Was ist „cleansing reduction“? Bedeutung, Definition, Erklärung


„Cleansing Reduction“ bedeutet so viel wie „Reduziertes Waschen“ und ist vor allem in Großbritannien und den USA weit verbreitet und hat viele Anhänger. Hierzu gehören auch Mila Kunis und Ashton Kutcher, die als Schauspielpaar bekannt sind. Übermäßige Hygiene, so die „Cleansing Reduction“-Anhänger, soll den natürlichen Schutzschild der Haut zerstören und soll das Haar unnötig austrocknen. Zusätzlich sollen dadurch auch kleine Bakterien, die auf der Haut sitzen und gut gegen Krankheitserreger agieren, weggespült werden.

Was ist „cleansing reduction“? Bedeutung, Definition, Erklärung

Höchstens zweimal in der Woche – alles andere übe zu viel Druck auf die Haut aus, Befürworter, die behaupten, „Sauberkeit zu reduzieren“. Doktorat. Zenker sieht das anders. „In Bezug auf die Gesundheit ist Hygiene das Wichtigste“, sagte sie. Grundsätzlich kann jeder jederzeit baden, so lange er möchte. Wenn er danach spürt, dass seine Haut gespannt ist, kann es sein, dass das Wasser zu heiß ist, „oder es wurde übermäßig viel an Seife verwendet“, sagte der Arzt. Zeng Ke.

Daher empfehlen Dermatologen, dass Menschen mit trockener Haut Reinigungsprodukte vorsichtig verwenden. An bestimmen Stellen ist eine Reinigung jedoch notwendig – vor allem an den Füßen, im Achselbereich, etc. Hierzu sind Duschöle wesentlich geeigneter, denn im Gegensatz zu Seife sind sie nicht nur sauber, sondern auch schmierend. Wenn dies nicht ausreicht, können Sie entsprechende Pflege verwenden.

Siehe auch: Was ist „Non Bathing“?

Ist das Haarewaschen grundsätzlich schädlich?

„Wenn Sie täglich Kernseife verwenden, muss das der Fall sein“, sagte der Arzt. Zeng Ke. Jeder muss den idealen Waschrhythmus finden, der zu ihm passt. Aber: „Solange man auf die Haarpflege achtet, ist nichts dagegen einzuwenden, sich täglich die Haare zu waschen.“ „Apropos Pflege: Keine Angst vor Supermarkt-Shampoos! “, bestätigt der Experte. Grundsätzlich kann jeder zuerst das Apothekenprodukt ausprobieren, das seinen Bedürfnissen am besten entspricht. Wenn man über einem halben Tag bereits das Gefühl hat, dass der eigene Kopf wieder fettig ist, sollte man seine Haarpflegegewohnheiten nicht ändern – man sollte unbedingt zu einem Dermatologen gehen und sich untersuchen bzw. beraten lassen.

Wie häufig empfiehlt es sich, seine Haare zu waschen?

In pathologischen Fällen können meist nur medizinische noch Tinkturen oder spezielle Tabletten weiterhelfen. Dieses Problem wir aber nicht durch das zu häufige Haarewaschen hervorgerufen.

Tägliche Gesichtsreinigung – ja / nein?

Es ist durchaus bekannt, dass die Oberfläche der Haut, den externen Einflüssen unmittelbar ausgesetzt ist, Eiweiß und Fett enthält. Diese beiden Stoffe bilden eine Schutzschicht für die Epidermis, damit diese keine Feuchtigkeit verliert.

Bei Kontakt mit Wasser schwillt die Haut an und das Wasser verdunstet. Aber kann man deswegen aufhören, sich zu waschen? Der Experte PhD. Zenker stellte klar: „Reinigung ist sehr wichtig, besonders nachts, um die Spuren des Tages, nämlich Kosmetik, Schweiß und Talg, zu entfernen.“, „Ob Sie lieber ein Tonic oder einen Gesichtsreiniger verwenden, bleibt Ihnen überlassen.“

Sehr gut ist es, das Produkt sogar zweimal täglich mit Wasser abzuspülen. Entscheidend ist jedoch ganz alleine die Auswahl des optimalen Produkts, damit die Haut weder trocken noch überpflegt wird. Man sollte sich deshalb Gedanken darüber machen, ob man einer solchen Bewegung angehören möchte oder nicht.

Warum haben Babys keinen Mundgeruch? Erklärung


Babys haben meistens keinen Mundgeruch, weil ihre Mundhöhle noch nicht im selben Umfang wie bei Erwachsenen oder älteren Kindern mit Bakterien besiedelt ist. Auch sind ihr Zahnfleisch und ihr Magen-Darm-Trakt in der Regel noch kerngesund. Nur wenn ein Baby zu wenig Nahrung aufnimmt, bauen sich umgehend seine Fettreserven ab, was nach Aceton riecht. Wenn diese Ursache auszuschließen ist, wäre Mundgeruch beim Baby das Signal für eine mögliche Erkrankung.

Woher kommt Mundgeruch? Erklärung

Mundgeruch bei Jugendlichen und vor allem bei Erwachsenen kann aus dem Magen, dem Darm und der Mundhöhle kommen. In Letzterer verursacht ihn die Arbeit von Bakterien und Pilzen, die wiederum durch Speisereste und Karies begünstigt wird. Natürlich verursachen auch Rauchen, Alkohol und Lebensmittel wie Knoblauch einen Mundgeruch.

Wenn die Mundhygiene stimmt und der Mundraum gesund ist, könnte eine unerkannte Magenschleimhautentzündung (Gastritis) den Mundgeruch verursachen. Im schlimmsten Fall steckt eine Lebensmittelvergiftung dahinter. Die chronische Gastritis lösen Bakterien vom Stamm der Helicobacter Pylori aus.

Von der Speiseröhre kann ebenfalls Mundgeruch kommen. Sie kann an krankhaften Ausstülpungen leiden, doch es können auch unverdaute Fremdkörper immer noch in ihr stecken. Sodbrennen löst säuerlichen Mundgeruch aus. Ebenso lässt uns ein Reizmagen aus dem Mund riechen. Es kann sich sogar um ein Magengeschwür handeln. Stress schlägt auf den Magen, beeinträchtigt die Verdauung, führt zu Übersäuerung im Magen-Darm-Trakt und löst damit Mundgeruch aus. Nicht zuletzt kann eine Ernährung mit Fertiggerichten zu Mundgeruch führen. Da all diese Ursachen auf Babys nicht zutreffen, haben diese meistens keinen Mundgeruch.

Was, wenn ein Baby doch Mundgeruch hat?

Der Fall ist selten. Babys riechen schon sprichwörtlich gut. Wenn sie nun doch einmal aus dem Mund schlecht riechen sollten, sind die Eltern umgehend sehr besorgt. Manchmal ist die Ursache harmlos, doch manchmal müssen die Eltern mit dem kleinen Liebling auch zum Kinderarzt. Die häufigste und harmloseste Ursache ist das Aufstoßen nach dem Stillen. Der Atem riecht dadurch etwas säuerlich, was vor allem bis zum vierten Lebensmonat zu beobachten ist.

Beim Bäuerchen spuckt das Baby angedaute Milch aus, weil der Weg zwischen seinem Mund und seinem Magen noch äußerst kurz ist, während gleichzeitig der Mageneingangsmuskel noch nicht viel Kraft hat. Die Milch kann dann durch die Speiseröhre zurückfließen, wurde durch Verdauungssäfte aber inzwischen schon sauer. Das Baby braucht sein Bäuerchen und kann dabei manchmal ein wenig von dieser Milch spucken oder auch einfach wieder herunterschlucken.

Auf jeden Fall ist sie bis in den Mund gelangt und verursacht säuerlichen, manchmal sogar recht starken, auf jeden Fall aber harmlosen Mundgeruch. Etwas anders riecht der Mund bei einem Pilzbefall (Mundsoor). Dieser Fall ist sehr selten und schnell zu identifizieren. Der Mundgeruch ist eher faulig, außerdem weint das Baby sehr, weil Soor schmerzt und juckt. Mundsoor ist zu sehen: Er hinterlässt weiße Beläge an den Innenwangen und auf der Zunge. Diese sind nicht abzuwischen. Mit Mundsoor muss das Baby zum Arzt. Die Krankheit ist gut behandelbar.

Mundgeruch beim Zahnen

Beim Zahnen kann auch Mundgeruch entstehen, weil die Speichelproduktion dabei stark ansteigt. In diesem Speichel siedeln sich nun mehr Bakterien an. Jetzt kommt es darauf an, wann die ersten Zähne kommen und wie das Baby zu diesem Zeitpunkt gefüttert wird. Immerhin kann es im vierten bis fünften Monat oder auch erst nach einem Jahr passieren. Je nach Nahrung des Babys zu diesem Zeitpunkt siedeln sich unterschiedliche Bakterien an und wird auch unterschiedlich verdaut und aufgestoßen. Daher kann mehr oder weniger starker Mundgeruch dabei auftreten, der wiederum harmlos ist.

Hals- oder Mandelentzündung als Ursache für Mundgeruch

Sollte das Baby an einer Hals- oder Mandelentzündung leiden, riecht es stark, scharf und faulig aus dem Mund. Mit solchen Krankheiten muss es natürlich zum Arzt. Diese Entzündungen schmerzen stark, weshalb das Baby viel weinen wird. Außerdem werden sie von Fieber, Schnupfen, Husten und Unwohlsein begleitet. Im Mund sind manchmal kleine gelbe Eiterpünktchen an den Zungenrändern und Wangen und oft rote und angeschwollene Mandeln zu entdecken, manchmal allerdings auch nicht. Dennoch werden Eltern bei solchen Symptomen mit dem Baby sofort zum Kinderarzt gehen.

Acetongeruch

Wie eingangs erwähnt könnte Acetongeruch ein Hinweis auf Mangelernährung sein, doch auch Diabetes löst ihn aus. Diese Erkrankung ist bei Babys sehr selten, muss aber sofort ärztlich abgeklärt werden.

Fazit: Warum haben Babys keinen Mundgeruch?

Kein Mundgeruch bei Babys ist normal, säuerlicher Mundgeruch nach dem Stillen oder Füttern eigentlich auch. Alles andere müssen Eltern beobachten.

Was ist der „Non Bathing“-Trend? Bedeutung, Definition, Erklärung


Der „Non Bathing“-Trend lehnt übermäßiges Baden, Duschen und sogar Waschen ab. Der Abschied von Duschgel und Shampoo soll die Haut und die Umwelt gleichermaßen entlasten. Hautärzte stimmen dem prinzipiell zu: Der Körper muss keinesfalls wie das Auto in der Waschanlage eingeseift werden. Während der Coronapandamie hat sich der „Non Bathing“-Trend verstärkt, denn Menschen im Homeoffice beachten viel weniger, ob sie mehr oder weniger gut riechen. Dabei stellten sie fest, dass sich der Körpergeruch nach einer gewissen Zeit ohne tägliche Dusche von allein einreguliert.

Was ist der „Non Bathing“-Trend? Bedeutung, Definition, Erklärung

Er wirkt wie der letzte Schrei seit Ende 2020, doch in Wahrheit ist er nicht neu, sondern uralt: Nie in der Menschheitsgeschichte hat sich der Mensch so oft gewaschen wie seit dem späten 20. Jahrhundert. Daran hat die Kosmetikindustrie keinen unerheblichen Anteil, die schließlich ihre Produkte unters Volk bringen muss. Schon seit einigen Jahren wehrten sich immer mehr Menschen zuerst heimlich und schließlich sogar offen dagegen.

Der Hintergrund ist eigentlich leicht verständlich: Wer sich noch täglich duscht oder badet, möge einmal danach den eigenen Hautgeruch genau beobachten. Diese Personen werden feststellen, dass nach der Körperpflege dieser zunehmen kann, was wir anschließend mit viel Deo übertünchen.

Dass es ohne allzu viel Körperpflege besser funktioniert, müssen wir aber zuerst ausprobieren. Das funktioniert am besten in einem Frühjahrs- oder Frühherbsturlaub mit relativ ausgewogenen klimatischen Verhältnissen (Außen- und Innentemperaturen meistens um 22 °C): Wer sich jetzt mäßig bewegt, dabei so gut wie nicht schwitzt und sich dementsprechend so gut wie nicht duscht oder badet, sondern bestenfalls die schmutzigen Füße, die Achselhöhlen und den Intimbereich wäscht, wird feststellen, dass der eigene Körpergeruch nach rund zwei Wochen praktisch nicht mehr wahrnehmbar ist. Das betrifft jedenfalls haut- und kreislaufgesunde Menschen.

Siehe auch: Was ist „cleansing reduction“?

Woher kommt der „Non Bathing“-Trend? Herkunft, Ursprung

Öffentliche Vorreiter waren US-Stars, deren Bekenntnis zur reduzierten Körperpflege alsbald wissenschaftliche Unterstützung fand. Der US-amerikanische Arzt James Hamblin hat ein Buch mit dem Titel „Natürlich waschen!“ geschrieben, das es inzwischen auch auf Deutsch gibt. Er hat den Trend selbst getestet und weiß gut zu begründen, warum zu viel Wasser und Duschbad unserer Haut mehr schaden als nutzen. Mit seinen Auffassungen traf er einen Nerv während der Coronakrise, in der viele von uns weniger geduscht und gebadet haben. Es gab einfach viel weniger Anlässe, um sich zu stylen: Viele von uns sahen die Kolleg*innen im Büro nur noch höchstens wöchentlich, manchmal noch seltener. Auch ins Restaurant, Theater oder zum Indoor-Sport durften wir nicht mehr.

Die Hersteller von Shampoo und Duschgels bemerkten das nach eigenen Angaben sehr deutlich an Umsatzrückgängen. Im Herbst 2021 hat sich der Markt leicht erholt, befindet sich aber noch nicht auf dem Niveau vor der Pandemie. Da inzwischen kaum noch Lockdowns gelten, machen Experten eine neue Ursache dafür aus: Der „Non Bathing“-Trend konnte sich seit 2020 in der Gesellschaft fest etablieren. Das oben angesprochene Experiment mit der eigenen ungeduschten Haut, das sonst nur im Urlaub möglich gewesen wäre, führten nun wahrscheinlich Millionen von Menschen unbekümmert durch. Und siehe da: So viel Duschen und Baden ist wirklich nicht nötig! Die Hollywood-Stars wussten es schon früher. Bekannt haben sich inzwischen dazu:

  • Julia Roberts
  • Brad Pitt (schon vor Jahren)
  • Jennifer Aniston
  • Kristen Bell
  • Charlize Theron
  • Jake Gyllenhaal
  • Mila Kunis
  • Ashton Kutcher

In Interviews gaben diese Schauspieler*innen überwiegend zu, sich höchstens einmal pro Woche zu duschen, wobei es ihnen vorrangig um den Umweltschutz gehe. Wenn sie ins Detail gingen, merkten einige von ihnen an, wo sie sich genau waschen: an den Achseln, den Füßen, der Brust und im Intimbereich. Hierfür genüge ein Stück Seife. Natürlich gibt es wie bei jedem Trend auch Gegenstimmen. Dwayne Johnson (bekannt als „The Rock“) duscht nach eigenem Bekenntnis sogar gerne mehrmals täglich. Auch sonst ist er der Körperpflege und Kosmetik nicht abhold, unter anderem schwört er auf Gesichtspeeling.

Welchen Einfluss hat die Kosmetikindustrie auf unsere Körperpflege?

Er dürfte enorm sein. Allein in Deutschland geben die Menschen pro Jahr mehr als 15 Milliarden Euro für Körperpflegeprodukte aus. Das steht im Hamblin-Bestseller des Münchner Verlages Kunstmann „Clean: The New-Science of Skin“. In diesem Buch ist nachzulesen, dass es für den Nutzen von Hautpflegeprodukten kaum eindeutige wissenschaftliche Belege gebe, weil die komplette Forschung dazu von der Kosmetikindustrie gesponsort wird. Daher gibt es so wenig Einigkeit darüber, was denn unserer Haut nutzt und was ihr schadet.

Der Autor Hamblin sagte dem Magazin der Süddeutschen Zeitung dazu, dass nach seinen Recherchen Seife und die darauf aufbauende Industrie seit dem 19. Jahrhundert durchaus die öffentliche Gesundheit verbessert habe. Nur sei das Angebot im 20. Jahrhundert aus dem Ruder gelaufen. Diejenigen Wissenschaftler, mit denen er sprechen konnte, die aber nicht namentlich genannt werden wollten, äußerten einhellig, dass Seife zum Hände- und Füßewaschen grundsätzlich nützlich, aber schon für den Intimbereich und die Achselhöhlen eher eine Empfehlung sei. Das exzessive Einseifen unter der Dusche in den Werbefilmen der Kosmetikindustrie sei überflüssige und eigentlich sogar schädliche Propaganda zum Zweck der Verkaufsförderung.

Häufig haben solche Werbespots einen sehr erotischen Touch, weil das so ein Sujet hergibt. Dieser Versuchung können die Anbieter von Shampoos natürlich nicht widerstehen: Eine unter der Dusche gefilmte, sich einseifende Frau (aber auch ein Mann) können mit einem gut gemachten Spot den Umsatz in der Tat kräftig ankurbeln. Hamblin kritisiert, dass diese Werbung nicht nur den Verbrauch von Pflegeprodukten, sondern auch den von Wasser erhöht. Beides belastet die Umwelt: die Produkte übrigens nicht nur im Abwasser, sondern auch dadurch, dass ihre Inhaltsstoffe mehrmals rund um den halben Globus transportiert und nicht zuletzt in Plastikflaschen abgefüllt werden.

Was passiert durch „Non Bathing“?

In den ersten Tagen des Dusch- und Badeverzichts riechen wir leicht stärker, aber nur an heißen Tagen oder bei starker körperlicher Aktivität. Alsbald jedoch stellen die Haut und die Haare ein neues Gleichgewicht her, was Hautärzte bestätigen. Vor allem langes und heißes Duschen oder Baden strapazieren die Haut und können ihren natürlichen Säureschutzmantel stärker beinträchtigen, als uns lieb ist.

Menschen mit Hauterkrankungen wie Neurodermitis spüren das besonders. Unsere Hautdrüsen produzieren Öle für den Schutz, die durch exzessives Baden oder Duschen in stärkstem Maße entfernt werden. Danach cremen sich viele Menschen ein, um einen künstlichen Hautschutz zu schaffen. Das ist überflüssig und funktioniert in jedem Fall schlechter als der natürliche Hautschutz. Nur verlernt die Haut dessen Produktion, wenn sie täglich geduscht oder gebadet und danach eingecremt wird.

Sollten wir diese erlernte, eigentlich unnatürliche Hautpflege wieder aufgeben, stellt sich auf der Haut wieder der natürliche Schutzfilm aus Eiweiß, Fett, Schweiß und Talg her, in welchem sich Bakterien ansiedeln, die für unser Hautgleichgewicht wichtig sind. Sie fressen gefährliche Keime, die von außen kommen. Das Fett und der Talg schützen die oberste Hautschicht vor Austrocknung und ebenfalls vor Krankheitserregern. Außerdem halten sie zusammen mit dem Schweiß die Haut geschmeidig. Wenn wir diese Schicht ständig abwaschen, trocknet die Haut aus und wird anfällig gegen Krankheiten. Das kann zu Juckreiz, Kontaktallergien und Ekzemen führen. Daher fühlen sich Menschen, die länger nicht baden oder duschen, im wahrsten Sinne des Wortes wohl in ihrer Haut.

Die Umstellung auf „Non Bathing“ dauert allerdings eine Weile, was von der individuellen Physiologie und auch den lebenslänglichen früheren Gewohnheiten abhängt. Daher empfehlen Hautärzte als Übergang zum „Non Bathing“ zunächst selteneres und nicht zu heißes Duschen (maximal 36 °C, alle zwei bis drei Tage), kurzes Duschen (maximal fünf Minuten), seltene Bäder (höchstens alle zwei Wochen) und milde Flüssigseife mit einem natürlichen pH-Wert von 5,5, der dem der Haut entspricht. Antiseptische Reinigungsmittel sind schädlich, sie töten die Bakterien auf der Haut.

Auch Hautpeelings gelten als äußerst kontraproduktiv, weil sie die natürliche Schutzschicht der Haut entfernen. Nach dem Duschen sollte die Haut nicht stark mit einem Frottiertuch abgerubbelt werden, weil dies ebenfalls wie ein Peeling wirkt und die Haut austrocknet. Ein sanftes Abtupfen mit einem gut saugenden Handtuch ist zu bevorzugen. Wer es sich zeitlich leisten kann, lässt sich überwiegend von der Luft trocknen. Wenn wir die Umstellung schaffen, leben wir deutlich hautgesünder – und riechen nicht mehr, sondern weniger als vorher.

Was ist der Gender Health Gap? Bedeutung, Definition, Erklärung


Der Begriff „Gender Health Gap“ bezieht sich auf die unterschiedliche medizinische Behandlung von Männern und Frauen und ist ein wichtiger und zu beachtender Aspekt in der modernen Medizin, der immer mehr Beachtung erhält.

Was ist der Gender Health Gap? Bedeutung, Definition, Erklärung

Biologische Unterschiede zwischen Mann und Frau, ob körperlich oder psychisch, sind klar erwiesen und anerkannt. Männer haben einen anderen Stoffwechsel als Frauen, andere Hormone, andere Körpergrößen und andere Muskel-, Fett- und Knochenmasse. Diese Andersartigkeit lassen Männer anders erkranken als Frauen.

Auch die dem Körper eigenen Sexualhormone wie Östrogen bei Frauen und Testosteron bei Männern spielen eine große Rolle bei Erkrankungen, aber auch bei der Behandlung dieser durch Medikamente.

Beispielsweise läuft die Verarbeitung von einigen Stoffen im Körper einer Frau langsamer ab, die Verarbeitung anderer Stoffe wiederum schneller als dies bei Männern der Fall ist. Bezogen auf Medikamente ist also zu beachten, dass die Dosierungen bei Männern und Frauen unterschiedlich angepasst werden muss, um die gewünschten Wirkungen zu erzielen.

Gender Health Gap: Unterschiedliche Krankheitssymptome und Behandlung bei Männern und Frauen

Ein und dieselbe Erkrankung kann bei Männern und Frauen zu sehr voneinander abweichenden Symptomen führen, was das Stellen einer richtigen Diagnose und die Wahl der korrekten Behandlungsform für Mediziner erschwert.

So ist das Risiko für Frauen erhöht, an einem Herzinfarkt zu versterben, da selbst Mediziner als Hauptsymptome die für Männer relevanten kontrolliert. Das allseits bekannte Stechen in der Brust und der Schmerz, der in den Arm ausstrahlt, kommt nur beziehungsweise hauptsächlich bei Männern vor. Symptome bei Frauen sind eher starke Kopfschmerzen, Übelkeit/Erbrechen, Schweißausbrüche, unerklärliche Müdigkeit oder Schmerzen im Oberbauch. Somit landen Frauen häufig erst viel später im Krankenhaus aufgrund eines Herzinfarktes.

Auch bei psychischen Erkrankungen gibt es Unterschiede zwischen Männern und Frauen. Frauen erkranken, so sagt man, beispielsweise häufiger an Depressionen, Männer häufiger an ADHS. Dies stimmt jedoch nicht ganz, denn Männer und Frauen zeigen zum Teil nur andere Symptome als das jeweils andere Geschlecht. Manche Symptome sind dominanter und andere dezenter in der Ausprägung, so dass deutlich seltener Mädchen mit ADHS diagnostiziert werden als Jungen, jedoch Frauen schneller mit einer Depression als Männer.

Ursache für den Gender Health Gap

Die tatsächliche Ursache für den Gender Health Gap liegt nun genau in dieser Art der Gleichbetrachtung der Geschlechter, obwohl signifikante Unterschiede bestehen. So werden Studien zur Einführung neuer Medikamente und anderer medizinischen Produkte häufig an hauptsächlich männlichen Probanden durchgeführt. Auch bei Tierversuchen werden im Grunde fast nur männliche Mäuse, Ratten etc. gewählt.

Begründet wird dies mit den hormonellen Schwankungen bei Probandinnen beziehungsweise weiblichen Versuchstieren, die die Teilnahme an Studien stören oder sogar unbrauchbar machen würden. Dies ist eine Argumentation, die in der Folge für Frauen Nachteile nach sich ziehen kann, da Wirkstoffe, die nur an Männern getestet wurden, bei Frauen ganz anders wirken können.

So kann eine Dosierempfehlung für ein Medikament, die an einen männlichen Patienten orientiert ist, für Frauen gar keine Wirkung haben, weil sie zu niedrig dosiert ist. Oder aber es ist eine viel zu hohe Dosierung, die starke Nebenwirkungen oder sogar eine Verschlimmerung bis hin zum Tod nach sich ziehen kann.

Es gibt auch Medikamente, die geschlechtsspezifisch sind, das heißt, die nur für Frauen oder nur für Männer bestimmt sind. Hier ergibt es wenig Sinn, diese am jeweils anderen Geschlecht zu testen.

Inzwischen hat die Medizin dieses Problem des Gender Health Gap erkannt und auch in der Politik wird man sich dessen immer bewusster. Seit einiger Zeit gibt es beispielsweise eine EU-Richtlinie, die besagt, dass bei klinischen Studien Probanden auch nach dem Kriterium auszuwählen sind, wie häufig die betreffende Krankheit beim jeweiligen Geschlecht auftritt.

Warum ist das Bäuerchen so wichtig für Babys? Erklärung


Wenn Babys trinken, verschlucken sie währenddessen relativ viel Luft, welche sich in ihrem Magen ansammelt. Dadurch bekommt das Baby möglicherweise Bauchschmerzen. Zudem drückt der mit Luft gefüllte Magen auf das Zwerchfell. Somit kann das Atmen des Kindes erschwert werden.

Im folgenden Artikel finden Sie wichtige Tipps rund um das Thema Bäuerchen beim Baby.

Warum sollten Babys unbedingt Bäuerchen machen?

Es ist nicht immer einfach, ein Baby aufstoßen zu lassen. Wenn ein Baby Nahrung aufnimmt, schluckt es auch oft Luft mit. Durch ein Bäuerchen kann die Luft im Bauch entweichen und Blähungen beim Baby werden vorgebeugt. Der Bauch drückt nicht, außerdem wirkt ein Bäuerchen einem Blähbauch und Ausspucken entgegen.

Wie bringt man einen Säugling am besten zum aufstoßen?

Einige Babys stoßen auf, sobald sie ihre Nahrung zu sich genommen haben. Bei anderen hingegen muss nachgeholfen werden, indem man sie noch etwas mit aufrechtem Oberkörper herumträgt. Ratsam ist es hierbei, das Baby ein wenig über die Schulter zu legen und den Rücken ganz sachte zu klopfen. Manchmal genügt auch ein sanftes Reiben.

Gelegentlich genügt es auch, das Baby auf den Bauch zu legen, weil es so sein Bäuerchen einfach besser machen kann. Es kommt immer auf den Säugling an. Sollte der Nachwuchs des Öfteren zu viel Luft verschlucken, kann man es auch während der Mahlzeit für ein Bäuerchen kurz hochnehmen.

Wie lange dauert es, bis ein Baby Bäuerchen macht?

Es ist unterschiedlich, wie lange es dauert, bis ein Baby ein Bäuerchen gemacht hat und anschließend auch keines mehr nachkommt. Meistens dauert es nur einige Minuten, bis der Säugling aufstößt. Ein Baby sollte man im ersten halben Jahr nach der Nahrungsaufnahme für ca. 10 Minuten aufrecht halten. Dies verhilft dazu, dass die Milch im Magen sinkt. Trotzdem kann es von Zeit zu Zeit vorkommen, dass das Baby ausspuckt, was absolut kein Grund zur Sorge ist. Vorbeugend sollte man ein Spucktuch verwenden, sodass Flecken vermieden werden.

Die richtige Haltung des Babys beim Aufstossen

Bei einem Neugeborenen weiß man eventuell nicht so genau, wie man es am besten für ein Bäuerchen halten soll. Hier sind einige Möglichkeiten, die man in jedem Fall testen sollte:

1. Den Säugling auf den Schoß setzen

Wenn das Baby auf dem Schoß sitzt, neigen Sie es nach vorne und stützen Sie dabei den Kopf. Anschließend mit der Hand zart den Rücken klopfen oder massieren. Da das Baby spucken könnte, sollte man sich vorher ein Spucktuch über den Schoß legen.

2. Die Schulterposition

In dieser Position wird der Säugling so über die Schulter gelegt, dass sich der Magen des Babys an der Schulter des Elternteils befindet. So kann man es sicher man Hintern halten und mit der zweiten Hand den Rücken massieren beziehungsweise leicht klopfen. Auch hier ist es besser, vorab ein Spucktuch über der Schulter zu platzieren.

3. Die Bauchlage

Hier wird das Baby mit dem Bauch auf den Schoß der Eltern gelegt. Dabei sollte man darauf achten, dass der Kopf in einer höheren Position liegt als der Körper. Einigen Säuglingen fällt es in dieser Lage leichter aufzustoßen.

4. Bewegung kann hilfreich sein

Eine weitere Möglichkeit, das Baby zu einem Bäuerchen zu bringen, ist die Bewegung. Dabei trägt man den Säugling umher und schaukelt oder wippt es leicht dabei. Hilfreich ist hier eine Babytrage, wo das Bäuerchen meist von ganz alleine kommt.

Ganz gleich, ob man dem Baby ein Fläschen oder die Brust gibt–wichtig ist, dass man sich dabei die Zeit nimmt, die man dafür benötigt. Stress kann das Aufstoßen nur unnötig herauszögern.

Was tun, wenn das Baby während der Nahrungsaufnahme einschläft?

Gelegentlich kann es vorkommen, dass der Säugling während des Trinkens einschläft. Hier stellt sich nun die Frage, ob man das Baby wecken soll, um sein Bäuerchen zu machen. In diesem Fall kann der Säugling trotzdem hochgenommen werden. Streicheln Sie sanft den Rücken. Hat sich nach etwa 10 Minuten nichts getan, können Sie das Baby getrost wieder in sein Bett legen.

Schläft das Baby anschließend ruhig weiter, ist es kein Problem, dass es nicht aufgestoßen hat. Wenn man merkt, dass das Baby unruhig schläft, sollte man es gegebenenfalls noch einmal auf den Arm nehmen. Dies muss individuell entschieden werden. Durch das Aufstoßen werden bei vielen Säuglingen Blähungen und Koliken verhindert.

Was ist 1200 Kalorien Diät? Vorteile, Nachteile, Erklärung, Definition


Die 1200 Kalorien Diät ist eine hypokalorische Diät, die zur ernährungsmedizinischen Behandlung von Übergewichtig eingesetzt wird und eine Gewichtsabnahme begünstigt. Während dieser Diät sollte der Betroffene nur eine kleine Menge an Nahrung zu sich nehmen, dafür aber mehrmals am Tag. Wichtig ist hierbei, dass die Diät immer ärztlich überwacht werden sollte, da sie den Hungerstoffwechsel stark belastet.

Was ist 1200 Kalorien Diät? Vorteile, Nachteile, Erklärung, Definition

Idealerweise sollte eine vollständige Ernährungsbewertung der Person durchgeführt werden und berechnet werden, wie viele Kalorien verbraucht werden sollten, um Gewicht zu verlieren, da dies viele Faktoren beinhaltet, die berücksichtigt werden müssen.

Das Ziel dieser Diät besteht darin, dass die Person mehr Kalorien verbraucht, als sie pro Tag zu sich nimmt, indem sie das im Körper angesammelte Fett zur Energiegewinnung nutzt. Eine sitzende erwachsene Frau verbraucht zwischen 1800 und 2000 Kalorien pro Tag, so dass durch den Verzehr von 1200 Kalorien zwischen 600 und 800 Kalorien eingespart werden, was eine Gewichtsabnahme begünstigt.

Wie die 1200 Kalorien Diät durchgeführt wird

Die 1200 Kalorien Diät wird mit dem Ziel durchgeführt, die Gewichtsabnahme zu fördern, indem der Körper dazu gebracht wird, das im Körper angesammelte Fett als Energiequelle zu nutzen. Wichtig ist auch, dass sie mit leichter oder mäßiger körperlicher Betätigung einhergeht und nicht mit hoher Intensität durchgeführt wird. Außerdem sollte diese Diät nicht über einen längeren Zeitraum durchgeführt werden, da sie zu einem Nährstoffdefizit, einem Verlust an Muskelmasse, Schwäche, übermäßiger Müdigkeit und allgemeinem Unwohlsein führen kann.

Beispielmenü für eine 1200 Kalorien Diät

Im Folgenden finden Sie ein Beispielmenü über drei Tage für eine 1200 Kalorien Diät. Diese Diät wird wie folgt aufgeteilt: 20 % Eiweiß, 25 % Fett und 55 % Kohlenhydrate. Bei dieser Diät geht es darum, mehrmals am Tag kleine Mengen zu essen und so Heißhungerattacken zu vermeiden.

Mahlzeiten, die zur Auswahl stehen:

Frühstück:

  • 1/2 Tasse Müsli oder Granola mit 1 Tasse Magermilch + 1 EL Haferflocken
    oder
  • 2 Rühreier + 1 Scheibe Vollkornbrot + 120 ml Orangensaft
    oder
  • 1 mittlerer Haferflockenpfannkuchen mit 1 EL Avocado + 1 Scheibe Weißkäse + 1 Glas Wassermelonensaft

Vormittagssnack:

  • 1/2 Banane + 1 Teelöffel Erdnussbutter
    oder
  • 1 kleine Birne aus der Mikrowelle mit 1 kleinen Quadrat aus gehackter Zartbitterschokolade (>70% Kakao)
    oder
  • Erdbeer-Smoothie: 6 ganze Erdbeeren mit 1 Becher Jogurt + 2 Vollkorn-Knäckebrot

Mittagessen:

  • 90 g gegrillte Hähnchenbrust + 1/2 Tasse Quinoa + Rohkostsalat mit Salat, Tomate und Zwiebel + 1 Teelöffel Olivenöl + 1 Ananasscheibe
    oder
  • 90 g Lachs + 1/2 Tasse brauner Reis + Spargel + 1 Teelöffel Olivenöl
    oder
  • 1 Aubergine gefüllt mit 6 Esslöffeln Rinderhackfleisch mit 1 mittelgroßen Kartoffelwürfeln + 1 Teelöffel Olivenöl

Nachmittagssnack

  • 1 kleiner Bratapfel mit 1 Teelöffel Zimt‘
    oder
  • 1 Becher Naturjoghurt + 1 Esslöffel Haferflocken + 1 Banane in Scheiben
    oder
  • 1 Tasse gewürfelte Papaya

Abendessen:

  • Eieromelett (2 Stück) mit Spinat (1/2 Tasse) + 1 Vollkorntoast
    oder
  • Rohkostsalat mit einem in Streifen geschnittenen Putenfilet (60 g) und 4 dünnen Avocado-Scheiben, mit Zitrone und Essig angemacht
    oder
  • 1 mittelgroße Weizentortilla mit 60 g zerkleinertem Hühnerfleisch + 1 Tasse Rohkostsalat

Abendimbiss:

  • 2 Scheiben Weißkäse
    oder
  • 1 kleine Mandarinorange
    oder
  • 1 Becher Wackelpudding ohne Zucker

Es ist wichtig, über den Tag verteilt 1,5 bis 2 Liter Wasser zu trinken. Sollte es Ihnen schwer fallen, so viel Wasser zu trinken, können Sie auch Früchtetee, etwas Zitronensaft oder Minze in das Wasser geben, um mehr Geschmack zu erhalten. Wichtig ist, dass Sie dabei vollständig auf Zuckerhaltiges verzichten, d. h. sie dürfen beispielsweise keine Säfte oder Saftschorlen trinken. Salate können mit Zitrone, Essig und einer Prise Salz angemacht werden.

