des Fügeteils befindet, desto größer wird seine Kohäsion und damit stärker die Verbindung beider Teile. Je nachdem, ob die Kohäsion auf chemische oder physikalische Prozesse zurückgeht, spricht man von chemisch härtenden Klebstoffen oder physikalisch abbindenden Klebstoffen. Das Ausmaß der Kohäsion hängt in entscheidendem Maße von den Umgebungsbedingungen wie Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Lichtverhältnissen ab. Auch die mechanische Belastung ist ausschlaggebend.

Wie wirken physikalisch abbindende Klebstoffe?

Bei Klebstoffen dieser Art liegen die für die Klebewirkung verantwortlichen Moleküle bereits in ihrer endgültigen Größe vor und werden nicht erst im Laufe des Kohäsionsprozesses durch chemische Reaktionen erzeugt. Die Verfestigung erfolgt durch Trocknen, Abkühlen oder Gel-Bildung.
Bei der Verfestigung durch Trocknung verdunstet das Lösemittel, in dem die Moleküle des Klebstoffs gelöst sind. Der Abstand zwischen den Klebstoffmolekülen wird verkleinert und zwischenmolekulare Kräfte beginnen zu wirken. Die Teilchen des Klebstoffs sind meist Polymere, zum Beispiel solche aus der Stoffgruppe der Polyvinylacetate, Acrylate oder Polyurethane.

Ähnlich verhält es sich bei Klebstoffen, die durch Abkühlen verfestigen. In warmen Materialien haben die Teilchen viel Bewegungsenergie, welche die Ausbildung von zwischenmolekularen Kräften erschwert. Erst mit dem Abkühlen verlangsamen sich die Teilchen, sodass zwischenmolekulare Kräfte wirken können. Eine Verklebung mit solchen Klebstoffen ist daher reversibel. Je nach Material des Klebstoffes unterscheiden sich seine Verarbeitungstemperaturen. Beispielsweise müssen Polyamide auf über 200°C erhitzt werden, wohingegen Polyethylen bereits ab 140°C verarbeitet werden kann.

Bei der Verhärtung durch Gelbildung sind die Klebstoffe Dispersionen, also Gemische aus Feststoff und Flüssigkeit. Diese sind so gewählt, dass sie unter passenden Umgebungsbedingungen, zum Beispiel bei Temperaturerhöhung, zu einem einphasigen Gel diffundieren. Im Allgemeinen ist der Feststoff ein Polymer, zum Beispiel Polyvinylchlorid, und die Flüssigkeit ein Weichmacher wie ein Phthalsäuereester. Zusätzlich können Füllstoffe und Pigmente zugegeben werden.

Wie wirken chemisch härtende Klebstoffe?

Bei Klebstoffen dieser Art liegen die für die Klebewirkung verantwortlichen Moleküle nicht von Beginn an vor. Sie entstehen während des Kohäsionsprozesses durch chemische Reaktionen aus kleineren Molekülen. Dabei muss gewährleistet werden, dass die Reaktion erst zustande kommt, wenn der Klebstoff auf die Fügeteile appliziert wird.

Bei manchen Klebstoffen sind dafür die zur Reaktion notwendigen Komponenten voneinander getrennt. Erst durch Mischen beider Komponenten kurz vor der Applikation wird die Reaktion in Gang gebracht. Andere Klebstoffe sind so konzipiert, dass sie bestimmte Umgebungsbedingungen brauchen, um die chemische Reaktion und damit die Härtung einzuleiten. Dies kann zum Beispiel Licht einer bestimmten Wellenlänge, Vorhandensein von Sauerstoff oder Einwirkung von Wärme sein. Bei den eintretenden Reaktionen kann es sich um Polymerisation, Polyaddition oder Polykondensation handeln.

Bei der Polymerisation sind die Vorläufermoleküle alle identisch. Ein Vertreter aus der Gruppe der so aushärtenden Klebstoffe sind die Cyanacrylat-Klebstoffe. Bei ihnen wird die Polymerisationsreaktion durch Kontakt mit der Luftfeuchtigkeit ausgelöst.

Bei Polyadditionsreaktionen sind die Vorläufermoleküle nicht identisch. Beispielsweise bestehen Polyurethanklebstoffe aus mehrwertigen Isocyanaten und mehrwertigen Alkoholen, die bei Vermischung miteinander reagieren und dabei ein Reaktionsprodukt aus der Stoffgruppe der Polyurethane bilden.

Bei einer Polykondensation müssen die Vorläufermoleküle ebenfalls nicht identisch sein. Bei solchen Reaktionen wird ein Nebenprodukt wie Wasser oder Ammoniak frei. Zu dieser Gruppe zählen die Phenol-Formaldehydharz-Klebstoffe, bei welchen die Reaktion von Phenolen und Aldehyden durch Änderung von Temperatur oder pH-Wert eingeleitet wird.

Was ist eine Kopfgeburt? Bedeutung, Definition, Erklärung


„Kopfgeburt“ bezeichnet eine Idee, die nicht funktionieren wird. Sie hat mit der Realität nicht viel zu tun und ist daher kaum überlebensfähig. Stets wird der Begriff abwertend gebraucht. Eine bereits umgesetzte Idee bezeichnet man nur dann als Kopfgeburt, wenn sie gescheitert ist. Der Begriff wird in der Einzahl gebraucht. Seltener kann er aber auch in der Mehrzahl stehen.

Hauptmerkmal des Begriffes ist nie die Idee selbst. Vielmehr wird unterstellt, dass es ein reines Gedankenkonstrukt (ein Idealbild) sei, welches zwangsläufig an der Realität scheitern werde. In der Verwendung des Begriffes liegt stets eine Geringschätzung der betreffenden Idee. Häufig dient dies auch der Abwertung des Urhebers der Idee.

Somit lässt sich die Idee selbst meist einem bestimmten Menschen zuordnen. Die Idee ruft zudem großen Widerspruch hervor. Synonyme sind Hirngespinst, Spinnerei oder auch Schnapsidee.

Was ist eine Kopfgeburt? Bedeutung, Definition, Erklärung

Seinen Ursprung hat der Begriff Kopfgeburt in der griechischen Mythologie. Dort gibt es die Geschichte von Zeus, der seine Tochter Athene durch Kopfgeburt zur Welt brachte: Dem Göttervater wurde vorhergesagt, dass ihn ein Sohn stürzen werde, während eine Tochter ihm ebenbürtig sei. Beides lehnte Zeus natürlich ab, schließlich betrachtete er sich als allmächtig. Als er erfuhr, seine Frau Metis erwarte Zwillinge, meinte er, seine Zeit sei gekommen. Kurzerhand verschlang er die Schwangere.

Im Anschluss bekam er jedoch solche Kopfschmerzen, dass er den Schmied Hephaistos rief. Dieser erhielt den Auftrag, seinen Kopf zu zerschlagen, was Hephaistos auch tat. Dem Zeus als Gott konnte dies nichts anhaben. Aus diesem Gewaltakt entsprang Athena, als fertige Frau in voller Rüstung. Fortan galt sie nicht nur als überragende Kriegerin. Sie galt auch als Symbol für Intelligenz und Weisheit, denn sie kam ja aus dem Kopf des Zeus.

Was in der Mythologie seinen Zweck erfüllt, kann es in der Realität nicht geben. Deshalb wurde der Begriff im Lauf der Jahrhunderte immer mehr zum Synonym für etwas Negatives.

Wofür wird das Phänomen Kopfgeburt verwendet? Erklärung

Kopfgeburt bezeichnet den Inbegriff einer nicht lebensfähigen Idee: Diese wird zwar wie alle Ideen durch den Kopf geschaffen. Jedoch ist sie von vornherein zum Tod verurteilt. Deshalb muss jede Kopfgeburt in dem Sinn, wie wir sie heute gebrauchen, zwangsläufig scheitern.

Der Grund besteht nicht in ihrer Produktion, also der Geburt an sich. Diese funktioniert ja, die Idee wird geboren. Jedoch kann die Idee nicht weiterleben – sie stirbt im realen Umfeld. Ein Beiklang von Spott schwingt ebenfalls stets mit. Schließlich wurde eine Kopfgeburt lange mit dem allmächtigen Göttervater Zeus in Verbindung gebracht.

Damit beschränkt sich die Anwendung auf intellektuelle Leistungen. Diese werden zunächst präsentiert und daraufhin von anderer Seite verunglimpft. Beispiele finden sich in Politik, Kunst und Literatur. Besonders in der Politik tauchen sie überall da auf, wo zwei verschiedene Lager aufeinander treffen. Ziel ist in den meisten Fällen eine Diffamierung der gegnerischen Partei. Dann bezeichnet Kopfgeburt eine belanglose oder hoch spekulative Idee. Auch Unvernunft wird häufig unterstellt, also ein unzureichendes Durchdenken. Dies unterstellt weiterhin Unfähigkeit, was wiederum dem Ansehen des Gegners schaden soll.

Kopfgeburt als Äußerung von Ablehnung

In jedem Fall wird damit gezeigt, dass der Sprecher die Idee für unwichtig hält. Sie kann aber auch als gefährlich dargestellt werden. In jedem Fall wird sie abgelehnt. Die Ablehnung wird im Anschluss begründet, wodurch der Anwender sich selbst oder die eigene Idee hervorheben möchte. Diese Idee widerpricht stets der ursprünglichen Idee. Sie stellt sich damit als besonders realistisch dar.

Häufig ist die Ursache dieser Abwehr eine gefühlte Bedrohung. Eine Kopfgeburt bezeichnet zwar etwas Fiktives. Sie kann jedoch durchaus die Wirklichkeit betreffen: Wenn eine Idee oder Theorie die Realität in gravierender Weise ändern möchte, wird sie ebenfalls oft als Kopfgeburt bezeichnet.

Kopfgeburt in Kunst und Literatur

In früheren Zeiten fand der Mythos selbst großes Interesse. Auf griechischen Vasen ist die Darstellung der Geburt der Athene ebenso zu finden wie in der Malerei. Selbst Statuen stellen die Athena dar, wie sie aus dem Kopf ihres Vaters Zeus steigt.

Moderner ist die Verwendung im symbolischen Sinn. Sehr bekannt ist etwa Günter Grass‘ Werk „Kopfgeburten“. In diesem Mix aus Essay und Roman behandelt der Autor zahlreiche Visionen eines künftigen Deutschlands. Weniger bekannt blieb ein Sachbuch mit dem Namen „Der Kommunismus als Kopfgeburt“. Es stammt von Eberhard Rathgeb.

Weitere Bedeutungen des Begriffes Kopfgeburt

Eine weitere Bedeutung von Kopfgeburt ist heute veraltet. Sie stammt aus der Medizin und bezeichnet eine Geburt, bei welcher der Schädel des Babys zuerst erscheint.

Was ist Smurfing / Smurfen? Bedeutung, Definition, Erklärung


Smurfing oder Smurfen heißt auf Englisch „Schlumpfen“. Es bedeutet, eine Aktivität so zu splitten, dass daraus viele kleine, unauffällige Aktivitäten (klein wie die Schlümpfe) werden. Der Begriff wird bei der Geldwäsche und auch beim Online-Gaming verwendet.

Was ist Smurfing / Smurfen? Bedeutung, Definition, Erklärung

Bei der Geldwäsche teilen Kriminelle einen hohen, auffälligen Geldbetrag in viele kleine Beträge auf, die sie in mehreren Tranchen überweisen. Das fällt weder auf dem Absender- noch auf dem Empfängerkonto auf. So ist es beispielsweise in Deutschland bei Bareinzahlungen ab einem Betrag von 15.000 Euro vorgeschrieben, dass sich der Einzahler identifizieren muss. Seine Daten werden anschließend fünf Jahre lang gespeichert (§ 10 Absatz 3 Nummer 2 Geldwäschegesetz). Bei Sorten (ausländischen Währungen) liegt die Grenze sogar bei nur 2.500 Euro. Per Smurfing teilen nun die Einzahler ihren hohen Betrag in kleine Summen auf, die nicht unter diese Vorschrift fallen. Die Banken setzen allerdings inzwischen automatische Systeme ein, deren Algorithmen das Smurfing erkennen.

Smurfing bei Online-Games

In Online-Games spielen manche Teilnehmer auf mehreren Accounts in unterschiedlichen Levels. Auch diese Praxis wird als Smurfing bezeichnet und ist mehr oder weniger verpönt. Beim CS:GO stößt sie auf starke Ablehnung, bei League of Legends scheint sie gängige Praxis zu sein. Die Smurfer machen im Jargon der Spieler ein Play, das über dem üblichen Niveau der Elo dieses Spiels liegt. Sie legen Zweit-, Dritt- und sogar Viert- und Fünftaccounts in niedrigeren Elos an und geraten dort an Gegner unter ihrem Niveau, wodurch ihre Gewinnwahrscheinlichkeit steigt. Ihre Ziele gelten dabei als ambivalent. Manchmal spielen sie aus Spaß „Troll-Games“ auf ihrem Smurf-Account, welche die MMR ihres Hauptaccounts nicht gefährden. Teilweise wollen sie auch per Smurfing mit Freunden spielen, welche niedriger als sie selbst ranken. Im Game League of Legends etwa ist es nicht möglich, mit dem Silberstatus in dasselbe Spiel wie ein Challenger-Gamer zu gelangen. Eine Begrenzung sieht vor, dass für ein gemeinsames Spiel nur ein gewisser Unterschied der Elo vorliegen darf. Smurfer umgehen diese Begrenzung.

Training für Online-Games per Smurfing (Erklärung, Definition, Bedeutung)

Bei Online-Games kann Smurfing den Zweck verfolgen, effizient zu trainieren. Einige Spieler betreiben mehrere Top-Accounts in hohen Challenger-Rängen, teilweise sogar unter den Top-Ten. Per Smurfing wechseln sie nun wieder in untere Ränge, um mehrmals neu zu beginnen und sich wieder auf die vorderen Plätze zu kämpfen. Das gilt sogar als legitim. Allerdings schmälern sie dabei durch ihr Können die Chancen von echten Einsteigern, weshalb diese Verhalten auf den Unwillen anderer Teilnehmer und auch der Betreiber stößt. Diese tolerieren es allerdings mehr oder weniger. Smurfing gilt in der Szene als Unbotmäßigkeit, die nicht schön, aber auch kaum zu bestrafen ist – so ähnlich wie das Raubkopieren von Filmen oder das Ignorieren einer roten Ampel als Fußgänger. Dennoch wird es als Problem wahrgenommen. Die Betreiber könnten es verbieten, jedoch schrecken sie offenkundig davor zurück, um die Gamer nicht zu verärgern. Es ist schließlich auch – im Gegensatz zu Raubkopien oder dem Überqueren einer roten Ampel – keine echte Straftat. Letzten Endes haben Gamer, die auf niedrigeren Rängen smurfen, auch nur so lange etwas davon, bis sie in ihrer alten Elo ankommen. Oft erstellen sie anschließend einen neuen Smurf.

Warum tut Salz in der Wunde weh? Warum brennt es? Erklärung, Wissenschaft


Das Sprichwort mit dem „Salz in die Wunde streuen“ kennt so gut wie jeder. Es soll bedeuten, etwas nicht schlimmer zu machen, als es ohnehin schon ist.

Bereits im Mittelalter war bekannt, dass es sehr stark brennt und schmerzt, Salz in eine offene Wunde zu geben. Das wurde für Folterungen ausgenutzt.
Doch warum schmerzt Salz in einer offenen Wunde? Die Antwort auf diese Frage lautet: Osmose.

Salz in der Wunde: Was ist Osmose?

Dieser Begriff meint einen Druckausgleich, ein Gleichgewicht. Durch Osmose werden Stoffe durch Membranen der Zellen transportiert. Für andere Stoffe ist die Membran hingegen undurchlässig. Diese Eigenschaft wird als halbdurchlässig oder „semipermeabel“ bezeichnet.

Als einfaches Beispiel die Erklärung an einem Badeschwamm. Zunächst ist ein Badeschwamm trocken und mit Luft gefüllt. Sobald er in Wasser gelegt wird, füllt der Schwamm sich automatisch mit Wasser. Die vorher im Schwamm befindliche Luft hat einen geringeren Druck als Wasser. Daher füllt sich der Schwamm, sobald Wasser vorhanden ist, automatisch mit diesem.

Das Äußere vom Schwamm ist genau wie eine Zelle halbdurchlässig. Diese Halbdurchlässigkeit ermöglicht das Eindringen vom Wasser zum Druckausgleich. Sobald innen und außen allerdings der gleiche Druck herrscht, wird kein Wasser mehr hineingelangen.

In der Natur kann dieses Phänomen auch bei Kirschen beobachtet werden. Bei einem Regenschauer platzen Kirschen auf, wenn sie reif sind. Das liegt daran, dass das Regenwasser in ihnen aufgenommen wird. Dies geschieht solange, bis die äußere Hülle der Kirsche platzt, weil sie der Druck zu stark ist.

Es handelt sich bei Osmose also um einen automatischen, keinen steuerbaren Vorgang. Stimmen die Umweltbedingen, findet die Osmose automatisch statt.

Im Falle der Kirsche enthält diese sowohl gelösten Zucker als auch noch weitere Stoffe. Regenwasser hingegen beinhaltet nur wenige gelöste Teilchen. Daher findet durch die Osmose ein Ausgleich dieses Ungleichgewichtes statt, bis es beseitigt ist.

Die Membran der Kirsche lässt den Zucker allerdings nicht heraus. Deshalb besteht nur die Möglichkeit zum Ausgleich das Wasser in die Kirsche hineinzulassen.

Dadurch gleicht sich das Verhältnis von gelösten Stoffen in Kirsche und Regenwasser an. Osmose hat stattgefunden.

Osmose findet auch beim Baden statt. Durch Baden wird die Haut schrumpelig. Das liegt daran, dass sich vor allem in Füßen und Händen mehr Salz befindet als im Badewasser. Das Salz wird nicht durchgelassen, das Wasser hingegen schon. Dadurch dringt Badewasser in die Haut ein. Ein Gleichgewicht wird hergestellt und die Haut wird schrumpelig.
Im Meer hingegen schrumpelt die Haut nicht allzu stark. Denn dort ist der Unterschied im Salzgehalt zwar nicht gleich, allerdings auch nicht hoch genug um eine sichtbare Osmose hervorzurufen.

Die Bedeutung von Osmose im Körper des Menschen

Im Körper ist Salz enthalten. Dieses befindet sich in einer bestimmten Konzentration in den Körperzellen. Das ist wichtig für die Übertragung von Nerven.

Durch Osmose werden Körperzellen mit für sie wichtigen Stoffen versorgt. Die meisten Zellen sind nur durchlässig für Wasser. Mittels Transportproteinen können aber auch andere Stoffe die Zellmembranen überwinden.

Osmose ist unabdingbar für die Versorgung der Stellen. Durch Osmose wird auch eine Vergiftung durch zu viel im Körper befindliches Salz verhindert und überschüssiges Wasser wird aus dem Körper transportiert.

Warum tut Salz in der Wunde weh? Warum brennt es? Nervenzellen und Kochsalz

Für die Erregungsleitung der Nervenzelle ist Kochsalz notwendig. Erregungsleitung bedeutet die Weiterleitung von einem Reiz.
Dabei werden diese Reize durch elektrische Signale weitergeleitet. Für die Weiterleitung wird eine Kochsalzlösung benötigt (Gemisch aus Wasser und Salz). Die Reize werden letztendlich im Gehirn übersetzt und als Maßnahme zurück an die Körperstellen geschickt.

Jeder Reiz, wie etwa Schmerz oder der Reiz zum Sehen, wird mittels elektrischer Signale weitergeleitet. Benötigt wird dafür eine Kochsalzlösung. Das ist eine Mischung aus Wasser und Salz. Die Reize kommen im Gehirn an, um dort übersetzt zu werden. Anschließend schickt das Gehirn dann eine Reaktion an die Körperstellen, die verantwortlich sind.

Ohne ausreichend Kochsalz kann diese Weiterleitung nicht funktionieren. Für einen erwachsenen Menschen werden etwa zwei bis fünf Gramm pro Tag benötigt.

Warum Salz in Wunden brennt

Zusammen mit Wasser wird Salz zur einer Salzsäure. Gelangt Salz in eine offene Wunde, so wird sofort diese Säure gebildet. Denn durch Osmose wird Wasser, welches sich in den umliegenden Zellen befindet, zum Ausgleich abgesaugt.

Durch das schnelle Wegleiten des Wassers können die Zellen innerhalb von Sekunden austrocknen und sterben. Das Sterben der Zellen führt zu dem brennenden Schmerz, der entsteht, wenn Salz in die Wunde gelangt.
Die Nervenzellen, die in der Nähe liegen, haben durch diesen Vorgang ausreichend Natrium zur Verfügung und geben den Schmerzreiz daher ungehindert weiter. Durch eine optimale Signalübertragung wird der Schmerz sehr schnell weitergegeben, was ihn noch verstärkt.

Salz in der Wunde als Foltermethode

Wie bereits erwähnt, wurde im Mittelalter als Foltermethode Salz in Wunden gegeben.

Oft wurde diese Strafe von Gerichten angeordnet, die damit ein Geständnis vom Angeklagten erreichen wollten. Manchmal wurden dabei wirklich Schuldige entlarvt, oft gestanden allerdings auch Unschuldige unter Schmerzen Verbrechen, die sie gar nicht begangen hatten.

Es gibt die Redewendung „ein Geständnis herauskitzeln“. Diese stammt aus jener Zeit. Denn auch Kitzeln wurde früher als Foltermethode genutzt. Auch dafür wurde Salz verwendet. Dieses wurde auf kitzelige Stellen wie die Füße gestreut und dann von einer Ziege abgeleckt. Was sich recht lustig anhört, verursachte durch das lang andauernde Kitzelgefühl starke Schmerzen, vor allem in Lunge und Bauch.

Hinzu kommen die rauen Zungen von Ziegen. Durch die wurden auch die Fußsohlen in Mitleidenschaft gezogen.

Bis in die Kolonialzeit hinein wurde Kitzeln mithilfe von Salz als Foltermethode betrieben. Die Folter fand dabei öffentlich statt und vorbeilaufende Menschen konnten dem Verurteilen kitzeln und ihm so Schmerzen zufügen.

Auch heute gibt es noch Folterungen mit Salz. Dabei wird Inhaftieren Salzwasser verabreicht. Das führt zu starkem Erbrechen und kann tödlich sein.

Fazit „Warum Salz in der Wunde weh tut“: Schmerzen durch Osmose

Letztlich schmerzt die Wunde also nicht durch das Salz, sondern durch die damit im Körper ausgelöste Funktionsweise.

Osmose ist lebensnotwendig und versorgt Zellen mit Nährstoffen. Außerdem wird eine Vergiftung durch übermäßig viel Salz im Körper durch Osmose verhindert. Für die Weiterleitung von Reizen ist Salz im menschlichen Körper unverzichtbar.

In einer offenen Wunde brennt Salz, durch den Entzug und das Absterben der Körperzellen.

Eine Kochsalzlösung kann eine Wunder allerdings auch desinfizieren. Größere Konzentrationen sind allerdings schädlich, auch für die Wundheilung.

Salz kann auch die Immunabwehr anregen, führt aber in hohen Mengen zu Bluthochdruck.

Salz ist für den Körper also sehr wichtig, in hohen Dosen und in einer Wunde allerdings schädlich und schmerzhaft.

Was passiert wenn man den Stuhlgang unterdrückt? Erklärung


Oft führt Zeitmangel oder fehlende Möglichkeit dazu, dass die Toilette zum Stuhlgang nicht aufgesucht werden kann. Damit wird der Impuls des Stuhldrangs oftmals ignoriert. So muss der Toilettengang situationsbedingt oftmals warten. Bereits nach etwa 30 bis 60 Sekunden erfolgt eine Anpassung des Mastdarms durch den vermehrten Inhalt. Diese Spannung des Darms lässt nach und der Drang zur Entleerung verschwindet. In den meisten Situationen des Lebens ist das hilfreich. Jedoch ist es nicht unbedenklich, wenn die Signale des Körpers ignoriert werden.

Gastroenterologen stehen jenem Verhalten kritisch gegenüber, wenn der Stuhlgang unterdrückt wird. Durch diese Unterdrückung des Stuhldranges sehen diese eine nicht zu unterschätzende Ursache für verschiedene Darmbeschwerden. Wenn der Gang zur Toilette über einen langen Zeitraum regelmäßig aufgeschoben wird, dann verlernt der Körper automatisch die Reaktion auf diesen wichtigen Reflex. Auf lange Sicht kann das zum Beispiel zu chronischer Verstopfung führen. Auch wenn es sich nur um Ausnahmesituationen handelt, können solche Beschwerden auftreten, die das Wohlbefinden stark beeinträchtigen.

Stuhlgang unterdrücken: Situation, Gründe

Der Darm verrichtet generell vielfältige Aufgaben idealerweise unbemerkt. Nach der langen Passage über den Mundbereich, die Speiseröhre sowie den Magen landet die Nahrung als Brei im Dünndarm und gelangt von hier in den Dickdarm. Hier wird der Brei durch die Darmbakterien zersetzt. Die Nervenzellen des Darms steuern den Wasserentzug, durch welchen der Kot die beim Ausscheiden bekannte Konsistenz erhält. Wellenartige Bewegungen lösen den Stuhltransport in den Enddarm aus. Die dafür zuständigen Rezeptoren im Darm übermitteln den Impuls an das Gehirn und der Drang zum Stuhlgang stellt sich ein.

Bleibt der Kot für längere Zeit im Darm, führt dies oftmals zu einem Völlegefühl, Blähungen oder Übelkeit. Zudem bewirkt diese lange Verweildauer im Darm einen erhöhten Verlust von Wasser des Darminhalts. Der Stuhl wird dann härter und die Darmentleerung entsprechend schmerzhaft. Die harte Konsistenz wiederum behindert den Ausscheidungsvorgang, sodass vermehrtes Pressen erforderlich ist. Dadurch erhöht sich auch das Risiko, Hämorrhoiden mit den dazugehörigen Beschwerden zu bekommen. Diese können Schmerzen und Juckreiz hervorrufen. Als Folge eines verhärteten Stuhls kann es zudem zu schmerzhaften Rissen an der empfindlichen Haut in der Afterregion kommen. Dies sind die Analfissuren.

Aus medizinischer Sicht spricht daher einiges dafür, die Darmentleerung nicht allzu lange aufzuschieben. Wer einen Stuhldrang spürt, sollte daher nachgeben und den Gang zur Toilette nicht aufschieben. Generell kann jeder mit einfachen Maßnahmen auf diese Weise die Darmgesundheit unterstützen.

Unterstützend wirkt eine ballaststoffreiche und ausgewogene Ernährungsweise mit Vollkornprodukten und frischem Obst und Gemüse. Zusätzlich gilt es hinreichend zu trinken, Genussgifte wie Nikotin und Alkohol sind zu meiden oder weitgehend zu vermindern und für regelmäßigen Stressabbau ist außerdem zu sorgen. Hierbei helfen auch Entspannungsübungen und Bewegung.

Warum der Stuhlgang nicht unterdrückt werden sollte

Wenn der Stuhldrang verspürt wird, dann sollte nicht zu lange gewartet werden, bis der Betroffene die nächste Toilette aufsucht.

Dieser Stuhldrang kommt nicht einfach so und hat vor allem seinen Sinn. Damit signalisiert der Körper signalisiert, dass er den Darm nun entleeren möchte.

Dies macht der Darm nicht nur, weil dieser voll ist, denn der Kot ist ein Abfallprodukt, welches der Körper gerne so schnell wie möglich wieder loswerden möchte. Wenn der Stuhl nicht abgeführt wird, kann nichts weiter von oben nachkommen. Hierdurch wird der Darm stark blockiert und kann die eigentliche Aufgabe nicht erfüllen.

Zu diesen Aufgaben zählt die Aufnahme der Nährstoffe aus der Nahrung. Wenn das Entleeren des Darms verhindert wird, sind die Verdauungsstörungen schon vorprogrammiert. Neben dem Völlegefühl müssen Betroffene mit Blähungen und mit Übelkeit rechnen.

Stuhlgang unterdrücken: Folgen für den Darm und den Körper

Der Kot sollte nicht unnötig lange im Darmtrakt verbleiben, da dieser neben den unverwertbaren Bestandteilen der Nahrung auch Schadstoffe enthält.
Generell ist nicht immer ist die Möglichkeit gegeben, bei Stuhldrang gleich eine Toilette aufzusuchen. Zu lange sollte der Stuhldrang jedoch nicht unterdrückt werden – vor allem nicht allzu oft.

Wird der Stuhl zurückgehalten, wird dieser vom Enddarm in das kleine Becken gezogen. Hier ruft dieser keinen Stuhldrang hervor, kann sich jedoch sehr stark verhärten. Die Folge können schmerzhafte Darmentleerungen und Verstopfung sein.

Härterer Stuhl führt dazu, dass die Betroffenen bei der Darmentleerung vermehrt pressen müssen. Durch ein starkes Pressen kann außerdem der empfindliche Analkanal einreißen.

Toilettenverweigerung führt zu Verstopfung

Die Toilettenverweigerung unterscheidet sich zunächst in Fälle, bei welche eine starke Verstopfung (Obstipation) besteht und in Fälle ohne. Es gibt vor allem Kinder, die den der Stuhlgang aufgrund einer Verstopfung absichtlich zurückhalten und die Toilette gemieden wird. Der Stuhlgang ist hier ebenfalls schmerzhaft und hart und wird daher so lange wie nur möglich herausgezögert, wodurch der Stuhl jedoch nur noch weiterhin härter wird und dadurch ein Teufelskreis entsteht.

Vor allem diesen Kindern muss mit stuhlaufweichenden Arzneimitteln und Toilettentraining nachgeholfen werden. Der Stuhl wird dann breiig-weich gemacht, dass die der Stuhlgang nicht wehtut und die Kinder werden generell nach den Hauptmahlzeiten zur Toilette geschickt.

Das Unterdrücken des Stuhlgangs ist damit schädlich und kann schwere gesundheitliche Konsequenzen haben. Durch die Verdauung absorbiert der Körper die Nährstoffe. Jedoch hinterlässt dieser Vorgang viele Abfälle, welche beseitigt werden müssen. Wenn er das Signal sendet, dass der Betroffene auf die Toilette gehen soll, dann ist es schlecht, wenn dieses Signal ignoriert wird. Dies ist deshalb so, weil der Körper zu jenem Zeitpunkt seine Abfälle unbedingt loswerden muss. Es ist von großer Wichtigkeit, diese Abfälle abzusondern. Geschieht dies nicht, sie die Funktion des Darms beeinträchtigt.

Wenn der Darm blockiert ist, verändert sich die Aufnahme der Nährstoffe. Aus diesem Grund wird die Nahrung nur sehr schlecht verdaut es werden Verdauungsstörungen, hervorgerufen. So sollte der Drang, auf die Toilette zu gehen, nur in besonderen Notfällen unterdrückt werden.

Wenn etwas sehr Schweres gegessen wurde und der Darm entleert werden soll, dann ist es wichtig dieses Gefühl nicht abzuweisen. Dies ist deshalb wichtig, weil der Körper mitteilen möchte, dass er den Abfall loswerden muss, um alle Nährstoffe verdauen zu können, die gerade zugeführt wurden.

Außer den schwerwiegenden Verdauungsproblemen, die entstehen können, kann das Unterdrücken des Stuhlgangs auch Auswirkungen auf den ganzen Körper haben. Es muss bedacht werden, dass dies die Art und Weise ist wie tausende von Schadstoffen abgesondert werden, ist. Durch ein Unterdrücken des Stuhlgangs vergiften die einzelnen Schadstoffe im Körper, was zu gesundheitlichen Schäden führen kann.

Warum müssen wir schlafen? Erklärung, Gründe


Jeder Mensch verbringt von seinem Leben ein Drittel beim Schlafen. Beim Schlafen ist der Mensch absolut wehr- und schutzlos. Jede Nacht bringt unser Körper uns in diese Situation. Die zur Außenwelt bestehende Verbindung wird im Schlaf komplett gekappt. Wir sind abgeschnitten von allem, was um uns herum passiert und verlieren uns in unseren Träumen. Hätte dieser Zustand nicht lebenswichtige Funktionen, so wäre er der größte Fehler der Evolution. Zu keiner Zeit sind Mensch oder Tiere schutzloser, als wenn sie schlafen.

Der Mensch ist darüber hinaus das Lebewesen, welches am tiefsten Schlafen kann. Befindet sich ein Mensch in seiner gewohnten Umgebung im Tiefschlaf, so bedarf es schon lauter Geräusche, um ihn aus diesem zu wecken.

Warum bringt der Körper sich absichtlich in so eine Situation? Was ist an dem Schlaf für den menschlichen Körper so wichtig?

Warum müssen wir Menschen also schlafen? Hier sind die Gründe

Für einige Körperfunktionen ist ausreichender Schlaf unentbehrlich. Dies betrifft die Gedächtnisbildung, Heilung und Immunabwehr.

Der Ursprung vom Schlafbedürfnis liegt vermutlich darin, dass durch die Erde ein bestimmter Rhythmus vorgegeben wird. Denn am Tag ist es hell und in der Nacht ist es dunkel. Tiere, Pflanzen, alles Leben auf der Erde ist diesem Rhythmus unterworfen. So auch wir Menschen.

Der Mensch ist tagaktiv. Gerade aufgrund der nachtaktiven Raubtiere war es für den Menschen sinnvoll, sich nachts zurückzuziehen und regungslos zu verharren.

Das wird allerdings nicht die einige Ursache für das universelle Bedürfnis nach Schlaf sein. Schließlich funktioniert der Schlaf problemlos auch tagsüber.

Unterschiedliche Schlafrhythmen und ihre Ursachen

Die unterschiedlichen Schlafrhythmen liegen in der Urzeit begründet. Nach einer Nacht im fremdem Bett fühlen sich viele wie gerädert. Denn die linke Hirnhälfte ruht nicht wirklich, sondern verharrt in einer Habachtstellung. Die ungewohnte Umgebung lässt das Hirn nicht richtig zur Ruhe kommen. Der Schläfer wird in diesem Fall schneller und leichter wach. Dieser Schutzmechanismus hat sicherlich einigen Menschen das Leben gerettet. An einem fremden Ort können unbekannte Gefahren drohen. Daher schaltet das Hirn im Schlaf nicht richtig ab, sondern bleibt in einer vorsichtigen Position.

Auch unterschiedliches Schlafverhalten hat einen tieferen Nutzen. Es gibt im Schlafverhalten Lerchen (werden früh wach) und Eulen (bleiben lange wach). So ist im Zweifelsfall in einer Gruppe immer jemand da, der im Notfall Alarm schlagen konnte und die jeweils andere Gruppe wecken konnte.

Der Mensch benötigt sechs bis acht Stunden Schlaf. Andere Tiere benötigen deutlich mehr Schlaf, beispielsweise die kleine Taschenmaus mit 20 Stunden. Andere deutlich weniger, wie beispielsweise Giraffen. Diese benötigen nur zwei Stunden Schlaf.

Doch egal wie oft und wie lange, mit einer oder beiden Hirnhälften – genügend Schlaf benötigen alle Lebewesen.

Warum wir Schlaf brauchen: Schwächung der Immunabwehr aus Schlafmangel

Energiesparen ist ein Grund für den Schlaf, aber sicherlich nicht der Hauptgrund. Forscher sind davon überzeugt, dass Lebewesen sterben, wenn sie nicht schlafen. Experimentell nachgewiesen ist dies nicht. Von Ratten ist allerdings bekannt, dass nach zwei schlaflosen Wochen ihr Immunsystem zusammenbricht.

Ein Beweis dafür ist eine bei Menschen auftretende Erbkrankheit. Diese verursacht schwere Schlafstörungen. Die Krankheit verläuft immer tödlich. Nach wenigen Monaten sterben die Betroffenen, viele an Lungenentzündung.

Im Schlaf formiert sich die Körperabwehr neu. Wer nicht schläft, hat keine Chance dazu. Daher die Todesursache Lungenentzündung. Die körperlichen Abwehrkräfte haben aufgrund des Schlafmangels dieser Krankheit nichts entgegenzusetzen.

Auch eine Partynacht schwächt das Immunsystem bereits. Vorher verabreichte Impfungen wirken deutlich schwächer, als wenn die Nacht beim Schlafen verbracht wird.

Im Schlaf werden auch Wachstumshormone produziert, sowie Schäden am Körper repariert. Wunden heilen im Schlaf schneller als im wachen Zustand. Das Gehirn benötigt den Schlaf, um „Müll“ abzustoßen.

Bei chronischem Schlafmangel neigen die Patienten zu Stoffwechselstörungen, Übergewicht, Blutdruck und erkranken zudem häufiger an Krebs.

Nachts weiten sich die Zwischenräume unserer Zellen. Außerdem werden schädliche Stoffwechselprodukte, die am Tag entstehen, aus dem Körper herausgeschwemmt.

Das Langzeitgedächtnis im Schlaf

All diese Vorteile erklären allerdings nicht, warum im Schlaf das Bewusstsein verloren wird. Gedächtnisforscher sind der Meinung, dies liegt an der Bildung des Gedächtnisses im Schlaf. Versuche haben diese Theorie bestätigt. Vor allem beim Tiefschlaf verfestigen sich die Erinnerungen und Eindrücke.

Im Verlaufe eines Tages durchleben wir unzählige Sinneseindrücke. Diese werden im Kurzzeitspeicher vom Gehirn abgespeichert. Beim Schlafen werden diese dann im Langzeitgedächtnis verankert. Dies funktioniert nicht einfach per Kopie an einen anderen Speicherort, wie am Computer. Die Bildung von Erinnerungen im Gedächtnis ist ein komplizierter und aktiver Prozess.

Im Schlaf wird Unwichtiges aussortiert. Neue Erinnerungen werden mit alten verknüpft. Sehr effektiv ist daher auch Lernen vor dem Schlaf. Doch warum geht das alles nicht im wachen Zustand?

Für eine langfristige Gedächtnis Bildung werden die im Kurzzeitspeicher gespeicherten Inhalte neu aktiviert. Dies wurde durch Messungen an den Gehirnströmen bestätigt. Dieser Prozess funktioniert allerdings nicht, wenn währenddessen neue Sinneseindrücke einströmen. Dies wäre der Fall, wenn die Inhalte im wachen Zustand neu aktiviert werden. Denn dann strömen permanent neue Sinneseindrücke auf uns ein.

Somit ist ein erfolgreicher Prozess nur im Schlaf möglich. Ansonsten kann es zu Halluzinationen kommen. Diese treten auch bei Schlafentzug oft auf.

Lernen im Schlaf

In einem Versuch wurden Zahlenreihen von Probanden ergänzt. Hinter diesen verband sich ein Muster. Wer das Muster erkannt hat, ist schnell zur Lösung gelangt.

Acht Stunden später wurde der Test wiederholt. Einige der Probanden hatte in dieser Zeit geschlafen, andere nicht. Unter denen, die geschlafen hatten, erkannten das System hinter den Zahlenreihen nun doppelt so viele Personen wie zuvor.

Im Schlaf muss also etwas passiert sein, etwa eine Art Zusammenschau. Es ist also durchaus sinnig, über etwas zu schlafen. Das kann Probleme lösen und Zusammenhänge besser erkennbar machen.

Wer abends vor dem Schlafen an einem Problem schier verzweifelt, kann es oft am nächsten Morgen problemlos lösen. Der Schlaf ist also sicherlich nicht vergeudet und unser Leben wird nicht verschlafen, auch wenn ein Drittel von diesem geschlafen wird.

Für unsere Gesellschaft ist der Schlaf hingegen oft eher negativ. Wer schläft, tut nichts und ruht sich nur aus. Zum wirtschaftlichen Erfolg wird im Schlaf nichts beigetragen, wohl aber zum eigenen.

Schlafstörungen sind längst eine Volkskrankheit. Egal, wie perfekt das Leben organisiert ist, der Schlaf kann nicht organisiert werden. Er kommt nicht auf Knopfdruck, stattdessen muss losgelassen werden. Vor allem die Kontrolle muss losgelassen werden. Wer krampfhaft einschlafen will, bleibt daher oft wach.

Hyäne: Ist sie eine Katze oder ein Hund? Erklärung, Zoologie, Wildtiere


Die Hyänen (lateinischer Name Hyaenidae) gehören zu den Säugetieren und innerhalb dieser Gattung zur Gruppe der Raubtiere. Es gibt nach der Klassifizierung bei den heute noch lebenden Hyänen zwei Unterfamilien. Zur ersten Unterfamilie ,den Eigentlichen Hyänen, gehören die Tüpfelhyänen, die Streifenhyänen und die Schabrakenhyänen. Die andere Unterfamilie bilden die Erdwölfe (lateinisch proteles cristatus).

Sind Hyänen nun eigentlich eher Katzen oder Hunde?

Obwohl sie äußerlich eher etwas Hundeartiges haben und die eine Unterfamilie tatsächlich auch als Erdhund bezeichnet wird, werden die Hyänen den Katzenartigen (feliformia) zugeordnet. Diese Zuordnung erfolgte in erster Linie durch die spezielle Schädelform der Hyänen. Er weist außerdem eine ganz spezielle Form der Paukenhöhle, eines Teiles des inneren Ohres auf, die bei den Katzen und den anderen Katzenartigen vorkommt, bei den Hunden und den anderen Hundeartigen aber nicht. Lange Zeit waren sich die Forscher aber nicht darüber einig, ob die Hyänen ein eigenständiger früher Seitenzweig der Katzenartigen sind, der sich vor Millionen Jahren abspaltete, oder ob sie Nachkommen der frühen Katzen oder der Mangusten sind, mit denen sie ebenfalls genetische Ähnlichkeiten haben. Heute ist durch Molekularuntersuchungen geklärt, dass die Hyänen nicht direkte Nachkommen frühgeschichtlicher Katzenarten sind, aber beide gemeinsame Vorfahren haben. Die nächsten heute noch lebenden Verwandten der Hyänen sind deshalb auch nicht die Katzen sondern die Mangusten (Herpestidae) und die sogenannten Madagassischen Raubtiere (Eupleridae), zu denen neben den Madagaskar-Mangusten auch verschiedene Mungoarten, sowie die Fossa und die Fanaloka gehören. Etwas weiter als mit den Mangusten und Madagassischen Raubtieren sind die Hyänen mit den Schleichkatzen (Viverridae) verwandt. Eine noch weiter entfernte Verwandtschaft besteht zu den echten Katzen, den Pardelrollern oder Parderkatzen und den Linsangs, die lange zu den Schleichkatzen gezählt wurden, aber ebenfalls eine eigene Art der Katzenartigen darstellen.

Hyänen: Der Erdwolf, einzig lebender Vertreter der Gattung Proteles

Erdwölfe sind die kleinste aller heute noch existierenden Hyänenarten und unterscheiden sich von den anderen drei noch lebenden Arten hinsichtlich ihrer Größe, ihres Gewichtes und ihrer Nahrung ganz erheblich. Sie werden ausgewachsen nur bis 40 bis 50 cm hoch und 8 bis 14 Kilo schwer. Dagegen erreicht zum Beispiel die Tüpfelhyäne eine Größe von über 80 cm und ein Gewicht um die 60 bis maximal 80 Kilo. Während die anderen Hyänenarten ganz überwiegend Fleisch-und Aasfresser sind und mit ihrem überaus kräftigen Gebiss perfekt selbst große Knochen knacken und große Fleischteile in Stücke zerreißen können, ernähren sich die Erdwölfe überwiegend von einer bestimmten Termitenart. Ihre schmale längliche Kopfform und ihr nur schwach entwickeltes Gebiss sind an diese Nahrung perfekt angepasst. Lange Zeit glaubte die Wissenschaft aufgrund der deutlichen Unterschiede zu den Eigentlichen Hyänen, dass die Erdwölfe eine eigene Familie der Katzenartigen darstellen würden. Aber diese Aufteilung hat sich nach weiteren molekularischen taxonomischen Forschungen nicht halten lassen. Die Abstammung aller heute lebenden vier Arten von Hyänen von einer gemeinsamen Ur-Hyänenart, gilt inzwischen als bewiesen.

Die Aufspaltung der Katzenartigen in die Unterarten Hyänen und Mangusten/Madagassische Raubtiere liegt geschätzt 29 bis 30 Millionen Jahre zurück, die Aufspaltung der Hyaenidae in die Unterfamilien der Eigentlichen Hyänen und der Erdwölfe vollzog sich wahrscheinlich vor etwa 10 Millionen Jahren.

Vorteile und Nachteile einer glutenfreien Ernährung: Liste, Übersicht


Hinweis 1: Für gesunde Menschen, bei denen z. B keine Zöliakie diagnostiziert wurde, besteht keine Notwendigkeit, sich glutenfrei zu ernähren!

Hinweis 2: Sollten Sie den Verdacht haben, an einer Glutenunverträglichkeit/ Zöliakie zu leiden, suchen Sie einen Arzt (Gastroenterologen) auf! Dieser Artikel ersetzt den Arztbesuch nicht. Die Feststellung einer Zöliakie bedarf einer entsprechenden Diagnostik (Blutuntersuchung, Magenspiegelung). Eine glutenfreie Diät sollte nicht auf eigene Faust, auf Grundlage eines selbsterstellten Verdachts erfolgen.

Vorteile: glutenfreie Ernährung

  • Fertigprodukte, welchen häufig Konservierungsmittel, Zucker und Stabilisatoren zugesetzt sind, sind selten glutenfrei! Deshalb ist meist selbst kochen, mit frischen Lebensmitteln (am besten in Bio- Qualität), angesagt!
  • die Verführung lauert nicht an jeder Ecke, denn frische Backwaren vom Bäcker, Fastfood bei McDonalds oder ein Döner auf die Hand sind tabu
  • für Menschen die an einer Weizenallergie leiden, sind glutenfreie Produkte häufig gut bekömmlich (denn in den meisten glutenhaltigen Backwaren findet sich auch zugesetzt Weizenmehl)
  • glutenfreie Produkte enthalten kein Weizen, dieses unliebsame Getreide sollte so wenig wie möglich auf unserem Teller landen (lieber zu ballaststoffreichen Vollkorn-, Dinkel- oder Roggenprodukten greifen! …leider nicht glutenfrei, was uns zu den Nachteilen der glutenfreien Ernährung führt 😉 )
  • so schnell isst dir niemand mehr dein Essen weg! Denn 1. schmecken glutenfreie Produkte oft einfach nicht so gut wie glutenhaltige und 2. möchten die meisten Menschen dir nicht auch noch das wenige wegessen, was du überhaupt essen kannst
  • bei Flugreisen kannst du (außer bei den Billig- Airlines) glutenfreies Essen bestellen. Um Verwechslungen zu vermeiden, erhalten Passagiere mit Unverträglichkeiten und besonderen Essenwünsche ihr immer Essen zuerst!

Nachteile einer glutenfreien Ernährung

  • eine glutenfreie Ernährung bringt gesunden Konsumenten keine Vorteile! Bisher gibt es keine Studien, die am Menschen durchgeführt wurden, die beweisen, dass diese Form der Ernährung gesund ist (z. B. fit und gesund hält, Gewicht reduziert). Das Gegenteil ist der Fall! (Hierzu mehr in den folgenden Stichpunkten.)
  • durch den Verzicht auf Vollkornprodukte, fällt deren protektiver Effekt auf das Herzkreislaufsystem weg! Dies konnte in zwei amerikanischen Langzeitstudien nachgewiesen werden, deren Ergebnisse im „British Medical Journal“ veröffentlicht wurden.
  • glutenfreie Produkte bestehen aus einer Grundsubstanz, die einem Gemisch aus Reis- und Maismehl entspricht- leere, ballaststoffarme Kohlenhydrate, die den Insulinspiegel ansteigen lassen und somit sogar zu einer Gewichtszunahme führen können
  • Reismehl ist oft mit Arsen belastet – Arsen kann krebserregend sein. Bisher gibt es jedoch keine Hinweise darauf, dass die nachweisbaren Arsenmengen im Reismehl gesundheitsbedenklich sind. (Quelle: Aerztezeitung: „Glutenfreie Ernährung mit bitterem Nachgeschmack“)
  • die glutenfreie Ernährung ist oft ballaststoffarm- achte deshalb besonders auf die ausreichende Zufuhr von Nüssen, Hülsenfrüchten, Obst und Gemüse
  • glutenfreie Produkte sind sehr teuer
  • glutenfreie Produkte schmecken oft nicht so gut wie glutenhaltige Produkte
  • um den Geschmack glutenfreier Lebensmittel zu verbessern, werden den Produkten häufig mehr Zucker oder Fett zugesetzt (achte deshalb besonders auf die Zutatenliste glutenfreier Lebnsmittel!). Dadurch sind sie dann auch kalorienhaltiger!
  • auf Reisen (insbesondere als Backpacker) ist es oft schwer, geeignete Restaurants/ Kiosk zu finden (Sprachbarriere, fehlendes Angebot). Wenn du nicht hungern möchtest, habe immer einen Snack dabei à glutenfreie Ernährung macht dich auf Reisen und Unterwegs unflexibel. Ausserdem kannst du deinen kulinarischen Horizont nicht erweitern und von den regionalen Köstlichkeiten probieren, und Kultur ist eben auch Essen, oder?
  • Glutenfreie Ernährung ist mit sozialen Einschränkungen verbunden, sei es beim Essen gehen (welches Restaurant ist überhaupt möglich), der spontanen Einkehr in ein Restaurant (die Suche kann lange andauern und am Ende doch erfolglos verlaufen) oder bei einer Einladung zum Essen nach Hause (für den Gastgeber eine schwierige Situation: was kann ich kochen, wo kann ich glutenfreie Lebensmittel kaufen, wie vermeide ich Kontaminationen)
  • glutenfreies Essen enthält nicht, wie irrtümlicherweise oft angenommen, weniger Kalorien (s. Stichpunkt oben)
  • Wer sich glutenfrei ernährt, sollte konsequenterweise darauf achten Kontaminationen mit Gluten zu vermeiden (für Menschen die an Zöliakie ist dies unermesslich!). Das heißt Geschirr sollte im Geschirrspüler gereinigt werden, verwende keine Holzkochutensilien, verwende deine eigenen Aufbewahrungsschlüssel oder- Dosen, benutze einen eigenen Toaster, verwahre deine glutenfreien Produkte in einem extra Fach in deinem Küchenschrank, verwende deine eigenen (Brot-) Aufstriche, usw. Die Liste mit Verhaltensempfehlungen ist lang.
  • In vielen Restaurants, Cafés, Eisdielen, Kiosk suchst du vergebens nach glutenfreien Nahrungsmitteln. Spontan ein Eis in der Fußgängerzone essen- nahezu aussichtlos.
  • Glutenfreie Produkte sind in der Regel nicht frisch, es handelt sich um abgepackte Lebensmittel die vor dem Verzehr aufgebacken werden müssen. Es gibt aber glücklicherweise erste glutenfreie Bäcker, vor allem in den Großstädten (z. B die Jute- Bäckerei in Berlin oder Martinas Brotgefühle in Leipzig). Ich habe beide ausprobiert, die Produkte sind super lecker, frisch und 100% glutenfrei!
Was sind winterharte Pflanzen? Definition, Erklärung und Übersicht


Wer einen etwas genaueren Blick auf die Etikette vieler Pflanzen wirft, der wird dort auf den Begriff „winterfest“ stoßen. Schnell stellt sich die Frage, welche Eigenschaften Pflanzen nach dieser Definition wirklich mitbringen müssen, um dieses Siegel tragen zu dürfen. Was genau sich hinter dem Begriff verbirgt, welche Bedeutung er hat und welche Auswirkungen für den typischen Gärtner damit verbunden sind, das wollen wir in diesem Beitrag genauer unter die Lupe nehmen.

Definition: Was sind winterharte Pflanzen?

An und für sich handelt es sich beim Begriff „winterhart“ um eine relative Größe. Dies bedeutet, dass etwa die geographische Lage einen Einfluss darauf hat, welche Gewächse wirklich als winterhart bezeichnet werden können. Auf der anderen Seite fallen unter den Begriff verschiedene definitorische Größen. So leitet sich die Winterhärte zum Beispiel von Temperatur, Bodenart, Wasserversorgung, Luftfeuchtigkeit oder Sonneneinstrahlung ab. All diese Elemente müssen gegeben sein, damit eine Pflanze auch unter den Bedingungen des regionalen Winters zurechtkommen kann.

Was den Begriff so kompliziert macht, sind nicht zuletzt die verschiedenen Abstufungen. In unterschiedlichen Graden werden auch diese von den Händlern benutzt. So zum Beispiel die Bezeichnung „bedingt winterhart“. Diese gilt für jene Gewächse, die zwar den Winter draußen überstehen können, aber nur, wenn zuvor einige Vorkehrungen getroffen werden. Ein genauer Blick auf die jeweilige Definition ist also entscheidend, um im Anschluss die richtige Entscheidung im Sinne der Pflanzen treffen zu können.

Welche Pflanzen sind winterhart?

Letztlich gibt es eine ganze Reihe von Gewächsen, die als winterhart bezeichnet werden können. Dazu zählen auf der einen Seite Kräuter wie zum Beispiel Salbei, Minze oder Thymian. Auf der anderen Seite gibt es diverse Obstbäume, denen der Winter nichts anhaben kann. Doch nicht nur die Pflanzen in dieser Größenordnung sind dazu in der Lage, der kalten Jahreszeit zu trotzen.

Zugleich gelten einige Gräser, wie zum Beispiel Segge- und Chinaschilfsorten und diverse Stauden und Blumen als Winterhart. Anführen lassen sich in diesem Kontext zum Beispiel die Herbst-Anemonen, Purpurglöckchen, aber auch Christrosen, Kriechender Günsel oder Winterveilchen. Und sogar Primeln können mit in das Spektrum der winterharten Pflanzen aufgenommen werden.

Winterharte Pflanzen und Kübelpflanzen

Winterharte Pflanzen tragen den Vorteil in sich, über den Winter mit gutem Gewissen draußen bleiben zu können. Jedoch ist es kaum möglich, den gesamten Garten allein aus solchen Arten aufzubauen. Jene Pflanzen, die nicht als winterhart bezeichnet werden können, müssen bei fallenden Temperaturen unbedingt in Schutz genommen werden. Bei einigen Arten reicht es zu dem Zweck aus, sie etwas zu isolieren und so vor Wind und Kälte zu schützen. Zum einen bietet sich in dem Kontext die Möglichkeit, zu Luftpolsterfolie zu greifen.

Aus ökologischer Sicht empfiehlt es sich, stattdessen natürliches Reisig zu verwenden. Auch dieses Material kann dicht um den Stamm der Pflanzen geschlagen werden. Auch die Wurzeln sollten vor dem Einfrieren in der Erde auf jeden Fall geschützt werden. Auf diesem Wege ist es möglich, die notwendigen Bedingungen für die Beständigkeit während der kalten Jahreszeit zu schaffen.

Sollte dies noch nicht ausreichen, um die Pflanzen zu schützen, müssen sie außerdem in einen Unterschlupf gebracht werden. Ein einfaches Unterfangen ist dies natürlich nur bei Kübelpflanzen, die einfach verschoben werden können. Der Blumenkübel sollte für diesen Zweck die ausreichende Größe haben, aber trotzdem gut zu manövrieren sein. Eine gute Übersicht über die verschiedenen verfügbaren Angebote ist hier auf dieser Seite zu finden.

Für die Überwinterung ist es von Vorteil, wenn ein ausreichend großes Gartenhaus zur Verfügung steht. Experten raten dazu, dieses mit einem stabilen Regal auszustatten. So ist es selbst auf einer begrenzten Grundfläche möglich, sehr viele Pflanzen sicher durch den Winter zu bringen. Steht diese Option nicht zur Verfügung, rückt der Keller als Alternative in den Blickpunkt. Der lange Weg dorthin und die Kräfte, die dementsprechend auf die Pflanzen wirken, können jedoch ein Risiko darstellen. In jedem Fall sollte es sich um eine kühle Räumlichkeit handeln. Ansonsten besteht das Risiko, dass die Temperaturschwankungen für sensible Pflanzen zu hoch werden.

Trockenheit als Gefahr des Winter für Pflanzen

Zu den größten Gefahren, denen die Pflanzen in der kalten Jahreszeit zu trotzen haben, zählt die Trockenheit. Dies gilt vor allem dann, wenn ein frostiges Wetter vorherrscht und der Boden in diesem Zuge sogar gefriert. Trotzdem kann aber die Sonne auf die zarten Pflanzen scheinen. Sie verdunsten somit in der Wintersonne Wasser, können dieses aber aufgrund des gefrorenen Bodens nicht wieder aufnehmen.

Aus dem Grund ist es besonders wichtig, die Pflanzen mit ausreichend Wasser zu versorgen. Was in den Wintermonaten erst einmal als überflüssig erscheint, kann der entscheidende Beitrag zu ihrem Überleben sein. Sobald die Temperaturen etwas wärmer werden, ist eine ausreichende Zufuhr von Flüssigkeit von entscheidender Bedeutung. Ansonsten droht selbst jenen Pflanzen das Aus, die der klirrenden Kälte bis dato noch gut trotzen konnten. Zu vermeiden ist eine zu hohe Feuchtigkeit, die sich gerade bei gefrorenem Boden als Staunässe äußert.