Die 1200 Kalorien Diät für Männer ist identisch mit der für Frauen und kann von beiden Geschlechtern befolgt werden. Jedoch ist es wichtig, dass Sie sich bei einer solchen Diät von einem Arzt oder Ernährungsberater begleiten lassen, um Ihre Gesundheit nicht zu gefährden. Die 1200 Kalorien Diät ist ein starker Einschnitt in den Stoffwechsel des Körpers und sollte nie in Eigenregie durchgeführt werden.

Was ist Bodyforming? Bedeutung, Definition, Erklärung


Bodyforming oder auch Bodystyling bzw. Bodyshaping beschreibt im Allgemeinen die Beeinflussung oder Formung des Körpers. Dies kann mithilfe sportlicher Betätigung, aber auch unter Anwendungen von Praktiken der plastischen Chirurgie erfolgen.

Was ist Bodyforming? Bedeutung, Definition, Erklärung

Unter Bodyforming im ursprünglichen Sinn versteht man die Körperformung durch sportliche Aktivität. Dabei geht es beispielsweise nicht lediglich um eine Gewichtsreduktion, sondern gleichzeitig auch um die Definition bzw. Formung von bestimmten Muskelgruppen sowie die Straffung des Gewebes. Durch eine Kombination aus Kraft- und Ausdauertraining können die gewünschten Effekte optimiert werden.

Das Prinzip des Bodyformings setzt dabei auf leichte Gewichte (sogenanntes low-impact-Training) bzw. eine niedrige Intensität, um so sanfte Reize an die Muskelgruppen zu geben. Des Weiteren sollen alle bzw. so viele Muskelgruppen wie möglich trainiert werden, um so den gesamten Körper zu definieren. Der Trend des Bodyformings erfreut sich vor allem in Form von Gruppentrainings großer Beliebtheit. Durch die Begleitung von Musik und der sozialen Interaktion innerhalb der Gruppe soll der Spaßfaktor erhöht werden. Im Rahmen des Trainings lassen sich beispielsweise auch Elemente aus Pilates, Yoga oder Aerobic einbauen bzw. können sogar das komplette Bodyforming-Training darstellen. Auch Joggen, Nordic Walking oder Wandern können als Teil eines Bodyforming-Trainings angesehen werden. Durch die niedrige Intensität ist Bodyforming auch gut für Menschen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen geeignet.

Bodyforming im weiteren Sinn

Neben der Körperformung durch sportliche Betätigung gibt es noch weitere Anwendungsfälle, welche diese ersetzen bzw. ergänzen können. Eine Methode stellt die Behandlung mittels Ultraschall dar. Ziel dabei ist die Straffung des Gewebes durch den erzeugten Ultraschall. Kollagenfasern, der Hauptbestandteil der menschlichen Bindegewebszellen und für dessen Zug- & Reißfestigkeit verantwortlich, werden durch die Anwendung von hochgebündelten Ultraschall erwärmt und ziehen sich als Folge der Wärme zusammen. Dadurch erlangt das Kollagen seine Stützfunktion wieder.

Ein weiteres Verfahren zur Bindegewebestärkung stellt die Endermologie bzw. Lipomassage dar. Diese Methode wurde ursprünglich zur Behandlung von Brandnarben entwickelt. Bei seiner Anwendung wird das betroffene Gewebe mittels Unterdruck an das Behandlungsgerät gesaugt und anschließend intensiv massiert. Dadurch wird die Durchblutung sowie die Kollagenproduktion angeregt. Die Endermologie findet im Rahmen des Bodyforming vor allem bei Cellulitebehandlungen Anwendung.

Mithilfe von elektrischer Muskelstimulation können Muskeln zu einem gewissen Grad aufgebaut bzw. definiert werden. Dieses Verfahren wird auch in der Medizin eingesetzt, etwa zum Muskelaufbau nach Unfällen oder nach fehlender körperlicher Betätigung wie z. B. bei Bettlägerigkeit. Bei dieser Behandlung sendet ein Gerät mittels Elektroden, welche direkt auf der Haut aufliegen, elektrische Impulse an die Nerven und simuliert dadurch eine Muskelkontraktion, welche auch beim gewöhnlichen Krafttraining stattfinden würde. Diese Methode lässt sich dahingehend auch in ein bestehendes Kraftworkout einbinden und wirkt verstärkend.

Eine spezielle Form des Trainings mittels elektrischer Muskelstimulation beschreibt das EMS-Training. EMS steht dabei für Elektro-Myo-Stimulation. Mittels eines speziellen Anzugs, welcher mit Elektroden versehen ist, werden unterstützend zum eigentlichen Muskeltraining elektrische Impulse an die Nerven gesendet, welche den Trainingseffekt verstärken sollen und das Muskelwachstum anregen und so die Körperformung beeinflussen.

Durch Kältetherapie lässt sich der Körper vor allem im Bereich der Hüfte, des Bauches und der Oberschenkel bis zu einem gewissen Maße formen. Bei dieser Art der Behandlung, der sogenannten Kryolipolyse, sollen Fettzellen in den betroffenen Bereichen durch Kälte zum Absterben gebracht werden. Dabei wird die Haut sowie die darunterliegende Fettschicht mit einem Gerät derart gekühlt, dass das Fettgewebe eine Temperatur von etwa 4 °C erreicht. Aufgrund der Kälteanfälligkeit von Fettzellen bauen sich diese durch die sogenannte Apoptose selbst ab. Bei dieser Art des kontrollierten Zelltods baut sich die betroffene Fettzelle selbst ab, ohne die benachbarten Zellen zu schädigen. Der Stoffwechsel sorgt anschließend für den Abtransport der abgestorbenen Fettzellen. Aufgrund ihrer formgebenden Eigenschaft durch Kälte wird dieses Verfahren auch Coolsculpting genannt.

Eine spezielle (und temporäre) Form des Bodyformings stellt sogenannte Shapewear dar. Das Ziel dieser Kleidung ist die Verbesserung des Erscheinungsbilds durch eine optische Straffung des Körpers. Die Kleidung enthält einen hohen Elasthan-Anteil, welcher durch seine Kompressionswirkung zum gewünschten Effekt der Körperformung führt. Diese Art der Kleidung kann als Unterwäsche, aber auch als Oberbekleidung getragen werden. Im Gegensatz zu den meisten anderen beschriebenen Methoden handelt es sich bei Shapewear um eine zeitlich begrenzte Form des Bodyformings, welche nicht auf eine dauerhafte Körperumformung abzielt, sondern lediglich auf das optische Wirkungsbild.

Bodyforming im Rahmen der plastischen Chirurgie und ästhetischen Medizin

Neben den beschriebenen Formen des Bodyforming im engeren und weiteren Sinne bewegt sich dieser Bereich auch auf dem Gebiet der plastischen Chirurgie. Dieses Areal des Bodyformings umfasst vor allem die Kategorie der Körperformbeeinflussung, welche durch die zuvor beschriebenen Methoden nicht erreicht werden können. Zu den gängigsten Behandlungen zählen hierbei Straffungen, Fettabsaugungen und Liftings.

Oftmals werden Straffungen und Liftings auch nach einer großen Gewichtsreduktion angewandt, um das Gewebe, welches sich durch die Gewichtsreduktion nur bedingt rückbildet, an den Körper anzugleichen bzw. zu straffen. Die beschriebenen Methoden der Kryolipolyse oder Endermologie werden auch oft von plastischen Chirurgen angeboten, teilweise auch in Kombination mit anderen Arten des Bodyformings. Es werden immer wieder neue Behandlungsarten im Rahmen des Bodyformings entwickelt und angeboten, in welchen man sich die Wirkung von Ultraschall, Laser, ein elektromagnetisches Feld oder Radiofrequenzwellen zunutze macht.

Eine weitere Art des Bodyforming bildet die Injektionslipolyse, besser bekannt unter dem Begriff Fett-weg-Spritze, ab. Hierbei wird der Wirkstoff mittels Spritze in den betroffenen Bereich injiziert. Der Wirkstoff führt zu einem Abbau der Fettzellen im betroffenen Bereich, welche anschließend durch den Stoffwechsel abtransportiert werden. Mit dieser Methode lassen sich Fettzellen in einem lokal begrenzten Bereich behandeln.

Im Bereich des Bodyformings besteht auch ein großer Markt für den Vertrieb von Cremen und Salben. Diese können aus unterschiedlichsten Inhaltsstoffen hergestellt werden und sollen vor allem dem Zweck der Hautstraffung dienen. Die Anwendung der Cremes und Salben in Kombination mit Wickel oder eng anliegenden Gürtel soll das Behandlungsergebnis zudem verbessern.

Warum ist Abschminken so wichtig? Erklärung


Klare Sache: Schminken Sie sich rechtzeitig vor dem Schlafengehen ab

Selbst für den Fall, dass Sie zu spät nach Hause kommen und sich am liebsten nicht auch noch abschminken würden: Die Reinigung des Gesichts in der Nacht ist entscheidend für einen strahlenden Teint. Aber warum ist es wirklich so wichtig, sich vor dem Schlafengehen abzuschminken?

Make-up, Schweiß und Dreck verstopfen die Poren der Haut: Darum ist Abschminken so wichtig!

Bleibt das Make-up an den Poren und der Haut, fließt das Poren- und Hautfett noch schlechter ab, und verstopfte Poren und Unreinheiten entstehen noch schneller. Auch wenn Sie sich nicht schminken, ist die nächtliche Reinigung wichtig, denn im Laufe des Tages kehren Schmutzpartikel, Hautschuppen und Kleinstlebewesen auf die Poren und die Haut zurück. Wenn Sie Ihre Poren von den Spuren des Tages reinigen, werden Sie mit Effizienz Mitesser und Pickel verhindern.

Ablagerungen an den Poren und der Haut verstärken die Hautalterung: Schadstoffe setzen sich zu einem bestimmten Zeitpunkt des Tages zusätzlich auf der Haut ab. Wenn das Gesicht nicht ständig gereinigt wird, verursachen diese Stoffe eine starke Belastung und fördern die Faltenbildung.

Wenn Make-up nicht kontinuierlich entfernt wird, kann dies die Regeneration der Poren und der Haut stören: Während wir schlafen, arbeiten die Poren und Haut auf Hochtouren und bilden weitere neue Zellen. Um sicherzustellen, dass die Regenerationsprozesse während der Nachtstunden ungehindert ablaufen können, sollten Sie Ihr Make-up in der Nacht entfernen. Mit zusätzlicher Pflege am Abend unterstützen Sie Ihre Poren und Haut bei der mobilen Erneuerung und sorgen für einen strahlenden Teint am nächsten Morgen.

„Sich nicht abschminken“?

Das ist in keine gute Idee und zwar in mehrfacher Hinsicht, vor allem, wenn Sie mit unreiner oder sehr empfindlicher Haut zu kämpfen haben. Führen Sie ein leichtes Ritual zur Make-up-Entfernung durch, und Sie werden mit strahlender und zarter Haut belohnt.

Das sanfte Entfernen von Make-up aus dem Gesicht ist auch sehr wichtig für gesunde, saubere Poren und Haut. Achten Sie mehr oder weniger, dass die benutzten Produkte für außergewöhnlich empfindliche Poren und Haut geeignet sind.

Warum sollten Sie sich abschminken? Gründe

Lippenstift, Grundierung, Wimperntusche, Abdeckstift: Viele Mädchen lieben Make-up und zögern, auf ihr morgendliches Schminkritual zu verzichten, das Poren und Hautunreinheiten kaschiert. Doch das Make-up muss zwangsläufig wieder entfernt werden – das richtige Abschminken ist der entscheidende Faktor für langanhaltende gesunde Haut. Der Grund: Das Make-up lässt zwar Poren und Hautunreinheiten und -veränderungen optisch gesehen nicht mehr ersichtlich werden, kann sie aber zusätzlich verstärken, wenn es nicht kontinuierlich über Nacht entfernt wird.

Jeder, der sich schon einmal nicht richtig vor dem Schlafen abgeschminkt hat, kennt die Wirkung: Die Poren und die Haut sind am folgenden Tag spröde und trocken. Umgeht man das Abschminken weiter, können schnell die ersten Poren- und Hautunreinheiten auftreten, Mitesser und Pickel bilden sich.

Auch Frauen, die sich kaum schminken, sollten ihr Augen-Make-up jeden Abend entfernen. Wer nachts auf das Augen-Make-up-Entfernen verzichtet, riskiert, dass seine Wimpern kaputt und trocken werden und abbrechen. Außerdem trocknet die empfindliche Augenpartie leicht aus. Um Ihre Wimpern schön und geschmeidig zu halten und Ihrer Haut die Möglichkeit zu geben, sich in der Nacht zu regenerieren, müssen Sie Ihr Make-up immer wieder gut entfernen – und dabei die Reinigung Ihres Gesichts auf Ihren persönlichen Hauttyp abgestimmt vornehmen.

Korrektes Abschminken: Anleitung, Tipps

Wenn Sie sich schminken und Ihr Make-up loswerden wollen, sollten Sie nicht ausschließlich Wasser benutzen: Mehrere Produkte, die Foundations und Mascaras haben, sind so gemacht, dass sie so gut es geht in die Haut einziehen oder sogar immun gegen Wasser sind. Wenn das Gesicht also gewaschen wir und zwar nur mit Wasser, können Rückstände an Ihren Poren zurückbleiben und möglicherweise die Poren verstopfen. Daher sollten Sie Reinigungsmittel nehmen, die sehr gut reinigen und Ihre Poren und Haut beruhigen.

Die richtige Anwendung ist ebenfalls wichtig für einen sauberen Teint. Erfahren Sie nun, wie das Make-up in 3 Schritten effektiv entfertn werden kann – und entdecken Sie diese Schritte als nächtliches Ritual für schöne und gepflegte Poren und Haut.

1. die Augen gut abschminken

Egal, ob Sie Ihren Augen Ausdruck mit Make-up und Schminke verleihen oder nur eine kleine Menge Wimperntusche aufgetragen haben: Der erste Schritt zu Ihrem nächtlichen Ritual besteht darin, das Make-up gründlich von den Augen zu entfernen. Tränken Sie ein Wattepad mit Make-up-Entferner, ânschließend legen Sie die Pads auf Ihre Augenlider, nun die Pads sanft andrücken und das Produkt einwirken lassen. Nach etwa 10 bis 20 Sekunden kann nun das Make-up sanft abgewischt werden. Vermeiden Sie Reibung, da die empfindliche Augenpartie unter extremer äußerer Einwirkung leidet. Sanft zu den Poren und der gepflegten Haut ist ein sanfter Augen-Make-up-Entferner: Eine ölfreie Gel-Lotion reinigt sanft und ohne Irritationen und erfrischt zusätzlich angenehm. Aufgrund eines pH-Wertes, der dem der Tränenflüssigkeit sehr ähnlich ist, ist die Ware sogar für Kontaktlinsenträgerinnen geeignet.

Bei Augen-Make-up, welches wasserfest ist, beispielsweise erweist sich der Make-up-Entferner für genau dieses Augen-Make-up als besonders gründlich und mild. Die 2-teilige Schütteltextur macht die Poren und Haut geschmeidig und versorgt sie mit Feuchtigkeit.

2. Richtig abschminken – Poren- und Hauttyp ermitteln

Wenn nun die Augen von Make-up bereinigt sind, möchten Sie das Make-up aus dem Gesicht entfernen. Je nach Hauttyp sollten Sie dafür Reinigungsmilch, eine Lotion oder ein Gel verwenden.

Make-up gut von der täglichen Haut entfernen: Manche ausgewählte Lotion zum Beispiel vereinen die Eigenschaften eines Make-up-Entferners, eines Gesichtsreinigers und eines Toners. Das Gesicht wird durch die Mizellen gründlich und sanft gereinigt, ein leichter Wisch genügt.

So entfernen Sie Make-up von unreiner Haut und Poren:

Neigen Ihre Poren und Haut zusätzlich zu Unreinheiten und hellen Flecken? Dann ist ein reinigendes Waschgel, welches eine Intensivwirkung hat, oder eine passende Lotion die richtige Wahl. Die Lotion sollte Schmutz und Make-up ganz ohne die Verwendung von Wasser entfernen können und sich dank ausgeprägter augenfreundlicher Tenside auch zur Entfernung von Augen-Make-up eignen.

Entfernt Make-up gut von trockenen Poren und trockener Haut: Trockene Haut und Poren sind oft empfindlich und wollen gerade jetzt nicht zusätzlich bei der Reinigung belastet werden. Eine gute Reinigungsmilch mit einer cremigen und leichten Zusammensetzung, entfernt sanft das Make-up und lässt die Poren und Haut mit beruhigendem Thermalwasser und mit Lipiden angenehm atmen.

3. Licht auf das Gesicht werfen

Wenn Sie einen natürlichen Make-up-Entferner beim Abschminken benutzt haben, können Sie jetzt Ihr Gesicht erhellen. Sanftes Gesichtswasser bereitet die Poren und die Haut sauber auf die nun anstehende Pflege vor. Nehmen Sie ein Wattepad, welches mit Gesichtswasser getränkt ist, und fahren Sie damit leicht über die Poren und die Haut. Die alkoholfreie 2-teilige Schütteltextur pflegt die Poren und hinterlässt einen sensiblen Schutzfilm auf der gepflegten Haut.

FAQ rund ums Abschminken:

Warum ist es so wichtig, sich abzuschminken?

Das Entfernen von Make-up lässt die Poren und die Haut besser atmen und gibt ihr Zeit, sich zu regenerieren. Besonders wenn Sie zu Poren und Hautunreinheiten neigen, ist es sehr wichtig, dass Sie versuchen, Ihr Make-up in der Nacht abzuschminken und Ihre Poren und Ihre Haut danach gut gereinigt zu haben. Nur dann bietet sich die Möglichkeit, länger anhaltend einen gepflegten Teint zu behalten.

Wie entferne ich mein Make-up?

Starten Sie zuerst mit der Partie der Augen. Entfernen Sie vorsichtig mit Wattepads, welche vorher mit dem Make-up-Entferner getränkt wurde, das Make-up von Ihren Augenlidern. Dabei ist es wichtig, nicht zu viel Druck zu benutzen.

Seien Sie besonders vorsichtig, wenn Sie Ihre Augenbrauen und Wimpern berühren, damit sie nicht abbrechen oder, bei künstlichen Wimpern, nicht herausfallen. Sie können dann zum Reinigen des Gesichts übergehen.

Abschminken – Wie oft sollte ich das tun?

Das Abschminken sollte jeden Tag erfolgen, am besten vor dem Schlafengehen. So können sich die Poren und die Haut während der Nacht regenerieren.

Was ist der Herbstblues? Tipps, Symptome, Bedeutung, Definition, Erklärung


Der sogenannte Herbstblues genannt, bezeichnet die persönlich empfundene Stimmung, die sich bei Vielen nach dem Sommer bemerkbar macht. Die seelische und auch körperliche Stimmung wird gedrückter und es kommt zu einem Stimmungstief und einer starken Müdigkeit, die den Charakter einer depressiven Verstimmung aufweist.

Welche Symptome zeigen sich beim Herbstblues?

Zu den ersten Anzeichen und Symptomen gehören charakteristisch einige dieser genannten:

  • Müdigkeit und ein gesteigertes Schlafbedürfnis
  • zunehmende Lustlosigkeit und Antriebslosigkeit
  • Stimmungsschwankungen
  • Hoffnungslosigkeit
  • Niedergeschlagenheit
  • negative Sicht und Haltung
  • sozialer Rückzug
  • Heißhunger auf Süßes und Gewichtszunahme
  • Verlust der Kreativität und der Ideen
  • Traurigkeit
  • unkonzentriert

Insgesamt ist das Empfinden durch eine körperliche und seelische Müdigkeit geprägt, die zu einem gesteigerten Schlafbedürfnis führt. Alles erscheint anstrengend, hoffnungslos und negativ und Betroffene ziehen sich aufgrund dieser Symptome dann oftmals von ihrem sozialen Umfeld zurück.

Herbstblues: Wie kommt es zu diesen Symptomen gerade im Herbst?

Die Symptome, die den Herbstblues begleiten, entstehen aufgrund biologischer Abläufe, die aufgrund der dunklen Jahreszeit im Körper stattfinden. In den Herbst- und Wintermonaten erhöht sich die Produktion des Schlafhormons Melatonin in der Zirbeldrüse. Diese Produktion wiederum wird durch Lichtmangel angeregt, wie er in den dunklen Monaten des Jahres besonders häufig vorkommt. Die Sonne scheint seltener, die Tage werden kürzer und viel Regen machen die Tage dunkler und verhindern das „Auftanken mit Licht“.

Parallel wird dann auch noch die Ausschüttung des Glückshormons Serotonin stark zurückgesetzt, sodass Antriebslosigkeit und starke Müdigkeit folgen. Das alles zusammen genommen verändert den Schlafrhythmus erheblich, sodass es auch zu erheblichen Schlafstörungen kommen kann.

Was man gegen den Herbstblues tun kann: Tipps

Gerade bei den ersten Anzeichen einer nahenden Herbstdepression ist es ratsam und möglich, selbst etwas gegen die bleierne Müdigkeit und die schlechte Stimmung zu unternehmen. Aber auch die Begleitung durch den Hausarzt kann in dieser schwierigen Zeit eine große Hilfe sein.

Bewegung an der frischen Luft

Gerade um Tageslicht in ausreichender Menge zu tanken, sind Spaziergänge und Bewegung an der frischen Luft besonders tagsüber ein tolles Hilfsmittel gegen den Herbstblues. Dabei sollte sogar bei grellem Sonnenschein keine Sonnenbrille aufgesetzt werden, damit die Augen das Sonnenlicht über die Rezeptoren aufnehmen können. Gleichzeitig regt die körperliche Bewegung die Freisetzung des Glückshormons Serotonin an und auch die bunten Farben der Blätter können der Stimmung heben.

Ausreichend Schlaf

Der Schlafrhythmus ändert sich in der dunklen Jahreszeit und ist nicht mit dem in den Sommermonaten zu vergleichen. Bei Müdigkeit ist es ratsam, sich nicht zwanghaft wach zu halten, sondern seinem Schlafbedürfnis nachzugehen und dann ins Bett zu gehen, wenn man müde ist. Der Körper braucht diese Erholung und ausreichenden Schlaf besonders dann, wenn er ansonsten kraft- und antriebslos ist.

Bunte Farben statt alles grau und dunkel

Da im Herbst und Winter die Farben eher blass und „grau“ daherkommen, und von der bunten Farbenvielfalt im Sommer nichts mehr übrig ist, ist das Integrieren von Farben im Alltag ein einfach umzusetzendes Hilfsmittel. Ob in Form von Kleidung, Büro- oder Wohnaccessoires, neuen Wandfarben oder buntem Obst in einer Schale – fröhliche Farben heben die Stimmung.

Aromatherapie

Duftöle gezielt eingesetzt können ebenfalls zum Wohlbefinden beitragen. Ob in Form von Ölen in Verdampfer-Schalen oder als Duftkerze haben die Düfte eine direkte Auswirkung auf die menschliche Psyche. So haben Zitrusdüfte beispielsweise eine anregende Wirkung auf den Kreislauf und beeinflussen die Laune positiv, während der Duft von Lavendel beruhigend wirkt.

Stimmungsmacher Musik

Gerade die Lieblingsmusik kann als regelrechter Stimmungs-Aufheller eingesetzt werden. Je nach Art der Musik kann sie beruhigend oder auch belebend wirken und sorgt dafür, dass weniger Stresshormone ausgeschüttet werden. So sinkt dann die Herzfrequenz und der Blutdruck sinkt, sodass sich der Körper und auch die Seele entspannen können.

Eine ausgewogene Ernährung mit viel frischem Obst und Gemüse stärkt nicht nur das Immunsystem, sondern sorgt für zusätzliche Energie. Alle Lebensmittel, wie beispielsweise Nüsse, die Magnesium enthalten, sorgen für zusätzliche Entspannung und beruhigen die Nerven.

Fazit: Herbstblues

Neben diesen genannten Tipps gibt es noch weitaus mehr, was man selbst gegen den Herbstblues tun kann. Man kann sich mit lieben Menschen treffen, einen Ausflug machen oder einen Kurztrip über ein Wochenende planen. All das kann helfen, die schwierige Zeit gut zu überstehen und sich auf den nächsten Frühling zu freuen.

Was sind toxische Gedanken / Denkmuster? Bedeutung, Definition, Erklärung


Toxische Gedanken und Denkmuster betrachten die Welt negativ und wirken daher destruktiv. Sie unterscheiden sich von einer objektiv-kritischen Betrachtung, die durchaus hilfreich ist. Der rein euphorischen Betrachtung mit ihren Euphemismen stehen sie diametral gegenüber.

Was sind toxische Gedanken / Denkmuster? Bedeutung, Definition, Erklärung

Toxische Gedanken können nur unlösbare Probleme erkennen. Sie führen im praktischen Alltag zur Standardformulierung: „Das klappt sowieso nicht.“ Euphemismen sind Beschönigungen. Sie unterstellen, dass jedes Ding seine positive Seite hat, dass „alles irgendwie gut geht“, dass „es immer weitergeht“ und „alles nicht so heiß gegessen wird, wie man es kocht“. Beides Betrachtungen sind falsch, die toxischen Gedanken ebenso wie die Euphemismen.

  • Toxische Gedanken unterstellen per se, dass es für das Problem keine Lösung geben kann. Es wäre daher am effizientesten, das Projekt aufzugeben. Diese Haltung schadet nicht nur der Bewältigung von zwar schwierigen, aber doch zu bewältigenden Problemen, sondern sie versperrt auch die Sicht auf Anpassungen und Kompromisslösungen. Aus diesen besteht aber das Leben zu 95 %.
  • Euphemismen blenden tatsächliche Probleme aus und verhindern damit ihre entschlossene Lösung. Im harmlosesten Fall wirken sie lächerlich, doch häufiger hemmen sie die Initiative, führen zu Fehlern und schlimmstenfalls zum Tod, wenn beispielsweise eine an Krebs erkrankte Person die Chemotherapie abbricht und sich stattdessen in die Hände eines Wunderheilers begibt. Diese Haltung zu medizinischen Fragen ist seit Ausbruch der Coronapandemie wieder sehr häufig anzutreffen.

Einfluss toxischer Gedanken auf die Karriere

Schon wenn ein/e Leser*in jetzt denkt: „Wie sollte ein harmloser Gedanke meine Karriere behindern?“ ist das ein toxischer Gedanke. Er führt zu einem Merkmal dieser destruktiven Denkweise, das sich mit Verharmlosung bzw. Ausblendung tatsächlich vorhandener Probleme beschreiben lässt. Toxische Gedanken sind nicht nur durch Verzweiflung, sondern auch durch das massive Auftreten von Abwehrreaktionen gekennzeichnet. Diese Eigenschaft haben sie – aufgepasst! – mit ihrem Gegenteil, den Euphemismen, gemein. Was sind Abwehrreaktionen? Die moderne Psychologie unterteilt sie in vier Grundvarianten, nachdem der Stammvater der Psychoanalyse Sigmund Freund nur die Verdrängung benannt hatte:

  • #1 Verdrängung (Wegschieben von Problemen, verbunden mit einem energetischen Aufwand, der zur Ermüdung führt)
  • #2 Verleugnung des Problems
  • #3 Rationalisierung (Suche nach intellektuellen Erklärungsmustern, die aber selten zielführend sind, solange das Problem nicht angepackt wird)
  • #4 Sublimierung (Ersatz durch andere Motive)

Abwehrreaktionen sind aber nicht der einzige Mechanismus, auf dem toxische Gedanken basieren. Wichtig ist an ihnen der destruktive Kern. Daher haben sie ihren Namen: Sie sind giftig. Schleichend bringen sie unsere Motive um. Eine berufliche Karriere aber wird ganz entscheidend durch Motive geprägt. Sie sind das Substrat und die Basis, aus der alle Anstrengungen gedeihen.

Wohin führen toxische Gedanken?

Gedanken sind zwar noch keine Taten, doch sie sind die Voraussetzung dafür. Abgesehen von Impulshandlungen basieren alle unsere Taten auf relativ komplexen Denkmustern, die als sogenannte Paradigmen bezeichnet werden. Sie sind durch die Aufnahme verschiedenster Einflüsse seit der frühen Kindheit entstanden, die wir bewerten und in Zielformulierungen überführen. Wenn das Paradigma toxisch ist, werden es die Zielformulierungen ebenfalls sein. Beispiele dafür sind:

  • „Ich könnte mich auf die Stelle als Abteilungsleiter bewerben, aber eigentlich brauche ich das nicht. Ich bin doch kein Karrierist!“ Dieser toxische Gedanke basiert auf einer wesentlichen Abwehrreaktion, der Verleugnung (#2). Die Stelle als Abteilungsleiter ist mit neuen, deutlich höheren Anforderungen verbunden, doch das möchte die betreffende Person gern ausblenden, was zu diesem toxischen Gedanken führt.
  • „Alle reden über Geld. Ich übe mich lieber in Bescheidenheit.“ Das klingt grundsätzlich nicht schlecht, doch Geld ist die Basis unseres Daseins. Wer seine Notwendigkeit ausblendet, wird alsbald viel zu wenig davon haben. Im Kern ist der Gedanke toxisch, weil er die Einsicht verdrängt (#1), dass zum Geldverdienen viel Anstrengung gehört.
  • „Ich hätte die Stelle als Abteilungsleiter haben können. Dann haben sie jemanden von außen geholt, weil sie ihrer eigenen Belegschaft nicht trauen.“ Die erforderliche Abwehrreaktion für diesen toxischen Gedanken ist #3 die Rationalisierung. Es wurde ein passendes Erklärungsmuster gefunden, um die eigene Niederlage zu begründen. In Wahrheit befördern Firmen sehr gern erfahrene eigene Mitarbeiter*innen.
  • „Ich hätte vor zehn Jahren meine Karriere mehr forcieren können. Jetzt ist es eh zu spät, außerdem genieße ich sehr die gewonnene Freizeit, die ich mit meinem Lieblingshobby ausfülle.“ Diese Person hat auf #4 Sublimierung gesetzt und das Karrieremotiv durch die Hinwendung zu einem Hobby ersetzt, die zwar ausfüllt, aber keine besondere Anstrengung erfordert. Toxisch an dem Gedanken ist der Teilsatz „jetzt ist es zu spät“, denn es ist nie zu spät. Joe Biden wurde mit 70 Jahren Vizepräsident und mit 78 Jahren Präsident der Vereinigten Staaten.

Drei Grundvarianten toxischer Gedanken

Toxische Gedanken können sich grundsätzlich

  • gegen die eigene Person,
  • gegen eine fremde Person und
  • gegen eine Situation richten.

Es ist auch eine Verknüpfung dieser Zielrichtungen möglich. Das wäre beispielsweise bei einem Fußballspieler der Fall, der sich sagt, dass er selbst heute nicht in Form war, seine Mannschaftskameraden aber auch nicht. Außerdem hat es in Strömen geregnet. Die Bewertung der eigenen Fähigkeiten und Leistungen, der von anderen Menschen und die Bewertung von Situationen können sich widersprechen oder sehr kongruent verlaufen. Es ist also möglich, dass jemand sich selbst für schwach, die anderen aber für stark hält (oder umgekehrt), ebenso dass er sich und die anderen in toxischer Weise als schwach betrachtet wie unser Fußballspieler und auch, dass jemand nur die Situation für das Missgeschick verantwortlich macht.

Wenn jemand grundsätzlich alle Bereiche negativ betrachtet, ist von einer depressiven Grundstimmung auszugehen, die möglicherweise einer medizinischen Behandlung bedarf. Diese Grundstimmung kann mit dem Mittel der #3 Rationalisierung sehr intellektuell unterfüttert sein. Der US-Biochemiker Robert M. Sapolsky beschreibt in seinem Klassiker „Warum Zebras keine Migräne kriegen“, der sich um die biochemischen Grundlagen der Depression dreht, wie ein kranker Ingenieur seiner Familie im Krankenhaus erklärt, dass es mit ihm unweigerlich bergab geht. Zur Begründung führt er die stets kleiner werdende Zahl seiner Schritte auf einem Radius rund um sein Krankenzimmer an, die er nicht gezählt, sondern anhand der Maße des Gebäudes berechnet hat. In Wahrheit hat er sich verrechnet. Er nahm häufiger neue Wege und kam mit der Rechenaufgabe durcheinander, doch eine Krankenschwester bestätigt, dass er täglich in etwa gleich lange Spaziergänge unternimmt. Der Ingenieur hat unbewusst, aber gut rationalisiert seiner depressiven Grundstimmung entsprechend falsch gerechnet. Wir kennen das aus dem Alltag: „Schon wieder eine unerwartete Rechnung! Hilfe! Mein Geld ist alle! Ich werde obdachlos!“ Das vorhandene Sparkonto blenden wir in diesem Moment aus.

Was ist gegen toxische Gedanken zu unternehmen? Maßnahmen, was man tun kann

Das Mittel gegen toxische Gedanken ist dasselbe wie dasjenige gegen Euphemismen (die auch nicht harmlos sind): Wir müssen Menschen (uns selbst eingeschlossen) und Situationen stets so objektiv wie möglich bewerten. Das ist schwierig, weil wir niemals alle Informationen haben und insbesondere unsere Selbsteinschätzung durch Wunschdenken oder Depression geprägt sein kann. Bei manisch-depressiven Patienten wechseln sich diese beiden Seiten der Medaille sogar blitzschnell ab. Eine hilfreiche Gedankenkette kann aber sein:

  • 1. Was weiß ich über mich?
  • 2. Was weiß ich über die Situation?
  • 3. Was weiß ich über die anderen Akteure?
  • 4. Was könnte bestenfalls und schlimmstenfalls passieren? (Best-case- und Worst-case-Szenario)
  • 5. Was passiert, wenn ich dies oder jenes tue? (Vorbereitung auf die Aktion)
  • 6. Wie sollte ich mich verhalten, wenn dies oder das passiert? (Vorbereitung auf die Reaktion)

Allein schon das Ingangsetzen so einer Gedankenkette wirkt relativ zuverlässig gegen toxische Gedanken und Euphemismen gleichermaßen. Diese Gedankenkette zwingt zur Reflexion und schärft damit das Urteilsvermögen. Der abschließende Gedanken muss allerdings sein: Was wirklich passiert, kann ich in Wahrheit nicht wissen. Ich werde aber versuchen, bestmöglichst damit zurechtzukommen.