Wie schütze ich mich im Internet vor Hackerangriffen? Tipps, Anleitung, Erklärung


Trojaner, Würmer, Viren und andere Schadsoftware zählen mittlerweile zu den täglichen Gefahren im Internet. Allein im letzten Jahr gab es weltweit mehr als 30 Milliarden Hacker-Angriffe, die darauf abzielten die Daten von Internetnutzern auszuspähen. So ist es umso wichtiger geworden sich mit den entsprechenden Vorbeugemaßnahmen gegen Cyber-Attacken zu schützen. Hier gibt es ganz unterschiedliche Möglichkeiten, um den Datenschutz und die Sicherheit im Internet zu erhöhen.

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik ruft schon seit vielen Jahren dazu auf den Datenschutz zu verbessern. Leider nehmen immer noch viele Internetnutzer die Gefahren im Bereich der Cyberkriminalität auf die leichte Schulter, so dass die meisten Systeme hierzulande gar nicht oder nur unzureichend geschützt sind. Wer häufig und regelmäßig im Internet surft, trägt auch selbst die Verantwortung dafür seine persönlichen Daten vor Hackerangriffen zu schützen. Vor allem durch die Coronakrise haben viele Menschen ihren Alltag zunehmend in den Online-Bereich verlegt. Die Zahl der Online-Einkäufe und Freizeitaktivitäten im Internet sind rapide nach oben geschnellt, so dass es derzeit umso wichtiger ist verschiedene Sicherheitslücken zu schließen. Denn der Verlust von persönlichen Informationen wie Kontodaten, Passwörter oder vertraulichen Dokumenten kann schnell einen Schaden im fünfstelligen Bereich anrichten.

Deshalb ist es für Internetnutzer heutzutage unabdingbar geworden ihr Computersystem vor den Gefahren im Internet zu schützen. Wir zeigen Ihnen wie es funktioniert. So stehen Ihnen im Folgenden eine Reihe von sehr nützlichen Tipps und Tricks zur Verfügung, um ein Computersystem deutlich besser vor Angriffen von Cyberkriminellen zu sichern.

4 Tipps für mehr Schutz im Online-Bereich / Schutz vor Cyber-Angriffen

  1. regelmäßig Updates installieren
  2. verschiedene und sichere Passwörter erstellen
  3. einen hochwertigen Virenschutz installieren
  4. seine Daten nicht zu leichtfertig preisgeben

Zusatz: das Heimnetzwerk richtig absichern

1. Regelmäßig Updates installieren

Kein Betriebssystem ist von Anfang an perfekt – die Programmierer von Microsoft arbeiten deshalb regelmäßig an der Optimierung des Systemschutzes und ermöglichen es Computeranwendern so für mehr Sicherheit zu sorgen. Doch vernachlässigt der größte Teil aller Computeranwender hierzulande die Installation von Updates. Die meisten Updates dienen dazu aufgedeckte Sicherheitslücken zu beheben. Ebenso werden Computersysteme durch verschiedene Updates vor neu entwickelten Viren und Trojanern geschützt. Deshalb gilt es das Computer-Betriebssystem regelmäßig nach Updates zu durchsuchen und diese auch zu installieren. Dabei gelingt es auch solche Updates ganz automatisch zu installieren. Unter der Windows-Rubrik ‚Einstellungen‘ lässt sich die automatische Suche und Installation von Updates aktivieren. Auf diese Weise wird es möglich für deutlich mehr Sicherheit zu sorgen.

2. Jedes Passwort nur einmal verwenden

Es ist zwar mit etwas Aufwand verbunden, doch ist es sinnvoll für verschiedene Accounts im Internet verschiedene Passwörter zu verwenden. Um ein Chaos, bei der Erstellung von verschiedenen Passwörter zu vermeiden, lohnt sich ein Blick auf die Plattform von it-jobs.de. Die IT-Experten geben Internetnutzern in ihrem Blog verschiedene Hilfestellungen, um sich verschiedene Passwörter zu merken. Ebenso sollte man darauf achten ausschließlich ein komplexes Passwort zu verwenden, um Hackern das Ausspähen von Kundendaten möglichst schwer zu machen. So empfiehlt es sich ein Passwort aus mindestens zehn verschiedenen Zeichen zu verwenden. Darunter sollten neben Buchstaben, Zahlen, auch einige Sonderzeichen enthalten sein. Umso willkürlicher das Passwort gewählt wird, desto besser. Denn zu einfache Passwörter wie der Name, das Geburtsdatum oder der Wohnort lassen sich viel zu einfach von Cyberkriminellen knacken. Auch, wenn jeder Internetnutzer im Durchschnitt 20 verschiedene Accounts im Internet besitzt, sollte jedes Passwort nur ein einziges Mal verwendet werden. Hier können sich verschiedene Passwortmanager lohnen, um sich alle Passwörter merken zu können. Auf keinen Fall sollten die Passwörter für verschiedene Konten im Internet in einer Word-Datei abgespeichert werden. Kommen Hacker in den Besitz dieser Datei, wird Ihnen Tür und Tor für sämtliche Zugänge in der virtuellen Welt geöffnet.

3. Virenprogramme und Firewalls sorgen für zusätzlichen Schutz im Internet

Ein Virus oder ein Trojaner kann schon mit dem Öffnen einer E-Mail oder dem Aufrufen einer dubiosen Webseite auf den Computer gelangen. Um dies zu verhindern, gilt es zu hochwertigen Virenprogrammen und Firewalls zu greifen. Auch, wenn hochwertige Virenprogramme meistens nicht kostenlos sind, lohnt es sich auf diese Schutzprogramme zu setzen. Eine Firewall sorgt dabei zusätzlich für einen besseren Schutz vor Trojanern und Viren im Internet. Denn eine Firewall erkennt schädliche Dateien sofort und bildet eine Art Schutzmauer, die das Eindringen von Trojanern und Viren auf dem PC-System verhindert.

4. Die Eingabe von sensiblen Daten mit Bedacht durchführen

Es müssen nicht immer hochkomplexe Computerprogramme sein, um für einen besseren Datenschutz und mehr Anonymität im Internet zu sorgen. Demnach lässt sich die Sicherheit auch deutlich verbessern, wenn man mit persönlichen Daten behutsam umgeht. Wer seine Daten auf diversen Social Media Plattformen und im Internet auf ganz verschiedenen Webseiten verteilt, braucht sich nicht zu wundern, wenn Hacker dies ausnutzen. Demnach gilt es nicht blind überall seine persönlichen Daten einzugeben. Wer zu fahrlässig mit seinen Kontodaten, seiner Wohnadresse oder Handynummer umgeht, gerät schnell in das Visier von Cyberkriminellen. Demnach sollte man seine Daten nur dann eingeben, wenn es wirklich notwendig ist. Auch beim Einkauf im Internet, wo es zwingend erforderlich ist seine Daten preiszugeben, um die Waren zu bezahlen und auch nach Hause geliefert zu bekommen, gilt es auf eine verschlüsselte Verbindung des Online-Shops zu achten. Dies erkennen Internetnutzer schnell und einfach am ‚grünen Schloss‘ welches sich neben der Adresszeile im Browser befindet.

Was ist ein mRNA-Impfstoff? Wie funktioniert er? Erklärung, Bedeutung, Definition


Ein RNA- oder auch mRNA- (Messenger-RNA) Impfstoff ist eine neue Art von Impfstoff, der Fragmente der viralen mRNA (Ribonukleinsäure) in menschliche Zellen einschleust, die so umprogrammiert werden, dass sie Pathogenantigene (wie virale Proteinspikes oder Krebsantigene) produzieren, die dann eine adaptive Immunantwort gegen den Erreger stimulieren.

Zu den wichtigsten Vorteilen von RNA-Impfstoffen gegenüber herkömmlichen Proteinimpfstoffen gehören vor allem die potenziell höhere Produktionsgeschwindigkeit bei geringeren Kosten sowie die Induktion zellulärer und humoraler Immunität. Die relativ hohe Fragilität des mRNA-Moleküls erfordert jedoch eine möglichst ununterbrochene und konstante Kühlkette bei der Verteilung sowie Lagerung bei niedrigen Temperaturen und kann die effektive Wirksamkeit aufgrund unzureichender Dosierung beeinträchtigen.

Obwohl die RNA-Produktion „in vitro“ (außerhalb eines Organismus) mit anschließender Translation „in vivo“ (in einem Organismus) bereits 1990 erstmals beschrieben und RNA-Impfstoffe schon 1994 bei Mäusen verwendet wurden, waren mRNA-Impfstoffe für den Einsatz bei Menschen noch zu Beginn des Jahres 2020 nahezu exklusiv Gegenstand lediglich experimenteller und theoretischer Erörterung und Forschung.

Durch die globale Corona-Pandemie erleben mRNA-Impfstoffe eine Renaissance

Doch im Verlauf sowie unter dem Eindruck der ab März/April 2020 global grassierenden Corona- bzw. COVID-19-Pandemie wird dem Einsatz von mRNA-Impfstoffen zur möglichst mittel- und langfristigen oder gar permanenten Immunisierung anhand der Einschleusung von Antigen-mRNA in die Zellen (Transfektionsreagenz) gegen diese sowie weitere virale Infektionskrankheiten weltweit viel Beachtung geschenkt und Bedeutung beigemessen. Im Moment (November 2020) warteten zwei neue mRNA-Impfstoffe auf die Notfallzulassung als COVID-19-Impfstoffe: Namentlich sind dies „MRNA-1273“ aus den Laboren des US-amerikanischen Biotechnologieunternehmen „Moderna“ und „BNT162b2“ als das Ergebnis der Kooperation zwischen dem deutschen Pionier für Immuntherapien „BioNTech“ mit Sitz in Mainz sowie dem in New York City (USA) ansässigen Pharmakonzern „Pfizer“.

Obwohl die beabsichtigte und forcierte schnelle Zulassung beider Präparate angesichts der relativ kurzen Entwicklungsphase und nur lückenhaften Datenlage von vielen Wissenschaftlern und Medizinern rund um den Globus recht kritisch und kontrovers beurteilt wird, weisen sie jedoch in bisherigen Studien jeweils deutlich über 90 Prozent Wirksamkeit auf und werden somit als äußerst vielversprechend eingestuft.

Siehe: Was ist ein Immunitätsausweis?

mRNA-Impfstoff-Entwicklung: Selten wurde die Entwicklung von neuen Impfstoffen so schnell vorangetrieben

Während „Moderna“ bereits im Januar 2020 die Entwicklung seines Impfstoffs „MRNA-1273“ zur Induktion von Immunität gegen SARS-CoV-2 ankündigte und die Phase I-Humanstudie in Partnerschaft mit dem „US National Institute of Allergy and Infectious Diseases“ und „U.S. Department of Health and Human Services“ im März 2020 begann, folgten „BioNTech“ und „Pfizer“ mit der öffentlichen Bekanntgabe von „BNT162b2“ erst im April desselben Jahres. Beide Unternehmen haben seither Millionen von staatlichen Fördergeldern erhalten und auch der jeweilige Aktienkurs ist im Verlauf des Jahres 2020 deutlich und teils sprunghaft gestiegen.

Nach ihrem Abschluss der Phase II-Humanstudie im Oktober 2020 („Moderna“) bzw. November 2020 („BioNTech“) durchlaufen die beiden Impfmittel zurzeit die entsprechende Phase III mit jeweils 30.000 Probanden. Erkenntnisse aus den vorherigen Phasen klassifizieren „BNT162b2“ als ein stark RBD-bindendes Immunglobulin G, dessen neutralisierende Antikörperreaktion sieben Tage nach einer Boosterdosis ihren Höhepunkt erreicht sowie robuste Reaktionen der CD4+- und CD8+-T-Zellen und noch unbestimmte Haltbarkeit aufweist.

Bislang bekannte und unerwünschte Nebenwirkungen sind Schmerzen an der Injektionsstelle, Müdigkeit und Kopfschmerzen sowie Schüttelfrost, Muskel- und Gelenkschmerzen und Fieber. Gleiches gilt für „MRNA-1273“, wobei hier die neutralisierende Antikörperreaktion nach einem Zwei-Dosis-Schema erfolgt.

mRNA-Impfstoff: Beim weltweiten Wettlauf gegen COVID-19 liegen momentan zwei Firmen gleichauf

Ebenfalls auf dem zu Grunde liegenden Prinzip einer mRNA (Boten-RNA) beruhen die weiteren COVID-19-Impfstoffkandidaten „CVnCoV“ des deutschen biopharmazeutischen Unternehmens CureVac in Zusammenarbeit mit der globalen „Coalition for Epidemic Preparedness Innovations (CEPI)“, „Lunar-COV19/ARCT-021“ des US-amerikanischen Unternehmens „Arcturus Therapeutics“ und „LNP-nCoVsaRNA“ vom „Medical Research“ Council am „Imperial College London“ sowie ein nicht namentlich benanntes Präparat, das seit Juni 2020 an der chinesischen Militärakademie „PLA Academy of Military Science“ in Peking entwickelt wird. Alle diese Präparate befinden sich aber noch in der Phase I oder II der Erprobung und mit der eventuellen Marktreife sowie Einführung wird erst in den Jahren 2021 oder 2022 gerechnet. Diese Umstände machen die weiter oben bereits mehrfach genannten Impfstoffe „MRNA-1273“ und „BNT162b2“ aktuell zu den wichtigsten, weil am weitesten entwickelten Impfstoffkandidaten gegen Corona/COVID-19.

Der momentan noch größte Unterschied zwischen beiden Präparaten besteht laut Berichten und Meldungen in der für die zuverlässige Haltbarkeit notwendigen Mindesttemperatur, die bei „MRNA-1273“ nur 2 bis 8 Grad Celsius, bei „BNT162b2“ jedoch minus 70 Grad Celsius beträgt.

mRNA-Impfstoff: Entscheidend bei der Therapie ist die exakte Zielgenauigkeit an die jeweiligen Zellen

mRNA-Moleküle in voller Länge wurden wie weiter oben erwähnt schon seit Beginn der Biotech-Ära um das Jahr 2000 herum als effektive Therapeutika diskutiert, aber bis in die 2010er-Jahre und der sukzessiven Etablierung der genannten Pioniere „Moderna“ und „BioNTech“ blieben die praktischen Fortschritte in der Forschung jedoch begrenzt und überschaubar. Theoretisch kann also die verabreichte mRNA-Sequenz eine Zelle dazu veranlassen, ein Protein herzustellen, das wiederum direkt eine Krankheit behandeln oder auch als Impfstoff funktionieren kann, indirekt könnte das Protein die körpereigene Stammzelle dazu bringen, sich in der gewünschten Weise zu differenzieren. Die primären Herausforderungen der RNA-Therapie bestehen darin, die RNA an die gerichteten Zellen zu liefern, mehr noch als in der Bestimmung der zu liefernden Sequenz. Nackte RNA-Sequenzen werden nach der Vorbereitung auf natürliche Weise abgebaut. Sie können das körpereigene Immunsystem dazu veranlassen, sie als Eindringling anzugreifen und sie sind undurchlässig für die Zellmembran. Einmal in der Zelle angekommen, müssen sie dann den Transportmechanismus der Zelle verlassen, um im Zytoplasma zu agieren, das die Ribosomen beherbergt, die die Herstellung von Proteinen steuern.

mRNA-Impfstoffe nutzen Zellen zur Antigenproduktion und fördern die Immunität

mRNA-Impfstoffe funktionieren auf eine völlig andere Art und Weise als herkömmliche Impfstoffe. Herkömmliche Impfstoffe stimulieren eine Antikörperreaktion durch die Injektion von Antigenen (Proteinen oder Peptiden) oder eines abgeschwächten Virus oder eines rekombinanten Antigen-codierenden viralen Vektors in einen Menschen. mRNA-Impfstoffe injizieren ein Fragment der RNA-Sequenz eines Virus direkt in die Zellen, die dann umprogrammiert werden, um die viralen Antigene zu produzieren, die dann eine adaptive Immunantwort stimulieren, was zur Produktion neuer Antikörper führt, die an das Antigen binden und T-Zellen aktivieren, die spezifische Peptide erkennen, die auf MHC-Molekülen präsentiert werden. mRNA-Vakzine beeinflussen die DNA innerhalb der Zelle nicht – das mRNA-Fragment ist ein spezifisches Stück der Virus-RNA, das die Instruktionen trägt, das Antigen des Virus zu bauen. Ein Vorteil von RNA-Vakzinen ist, dass die Antigene innerhalb der Zelle produziert werden und dadurch die zelluläre und humorale Immunität stimulieren. Im Gegensatz zur DNA ist mRNA jedoch ein zerbrechliches Molekül, welches in einer exponierten Umgebung innerhalb von Minuten abgebaut wird, weshalb mRNA-Impfstoffe bei sehr niedrigen Temperaturen gelagert werden müssen. Außerhalb der menschlichen Zelle wird mRNA auch vom menschlichen Körper schnell abgebaut.

Diese Fragilität des mRNA-Moleküls ist eine Hürde für die langfristige Wirksamkeit eines RNA-Impfstoffs, die dazu führen könnte, dass die Menschen glauben und so tun könnten, als seien sie immun, wenn sie es nicht sind und so infiziert werden.

Vorteile und Funktionsweise mRNA-Impfstoff

RNA-Impfstoffe bieten eine Reihe spezifischer Vorteile gegenüber herkömmlichen Protein-Impfstoffen. Da RNA-Impfstoffe nicht aus aktiven oder inaktivierten Erregern hergestellt werden, sind sie nicht infektiös. Im Gegensatz dazu erfordern herkömmliche Impfstoffe die Produktion von Krankheitserregern, was, wenn dies in großen Mengen geschieht, das Risiko eines lokalen Ausbruchs des Virus in der Produktionsstätte erhöhen könnte. RNA-Impfstoffe können darüber hinaus schneller, billiger und standardisiert hergestellt werden, was die Reaktionsfähigkeit auf Ausbrüche verbessert. Neben der gemeinsamen Nutzung der Vorteile theoretischer DNA-Impfstoffe gegenüber traditionellen Proteinimpfstoffen bietet die RNA-Impfung weitere Vorteile.

Die mRNA wird im Zytosol translatiert. Daher ist es nicht notwendig, dass die RNA in den Zellkern gelangt und das Risiko der Integration das Wirtsgenom wird somit abgewendet. Modifizierte Nukleoside können in die mRNA eingebaut werden, um die Stimulation der Immunantwort zu unterdrücken und eine sofortige Degradation zu vermeiden und mit erhöhter Translationskapazität eine bessere Wirkung zu erzielen. Der offene Leserahmen (OLR) und die unübersetzten Regionen (UTR) können für verschiedene Zwecke optimiert werden (Sequenz-Engineering), etwa durch Anreicherung des Guanin-Cytosin-Gehalts oder durch Auswahl spezifischer UTRs zwecks Erhöhung der Translation. Eine zusätzliche Leserahmen-Kodierung für einen Replikationsmechanismus kann hinzugefügt werden, um die Antigentranslation und damit die Immunantwort zu verstärken, wodurch die Menge des benötigten Ausgangsmaterials verringert wird.

Wie funktioniert Homeschooling? Erklärung, Bedeutung, Definition


„Homeschooling“ ist die englische Bezeichnung für Heimunterricht.

Hoomschooling ist in Deutschland eigentlich verboten.

Beim Homeschooling bzw. Heimunterricht sind die Eltern für die Teil-Schulausbildung ihrer Kinder verantwortlich. Es liegt in der Verantwortung der Eltern einen Arbeitsplatz und Stundenplan für das Kind einzurichten.

Was ist Homeschooling? Bedeutung, Definition, Erklärung

Ein Kind hat dann das Recht, nicht nur aus gesundheitlichen Gründen zu Hause zu lernen. In einigen Ländern ist es gar nicht so schwer das zu arrangieren. Unterricht, Pausen, Hausaufgaben, die strenge Stimme des Lehrers. Ohne all das sind Schuljahre kaum vorstellbar. Aber moderne Eltern entscheiden sich zunehmend für Outschooling oder Lernen außerhalb der Schulmauern. Es gibt keine offiziellen Statistiken zum Homeschooling. Das Kind kann die Schule ganztägig oder nur halbtags besuchen. Und außerhalb der Institution gibt es in manchen Ländern die Bildung als Form der Familienerziehung und Selbstbildung.

Wenn ein Kind eine Ausbildung in einer Organisation erhält – ob Vollzeit oder Teilzeit -, ist die Schule zusammen mit den Eltern für es verantwortlich. Und wenn die Option außerhalb der Institution gewählt wird, liegen alle Verpflichtungen nur bei der Familie.
Der Begriff Homeschooling umfasst alle Formen, in denen ein Kind zumindest einen Teil der Zeit außerhalb der Schule lernt.

Fernstudium

Das Kind geht nicht in die Einrichtung und arbeitet selbständig – mit Hilfe von Online-Ressourcen oder Privatlehrern. Darüber hinaus ist es als Schüler der Schule aufgeführt. Dies bedeutet, dass die Eltern den Lehrplan genau befolgen müssen. Sie können das auf der Grundlage der Bildungsstandards entwickelte Programm nicht ändern oder eine Klasse überspringen. Und die Lehrbücher, die von der Bibliothek bereitgestellt werden, sollten genutzt werden.

Die Zertifizierung erfolgt planmäßig, in der Schule oder per Fernzugriff. Einige Leute verwechseln Fernunterricht mit der Selbstbildung.
Im ersten Fall erhält das Kind selbst Wissen, und die Schule kontrolliert und führt es. Im zweiten Fall muss das Kind vieles selbst machen. Dies ist nur möglich, wenn der Schüler schwer krank oder körperlich nicht in der Lage ist, am Unterricht teilzunehmen.

Teilzeitausbildung

Das Kind kommt nur zu einem Teil des Unterrichts, nach Wahl der Eltern. Den Rest der Zeit lernt es zu Hause. Für den Schüler wird ein individueller Lehrplan erstellt, dabei darf er beispielsweise drei Tage die Woche zur Schule gehen oder nur bei einem bestimmten Fach anwesend sein. Die Zertifizierung muss im Unterricht mit anderen Kindern erfolgen.
Wenn ein Kind schwer krank ist, können die Lehrer es manchmal selbst besuchen. Diese Option wird als Heimunterricht bezeichnet, wird jedoch selten praktiziert und nicht als separate Bildungsform betrachtet.

Die Familienerziehung

Die Familie bringt das Kind nicht zur Schule und unterrichtet es alleine.
Eltern wählen das Programm. Sie entscheiden unabhängig darüber, welche Lehrmittel und Online-Ressourcen das Kind benutzen soll. Sie können es in einem Bildungszentrum oder in einer alternativen Schule (Montessori, Waldorf usw.) einschreiben oder Tutoren einstellen. Die Zertifizierung kann persönlich, in der Schule oder per Fernzugriff erfolgen. Unschooling kann als eine Art Familienerziehung angesehen werden. In dieser Form der Erziehung ist das Kind nicht an die Schule gebunden und folgt nicht dem Programm, auch nicht von den Eltern. Das Kind liest Bücher, die für es interessant sind, studiert die Welt um sich herum und beschäftigt sich mit Kreativität.

In einigen Ländern werden bei der Wahl dieser Form höchstwahrscheinlich Schwierigkeiten auftreten.

In der Praxis könnten die Vormundschaftsbehörden jedoch an Familien interessiert sein, die ihre Kinder nicht zur Schule geschickt haben. Darüber hinaus ist es für solche Schüler schwierig, die Abschlusszertifizierung zu bestehen.

Homeschooling: Die Selbstbildung

Das Kind lernt selbst, ohne die Teilnahme der Schule oder der Eltern. Für wen ist das Homeschooling geeignet? Es kann viele Gründe geben, sich für die Heimschule zu entscheiden. Hier sind einige davon: Der Schüler kann nicht nachkommen, das Programm ist zu schwer oder es ist im Gegenteil zu leicht.

Das Kind hat vielleicht große Schwierigkeiten, mit Gleichaltrigen zu kommunizieren. Oder es ist nur ein schüchterner Schüler, der es viel bequemer hat, alleine zu lernen.

Das Kind hat Mobbing erlebt und will nicht mehr zur Schule gehen. Es ist professionell an Sport oder Kreativität engagiert.

Der Schüler lebt dort, wo es keine Schulen gibt. Die Familie reist viel und bleibt nicht lange an einem Ort. Die Eltern haben ihre eigene Vorstellung davon, wie und was das Kind lernen soll. Und es stimmt nicht mit der Position der Schule überein.

Hoomschooling: Wer sollte besser nicht zu Hause unterrichten?

Homeschooling kann wie eine Idylle erscheinen. In Wirklichkeit ist dieses Format jedoch nicht für jeden geeignet. Hier sind einige Gründe, dies zu unterlassen:

Das Kind braucht tägliche Kommunikation mit Gleichaltrigen, es langweilt sich zu Hause. Es toleriert keine Isolation. Der Schüler ist sehr unorganisiert und ohne ständige strenge Kontrolle entspannt er sich schnell und weigert sich, etwas zu tun. Beide Elternteile arbeiten viel, sie haben keine Zeit, mit dem Kind zu lernen – schließlich müssen sie mit der Familienerziehung alle Funktionen eines Lehrers übernehmen. Es sei denn, sie sind natürlich bereit, eine große Summe für alternative Schulen oder Privatstunden zu zahlen. Der Familie fehlen die Kraft, Geduld und Lehrfähigkeiten, um den Bildungsprozess zu Hause aufzubauen.

Eltern haben finanzielle Schwierigkeiten. Heimunterricht ist teurer als Schulunterricht, insbesondere wenn es um Familienerziehung geht. Das Kind hat nicht die richtigen Bedingungen, um außerhalb der Schule zu lernen. Zum Beispiel ein kleiner Wohnraum, viele Brüder und Schwestern unterschiedlichen Alters, es ist laut und unruhig zu Hause.

In einigen Ländern geht man so vor:

Die Eltern informieren die Schulverwaltung. Es ist notwendig, einen Antrag zu stellen, wenn das Kind auf eine Teilzeitausbildung umsteigt. Es ist besser, dies vor Beginn des Schuljahres zu tun – damit der Direktor Zeit hat, sich vorzubereiten, Änderungen vorzunehmen und das Bildungsministerium über die Entscheidung zu informieren. Fernstudenten sind leider nicht überall willkommen. Für die Einrichtung bedeutet dies zusätzliche Schwierigkeiten, denn wenn der Schüler die Zertifizierung nicht besteht, werden die Lehrer und der Direktor verantwortlich gemacht.

Homeschooling: Situation in Deutschland, EU und USA

In einigen Staaten ist Homeschooling erlaubt. Zum Beispiel in Amerika. Es war jedoch nicht immer so. Homeschooling wurde dort erst seit 1993 legal, sogar in allen Bundesstaaten.

In Deutschland sieht es damit ganz anders aus – Homeschooling ist hier seit 1919 verboten.

In der Europäischen Union zählt Deutschland zu den wenigen Ländern, in denen eine Schulpflicht existiert und nicht nur die allgemeine Bildungspflicht. Die Kinder müssen hier unbedingt in eine Schule gehen.

Die Vollzeitschulpflicht gehört zur Ländersache. Sie dauert neun oder zehn Jahre. Danach spricht man in Deutschland noch von einer Berufsschulpflicht, die meistens bis zu dem 18. Lebensjahr folgt.

Die Eltern (oder Kinder) dürfen gegen die Schulpflicht nicht verstoßen. Homeschooling ist auf keinen Fall in Deutschland praktizierbar. Wer eine Schulverweigerung begeht, muss natürlich mit bestimmten Konsequenzen rechnen. Kommt es doch zu dem Verstoß gegen die Schulpflicht, ist die Angelegenheit als ordnungswidrig anzusehen und der Schuldige muss Bußgeld zahlen. Aber so manche Bundesländer (z.B. Saarland, Hamburg, Hessen) reagieren in solchen Fällen mit einer strafrechtlichen Verfolgung. Es werden Freiheitsstrafen verhängt, die bis zu sechs Monaten dauern.

Einschränkung für die freie Entwicklung befürchtet

Nicht alle Eltern in Deutschland sind mit der Schulpflicht zufrieden. Sie möchten sich von dem Einfluss des Staates befreien, weil eine Einschränkung für die freie Entwicklung befürchtet wird. Außerdem sind sie der Meinung, dass das Kind schon bald seine Freude am Lernen verliert.
Es gibt noch viele andere Punkte, warum die Eltern in Deutschland auch gerne Homeschooling praktiziert hätten. Oft sind es religiöse, ethische oder pädagogische Gründe. Die Kritiker des Heimunterrichts haben aber ihre Argumente. Sie sind der Ansicht, dass durch das Homeschooling eine Parallelgesellschaft entsteht. Die Kinder bekommen keine Chance, mit Gleichaltrigen zu diskutieren, mit Andersdenkenden die Meinung auszutauschen.

Was ist Haltungsjournalismus? Bedeutung, Definition, Erklärung


Als Haltungsjournalismus wird ein Journalismus bezeichnet bei dem ein Journalist objektive Fakten mit seiner subjektiven Meinung vermischt.

Was ist Haltungsjournalismus? Bedeutung, Definition, Erklärung

Beim Haltungsjournalismus werden die journalistischen Darstellungsformen „Bericht“ und „Kommentar“ miteinander vermischt. Während ein Bericht (Berichterstattung) objektiv und neutral sein sollte, darf ein Kommentar subjektiv sein und als Inhalt die Meinung des Journalisten haben. Bei einem Bericht sollte gesagt werden, was ist. Bei einem Kommentar darf das was ist, bewertet werden.

Für sauberen Journalismus gilt, dass ein Kommentar als Kommentar gekennzeichnet wird, damit Leser oder Zuschauer erkennen, dass sie gerade die Meinung eines Journalisten aufnehmen. Der sich äußerende Journalist wird meist mit Namen und Bild neben seinem Kommentar gezeigt.

Haltungsjournalismus: Kritik, Bedeutung, Erklärung

Wird Journalismus als Haltungsjournalismus kritisiert, so wird kritisiert, dass ein Journalist seine subjektive Meinung als objektive Berichterstattung verkauft, ohne dies dem Leser, Zuschauer oder Zuhörer kenntlich zu machen. Damit kann dem Journalisten vergeworfen werden, dass er täuscht und eigentlich kein Journalist ist, sondern vielmehr Aktivist. Ferner führt dies dazu, dass das Vertrauen in Journalisten und journalistische Produkte sinkt.

Weiterhin dient der Ausdruck „Haltungsjournalismus“ als Vorwurf, dass ein Journalist Fakten subjektiv interpretiert und uminterpretiert, so dass sie einer Mehrheitsmeinung oder anderen Journalisten gefallen.

Beim Haltungsjournalismus verliert ein Journalist seine Unabhängigkeit, Überparteilichkeit und Objektivität. Er beginnt die Welt in gut und schlecht einzuordnen. Hierbei macht er sich selbst zum Maßstab. Davon profitieren die einen, benachteiligt werden andere.

Haltungsjournalismus wird auch als Meinungsmache bezeichnet.

Beim Thema „Haltungsjournalismus“ stellen sich verschiedene Fragen:

  • Können Journalisten immer völlig neutral sein?
  • Müssen Journalisten immer neutral berichten?
  • Sind Journalisten bei ihrer Berichterstattung bestimmten Werten verpflichtet?
  • Wo hört Berichterstattung auf, wo fängt eine Meinung an?

Anmerkung der Redaktion: Totale Neutralität und 100 Prozent Objektivität kann es nie geben. Denn Sprache an sich ist immer einseitig und subjektiv. (Beispiel: Für die einen sind manche Menschen Terroristen. Für andere sind sie Freiheitskämpfer.) Es kann aber Journalismus geben, der versucht unaufgefragt, vielseitig und sachlich Ereignisse darzustellen. Es kann Journalismus geben bei dem sich ein Journalist nicht mit einer Sache gemein macht, sondern kritisch bleibt.

Jedoch gilt grundsätzlich, dass die Einseitigkeit beim Journalismus schon bei der Themenauswahl anfängt. Da Sendezeit und Textplatz begrenzt ist, muss eben entschieden werden, welche Themen bearbeitet und wie sie präsentiert werden.

Haltungsjournalismus: Fazit und Bedeutung

Fazit: Haltungsjournalismus sollte als Haltungsjournalismus gekennzeichnet werden. Neben dem Haltungsjournalismus sollte auch ein Journalismus angeboten werden, der objektiv und sachlich bericht, sowie die journalistische Darstellungsform „Bericht“ wirklich einhält. Beide Angebote sollten gemacht werden, damit unterschiedliche Sichtweisen möglich sind. Was Leser, Zuschauer oder Zuhörer am Ende wahrnehmen, bleibt diesen überlassen.

Was ist der pandemische Imperativ? Bedeutung, Definition, Erklärung


Der Virologe Christian Drosten formuliert den pandemischen Imperativ wie folgt: „Handle in einer Pandemie stets so, als seist du selbst positiv getestet, und Dein Gegenüber gehört einer Risikogruppe an.“

Die Idee eines pandemischen Imperativs leitet sich vom kategorischen Imperativ des deutschen Aufklärungsphilosophen Immanuel Kants ab. Immanuel Kant formulierte den kategorischen Imperativ wie folgt: „Handle nur nach derjenigen Maxime, von der du wollen kannst, dass sie ein allgemeines Gesetz werde!“ Der kategorische Imperativ dient als eine allgemeingültige Regel und Grundlage für moralisch gutes Verhalten.

Was ist der pandemische Imperativ? Bedeutung, Definition, Erklärung

Der pandemische Imperativ ist eine allgemeingültige Verhaltensregel, damit Menschen sich in und während einer Pandemie Virus-eindämmend und nicht Virus-verbreitend verhalten. Denn der pandemische Imperativ hält Menschen dazu an, dass sie sich so verhalten, dass sie einen Virus nicht absichtlich oder unabsichtlich verbreiten.

Wer den pandemischen Imperativ befolgen will, sollte sich einfach an die empfohlenen Verhaltensweisen halten:

Würden sich alle Menschen an den pandemischen Imperativ halten, so würde die Ausbreitung eines Virus stark verlangsamt. Dies hat zur Folge, dass weniger Menschen erkranken und das Gesundheitssystem vor Überlastung geschützt wird. (Darum geht es nämlich! Benötigen zu viele Menschen auf einmal intensivmedizinische Betreuung kommen die Krankenhäuser schnell an ihre Belastungsgrenzen. In solch einem Fall müssen Ärzte entscheiden, wer behandelt werden soll und wer nicht. Das würde bedeuten, dass Menschen, die Intensivmedizin benötigen, diese nicht erhalten würden. Siehe: Flatten the Curve)

Der pandemische Imperativ gilt nur während einer Pandemie. Vor und nach einer Pandemie gilt der pandemische Imperativ nicht.

Pandemischer Imperativ: Folgen und Verhalten

Der pandemische Imperativ kann im Sinne des kategorischen Imperativs zu folgendem Verhalten führen:

  • Ich halte Abstand zu anderen und wünsche, dass andere Abstand zu mir halten.
  • Ich trage Maske und wünsche, dass andere auch Maske tragen.
  • Ich bleibe vermehrt zu Hause und wünsche, dass andere auch vermehrt zu Hause bleiben.
  • Ich meide Menschenmengen und wünsche, dass andere auch Menschenmengen meiden.
  • Ich meide Kontakte und schränke Besuche ein. Andere sollen auch Kontakte meiden und Besuche einschränken.

Pandemischer Imperativ und Konjunktiv: Bedeutung, Definition, Erklärung

Der pandemische Imperativ kann zum pandemischen Konjunktiv umformuliert werden. Der pandemische Konjunktiv lautet: „Handle in einer Pandemie stets so, als könntest du selbst positiv sein, und Dein Gegenüber könnte immer zu einer Risikogruppe gehören.“

Der pandemische Konjunktiv thematisiert die Ungewissheit und die dauerhafte Möglichkeit, dass man bzw. jeder sich mit dem Corona-Virus infiziert haben könnte, aber nichts davon weiß. Dieses Szenario kann dazuführen, dass jemand unabsichtlich andere mit dem Virus ansteckt.

Kritik am pandemischen Imperativ:

Der pandemische Imperativ kann für gelebte Solidarität, Verantwortung und gegenseitiges Schutzinteresse stehen. Jedoch kann der pandemische Imperativ auch so interpretiert werden, dass jemand sich freiwillig und dauerhaft von der Welt isoliert, in dem er oder sie in Heimisolation geht. (Denn für Corona-positiv Geteste gilt, dass sie in Heimquarantäne gehen müssen.)

Wer den pandemischen Imperativ lebt, müsste davon ausgehen, dass er oder sie ein dauerhaftes Risiko für andere darstellt. Ferner kann der pandemische Imperativ so interpretiert werden, dass ein gelebter pandemischer Imperativ dazu führt, dass Alte, Schwache und Risikogruppen im Allgemeinen von der Gesellschaft isoliert werden.

Der pandemische Imperativ kann auch dazu führen, dass Menschen sich freiwillig in Selbstquarantäne begeben, wenn sie glauben, dass sie Corona-positiv sind. Dies kann gut und schlecht sein. Gut ist dies, wenn (z.B. an Grippe) erkrankte Menschen sich auskurieren und sich nicht zur Arbeit zwingen. Schlecht ist dies, wenn Menschen den pandemischen Imperativ ausnutzen, um z.B. nicht zur Arbeit zu müssen.

Der pandemische Imperativ kann so ausgelegt werden, dass Menschen alle Tätigkeiten – erlaubte wie verbotene – unterlassen sollen. Denn der pandemische Imperativ geht davon aus, dass jeder immer für andere eine Gefahr darstellt. Wer diese Gefahr auf Null reduzieren möchte, muss sich eben isolieren.

Der pandemische Imperativ kann aber auch ins Absurde intepretiert werden: Würden sich alle Menschen freiwillig in Heimisolation begeben, so würde es gar keine Kontakte mehr geben. Dies hätte zur Folge, dass zwar das Virus komplett eingedämmt wird, aber auch dass gar kein Leben mehr stattfindet. (Wo es keine Begegnungen zwischen Menschen mehr gibt, ist auch keine Moral benötigt. Damit würde der pandemische Imperativ sich im Extrem selbst auflösen.)

Hand aufs Herz: Ein kategorischer oder pandemischer Imperativ stellt für das Individuum eine Handlungsgrundlage dar. Der Wunsch, dass alle Menschen sich so verhalten, ist ein Wunsch nach einer utopischen Welt und diese kann es nicht geben.

Fazit: Der pandemische Imperativ ist eine Möglichkeit mit einer Pandemie zu leben. Ob der pandemische Imperativ die moralisch beste Möglichkeit ist, muss geklärt werden.

Weitere Formulierungen für den pandemischen Imperativ

Die Redaktion von BedeutungOnline.de schlägt folgende weitere Formulierung für den pandemischen Imperativ vor:

  • „Handle so, als seist du ein Superspreader, der jederzeit und jederort ein Superspreading-Event auslösen könnte.“
Was bedeutet „postfossil“? Bedeutung, Definition, Erklärung


„Postfossil“ bedeutet, dass auf fossile Brennstoffe, Rohstoffe und Energieträger verzichtet wird.

Konkret bedeutet das Wort „postfossil“ „Zeit nach den fossilen Energieträgern“. (Das lateinisch „post“ bedeutet „nach“.)

Fossile Brennstoffe sind kohlenstoffhaltige Brennstoffe und Energieträger aus längst vergangenen Erdzeitaltern. Konkret sind fossile Brennstoffe Kohle, Erdöl und Erdgas. Bei ihrer Verbrennung wird CO2 freigesetzt.

Ein Synonym zu postfossil ist CO2-frei.

Was bedeutet „postfossil“? Bedeutung, Definition, Erklärung

Über „postfossil“ wird unter anderem in folgenden Kontexten gesprochen:

  • CO2-Ausstoß reduzieren und vermeiden
  • Weg vom Verbrennungsmotor (Verkehrswende)
  • Energiegewinnung sauberer machen (Energiewende)
  • Nachhaltigkeit und Umweltschutz

Postfossile Energiegewinnung und -versorgung bedeutet, dass statt Kohle- und Erdgaskraftwerken Strom und Energie durch Solar- und Windenergie gewonnen werden soll. Damit kann Energie sauberer gewonnen werden und der CO2-Ausstoß kann reduziert werden.

Für den postfossilien Verkehr und die postfossile Mobilität gilt, dass der Verbrennungsmotor zu Gunsten sauberer Technologien aufgegeben werden soll.

Ferner wird auch vom postfossilen Kapitalismus gesprochen. Damit ist ein Kapitalismus gemeint, der nicht auf Erdöl, Erdgas und Kohle aufbaut, aber trotzdem Wachstum ermöglicht.

Beim Thema „postfossil“ geht es aber auch um Ersatzstoffe, so z.B. Stoffe die Erdöl als Rohstoff ersetzen.

„Postfossil“ steht aber auch dafür, dass die industrielle Wachstumsgesellschaft sich weiterentwickelt und das Zusammenleben (und wirtschaften) neugedacht werden kann.

Anlasse für das Thema „postfossil“

Es gibt zwei Anlässe für das Thema „postfossil“:

  • Umweltverschmutzung durch fossile Energieträger
  • Endlichkeit der fossilen Energieträger und Suche nach Ersatz und Alternativen
Wie bleibe ich im Internet anonym? Erklärung


Wir verbringen immer mehr Zeit im Internet. Für die meisten Menschen in Europa vergeht kaum ein Tag, an dem wir nicht mehrere Stunden mit dem Internet verbunden sind. Sowohl privat als auch in der Arbeit: das Internet wird immer wichtiger. Doch welche Daten können Unternehmen und Regierungen über uns sammeln, wenn wir auf Social Media, Netflix und Co. unterwegs sind und welche Auswirkungen kann das auf unser Leben haben? Wie nutze ich das Internet, ohne meine Identität preiszugeben?

Daten, die wir im Internet über uns preisgeben

Nutzen wir das Internet, werden verschiedene Daten unseres Computers, Tablets oder Smartphones von den Webseiten erfasst und aufgezeichnet, die wir aufrufen. Neben platzierten Cookies, für welche Webseiten mittlerweile vorab das Einverständnis ihrer Besucher erhalten müssen, ermöglichen IP-Adressen (individuelle Zahlen jedes Geräts, mit dem wir auf das Internet zugreifen) detaillierte Analysen über den jeweiligen Nutzer und dessen Verhalten.

Dazu kommen weitere Tracking Systeme, mit denen Plattformen wie Facebook, Instagram, YouTube oder Google das Verhalten ihrer User aufzeichnen um ihnen später ähnlichen Content und potenziell interessante Werbung anbieten zu können.

Was passiert, wenn persönliche Daten im Internet gesammelt werden?

Da man beim Surfen im Internet keine anderen Personen unmittelbar vor sich hat, denken viele Menschen, dass ihre Online-Aktivitäten weitgehend anonym bleiben. Bewegt man sich allerdings ungeschützt im Internet, können Webseiten ungehindert Daten sammeln, welche die Erstellung eines ziemlich detaillierten Persönlichkeitsprofils jedes Nutzers ermöglichen.

Informationen darüber, wann welche Seite aufgerufen wird, wie lange sich Nutzer auf bestimmten Bereichen verschiedener Webseiten aufhalten, welches Gerät sie nutzen, welche Schriftarten auf dem Gerät installiert sind und vieles mehr können dazu führen, dass Dinge wie sexuelle Orientierung, individuelle Tagesrhythmen oder politische Ansichten für Unternehmen, Hacker oder Regierungen ersichtlich sind.

Social Media Plattformen verwenden gesammelten Daten dafür, User für möglichst lange Zeit auf ihren Portalen zu behalten, wo sie gezielte Werbungen anbieten, mit welchen sich Facebook, Google und Co. finanzieren.

Wie surft man anonym im Internet?

Um möglichst wenige Daten über sich im Internet preiszugeben, muss man verhindern, dass das eigene Verhalten und der jeweilige Aufenthaltsort getrackt werden kann. Hierfür reicht es leider nicht aus, Cookies zu verwenden oder den privaten Modus von Browsern wie Firefox zu verwenden. Denn die IP-Adresse bietet weiterhin genug Möglichkeiten, um ein detailliertes Nutzerprofil zu erstellen.

Wie kann man auf Webseiten und Streams zugreifen, die für meine Region gesperrt sind?

Aus diesem Grund bieten sich beim regulären Surfen die Nutzung eines virtuellen privaten Netzwerks (VPN) an, die über einen oder mehrere Computer die IP-Adresse der Nutzer verschleiern. Allerdings können hier VPN-Betreiber Daten einsehen und tracken, was dazu führen kann, dass diese ihrerseits gezielte Werbung schalten oder im schlimmsten Fall Malware verbreiten.

Seriöse VPN-Premiumanbieter sind in der Regel aber ohne bedenken nutzbar. Teilweise kann man per VPN Streams und Webseiten, die eigentlich nicht für Besucher aus der eigenen Region zugänglich sind, nutzen. Große Streamingdienste wie Netflix oder DAZN haben bekannten VPN-Anbietern allerdings den Zugriff auf ihre Plattformen verwehrt. Verwendet man einen VPN, um Streams aus dem Ausland nutzen zu können, sollte man sich vor dem Kauf eines VPN-Abonnements informieren, ob der Anbieter bereits vom Streaming-Dienstleister blockiert wurde.

Kann man im Internet anonym bezahlen?

Wer im Internet anonym für Dienstleistungen oder Produkte bezahlen will, kann den Zahlungsanbieter Trustly nutzen. Oft sind es Zahlungsoptionen, die trotz verschiedener Sicherheitsvorkehrungen, private Daten an Webseiten übermitteln. Trustly wird vor allem bei Online Casinos gerne genutzt, denn über den Anbieter werden keine Daten an die jeweilige Webseite weitergegeben. Dazu ist später auf dem Kontoauszug nicht ersichtlich, dass die Zahlung an ein Online Casino ging. Wir haben mit der Schritt für Schritt Anleitung von NoDepositFriend gelernt, wie man ohne Kontoanmeldung anonym im Online Casino spielen kann.

Maximale Privatsphäre per anonymisierten Browser

Eine bessere Alternative zu VPNs, wenn auch mit Leistungseinbußen verbunden, ist der Browser “TOR”, über welchen die Daten der User Bei über tausende Knotenpunkte verschlüsselt werden. So ist es schwer, das Verhalten eines einzelnen Nutzers zu tracken. Allerdings muss man hier aufpassen, dass man nicht auf einen seiner Social Media Accounts zugreift, denn so könnten Unternehmen, aufgrund früher aufgezeichneter IP-Adressen, ihr Tracking trotz verschlüsseltem Browser fortsetzen. Auch Plugins können dazu führen, dass das Tracking über den letzten Knotenpunkt wieder aufgenommen werden kann.

Was bedeutet Sachzwang? Bedeutung, Definition, Erklärung


Ein Sachzwang ist ein Umstand und eine Notwendigkeit, die dazu führt, dass ein Entscheidungsfeld eingeschränkt wird. Ein Sachzwang führt dazu, dass eine Entscheidung anhand der geänderten Sachlage – und nicht nach den Wünschen einer Person – getroffen werden muss.

Sachzwänge sind oft Erklärungen, warum Entscheidungen auf bestimmte Arten und Weisen getroffen werden.

Was bedeutet Sachzwang? Bedeutung, Definition, Erklärung

Es gibt sie ganz sicher. Hier einige Beispiele:

  • #1: Ein Kleinunternehmer hat schon länger eine bestimmte Investition geplant. Einen Kredit erhält er dafür nicht, also spart er das Geld an. Als er die Investition tätigen will, wird eine unerwartete Steuernachzahlung fällig. Nun muss er hierfür das ersparte Geld verwenden. Die Investition ist aufgrund des Sachzwangs zu verschieben.
  • #2: Eine Lehrerin wollte mit ihrer Klasse ein Schulfest organisieren. Die Vorbereitungen hierfür liefen seit dem Schuljahresbeginn 2019/2020. Das Fest sollte im April 2020 stattfinden. Wegen des Ausbruchs der Corona-Pandemie musste es ausfallen. Die Pandemie und die damit verbundenen Einschränkungen fallen in die Kategorie der Sachzwänge.
  • #3: Der Bürgermeister einer kleinen Kommune wollte die Straßenbeleuchtung erneuern. Bei den Haushaltsberatungen stellte sich aber heraus, dass es einen Investitionsstau bei der Straßenerneuerung gibt. Freie Mittel müssen zunächst hierfür verwendet werden. Wegen des Sachzwangs muss die Straßenbeleuchtung warten.

Darüber hinaus gibt es viele vermeintliche Sachzwänge, die mangels Flexibilität oder einfach aus Bequemlichkeit vorgeschoben werden, um Projekte nicht durchzuführen. Das wäre der Fall, wenn

  • #1 der Kleinunternehmer eigentlich doch einen Kredit bekommen könnte, sich aber kaum darum bemüht hat,
  • #2 die Lehrerin das Schulfest mit verändertem Konzept und verschobenem Termin ins Freie verlegen könnte oder
  • #3 der Bürgermeister durch eine Umschichtung von Mitteln und eine Anpassung der Rahmenbedingungen für die Straßenbeleuchtung und die Straßenerneuerung (beides eine Nummer kleiner + zusätzliche kleine Kreditaufnahme) doch beide Projekte parallel durchführen könnte.

Weil es zur Eingrenzung von Handlungsoptionen durch tatsächliche oder vermeintliche Sachzwänge sehr oft Alternativen gibt, ist das grundsätzliche Problem des Sachzwangs hoch umstritten. Philosophen befassen sich damit. Schon länger kritisieren sie, dass aus einem formulierten Faktum ein scheinbar unumstößlicher Handlungszwang abgeleitet wird: „Es regnet, daher muss ich unbedingt den Schirm mitnehmen. Er behindert mich anschließend den ganzen Tag über, doch der Sachzwang (des Regens) lässt mir keine Wahl.“ – Ist es wirklich so? Vielleicht hätte wegen eines leichten Regens am Morgen die Regenjacke genügt.

Warum formulieren wir den Sachzwang? Erklärung, Bedeutung

Psychologisch gesehen erzeugt ein Sachzwang die Tendenz zur freiwilligen Einschränkung unserer Handlungsmöglichkeiten. Dabei können Sachzwänge wie beschrieben wirklich durch materielle Situationsdetails bzw. soziale oder finanzielle Umstände entstehen. Sie schränken auch in der Tat die individuelle Entscheidungsfreiheit ein. Das wiederum bedeutet, dass der Anteil von individuell zu verantwortenden Handlungsvarianten zugunsten des Einflusses von objektiven Situationsbedingungen vermindert wird. Sachzwänge drängen das Individuum eher zu einer bestimmten Handlungsweise, die es selbst so nicht geplant hatte. Dennoch gilt der Sachzwang als kritische Kategorie. Es ist von Fall zu Fall stets schwer auszumachen, ob ein tatsächlicher Sachzwang herrscht oder ob er nur unaufrichtig behauptet wird, um nicht alle Handlungsoptionen ausschöpfen zu müssen. Wir ziehen wiederum die oben genannten Beispiele heran:

  • #1: Der Kleinunternehmer hatte sich in einer früheren Phase bei zwei bis drei Banken um einen Kredit bemüht und ihn nicht erhalten. Daraufhin stand für ihn fest: Ich bekomme keine Kredite, künftig muss ich für Investitionen sparen. Er könnte jedoch nochmals hartnäckig sehr viele Banken befragen bzw. einen Kreditvermittler einschalten, vielleicht hätte er Erfolg. Der Sachzwang macht die Sache schwerer, aber nicht unmöglich.
  • #2: Die Lehrerin könnte mit viel Kraft ihr Schulfest umorganisieren. Der Erfolg ist aber sehr ungewiss. Vielleicht ist es effizienter, wenn sie sich dem Sachzwang beugt.
  • #3: Auch beim Bürgermeister ist es eine Frage der Effizienz, ob er dem vermeintlichen oder tatsächlichen Sachzwang nachgibt oder mühselig alle anderen Handlungsoptionen prüfen lässt. Allerdings erwartet man von ihm in seiner Position (anders als vom Kleinunternehmer), dass er dicke Bretter bohrt und sich die entsprechende Mühe macht.

Sachzwänge und die Moral

Als sehr kritisch gilt das Vorschieben von vermeintlichen Sachzwängen, wenn es mit dem Abwälzen von moralischer Verantwortung verbunden wird. In diesem Punkt gilt: Je geringer die moralische Verantwortung für ein Handeln erscheint, desto größer ist die Versuchung, einen Sachzwang als Begründung für die unterlassene Handlung vorzuschieben:

  • #1: Der Kleinunternehmer ist nur sich selbst gegenüber verantwortlich. Die aufgeschobene Investition kann sein Geschäft langfristig am schnellen Wachstum hindern, doch a) weiß er das nur selbst und b) geht sein dadurch schrumpfender Gewinn nur ihn selbst etwas an. Bestenfalls seine Familie könnte darunter leiden, dass er weniger als gewünscht verdient. Doch diese weiß nichts vom Zusammenhang zwischen aufgeschobener Investition und gebremstem Wachstum. Die Versuchung ist daher groß, einen Sachzwang vorzuschieben. Gegen die Steuerforderung des Finanzamts kann man halt nichts machen.
  • #2: Die Lehrerin sieht sich in einer sehr großen moralischen Verantwortung. Zudem wird ihr Verhalten von sehr vielen Menschen beobachtet, nämlich den SchülerInnen, deren Familien, den übrigen Klassen und dem Kollegium. Vielleicht hat sich sogar schon die lokale Presse für das Schulfest unter Corona-Bedingungen interessiert. Es ist für die Lehrerin daher moralisch sehr schwer, sich dem Sachzwang zu beugen. Dabei hätte sie durchaus das Recht dazu.
  • #3: Der Kommunalpolitiker weiß sehr viele Argumente, um die moralische Verantwortung von sich zu schieben. Er muss aber damit rechnen, dass die Opposition im Stadtparlament kritische Fragen stellt und somit als moralische Instanz fungiert. Das ist ihre politische Aufgabe. Möglicherweise schafft sie es, dass der Bürgermeister nicht einfach vermeintlichen Sachzwängen nachgibt.

Es erschließt sich, dass Sachzwänge genauestens beurteilt werden sollten. Die Argumentation mit ihnen, um Handlungen bzw. ihre Unterlassung zu begründen, dürfte stets kritisch betrachtet werden. Wo es wie in unserem Fall #1 kaum eine kritische Instanz gibt, sollte die betreffende Person (der Kleinunternehmer) auf die eigene kritische Stimme in seinem Inneren hören.

Fazit: Was bedeutet Sachzwang? Bedeutung, Definition, Erklärung

Es gibt objektive Sachzwänge, doch fast immer gibt es auch Handlungsalternativen. Äußere Einflüsse können unsere Handlungsfreiheit objektiv begrenzen, allerdings sollten wir wegen der moralischen Verantwortung für unser Handeln stets alle Alternativen prüfen, bevor wir uns dem Sachzwang beugen. Diesen zu leugnen gilt andererseits als irrational. Das wäre die Haltung: „Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg!“ So einfach ist es leider nicht.

Was ist Wissenschaftsgläubigkeit? Bedeutung, Definition, Erklärung


Der Ausdruck „Wissenschaftsgläubigkeit“ dient in der Umgangssprache als Kritik an einer unkritischen Haltung gegenüber der Wissenschaft, wissenschaftlichen Erkenntnissen und den Aussagen von Wissenschaftlern.

Was bedeutet Wissenschaftsgläubigkeit? Bedeutung, Definition, Erklärung

Das Wort „Wissenschaftsgläubigkeit“ setzt sich aus den Worten „Wissenschaft“ und „Gläubigkeit“ zusammen.

„Wissenschaft“ ist die Technik, um neue Erkenntnisse und damit neues Wissen zu erlangen. Wissenschaft baut auf anerkannten und gültigen Methoden auf. Die Erkenntnisse und die Ergebnisse, die in der Wissenschaft produziert werden, sind von anderen überprüfbar und falsifizierbar. Wissenschaft ist immer falsifizierbar!

Als „Gläubigkeit“ bzw. „Glaube“ wird die persönliche Überzeugung über die Richtigkeit und Absolutheit von etwas bezeichnet. „Gläubigkeit“ bzw. „Glaube“ ist nicht überprüfbar oder falsifizierbar.

Glaube gilt als absolut, während sich Erkenntnisse der Wissenschaft als falsch herausstellen können. Für Glaube gibt es die Kategorie „wahr / falsch“ nicht. Glaube steht über allen Zweifeln.

Was passiert beim Begriff „Wissenschaftsgläubigkeit“? Bedeutung, Definition, Erklärung

Wird nun jemanden „Wissenschaftsgläubigkeit“ vorgeworfen, so ist damit gemeint, dass eine Person wissenschaftliche Erkenntnisse und Ergebnisse absolut stellt, nicht anzweifelt oder kritisch hinterfragt. Die wissenschaftsgläubige Person ist von der Wahrheit der wissenschaftliche Erkenntnisse absolut überzeugt und sie ist davon überzeugt, dass wissenschaftliche Erkenntnisse von jedem Zweifel erhaben sind.

Beim Begriff „Wissenschaftsgläubigkeit“ werden zwei Systeme (Wissenschaft und Religion) miteinander vermengt. Durch die Verwendung des religiösen oder theologischen Begriffs der „Gläubigkeit“ wird die Überzeugung, dass die Wissenschaft wahr ist und recht hat, abgewertet. Denn durch den religiösen oder theologischen Begriff der „Gläubigkeit“ wird unterstellt, dass jemand seine Überzeugung nicht mehr auf Fakten aufbaut, sondern auf persönliche Ansichten oder Vorlieben.

Weitergedacht und Fazit: Wissenschaft ist keine Frage der Gläubigkeit oder des Glaubens! Sie ist wahr oder falsch, unabhängig davon, was ich glaube!

Siehe auch: Was hier beschrieben wurde, ist auch beim Begriff „Klimareligion“ passiert.

Wissenschaftsgläubigkeit: Die Lehre vom Szientismus

Die Wissenschaft des Szientismus geht auf den französischen Biologen Felix le Dantec zurück. Er ging davon aus, dass sich alle wesentlichen Fragen immer mit wissenschaftlichen Methoden erklären und begründen lassen. Der Szientismus lehnt deshalb auch die Religion ab. Ein nicht rational erklärbarer Gott trifft keine Entscheidungen, noch veranlasst er Menschen zu unterschiedlichen Handlungen.

Am Anfang wehrte sich die Kirche gegen die wissenschaftlichen Methoden. Sie widersprachen dem göttlichen Bild, das die Geistlichen den Menschen vermitteln wollten.

Doch worum ging es dabei? Der Mensch ist das einzige Individuum, das vom ersten rationalen Gedanken bis zu seinem Tod die Endlichkeit seines Daseins geistig erfassen und deuten kann. Religionen dienen – im Gegensatz zur Wissenschaft – dazu, eine sinnvolle und erträgliche Begründung für die eigene Existenz zu finden. Der Glaube an einen Gott, der der menschlichen Seele zum Schluss ein endliches Leben im Himmel schenkt, versöhnt viele eher als das Wissen um den reinen biologischen Werdegang.

Wissenschaftsgläubigkeit: Die Wissenschaft verlängert Leben!

In früheren Zeiten bedeutete eine Infektion stets eine Lebensgefahr. Mit der Einführung von Antibiotika wurden viele Leben gerettet. Dazu kamen die Entwicklungen von technischen Geräten, mit denen komplizierte Operationen an Herzen oder Transplantationen durchgeführt werden können.

Es gibt viele Wissenschaftler, die in der Wissenschaft die einzige vertretbare Religion sehen, auf die die Menschheit bauen kann. Durch die biochemischen Untersuchungen ist bekannt, dass fast alle physischen und psychosomatischen Krankheiten mit speziellen Techniken zu heilen sind, sofern die Medikation zur Verfügung steht.

Die Wissenschaftsgläubigkeit hat jedoch auch ihre Grenzen. Werden Menschen schwer krank und können nur mithilfe von Medikamenten und Geräten am Leben erhalten werden, erreicht die Wissenschaft ihre Grenzen. Soll sie das Leben auf jeden Fall erhalten oder beispielsweise in absolut aussichtslosen Fällen außer Ansatz bleiben.

Auf der anderen Seite vertreten einige führende Wissenschaftler eine zwiespältige Meinung. Jeder Mediziner, der alle von ihm erlernbaren Techniken und Methoden kennt, ist trotzdem nicht allwissend. Er kann alleine niemals die Verantwortung für ein Menschenleben mit gutem Gewissen tragen. Die Serie Dr. House liefert dazu interessante Ansatzpunkte, die sogar von Medizinern in der Presse aufgegriffen wurden. Dr. House arbeitet immer mit einem Team von guten Assistenz- und Fachärzten zusammen. In Kooperation mit seinen Kollegen findet er in fast allen Fällen die Lösungen, die den Patienten letztlich die Rettungen bringen. Einige Erkrankungen, so die Mediziner, waren sogar in der täglichen Praxis aufgetreten. In einem Fall erlitt eine Patientin nach einer Hüftoperation eine Infektion. Der Auslöser war – wie in einer Folge von Dr. House – ein verwendetes Material, das zu einer Veränderung des Blutbildes führte.

Die Wissenschaftsgläubigkeit bei der Entwicklung neuer chemischer Stoffe

Die Wissenschaftsgläubigkeit spielt auch bei der Entwicklung von chemischen Wirkstoffen eine Rolle. So erschaffen Wissenschaftler ständig neue Substanzen, die in dieser Form niemals in der Natur vorkommen können. Sie haben, wie bei Medikamenten in der Krebstherapie, viele Vorteile, die das Leben durchaus verlängern und verbessern können.
Daneben kommen auch Kombinationen vor, die bei unkontrollierter Freigabe in der Natur Schäden verursachen.

In den 70-er Jahren griffen viele Ärzte und Krankenhäuser auf das Schlaf- und Beruhigungsmittel Contergan zurück. Bei Schwangeren hatte dieses Medikament in vielen Fällen extrem negative Auswirkungen. Viele Kinder kamen mit Missbildungen auf die Welt. Einige hatten beispielsweise keine Arme oder Beine. Andere Gliedmaßen waren verstümmelt. Zwar wurden später einige Schuldige verurteilt, die Auswirkungen für die Betroffenen blieben jedoch bestehen.

Wissenschaftsgläubigkeit im Zusammenhang mit der militärischen Entwicklung

Seit Jahrtausenden führen die Menschen Kriege. Es geht um Macht, Geld und die persönlichen Interessen der Machthabenden. Bis zur Entwicklung von atomaren Sprengköpfen reichten meistens mittlere Streitigkeiten zur Eröffnung von Kriegen aus. Im Zweiten Weltkrieg kamen so über fünfundfünfzig Millionen Menschen ums Leben. Mit der Einführung von nuklearen Sprengköpfen und interkontinentalen Raketen auf beiden Seiten stieg jedoch das gegenseitige Risiko. So gehen Forscher davon aus, dass die Atombomben als Abschreckungswaffen viele Kriege zwischen den Weltmächten seit 1945 verhindert haben. Die grausamen Ergebnisse der Atombombenabwürfe in Hiroshima und Nagasaki im letzten Kriegsjahr sind dabei jedem gegenwärtig und wurden zum unmenschlichsten Zeichen der Abschreckung.

Grenzen der Wissenschaftsgläubigkeit

Genauso problematisch wie der jeweilige Einsatz von radioaktiven Substanzen ist die spätere Endlagerung. Die für alle Lebewesen gesundheitsgefährdenden Strahlungen machen in allen Fällen eine extrem komplizierte Entsorgung und langjährige Lagerung notwendig. Diese Nachteile werden jedoch gerne übersehen, wenn es die um daraus resultierende Energie geht. Sie ist erforderlich, damit die Wissenschaft neue Techniken entwickeln kann, die die Industrie im Anschluss einsetzt.
Es gibt auch Materialien, die keine Strahlung absondern, sondern nur schwer zu recyclen sind. Dabei bringt jedes Stadium der industriellen Revolution neue Komponenten hervor, die die Vorgänger ablösen und so zum Verbrauch von natürlichen Ressourcen beitragen. In den vergangenen vierzig Jahren wurden beispielsweise Fernsehapparate so gebaut, das sie für die nächsten zwanzig Jahre halten. Bei technischen Problemen tauschte der Fachmann die defekten Teile einfach aus. Ist heute ein Fernseher nach fünf bis sieben Jahren nicht mehr funktionsfähig, kann er von einem TV-Techniker nicht mehr repariert werden. Er kommt auf den Recyclinghof und wird ausgeschlachtet.

Was ist Wissenschaftsgläubigkeit? Allgemeine Situation, Bedeutung, Definition, Erklärung

Jeder Fortschritt in der Wissenschaft hat meistens zum Wohlstand der jeweiligen Gesellschaft beigetragen. Während es von der Antike bis zum 19. Jahrhundert nur bedingte Veränderungen gab, vollzog sich seit dem Beginn des 20. Jahrhundert bis heute auf fast allen natur- und geisteswissenschaftlichen Gebieten jeweils ein grenzüberschreitender Wandel. Fast alle Schritte waren und sind von den wissenschaftlichen Ausbildungen und Forschungen abhängig. So prägen auch viele Menschen, die von den Vorgängen profitieren, ihre jeweilige Wissenschaftsgläubigkeit aus.

Wissenschaftsgläubigkeit findet man in der Medizin, der Chemie und vor allem in der Digitalisierung der Wirtschaftsprozesse. Jeder ist zu jedem Zeitpunkt über die technischen Medien wie Computer, Smartphone und Internet erreichbar. Gleichzeitig sorgt ein Überwachungssystem für die absolute Kontrolle jeder Person. Auf der einen Seite ermöglicht dieser Fortschritt die Ausübung neuer Berufe, auf der anderen setzt die Digitalisierung hohe Ansprüche. Da niemand etwas für die geistigen und körperlich vordefinierten Grenzen seiner Persönlichkeit kann, muss oder sollte der Staat hierbei über eine ausgleichende finanzielle Beteiligung am Wohlstand nachdenken. Sonst haben Menschen, die die digitalen Methoden nur bedingt anwenden können, sehr geringe Chancen auf Dauer an den Errungenschaften der Gesellschaft teilzunehmen.

Wer sich der Wissenschaftsgläubigkeit zuwendet, lässt jedoch auch alle Folgewirkungen außer Betracht. Diese entstehen, wenn die moralischen und ethischen Grenzen bei der Anwendung von neuen Techniken überschritten werden. Alle Errungenschaften werden nur in positiven Blickwinkeln betrachtet. Eine wesentliche Grundlage bildet die Lehre vom Szientismus.

Was ist Biohacking? Bedeutung, Definition, Erklärung


Hinter dem Begriff „Biohacking“ verbirgt sich eine Wissenschaft, bei welcher versucht wird, das persönliche biologische (körperliche und geistige) Potential zu ermitteln, zu entfalten und zu optimieren.

Was ist Biohacking? Bedeutung, Definition, Erklärung

Beim Biohacking wird auf verschiedene Art und Weise auf den Organismus eingewirkt. Dies kann auf biologische, technische oder auch chemische Weise geschehen. Die Einwirkungen werden mit dem Ziel vorgenommen, die Leistungsfähigkeit zu verbessern.

Um sich in eine bestmögliche Richtung positiv entwickeln zu können ist es nötig, den eigenen Geist und Körper bestmöglich zu kennen und zu verstehen.

Biohacking ist auch eine Maßnahme, um dem Alterungsprozess entgegen zu wirken.

Vor allem in den USA, aber auch schon in vielen Teilen Europas betreiben Menschen mit wachsender Euphorie das Biohacking.

Bereiche des Biohacking: Erklärung

Grundsätzlich wird das Biohacking in drei verschiedenen Bereichen durchgeführt.

Einen Bereich bilden Körper und Geist. Hier kann man durch Ernährung einen großen Einfluss nehmen. Auch Routinen spielen eine große Rolle, ebenso wie die Veränderung von Verhaltensweisen. Für die Optimierung muss man die körpereigenen Abläufe verstehen. Dabei geht es auch um Bereiche wie das Immunsystem und die Konzentrationsfähigkeit. Mit der Kenntnis über die Funktionsweisen lassen sich dann Maßnahmen und Verhaltensweisen ableiten, die zu einer Optimierung führen.

Es gibt verschiedene Instrumente, die das Biohacking unterstützen. Hierzu gehören vor allen Fitness- und Schlaftracker, welche eine genaue Datenerhebung durchführen, deren Auswertung dann die Richtung vorgeben.

Extremere Anhänger des Biohacking nutzen auch Implantate oder sogenannte RFID-Chips zur Informationsspeicherung. In Europa sind bereits mehr als 50.000 Menschen mit einem Chip oder Implantat ausgestattet.

Diese Chips senden zum Teil bestimmte Impulse, je nach Laufrichtung. Wenn man sich gen Norden bewegt, erfolgt eine Vibration.

Es werden weiter auch Experimente mit dem menschlichen Körper durchgeführt. So können zum Beispiel die Reaktionen auf externe Einflüsse wie Wärme oder Kälte gemessen werden. Auch hieraus ergeben sich wieder wichtige Informationen für eine Selbstoptimierung.

Die Wirkung verschiedener Lebensmittel wird ebenfalls überprüft. Auch wird der Stoffwechsel mit einbezogen. Hier kann versuchsweise die Ernährung von einer Zucker- auf eine Fettverbrennung umgestellt werden.

Weiter beschäftigen Biohacker sich auch mit der menschlichen DNA. So gilt es herauszufinden, ob die DNA vorbelastet ist und sich hier eventuelle Mutationen verbergen. Mit gezielten Untersuchungen können diese sichtbar gemacht werden. Ein großer Teilbereich des Biohacking ist die Epigenetik. Hierbei geht es darum, die eigene Abstammung zu entschlüsseln.

Ein weiterer Bereich des Biohacking befasst sich mit der Verwendung bestimmter Tools. Diese setzen externe Impulse oder stimulieren bestimmte Areale des Körpers. Auch dies soll zu einer Optimierung des Organismus führen. Mögliche technische Tools sind Neuro-Feedback-Geräte, Brainwaves oder auch Geräte, die die Gehirnaktivität anregen.

Biohacking:  Wie wird man ein Biohacker?

Zunächst einmal muss man damit anfangen, seinen Körper zu erkunden. Jede Information über die körpereigenen Abläufe und Zusammenhänge bietet eine Grundlage zur Verbesserung. Dabei geht es zunächst einmal darum, bekannte negative Probleme und „Störungen“ zu beseitigen. Hierzu gehören vor allem Stress, Müdigkeit oder auch Schlafstörungen. Durch das Beheben der Probleme kann ein neues Wohlbefinden eintreten.

Vielfach müssen verschiedene Ansätze zunächst einmal getestet und ausprobiert werden. Nicht jeder Körper reagiert gleich. Zudem muss man stets an sich weiter arbeiten. Es gilt auch, Entscheidungen zu treffen, die das Leben auf den Kopf stellen können. Man arrangiert sich nicht länger mit dem, was man hat – wie z.B. bestimmte Ernährungsgewohnheiten oder Rhythmen. Dabei hilft es sich vor Augen zu führen, dass man selbst Einfluss nehmen kann. Hierbei muss man natürlich trotzdem noch seine eigenen Grenzen kennen. Das Denken sollte lösungsorientiert sein. Man darf keine Scheu vor Experimenten haben. Das gesamte Biohacking fängt dabei im eigenen Kopf an.

Biohacking: Tools und Werkzeuge

Ein mögliches Tool ist eine Brille mit Blaulichtfilter. Wenn die Netzhaut blaues Licht aufnimmt, dann wird dem Körper suggeriert, es sei heller Tag. Dies führt zu einer Steigerung der Konzentration. Auch sorgt das Licht dafür, dass man wach bleibt. Die Einstrahlung von blauem Kunstlicht führt zu einer Hemmung der Melaninproduktion. Melanin ist dafür verantwortlich, dass man müde wird. Durch den Blaulichtfilter wird diese Wirkungskette unterbrochen, so dass das Einschlafen leichter fällt. Es tritt eine bessere Erholung ein.

Biohacking: Was ist die kalte Thermogenese?

Ein weiterer Bereich ist die sogenannte kalte Thermogenese. Durch Kälte wird braunes Fettgewebe oxidiert. Dadurch wird Hitze freigesetzt, die sich im gesamten Körper breitmacht. Diese Funktion sollte man trainieren, da sie ansonsten verkümmert. Durchführen kann man die kalte Thermogenese ganz einfach mit einer kalten Dusche am Morgen. Die kalte Thermogenese kann eine Reihe positiver Wirkungen auf den Organismus haben. So kurbelt sie nicht nur die Fettverbrennung an, sie stärkt zudem auch das Immunsystem.

Biohacking: Meditation und Fasten

Im Biohacking ist auch die Meditation ein wichtiger Teilbereich. Dabei geht es vor allem um Entspannung. Man kann für sich selbst entscheiden, welche Form der Meditation man wählt und wie man diese durchführt.

Im Bereich der Ernährung erreicht das intermittierende Fasten einen immer höheren Stellenwert. Es gibt verschiedene Methoden, die Nahrungsaufnahme zu kontrollieren. Das Fasten ist eine uralte Technik. Regelmäßiges Fasten führt zu einer Reduzierung des Körperfettanteils, zu einer Regulierung des Blutzuckerspiegels und auch zu einer Bekämpfung von Entzündungen im Körper. Es entspricht dabei dem natürlichen Essverhalten des Menschen.

Aber auch Diäten wie die Paleo- oder die Bulletproof Diät orientieren sich an der ursprünglichen Programmierung des Körpers. Bei der Paleodiät werden nur Lebensmittel verzehrt, die regionaler Herkunft sind und keine künstlichen Zusatzstoffe enthalten. Bei der Bulletproof-Diät werden Lebensmittel wie der Bulletproof-Coffee und andere Supplemente konsumiert. Auch hier geht es um eine Ernährungsweise mit natürlichen Zutaten.

Biohacking: Schlaf optimieren

Um den Schlaf zu optimieren, kann man sich zum einen der Brille mit Blaulichtfilter bedienen. Weiter spielen aber auch die richtige Ernährung sowie Bewegung eine wichtige Rolle. Durch ein erfolgreiches Zusammenspiel aller Komponenten kann sich der Körper in der Nacht erfolgreich erholen und regenerieren. Im Rahmen der Ernährung achten Biohacker vor allem darauf, wichtige Mikronährstoffe zu konsumieren. Diese findet man vor allem in den sogenannten Superfoods. Möglich ist auch die Einnahme bestimmter Nahrungsergänzungsmittel, um den Körper mit allen wichtigen Nährstoffen zu versorgen.

Verschwörungserzählung, Verschwörungsmystik, Verschwörungsmythen, Verschwörungsideologie, Verschwörungsglaube: Bedeutung, Definition, Erklärung


Annahmen, die nicht auf überprüfbaren und falsifizierbaren Fakten beruhen, sind keine Theorien. Sie sind erst einmal nur Behauptungen, ohne wissenschaftliche Grundlage.  Erst, wenn überprüfbare Fakten eine Behauptung belegen, wird diese zur Theorie.

Deswegen wurde der Begriff „Verschwörungstheorie“ in der öffentlichen Debatte durch Begriffe wie „Verschwörungserzählung“, „Verschwörungsmystik“, „Verschwörungsmythen“, „Verschwörungsideologie“ oder „Verschwörungsglaube“ ersetzt. Denn jede „Theorie“ hat einen Anspruch auf Wahrheit.

Kritik am Begriff „Verschwörungstheorie“

Theorien basieren auf Fakten und sind ein wissenschaftliches Konzept. Das bedeutet, dass Theorien durch andere Menschen (z.B. Wissenschaftler) überprüfbar (falsifizierbar) sein müssen und dass widersprüchliche Fakten oder Ergebnisse dafür sorgen, dass eine Theorie widerlegt, aufgegeben oder angepasst wird. (Eine Theorie, die andere nicht überprüfen können, ist keine Theorie und auch keine Wissenschaft!)

Verschwörungserzählungen oder Verschwörungsmythen basieren auf subjektiven Behauptungen. Sie können zwar auf einzelnen Fakten beruhen, aber wenn die gezogenen Schlussfolgerungen und Annahmen nicht falsifizierbar oder belegbar sind, sind die Behauptungen keine Theorie, sondern eine Geschichte oder ein Narrativ. Verschwörungserzählungen und Verschwörungsmythen haben keine wissenschaftliche Grundlage, sondern sie sind eben eine Erzählung, Mythos oder nur ein Glaube wie die Welt sein könnte.

Der Begriffsteil „Theorie“ im Wort „Verschwörungstheorie“ gibt den verbreiteten Behautpungen eine gewisse Glaubwürdigkeit und suggeriert, dass diese auf Wissenschaft fußen und einen Anspruch auf Wahrheit haben. Da keine Überprüfbarkeit möglich ist, sind Verschwörungstheorien auch keine wissenschaftliche Theorien. (Umgekehrt gilt, dass eine Theorie erst zur Theorie (und damit Wissenschaft) wird, wenn sie auf überprüfbaren Fakten aufbaut.)

Unterschied: Wissen – Glauben

Um den Unterschied zwischen „Theorie“ und „Glaube“ oder „Geschichte“ zu verstehen, ist es wichtig den Unterschied zwischen Wissen und Glauben zu kennen.

„Wissen“ und „Glauben“ sind beides Annahmen über die Welt.

Was ist Wissen? Kurzerklärung, Bedeutung

„Wissen“ ist wahre gerechtfertige Auffasung. Wissen beruht auf überprüfbaren Fakten. Für Wissen gilt, dass es durch eigene Erfahrung oder durch Dritte erworben werden kann.

Für Wissen gilt – und das ist am wichtigsten -, dass es falsifizibar und widerlegbar ist. Dass heißt Wissen kann sich (immer) als falsch herausstellen. Dies passiert, wenn eine Theorie durch widersprüchliche Fakten widerlegt wird.

Für Wissen gilt, dass andere Menschen Wissen und Theorien überprüfen können.

Was ist Glaube? Kurzerklärung, Bedeutung

„Glaube“ ist eine Überzeugung darüber wie die Welt ist. Diese Überzeugung ist nicht durch Fakten überprüfbar. (z.B. der Glaube an Gott) Für „Glaube“ gilt, dass er nicht widerlegbar ist.

„Glaube“ geht meist mit der Überzeugung einher, dass dieser Glaube richtig ist.

„Glaube“ kann nicht durch widersprüchliche Fakten oder Widersprüche widerlegt werden.

„Glaube“ existiert jenseits von Überprüfbarkeit und Widerlegbarkeit.

Fazit: Unterschied Glauben – Wissen

Die Überprüfbarkeit (Falsifizierbarkeit) ist eine der wichtigsten Unterscheidungen zwischen „Wissen“ und „Glauben“.

Während Glaube als absolut und immer wahr gilt, ist Wissen immer relativ.

Zurück zu den Verschwörungserzählungen und den einzelnen Begriffen. Im nachfolgenden werden die Ausdrücke „Verschwörungserzählung“, „Verschwörungsmystik“, „Verschwörungsmythen“, „Verschwörungsideologie“ und „Verschwörungsglaube“ erklärt.

Was bedeutet „Verschwörungserzählung“? Bedeutung, Erklärung

Im Sinne des Begriffes ist eine „Verschwörungserzählung“ die Erzählung eines Planes, um Machtverhältnisse zu ändern.

Eine „Erzählung“ ist keine Wissenschaft, da sie eben nur einen Bericht oder eine Darstellung von einem Ereignis oder Geschehen darstellt. Eine Erzählung ist immer subjektiv, da ein Erzähler (oder eine Erzählerin) die Erzählung erzählt.

Wer eine Verschwörungserzählung erzählt, ist ein Verschwörungserzähler.

Was bedeutet „Verschwörungsmystik“? Bedeutung, Erklärung

Als „Mystik“ werden göttliche, übersinnliche oder übernatürliche Erfahrungen bezeichnet. Die Mystik gibt es in vielen Religionen. Ein Mystiker will – im Sinne des Begriffs – Gott, etwas Übersinnliches oder etwas Übernatürliches erfahren.

Der Begriff „Verschwörungsmystik“ kann im Kontext des Begriffs „Mystik“ so verstanden werden, dass die Verschwörungsmystik dazu dient besondere persönliche und subjektive Erfahrungen wiederzugeben. Es kann vermutet werden, dass ein Verschwörungsmystiker oder eine Verschwörungsmystikerin die Überzeugung hat, dass er oder sie besondere (und erschütternde) Einblicke in das Geschehen der Welt gewonnen hat und diese nun unbedingt mitteilen will.

Wer Verschwörungsmystik verbreitet oder glaubt, ist ein Verschwörungsmystiker.

Was bedeutet „Verschwörungsmythen“? Bedeutung, Erklärung

Ein Mythos ist in der Regel eine Geschichte über die Herkunft oder den Ursprung der Menschen. Die meisten Mythen berichten über eine Zeit bevor es Menschen gab und sie berichten darüber wie die Welt erschaffen wurde. In Mythen wird über Götter, Geister und Vorwelten erzählt. Mythen dienen dazu den Menschen mit dem Übernatürlichen und dem Kosmos zu verbinden.

In Religionen spielen und im antiken Griechenland spielten Mythen eine wichtige Rolle.

Der Begriff „Verschwörungsmythen“ kann im Sinne des Begriffs so verstanden werden, dass ein Erzähler seine Annahme verbreitet, wie die Welt zusammenhängt und funktioniert.

Der Singular ist „Verschwörungsmythos“. Der Plural ist „Verschwörungsmythen“.

Was bedeutet „Verschwörungsideologie „? Bedeutung, Erklärung

Eine „Ideologie“ ist eine Weltanschauung, die dazu dient Menschen in (und außerhalb) einer Gesellschaft einzuordnen, Lösungen für gesellschaftliche Probleme festzulegen und Handlungen zu rechtfertigen.

In der Praxis führt eine „Ideologie“ dazu, dass Herrschende eine Gesellschaft nach ihren Ansichten und Vorstellungen formen. Dies bedeutet, dass Einfluss auf Menschen innerhalb der Gesellschaft durch staatliche Organisationen genommen wird. In einer Ideologie wird die Unterordnung der Bürger gefordert und durch staatliche Gewalt erzwungen. Menschen, die den Ansichten und Vorstellungen der Herrschenden in einer Ideologie widersprachen oder nicht entsprachen, wurden bestraft, verfolgt oder ermordet.

Der Begriff „Verschwörungsideologie“ kann im Kontext des Begriffs „Ideologie“ so verstanden werden, dass Verschwörungsideologen glauben, dass eine Verschwörung zur Um- oder Neuordnung der Gesellschaft stattfindet.

Wer „Verschwörungsideologien“ verbreitet oder anhängt, ist ein Verschwörungsideologe.

Was bedeutet „Verschwörungsglaube „? Bedeutung, Erklärung

Ein Glaube ist eine Überzeugung oder Annahme über die Welt, die nicht überprüft werden kann. Wer glaubt, ist von der Richtigkeit des Glaubens überzeugt.

Der Begriff „Verschwörungsglaube“ bedeutet im Kontext des Begriffs „Glaubens“, dass jemand Annahmen über die Welt hat oder verbreitet, die nicht durch Fakten überprüfbar oder falsifizierbar sind.

Wer „Verschwörungsglauben“ verbreitet oder anhängt, ist ein Verschwörungsgläubiger.

Was ist Waldbaden? Wie geht Waldbaden? Bedeutung, Definition, Erklärung


Als Waldbaden wird der achtsame Aufenthalt im Wald bezeichnet. Schon ein Spaziergang im Wald wirkt sich positiv auf das Befinden und die Gesundheit aus.

Was ist Waldbaden? Bedeutung, Definition, Erklärung

Waldbaden erfreut sich insbesondere in unserer stressiger und immer schneller werdende Gesellschaft großer Beliebtheit. Dabei finden gestresste Menschen zu such selbst und halten Seele und Körper gesund. Mittlerweile gilt es bereits als wissenschaftlich bestätigt, dass Waldbaden unseren Alltag stressfreier und Geist sowie Körper fitter macht.

In Japan gibt es den Begriff „Shinrin-Yoku“, was so viel bedeutet wie Waldbaden. Das Baden in der Natur wird in Japan als wichtiger Bestandteil eines gesunden Lebens gesehen. Der Begriff wurde im Jahr 1982 von dortigem Ministerium für Forsten geprägt und beschreibt den Zustand, den Wald mit allen Sinnen aufzunehmen und die Stille wirken zu lassen.

Während Praktiken wie Waldbaden bei uns noch immer bei vielen Menschen für Kopfschütteln sorgen oder vermeintlich der Esoterik zugeordnet werden, ist die Waldmedizin in Japan sogar ein anerkanntes Forschungsgebiet an Universitäten.

Siehe auch: Was ist Komorebi?

Wirkung von Waldbaden: Erklärung und Studien

Mediziner und Wissenschaftler untersuchen dort schon seit Jahren die Auswirkungen, die der Aufenthalt in unberührter Natur auf den menschlichen Körper und die Seele hat. Das Ergebnis der Untersuchungen bisher ist eindeutig: Schon ein kurzer Spaziergang durch den Wald verbessert Blutdruck, Puls und Atmung. Daher ist es auch keine Seltenheit, dass japanische Ärzte bei Burnout oder Erkrankungen des Herzkreislauf-Systems eine Waldtherapie verordnen. Grundlage für das Konzept des Waldbadens haben Forscher von der Nippon Medical School gelegt.

Hunderte Probanden wurden für eine Untersuchung von den Wissenschaftlern zu einem Spaziergang geschickt. Während die eine Hälfte durch die Stadt lief, wanderte der Rest durch den Wald. Die Blutentnahme im Anschluss zeigte, dass das DHEA-Hormon bei der Waldgruppe deutlich erhöht war. Dabei handelt es sich um jedes Hormon, welches Herzerkrankungen vorbeugt und die Funktionen aufrecht hält.

Eine weitere Studie zeigte ein ähnlich faszinierendes Ergebnis. Dafür wurden insgesamt zwölf Menschen für einen ganzen Tag in den Wald geschickt. Ihre Blutergebnisse im Anschluss zeigten, dass sich die natürlichen Killerzellen des Körpers um unglaubliche 40 Prozent gesteigert haben. Diese Zellen töten beispielsweise Krebszellen und Viren ab.

Waldbaden und Wald: der perfekte Ort für ältere Menschen

In Deutschland haben die Krankenkassen das Waldbaden als Therapieform bisher nicht anerkannt. Für Bewohnerinnen und Bewohner von Heimen hat sich das Waldtrainingsprogramm aber bereist etabliert. Angeboten wird das von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung entwickelte Konzept bereits in rund 100 Pflegeeinrichtungen bundesweit. Dabei kommt das Waldbaden besonders älteren Personen zugute, die schon kognitive und körperliche Einschränkungen aufweisen. Dabei hilft es besonders, die Natur aufzunehmen und ganz bewusst den Geräuschen des Waldes zu lauschen.

Waldbaden und Terpene

Experten raten dazu, den Wald mit allen Sinnen wahrzunehmen. Also das Moos zu riechen, das Harz der Bäume zu spüren und das Klopfen des Spechtes zu hören. Vermutet wird, dass gerade die Terpene der Grund dafür sind, warum Geist und Körper so positiv auf den Wald reagieren. Der Wald dünstet seine ätherischen Öle über die Sträucher, Rinde und Blätter aus.

Wenn die Haut des Menschen und zudem die Lunge diese aufnehmen, führt das zu einer Beruhigung des vegetativen Nervensystems, welches die Kampfreaktionen, Stresszustände und Ängste steuert. Gerade bei depressiven Gedanken, stressiger Belastung, Aufmerksamkeitsstörungen oder Schlafstörungen kann das Waldbaden eine echte Unterstützung sein. Waldbaden wirkt dabei präventiv und ersetzt weder eine Therapie noch Medikamente.

Waldbaden als Trend

In der Schweiz, Österreich und Deutschland entwickelt sich das Waldbaden immer mehr zu einem beliebten Trend. So gibt es in Deutschland bereits einige Trainerinnen und Trainer für Waldbaden. An der Münchner LMU wird an einem Lehrgang mit Zertifikat zum Waldgesundheitstrainer gearbeitet. Zudem sollen gemeinsam mit der Ärztegesellschaft für Präventionsmedizin und klassische Naturheilverfahren Kneippärztebund e.V. Waldtherapeuten ausgebildet werden. Menschen, sie sich nach keinem Termin richten wollen und allein das Waldbaden im Sinne des japanischen Konzertes unternehmen wollen, können sich etwa ein Programm via Audioguide zur Hilfe nehmen. Diese enthalten beispielsweise wichtige Übungen zur Atmung und dazu, wie die Atmosphäre des Waldes am besten wahrgenommen und erkundet werden kann.

Waldbaden: Tipps

Prof. Dr. Qing Li lehrt nicht nur an der besagten Nippon Medical School, er ist auch einer der erfolgreichsten Köpfe im Bereich der Shinrin-Yoku-Forschung Seine Empfehlungen und Tipps rund um das Thema Waldbaden basieren auf vielen Studien und Ergebnissen seiner Forschungsarbeit. So empfiehlt er beispielsweise, sich einen genauen Plan zu machen, der den körperlichen Möglichkeiten entspricht und nicht zu einer Überforderung führt.

Steht ein ganzer Tag zur Verfügung, so rechnen Interessierte am besten vier Stunden für einen Aufenthalt im Wald ein und legen bei ihrem Spaziergag rund fünf Kilometer zurück. Bleibt dahingegen nur die Hälfte des Tages, verbringen Waldbadende am besten zwei bis zweieinhalb Stunden vor Ort und legen zweieinhalb Kilometer zurück. Wer sich erschöpft oder müde fühlt, solle Pausen einlegen, so der Wissenschaftler. Wer Durst hat, sollte am besten Tee oder Wasser zu sich nehmen und wer sich an einem Ort besonders wohl und geborgen fühlt, darf gerne an diesem Ort verweilen und die Landschaft genießen.

Wenn die Möglichkeit besteht, empfiehlt der Wissenschaftler ein Bad in einer heißen Quelle aufzusuchen. Das kann aber auch die heiße Badewanne Zuhause oder ein Thermalbad sein. Je nach körperlicher Verfassung sollte ein Waldweg gewählt werden, der zu den Bedürfnissen passt. Wer die Produktion von Killerzellen ankurbeln will und sein Immunsystem in Schwung bringen möchte, sollte tatsächlich über einen mehrtägigen Waldausflug mit Übernachtungen nachdenken.

Wer stattdessen einfach einmal Erholung vom stressigen Alltag sucht, ist auch mit einem Tagesausflug bedient. Gleichzeitig weist der Forscher darauf hin, dass das Waldbaden immer nur eine vorbeugende oder eine zusätzliche Maßnahme ist, um sich gut zu halten. Bei Krankheiten führt dennoch kein Weg daran vorbei, einen Arzt aufzusuchen.

Wie funktioniert Stoßlüften? Wie lange sollte man Stoßlüften? Erklärung


Der Begriff Stoßlüften hat in der Corona Pandemie eine ganz neue Bedeutung erlangt. Denn es ist zwischenzeitlich wissenschaftlich belegt, dass Stoßlüften die Viruslast in geschlossenen Räumen so reduzieren kann, dass eine Ansteckung nahezu ausgeschlossen ist. Es kommt jedoch ganz entscheidend darauf an, richtig und optimal zu lüften. Neben der Prophylaxe gegen Infektionskrankheiten wie Corona ergibt sich durch das Stoßlüften aber auch ein Einsparpotenzial, was den Energieverbrauch angeht.

Sinn von Stoßlüften: Wie funktioniert Stosslüften?

Grundsätzlich geht es beim Stoßlüften darum, innerhalb einer nur kurzen Zeitspanne verbrauchte Luft durch Frischluft zu ersetzen. Zu diesem Zweck werden alle Fenster aber auch alle Türen einer Wohnung für ein paar Minuten komplett geöffnet. Idealerweise kann das auch zu festgelegten Zeiten tagsüber geschehen. Von diesem regelmäßigen Stoßlüften profitieren insbesondere Großraumbüros oder Praxen. Es hat sich als nicht hilfreich erwiesen, wenn die Fenster die ganze Zeit über auf Kipp stehen. Das verbraucht nur unnötig Energie, sorgt aber nicht für einen geregelten Luftaustausch. Auch vor dem Hintergrund einer möglichen Infektionsprophylaxe gegen Corona kann eine Lüftung durch gekippte Fenster nicht empfohlen werden.

Querlüften ist optimiertes Stoßlüften

Ein bestmöglicher Austausch der Luft ist dann gewährleistet, wenn Fenster aber auch Türen ganz geöffnet werden. Um das Stoßlüften noch zu optimieren, sollte möglichst quer gelüftet werden. Dies bedeutet, gegenüberliegende Fenster und Türen für wenige Minuten so zu öffnen, dass ein Durchzug entsteht. Eine halbe Stunde vor dem Stoßlüften sollten die Heizthermostate herunter gedreht werden, um den Energieverlust möglichst gering zu halten. Werden die Fenster nicht mehr gekippt, sondern wird nur noch stoßgelüftet, so kann mit dieser Vorgehensweise im Jahresverlauf beträchtlich Heizenergie eingespart werden. Kipplüften hat aber durchaus noch mehr Nachteile, beispielsweise steigt dadurch die Gefahr von Schimmelbefall. Denn ständig Fenster auf Kipp kühlt die Wände aus. In der Folge schlägt sich Luftfeuchtigkeit nieder, der ideale Nährboden für Schimmelpilze.

Dauer und Häufigkeit von Stoßlüften

Wie oft genau gelüftet werden soll, hängt natürlich immer von der jeweiligen Örtlichkeit mit den Räumlichkeiten ab. Auch Anzahl oder Größe von Fenstern oder Türen spielen eine Rolle, wie oft gelüftet werden soll.

Je häufiger sich Menschen oder auch Tiere in geschlossenen Räumen aufhalten, desto häufiger sollte auch stoßgelüftet werden. Das ist gerade jetzt in Zeiten der Corona Pandemie sehr wichtig. Durch die spürbaren Luftbewegungen beim Stoßlüften werden Virenpartikel aus den Räumlichkeiten hinausgeschleudert. Dadurch kann die Gefahr einer Ansteckung erheblich sinken.

Grundsätzlich gilt, mehrmals täglich eine Stoßlüftung durchzuführen. Das gesamte Raumklima verbessert sich dadurch. Stoßlüften bedeutet jedoch nicht, die Fenster einfach ganz aufzureißen und dann so lange als möglich offen zu lassen.

Wie lange sollte man Stoßlüften?

Eine angemessene Stoßlüftung bedeutet in den Wintermonaten etwa 5 bis maximal 10 Minuten, in der wärmeren Jahreszeit hat sich das Stoßlüften mit einer zeitlichen Dauer von 10 bis maximal 30 Minuten sehr bewährt. Bei heißen Temperaturen im Sommer sollte das Stoßlüften nie tagsüber, sondern entweder frühmorgens vor Sonnenaufgang oder spät abends nach Sonnenuntergang erfolgen.

Tipps zum optimalen Stoßlüften

Den Vorgang des Stoßlüftens bitte bis maximal 4-mal täglich wiederholen. Sollte zwischen unbeheizten und beheizten Räumlichkeiten stoßgelüftet werden, so sind in diesem Fall die Türen dazwischen zu schließen. Stoßlüften wirkt dann am besten, wenn die Wohnraumtemperatur nicht unter 16 °C abfällt. Das gilt auch für eine längere Abwesenheit, denn eine zu niedrige Raumtemperatur sorgt in vielen Fällen für unschönen Schimmelbefall.

Räumlichkeiten wie Küche oder Bad, in denen vermehrt Feuchtigkeit entsteht, sollten beim Lüften immer den Vorrang haben. Denn es geht darum, beim Duschen oder beim Kochen die entstehende Feuchtigkeit schnell nach außen stoßzulüften. Nach einem Austausch von Fenstern oder nach einer energetischen Wohnraumsanierung oder Dämmung sollte vorübergehend immer häufiger stoßgelüftet werden als zuvor.

Warum haben Eichhörnchen Pinselohren? Erklärung


Woher das Eichhörnchen seine Pinselohren hat, basiert letztendlich wohl in seiner Genetik, denn mit Hörnern haben die Pinselohren eigentlich nichts zu tun. Der Name „Pinselohren“ kommt daher, dass die Haare an der Ohren des Eichhörnchen aussehen wie ein Pinsel.

Woher kommt das Wort „Eichhörnchen“? Wortherkunft, Bedeutung

Der Name Eichhörnchen setzte sich aus zwei Sprachen zusammen. Einmal aus der Silbe „aig“, die im indogermanischen so viel wie „sich heftig bewegen“ bedeutet.

Die alt-/mittelhochdeutsche Sprache verwandelte diese Silbe in „eich“. Angehängt wurde schließlich die Endsilbe „orn“. Aus dem 11. Jahrhundert ist auch noch die Bezeichnung „eihhurno“ der althochdeutschen Sprache bekannt.

Als jedoch die ehemalige Bedeutung in Verlauf der Jahre in Vergessenheit geriet, orientierten sich die Menschen an den bereits bekannten Wörtern „Eiche“ und „Horn“. Auf diese Weise wurde der Name Eichhorn/Eichhörnchen immer weiter verbreitet. Regional werden allerdings auch weitere Namen für das flinke Tier verwendet wie beispielsweise Eichkater/Eichkätzchen.

Eichhörnchen: Leben

Eichhörnchen bevorzugen weder Eichen noch deren Früchte (Eicheln) für ihre Nahrung. Eichhörnchen sind echte Künstler, wenn es darum geht in schwindelerregender Höhe herumzuspringen und Nahrung aufzuspüren, die sie zum Teil aufbrechen müssen sowie ihr Revier zu verteidigen. Obwohl Eichhörnchen über enorm gute Sinnesorgane verfügen und einen muskulösen Körperbau besitzen, ist ihr Leben nicht leicht.

Dies beweist bereits die Tatsache, dass fast 80 Prozent aller Jungtiere im ersten Lebensjahr versterben. Ein Grund für dieses Drama scheint die oft halsbrecherische und kräftezehrende Fortbewegung rund um die Bäume zu sein. Den Boden berühren Eichhörnchen meistens nur für kurze Zeit. An und auf den Bäumen wie auch dem Erdboden nutzen die Tiere bestimmte Wege, die sich fast schon als Eichhörnchen-Straßen bezeichnen lassen. Dies wird besonders in der Paarungszeit deutlich, wenn sich Weibchen und Männchen abwechselnd oft für mehrere Stunden auf den gleichen Wegen spielerisch jagen.

Eichhörnchen: Bedeutung, Erklärung

Eichhörnchen sind Wildtiere, die bei Menschen große Sympathie hervorrufen. So haben Eichhörnchen sogar ein Kuscheltier-Image. In der Realität sollte sich jedoch jeder vor den scharfen Krallen der Tiere in Acht nehmen.

Wildtiere kommen Menschen nur selten so nahe, wie es mitunter Eichhörnchen wagen. Sie werden mitunter derart zutraulich, dass sie den Mut haben eine Nuss von der Menschenhand direkt abzuholen. Da Eichhörnchen ganzjährig aktiv sind, lässt sich dies besonders gut im Winter beobachten, wenn kaum Nahrung zu finden ist. In manchen städtischen Parks holen sich Eichhörnchen Nüsse manchmal sogar aus Jacken- und Umhängetaschen.

Zu damaliger Zeit, vor Jahrhunderten, wurden Eichhörnchen in vielen Gegenden gejagt, um aus ihrem feinen Fell Kleidung anzufertigen. Während der Jungsteinzeit stand Eichhörnchen auch oft auf der Speisekarte.

Die ökologische Bedeutung von Eichhörnchen

Heutzutage sind die Tiere schützenswert, da sie aufgrund ihrer Lebensweise auch eine ökologische Bedeutung haben. Ihre Nahrung besteht aus den unterschiedlichsten Arten Samen beziehungsweise Nüssen. Um für den Winter ausreichend Nahrung zu sammeln, vergraben Eichhörnchen diese in wahrer Unzahl. Dadurch tragen die Tiere erheblich zur Erholung beziehungsweise Verjüngung der hiesigen Wälder bei. Denn Eichhörnchen finden nicht immer ihre angelegten Samen-/Nussverstecke wieder, sodass dadurch indirekt zahlreiche Sträucher und Bäume verbreitet werden. Es bildet sich ein artenreicher Mischwald.

Dass sich Eichhörnchen, obwohl sie gefährdet sind, fast überall im Wald und in Parks unmittelbar beobachten lassen – sogar während des ganzen Jahres – macht die Tiere besonders für Kinder interessant. Eichhörnchen zählen, wie unter anderem Tauben, Gänse und Amseln zu den sogenannten „Kulturfolgern“. Hierbei handelt es sich um Tiere, die im Umfeld des Menschen ein angepasstes Leben führen können.

Hier finden Eichhörnchen günstige Lebensbedingungen, wie beispielsweise ein umfangreiches Nahrungsangebot. Natürliche Feinde wie Uhus müssen die kleinen Säugetiere zwar nicht fürchten, doch im urbanen Umfeld gibt es etliche Katzen. Denen machen Eichhörnchen zum Beispiel auch die Gelege aus Vogelnestern streitig. Diese Vorliebe passt allerdings nicht so gut zum Image eines putzigen Tieres.

Gegenspieler der Eichhörnchen

Bei den eurasischen Eichhörnchen (Sciurus vulgaris) handelt es sich um eine Art von 20 der Gattung Sciurus (Baumhörnchen) aus der Hörnchen Familie. Weltweit existieren ungefähr 270 unterschiedliche Eichhörnchen-Arten. Diese sind in Lebensweise und Körpergröße zum Teil sehr unterschiedlich.

Hiesige Eichhörnchen werden durchschnittlich circa 3 Jahre alt, selten über 6 Jahre. Sie ernähren sich hauptsächlich von Früchten und Samen/Nüssen. Gelegentlich auch von Insekten, Vogeleiern und anderen Kleintieren. Dazu kommen noch Knospen und Baumsäfte, Pilze, Rinden und Flechten.

Zu den außerordentlich gut entwickelten Sinnesorganen zählt ein hervorragender Seh-Sinn, sodass die Tiere Entfernungen exzellent abschätzen können (wichtig beim Wechsel der Bäume) sowie ein ausgeprägter Geruchs- und Tastsinn.

Hierzulande ist neben der anstrengenden Futtersuche auch ein Einwanderer Bedrohung für die hiesigen Eichhörnchen. Hierbei handelt es sich um das amerikanische, weitaus kräftigere und größere Grauhörnchen (Sciurus carolinensis). Diese Tiere wurden etwa Ende 19./Anfang 20. Jahrhundert in England ausgesetzt und haben sich inzwischen im ganzen europäischen Bereich ausgebreitet. Mancherorts wird das ansässige Eichhörnchen oft ganz verdrängt. Dies basiert darauf, dass Grauhörnchen einerseits ihre vergrabene Nahrung leichter wiederfinden, andererseits auch die Samenvorräte europäischer Eichhörnchen nutzen.

Warum haben Ringer Blumenkohlohren? Erklärung


Wenn durch sportliche Aktivitäten wie beispielsweise Ringen, Fußball und Kampfsport/Boxen das Ohr der Sportler/Spieler heftig attackiert wird, können sich nicht nur Blutergüsse bilden, der Ohr-Knorpel kann ebenfalls verletzt beziehungsweise das Ohr im Ganzen geschädigt werden. Werden derartige Verletzungen nicht umgehend fachgerecht versorgt beziehungsweise behandelt, bleibt die Ohrmuschel dauerhaft verformt. Dies wird im Allgemeinen als Blumenkohlohr bezeichnet.

Ursache von Blumenkohlohren: Warum haben Ringer Blumenkohlohren?

Früher war beispielsweise bei Ringern/Boxern mindestens ein Blumenkohlohr (verwachsene Ohrmuschel) das Markenzeichen. Durch seine demolierte Struktur ähnelt das Blumenkohlohr tatsächlich dem gleichnamigen Gemüse. Obwohl Sportler bei den meisten Kampfsportarten heutzutage einen speziellen Ohrenschutz verwenden, tritt dieser typische Schaden immer noch auf.

Die Ursache dieser Deformationen liegt hauptsächlich darin, dass Leistungssport derzeit immer härter ausgeübt wird. Deshalb nehmen Verletzungen generell zu. Dies gilt allerdings nicht allein für klassische Kampfsportarten, sondern unter anderem auch für Fußball und Rugby. Wenn Köpfe zusammen knallen oder beim Ringen hart auf der Matte landen, ist schnell ein Ohr dazwischen und kann dabei geknickt, gedrückt und übermäßig stark gerieben werden. Dadurch ist das Risiko für einen Ringer oder auch Boxer Blumenkohlohren zu erhalten sehr hoch.

Erst Hämatom – danach Blumenkohlohr

Umknicken und Prellungen sind normalerweise nicht für dauerhafte Verformungen am Körper verantwortlich. Ein geprelltes Knie schwillt beispielsweise nach einer gewissen Zeit wieder ab und behält keine Verformung. Wird allerdings ein Ohr auf diese Art verletzt, muss es unmittelbar danach richtig behandelt werden. Falls dies nicht möglich ist, kann die Ohrmuschel zu einem unschönen Knubbel mutieren.

Blumenkohlohren: Gefährlicher Knick sorgt für Platzen der Gefäße

Die Ursache für ein Blumenkohlohr liegt darin, dass die Ohrmuschel aus Knorpel besteht, in dem sich keine Blutgefäße befinden. Etliche Adern verlaufen dagegen in der umgebenden Haut und versorgen den Knorpel mit essenziellen Nährstoffen. Erfolgt jedoch beispielsweise beim Sport eine stumpfe Verletzung durch Prellen oder umknicken, platzen die Adern innerhalb der Knorpelhaut. Dadurch bildet sich zwischen Knorpelhaut und Knorpel zunächst ein Hämatom (Bluterguss), welches nirgends abfließen kann. Mediziner sprechen in diesem Fall von einem Blutohr (Othämatom/Haematoma auriculare).

Verformung entsteht durch Blutohr

Daraus folgt, dass das Ohr enorm anschwillt. Dabei verformt sich der flexible Knorpel auf groteske Weise. Da die Versorgung zwischen Knorpel und Knorpelhaut nicht mehr funktioniert, ist die Verformung dauerhaft – selbst wenn das Blutohr nach gewisser Zeit abschwillt. Zudem erhalten die verletzten, abgeknickten Regionen des Knorpels nun generell weniger Nährstoffe. Dadurch kann das Risiko des Absterbens bestehen, wobei der Knorpel schrumpft und sich Infektionen leichter Zugang verschaffen können.

Schnelle Behandlung von Blumenkohlohren wichtig!

Jeder noch so winzige Bluterguss, der sich am Ohr bemerkbar macht, sollte von einem Mediziner behandelt werden. Dieser wird das Blutohr punktieren, um das Abfließen des Blutes zu ermöglichen. Danach folgt ein Druckverband, der gewährleistet, dass der Knorpel seine Form behält. Zudem kann die Ohrmuschel dadurch optimal am Kopf anliegen. Je schneller die Behandlung erfolgt, desto effizienter ist das Ergebnis und das typische Blumenkohlohr der Ringer bleibt aus.

Handelt es sich bei dem Blumenkohlohr jedoch um eine massive Verletzung, kann auch ein operativer Eingriff nötig sein. Dafür stehen unterschiedliche Methoden zur Verfügung, die für verschiedene Größen und Platzierungen des Hämatoms konzipiert sind.

Knorpelhaut schließen: Bei dieser Behandlung platziert der Arzt die lädierte Knorpelhaut wieder exakt oberhalb des Knorpels, damit dieser Bereich erneut mit wichtigen Nährstoffen versorgt wird und nicht gänzlich abstirbt.

Eine sogenannte Knorpel-Fensterung: Der Chirurg schneidet hierbei mittels chirurgischem Instrument in den Knorpelbereich ein winziges Fenster. Dadurch kann beispielsweise Serum oder Blut abfließen.

Ist der Ohr-Knorpel jedoch äußerst stark verformt oder sogar bereits abgestorben, wird dieser Bereich des Ohres entfernt. Als Ersatz wird der Chirurg etwas gesunden Knorpel von einer anderen Stelle entnehmen.

Gehörschaden nach einem vernachlässigten Blumenkohlohr

Wird allerdings versäumt, sich um eine schnelle Behandlung zu kümmern, muss derjenige eventuell letztendlich damit leben, dass die Verknöcherung beziehungsweise Verformung des Blumenkohlohres dauerhaft bestehen bleibt. Blumenkohlohren der Ringer oder anderer Sportler schmerzen nach einer gewissen Zeit nicht mehr, doch die Deformierung können sehr markant sein. Zudem kann dadurch auch das Gehör geschädigt werden. Verzerrtes Hören oder sogar Schwerhörigkeit können die Folgen sein. Durch einen professionellen Hörtest lässt sich abklären, wie stark die Beeinträchtigung wirklich ist.

Ästhetische Chirurgie bei unbehandelten Blumenkohlohren

Wer seit längerer Zeit ein unbehandeltes Blumenkohlohr hat, kann dieses normalerweise nur mithilfe der ästhetischen Chirurgie korrigieren lassen. Dafür beseitigt der Arzt durch einen Schnitt die Verknöcherung und richtet die Form des Knorpels. Diese Behandlung ist sehr aufwendig und wird normalerweise von keiner Ersatzkasse übernommen.

Daher sollten Sportler, die beispielsweise Rugby oder Ringen, Boxen oder Basketball/Fußball sowie asiatische Kampfsportarten in ihrer Freizeit betreiben, einen leichten Helm mit Ohrenschutz tragen. Diese Vorsichtsmaßnahme ist nicht unsportlich, sondern zeigt, dass Eigenverantwortung auch zum Sport gehört.

Ursache: Blumenkohlohr durch Piercing!

Übrigens: Das Blumenkohlohr kann unter Umständen auch durch ein unsachgemäß angebrachtes Piercing am Ohrmuschel/Knorpel-Bereich erzeugt werden. Es können ebenfalls Blutohren und geschädigte Knorpel auftreten. Bei einem Ohr-Piercing (egal ob äußere oder innere Ohrmuschel) sollte unbedingt darauf geachtet werden, dass das Ohr vor der Behandlung durchleuchtet wird. Dadurch kann der Piercer Blutgefäße erkennen und das Piercing so setzen, dass kein Äderchen Schaden nimmt.

Warum heißen unbekannte Leichen (Tote) John oder Jane Doe? Erklärung, Bedeutung


Schauen Sie gerne US-amerikanische Kriminalserien im Fernsehen? Dann ist Ihnen sicherlich schon aufgefallen, dass gefundene Leichen, die den Ermittlern unbekannt sind, mit dem Namen John bzw. Jane Doe bezeichnet werden. Ist das nur eine Erfindung der Medien oder handelt es sich hierbei um gängige Praxis bei Ermittlungsbehörden? Und woher genau kommt eigentlich der Name John Doe? Wir verraten es Ihnen.

Warum heißen unbekannte Leichen (Tote) John oder Jane Doe? Erklärung, Bedeutung

In den Vereinigten Staaten von Amerika ist es üblich, dass Ermittlungsbehörden, die im Rahmen ihrer Spurensuche auf eine unbekannte Leiche stoßen, diese als John Doe (bei männlichen Personen) bzw. als Jane Doe (bei weiblichen Personen) bezeichnen.

Es handelt sich bei dem vergebenen Namen also nicht um eine Erfindung kreativer TV-Autoren, sondern tatsächlich um eine gängige Praxis beim Lösen echter Kriminalfälle. Im Grunde genommen ist das Wort nicht mehr als ein Platzhalter, der immer dann zum Einsatz kommt, wenn der gefundenen Person kein richtiger Name zuzuordnen ist. Der Name „John“ kam vor vielen Jahren offenbar zum Einsatz, da dieser einer der häufigsten Vornamen in den Staaten ist – Jane Doe wurde hingegen wohl aufgrund der Ähnlichkeit zu „John“ als weibliches Pendant gewählt.

Der Begriff „John Doe“ tauchte erstmals im 17. Jahrhundert auf – allerdings in Großbritannien. Damals wurde er vor Gericht dazu verwendet, fiktive Parteien innerhalb eines laufenden Prozesses rund um Eigentumsrechte von Grundstücken zu benennen. Auch andere Namen, wie beispielsweise Richard Roem oder Richard Miles, kamen hier zum Einsatz. Gerade Richard Roe ist, ebenso wie John Doe, auch heute noch ein gängiger Begriff bei gerichtlichen Auseinandersetzungen auf US-amerikanischem Boden. Interessant ist allerdings, dass es zu „John Doe“ und „Jane Doe“ kein offizielles deutsches Pendant gibt: Am ehesten lassen sich beide Namen mit den hierzulande gebräuchlichen „Max Mustermann“ und „Erika Mustermann“ vergleichen – auch wenn beide bei den Ermittlungen von Kriminalbehörden sowie bei der Benennung von unbekannten Leichen keinerlei Rolle spielen.

John Doe spielt auch in vielen US-Filmen und Serien eine wichtige Rolle

Interessanterweise hat sich der Begriff „John Doe“ mittlerweile zu einem geflügelten Wort entwickelt, das (zumindest in den USA) längst nicht nur zur Beschreibung von unbekannten Leichen verwendet wird: Auch in vielen Spielfilmen kommt der Name immer wieder zum Einsatz. Eines der berühmtesten Beispiele hierfür ist sicherlich der Thriller „Sieben“ von David Fincher, in dem sich Brad Pitt und Morgan Freeman auf die Suche nach einem skrupellosen Serienkiller begeben, der auf Grundlage der Sieben Todsünden Menschen ermordet. Im späteren Verlauf des Films gibt sich der Mörder hier als John Doe zu erkennen. Weitere Filme und Serien, in denen dieser Name eine wichtige Rolle spielt, sind unter anderem die Drama-Serie „Der Fall John Doe!“ aus dem Jahr 2002, der Film „Dogma“ von Kevin Smith, in dem eine unbekannte und ins Koma geprügelte Person unter diesem Namen ins Krankenhaus eingeliefert wird, sowie der von Frank Capra auf die Leinwand gebrachte Film „Hier ist John Doe“ aus dem Jahr 1941.

Bedeutung: Warum heißen unbekannte Leichen (Tote) John oder Jane Doe?

Übrigens: Das „Doe“ in John Doe bedeutet übersetzt nichts anderes als Damhirschkuh. Das Wort Doe kommt daher auch im englischen Sprichwort „Where wolf and doe say good night to one another“ vor, das in Deutschland mit anderen tierischen Protagonisten als „Wo sich Fuchs und Hase gute Nacht sagen“ bekannt ist.

Warum heißen Lachmöwen „Lachmöwen“? Wortherkunft, Erklärung, Bedeutung


Lachmöwen haben ihren Namen offenkundig von ihren Lautäußerungen, die an ein Lachen erinnern können. Allerdings gibt es noch eine alternative Erklärung für die Namensgebung.