Was ist Cupping? Bedeutung, Definition, Erklärung


Cupping ist eine durchblutungsfördernde Unterdruckmassage mithilfe von Schröpfköpfen aus Silikon. Cupping ist eine erweiterte Form des Schröpfens. Anstelle der herkömmlichen Schröpfköpfe aus Glas werden beim Cupping mit glockenförmigen Cups aus Silikon per Unterdruck Teilbereiche massiert und durchblutet.

Cupping: Anwendung und Methoden:

Der Silikoncup wird mit der Hand zusammengedrückt und gelöst, nachdem die Öffnung auf der ausgewählten Hautstelle aufgesetzt wurde. Es entsteht ein Unterdruck bei dem die Haut in den Schröpfcup hineingezogen wird. Cupping kann punktuell eingesetzt werden, in der Regel findet aber die Unterdruckmassage Anwendung. Die Stärke des Unterdrucks ist abhängig von der Cupgröße und davon, wie stark der Cup zusammengepresst wird. Hauptbereiche der Anwendung sind Rücken, Bauch, Arme und Beine. Im kosmetischen Bereich werden beim sogenannten Facial cupping Gesicht, Nacken und das Dekolleté behandelt. Silikoncups sind im Handel in Durchmessergrößen von 2 bis 8 m erhältlich. Je größer der Cup, umso stärker ist der Unterdruck in der Anwendung.

Für die Unterdruckmassage wird der behandelnde Hautbereich leicht eingeölt, der Silikoncup angesetzt und über die Haut gezogen. Dieses geschieht mehrmals hintereinander. Durch die vermehrte Durchblutung wird der Hautbereich gerötet und erwärmt.

Bei der punktuellen Anwendung verbleibt der Cup an der angelegten Stelle für maximal 15 Minuten oder wird beendet, sobald der Cup abfällt oder sich vorher blaue Flecke bilden. Bei der punktuellen Behandlung entstehen anschließend meist blaue Flecke, Rötungen oder Schwellungen, die nach ein paar Tagen wieder verschwinden.

Wie wirkt Cupping? Wirkung

Durch den Unterdruck wird die Haut in den Schröpfcup gezogen und gedehnt. Hierbei wird der geschröpfte Bereich stark durchblutet.
Durch die angeregte Durchblutung sollen der Lymphfluss und der Stoffwechsel angeregt werden. Die Wirkung einer Unterdruckmassage ist tiefgreifender als eine herkömmliche Massage. Muskelverspannungen werden gelockert, Faszien gleitfähig und Schmerzen gelindert. In der Traditionellen chinesischen Medizin wird davon ausgegangen, dass durch die gezielte Stimulation von Reflexpunkten eine tiefgreifende positive Einflussnahme auf die inneren Organe gegeben ist. In der Alternativmedizin gilt Cupping als ausleitendes Verfahren, das der Entgiftung der Körpersäfte dient.

Die Wirksamkeit der Anwendung ist medizinisch nicht belegt.

Cupping: Anwendungsgebiete:

In der Naturheilkunde findet Cupping Anwendung u. a. bei folgenden Krankheitsbildern und Problemen:

Muskelverspannungen im Rücken und Schulterbereich,
Migräne, Verdauungsstörungen, Wechseljahre, Antriebslosigkeit, verspannte Kiefermuskulatur, Bronchialerkrankungen und Durchblutungsstörungen.

Allgemein dient die Methode der Steigerung des Wohlgefühls und zur Unterstützung des Immunsystems.

Sportler nutzen Cupping zum Aufwärmen der Muskeln und zur Linderung bei Muskelkater.

Im kosmetischen Bereich findet cupping Anwendung zur Faltenreduzierung und gegen Cellulite.

Wann sollte Cupping nicht angewendet werden?

Während einer Schwangerschaft, Blutgerinnungsstörungen und bei Einnahme von blutverdünnenden Medikamenten ist die Anwendung kontraindiziert. Vorsicht ist geboten bei Sonnenbrand, Hautverletzungen und -irritationen und Muttermalen. Diese Bereiche sollen bei der Behandlung ausgespart werden.

Geschichte des Cupping

Die traditionelle Therapie des Schröpfens ist Jahrtausende alt und zählt zu den ältesten Therapieverfahren. Schröpfen wurde schon im Altertum in China, Griechenland und Ägypten zur Ausleitung und Massage von Akupunkturpunkten angewendet. Die Grundidee des Schröpfens blieb beim Cupping erhalten, nur die Hilfsmittel wurden vereinfacht und moderner. Durch die Silikoncups anstelle der Schröpfköpfe aus Glas haben sich die Anwendungsmöglichkeiten erweitert und ist die Therapie einer breiteren Masse zugänglich geworden. Mit den Silikoncups ist eine unkomplizierte Anwendung durch den Anwender selbst möglich geworden.

Was sind Phytonährstoffe? Wirkung, Bedeutung, Definition, Erklärung


Das Wort „phyto“ findet seinen Ursprung in der griechischen Sprache und bedeutet soviel wie Pflanze. Phytonährstoffe oder auch Phytochemikalien finden sich als natürliche chemische Bestandteile in den Bausteinen von Pflanzen. Sie schützen diese vor Bakterien und Pilzen und anderen natürlichen Bedrohungen. Das Vorhandensein der Phythonährstoffe sorgt dafür, dass die pflanzlichen Lebensmittel ihre Farbe, ihren Geschmack und ihren Geruch beim Verzehr des Produkts bereitstellen. In Lebensmitteln finden sich mehr als fünfundzwanzigtausend Phytonährstoffe. Sie zählen zu den wichtigsten sekundären Pflanzennährstoffen, das heißt sie werden nicht im Stoffwechselprozess der Pflanze, sondern in speziellen Zelltypen produziert.

In welchen Lebensmittel finden sich Phytonährstoffe und wie können sie aufgenommen werden? Erklärung

Phytonährstoffe finden sich vor allem in Obst- und Gemüseprodukten, in Hülsenfrüchten, Gewürzen, Vollkorngetreide und Nüssen, aber auch in Saatgut und Olivenfrüchten. Aufgrund der hohen Bioverfügbarkeit (d.h. die Häufigkeit, in der dieser Nahrungsbestandteil auf natürliche Weise in Lebensmitteln vorkommt) ist die Einnahme von Phytonährstoffen bei einer gesunden Ernährungsweise als unproblematisch zu betrachten. Als Faustregel für den täglichen Bedarf gilt: Je bunter die Auswahl an Obst und Gemüse für den Tag gewählt wurde, desto abwechslungsreicher sind die verschiedenen Phytonährstoffe, die der Körper mit dieser Nahrungszuvor aufnimmt. Entsprechend effektiver ist der positive gesundheitliche Effekt, der damit erzielt werden kann.

Ausgewählte Phytonährstoffe im Überblick: Über ihre Eigenschaften und Wirkung auf den menschlichen Körper

Carotinoide

Carotinoide finden sich beispielsweise in Karotten und Aprikosen – leicht zu erkennen an ihrer leuchtend orangen Färbung. Zu den wohl bekanntesten Carotinoiden zählt das Beta-Carotin, das im Stoffwechselprozess vom Körper zu Vitamin A weiter verarbeitet wird. Besonders positive Effekte hat dieses Carotin auf Haut und Haare. Außerdem schützt es vor Krebs und Infektionskrankheiten.

Flavonoide

Flavoide sind der Farblieferant der Lebensmittel. Sie färben Lebensmittel von gelb bis hin zu violett und kommen insbesondere in Kirschen, Trauben, Zwetschgen, Rotwein, grüner Tee, Sellerie, Auberginen und Kakao vor. Auch sie sind im menschlichen Körper für den Schutz vor freien Radikalen verantwortlich, senken den Blutdruck und schützen vor Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems.

Resveratol

Resveratol findet sich in der Schale von Trauben, in Maulbeeren, Äpfeln, Preiselbeeren, Zitrusfrüchten, Zwiebeln und in Erdnüssen. Dieser Bestandteil wirkt sich positiv auf die geistige Fitness aus. Auch Erkrankungen des Herzens und Krebserkrankungen sollen durch die Aufnahme von Resveratol verringert werden.

Glucosinolate

Glucosinolate finden sich vor allem in diversen Kohlsorten. Insbesondere Brokkoli, Rosenkohl, Kresse, Kohlrabi, Steckrübe, Sauerkraut, Rotkohl und Blumenkohl sind hier zu nennen. Diese Nährstoff verleiht dem Kohl seinen einzigartigen Geschmack. Die Verzehr kann viralen und bakteriellen Erkrankungen vorbeugen und das Immunsystem stärken.

Ellagsäure

Ellagsäure findet sich vor allem in Obst: Erdbeeren, Himbeeren, Walnüsse, Granatäpfel und Cranberries. Ellagsäure soll einen positiven und unterstützenden Effekt bei Diäten haben und das Wachstum der Fettzellen im Körper verlangsamen. Außerdem hilft sie der Leber bei der Neutralisation von schädlichen Chemikalien im Körper.

Isoflavone

Isoflavone finden sich in Sojabohnen, Bohnen, Kidneybohnen und Linsen. Sie senken den Cholesterinspiegel.

Saponine

Saponine sorgen ebenso wie Isoflavone für die Senkung des Cholesterinspiegels. Am häufigsten findet man sie in Nüssen, Spinat, Kartoffeln, Hafer, Spargel, Lakritz, Tomaten und Kräutern.

Warum profitiert der menschliche Körper vom Verzehr der Phytonährstoffe? – Einflüsse auf die menschliche Gesundheit

Pflanzliche Bestandteile als in der Heilmedizin zu verwenden geht auf eine lange Tradition zurück. Ein großer Anteil von Medizinprodukten greift bereits jetzt auf die positive Wirkung von Phytonährstoffen bei ihren Präparaten zurück. Krankheiten wie Diabetes, Fettleibigkeit, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Lungenerkrankungen, aber auch Krebs werden mit Medikamenten behandelt, die Bestandteile dieser Nährstoffe enthalten.

Auch wenn die Phytonährstoffe nicht als essentiell lebenswichtige Bestandteile unserer Ernährung gelten, zeigen Forschung und Wissenschaft, dass der Konsum wichtig sein kann.In diesem Zusammenhang ist auch die Wissenschaft im Zuge diverser Forschungen darauf aufmerksam geworden und hat herausgefunden, dass der Verzehr dieser Nährstoffe Vorteile für die menschliche Gesundheit birgt. Bei ausreichendem Verzehr können Krankheiten vorgebeugt und Entzündungsprozesse (insbesondere chronische Erkrankungen wie Diabetes, Arthrose, Atherosklerose) gehemmt werden. Insbesondere die Reduktion freier Radikale im Körper kann der Verzehr auslösen. Diese Reduktion kann dafür sorgen, dass Krankheiten wie Krebs, Alterserscheinungen, Schlaganfälle und Herzerkrankungen verringert oder sogar verhindert werden können.

Vor allem weil der menschliche Körper nicht in der Lage ist Phytonährstoffe eigenständig zu produzieren, ist es wichtig, darauf zu achten, den Körper hiermit zu versorgen. Studien zu dieser Thematik haben herausgefunden, dass der Konsum natürlicher Phytonährstoffe wirksamer ist, als die Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln diesbezüglich.

Was ist der Montagsblues? Was hilft dagegen? Bedeutung, Definition, Erklärung


Bei vielen Berufstätigen und Schülern gehört der Montag nicht gerade zu den Lieblingstagen der Woche. Sie quälen sich aus dem Bett, begeben sich lustlos ins Bad und haben keinerlei Motivation, in die neue Woche zu starten. Sie leiden am so genannten Montagsblues, häufig auch Montagsfrust genannt. Die typischen Merkmale dieses körperlichen und seelischen Zustandes sind Lustlosigkeit, Müdigkeit und schlechte Laune.

Was ist der Montagsblues? Bedeutung, Definition, Erklärung

Der Montag ist ein besonderer Tag in der Woche, denn nach dem entspannten Wochenende beginnt nun der Arbeitsalltag. Das bedeutet für die meisten von uns, dass die Uhren an diesem Tag scheinbar anders ticken. An keinem anderen Tag der Woche gibt es so viele Krankmeldungen wie am Montag. Untersuchungen zufolge enthalten sogar E-Mails montags mehr Grammatik- und Rechtschreibfehler als Mails an anderen Tagen. Das ist keineswegs nur Einbildung, sondern hat tatsächlich organische Ursachen. Aber auch die Psyche spielt beim Montagsblues eine wichtige Rolle. Wer seine negative Einstellung zum Montag verändert, kann die Symptome deutlich abmildern.

Montags-Blues: Auslöser des Tiefs ist eigentlich der Sonntag

Untersuchungen der Universität Göteborg zufolge ist gar nicht der Montag der Tag mit der schlechtesten Stimmung, sondern der Sonntag. Denn mit der Aussicht auf die bald beginnende stressige Arbeitswoche verschlechtert sich bei den meisten Menschen die Laune. Auch die Universität Hamburg hat eine ähnliche Studie durchgeführt. Daraus resultiert, dass von der schlechten Sonntagslaune bevorzugt Akademiker und verheiratete Paare betroffen sind. Die Angst vor dem Stress der kommenden Woche ist die häufigste Ursache für das Stimmungstief.

Welche biologischen Vorgänge stecken dahinter?

Warum wir am Montag so schwer in die Gänge kommen, hängt mit unserem Immunsystem zusammen. Bei vielen Menschen, die die ganze Woche über vollen Einsatz bringen, beginnt das Immunsystem am Freitag deutlich zu schwächeln. Denn das Cortisol, das ausgeschüttet wird, wenn wir Leistung erbringen müssen und unter Druck stehen, bleibt etwa fünf Tage auf einem gleich hohen Level, sorgt aber auch dafür, dass der Körper am Ende dieser Zeitspanne ausgelaugt ist. Infolgedessen bricht das Immunsystem am ersten oder zweiten freien Tag der Woche zusammen. Durch diesen Mechanismus lässt sich auch erklären, dass die häufigsten Fehler am Arbeitsplatz montags passieren. Außerdem gerät bei Menschen, die am Wochenende intensiv Freizeitaktivitäten verfolgen, also beispielsweise sehr lange ausgehen, die biologische Uhr durcheinander. Infolge des gestörten Schlaf-Wach-Rhythmus kommen sie am Sonntag kaum zur Ruhe und erleben am Wochenende so gut wie keinen Erholungseffekt.

Was hilft gegen den Montagsblues? Tipps

Wie sehr uns dieser Mechanismus belastet, hängt sehr stark mit der eigenen Einstellung zusammen. Wer schon morgens damit rechnet, dass der Tag ein richtig mieser wird, wird ihn auch so erleben. Es ist eine sich selbst erfüllende Prophezeiung. Ein paar Tricks helfen aber dabei, entspannt in die Woche zu starten:

  • Zu spätes Aufstehen sorgt nur für Stress und lässt den Cortisolspiegel ansteigen. Ziehen Sie das Aufstehen als nicht bis zur letzten Minute hinaus.
  • Bringen Sie Ihren Kreislauf durch Wechselduschen in Schwung. Das macht  jeden Morgenmuffel munter.
  • Ein kleiner Spaziergang vor Arbeitsbeginn hat einen ähnlich positiven Effekt, denn er versorgt den Körper mit Sauerstoff.
  • Sorgen Sie für ausreichend Zeit beim Frühstück und hören Sie dabei Ihre Lieblingsmusik. Frühstücken Sie gesund und vitaminreich. Genießen Sie das Essen und schlingen Sie es nicht herunter.
  • Ob ein Treffen mit Freunden nach Feierabend oder ein spannendes Projekt im Job, planen Sie im Verlauf des Tages kleine Highlights ein und schaffen Sie damit Vorfreude.
  • Sorgen Sie für gutes Licht und genügend Pausen. Ein Spaziergang in der Mittagspause hilft, den Vitamin-D-Spiegel wieder anzuheben. Häufig ist Vitamin D-Mangel der Grund für schlechte Laune. Der Körper kann das Vitamin nicht selbst herstellen, wir brauchen dafür zwingend Sonnenlicht.
Was bedeutet Twindemie? Bedeutung, Definition, Erklärung


Als Twindemie wird das gleichzeitige pandemiehafte Auftreten vom Coronavirus (Covid-19) und der Grippe bezeichnet.

Das Wort Twindemie setzt sich aus dem englischen Wort für „Zwilling“- „Twin“ und dem deutschen Wort „Pandemie“ zusammen. Es wird in Verbindung mit verschiedenen Krankheiten benutzt, die sich verbreiten.

Das Wort Pandemie steht für einen ernst zu nehmenden Verlauf einer Krankheit und einer weltweiten Gesundheitsgefahr. Im Zusammenhang mit dem wohlbekannten Virus der letzten 2 Jahre, Covid-19 und der Grippe tauchte dieser neue Begriff auf.

Was bedeutet Twindemie? Bedeutung, Definition, Erklärung

Dass die Influenzaviren und der Coronavirus gefährlich sind, wissen wir alle nicht erst seit gestern. Der Herbst und die damit bevorstehende Erklärungszeit rücken näher und es steht die Frage im Raum, ob man sich mit beiden Krankheiten gleichzeitig infizieren kann. Dann käme der Begriff Twindemie ins Spiel. Ob man sich mit beiden Krankheiten infiziert hat, kann anhand eines Bluttests nachgewiesen werden. Die entsprechenden Werte sind dann beide vorhanden und auffällig hoch. Lässt man sich konsequent die Auffrischungsimpfung gegen den Coronavirus verabreichen, besteht dennoch die Gefahr, sich auch die Grippe (Influenza) einzufangen. Eine Impfung schützt nicht komplett gegen eine solche Erkrankung, sorgt aber wohl für mildere Verläufe im gesamten Krankheitsverlauf.

Twindemie: Coronavirus und Grippe

Im Zusammenhang mit dieser Thematik sprechen Experten von einer möglichen Twindemie, die in den dunklen Jahreszeiten droht. Das bedeutet nichts anderes als eine Kollision zwischen dem Coronavirus und der Grippe. Dass sich die beiden Krankheiten überschneiden könnten, halten Experten für möglich. Das könnte schwere Verläufe der Erkrankten bedeuten und erneut Ausnahmezustände in Krankenhäusern erzeugen. Da die Erkrankten ein bereits schwaches Immunsystem haben, wäre der Ausbruch eines zweiten Virus extrem gefährlich. Eine Twindemie wäre ein katastrophaler Zustand, heißt es bei Experten, die sich seit einiger Zeit darauf vorbereiten und die Bevölkerung warnen bzw. informieren.

Da beide Virenformen besonders in der Herbst-Winter-Saison zirkulieren, warnen Experten vor einer solchen Twindemie. Die sinkenden Temperaturen bieten damit die besten Voraussetzungen für die Existenz der bedrohlichen Viren. Man sollte also noch mehr als vorher auf sich und seine Mitmenschen achten. Eine solche Koinfektion ist bisher selten und nur 2 bestätigte Fälle sind bisher bekannt. Dies gibt jedoch keine Auskunft über das Risiko, sich mit beiden Virusvarianten gleichzeitig zu infizieren. Da diese Krankheiten von Mensch zu Mensch übertragbar sind, spricht man hier von einer Twindemie. Es würde sich dann ähnlich einer Pandemie weitläufiger ausbreiten und nicht nur regional ausbrechen. Die Ausmaße, die das annehmen kann, sind von dem Coronavirus bekannt. Dies würde massive Einschnitte im Leben aller Menschen bedeuten. Eine zusätzliche Belastung für das Gesundheitssystem darstellen und für viele Sterbefälle stehen.

Twindemie: Was kann man vorbeugend tun?

Da beide Krankheiten ansteckende Atemwegserkrankungen hervorrufen, kann es ganz schnell lebensbedrohlich werden. Um sich vor einer möglichen Twindemie zu schützen, raten Experten dazu, sich gegen beide Krankheiten impfen zu lassen. Das könnte für mildere Krankheitsverläufe sorgen und der Erkrankte könnte sich Zuhause erholen, ohne dass es besonderer Überwachung bedarf. Natürlich sind alle weiteren bekannten Maßnahmen zur Vorsorge weiterhin wichtig, um das Immunsystem zu stärken und Abwehrkräfte zu bilden. Gesunde Ernährung, hohe Vitaminzufuhr und viel Bewegung an frischer Luft sind dabei die häufigsten genannten Beispiele. Des Weiteren gelten die allgemein bekannten Hygienemaßnahmen, die immer unabhängig einer Twindemie vorbeugend einzuhalten sind, um sich und andere bestens zu schützen. Aber auch für psychische Stabilität kann jeder selbst für sich sorgen, um mit einem möglichen Auftreten einer Twindemie umgehen zu können. Dabei helfen Entspannungsbäder, Meditationen oder Therapiegruppen, um aktiv in den Austausch mit anderen Menschen zu kommen. Das baut Stress ab und sorgt für ruhige Nächte, die sich ebenfalls positiv auf das Immunsystem auswirken können. Eine Twindemie bedeutet nämlich nicht nur Einschnitte in das Leben eines Einzelnen, sondern in das Leben aller.

Was ist toxische Positivität (toxic Positivity)? Bedeutung, Definition, Erklärung


Negative Gedanken verursachen Stress, Melancholie und infolgedessen Unglücklichsein. Im Umkehrschluss muss das bedeuten, dass ein erstklassiger Geist und positive Gedanken die Lösung für so ziemlich alle unsere Probleme ist, oder?

Dem ist leider nicht so, da es so viele Ansätze gibt, die angeblich die Vereinigten Staaten zu einem glücklicheren und besseren Leben bringen sollen, dass wir als kritische Erfüller dazu neigen, kurzzeitig zu leiden. Wenn Positivismus und Optimismus nicht mehr hinterfragt werden, entpuppen sie sich als toxisch.

Daher wird in diesem Beitrag analysiert, wie sich toxische Positivität definiert, wie sich diese zu erkennen gibt und wie es möglich ist, damit umzugehen.

Was ist toxische Positivität (toxic Positivity)? Bedeutung, Definition, Erklärung

Die Zeit der toxischen Positivität ist in der englischsprachigen Welt bereits weiter verbreitet als in Deutschland. Wie so oft sind auch hier die Grenzen zwischen den verschiedenen Prinzipien fließend: Positive Neugier und Positivität sind nicht genau das Gleiche.

Wir neigen dazu, erstklassige Qualität zu assoziierter Zeit zu vermuten. In jeder Situation sind wir bereit, neu zu überprüfen, wie positiv wir auch sein wollen. Der Positivismus beschreibt eine primäre Denkweise in Richtung Lebensstil, in der Dinge nicht beschönigt, sondern in einer ehrfurchtgebietenden Art und Weise verstanden werden, während wir unsicher sind – „Es mag nicht alles gut sein, aber ich erblicke die positiven Dinge dieser (und auch jeder anderen) Situation“.

Es existieren auch noch einige weitere Definitionen, aber selbst diese kleine Unterscheidung reicht für das Konzept nicht aus. Denn der Grund, warum wir über toxischen Positivismus sprechen sollten, ist genau das: Es geht um Oberflächlichkeit. Denn das ist oft genau das, was in Legionen von Regionen der Optimismusbewegung, der Positivitätsentwicklung oder der Selbstoptimierung sehr üblich ist. Und so wird es toxisch.

Wie kann Positivität toxisch werden? Unterscheidung von guter Positivität

Das Konzept hinter einer zusätzlichen positiven Technik für den Lebensstil ist ziemlich einfach: Nur wenn man sich auf das Beste besinnt, führt man einen besseren Lebensstil.

Dagegen ist wenig einzuwenden, denn die technologischen Möglichkeiten bestätigen es: Eine konstruktive Einstellung zur Welt und ihren Problemen fördert die geistige und körperliche Gesundheit.

Daran sollte derzeit überhaupt nicht gezweifelt werden, ebenso wenig wie an all den Älteren, die sich seit langem mit dieser Materie auseinandersetzen oder gar aktiv die dahinter stehende Botschaft verbreiten.

Aber ein Übermaß an einer ehrfurchtgebietenden Facette kann diese Facette auch an vielen Stellen furchtbar machen. Ein kleines Stück Schokolade bringt einen erstklassigen Einfluss auf unsere Gesundheit und unser Temperament mit sich. Eine Tafel tut das nicht.

Mit toxischer Positivität kann eine Idee für eine fortgesetzte Lebensweise zur besten richtigen Lebensweise werden. Die Scheuklappen fallen ab, wir neigen dazu, zu erkennen, was ideal und richtig ist.

Einem Konzept unhinterfragt zu folgen, während es ständig gepredigt wird, bedeutet noch lange nicht, dass es hervorragend ist. Ganz und gar nicht. Die guten Denker der vorherrschenden Zeit besaßen die Fähigkeit, ihre furchtbaren eigenen Sichtweisen zu reflektieren. Die guten Nicht-Denker unserer Zeit werden das nicht tun, oder hat Donald Trump jemals gesagt: „Ich habe mich geirrt und einen Fehler gemacht“?

Wenn der Positivismus erst einmal zu jedem Sachverhalt erzwungen wird und keinen Widerspruch zulässt, wird er toxisch. Kurz gesagt, er wird sein eigener schlimmster Konkurrent. Denn wenn wir dazu neigen, ungesunde Aktivitäten und Gedanken vollständig zu verbannen, wie können wir dann die effektivsten erfassen?

Warum ist der toxische Positivismus so gefährlich? (Toxic Positivity)

Machen Sie sich keinen Kopf, es wird früher oder später noch konkreter werden. Es gibt ziemlich viele Auswüchse des toxischen Positivismus, die gerade erst häufig aufgedeckt werden. Das liegt daran, dass Gurus, Lebensberater und Coaches nicht gerade seltener werden und Positivität in tausend verschiedenen Formen im Wesentlichen immer wieder ihre zentrale These ist. Hier sind einige Beispiele:

Stell dich nicht in Frage, du bist schon mega beeindruckend
Sei konstruktiv, nichts, was dir widerfährt, muss sich negativ auf dich auswirken
Alle deine Probleme werden auch durch eine Änderung deiner Einstellung gelöst

Wir neigen dazu, einer Person, die regelmäßig schwarz malt, zu sagen, dass ihre Sichtweise zu monoton ist, nicht wahr? Daher ist das entgegengesetzte Extrem – die Verbarrikadierung aller Gefahren – eine ebenso schwierige Sache.

Verleugnung

Menschen, die sich ganz und gar der (toxischen) Positivität verschrieben haben, fangen schließlich an, schlechte Geschichten zu leugnen, und zwar sowohl bei einem selbst so wie auch bei anderen. Sie verbieten es sich ebenso, traurig Verluste von Familienmitglieder zu sein oder dass sie eine Tätigkeit, für die sie wirklich qualifiziert sind, nicht bekommen haben.

Negative Gefühle zu empfinden, ist jedoch wichtig. Die eine Seite sagt: Erlaube die Gefühle und ordne sie. Auf der anderen Seite wird gesagt: Alles ist eine Gelegenheit, es ist jetzt nicht mehr so schrecklich, denn wer sich schrecklich fühlt, ist dafür verantwortlich. Es ist genau die Schuld, die jemanden, der bereits niedergeschlagen ist, ebenso quälen kann.

Um überhaupt in der Lage zu sein, so zu denken, müssten diverse Erlebnisse und unser ganzes Leben immens erleichtert werden, denn sollten wir dazu neigen, Komplexität zuzulassen, ist es nicht möglich, dass wir in Schwarz und Weiß denken.

Ständiges Lachen, Lächeln oder positives Hinterfragen lässt nur die einfachste Seite eines Problems gelten. Auch wenn Schmerz, Gefühle und Aufschwung vielen Grautönen existieren.

Verlieren

Diejenigen, die sich weigern, sich einfach damit abzufinden, dass schreckliche Dinge passieren, verlieren sich selbst. Sie denken, dass alles so weit verändert ist, dass es nur noch auf eine einzige Weise sichtbar ist. Auf finanzieller Ebene könnte es sein, dass ein strenger und funktionierender Charakter viele Vorteile mit sich bringt. Auf persönlicher ebene erkennen jedoch alle Leute an, dass ein Individuum harte Kanten hat.

Aber was ist das für ein Mann oder eine Frau, wenn alles regelmäßig gut böeibt? Was uns formt, sind unsere Geschichten und unsere Reaktionen auf sie. Mit einer toxischen Denkweise verliert das Ganze jedoch seinen Wert und es kann uns infolgedessen nicht glücklich machen.

Wenn wir dazu neigen, alles nur positiv zu sehen, kann doch das Ganze nur gut sein, oder? Nein, ist es nicht. Sollte es der Fall sein, dass wir uns jetzt nicht mehr erlauben, Schmerz zu erfahren, wer sind wir dann? Zeigen Sie mir eine prägende Figur in der Geschichte (oder vielleicht in Ihrem eigenen Leben), die nicht durch ihre negativen Lebensumstände geformt wurde.

Wir sind blind, taub und auf eine äußerst positive Art und Weise stumm, während wir dazu neigen, Schmerzen, Versagen und Ungerechtigkeit nicht wahrzunehmen. Was soll ein Kumpel noch erwähnen, wenn auf jedes Problem zur Antwort kommt: Du solltest einfach positiv denken, da es nun so schlimm auch wieder nicht ist, denke doch nicht mehr darüber nach.

Wie werden wir es beurteilen, wenn eine Person Corona als unwichtig oder unbedeutend abstempelt, nur weil sie oder er den Blick davon abwendet, wie viele ihrer Verwandten und Bekannten dadurch in Schwierigkeiten geraten sind?

Wie vermeidet man, dass Positivität toxisch wird?

Der wahre Positivismus geht davon aus, dass sich aus jedem Aspekt – ob gut, schlecht oder neutral – ein geeigneter Faktor ergibt. Er propagiert eine vorwärtsgerichtete Technik zur Lebensführung, die das Kämpfen als einen Teil der Lebensführung sieht, aber gerade nicht als deren Sinn.

Ein angenehmer Ausblick auf den Lebensstil ist wahr und wichtig. Die Wissenschaft analysiert seit langem – und wird dies auch in Zukunft tun – wie die Art und Weise, wie wir denken und uns verhalten, unser Glück und damit unseren Körper beeinflusst.

Aber sobald es aber um Geld geht, können die Dinge auch tragisch werden. Individuen, die nach Gleichgewicht oder Halt suchen, geraten in ein Netzwerk, das Genesung und Glück garantiert, während es zur gleichen Zeit das Recht auf Schmerz verbietet.

Es ist nicht immer das Geld, das den falschen Optimismus auslöst. Typischerweise denken die Vertreter dieser Art von Neugier, dass sie anderen helfen werden. Das ist aber nicht in Ordnung. Deshalb möchten wir in etwa Optimismus und Qualität annehmen, auch wenn es auf den ersten Hingucker so leicht erscheint: Man muss die Dinge hochhalten und dann ist alles gut.

Wenn eine Person Ihnen sagt, dass Ihr Schmerz oder Ihre schlechten Gefühle wertlos oder ungerechtfertigt sind, drehen Sie sich um und gehen Sie. Er oder sie werden und können in keiner Weise in der Lage sein, Sie ernst zu nehmen oder Ihnen zu helfen.

Was ist emotionale Erschöpfung? Bedeutung, Definition, Erklärung


Emotionale Erschöpfung ist ein Gefühl der „Ausgebranntheit“ und Leere. Sie kann ein Warnzeichen für eine mögliche Depression oder einen Burnout sein. Es ist sehr wichtig sie ernst zu nehmen und sich bei keiner Besserung der Beschwerden professionelle Hilfe zu holen.

Was sind die Symptome von emotionaler Erschöpfung?

Zu den Symptomen einer emotionalen Erschöpfung zählen ein Übermaß von negativen Gedanken, die irgendwann wirklich müde machen, sowie ein Gefühl der inneren Leere, Angstgefühle, Antriebslosigkeit und eine dauerhafte Niedergeschlagenheit. Zusätzlich können mit der Zeit körperliche Symptome und Schmerzen entstehen, die durch keine anderen Krankheiten erklärt werden können. Das sind z.B. Kopf- und Rückenschmerzen, allgemeine Gliederschmerzen, Verspannungen im Körper, Magen-Darm-Beschwerden und die stärkere Anfälligkeit zu Infekten. Vor allem die Müdigkeit zieht sich durch den gesamten Alltag und jeden einzelnen Tag. Morgens ist es für die Betroffenen bereits schwer aufzustehen und abends und nachts können sie aufgrund von Schlafproblemen oft nicht mehr durchschlafen oder die Schlafqualität ist gemindert.

Die negative Gedankenspirale rückt immer mehr in den Fokus und führt zum sogenannten „Kopf zerbrechen“. Dadurch verlieren sie den Sinn in den Tätigkeiten und selbst Aktivitäten oder Treffen mit Freunden und Familienangehörigen wirken nicht mehr aufmunternd. So entsteht ein neuer Teufelskreis. Die Vernachlässigung der sozialen Kontakte verstärkt die Einsamkeit, und diese fördert das alleinige Grübeln. Auch die Arbeit verliert immer mehr an Wert und wird als Belastung wahrgenommen. Man kann selbst bei Dingen oder Hobbies, die einen früher entspannt haben, nicht mehr richtig „abschalten“. Der Dauerstress überfordert den Körper und das Gehirn.

Das Verhalten gegenüber anderen Menschen, die früher freundlich behandelt wurden, verändert sich meistens. Die Betroffenen kümmern sich weniger um die Gefühle ihrer Mitmenschen und setzten selber weniger Gefühle in ihrer Gestik und Mimik ein. Sie verstehen ihr Verhalten nicht mehr und fühlen sich immer wertloser.
Wird dieser psychische Stress nicht erkannt, kann er einen „erdrücken“ und zu einer Depression führen. Oft verläuft die Grenze zwischen einer emotionalen Erschöpfung, einem Burnout und einer Depression sehr nah.

Der Unterschied zu einer klassischen Depression ist der, dass depressive Menschen eine noch größere Hoffnungslosigkeit empfinden, das Selbstwertgefühl noch mehr leidet und die Traurigkeit und Sinnlosigkeit des Lebens immer mehr in den Vordergrund gerät. Bei emotionaler Erschöpfung hingegen ist es eine Überforderung im Alltag und es bestehen eher selten Suizidgedanken oder der Drang sich zu verletzten.

Wie entsteht eine emotionale Erschöpfung? Gibt es Menschen die sie eher trifft?

Emotionale Erschöpfung entsteht bei einer übermäßigen Überforderung und zu viel Stress. Dabei wird zwischen positiven und negativem Stress unterschieden. Positiver Stress hilft den Menschen Herausforderungen zu meistern und über sich hinaus zu wachsen. Während negativer Stress zu einem ständigem Anspannungsgefühl führt. Vor allem, wenn der Ausgleich zwischen Anforderungen an den Menschen und eigenen Bedürfnissen aus dem Gleichgewicht gerät. Das muss kein nach außen hin deutlicher Stress sein. Es kann auch eine persönliche Anforderung an sich selbst sein oder ein wichtiges Bedürfnis, das sich nicht erfüllen lässt. Sie fühlen sich, als würden sie zu viel geben, aber bekommen dafür nicht das Gewünschte zurück. Dies kann auch der Fall sein, jedoch müssen die Betroffenen nicht immer etwas dafür können. Sie fühlen sich, als hätten sie die Kontrolle über ihre Entscheidungen und ihr Leben verloren. Auch Langeweile und lähmende Routinen, eine sogenannte Unterforderung, können diese Erschöpfung begünstigen. Menschen, die nicht mit Kritik umgehen können und schnell frustriert und enttäuscht sind, wird es eher treffen. Das alles führt zu quälenden Gedanken und schürt Zukunftsängste.