Warum heißen Lachmöwen „Lachmöwen“? Wortherkunft, Erklärung, Bedeutung

Zunächst einmal heißt die Möwe in der exakten lateinischen Bezeichung „larus ridibundus“, was „lachende Möwe“ bedeutet. Die Rufe klingen in etwa nach „rä grä grä-krääh“ und auch „kriiiärr“ oder „kik“. Das kann in der Tat an ein Lachen erinnern. Jedoch erscheint der Vergleich mit menschlichem Lachen einigen Experten doch etwas weit hergeholt, zumal es auch die Großmöwen gibt, deren Gelächter unserem Lachen schon viel näher kommt. Diese Möwenart lebt ausschließlich am Meer, die Lachmöwen siedeln hingegen vorwiegend an Binnengewässern. Aus diesem Grund nehmen viele Forscher an, dass man den Namen „Lachmöwe“ auch von der „Lache“ ableiten könne, also einem kleineren Tümpel. Allerdings widerspricht diese Theorie der exakten lateinischen Bezeichnung als lachende Möwe.

Über die Lachmöwe

Die kleine Möwenart ist eher im Norden zwischen Island und Kamtschatka ansässig. Im nördlichen Mitteleuropa und damit in nördlichen Regionen Deutschlands ist sie ebenfalls zu finden. Sie brütet in den Verlandungszonen von größeren Binnengewässern und manchmal auch an Küsten. Die Regionen in Mittel- und Westeuropa sind für Lachmöwen vor allem Areale zum Überwintern. In unseren Breiten sind sie die kleinste Möwenart, ihre Expemplare werden nur 35 bis 39 cm lang. Die Flügelspannweite beträgt 86 bis maximal 99 cm.

Zu erkennen sind Lachmöwen in den Frühjahrs- und Sommermonaten an der dunklen Färbung des Kopfes im Prachtkleid und einem schmalen weißen Rand im Augenbereich, der vorn eine kleine Öffnung zeigt. Typisch ist auch der breite weiße Keil mit dunkler Einfassung auf der Oberseite der Flügel. Im Winter werden Lachmöwen etwas heller.

Junge Vögel erscheinen eher bräunlich-sandfarben. Vor allem im küstennahen Tiefland können hierzulande Lachmöwen beobachtet werden, im Wattenmeer sind sie die häufigsten Brutvögel. Das Aufkommen an der deutschen Nordseeküste schätzt man im Jahr 2020 auf rund 60.000 Exemplare. Im Binnenland treffen wir die Möwenart auch an größeren, eher langsam fließenden Flüssen an. Im Winter suchen die Lachmöwen Ackerflächen, kurzrasige Wiesen, Stadtgewässer, Häfen und auch Müllkippen und Kläranlagen auf, um dort Nahrung zu finden. Seit den 2000er Jahren sind sie sogar in Fußgängerzonen anzutreffen. Offenbar haben sie ihre Scheu vor Menschen zunehmend verloren.

Was hat das Lachen der Möwen zu bedeuten?

Es ist ein starkes kommunikatives Signal. Die Möwen informieren sich damit gegenseitig über Nahrungsangebote, Gefahren durch Raubvögel oder Menschen und möglicherweise sogar über einen Wechsel des Klimas, wie Forscher annehmen. Wie bei allen Gesängen von Vögeln gibt es auch beim Lachen von Möwen viele starke Zwiegespräche, aber auch eindeutige Signale an die ganze Kolonie. Wer beispielsweise einer anfliegenden Möwe Brot zuwirft, wird sie alsbald lachen hören, wonach sich dann ein ganzer Schwarm näher: Das Einzelexemplar hat den Artgenossen mitgeteilt, dass es hier leicht zu erlangendes Futter gibt.

Wovon lebt die Lachmöwe?

Normalerweise fischt diese Möwenart ihre Nahrung oft mühselig aus dem Wasser, fängt im Rüttel- oder Sturzflug Insekten, pickt Kleinstlebewesen aus dem Schlamm und versucht manchmal auch, anderen Vögeln (auch anderen Lachmöwen) die Nahrungsbrocken abzujagen. Zur Nahrung gehören tierische und pflanzliche Anteile. Regenwürmer und Krebstiere stampft die Lachmöwe aus dem Uferschlamm, sie findet dort auch kleine Wirbeltiere und Aas. Den Garnelenfischern folgt sie, um sich aus dem Fang Nahrung herauszupicken. An Land sucht sie nach Getreidekörnern und anderen Pflanzensamen, außerdem folgt sie den ackernden Traktoren, um die beim Pflügen freigelegten Regenwürmer zu fressen.

Im Winter hält sie sich viel auf Müllkippen auf. Eine Lachmöwe benötigt rund 170 bis 200 Gramm Nahrung pro Tag. Die Art tritt paarweise auf, Lachmöwen leben saisonal monogam mit einem Partner. Da sie ihrem Brutplatz treu bleiben, suchen sie sich im nächsten Jahr oft wieder denselben Partner. Als Zugvögel sind sie Singles. Die Kolonien umfassen zwischen zehn und tausend Paare, manchmal auch noch weniger oder mehr. Ihre Nester bauen die Möwen am oder auf dem Wasser, manchmal auch auf Baumstümpfen, Bretterflößen oder Hausdächern. Eine Kolonie baut ihre Nester dicht beieinander. Wenn sich ein Tier oder Mensch der Kolonie nähert, kann diese in ein gemeinschaftliches Lachen ausbrechen.

Warum haben Asiaten Schlitzaugen / mandelförmige Augen? Erklärung


Es ist normalerweise nicht zu übersehen, dass Menschen, die in asiatischen Regionen beheimatet sind, über eine andere Augenform verfügen. Oft werden die mandelförmigen Augen auch als Schlitzaugen bezeichnet.

Diese Aussage ist allerdings erniedrigend und diskriminierend! Die korrekte Bezeichnung ist beispielsweise Mandelform oder Sichelform. Wissenschaftler sprechen auch von einer Mongolenfalte oder Epikanthus medialis (alt-griechisch: epi für „darüber/auf“, kanthus für Augenwinkel und lateinisch: medialis für „zur Mitte hin“).

Warum haben Asiaten Schlitzaugen / mandelförmige Augen? Erklärung

Wissenschaftler vermuten, dass die doch recht auffällige Augenpartie asiatischer Menschen dadurch entstanden ist, dass sich der Körper den jeweiligen klimatischen Verhältnissen anpassen musste. Durch die verengte Form der Augen sollen sich diese beispielsweise wesentlich leichter mit Wind, intensiver Sonneneinstrahlung und Schnee und den allgemein schwierigen Sichtverhältnissen am offenen Wasser und in Bergregionen arrangieren können.

Die vage Behauptung, dass Asiaten aufgrund ihrer Mandelaugen nur über ein eingeschränktes Gesichtsfeld verfügen, ist komplett falsch. Diese optische Wirkung kann allerdings durch eine Hautfalte am Oberlid (sichelförmige Hautfalte) hervorgerufen werden, der sogenannten Epikanthus-Falte. Sie beginnt senkrecht am inneren Augenwinkel und verläuft waagerecht zum Oberlid weiter.

Obwohl die Menschen in Asien eine Augenpartie besitzen, die wesentlich enger ausgebildet scheint, ist der Sichtbereich keinesfalls eingeschränkt. Asiaten können also ihr gesamtes Umfeld genauso gut wahrnehmen, wie Menschen aus westlichen Regionen.

Ein kleiner Kunstgriff für das asiatische Schönheitsideal

Bei Europäern befindet sich dagegen eine deutliche Abgrenzung zwischen Auge und Nase. Ein weiterer bemerkenswerter Unterschied besteht darin, dass asiatische Augen mit wesentlich mehr Fettzellen gepolstert ist. Aus diesem Grund ist es heutzutage unter anderem im asiatischen Show-Business völlig normal, dass ein Augenlifting vorgenommen wird. Dadurch soll ein europäischer Augenaufschlag entstehen.

Asiaten selbst unterscheiden zudem noch zwischen doppelter Oberlidfalte und einfacher Oberlidfalte. In Asien gilt eine doppelte Lidfalte als Schönheitsideal. Allerdings bietet der Beauty-Handel sogenannte Eye-Putti (kosmetische Kleber) an, mit welchen sich diese Art Falte künstlich erzeugen lässt. Die Augen wirken anschließend deutlich größer und somit auch westlicher.

Die sogenannte Mongolenfalte (Epikanthus medialis)

Die sogenannte Sichelfalte asiatisch stämmiger Menschen lässt sich auch bei mancher Bevölkerung in Südafrika und Grönland beobachten. Sie ist jedoch überwiegend in den Regionen von Südkorea und Japan sowie von Südkorea bis Vietnam und bei vielen weiteren Völkern dieser Hemisphäre vorzufinden.

Die Hautfalte verläuft, wie bereits erwähnt, schräg/sichelförmig am Oberlid des Auges. Dadurch entsteht die markante Mandelform. Daraus ergibt sich wiederum ein optisch kleineres Auge. Dieses wird jedoch in westlichen Regionen oft als weniger freundlich oder sogar als schläfrig wahrgenommen.

Vorurteile gegen Asiaten?

Oft werden Asiaten und speziell Chinesen als fleißig, eher von kleiner Statur, mit leicht gelblicher Hautfarbe und schräg stehen den Augen beschrieben. Das die westliche Gesellschaft derartige Vorstellungen seit Generation hat, ist allerdings nicht genau zu erklären. Sie ist zudem völlig falsch!

So sind zum Beispiel nicht alle Asiaten/Chinesen von kleinerem Wuchs, sie verfügen auch nicht alle über Mandelaugen. Wird beispielsweise die Durchschnittsgröße von Chinesen und Europäern miteinander verglichen, lässt sich derzeit kein überdurchschnittlich großer Unterschied feststellen. Der einzige gravierende Unterschied ist also die Augenpartie.

Warum besitzen so viele Asiaten mandelförmige Augen?

Über den genauen Ursprung der Mandelaugen bei Asiaten lassen sich lediglich Vermutungen anstellen. Dies ähnelt der Frage, warum Menschen mit unterschiedlichen Hautfarben existieren. Auch hierbei wird angenommen, dass sich die Ahnen der Asiaten den bestehenden Umwelteinflüssen wie beispielsweise ungünstigen Klimaverhältnissen in ihrem Lebensraum über tausende von Jahren angepasst heben.

Bei asiatischen Menschen kann es somit sein, dass zum Beispiel häufige Wüsten-/Sandstürme letztendlich die Ursache für kleinere Augenöffnungen sind. Des Weiteren können es durchaus auch Schnee und Eis sein, die Sonnenlicht extremer reflektieren und sich deshalb in einigen Regionen zusammengekniffene/mandelförmige Augen entwickelt haben. Durch eine schmale Oberlidfalte ergeben sich unter anderem genetische Vorteile gegenüber starken Winden und UV-Strahlung.

Wo kommen Mandelaugen vor?

Experten sind sich einig, dass eine sichelförmige Doppelfalte am Oberlid im Rahmen der Evolution äußerst nützlich war. Die sogenannte Mongolenfalte hat sich deshalb im individuellen Gen-Material mancher Volksgruppen manifestiert/ausgebildet.

Die Entstehung mandelförmiger Augen ist allerdings nicht nur im asiatischen Ländern zu beobachten. Auch Völker im südlichen Afrika, auf dem amerikanischen Kontinent und sogar in Nordeuropa wiesen/weisen zum Teil bis dato ähnliche Merkmale der Augen auf. So verfügen unter anderem viele Menschen in Finnland über das Phänomen Mongolenaugen (Epikanthus mediali).

Bei Kleinkindern, also zwischen dem 2. und 3. Lebensjahr, kann der optische Eindruck des Innen-Schielens entstehen, was sich besonders bei horizontaler Blickrichtung zeigt. Allerdings handelt es sich hierbei lediglich um eine zeitweilige und ungefährliche Täuschung, die normalerweise dann wieder verschwindet, wenn sich der Nasenrücken ausgebildet hat.

Das Schönheitsideal asiatischer Menschen umsetzen

Die Wahrnehmung von Mandelaugen unterscheidet sich in der heutigen Zeit je nach Kontinent deutlich. Europäer erscheinen mandelförmige Augen meistens eher klein und verengt. Asiaten sehen die Falte am Oberlid dagegen nicht immer im Fokus.

Es wird stattdessen zwischen Augenpartien mit einfacher Oberlidfalte und Doppelfalte unterschieden. Letztere ist in asiatischen Regionen als Schönheitsideal begehrt, da sich dadurch ein freundlicherer und offener Gesichtsausdruck ergeben soll. So werden beispielsweise in Südkorea Doppelfalten am Oberlid zeitweise aufgeklebt oder sogar mithilfe einer plastischen Operation dauerhaft erzeugt.

Warum haben Juli und August 31 Tage? Erklärung


Sowohl der Monat Juli als auch der Monat August haben jeweils 31 Tage, doch was ist der Grund dafür? Die Legende besagt, dass Kaiser Augustus daran Schuld haben soll. Die Monate wechseln sich normalerweise in der Anzahl an Tagen ab. So hat der März beispielsweise 31 Tage, der Monat April hat 30 Tage und der Monat Mai hat wieder 31 Tage. Nur die beiden Monate Juli und August haben jeweils 31 Tage. Diese beiden Monate wurden jeweils nach den berühmten und bekannten römischen Herrschern benannt. So wurde der Juli nach dem römischen Herrscher Julius Caesar und der August nach dem römischen Herrscher, im Jahre 8 v. Chr., und somit dem Nachfolger von Julius Caesar nach Kaiser Augustus benannt.

Warum haben Juli und August 31 Tage? Erklärung

Der Legende nach soll sich Kaiser August darüber geärgert haben, dass der Monat, welcher nach seinem Vorgänger Julius Caesar benannt wurde, mehr Tage hat als sein eigener. Aufgrund dessen soll Kaiser Augustus seinen Monat August um einen zusätzlichen Tag verlängert haben. Damit das Jahr dadurch aber keinen zusätzlichen Tag hat, wurde ein Tag gestrichen. Bei diesem Tag handelte es sich um den Tag im letzten Monat des Jahres. Nach dem altrömischen Kalender, welcher zu der damaligen Zeit verwendet wurde, handelte es sich bei dem letzten Monat des Jahres um den Februar. Schon zu der damaligen Zeit wies der Monat Februar nur 29 Tage auf, bedingt durch die Schaltjahre kam er alle paar Jahre auf 30 Tage. Dies hat den Grund, dass sich die 365 Tage in einem Jahr auf die 12 Monate aufteilen ließen. Kaiser Augustus war der Annahme, dass ein Tag mehr oder ein Tag weniger nicht so schwer ins Gewicht fallen würden und nicht von großer Bedeutung wäre.

Die Entstehung von Juli und August

Im Jahr 8 v. Chr. handelte es sich bei dem Monat August um den sechsten Monat im Jahr – nach dem römischen Kalender. Vor seiner Umbenennung nach Kaiser Augustus hatte der Monat August den Namen „Sextilis“, was aus dem Lateinischen übersetzt „der Sechste“ bedeutet. Erst im Jahr 153 v. Chr. wurde der 1. Januar als Jahresbeginn ernannt.

Ursprünglich hatte der Sextilis, heute bekannt als August, nur 29 Tage. Durch die Reform des römischen Herrschers Julius Caesar bekam dieser 31 Tage. Des Weiteren wurden durch diese Reform die Reihenfolge der Anzahl an Tagen (31 und 30 Tage) der Monate September, Oktober sowie November und Dezember umgekehrt. Die Begründung dafür liegt auf der Hand, denn wäre diese Reihenfolge nicht umgekehrt worden, so hätten drei aufeinanderfolgende Monate jeweils 31 Tage. Das wären dann die Monate Juli, August und September gewesen. Der Monat „Sextilis“ wurde zu Ehren Kaiser Augustus in den Monat „August“ umbenannt.

Es bleibt jedoch eine Legende, dass der August auf Befehl von Kaiser Augustus einen zusätzlichen Tag erhalten hat und somit die heute bekannten 31 Tage hat.

Warum haben Ziegen einen Bart? Erklärung


Bei den Hausziegen tragen die Männchen einen Bart. Manche behaupten, die Weibchen hätten auch einen kleineren. Das sieht aber nur so aus und ist Teil des Fells. Der Sinn des Ziegenbarts ist, dass er als Duftträger dient, um Weibchen anzulocken. Weibchen hingegen geben Pheromone ab, die den Böcken ihre Paarungsbereitschaft signalisieren.

Warum haben Ziegen einen Bart? Erklärung

Sinn und Zweck ist es in der Natur die Aufmerksamkeit der Weibchen auf sich zu ziehen, damit es möglichst viele Nachkommen gibt. Dies geschieht einerseits bei den Vögeln mit einem besonders bunten Gefieder, andererseits bei anderen Tieren, wie zum Beispiel den Ziegen mit Verbreitung auffälliger und penetranter Duftstoffe. Je größer der Ziegenbart, desto mehr Fläche für den Duftstoff steht zur Verfügung. In der Natur geht es dabei um die Erhaltung der Art.

Ältere Böcke leben in der freien Wildbahn abseits der Herde. In Gefangenschaft leben sie nach wie vor innerhalb der Herde. Eine Herde umfasst ca. 20 Tiere. In der freien Wildbahn leben die Weibchen mit ihren Zicklein in Geißengruppen. Zur Paarungszeit stoßen die Männchen zu ihnen. Ziegen besitzen einen sehr guten Geschmacks-, Geruchs- und Gehörsinn. Sie finden zielsicher ihr Futter und den richtigen Partner. Die Böcke fechten während der Paarungszeit Kämpfe um die Weibchen aus.

Ziegen, die idealen Nutztiere

Egal, in welchen Teilen der Welt, Ziegen gelten als Herdentiere und ideale Nutztiere. Sie sind pflegeleicht und fast überall im Hinterhof zu halten. Sie geben Milch und das Fleisch ist wunderbar zart und lässt sich vielfältig zubereiten. Das Fell der Ziegen stellt ein wichtiges Wirtschaftsgut vor allem in Kleinasien und dem Vorderen Orient dar. Der Ziegenbart als besondere Wollart für Kleidung, Babydecken und Kinderschuhe verarbeitet. Vor allem die Wolle der Kaschmirziegen ist wegen ihrer hervorragenden Qualität sehr beliebt. Der Ziegenbart ist besonders fein. Da der Bart im Vergleich zum Rest des Fells gering ausfällt, ist er umso begehrter als Naturprodukt.
Ziegen sind sehr genügsame Tiere. Sie leben in fast allen Regionen der Welt, außer am Polarkreis. Sie leben von Moosen, Heu, Rinde, Flechten, Gras und Trieben von Sträuchern und Bäumen. Mit ihren scharfen, harten Hufen können sie auch sehr leicht nach Futter graben.

Was passiert, wenn der Bart mit dem Fell abrasiert wird?

Wenn dies während der Paarungszeit geschieht, bedeutet das für den Bock, dass er dieses Jahr keine Partnerin finden wird. Der Bart wächst jedoch glücklicherweise so wie das Fell wieder nach. Barthaare werden, wenn sie wie das Fell verwendet werden, nur gekürzt. Für das Tier ist der Bart extrem wichtig. Der Paarungstrieb ist ein Urtrieb und der Bart gehört dazu. Ziegenböcke sind stolz darauf, genauso wie auf die Hörner. Das sind ebenfalls männliche Symbole. Damit fechten sie ihre Kämpfe mit den jeweiligen Rivalen um die Weibchen und um die Reviere aus. In vielen Regionen der Welt werden auch die Hörner verarbeitet. Das Abschneiden der Hörner ist für die Tiere jedoch lebensgefährlich, da sie sich nicht mehr verteidigen können. Darüber hinaus wachsen die Hörner nur sehr langsam nach.

Fazit: Warum haben Ziegen einen Bart? Erklärung

Der Ziegenbart ist ein Symbol der Männlichkeit. Als Duftträger lockt er die paarungsbereiten Weibchen an. Er dient somit zur Arterhaltung.

Was ist Krüppelware / Crippleware? Bedeutung, Definition, Erklärung


Der englische Begriff „crippleware“ wurde im Deutschen ein bisschen unpassend zu „Krüppelware“ umgewandelt. Die deutsche Übersetzung verleitet dazu, sich etwas vorzustellen, das beschädigt oder kaputt ist.

Was ist Krüppelware / Crippleware? Bedeutung, Definition, Erklärung

Im Englischen bedeutet „crippled“ nicht nur „verkrüppelt“ oder „kaputt“, sondern auch „gelähmt“ oder „blockiert“. Gerade in der Wirtschaft wird der Begriff häufig in diesem gemäßigten Zusammenhang verwendet. Wir würden jedoch niemals von einem verkrüppelten Wirtschaftszweig oder einem krüppeligen Distributionsweg sprechen.

Aufgrund dieses kleinen feinen Verständnisfehlers nutzt man in Deutschland vorzugsweise das Original-Wort Crippleware.

Die erste Crippleware waren Fotoapparate

Erfunden haben die Vorgehensweise Hersteller hochwertiger Fotoapparate. Die verkauften Hochleistungsmodelle mit gedrosseltem Bildchip und Funktionen. Erstmals blockierte eine Software die zusätzlichen Möglichkeiten.

Tatsächlich zahlte sich die Idee aus. Selbst Menschen mit kleinerem Budget konnten sich die Hightech Apparate so leisten. Brauchten sie weitere Funktionen, konnten sie schrittweise oder im Paket dazu gekauft werden.

Bedeutung: Besonders beliebt ist Crippleware im Softwarebereich

Die Methode eignete sich hervorragend für Software aller Art. Um Käufer anzuwerben, boten Hersteller eigentlich teure Programme mit eingeschränkter Funktion zum günstigeren Preis an.

Ein Crippleware-Bildbearbeitungsprogramm kann beispielsweise für den halben Preis erworben werden. Der Hersteller installiert Blockade-Software und drosselt den Umfang der Anwendung.

Für den Käufer könnte das so aussehen, dass die Basisfunktionen freigeschaltet sind. Er kann Bilder aufrufen, zuschneiden, mit Rahmen versehen, Farbeinstellungen vornehmen und abspeichern. Wem das genug ist, der hat ein Schnäppchen gemacht.

Wer aufwändigere Arbeiten erledigen, Effekte hinzufügen oder spezielle Tools anwenden möchte, fände diese bei der Crippleware theoretisch vor. Die Cripple-Software verhindert jedoch deren Nutzung.

Gegen Zahlung eines Aufpreises kann der Kunde für seine eingeschränkte Software den vollen Funktionsumfang bekommen.

Krüppelware Autos – bei Tesla ist das möglich

Der US-amerikanische Hersteller von Elektroautos hat die Idee der Crippleware prompt für seine Automobile übernommen. Die modernen Wagen funktionieren weitestgehend von Software gesteuert.

Die eingeschränkten Modelle sind in der Batterieleistung, Reichweite oder Extras (wie Sitzheizungen, Navigation, spezielle Fahrermodi) eingeschränkt. Der Kunde bekommt also ein Auto mit maximalem Leistungsumfang, der jedoch über eine Software blockiert wird.

Die Autobauer hoffen natürlich, dass die Käufer diese Extras im Laufe der Zeit noch freischalten lassen.

Der verbaute Mehraufwand ist für Tesla nicht entscheidend. Tatsächlich ist es sogar einfacher die Wagen in Standard-Serie fertigen zu lassen. Würden verschiedene Arten von Batterien verbaut werden, müsste der Konzern diese herstellen lassen und lagern. Außerdem müssten Fertigungsstraßen und Abläufe zum Einbau anderer Batterien umprogrammiert werden.
Die Aufwände, verschiedene Typen von Batterien einzukaufen, herzustellen, zu lager und zu verwalten, kann größer sein, als ein Standardmodell einzubauen.

Die Wahrscheinlichkeit, dass Fahrer sich die Extraleistung im Laufe der Zeit freischalten lassen ist recht groß. Bisher geht das Konzept bei Tesla im Großen und Ganzen auf.

Auch der deutsche Autobauer Audi denkt derzeit über die Produktion von Crippleware-Fahrzeugen nach.

Crippleware: Abgrenzung zur B-Ware

Als B-Waren bezeichnet man Artikel, die kleinere Schäden oder Funktionsstörungen aufweisen. Im Grunde sind die Artikel jedoch „normal“ leistungsfähig.

Bei Kleidung können Knöpfe oder Etiketten fehlen. Elektrogeräte mit kleinen Schäden am Gehäuse zählen ebenfalls zur B-Ware. Bei Autos wären Modelle mit minimalen Konstruktions- oder Lackfehlern B-Ware.

B-Ware hat also immer eine kleine Beschädigung, die in der Regel auch nicht rückgängig zu machen ist. Sie ist voll funktionsfähig, hat lediglich kleine Schönheitsfehler.

Crippleware dagegen hat in der Regel keinerlei Beschädigungen. Die Leistung ist nur absichtlich eingeschränkt worden.

Was bedeutet „Algokratie“? Bedeutung, Definition, Erklärung


Der Begriff „Algokratie“ bedeutet im Wortsinn „Herrschaft der Algorithmen“. Es handelt es sich dabei um ein Kunstwort, das vereinfacht dafür steht, dass eine Gesellschaft und dass Handeln von Menschen von Algorithmen bestimmt und optimiert wird.

Ferner steht die „Algokratie“ für den Sieg von Maschinen über den Menschen und dafür, dass in der weiteren Entwicklung der Menschheit Algorithmen, also eigentlich ganz einfache künstliche Intelligenzen sogar die Staatsgewalt übernehmen und die Menschen beherrschen könnten.

Was bedeutet „Algokratie“? Bedeutung, Definition, Erklärung

Nach der wissenschaftlichen Definition ist ein Algorithmus einfach eine genau definierte Anweisung, wie ein ganz bestimmtes Problem zu lösen ist. Über 1000 Jahre lang waren Logarithmen in erster Linie Rechenregeln zur Lösung eines mathematisch darstellbaren Problems. Erst jetzt im Computer- und Internetzeitalter nehmen sie uns immer mehr das Suchen, das Entscheiden, ja sogar das Denken ab. Algorithmen analysieren die Milliarden von Datenspuren, die wir im Netz hinterlassen. Sie erkennen daran unsere Gewohnheiten, Vorlieben und Abneigungen. So erschließen sich ihnen unsere Verhaltensmuster und sie können können daraus alles ableiten, was sie über uns wissen möchten. Natürlich hat das in der Praxis sehr viele Vorteile. Algorithmen können unsere Haushaltsgeräte steuern und besser Schach spielen als wir. Sie können uns genau passende Einkaufsvorschläge machen und uns den besten Weg von A nach B finden lassen. Sie können unsere Gesundheit überwachen, Krankheiten diagnostizieren und an der Börse Handel treiben. In naher Zukunft werden sie ungefragt unsere Kühlschränke füllen, unser Auto, Züge und Flugzeuge steuern und vieles andere. Das ist bequem, es spart uns Zeit, Mühe und Kraft, macht unser Leben leichter und angenehmer. Aber nur positiv betrachten kann man die Entwicklung trotzdem nicht.

Übrigens: 2020 wurde eine weitere Form der Herrschaft diskutiert: Kennen Sie Virokratie?

Algokratie: Gefahr, Möglichkeiten und Macht

Zum einen sind die Systeme, die unser Leben erleichtern auch angreifbar. Fehler bei der Programmierung, Hacker-Angriffe und Sabotage können dazu führen, dass sie nicht mehr so funktionieren wie sie sollten und das kann zu großen Schwierigkeiten und chaotischen Zuständen in allen Wirtschafts-und Lebensbereichen führen. Noch schlimmer aber ist es, dass die durch Algorithmen gesteuerten künstlichen Intelligenzen uns auch in bestimmte Richtungen drängen und manipulieren können. Es ist kein Zufall, dass wir bei jeder Internetrecherche immer zuerst auf die Seiten stoßen, bei denen die Meinung vertreten wird, die wir selbst zu einer Sache haben. Das schränkt eine objektive Information schon sehr stark ein und ist vielen Menschen gar nicht bewusst. Daraus kann Stimmungsmache zum Beispiel durch Fake-News geschehen und es auch zu anderen sehr undurchsichtige Arten von Manipulation kommen. Dazu kommt die Gefahr, sozusagen ein „gläserner Mensch“ zu werden und oft auch nicht gerecht einschätzt zu werden.

Letztlich muss auch beachtet werden, dass die Algorithmen, die unser Leben gerade vereinfachen von Unternehmen mit Gewinnerzielungsabsicht entwickelt werden. Diese Unternehmen haben kapitalistische Interessen und wollen Geld verdienen. Diese Interessen dürfen sie auch haben, aber eignen sich ihre Algorithmen dann als Basis für eine Demokratie?

Bedeutung Algokratie: Viele Fragen sind zu beantworten

Algorithmen bestimmen zum Beispiel unsere Kreditwürdigkeit und die Höhe der zu zahlenden Zinsen. Sie beeinflussen auch, ob wir einen Job gekommen oder einen Mietvertrag. Außerdem stellt sich auch die Frage, wie sich künstliche Intelligenzen in Systemen verhalten, die sie selbstständig steuern können. Handeln sie dann wirklich vernünftig oder rational? Können sie von programmierten Skripts abweichen, wenn die konkrete Situation das verlangt? Dazu kommt, dass es immer schwerer wird, zu erkennen wer hinter einem Programm steckt, wie der Algorithmus geschrieben wurde, welch Ziele er verfolgt, von welchen Annahmen er ausgeht und welche Filter er enthält.

Auch moralische Fragen stellen sich in einer Algokratie. Denn die Frage, ob ein Algorithmus gut oder schlecht ist, müssen Menschen beantworten. Nach welcher Ethik soll hier entschieden werden? Ist ein Algorithmus gut, wenn er das größte Glück für die größte Zahl (an Menschen) bringt? Was würde dann aus dem Minderheitschutz oder würde dieser einfach für das Glück der Mehrheit geopfert?

Auch muss gefragt werden, wer überwacht den Algorithmus? Sollte er sich selbst überwachen, sollten Techniker (Informatiker) oder Politiker den Algorithmus überwachen? Sollte ein Rat aus verschiedenen Menschen den Algorithmus überwachen? Und hier stellt sich letztlich wieder die Frage: Woher sollen wir wissen, ob diese Menschen gut sind und ob sie gute Entscheidungen treffen?

Auch muss gefragt werden, wer optimiert den Algorithmus und passt ihn an neue Situationen (Klimanotstand) an? Kann der Algorithmus sich selbst optimieren oder sollten dies Menschen machen? (Und wenn der Algorithmus sich selbst optimiert, woher weiß der Algorithmus, dass er sich in eine gute Richtung optimiert hat?)

Letztlich muss natürlich gefragt werden, welches Menschenbild liegt dem Algorithmus zu Grunde? Ist es ein Menschenbild in dem Menschen gelenkt, gestubst und geleitet werden sollen oder ist es Menschenbild in dem Menschen befähigt werden sollen selbst (kritisch) zu denken?

Leben wir vielleicht schon in der „Algokratie“, ohne es zu wissen?

Nein das tun wir nicht. Wir leben immer noch in einer funktionierenden Demokratie, aber wir müssen immer wachsam, selbstbestimmt und demokratisch mit Algorithmen umgehen. Wenn wir die Politik der Algorithmen einfach geschehen lassen und sie nicht gemeinsam kontrollieren und immer wieder verhandeln, würden wir uns ihr unterwerfen.

Warum heißen Meerschweinchen „Meerschweinchen“? Wortherkunft, Bedeutung, Erklärung


Meerschweinchen – Schweine, die über das Meer kamen?

Wohl kaum ein anderes Haustier wirft mehr Fragen über Namensherkunft auf. Bis heute ist die Bezeichnung Meerschweinchen nicht zu einhundert Prozent erklärbar. Schaut man sich die Namensgebung in anderen Sprachen an, wird die Sache noch mysteriöser.

Warum heißen Meerschweinchen „Meerschweinchen“? Wortherkunft, Bedeutung, Erklärung

Das Meerschweinchen stammt ursprünglich aus Südamerika. So viel ist klar. Doch wie genau es zu einem der beliebtesten Haustiere Europas wurde, ist nicht ausreichend geklärt.

Vermutlich kamen erste Exemplare der possierlichen kleinen Tiere mit den spanischen Seefahrern nach Europa. In Lexika findet man daher die gängige Erklärung von Schweinchen, die mit den Seefahrern über das Meer kamen.

Wer schon mal das Quieken der Tiere hat, wundert sich wenig über die Verbindung zum Schwein. Tatsächlich gibt es auch eine biologische Verwandtschaft, wenn auch nicht zu unseren Hausschweinen.

Das Meerschweinchen gehört zur Klasse der Nagetiere. Etwas weiter entfernt zählt man sie zu den Verwandten der Stachelschweine.

Im Grunde genommen bilden sie eine ganz eigene Nagetier-Klasse auf dem südamerikanischen Kontinent. Zu den sogenannten Hydrochoerinae oder Caviinae gehören auch die Maras (Pampashasen) und das größte Nagetier der Welt, das Capybara-Wasserschwein.

Meerschweinchen: In Südamerika weit verbreitet

Den Konquistadoren begegnete das Meerschweinchen vermutlich erstmals im Kochtopf. Als die spanischen Seefahrer 1492 auf der Suche nach einer Westroute nach Indien waren, landeten sie auf dem „neuen“ Kontinent.

Der war damals von Inkas, Mayas und anderen indigenen Völkern besiedelt. Denen diente das Meerschweinchen hauptsächlich als Nahrungsquelle. Bis heute sehen Touristen, die in diese Länder reisen, die ersten Schweinchen eher gegrillt auf Märkten, denn in der freien Wildbahn.

Meerschweinchen sind häufige Tiere. Ganz ähnlich wie bei uns die Kaninchen. Sie haben allerdings viel kürzere Beine und sind dadurch nicht so schnell. Das macht sie zu einer leichten Beute für Fleischliebhaber.

In freier Wildbahn leben die Schweinchen bis in Höhen von 4000 Metern. Deswegen halten sie als Haustiere in unseren Breiten niedrige Temperaturen sehr gut aus. Ansonsten leben sie in grasbewachsenen Steppengebieten. Tropische Regenwälder werden nicht von Meerschweinchen bewohnt.

Meerschweinchen: Eines der beliebtesten Haustiere

Vermutlich fand das Meerschweinchen von Zoos und privaten Haltungen exotischer Tiere in unsere Wohnstuben.

Die Sitte, Haustiere für Erwachsene und Kinder zu halten, gibt es schon sehr lange. Doch erst in der Neuzeit boomt die Kleintierhaltung regelrecht. Vermutlich sind es heute um die 2,5 Millionen Meerschweinchen, die in Deutschland das Herz ihrer Halter erfreuen.

Meerschweinchen können bis zu zehn Jahre alt werden. Am liebsten leben sie in kleinen Gruppen, mindestens jedoch zu zweit.

Das „Meerschweinchen“ in anderen Sprachen

Im englischen Sprachraum heißt das Meerschweinchen offiziell „guinea pig“. Allerdings liegt Guinea in Afrika und nicht in Südamerika. Ursprünglich soll es „ginny-pig“ genannt worden sein und die heutige Schreibweise eigentlich ein Fehler sein.

Die Italiener sagen „porcellino d’India“, was zu Deutsch „Schweinchen aus Indien“ bedeutet. Auch das stimmt im Grunde nicht. Die Seefahrer waren zwar auf dem Weg nach Indien, fanden aber Südamerika. Alternativ sagt man der lateinischen Bezeichnung (Caviidae) gemäß auch „la cavia“.

Der französische Name ist ebenfalls „Schwein aus Indien“: „cochon d’Inde“. Alternativ werden sie als „le cobaye“ bezeichnet.

Die Begriffe „guinea pig“(englisch), „la cavia“ (italienisch) und „cochon d’Inde“ (französisch) sind in den jeweiligen Ländern gleichbedeutend mit dem „Versuchskaninchen“. Tatsächlich werden Meerschweinchen neben Ratten, Kaninchen und Hunden häufig für Labortests genutzt.

Warum haben Hunde Mundgeruch? Erklärung


Mundgeruch bei Hunden kann sehr stark sein und den Kontakt zum Vierbeiner ernsthaft gefährden. Wenn dieser seine Menschen freundlich anhechelt, wenn er herzhaft gähnt oder wenn aus dem Hundemaul kleine Rülpser kommen, flüchten die Menschen bei starkem Mund- bzw. Maulgeruch. Er kann durchaus ekelerregend sein, doch das ist natürlich nicht das einzige Problem. Normalerweise stinken Hunde aus dem Maul nicht übermäßig stark. Wenn also starker und länger anhaltender Mundgeruch festzustellen ist, stimmt irgendetwas nicht.

Warum haben Hunde Mundgeruch? Wie entsteht der Maulgeruch des Hundes? Erklärung

Aus Sicht der Chemie sind es Schwefelverbindungen, welche diesen starken Maulgeruch verursachen. Diese sind die Stoffwechselprodukte von Bakterien, die sich dort vermehren, wo der Rachen des Hundes die Futtermittelreste nicht ausreichend losgeworden ist. Die betreffenden Orte sind die Maulhöhle, die Lefzenfalten, die Zahnfleischtaschen, die Zahnzwischenräume von lockeren Zähnen älterer Hunde und manchmal Fremdkörpern im Maul, die der Hund nicht aus seinen Zähnen herausbekommt.

Lockere Zähne haben auch Welpen beim Zahnwechsel. Sie verlieren genauso wie Menschenkinder ihre Milchzähne, die dann noch eine Weile locker in der Zahnfleischtasche stecken und eine Zahnfleischentzündung provozieren können. Dort kann es auch Blutungen geben, zudem setzen sich in den Lücken Nahrungsreste fest. Wiederum ergibt sich für die Bakterien ein ideales Umfeld. Sie vermehren sich und führen auch beim Welpen zum Mundgeruch. Sollte dieser nach dem Zahnwechsel fortbestehen, ist es Zeit für einen Gang zum Tierarzt. Dieser wird die Maulhöhle untersuchen, um festzustellen, ob einer der Milchzähne abgebrochen oder nicht ausgefallen ist. Es dürfte sich dann ein Eiterherd gebildet haben, der behandelt werden muss. Auch Kiefererkrankungen und Zahnfehlstellungen, Wurmbefall, Entzündungen des Rachenraumes und Magenschleimhautentzündungen verursachen Maulgeruch beim Hund.

Tipps: Mundgeruch beim Hund vorbeugen

Die wichtigste vorbeugende Maßnahme gegen Maulgeruch, die auch die Gesundheit des Vierbeiners fördert, ist eine ausreichende Maulhygiene. Diese besteht im regelmäßigen Zähneputzen inklusive der Kontrolle von möglichen Futterresten im Maul. Auch sollten die Besitzer vorsichtig den Sitz der Zähne vor allem von Welpen und älteren Hunden kontrollieren. Weitere Maßnahmen gegen Mundgeruch beim Hund sind:

  • Fütterung von höherwertiger Nahrung, um schleimig-zähe Zahnbelege durch billiges Dosen- und Nassfutter zu unterbinden
  • Unterbindung von Kotfressen durch den Hund
  • keine Fütterung von Tischresten, die Zucker enthalten und die Mundflora des Hundes negativ beeinflussen

Intensiv riechender Pansen verursacht als Hundenahrung ebenfalls zunächst einen unangenehmen Maulgeruch, jedoch verschwindet dieser schnell. Wichtig ist in jedem Fall die Kontrolle bezüglich möglicher Erkrankungen im Rachen- und Maulbereich. Problemfelder sind faulige Zähne, Zahnfleischerkrankungen und Zahnstein.

Hunde: Maulgeruch als Symptom einer ernsten Erkrankung

Hundemundgeruch kann auch auf eine ernsthafte Erkrankung hinweisen. Es könnte sich um eine Hals- und Rachenentzündung, ein Ekzem oder sogar einen Tumore im Maul- oder Rachenbereich handeln. Weitere Möglichkeiten sind ein Pilzbefall, eine Magen-Darm-Infektion, Diabetes sowie eine Leber- oder Nierenerkrankung. Wenn also an den Zähnen und sonst im Maul keine wirklichen Ursachen für den Mundgeruch festzustellen sind, muss der Hund unbedingt dem Tierarzt vorgestellt werden. Auch bei Zahnproblemen helfen spezialisierte Tierärzte, die ein Dentalröntgen durchführen und den betroffenen Zahn gegebenenfalls sanieren oder auch ziehen.

Hundefutter: Spezielle Fütterung gegen Mundgeruch beim Hund

Der Handel bietet spezielles Hundefutter an, das die Zähne des Hundes schont und gleichzeitig sanft von Zahnstein befreit. Viele Hundehalter lassen ihren Vierbeiner auf speziellen Artikeln aus Rinderhaut herumkauen. Das ist generell nicht verkehrt, aber es ersetzt nicht das Zähneputzen.

Warum haben Männer einen Bart / Bartwuchs? Erklärung


Charles Darwin schrieb in seinem Buch „Die Abstammung des Menschen“ schon im Jahr 1871: „Es scheint, als sei der Bart für unsere affenähnlichen Vorfahren ein Ornament gewesen, mit dem die Männchen versuchten, die Weibchen zu bezaubern oder zu erregen.“ Schon damals stellte er fest, dass der Bartwuchs bei Männern weltweit unterschiedlich stark ausfällt und die Bartpracht auch unterschiedlich frisiert wird. (Indianer haben z.B. praktisch keinen Bartwuchs.)

Darwin stellte sich die Frage, wie diese Unterschiede zustande kamen und mutmaßte, dass es sich um die Konsequenz der Auslese bei der Wahl der Sexualpartner handelt. Frauen in unterschiedlichen Teilen der Welt finden Bärte augenscheinlich attraktiv oder eben weniger attraktiv. Das war die einzige Erklärung, wie sich der unterschiedlich starke Bartwuchs in den verschiedenen Erdteilen erklären ließ.

Warum haben Männer einen Bart / Bartwuchs? Erklärung: Testosteron!

Erst 80 Jahre nach Darwins These über die genetische Auslese kamen Wissenschaftler zu der Erkenntnis, dass der Bartwuchs rein hormonell gesteuert wird. 1949 erforschte die amerikanische Gerontologin Margaret Chieffi den Bartwuchs bei Männern. Ihre Studien ergaben, dass der Bartwuchs direkt mit dem Geschlechtshormon Testosteron zusammenhängt. Sie führte Tests durch, bei denen Männern Testosteron gespritzt wurde und deren Bartwuchs sofort zu sprießen begann.

Testosteron allein ist jedoch noch kein Bart-Garant. Im Rahmen der sogenannten Zwillingsstudien von James B. Hamilton aus dem Jahr 1958 ergab sich dagegen die Erkenntnis, dass die Gene in den Zellen der Gesichtshaut von großer Bedeutung sind. Die Studien verdanken ihren Namen dem Studienobjekt: Hamilton verglich an der State University of New York weiße Zwillingsbrüder sowie Brüderpaare aus den USA und Japan. Die Studie war sehr simpel aufgebaut: alle Männer wurden rasiert, dann nach 24 Stunden erneut, im Anschluss daran wog er die Stoppeln. Das Resultat war wie folgt: bei den japanischen Probanden war ein viel schwächerer Bartwuchs zu verzeichnen als bei den gleichaltrigen amerikanischen Brüdern. In beiden Kulturen hatten die eineiigen Zwillinge ebenfalls wie erwartet denselben starken Bartwuchs. Unter nicht eineiigen Zwillingen wiesen die Barteigenschaften eine viel höhere Variabilität auf.

Aus seinen Studienergebnissen leitete Hamilton ab, dass die Genetik viel stärkere Auswirkungen auf den Bartwuchs hat als Testosteron im Blut. Denn Hamilton hatte keine Kenntnis über die Testosteronkonzentration im Blut der einzelnen Probanden und auch nicht der einzelnen Kulturen im Allgemeinen. In den 1970er Jahren ergab sich, dass das nicht das Testosteron die Haare im Gesicht zum Wachsen anregt. Vielmehr reagiert das Stoffwechselbeiprodukt Dihydro-Testosteron mit den Haarfollikeln. Im Umkehrschluss bedeutet das, dass Männer mit einem ausgeprägten Bartwuchs über mehr Dihydro-Testosteron verfügen. Deren Gesichtshaut ist in der Lage, einfach viel größere Mengen des Stoffes umzuwandeln. Der Bartwuchs eines Mannes sagt somit nichts darüber aus, wie viel des männlichen Hormons er im Blut trägt.

Dennoch haben Chieffis Experimente gezeigt, dass künstlich zugeführtes Testosteron durchaus dazu in der Lage ist, den Bartwuchs anzuregen. Eher dubiose Studien behaupten sogar, dass der Bartwuchs mit der sexuellen Umtriebigkeit von Männern zusammenhängt. Sexuell ausgehungerte Männer, die ihre sexuelle Aktivität wiederaufnehmen, neigen gemäß dieser Studie zu einem exorbitant stärkeren Bartwuchs. Belastbare Nachweise für diese Theorie konnten jedoch nicht geliefert werden.

Bartwuchs und Bärte beeindrucken Frauen

Der australische Evolutionspsychologe Barnaby Dixson ist führend auf dem Gebiet der Bartforschung. Im Jahr 2012 führte Dixson in Kooperation mit dem kanadischen Kollegen Paul Vasey eine Studie durch, in der sie Fotoaufnahmen von zehn Männern aus Neuseeland und neun Männern aus Samoan machten, die jeweils mit Vollbart sowie frisch rasiert zu sehen waren. Außerdem wurden Aufnahmen mit drei unterschiedlichen Gesichtsausdrücken gemacht: lächelnd, neutral und aggressiv. Im Anschluss zeigten sie die Fotos der lächelnden Männer 129 weißen Frauen sowie 100 Ureinwohnerinnen aus Samoa und ließen sie bewerten. Die Probandinnen waren sich einig: die Männer ohne Bart sind attraktiver als die unrasierten. Somit ist Darwins Annahme, dass Frauen aus Kulturen mit stark behaarten Männern Bärte nicht automatisch attraktiver finden, widerlegt.

Warum tragen Männer dann überhaupt Bart? Eine Antwort könnte der zweite Teil der Studie von Dixson und Vasey liefern: 111 weißen Männern aus Neuseeland und 119 Samoanern wurden die Aufnahmen von den Männern mit aggressivem Gesichtsausdruck gezeigt. Die Probanden beider Kulturen waren sich auch hier einig: die aggressiven Gesichter mit Bart schienen Furcht einflößender zu sein als die rasierten Gesichter. In weiteren Studien kamen auch weibliche Probanden zum gleichen Schluss.

Je mehr Männer, desto mehr Bärte?

Befand sich Darwin also auf dem Holzweg, wenn er behauptete, dass der Bart ausschließlich zum Anlocken von potenziellen Geschlechtspartnerinnen dient? Jein, sagen andere Forscher. Frauen bewerten Bärte in den meisten Studien jedoch weniger anziehend. Doch es gibt hierbei eine Ausnahme: Wenn beispielsweise viele Männer an einem räumlich limitierten Raum unbewusst versuchen, dominant zu erscheinen. Zu diesem Schluss kam eine weitere Dixson-Studie in Zusammenarbeit mit dem Evolutionsbiologen Robert Brookes.

In der Studie wurden Bilder von Männern aus 37 Ländern analysiert, davon je 100 aus der bevölkerungsreichsten und der drittbevölkerungsreichsten Stadt des jeweiligen Landes. Die Bilder stammen aus Facebook und zeigen Männer im Alter von 25 bis 40 Jahren. Aus den Ergebnissen wählten sie die Profilbilder der jeweils ersten 100 Männer, deren Gesicht gut sichtbar war. Als die Forscher nun im zweiten Schritt den Grad der Gesichtsbehaarung der angezeigten Bilder bewerteten, zeichnete sich eine überwältigende Tendenz ab: je größer die Stadt, desto häufiger tragen die dort ansässigen Männer Bart. Zudem befinden sich die Städte mit den meisten Bartträgern eher in Regionen mit guten Lebensbedingungen, aber tendenziell geringem durchschnittlichem Einkommen. Hiermit sind wir dann beim Hipster angelangt.

Zudem ist anzumerken, dass Frauen aus Berlin, New York, Sydney, Berlin oder London Männer mit Bart weitaus attraktiver finden als vergleichbare Frauen aus Kleinstädten. Diese Ergebnisse untermauern die These, dass Bärte als Differenzierungs- und Dominanzmerkmal dienen in Regionen, wo es viele Männer gibt.

Bart: Antibakterieller Schutz

Der Vollbart dient aber auch als Schutz vor Bakterien. Eine Studie aus dem Jahr 2014 belegt, dass Pfleger in Krankenhäusern ohne Bart etwa um 30 Prozent häufiger an bakteriellen Erkrankungen leiden als Pfleger mit Bart. Dies könnte zum einen an kleineren Schnitten beim Rasieren liegen, wahrscheinlicher ist jedoch, dass Bartbakterien eine Umgebung erzeugen, die für andere Bakterien feindlich ist.

Warum heißen weiße Pferde „Schimmel“? Erklärung, Bedeutung


„Schimmel“ sind weiße Pferde, die zu beliebigen Rassen gehören können. Bei manchen Pferden wird das Fell durch weiße Stichelhaare aufgehellt, diese nennt man auch Schimmel. Die weiße Farbe hat nichts mit der Rasse, sondern mit einer genetischen Veränderung zu tun. Den Namen „Schimmel“ verleiht man diesen Pferden, weil ihr Fell an echten Schimmel (vom Schimmelpilz) erinnert.

Warum heißen weiße Pferde „Schimmel“? Erklärung, Bedeutung

Die Schimmel werden zunächst mit einer beliebigen dunkleren Fellfarbe geboren. Sie tragen in sich das Grey-Gen, das ihr Fell im Verlaufe ihres Lebens ausschimmeln lässt. Diese Gen kann vererbt werden, weshalb die Nachkommen von Schimmeln ebenfalls meistens Schimmel sind. Bei der Geburt sind die Schimmel Rappen, Füchse oder Braune, auch jede andere Farbe ist möglich. In den nächsten Jahren bekommt ihr Fell zunehmend weiße Haare, was man „Ausschimmeln“ nennt. Dabei bleiben aber die Farben der Haut, der Iris, der Augen und Hufen zunächst erhalten.

Manche Pferde behalten diese Farben bis an ihr Lebensende, bei anderen sehr alten Schimmeln tritt die Weißfleckenkrankheit (Vitiligo) auf, sie haben dann auch weiße Augen, eine weißfleckige Haut und manchmal sogar weißfleckige Hufe. Während des Ausschimmelns verliert das Fell des Tieres fortschreitend seine Farbpigmente. Das Langhaar ist ebenfalls betroffen. Die Weißfärbung setzt zunächst an den Flanken und im Gesicht ein. Sie beginnt schon in sehr jungen Jahren. Schimmelfohlen sind meistens am grauen Kranz um ihre Nüstern und Augen zu erkennen. In der Regel ist das Ausschimmeln im Erwachsenenalter abgeschlossen, es kann aber auch etwas länger dauern.

Schimmel mit verschiedenen Farb- und Zeichnungsvarianten

Es gibt bei Schimmeln verschiedene Farbvarianten sowohl während der Zeit ihrer Ausschimmelung als auch nach deren vollständigem Abschluss. In der Ausschimmelungsphase gibt es

  • Braunschimmel,
  • Rotschimmel,
  • Rappschimmel,
  • Fuchsschimnachmel,
  • Grauschimmel,
  • Blauschimmel (gleichmäßige Verteilung der dunklen und weißen Haare) sowie
  • Apfelschimmel (dunklere Haare in Kreisen oder Halbkreisen).

„Fertige“ Schimmel können folgende Färbungen zeigen:

  • Atlasschimmel (vollkommen weiß)
  • Fliegenschimmel (weiß mit kleinen braunen, roten und schwarzen Tupfen)
  • Rosenschimmel (weiß mit ausschließlich rote Tupfen)

Welche Rassen können Schimmel hervorbringen?

Die Schimmelfärbung ist wie erwähnt nicht rassebedingt, sie kommt bei diversen Rassen vor. Es gibt wenige Rassen, die ausschließlich oder überwiegend Schimmel hervorbringen. Ausschließlich Schimmel sind die Camargue-Pferde. Meistens Schimmel sind die Lipizzaner, die Andalusier, die Shagya-Araber und die Boulonnais. Wahlweise Rappen oder Schimmel sind die Kladruber.

Genetik der Schimmelfärbung

Das Grey-Gen verursacht die Verschimmelung eines Pferdes. Diese Genmutation ist bei allen Schimmeln anzutreffen. Dabei mutiert das STX17-Gen, wird überexprimiert und regt dadurch das Melanozytenwachstum an. Einige der Melanozytenstammzellen sterben dadurch vorzeitig ab, andere breiten sich stark aus, was die Fellfärbung beeinflusst. Die Mutation kann vererbt werden.

Sind Schimmel gesundheitlich gefährdet?

Das Grey-Gen beeinflusst zwei andere Gene (Silver und TYRP1), wodurch das Pferd für Albinismus Typ 3 und den damit verbundenen Melanomen anfällig ist. Diese sind aber gutartig. Ihre Tumormarker sind ähnlich wie die gutartigen Naevi caerulei beim Menschen ausgeprägt. Bösartige Melanome gibt es bei allen Pferden, sie sind aber eher selten.

Kennzeichnung als Schimmel durch die Pferdezucht

Es gibt stichelhaarige Pferde, bei denen das Fell überwiegend weiß, die Haut aber eher rosafarben ist. Diese Pferde gelten im Sinne der Pferdezucht nicht als echte Schimmel, die immer eine schwarze Haut bei weißem Fell haben.

Schimmel in der Literatur, Folklore und Religion

Die faszinierenden weißen Pferde regen seit ewigen Zeiten die Fantasie an. Die Veneter an der Adria opferten Schimmel in ihren Heiligtümern. Die Araber und einige asiatische Völker (unter anderem die Koreaner) betrachten den Schimmel als Symbol für Glück und Erfolg. Die Polen betrachten ihn als besonders gutes Pferd. Bei den alten Kelten war er hingegen ein Todessymbol. Die Japaner unterstellen ihren Frauen eine besondere Beziehung zum Schimmel, die so stark sein soll, dass die Frau dem Tier lieber ausweichen sollte. Der Schimmel kann sie verzaubern. Er verliebt sich in die Frau, diese Liebe überdauert auch seinen Tod. Japanische Sagen schildern solche Liebesgeschichten, die unglücklich ausgehen. Die japanische Seidenraupe soll aus so einer Liebe entstanden sein. Die Deutschen kennen Theodor Storms Novelle vom Schimmelreiter, in welcher das Pferd eine unheimliche und geisterhafte Figur ist.

Warum heißen Schmetterlinge „Schmetterlinge“? Erklärung, Wortherkunft


Das Wort „Schmetterling“ stammt ursprünglich aus Obersachsen und verbreitete sich seit dem 16. Jahrhundert. Mit dem altdeutschen Wort „Schmetten“ wurde Sahne oder Rahm bezeichnet. Im Tschechischen steht das Wort „smetana“ für Sahne.

Warum heißen Schmetterlinge „Schmetterlinge“? Erklärung, Wortherkunft

Im Mittelalter glaubten die Menschen daran, dass sich Hexen in die schönen Schmetterlinge verwandeln würden, um von den Bauern die frischgemolkene Milch und süße Sahne bzw. den Rahm zu stehlen. Doch manche Schmetterlingsarten zog es einfach zu den lecker duftenden Milchprodukten hin.

In der deutschen Schriftsprache hat sich das Wort „Schmetterling“ erst ca. ab dem 18. Jahrhundert etabliert.

Altgriechische Wortdeutung für die „Schuppenflügler“

Der wissenschaftliche Oberbegriff für die zahlreichen Arten der Schmetterlinge ist Lepidoptera. Das bedeutet „Schuppenflügler“.
Das Wort Lepidoptera wird aus den folgenden zwei altgriechischen Wörtern abgeleitet: lépos „Schuppe“ und pterón „Flügel“.

Tatsächlich sind die Flügelmembranen der Schmetterlinge mit Millionen von Schuppen bedeckt. Diese sorgen für die auffällige Farbgebung und besondere Zeichnung der Flügel.

Einige Schmetterlingsarten sind dafür bekannt, dass die Weibchen mit speziellen Duftschuppen, die ätherische Öle absondern, Männchen anlocken können.

Schmetterlinge als Sinnbild für die menschliche Seele

Das griechische Wort „Psyche“ wird gleichzeitig zur Bezeichnung der menschlichen „Seele“ und „Schmetterling“ gebraucht.

Einige Legenden der slawischen und nordischen Länder beruhen auch auf dieser Deutung.

Im Alten Ägypten wurden die Schmetterlinge ebenfalls als Sinnbild der Seele des Menschen dargestellt.

Wenn die Seele auf Flügeln davonfliegt …

Die Menschen dachten in früheren Zeiten, dass die menschliche Seele während des natürlichen Schlafes und auch nach dem Tod auf Schmetterlingsflügeln davonfliegen würde. Zunächst wurde vor allem den Nachtfaltern diese besondere Fähigkeit zugesprochen. Später wurden auch die Tagfalter zum Symbol für die Seele der Menschen, die sich auf Reisen begibt.

Die häufige Abbildung von Schmetterlingen auf Grabmälern kann als Symbol für die Vergänglichkeit des Lebens und zugleich auch als Hoffnung auf Auferstehung gedeutet werden. Die Religionen vertreten dazu ganz bestimmte Auffassungen.

Bei den Christen heißt es z. B., dass sich die Seele vom Leib löst, um bei Jesus zu sein.

Hat „Flatterhaftigkeit“ etwas mit den Schmetterlingen zu tun?

Das nur scheinbar ziellose Herumfliegen der farbenprächtigen Falter machte auf die Menschen im Altertum wohl den Eindruck von Wankelmut, Unentschlossenheit und Leichtlebigkeit.