Oft entsteht eine emotionale Erschöpfung am Arbeitsplatz, entweder mit zu vielen Aufgaben in zu weniger Zeit, Konflikten mit Kollegen und Vorgesetzten, Angst vor einer Arbeitslosigkeit, anderen neuen Arbeitsaufgaben oder einer zu großen Verantwortung, der man nicht mehr standhalten kann.

Wie behandelt man die emotionale Erschöpfung? Maßnahmen, Tipps

Es ist schwierig den Kreis der Niedergeschlagenheit und Wertlosigkeit wieder zu durchbrechen. Die Denk- und Verhaltensmuster haben sich mit der Zeit im Gehirn eingespeichert und lassen sich nur mit Mühe durchbrechen. Gerade das Erkennen der Probleme und des immer belastenden Alltags sind der erste Schritt in die Besserung. Erst, wenn man seine eigenen Schmerzen und Hindernisse im Leben erkennt, kann einem auch effektiv und professionell geholfen werden.

Sport ist eine gute Medizin gegen die Traurigkeit und Hilflosigkeit. Bewegung des Körpers setzt automatisch das Glückshormon Dopamin frei. Egal, wie traurig der Betroffene im Moment ist, er wird durch die Ausschüttung des Hormon aufgeheitert und kurzfristig entspannter. Nicht nur dazu kann der Sport beitragen, sondern auch zur Stärkung des Selbstbewusstseins. Man fühlt sich wieder, als wäre man etwas wert und als hätte man etwas getan.

Es ist besser sich kleinere Ziele zu setzen, als sofort den früheren „Normalzustand“ erreichen zu wollen. Der Betroffene muss sich immer vor Augen führen, dass man sich als Mensch ändern kann und nichts für ein negativ gelerntes Verhaltensmuster kann. Die Unterstützung von wichtigen Personen aus dem Umfeld ist die größte Stütze. Wenn diese sich verständnisvoll zeigen und dem Betroffenem das Gefühl geben ihn zu verstehen, wird er sich besser fühlen und ihnen seine Probleme und Bedenken anvertrauen. Brechen diese Menschen weg, wird es immer mühevoller aus der Abwärtsspirale herauszukommen. Unverständliche Bemerkungen, wie z.B.: „Schau nach vorne!“ „Reiß Dich zusammen!“ oder „Morgen wird alles besser!“, tun die Betroffene eher verletzen oder sie noch mehr an sich zweifeln lassen, als ihnen weiterzuhelfen.

Es ist sinnvoll, zu überlegen, ob eine Kur oder eine Therapie mit längerer Auszeit der richtige Weg zur Heilung von emotionaler Erschöpfung ist. Der Abstand zur Arbeit und dem Zuhause kann viel bewirken. Bei einer begleitenden Therapie, können neue Erkenntnisse zu den Symptomen der Erschöpfung und Erholungsstrategien gelernt werden.

Ein Arzt oder Psychotherapeut kann bei stärkeren Beschwerden ein leichtes oder mittelschweres Antidepressiva verschreiben. Bei leichteren Anzeichen reicht meist ein pflanzlicher Stimmungsaufheller, wie Johanniskraut. Diesen kann man rezeptfrei in der Apotheke, in einem Drogeriemarkt oder online erhalten. Der beste Weg hierzu ist eine Beratung.

Was ist ein Dad Bod? Bedeutung, Definition, Erklärung


Der Begriff Dad Bod ist ein englischer Neologismus und gleichzeitig die Kurzform für „Dad Body“. Er meint den Trend eines neuen Schönheitsideal, bei dem der Mann von heute seinen Schwerpunkt nicht mehr auf den durchtrainierten Sixpack, sondern stattdessen auf ein kleines Wohlfühlbäuchlein legt. Für Männer mit einem Dad Bod steht der Genuss, die Zeit mit der Familie und den Freunden im Mittelpunkt des Lebens. Sie ziehen dies dem sportlichen Drill und ständigen Fitnessstudiobesuchen vor.

Wer hat einen Dad Bod und wie sieht ein Dad Bod aus? Bedeutung, Definition, Erklärung

Ein Mann mit einem Dad Bod muss nicht unbedingt Vater sein. Er ist auch nicht zwangsläufig übergewichtig oder dick, sondern hat einfach nur ein wenig mehr auf seinen Rippen. Ein sportliches Aussehen ist trotzdem möglich. Der Körperbau lässt sich zumeist durch undefinierte Muskeln beschreiben, die sich unter einer kleineren Speckschicht verstecken. Hinzu kommt die gelassene Einstellung zu gerade in die Mode geratenen Schönheitsidealen, die für Aspekte des Wohlbefindens in den Hintergrund rücken.

Das Gegenteil des „Dad Bod“ ist der „Fit Bod“. „Fit Bod“ steht für „Fit Body“ und meint einen durchtrainierten Körper mit definierten Muskeln und wenig Körperfett.

Dad Bod – Neuer Trend oder ungesunde Lebensweise?

In Zeiten einer Gesellschaft, in der die Positivität des eigenen Körpers mehr und mehr eine wichtige Rolle einnimmt, in der der Mensch sich bedingt durch in Social Media gezeigte Ideale zunehmend von perfekt geformten Körpern, die überall präsent sind, abgrenzen muss, ist dieser Trend sicherlich eine gesunde Veränderung gesellschaftlicher Denkweisen und Verhaltensmustern. Den eigenen Körper als perfekt hinzunehmen, fällt bei der Masse an medialen Einflüssen, die dazu veranlassen sich ständig und überall mit Menschen zu vergleichen, die scheinbar über einen absolut vollkommenen Körper verfügen, nicht leicht. Daher ist der Trend aus dieser Sicht sicherlich wichtig für ein gesellschaftliches Umdenken. Ob der Dad Bod an sich nun eine gesunde oder ungesunde Form einer Lebensführung darstellt, kann nur anhand der Berechnung des Körperfettanteils und des Body Mass Index (BMI) ermittelt werden. Hiernach kann dann beurteilt werden, ob es sich im konkreten Fall um Übergewicht oder um ein gesundes Maß an Bauchspeck handelt.

Positive Auswirkungen des Dad Bods auf die Männerwelt

Auch Männer stehen in den heutigen Zeiten vor manchmal unerreichbaren Erwartungshaltungen hinsichtlich ihrer körperlichen Fitness und Erscheinungsform. Die Medien vermitteln Ideale, die in der Realität in ihrer Umsetzung zeitintensiv sind und ein hohes Maß an Selbstdisziplin und Verzicht (insbesondere auf Genussmittel jeder Art) verlangen. Mit dem Trend des Dad Bods erhalten Männer erreichbare Fitnessziele. Der Körper muss nicht mehr stählern und durchtrainiert sein, sondern kann auch weicher geformt sein und gilt auch in dieser Erscheinung als Attraktivitätsideal. Vielen Männern nimmt das den Druck um ihr eigenes Selbstbild und gibt ihnen einen entspannteren Lebensstil.

Dad Bod vs. Mom Bod – Warum für Männer andere Ideale gelten als für Frauen? Erklärung

Während Männer hinsichtlich ihrer körperlichen Ideale zunehmend weniger Druck wahrnehmen müssen, erfährt die weibliche Bevölkerung eher das Gegenteil: Noch immer werden junge Frauen (vor allem wenn sie in den sozialen Medien unterwegs sind) für ihre körperliche Erscheinung mit dem sogenannten „Body Shaming“ unter Druck gesetzt und sind fiesen Cyber Mobbing Attacken ausgesetzt, weil sie nicht den allgemein gültigen Idealen des perfekt geformten weiblichen Körpers entsprechen. Die körperliche Akzeptanz in seiner unperfekten Schönheit der jeweiligen Lebenssituation scheint noch immer nur für Männer zu gelten.

Was ist ein „People Pleaser“? Bedeutung, Definition, Erklärung


Unter einem „People Pleaser“ versteht man eine Person, die es allen anderen Menschen Recht machen möchte. Dabei geht das Verhalten über einfache Nettigkeit hinaus . Nicht selten vergisst der „People Pleaser“ dabei seine eigenen Bedürfnisse. In der Psychologie ist das Phänomen als „Soziotropie“ bekannnt. Es beschreibt die Charaktereigenschaft, auch fremden Menschen mit überbürdender Freundlichkeit entgegenzutreten. Als Gegensatz zum Begriff der persönlichen Autonomie steht soziotropisches Verhalten für Abhängigkeit. Denn: Ein „People Pleaser“ handelt stets so, dass er von seinem sozialen Umfeld positive Bestätigung erwarten kann. Dies schränkt freies Handeln ein.

Was ist ein „People Pleaser“? Bedeutung, Definition, Erklärung

In der klinischen Psychologie wird soziotropisches Verhalten durch einen speziellen Test die sogenannte „Sociotropy-Autonomy Scale (SAS)“ bestätigt. Dabei zeigen sich im Alltag typisch Verhaltensweisen, an denen jeder einen „People Pleaser“ erkennen kann.

People Pleaser: Es ist schwer, „Nein“ zu sagen

Ganz egal worum es geht – „People Pleaser“ haben verlernt, „Nein“ zu sagen. Dabei ist es egal, ob man selber überhaupt nicht die Ressourcen hat, um zu helfen. Anstatt Freunden oder der Familie abzusagen, vergisst ein „People Pleaser“ seine eigenen Vorstellungen von Lebensgestaltung. Dies kann gravierende Auswirkungen haben, denn wer immer zustimmt, wird leichter ausgenutzt. Dies mag bei kleinen Gefälligkeiten noch relativ unproblematisch sein. Spätestens wenn flüchtige Bekannte sich ständig Geld leihen und es nicht zurückzahlen, wird es kritisch.

Wer nicht „Nein“ sagen kann, hat es auch in Konflikten schwer. Oft sind es „People Pleaser“ die klein beigeben und nicht auf ihrem Standpunkt beharren. Schlimmer noch: Es wird der Standpunkt der Gegenseite unkritisch übernommen. Gerade im Arbeitsumfeld ist ein solches Verhalten problematisch, wenn kritische Denken und Teamwork gefragt ist.

People Pleaser: Probleme anderer werden übernommen

Im Alltag kommt es oft vor, dass uns kleinere Fehler unterlaufen. In der Regel lassen sich diese durch eine einfache Entschuldigung beseitigen. „People Pleaser“ entschuldigen sich aber auch für Fehler, die anderen unterlaufen sind. Dabei wird nicht reflektiert, dass wir nicht für allle Probleme in der Welt verantwortlich sind. „Ja-Sager“ tendieren jedoch dazu, die Verantwortung für alle Schwierigkeiten auf sich zu nehmen. Nicht selten führt dies dazu, dass sich im sozialen Umfeld eine Erwartungshaltung einstellt. Der „People Pleaser“ wird zum Sündenbock gemacht. Dadurch verliert er dass, was er eigentlich sucht – Respekt.

People Pleaser: Es besteht ein übersteigertes Harmoniebedürfnis

Harmonie in zwischenmenschlichen Beziehungen ist ein wertvolles gut. „People Pleaser“ versuchen mit ihrem Verhalten jeden Ärger zu vermeiden. Dahinter steckt eine Unfähigkeit, die Wut anderer oder deren Kritik zu ertragen. Wut ist an sich bloß ein Gefühl. Wenn sie entsteht, dann gibt es dafür natürlich einen Grund. „People Pleaser“ sehen sich aber stets als Auslöser von Unzufriedenheit und erwarten, dass sich diese in Missgunst widerspiegelt. In der Folge laufen „People Pleaser“ „wie auf Eierschalen“; sind äußerst konfliktscheu.

Wie wird man zum „People Pleaser“? Erklärung

Hinter der Charaktereigenschaft steht die Unfähigkeit, persönliche Grenzen zu ziehen und diese gegenüber anderen zu verteidigen. Hierfür kann es verschiedenen Gründe geben, die oft in Kombination auftreten.

Eine mögliche Ursache wird in erlebten Traumata gesucht, die womöglich bereits in frühster Jugend entstanden sind. So beschreibt das „Stockholm Syndrom“ eine emotionale Reaktion auf Geiselhaft oder andere Arten von kontinuierlichem Missbrauch. Als Überlebensstrategie entwickelt das Opfer Sympathien für den Täter. Aber auch wer lang anhaltenden Missbrauchssituationen erlebt hat, mag in dieser Zeit spezielle Überlebensstrategien entwickelt haben. Anstatt gegen den Täter anzukämpfen, lernt man sich ihm zu fügen und seine Wünsche vorauszusehen. Dadurch erhofft man sich, ein wenig mehr Sicherheit zu erlangen.

Auch ein zu geringes Selbstwertgefühl kann dazu führen, zum „People Pleaser“ zu werden. Wer nicht glaubt zu genügen, der versucht ständig seinen Wert der Welt zu demonstrieren. Auch hier können erlernte Verhaltensweisen aus der Kindheit als Grund angenommen werden. So neigen Kinder von narzisstischen Eltern dazu, Aufmerksamkeit und Bestätigung durch Anbiederung zu erlangen. Der Grund hierfür liegt in der Pathologie des Narzissmus selber. Wer sich selbst als Mittelpunkt der Welt betrachtet, der sieht in der Aufopferung anderer eine Selbstverständlichkeit. Es kann jedoch auch vorkommen, dass Kindern die elterliche Liebe prinzipiell vorenthalten wird. Zuneigung wird nur dann gezeigt, wenn das Kind seinen „“Wert“ demonstriert hat. Hinter dem Versuch eines „People Pleasers“ allen zu gefallen, mag also die fehlgeleitete Suche nach elterlicher Liebe stecken.

Warum ist es problematisch, ein „People Pleaser“ zu sein?

Zuerst scheint es eine positive Eigenschaft zu sein, wenn sich jemand dem anderen kompromisslos hingibt. In der Realität führt dies jedoch zu einer Vielzahl an Problemen. So erwarten „People Pleaser“ zwangsläufig eine positive Reaktion auf ihr Handeln. Bleibt diese aus, sorgt dies für Frustration, die sich aufstaut – und irgendwann entladen werden muss. Häufig kommt es vor, dass das Umfeld von „Ja-Sagern“ dessen Aufopferung und Hingabe erwartet. An die Stelle von Komplimenten und Zuspruch tritt Gleichgültigkeit und eine Anspruchshaltung.

Wenn sich das Leben nur um andere Menschen dreht, werden die eigenen Bedürfnisse leicht vernachlässigt. Schnell bleibt keine Zeit mehr, für sich selbst zu sorgen. Dies führt dazu, dass man sich komplett aufreibt. Ein anderes Wort hierfür ist „Burn-out“ – gerade im Beruf leiden „People Pleaser“ oft hierunter. Wenn auf Überstunden mehr Überstunden folgen und man kontinuierlich für Kollegen einspringt, verheißt dies nichts Gutes.

Darüber hinaus können auch echte Freundschaften oder romantische Beziehungen Schaden nehmen. Zum einen besteht in uns allen das Bedürfnis, bedingungslos geliebt oder wertgeschätzt zu werden. „People Pleaser“ versagen sich diese Erfahrung. Dies geschieht dadurch, dass sie ihren Wert innerhalb der Beziehung einzig und allein an dem festmachen, was sie „geleistet“ haben. An die Stelle authentischer Liebe und Zuneigung tritt Arbeit. Dabei erkennt der Partner in den meisten Fällen, dass das Gegenüber nicht authentisch handelt. Schnell stellt sich die Frage, warum die geliebte Person ohne Rückgrat agiert und ob überhaupt eine Basis für Vertrauen existiert.

Was kann man tun, um kein „People Pleaser“ mehr zu sein? Tipps dagegen

Eine gute Möglichkeit, sich positiv zu verändern, bietet die „kognitive Verhaltenstherapie“. Dabei geht es darum, schädliche Denkmuster rechtzeitig zu erkennen und zu durchbrechen. Dies ermöglicht es einem, gesunde Verhaltensweisen anzutrainieren. Eine Verhaltenstherapie wird in der Regel mit einem ausgebildeten Therapeuten durchlaufen. Es ist jedoch auch möglich, eigenständig an sich zu arbeiten. Dazu gehört jedoch der Wille, schädliches Verhalten schnell zu erkennen und einzustellen.

Innehalten: Bevor Sie jemand nach einem Gefallen fragt, lohnt es sich, nicht sofort zu antworten. Stattdessen stellen Sie sich die Frage, ob Sie wirklich Zeit für die Aufgabe haben. Es lohnt sich auch, auf die eigenen Gefühle zu achten. Fühl ich mich wohl dabei? Habe ich überhaupt Lust? Werde ich mich im Anschluss eher gut oder schlecht fühlen?

Zurückhalten: Versuchen Sie bewusst, anderen keine Hilfsangebote zu machen – auch wenn der Druck stetig ansteigt. Warten Sie stattdessen, bis jemand direkt auf Sie zukommt und um Hilfe bittet. Sie werden merken, dass in manchen Situationen überhaupt keine Hilfe gewünscht ist und es keine negativen Konsequenzen nach sich zieht. So kann nach und nach Autonomie erlernt werden.

Selbstliebe (Siehe: Me Time und Self Care): Gerade wer durch den Umgang mit Narzissten zu einem „People Pleaser“ geworden ist, verwechselt oft Egoismus mit Selbstliebe. Sich selber an erste Stelle zu setzen bedeutet nicht, die Bedürfnisse anderer Menschen aus den Augen zu verlieren. Nur wer sich selbst gut versorgt und für seine Bedürfnisse einsteht, hat überhaupt die Kraft, anderen Gutes zu tun. Darum heißt es im Flugzeug auch immer, man solle die Sauerstoffmaske im Ernstfall zuerst selber anlegen, bevor man anderen behilflich ist! Sich selbst liebevoll zu umsorgen ist Grundvoraussetzung für psychische Gesundheit.

Was ist Self Care? Bedeutung, Definition, Erklärung


Self Care (aus dem Englischen für Selbstfürsorge) beschreibt eine Reihe von Verhaltensweisen, die die eigene Gesundheit und einen bessernden Umgang mit Krankheitszuständen fördern sollen. Diese Verhaltensweisen dienen sowohl der Vorsorge als auch der Heilungsunterstützung in akuten Fällen.

Self Care beinhaltet diverse Maßnahmen rund um die eigene Körperfürsorge als auch die Stabilisierung der Psyche. Beispiele für Self Care sind Schlafgewohnheiten, Bewegung und Körperhygiene. Ein Mangel dieser Maßnahmen wird hingegen als Selbstvernachlässigung bezeichnet.

Woher kommt das Prinzip Self Care? Ursprung

Das Grundprinzip der Selbstfürsorge, das dem Wunsch sich um sein eigenes Wohlbefinden und dem seiner Liebsten kümmern zu wollen entspringt, ist ein uraltes Lebensprinzip. Sokrates wird zugeschrieben, im antiken Griechenland die Selbstfürsorgebewegung begründet zu haben. Viele Jahre lang war Selbstfürsorge ein bekanntes, dennoch wenig beachtetes Prinzip. Im Laufe der Zeit gewann das Prinzip jedoch zunehmend an Aufmerksamkeit. Der englische Begriff Self Care wird in der globalisierten Welt immer häufiger auch in zahlreichen nicht-englischsprachigen Ländern als Standardbegriff für Selbstfürsorge verwendet. Modernere Studien und Untersuchungen zeigen, dass Self Care die allgemeine Gesundheit sowie akute und chronische Krankheitszustände positiv beeinflussen kann. Entsprechend findet dieses Prinzip auch in den Medien immer mehr Beachtung.

Häufig sieht man Werbung, die mit Nutzung des Begriffes Self Care Pflegeprodukte, Urlaubsreisen, Yoga-Kurse und ähnliches vermarkten möchte. Während all diese Produkte und Angebote zu einem individuellen Self Care Konzept gehören können, sind sie keine essentiellen Bestandteile einer Self Care Routine. Self Care ist entgegen der Annahme vieler Menschen kein Luxusgut, sondern lediglich ein auf die natürlichen Grundbedürfnisse ausgerichtetes Prinzip. Da Self Care ein individuelles Prinzip ist, gibt es keine Allheilmittel und keine Maßnahmen, die zwangsläufig zu einem individuellen Selbstfürsorgekonzept dazu gehören.

Welche Maßnahmen gehören zur Self Care?

Zahlreiche Maßnahmen gehören zum Self Care Prinzip. Alle dienen mittel- und unmittelbar dazu, die körperliche oder seelische Gesundheit zu stärken. Ein wichtiges Prinzip der Self Care ist eine gesunde Schlafroutine.

Schlafmangel führt nachgewiesen zu einer erhöhten Stressanfälligkeit und hebt das Risiko für Stresserkrankungen. Auch Konzentrationsstörungen und seelisches Unwohlsein können aus Schlafmangel resultieren. Ähnlich sind die Folgen von Bewegungsmangel. Körper und Geist werden durch unzureichende tägliche Bewegung zunehmend geschwächt. Regelmäßige Bewegung gehört daher ebenfalls zu den wichtigsten Verhaltensweisen der Self Care Routine. Neben diesen beiden Punkten gehören auch die Nahrungsauswahl (in dem Zusammenhang wird häufig von Soul Food und Comfort Food gesprochen), die allgemeine Körper- sowie Zahnpflege sowie die Gestaltung der Freizeit zu einem ausgewogenen Self Care Konzept. Mit der zunehmenden Digitalisierung im 21. Jahrhundert wird auch das Konzept des Abschaltens und der Social-Media-Auszeiten ein immer populärer werdender Bestandteil der Self Care Maßnahmen.

Zu einem persönlich gestalteten Self Care Konzept gehören zusätzliche Maßnahmen, die dem Individuum Wohlbehagen bringen. Dazu gehören beispielsweise soziale Interaktionen mit anderen Menschen sowie ruhige Stunden für sich selbst, das Ausüben bestimmter Hobbies, das einlegen regelmäßiger Pausenzeiten, das Integrieren bestimmter Aktivitäten in den Alltag und ähnliche Maßnahmen. Auch vermeintliche Kleinigkeiten wie bestimmte Einrichtungsgegenstände, Lichter, Düfte, Morgenroutinen, usw. können für die Einzelperson einen wichtigen Bestandteil einer individuellen Self Care Routine ausmachen.

Die individuelle Self Care Routine richtet sich ganz nach den persönlichen Bedürfnissen der entsprechenden Person. Obwohl es Grundbedürfnisse gibt, die für jeden Menschen erfüllt sein müssen, hängen die Details stark von den individuellen Präferenzen ab. Im Allgemeinen gehört zu einer Self Care Routine eine ausgewogene Ernährung; individuell kann dies heißen, dass neben gesunden Lebensmittel auch bestimmte Lieblingsgerichte und Snacks in den Ernährungsplan eingebaut werden müssen, damit das Individuum sich wirklich körperlich und seelisch wohlfühlt.

Zu den Self Care Tipps gehört daher auch regelmäßig zu lernen, auf die eigene innere Stimme und das Bauchgefühl zu hören. Das gilt im Besonderen auch im Bezug auf Arbeitsbelastung und Aufgaben.

Self Care Management beinhaltet ganz essentiell die Fähigkeit, zu merken, wann Körper oder Geist überfordert ist, die Fähigkeit Nein zu sagen und einer Überbelastung durch rechtzeitigen Auszeiten entgegen zu wirken. Self Care beinhaltet ebenfalls, die eigene körperliche und seelische Gesundheit zu einer Priorität zu machen.

Welche Auswirkungen hat Self Care? Folgen, Bedeutung

Self Care kann vor allem in akuten Leidenssituationen einen Ausgleich zu einer unangenehmen Lage schaffen. Das gilt für psychische wie für körperliche Leiden gleichermaßen. Self Care Maßnahmen können nachweislich die Symptome von Erkrankungen mildern, die Psyche stabilisieren, Stresserkrankungen reduzieren und sogar bei chronischen Erkrankungen die Lebensqualität verbessern. Mitunter sind auch Krankenhausaufenthalte weniger häufig vonnöten, wenn der Patient sich an seine Self Care Routine hält. Auch psychische Belastungen wie das Beenden einer Beziehung, die Trauer um einen geliebten Menschen, eine finanzielle oder berufliche Krise, Streitsituationen in Freundschaften und Familien, usw. können durch entsprechende Self Care Maßnahmen in ihrer Besserung beschleunigt und unterstützt werden.

Self Care ist auch für gesunde Menschen ein tragendes Mittel zur Gesundheitsvorsorge und wird im akuten Krankheitsfall oder bei starker psychischer Belastung noch wichtiger. Im Allgemeinen werden auch Maßnahmen, die Symptome verringern können und die Überlebenschancen verbessern zur Selbstfürsorge gezählt. Dazu gehören u.a. Maßnahmen wie die Einhaltung von verschriebenen Medikamenteneinnahmen, Symptomüberwachung, regelmäßige Untersuchungen, u.ä. Die Self Care Maßnahmen zur Gesundheitsversorgung sind sowohl bei akuten Infektionen als auch bei chronischen Erkrankungen regelmäßig die gleichen. Bei akuten Infektionen ist die Dauer der Maßnahmen (wie Medikamenteneinnahme) regelmäßig kürzer, davon ausgenommen sind nur die Routinemaßnahmen, die der dauerhaften Gesundheitsvorsorge gelten (etwa Ernährungsangewohnheiten).

Welche Folgen hat eine schlechte Self Care Routine?

Das Ausbleiben von Routinemaßnahmen im Self Care Bereich kann zu leichten bis schwerwiegenden körperlichen und psychischen Belastungen sowie Schäden führen. Insbesondere Schlafmangel, schlechte Ernährungsangewohnheiten und Bewegungsmangel sorgen häufig für Gesundheitsstörungen. Die Vernachlässigung der eigenen Selbstfürsorge macht sowohl den Körper als auch die Psyche weniger belastbar und anfälliger für Erkrankungen. In akuten Leidenssituationen ist der Ausweg aus der Leidensphase schwieriger zu erreichen. Je länger Self Care Maßnahmen ausbleiben, desto dringender werden sie zur Erfüllung gewisser Grundbedürfnisse vom Körper und Geist benötigt.

Woran erkennt man, dass zu wenig Self Care betrieben wird?

Warnzeichen für mangelnde Selbstfürsorge sind stets die ersten Stresszeichen und körperliches Unwohlsein. Experten raten regelmäßig dazu, eigenverantwortlich und routinemäßig zu überprüfen, wie häufig bestimmte Wohlfühlmaßnahmen durchgeführt wurden (beispielsweise viele freie Tage man im letzten Monat hatte, wie oft man Freunde sah, wie häufig man eine unliebsame Arbeit erfolgreich ablehnen konnte, usw.). Auf die Art soll vermieden werden, Self Care zu lange hinten anzustellen.

Was ist Mindfulness? Bedeutung, Definition, Erklärung


Mindfulness bedeutet ins Deutsche übertragen Achtsamkeit. Damit bezeichnet man einen menschlichen Geisteszustand, in dem die achtsam lebende Person sich selbst, ihrem Körper, und ihrer direkten Umgebung eine gewollte und zielgerichtete Aufmerksamkeit schenkt. Dabei sind auch die eigenen Gefühle und Gedanken immer im Fokus der Mindfulness. Kurz gesagt könnte man den Gesamtzustand des achtsamen Menschen als geistesgegenwärtig bezeichnen. Ziel eines achtsamen Lebensstils ist es sich selbst gesund zu erhalten und aktiv alltäglichen Stress zu reduzieren, indem man sich dem Leben im Moment widmet.

Was ist Mindfulness? Ursprung, Bedeutung, Definition, Erklärung

Die Lehre der Mindfulness hat ihren Ursprung im Buddhismus. In buddhistischen Schulen gehört sie zu den meditativen Grundpraktiken. Dort wird die Mindfulness „Sati“ genannt. Vollumfänglich ist Sati, nach Definition der Buddhisten, erreicht, wenn der menschliche Geist sich dessen bewusst ist, was in ihm selbst abläuft und aktuell vorhanden ist. Dabei kennt die Mindfulness nach buddhistischer Lehre vier grundlegende Formen.

Möglich ist es die Achtsamkeit alleine auf den Körper zu richten. Dabei erfolgt die Konzentration des achtsamen Menschen ganz bewusst auf eine körperliche Funktion, wie zum Beispiel die Atmung, die körperliche Haltung oder ausführende Tätigkeiten. Weiterhin können die Gefühle und Empfindungen im Fokus der Achtsamkeit stehen. Gefühle und Empfindungen werden dabei kategorisiert und als gut, schlecht oder neutral eingeordnet. Mindfulness befasst sich jedoch ausschließlich mit der Einordnung der Gefühle, eine Bewertung bleibt aus. Eine weitere Stufe ist die auf den Geist gerichtete Achtsamkeit, wobei der Ist-Zustand des Geistes sowie dessen Veränderungen näher betrachtet werden. Dabei können geistige Zustände, wie etwa Freude, Aufmerksamkeit oder Irritation ermittelt werden.

In der letzten Variante richtet sich die Achtsamkeit, Mindfulness oder Sati auf innere und äußere Geistesobjekte, die im betreffenden Moment direkt wahrgenommen werden.

Die moderne Lehre der Mindfulness nach Jon Kabat-Zinn

Wird die moderne Lehre der Mindfulness betrachtet, ist in der Regel die Ausdeutung nach dem amerikanischen Universitätsprofessor Jon Kabat-Zinn häufigster Gegenstand der Untersuchungen. Kabat-Zinn definiert Mindfulness als eine Form der Aufmerksamkeit, die nicht wertend ist, Vergangenheit und Zukunft gänzlich unbeachtet lässt, und sich nur mit dem gegenwärtigen Moment auseinandersetzt. Weiterhin ist Mindfulness nach Kabat-Zinn immer zielgerichtet. Entwickelt wurde die Theorie des Forschers für ein Unterrichts- und Meditationsprogramm, das Erfolge hinsichtlich der Schmerzreduktion zeigen sollte.

Jon Kabat-Zinn kann als der moderne Pionier der Achtsamkeitslehre und Achtsamkeitspraxis bezeichnet werden. Dank ihm gelangten die Vorzüge der Mindfulness zu Aufmerksamkeit in der medizinischen Universitätslehre, der medizinischen Anwendung sowie der breiten Gesellschaft. 1979 startete er das umfangreiche Mindfulness-Based Stress Reduction Programm, das mit den Buchstaben MBSR abgekürzt wird. Jon Kabat-Zinn spricht sich darin dafür aus, dass Menschen durch das Erlernen von Achtsamkeits-Übungen dazu in die Lage versetzt werden Stress, Krankheiten und innere Ängste besser bewältigen zu können.

Im Gegensatz zu Konzentrations-Übungen zielen Achtsamkeits-Übungen nach Kabat-Zinn nicht ausschließlich auf eine zeitlich eng gefasste Konzentration, in deren Mittelpunkt meist ein Objekt, wie zum Beispiel eine dampfende Tasse Kaffee, steht. Achtsamkeits-Übungen richten den Fokus eher auf einen kompletten Wahrnehmungszustand, der über einen längeren Zeitraum andauern soll.

So gelingt Mindfulness: Tipps

Um den Zustand der Mindfulness erreichen zu können, muss man mittels Übungen trainieren. Sämtliche Achtsamkeits-Lehren machen deutlich, dass der Zustand der Mindfulness nicht aus dem Stand erreichte werden kann. Aus diesem Grund wird Mindfulness oftmals mit Meditation verglichen, denn auch hier handelt es sich um eine Kunst der Fokussierung, die erlernt werden muss. Genauso wie beim Erlernen anderer Dinge, wie zum Beispiel einer Fremdsprache oder einer Sportart, nähert man sich der Mindfulness schrittweise. Vor allem wird dabei die Wahrnehmungsfähigkeit trainiert. Außerdem geht es darum bei der Sache zu bleiben und gedanklich nicht abzuschweifen. Sofern sich die Fokussierung aufzulösen droht, soll sie wieder zurück auf den mit Achtsamkeit belegten Zustand oder Gegenstand geführt werden. Dies gelingt mit zunehmender Trainingsdauer immer besser.

Wird dafür das Trainingsprogramm MBSR nach Jon Kabat-Zinn angewandt, bedient man sich für das Achtsamkeits-Training eines Trainingsprogramms mit einer Dauer von jeweils 30 Minuten. In diesen 30 Minuten werden Meditationsübungen in Form eines Bodyscans absolviert. Dabei konzentriert man sich nacheinander auf einzelne Körperregionen. Zu einer Zeit denkt und fühlt man sich etwa in den linken Fuß oder den rechten Arm hinein, und ermittelt so, wie sich das entsprechende Körperteil, oder die Körperregion, gerade anfühlt. Danach folgt das Einfühlen in das nächste Körperteil. Durch die Konzentration wird über den Wissensgewinn hinaus eine Form der Entspannung erreicht.

Ungeübte Menschen werden bemerken, dass ihre Gedanken während der Übung noch häufig abschweifen und die Konzentration danach jeweils erneut aufgebaut werden muss. Durch regelmäßige Übung gelingt es immer leichter die Konzentration zu halten. Ziel ist es die 30 Minuten der Meditationsübung ohne Abschweifungen, die letztlich Störungen sind, zu absolvieren.

Positive Effekte der Mindfulness

Dadurch, dass man sich während der Meditationsübungen im Rahmen der Mindfulness gedanklich voll und ganz auf den Moment ausrichtet, werden negative Zustände ausgeblendet. Das können beispielsweise Schmerzen oder Ängste sein. Damit hat die Mindfulness eine direkte positive Wirkung auf den Geist des Menschen, denn das zeitliche Ausblenden von Negativem reduziert nachweislich Stress und als belastend empfundene emotionale Zustände. Achtsamkeits-Training wird deshalb oftmals Patienten empfohlen, die an Burn-Out oder Depressionen leiden.

Die positiven Auswirkungen auf das Gehirn steigern zudem die Lernfähigkeit. Auch die Erinnerungsfähigkeit kann durch regelmäßiges Achtsamkeits-Training verbessert werden. Außerdem hilft es die eigenen Emotionen langfristig zu regulieren, und negative Emotionen, sowie starke Stimmungsschwankungen, klein zu halten.

Auch der Körper profitiert von einem regelmäßigen Training. Bereits nach einigen Wochen fühlen Anwender häufig, dass sich die körpereigene Immunabwehr verbessert hat. Minfulness hilft zudem dabei sich im Moment immer nur mit den Dingen zu beschäftigen, die gerade wichtig sind, und andere unbeachtet zu lassen. Dies wirkt am Ende wiederum stressreduzierend, da gedankliche Störfaktoren weg fallen.

Kritik an Mindfulness

Kritiker, wie der der Psychologe Nicholas Van Dam, glauben nicht an eine große positive Wirkung der Mindfulness. Denn wissenschaftlich sind die positiven Auswirkungen bislang, seiner Ansicht nach, nur unzureichend belegt. Weitere kritische Stimmen sehen ein Problem darin, dass von jedem die gleichen feste Übungen angewendet werden sollen. Hier sehen sie die Unterschiedlichkeit der Menschen nicht repräsentiert und zweifeln demnach daran, dass eine Methode von jedem Menschen gleich gut anwendbar sein soll, und bei jedem Menschen die gleichen positiven Effekte haben wird.