Dieses Verhalten galt als unmännlich und gar als Sünde.

Der dänische Dichter Hans Christian Andersen (1805-1875) erzählt von einem unentschlossenen Schmetterling auf Brautschau in seinem Märchen „Der Schmetterling“.

Bezeichnungen für den Schmetterling in anderen Sprachen

Das Altenglische bezeichnet den Schmetterling als „butorflege“. Im englischsprachigen Raum wird der Schmetterling heutzutage als „butterfly“ bezeichnet. Das Wort „fly“ heißt übersetzt „fliegen“. Auch im Wort „butterfly“ findet sich der Bezug auf ein bekanntes Produkt, das aus Milch hergestellt wird: die Butter.

In einigen Regionen nennt man den Schmetterling deshalb „Buttervogel“ und es gibt auch die mundartliche Bezeichnung „Molkendieb“.
Die dänische und die norwegische Sprache nennt den Schmetterling „sommerfugl“, also „Sommervogel“.

Im Lateinischen heißt „Schmetterling“ papilio und davon leitet sich das französische Wort „papillon“ ab.

Sinnbilder für den Schmetterling

In Asien, vor allem in China, verkörpern die Schmetterlinge die Unsterblichkeit, Wandlung und auch das Verlieben. Der Schmetterling wird in China gern als Überbringer guter Nachrichten gedeutet.

Die bekannte Redewendung „Schmetterlinge im Bauch haben“ geht auf den Roman „House of Prayer“ der amerikanischen Autorin Florence Converse (1871-1967) zurück. Ihr Buch wurde 1908 veröffentlicht. Florence Converse wollte mit der poesievollen Formulierung nicht das „Verliebtsein“ beschreiben, sondern nur ein etwas „mulmiges Gefühl im Bauch“ ausdrücken.

Warum heißen Röntgenstrahlen auch „X-Strahlen (X-Rays)“? Erklärung, Bedeutung


Bildgebende Verfahren sind aus der modernen Medizin nicht mehr wegzudenken. Ohne einen Patienten aufzuschneiden werden detaillierte Bilder des Körperinneren erstellt, um eine Diagnose für Beschwerden und Verletzungen zu finden. Heute ist es kaum vorstellbar, dass es eine Zeit gab, in der von außen nicht einmal Knochenbrüche exakt zu definieren waren. Die Entdeckung eines deutschen Physikers im auslaufenden 19. Jahrhundert revolutionierte die medizinische Fachwelt.

Entdeckungsgeschichte der Röntgenstrahlung (X-Strahlen, X-Rays)

Im Jahr 1895 gelang es dem deutschen Physiker Wilhelm Conrad Röntgen an der Universität Würzburg, eine bis dahin unbekannte Strahlung nachzuweisen. Er benutzte dafür speziell für die Erforschung von Strahlen hergestellte Röhren. Zwar ist heute bekannt, dass andere Physiker bzw. Chemiker mit ähnlichen Apparaturen schon zuvor dieselbe Strahlung erzeugten, Röntgen war jedoch der erste, der diese dokumentierte und auch deren Bedeutung erkannte.

Der ersten Publikation der neu entdeckten Strahlung legte Röntgen ein Bild der Hand seiner Frau bei, in der die einzelnen Knochen deutlich sichtbar sind. Es gilt heute als das erste Röntgenbild der Geschichte. Dies revolutionierte die Welt der Physik und der Medizin derart, dass Wilhelm Conrad Röntgen im Jahr 1901 bei der ersten Nobelpreisverleihung der Geschichte den Preis für Physik für seine bahnbrechende Erfindung abstaubte.

Was sind Röntgenstrahlen und wie werden sie eingesetzt?

Röntgen experimentierte noch mit einer Kathodenstrahlröhre aus Glas. Dort gelang ihm die Erzeugung und der Nachweis von jenen Strahlen, deren Wellenlänge zwischen dem sichtbaren Licht und Gammastrahlung liegt. Nur durch Zufall entdeckte er, dass diese bestimmten Materialien durchdringen können. Bei Experimenten mit verschiedenen Versuchsobjekten erkannte er rasch, dass diese Strahlung weiche Materie wie Haut und Muskeln durchdringt, harte wie Knochen hingegen nicht.

Da er den Nutzen für die Medizin erkannte, verzichtete Röntgen auf ein Patent, um die Strahlung möglichst bald der medizinischen Diagnostik zur Verfügung stellen zu können. Die Technik wurde immer weiter verfeinert, sodass es heute Geräte gibt, die Röntgenstrahlung aus allen möglichen Winkeln und in unterschiedlicher Intensität anwenden können. Bis heute macht man sich die unterschiedliche Dichte der Körperbestandteile zu Nutze und hilft teilweise mit verabreichtem Kontrastmittel nach, um nicht nur Knochen, sondern auch Knorpel oder innere Organe darzustellen.

Röntgenstrahlen sind bei weitem nicht so gefährlich wie radioaktive Strahlen, dennoch geht von ihnen eine gewisse Strahlenbelastung aus. Daher werden besonders empfindliche Körperteile während der Bilderstellung mit Blei abgeschirmt und medizinisches Personal verlässt den Raum, um der Strahlung nicht mehrmals am Tag ausgesetzt zu sein.

Warum heißen Röntgenstrahlen auch „X-Strahlen (X-Rays)“? Erklärung, Bedeutung

Wenn neue Erkenntnisse gewonnen oder Phänomene entdeckt werden, entbrennt häufig eine Diskussion in der jeweiligen Fachwelt, wie diese Entdeckung fortan genannt werden soll. Wilhelm Conrad Röntgen selber schlug den Namen X-Strahlen vor. Die Variable X steht seit jeher für das Unbekannte und so wollte er mit dem Namen auch verdeutlichen, dass diese Strahlung bis dahin der Physik unbekannt war.

Häufig werden in den Naturwissenschaften Entdeckungen oder Erfindungen auch nach deren Entdecker benannt. So schlug der Arzt Albert von Kölliker 1896 vor, die neuen Strahlen zu Ehren ihres Entdeckers fortan „Röntgen’sche Strahlen“ zu nennen. Abgekürzt zu den heute üblichen Röntgenstrahlen wird dieser Name bis heute im deutschsprachigen Raum vorwiegend verwendet. Sogar das bildgebende Verfahren selber wird kurz Röntgen genannt.

Viele Sprachen des germanischen und slawischen Sprachraums benennen die Strahlen nach ihrem Entdecker ebenso Röntgen. In anderen Sprachfamilien hingegen haben sich die von Röntgen selber vorgeschlagenen X-Strahlen durchgesetzt. So geht man auf Englisch zum X-Ray, auf Französisch zum Rayon X und auf Italienisch zum Raggi X.

Warum heißen Araber (Pferd) „Araber“? Erklärung

Araberpferde: Ursprung und Bedeutung

Araberpferde werden aus guten Gründen als die schönste Pferderasse der Welt bezeichnet. Gerade ihr ausdrucksstarkes Gesicht ist für diese Rasse besonders. Araber wurden früher von den Beduinen, den Wüstenbewohnern ohne festen Wohnsitz, gezüchtet. Viele andere Rassen sind durch die Zucht mit dem Araber veredelt worden. Araber eilt der Ruf voraus, dass sie besonders schreckhaft und nervös sind. Selten liegt das aber an den Tieren selbst, sondern viel mehr an der falschen Behandlung er sehr feinfühligen und sanften Tiere. In der Regel sind Araberpferde zuverlässig, freundlich und haben ein zartes Gemüt. Bekannt sind die Pferde zudem für ihre enorme Ausdauer, sie gelten auf langer Distanz als die weltweit schnellsten Pferde. Es ist also kein Wunder, dass im Distanzrennen fast ausschließlich Araberpferde die Sieger sind. Weltrekordhalter sind sie auch in Sachen Alter. Araber werden unwahrscheinlich alt. Im Das Araberpferd Al Jabal wurde 19 Jahre alt und hält damit einen Eintrag im Guinness Buch der Rekorde 2002.

Siehe auch: Warmblutpferde, Kaltblutpferde, Vollblutpferde

Warum heißen Araber (Pferd) „Araber“? Erklärung

Das Araberpferd hat seinen Namen dank seiner Heimat auf der arabischen Halbinsel erhalten. Anatomisch ist das Araberpferd einzigartig und das unterscheidet ihn von den meisten anderen Rassen. Es hat nämlich lediglich 17 – und keine 18 – Rippen. Auch Lendenwirbel hat es anstatt sechs Stück nur fünf. Ebenfalls Schweifwirbel haben Araberpferde weniger als andere Rassen. Daher können die Vertreter der Rasse ihren Schweif auch so andächtig heben.

Araber: Der Hintergrund dieser Zucht

Wer vom Araber-Pferd spricht meint damit eigentlich den Überbegriff für eine Pferderasse, die nach ihrem äußerlichen Erscheinungsbild und der Herkunft nach aus dem arabischen Raum stammt. Dabei ist es egal, ob die Rasse offiziell von der World Arabian Horse Organisation anerkannt ist. Genauer gesagt werden in die Grupp der Araber all die Pferde eingeordnet, deren Blut nicht so rein ist, dass sie zu den Vollblutarabern zugeordnet werden können, das fremde Blut aber wiederum so niedrig ist, dass auch keine andere Rasse aus Arabischem Halbblut, Anglo-Araber oder Shagya-Araber zuordbar sind. Geführt wird das Zuchtbuch der arabischen Rasse in der Bundesrepublik Deutschland vom Zuchtverband für Sportpferde arabischer Abstammung ZSAA und dem Verband der Züchter und Freunde des Arabischen Pferdes VZAP.

Das sind die Merkmale von Araber-Pferden

Grundsätzlich hat jede Sorte an arabischen Pferden eigene, individuelle Merkmale, welche dem arabischen Vollblut weniger oder stärker nahekommen. Ein genaues Zuchtziel liegt bei der Rassegruppe der Araber nicht vor, daher sind für diese Pferde auch keine bestimmten Exterieur- und Interieurmerkmale festgelegt. Weil Araber verglichen mit anderer Rassengruppen meist höher im Blut stehen sind die Ähnlichkeiten mit den Merkmalen des Arabischen Vollblutes meist hoch. Typisch für Araber-Pferde ist ihr temperamentvolles Gemüt. Dank ihrer Härte, Robustheit und der hohen Bereitschaft für Arbeit sind sie auch für Distanzritte und Wanderreiten beliebt. Gezüchtet wurde sie ursprünglich für Ausdauerleistung. Sie sind sehr robust gegen hohe Temperaturen und können auch eine hohe Luftfeuchtigkeit gut ab. Den Erfolg der arabischen Rasse zeigt die Geschichte. Als berittene Tiere der Beduinen waren sie über viele Jahrhunderte im heißen Klima unterwegs. Bei wenig Futter und Wasser mussten sie lange Strecken zurücklegen und sich in schwierigen Gebieten bewegen. Es liegt also in der Natur dieser Tiere, dass sie extrem ausdauernd sind, was nicht zuletzt an ihren nahezu unverwüstlichen Beinen liegt.

Araberpferde in der Übersicht

Araber haben ein Stockmaß zwischen 140 und 156 Zentimeter und einen quadratischen Körperbau mit hohem Schweif. Der Kopf ist edel, kurz und besitzt große Augen. Der Hals ist leicht gebogen und verfügt über eine feine Mähne. Araber gibt es in den Farben Schimmel, Fuchs, Rappe und Braun. Ihr Charakter ist sehr sensibel, feurig, mutig und intelligent. Der Gang ist schwebend, leicht und frei. Seit dem 7. Jahrhundert werden die Araberpferde gezüchtet. Heute werden Sie hauptsächlich in den Bereichen Freizeit, Springen und Rennen eingesetzt.

Diese Vertreter zählen zu den Arabern

Zugerechnet werden etwa Ungarische Araber, die den Shagya-Araben nicht zugeordnet werden können. Gleiches gilt auch für die Arabischen Pferde der Türkei, des Libanon und Jordanien, welche keinen lückenlosen Abstammungsnachweis haben. Zu Vertretern von Arabern werden auch die Arabischen Pferde gezählt, die aus Ägypten stammen und die Herkunft nicht geklärt, beziehungsweise nicht bei der WAHO eingetragen ist. Immer wieder landen Pferde auch in der Rassenbezeichnung, wenn es sich um die russische Tersker Rasse handelt, die wegen einer bestimmten Sonderstellung in Deutschland einer Reihe von Rassen zugeordnet werden kann.

Arabische Pferde, deren Ursprung anhand Papiere nicht zweifelsfrei überprüft werden kann (etwa wegen Kriegswissen) werden ebenfalls den Arabern zugeordnet. Gleiches gilt für die Nachkommen der Stute mit dem Namen Nigra Zscheiplitz. Sie stammt aus dem Vorkriegsgestüt Röblingen. Die Pferde zählen eigentlich zu den Arabischen Vollblüter. Nach einem Test, bei welchen festgestellt wurde, dass s wegen geringem Fremdblutanteil eine Umgruppierung geben muss, wird diese nun unter der Rassengruppe Araber geführt. Zu den Arbabern werden auch Farbzuchten gezählt, die einen Anteil von Arabischen Vollblut mit über 90 Prozent aufweisen. Eine eigene Rasse stellen hierbei die Araberpintos dar, welche über 99 Prozent vom Araberteil besitzen müssen.

Warum haben Vögel keine Zähne? Erklärung


Vögel sind allgegenwärtige Begleiter in Natur und Städten. Spatzen, Tauben, Amseln oder Krähen sehen wir tagtäglich und sie sind für uns keine Seltenheit. In Schwärmen erobern sie die Luft. Wir beobachten, wie sie am Boden nach Würmern graben oder Körner picken. Viele Menschen füttern sie gern im Park. und Vögel beflügeln wortwörtlich seit Jahrhunderten die Fantasie der Menschen und bieten Stoff für Märchen, Lieder und Legenden.
Ein Punkt jedoch macht uns stutzig. Viele andere Tiere, auch solche um uns herum, besitzen Zähne, um ihre Nahrung zu zerkleinern. Hunde, Katzen, Hamster, Kaninchen…warum besitzen Vögel keine solche Beißwerkzeuge? Mittlerweile wissen wir doch, dass sie direkte Nachfahren der Dinosaurier sind. Jene hatten sehr wohl ein ausgeprägtes Gebiss. Beispielsweise ist ein Tyrannosaurus ohne Reißzähne schlichtweg nicht vorstellbar.

Vögel und Zähne: Zahnschwund durch neue Nahrungsquellen?

Dieses Thema beschäftigt die Wissenschaft schon seit geraumer Zeit. Wir wissen, dass es zu Veränderungen der Lebensbedingungen auf unserer Erde gekommen ist – nicht zuletzt durch die Katastrophe, welche wohl für das Aussterben der Dinosaurier gesorgt hatte. Tatsächlich verringerte sich das Nahrungsangebot durch den Asteroideneinschlag dramatisch. Weder die riesigen Bäume, welche den großen Pflanzenfressern als Nahrung dienten, noch kleinere Beutetiere der Raubsaurier, existierten noch. Sie verbrannten in der Feuerglut des Einschlags oder starben durch mangelndes Sonnenlicht ab. War also eine notwendige Nahrungsumstellung der Auslöser, warum die Nachkommen der Dinosaurier mit Schnäbeln anstatt Zähnen ausgestattet wurden?

Dies ist tatsächlich eine der am ehesten akzeptierten Thesen. Kleine Pflanzen und Samen befanden sich nahe der Erdoberfläche oder darunter. Auch mehrere Arten von Insekten waren flink und versteckten sich versteckten sich in Spalten und Erdlöchern vor ihren Fressfeinden. Ein Maul voller Reißzähne würde hier wenig bringen. Ein Spitzer Schnabel hingegen konnte Samen aus dem Erdreich picken, Würmer aus der Erde ziehen und Kleingetier auch in Felsspalten erwischen.

Doch geht eine solche Anpassung so schnell vonstatten? Eine globale Katastrophe geschieht. und schon wachsen den Sauriern Schnäbel? Dieser Gedanke ist eher abwegig. Die Evolution braucht hunderte oder gar tausende von Jahren, um sich an neue Gegebenheiten anzupassen. So konzentrierten sich die Forscher auf einen neuen Fakt: Nicht alle Dinosaurier mit Zähnen ausgestattet, sondern besaßen bereits Schnäbel. Seien es Entenschnabelartige wie der Hadrosaurier oder der prominente Archaeopteryx. Dieser vogelartige Dinosaurier-Hybrid wird als einer der ersten Vorfahren der modernen Vögel angesehen. Er besaß einen Schnabel, wie heutige Vögel auch, der allerdings mit einer Reihe scharfer Zähne versehen war. Die ersten Nachkommen dieser Spezies hatten also demnach auch Zähne, die sie nach und nach verloren. Heute erinnert einzig ein kleines Indiz an diese Vergangenheit: Schlüpfende Küken heutzutage einen Eizahn an der Spitze des Schnabels. Mit ihm brechen sie die schützende Eischale auf, um sich aus ihr herauszukämpfen.

Vögel und Zähne: Den Kopf in den Wolken – Fliegen ohne Übergewicht?

Eine andere Hypothese findet zwar weitaus weniger Anhänger, ist aber dennoch nicht von der Hand zu weisen. Demnach meinen viele Wissenschaftler, ein vollständiges Gebiss sei einfach zu schwer und als solches nicht stromlinienförmig genug, um fliegen zu können. Der Flug war aber notwendig, um nach Nahrung zu suchen, die das Tier am Boden nicht einfach entdecken konnte. Ebenso halfen leichte Knochen, den flugunfähigen Vögeln, schneller einem Fressfeind zu entkommen und Deckung zu suchen. Um fliegen zu können, waren die Skelette der Dinosaurier zu dieser Zeit noch gänzlich ungeeignet. Deren Knochen waren schwer und kompakt. In der Folge hat die Evolution dafür gesorgt, dass das Skelett einiger Arten mit der Zeit Hohlräume entwickelten. So wurde erst der Gleitflug und später richtiger Flug ermöglicht. Dieser Gewichtseinsparung seien denn auch die Zähne zum Opfer gefallen, das diese über ein Zuviel an Dichte verfügten. Tatsächlich wichen allgemein die schweren Knochen einem Skelett, dass bei heutigen Vögeln hohl ist. So verloren sie im Lauf der Evolution immer mehr Masse verloren, bis sie leicht genug für den Flug waren. Die Zähne wären in diesem Prozess dem Schnabel gewichen, da dieser ebenfalls weitaus leichter war.

Vögel und Zähne: Schutz des Embryos?

Die Universität Bonn befasst sich, ebenso wie viele andere Fakultäten, seit Jahren mit diesem Phänomen. Kürzlich haben ihre Wissenschaftler eine gänzlich neue Idee aufgestellt. Der Ausgangspunkt, warum Vögel Schnäbel und keine Zähne besitzen, seien weder mit der Nahrungssuche auf der einen noch mit der Ausbildung eines leichten, flugtauglichen Skelettes auf der anderen Seite vereinbar.

Pionierarbeit hatten Amerikanische Paläontologen geleistet. Sie fanden heraus, dass die Eier der Dinosaurier sehr langsam inkubieren. Dies bedeutet, dass das Embryo eine lange Zeit benötigt, um vollständig ausgebrütet zu werden. Vogelküken dagegen beschleunigten den Prozess: Sie brauchen weit weniger Zeit in der fragilen und oft ungeschützten Schale, bevor sie schlüpfen. Die Wissenschaftler gehen also davon aus, dass dieser schnellere Prozess dazu dient, sich besser vor Fressfeinden zu schützen und ein Überleben der fragilen Zeit als Küken zu optimieren. Ohnehin häuften sich harsche und stetige klimatische Umbrüche. Dem folgte eine Anpassung mehrerer Spezies, die sich auf das Rauben von Eiern spezialisierten.

Dementsprechend war eine schnelle Inkubationszeit überlebenswichtig für die Nachkommen der Dinosaurier. Wenn sie schneller schlüpften, war die Wahrscheinlichkeit einfach größer, zu überleben. Ein flügge gewordener Vogel war in der Lage, Räubern, Vulkanausbrüchen oder Unwettern zu entgehen, ohne auf die Hilfe seiner Eltern angewiesen zu sein.

Schnäbel konnten durch den Embryo viel schneller ausgebildet werden als kompakte, schwere Zähne und verringerten die Brutzeit dementsprechend um entscheidende Tage oder gar Monate, was zu einem evolutionären Vorteil gegenüber den länger brütenden Echsen führte. Untersuchungen an versteinerten, embryonalen Wachstumslinien von Dinosaurierzähnen ergaben, dass diese Embryos tatsächlich etwa sechs Monate benötigten, bevor sie schlüpften, was die These durchaus untermauerte.

Diese Theorie findet große Beachtung. Auf ein Manko sei jedoch hingewiesen: So kann sie nicht auf das Fehlen von Zähnen beispielsweise bei Schildkröten übertragen werden. Diese benötigen ebenfalls eine sehr lange Brutzeit, bevor sie aus ihren Eiern schlüpfen. Wissenschaftler hoffen nun, mithilfe von Gentechnologie mehr Licht in das Dunkel zu bringen und Forschungen in dieser Richtung laufen weiter an.

Warum haben Vögel keine Zähne? Erklärung, Fazit

Paläontologen, Gentechniker, Botaniker und Biologen arbeiten zusammen, um dieses Rätsel zu lösen. Die Wissenschaft hat einige schlüssige Theorien aufgestellt. Doch auch nach intensiver Forschung und dem Einsatz modernster Technologien bleiben sämtliche Hypothesen theoretisch, und niemand kann zu 100 Prozent erklären, warum Vögel Schnäbel anstatt Zähne besitzen.

Vielleicht – oder gerade deswegen – sei hier noch eine romantische Theorie angerissen: Vögel haben eine eigene Sprache, mit der sie bis zu einem gewissen Grad tatsächlich kommunizieren können. Gerade die Singvögel erfreuen uns oft mit ihren vielfältigen Stimmen, und von Rabenvögeln und Papageien wissen wir, dass sie sprechen lernen können. Ob sie wohl wissen, was sie ihrer Umwelt erzählen? Vielleicht hilft ihnen der Schnabel ja auch einfach dabei, fröhliche Lieder zu singen.

Warum heißen Kaltblüter „Kaltblüter“? Bedeutung, Wortherkunft, Erklärung


Kaltblüter sind schwere und gemütliche Pferde: Neben verschiedenen Rassen, Verwendungszecken und Färbungen werden Pferde in Kaltblut, Warmblut, Vollblut und Ponys unterteilt.

Die Bezeichnung bezieht sich auf das Wesen und Temperament der Pferde.

Warum heißen Kaltblüter „Kaltblüter“? Bedeutung, Wortherkunft, Erklärung

Kaltblüter sind ruhige und behäbige Tiere. Vollblüter dagegen sind sensibel und leicht erregbar. Das Warmblut ist eine Mischung beider Typen.

In grauen Vorzeiten entstanden in Nordeuropa ganz andere Pferdearten als im Süden. Nordische Pferderassen waren bulliger, robust gegenüber Wind und Wetter und mit gemäßigtem Temperament. Ponys sind vom Wesen her ganz ähnlich, nur sind sie kleiner.

In der arabischen Wüste dagegen entstand ein leichter, wendiger und nervöser Pferdetyp: das Arabische Vollblut.

Erst der Einfluss der Vollblüter ließ in Nord- und Mitteleuropa Mischtypen entstehen, die man heute als Warmblüter kennt. Davor waren vermutliche alle Pferderassen auf dem europäischen Festland Kaltblüter oder Ponys. Man weiß, dass die Wikinger und Ritter der alten Tage auf sehr großen und manchmal auch etwas schwerfälligen Pferden ritten.

Die meisten Kaltblüter kann man an den stämmigen Beinen, dem quadratischen, muskulösen Körperbau und dem robusten Erscheinungsbild sehr gut erkennen. Sie haben dicke Mähnen, üppige Schweife und sehr große Hufe. Auch an den Beinen können sie mähnenartige Haare haben. Die nennt man „Kötenbehang“.

Kaltblut, das Blut und die Emotionen

„Blut“ wurde schon immer mit den Gefühlen und Emotionen gleichgesetzt. „Heißes Blut“ oder „volles Blut“ stand für „feurige“ Typen mit viel Temperament. Die Bezeichnungen nutze man für Menschen wie auch für Tiere.

Tatsächlich ist es so, dass bei Aufregung der Blutdruck steigt. Die Atemfrequenz erhöht sich, das Herz pumpt mehr Blut, damit mehr Sauerstoff zu den Organen und in die Zellen gelangt. Dadurch steht dem Organismus schnell mehr Kraft zur Verfügung.

Ein Vollblut schießt im Temperament sehr schnell nach oben, regt sich auf, beschleunigt schnell und atmet zügig. Einen Kaltblüter bringt man dagegen nicht so schnell aus der Ruhe. Das Wesen bleibt auch bei äußeren Reizen beständiger. Man sagt daher auch, der Kaltblüter habe stärkere Nerven.

„Kaltblütig“ sagt man gelegentlich auch zu Menschen, die sehr emotionslos (ohne Mitgefühl) handeln. Doch das trifft auf das Wesen eines Pferdes weniger zu. Zwar sind Kaltblüter mitunter regungsloser als andere Pferde. Wenn man sie gut behandelt und an den Menschen gewöhnt, sind sie die treuesten und freundlichsten Pferde.

Traditionelle Arbeitstiere mit Charakter: Warmblüter

Nachdem das Vollblut– und Warmblutpferd die Kaltblüter aus der Reiterei abgelöst hatten, waren die „Dicken“ Jahrhundertelang geschätzte Zug- und Lastentiere.

Kaltblüter zogen schwere Güter über kurze Distanzen. Sie arbeiteten in der Forstwirtschaft, im Bergbau und beförderten schwere Baumstämme aus unwegsamem Gelände.

Auf den Äckern zogen die starken Rösser noch bis ins 20. Jahrhundert hinein die Pflüge. Fast jeder Landwirt besaß vor der Einführung der Traktoren mindestens ein Kaltblutpferd oder Ochsen. Manchmal teilten sich Dorfgemeinschaften die begehrten Zugtiere.

Das behäbige und willige Temperament machte die Kaltblüter zu soliden und zuverlässigen Arbeitstieren. Da das Bewegungsbedürfnis insgesamt weniger ausgeprägt ist, als bei Voll- und Warmblütern, eigneten sich die Pferde für die reine Stallhaltung mit eingeschränktem Platzangebot.

Spätestens nach dem Zweiten Weltkrieg wurden Kaltblüter zunehmend durch Maschinen ersetzt.

Das Kaltblutpferd in der Neuzeit

Freunde der dicken Pferde pflegen ihre Traditionen zum Glück weiter. Lange Zeit fürchtete man, das Kaltblutpferd könne im Zuge der Technisierung aussterben.

Regional haben sich Liebhaber- und Zuchtverbände gebildet, die genau das verhindern möchten.

Daneben sind in manchen Sparten bis heute die Dienste der geduldigen Pferde unverzichtbar. So arbeiten in den unwegsamen Wäldern Europas immer noch zahlreiche Kaltblüter in der Forstwirtschaft.

In Süddeutschland haben sich die Bierbrauereien dem Erhalt der Tiere gewidmet. Die Bierzüge wurden traditionell von Kaltblütern gezogen. Bis heute halten etliche Brauereien eigene Kaltblüter, die sie zur Festzeit vorzeigen.

Jede Brauerei, die etwas auf sich hält, bewirtschaftet ein eigenes Zelt auf den großen regionalen Volksfesten. Zum Fassanstich ziehen die stolzen Pferde bunt geschmückte Wagen auf das Münchner Oktoberfest oder den Cannstatter Wasen in Stuttgart.

Im Freizeitreiterbereich sind die Dicken ebenfalls beliebt. Eher zierliche Kaltblüter wie die österreichischen Noriker oder die Schweizer Freiberger sind beliebte Reitpferde bei Groß und Klein.

Die größten Pferde der Welt: Shire Horse

Kleine Kaltblüter liegen vom Stockmaß her bei ca. 1,4 Metern Widerristhöhe. Beim Französischen Percheron sind es schon bis zu 1,7 Meter.

Doch eine Pferderasse stellt alle anderen in den Schatten: Shire Horse

Das englische Shire Horse kann über 2 Meter Stockmaß erreichen. Früher ritten stolze Ritter auf den sanften Riesen. Danach waren die Shire Horses Arbeits- und Zugtiere. Inzwischen hat sich eine große und weltweite Fangemeinde gebildet, die diese besondere Rasse weiter pflegt und züchtet.

Das größte Pferd aller Zeiten war der englische Wallach „Sampson“. Der lebte Mitte des 19. Jahrhunderts in der Grafschaft Bedfordshire und war 2,19 Meter hoch. Seine Besitzer nannten das Pferd liebevoll „Mammoth“ (zu dt. „Mammut“).

Heute hält den Rekord des größten lebenden Pferdes der Welt der australische Shire-Hengst „Noddy“. Er ist 2,05 Meter hoch und wiegt stolze 1,5 Tonnen.

Warum heißen Warmblüter „Warmblüter“? Bedeutung, Wortherkunft, Erklärung


Im Reitsport bezeichnet „Blut“ den Charakter und das Wesen einer Pferderasse.

Bestimmte Rassen werden aufgrund des Erbes, des Aussehens und des Temperamentes als Vollblüter, Kaltblüter oder Warmblüter bezeichnet.

„Blut“ wurde schon immer mit besonders viel „Feuer“ und Energie in Verbindung gebracht. Vollblüter sind besonders schnell, temperamentvoll und sensibel. Kaltblüter sind eher träge, kräftig und phlegmatischer. Die Warmblüter liegen in der Mitte.

Warum heißen Warmblüter „Warmblüter“? Bedeutung, Wortherkunft, Erklärung

Bevor die Arabischen Vollblüter nach Nord- und Mitteleuropa kamen, gab es vermutlich nur Kaltblüter und Ponys. Weil das Arabische Vollblut äußerst schick, zäh und rittig war, kreuzte man es mit diversen nordischen Rassen.

Die schweren und behäbigen Kaltblüter wurden durch die neue Zucht leichter, wendiger und kleiner. Heraus kam ein Pferd, dass ausdauernd über lange Distanzen laufen konnte, gelehrig und belastbar war. Zudem kam es besser mit den Wetterbedingungen in unseren Breiten klar, als die Araber. warum man den Begriff „Warmblut“ wählte, ist heute nicht mehr bekannt. Man hätte die Pferde auch „Mittelblut“ nennen können. Im Englischen nutzt man die Bezeichnung „crossbred“, was zu deutsch „Kreuzzucht“ bedeutet.

Neben der Warmblutzucht verfeinerten die Arabischen Vollblüter auch diverse Ponyzüchtungen (z.B. den Haflinger).

Das Warmblut – eine Erfolgsgeschichte

Aus dem Warmblut entwickelte sich das beliebteste Sport- und Freizeitpferd Europas. Deutschland ist bei der Warmblutzucht besonders aktiv. Fast jedes Bundesland hat eine eigene und sehr erfolgreiche Warmblutzucht. In den Niederlanden werden ebenfalls hervorragende Warmblüter gezüchtet.

Bekannte Rassen aus Deutschland sind:

  • Hannoveraner Warmblut
  • Oldenburger Warmblut
  • Holsteiner Warmblut
  • Bayerisches Warmblut
  • Württemberger Warmblut

Die Pferde eignen sich bestens für den Dressur- und Springsport. Warmblutpferde sind international bei Top-Wettbewerben erfolgreich. Europäische Warmblutpferde werden inzwischen in die ganze Welt exportiert und fliessen in ausländische Pferdezuchten ein.

Pferdezucht ist eine Kunst für sich. Die Typen und Anforderungen ändern sich immer wieder. Noch vor hundert Jahren waren die Warmblüter wesentlich größer, derber und schwerer. Nachdem sie als Zug-, Lasten- und Militärpferde nicht mehr gefragt waren, wurden sie zu Freizeit- und Sportpartnern.

Dazu kreuzte man wieder Vollblüter und leichtere Pferde ein. Unter anderem flossen Englische Vollblüter, russische Vollblüter, Trakehner, edle spanische Pferde (Lustitano und Andalusier) sowie nordafrikanische Berberpferde in die Zuchten ein.

Das Warmblutpferd im Dressursport

Für die Dressur eignen sich besonders ausdrucksstarke Pferdetypen. Sie müssen Freude an der Selbstdarstellung und ein ausgezeichnetes Gangbild haben. Dressurpferde haben eine imposante Statur und bewegen sich trotzdem federleicht.

Berühmte Dressurpferde aus der Warmblutzucht sind:

  • Donnerhall (Oldenburger, 1981-2002)
  • Rembrand (Westfale, 1977-2001)
  • Totilas (Niederländer, geb.2000)

Das Warmblutpferd im Springsport

Bei Springpferden steht das Leistungsvermögen vor dem Aussehen. Die Pferde müssen äußerst wendig sein und über ein gutes Springvermögen verfügen. Sie sind meistens deutlich kleiner und zierlicher als Dressurpferde.

Drei der bekanntesten Warmblut-Springpferde aller Zeit sind:

  • Halla (Hesse, 1945-1979)
  • Meteor (Holsteiner, 1943-1966)
  • Goldfever (Hannoveraner, geb. 1991)

Das Warmblut als Freizeitpferd

Neben Topleistungen im Sport sind Warmblüter geduldige und vielseitige Pferde für Freizeitreiter. Warmblüter werden in vielen Linien gezüchtet. Die Top-Vererber und Zuchtlinien kosten sehr viel Geld. Daneben gibt es aber auch jede Menge Zuchtungen, die sich jeder leisten kann.

Warmblüter werden häufig als Schulpferde in Reitställen eingesetzt. Je nach Zucht und persönlicher Anlage sind sie brave und gute Lehrmeister.

Im ambitionierten Freizeitreiterbereich findet man Warmblüter in allen nur denkbaren Sparten: als Dressur- und Springpferde der unteren Klassen, als Wanderreitpferde, Vielseitigskeitspferde oder Freizeitkumpel. Sogar im Westernsport sind Kreuzungen aus Warmblütern und typischen Westernpferden wie den Appaloosas oder Quarter Horses anzutreffen.

Warum haben Eichhörnchen einen weißen Bauch? Erklärung


Alle Eichhörnchen, von denen es verschiedene Arten gibt, haben einen weißen Bauch. Dieser schützt sie vor ihren Fressfeinden. Sie verstecken sich vor diesen nämlich in den oberen Baumkronen zwischen den grünen Blättern. Die Feinde kommen in der Regel von unten (allerdings nicht alle). Sie sehen dann von unten den weiß getarnten Bauch des Eichhörnchens und verwechseln ihn mit dem Himmel. Damit geben sie ihre Jagd auf das possierliche Tier auf.

Wer sind die Feinde der Eichhörnchen?

Die kleinen Nager haben recht viele natürliche Feinde:

  • Baummarder
  • Wild- oder Hauskatzen
  • Wiesel
  • Habichte
  • Mäusebussarde
  • Eulen

Die Marder, Wiesel und Katzen bejagen das Eichhörnchen in der Regel von unten kommend und werden in der Tat durch den weißen Bauch getäuscht. Bei den Vögeln sieht das etwas anders aus. Sie kommen vorrangig von oben, doch in diesem Fall schmiegt sich das Eichhörnchen an den Baumstamm und ist durch sein braunes Oberfell einigermaßen getarnt.

Wie wichtig ist der weiße Bauch für das Eichhörnchen? Erklärung

Er bietet einen ernsthaften Überlebensvorteil, daher hat er sich genetisch durchgesetzt. Frühere Arten mit nicht durchweg weißem Bauch haben wohl nicht überlebt. Allerdings ist die Eichhörnchenpopulation durch ihre Fressfeinde nicht wirklich gefährdet. Das ist auch schön und gut so, denn auf der Beliebtheitsskala der Menschen rangieren Eichhörnchen ziemlich weit oben. Mit ihrer koboldhaften Gestalt, den tollkühnen Kletterkünsten und ihrem Männchenmachen entzücken sie uns. Wir bleiben unwillkürlich stehen und schauen jedem Eichhörnchen nach, das aus einem Haselnussstrauch hervorhuscht und dann gewandt über die nächstgelegenen Äste eines Baumes balanciert, wo es schließlich in rasantem Tempo nach oben am Stamm emporklettert. Eichhörnchen sind scheinbar pausenlos beschäftigt, mancherorts verhalten sie sich an Spazierwegen sogar futterzahm. Allerdings bleiben sie grundsätzlich scheu, was sie auch sein müssen: Sie haben nun einmal echte Feinde, vor denen sie nur ihr Tempo, ihr Klettergeschick und ihre Felltarnung schützt, zu der auch der weiße Bauch gehört.

Wozu brauchen die Eichhörnchen eigentlich ihren langen Schwanz?

Der Schwanz ist mit 20 Zentimetern fast körperlang, buschig und stark behaart. Dieser ermöglicht erst das Leben auf Bäumen, denn er fungiert als Steuer-, Balance- und Ruderhilfe. Weitere Aufgaben des Schwanzes betreffen die Kommunikation mit Artgenossen sowie die Thermoregulation: Er kann ein das zusammengerollt liegende Eichhörnchen komplett bedecken. Von dieser Eigenschaft hat das Tier sogar seinen lateinischen Artnamen „Sciurus“. Dieser bedeutet „das sich mit seinem Schwanz beschattende Tier“. Auf der Flucht könnte natürlich ein allzu üppiger Schwanz ein Hindernis sein. Auch wenn das Eichhörnchen über eine Felltarnung inklusive weißem Bauch verfügt, flieht es doch viel lieber vor seinen Feinden. Daher verfügt es über sehr kräftige Beine (in Relation zum eigenen Körpergewicht) und gleichzeitig über scharfe Krallen. Mit diesen kann es sich auch dann festhalten, wenn kopfabwärts klettert. Diese Fähigkeit haben nur wenige Tiere, neben dem Eichhörnchen beispielsweise der Jahresvogel Kleiber.

Was ist neben dem weißen Bauch mit den sonstigen Fellvariationen des Eichhörnchens?

Es gibt verschiedene Arten und daher auch rot-braune und rot-graue, schwarze und braun-graue Eichhörnchen. Sie haben grundsätzlich alle einen weißen Bauch und gehören alle zum Sciurus vulgaris (europäisches Eichhörnchen). Die Fellfärbungen hängen vom Herkunftsgebiet ab. Eichhörnchen aus höheren Gebirgslagen sind eher dunkel gefärbt.

Warum heißt die Osterinsel „Osterinsel“? Erklärung


Die Osterinsel im Pazifik: Das nur 162,5 km² große Eiland liegt ziemlich abgelegen im Pazifischen Ozean. Sie befindet sich in etwa zwischen Chile und dem polynesischen Inselarchipel.

Benannt wurde sie durch den niederländischen Seefahrer und Forschungsreisenden Jakob Roggeveen. Der nahm 1722 an einer Expedition und die kam am Ostersonntag, dem 5. April vor der Küste der Insel an.

Vor den Niederländern war 1687 sehr wahrscheinlich schon der Pirat Edward Davis auf oder in der Nähe der Osterinsel. Er hinterließ aber nur einen vagen Bericht von einem neu entdeckten „Südkontinent“.

Warum heißt die Osterinsel „Osterinsel“? Erklärung

Die Namensgebung kommt also vom Tag der offiziellen Erstlandung von Europäern auf der Insel. Im niederländischen Original nannte Roggeveen die Insel „Paasch-Eyland“.

Um 1770 erhoben die Spanier Eigentumsrechte an der Insel. Sie nannten sie „San Carlos“. Weil die Insel wenig bot und strategisch unwichtig war, zogen die spanischen Eroberer bald wieder ab.

Zwischen 1768 und 1779 kam der englische Seefahrer und Entdecker James Cook öfter vorbei. Er ließ allerdings kaum ein gutes Haar an der Insel. Cook nannte die Gegend öde, verlassen und „ohne jede Annehmlichkeiten für Seereisende“. Dennoch hatte die Insel das Interesse diverser europäischer Adeliger und Handelsunternehmen geweckt.

Die Ureinwohner der Osterinsel

Bei den indigenen Einwohnern heißt die Osterinsel „Rapanui“. Vermutlich wurde die Insel erst um 1000 n. Chr. zum ersten Mal durch Menschen besiedelt. Das Volk der Rapanui hinterließ kaum lesbare Schriftstücke, die Aufschlüsse über deren Herkunft zuließen.

Die sonderbare Bilder- und Zeichenschrift der Rapanui ist bis heute nicht entschlüsselbar.

Vermutlich kamen die Menschen aus Polynesien. Einflüsse vom südamerikanischen Kontinent sind ebenfalls möglich. Hauptnahrungsmittel auf der spärlich bewachsenen Insel waren seit jeher Meeresfisch, Seevögel und Süßkartoffeln. Letztere stammen ganz eindeutig vom südamerikanischen Kontinent.

Die Geschichte der Ureinwohner wurde im Westen berühmt. 1994 gab es einen Film mit dem Titel „Rapanui – Rebellion im Paradies“.

Thema des Films war der sonderbare Kult der Ureinwohner und die beinahe Zerstörung der gesamten Kultur.

Auf der Osterinsel soll ein heftiger Klassenkampf geherrscht haben. Das ist nicht nur im Film so, sondern historisch belegbar. Was sich genau abspielte, wurde von den Machern des Filmes allerdings erfunden.

Überliefert ist lediglich, dass eine geistliche Elite auf der Insel herrschte. Sie unterdrückte die übrigen Menschen und rodete die Waldflächen rücksichtslos ab. Entweder brauchten sie das Holz für die Konstruktion von Schiffen und Booten oder für die berühmten Steinskulpturen, die Moai.

Osterinsel: Ein hart umkämpftes Eiland

Auf und um die Osterinsel scheint immer heftig gestritten worden zu sein. Egal ob es nun Ureinwohner oder Eroberer aus Europa oder Südamerika waren.

Zuerst vernichteten sich die Ureinwohner sich fast selbst, dann stritten die Ausländer um die Vorherrschaft.

1862 wurden 1400 Insulaner von Sklavenhändlern nach Peru verschleppt. Das entsprach etwa 30 Prozent der damaligen Gesamtbevölkerung.

1866 kamen zwei brutale europäische Geschäftsleute. Sie unterwarfen die wenigen verbliebenen Einwohner und züchteten Schafe und Rinder.

Kurz darauf kamen die Pocken. Nur 200 Rapanui überlebten die Epidemie.

Später annektierten die Chilenen die Osterinsel. Bis heute zählt sie offiziell zu Chile. Bis zum Jahr 1967 herrschte auf der Insel Kriegsrecht. Das erlaubte dem Staat, den Ureinwohnern alle Rechte abzusprechen. Die Rapanui waren zwar offiziell chilenische Staatsbürger, hatten aber kein Anrecht auf einen Pass und durften die Insel nicht verlassen.

Die Osterinsel heute

Es gibt nur eine einzige Stadt auf der Osterinsel, Hanga Roa. In den 1970er lebten eine Handvoll Menschen hier. Die Ureinwohner lebten noch in einfachen Hütten und ernährten sich vom Fischfang. Daneben gab es Verwaltungsangestellte vom Festland und langsam sachten Tourismus.

Heute hat Hanga Roa knapp 8000 Einwohner, einen Flughafen, Häuser, Hotels, Restaurants und Geschäfte. Durch Berichterstattungen im Fernsehen und den Film wurden immer mehr Neugierige auf die Osterinsel gelockt.

Hauptattraktion sind natürlich die weltberühmten Moai.

Osterinsel: Besiedlung und Bauboom

Schon bald, nachdem erste Siedler auf der Insel angekommen waren, begann der Bau sakraler und weltlicher Einrichtungen.
Über Jahrhunderte hinweg herrschte auf der ablegenden Osterinsel ein wahrer Bauwahn.

Alles drehte sich um den Kult des Vogelmannes und der rätselhaften Moai. Über 900 der teilweise gigantischen Statuen gibt es heute noch. Vermutlich waren es einst mehr als 1000.

Man weiß nicht, wozu die Moai ursprünglich dienten. Manche Thesen gehen davon aus, dass sie berühmte Häuptlinge oder Persönlichkeiten abbildeten. Andere sehen in ihnen eine Art düstere Gottheit. Übersetzt heißt Moai lediglich „Steinmann“.

Wie die Statuen hergestellt wurden, konnte gut rekonstruiert werden. Allerdings ist bis heute rätselhaft wie sie transportiert und aufgestellt wurden. Immerhin wiegen schon die kleinsten Moai rund 12 Tonnen.

Es ist gut möglich, dass sie auf Baumstämmen gerollt wurden. Dies würde die radikale Abholzung der Insel erklären.

Nach dem Untergang der brutalen Priester-Elite sollen die verbliebenen Rapanui die Moai reihenweise von ihren Sockeln gestürzt haben.

Als im 18. Jahrhundert erste Ausländer kamen, war die alte Kultur nur noch bruchstückhaft erhalten geblieben.

Der größte Moai wird „El Gigante“ genannt. Die Figur ist 21,6 Meter hoch und hat ein geschätztes Gewicht von 270 Tonnen.

Seit 1995 ist die Osterinsel ein besonders geschützter Nationalpark und Teil des UNESCO-Weltkulturerbes.

Warum haben Nutrias orange Zähne? Erklärung


Nutrias sind große und flinke Nagetiere, die einen erheblichen Teil ihrer Zeit im Wasser verbringen. Sie stammen aus Südamerika. Die pflanzenfressenden Kreaturen besitzen beträchtliche Vorderzähne, die aufgrund ihrer Färbung unvergesslich sind – ein kaum zu übersehendes rötlich-orange oder gelblich-orange.

Warum haben Nutrias orange Zähne? Erklärung

Die Zähne von Nutrias sind nicht nur intensiv orange, sie ragen auch deutlich nach vorne. Sie sind mit insgesamt 20 Zähnen ausgestattet, die Backenzähne, Prämolaren, Eckzähne und Schneidezähne sind. Ihre breiten Schneidezähne hören nie auf zu wachsen, solange sie leben. Ihre oberen und unteren Schneidezähne sind von außen orange. Kleine Tiere kommen mit weißen Zähnen zur Welt und verfärben sich mit der Zeit orange. Die orange Färbung ist ein Zeichen für eine gute Gesundheit!
Normalerweise sind die oberen Schneidezähne dunkelgelb, fast orange und die unteren haben ein helleres gelbes Pigment. Dies liegt an der Tatsache, dass der Zahnschmelz orange ist, im Gegensatz zu uns, der weiß ist.

Die orange Färbung in ihren Zähnen ist nicht zufällig. Die Färbung wird durch ihren Zahnschmelz verursacht, der ein Pigment enthält, das aus dem Mineral Eisen besteht. Dieses Pigment ist die Ursache für die orange Farbe der Zähne. Das darin enthaltene Eisen verleiht den Zähnen eine härtere und festere Textur. All dies führt dazu, dass die Zähne eine meißelartige Form erhalten, die ihnen beim Nagen sehr hilft. Die Färbung wird durch ihren Zahnschmelz verursacht, der ein Pigment enthält, das aus dem Mineral Eisen besteht. Dieses Pigment ist die Ursache für die orange Farbe der Zähne. Der Körper des Nutria lagert Eisen auf der Oberfläche seiner ständig wachsenden Zähne ab. Während das Nagetier frisst, nutzt sich der hintere Zahnschmelz schneller ab als der vordere und behält eine sehr scharfe Nagenkante, um Bäume und andere zähe Pflanzen besser zu essen. Nutria-Zähne müssen besonders robust und stark sein. Die Tiere benötigen die Zähne nicht nur zum Fressen, sondern auch zum Bau einer Höhle. Mit starken Zähnen können die Tiere auch kleinere Bäume und große Pflanzen entfernen.

Nutrias und ihre Nahrung

Nutrias setzen ihre Nagezähne ein, um glücklich auf einer breiten Palette von Vegetation zu fressen. Einige der Dinge, die sie routinemäßig essen, sind Binsen, Wurzeln, Laub, Knollen und Stängel. Manchmal speisen sie auch Baumrinde. Nutrias haben eine Vorliebe für verschiedene spezifische Pflanzen, von denen einige Rohrkolben, Spreu und Grünzeug sind, die am Rande eines Gewässers wachsen und gedeihen. Nutrias benötigen jeden Tag erhebliche Mengen an Nahrung – ungefähr ein Viertel ihres Gewichts. Sie sind im Großen und Ganzen Allesfresser. Wenn sie eine Wasserpflanze sehen, werden sie sie wahrscheinlich als nächste Mahlzeit testen. Neben vielen Pflanzen fressen Nutrias auch kleine Schnecken und Muscheln.

Nutrias: Aussehen

Nutrias sehen etwas biberartig aus. Sie haben dichte braune Mäntel, schlanke Schwänze und Schwimmhäute, die sie beim Schwimmen unterstützen. Ausgewachsene Nutrias neigen dazu, bis zu 70 cm lang zu werden und wiegen normalerweise maximal zehn kg. Sie bevorzugen Wohnumgebungen in der Nähe des Wassers und sind ein fester Bestandteil in der Umgebung von Seen, in Feuchtgebieten und in sich langsam bewegenden Bächen. Sie besetzen Nester oder Höhlen. Nutrias leben oft in sozialen Einheiten, die aus zwei bis 13 Exemplaren bestehen. Reife Männer leben jedoch gelegentlich unabhängig.

Warum haben wir Fingernägel? Erklärung

Woraus bestehen Fingernägel und wie sind sie aufgebaut?

Fingernägel bestehen aus toten Hautzellen, die stark zusammengepresst sind. Sie verhornen und werden hart. Diese Substanz wird auch Keratin genannt. Keratine sind wasserunlösliche Proteine. Unsere Haare bestehen ebenfalls daraus. Beispiele aus dem Tierreich für Keratin wären Federn, Igelstacheln und Hufe.

Der Ursprung des Fingernagels, die Nagelwurzel, befindet sich unsichtbar unter der Haut. Von dort wächst der Nagel in Richtung Fingerspitze. Die Lunula ist häufig der erste sichtbare Teil des Nagels. Lunula ist Latein und bedeutet „Möndchen“. Die Lunula ist der weiße, halbmondförmige Bereich des Nagels, der ganz am Rand in Richtung unseres Körpers zu sehen ist. Ihre Form, Breite und ob sie überhaupt sichtbar ist, ist von Finger zu Finger unterschiedlich.

Fingernägel sind etwa 0,75 mm dick. Um diese Dicke zu erreichen, legt der Körper bis zu 150 Hornzellen übereinander. Pro Woche wachsen Fingernägel zwischen 0,5 und 1,0 mm. Starke Verletzungen können ihr Wachstum verlangsamen oder zu Fehlbildungen führen. Es ist auch möglich, dass ein Nagel nach einer starken Verletzung gar nicht mehr nachwächst.

Seit wann haben Menschen Fingernägel?

Seit es den Menschen gibt, hat er auch Fingernägel. Der älteste fossile Fund eines Fingernagels ist über 55 Millionen Jahre alt. Er gehört einer Primatenart mit Namen Teilhardina brandti.

Das nur 15 cm kleine Säugetier lebte auf Bäumen, besaß aber keine Krallen mehr. Stattdessen wuchsen an seinen Händen und Füßen winzige Nägel, die ihm, so nehmen Forscher an, das Klettern erleichterten.

Vermutlich entwickelten sich gleichzeitig auch die Fingerkuppen. Durch vermehrte Nervenenden wurden diese außerdem empfindlicher, was gegenüber einer unempfindlichen Kralle einen Vorteil beim Klettern darstellte.

Welche Aufgaben erfüllen Fingernägel? Wozu haben wir sie?

Bis heute erfüllen Fingernägel beim Menschen verschiedene Aufgaben. Sie schützen zum Beispiel unsere empfindlichen Fingerkuppen. Ohne die harten Nägel hätten wir bei vielen Tätigkeiten Schmerzen. Außerdem sind unsere Finger anfällig für Verletzungen, was durch die hohe Dichte an Nervenenden (über 3400) in ihnen besonders unangenehm ist. Auch dabei können Fingernägel Schläge oder andere Gefahren abfangen.

Des Weiteren brauchen wir die Nägel zum Greifen sehr kleiner Gegenstände. Um eine flach am Boden liegende Münze aufzuheben, setzen wir automatisch die Nägel ein. Sie haken einfach unter die Münze, während unsere Fingerkuppen zu dick sein könnten, um den richtigen Halt zu finden.
Auch beim Abziehen von Aufklebern sind Fingernägel sehr hilfreich. Darüber hinaus könnten wir uns ohne sie nicht kratzen.

Fingernägel als Indikator für Gesundheit

Die Bildung von Fingernägeln ist von verschiedenen Nährstoffen abhängig. Zink, Selen, Vitamin C und Omega-3-Fettsäuren werden dafür benötigt. Fehlen diese, zeigt sich dieser Mangel wenig später als Unregelmäßigkeit auf dem Nagel.

Stark brüchige Nägel entstehen häufig, wenn die Nägel regelmäßig Chemikalien ausgesetzt sind. Putzmittel oder auch Nagellackentferner nehmen dem Nagel seine Ölschicht und lassen dadurch besonders die Spitzen leichter brechen. Auch ein hormonelles Ungleichgewicht kann zu brüchigen Nägeln führen.

Von einem Uhrglasnagel spricht man, wenn sich der Nagel stark nach unten wölbt und dabei möglicherweise sogar die Fingerkuppe wegdrückt. Diese Nagelform kann genetisch bedingt sein. Tritt sie plötzlich auf, ist sie ein Zeichen für Sauerstoffmangel.

Befindet sich auf dem Nagel eine breite Delle, handelt es sich um einen Löffelnagel. In diesem Fall ist der Nagel zu weich, wenn er herauswächst. Er sinkt ins Nagelbett ein und hinterlässt eine Kuhle, die aussieht, als hätte man mit einem Löffel auf den Nagel gedrückt. Schilddrüsenerkrankungen und Eisenmangel können dazu führen. Auch scharfe Chemikalien können den eigentlich festen Nagel aufweichen, bis er einsinkt.

Weiße Flecken auf dem Nagel sind, anders als häufig angenommen, kein Anzeichen für Mineralien- oder Vitaminmangel. Diese Flecken entstehen, wenn sich der Nagel vom darunterliegenden Nagelbett ablöst. Das Nagelbett ist von Blutgefäßen durchzogen, sodass der Nagel rosa erscheint. Löst er sich davon, wird er weiß. Das kann beispielsweise passieren, wenn der noch sehr junge Nagel einem Schlag ausgesetzt war.

Was haben Katzen Angst vor Gurken? Bedeutung, Definition, Erklärung


Im Internet kursieren zahlreiche Videos, in denen sich Katzen vor einer handelsüblichen Gurke erschrecken. Doch warum ist das so? Haben die niedlichen Vierbeiner einfach eine tiefe Abneigung gegen das Gemüse oder gibt es vielleicht einen anderen Grund, der für ihr schreckhaftes Verhalten spricht? Wir verraten es Ihnen.

Besitzer versteckt Gurke hinter der Katze, diese springt meterhoch in die Luft

Wer auf der Video-Plattform die Worte Katze und Gurke eingibt, findet sofort Unmengen an Videos, in denen sich die Vierbeiner vor einer einfachen Salatgurke erschrecken. Der Aufbau eines solchen Videos ist im Grunde genommen immer gleich: Die Katze dreht ihrem Besitzer kurz den Rücken zu und dieser platziert schnell eine Gurke hinter dem Tier. Dreht sich die Katze um, wirft sie automatisch einen Blick auf die Gurke und springt anschließend nicht selten meterhoch in die Luft, da sie das Gemüse offenbar zu Tode ängstigt. Doch haben Katzen wirklich Angst vor einer harmlosen Gurke? Die Antwort lautet: Nein! Einer Katze ist es völlig egal, ob Gemüse im Weg liegt – was bereits durch erfahrene Katzenforscher und Tierpsychologen bestätigt wurde. Doch warum dann ihre oft panische Reaktion?

Erinnert eine grüne Gurke die Katze vielleicht an eine gefährliche Schlange?

Schnell verbreitete sich im Internet die Theorie, dass die Katze eigentlich gar keine Angst vor der Gurke selbst hat – sondern dass die Form der Gurke sie schlicht und einfach an eine Schlange erinnert. Könnte es also sein, dass Katzen genetisch bedingt panische Angst vor Schlangen haben und deshalb so reagieren? Diese Theorie klingt sehr schlüssig – doch sie trifft nicht zu. Ein solcher Urinstinkt müsste nämlich in jeder Katze anzutreffen sein. Doch manche Katzen reagieren in den Youtube Videos nicht einmal annähernd so, wie man es erwarten würde. Ganz im Gegenteil: Sie gehen seelenruhig an der ausgelegten Gurke vorbei oder stupsen diese noch spielerisch mit ihren Pfoten an, um sie zu untersuchen. Die Schlangentheorie ist also ebenfalls vom Tisch – doch was ist es dann?

Katzen mögen keine ungewohnten Ereignisse, die sie sich nicht erklären können

Die Antwort auf die Frage, warum Katzen beim Anblick einer Gurke panisch in Richtung Decke springen, ist eigentlich relativ simpel. Schaut man sich einige der Youtube Videos genauer an, so stellt man schnell fest, dass sie eines gemeinsam haben: Die Gurke wird vom Besitzer der Katze immer dann ausgelegt, wenn das Tier gerade abgelenkt ist – beispielsweise mit Fressen. Da die Gurke sehr nah hinter der Katze platziert wird, kann die Katze beim Umdrehen nicht schnell genug einschätzen, um was für einen Gegenstand es sich hierbei handelt – schließlich lag dieser vor wenigen Sekunden noch nicht dort. Die Folge ist eine spontane Angstreaktion – vergleichbar mit einem Menschen, der einem anderen Menschen hinter einer Ecke auflauert, um diesen zu erschrecken. Tatsächlich erschrecken sich Katzen auch nicht nur bei Gurken: Eine ausgelegte Banane, die plötzlich hinter dem Tier auftaucht, würde vermutlich dieselbe Reaktion auslösen.

Dennoch sind sich mehrere Wissenschaftler einig, dass das Erschrecken einer Katze besonders gut mit einer Gurke funktioniert, da diese zumindest auf den ersten Blick an ein Tier erinnert – so ähnelt die grüne Schale der Gurke beispielsweise der Haut eines Reptils. Fremde Tiere, die spontan an einem Ort auftauchen, an dem sie eine Katze noch nie zuvor gesehen hat, sind dem Stubentiger erst einmal suspekt – daher auch die bekannte Reaktion.

Die eigene Katze mit einer Gurke erschrecken: Leider keine allzu gute Idee

Auch wenn Videos mit Katzen, die sich vor einer Gurke erschrecken, sicherlich für viele Klicks im Internet sorgen, ist es aus Sicht erfahrener Tierpsychologen keine gute Idee, diesen Scherz an seiner Katze auszuprobieren – vor allem dann nicht, wenn das Gemüse hinter dem Tier platziert wird, während dieses gerade frisst. Der Grund: An ihrem Fressplatz fühlen sich Katzen geborgen und in Sicherheit. Dieses Gefühl der Sicherheit könnte schnell verloren gehen, wenn durch die ausgelegte Gurke ein Gefühl der Angst die Oberhand gewinnt. Im schlimmsten Fall könnte diese als lustig empfundene Aktion sogar dazu führen, dass die Katze sich fortan weigert zu fressen.

Ferner haben Katzen ein hervorragendes Gedächtnis: Sie können sich über viele Jahre hinweg merken, ob und wann ihr Herrchen sie böse behandelt hat und daraus die entsprechenden Konsequenzen ziehen – man sollte sich also nicht dabei erwischen lassen, wie man die seltsame Gurke hinter der Katze platziert. Im Idealfall sollte man jedoch vollständig darauf verzichten, seine Katze mit diesem fiesen Scherz zu ärgern. Denn was für uns Menschen auf den ersten Blick lustig erscheint, ist für das Tier selbst purer Stress. Wer seine Katze liebt, sollte sie also lieber häufiger kraulen – denn das bereitet den meisten Stubentigern definitiv mehr Freude.

Warum haben Frauen keinen Bart? Erklärung


Der Bartwuchs hängt einerseits von der Menge an Testosteron im Körper ab, andererseits ist er genetisch bedingt. Da Frauen weit weniger Testosteron produzieren, haben sie keinen, beziehungsweise nur sehr schwach ausgeprägten Bartwuchs. Dasselbe gilt für die gesamte Körperbehaarung mit Ausnahme des Haupthaares und der Scham- und Achselbehaarung. Aus demselben Grund haben auch manche Männer mehr, andere weniger Körperbehaarung und Bartwuchs. Der Hormonhaushalt und die Gene unterscheiden sich stark bei Männern und Frauen und somit auch die Körperbehaarung.

Der Bart als Symbol der Männlichkeit

Um der Frage nachzugehen, warum Frauen kein Bart wächst, ist es interessant, welche Funktion der Bart hat. Warum haben also Männern überhaupt einen Bart? Das ist wissenschaftlich nicht eindeutig geklärt. Einen offensichtlich praktischen Nutzen hat der Haarwuchs im Gesicht jedenfalls nicht. Es gibt die Vermutung, dass der Bart den Mann breiter und somit stärker erscheinen lässt, also dazu dient, Gegner und Konkurrenten einzuschüchtern. Da die Größe des Bartes, unter anderem, vom Testosteron abhängt, kann der Bartwuchs tatsächlich als Zeichen für Dominanz, Kraft, sexuelle Potenz und Aggression gewertet werden. Auch diese Eigenschaften werden durch Testosteron verstärkt. Das kann bärtigen Männern in der Vergangenheit einen evolutionären Vorteil gebracht haben, also mehr Glück bei den Frauen und somit mehr Nachwuchs. Wenn Männer mit starkem Bartwuchs viele Kinder bekommen, haben die Söhne dank der Gene wiederum sehr wahrscheinlich starken Bartwuchs. Der genetische Aspekt erklärt auch, warum der Bart bei Menschen verschiedener Ethnien unterschiedlich ausfällt. So wächst, zum Beispiel, in großen Teilen Asiens auch den Männern nur sehr wenig Bart.

Bartwuchs: Die Rolle der Hormone

Die Hormone spielen eine kompliziertere Rolle, als man annehmen möchte. Es ist nicht einfach die Menge an Testosteron, die entscheidend für den Bartwuchs ist. Die Testosteron-Konzentration ist, weltweit gesehen, nicht so unterschiedlich, wie der Bartwuchs. Ganz konkret hängt die Menge des Bartes von einem Abbauprodukt von Testosteron ab, dem Dihydrotestosteron – kurz DHT. Damit aus Testosteron Barthaare werden können, wird es in DHT umgewandelt, das dann an kleinen Öffnungen in den Zellen bindet. Da auch Frauen dieses Hormon in unterschiedlicher Konzentration produzieren, gibt es auch Frauen, mit leichtem Bartwuchs. Generell sind aber sowohl der Testosteron- als auch der DHT-Spiegel der Frauen wesentlich geringer als der der Männer. Die Testosteronkonzentration beträgt bei Frauen etwa nur ein Zehntel der Konzentration bei Männern.

Bei Männern wird DHT in den Nebenhoden und der Prostata aus Testosteron gebildet. Frauen produzieren das Steroid Androstendion in den Eierstöcken. Dieses wird zur Produktion der weiblichen Hormone – der Östrogene – verwendet. Wenn Androstendion aber auf Testosteron trifft, wird daraus DHT. Wann immer sich der Hormonhaushalt der Frauen stark verändert, wie in der Pubertät oder der Schwangerschaft, ändert sich auch die Konzentration an DHT und somit die Menge der Haare im Gesicht. Auch Medikamente, die sich auf den Hormonspiegel auswirken, können solche Auswirkungen haben. Die größte Änderung im Hormonhaushalt bringen, neben der Pubertät, die Wechseljahre.

Häufig fangen bei Frauen nach der Menopause einige Barthaare zu sprießen an, ähnlich wie bei jungen Männern in der Pubertät. Das kommt daher, dass Männer wie Frauen sowohl Testosteron als auch Östrogen produzieren. Bei den Männern ist die Menge an Testosteron bloß viel größer als bei Frauen. Umgekehrt spielt bei Frauen das Östrogen während der Zeit, in der sie gebärfähig sind, eine größere Rolle. Während der Wechseljahre sinkt dann der Östrogenspiegel stark ab. Je weniger Östrogen produziert wird, umso größer wird die Rolle, die das Testosteron spielt. Das ist der Grund, warum Frauen in fortgeschrittenem Alter ein paar Barthaare wachsen. Zu einem richtigen Vollbart kommt es aber nicht, dafür ist die Konzentration an Testosteron auch nach der Menopause nicht stark genug.

Bartwuchs: Genetische Faktoren

Welche Rolle die Gene beim Bartwuchs spielen, wurde mithilfe von internationalen Zwillingsstudien untersucht. Eineiige Zwillingsbrüder haben den gleichen Bartwuchs, bei zweieiigen Zwillingen ist er ebenso unterschiedlich wie bei anderen Brüderpaaren. Männer, die nicht miteinander verwandt sind, unterscheiden sich deutlicher in der Stärke ihres Bartwuchses. Den größten Unterschied merkt man, wenn man Männer verschiedener Ethnien vergleicht. Das deutet darauf hin, dass der Bart sehr stark von den Genen beeinflusst ist.

Nicht nur bei Männern findet man beim internationalen Vergleich Unterschiede im Bartwuchs, dasselbe gilt auch für Frauen. Eine stärkere Gesichtsbehaarung bei Frauen häuft sich meistens innerhalb einer Familie. Das spricht auch dafür, dass dieses Phänomen vererbt ist. Meist ist es so, dass bei diesen Frauen die Haut empfindlicher auf die Hormone reagiert. Da ein Bart ja nur in bestimmten Teilen des Gesichts wächst, ist es die Haut in diesen Regionen, die von den Hormonen beeinflusst wird und Haare wachsen lässt oder nicht. Was vererbt wird ist wahrscheinlich diese Reaktion der Haut wie auch die Umwandlung von Testosteron in DHT.

Neben der Produktion von Hormonen und der Empfänglichkeit der Haut für diese Hormone, wird auch die Anzahl der Haarfollikel genetisch bedingt. Follikel sind die kleinen Gruben in der Haut, aus denen die Haare wachsen. Je mehr solche Follikel es gibt, umso mehr Haare wachsen im Gesicht. Tatsächlich ist noch nicht im Detail bekannt, wie die Vererbung des Bartwuchses genau vor sich geht. Sicher ist, dass auch der Testosteronspiegel mit der Ausprägung der Gene zusammenhängt. Genetik und Hormonhaushalt können also nicht getrennt betrachtet werden. All diese Faktoren sind gemeinsam dafür verantwortlich, dass Männern ein Bart wächst und Frauen nicht.

Warum haben Hunde Angst vor Gewitter? Erklärung


Wenn es draußen stürmt und Böen aufziehen, gerät der Vierbeiner in Panik. Der Grund dafür sind neben dem lauten Donnern auch die elektrostatische Ladung des Fells. In Verbindung mit der Verdunklung des Himmels und den stürmischen Böen wird vielen Hunden Angst und Bange.

Warum haben Hunde Angst vor Gewitter? Hunde sind feinfühliger als Menschen

Hunde haben Angst vor Gewittern. Das liegt daran, dass die Tiere wesentlich feinfühliger sind als wir Menschen. Sie nehmen jegliche Veränderung in der Umgebung wahr und reagieren darauf. Wenn die Wolken sich zusammenziehen und sich ein Gewitter ankündigt, spüren Hunde das in der Regel schon Stunden vorher. Da ein Gewitter laut und erschütternd ist, sind Hunde in dieser Zeit einer besonders großen Belastung ausgesetzt. Das alleine führt dazu, dass die Vierbeiner sich zurückziehen und das Vorgehen am Himmel mit Skepsis betrachten. Nachdem das Gewitter vorbei und der Himmel wieder klar ist, kommen sie wieder aus ihrem Versteck. Viele Hunde sind noch einige Stunden nach einem Gewitter schreckhaft. Dies liegt daran, dass ein solches Unwetter eine besondere Belastung, gerade für ängstliche Hunde, darstellt.

Hunde und Gewitter: Elektrostatische Ladung des Fells macht Hunden Angst

Wenn Vierbeiner bei einem Gewitter in Panik geraten, dann zumeist auch aufgrund der elektrostatischen Aufladung ihres Fells. Das Gewitter sorgt dafür, dass sich die Haare aufstellen. Das ist zu vergleichen mit der Aufladung die entsteht, wenn wir Menschen mit Socken über einen Teppich laufen. Man vermutet, dass dieses Phänomen auch Hunde während eines Gewitters ereilt. Da diese das Phänomen natürlich nicht kennen und auch nicht einschätzen können, woher die Stromschläge kommen, sind sie verängstigt und verstecken sich.

Wenn es blitzt und donnert, sagt der Instinkt des Hundes, dass er sich verstecken soll. Das ist genetisch bedingt, denn laute Geräusche, grelle Lichter und Unwetter stehen in der Natur oft für Gefahr. Der Hund folgt also nur seinem Instinkt und kommt erst wieder aus seinem Versteck, wenn er die Umgebung als „sicher“ einstuft. Hunde, die es von klein auf nicht anders gelernt haben, haben auch dann Angst vor Gewittern, wenn ihr Herrchen sich ruhig und normal verhält. Wird ihnen jedoch frühzeitig beigebracht, dass Unwetter keine große Gefahr darstellen, haben sie auch deutlich weniger Angst.

Welpen übernehmen Angst vor Gewittern von ihrer Mutter

Wenn ein Hund schon von klein auf lernt, dass Gewitter etwas Gefährliches sind, wird er diese Angst natürlich übernehmen. Welpen schauen sich nicht nur die positiven Eigenschaften von ihrer Mutter ab, sondern auch die negativen. Das gilt auch für das Verhalten des Herrchens, welches der Vierbeiner oft widerspiegelt. Herrchen, die sich bei Unwettern ruhig verhalten, übertragen dies ebenfalls auf ihren Hund. Übertriebener Trost und Aufmerksamkeit vermitteln dem Hund wiederum, dass etwas nicht stimmt.

Hunde spüren Druckabfall in der Luft

Die Angst vor Gewittern hat auch damit zu tun, dass ein Druckabfall in der Luft stattfindet. Die Umgebungsatmosphäre verändert sich und das Gewitter braut sich sprichwörtlich zusammen. Dies spüren Hunde und geraten ganz automatisch in einen Panikmodus. Nachdem das Gewitter vorüber gezogen ist und der Druck in der Luft sich wieder normalisiert hat, beruhigt sich auch der Vierbeiner wieder.

Warum haben Katzen raue Zungen? Erklärung


Katzen haben funktionelle Widerhaken oder Papillen auf ihrer Zunge aus Keratin, dem gleichen Material, aus dem Nägel und unsere Haare bestehen. Es sind sehr starre kleine Widerhaken, die nach hinten zeigen. Katzenzungen fühlen sich wie Sand- oder Schleifpapier auf unserer Haut an, weil sie kleine nach hinten weisende hakenförmige Widerhaken haben. Diese werden wie bereits erwähnt als fadenförmige Papillen bezeichnet und sind unterschiedlich lang, wobei die in der Mitte der Zunge am längsten sind. Diese harten Stacheln kratzen das Fleisch von den Knochen ihrer Beute und ziehen es in den hinteren Teil des Mundes.

Warum haben Katzen raue Zungen? Erklärung

Es gibt ein paar Theorien, warum Katzen diese Widerhaken haben, und die erste besagt, dass sie für die Pflege sind. Die Widerhaken wirken fast wie eine Haarbürste und sammeln lose Haare. Katzen verwenden diese Widerhaken wie eine Haarbürste auf ihrer Zunge, um ihr Fell zu entwirren, Flöhe und andere Fremdkörper zu entfernen und die toten Haare zu entfernen.

Die kleinen Stacheln stimulieren die Talgdrüsen an der Basis jedes Haares und tragen dazu bei, Öl im Fell zu verteilen, um es wasserdicht zu machen. Jeder kleine Widerhaken ist hohl und sammelt Speichel aus dem Mund, der dann während der Pflege über das Fell verteilt wird. Dies hilft Katzen, sich bei heißem Wetter abzukühlen.

Einige Katzen können sich tatsächlich mit ihrer Zunge übermäßig pflegen und verursachen Haarausfall, wenn sie es übertreiben. Bei Katzen mit sehr langen Haaren muss der Mensch ihnen möglicherweise bei der Pflege helfen, da ihre Zunge nicht ausreicht, um sich selbst sauber zu halten.
Widerhaken spielen auch eine Rolle bei der Nahrungsaufnahme der Katze. Katzen sind Raubtiere und in ihrer natürlichen Umgebung würden sie Beute fangen. Diese mit Widerhaken versehene Zunge hilft, die Beute zu halten und hilft beim Entfernen von Muskeln und beim Lösen von Gewebe aus dem Knochen durch Lecken.

Katzen können erhebliche Probleme im Mund haben, die eine Entzündung der Zunge und den Verlust dieser Papillen verursachen. Manchmal kann die Veränderung, die während einer Krankheit auftritt, dauerhaft sein, was bedeutet, dass sie einen Bereich ihrer Zunge haben, der nicht mehr rau ist.

In diesem Fall müssen Katzenbesitzer ihre Pflege verstärken, da die Katzen sich nicht effektiv pflegen können. Wenn Ihre Katze eines dieser gesundheitlichen Probleme wie entzündliche Veränderungen auf der Zunge hatte, sollten Sie den Mund des Tieres im Auge behalten.

Menschen können bei der Pflege helfen

Normalerweise sind die Zungenpapillen, die sowohl bei Löwen als auch bei Hauskatzen vorkommen, lang genug, um die Dicke des Fells zu durchdringen. Allerdings haben Perserkatzen mit langem Fell Probleme bei der Pflege. Die Haare sind zu lang und das tote Fell kann nicht nach ausgespuckt werden, da die Widerhaken nach innen zeigen und das Fell verschluckt wird. Diese Haarballen erbricht die Katze mit der Zeit.
Häufiges Kämmen – insbesondere bei Langhaarrassen – kann viel totel Fell entfernen, das sonst in den Mund der Katze gelangen würde. Die Katze verschluckt weniger Haare und muss sich nicht erbrechen. Außerdem können sich verschluckte Haare im Darm der Katze sammeln und ernsthafte Probleme verursachen.

Katzenzungen dienen zur Regulierung der Körpertemperatur

Bemerkenswerterweise kühlen Katzen, wenn sie ihr Fell lecken, auch ihren Körper ab. Die Stacheln auf der Zunge einer Katze sind hohl und der Raum in jeder Wirbelsäule leitet Speichel aus dem Mund einer Katze ab, während sie sich pflegt. Sie benetzt ihr Fell jedes Mal mit der Zunge, wenn sie leckt, und das Wasser auf ihrem Fell verdunstet allmählich und kühlt das Tier ab.

Katzen schwitzen nur aus haarlosen Bereichen wie Pfotenpolstern und Kinn, nicht aus dem Rest ihrer Haut. Daher ist diese Art der Pflege eine wirklich wichtige Möglichkeit für Katzen, ihre Körpertemperatur zu kontrollieren, insbesondere bei Tieren mit dickem Fell.

Warum haben Albinos rote Augen? Erklärung


Die Augenfarbe wird hauptsächlich durch das braune Pigment Melanin bestimmt. Dunkle Augen haben viel Melanin in der Iris. Blaue Augen haben nur Melanin in einer Schicht auf der Rückseite; Dies absorbiert lange Wellenlängen von Licht und blaue Wellenlängen werden von den farblosen Proteinfasern zurückgestreut. Albinos haben nicht einmal Melanin auf der Rückseite, daher ist die Iris durchscheinend. Die rote Farbe ist das Hämoglobin in den Kapillaren im Augenhintergrund. Albino-Tiere empfinden helles Licht als unangenehm, da ihre Iris nicht so viel Licht blockieren kann wie Nicht-Albino-Tiere.

Warum haben Albinos rote Augen? Erklärung

Bei Tieren mit Albinismus sind die Augen nicht rot oder rosa. Stattdessen enthalten sowohl die Iris als auch das Gewebe, das die Netzhaut bedeckt, eine sehr geringe Färbung, und das Fehlen oder der Mangel an Pigment im Auge kann darunter liegende Blutgefäße freilegen.
Beim Menschen verringert eine als okulokutaner Albinismus bezeichnete Erkrankung die Pigmentierung von Haut, Haaren und Augen. Der Zustand, der aus genetischen Anomalien resultiert, die ein Enzym blockieren oder begrenzen, das zur Herstellung des Pigments Melanin benötigt wird, ist mit mehreren Sehstörungen und Lichtempfindlichkeit verbunden.

Die meisten Menschen mit Albinismus haben eine gewisse Farbe in den Augen – normalerweise blau, manchmal aber auch haselnussbraun oder braun. Eine andere Form des Albinismus, der als Augenalbinismus bezeichnet wird, ist weniger verbreitet und betrifft nur die Augen. Zu den Albino-Tieren gehört das bekannte weiße Kaninchen. Obwohl es Albino-Katzen gibt, ist der blauäugige Siamesen kein echter Albino. Das Fell färbt sich unter den richtigen Temperaturbedingungen.

Arten des Albinismus

Es gibt hauptsächlich zwei Grundtypen von Albinismus. Dies sind okulokutaner Albinismus und okularer Albinismus. Okulokutaner Albinismus oder OCA beeinflusst das Pigment in Augen, Haaren und Haut. Diejenigen, die unter dieser Krankheit leiden, haben weißes oder rosa Haar, extrem blasse Haut und blasse Irisfarbe. Sie leiden normalerweise unter Sehproblemen, weil die Fotorezeptorzellen die Lichtwellen nicht verarbeiten und widersprüchliche Nachrichten an das Gehirn senden können.

Augenalbinismus oder OA ist nicht so offensichtlich, da Haut und Haare keinen so extremen Mangel an Pigmentierung aufweisen. Das Hauptproblem liegt hier jedoch im Sehvermögen. Eine Untersuchung des Auges zeigt einen Mangel an Pigmentierung in der Iris und der Netzhaut. Dies ist die seltenere Form des Albinismus und wird durch eine Mutation in einem X-Chromosom verursacht. Seine Vererbung folgt daher einem X-verknüpften Muster. Es ist bei der Geburt nicht so offensichtlich wie bei OCA.

Symptome des Albinismus

Die offensichtlichsten Symptome sind die blasse Farbe der Haare und der Haut. Der Mangel an Melanin verringert die Fähigkeit der Haut, sich vor UV-Strahlen zu schützen. Dies führt zu einer erhöhten Anfälligkeit für Hautschäden durch Sonneneinstrahlung. Eine Reihe von Symptomen des Albinismus kann jedoch mit damit verbundenen Augenproblemen zusammenhängen. Die folgende Liste enthält einige mögliche Symptome im Zusammenhang mit dem Sehen bei einer Person mit Albinismus.

  • Strabismus: Es gibt eine Fehlausrichtung der Augen, die zu einem Schielen führt. Dies wird auch als Kreuzaugen bezeichnet und tritt auf, wenn ein Auge direkt auf ein Objekt schaut, während sich das andere nach innen, außen, oben oder unten dreht. Beide Augen bewegen sich nicht synchron. Dies behindert eine optimale Augenfunktion.
  • Nystagmus: Ein Zustand, bei dem sich die Augen des Patienten schnell und unkontrolliert bewegen. Oft wird eine bevorzugte Kopfposition entwickelt, um das Sehen zu optimieren und mit der unwillkürlichen Augenbewegung umzugehen. Dies führt zu angespannten Muskeln im Nacken.
  • Photophobie: Ein hohes Maß an Empfindlichkeit gegenüber hellem Licht von Quellen wie Sonne, Leuchtstofflampen oder Glühlampen. Aufgrund der starken Beschwerden hat der Patient das Bedürfnis, die Augen zur Linderung zu schielen oder zu schließen.
  • Brechungsfehler: Hyperopie oder Weitsichtigkeit, Myopie oder Kurzsichtigkeit und Astigmatismus oder Defekt in der Krümmung der Hornhaut sind die häufigsten Arten von Brechungsfehlern.
  • Monokulares Sehen: Eine Abhängigkeit von nur einem Auge für das Sehen, wobei das andere Auge nicht zum Senden von Nachrichten an das Gehirn verwendet wird. Dies kann somit zu einem trägen Auge werden.
  • Foveale Hypoplasie: Unsachgemäße Entwicklung der Netzhaut während der Geburt oder Kindheit führt zu Sehstörungen.
Warum schnurren Katzen? Erklärung


Das Schnurren der Katze ist ein Laut, den die Tiere nicht grundlos von sich geben. Allgemein betrachtet gibt es nicht nur einen Grund, warum Katzen schnurren. Da gleich mehrere Zwecke hinter dem Phänomen des Schnurrens stecken können, gilt es, diese zu unterscheiden. Das sanfte, leise Schnurren könnte laut Katzenexperten durchaus auch zur Stärkung von Knochen und Muskeln dienen. Mit Sicherheit jedoch erfüllt das Schnurren auch Kommunikationszwecke (soziale Signale).

Katzen und Schnurren: Eine Samtpfote schnurrt in den unterschiedlichsten Gefühlszuständen

Interessant ist hierbei die Beobachtung, dass Katzen, die sich in einer aggressiven Grundstimmung befinden, überhaupt nie schnurren. Das bedeutet: Katzen schnurren vorwiegend dann, wenn sie besänftigend wirken möchten (Nachwuchs) oder wenn sie zufrieden sind und sich in ihrer Haut rundum wohlfühlen. Es gibt diesbezüglich aber auch eindeutige Gegenargumente. So konnte unlängst wissenschaftlich nachgewiesen werden, dass allen voran einsame Katzen sowohl beim Schmerzempfinden als auch in bedrohlicher Lage (Angstzustand) zu schnurren pflegen. Im Folgenden werden einige Gründe aufgezeigt, um dem Phänomen des Katzenschnurrens einen Schritt näher zu kommen.

Katzen: Hat das Schnurren womöglich einen Heilungseffekt?

Katzenfreunde kennen das Schnurren ihres Haustieres nur zu gut. Für die Katze ist das Schnurren anatomisch aufwendig. Katzenpsychologen gehen deshalb davon aus, dass das Schnurren als autosuggestive Belohnung angesehen werden kann. Das Schnurren hat somit einen beruhigenden Einfluss. Darum wird vermutet, das Schnurren der Katze bewirke einen Mechanismus der Selbstheilung der Knochen. Der Heilungseffekt des Schnurrens bei den Vierbeinern kann mit Sport verglichen werden. Dieser Idee liegt die Auffassung zugrunde, dass durch das Schnurren mechanische Reize im Skelett produziert bzw. ausgelöst werden. Das führt zur Ankurbelung des Knochenstoffwechsels. Auf diese Weise entstehen neue Knochenbildungszellen. Das Gewebe wird also immerzu von Neuem repariert.

Ein Ausdruck des Wohlbefindens und der Behaglichkeit

Viele Stubentiger schnurren beim Spielen oder im Halbschlaf und wenn sie vom Menschen gestreichelt werden. Durch diesen sanften Laut drückt die Samtpfote Entspannung aus. Im Gegensatz zum Miauen, was die Tiere nur in Beziehung mit dem Menschen praktizieren, schnurren Katzen immer. Dieser Laut begleitet die Katze ihr ganzes Leben lang. Doch permanentes Schnurren kann auch als Zeichen des Unwohlseins oder eines Stressgefühls verstanden werden.

Den Großteil des Tages verschlafen die Katzen. Die Jäger sorgen durch die Dauervibration (Schnurren) dafür, dass ihre Muskeln und Knochen beweglich und fit bleiben. Durch das Schnurren signalisieren die Katzen ihrer Umgebung auch, dass alles in Ordnung ist. Die Behaglichkeit wird durch das Schnurren vermittelt. Das entspricht somit auch einer körperlichen Heilung auf psychologischer Ebene.

Die sozial-kommunikative Funktion des Schnurrens bei Katzen

Schnurren ist mit Sicherheit ein weitaus komplexeres Phänomen, als man bislang zu vermuten wagte. Laut Verhaltensforschern ist der Laut jedoch nicht nur ein bewährtes Kommunikationsmittel innerhalb der Art. Von klein auf sind Hauskatzen von gleichartigen Wesen und Menschen umgeben. Der evolutionstechnische Laut hat sich dabei durchaus als dienlich erwiesen. Denn das Schnurren führte auch zum erwünschten Bonding zwischen Menschen und Tier. Denn der andauernde, sanfte Laut hat auch auf den Zweibeiner eine beruhigende Wirkung. Dieser Effekt sollte bei der Bezugsperson der Katze (zum Wohl des Stubentigers) jedoch nicht dazu führen, bei jeder Schnurrsession sofort den Dosenöffnerknecht oder den Streichelsklaven zu geben.

Heißt Schnurren unter Umständen auch nur: „Will Fressen haben“?

Haustiere auf vier Beinen sind generell sehr gut in der Lage, dem Verantwortlichen (Herrchen/Frauchen) zu vermitteln, wenn sie etwas zu fressen haben wollen. Neben dem fast schon aufdringlichen Umherschweifen der Katze können auch Schnurrgeräusche ein klares Indiz dafür sein, dass sie der Hunger plagt. Oftmals kombinieren Katzen das normale Schnurren auch mit einem etwas deutlich klingenderen Miauen. Bei Neugeborenen kann das Schnurren der Katzenmutter durchaus auch als eine Art Wiegenlied deklariert werden. Hier fördert der sanfte, beruhigende Laut eine starke Bindung zwischen der Mutter und ihren Babys.

Kann das Schnurren als Angsttöter oder gar als eine Art Gottesanbetung gedeutet werden?

Das Schnurren der Katze kann als eine Form der Selbstregulierung begriffen werden. Mittels des Schnurrens ist die Katze in der Position, sich selbst zu beruhigen. Das Brummen mancher Miezen beim verhassten Tierarzt ist der Beweis dafür. Die Katze fürchtet sich in dem klinischen Ambiente und fängt sogleich an zu brummen. Das Schnurren ist dem Stubentiger somit nützlich, um innerlich so weit wie nur möglich ruhig zu werden.

Katzen haben während der Menschheitsgeschichte viele Positionen eingenommen. Im Altertum und im Mittelalter ebenso wie in der Neuzeit und in der heutigen Zeit. In den alpinen Bergdörfern sieht man Hauskatzen nicht selten ganz nah am Holzofenkessel schlummern. Das Schurren der Hauskatzen wurde und wird noch heute von den christlich geprägten Gebirgsleuten gerne als „Beten“ bezeichnet. Ihrer Auffassung nach treten die schnurrenden Katzen auf diese Weise direkt mit der metaphysischen Macht in Verbindung. Egal, was man davon auch halten mag, mit Sicherheit hat das Phänomen des Schnurrens bei der Katze etwas Meditatives bzw. Kontemplatives an sich.

Katzen und Schnurren: Kuscheltime ist angesagt!

Besonders eine anhängliche Katze bedarf vieler Streicheleinheiten. Das Schnurrgeräusch dient nicht selten dazu, dem zweibeinigen Freund verständlich zu machen: Kuschelzeit ist angesagt. Am perfekten Kuschelplatz zur rechten Stunde können es sich Mensch und Mieze gemütlich machen. Das Schnurren hat zum erwünschten Ziel geführt. Pragmatismus also, wie er im Lehrbuch geschrieben steht. Ein Katzenliebhaber weiß das Schnurren seines Vierbeiners in der Regel zu deuten und richtig einzuschätzen.

Warum haben Motten Staub auf den Flügeln? Erklärung


Das Pulver oder Staub auf den Flügeln von Motten besteht eigentlich aus winzigen Schuppen aus modifizierten Haaren. Motten gehören wie Schmetterlinge zur Gruppe der Schmetterlinge, was „Schuppenflügel“ bedeutet. Die Schuppen sind pigmentiert, tragen aber auch zum Muster auf den Flügeln bei, indem sie Licht durch eine komplexe mikroskopische Struktur von Rippen und Löchern beugen.

Die Schuppen der Tiere zeigen Unterschiede in ihrer Struktur, die von ihrer Position auf dem Flügel abhängen und unabhängig von der Farbe sind. Möglicherweise spielen sie eine Rolle bei der Wärmeregulierung oder bei der Änderung des Luftstroms über dem Flügel. Schmetterlinge und Motten brauchen die Schuppen nicht zum Fliegen, aber ihre Flügel sind sehr empfindlich. Wenn ein Mensch die Schuppen abreibt, wird das Tier verletzt und der Flügel wird beschädigt.

Warum haben Motten Staub auf ihren Flügeln?

Wenn Sie versehentlich eine Motte berührt hat, hat das Insekt wahrscheinlich ein bisschen von sich zurückgelassen: Staub von seinen Flügeln. Dieser Staub ist eigentlich eine winzige Schuppe, die der Motte mehrere Funktionen erfüllt. Ein paar Schuppen zu verlieren tut ihm nicht weh, aber es ist am besten, eine Motte nicht anzufassen, da Sie seine Flügel verletzen und den Staub abreiben könnten.

Motten und ihre Flügel: Tarnung

Die Schuppen einer Motte, die eigentlich winzige Haare sind, helfen dabei, die manchmal komplizierten Muster zu erzeugen, die Sie auf seinen Flügeln sehen. Diese Muster erscheinen normalerweise in matten Farben wie Braun und Schwarz. Die meisten Motten fliegen nachts und schlafen tagsüber, sodass sie nicht die leuchtenden Farben von Schmetterlingen benötigen. Die stumpfen Farben helfen einer Motte, sich zu tarnen, während sie tagsüber ruht, und ermöglichen es dem Tier, sich perfekt an die Umgebung anzupassen und mit ihr zu verschmelzen. Sie bilden Muster mit schlichten Farben, manchmal mit verstecktem UV-Muster, die als Signale für das andere Geschlecht verwendet werden, um sich zu paaren. Die Farben werden verwendet, damit sie nicht so leicht von Raubtieren erkannt werden.

Da eine Motte nachts am aktivsten ist, braucht das Tier ein wenig Hilfe und eine Schutzschicht für die Flügel, um warm zu bleiben. Die Schuppen bilden eine isolierende Schicht, damit die Motte warm bleibt. Ein Schmetterling verwendet Schuppen auch zur Wärmeregulierung. Motten neigen dazu, dickere Schuppenschichten zu haben. Ohne die Fähigkeit, sich in den Sonnenstrahlen zu erwärmen, benötigt eine Motte eine zusätzliche Isolierung. Dunkle Farben, die von den Schuppen gebildet werden, können von Motten verwendet werden, um Wärme von der Sonne aufzunehmen, die es ihrem Körper ermöglicht, sich in kühlen Jahreszeiten oder kühlen Umgebungen auf Flugtemperaturen aufzuwärmen.

Motten, Staub und Paarung

Obwohl seine Farben matt sind, braucht eine Motte die richtige Kombination von Farben und Mustern, um eine Partnerin anzulocken. Männliche und weibliche Motten folgen Pheromonspuren, um Partner zu finden, aber die visuellen Hinweise sind entscheidend, um sich gegenseitig zu erkennen. Wenn viele Schuppen fehlen, kann die Motte immer noch fliegen, aber möglicherweise nicht in der Lage sein, einen Partner anzuziehen.

Flügel: Motten verlieren leicht Schuppen

Der Staub löst sich leicht von den Flügeln einer Motte. Es verliert jedes Mal ein paar Schuppen, wenn es fliegt oder auf einer Blume landet. Selbst eine leichte Brise kann sie entfernen. Obwohl die Schuppen ein wenig zur Aerodynamik beitragen, sind sie für den Flug nicht unbedingt erforderlich, sodass sich eine Motte auch dann fortbewegen kann, wenn die meisten seiner Schuppen fehlen. Wenn Sie eine Motte berühren, besteht die Gefahr nicht, dass Sie seine Schuppen entfernen, sondern dass Sie seine empfindlichen Flügel leicht beschädigen können, ohne es zu merken. Vermeiden Sie nach Möglichkeit, eine Motte zu berühren.

Warum haben Dalmatiner Flecken / Punkte? Erklärung


Die kurze Antwort auf diese Frage ist: Kreuzungsversuche durch Menschen. Die Flecken sind dabei entstanden, als der Mensch versucht hat, verschiedene Rassen miteinander zu kreuzen. Doch wie sind diese Flecken überhaupt entstanden?

Dalmatiner: Nicht alle Flecken sind gleich und einheitlich

Um die Flecken eines Dalmatiners besser zu verstehen, schauen wir uns zunächst an, was der Rassestandard sagt. Die Grundfarbe eines Dalmatiners ist rein weiß. Welpen kommen in weiß und ohne Punkte auf die Welt. Die Flecken sind meist rund, gut verteilt, gut definiert und können relativ deutlicher zu erkennen sein. Markante Flecken werden Flecken vorgezogen, die sich vermischen. Die Größe der Flecken spielt eine wichtige Rolle bei der Beliebtheit der Hunde. Die Flecken sollten in der Größe von der Größe eines Cent bis zur Größe eines Zwei-Euro-Stücks variieren und auf Kopf, Beinen und Schwanz des Dalmatiners im Vergleich zum Rest des Körpers normalerweise kleiner erscheinen. Braune Flecken sind seltener als schwarze, da sie durch ein rezessives Gen ausgelöst werden.

Gentechnik und Dalmatiner

Unter allen Hunderassen, die diesen Planeten bevölkern, ist der Dalmatiner die einzige gefleckte Rasse. Menschen experimentieren seit sehr langer Zeit genetisch mit Hunden, haben Jagdhunde, Hütehunde, Schoßhunde und Schutzhunde und mehr als 400 Rassen geschaffen. Durch Jahrhunderte selektiver Zucht wurden Hunde so herangezüchtet, dass sie so aussehen und handeln, wie es der Mensch wollte, mit großen Unterschieden in Größe, Farbe und Temperament. Der Dalmatiner ist also eine Hunderasse, die einfach mit Erfolg selektiv für dieses Merkmal gezüchtet wurde.

Dalmatiner: Leicht zu erkennende Hunde

Der Dalmatiner ist ein Hund, der in vielen verschiedenen Bereichen eingesetzt wird. Das Tier kann als Schäferhund, Vogelhund und sogar Zirkushund dienen. Außerdem sind sie stilvolle Begleiter, die verhindern sollten, dass fremde Hunde Pferde belästigen und abschrecken. Die Flecken halfen dem Dalmatiner, sich von der Masse abzuheben. Außerdem sind die Tiere sehr leicht zu erkennen. Die Rasse ist sehr vielseitig und wurde im Laufe der Jahre für viele Zwecke verwendet. Sie sind talentierte Sporthunde und werden als Vogelbeobachtungshunde.

Dalmaterin: Nachteile der Flecken

So ansprechend das Fell eines Dalmatiners auch ist, es hat einige Nachteile. Dieselben Gene, die für das Fell und die Punkte verantwortlich sind, können diese Rasse auch für Taubheit prädisponieren. Um genau zu sein, scheint das Problem auf die extrem scheckigen Pigmentgene zurückzuführen zu sein. Tatsache ist, dass die Dalmatiner trotz der schwarzen Flecken ein Fellmuster aufweisen, das das Ergebnis des extrem scheckigen Allels ist. Taubheit bei scheckigen Tieren ist mit dem Fehlen reifer Melanozyten in einem oder beiden Ohren verbunden. Im Allgemeinen ist die Wahrscheinlichkeit einer Taubheit umso größer, je extremer das Weiß ist. Jedes fünfte Tier weltweit ist auf einem Ohr taub.

Dalmatiner Welpen werden weiß geboren

Dalmatinische Welpen werden völlig weiß geboren, ohne dass Flecken sichtbar werden. Die Flecken sind tatsächlich bei der Geburt vorhanden, aber sie befinden sich auf der Haut und sind nicht sichtbar und treten im Allgemeinen erst auf, wenn die Welpen zwei Wochen alt sind. Wenn die Welpen wachsen, werden die Flecken vollständig sichtbar, da schwarze Haare die weißen Haare ersetzen. Bald breiten sich die Flecken über den ganzen Körper aus und das kann sogar in ihren Mäulern sein.

Dalmatiner: Ursprünge der Flecken sind mysteriös

Wie bei vielen anderen alten Rassen sind die Ursprünge der Dalmatiner schwer zu bestimmen. Einige Leute glauben, dass die Hunde aus Dalmatien stammen, einer Region im heutigen Kroatien. Die Eckzähne waren Kriegshunde und wurden als Wachposten eingesetzt. Andere glauben, die Hunde seien so alt wie die alten Ägypter – in den Gräbern befinden sich Gemälde von gefleckten Hunden, die von Streitwagen laufen.

Dalmatiner unterscheiden sich durch ihr scheckiges Muster. Normalerweise sind diese Flecken schwarz oder braun, in seltenen Fällen können sie gelb oder sogar blau sein. Jeder Dalmatiner ist anders, aber die meisten haben Flecken am ganzen Körper.

Wie sind unsere Planeten zu ihren Namen gekommen? Namen, Bedeutung, Herkunft


Der Nachthimmel und seine Objekte faszinierte bereits unsere Vorfahren. Besonderes Hauptaugenmerk wurde dabei auf Planeten, sogenannte „Wandelsterne“ gerichtet, die ihre Position sichtbar verändern können. Da kommt es nicht von ungefähr, dass sie seit jeher den Gottheiten verschiedenster Kulturkreise zugeordnet wurden.

Die inneren, erdähnlichen Planeten: Wie ist Merkur zu seinem Namen gekommen?

Merkur ist der Planet unseres Sonnensystems, der der Sonne am nächsten ist und daher auch die höchsten Temperaturen aufweist. Da er unter bestimmten Umständen mit dem freien Auge sichtbar ist, kannten unsere Vorfahren diesen Planeten schon vor Jahrtausenden. Im antiken Griechenland nannte man ihn Apollo oder Hermes, die alten Römer schließlich gaben ihm den Namen Mercurius. Sowohl Hermes in der griechischen als auch Mercurius in der römischen Mythologie sind als Boten bzw. Reisende bekannt. Da sich auch der Merkur scheinbar eilig über den Horizont bewegt, wurden die Namen von schnell reisenden Charakteren gewählt. Im Altertum wies man den bekannten Himmelskörpern Metalle zu. Das Planetenmetall des Merkurs ist das Quecksilber, das auf Englisch aufgrund des Planeten den Namen mercury trägt.

Warum heißt die Venus „Venus“? Namensherkunft, Bedeutung

Die Venus ist der hellste Planet an unserem Nachthimmel, weswegen sie in der Kulturgeschichte eine wichtige Rolle in Mythologien auf der ganzen Welt spielt. In vielen Teilen der Erde wurde sie weiblichen Gottheiten zugeordnet, wie zum Beispiel Freya bei den Germanen oder Aphrodite bei den Griechen. Ihren endgültigen Namen bekam sie schließlich von der römischen Liebesgöttin Venus. Bis heute steht dieser Planet als Symbol der Weiblichkeit. Da die Venus ausschließlich in der Dämmerung beobachtet werden kann, ist sie auch als Morgenstern oder Abendstern bekannt.

Was heißt die Erde „Erde“ und der Mars „Mars“? Bedeutung

Unser eigener Planet – die Erde – trägt in vielen Sprachen einen ähnlichen Namen. Sowohl das englische Earth als auch das lateinische Terra weisen auf den Boden bzw. das Erdmaterial hin, das Leben auf unserem Planeten erst ermöglicht. Heute ist nicht mehr nachvollziehbar, wann dieser Name zum ersten Mal aufkam. Dazu ist nämlich das Wissen notwendig, dass die Erde nicht der einzige existierende Planet ist. Dieses Wissen fehlte in der Urgeschichte noch.

Der Mars scheint uns der vertrauteste Planet unseres Sonnensystems zu sein. Gleichzeitig ranken sich um ihn aber auch die meisten Mythen. In der Antike wurde er in vielen Kulturen der jeweiligen Gottheit des Krieges zugeordnet. Der Grund dafür ist seine rote Farbe, die selbst mit freiem Auge wahrzunehmen ist. Dementsprechend hieß er bei den Wikingern Tyr, bei den Griechen Ares und bei den Babyloniern Nergal. Wie bei allen anderen Planeten setzte sich auch in diesem Fall das römische Pendant durch, nämlich der Kriegsgott Mars.

Siehe auch: Wie sind die Wochentage zu ihren Namen gekommen? Erklärung

Die äußeren Gas- und Eisriesen: Woher hat der Jupiter seinen Namen?

Der Jupiter ist der größte Planet unseres Sonnensystems. Da kommt es nicht von ungefähr, dass er den Namen des römischen Hauptgottes Jupiter trägt. Auch bei den Babyloniern war er aufgrund seines hellen Lichts als Königsstern bekannt. Der Jupiter gilt zusammen mit entweder der Venus oder dem Saturn in einer bestimmten Konstellation auch als mögliche Erklärung für den Stern von Bethlehem.

Woher haben Saturn und Uranus ihre Namen? Bedeutung, Herkunft

Der Saturn ist der äußerste Planet, der mit bloßem Auge sichtbar ist und daher bereits im Altertum bekannt war. Die Ägypter schrieben ihm mit Horus sogar einen ihrer Hauptgötter zu. Die Griechen benannten ihn nach Kronos, die Römer nach Saturnus. Beide sind die jeweiligen Gottheiten der Aussaat. Daher entwickelte sich die Sense zum Symbol des Saturns, was im Mittelalter auch schon mal als Krankheits- oder Todbringer gedeutet wurde. Der Saturn ist auch der Namensgeber für den englischen Wochentag Saturday (Samstag).

Der Uranus ist der erste Planet, der erst in der Neuzeit entdeckt wurde, da dafür ein Fernrohr notwendig ist. Dies gelang im Jahr 1781 dem Deutschbriten Sir Friedrich Wilhelm Herschel. Er wollte ihn zunächst zu Ehren des damaligen englischen Königs „Georgs Stern“ taufen. In der Welt der Astronomie hingegen entbrannte ein jahrzehntelanger Streit darüber, wie neu gefundene Planeten benannt werden sollten. Erst 70 Jahre nach der Entdeckung entschied sich die Fachwelt zur Benennung nach Uranos, einem der ältesten griechischen Götter. Um mit den restlichen Planeten des Sonnensystems eine sprachliche Einheit zu bilden, wurde der Name auf die lateinische Schreibweise Uranus angepasst. Damit ist der Uranus der einzige Planet des Sonnensystems, der nicht den Namen einer römischen Gottheit trägt.

Warum heißt Neptun „Neptun“? Bedeutung

Der Neptun wurde bereits vor seiner offiziellen Entdeckung unter anderem von Galileo Galilei beobachtet, aber nicht als neuer Planet erkannt. Tatsächlich konnte seine Existenz bereits vor der Entdeckung berechnet werden, da sich sonst Ungenauigkeiten in der Umlaufbahn des Uranus nicht erklären ließen. Nach erfolgloser Suche und darauffolgenden immer genaueren Berechnungen konnte der Neptun 1846 schließlich genau an der errechneten Stelle gefunden werden. Wiederum entbrannte ein Streit über die Benennung. Sowohl Namen realer Personen aber auch diverser Gottheiten aus griechischer und römischer Mythologie wurden vorgeschlagen. Man einigte sich schließlich auf Neptun, den römischen Gott der Meere. Dies passt zur Erscheinung des Planeten, der im Fernrohr als leuchtend blaue Scheibe erkennbar ist.

Die Zwergplaneten: Warum heißt Pluto „Pluto“?

Noch heute trauern viele dem Planetenstatus nach, den Pluto im Jahr 2006 offiziell verlor, galt er doch lange als neunter Planet unseres Sonnensystems. Da er sich bereits im Kuipergürtel befindet, wurde er erst im Jahr 1930 entdeckt. Das Lowell-Observatorium in Arizona, wo die Entdeckung gemacht wurde, ließ die Bevölkerung an der Namensgebung teilhaben. Der Vorschlag für den Namen Pluto kam von einem damals elfjährigen Mädchen. Sie entschied sich für den römischen Gott der Totenwelt, da sich dieser Himmelskörper beinahe unvorstellbar weit von der Sonne entfernt befindet.

Die Namen der anderen bislang bekannten Zwergplaneten weichen ein wenig von der klassischen Namensgebung ab, da nun vermehrt weibliche Gottheiten bzw. jene aus anderen Kulturkreisen berücksichtigt wurden. So ist Ceres die römische Göttin des Ackerbaus, Makemake eine Gottheit der Osterinseln, Eris die griechische Göttin der Zwietracht und Haumea die hawaiische Göttin der Fruchtbarkeit.

Warum haben Planeten Monde? Erklärung


Um zu verstehen, wie sich die Monde gebildet haben, müssen wir wissen, wie sich Planeten gebildet haben. Um zu verstehen, wie sich Planeten gebildet haben, müssen wir wissen, wie sich das Sonnensystem gebildet hat. Um zu verstehen, wie das Sonnensystem gefunden wurde, müssen wir den Ausgangspunkt kennen, an dem alles passiert ist.

Warum haben Planete Monde? Erklärung, Entstehung

Anfangs war das gesamte Sonnensystem nur eine Staubwolke. Im wahrsten Sinne des Wortes. Eine Staubwolke, die das Ergebnis einiger alter Supernovae in unserer riesigen Nachbarschaft war. Dann wird angenommen, dass ein ähnliches Ereignis, Supernova, diese Staub- und Gaswolke zum Spinnen gebracht hat. Als Ergebnis wurde die relativ flache Staubscheibe gebildet. Als Materialien kollidierten, erhitzten sie sich. Die verschmolzen zu Felsen. Felsen verschmolzen zu größeren Felsen. An einem Punkt war die Materialdichte in der Staubwolke so hoch, dass die Sonne entstand.

Zu diesem Zeitpunkt gab es noch keine Monde. Es gab nichts außer die Sonne, die Sie an diesem Punkt haben.

Es gab kleine Felsen, die irgendwann zu einem größeren werden. Schließlich werden sie zu großen Steinklumpen, die ihre eigene beträchtliche Masse haben.

Schließlich kommen diese Felsen in unzähligen heftigen Zusammenstößen und Kollisionen von immer kleineren Objekten zusammen und werden zu einer größeren Masse von Felsen. Die Dinge sind so heftig, dass diese Steine bei einer Kollision flüssig werden. Da sie formbar sind und sich drehen, sphärieren sie sich schließlich aus.

Manchmal stellten sich größere Felsen, die halb so groß wie Planeten waren, Planeten als Stecknadeln und sich selbst als Bowlingschale vor und zielten direkt darauf ab, dass der Planet in sie eintauchte!
Die Verbindungen dieser gigantischen Kollisionen, die von beiden Objekten ausgehen, werden in enorme Höhen in den Weltraum geschleudert. Der Kern von zwei Körpern kann sich vereinen und zu einem Körper mit Müll auf dem ganzen Planeten werden.

Diese Verbindungen können in die Umlaufbahn um den Planeten gelangen. Das Ergebnis? Genau wie wir gesehen haben, wie sich Planeten aus dieser Sonne und Trümmern von Gas und Staub gebildet haben, wird es Mond (e) aus dem umlaufenden Trümmerfeld um Planeten geben. Die Trümmer können kollidieren und zu dem verschmelzen, was wir als Erdmond haben.

Warum haben Planeten Monde?

Planeten haben Monde, weil sie zu Beginn ihrer Entstehung in andere weltraumtaugliche Felsen eingeführt wurden, die entweder gegen den Planeten stießen und Trümmer abwarfen oder in der Anziehungskraft des Planeten gefangen waren. Über Milliarden von Jahren wurden die Umlaufbahnen dieser Felsen (oder Trümmer), die jetzt unter dem Einfluss der Schwerkraft des Planeten stehen, in eine Kugelform gequetscht, die sie ihren Wirtsplaneten umkreisten ließ.

Stellen Sie sich vor, die Erde ist eine Kugel, die auf einem schwebenden Blatt reibungslosen Papiers liegt (um die Schwerkraft darzustellen), um zu visualisieren, wie ein Mond gefangen wird. Der Ball drückt das Papier nieder und wenn Sie eine Münze (um einen Mond darzustellen) mit einer ausreichend schnellen Geschwindigkeit um diesen niedergedrückten Bereich rollen, umkreist er den Ball unbegrenzt.

Warum haben Monde keine eigenen Monde? Die Antwort ist, dass der Planet, den sie umkreisen, eine viel stärkere Anziehungskraft hat, so dass er im Laufe der Zeit andere Objekte selbst als einen anderen Mond für sich aufnehmen würde.

Warum haben manche Planeten mehr Monde?

Die Riesenplaneten bildeten sich in einer völlig anderen Umgebung als die terrestrischen Planeten. Im äußeren Sonnensystem war es viel kälter, also war Wasser Eis, aber in der Region nahe der Erdbildung verwandelte sich Wasser in Dampf. Wasser ist eine der häufigsten chemischen Verbindungen, und seine Eisform bildet sich viel leichter. Dies ermutigte die äußeren Planeten, massiv zu wachsen.

Das größere Raumvolumen und die geringere Schwerkraft der Sonne in der Riesenplanetenregion ermöglichten es Jupiter, Saturn, Uranus und Neptun, sich wie Sonnensysteme in Miniatur zu formen. Es wird angenommen, dass jeder von ihnen viel Material eingezogen hat und während der Formation von einer Scheibe aus Gas, Staub und Eis umgeben war. Jeglicher Staub und Eis, die nicht in den Planeten selbst eingearbeitet sind, wären zu den regulären Monden verschmolzen, die wir heute um die Riesenplaneten sehen. Diese Satelliten befinden sich in nahezu kreisförmigen Umlaufbahnen in der Nähe der Äquatoren ihrer Wirtsplaneten, wie die vier galiläischen Satelliten um Jupiter und Titan um Saturn, die alle aus großen Eisfraktionen bestehen. Weil die Riesenplaneten ein sehr großes Gebiet gravitativ dominieren, konnten auch mehr Objekte effizient als Monde erfasst werden. Diese unregelmäßigen Monde sind relativ klein und haben Umlaufbahnen mit großen Neigungen, Exzentrizitäten und Hauptachsen.

Im Gegensatz dazu bildeten sich die terrestrischen Planeten viel näher an der Sonne mit viel weniger Material um sie herum. Sie wuchsen langsam, indem sie viele kleine felsige Planetesimale ansammelten, und wurden nie massiv genug. Der Erdmond entstand wahrscheinlich durch eine direkte Kollision. Jedes große Objekt, das auf einen Planeten trifft, hätte Material von der Welt in die Umlaufbahn geworfen und es zu einem Mond verschmelzen lassen.

Warum heißen Vollblüter „Vollblüter“? Bedeutung, Wortherkunft, Erklärung


Der Stammvater aller Vollblutpferde ist das Arabische Vollblutpferd. Die Reiterstämme und Wüstenvölker der arabischen Welt hatten ganz besondere Pferde. Sie lebten seit jeher sehr eng an ihren Reitern. Dadurch entstand ein besonders menschenfreundliches, aber auch anspruchsvolles Pferd.

Warum heißen Vollblüter (Pferd) „Vollblüter“? Bedeutung, Wortherkunft, Erklärung

Die Zuchtstuten der Nomadenvölker sollen sogar gemeinsam mit ihren Besitzern in einem Zelt gelebt haben. Im Islam gilt das Arabische Vollblutpferd als heilig.

„Araber“, wie sie kurz genannt werden, sind aus ausgesprochen intelligent, charakterstark, kräftig, „feurig“, zäh und ausdauernd.

Diese Pferde gehören zu den schnellsten der Welt. Nur das aus ihnen gezüchtete Englische Vollblut ist noch schneller.

Das Original-Araberpferd liegt von Stockmaß zwischen 1,4 bis 1,6 m. Der Körperbau ist zart, zierlich und trocken (zwischen Muskeln und Oberhaut ist sehr wenig fett).

Arabische Vollblüter sind verglichen zu den alten nord- oder mitteleuropäischen Pferderassen eher klein. Sie sind aber sportlicher, wendiger und vielerlei Hinsicht genauso leistungsfähig wie größere Pferde.

Was bedeutet Vollblut genau? Bedeutung, Erklärung

Vollblut bezieht sich in diesem Fall auf das Temperament dieser Pferde. Blut wird seit jeher mit einer besonderen Ausdruckskraft und dem „Feuer“ in Verbindung gebracht.

Kaltblüter sind sehr große, bullige, gemütliche und eher behäbige Pferde.

Das Vollblut dagegen ist temperamentvoll, nervös und sehr sensibel.

Aus der Kreuzung der beiden entstand das Warmblut. Bei diesen Züchtungen tritt mal das nordische Erbe, mal das vollblütige mehr in den Vordergrund. Sieht man bei einem Warmblüter deutlich den Vollblutanteil sagt man, das Pferd stehe „hoch im Blut“ oder sei ein „Bluttyp“.

Die Bezeichnungen aus der Pferdewelt haben also nichts mit der Temperatur des Blutes zu tun. Die ist bei allen Pferdearten in etwa gleich.

Das Englische Vollblutpferd

Aus Kreuzungen Arabischer Vollblüter mit nordischen Pferden ging das Englische Vollblut hervor. In diesen Pferden wurde das „Bluterbe“ bewusst betont. Im Englischen Vollblut vereint sich die Schnelligkeit der Araber mit robusteren Eigenschaften nordischer Pferde.

Aus Kreuzungen, bei denen der Kaltblut- oder Pony-Anteil überwog, entstanden die im Temperament gemäßigten Warmblüter.

Vermutlich kamen die Arabischen Vollblüter mit den Kreuzrittern oder frühen Handelsreisenden nach Europa. Allerdings gilt das Arabische Vollblut als empfindlich gegenüber Nässe und Kälte. Durch ihre Freiheitsliebe ließen sie sich auch nicht so einfach in enge Ställe sperren. Durch die Einkreuzung von nordischen und großen Ponyrassen entstand ein robuster und pflegeleichter Pferdetyp.

Das Englische Vollblutpferd wurde gezielt als ausdauernder Langstreckenläufer gezüchtet. Man nutzte diese Pferde zu Kurierdiensten, bei der Jagd und zum Show-Reiten. Vollblüter haben die Eigenschaft, sich ganz besonders in Pose zu setzen. Sie können sehr elegant auf der Stelle tänzeln und lassen ihre Reiter sehr elegant aussehen.

Später entstand aus dem Pferdetyp das heute bekannte Rennpferd. Im Galopp-Rennsport sind fast ausschließlich Englische Vollblüter im Einsatz.

Das Vollblutpferd heute

Vollblüter gelten in der Pferdewelt grundsätzlich als etwas nervöser, schreckhafter und sensibler als andere Pferde. Man sagt, sie seien nichts für Anfänger und Menschen ohne Pferdeverstand.

Das Wesen dieser Tiere ist schnell und wendig. Sie lassen sich nur von Menschen führen und reiten, die ebenso auf Zack sind, wie sie selbst.