Weiterhin fehlen manchen Kritikern Ansätze zur Problemlösung, denn damit befasst sich Mindfulness gar nicht. Vielmehr werden negative Stimmungen, und im Leben auftauchende Problematiken, ausschließlich als Ist-Zustand wahrgenommen, der nicht weiter bearbeitet wird. Konstruktiv im psychotherapeutischen Sinne ist das, nach dem Dafürhalten kritischer Geister, nicht.

Was bedeutet der Lichtschutzfaktor 18, 20 ,30 ,50 bei Sonnencreme? Erklärung


Der Lichtschutzfaktor (LSF) multipliziert die Zeit, die sich eine Person mit der betreffenden Sonnencreme ohne Gefahr eines Sonnenbrandes in der Sonne aufhalten kann. Diese Zahl ist ein eher grober Anhaltspunkt, denn verschiedene Hauttypen beeinflussen die Absorption des UV-Lichts und die Reaktion der Haut darauf.

Wie ist der Lichtschutzfaktor zu interpretieren? Erklärung

Die Haut hat eine gewisse Eigenschutzzeit, in der sie ohne Gefahr eines Sonnenbrandes bestrahlt werden kann. Das sind je nach exaktem Anteil von UVA-, UVB- und UVC-Strahlen und je nach Hauttyp etwa 10 bis 20 Minuten, manchmal auch etwas mehr oder weniger. Wenn eine Sonnencreme den Lichtschutzfaktor 10 hat, darf diese Eigenschutzzeit mit 10 multipliziert werden, beim Lichtschutzfaktor 50 würde der Sonnenschutz das 50-Fache der Eigenschutzzeit betragen. Das würde bedeuten: Wenn die Eigenschutzzeit 15 Minuten betrüge und eine Sonnencreme mit dem LSF 50 aufgetragen würde, könnte sich die betreffende Person 15 x 50 = 750 Minuten (12,5 Stunden) ohne Gefahr eines Sonnenbrandes in der Sonne aufhalten.

Das bedeutet (rein rechnerisch und theoretisch) folgendes:

  • Eigenschutzzeit 10 Minuten + Lichtschutzfaktor 18 = 180 Minuten bzw. 3 Stunden Schutz vor Sonnenbrand
  • Eigenschutzzeit 10 Minuten + Lichtschutzfaktor 20 = 200 Minuten bzw. 3,3 Stunden Schutz vor Sonnenbrand
  • Eigenschutzzeit 10 Minuten + Lichtschutzfaktor 30 = 300 Minuten bzw. 5 Stunden Schutz vor Sonnenbrand
  • Eigenschutzzeit 10 Minuten + Lichtschutzfaktor 50 = 500 Minuten bzw. 8,3 Stunden Schutz vor Sonnenbrand

Ist diese Rechnung realistisch?

Es ist eine ungefähre Rechnung, die von weiteren Faktoren abhängt. Es kommt darauf wie dick sich eine Person eingecremt hat. Ist die Creme nur dünn aufgetragen, ist der Schutz geringer. Wenn die Person stark schwitzt, was in der prallen Sonne zu erwarten ist, wird unweigerlich ein Teil der Sonnencreme abgetragen, was die Schutzwirkung senkt. Dasselbe geschieht beim Baden, selbst wenn die Creme als „wasserfest“ vermarktet wird. Absolut wasserfeste Cremes gibt es nicht. Die meisten Menschen wissen das und cremen sich daher zwischenzeitlich neu ein.

Hilft ein besonders hoher Lichtschutzfaktor gegen besonders starke Sonne?

Er multipliziert um die angegebene Zahl die Eigenschutzzeit der Haut. Bei besonders starker Sonne sinkt die Eigenschutzzeit beispielsweise von zehn auf nur noch fünf Minuten. Ein LSF 20 reicht dann immer noch für 100 Minuten Schutz, während er bei nicht ganz so starker Sonne für 200 Minuten gereicht hätte. Natürlich ist für Laien die exakte Strahlkraft der Sonne nicht einzuschätzen, vor allem nicht der Anteil einzelner UV-Arten, die zum Beispiel auch von der Ozonschicht abhängen. So sind kurzwellige UVB-Strahlen besonders gefährlich, weil sie die Pigmentzellen im oberen Hautbereich angreifen. Sie können in sehr hoher und lange anhaltender Dosis sogar Hautkrebs verursachen. Doch wie viel UVA-, UVB- und UVC-Strahlung gerade von der Sonne kommt, wissen Laien nicht, es ist nur mit Messungen feststellbar. Wenn aber die Sonne sehr brennend erscheint, ist ein höherer LSF immer zu empfehlen.

Unterbindet ein hoher LSF die Bräunung der Haut?

Höchstens geringfügig. Die Haut wird aber durch ausreichenden Sonnenschutz auf natürlichere Weise braun, ohne erst einen gewaltigen Sonnenbrand verarbeiten zu müssen.

Lichtschutzfaktor im Kontext mit weiteren Kennzahlen von Sonnenschutzcremes

Verbraucher sollten bei Auswahl eines Sonnenschutzmittels drei Kennzahlen beachten:

  • #1 Lichtschutzfaktor
  • #2 Hinweis auf den UV-Schutz (UVA, UVB, UVC, Letzteres eher selten angegeben)
  • #3 Angabe zur Wasserfestigkeit

Die wichtigste Kennzahl ist der Lichtschutzfaktor, der nicht immer mit LSF, sondern manchmal auch mit F (Faktor), SSF (Sonnenschutzfaktor), IP (Indice Protection) oder SPF (Sun Protecting Factor) abgekürzt wird. Der Lichtschutzfaktor bezieht sich vorrangig auf den Schutz vor UVB-Strahlen im Bereich 295 – 320 nm. Diese lösen das Sonnenerythem (Sonnenbrand) aus. Getestet wird der Lichtschutzfaktor per In-vivo-Testung auf menschlicher Haut. Beim Test erfolgt eine Bestrahlung von ungeschützter Haut mit künstlichem Licht, das ein sonnenähnliches Spektrum aufweist. Nun wird die Zeit bis zur ersten Hautrötung gemessen. Damit lässt sich die minimale Erythemdosis (MED) ermitteln. Anschließend erfolgt die Bestrahlung nach dem Auftrag des Sonnenschutzmittels. Der Lichtschutzfaktor errechnet sich wie folgt:

  • LSF = Zeit mit Sonnenschutzmittel bis zum Erythem / Zeit ohne Sonnenschutzmittel bis zum Erythem

In der Praxis beeinflussen zahlreiche Parameter das Ergebnis, so die Art und die Menge der Produktauftragung, die Abstufung der Bestrahlungszeiten, die Qualität der Bestrahlungslampe, die Probandenauswahl, die Faktorberechung und die Messung der Hautrötung. Es gibt allerdings schon seit 1994 eine einheitliche Prüfvorschrift des COLIPA (Dachverband der europäischen Kosmetikindustrie). Aus den daraus folgenden Tests wurde seit 2003 eine Empfehlung für die LSF-Angabe entwickelt. Er basiert inzwischen auf einem Mittelwert und wird fünf Produktklassen zwischen niedrig und ultra zugeordnet.

Im Handel sind Sonnencremes mit einem sehr niedrigen LSF im einstelligen Bereich ebenso erhältlich wie Produkte mit einem LSF von 50, die aber als umstritten gelten: Sie fetten die Haut unverhältnismäßig ein, was ebenso eine Belastung darstellt, bieten aber keinen wesentlich höheren Schutz als beispielsweise ein LSF von 20, der schon vor ~95 % der UVB-Strahlen schützt. Beim LSF 50 sind es 98 %, was kein wesentlich höherer Schutz mehr ist. Darüber hinaus sind In-vito-Tests mit einem hohen LSF (ab 30) bedenklich, denn die Probanden müssen dann extrem lange bestrahlt werden (zum Beispiel um 300 Minuten), was ein Risiko ist und die Versuchsbedingungen aufweichen kann. Bedenken gibt es auch in psychologischer Hinsicht: Ein extrem hoher LSF wiegt die Verbraucher in trügerischer Sicherheit. Er verführt zu einem unvernünftig langen Aufenthalt in der Sonne.

Risiko eines zu niedrigen Lichtschutzfaktors

Sonnenschutzmittel mit einem relativ niedrigen LSF und/oder einem geringem UVA-Schutz (gemäß den Produktangaben) können zu einer Überlastung nicht nur mit UVB-, sondern auch mit UVA-Strahlen führen. Letztere können chronische Lichtschäden verursachen, die vor allem eine vorzeitige Hautalterung bewirken.

Empfehlung zum Lichtschutzfaktor (LSF)

Dermatologen empfehlen bei gesunder Haut einen LSF zwischen 20 und 30 je nach Hauttyp. Auch für eine relativ empfindliche (helle) Haut genügt der LSF 30 praktisch an jedem Ort, also auch in Äquatornähe bei sehr hoher Sonne. Es gibt allerdings Empfehlungen zu einem medizinischen Lichtschutz mit einem LSF 50 und auch darüber für Personen, die unter einer dieser Hautkrankheiten leiden:

  • Fotodermatose
  • Lichtdermatose mit bekannten Fotosensibilisatoren
  • Mallorca-Akne
  • frische Vernarbung
  • Hyperpigmentierungen (Chloasmen)
  • Vitiligo (Weißfleckenkrankheit)

Kriterien der LSF-Auswahl

Zwei Faktoren sind für die Wahl eines Lichtschutzfaktors entscheidend: die eigene Hautempfindlichkeit und die UVB-Intensität. Die eigene Hautempfindlichkeit fällt individuell sehr verschieden aus. Jede Haut ist auf unterschiedliche Weise in der Lage, mit Schutzmechanismen wie der Pigmentierung (Bräunung) und einer Hornschichtverdickung dem UV-Licht zu widerstehen. Entsprechend ihrer diesbezüglichen genetischen Disposition teilt man Europäer in die vier Pigmentierungstypen (von sehr bis wenig empfindlich)

  • keltischer Typ,
  • germanischer Typ,
  • dunkelhäutiger Europäer und
  • mediterraner Typ

ein. Die empfindlichen keltischen Typen haben eine Eigenschutzzeit von nur 5 – 10 Minuten, bei den mediterranen Typen können es bis zu 45 Minuten sein. Letztere kommen mit einem geringen Lichtschutzfaktor aus, keltische Typen sollten praktisch immer 30 oder auch etwas mehr wählen. Die UVB-Intensität hängt vom Sonnenstand, der Höhenlage, dem Ozongehalt der Atmosphäre und der Art der Bestrahlung (Streustrahlung oder Reflexion) ab. Wem es zu viel wird, diese vielen Faktoren einzukalkulieren, sei geraten, im Zweifelsfall lieber einen höheren LSF zu wählen.

Die Sirtfood-Diät: Ernährungsplan der ersten Phase


Die Sirtfood-Diät setzt genauso wie eine Low Carb-Diät in erster Linie auf Proteine. Hierbei geht es um ein ganz bestimmtes Protein mit dem Namen Sirtuin. Diese Diät basiert zum Großteil auf solchen Proteinen basiert, denn sie soll die Pfunde besonders schnell verschwinden lassen und nebenher zugleich das Immunsystem sicher stärken.

Die erste Phase der Sirtfood-Diät

In der ersten Phase werden am Tag nur 1000 kcal durch drei grüne Säfte sowie einer Hauptmahlzeit gegessen und getrunken. Auf dem Teller werden lediglich stark sirtuinhaltige Nahrungsmittel landen. Die gesunden Säfte werden aus Sirtfoods wie Sellerie, Rucola, Äpfeln oder Petersilie hergestellt.
Zu Anfang der Sirtfood-Diät steht die Selbstreinigung der Zellstruktur im Vordergrund. Diese Phase soll den Stoffwechsel anregen und den Organismus auf die nahende Veränderungen vorbereiten.
Wie auch beim Fasten, wird die Aufnahme der Nahrung stark vermindert. Jeden Tag gibt es drei Säfte sowie eine Sirtfood-Mahlzeit. Diese erste Phase wird zugleich “7 Pfund in 7 Tagen” genannt.

Sirtfood-Diät: Erster Tag

Am ersten Tag nehmen also die Personen drei Anteile des Sirt Food Green Juice ein. Dazu gibt es viele Rezepte. So kann der Saft beispielsweise zum Frühstück, als weiteres Frühstück und danach als Nachmittags-Snack getrunken werden.

Dazu ist eine Hauptmahlzeit erlaubt, die die Person am besten zum Mittag einnimmt. Diese Hauptmahlzeit kann auch am frühen Abend und damit vor 19 Uhr gegessen werden.

Matten und Goggins geben in der ersten Phase zwei Alternativen. Als Hauptmahlzeit eignen sich Garnelen mit Soba-Nudeln oder Miso mit Tofu und Sesam sowie etwas Gemüse. Letztere ist die vegane Variante in der ersten Phase.

In allen Fällen dürfen die Personen zum Nachtisch etwa 20 Gramm Schokolade essen (wenigstens 85 Prozent Kakao-Anteil).

Sirtfood-Diät: Zweiter Tag

Am zweiten Tag essen die Personen wie auch am vorhergehenden. Dies ist der dreimalige Saft. So gibt es am zweiten Tag ebenfalls eine Hauptmahlzeit, bei welcher wieder die Wahl besteht:
Als Hauptmahlzeit eignet sich Truthahnschnitzel mit Kapern, Salbei, Petersilie und Blumenkohl. Auch ein Grünkohl-Dal mit Weizen ist erlaubt. Ebenso muss die Person auch am zweiten Tag nicht auf die anschließende Schokolade als Nachtischverzichten.

Sirtfood-Diät: Dritter Tag

Am dritten Tag tritt schon die Routine ein. Wie schon an den beiden Tagen zuvor besteht hier wieder die Wahl zwischen den beiden Hauptmahlzeiten. Hier eignet sich Harissa-Tofu mit Blumenkohl oder Hähnchenbrust mit roten Zwiebeln und Grünkohl sowie eine Salsa aus Tomaten und Chili. Die anschließende Schokolade ist weiterhin erlaubt.

Diese ersten Tage werden generell auch als Tage der Entgiftung oder Entlastung bezeichnet. Dabei werden die Kalorien streng gezählt. Hierbei wird empfohlen, nur Sirtfood einzunehmen. Dies soll vor allem dazu führen, dass die Sirtuine in den Zellen des Körpers doppelt aktiviert werden. Dies erfolgt durch die Reduktion der Kalorien und die Sirtuinaktivatoren aus den Sirtfood-Nahrungsmitteln.

Sirtfood-Diät: Vierter bis Siebter Tag

Am Tag 4 bis 7 dürfen anschließend 1.500 bis 1.800 Kilokalorien am Tag eingenommen werden. Diese Menge verteilt sich auf zwei Säfte oder Smoothies sowie zwei Hauptmahlzeiten, welche in erster Linie aus Sirtfood bestehen müssen.

Insgesamt können so der ersten Woche auf diese Art und Weise bis zu drei Kilogramm an Gewicht verloren werden.

Dieses Konzept hört sich sehr aussichtsreich an und scheint auch den Berichten zufolge sehr gut zu funktionieren, wenn sich die Person an bestimmte Ernährungsregeln hält und den Plan gut befolgt.

Die Ernährung sollte für einen längerfristigen Erfolg allerdings sehr stark umgestellt werden. Hierfür ist nicht jeder Mensch geeignet. Es benötigt dafür viel Durchhaltevermögen, sehr viel Hintergrundwissen zu den Nahrungsmitteln und Disziplin bei der Zubereitung. Menschen, die große Schwierigkeiten haben, sehr wenig Nahrung zu essen und mit einer niedrigen Zufuhr an Kalorien nicht zurechtkommen, sollten sich daher sehr gut überlegen, ob eine Sirtfood-Diät das Passende für diese ist.
In jeglicher Hinsicht empfiehlt es sich, eine Umstellung der Ernährung oder Diät gut zu planen und vorher den Hausarzt oder eine Ernährungsberatung zu fragen.

Siehe:

Die Gewichtsabnahme mit der Sirtfood-Diät

Der Name dieser Diät erklärt schon, worauf diese in ihrem Grundsatz basiert. Dies sind die sogenannten Sirtfoods und damit all jene Nahrungsmittel, welche das Enzym Sirtuin zur Fettverbrennung anregen und die überschüssigen Pfunde vermindern.

Die Basis der Sirtfood-Diät ist eine wissenschaftliche Feststellung, dass verschiedene pflanzliche Stoffe die Aktivität der Sirtuine im Körper genauso anregen wie das Fasten. Goggins und Metten sind die Autoren und Ernährungsmediziner des bekannten Bestsellers. Diese sind generell davon überzeugt, dass die Diät nach dem Prinzip des Sirtuins nicht nur mit einer Resignation, sondern zugleich mit sehr viel Genuss zur absoluten Traumfigur führt. Bis die Anwender die jeweiligen Nahrungsmittel gezielt kombinieren und den Stoffwechsel so nahezu Weise austricksen, brauchen diese etwas Geduld.

Die Sirtfoods kurbeln vor allem die Verbrennung von Fett effektiv an und sie schützen den Körper vor Herz- oder Krebserkrankungen, Zellschäden und verringern den generellen Alterungsprozess. Außerdem beugen die Sirtuine charakteristischen Heißhungerattacken vor, die steuern den Muskelaufbau und die Fitness der Zellen und stärken zugleich das Immunsystem.
Was die Sirtuin-Diät außerordentlich vereinfacht sind die Sirtfoods. Diese sind weder langweilig noch sehr ausgefallen. Es handelt es sich dabei um alltägliche Lebensmittel, vor allem Gemüse. Wein und Schokolade sind in dieser Diät nebenbei erlaubt.

Das Sirtuin ist ein bestimmtes Protein und es gehört zur Klasse der Eiweiße. Dieses hilft beim Aufbau der Muskeln sowie bei der Fettverbrennung. Viele Experten bezeichnen das Sirtuin-Protein zugleich als „Super-Protein“ oder „Schlank-Gen“. Die Sirtuine können noch viel mehr, als beim Gewichtsabbau zu helfen. Diese stärken vor allem das Immunsystem und bewahren den Organismus vor Entzündungen und anderen Krankheiten. Zudem sollen diese helfen den Stress abzubauen und sie sollen Heißhunger vorbeugen sowie den Alterungsprozess herabsetzen.

Die drei Phasen der Sirtfood-Diät

Als Ernährungsweise mit schnellen Ergebnissen wird von Goggins und Metten ein genauer Diät-Plan in drei einzelnen Phasen vorgeschlagen. Dabei geht es in den ersten drei Tagen wie bei einem Fastenvorgang zu. Mit einer reduzierten Ernährungsweise (etwa 1000 Kalorien am Tag) wird in erster Linie der Selbstreinigungsprozess in den Zellen angeregt und gleichzeitig der Stoffwechsel angekurbelt. So darf die Person in diesen drei Tagen jeweils drei Smoothies oder Obst- und Gemüsesäfte trinken und eine Sirtfood-Mahlzeit zu sich nehmen.

Die zweite Phase soll die Verbrennung des Fetts weiter anregen und gleichzeitig den Umsatz an Energie erhöhen. Dies sind 1500 Kalorien am Tag, welche durch zwei Sirtfood-Säfte und zwei Sirtfood-Mahle vorgesehen sind.

Die sich anschließende dritte Phase dient der Festigung der schlanken Silhouette und sollte wenigstens eine weitere Woche oder noch länger vollzogen werden. Hierbei sind neben zwingenden Sirtfoods häufiger auch Eiweißquellen und essentielle Fettsäuren erlaubt.

Eine Sirtfood-Diät gliedert sich somit in mehrere Phasen. Um den Organismus sicher zu entgiften und unterdessen den Stoffwechsel auf die Umstellung der Ernährung und den Verlust des Gewichtes vorzubereiten, beginnt die Person somit mit einer Kalorienzufuhr von 1000 Kilokalorien am Tag durch verschiedene Säften. Die erste Phase sollte drei bis sieben Tage andauern. Die Säfte aus den sirtuinhaltigen Nahrungsmitteln sind beispielsweise Äpfel, Rucola, Petersilie oder Sellerie sowie eine separate Hauptmahlzeit, die in der ersten Phase auf dem Speiseplan stehen.

1500 Kilokalorien am Tag prägen die Phase 2 der Sirtfood-Diät. Hierbei sind jeweils zwei Säfte sowie zwei Hauptmahlzeiten aus Lebensmitteln mit Sirtuin erlaubt, die in der Zeit verzehrt werden. Allerdings werden diese „Wunderstoffe “ auch mit weiteren „normalen“ Nahrungsmitteln kombiniert, um den Organismus dann wieder langsam hieran zu gewöhnen. Ist das gewünschte erreicht, kann die Phase gut beendet werden.

In der dritten und letzten Phase können als eine nachhaltige Umstellung 1800 Kilokalorien am Tag gegessen oder getrunken werden. Dabei gilt es zu beachten, nicht in die bekannten Gewohnheiten zurück zu verfallen und auf eine vielfältige Aufnahme von Eiweißen zu achten.

Liste: Sirtfoods und Lebensmittel nach Goggins und Matten


Sirtfood ist der Oberbegriff für alle Lebensmittel, die eine bestimmte Art von körpereigenen Enzymen aktivieren: die Sirtuine. Die Aktivierung der Sirtuine kurbelt wiederum den Zellstoffwechsel an. Konkret bedeutet dies, dass der Körper einer Person, die Sirtfood isst, von Muskelaufbau sowie Fettabbau profitiert. Beides ist normalerweise nur möglich, wenn gefastet oder eine kalorienreduzierte Diät gehalten wird. Sirtfood stößt solche positiven Prozesse ebenfalls an und verstärkt sie.

Listen von Sirtfood-Lebensmitteln

In der Regel sind alle zu Sirtfood zählenden Lebensmittel in Bioläden und in Supermärkten zu finden.

Nach den Ernährungsexperten Goggins und Matten erreicht ein Konsument mit dem Verzehr der folgenden 20 pflanzlichen Lebensmittel die ergiebigste Aktivierung der körpereigenen Sirtuine:

  • rote Zwiebeln
  • Datteln (Medjoul)
  • Liebstöckel
  • Grünkohl
  • Erdbeeren
  • Zartbitterschokolade mit hohem Kakaogehalt
  • Kakao
  • Kurkuma
  • Birds Eye Chili (Chilischoten)
  • Staudensellerie
  • Petersilie
  • Radicchio
  • Kapern
  • Olivenöl
  • Soja
  • Buchweizen
  • Walnüsse
  • Kaffee
  • Grüner Tee
  • Rucola
  • Rotwein

Ferner gibt es weitere Sirtfood-Lebensmittel, die zwar weniger Polyphenole aufweisen, aber dennoch einen ausreichenden Gehalt dieser pflanzlichen Stoffe besitzen, um die Sirtuin-Enzyme zu aktivieren.

Sirtfood-Diät: Getränke

  • Weißer Tee
  • Schwarzer Tee
  • Roter Traubensaft

Sirtfood-Diät: Getreide und Co.

  • Quinoa
  • Vollkornmehl
  • Mais sowie Popcorn

Sirtfood-Diät: Hülsenfrüchte

  • Grüne Bohnen
  • Dicke Bohnen

Sirtfood-Diät: Gemüse

  • Brokkoli
  • Artischocken
  • Brunnenkresse
  • Spargel
  • Weiße Zwiebeln und Schalotten
  • Pak Choi (Chinesischer Kohl)
  • Endivie (Salatsorte)
  • Gelber Chicorée

Sirtfood-Diät: Gewürze und Kräuter

  • Ingwer
  • Getrockneter Salbei
  • Dill
  • Schnittlauch
  • Gewöhnlicher Chili
  • Minze
  • Frischer oder getrockneter Thymian
  • Getrockneter Oregano

Sirtfood-Diät: Samen und Nüsse

  • Pistazien
  • Erdnüsse
  • Pekanüsse
  • Chia-Samen
  • Esskastanien (Maronen)
  • Sonnenblumenkerne

Sirtfood-Diät: Früchte

  • Rote Trauben
  • Blaubeeren
  • Kumquats (Zwergorangen)
  • Brombeeren
  • Himbeeren
  • Blaue Pflaumen
  • Schwarze Johannisbeeren
  • Goji-Beeren
  • Äpfel (alle Sorten)

Siehe:

Laut den britischen Ernährungswissenschaftlern Aiden Goggins und Glen Matten bestehen Sirtfood-Produkte aus mehr als der herkömmlichen Kombination von Mineralstoffen und Vitaminen. In der Tat umfasst Sirtfood all jene pflanzlichen Nahrungsmittel, die zusätzlich sogenannte Phytochemikalien in sich tragen. Darüber hinaus produziert ein Sirtfood-Lebensmittel diese Pflanzenstoffe auch selbst. Die Produktion von Phytochemikalien kommt einem reaktiven Stressmanagementsystem gleich. Pflanzen wenden dieses System an, weil sie ortsgebunden sind. Denn mithilfe der Chemikalien können sie sich an ihre Umgebung anpassen und sich vor widrigen äußeren Umständen schützen.

Polyphenole gehören zu jenen Pflanzenchemikalien, die das Überleben einer Pflanze sichern. Isst ein Mensch ein pflanzliches Nahrungsmittel, das Polyphenole enthält, werden auch im menschlichen Organismus Stressreaktionen ausgelöst. Je mehr solche Polyphenole ein verzehrtes Lebensmittel aufweist, desto effektiver werden die Sirtuine im Körper aktiviert und damit der Abbau von Fett und der Muskelaufbau unterstützt.

Sirtuine und Sirtfood

Die Gruppe der Sirtuin-Enzyme haben verschiedene Eigenschaften. Vorrangig sind Sirtuine für einen gesunden Zellstoffwechsel verantwortlich, indem sie den Abbau von überschüssigen Fett fördern und beim Aufbau von Muskeln beteiligt sind. Innerhalb der Enzymgruppe sind es Sirt 3 und Sirt 6, die zusätzlich die Langlebigkeit der Zellen erhöhen. Dies wirkt sich positiv auf den zellulären Alterungsprozess und somit auch auf den gesamten Körper aus. Da Sirtuine angeblich die Zellalterung verlangsamen, werden sie auch oftmals Anti-Aging-Moleküle genannt. Konkret regenerieren sie DNA-Schäden und stoßen Reparaturprozesse an.
Üblicherweise werden Sirtuine durch eine reduzierte Kalorienzufuhr aktiviert. Das Speichern von Fett wird von einem aktiven Sirtuin (Sirt1) gehemmt. Ungesundes Fett wandelt sich sodann in gesundes Fettgewebe um.

Ihre Wirkung entfalten die Sirtuine in den Zellen, in denen sie sich befinden. Jedes der sieben unterschiedlichen Sirtuin-Arten (Sirt 1 – Sirt 7) hat andere Aufgaben. Die Position des Sirtuin in der jeweiligen Zelle bestimmt ihre Funktion. Erst wenn es zu einer Aktivierung des Enzyms kommt, wird es wirksam. Unter positivem körperlichen Stress und durch Fasten treten sie in Aktion.

Die Sirtuine in den Zellen reagieren auch auf Sirtfood. Alle naturbelassenen Sirtfood-Produkte heizen laut Goggins und Matten die Fettverbrennung an. Zudem beugen sie das Einlagern von Fett vor. Sirtfood beschränkt sich jedoch nicht nur auf Fettaufbau. Die mit Sirtfood angekurbelten Sirtuine besitzen eine zellreparierende sowie entzündungshemmende Wirkung. Außerdem erhöhen sie die Leistungsfähigkeit der Muskelzellen. Durch den Verzehr von Sirtfood soll sich sowohl die Insulin- als auch die Schilddrüsenaktivität verbessern. Ernährungswissenschaftliche Studien beschreiben eine Sirtfood-Diät sogar als heilsam. Erwiesenermaßen soll der regelmäßige Verzehr von polyphenolreichen Lebensmitteln vor einer Mehrzahl an Erkrankungen schützen oder sich positiv auf eine bereits bestehende Erkrankung auswirken, darunter Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Alzheimer, Diabetes Typ II, Krebs, Osteoporose, Bluthochdruck und Grauer Star sowie Arthritis und Atherosklerose.

Was ist die Sirtuin-Diät? Wie funktioniert sie? Bedeutung, Definition, Erklärung


Bei der Sirtuin-Diät handelt es sich um ein Ernährungsprogramm, welches bereits vor Jahrzehnten erfunden wurde. Durch den großen Erfolg von Stars und Sternchen erlebte die Sirtfood-Diät jedoch in den letzten Jahren ein absolutes Comeback. Die Sirtuin-Diät wird als gesunde Wunderdiät gefeiert, mit welcher jeder effektiv und einfach abnehmen kann.

Als Erfinder der Sirtuin-Diät gelten die beiden Ernährungswissenschaftler Aidan Goggins und Glen Matten. Beide hatten sich bereits während des Studiums einer gesunden, nährstoffreichen und ausgewogenen Ernährung verschrieben. Sie entwickelten Ernährungspläne mit Lebensmittel, die einen enormen Sirtuin-Gehalt haben.

Die Sirtfood-Diät sollte als Ernährungs-Umstellung gesehen werden. Auch wenn mit dieser Diät ein rascher Gewichtsverlust funktioniert, so handelt es sich dabei um keine ungesunde oder einseitige Crash-Diät.

Was ist das Besondere an der Sirtuin-Diät? Erklärung

Die Sirtfood-Diät unterscheidet sich von anderen Diäten, dass sie nicht einseitig ist. Aidan Goggins und Glen Matten wollten mit dem Ernährungsprogramm erreichen, dass sich Menschen langfristig gesund und ausgewogen ernähren. Das Sirtfood-Programm garantiert auch einen anhaltenden Erfolg. Wer seine Ernährung auf sirtuinhaltige Lebensmittel umstellt, muss keinen Jo-Jo-Effekt befürchten.

Die Sirtuin-Diät lässt nicht nur die Kilos purzel, sondern verbessert auch nachhaltig die Gesundheit.

Was sind Sirtuine? Erklärung

Bei Sirtuinen handelt es sich um Proteine. Diese Proteine haben in jedem Organismus eine wichtige Aufgabe und sind für unterschiedliche Abläufe im Körper verantwortlich.

Unter anderem haben Sirtuine die Aufgabe, die Neuronen im Gehirn zu schützen. Durch eine sirtuinreiche Ernährung werden diese Neuronen vor dem Verfall bewahrt. Die Sirtuin-Diät hat somit auch den Ruf, vor Demenz und Alzheimer zu bewahren.

Die besagten Proteine versorgen auch andere Zellen im Körper. Sie sind wichtig für die Zellgesundheit und können den Alterungsprozess verlangsamen. Die Sirtuin-Diät ist somit auch eine Anti-Aging Ernährungsform.

Weiter machen Sirtuine nachhaltig satt. Dies ist während einer Diät mit das wichtigste. Sirtuine regulieren den Blutzuckerspiegel und wirken auch einer sogenannten Insulin-Resistenz entgegen.

Auch Diabetes Typ 2, Entzündungen im Körper, chronische Leiden und viele Wohlstandskrankheiten können mit der Sirtfood-Diät verbessert werden. Die wichtigen Proteine stärken die kognitiven Fähigkeiten und helfen dabei, das körpereigene Fett abzubauen.

Die Lebensmittel, welche während dieser Diät gegessen werden, sind reich an bestimmten Polyphenolen. Diese Polyphenole sorgen dafür, dass das körpereigene Sirtuin im Organismus aktiviert wird.

Wie funktioniert die Sirtuin-Diät? Erkläruing

Die Sirtuin-Diät ist in unterschiedliche Etappen eingeteilt. In jeder dieser Phase ist es wichtig, so viele sirtuinhaltige Lebensmittel als möglich zu konsumieren. Insgesamt besteht die Diät aus vier Phasen, bevor eine dauerhafte Ernährungsumstellung angestrebt werden soll.

Sirtuin-Diät: Phase 1

Die Sirtuin-Diät beginnt mit dem dreitägigen Einstieg. In dieser Phase wird der Körper auf das Abnehmen programmiert. Die Kalorienzufuhr wird drastisch reduziert und der Organismus kann entgiften.

Während dieser drei Tagen sollten etwa 1.000 Kalorien aufgenommen werden. Zum Auftakt werden an diesen drei Tagen jeweils drei grüne Sirtuin-Säfte oder Smoothies getrunken. Diese machen satt und glücklich, regen den Stoffwechsel an und helfen dem Körper beim Entschlacken.

Zusätzlich zu den drei Säften oder Smoothies ist an diesen drei Tagen auch jeweils eine Mahlzeit erlaubt. Diese muss natürlich aus den bestimmten Sirtfood Lebensmitteln zusammengesetzt sein.

Während dieser ersten drei Tagen sollte auch nicht zu viel Sport betrieben werden. Yoga und entspannte Spaziergänge sind der beste Auftakt für die kommenden Wochen. So kann der Körper ideal mit seiner Energie haushalten.

Sirtuin-Diät: Phase 2

Für die zweite Etappe der Sirtfood-Diät werden etwa 7 Tage eingeplant. Während dieser Woche werden die Kalorien wieder etwas angehoben. Täglich sollten etwa 1.500 Kalorien verzehrt werden.

Diese Kalorien werden auf zwei Sirtfood-Säfte oder Smoothies, und auf zwei Mahlzeiten aufgeteilt. Zudem sollte darauf geachtet werden, dass zwischen 7 Uhr abends und 7 Uhr morgens nichts gegessen wird. Während dieser 12 Stunden sollte sich der Organismus rein auf die Verdauung konzentrieren dürfen.

Auch ist es wichtig, dass zwischen Saft und Mahlzeit ein Abstand von mindestens zwei Stunden eingehalten wird. Während dieser Etappe sollte ebenfalls auf anstrengenden Sport verzichtet werden. Bewegung ist zwar wichtig, sollte sich jedoch auf moderate Sportarten beschränken.

Der Organismus hat in dieser Periode sehr viel zu arbeiten. Er stellt den Stoffwechsel um, entgiftet und eingelagertes Wasser wird ausgeschieden. Während der Phase 2 kann es daher zu Kopfschmerzen kommen. Dies kann durch ausreichend Wasser ausgeglichen werden. Während der gesamten Diät sollten viel gutes Wasser und grüner, ungesüßter Tee getrunken werden.

Sirtuin-Diät: Phase 3

Der Körper ist nun entschlackt und das Allgemeinbefinden sollte sich sehr verbessert haben. Man fühlt sich vital und energiegeladen. Die dritte Etappe der Sirtuin-Diät wird mit zwei Wochen veranschlagt.

Der Speiseplan wird nun mit gesunden Fetten und Eiweißen aufgestockt. Täglich muss ein Sirtfood-Saft oder Smoothie getrunken werden. Dazu werden drei Sirtuin-Mahlzeiten kombiniert.

Bei diesen Mahlzeiten ist es wichtig, dass sie reich an gesunden Fetten und Ölen sind. Avocados, Leinöl, Hanföl, Kokosöl, Oliven, Nüsse, Samen und Kerne werten nun die Mahlzeiten auf. Auch Sojaprodukte und Hülsenfrüchte sind während dieser zwei Wochen enorm wichtig. Wer sich nicht vegetarisch oder vegan ernährt, kann auch Eier, Fleisch und fetten Fisch verzehren.

Während dieser Phase ist es zudem wichtig, auf die Kalorien zu achten. Die aufgenommenen Kalorien sollten deutlich unter den verbrauchten Kalorien liegen. Die genaue Kalorienanzahl ist natürlich individuell verschieden und hängt von Alter, Geschlecht, Gewicht und Energieverbrauch ab. Jeder sollte sich seinen Grundumsatz berechnen und die Mahlzeiten dahingehend anpassen.

Sirtuin-Diät: Phase 4

Diese Phase wird auch die sogenannte Erhaltungsphase genannt. Diese ist zeitlich nicht begrenzt. Im besten Fall wird nun eine totale Ernährungsumstellung durchgeführt. Der tägliche Sirtfood-Saft sollte zum Ritual geworden sein und auch die typischen Sirtfood Lebensmittel sollten beim Kochen automatisch verwendet werden.

In dieser Phase können jedoch auch wieder manche regulären Lebensmittel auf den Tisch kommen. Es kann jedoch einmal auch eine Pizza gegessen werden, oder ein Stück Sonntagskuchen genossen werden. Generell aber müssen immer noch sirtuinreiche Lebensmittel dominieren.

Je nachdem wie nahe das Wunschgewicht ist, um so strenger oder lockerer gestaltet sich diese Phase.

Siehe:

Sirtuin-Diät für zwischendurch

Gerade nach den Feiertagen oder nach dem Urlaub kann es passieren, dass der Hosenbund zwickt und die Waage einige Kilos mehr anzeigt. In diesem Fall ist es sinnvoll, drei Tage mit Sirtuin-Säften und einer konsequenten Sirtfood Mahlzeit zu entschlacken. Die erste Phase dieser Diät eignet sich hervorragend, um kleine Ernährungs-Sünden rasch wieder auszugleichen.

Womit kann die Sirtuin-Diät kombiniert werden?

Ab Phase 4 ist es wichtig, dass der Körper auch sportlich wieder etwas mehr angespornt wird. Da der Körper durch die Sirtuine gerade so vor Energie strotzt, ist es einfach, Sport in den Alltag zu integrieren.

Durch Sport erhöht sich natürlich auch der Energieumsatz. Dies verhindert, dass ab Phase 4 wieder zugenommen wird. Ob Cardio, Aerobic, Krafttraining, Radfahren, schwimmen, laufen oder tanzen – wichtig ist nur, dass der Organismus nun in Bewegung kommt.

Zusätzlich kann die Sirtuin-Diät auch mit anderen Ernährungsformen kombiniert werden. Ausgezeichnet passen Sirtuin-Diät und Intervall-Fasten zusammen. Auch eine Low-Carb-Diät oder die Paleo-Diät lassen sich optimal mit einer Sirtuin-Ernährung kombinieren.

Was sind die Highlights der Sirtuin-Diät?

Die Sirtuin-Diät punktet damit, dass einige Lebensmittel erlaubt sind, welche in vielen anderen Diäten ein absolutes No-go sind. Ganz konkret handelt es sich bei diesen Lebensmittel um Schokolade und Rotwein.

Während dieser Diät darf tatsächlich täglich ein Glas Rotwein genossen werden. Natürlich ist dies kein Muss. Wer jedoch sein Gläschen Rotwein möchte, der sollte sich diesen nicht verbieten. Frauen können täglich 125 ml Rotwein und Männer täglich 250 ml Rotwein trinken. Mehr sollte es jedoch nicht sein.

Auch Schokolade mit einem sehr hohen Kakaoanteil darf ab und an mit ruhigem Gewissen genascht werden.

Was ist die Sirtfood Diät? Wie funktioniert sie? Bedeutung, Definition, Erklärung


Die amerikanischen Ernährungswissenschaftler Aidan Goggins und Glen Matten entwickelten gemeinsam die Sirtfood-Diät, bei der die Aktivierung der körpereigenen Enzyme, den sogenannten Sirtuinen, im Mittelpunkt steht. Dies soll durch den Verzehr von pflanzlichen Lebensmitteln, dem sogenannten Sirtfood, und einer ausgewogenen Ernährung in Verbindung mit regelmäßiger Bewegung erreicht werden. Wenn alle drei Voraussetzungen erfüllt sind, können die Sirtfood-Lebensmittel den bestmöglichen Effekt erzielen. Im Zuge der Sirtfood-Diät wird das Immunsystem gestärkt und die Fettverbrennung angekurbelt sowie plötzliche Heißhungeranfälle verhindert.

Die Sirtfood-Diät eignet sich aufgrund der pflanzlichen Nahrungsmittel auch für Menschen, die einen vegetarischen oder veganen Lebensstil haben.

Was ist Sirtfood? Diät, Bedeutung, Definition, Erklärung

Unter dem Begriff Sirtfood werden pflanzliche Lebensmittel zusammengefasst, die Substanzen enthalten, die die Aktivierung des körpereigenen Enzyms Sirtuin positiv beeinflussen. Diese Substanzen werden häufig auch als Sirtuinaktivatoren bezeichnet und sie enthalten mehr als 20 unterschiedliche sekundäre Pflanzenstoffe, die sich vor allem in Obst, Gemüse, Nüssen, Kaffee, Tee und Kakao finden. Der bekannteste sekundäre Pflanzenstoff ist das Antioxidans Resveratrol, das sich vornehmlich in Erdbeeren, grünem Tee und Rotwein findet.

Was sind Sirtuine? Bedeutung, Definition, Erklärung

Die in den Körperzellen enthaltenen Enzyme werden als Sirtuine bezeichnet und sie steuern unter anderem den Stoffwechsel- und Alterungsprozess. Sie lassen sich durch den Verzehr von ausgewählten pflanzlichen Lebensmitteln oder Kalorienrestriktion, der reduzierten Aufnahme von Kalorien, aktivieren. Sirtuine kommen in Gang, wenn der Körper für einen gewissen Zeitraum nur wenig Nahrung erhält. Deshalb ist es ein Bestandteil der Sirtfood-Diät zu Beginn die Zufuhr von Kalorien zu beschränken. Bisher konnte die Wissenschaft in den Zellen im menschlichen Körper sieben verschiedene Sirtuine nachweisen. Sie tragen die Bezeichnungen Sirt1 bis Sirt7 und befinden sich in verschiedenen Bereichen der Körperzellen wie dem Zellkern oder den Mitochondrien. Sirtuine nehmen bei der Sirtfood-Diät die Rolle des Stoffwechselbeschleunigers ein und helfen dem menschlichen Organismus bei verschiedenen Schutz- und Reparaturfunktionen. Der Umstand, dass das äußere Erscheinungsbild infolge der Sirtfood-Diät jünger und fitter wirkt, brachte den Sirtuinen den Beinamen „Anti-Aging-Enzyme“ ein.

Siehe:

Sirtfood-Diät: Welche Lebensmittel sind erlaubt?

Die richtige Lebensmittelauswahl ist für den Erfolg der Sirtfood-Diät von entscheidender Bedeutung. Um die Pfunde purzeln zu lassen, ist neben ausgewogener Ernährung und Sport vor allem die richtige Auswahl an Sirtfood-Lebensmitteln von entscheidender Bedeutung. Die Aktivierung des körpereigenen Enzyms Sirtuin wird durch pflanzliche Nahrungsmittel mit einem hohen Anteil an sekundären Pflanzenstoff gefördert und sorgt auf diese Weise für bessere Ergebnisse im Verlauf der Sirtfood-Diät.

Im Verlauf der Diät sollte vor allem Obst auf dem Speiseplan stehen, da unter anderem Äpfel, Kirschen und Aprikosen reich an Catechine sind. Auch grünes Gemüse und Kohl sollte mit seinem Sirtuinaktivator Indol-3-Carbinol ein fester Bestandteil der Sirtfood-Diät sein. Zum Verfeinern von Speisen eignen sich Chili und Kurkuma, die Capsaicin und Curcumin enthalten, sowie frische Kräuter wie Salbei und Petersilie. Für kalte Gerichte sollte Walnuss- oder Olivenöl verwendet werden. Für den kleinen Snack zwischendurch kann auf Walnüsse, Cashewkerne oder dunkle Schokolade zurückgegriffen werden. Allerdings sollte sie einen Kakaoanteil von mindestens 75 Prozent haben. Bei den Getränken sollte grüner Tee den Vorzug bekommen, aber auch Rotwein ist aufgrund seines
Gehalts an Resveratrol in Maßen erlaubt.

Welche Lebensmittel sollten bei der Sirtfood-Diät vermieden werden?

Grundsätzlich sollten alle Nahrungsmittel, die nicht zu den Sirtfoods zählen, gemieden werden. Darunter fallen Lebensmittel wie Nudeln, Kartoffeln oder Reis, die reich an Kohlenhydraten sind und nur in geringen Mengen in Verbindung mit Sirtfood-Lebensmitteln zu sich genommen werden sollten. Der Verzehr von etwas Fleisch ist bei der Sirtfood-Diät zwar erlaubt, sollte aber hinter Geflügelfleisch und Fisch anstehen. Bei Milchprodukten, die in Maßen ebenfalls erlaubt sind, sollte auf die fettarmen Alternativen zurückgegriffen werden.

Wie funktioniert die Sirtfood-Diät?

Der Zeitrahmen für eine Sirtfood-Diät beträgt in der Regel drei Wochen und ist in zwei verschiedene Phasen unterteilt.

Die erste Phase dauert eine Woche und wird auch „Entgiftungsphase“ oder „Entlastungswoche“ genannt. In diesem Zeitraum ist strenges Zählen von Kalorien angezeigt und es wird empfohlen, seine Ernährung ausschließlich auf Nahrungsmittel aus dem Bereich des Sirtfood zu stützen. Durch die Reduktion von Kalorien und die vermehrte Zufuhr von Sirtuinaktivatoren soll eine doppelte Aktivierung der Sirtuine in den menschlichen Körperzellen erreicht werden. In der ersten drei Tagen gilt eine Obergrenze von 1.000 Kalorien bei Ernährung durch Smoothies aus Obst sowie Gemüse und nur einer festen Mahlzeit. In den Tagen vier bis sieben wird die erlaubte Menge an Kalorien pro Tag auf 1.500 bis 1.800 erhöht, die aus zwei Smoothies und zwei Mahlzeiten aus Sirtfood besteht.

Die zweite Phase besteht aus den restlichen zwei Wochen der Sirtfood-Diät. In diesem Zeitraum wird den zu sich genommenen Kalorien keine große Bedeutung beigemessen. In dieser Phase steht eine ausgewogene Ernährung und das Wohlbefinden der Person im Vordergrund, ohne hungern zu müssen. Die Pfunde sollen von ganz allein durch einen mit Sirtfood angefüllten Speiseplan schmelzen, wenn es nach den Erfindern der Sirtfood-Diät Matten und Goggins geht. Vom achten bis 21. Tag sollten täglich drei Sirtfood-Gerichte und ein Sirtfood-Smoothie verzehrt werden.

Nach Ablauf der drei Wochen stehen mehrere Möglichkeiten zur Auswahl. Für eine weitere Gewichtsreduktion kann sofort wieder mit der ersten Phase begonnen werden oder die Lebensweise der zweiten Phase kann beibehalten werden, um das Gewicht zu halten oder langsam abzunehmen. Bei Beendigung der Sirtfood-Diät empfehlen die Erfinder Matten und Goggins, weiterhin auf empfohlenes Sirtfood zurückzugreifen.

Wie bei allen Diäten ist auch bei der Sirtfood-Diät strenge Disziplin gefragt, um erfolgreich Gewicht zu verlieren.

Darf ich während meiner Schwangerschaft Honig essen? Erklärung


Die Antwort ist: ja! Während deiner Schwangerschaft darfst du deinen Tee mit Honig süßen oder Honig als Ersatz für Industriezucker nutzen. Der Konsum sollte jedoch in Maßen erfolgen, denn Honig ist aufgrund seines Zuckergehalts kalorienreich. Um Kontaminationen mit schädlichen Inhaltsstoffen wie z. B . Pyrrolizidinalkaloiden zu vermeiden, solltest du auf regionale Produkte oder zu mindestens auf europäische Produkte achten, am besten in Bioqualität. Als besonders belastet gilt Honig aus Mittel- und Südamerika.

Warum kann Honig gefährlich sein?

Honig ist ein Naturprodukt. Er wird während der Produktion nicht erhitzt, sodass Krankheitserreger nicht abgetötet werden. Diese Krankheitserreger können sich im Verdauungstrakt ansiedeln und Krankheiten auslösen. Aus diesem Grund dürfen Kinder im ersten Lebensjahr keinen Honig essen.

Während deiner Schwangerschaft eliminieren deine Darmflora und dein Immunsystem schädliche Bakterien, die Plazentaschranke verhindert weiterhin, dass krankmachende Bakterien zu deinem Kind gelangen. Kurz: für das Ungeborene ist der Verzehr von Honig während der Schwangerschaft ungefährlich.

Welche Krankheitserreger können im Honig enthalten sein?

Was sind Clostridium botulinu?

Bei den Clostridien handelt es sich um Bakterienstämme, die dafür bekannt ist, gefährliche Krankheiten auszulösen. Beispielsweise das Cl. perfringens– Erreger des Gasbrand oder das Cl. botulinum– Verursacher einer lebensbedrohlichen Lebensmittelvergiftung.

Im Zusammenhang mit dem Verzehr von Honig im ersten Lebensjahr steht das Cl. botulinum – es gilt als Auslöser für den Säuglingsbotulismus und ist der Grund, warum Kinder im ersten Lebensjahr keinen Honig verzehren sollten.
Zum Säuglingsbotulismus kommt es, da Clostriediensporen im nicht- erhitzen Naturprodukt Honig überleben und so in den Verdauungstrakt des Kindes gelangen. Dort siedeln sich die Sporen des Bakteriums an, da die kindliche Darmflora noch unreif ist, und beginnen mit der Produktion ihres Toxins. Mögliche Symptome sind: Luftnot, allgemeine Muskelschwäche, Trinkschwäche und Schluckstörungen. Bereits der Verdacht auf eine Infektion begründet eine intensivmedizinische Behandlung in einem Krankenhaus.

Auch wenn die Belastung des Honigs mit Cl. botulinum in den in Deutschland erhältlichen Honig sehr gering ist, sollte auf Honig im ersten Lebensjahr unbedingt verzichtet werden.

Während deiner Schwangerschaft verhindert deine ausgereifte Darmflora mit deinem Immunsystem, in Zusammenarbeit mit der Plazentaschranke, dass das Cl. botulinum zu deinem Ungeborenen gelangen kann. Es ist somit vollkommen unbedenklich, während der Schwangerschaft Honig zu essen.

Was sind Listeria?

Diese Bakterien verursachen die Listeriose, es handelt sich um eine Infektionskrankheit die durch den Verzehr von nicht erhitzen tierischen Produkten entsteht. Bei immunkompetenten bleibt die Infektion meist unbemerkt, es kann in einigen Fällen zu grippeähnlichen Symptomen kommen. Anders ist es beim Ungeborenen oder Neugeborenen. Das Immunsystem ist noch unreif , wodurch eine Infektion mit Listerien gefährlich ist. Mögliche Symptome sind Fieber, Muskelschmerzen, Durchfall, Erbrechen, sogar eine Meningitis (Gehirnhautentzündung) ist möglich. Schwangere sollten aus diesem Grund auf rohe Wurst (Hackepeter, Salami), rohen Fisch (z. B. Sushi) und Rohmilchweichkäse verzichten. Auch auf Harzer – Käse sollte in der Schwangerschaft verzichtet werden, da Listeriose- Ausbrüche nach dessen Verzehr beobachtet wurden.

Listerien können im Honig enthalten sein! Aufgrund des hohen Zuckergehalts und der antibakteriellen Wirkung des Honigs können Sie sich jedoch nicht vermehren und gefährlich werden. D. h. der Verzehr von Honig in der Schwangerschaft führt zu keiner Listeriose.

Was sind Toxoplasma gondii?

 Es handelt sich hierbei um ein Bakterium, welches zu Toxoplasmose führt. Diese Erreger kommen jedoch in Honig nicht vor, sodass eine Toxoplasmose infolge des Verzehrs von Honig ausgeschlossen ist.

Lebensmittel, in den Toxoplama gondii vorkommen kann sind: unzureichende erhitztes oder rohes Fleisch. Ihr könnt die Erreger aber auch oral z. B bei der Gartenarbeit aufnehmen. Achtet deshalb auf eine entsprechende Handhygiene. Weiterhin ist eine Erregeraufnahme über Katzenkot möglich, verzichtet deshalb auf die Reinigung des Katzenklos während der Schwangerschaft.

Kann ich Honig unbegrenzt während meiner Schwangerschaft essen?

Nein, bitte nehme Honig in Maßen während der Schwangerschaft zu dir. Honig ist reich an Vitaminen, Mineral- und Nährstoffen, enthält jedoch auch viel Zucker. Zum Frühstück ein Honigbrot, etwas Honig zum Süßen deines Tees oder Müslis sind vollkommen in Ordnung, achte auf ein gesundes Maß (3- 5 Esslöffel maximal). Bei Erkältungen ist Honig ein guter Begleiter in deinem Tee, aufgrund seiner entzündungshemmenden Wirkung.

Was ist ein Zuckerflash? Bedeutung, Definition, Erklärung


Der Begriff „Zuckerflash“ ist eine deutsch-englische Wortkombination aus „Zucker“ und „flash“. Letzteres lässt sich in seiner verbalen Verwendung als „aufblitzen/aufleuchten“ übersetzen. Substantivisch gebraucht bedeutet es „Blitz“ oder „Lichtblitz“.

Im übertragenen Sinn steht Zuckerflash meist für ein jähes – blitzartiges – Verlangen nach Zucker oder zuckerhaltigen Speisen. Der Ausdruck kann jedoch auch generell für einen stark durch Zucker geprägten Lebensmittelkonsum stehen. Als „Zuckerflash“ wird aber auch jenes Empfinden bezeichnet, dass man bekommt, wenn man viel zuckerhaltiges gegessen oder getrunken hat.

Was ist ein Zuckerflash? Bedeutung, Definition, Erklärung

Die verschiedenen Zuckerarten werden zur Gruppe der Kohlenhydrate gerechnet, wobei sich ihr molekularer Aufbau jeweils unterscheidet. Gängige Vertreter sind Fructose (Fruchtzucker), Glucose (Traubenzucker), Lactose (Milchzucker) oder Saccharose, auch bekannt als Haushaltszucker.

Die sogenannten Monosaccharide (Einfachzucker) und Disaccharide (Zweifachzucker) schmecken typischerweise süß. Längere Zuckermolekül-Ketten werden als Polysaccharide oder Vielfachzucker bezeichnet. Sie finden sich in stärkehaltigen Stoffen und schmecken im Gegensatz zum Einfach- oder Zweifachzucker nicht süß.

Ein Zuckerflash lässt sich vor allem durch süß schmeckende Kost befriedigen. Dabei kann es sich um reine Naturprodukte als auch verarbeitete Lebensmittel handeln. Natürliche Zuckerquellen sind Zuckerrohr und Zuckerrüben, ebenso viele Gemüse- und Obstsorten. Ein weiteres Naturprodukt ist der von Bienen aus Blütennektar gewonnene Honig.

Getreide, Kartoffeln oder Brot enthalten zwar auch Zucker (Vielfachzucker), doch nimmt das Geschmacksempfinden sie nicht als süß wahr. Sie spielen daher im Zusammenhang mit einem Zuckerflash nur eine untergeordnete Rolle.

Zuckerflash und körperliche Folgen

Nimmt der Körper Zucker auf, so gelangt dieser nach kurzer Zeit in den Blutkreislauf. Um diesen Zucker aus dem Blut heraus an die Zellen weiterzuleiten, die daraus Energie gewinnen, bedarf es des Bauchspeicheldrüsen-Hormons Insulin.

Eine besonders zuckerhaltige Ernährung zieht dementsprechend eine große Insulinproduktion nach sich. Infolgedessen kann es zu einem chronisch erhöhten Insulinspiegel kommen, der letztendlich in eine Insulinresistenz mündet. Diese stellt einen Risikofaktor für verschiedene Krankheiten dar, etwas Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Diabetes mellitus Typ 2.

Ständiger erhöhter Verzehr von Zucker – wie er typisch für den Zuckerflash ist – kann zu einer körperlichen Sucht ausarten. Das Gehirn entwickelt dann gegenüber Zucker eine hohe Toleranzgrenze, die Folge: ein gesteigertes Verlangen; vergleichbar mit der Abhängigkeit von Nikotin, Alkohol oder anderen Drogen. Umgangssprachlich wird Zucker auch als „das Heroin des kleinen Mannes“ bezeichnet.

Die unmittelbaren Auswirkungen eines Zuckerflashs kann jeder an sich selbst beobachten. Einem raschen Energieschub folgt ein ebenso rasches Absinken des Blutzuckerspiegels. Vereinfacht gesagt, zieht ein kurzes Hochgefühl Erscheinungen wie Müdigkeit und Ermattung nach sich. Ebenso wirkt sich ein Zuckerflash auf den Darm aus. In zu großen Mengen genossen, kann Zucker zu Blähungen und Verstopfungen führen.

Siehe auch: Was ist ein Candy-Hangover?

Zuckerflash vermeiden

Für die moderne Industriegesellschaft birgt Zucker hohe gesundheitliche Risiken. Ohne es in jedem Fall zu wissen oder zu wollen, konsumiert der Mensch größere Zuckermengen. Das liegt vor allem daran, dass sich der Stoff in der Lebensmittelbranche großer Beliebtheit erfreut.

Auch im Prinzip nicht süße Speisen werden damit angereichert und entsprechend verarbeitet. Erhebliche Zuckeranteile finden sich zum Beispiel in industriell gefertigten Produkten wie Ketchup, Baked Beans oder Weißkrautsalat.

Auf der Grundlage einer ohnehin schon recht zuckerhaltigen Ernährung wirkt ein Zuckerflash zusätzlich bedenklich. Denn das permanente Verlangen nach Zucker kann nur durch immer größere Anteile davon befriedigt werden. Insofern besteht ein enger Zusammenhang zwischen Zuckersucht und Süßigkeiten. Lebensmittel wie Schokoriegel, Gummibärchen oder Bonbons sind ernährungsphysiologisch gesehen wertlos. Bei reinen Süßwaren dreht sich alles um den neuro-chemischen Prozess, den ihr Verzehr im Gehirn auslöst – nämlich süchtiges Verhalten.

Um aus der Spirale des sich ständig wiederholenden Zuckerflashs heraus zu kommen, sollte Zucker nur maßvoll Bestandteil der Ernährung sein. Dabei ist es hilfreich, mit Zucker angereicherte Fertigprodukte zu meiden und sich für den eigenen Zuckerkonsum eine tägliche Höchstdosis zu setzen. In der Regel wird hierbei ein Wert von 25 bis 50 Gramm angesetzt. Hat sich der Körper einmal an eine zuckerarme oder gar zuckerfreie Lebensweise gewöhnt, gerät er kaum mehr in die Versuchung eines Zuckerflashs.

Was sind Kreidezähne? Bedeutung, Definition, Erklärung


Kreidezähne können bei Kindern und Jugendlichen vorkommen. Sie beruhen auf einem Zahnschmelzdefekt, der dazu führt, dass die betreffenden Zähne an abgegrenzten Stellen brüchig wie Kreide und verfärbt sind.

Was sind Kreidezähne? Bedeutung, Definition, Erklärung

Fachsprachlich heißt der Zahndefekt Molaren-Inzisiven-Hypomineralisation (MIH). Die Zähne sind überempfindlich, was das Kauen und auch das Zähneputzen erschwert. Die Folge kann eine Karieserkrankung sein. Der entwicklungsbedingte Zahnschmelzdefekt betrifft in der Regel die Schneidezähne und die bleibenden Backenzähne. Die Ursachen sind mit Stand 2021 noch unbekannt, es gibt nur Hypothesen. Möglicherweise sind Geburtskomplikationen oder Erkrankungen der Mutter in der Schwangerschaft sowie Erkrankungen des Kindes bis zum vierten Geburtstag verantwortlich. Symptomatisch sind die Zahnempfindlichkeit, die Verfärbungen, mögliche Zahnschmelzeinbrüche und Karies. Kreidezähne lassen sich je nach Schweregrad mit Versiegelungen, Füllungen, Kronen und nötigenfalls dem Ziehen eines betroffenen Zahns behandeln. Wenn Eltern an ihrem Kind Kreidezähne feststellen bzw. vom Zahnarzt darauf aufmerksam gemacht werden, sollten sie zum Zähneputzen desensibilisierende Pasten geben sowie auf die konsequente Zahnpflege inklusive Querputzen der Backenzähne, eine zahnfreundliche Ernährung und die strikte Kariesprophylaxe achten.

Was passiert bei Kreidezähnen im Zahnschmelz?

Der Zahnschmelz ist die härteste Substanz unseres Körpers. Er umgibt das Zahnbein und schützt es damit. In Kreidezähnen ist er aufgeweicht, weil er zu wenig Hydroxylapatit (zahnschmelzhärtendes Mineral) und zu viel Protein und Wasser enthält. Wenn er bricht, können Bakterien das Zahnbein angreifen, wo sie Entzündungen auslösen. Diese führen zur Überempfindlichkeit der Zähne. Kreidezähne erhielten im Jahr 2003 ihre heutige Bezeichnung als Molaren-Inzisiven-Hypomineralisation (MIH), nachdem sie ab 1987 (zuerst in Schweden) durch Zahnärzte häufiger diagnostiziert worden waren. Zunächst kam die Vermutung auf, dass sie etwas mit veränderten Ernährungsgewohnheiten zu tun haben, doch diese Hypothese wurde wieder verworfen. Wahrscheinlich gab es die Kreidezähne schon immer. Dass sie mit der Nahrung des Kindes kaum etwas zu tun haben, lässt sich aus dem Umstand ableiten, dass sie in der Regel schon brüchig und verfärbt sind, wenn sie sich als zweite Zähne durch das Zahnfleisch aus dem Kiefer schieben. Es können bei einem Kind durchaus alle Zähne betroffen sein. In selteneren Fällen sind schon die Milchzähne Kreidezähne (Milchmolaren-Hypomineralisation). Das verweist darauf, dass wahrscheinlich andere Erkrankungen des Kindes oder der Mutter während der Schwangerschaft ursächlich sind. Auch treten Kreidezähne trotz sehr unterschiedlicher Ernährungsgewohnheiten in einzelnen Weltregionen überall auf dem Globus auf. Für Deutschland kennt man Zahlen von betroffenen Kindern:

  • Rund 10 – 15 % der Kinder haben mehrere bis sehr viele Kreidezähne.
  • 28,7 % der 12-Jährigen haben mindestens einen von MIH betroffenen Backenzahn.
  • Kreidezähne kommen bei den 9- bis 15-Jährigen häufiger vor als Karies.
  • Nur wenige betroffene 12-Jährigen leiden unter einer schweren MIH. Diese wäre durch großflächige Schmelzeinbrüche gekennzeichnet. Überwiegend ist die Erkrankung aber nur gering ausgeprägt. Es können zwar viele Zähne betroffen sein, doch nur selten bricht der Zahnschmelz.

Zahnschelzbildung

Die Zähne bilden sich schon beim ungeborenen Fötus ansatzweise aus. In den letzten Schwangerschaftswochen und beim Neugeborenen produzieren sogenannte Ameloblasten (zahnschmelzbildende Zellen) diejenigen Proteine, welche die Grundstruktur des Zahnschmelzes bilden. Die Proteine sorgen auch für die Mineralisierung von Kalzium und Phosphat zu Hydroxylapatit, das den Zahnschmelz härtet. Ab dem frühen fünften Lebensjahr stellen die Ameloblasten diese Tätigkeit ein, sodass ein nicht funktionsfähiger Zahnschmelz auch nicht mehr repariert werden kann. Bei Kreidezähnen funktionieren die Ameloblasten nicht richtig, was die Zahnschmelzbildung (Amelogenese) stört.

Welche Krankheiten könnten Kreidezähne verursachen?

Wie erwähnt gibt es hierzu nur Hypothesen. Diskutiert werden mit Stand 2021 diese Auslöser:

  • Sauerstoffmangel während der Geburt
  • Frühgeburt
  • Kaiserschnitt
  • zu geringes Geburtsgewicht
  • Bronchitis, Asthma, Masern, Windpocken oder häufiges hohes Fieber bis zum vierten Lebensjahr
  • Vitamin-D-Mangel
  • starker Einsatz von Antibiotika beim Kleinkind
  • Störungen des Kalzium-Phosphat-Haushaltes (eventuell durch eine chronische Nierenerkrankung) während der Schwangerschaft oder beim Kleinkind
  • Umweltgifte (Dioxine, polychloriertes Biphenyl) während der Schwangerschaft oder beim Kleinkind
  • genetische Faktoren

Diagnostik und Therapie von Kreidezähnen

Eltern stellen meistens die ersten Symptome recht schnell fest. Die Zähne (manchmal schon die Milchzähne, oft die bleibenden Zähne) zeigen scharf abgegrenzte weiß-cremige bis gelbbraune Stellen, die sich nicht wegputzen lassen. Manchmal platzt auch Zahnschmelz ab. Das Kind verweigert wegen glaubhafter Schmerzen das Zähneputzen und möchte deshalb auch nichts Heißes oder Kaltes essen. Der Zahnarzt muss zunächst andere Erkrankungen ausschließen, die ähnliche Symptome zeigen, so etwa eine Amelogenesis imperfecta, die ebenfalls zu einem Zahnschmelzdefekt führt. Auch muss der Zahnarzt auf Karies und mechanische Ursachen von Zahndefekten untersuchen. Wenn es sich eindeutig um Kreidezähne handelt, ordnet sie der Zahnarzt einem Schweregrad zu. Es existieren verschiedene Vorschläge zur Klassifizierung, so etwa der in Deutschland gern verwendete Würzburger MIH-Treatment Need Index. Er schlägt vier Schweregrade (Indizes) vor:

  • Index 1: ohne Hypersensibilität und Substanzdefekt
  • Index 2: ohne Hypersensibilität, aber mit Substanzdefekt
  • Index 3: mit Hypersensibilität und ohne Substanzdefekt
  • Index 4: mit Hypersensibilität und Substanzdefekt.

Schwere Fälle können unbehandelt zu Schmerznotfällen führen. Daher sollten Eltern die Diagnose und Therapie nicht verschleppen. Das Hauptziel besteht im Schutz vor Karies, um die Zähne zu erhalten. Das Würzburger MIH-Konzept schlägt als Therapie eine Intensivprophylaxe für den Kariesschutz vor. Dafür trägt der Zahnarzt alle drei Monate hoch konzentrierten Fluoridlack an betroffenen Stellen bzw. auf kompletten Zähnen auf. Sealing (Versiegelung) eignet sich bei milden Ausprägungen, deren größtes Problem die Überempfindlichkeit der Zähne ist. Die verwendeten Materialien können Kunststoff oder Glasionomerzement sein. Bei eingebrochenem Zahnschmelz kommen Kompositfüllungen infrage. Größere Schäden lassen sich mit Kronen reparieren. Das letzte Mittel ist das Ziehen des betroffenen Zahns. Die Lücke ist anschließend zu schließen.

Kreidezähne: Persönliche Gegenmaßnahmen

Kreidezähne lassen sich mit Stand 2021 nicht vermeiden, weil man die Auslöser noch nicht kennt. Eltern können aber die Beschwerden lindern. Das Kind sollte Süßigkeiten nur selten und nur als Nachtisch erhalten sowie sich nach dem Genuss stets die Zähne putzen. Das lässt sich durchsetzen, wenn das Kind ohne freiwilliges Zähneputzen im Anschluss keine Süßigkeiten erhält. Von gesüßten Getränke (zumindest mit Zucker gesüßten) ist gänzlich abzuraten. Bei Zähneputzen benötigt das Kind eine sehr genaue Anleitung. Es muss das Querputzen der Backenzähne erlernen (Zahnbürste rechtwinklig zur Zahnreihe bewegen). Das lindert die Beschwerden sehr effizient.

Was ist ein Rauchmelder und wie findet man einen guten? Erklärung


Obwohl eigentlich klar sein sollte, worum es sich bei einem Rauchmelder handelt, ist dieser nicht jedem ein Begriff. Bei einem Rauchmelder beziehungsweise Brandmelder handelt es sich um ein technisches Gerät, das im Falle eines Brandes einen Alarm auslöst. Dadurch werden anwesende Personen gewarnt, Leben gerettet und gegebenenfalls Sachschäden vermieden. Allein die Tatsache, dass Menschen im Schlaf durch den aufsteigenden Rauch nicht aufwachen und somit einem hohen Sterberisiko ausgesetzt sind, spricht für die Installation von Rauchmeldern. Neben klassischen Rauchmeldern gibt es auch größere Anlagen, die beispielsweise in der Industrie zum Einsatz kommen.

In Deutschland sind Eigentümer und Vermieter in allen Bundesländern dazu verpflichtet, Rauchmelder zu installieren. In welchen Räumen diese letztendlich platziert werden, kann sich jedoch von Region zu Region unterscheiden. Fakt ist, dass das Thema Brandschutz in Deutschland eine große Rolle spielt, was sich unter anderem an dem Verbot von Himmelslaternen zeigt. Doch worauf muss man beim Kauf eines Rauchmelders überhaupt achten? Eine berechtigte Frage, die wir Ihnen gerne beantworten.

Rauchmelder: Europäische Norm DIN EN 14604 ist ein essenzielles Kriterium

Produkte beziehungsweise Gerätenormen sind ein entscheidendes Kriterium bei der Auswahl eines Rauchmelders. Sie legen fest, welche Anforderungen, Prüfverfahren und Leistungskriterien die Geräte erfüllen müssen, damit eine Verwendung in Wohnungen und Häusern unbedenklich ist. In Europa ist die hierfür gültige Norm DIN EN 14604. Nur wenn ein solcher Aufdruck auf dem Rauchmelder zu sehen ist, können Sie davon ausgehen, dass es sich um ein hochwertiges Modell handelt. Von Rauchmeldern ohne entsprechende Zertifizierung sollten Sie sich distanzieren, da es schließlich um die Sicherheit geht.

Q-Rauchmelder von Feuerwehren in ganz Deutschland empfohlen

Sowohl die Feuerwehren in Deutschland als auch renommierte Testanbieter wie Stiftung Warentest empfehlen den Kauf von Q-Rauchmeldern. Einer der Gründe dafür ist, dass Sie bei diesen Rauchmeldern eine Sicherheitsgarantie von 10 Jahren haben. Das gilt nicht nur für die Batterie, sondern auch den Rauchmelder selbst. Regelmäßige Batteriewechsel bleiben Ihnen dadurch erspart, ohne dass Sie sich Sorgen um die Sicherheit machen müssen. Zudem spart dieser Umstand Zeit und Geld. Ein weiterer Pluspunkt von Q-Rauchmeldern ist die Seltenheit von Falschalarmen. Fehlalarme lassen sich bei Rauchmeldern nie ganz ausschließen und können ganz schön ärgerlich sein. Greifen Sie also am besten direkt zu einem Rauchmelder, bei dem entsprechende Vorfälle verhältnismäßig selten sind. Schließlich wollen Sie mit Sicherheit nicht grundlos aus dem Schlaf gerissen werden.