Im Pferdesport sind heute viele Mischrassen anzutreffen. Die deutsche Warmblutzucht wird immer wieder durch Vollblüter aufgefrischt und bereichert. Selbst das beliebte Haflingerpferd aus Südtirol hat einen arabischen Stammvater. Der heutige Haflinger-Typ entstand aus einer Kreuzung derberer Gebirgspferde mit Arabischen Vollblütern.

Im Springsport ist die Wendigkeit und schnelle Auffassungsgabe der Vollblüter ebenso gefragt. Zum Springen gezüchtete Warmblüter haben oft einen hohen „Blutanteil“.

Selbst im Freizeitreiterbereich sind die vollblütigen Pferde zugegen. Das Arabische Vollblut hat bei uns inzwischen zahlreiche passionierte Anhänger gefunden. Durch seine Menschenfreundlichkeit und Vielseitigkeit ist es in vielen Bereichen der Reiterei anzutreffen: als Westernpferd, Freizeitkumpel, Distanzreitpferd oder ausdauerndes Wanderreitpferd.

So manch ein Freizeitreiter adoptiert ein ausgemustertes Rennpferd. Leider werden Vollblüter heute als Massenware für die Rennbahn gezüchtet. Nach ihrer aktiven Zeit im Galopp-Rennsport bekommen einige ein zweites Leben als Freizeitpferd und tierischer Begleiter für pferdeverrückte Menschen.

Warum haben Kamele Höcker? Erklärung


Kamele sind bekannt für ihre Höcker. Dromedare haben einen Höcker und Trampeltiere zwei Höcker. Der Grund dafür liegt in den natürlichen Umgebungsbedingungen der Kamele.

Warum haben Kamele Höcker? Erklärung

Die „Wüstenschiffe“, wie Kamele aufgrund ihres schwankenden Ganges genannt werden, leben in enormer Hitze und Trockenheit. Um lange Perioden ohne Wasser und Nahrung überleben zu können, speichern sie aufgenommene Nahrung als Fett in ihren Höckern. Auf diese Weise sind Kamele für Wochen oder Monate mit Nährstoffen versorgt. Ein ausgewachsenes Kamel kann in seinen Höckern zwischen 30 und 40 Kilogramm Fett speichern.

Kamele und ihre Höcker: Fett ist auf dem Rücken leichter zu transportieren

Auch andere Tiere und der Mensch nutzen Fettdepots als Energielager. Kamele sind jedoch die einzigen Lebewesen, die ihre Fettdepots als Höcker auf dem Rücken tragen. Auch das ist auf die natürliche Umgebung der Kamele zurückzuführen. Oft legen die Paarhufer dutzende Kilometer pro Tag zurück und sind dabei hohen Temperaturen, Dürre und Fressfeinden ausgesetzt. Wäre das Fett auf den gesamten Körper verteilt, würden die Kamele nur langsam vorankommen. Indem sie ihn auf dem Rücken tragen, ist der Fettvorrat leichter zu transportieren.

Anders als oft angenommen, wird in den Höckern kein Wasser gespeichert. Kamele können zwar große Mengen trinken – bis zu 200 Liter in 30 Minuten -, die aufgenommene Flüssigkeit wird jedoch fast ausschließlich für die Versorgung des Verdauungstraktes und des restlichen Organismus genutzt.

Die Höcker von Kamelen zeigen, ob das Tier gesättigt oder hungrig ist. Sind die Höcker groß und prall, hat das Kamel ausreichend Fett gespeichert. Sind sie klein und schlaff, benötigt es bald Futter, um nicht zu verhungern. Höcker haben für die Besitzer der Kamele also auch einen ganz praktischen Vorteil, da sie die Tiere rechtzeitig zu einer Futterstelle führen können.

Kamele: Höcker dienen als Sonnenschutz

Die Höcker von Kamelen und Dromedaren sind nicht nur ein hervorragender Fettspeicher, sondern auch ein guter Sonnenschutz. Sie schützen die darunterliegend Haut vor der oftmals großen Hitze in der Wüste. Denn Fett ist kein optimaler Wärmeleiter, weshalb es dank der Höcker auch bei großer Hitze eine Weile dauert, bis sich der Körper der Kamele von Innen erwärmt. Gemeinsam mit den Hufen, welche die Füße des Kamels durch ihre dicke Hornhaut vor dem heißen Sand schützen, sind sie der wichtigste Schutz vor den rauen Umgebungsbedingungen. Die breiten Hufe bewahren das Kamel außerdem davor, in den Sand einzusinken.

Kamele können ihre Körpertemperatur erhöhen

In ihrer Funktion als natürliches Sonnensegel sind die Höcker ähnlich nützlich wie das Fell der Kamele. Dieses hält ebenfalls Sonne und Hitze ab und bewahrt die Kamele vor dem Schwitzen. Ein Kamel mit geschorenem Fell schwitzt um die Hälfte mehr als ein Kamel mit ungeschorenem Fell.
Für Kamele sind Fell, Höcker und Hufe also überlebenswichtig. Die Schwielensohler können außerdem ihre Körpertemperatur erhöhen, um nicht zu schwitzen. So weisen Kamele bisweilen morgens eine Körpertemperatur von 34 Grad Celsius auf und abends eine Körpertemperatur von 40 Grad Celsius. Dieser Schutzmechanismus ist vor allem im Hinblick auf die typische Nahrung von Kamelen wichtig: Pflanzen, die oft schwer verdaulich und salzhaltig sind. Kamele schwitzen selbst dann nicht, wenn sie diese Nahrung (oder salzhaltiges Wasser) aufnehmen, welche dann wiederum verdaut wird und als Fett in die Höcker gelangt.

Warum haben Zähne Nerven? Erklärung


Zahnnerven bestehen aus einem Bindegewebe, das neben Lymph- und Blutgefäßen auch Nervengewebe enthält. Das Nervengewebe wird Zahnpulpa bezeichnet und reagiert auf äußere Einwirkungen. Heiße Getränke oder Eis können Schmerzen am Zahn verursachen.

Besonders unangenehm sind die Schmerzen bei Karies. Die Lösung ist ein Besuch beim Zahnarzt, der meist auch nicht ohne Meldung des Zahnnervs bleibt. Karies greift den Zahnschmelz und das darunter liegende Zahnbein an. Die Pulpa, also das Zahnmark, liegt erst unter diesen beiden sehr harten Schichten. Allerdings reichen die Kanäle der Blutgefäße bis das Dentin genannte Zahnbein. Sie enthalten auch Nervenzellen. Wird das Dentin beispielsweise durch Karies verletzt, löst dies einen Schmerzreiz aus.

Schmerzen als Schutzvorrichtung für unsere Zähne

Nerven senden Schmerzen aus, um uns zu warnen. Sie machen uns auf eine Gefahr aufmerksam, auf welche wir reagieren sollen. Hätten wir keine Zahnnerven, wären wir der Karies und anderen Gefahren für unsere Beißer schutzlos ausgeliefert.

Der Zahnnerv meldet sich aber nicht nur bei Karies. Auch empfindliche Zahnhälse sorgen für starke Schmerzen, wenn sie mit Kaltem oder Heißem in Berührung kommen. Hier kann der Zahnarzt meist durch eine Desensibilisierung helfen. Der Zahnnerv liegt mit dem restlichen Gewebe in der Pulpahöhle, gut geschützt von Zahnschmelz und Zahnbein. Im Gegensatz zu Zahnschmelz kann sich Zahnbein selbstständig regenerieren.

Karies ist eine bakterielle Infektionserkrankung des Zahns. Die Bakterien wandeln Zucker in Säure um, welche den Zahnschmelz und später das Zahnbein angreift. Bei Karies meldet der Zahnnerv schon bei der kleinsten Beschädigung des Zahnbeins ein Schmerzsignal an das Gehirn. Gleichzeitig produziert der Zahnnerv neues Zahnbein, um einen Schutzwall gegen die Kariesbakterien zu bilden. Häufig sind die Bakterien schneller und der Schmerz fordert uns ultimativ auf, den Zahnarzt aufzusuchen. Somit ist der Schmerz eine Schutzeinrichtung zum Erhalt unserer Zähne.

Mit Schmerz warnt der Zahnnerv auch vor harten Speisen. Ein Biss auf ein Schrotkorn sorgt über ein Schmerzsignal dafür, dass wir ruckartig den Mund öffnen. Damit schützt der Nerv das Gebiss auf effektive Weise vor mechanischen Beschädigungen.

Der Zahnnerv macht die Zähne hart

Zahnnerven sind aber mehr als ein Warnsystem, dass uns eine Gefahr für unser Gebiss signalisiert. Sie produzieren zeitlebens Zahnbein. Mit der Zeit werden die Zähne durch die regelmäßigen Kauvorgänge stark beansprucht und nutzen sich ab. Besonders hartes Essen oder Rohkost strapazieren das Gebiss, was der Zahnnerv durch die Produktion von hartem Zahnbein kompensiert. Der Nerv ist also mehr als ein Schmerzsender. Er sorgt aktiv dafür, dass unsere Zähne lange ihren Dienst verrichten können.

Das Zahnbein schützt außerdem die Pulpahöhle, in welcher der Zahnnerv liegt. Somit schützt sich der Zahnnerv im Prinzip selbst. Er nutzt diese Fähigkeit, um sich gegen Karies zu schützen. Haben sich die Bakterien durch den Zahnschmelz gefressen greifen sie auch das Zahnbein an. Mit der Produktion neuen Zahnbeins kämpft der Zahnnerv gegen die Bakterien an.

Sind die Bakterien schneller als der Zahnnerv, wird eine Wurzelbehandlung fällig. Im schlimmsten Fall stirbt der Nerv ab, was leider keine gute Nachricht ist. Zwar kann der Nerv nun keinen Schmerz mehr aussenden, aber der Zahnarzt den Zahn meist entfernen, um die Bakterien aufzuhalten. Ist der Nerv abgestorben, sprechen Dentisten von einem toten Zahn.

Fazit: Der Zahnnerv ist dafür verantwortlich, dass wir möglichst lange ohne Zahnersatz auskommen.

Warum haben Alkoholiker rote Nasen? Erklärung


Wie sehr man zu einem roten Gesicht neigt, ist zunächst eine Frage der Veranlagung. Während einige Menschen von scharfem Essen und Schamgefühlen scheinbar unberührt bleiben, schießt anderen sofort die Röte ins Gesicht.

Warum haben Alkoholiker rote Nasen? Erklärung

Bei Ursachen wie Anstrengung, Temperaturschwankungen oder hohem Blutdruck lässt sich das Rotwerden logisch erklären. Die Ursachen hinter der Gesichtsröte bei peinlichen Situationen sind hingegen weitestgehend ungeklärt, da hier kein äußerer Reiz vorliegt. Eine häufige Vermutung ist, dass das Rotwerden eine Art Schutzmechanismus darstellt. Durch die Röte im Gesicht gesteht man seinen Fehler ein, um andere zu besänftigen. Die Häufigkeit und Stärke der Rötung sind dabei in erster Linie genetisch bedingt und somit von Mensch zu Mensch unterschiedlich.

Rote Nasen: Alkohol weitet die Blutgefäße

Für den Blutkreislauf im menschlichen Körper ist das Herz verantwortlich. Das Herz pumpt sauerstoffreiches Blut durch die Arterien. Nach dem Entzug des Sauerstoffs kehrt das sauerstoffarme Blut dann durch die Venen zum Herz zurück. Der vom Herz durch das Pumpen erzeugte Druck reicht allein allerdings nicht aus, um den kompletten Blutkreislauf zu gewährleisten. Um das Herz zu unterstützen, haben die Blutgefäße selbst kleine Muskeln, die sich anspannen und verengen oder lockern und weiten können. Auf diese Weise wird der Blutfluss nicht nur vom Herz, sondern auch von den Gefäßen gesteuert.

Gelangt nun Alkohol ins Blut führt dieser dazu, dass sich die Gefäße weiten. Dank der geweiteten Gefäße fließt nun mehr Blut durch die Haut und das Gesicht rötet sich. Als Konsequenz ist jeder Mensch nach einigen Gläsern Wein röter im Gesicht als zuvor.

Mit zunehmenden Alter kann es sein, dass die Gefäße „ausleiern“ und sich nicht mehr richtig zusammenziehen können. Die Blutgefäße sind dann als eine Reihe roter Linien im Gesicht erkennbar. Meist ist dies ein Zeichen der Hautkrankheit „Rosacea“.

Die Ursachen der Rosacea sind bis heute nicht endgültig geklärt. Aktuellen Vermutungen entsprechend könnte die Krankheit mit einer Störung des Immunsystems oder Haarbalgmilben und Bakterien zusammenhängen. Die Krankheit tritt hauptsächlich erst ab dem 40. Lebensjahr auf und betrifft etwa zwei bis fünf Prozent der erwachsenen Bevölkerung. Da die Rosacea auch auf die Augen übergreifen kann, wird bei erkrankten eine regelmäßige augenärztliche Kontrolle empfohlen.

Die Knollennase oder Schnapsnase: Warum Alkoholiker rote Nasen haben?

Die Schnapsnase, so wie sie im Volksmund verwendet wird, ist nicht zwangsläufig eine Folge von überhöhtem Alkoholkonsum. Stattdessen handelt es sich zumeist um eine besondere Ausprägung der Rosacea, die besonders die Nase betrifft. Hierbei können an der Nase neben Entzündungen und Verdickungen auch knollenartige Wucherungen, die sogenannten Rhinophym, entstehen. Diese Ausprägung der Krankheit tritt insbesondere bei Männern auf und wird gerne als Schnapsnase bezeichnet. Die Rhinophym können jedoch auch ohne Alkoholkonsum auftreten. Selbst bei vollkommener Abstinenz ist das Auftreten einer Schnapsnase also möglich.

Verstärkende Reize und Bekämpfung

Alkoholkonsum ist zwar keine Ursache der Rhinophym, er gehört allerdings zu einer Reihe von Reizen, die die Krankheit verstärken können. Hierzu gehören außerdem noch intensive Sonnenbestrahlung, scharfe Gewürze, Saunabesuche, Heißgetränke, starker Stress und kortisonhaltige Medikamente. Generell sollten Haut-irritierende Produkte die Seifen, Alkohol, Menthol oder ähnliches enthalten gemieden werden, um die betroffenen Stellen nicht unnötig zu strapazieren.

Die möglichen Behandlungsmethoden drehen sich zumeist um das Verabreichen von Antibiotika, zumeist durch Auftragen auf die betroffenen Stellen. Das orale Einnehmen von Antibiotika wird nur bei äußerst schweren Fällen verordnet. Alternativ ist heutzutage eine dauerhafte Beseitigung der Wucherungen an der Nase durch Laserbehandlung mit einem CO2-Laser oder durch Abschleifen möglich.

Was ist die Delboeuf-Täuschung? Bedeutung, Definition, Erklärung


Die Delboeuf-Täuschung gehört zu den geometrisch-optischen Täuschungen.

Sie wurde nach dem belgischen Psychologen Joseph Rémi Léopold Delboeuf (1831 – 1896) benannt, der das Phänomen 1865 erstmals beschrieb. Eine ähnliche optische Täuschung stellt die Ebbinghaus-Illusion dar.

Was ist die Delboeuf-Täuschung? Bedeutung, Definition, Erklärung

Die Täuschung befasst sich in ihrer bekanntesten Version mit zwei gleichgroßen Scheiben, die von Ringen unterschiedlichen Durchmessers umgeben sind. Bei einem ähnlich großen Ring erscheint die Scheibe größer als bei einem deutlich größeren Ring.

Faktoren der Wahrnehmungsverzerrung sind Assimilations- und Kontrast-Effekte. Ist der Ring kaum größer als die Scheibe, wird diese größer wahrgenommen als ohne Ring. Die Scheibe wird tendenziell überschätzt. Ein Assimilation-Effekt tritt auf.

Anders verhält es sich, wenn der äußere Ring deutlich größer als die Scheibe ist. Die Scheibe wirkt kleiner als ohne Ring, was auf einen Kontrast-Effekt zurückzuführen ist. Der größere Abstand zwischen beiden geometrischen Figuren erzeugt eine getrennte Wahrnehmung und lässt die Scheibe kleiner wirken. Schaut der Betrachter längere Zeit auf beide Scheiben, löst sich die Illusion langsam auf.

Interessante Experimente zeigten, dass ein unvollständiger äußerer Ring die Illusion abschwächt, während ein zusätzlicher größerer Ring die Täuschung verstärkt.

Die Delboeuf-Täuschung in der Tierforschung

Delboeufs Erkenntnisse spielen eine wichtige Rolle bei der Untersuchung der Wahrnehmung von Tieren. Die Fähigkeit, die Größe richtig zu einzuschätzen, ist häufig wichtig, um das Überleben zu meistern. Dies spielt beispielsweise bei der richtigen Einschätzung einer Essensportion eine Rolle.

Schimpansen schlossen diesen Test in einer Studie von Audrey E. Parrsih und Michael J. Beran schlecht ab. Wenn die Affen einen großen und einen kleinen Teller mit der identischen Lebensmittelmenge gibt, entscheiden sie sich für den kleineren, volleren Teller. Dies weist darauf hin, dass auch Schimpansen von der Delboeuf-Täuschung betroffen sind. Dagegen zeigten Hunde genau das gegenteilige Verhalten und bevorzugten den größeren Teller.

Delboeuf-Täuschung: Wahrnehmung von Lebensmitteln beim Menschen

Eine interessante Frage für die Forschung war, ob die Größe der Teller Einfluss auf unsere Wahrnehmung der Lebensmittelmenge hat. In einer Studie wollten die Forscher im Jahr 2012 wissen, welche Auswirkungen die Größe der Schüssel auf das Servier-Verhalten hat. Dazu wurde den Teilnehmern eine Referenzschüssel gezeigt. Die Teilnehmer sollten nun die gleiche Menge einmal in größere und einmal in kleinere Schüsseln einfüllen.

Das Ergebnis war interessant. Die Probanden füllten im Vergleich zur Referenz in die größeren Schüsseln 9,9 % mehr und in die kleinen Schüsseln 8,2 % weniger Suppe. Essen wir also weniger, wenn wir kleinere Gefäße nutzen? Kann die Delboeuf-Theorie eine Diät unterstützen?

Diese Hoffnung wurde 2018 durch eine Studie von Noa Zitron-Emanuel und Tzvi Ganel getrübt. Dr. Ganel, Psychologe an der Ben-Gurion University Negev, hält die Größe des Tellers für nicht besonders wichtig, wenn es um die Größe der Portion geht. In einer Studie wählten die Forscher Teilnehmer aus, die vor dem Experiment mindestens drei Stunden nichts gegessen hatten. Andere hatte gerade gegessen. Im Test offenbarte sich, dass hungrige Menschen die Menge an Essen deutlich besser einschätzen können als jene, die gerade etwas aßen.

Diese Unterschiede beschränkten sich interessanterweise auf Nahrung. Bei der Wahrnehmung von klassischen Beispielen der Delboeuf-Täuschung ließen sich Satte und Hungrige gleichermaßen täuschen. Die These, dass man eine Diät über die Tellergröße unterstützen kann, wurde damit widerlegt.

Was ist die Planetendiät? Bedeutung, Definition, Erklärung


Die Planetendiät ist eine globale Diät für Erwachsene, die symbolisch durch einen halben Teller Obst und Gemüse dargestellt wird. Die andere Hälfte besteht hauptsächlich aus Vollkornprodukten, Pflanzenproteinen (Bohnen, Linsen, Hülsenfrüchten, Nüssen), ungesättigten Pflanzenölen, geringen Mengen an Fleisch und Milchprodukten sowie einigen zugesetzten Zuckern und stärkehaltigem Gemüse.

Was ist die Planetendiät? Bedeutung, Definition, Erklärung

Die Ernährung ist sehr flexibel und ermöglicht die Anpassung an Ernährungsbedürfnisse, persönliche Vorlieben und kulturelle Traditionen. Vegetarische und vegane Ernährung sind zwei gesunde Optionen innerhalb der Planetendiät, aber persönliche Entscheidungen.

Das Motto der Planetendiät: Mehr Pflanzen und weniger Fleisch könnten der Schlüssel zur Erhaltung des Planeten sein.

Es handelt sich um eine Diät, die von 37 führenden Wissenschaftlern in den Bereichen Gesundheit, Landwirtschaft und Umwelt entwickelt wurde, um die Auswirkungen einer ständig wachsenden Bevölkerung (die bis 2050 voraussichtlich zehn Milliarden erreichen wird) auf die Gesundheit von Mensch zu untersuchen Planet. Die Planetendiät ist ziemlich flexibel, erfordert jedoch eine Anpassung der Essgewohnheiten der Welt.

Wie funktioniert die Planetendiät?

Die Idee ist, die Aufnahme von Nahrungsmitteln zu reduzieren, die mit Krankheiten in Verbindung gebracht wurden und eine Menge Ressourcen benötigen, um diejenigen zu produzieren und zu steigern, die große gesundheitliche Vorteile bieten und im Gegenzug wenig von der Erde verlangen.

Die Diät empfiehlt eine Aufnahme von rund 2500 Kalorien pro Tag und betont die Bedeutung von Gemüse, Nüssen und pflanzlichem Eiweiß. Fleisch ist immer noch Bestandteil des Ernährungsplans, wird aber in viel geringeren Mengen als derzeit empfohlen.

Wenn Sie die planetare Gesundheitsdiät befolgen würden, würde die Nahrung eines Tages bestehen aus: 50 g Nüsse; 75 g Hülsenfrüchte (wie Bohnen, Kichererbsen und Linsen); 28 g Fisch; 13 g Eier; 14 g rotes Fleisch; 29 g Geflügel; 232 g Vollkornprodukte (wie Brot und Reis); 50 g stärkehaltiges Gemüse (wie Kartoffeln); 250 g Milchprodukte; 300 g Gemüse; 200 g Früchte; 31 g Zuckerzusatz; 50 g zugesetzte Fette (wie Olivenöl)

Sie können diese Lebensmittel nehmen und auf tausende verschiedene Arten zusammenstellen. Wir sprechen hier nicht von einer Deprivationsdiät, sondern von gesunder Ernährung, die flexibel und angenehm ist.

Was sind die Vorteile einer Planetendiät?

Forscher sagen voraus, dass die Ernährung – wenn sie weltweit angewendet wird – jährlich bis zu elf Millionen vorzeitige Todesfälle verhindern könnte. Wie? Vorwiegend durch die Reduzierung lebensbedrohlicher Krankheiten im Zusammenhang mit schlechter Ernährung wie Herzkrankheiten, Schlaganfällen und einigen Krebsarten. Experten prognostizieren auch einen Rückgang der globalen Treibhausgasemissionen, für die derzeit bis zu 30% (mehr als Transporte wie Züge, Flugzeuge und Autos) und die Erhaltung des Wassers für die Lebensmittelproduktion verantwortlich sind.
Allerdings wären für eine solche Ernährungsumstellung einige große Änderungen erforderlich. Nordamerika und Europa müssen den Konsum von rotem Fleisch reduzieren, während Ostasien den Konsum von Fisch reduzieren muss. Darüber hinaus sind eine Verringerung der weltweit produzierten Lebensmittelmenge und eine Reduzierung der Lebensmittelverschwendung entscheidend für den Erfolg der Ernährung.

Tipps für die Befolgung der Planetendiät

Wenn Sie die Planetendiät versuchen möchten, sollten Sie sich an folgende Tipps wenden:

  • Planen Sie Ihre Mahlzeiten im Voraus:
    Realistisch gesehen werden Sie wahrscheinlich nicht pro Tag eine Scheibe Ei und ein Stück Rindfleisch essen. Gehen Sie stattdessen Woche für Woche an die Diät heran, indem Sie jedem Tag Proteine usw. zuweisen und die Mahlzeiten nach Ihren Wünschen und Geschmack planen. So können Sie sich ausgewogen ernähren.
  • Variieren Sie Ihr Obst und Gemüse:
    Der Plan erlaubt den Verzehr aller Obst- und Gemüsesorten, um zu vermeiden, dass Sie immer wieder dieselbe Mahlzeit essen. Experimentieren Sie mit saisonalen Produkten und abwechslungsreichen Rezepten.
  • Reste verwenden:
    Lebensmittelverschwendung ist ein globales Problem, das sich die Wissenschaftler und Forscher mit der Umsetzung der Planetendiät zu korrigieren hoffen. Wenn Sie also nach der Hälfte des Abendessens satt sind, legen Sie den Rest beiseite, um am nächsten Tag noch davon essen zu können. Auf diese Weise sparen Sie sogar Geld.

Fazit: Planetendiät

Die Planetendiät ist flexibel, indem Richtlinien für verschiedene Lebensmittelgruppen bereitgestellt werden, die zusammen eine optimale Ernährung für die menschliche Gesundheit und die ökologische Nachhaltigkeit darstellen. Es betont eine pflanzliche Ernährung, bei der Vollkornprodukte, Obst, Gemüse, Nüsse und Hülsenfrüchte einen größeren Anteil der konsumierten Lebensmittel ausmachen. Fleisch und Milchprodukte sind wichtige Bestandteile der Ernährung, jedoch in deutlich geringeren Anteilen als Vollkornprodukte, Obst, Gemüse, Nüsse und Hülsenfrüchte.

Zusätzlich zu den in jedem Abschnitt festgelegten Zielen legen die Ernährungsziele auch nahe, dass der durchschnittliche Erwachsene 2500 kcal pro Tag benötigt. Während diese Menge je nach Alter, Geschlecht, Aktivitätsniveau und Gesundheitsprofilen variiert, ist Überkonsum eine Verschwendung von Lebensmitteln mit Gesundheits- und Umweltkosten.

Warum haben Pferde Hufeisen? Erklärung


Pferdehufe sind nicht so hart, wie sie aussehen. Wer noch nie einen Huf aus der Nähe gesehen hat, denkt gerne, es handele sich um ein einziges festes Stück Horn.

Warum haben Pferde Hufeisen? Erklärung

Wer den Huf anhebt, sieht allerdings, dass die Sohlen von einem weichen Gebilde unterbrochen sind. Der so genannte Strahl geht am hinteren Ende des Hufes (den Ballen) los und zieht sich V-förmig bis über etwa 2/3 der Hufsohle.

Die Größen- und Längenverhältnisse können bei Pferden unterschiedlicher Rassen verschieden sein.

Der Strahl ist weich. Streng genommen ist er zwar unbelebt, doch er ist ein wichtiger Teil der lebendigen Hufmechanik. Der Druck, den er erfährt, wenn das Pferd den Huf auf den Boden setzt, ist sehr wichtig. Durch ihn wird die Durchblutung im Inneren des Hufes angeregt.

Doch nicht nur der Strahl ist sensibel, auch die restliche Sohle des Pferdehufes kann es sein. Die Dicke der Sohle ist bei Pferden verschieden. Manche Pferde haben Plattfüße (sind empfindlicher) und andere haben eine Wölbung der Sohle nach oben. Setzen sie ihre Hufe auf den Boden, drücken Steinchen oder harte Untergründe weniger fest gegen die Sohle.

Ein Huf ist auch nicht zu einhundert Prozent statisch. Ein durchschnittliches deutsches Warmblutpferd wiegt zwischen 500 und 700 Kilogramm. Setzt es den Huf auf, dehnt sich dieser unter der Last des Gewichtes. Das ist zwar nur etwa ein Millimeter, für den Huf ist dieser Puffereffekt dennoch bedeutend.

Im Inneren des Pferdehufes befinden sich mehrere Schichten aus Horn, Blutbahnen, Nervenzellen und das Hufbein. Das ist der unterste Bein-Knochen des Pferdeskeletts.

Pferde, Hufeisen und Pferdeschuhe: Hufhorn wächst ständig nach

Die äußere Kapsel des Hufes besteht aus festem Horn. Das ist der Teil, den Menschen von der Ferne aus sehen. Das Horn wächst vom oberen Rand ständig nach.

Hufhorn ist zwar hart, dennoch nicht unverwüstlich. Es wird durch den Kontakt mit dem Untergrund ganz langsam abgerieben. Laufen Pferde häufig auf Asphalt, Stein oder sandigen Untergründen wirkt diese wie Schmirgelpapier.

Nachwachsendes Horn und Abrieb müssen bei Pferden ohne Hufeisen eine ständige Balance bilden. Leider ist das nicht immer der Fall.

Bei manchen Pferden wachsen die Hufe zu schnell. Das passiert bei solchen Tieren, die nur herumstehen und auf sehr weichen Böden gehalten werden.

Bei Pferden, die viel geritten werden, ist der Horn-Abrieb oft mehr, als nachwächst.

Aus diesem Grunde und der Druckempfindlichkeit von Sohle und Strahl tragen Pferde Hufeisen.

Das Hufeisen schützt den empfindlichen Huf

In früheren Zeiten mussten Pferde unglaubliche Leistungen erbringen. Sie waren Lastenträger, Kriegspferde, Kutschpferde, Kurierpferde und natürlich Fortbewegungsmittel einzelner Menschen.

Manche Pferde mussten mehrere Kilometer täglich über Stock und Stein zurücklegen.

Die Anforderungen an den Pferdehuf waren so groß, dass er dies natürlich nicht bewältigen konnte. Schon in der Antike (ab 800 vor Chr.) kannte man daher Hufeisen. Vermutlich ist die Technik aber noch viel älter.

Um den Pferdehuf vor Druck, Verletzungen und Abrieb zu schützen, nagelte man Eisenstücke auf den Huf.

Die Erfindung des Hufeisens, wie wir es heute kennen, wird den Kelten zugeschrieben. Diese in etwa U-förmigen offenen Ringe bedeckten lediglich den Hufrand. Durch die Höherstellung des Hufes wurden auch die empfindliche Sohle und der Strahl geschützt.

Die Römer verwendeten Beschläge, die die Sohle komplett abdeckten. Solche Hufeisen werden heute bei bestimmten Erkrankungen des Hufes immer noch verwendet.

Im alten Ägypten kannte man „Hipposandalen“. Diese leichten Lederschuhe konnten den Huf jedoch nur bedingt schützen und hielten meistens nicht sehr lange.

Um den Pferden mehr Trittsicherheit zu geben, brachten diverse Kulturen zusätzlich Stollen unter den Hufeisen an.

Pferde und Hufeisen: Nur der Hufbeschlagschmied darf Eisen nageln

Das passende Hufeisen für ein Pferd zu finden, ist eine Kunst. Ebenso, es so anzubringen, dass es möglichst lange hält. Für jeden Typ und jede Anforderung gibt es verschiedene Modelle. Außerdem muss der Schmied den Huf so zuschneiden, dass Eisen und Huf optimal zusammenpassen.

In Deutschland dürfen nur speziell ausgebildete Hufbeschlagschmiede ein Eisen zubereiten und aufnageln. Da das Innere des Pferdehufes lebendig ist, müssen die Nägel gekonnt entlang einer bestimmten Linie gesetzt werden. Nagelt ein Schmied daneben (was in der Praxis nie vorkommt), könnte er das Pferd tödlich verletzen.

Werden empfindliche Nerven im Huf zerstört, kann der Huf unbrauchbar werden. Das Gleiche passiert, wenn sich Entzündungen bilden. Kann ein Pferd ein Bein oder einen Huf langfristig nicht mehr benutzten, entspräche das seinem Tod.

Moderne Formen der Hufschutzes

Natürlich gibt es immer noch die klassischen Hufeisen, die aus Eisen gefertigt sind. Das Metall ist besonders robust und flexibel genug unter der Last des Pferdes nicht zu zerbrechen.

Daneben gibt es heute Hufeisen aus diversen Eisen-Legierungen, Aluminium oder sogar Kunststoff.

Außerdem hat der Trend der Ägypter, die Hipposandale, wieder moderne Anhänger gefunden. Hufschuhe aus Kunststoffen und Leder gleichen modernen Sneakern, wie Menschen sie auch tragen.

Da Pferde heute grundsätzlich weniger Belastungen ausgesetzt sind, tragen viele gar keine Hufeisen mehr. In der Reitersprache sagt man zu solchen Pferden Barhufer.

Warum heißt der Ohrenkneifer „Ohrenkneifer“? Woher kommt sein Name? Wortherkunft, Bedeutung


Der Ohrkneifer, welcher im Allgemeinen zu den Ohrwürmern zählt, ist den Menschen seit dem Mittelalter bekannt, doch schon damals war er ihnen nicht geheuer. Dies lag daran, dass die Menschen fest daran glaubten, dass der Ohrenkneifer nachts in ihre Ohren kriecht und dort wütete. Sie waren der Annahme, dass die Ohrwürmer das Trommelfell mit ihren Zangen zerreißen und anschließend ihre Eier in den Schädel legen würden. Das Zeitalter des Mittelalters ist mittlerweile zwar lange her, doch noch heute können viele Menschen den Tieren nur wenig Positives abgewinnen.

Wortherkunft: Wie der Ohrenkneifer zu seinem Namen kam

Insbesondere die Namensgebung des Ohrenkneifers, welche sogar in der lateinischen Bezeichnung verankert wurde, sorgt dafür, dass ein gewisses Unbehagen weiterhin bleibt.

Lat. Forficula auricularia = Gemeiner Ohrwurm

Lat. Aricula = Öhrchen

Der Mythos, dass sich die kleinen Fluginsekten in Häusern und insbesondere in Betten aufhalten, ist gar nicht so fern, zumindest nicht zu Zeiten des Mittelalters. Betten weisen häufig eine leichte Feuchtigkeit auf, sofern sie nicht regelmäßig gelüftet werden. Im Mittelalter war das mit dem Lüften aber gar nicht so einfach – gerade dann, wenn es sich um eine regenreiche Saison handelte. Regnete es sehr häufig und war die damit verbundene Luftfeuchtigkeit extrem hoch, war es schier unmöglich, die Feuchtigkeit aus den Häusern und somit aus den Betten zu bekommen. Da die Häuser im Mittelalter auch kleiner und dunkler gehalten waren, was dem Gemeinen Ohrwurm ungemein gefällt, ist die Entstehung des Mythos von dem kleinen kriechenden und gefährlichen Insekt nicht ganz abwegig. So bekam der Gemeine Ohrwurm bereits im Mittelalter den Namen des Ohrenkneifers und das nur aufgrund eines Mythos. Gefährlich war der Ohrwurm im Mittelalter nicht und ist es auch heute nicht.

Im späteren Verlauf wurde der Ohrenkneifer sogar für medizinische Zwecke genutzt. Hierfür wurden die kleinen Insekten gemahlen und anschließend in die Ohren gestreut. Dies sollte dabei helfen Ohrenerkrankungen, Schwerhörigkeit sowie Taubheit zu behandeln und zu heilen.

Der gemeine Biss des Ohrenkneifers

Wird von einem Biss des Ohrenkneifers gesprochen, so bezeichnet dies lediglich das Kneifen des Ohrwurms mit seinen Zangen, die sich am Hinterleibsende befinden. Der „Biss“ ist weder gefährlich noch giftig und tut zudem nicht weh. Wenn das kleine Fluginsekt „beißt“, tut er das nur, wenn es sich bedrängt und bedroht fühlt. Zudem ist er dazu fähig in einem Umkreis von bis zu 10 cm ein Sekret auf Feinde abzuschießen. Sekret wird als chemische Waffe bezeichnet, ist jedoch für den Menschen vollkommen ungefährlich.

Was sind Ohrenkneifer? Beschreibung

Ohrenkneifer zählen zu der Gattung der Ohrwürmer, welche bereits seit 34 Millionen Jahren existieren. Des Weiteren gehören die Ohrenkneifer zu den Fluginsekten, obwohl sie sehr selten bis gar nicht fliegen. Die häutigen Hinterflügel der Ohrwürmer, welche kompliziert zusammen gefaltet werden können, verstecken sich unter den Vorderflügeln. Des Weiteren besitzt der Gemeine Ohrwurm beißende sowie kauende Mundwerkzeuge und gilt als Allesfresser. Äußerst selten wird sein Interesse für Früchte oder Zierpflanzen geweckt. Er weist eine Körperlänge zwischen 9 und 16 mm auf und zählt zu den kleineren Vertretern seiner Gattung. 6,5 cm lang können jedoch Ohrwürmer in Australien werden. Die Zangen des Ohrenkneifers verwendet er sowohl bei der Jagd als auch zur Verteidigung oder bei der Paarung. Als Lebensraum bevorzugt er feuchtes Laub oder Rinden sowie Spalte, in denen er Nahrung findet und seine Eier ablegen kann. Nur durch Zufall gelangt der Gemeine Ohrwurm auch mal ins Haus. Wahrscheinlicher ist es, dass er sich in Garagen, Gartenhäusern sowie Schuppen oder auf Balkonen einnistet.

Warum heißt der Waschbär „Waschbär“? Erklärung


Jeder kennt den knuffigen, kleinen Maskenträger mit dem dichten, grauen Fell. Und obwohl Waschbären auf den ersten Blick gemütlich und behäbig aussehen, sind sie doch flinke Raubtiere, die in Wohnsiedlungen zur Plage werden. Heute kennen wir Waschbären nämlich häufig als Kulturfolger, die in der Nähe menschlicher Siedlungen wohnen und Mülleimer oder Scheunen plündern. Da erinnert nichts mehr an den Namen Waschbären, der an eine Herkunft in Ufernähe denken lässt. Und dennoch ist genau dort die Bedeutung des Namen Waschbären zu suchen.

Waschbär: Zu klein für einen Bären?

Wenn man an Bären denkt, hat man meistens einen Braunbären oder Eisbären vor seinem geistigen Auge. Diese gehören gemeinsam mit dem Großen Panda, dem Schwarzbären und dem Brillenbären zu den Großbären.

Daneben gibt es aber auch noch die Familie der Kleinbären, die in ihrer Körperform viel diverser sind als die Großbären. So gehören zum Beispiel der Nasenbär oder der Wickelbär zu den Kleinbären. Auch der Waschbär ist in dieser Familie zu finden, was das „Bär“ in seinem Namen rechtfertigt.

Großbären und Kleinbären gehören beide zu den Hundeartigen Raubtieren, sind also zwei sehr nah miteinander verwandte Familien. Daneben gibt es noch eine Reihe an weiteren Tierarten, die in der deutschen Sprache den Wortteil „Bär“ im Namen tragen, ohne ein Bär zu sein. Dazu gehören zum Beispiel der Seebär, der Koalabär und der Ameisenbär. Die letzten beiden sind noch nicht einmal Raubtiere!

Was wäscht der Waschbär? Namensherkunft

Der seltsamere Teil im Namen des Waschbären ist jener, der auf eine waschende Lebensweise hindeutet. Für uns ist die Vorstellung eines waschenden Tieres skurril, scheint doch der Hang zur perfekten Sauberkeit eine typisch menschliche Eigenschaft zu sein. Und tatsächlich ist diese auch dem Waschbären nicht sonderlich wichtig.

Das namensgebende Verhalten des „Waschens“ der Nahrung wurde zunächst bei Tieren in Gefangenschaft beobachtet. Diese drehten und wendeten ihr Futter wiederholt in einer Wasserquelle in ihrem Gehege, bevor sie zum Verzehr übergingen. Daher nahmen Zoologen zunächst an, dass der Waschbär seine Nahrung von Unreinheiten befreit oder einweicht, um sie besser schlucken zu können.

Tatsächlich ist diese Verhaltensweise in freier Natur aber nicht zu beobachten und sogar höchst umstritten. Dort ernähren sich Waschbären nämlich von Insekten, Würmern, Fischen, Amphibien, Obst und Nüssen. Je nach Jahreszeit finden sie ihre Nahrung häufig im und um das Wasser, es ist ihnen also durchaus vertraut.

Allerdings fällt in menschlicher Obhut der Großteil der Nahrungssuche weg. Waschbären aber sind sehr intelligente Tiere, die gerne bei der Nahrungssuche gefordert sind und geeignete Lösungswege suchen. Da ihnen diese Möglichkeit genommen wird, führen sie als Ersatzhandlung das „Waschen“ durch. Damit sind zumindest ihre Hände für eine gewisse Zeit beschäftigt. Die Handlung ähnelt nämlich der Bewegung der Hände bei der Suche nach Nahrung im Uferschlamm.

Der Lebensraum des Waschbären

Ursprünglich stammt der Waschbär aus Nordamerika, wo er von Mexiko bis Kanada häufig anzutreffen ist. Anfang des 20. Jahrhunderts entkamen in Europa einige Tiere aus Pelztierfarmen, die sich bis heute beinahe explosionsartig vermehren konnten. Der Lebensraum in Europa ähnelt jenem in Nordamerika. Allerdings fehlen dem Waschbären in Europa Feinde und Konkurrenz, was ihm die Verbreitung leichtmacht. Mittlerweile ist er selber dafür verantwortlich, viele in Europa heimische Tierarten zu verdrängen.

Allein in Deutschland beläuft sich der Waschbärbestand heute auf eine sechsstellige Zahl. Da diese langsam zu hoch wird, wird der Waschbär in der Bundesrepublik bejagt. So finden jährlich über 100 000 Waschbären den Tod.

Sowohl in seinem ursprünglichen Verbreitungsgebiet als auch in Europa wird der Waschbär in Siedlungsgebieten zusehends zur Plage. Aufgrund seiner Intelligenz und Anpassungsfähigkeit ist es ihm ein leichtes, Mülleimer zu plündern und in Gebäude einzubrechen.

Der Waschbär in anderen Sprachen

In den meisten Sprachen besteht der Name des Waschbären aus den Wortteilen „waschen“ und „Bär“. So heißt er auf Niederländisch wasbeer, auf Schwedisch tvättbjörn oder auf Französisch raton laveur.

Siehe: Bambusbjörn

Das englische Wort raccoon geht auf die Sprache der Algonkin zurück, einem Stamm amerikanischer Ureinwohner. Auch dieses Wort bedeutet „der mit seinen Händen schrubbt und kratzt“.

Der wissenschaftliche Name des Waschbären lautet Procyon lotor, was so viel bedeutet wie „hundeähnlicher Wäscher“.

Holland oder Niederlande? Das ist der Unterschied


Holland oder Niederlande? Bei uns in Deutschland verwenden wir beide Bezeichnungen gleich. Dabei denken wir auch alle an dasselbe, nämlich unser Nachbarland in seiner Gesamtheit. Dennoch gibt es zwischen beiden Begriffen einen erheblichen Unterschied.

Was sind die Niederlande? Bedeutung, Definition

Die Niederlande sind ein Staat und ein Königreich, das im Nordwesten an Deutschland grenzt. Das Land liegt außerdem nördlich von Belgien und hat einen langen Küstenabschnitt an der Nordsee. Heute gehören 12 Provinzen zu den Niederlanden.

Als Nation gibt es die Niederlande seit 1581. Damals lautete die komplette Bezeichnung „Vereinigte Niederlande“.

Vereinigt wurden dabei diverse Provinzen und Landstriche in den „niederen Landen“. Durch die Zusammenführung sollte die Wirtschaftskraft und die Präsenz der Region in der damaligen Politik verbessert werden. Tatsächlich entwickelte sich aus den Vereinigten Niederlanden eine bedeutende Seefahrer-, Handels- und Kolonialmacht.

Mit den „niederen Landen“ ist in diesem Fall die tiefe Lage des kompletten Landstrichs gemeint. Fast ein Viertel des Landes liegt unterhalb des Meeresspiegels. Bei hoher See und Sturmfluten würden die Niederlande größtenteils überflutet werden. Die imposanten Deichanlagen, die überall entlang der Küste zu finden sind, schützen das Land vor dem Wasser.

Die Niederlande sind sehr weitläufig und flach. Es gibt nur sehr wenige sachte Erhebungen. Die höchste Erhebung der Niederlande ist der Vaalserberg in der Provinz Limburg im äußersten Süden des Landes. Der „Berg“ ist gerade einmal 322,5 m hoch.

Die offizielle Hauptstadt der Niederlande ist Amsterdam, der Regierungssitz liegt allerdings in Den Haag.

Was ist Holland? Bedeutung, Definition

Holland leitet sich von „Holtland“ für „Holzland“ ab. Das war früher eine eigene Grafschaft innerhalb der Vereinigten Niederlande. Später entwickelten sich aus Holtland die Provinzen Südholland und Nordholland.

Die Region wurde durch den Holzhandel, die Schifffahrt und den Schiffsbau reich und bekannt. Leider holzten die damaligen Herren über das Holzland fast alle Wälder ab. Später importierten die Vereinigten Niederlande Holz aus ganz Europa und vorzugsweise aus dem Schwarzwald und aus einigen Regionen der Schweiz.

So heißt es, die Altstadt von Amsterdam sei einst komplett auf Schwarzwälder Fichten erbaut worden.

Nord- und Südholland liegen im äußersten Westen des Landes. In Holland lebten etwa 30 Prozent der Gesamtbevölkerung der Niederlande. Die Hauptstadt Amsterdam mit ihren bedeutenden Hafen zählte zu Nordholland.

Durch die starke Präsenz im Handel und dem Schiffswesen war der Begriff Holland weltweit geläufiger als Niederlande. Das hat sich bis heute erhalten.

Und was ist nun das Königreich Niederlande?

Das entstand tatsächlich erst nach der Gründung der „Vereinigten Niederlande“ im Jahr 1815.

Zum Königreich gehören neben den europäischen Niederlanden die teils autonomen Inseln Bonaire, St. Eustatius, Saba, Aruba, Curaçao und Sint Maarten. Die Übersee-Provinzen liegen in der Karibik beziehungsweise gehören zu den Antillen.

So gehen Niederländer mit der „Verwechslung“ um: Holland oder Niederlande

Die Niederländer selbst sagen fast ausschließlich „Nederland“ zum eigenen Land. Sie nehmen es Ausländern aber auch nicht sehr übel, wenn Holland gesagt wird.

Insgesamt waren sich die Niederlande als Verbund immer sehr einig. Es gab durchaus kleinere Eifersüchteleien innerhalb der Provinzen. Diese waren allerdings nie so stark ausgeprägt wie beispielsweise die Feindschaft zwischen England und Schottland.

Genauso wie Holland und Niederlande gern verwechselt werden, sagen viele Ausländer „England“ zur gesamten britischen Insel. Das hören Schotten gar nicht gern und als Ausländer begeht man diesen Fehler in der Gegenwart von Schotten besser nicht.

2019 gab es ein Ersuchen der niederländischen Regierung. Innerhalb einer Kampagne sollte der Begriff Niederlande oder englisch „Netherlands“ besser etabliert werden. Im Zuge dieser Imageveränderung möchten die Politiker zudem eine Trennung der Assoziation des Landes mit Tulpen, Käse, Holzschuhen, Marihuana und freizügigen Gesetzen durchsetzen.

Es bleibt abzuwarten, wie diese Ideen in den kommenden Jahren verwirklicht werden.

Holland als Synonym für die traditionellen Niederlande (Unterschied)

Selbst Niederländer nutzen die Begriffe Holland oder holländisch, wenn es darum geht, etwas sehr Urtümliches oder Traditionelles auszudrücken.

Treffen Niederländer im Ausland unerwartet einen Landsmann kann der schon mal freudig als anderer „Hollandse jongen“ (ein holländischer Junge) bezeichnet werden.

Warum ist Gähnen ansteckend? Erklärung, Hintergrund


Seit Menschengedenken gähnt der Mensch. Das ist fast wie ein Reflex, es ist nur schlecht zu verhindern. Durchschnittlich gähnen Menschen rund ¼ Millionen Mal während ihres Lebens. Häufig passiert dies am Morgen oder vor abendlichen Gang ins Bett. Dennoch weiß bis heute niemand, warum man wirklich gähnt. Blinzeln mit den Augenlidern sorgt für feuchte Augen, Nießen hilft gegen Erreger in der Nase. Beim Gähnen sind sich die Forscher uneins, wozu es genau dient.

Die meisten Menschen denken, dass sie entweder müde oder gelangweilt sind, wenn sie gähnen. Angenommen wird, dass diese Reaktion die Sauerzufuhr im Gehirn verbessert. Sicher ist nur eins: Wenn jemand gähnt, bleibt er selten der Einzige. Menschen in der Nähe fangen häufig ebenfalls damit an. Deshalb gilt Gähnen als ansteckend. Über die Gründe, warum dies so ist, gibt es verschiedene Theorien.

Warum ist Gähnen ansteckend?

Manche Forscher gehen beim Gähnen von dem Ansatz aus, dass es der Kühlung des Gehirns dient. Kühleres Blut wird hineingepumpt. Dies sorgt für den Erhalt der besten Denkleistung und Aufmerksamkeit. Wissenschaftler wie Andrew Gallup von der Universität New York schlossen daraus auch auf die scheinbare Ansteckung des Gähnens. Beginnt jemand in einer Gruppe zu gähnen, weil die Denkleistung leidet, erfolgt die Kettenreaktion der Anderen, damit alle ihre Aufmerksamkeit behalten. Der Forscher Ronald Beanninger von der Universität in Philadelphia in den USA geht hingegen eher davon aus, dass der ansteckende Effekt beim Gähnen eher die Ruhe- und Aktivitätsphasen einer Gruppe abgleicht. Er denkt, dass alle in der Gruppe ermüden, wenn einer der Gruppe müde ist und zu gähnen beginnt. Von Synchronisation gehen beide Ansätze aus. Gallups Theorie stütz allerdings das Bemühen, dass alle wach bleiben möchten.

Empathie als entscheidender Faktor

Britische Forscher testeten die Theorie, nach welcher Empathie eine Rolle spielt, in einem anderen Versuch. Empathie bezeichnet die Fähigkeit, mit der Menschen in der Lage sind, die Gefühlsregung von Personen erkennen zu können und eine Reaktion zu zeigen. Testpersonen kamen bei dem britischen Test in einen gut gefüllten Warteraum. Diese trafen dort auf zahlreiche gähnende Menschen. Dabei wurde gezählt, wie oft das Gähnen die Testpersonen beeinflussen konnte und sie ebenfalls dazu verleitete. In einem zweiten Teil des Tests sollten die Probanden dann den Ausdruck von anderen Personen hinsichtlich der Emotionalität beurteilen. Diejenigen, die vorher stark vom Gähnen der anderen Wartenden angesteckt wurden, schnitten hierbei besser ab. Die empathischen Fähigkeiten lagen also höher. Diesen Ansatz hatten amerikanische Forscher aus Philadelphia zuvor schon verfolgt. Sie arbeiteten in ihrer Studie im Jahr 2003 mit Videos, in denen andere Personen gähnten. Anschließend durchgeführte Tests dienten zur Einstufung, wie die Probanden charakterlich einzuordnen waren. Auch hier gähnten die empathischen Teilnehmer häufiger mit. Die Forscher gehen daher davon aus, dass die Ansteckung beim Gähnen darauf hindeutet, dass der emotionalen Verfassung und dem allgemeinen Verhalten von Personen eine größere Bedeutung beigemessen wird. Ansteckung beim Gähnen ist dabei kein einzig menschliches Verhalten. Es wurde auch bei Schimpansen beobachtet. Auch diese besitzen Empathie.

Gähnen als Bewegungsmelder im Gehirn

Als in einer Studie untersucht wurde, ob sich die Ansteckung durch Gähnen vermeiden ließ, wurde eine weitere Entdeckung gemacht. Bei Menschen, deren motorische Prozesse im Gehirn leichter aktiviert werden können, ist die Ansteckung eher gegeben. Manches Gehirn ist also in der Lage, leichter eine Aktivität auszulösen, als andere. Getestet wurde dies mit Personen, die in Videos 20 Minuten lang gähnende Menschen beobachten sollten und zeitgleich Kleinigkeiten im Video behalten sollten. Dabei wurde mitgezählt, wie oft die Probanden selber gähnen mussten und zeitgleich gemessen, wie elektromagnetische Impulse an die Bewegungsrezeptoren im Gehirn weiter geleitet wurden.

Emotionale Beziehungen spielen eine Rolle

Spiegelneuronen in unserem Gehirn sind für ansteckende Prozesse verantwortlich. Diese Neuronen werden sowohl aktiv, wenn jemand selber handelt, als auch bei Beobachtung einer anderen Person. Das Verhalten wird also innerlich mitverfolgt, was dann Nachahmung auslöst, Dies erfolgt unbewusst. Solche Reflektionen werden weniger, je älter Personen werden. Dies zeigt eine im Jahr 2011 veröffentlichte Studie italienischer Forscher. Sie beruht auf einem 12 Monate langen Test, in dem über 100 Probanden aus der gesamten Welt zuhause beobachtet worden. Dabei wurde klar, dass die Beziehung untereinander spielt eine große Rolle spielt. Ist die gähnende Person bekannt, ist dies ansteckender, als es bei einem unbekannten Menschen wäre. Familienangehörige wirken besonders ansteckend, gefolgt von Personen, mit denen man befreundet ist.

Warum sind Tränen salzig? Erklärung, Hintergrund


Körperflüssigkeiten wie Schweiß und Tränen schmecken salzig und dies hat physiologische, immunologische und evolutionäre Bedeutung. Tränen sind die Sekrete der Tränendrüsen der Augen.

Warum schmecken Tränen salzig? Erklärung, Erläuterung

Diese Tränen werden in basale, reflexartige und psychische Tränen eingeteilt. Der Salzgehalt und die chemische Zusammensetzung von Tränen variieren von Typ zu Typ und von Situation zu Situation. Basale Tränen sind dafür verantwortlich, die Hornhaut des Auges feucht zu halten. Reflexrisse entstehen bei Augenreizungen.

Beim Weinen entstehen psychische Tränen. Tränen enthalten größere Mengen Wasser zusammen mit anderen organischen und anorganischen chemischen Bestandteilen wie Mucin, Lipiden, Lysozym, Lactoferrin, Lipocalin, Lacritin, Natrium und Kalium. Der Salzgehalt von Tränen wird auf die Anwesenheit von Salzen von Natrium und Kalium zurückgeführt.
Dieser Salzgehalt von Tränen zusammen mit der Anwesenheit von Enzymen wie Lysozym ist für ihre antimikrobielle Aktivität verantwortlich. Basaltränen haben einen ähnlichen Salzgehalt wie Blutplasma. Der Salzgehalt der Basaltränen stört das osmotische Gleichgewicht der Bakterien und hält die Hornhaut in einer gesunden mikrobiell freien Umgebung. Der Mineralgehalt der Tränen nährt auch das mit den Augen verbundene Gewebe. Die salzhaltige Natur der Tränen zeigt auch unsere evolutionäre Abstammung von Meeresorganismen an.

Es gibt ungefähr 1 Tasse Salz im erwachsenen menschlichen Körper. Alle unsere Körpersekrete enthalten Salz, von Schweiß über Urin und Speichel bis hin zu Tränen. Ohne Tränen würden unsere Augen austrocknen und wir würden unsere Sicht verlieren. Das Salz in ihnen hat immunologische und physiologische Zwecke.

Obwohl sie Salz enthalten, stechen oder brennen Tränen und andere Sekrete nicht, weil sie eine regulierte Menge Salz enthalten, im Gegensatz zu Meerwasser mit etwa 3% Salz. Tränen sind salzig, weil sie Salze von Natrium und Kalium enthalten. Aber es gibt einen höheren Wassergehalt in Tränen.

Der Tränenfilm auf dem Auge ist ein komplexes System, das aus drei Schichten besteht – Öl, Wasser und Schleim. Die Wasserschicht ist die dickste und enthält Elektrolyte (wie Natrium und Kalium), Proteine (meist Enzyme), Glukose und andere Substanzen. Verschiedene Fette in der äußeren Ölschicht verdampfen langsam.

Warum werden Tränen benötigt? Hintergründe

Neben dem Schmieren des Auges und dem Wegspülen von Schmutz dienen Tränen im Auge dem gleichen Zweck wie Blut an anderer Stelle im Körper, liefern Sauerstoff und Nährstoffe und entfernen Verschmutzungen. Tränen verbessern auch das Bild, das sich auf der Netzhaut bildet, indem sie Unregelmäßigkeiten auf der Oberfläche des Augapfels glätten. Deshalb können Menschen mit trockenem Auge verschwommen sehen. Tränen sind ebenfalls ein Abwehrmechanismus: Ihre Antikörper, Enzyme und andere Immunkomponenten schützen die Augen vor Mikroorganismen.

Tränen werden in drei verschiedene Typen unterteilt. Wir haben sowohl basale, psychische als auch Reflextränen. Basale Tränen sind für die Feuchtigkeit der Augen verantwortlich. Sie nähren sie auch. Reflextränen treten aufgrund unterschiedlicher Reizungen auf. Sie kommen auf natürliche Weise heraus und können nicht kontrolliert werden. Psychische Tränen sind diejenigen, die aus Trauer entstehen; wenn wir wütend sind, trauern oder körperliche Schmerzen haben.

Basalttränen und die Augengesundheit

Wie bereits erwähnt, spielen Tränen eine sehr wichtige Rolle für unsere Augengesundheit. Sie schützen unsere Augen vor dem Austrocknen und befreien das Auge vor Verschmutzungen oder anderen Schäden. Die Zusammensetzung unserer Tränen ist relativ komlex. Die Tränenflüsigkeit besteht aus einem Mix aus Ölen, Schleimschicht und Wasser. Die Schleimschicht dient als Schutzschicht und umgibt das gesamte Auge, sodass sich keine trockenen Flecken bilden können. Die Schleimschicht hilft dabei, die Tränen am Auge zu halten. Die Wasserverbindung ist ein Mix aus Mineralien, Salzen und Vitaminen und unterstützen die Zellfunktion des Auges. Die Mineralien und Nährstoffe unterstützen die Gesundheit der oberen Zellschicht des Auges. Die Öle in der Tränenflüsigkeit sorgen ebenfalls dafür, dass das Auge nicht austrocknet. In der Tränenflüsigkeit sind auch Lysozyme enthalten, die antibakteriell wirken und Krankheiten bekämpfen.