Bedienungsanleitung sollte möglichst verständlich sein

Im Grunde gibt es bezüglich der Bedienung eines Rauchmelders nicht viel zu beachten, dennoch kann es nicht schaden, wenn eine verständliche Bedienungsanleitung vorliegt. Schließlich können Fehler fatale Folgen haben und Sie sollten zudem wissen, wie Sie das Gerät im Falle eines Fehlalarms schnell ausschalten.

Störendes LED-Blinken hat im Schlafzimmer nichts zu suchen

Manche Rauchmelder haben ein LED-Blinken, was gerade im Schlafzimmer äußerst störend sein kann. Beim Kauf eines Rauchmelders sollten Sie daher darauf achten, dass kein solches Blinken vorliegt. Zumindest bei Schlafzimmern sind entsprechende Rauchmelder ein Tabu. Ob Sie sie im Wohnzimmer aufstellen möchten, bleibt hingegen Ihnen überlassen. Wir empfinden LED-Blinken jedoch generell als störend und raten daher davon ab.

Was ist Biohacking? Bedeutung, Definition, Erklärung


Hinter dem Begriff „Biohacking“ verbirgt sich eine Wissenschaft, bei welcher versucht wird, das persönliche biologische (körperliche und geistige) Potential zu ermitteln, zu entfalten und zu optimieren.

Was ist Biohacking? Bedeutung, Definition, Erklärung

Beim Biohacking wird auf verschiedene Art und Weise auf den Organismus eingewirkt. Dies kann auf biologische, technische oder auch chemische Weise geschehen. Die Einwirkungen werden mit dem Ziel vorgenommen, die Leistungsfähigkeit zu verbessern.

Um sich in eine bestmögliche Richtung positiv entwickeln zu können ist es nötig, den eigenen Geist und Körper bestmöglich zu kennen und zu verstehen.

Biohacking ist auch eine Maßnahme, um dem Alterungsprozess entgegen zu wirken.

Vor allem in den USA, aber auch schon in vielen Teilen Europas betreiben Menschen mit wachsender Euphorie das Biohacking.

Bereiche des Biohacking: Erklärung

Grundsätzlich wird das Biohacking in drei verschiedenen Bereichen durchgeführt.

Einen Bereich bilden Körper und Geist. Hier kann man durch Ernährung einen großen Einfluss nehmen. Auch Routinen spielen eine große Rolle, ebenso wie die Veränderung von Verhaltensweisen. Für die Optimierung muss man die körpereigenen Abläufe verstehen. Dabei geht es auch um Bereiche wie das Immunsystem und die Konzentrationsfähigkeit. Mit der Kenntnis über die Funktionsweisen lassen sich dann Maßnahmen und Verhaltensweisen ableiten, die zu einer Optimierung führen.

Es gibt verschiedene Instrumente, die das Biohacking unterstützen. Hierzu gehören vor allen Fitness- und Schlaftracker, welche eine genaue Datenerhebung durchführen, deren Auswertung dann die Richtung vorgeben.

Extremere Anhänger des Biohacking nutzen auch Implantate oder sogenannte RFID-Chips zur Informationsspeicherung. In Europa sind bereits mehr als 50.000 Menschen mit einem Chip oder Implantat ausgestattet.

Diese Chips senden zum Teil bestimmte Impulse, je nach Laufrichtung. Wenn man sich gen Norden bewegt, erfolgt eine Vibration.

Es werden weiter auch Experimente mit dem menschlichen Körper durchgeführt. So können zum Beispiel die Reaktionen auf externe Einflüsse wie Wärme oder Kälte gemessen werden. Auch hieraus ergeben sich wieder wichtige Informationen für eine Selbstoptimierung.

Die Wirkung verschiedener Lebensmittel wird ebenfalls überprüft. Auch wird der Stoffwechsel mit einbezogen. Hier kann versuchsweise die Ernährung von einer Zucker- auf eine Fettverbrennung umgestellt werden.

Weiter beschäftigen Biohacker sich auch mit der menschlichen DNA. So gilt es herauszufinden, ob die DNA vorbelastet ist und sich hier eventuelle Mutationen verbergen. Mit gezielten Untersuchungen können diese sichtbar gemacht werden. Ein großer Teilbereich des Biohacking ist die Epigenetik. Hierbei geht es darum, die eigene Abstammung zu entschlüsseln.

Ein weiterer Bereich des Biohacking befasst sich mit der Verwendung bestimmter Tools. Diese setzen externe Impulse oder stimulieren bestimmte Areale des Körpers. Auch dies soll zu einer Optimierung des Organismus führen. Mögliche technische Tools sind Neuro-Feedback-Geräte, Brainwaves oder auch Geräte, die die Gehirnaktivität anregen.

Biohacking:  Wie wird man ein Biohacker?

Zunächst einmal muss man damit anfangen, seinen Körper zu erkunden. Jede Information über die körpereigenen Abläufe und Zusammenhänge bietet eine Grundlage zur Verbesserung. Dabei geht es zunächst einmal darum, bekannte negative Probleme und „Störungen“ zu beseitigen. Hierzu gehören vor allem Stress, Müdigkeit oder auch Schlafstörungen. Durch das Beheben der Probleme kann ein neues Wohlbefinden eintreten.

Vielfach müssen verschiedene Ansätze zunächst einmal getestet und ausprobiert werden. Nicht jeder Körper reagiert gleich. Zudem muss man stets an sich weiter arbeiten. Es gilt auch, Entscheidungen zu treffen, die das Leben auf den Kopf stellen können. Man arrangiert sich nicht länger mit dem, was man hat – wie z.B. bestimmte Ernährungsgewohnheiten oder Rhythmen. Dabei hilft es sich vor Augen zu führen, dass man selbst Einfluss nehmen kann. Hierbei muss man natürlich trotzdem noch seine eigenen Grenzen kennen. Das Denken sollte lösungsorientiert sein. Man darf keine Scheu vor Experimenten haben. Das gesamte Biohacking fängt dabei im eigenen Kopf an.

Biohacking: Tools und Werkzeuge

Ein mögliches Tool ist eine Brille mit Blaulichtfilter. Wenn die Netzhaut blaues Licht aufnimmt, dann wird dem Körper suggeriert, es sei heller Tag. Dies führt zu einer Steigerung der Konzentration. Auch sorgt das Licht dafür, dass man wach bleibt. Die Einstrahlung von blauem Kunstlicht führt zu einer Hemmung der Melaninproduktion. Melanin ist dafür verantwortlich, dass man müde wird. Durch den Blaulichtfilter wird diese Wirkungskette unterbrochen, so dass das Einschlafen leichter fällt. Es tritt eine bessere Erholung ein.

Biohacking: Was ist die kalte Thermogenese?

Ein weiterer Bereich ist die sogenannte kalte Thermogenese. Durch Kälte wird braunes Fettgewebe oxidiert. Dadurch wird Hitze freigesetzt, die sich im gesamten Körper breitmacht. Diese Funktion sollte man trainieren, da sie ansonsten verkümmert. Durchführen kann man die kalte Thermogenese ganz einfach mit einer kalten Dusche am Morgen. Die kalte Thermogenese kann eine Reihe positiver Wirkungen auf den Organismus haben. So kurbelt sie nicht nur die Fettverbrennung an, sie stärkt zudem auch das Immunsystem.

Biohacking: Meditation und Fasten

Im Biohacking ist auch die Meditation ein wichtiger Teilbereich. Dabei geht es vor allem um Entspannung. Man kann für sich selbst entscheiden, welche Form der Meditation man wählt und wie man diese durchführt.

Im Bereich der Ernährung erreicht das intermittierende Fasten einen immer höheren Stellenwert. Es gibt verschiedene Methoden, die Nahrungsaufnahme zu kontrollieren. Das Fasten ist eine uralte Technik. Regelmäßiges Fasten führt zu einer Reduzierung des Körperfettanteils, zu einer Regulierung des Blutzuckerspiegels und auch zu einer Bekämpfung von Entzündungen im Körper. Es entspricht dabei dem natürlichen Essverhalten des Menschen.

Aber auch Diäten wie die Paleo- oder die Bulletproof Diät orientieren sich an der ursprünglichen Programmierung des Körpers. Bei der Paleodiät werden nur Lebensmittel verzehrt, die regionaler Herkunft sind und keine künstlichen Zusatzstoffe enthalten. Bei der Bulletproof-Diät werden Lebensmittel wie der Bulletproof-Coffee und andere Supplemente konsumiert. Auch hier geht es um eine Ernährungsweise mit natürlichen Zutaten.

Biohacking: Schlaf optimieren

Um den Schlaf zu optimieren, kann man sich zum einen der Brille mit Blaulichtfilter bedienen. Weiter spielen aber auch die richtige Ernährung sowie Bewegung eine wichtige Rolle. Durch ein erfolgreiches Zusammenspiel aller Komponenten kann sich der Körper in der Nacht erfolgreich erholen und regenerieren. Im Rahmen der Ernährung achten Biohacker vor allem darauf, wichtige Mikronährstoffe zu konsumieren. Diese findet man vor allem in den sogenannten Superfoods. Möglich ist auch die Einnahme bestimmter Nahrungsergänzungsmittel, um den Körper mit allen wichtigen Nährstoffen zu versorgen.

Was ist intuitives Essen? Wie geht intuitives Essen? Erklärung


Bei intuitivem Essen geht es darum, wieder mehr auf den eigenen Körper zu achten. Oft folgen wir bestimmten Ritualen, zu denen auch strikte Essenszeiten gehören. Intuitives Essen geht dagegen davon aus, dem Bauchgefühl zu folgen. Die Mahlzeit gibt es dann, wenn der Körper ein Hungergefühl liefert (und man das auch wahrnimmt!) Zwei Ernährungsberaterinnen, Evelyn Tribole und Elyse Resch, schrieben 1995 ein Buch, dass sich mit diesem Konzept des Essens befasst.

Was ist intuitives Essen? Wie geht intuitives Essen? Erklärung

Der entscheidende Aspekt ist ein natürliches Essverhalten, dass sich nach den Signalen des Körpers richtet. Eigentlich ist dieses Verhalten angeboren. Jedes Baby weiß, wann es Hunger hat und wann es satt ist. Erwachsene verlernen dieses natürliche Verhalten. Äußere Einflüsse und Gewohnheiten verdrängen die Signale, die echten Hunger und echte Sättigung wahrnehmbar machen.

Im Vergleich zu Diäten, die auf Verboten und Schuldgefühlen basieren, handelt es sich bei intuitiven Essen um das Gegenteil. Die Ernährungsphilosophie lässt sich vom Wohlbefinden leiten. Um dies zu erreichen, müssen einige Gewohnheiten abtrainiert werden. Feste Essenszeiten unterdrücken das Hungergefühl, auch das rituelle Essen vor Fernseher oder in Gesellschaft ignoriert die Signale des Körpers. Gelingt es diese störenden Einflüsse zu beseitigen, ist Diät nicht mehr nötig.

Dies bedeutet den Ausbruch aus dem Korsett der Regeln und Vorschriften, die eine Diät begleiten. Für die meisten geht damit eine Last zu Ende, die sonst nie endet. Nur die wenigsten Diäten führen tatsächlich zu einem dauerhaften Erfolg. Gelingt es, die natürlichen Signale wieder zu erlernen, kehrt auch Lebensqualität zurück. Entscheidend ist eine einzige Regel: Sendet der Magen ein Hungergefühl, ist Esszeit. Kehrt ein Sättigungsgefühl ein, ist das Essen beendet. Aufessen, was auf den Teller kommt, ist tabu. Dafür gibt es ansonsten keine Regeln. Auf den Teller kommt, was schmeckt.

Die Erfinderinnen des intuitiven Essens: Geschichte, Ursprung

Im Jahr 1995 schrieben Evelyn Tribole und Elyse Resch das Buch „Intuitive Eating“. Tribole ist eine Ernährungsberaterin und besitzt eine Praxis in Newport Beach, Kalifornien. Als Bestsellerautorin hat sie insgesamt neun Bücher über die Ernährung verfasst. In den USA wird sie gern von Medien zu diesem Thema befragt, darunter von der New York Times, CNN, NBC, Fox News oder der Atlantic Vogue. Sie führt regelmäßig Workshops durch und war lange Sprecherin der American Dietetic Association.

Elyse Resch ist eine Ernährungstherapeutin, die sich neben dem intuitiven Essen mit Essstörungen beschäftigt. Sie besitzt eine Praxis in Beverly Hills und veranstaltet regelmäßig Workshops zum Thema Essen. Namhafte Medien laden sie gern zu Interviews ein, außerdem veröffentlicht Elyse Resch Podcasts. Sie gehört mehreren US-Fachverbänden an und schult Fachkräfte in Gesundheitsberufen.

In Deutschland beschäftigt sich Dr. med. Mareike Awe mit intuitiven Essen. Sie beschäftigt sich seit ihrem Studium mit diesem Thema und änderte daraufhin nach ihren eigenen Aussagen ihre eigenen Gewohnheiten. Ihr Ziel ist es, den Diätwahn zu durchbrechen und sich „von innen heraus“ gesund zu ernähren. Mareike Awe produziert YouTube-Videos und Podcasts, in denen sie das intuitive Essen erklärt. Außerdem bietet sie kostenlose Online-Seminare an. Dr. Awe setzt auf ein mentales Bewusstsein, wofür sie ihre Erfahrungen als Mentalcoach und ausgebildete Hypnotiseurin einsetzt.

Erklärung: So funktioniert intuitives Essen

Generell basiert das intuitive Essen auf der Erkenntnis, dass der Körper am besten weiß, was er benötigt, um gesund zu sein. Es gibt dabei keine Tabus, auch Schokolade ist erlaubt. Es kommt darauf an zu essen, wenn der Körper hungrig ist. Dafür gibt es Signale, deren Bedeutung viele von uns nicht mehr erkennen. Grund ist das Essen aus Gewohnheit, in Geselligkeit und bei anderen Anlässen, welche mit dem Hunger keinen Zusammenhang haben. So kommt es, dass viele Erwachsene Hungergefühle nicht mehr erleben. Eine Regel gibt es beim intuitiven Essen also doch: Das Erlernen, wie der Körper das natürliche Hungergefühl sendet.

Es geht darum, die inneren Signale neu zu entdecken. Sie sind bei jedem Menschen anders. Hinzu kommt, dass Hunger und Durst ähnliche Signale senden. Dr. med, Mareike Awe empfiehlt, zunächst die Zeichen des Dursts zu erkennen. Dies können eine trockene Kehle oder eine zunehmende Unkonzentriertheit sein. Mit dem bewussten Trinken eines Glases Wasser lasst sich auch erlernen, welche Signale der Körper aussendet, dass er nicht mehr durstig ist. Dies ist eine erste Übung, den Körper besser zu verstehen.

Die Theorie geht davon aus, dass es kein gutes und schlechtes Essen gibt. Es sollen Speisen gewählt werden, zu denen der Körper uns führt. Die Lust auf Junk-Food ersetzt der Körper langsam durch den Wunsch auf natürliche Lebensmittel mit hohem Nährwert. Um dies zu erreichen, muss das Essen zu einer bewusst ausgeübten Tätigkeit werden. Der Genuss steht im Vordergrund, aber auch die Achtsamkeit. Sendet der Körper ein angenehmes Sättigungsgefühl aus, ist das Essen beendet. Den letzten Löffel gibt es nicht mehr.

Entscheidend ist es, mit Gewohnheiten zu brechen. Der Kopf spielt eine entscheidende Rolle, wenn es um die Auswahl des Essens geht. Benötigt der Körper wirklich Chips, wenn der Hunger kommt, oder wäre etwas Obst nicht die bessere Alternative? Hier ist es wichtig, den Kopf und antrainierte Rituale durch das Bauchgefühl zu ersetzen. Um zu lernen, besser auf den Bauch zu hören, empfehlen Ernährungsexperten mentales Training. Es unterstützt die Rückkehr zum uns angeborenen Essverhalten.

Gesundheit und intuitives Essen

Studien haben ergeben, dass sich intuitiv ernährende Menschen ihren Körper besser wahrnehmen. Sie zeigen eine hohe Zufriedenheit mit ihrem Leben, begegnen Herausforderungen optimistisch und sind psychisch besser belastbar. Die Studien wiesen auch nach, dass durch bewusstes Essen die Gefahr von Essstörungen sinkt. Intuitives Essen setzt darauf, dass der Körper intelligenter ist als jede Diät. Heißhungerattacken, die einer Diät meist folgen, treten beim intuitiven Essen nicht auf. Mit dem Achten auf Hunger- und Sättigungssignale pendelt sich der Körper langsam auf sein genetisches Idealgewicht ein. Das bedeutet nicht unbedingt Model-Maße, vielmehr ist damit gemeint, sich gesund zu fühlen.

Bestimmte Ernährungsformen, welche ethischen oder religiösen Regeln folgen, sind kein Widerspruch zum intuitiven Essen. Die Ernährungsweise lässt sich auch vegetarisch oder vegan umsetzen. Auch eine Fastenzeit ist damit vereinbar.

Was ist ein „Food Baby“? Wie wird man es wieder los? Bedeutung, Definition, Erklärung


Als „Food Baby“ wird ein großer und kugelrunder Bauch bezeichnet, welcher wie ein Schwangeren-Bauch aussieht, aber mit einer Schwangerschaft nichts zu tun hat. Ein „Food Baby“-Bauch ist ein Blähbauch. Blähende Lebensmittel oder zu große Mengen von Lebensmitteln sind hier die Ursache.

Der Begriff „Food Baby“ selbst wurde durch verschiedene Fitnessblogger bekannt, die damit gezeigt haben, dass auch ihr Bauch nicht immer glatt und flach aussieht. Doch was genau ist eigentlich ein Food Baby und wie kann man es wieder loswerden?

Was ist ein „Food Baby“? Wie wird man es wieder los? Bedeutung, Definition, Erklärung

Unter diesem Begriff wird ein relativ großer, kugelrunder Bauch bei einer Person verstanden. Normalerweise ist die Person relativ dünn bzw. normal gebaut und ernährt sich auch ausgewogen. Jedoch kann es beim Verzehr von bestimmten Lebensmitteln dazu kommen, dass der Bauch aufgebläht wird – der Bauch sieht dann so aus als wäre die Person hochschwanger und würde ein Baby mit sich herumtragen, daher auch der Name dieses Begriffes. Für die Entstehung eines solchen Food Babys gibt es verschiedene Ursachen, meistens handelt es sich dabei nur um überschüssige Luft im Bauch, die relativ einfach und unkompliziert wieder ausgeschieden wird.
Der Begriff selbst wurde bekannt durch Posts von verschiedenen Fitnessmodels und sorgte vor einigen Jahren für viel Aufsehen.

Wie entsteht das Food Baby?

Es gibt verschiedene Gründe und Faktoren, die ein solches Food Baby begünstigen können. In erster Linie handelt es sich dabei um blähende Lebensmittel: bei der Verdauung dieser Lebensmittel werden verschiedene Gase frei, die den Bauch aufblähen können. Es kommt dabei nicht zu gesundheitlichen Beschwerden, einige Menschen können leichte Bauchschmerzen verspüren, jedoch sind diese Beschwerden ungefährlich. Wer das Food Baby daher vermeiden möchte, sollte auf Knoblauch, Lauch oder Zwiebeln verzichten.

Ebenfalls ist es hilfreich, kleinere Mahlzeiten statt großen über den Tag verteilt zu essen. Auch das Trinken von kohlensäurehaltigen Getränken kann ein Food Baby verursachen.

Beim Essen sollte man darauf achten, langsam und bewusst zu essen. Wer schnell und hastig isst, schluckt dabei auch relativ viel Luft – diese Luft bläht sich im Bauch auf. Nach dem Essen kann ein Verdauungsspaziergang dafür sorgen, dass die Verdauung schneller angeregt wird. Verschiedene Kräutertees können ebenfalls helfen, den Blähbauch zu reduzieren.
Ein Verzicht auf Alkohol und Kaffee kann sich ebenfalls positiv auswirken, denn Kaffee und Alkohol fördern die Produktion von Magensäure, die ebenfalls zu einer Gasbildung führt.

Wie wird man das Food Baby wieder los?

In der Regel verschwindet das Food Baby von selbst nach einigen Stunden wieder. Kommt es jedoch immer wieder zu einem aufgeblähten Bauch, so sollte die Ernährung angepasst werden. Das Food Baby kann in einigen Fällen auch durch Stress verursacht werden – dabei können Sport und Ruhe als Ausgleich helfen und den aufgeblähten Bauch reduzieren.
Auch ein Verzicht auf Fast-Food und im Allgemeinen auf ungesunde und fettige Lebensmittel beugt den Blähbauch vor.

Welche Folgen kann ein Food Baby auf Dauer haben?

Auch, wenn das Food Baby in erster Linie witzig klingt, kann es auf Dauer verschiedene gesundheitliche Folgen haben. Durch die dauerhafte Gasentwicklung in Darm und Magen werden beide Organe gedehnt und verlangen daher grundsätzlich mehr Nahrung, um ein Sättigungsgefühl zu erreichen. Dadurch nehmen die meisten Menschen etwas zu.

Die Entwicklung der Gase kann zu Aufstoßen, starken Bauchschmerzen und zu Schluckauf führen. Nach längerer Zeit kann auch die Magenschleimhaut geschädigt werden, sodass es zu Sodbrennen kommt. Sollte es zu diesen Beschwerden kommen, so ist eine Abklärung mit einem Arzt sehr sinnvoll. Dieser kann nicht nur die Ursachen für die Beschwerden aufzeigen, sondern auch eine gezielte Behandlung einleiten.

Warum haben Nüsse viele Kalorien? Erklärung


Nüsse sind nachgewiesenermaßen sehr gesund, sie stärken das Herz und sollen auch die geistige Fitness fördern. Dennoch haben sie relativ viele Kalorien, denn ihr Fettgehalt ist vergleichsweise hoch. Allerdings machen sie entgegen einer landläufigen Meinung eher nicht dick.

Fett und Kalorien in Nüssen: Warum haben Nüsse viele Kalorien? Erklärung

Hier zunächst ein Referenzwert: 100 Gramm Butter enthalten 81 Gramm Fett und 717 kcal. Das ist viel, doch manche Nusssorten erreichen fast vergleichbare Werte. Dazu eine kleine Auswahl:

  • Macadamianüsse: 703 kcal/100 g | 73 g Fett/100 g
  • Pekannüsse: 703 kcal/100 g | 72 g Fett/100 g
  • Paranüsse: 660 kcal/100 g | 67 g Fett/100 g
  • Walnüsse: 654 kcal/100 g | 63 g Fett/100 g
  • Haselnusskerne: 636 kcal/100 g | 62 g Fett/100 g

Bei anderen Nusssorten ist es etwas weniger, doch insgesamt sind weder die Kalorien noch der Fettgehalt von Nüssen zu unterschätzen. Gerade wegen des hohen Fett­gehalts wurden sie daher jahr­zehnte­lang im Rahmen von Diäten verschmäht. Für eine Person mit Ge­wichts­pro­blemen galten sie als wenig empfehlenswert, sie wurden als „diätuntauglich“ abgestempelt. Inzwischen hat sich diese Ein­schätzung gründlich verändert, seit nachgewiesen wurde, dass Nüsse neben ihren positiven Wirkungen auf das Herz und den Kreis­lauf auch das Körper­ge­wicht eben nicht erhöhen, sondern bei sättigender Wirkung eher stabilisieren. Das liegt an der Zusammensetzung ihrer Fette und an weiteren Inhaltsstoffen. Nüsse sind eiweißreich, sie machen daher schnell satt und tragen ausreichend zur Eiweißversorgung bei. Das Nusseiweiß ist zudem besonders gut verdaulich. Der Anteil an Kohlenhydraten ist wiederum vergleichsweise gering, er liegt unter dem in Obst und Gemüse. Dass Kohlenhydrate sogar größere Dickmacher als Fette sein können, gilt inzwischen als erwiesen. Der Ballast­stoff­anteil in Nüssen ist wiederm nennens­wert, was die Verdauung fördert.

Wie beurteilt man Nüsse heute? Kalorien und Fett

Sie gelten als höchst gesund. Nussesser sind meistens schlanker als diejenigen Personen, die selten bis nie Nüsse knabbern. Allerdings sollten sie doch in mode­raten Mengen, vor allem aber unge­salzen, ungeröstet und natürlich auch ohne Zusatz von Karamell, Zucker oder dergleichen verzehrt werden. Nur pure Nüsse sind eine wert­volle Be­reiche­rung unseres Speise­plans. In botanischer Hinsicht zählen Nüsse zu den Schalenobstsorten, doch ihr Fett-, Eiweiß- und Ballaststoffanteil ist höher als bei sonstigem Obst. Der Fettanteil macht etwa 80 % des Kalorienanteils in Nüssen aus. Das ist aber nicht schlimm, weil es sich vorrangig um ungesättigte Fettsäuren handelt, die bei mäßigem Verzehr auf die Gesundheit positiv wirken.

Weitere wertvolle Stoffe in Nüssen sind:

  • Vitamin B6
  • Vitamin E (fettlöslich, daher in Nüssen gut verwertbar)
  • Niacin
  • Folsäure
  • Kalium
  • Phosphor
  • Magnesium
  • Eisen
  • Natrium
  • Phytosterole (senkt den Anteil von schädlichem LDL-Cholesterin)
  • anti­oxi­dative Phenole

Welche Wirkungen werden Nüssen zugeschrieben?

Wer viele Nüsse isst, soll nervenstark und herzgesund werden oder bleiben. Das Risiko für einen Herzinfarkt und einen Schlaganfall soll ebenso wie das für Krebserkrankungen und wie der LDL-Cholesterinspiegel sinken. Die positiven Folgen für das kardiovaskuläre System wurden in Studien nachgewiesen. Ernährungswissenschaftler empfehlen daher rund 40 Gramm Nüsse pro Tag (gemischt), aber strikt ohne jede Zugabe. Liebhaber von Nüssen sollen auch weniger unter Stress leiden. In einer Studie wurde Stress experimentell erzeugt. Die Versuchspersonen verzehrten gleichzeitig täglich neun Walnusskerne: Das senkte ihren Blutdruck, der durch den Stress zunächst angestiegen war. Man vermutet, dass dies auf der Nährstoffkombination von Nüssen basiert. Auch stärken Nüsse generell das Nervenkostüm und gelten daher schon länger als Nervennahrung. Die Konzentration sollen sie ebenfalls fördern. Walnüsse stehen im Ruf, entzündungshemmend zu wirken.

Halten Nüsse schlank? Erklärung

In der Tat lautet so die frohe Botschaft. Nachgewiesenermaßen haben diejenigen, die regelmäßig in ihre Nahrung Nüsse integrieren, im Durchschnitt ein etwas niedrigeres Körpergewicht als die Nussverweigerer. In mehreren Studien wurde zudem belegt, dass der zusätzliche Verzehr von Nüssen auch über einen längeren Zeitraum kaum oder gar nicht das Gewicht erhöht. Das liegt daran, dass die Kalorien aus den Nüssen im Vergleich zu anderen Nahrungskalorien etwa aus Süßigkeiten und Fleischwaren weniger im Körperfett gespeichert werden. Verantwortlich für diesen Effekt ist das Nährstoffprofil der Nüsse, also die Art der Fette (ungesättigte Fettsäuren), der geringe Kohlenhydrat- sowie der hohe Ballast- und Eiweißanteil. Vermutlich regen Nüsse den Energieverbrauch im Körper an. Da sie selten vollständig zerkleinert gegessen werden, nimmt der Körper außerdem das enthaltene Fett nicht komplett auf. Gleichzeitig machen die Nüsse satt, was insgesamt die Nahrungsaufnahme reduziert.

Der richtige Umgang mit Nüssen

Ganze Nüsse mit Schalen können bis zu sechs Monate lang unbedenklich gelagert werden. Geschälte, geriebene und gehackte Nüsse hingegen sollten zügig verbraucht werden, weil sie anfällig für Schimmelpilze, die Aufnahme von Fremdgerüchen und für Verfärbungen sind. Sie werden wegen ihres hohen Fettanteils auch leicht ranzig. Besonders der Einfluss von Wärme, Sauerstoff und Licht beschleunigt ihren Verderb. Wer ganze Nüsse in Schalen kauft, sollte darauf achten, dass die Schale noch fest geschlossen ist. Durch einen Schütteltest lässt sich feststellen, wie frisch die Nuss ist. Sie darf in der Schale nicht klappern. Nach dem Aufbrechen sollte der Nusskern weiß sein: Das zeigt seine Frische an. Luftdicht verschlossen halten sich die reinen Nusskerne (ohne Schale) im Kühlschrank noch rund vier Wochen, eingefroren sind es bis zu 12 Monate. Viele Nüsse werden geknackt, um sie aus den Schalen zu befreien, bei Mandeln und Pistazien wiederum genügt das kurze Einlegen in kochendes Wasser und das nachfolgende Abschrecken, um die dünne Haut abzulösen. Haselnüsse können für zehn Minuten in den Backofen (200°). Damit platzt ihre Haut auf, die sich danach einfach abreiben lässt. Warme und leicht feuchte Nüsse lassen sich leichter hacken. Der Verzehr von Nüssen ist eine schmackhafte Zwischenmahlzeit, zu der beispielsweise Apfelmus passt. Sie ist deutlich gesünder als Chips und Schokolade.

Fazit: Warum haben Nüsse viele Kalorien und Fett? Erklärung

Nüsse haben viele Kalorien, das ist wahr, doch sie sind deswegen noch lange keine Dickmacher. In Maßen genossen gelten sie im Gegenteil als höchst gesund und können sogar eine Diät unterstützen.

Was ist „Mizellenwasser“? Bedeutung, Definition, Erklärung


Bei Mizellenwasser handelt es sich kurz gesagt um ein Produkt, das Gesichtswasser und Make-up Entferner beinhaltet. Es dient nicht allein zur Reinigung, sondern führt der Gesichtshaut ausreichend Feuchtigkeit zu. Zudem können Mizellen als sogenannter Toner fungieren. Toner verfeinern den Teint und sorgen für zusätzliche Frische. Der Markt bietet unter anderem Reinigungstücher, die mit Mizellenwasser getränkt sind und dadurch als ideales Pflegeprodukt für Eilige sowie für den Gebrauch unterwegs prädestiniert sind.

Was ist „Mizellenwasser“? Bedeutung, Definition, Erklärung

Mizellen an sich bilden sich aus einer Kombination von winzigsten Tensid-Molekülen, welche gleichermaßen hydrophil (Wasser-liebend) und lipophil (Fett-liebend) sind. Dadurch sind Mizellen in der Lage gleichzeitig fettlösliche und wasserlösliche Rückstände, die Umweltschmutz und Make-up im Alltag hinterlassen, beispielsweise aus dem Gesicht zu entfernen.

Anstatt mehrere Beauty-Produkte zur sorgfältigen Gesichtsreinigung einzusetzen, ist aufgrund der Mizellen-Technologie ein einziges ausreichend. Zudem ist weder starkes Rubbeln/Reiben (Hautreizungen) noch zusätzliches Wasser nötig.

Mizellenwasser sowie andere Produkte mit Mizellen wie beispielsweise Duschgels und Waschcremes ermöglichen somit eine zeitsparende, schnelle und gleichzeitig optimale Reinigung der Haut, ohne Reizungen zu verursachen. Das jeweilige Pflegeprodukt sollte allerdings dem individuellen Hauttyp angepasst sein. Mizellen-Produkte hinterlassen nach der Nutzung ein erfrischendes Gefühl auf der Haut, sind praktisch anzuwenden und ersparen die Investition in diverse andere Pflegeprodukte zur Hautreinigung.

Wie wirken Produkte mit Mizellen?

Beinhalten beispielsweise Reinigungstücher/Gesichtswasser Mizellen, können diese aufgrund ihres lipophilen Kerns Fett-lösliche unter anderem Schmutzpartikel oder Make-up Reste umschließen und mühelos entfernen. Dadurch ist kein Druck auf die Haut oder starkes Reiben nötig. Mizellen ziehen zudem ganz nebenbei überschüssigen Hauttalg fast magnetisch von der Haut ab. Durch diese Art der Gesichtsreinigung kann sogar Mascara in einem Reinigungsschritt entfernt werden.

Der äußere Bereich der Mizellen ist Wasser-liebend und haftet deshalb an den mit Mizellenwasser befeuchteten Reinigungstüchern oder an einem Wattepad. Die hydrophile Schicht kann gleichzeitig eventuelle Reste von Verschmutzungen entfernen und mittels Wattepad oder Tuch aufnehmen. Dabei hinterlässt Mizellenwasser letztendlich eine Öl-freie Gesichtshaut mit einem frischen, angenehm sauberen Gefühl.

Warum ist Mizellenwasser empfehlenswert?

Ist Mizellenwasser exakt auf den Hauttyp abgestimmt, reinigt es die Haut gleichermaßen gründlich, schnell und sanft. Hautirritationen lassen sich wesentlich seltener beobachten, als es bei anderen Produkten vorkommen kann. Deshalb lassen sich beispielsweise weiche Mizellen-Reinigungstücher auch rund um die Augen anwenden.

Können Mizellen-Produkte schaden?

Mizellenwasser ist im Allgemeinen sehr gut verträglich. Bei Kauf der Produkte muss allerdings unbedingt auf den Hauttyp geachtet werden. Bei einer Überpflege mit Mizellen-Produkten, kann es in wenigen Fällen zu Irritationen kommen. Deshalb höchstens zweimal pro Tag verwenden!

Wie wird Mizellenwasser angewendet?

Um Produkte mit Mizellenwasser in die tägliche Pflegeroutine einzufügen, wird nur wenig Zeit benötigt. Mizellen-Gesichtswasser zur Reinigung wird beispielsweise mit einem Wattepad aufgetragen. Noch schneller geht es natürlich mit den praktikablen Reinigungstüchern. Diese werden lediglich sanft über die Gesichtshaut geführt und nehmen dabei unerwünschte Rückstände wie beispielsweise Staub auf.

Welche Vorteile bieten Mizellen im Alltag? (Bedeutung, Mizellenwasser)

Für Eilige: Nach einem anstrengenden Arbeitstag oder abends nach einer Party ist oft nicht mehr viel Motivation für umständliche Reinigungs-Rituale vorhanden. Hier sind praktische Mizellen-Reinigungstücher eine schnelle Alternative, die mindestens ebenso gründlich wirken und sich einfach handhaben lässt.

Für Sportlerinnen: Da Make-up tagsüber meistens Pflicht ist, beim Workout allerdings wesentlich stören würde, lassen sich unter anderem Puder und Rouge durch Mizellen-Produkte in Minutenschnelle beseitigen.