Warum hat man Schluckauf? Erklärung Gründe


Schluckauf kennt jeder von uns. In der Regel tritt Schluckauf beim Verzehr von vielen Speisen oder kohlensäurehaltigen Getränken auf. Es ist auch keine Seltenheit, wenn man beim Verzehr von Alkohol einen Schluckauf bekommt. Wenn der Schluckauf allerdings länger andauert als ein Abend, dann sollte man lieber einen Arzt aufsuchen.

Was ist ein Schluckauf?

Schluckauf sind Ausbrüche inspiratorischer Aktivität (Einatmen). Zum Atmen sind unsere Interkostalmuskeln zuständig. Sie liegen zwischen dem Zwerchfell und unseren Rippen. Sie liegen also unter der Lunge. Ein Schluckauf ist eine unwillkürliche Kontraktion des Zwerchfells, auf die das plötzliche Schließen Ihrer Stimmbänder folgt – dies erzeugt den charakteristischen Schluckauf.

Gründe und Ursachen von Schluckauf

Schluckauf ist sehr häufig und die meisten Menschen werden irgendwann Schluckauf haben. Wie bereits erwähnt, entsteht ein Schluckauf, wenn Sie zu schnell oder zu viel gegessen oder getrunken haben. Der Magen, der sich direkt unter dem Zwerchfell befindet, wird aufgebläht und reizt es. Dadurch zieht sich das Zwerchfell zusammen, wie beim Einatmen.

Kohlensäurehaltige kohlensäurehaltige Getränke können Schluckauf verursachen, und Alkohol ist eine weitere häufige Ursache für Schluckauf. Übermäßiges Rauchen kann auch Schluckauf verursachen. Scharfes und scharfes Essen wie Curry kann Schluckauf auslösen.

Wenn eine Person zu schnell isst, kann sie zusammen mit dem Essen Luft schlucken und Schluckauf bekommen.

Rauchen oder Kaugummi kann auch dazu führen, dass eine Person Luft schluckt und Schluckauf bekommt.

Alle anderen Praktiken, die das Zwerchfell reizen könnten, wie zu viel essen (insbesondere fetthaltige Lebensmittel) oder zu viel trinken (Alkohol oder kohlensäurehaltige Getränke), können eine Person anfällig für Schluckauf machen.

In diesen Fällen ist der Magen, der unter und neben dem Zwerchfell sitzt, aufgeweitet oder gedehnt.

Schädliche Dämpfe können auch Schluckaufsymptome auslösen. Ein Schluckauf kann auch auftreten, wenn Nerven zwischen Muskeln und Gehirn gestört sind. Längerer Schluckaufüber ein paar Tage kann auch ein Anzeichen für eine schwere Erkrankung im Rückenmark oder im Gehirn sein (z.B. Schlaganfall, Infektionen oder Tumoren). Chronische Schluckaufe, die Tage, Monate oder sogar Jahre dauern, können auf eine schwere Grunderkrankung hinweisen und sollten untersucht werden.

Schluckauf: Behandlung

Jeder hat sein eigenes Haustiermittel gegen Schluckauf. Das einfache Anhalten des Atems ist oft effektiv bei kurzfristigen Schluckaufanfällen, aber normalerweise verschwinden sie von selbst. Einige Menschen stellen fest, dass das Berühren oder sanfte Anheben ihrer Uvula (der baumelnden Struktur im Rachen) mit einem Wattestäbchen oder ähnlichem einen Schluckauf verhindert. Beachten Sie jedoch, dass dies den Würgereflex stimuliert. Andere Methoden sind eiskaltes Wasser zu trinken, etwas Süßes wie einen Löffel Zucker zu schlucken oder sich hinzusetzen, während Sie sich nach vorne lehnen und Ihre Knie nach oben ziehen, um Ihre Brust zusammenzudrücken.

Wenn Sie Schluckauf haben, der 2 Tage oder länger andauert, oder immer wieder Schluckauf haben, sollten Sie einen Arzt aufsuchen, um herauszufinden, ob es eine zugrunde liegende Ursache gibt, die behandelt werden muss.

Schluckauf: Was kann ein Arzt tun?

  • schwere Grunderkrankungen ausschließen, die Schluckauf hervorrufen;
  • Krampflösende Mittel verschreiben;
  • Grunderkrankungen behandeln, die Schluckauf verursachen können; oder
  • An einen Chirurgen überweisen, der möglicherweise eine Operation an den Nerven empfiehlt, die das Zwerchfell versorgen, wenn Sie schwere oder anhaltende Schluckaufanfälle haben.
Warum sind Flamingos rosa? Erklärung


Bei ihrer Geburt und in ihren frühen Lebensmonaten haben die jungen Flamingos eine weiße oder graue Farbe. Erst im Verlauf der ersten paar Jahre nehmen sie ihre charakteristische Farbe an. Auch das ist aber nicht angeboren.

Wie die Flamingos zu ihrer Farbe kommen: Darum sind sie rosa!

Für den Flamingo gilt: Du bist, was du isst.

In freier Natur ernähren sich Flamingos von Kleinkrebsen, Larven und Dunaliella-Algen. Beide enthalten Carotinoide, genauer gesagt Beta-Carotin -dieselben Farbpigmente, die auch Karotten ihre orange Farbe verleihen. Dasselbe gilt auch für Kürbisse, Orangen und Aprikosen. Bei Tomaten verhelfen die Pigmente der Frucht zu einer roten Farbe und Mais lassen sie gelb werden. Tatsächlich haben sogar Babys, die viel Karottenbrei essen, eine gesündere Gesichtsfarbe.

Über die Nahrung gelangen die rotorangen Carotinoide ins Verdauungssystem der Flamingos, wo es in Pigmente zerlegt und von Leberfetten absorbiert wird. Darauf lagert es sich in der Haut und den Federn der Vögel ab.

Da der Speiseplan der Flamingos beinahe ausschließlich aus extrem carotinhaltiger Nahrung besteht, ist die Farbwandlung für die Vögel kein Problem.

Unterschiede bei der Färbung

Es gibt vier verschiedene Flamingo-Spezies, die in Südafrika leben. Diese Spezies und weitere kleinere Populationen leben in separaten Arealen Afrikas. So kann man auch Unterschiede zwischen verschiedenen Standorten in der Stärke der Färbung des Federkleids beobachten. Abhängig von Lebensraum und vorhandener Nahrung haben Flamingopopulationen eine dunklere oder hellere Färbung. Manchmal gehen die Schattierungen dabei schon ins Orange oder Rote über.

Am bolivianischen Laguna Colorada See, der aufgrund von Algen selber eine rötliche Färbung aufweist, werden die Federn der Flamingos teilweise sogar tiefrot.

Neben Algen sind auch Mikroben, wie das Halobacterium salinarum oder „Salzbakterium“, die nicht nur Gewässer rot färben, sondern auch von Krebsen gefressen werden, die ihrerseits Futter für die Flamingos darstellen.

Unterschiedliche Spezies: Flamingos

Der Rosaflamingo ist die größte Flamingospezies. Im Allgemeinen ist ihr Federkleid eher zartrosa, während die Schnäbel ein kräftiges Pink aufweisen können.

Die häufigste Spezies ist der Zwergflamingo. Er lebt oft im selben Gebiet wie der Rosaflamingo, ernährt sich jedoch anders. Ihre Färbung reicht von hell- bis dunkelrosa.

Die Federn des Kubaflamingos sind von einem kräftigeren Rosa, als die des Rosaflamingos.

Flamingos in Zoos: Rosa bis weiß

In einer künstlichen Umgebung würden die Tiere ihre markante Farbe bald verlieren beziehungsweise überhaupt nicht erlangen. Um dem entgegenzuwirken, wird dem Futter der Vögel in Zoos das nötige Pigment in Form von Karotten, roten Paprikas oder Shrimps beigemengt. Synthetisches Canthaxanthin scheint sich allerdings besser auf deren Vermehrung und das Nisten auszuwirken.

Bevor dies bekannt war, verloren die Tiere in Gefangenschaft ihre rosa Farbe meist, wodurch auch die Vermehrung Schaden nahm, da sich Weibchen lieber mit farbenprächtigen Männchen paaren.
Sogar ausgefallene Federn verlieren mit der Zeit ihre unverkennbare Färbung. Daher wurden die Tiere auch nie wegen ihrer Federfarbe, sondern wegen ihres Fleisches, gejagt.

Schwarze Flamingos

In Zypern wurde 2015 ein schwarzer Flamingo gesichtet. Experten glauben, dass eine genetische Unregelmäßigkeit dafür verantwortlich sei, dass der Körper des Tieres übermäßig viel Melanin produziert.
Tatsächlich kommen schwarze Flamingos häufiger vor, als man vielleicht glauben möchte, doch im mediterranen Gebiet ist dies ein sehr seltenes Phänomen.

Warum ist der Himmel blau? Erklärung, Erläuterung


Der Himmel erscheint dem menschlichen Auge blau, da die kurzen Wellen des blauen Lichts stärker gestreut werden als die anderen Farben im Spektrum, wodurch das blaue Licht besser sichtbar wird. Gase und Partikel in der Erdatmosphäre streuen das Sonnenlicht in alle Richtungen. Blaues Licht wird stärker gestreut als andere Farben, da es sich als kürzere, kleinere Wellen ausbreitet. Deshalb sehen wir die meiste Zeit einen blauen Himmel.

Um zu verstehen, warum der Himmel blau ist, müssen wir zuerst ein wenig über Licht verstehen. Obwohl das Sonnenlicht weiß aussieht, besteht es aus einem Spektrum vieler verschiedener Farben, wie wir sehen können, wenn sie sich in einem Regenbogen ausbreiten.

Wir können uns Licht als eine Energiewelle vorstellen, und verschiedene Farben haben alle unterschiedliche Wellenlängen. An einem Ende des Spektrums befindet sich rotes Licht mit der längsten Wellenlänge und am anderen Ende blaues und violettes Licht mit einer viel kürzeren Wellenlänge.

Warum ist der Himmel blau? Erklärung, Erläuterung

Wenn das Sonnenlicht die Erdatmosphäre erreicht, wird es von den winzigen Gasmolekülen (hauptsächlich Stickstoff und Sauerstoff) in der Luft gestreut oder abgelenkt. Da diese Moleküle viel kleiner als die Wellenlänge des sichtbaren Lichts sind, hängt das Ausmaß der Streuung von der Wellenlänge ab. Dieser Effekt wird als Rayleigh-Streuung bezeichnet.

Kürzere Wellenlängen (violett und blau) werden am stärksten gestreut, sodass mehr blaues Licht in Richtung unserer Augen gestreut wird als die anderen Farben. Könnte der Himmel nicht genauso leicht grün sein? Oder gelb? Wenn wir einen Regenbogen sehen, sehen wir Grün und Gelb am Himmel sowie Blau, Violett, Orange, Gelb, Rot und alles dazwischen.
Das weiße Licht der Sonne besteht wirklich aus allen Farben des Regenbogens. Wir sehen all diese Farben, wenn wir Regenbogen betrachten. Regentropfen wirken als winzige Prismen, wenn sie von der Sonne beleuchtet werden, biegen das Licht und trennen es in seine verschiedenen Farben.

Das blaue Licht, das dem Himmel seine Farbe verleiht, ist hell genug, um alle Sterne, die wir nachts sehen, verschwinden zu lassen, da das Licht, das sie aussenden, viel schwächer ist.

Warum verblasst das Blau zum Horizont?

Möglicherweise stellen Sie auch fest, dass der Himmel über Ihnen am lebhaftesten ist und blass wird, wenn er den Horizont erreicht. Dies liegt daran, dass das Licht vom Horizont weiter durch die Luft wandern musste und daher weiter gestreut wurde. Die Erdoberfläche spielt auch eine Rolle bei der Streuung und Reflexion dieses Lichts. Infolge dieser erhöhten Streuung wird die Dominanz des blauen Lichts verringert, und wir sehen eine erhöhte Menge an weißem Licht.

Das Licht, das du siehst, ist nur ein winziges Stück aller Arten von Lichtenergie, die um das Universum strahlen. Wie Energie, die durch den Ozean fließt, bewegt sich auch Lichtenergie in Wellen. Was eine Lichtart von anderen unterscheidet, ist ihre Wellenlänge – oder ihr Wellenlängenbereich. Sichtbares Licht umfasst die Wellenlängen, die unsere Augen sehen können. Die längsten Wellenlängen, die wir sehen können, sehen für uns rot aus. Die kürzesten Wellenlängen, die wir sehen können, sehen blau oder violett aus.

Blauer Himmel: Sichtbares Licht

Eine rote Lichtwelle ist ungefähr 750 Nanometer groß, während eine blaue oder violette Welle ungefähr 400 Nanometer groß ist. Ein Nanometer ist ein Milliardstel Meter. Ein menschliches Haar ist ungefähr 50.000 Nanometer dick! Diese Wellenlängen des sichtbaren Lichts sind also sehr, sehr klein. Eine weitere wichtige Sache, die Sie über Licht wissen sollten, ist, dass es sich in einer geraden Linie bewegt, es sei denn, etwas steht im Weg.

Wenn das weiße Licht der Sonne in die Erdatmosphäre eintritt, gelangt ein Großteil der roten, gelben und grünen Wellenlängen des Lichts (gemischt und immer noch fast weiß) direkt durch die Atmosphäre zu unseren Augen. Die blauen und violetten Wellen haben jedoch genau die richtige Größe, um auf die Gasmoleküle in der Atmosphäre zu treffen und von diesen abzuprallen. Dies führt dazu, dass die blauen und violetten Wellen vom Rest des Lichts getrennt werden und in alle Richtungen gestreut werden, damit alle sie sehen können. Die anderen Wellenlängen haften als Gruppe zusammen und bleiben daher weiß.

Warum sagt man „Eselsbrücke“? Woher kommt der Ausdruck? Wortherkunft, Erklärung


In der Schule hören Kinder oft, dass sie sich mit einer Eselsbrücke die neuen Vokabeln einprägen sollen. Erwachsene merken sich auch oft mit der Eselsbrücke wichtige Begriffe oder bedeutsame Abläufe in der Firma. Doch woher kommt eigentlich der Begriff Eselsbrücke und was genau wird darunter verstanden?

Woher kommt der Begriff der „Eselsbrücke“? Wortherkunft, Erklärung

Das Sprichwort hat nichts mit der angeblichen Dummheit von Eseln zu tun. Die Nutztiere sind nämlich alles andere als dumm. Sie haben ein gutes Gedächtnis, sind lernfähig und sehr sensibel. Eine Eselsbrücke ist also keine Merkhilfe für „Dumme“. Das Sprichwort hat eine andere Herkunft:

Früher waren Esel beliebte Lastentiere und haben über weite Strecken hinweg das Gepäck ihrer Besitzerinnen oder Besitzer getragen. Hin und wieder kam es dann vor, dass die Esel einen Fluss oder Bach überqueren mussten. Für die Esel war dies jedoch ein großes Problem. Nicht etwa, weil der Esel so stur ist, wie man oft denkt, oder weil er nicht schwimmen kann. Esel können nicht erkennen, wie tief ein Wasser ist, weil sie sich in der Oberfläche spiegeln. Das erhöht ihre Vorsicht. Es war also ein großes Problem, einen Esel über einen Fluss zu bekommen. Daher wurden immer wieder kleine Brücken gebaut, damit die Lastentiere das Wasser leicht überqueren konnten.

Dieser Weg war zwar umständlicher, als die Tiere direkt durch den Fluss zu führen, im Endeffekt sparte man aber eine Menge Zeit und konnte die Brücke in Zukunft schnell und leicht passieren.

Daher passt der Begriff der Eselsbrücke auch perfekt für die Vereinfachung von Lerninhalten. Es mag zunächst umständlich erscheinen, sich für die Vokabeln oder wesentlichen Inhalte immer einen Merksatz oder eine Verknüpfung zu überlegen. Mit der Zeit wird sich die Mühe aber definitiv auszahlen. Das Gelernte wird viel langanhaltender verinnerlicht, kann leichter abgerufen werden und das Lernen macht im Allgemeinen auch mehr Spaß.

Was ist eine Eselsbrücke?

Eine Eselsbrücke ist im Wesentlichen eine Gedächtnisstütze. Sie hilft, Inhalte besser zu verinnerlichen und abrufen zu können.
Eselsbrücken werden aus zwei Gründen benötigt.

Zum einen hat das Arbeitsgedächtnis nur eine geringe Speicherkapazität. Man geht von etwa sieben Einheiten aus. Das bedeutet, dass man sich nur etwa sieben einzelne Zahlen merken kann, wenn man sie nur kurz gesehen hat. Oftmals ist es aber notwendig, Inhalte von größerer Menge auswendig zu lernen oder zu erinnern. Dann hilft es, die sieben kleinen Einheiten in sogenannte Chunks zu packen. Das sind dann sozusagen größere Pakete, die die kleineren Einheiten umfassen. Ein Beispiel: Wer sich die Reihenfolge der Himmelsrichtungen merken möchte, kann statt Norden, Osten, Süden, Westen die einfache Eselsbrücke „Nie ohne Seife waschen“ lernen. Die Anfangsbuchstaben stehen dann für die jeweilige Himmelsrichtung. So wurde aus vier kleinen Einheiten plus der richtigen Reihenfolge ein einfacher Satz, für den nur eine geringfügige Arbeitsspeicherkapazität verbraucht wird.

Zum Anderen sind Eselsbrücken sinnvoll, weil sie Verknüpfungen zu bereits bestehenden Nervenverbindungen im Gehirn schaffen. Sie knüpfen an bereits Bekanntes an, stärken somit die Bahnen im Gehirn und ermöglichen, dass man Inhalte leichter abrufen und auswendig lernen kann.

Es gilt, je kreativer, lustiger und einfacher eine Eselsbrücke ist, desto besser wird das Gelernte behalten. Eselsbrücken sind also wahre Superhelden, wenn es um das Lernen geht.

Warum sind Wolken weiß? Erklärung, Definition, Bedeutung


In einer Wolke wird das Sonnenlicht gleichmäßig gestreut, was bedeutet, dass das Sonnenlicht weiterhin weiß bleibt und den Wolken ihr charakteristisches weißes Aussehen verleiht. Mehr dazu erfährst du im Text:

Warum sind Wolken weiß? Erklärung, Definition

Wolken sind weiß, weil das Licht der Sonne weiß ist. Wenn Licht durch eine Wolke fällt, interagiert es mit den Wassertropfen, die viel größer sind als die atmosphärischen Partikel am Himmel. Wenn das Sonnenlicht ein atmosphärisches Teilchen am Himmel erreicht, wird blaues Licht stärker als andere Farben gestreut, was den Eindruck erweckt, dass der Himmel blau ist. In einer Wolke wird das Sonnenlicht jedoch von viel größeren Wassertropfen gestreut. Diese streuen alle Farben fast gleich, was bedeutet, dass das Sonnenlicht weiterhin weiß bleibt und die Wolken vor dem Hintergrund des blauen Himmels weiß erscheinen.

Wolken und Sonnenlicht

Sonnenlicht oder „sichtbares Licht“ kann als Welle und Teil des elektromagnetischen Spektrums betrachtet werden. Wir können das gesamte Spektrum sehen, wenn es aufgeteilt und als Regenbogen ausgebreitet wird. Das Spektrum wird mit anderen Wellentypen geteilt, von sehr kurzen Röntgen- und Gammastrahlen bis zu sehr langen Radiowellen. Jede sichtbare Farbe hat eine andere Wellenlänge; blaues Licht hat mit 400 Nanometern die kürzeste Wellenlänge und rotes Licht mit 700 Nanometern die längste. Kleinere Partikel können kürzere Wellenlängen effizienter streuen, beispielsweise solche, die für unsere Augen in der Atmosphäre unsichtbar sind, wodurch der Himmel blau wird. Größere Partikel wie Wassertropfen innerhalb einer Wolke streuen alle Wellenlängen mit ungefähr der gleichen Wirksamkeit. Wenn wir bedenken, dass sich Millionen von Wassertropfen in einer Wolke befinden, interagiert das gestreute Licht und kombiniert sich, um eine weiße Farbe zu erzeugen.

Warum sind Wolken manchmal grau?

Wolkenbasen sind aufgrund der gleichen Streuung, die sie weiß macht, oft grau. Wenn Licht in einer Wolke gestreut wird, wird es normalerweise nach oben oder zu den Seiten der Wolke zurückgeschickt, wodurch die Oberseiten und Seiten der Wolke weißer werden als die Basis, die weniger Licht empfängt. Dies ist bei Regenwolken stärker ausgeprägt, da die Wolkentröpfchen größer sind und somit mehr Licht streuen. Dies bedeutet, dass noch weniger Licht von der Sonne den Grund der Wolke erreicht und Regenwolken ihr einschüchterndes Aussehen verleihen. Da die Wolkendecken eine konstante weiße Lichtquelle haben, sind sie immer weiß! Wenn Sie jemals in einem Flugzeug sind, schauen Sie aus dem Fenster, wenn Sie sich über den Wolken befinden. Sie werden sehen, dass die Spitzen aller Wolken ein strahlendes Weiß haben.

Siehe auch:

Wusstest du, dass das besondere Sonnenlicht im Wald, dass durch die Blätter der Bäume gefiltert wurde „Komorebi“ heißt?

Wolkenfarben: Wie sie entstehen

Bei Sonnenaufgang oder Sonnenuntergang können Wolken eine rote oder orange Farbe annehmen. Dies liegt daran, dass bei Sonnenaufgang und Sonnenuntergang die Sonne sehr tief am Himmel steht und daher mehr Licht durch die Atmosphäre wandern muss. Infolgedessen wird mehr blaues Licht gestreut und abgelenkt, sodass mehr rotes und gelbes Licht die Erde erreichen kann.

Es ist seltsam, weil Wolken Luft und Wasser enthalten – beides transparente Substanzen, die kaum sichtbares Licht absorbieren. Entscheidend ist jedoch, dass ein Teil dieses Wassers als winzige, spärlich verteilte Tröpfchen vorliegt. Licht kann viele Meter in die Wolke wandern, aber irgendwann trifft es wahrscheinlich auf ein Tröpfchen. Das kann das Licht streuen und seine Richtung ändern, wenn auch oft nur geringfügig. In einer dicken Wolke kann jedes Lichtteilchen nacheinander viele Tröpfchen treffen. Folgen Sie jedem Umweg, und Sie werden sehen, dass das Licht schließlich in zufälliger Richtung aus der Wolke zurückgeworfen wird, häufig in der Nähe der Seite, in die es eingetreten ist.

Die Farbe einer Wolke ist also im Grunde eine Mischung aus all dem Licht, das in sie fällt. Das Tageslicht ist normalerweise weiß: Licht direkt von der Sonne gemischt mit einem kleinen blauen Oberlicht. Aber Sie sehen nicht weiße Wolken bei Sonnenuntergang oder nachts über beleuchteten Städten. Die mehrfache Streuung kleiner Partikel erklärt auch das Weiß von Milch, Zucker oder Bierschaum.

Warum sind Wespen so aggressiv? Erklärung, Grund


Sobald der Frühsommer begonnen hat, erscheint es, als würden die Wespen immer aggressiver werden und fliegen den Menschen ins Gesicht. Warme Temperaturen, Sonnenschein und schmackhaftes Essen im Freien – der Sommer bringt immer für gute Laune. Doch schnell die Freude bei den Menschen ist, so schnell verfliegt sie auch wieder, wenn Wespen das Essen im Garten stören. Vor allem Süßspeisen und Fleisch locken die unliebsamen Tiere an.

Der Grund für das aggressive Verhalten der Wespen

Die Wespen sind im Früh- und Spätsommer stets auf Nahrungssuche für sich und den Nachwuchs. Zu Beginn des Sommers benötigen die Tiere sehr viel Eiweiß für ihre Larven und fliegen deshalb oftmals zu Fleisch. Die Wespen an sich ernähren sich zu jener Zeit zumeist vom Larvensaft. Zum Ende des Sommers kommen jedoch keine neuen Larven nach, dass die erwachsenen Wespen neue Nahrung durch viel Zucker suchen müssen. Deshalb stehen ab August hierbei die Süßspeisen hoch im Wespenkurs.
Doch warum fliegen die Wespen immer in das Gesicht der Menschen? Der wichtigste Grund liegt in dem ausgeprägten Geruchssinn der Tiere, mit welchem sie selbst geringe Essensreste aufspüren können. Wer zucker- oder eiweißhaltige Produkte trinkt oder isst, hat unabwendbar auch die Spuren auf den Lippen. Diese Süße nehmen die Wespen wahr und ziele diese daher auch an.

Doch auch dann, wenn Menschen nichts gegessen haben, scheinen die Wespen doch stets gezielt auf das Gesicht zu fliegen. Dieser Aspekt liegt an dem besonderen Ortungssystem. Die Tiere haben feststehende Augen und sind nicht in der Lage, Objekte nicht auf die Weise fokussieren wie die Menschen. Daher fliegen sie auch im Zick-Zack-Flug umher, um auf diese Weise Objekte und Nahrung orten zu können.

An den beharrlichen Gerüchten, dass Wespen vor allem zum Ende eines Sommers aggressiver werden, ist allerdings nur wenig Wahrheit dran. In der Tat hat sich dieses Verhalten der Tiere auch Experten zufolge nicht weiter gerändert. Lediglich die Anzahl der Wespen ist in den sehr warmen Sommern oftmals höher. Daher entsteht jener Anschein, Wespen würden auch zugleich und angriffslustiger auftreten.

Der Stich bei aggressiven Wespen

Im Vergleich zur Honigbiene können Wespen mehrere Male zustechen. Obgleich der Biene beim Stich ihr Stachel aus dem Körper gerissen wird und sie daher auch nicht noch einmal zustechen kann, pumpt der abgetrennte Stachel weiterhin Gift in den menschlichen Körper. Dies ist sogar mehr als zehnmal so viel wie bei einem Stich durch Wespen. Jedoch sind Wespen als Aasfresser bekannt und können daher bei dem Stich auch gefährliche Keime übertragen.

Wespen sind nicht weniger nützlich für die Natur als die Bienen. Diese jagen Fliegen, Mücken und auch Raupen und bestäuben im Frühling auch die Blüten.

Hat aber doch einmal eine Wespe zugestochen, dann hilft es, die Stelle mit Speichel einzureiben. Dieser kann die Gifte gut neutralisieren. Es können auch Zitronen- oder Zwiebelscheiben aufgelegt werden. Wer aber nach dem Stich Übelkeit, Schwindel oder Herzrasen bemerkt, sollte einen Arzt aufsuchen. Auch vergrößerte Pusteln um den Stich herum sind vom Arzt zu behandeln. Bei solchen schwerwiegenden Krankheitszeichen handelt es sich um eine Allergie gegen das Insektengift. Bei wem eine solche Allergie festgestellt wurde, der sollte in der wärmeren Jahreszeit immer ein Notfallset bei sich haben.

Die panische Nahrungssuche der Wespen

Wespen sind generell immer auf der Suche nach Nahrung. Sie verarbeiten nach der Suche diese es zu Brei, um die Brut hiermit zu versorgen. Ausgewachsene Tiere bevorzugen vor allem Obst und den süßen Saft, den die Larven in jener Zeit herstellen. Daher sind die Larven der Futterspeicher der Wespen.

Zum Ende des Sommers schlüpfen dann die Wespenlarven, sodass die ausgewachsenen Tiere eine alternative Ernährung in Form von Zucker suchen müssen. Ab dem Monat August suchen daher alle Wespen nach Süßspeisen wie Fruchtsäfte, Nektar und süße Softdrinks. Der Kampf um die Nahrung beginnt dann.

Wenn eine Wespe nun einzig und allein auf die Augen angewiesen wäre, hätte sie eher schlechte Karten. Der Geruchssinn der Tiere ist weitaus besser ausgeprägt und wenn diese irgendwo eine Quelle für das Futter wie zum Beispiel Weintrauben entdeckt haben, folgen andere Tiere hier nach. Denn fliegt die Wespe danach in das Nest, riechen ihre Artgenossen, dass diese von einer süßen Nahrungsquelle zurückgekehrt ist. Es sollten daher Lebensmittel abgedeckt werden, denn auf diese Weise kann die Wespe das Süße auch nicht mehr riechen.

Wenn nun die Wespe einmal eine neue Quelle mit Futter gefunden, kommt diese immer wieder. Zudem wartet im Wespennest vor allem im August die Nachkommen auf Nahrung. Wer aber dennoch auf Nummer sicher gehen möchte, isst zu dieser Zeit einfach in den Räumen und hält das lästige Schwirren draußen, wenn die Tiere am Tisch herumfliegen. Eine andere Möglichkeit ist, den Wespen einfach ein Fressen in einem „eigenen“ Gefäß abseits des Tisches hin.

Das Fleisch jedoch, das Wespen den Menschen vom Teller stehlen, fressen diese nicht selbst. Dies lässt die schmale Taille der Wespen durch die Nahrungsaufnahme nicht zu. Stattdessen wird die Beute an die Larven verfüttert, welche es wiederholt zu einem süßen Zuckersaft verdauen. Wenn im späten Sommer dann die Larven geschlüpft sind, gibt es allerdings ein Problem. Die Larven produzieren dann keinen Zuckersaft mehr und geben so auch keine Nahrung für die Elterntiere. So müssen die Tiere sich einige Alternativen suchen, ansonsten verhungern sie. Der Saft von Softdrinks oder frischem Obst sind nahezu ideal für die sehr schmale Körperform. Um nun die Wespen loszuwerden, sollte sie am besten weggelockt werden. Hierzu wird ein süßer Saft oder auch reifes Obst in gefahrloser Entfernung aufgestellt.

Was ist Ableism / Ableismus? Bedeutung, Definition, Erklärung


Als Ableismus wird die Benachteiligung und Diskriminierung von Menschen mit körperlichen und/oder geistigen Behinderungen sowie Menschen mit chronischen Krankheiten bezeichnet.

Im Kern geht bei Ableismus darum, sichtbar zu machen und zu kritisieren, dass Menschen anhand ihres Körpers und ihrer geistigen, psychischen und körperlichen Fähigkeiten abgewertet und auf diese reduziert werden.

Was bedeutet Ableism / Ableismus auf deutsch? Bedeutung, Übersetzung, Erklärung

Das Wort „Ableism“ ist englischen Ursprungs. Es setzt sich aus den Worten „able“ und „-ism“ zusammen. Das englische Wort „able“ bedeutet so viel wie „in der Lage zu etwas sein“ oder „etwas können“. Das Suffix „-ism“ wird an Substantive gehängt, um zu kennzeichnen, dass hinter diesen Worten eine Glaubenslehre, Geisteshaltung, Ideologie oder Theorie steckt. (Siehe: Feminism)

Die eingedeutschte Version von „Ableism“ ist „Albeismus“. Ein sinnverwandtes Wort ist „Behindertenfeindlichkeit“.

Worum geht es bei Ableism / Ableismus? Bedeutung, Definition, Erklärung

Bei Ableismus geht es darum sichtbar zu machen und zu kritisieren wie Menschen mit körperlichen oder geistigen Beeinträchtigungen, Behinderungen oder Einschränkungen in der Gesellschaft benachteiligt werden. Dies umfasst auch Menschen, die unter chronischen Krankheiten oder den Folgen eines Unfalls, leiden.

Im Kern geht es bei Ableismus darum aufzuzeigen und zu kritisieren, dass Menschen auf ihre Körper und körperlichen, geistigen sowie psychischen Fähigkeiten reduziert und wegen dieser abgewertet werden. Es geht konkret darum, zu kritisieren, dass Menschen mit Beeinträchtigungen nicht als Gleichberechtigte in der Gesellschaft wahrgenommen werden. Aufgrund dieses Umstands erleben Menschen mit Beeinträchtigungen Diskriminierungen und Benachteiligungen.

Ableismus will sichtbar machen, dass z.B. Körper in Kategorien wie „normal“ oder „nicht normal“ eingeteilt werden, sowie wie der Wert eines Menschens durch seine Fähigkeiten und seinen Körper entsteht. Gerade im Kontext des Kapitalismus wird kritisiert, dass der Wert eines Menschen durch seine Leistungsfähigkeit entsteht.

Ableismus sorgt dafür, dass Menschen mit Behinderungen und ihre Wahrnehmung der Welt gehört werden.

Ableismus zeigt auf, dass Menschen in Kategorien wie „kann“ und „kann nicht“ eingeordnet werden, sowie anhand dieser Kategorien entweder auf- oder abgewertet werden.

Ableism / Ableismus soll im Allgemeinen gesellschaftliche Zustände sichtbar machen. Zustände wie z.B.

  • Stereotype über Menschen mit Beeinträchtigungen
    • z.B. der Stereotyp, dass Behinderung mit Leiden gleichgesetzt wird.
    • Betrachtung von Menschen mit Behinderung als Opfer, was dazu führt das Mitleid gezeigt wird. (In den Augen von manchen Nichtbehinderten ertragen Behinderte ihr Schicksal.)
  • Verhaltensweisen gegenüber Menschen mit Behinderungen
    • Ressentiments gegenüber Menschen mit Beeinträchtigungen (z.B. Spott, Gewalt, Mordwünsche)
    • Ausgrenzung von Menschen mit Beeinträchtigungen
  • wie über Menschen mit Behinderungen gedacht wird
    • z.B., dass Menschen mit Beeinträchtigungen auf ihre Beeinträchtigungen reduziert werden.
    • Das Menschen mit Beeinträchtigungen abgewertet oder aufgewertet werden.
    • Abwertende Zuschreibungen
  • wie Menschen mit Behinderungen im Alltag behandelt werden oder welche Herausforderungen sie haben.

Ziele des Ableismus

Der Ableismus hat als Ziel die Gleichbehandlung von Menschen mit Beeinträchtigungen. Insbesondere geht es darum, dass Menschen mit Beeinträchtigungen nicht mehr als abweichend von der Norm betrachtet werden. Dafür werden gesellschaftliche Maßstäbe und Ideale wie Nicht-Behinderung, erwünschte körperliche Norm, erwünschte geistige Norm und Gesundheit sichtbar gemacht und kritisiert.

„Ableismus“ wird im Rahmen von „Disability Studies“ erforscht.

Was bedeutet „hangry“ auf deutsch? Bedeutung, Definition, Übersetzung, Erklärung


Der englische Ausdruck „hangry“ beschreibt den Umstand, dass das Gefühl des Hungers von Gefühlen der Wut, der Genervtheit und des Ärgers begleitet werden kann.

„Hangry“ steht dafür, dass jemand wütend, sauer, leicht reizbar und schlecht gelaunt wird, weil er (oder sie) Hunger hat. Anders formuliert: Ein leerer Magen führt zu schlechter Laune.

Was heißt „hangry“ auf deutsch? Übersetzung

Auf deutsch kann „hangry“ als „Hunger-Wut“ oder „wütend hungrig“ übersetzt werden. Wissenschaftlich kann „hangry“ als „Hunger-induzierter Ärger“ oder „Appetit-induzierter Ärger“ übersetzt werden.

Das englischen Wort „hangry“ ist ein Kofferwort aus den Worten „hungry“ und „angry“. („Hungry“ bedeutet auf deutsch „hungrig“. „Angry“ bedeutet auf deutsch „wütend“ bzw. „sauer“.)

Gibt es „Hangry“ wirklich? Wie entsteht die Hunger-Wut?

Hunger ist eine starke Emotion. Wer lange nichts gegessen hat, ein Loch im Bauch und großen Appetit verspürt, kann schlechte Laune bekommen.

Großer Hunger äußert sich unter anderem dadurch, dass jemand weniger Geduld hat, ungeduldig ist und Zustände (oder Mitmenschen) schlechter erträgt. Jemand, der unter großem Hunger leidet, ist gereizt und übellaunig. Mit ihm (oder ihr) ist gerade nicht gut Kirschen essen.

Hangry und der Blutzucker

Wie Hunger genau entsteht, ist wissenschaftlich nicht exakt belegbar, da viele Faktoren eine Rolle spielen. Ein Faktor ist z.B. der Blutzuckerspiegel. Zucker, in der Form von Glukose, dient als Treibstoff für unseren Körper und unser Gehirn.

Es gilt: Ist die Blutzuckerkonzentration im Blut hoch, ist das Energielevel hoch. Ist die Blutzuckerkonzentration im Blut niedrig, ist das Energielevel niedrig.

Sinkt der Glukose-Gehalt im Blut so lässt die Konzentration, Selbstbeherrschung und Willenskraft nach. Das Energie-Level sinkt und das Gehirn schaltet auf Sparbetrieb. Flüchtigkeitsfehler entstehen leichter und man wird unachtsam. Das Zurückhalten fällt schwerer, man wird impulsiver und manche werden ausfallend. Manche werden patzig und unfreundlich. Dies ist Ausdruck des Hungersgefühls, dass von schlechter Laune, Genervtheit und Wut begleitet wird. Man wird „hangry“. Der Körper sendet hier ein Signal: „Ich brauche neue Glukose“.

Bekommt der Körper nun keine Glukose durch die Nahrungsaufnahme, verfällt er in Panik. Das Gehirn fängt nun nämlich an das Stresshormon Adrenalin auszuschütten, dass den Körper in einen Alarmzustand versetzt. Der Alarmzustand sorgt für Energie, damit schnell eine Nahrungsquelle gesucht werden kann. Die Stresshormone und der Alarmzustand sorgen aber auch für Wut, Ungehaltenheit, Reizbarkeit, Nervosität und Ärger.

Anmerkung 1: Erkennen, dass man hangry ist

Wer „hangry“ ist und das nicht weiß, kann einem Fehlschluss erliegen. Denn wenn man unwissend „hangry“ ist, so kann der Ärger auf die Umwelt projiziert werden. Dann sind die anderen Menschen schuld am eigenen Ärger.

Daher ist die erste Regel: Erkenne, dass du hangry bist. Erkenne, dass dein Hunger die Ursache deines Ärgers und deiner Ungehaltenheit ist.

Anmerkung 2: Was beim Hunger eine Rolle spielt

Beim Hunger spielen viele Faktoren eine Rolle, nicht nur der Blutzuckerspiegel im Blut. Die Leber und der Magen senden Signale. Der Hypothalamus redet mit. Die Fülle des Magens und seine Dehnung spielen ebenso eine Rolle. Hormone wie Ghrelin, Amylin und Leptin, Hungerhormone und gewisse Resistenzen gegen Hormone spielen eine Rolle. Das Fettgewebe beeinflusst den Hunger ebenfalls.

Der Kontext, die Umgebung und auch die aktuelle Tätigkeit beeinflusst den Hunger. Müdigkeit, Stress, Schmerzen und Leiden beeinflussen den Hunger.

Hangry: Was hilft dagegen?

Tja, wer hangry ist, sollte etwas essen. Hier sollte auf gesunde vollwertige Nahrung gesetzt werden, damit der Körper davon lange etwas hat.

Traubenzucker oder Junk Food helfen zwar gegen den Hunger, aber sie helfen nur kurzfristig. Denn der Körper verbrennt die Glukose und wird schnell wieder hungrig.

Wer unterwegs „hangry“ wird, sollte einen Apfel oder Müsliriegel essen.

Hangry: Eine persönliche Geschichte

Der Autor dieses Beitrages war mit seiner Liebsten einmal in einem Restaurant. Er war hangry. Sie saßen an einem Tisch auf der Terasse. Als nach fünf Minuten kein Kellner kam, ging er rein und fragt, ob er hier etwas zu Essen haben kann. Im Restaurant bejahte man das und er sagt, dass er draußen sitzt und ging wieder raus. Wenige Minuten später war der Kellner da und brachte die Karte. Der Kellner entschuldigte sich.

Der Autor war so hungrig, er entschied ganz schnell. Seine Liebste brauchte länger. Als der Kellner an ihrem Tisch vorbei ging, hielt er ihn an und sagte, was er Essen will. Die Liebste schaute erbost auf, denn sie hatte noch nicht gewählt. Das hatte den Autor irgendwie nicht interessiert. (sorry!) Der Kellner ging wieder, kam wenige Minuten später und die gemeinsame Bestellung wurde aufgegeben.

Im Restaurant wurde das Essen innerhalb von rund zehn Minuten zubereitet und an den Tisch gebraucht. Der Autor dieser Geschichte speiste mit Freude und die Hunger-Wut verschwand. Er war nicht mehr hangry.

Der Kellner erhielt für das Verhalten des Autors ein großzügiges Trinkgeld.

Was ist der Midas-Effekt? Bedeutung, Definition


Als Midas-Effekt wird der Effekt bezeichnet, dass Menschen nach einer Berührung großzügiger werden.

Der Midas-Effekt konnte bisher durch die Wissenschaft nicht nachgewiesen werden. Es gibt aber Hinweise.

Midas-Effekt: Bedeutung, Definition

In der Regel wird vom Midas-Effekt in Bezug auf Kellner und Kellnerinnen gesprochen. Die Annahme ist, dass eine simple Berührung des Gastes dessen Bereitschaft steigert mehr Trinkgeld zugeben. Auch soll eine einfache Berührung dazu führen, dass jemand eher an einer Umfrage teilnimmt und eher etwas teilt (z.B. Zigaretten).

Es wurde bei Kellnern und Kellnerinnen beobachtet, dass sie mehr Trinkgeld erhalten, wenn sie ihre Gäste berühren. Diese Beobachtung wurde „Midas-Effekt“ genannt. Welchen Einfluss Sympathie, Mimik, Gestik, Körperbau, Attraktivität, Rhetorik oder die Unterhaltsamkeit der kellnernden Person spielten, wurde nicht untersucht. Weitere Einflussfaktoren können sein: Kontext, Umgebung, Einfluss der Getränke, usw.

Ein Midas-Effekt konnte unter wissenschaftlichen Maßstäben bei Laborversuchen bisher nicht nachgewiesen werden.

Gibt es den Midas-Effekt wirklich?

Wissenschaftler konnten nachweisen, dass sich auf der menschlichen Haut Fasern befinden, die Berührungen als angenehm oder unangenehm bewerten. Die Information senden die Fasern an das Gehirn weiter. Diese Fasern werden „C-taktile Fasern“ genannt. Eine andere Bezeichnung ist „Kuschelnerven“ .

Die C-taktilen Fasern helfen die psychologische Qualität einer Berührung zu ermitteln.

Die Fasern arbeiten (teils) unabhängig von uns. Das heißt die Fasern nehmen Berührungen war, auch wenn wir das gar nicht so richtig mitbekommen. Die Information, ob die Berührung angenehm oder unangenehm war, übermitteln die Fasern an das Gehirn. Dort wird sie verarbeitet und kann Einfluss auf das Verhalten nehmen.

Menschliche Beziehungen leben von Berührungen

Familien berühren einander, Freunde berühren einander, Eltern berühren ihre Kinder und Partner sich gegenseitig. Menschliche Beziehungen leben von Berührungen. Berührungen sind sehr wichtig. Sie helfen Beziehungen und Vertrauen zu stärken.

Berührungen erzeugen Bindung. Sich zu berühren, ist Ausdruck, dass eine Beziehung funktioniert. Berührungen sorgen für ein Zufriedenheitsgefühl. Körperliche Nähe ist eben sehr wichtig.

Der erdachte Midas-Effekt könnte einfach dafür stehen, dass Gäste die Berührungen zulassen einem Kellner oder einer Kellnerin vertrauen. Sie lassen sich anfassen. Wer dem Kellner vertraut und Sympathie hegt, ist vielleicht auch geneigt, mehr Trinkgeld zu geben.

Berührungen können sogar Konflikte entschärfen. Umarmen sie doch die Person, die Streit sucht.

Die Palette der menschlichen Berührungen ist lang:

  • Hände schütteln
  • Händchen halten
  • auf die Schulter klopfen
  • High 5 geben
  • Umarmen
  • Drücken
  • Streicheln
  • Kraulen
  • schmusen
  • Kosen
  • Anfassen
  • tätscheln
  • zärtlich sein
  • Ei ei machen
  • sich anlehnen
  • kitzeln

Woher der Midas-Effekt seinen Namen hat: Bedeutung, Definition

Die Midas-Geschichte ist eine Sage und entstammt der griechischen Mytologie.

In der Antike soll es im Mittelmeer-Raum einen König gegeben haben, der sich wünschte, dass sich alles in Gold verwandelt, was er berührt. Dieser König hieß Midas. König Midas erhielt seinen Wunsch und alles, was seine Hände berührten, verwandelte sich in Gold. Dies galt für alles: Essen, Äpfel, Tiere, Menschen, Steine, Wasser und Kleider.

Doch die Fähigkeit hatte einen großen Nachteil. König Midas konnte nichts mehr Essen und nichts mehr Trinken. Er drohte zu verhungern und zu verdursten. Er bat die Götter, dass sie ihm die Fähigkeit wieder wegnehmen. Der griechische Gott Dionysos sagte ihm, dass er im Fluss Paktolos baden soll, um die Gabe abzuwaschen. Das tat König Midas und die Gabe, alles in Gold zu verwandeln, ging auf den Fluss über. Dies führte dazu, dass der Paktolos der goldreichste Fluss Kleinasiens wurde.

(Anmerkung der Redaktion: Die Moral von der Geschicht könnte sein, dass nicht jeder Wunsch erfüllt werden und man vorsichtig mit seinen Wünschen sein sollte.)

Der Midas-Effekt wurde nach König Midas benannt, da die Berührung die vergoldende Wirkung hat. Was für König Midas galt, gilt eben für Menschen, die eine Beziehung durch Handauflegen verbessern.

Was ist der Kotmidas-Effekt? Bedeutung, Definition

Das Gegenteil des Midas-Effekt wird scherzhaft „Kotmidas-Effekt“ genannt. Bei diesem gegenteiligen Effekt, sorgt eine Person durch Berührung oder Interaktion mit jemanden oder etwas, dass sich dessen Zustand (oder Ruf) verschlechtert und sein Wert gemindert wird.

Der „Kotmidas-Effekt“ ist ein Scherz und wissenschaftlich nicht nachgewiesen.

Weitere Bedeutung: Midas Effekt

„Der Midas-Effekt: Wenn Träume Realität werden“ ist ein Buch von Raja Öllinger-Guptara.

Was ist „senile Bettflucht“? Bedeutung, Definition, Erklärung


Als senile Bettflucht wird das Phänomen bezeichnet, dass Menschen im Alter früh Aufwachen, morgens nicht mehr Schlafen können, abends schnell müde werden, ein verringertes Schlafbedürfnis und eine verringerte Schlafgesamtdauer haben.


Hinweis: Dieser Artikel behandelt ein Gesundheitsthema. Bitte nutzen Sie ihn nicht zur Selbstdiagnose. Dieser Artikel ersetzt keinen Arztbesuch! Suchen Sie im Zweifelsfall oder bei Fragen Ihren Arzt auf!


Senile Bettflucht: Auswirkungen, Bedeutung

Der Ausruck „senile Bettflucht“ wird oft scherzhaft verwendet. Die senile Bettflucht ist per se keine Krankheit, sondern erst einmal das Phänomen, dass alte Menschen – ob sie wollen oder nicht – früher wach und abends schneller müde werden.

Die senile Bettflucht führt dazu, dass Senioren abends schneller müde werden und morgens – wenn die Sonne aufgeht – hellwach sind.

Die senile Bettflucht kann als Leiden empfunden werden, wenn Betroffene sich tagsüber unausgeschlafen, nicht erholt und müde fühlen.

Meist wird die senile Bettflucht durch eine Mittagsruhe oder Mittagsschlaf begleitet.

Gibt es die senile Bettflucht wirklich?

Ja, so etwas wie die senile Bettflucht gibt es wirklich. Wissenschaftler konnten nachweisen, dass sich im Alter der Schlaf- und Wachrhythmus verschiebt.

Im Alter nimmt die Schlaftiefe, die Schlafdauer und die Schlafkontinuität ab. Bei Senioren treten somit mehr Wachphasen ein.

Wissenschaftler (der Universitäten Basel und Zürich) haben nachgewiesen, dass sich ab dem 20. Lebensjahr der Schlaf- und Wachrhytmus nach vorne verschiebt. Das bedeutet mit jedem Jahr, dass ein Mensch älter wird, wird er früher wach. Dies führt dazu, dass alte Mensch eben sehr früh wach werden.

Senile Bettflucht: Der Nucleus suprachiasmaticus entscheidet

Für diesen Effekt ist die innere Uhr verantwortlich. Der Fachausdruck für diese innere Uhr ist „zirkadianer Schrittmacher“. Er sitzt im Gehirn im Nucleus suprachiasmaticus. (Anmerkung der Redaktion: Betrachten Sie den Nucleus suprachiasmaticus als Taktgeber, der mit allen Körperzellen kommuniziert und ihnen sagt, was sie wann tun sollen.)

Der Nucleus suprachiasmaticus beeinflusst, was wann am Tag passiert. Er beeinflusst den Schlaf, Schlafphasen, die Körpertemperatur, den Blutdruck, die Verdauung und auch die Hormone.

Der Nucleus suprachiasmaticus wird vom Tageslicht und von der Dunkelheit beeinflust. Scheint die Sonne lässt er Wachmach-Hormone (Cortisol) ausschütten, wird es Dunkel lässt er Schlaf-Hormone (Melatonin) ausschütten.

Der Nucleus suprachiasmaticus bewirkt nicht nur, dass alte Menschen sehr früh wach werden. Er entscheidet auch darüber, ob jemand Frühaufsteher (Lerche) oder Morgenmuffel (Eule) ist.

Während der Pubertät sorgt der Nucleus suprachiasmaticus dafür, dass Pubertierende nachts wach und aktiv sind. Nach dem 20. Lebensjahr verschiebt er seine Richtung von „Nachts aktiv“ zu „Tags aktiv“ kontinuierlich.

Weiterhin stellten die Wissenschaftler fest, dass sich im Alter der Hormonhaushalt verändert und weniger Schlafhormone (Melatonin) produziert werden. Dies führt dazu, dass der Schlaf weniger tief und lang wird.

Warum es die senile Bettflucht gibt, konnte die Wissenschaft bisher nicht im Detail klären.

Ist senile Bettflucht umkehrbar, vermeidbar oder heilbar?

Auf natürlichem Wege ist die senile Bettflucht nicht umkehrbar. Sie ist ein natürlicher Prozess, der bei jedem Menschen stattfindet.

Ein Anlass senile Bettflucht als etwas schlechtes oder als etwas das behandelt werden muss zu betrachten, kann gegeben sein, wenn Schlaf nicht mehr erholend wirkt und man Tagsüber müde oder schläfrig ist. In diesem Fall kann die Konsultation eines Arztes helfen.

Senile Bettflucht: Was Sie tun können

Wer schlecht schläft, hat mehrere Möglichkeiten die eigene Schlafqualität zu verbessern. Ein gesunder Lebensstil, gesunde Ernährung und ausreichend Bewegung sorgen für besseren Schlaf. Sport hat einen sehr positiven Einfluss auf den Schlaf.

Weitere Möglichkeiten sind:

  • Auf Mittagsschlaf verzichten.
  • Schlafzimmer komplett abdunkeln.
  • Alleine ohne Partner in einem Bett schlafen.
  • Nebenwirkungen von Medikamenten abklären.
  • Erst Schlafen gehen, wenn man wirklich müde ist.
  • Wenn man nicht schlafen kann, aufstehen und etwas lesen.
  • Wenn man müde ist, nicht auf selbst-leuchtende Geräte (Fernseher, Handy, Laptop) schauen. Das blaue Licht hält wach.
  • Entspannungsübungen.
  • Eine Tasse Tee trinken.
  • Auf Alkohol am Abend verzichten.
  • Auf Kaffee, Koffein, Teein, grüner Tee, schwarzen Tee verzichten.
  • Achten Sie auf eine angenehme Schlafzimmertemperatur.
  • Entfernen Sie Fernseher, Laptop und Smartphone aus dem Schlafzimmer.
  • Essen Sie Abends etwas leichtes, nichts schweres.
  • Schreiben Sie Tagebuch. Werden Sie Ihre Sorgen los.
  • Meditieren Sie.

Warum gibt es die senile Bettflucht?

Ein Erklärungsversuch bezieht sich auf die Urzeiten, als Menschen noch in großen Sippen zusammenlebten. Hier lebten Alt und Jung zusammen. Das unterschiedliche Schlafverhalten erwies sich als vorteilhaft. Denn während die jungen morgens schliefen, waren die alten wach. Damit konnten die alten morgens die Sippe beschützen und ggf. Alarm schlafen, falls Feinde oder Raubtiere in der Nähe waren. Im Gegenzug bewachten die jungen die alten dann am Abend.

Ein Wissenschaftler-Team der Universität Toronto untersuchte diese These bei den Hazda in Tansania. Die Hazda sind ein nomadischer Jäger- und Sammler-Stamm. Sie verwenden noch Steinwerkzeuge. Die Hazda leben und schlafen in Strohhütten. In einer Hütte schlafen maximal zwei Erwachsene und mehrere Kinder.

Die Forscher statten 33 Hazda mit Bewegungssensoren aus. Nach rund drei Wochen werteten die Forscher die Daten aus. Es zeigte sich, dass die 33 Menschen niemals gleichzeitig schliefen, sondern zu jeder Tageszeit mindestens ein Mitglied wach war. Die Forscher ermittelten, dass es eine Korrelation zwischen dem Alter und dem Wach-Schlaf-Rhythmus gab. Das Alter einer Person war also entscheidend, wann sie wach war und wann sie schlief.

Was ist eine Observation? – Bedeutung und Erklärung diverser Methoden


In Sendungen, Büchern sowie im realen Arbeitsleben eines Detektivs geht es darum, Informationen zu sammeln. Mit diversen Methoden gehen die Fachkräfte vor, um unerkannt an alle relevanten Daten zu gelangen, die der Auftraggeber von ihnen wünscht. Das Hauptarbeitsmittel ist hierbei die Beobachtung, die auch als Observation bezeichnet wird. Um als Detektiv durchzustarten und beruflich erfolgreich zu werden, ist es daher äußerst wichtig, geduldig zu sein. Denn diese Überwachungen können sich zum Teil über Wochen hinweg erstrecken. Beharrlichkeit sowie anhaltende Neugierde ist daher die größte Tugend des Detektivs.

Die Observation als Arbeitsmethode: Bedeutung

Nun stellt sich jedoch die Frage, was unter einer Observation verstanden werden kann. Nicht jede Beobachtung eines Geschehnisses oder einer Person ist gleich eine Observation. Damit aus einer Beobachtung ein solches Werkzeug des Detektivs wird, bedarf es einer zielgerichteten sowie systematischen Vorgehensweise. Im Vorfeld muss daher, in Zusammenarbeit mit dem Kunden, abgestimmt sein, welche Erkenntnisse gewonnen werden sollen.
Während der Observation bezeichnet man den Detektiv als den „Observant“. Die Person, welche es zu überwachen gilt, wird als „Zielperson“ bezeichnet.

Die Formen der Observation

Eine Detektei greift bei der Observation auf diverse Formen zurück. Schließlich ist es situationsabhängig, wie der Detektiv vorgeht, um schnellstmöglich die besten Ergebnisse zu erzielen.
Zunächst muss zwischen einer stationären sowie einer dynamischen Beobachtung unterschieden werden. Stationär bedeutet, dass sich der Detektiv nicht vom Standort der Observation wegbewegt. Diese Methode kommt immer dann zum Einsatz, wenn es Gebäude oder Trefforte genauer im Auge zu behalten gilt. Bei der Standortobservation muss der Detektiv lange Zeit fokussiert bleiben, ohne dass sich etwas in seiner Umgebung tut. Hingegen zeichnet sich die bewegliche Observation dadurch aus, dass der Detektiv zu Fuß oder mit dem Auto hinter der Zielperson her ist. Die Fußobservation ist vielen TV-Zuschauern aus Kaufhaus-Überwachungen bekannt. Oftmals fliehen Kaufhausdiebe, wenn Sie etwas gestohlen haben zu Fuß, was die Verfolgung durch den Detektiv erforderlich macht.

Spezialfälle der Observation: Erklärung

Nicht immer hat die Beobachtung einer Zielperson, eines Zielobjektes oder einer gesamten Gruppe den Zweck Informationen zu sammeln. Es gibt Observationsmethoden, die einem anderen Ziel dienlich sind. Neben den typischen Aufklärungsobservationen, zum Gewinnen von Erkenntnissen, sind vor allem Schutzobservationen geläufig. Hierbei wird eine Person zur Absicherung beobachtet. Dies ist oftmals der Fall, wenn Personen des öffentlichen Lebens bei Auftritten zu sehen sind.
Oftmals wird bekannt, dass Observationen eingeleitet sind. In diesem Fall sind die Klienten sicherlich neugierig oder auch besorgt, welche Informationen bereits von der Gegenpartei gewonnen wurden. Um dies schnell sowie diskret zu erfahren, kann eine Gegenobservation eingeleitet werden. Das Ziel: den aktuellen Erkenntnisstand der Gegenpartei zu ermitteln.

Wer setzt die Observation ein?

Nicht nur Detektive setzen die Observation als effektives Mittel ein. Oftmals arbeitet die Polizei mit dieser Methode zur Gewinnung von Erkenntnissen. Bei der präventiven Durchführung setzten es sich die Beamten zum Ziel, eine Gefahr abzuwehren. Hingegen dient die repressive Observation der Strafverfolgung. Ein Beispiel hierfür ist das Verfolgen eines Drogendealers oder eines ganzen Rings, um zum geeigneten Zeitpunkt zuschlagen zu können. Auch der Nachrichtendienst setzt das Mittel der Observation ein.