Für Minimalisten: Wer sein Umfeld grundsätzlich auf die nötigsten Utensilien und Produkte reduziert hat, möchte auch im Badezimmer auf unzählige Tuben, Fläschchen und Tiegel verzichten. Mizellen-Tücher zur Gesichtsreinigung können mehrere Produkte ersetzen und nehmen fast keinen Platz ein. Es sollte jedoch auch an eine regenerierende Tages-/Nachtpflege gedacht werden.

Für Reiselustige: Langstreckenflüge und längere Autofahrten hinterlassen auch auf der Gesichtshaut Spuren. Reinigungstücher mit Mizellenwasser passen in jede Handtasche und verwandeln das Gesicht wieder in einen rosigen Teint. Zudem bewirken sie ein angenehmes Frischegefühl.

Wichtig: Mizellen-Produkte sind im Handel für jeden Hauttyp wie normale, trockene und sensible sowie für Misch-Haut erhältlich.

Was ist „No Poo“? Was bedeutet „NoPoo“? Bedeutung, Definition, Erklärung


No Poo ist die Bezeichnung für einen Trend in der Haarpflege. Der Begriff bedeutet, dass kein Shampoo verwendet werden soll. Es handelt sich also um eine Abkürzung für no shampoo. Wobei man sich durch das Weglassen des Shampoos positive Effekte für das Haar verspricht. Assoziationen zum umgangssprachlichen englischen Wort poo für Fäkalien sind durchaus gewollt, um Shampoo als etwas Negatives zu kennzeichnen.

Was ist „No Poo“? Was bedeutet „NoPoo“? Bedeutung, Definition, Erklärung

Die in konventionellen Shampoos verwendeten chemischen Zusätze, wie synthetische Tenside, künstliche Düfte und Silikone, sind als schädlicher für Gesundheit und Haarstruktur erachtet worden. Wobei einige Zusatzstoffe durchaus Allergien auslösen können. Gerade Silikone sind allgemein in die Kritik geraten. Vor allem der PH-Wert der Kopfhaut soll aus dem Gleichgewicht kommen. Valide Studien gibt es für diese Annahme allerdings nicht. Es wird behauptet, dass häufiges Haarewaschen zu schnellerem Nachfetten der Haare führen würde. Darüber gibt unterschiedliche Aussagen von Dermatologen.

Vom Verzicht auf Haarwaschmittel verspricht man sich, dass die Haare gesünder, stärker und glänzender werden. Darüber hinaus spielt für viele Verfechter der No-Poo-Bewegung auch eine entscheidende Rolle, dass die Umwelt weniger belastet werden soll, insbesondere wegen des in Kosmetika u. U. enthaltenen Mikroplastiks.

Entwicklung des Trends „No Poo“ / „NoPoo“

2010 berichtete die New York Times im Artikel „The Great Unwashed“ von dem zunehmendem Bedürfnis in den USA tägliches Duschen und Haarewaschen kritisch zu betrachten, was ein Vorläufer der No-Poo-Bewegung war. Dabei ging es um die umfassendere WO-Tendenz. WO bedeutet water only, es sollte nur Wasser verendet werden. Verstärkt wurde dieser Trend durch den Skandal um Aluminium in Deodorants. Seit 2014 findet auch No Poo vermehrt Anhänger. Prominente wie die Olsen-Zwillinge und Gwyneth Paltrow sollen zu den Anhängern dieser Methode gehören. Zahlreiche Youtuberinnen haben No Poo durch Selbsttests und Propagierung dieser Bewegung in ihren Videos populär gemacht.

Hierbei wird das Haar nur mit lauwarmem Wasser gespült. Vor die Lösung von Schuppen wird eine Massage angewendet. Das Haar soll zwischen den Wäschen regelmäßig gebürstet werden, damit der neu produzierte Talg von der Kopfhaut in die Haarspitzen verteilt und die Durchblutung der Kopfhaut angeregt wird. Davon verspricht man sich, dass nur so viel Talg wie nötigt produziert wird, weil eine Stimulation durch häufiges Haarewaschen ausbleibt. Außerdem sollen die Haare dadurch mehr Glanz erhalten. Einige verzichten sogar gänzlich auf das Waschen der Haare.

No Poo: Shampoo-Ersatz

Gemäßigtere Befürworter der No-Poo-Methode sind auf der Suche nach einer natürlichen Shampoo-Alternative. Dafür wird dann Lavaerde, Heilerde oder Roggenmehl mit Wasser vermischt und wie ein Shampoo angewendet. Auch Kastanien, Waschnüsse und Seifenkraut, die auch zur Herstellung von natürlichen Waschmitteln genutzt werden, finden ebenso Verwendung wie Backpulver. Auch Haarseife kann zum Einsatz kommen, sofern es sich um natürliche Seife handelt. Wobei einige Anwender auf den entfettenden Effekt von Haarseife hinweisen, der den Zielen von No Poo entgegensteht. Essigspülungen und Öle dienen als Conditioner-Ersatz. Doch auch trotz der Verwendung natürlicher Haarwaschmittel soll die Frequenz des Haarewaschens herabgesetzt werden.

Vor allem in der Übergangszeit kann das Haar fettiger erscheinen und vermehrte Schuppenbildung entstehen. Befürworter des No Poo behaupten, dass diese Phase nach sechs bis acht Wochen abgeschlossen sei. Bei medizinischen Problemen mit der Kopfhaut, wie z.B. Ekzemen, empfiehlt es sich, vor dem Umstieg auf diese Methode einen Arzt zu befragen.

Warum heißen Weisheitszähne „Weisheitszähne“? Bedeutung, Wortherkunft, Erklärung


Weisheitszähne, die Backenzähne, die sich am weitesten hinten im Kiefer befinden, werden formal als dritte Backenzähne bezeichnet. aber ihr Spitzname wird viel häufiger verwendet. Wie kam es zu diesem Spitznamen? Haben diese Zähne etwas mit Weisheit zu tun? Werfen wir einen Blick auf den Ursprung und die Geschichte des Namens „Weisheitszähne“.

Warum heißen Weisheitszähne „Weisheitszähne“? Bedeutung, Wortherkunft, Erklärung

Weisheitszähne sind der dritte und letzte Satz von Backenzähnen, die Menschen in ihren späten Teenagern oder frühen Zwanzigern bekommen. Der Name der Weisheitszähne hängt vom Alter der Heranwachsenden ab, da sie jetzt klüger, reifer und weiser sind, als sie ihre Milchzähne bekommen haben. Weisheitszähne hießen im 18. und 19. Jahrhundert Zähne der Weisheit.

So intelligent und allwissend sie auch klingen mögen, Weisheitszähne sind häufig überflüssig. Oft werden Sie feststellen, dass Weisheitszähne dazu neigen, schief oder falsch ausgerichtet zu sein. Dies führt daszu, dass zu viele Zähne auf einem zu kleinen Kieferknochen wachsen und kann sogar zu einer Schädigung der umgebenden Nerven führen. In einigen Situationen können Weisheitszähne beeinträchtigt werden, was bedeutet, dass der Zahn das Zahnfleisch nur teilweise durchbrechen kann. Stellen Sie sich vor, Sie versuchen durch das Fenster zu klettern und bleiben auf halber Strecke stecken. Betroffene Weisheitszähne sind sehr anfällig für Infektionen und führen häufig zu Schmerzen. Als ob das nicht genug wäre, sind betroffene Zähne auch anfällig für Karies und Zahnfleischerkrankungen.

Siehe auch: Warum wir überhaupt Weisheitszähne haben, erfährst du hier.

Warum besitzen wir überhaupt Weisheitszähne?

Weisheitszähne sollen uns helfen, Nahrung zu kauen und den Rest unserer Zähne effizienter zu machen. Allerdings wachsen die Weisheitszähne selten gerade, besonders nicht alle vier zugleich. Die Kieferknochen sind im Vergleich zu vor ein- bis zweihundert Jahren geschrumpft. Die Größe der Zähne blieb aber gleich groß. Daher ist es nicht verwunderlich, dass Menschen mit einem kleineren Gebiss Probleme mit den Zähnen bekommen, insbesondere mit den Weisheitszähnen, da diese erst später wachsen.

In solchen Fällen ist es oft notwendig, die Weisheitszähne zu entfernen. Wie Sie sich vorstellen können, lassen sich einige Weisheitszähne nur schwer entfernen als andere. Die Platzierung und der Winkel des Weisheitszahns sind wichtige Aspekte für die Entfernung. Es gibt einige Möglichkeiten, wie ein Zahnarzt einen störenden Weisheitszahn entfernen kann. Wenn der Zahn vollständig freigelegt ist, kann der Zahnarzt ihn auf ähnliche Weise wie jeden anderen Zahn entfernen. Wenn der Zahn schäg gegen einen anderen Zahn wächst, muss er möglicherweise Stück für Stück operativ entfernt werden.

Fast 85% der Erwachsenen müssen ihre Weisheitszähne entfernen, um Zahnprobleme zu einem bestimmten Zeitpunkt in ihrem Leben zu beheben. Für Patienten ist es äußerst wichtig, einen Zahnarzt zu wählen, der ihnen die bestmögliche Pflege bietet und über langjährige Erfahrung verfügt.

„Weisheitszähne“: Ursprung des Namens und Namensherkunft

Die vier Weisheitszähne wachsen nicht vollständig oder in der richtigen Position. Eine Person, bei der alle vier richtig eingewachsen sind, ist ungewöhnlich, da unsere Kieferknochen seit der Zeit, als die Weisheitszähne für unsere Vorfahren funktionierten, kleiner geworden sind. Bedeutet dies, dass Menschen, die sie in einer ausgerichteten Position vollständig anbauen, klüger sind als andere Menschen?
Nein, es gibt keine Assoziation zwischen den Zähnen selbst und der Weisheit. In der heutigen Zeit brauchen wir keine Weisheitszähne mehr und sie neigen dazu, häufig schräg zu wachsen. Aus diesen Gründen und aufgrund schwieriger Symptome, die mit ihrem Wachstum verbunden sind, werden sie häufig entfernt.

Anstatt eine direkte Verbindung zu der Menge an Weisheit zu haben, die eine Person besitzt, stammt der Name aus dem allgemeinen Alter der Menschen, in denen Weisheitszähne auftauchen. Dies sind die letzten Zähne, die hereinkommen. Während der Rest der Zähne in der Kindheit kommt, zeigen sich Weisheitszähne im Alter von 17 bis 25 Jahren. Da eine Person älter und vermutlich reifer ist, wenn diese Zähne wachsen, verbindet man dies mit der „Weisheit“.

Linguisten sind diejenigen, die festgestellt haben, dass der Ursprung des Namens mit dem späten Alter zusammenhängt, in dem diese Zähne auftauchen. Eine Theorie besagt, dass der Begriff möglicherweise von dens sapientiae stammt, wobei der lateinische Begriff „Weisheitszähne“ bedeutet. Wissenschaftler haben zu diesen Ideen mit ihrem Wissen beigetragen, dass das Wachstum und die Entwicklung des Gehirns bis in die Pubertät andauern. Die vereinbarte Vorstellung ist, dass Menschen 25 Jahre alt sind, wenn sich ihr Gehirn entwickelt hat. Das Gehirn und die Weisheitszähne reifen also ungefähr in der gleichen Altersgruppe.

Geschichte des Begriffs „Weisheitszahn“

Im 17. Jahrhundert wurden diese Zähne „Zähne der Weisheit“ genannt, eine frühe Form des heutigen Namens. Der Name „Weisheitszähne“ entstand angeblich im neunzehnten Jahrhundert. Aristoteles schrieb: „Die letzten Zähne, die beim Menschen auftreten, sind Backenzähne, die als „Weisheitszähne“bezeichnet werden und bei beiden Geschlechtern im Alter von zwanzig Jahren auftreten.“

Die Assoziation zwischen dem Begriff und den modernen Jahrhunderten könnte von der industriellen Revolution des 18. Jahrhunderts bis zum 19. Jahrhundert gekommen sein, als die Menschen anfingen, mit verarbeiteten Lebensmitteln anders zu essen, und die Molarenbelastung häufig auftrat.
Weisheitszähne beziehen sich also nicht wirklich auf Weisheit – abgesehen davon, dass Menschen im Allgemeinen klüger sind, wenn diese Zähne wachsen.

Was bedeutet ergonomisches Sitzen? Bedeutung, Definition


In den vergangenen Jahren wurde immer häufiger über ein gesundes Maß an Ergonomie im Alltag nachgedacht. Aktuell handelt es sich um die beste Möglichkeit, um die Nachteile eines zu langen Sitzens zu reduzieren. Doch was genau verbirgt sich hinter dem Begriff und wie lässt sich das Konzept in den Alltag integrieren? Die wichtigsten Punkte zu diesem Thema nehmen wir hier in diesem Artikel genau unter die Lupe.

Definition von Ergonomie

Unter Ergonomie wird in diesen Tagen die Wissenschaft von der Gesetzmäßigkeit menschlicher Arbeit verstanden. Ziel ist es dabei, die Bedingungen von Arbeit, ihren Ablauf und die Anordnung der zu greifenden Gegenstände zu optimieren. Damit soll es möglich sein, das Ergebnis der Arbeit qualitativ und wirtschaftlich zu optimieren. Zugleich kann es auf diese Weise gelingen, die arbeitenden Menschen so wenig wie möglich zu ermüden und sie zugleich vor Schädigungen zu schützen.

Diese Ziele verfolgt die Ergonomie allerdings nicht nur auf kurzfristiger Basis. Auch bei Tätigkeiten, die über viele Jahre hinweg ausgeübt werden, soll auf diese Weise eine Optimierung stattfinden. Auf diese Weise profitieren Arbeitnehmer in sehr vielen verschiedenen Branchen von den Gesetzen der Ergonomie, die etwa seit 1850 erforscht werden. Den größten Erkenntnisgewinn konnten die Wissenschaftler aber in den vergangenen Jahrzehnten erreichen.

Gesundes Sitzen im Alltag

Ergonomie kann damit auch ein Schlüssel sein, um das viele Sitzen im Alltag auszugleichen. In den vergangenen Jahren wurde viel über die negativen Auswirkungen bekannt, die damit auf Dauer verbunden sein können. Der Auslöser dafür sind oft falsch eingestellte Stühle, welche zum Beispiel nicht auf die Körpergröße des Sitzenden angepasst sind. Die Lösung sind multifunktionale und entlastende Stühle, wie zum Beispiel der Haider Bioswing 780. Sie passen sich dank einer ausgeklügelten Mechanik exakt den körperlichen Bedingungen an. Auf diese Weise ist es dank einer optimalen Einstellung aller Maße möglich, mit den Bürostühlen von Haider die optimalen Bedingungen für die Arbeit am Schreibtisch zu erreichen. Zu den besonderen Innovationen zählt außerdem eine horizontale Auslenkung der Sitzfläche. Auf diese Weise reagiert der Haider Bürostuhl auf jegliche Bewegungen des Körpers und pendelt diesen wieder in die Mitte zurück. Weitere Informationen sind auch auf der Seite von Haider zu finden.

Darüber hinaus bietet die Ergonomie nicht nur bei der Gestaltung der Sitzgelegenheit die Möglichkeit, Rücksicht auf die körperliche Gesundheit zu nehmen. Ebenso ist es wichtig, weitere Elemente des Arbeitsplatzes richtig einzustellen. Dies gilt zum einen für den Schreibtisch, der exakt die richtige Höhe aufweisen sollte. Experten raten aus dem Grund dazu, sich für höhenverstellbare Produkte zu entscheiden. Damit ist die Chance verbunden, sie individuell anzupassen und damit genau den gewünschten Effekt zu erreichen. Gleiches gilt für die Einstellung des Bildschirms, der in der Regel das Herzstück der eigenen Arbeit darstellt. Dieser sollte nicht nur auf der richtigen Höhe positioniert sein, indem sich die Sichtachse in etwa auf Höhe der oberen Kante des Bildschirms befindet. Darüber hinaus ist der richtige Abstand zum Auge wichtig, um auf diese Weise Schädigungen zu vermeiden. Zugleich ist es auf diese Weise möglich, einer vorzeitigen Erschöpfung vorzugreifen und damit länger die gewünschte Leistung zu erbringen.

Das sind die langfristigen Vorzüge

Ein ergonomisch ausgestatteter Arbeitsplatz stellt so manches Erfordernis. Entsprechend ist es für die Gestaltung notwendig, in einem ersten Schritt Geld in die Hand zu nehmen. Auf lange Sicht ist damit jedoch die Chance verbunden, vielseitige Vorteile zu genießen und die Investition auf diese Weise zu amortisieren. Nach diesem Prinzip haben zum einen Selbstständige oder Freiberufler im Home Office die Möglichkeit, in ihre Ausstattung zu investieren. Ebenso interessant sind die langfristigen Vorzüge jedoch für Arbeitnehmer, welche ihre Angestellten mit dem notwendigen Material ausstatten möchten.

Schon mittelfristig stehen mit einer klugen Investition gesundheitliche Vorteile in Verbindung. Dementsprechend ist es möglich, zum Beispiel die Zahl der Fehltage aktiv zu reduzieren. Auch ältere Arbeitnehmer haben die Möglichkeit, noch länger im Unternehmen zu bleiben und beschwerdefrei die gewünschte Leistung zu erbringen. Langfristig kann sich aus der Investition somit eine besondere wirtschaftliche Triebkraft entwickeln. Diese wird auch indirekt gefördert, indem zum Beispiel das Klima im Betrieb deutlich verbessert werden kann. Damit ist langfristig die Chance verbunden, auf mehreren Ebenen positiv auf die Performance einzuwirken und damit die Vorteile einer verbesserten Ergonomie auf lange Sicht nutzbar zu machen.

Was bedeutet Detox auf deutsch? Was ist das? Bedeutung, Definition


Der Ausdruck „Detox“ ist die Abkürzung für Detoxifikation und bedeutet auf deutsch „Entgiftung“ oder „Entschlackung“.

Wer von einer Detox-Kur redet, meint damit, dass er oder sie den eigenen Körper durch Fasten, eine Diät, Tees, Säfte, Nahrungsergänzungsmittel oder Präparate entgiften und reinigen möchte. Im Allgemeinen ist eine Detox-Kur mit dem Fasten vergleichbar.

In der Medizin bezeichnet Detoxifikation, die physiologische Verstoffwechslung von toxischen Stoffen und Subtanzen durch Leber und Niere. Dies findet im Rahmen der Biotransformation statt.

Ziel einer Detox-Kur

Wer den Körper entgiften möchte, macht dies um den Körper von Schadstoffen, Giften, Umweltgiften und Schwermetallen zu befreien. Schadstoffe wie Pestizide oder Weichmacher und Schwermetalle werden über die Nahrung aufgenommen. Abgase werden eingeamtet. Während des Detox sollen diese ausgeschieden werden.

Eine Detox-Kur soll auch gegen Übersäuerung helfen den Säure-Basen-Haushalt des Körpers zu regulieren. Lebensenergie und Freude zu gewinnen, ist ebenfalls ein Ziel einer Detox-Kur. Eine Detox-Kur hat nicht nur eine körperliche sondern auch eine psychische bis spirituelle Ebene.

Ein fernes Ziel einer Detox-Kur ist, dass man ungesunde Ernährungs-, Verhaltens- und Lebensweisen erkennt. Aus der Erfahrung des Detox kann dann geschlossen werden, einige dieser ungesunden Verhaltensweisen abzulegen.

Dem Körper soll bei einem Detox eine Erholungspause gegönnt werden, damit Leber, Niere und Magen-Darm-Trakt sich erholen können. Für Raucher gilt, dass sie auf Nikotin während des Detox verzichten, damit die Lunge sich erholen kann. Ebenso hat das Detoxen eine positve Wirkung auf die Haut und das Körpergewicht. Auch der Verzicht auf Alkohol ist ratsam.

Anlässe für eine Detox-Kur können mangelhafte oder schlechte Ernährung sowie schlechter Schlaf, Schlafmangel, Stress oder Übergewicht sein. Auch sind Übellaunigkeit, Müdigkeit oder Erschöpfung für einige ein Anlass für eine Detox-Kur.

Methoden für Detox-Kur

Die Art und Weise einer Detox-Kur ist nicht fest definiert, so dass es viele unterschiedliche Entgiftungsstrategien gibt. Eine Detox-Kur beginnt meist mit einer Darmentleerung und anschließend folgt eine Kur aus Säften, Tees oder Wasser. Feste Nahrungsmittel werden erst später und langsam wieder zugefügt.

Die Dauer einer Detox-Kur ist stark unterschiedlich. Einige Detox-Kuren dauern lediglich 24 Stunden, andere mehrere Tage.

Generell wird auf Alkohol, Drogen und Tabak während des Detox verzichtet.

Während einer Detox-Kur wird unter anderem auf folgende Lebensmittel und Dinge verzichtet:

  • Verzicht auf Fast Food
  • Verzicht auf Fett
  • Verzicht auf Gluten (Weißmehl)
  • Verzicht auf Kaffee / Verzicht auf schwarzen Tee und grünen Tee
  • Verzicht auf Kohlenhydrate
  • Verzicht auf Milch und Milchprodkte
  • Verzicht auf säurebildende / säurehaltige Lebensmittel
  • Verzicht auf schwere körperliche Anstrengung
  • Verzicht auf Süßigkeiten
  • Verzicht auf tierische Produkte / tierische Eiweiße
  • Verzicht auf verarbeitete Lebensmittel
  • Verzicht auf Zucker
  • Verzicht auf zuckerhaltige Getränke

Anmerkung: Im Zweifelsfall sollte ein Arzt oder Detox-Experte gefragt werden.

Erlaubt (und erwünscht) sind bei einer Detox-Kur unter anderem folgende Lebensmittel und Dinge:

  • basische Lebensmittel essen
  • Bewegung (Spazieren gehen)
  • Duschen / Wechselduschen
  • Entspannungsübungen um Stress zu reduzieren
  • Frisches Obst und Gemüse
  • Gemüsesäfte, Obstsäfte oder Rohkostsäfte trinken
  • Nüße essen
  • Sich Ruhe gönnen (Meditieren)
  • Genügend Schlafen
  • Saft trinken
  • Tee trinken
  • Vegane Ernährungsweise
  • Zunahme von Vitaminen
  • Vollkern ist teils erlaubt
  • (viel) Wasser trinken

Tipp: Wer eine Detox-Kur machen will, sollte sich einen Ernährungsplan zusammenstellen (oder zusammenstellen lassen). Die hier genannten Dinge sind möglich, müssen aber nicht alle durchgeführt werden.

Eine Detox-Kur kann in den ersten Tagen zu Kopfschmerzen, schlechter Stimmung, Schwindel oder einem Gefühl des Schwach-Seins führen. Dies ist normal und Teil des Umstellungsprozesses.

Kritik an Detox-Kur

Die Wirksamkeit von Detox-Präparaten wie Detox-Tees oder andere Detox-Mittel ist umstritten, da bisher wissenschaftliche Nachweise fehlen. Der Körper reinigt sich eigentlich selbst. Dies tut er solange wie Leber, Nieren und Darm funktionieren. Deswegen ist es irreführend von Schlacken oder Giften zu sprechen, die sich angeblich im Körper ablagern. Auch fehlen wissenschaftliche Beweise das eben eine Detox-Kur zur Ausscheidung von diesen Giften führt.

Dem Körper eine Pause von der herkömmlichen Ernährung zu gönnen, ist trotzdem eine gute Idee. Denn der Detox ist vergleichbar mit dem Fasten und ist im Kern eigentlich eine Form des Fastens. Allein schon weniger zu essen als sonst, kann einen positiven Effekt haben. Durch die Ruhe und Entspannung kann ein Detox revitalisierend wirken und zu mehr Lebensenergie führen.

Weitere Bedeutung von Detox

Das eingedeutsche Verb zu Detox ist „detoxen“. Beispiel: „Ich detoxe jetzt.“

Eine andere Form des Detox ist „Digital Detox“. Mehr dazu hier.

Detoxparty

Eine „Detoxparty“ ist wie eine normale Party. Jedoch gibt es statt Alkohol und zuckerhaltige Limonaden nur Wasser, Gemüsesäfte und Smoothies zu trinken.

Detox: Greenpeace Kampagne

„Detox“ ist eine Greenpeace-Kampagne mit dem Ziel, dass Kleidungshersteller bis 2020 alle Schad- und Giftstoffe in der Kleidung und bei der Kleidungsherstellung durch ungefährliche Stoffe ersetzen. Aktuell beteiligen sich 70 Modemarken weltweit an der Kampagne.

Was ist: Digital Detox, Digitale Diät? Bedeutung, Definition, Tipps


Die Konzepte „Digital Detox“ und „digitale Diät“ stehen dafür, dass man sich bewusst Zeiten nimmt in denen auf die Nutzung von selbstleuchtenden Geräten wie Smartphone, Tablet oder Computer verzichtet wird. Diese Gerät sind während des Digital Detox ausgeschaltet!

Wer einen „Digital Detox“ oder eine „digitale Diät“ macht, erhofft sich davon, dass Stress reduziert, der Fokus erhöht und Energie hergestellt wird. Deswegen betreiben einige Sport, gehen spazieren (Siehe: 10.000 Schritte), meditieren oder lesen. Diese Tätigkeiten haben einen positiven Einfluss.

Digital Detox / Digitale Diät: Warum? Motivation, Anlass und Situation

Der Digital Detox oder auf deutsch die digitale Diät finden unter der Annahme statt, dass die ständige Verfügbarkeit von Informationen per Suchmaschine, Browser, Smartphone und Laptop die kognitiven Fähigkeiten und die Stimmung negativ beeinflussen. Auch helfen Smartphones gegen Langeweile. Einige Smartphone-Nutzer greifen reflexartig zum Smartphone, wenn sie sich langweilen oder negative Gefühle aufkommen.

Ein digitaler Detox ist die Reaktion darauf, dass freiwillige ständige Erreichbarkeit zu einer Pflicht wird. Diese Pflicht ständig erreichbar zu sein und stets sofort zu reagieren, kostet Kraft und Energie. Aus dieser Pflicht entziehen sich jene, die eine digitale Diät betreiben, durch Ausschalten ihres Smartphones.

Der Einfluss der Sozialen Medien auf die psychische Gesundheit sollte nicht unterschätzt werden. Die Like- und Herzchen-Währung kann – je nach dem wer die Zustimmung erhält – über die Stimmung einer Person entscheiden. Dies kann soweit führen, dass einige Social-Media-Teilnehmer von Angst, Depressionen und innere Unruhe berichten, wenn sie nicht an ihrem Smartphone sind. Sie haben also Angst etwas zu verpassen. (Siehe: Fear of Missing Out (FOMO)) Mit einem Digital Detox entzieht man sich diesen Mechanismen komplett.

Beim Digital Detox geht es darum das eigene Smartphone-Nutzungsverhalten zu hinterfragen:

  • Womit habe ich die letzte Zeit am Smartphone verbracht?
  • Wie fühle ich mich jetzt?
  • Habe ich etwas neues gelernt?
  • Hat es mich weitergebracht?

Digital Detox: Routinen und Reflexe durchbrechen

Wer sich an Handys der 1990er und Anfang der 2000er Jahre erinnert, erinnert sich auch daran, dass die Handys meistens abends ausgemacht wurden. Beim Smartphone ist es genau umgekehrt, es ist ständig verfügbar und viele betrachten es als große Leistung, dass das Smartphone manchmal aus ist. Es sollte jedoch umgekehrt sein: Es ist eine große Leistung, dass das Smartphone mal an.

Digital Detox – Motivation: Unzufriedenheit

Die Motivation für einen digitalen Detox kann für einige sein, dass sie mit ihrem Leben und ihrer Nutzung des Internets unzufrieden sind. Durch eine Pause vom digitalen Leben kann Abstand gewonnen werden und Zeit mit Reflexionen verbracht werden.

Digital Detox – Motivation: Fokus und Ablenknung

Andere entscheiden sich für einen digitalen Detox, da sie das Smartphone, die Sozialen Medien oder andere Webseiten als Ablenkung empfinden. Durch das bewusste Abschalten gewinnen sie Zeit und können effizienter und konzentrierter arbeiten, die sie mehr Kraft in ihre Ziele investieren können.

Digital Detox – Motivation: Stress reduzieren

Eine digitale Diät kann Stress, der durch ständige Erreichbarkeit entsteht, reduzieren. Denn durch die ständige Erreichbarkeit ist kein wahres fokussieren möglich, sondern man wird bei jedem Geräusch des Smartphones aus seiner Arbeit herausgerissen. Dies kostet Kraft und verursacht Stress.

Tipps für die digitale Diät / Digital Detox

Eine digitale Diät fängt klein an. Man sollte sich zunächst bewusst werden, dass man sehr viel Zeit am Smartphone verbringt. Wer diese Zeit reduzieren möchte, findet viele Wege. Doch zunächst gilt eins: Die Verführung vom Smartphone sollte erkannt und reduziert werden.

Nachfolgend einige Tipps:

  1. Das Smartphone ausschalten, nicht in den Flugmodus versetzen.
  2. Den Smartphone-Wecker durch einen analogen Wecker ersetzen. Für den Alltag kann eine Armbanduhr getragen werden.
  3. Eine Stunde vor dem Schlafen gehen das Smartphone ausschalten.
  4. Keine Spiele auf dem Smartphone spielen.
  5. Apps installieren die aufzeichnen, wie viel Zeit am Smartphone verbracht wird. (z.B. „Quality Time“)
  6. E-Mails und Nachrichten einmal am Tag zu einer festen Zeit nachgucken.
  7. Smartphone-freie Räume und Zeiten definieren.
    1. Beim gemeinsamen Essen ist das Smartphone still und liegt außerhalb des Esszimmers. (Der Fernseher sollte dann natürlich auch aus sein.)
    2. Im Schlafzimmer sind Smartphones, Laptops und Fernseher verboten.
    3. Beim Sport kann das Smartphone aus sein.
    4. Beim Spazieren braucht man kein Smartphone.
    5. Einen Offline-Tag pro Woche festlegen.
    6. Beim Treffen mit Freunden wird das Smartphone ausgemacht.
    7. Im Urlaub wird das Smartphone ausgemacht.
  8. Push-Nachrichten ausschalten
Was bedeutet „glutenfrei“? Was heißt das? Bedeutung, Definition


Mit dem Adjektiv „glutenfrei“ wird ausgesagt, dass Lebensmittel kein „Gluten“ enthalten und somit glutenfrei sind. Die Regelung, wann ein Produkt als „glutenfrei“ bezeichnet werden darf, sind streng:

Laut Lebensmittelregeln der EU darf ein Lebensmittel nur als „glutenfrei“ bezeichnet werden, wenn es weniger als 2 Milligramm Gluten pro 100 Gramm bzw. 20 Milligramm pro Kilogramm enthält.

Glutenfreie Produkte sind durch die Aufschrift „glutenfrei“ und eine durchgestrichene Weizenähre gekennzeichnet. Dieses Symbol ist ein eingetragenes Warenzeichen der Deutschen Zöliakie Gesellschaft (DZG).

Was ist „Gluten“?

Gluten ist die Bezeichnung für das Klebereiweiß der Getreidesorten: Weizen, Dinkel, Gerste, Grünkern und Roggen. Gluten selbst hat einen geringen Nährwert, dient aber als Träger für Aromastoffe. Dies führt dazu, dass Gluten in vielen Lebensmitteln verwendet wird, um den Geschmack zu verbessern.

Es sorgt unter anderem für die Fluffigkeit von Backwaren und hat entscheidenen Einfluss auf die Strukturen des Teiges. (Wenn du glutenfreie Brötchen mit glutenhaltigen Brötchen vergleichst, wirst du festsellen, dass die Glutenfreien kompakter und fester sind, während die glutenhaltigen Backwaren mehr Volumen haben.)

Für wen ist „Gluten“ gefährlich?

Menschen mit einer angeborenen oder erworbenen Glutenunverträglichkeit (Zöliakie) leiden unter verschiedenen Beschwerden, wenn sie glutenhaltige Lebensmittel essen. Dies können Darmbeschwerden, Durchfall, Bauchschmerzen, Dünndarmentzündungen, Blutarmut, Eisenmangel, Osteoporose oder Blähungen sein. Die Symptome treten auf, weil das Gluten nicht richtig vom Darm aufgenommen wird und die Eiweiße für eine Entzündung des Darmschleimhaut sorgen. Auch bei Menschen, die an Glutensensitivität (Glutenempfindlichkeit) leiden, können obrige Beschwerden auftreten.

So findest du heraus, ob du an Glutenunverträglichkeit (Zöliakie) leidest:

Bei einem Arzt kann die Glutenverträglich getestet werden. Hierbei wird ein Bluttest durchgeführt und das Blut wird auf verschiedene Antikörprer untersucht. Sind Antikörper vorhanden, so ist dies ein Hinweis auf Glutenunverträglichkeit (Zöliakie). Auf folgende Antikörper wird das Blut untersucht: Gliadin-Antikörper, Anti-Endomysium und Anti-Tissue-Transglutaminase

Mit einer weiteren Untersuchung wird Gewissheit erlangt. Hier werden Gewebeproben des Dünndarms entnommen und untersucht.

Wenn eine Zölikaie mittels Dünndarmbiopsie ausgeschlossen wurde, Gluten aber trotzdem nicht vertragen wird, so kann an eine Glutensensitivität vorliegen.

Was ist mit Maltodextrin?

Produkte, die aus glutenhaltigen Getreiden hergestellt werden, wie z.B. Traubenzucker, Maltodextrin, Dextrose oder Glukose enthalten kein Gluten. Sie bestehen nur aus Kohlenhydraten und sind Eiweißfrei.

Sonstiges

Am 19. Mai 2018 findet der Welt-Zöliakie-Tag in Ludwigshafen am Rhein statt.

Was sind Instinktos? Was ist die Instinctotherapie? Bedeutung, Definition


Bedeutung: Ernährungsweise bei der auf zubereitete Nahrung verzichtet und alles roh nach Instinkt gegessen wird. Instinktos verzichten auf gekochte, zubereitete oder gebratene Nahrungsmittel. Sie essen alles roh: sogar Fleisch!

Warum machen Instinktos das?

Der Schweizer Musiker und Physiker Guy-Claude Burger entwickelte die Instinkto-Ernährungsweise im Jahr 1964. Im Alter von 26 Jahren wurde bei ihm Krebs diagnostiziert. Diese Diagnose bewirkte, dass er beschloss seine Ernährung zu ändern und nur noch nach Instinkt zu essen. Dafür roch er an den Nahrungsmitteln und aß, wenn er Lust auf etwas verspürte. Sobald sein Appetit gestillt war, hörte er auf mit essen.

Die Instinkto-Ernährung kommt der Ernährung unserer Vorfahren sehr nahe. Jäger und Sammler aßen in der Urzeit, wenn sie etwas zur Verfügung hatten. Aufwändige Zubereitung von Lebensmitteln gab es nicht. Alles wird roh verzehrt. Dies gilt auch für Fisch, Fleisch und Eier.

Essen nach Instinkt

Die Instinctotherapie ist nach Burger ein Langzeitexperiment, mit dem Ziel genetische Fehlanpassungen des menschlichen Organismus an die industrielle bzw. starkverarbeitete Nahrung zu untersuchen. Kern dieser Ernährungsweise ist das Hören auf den eigenen Instinkt. Dies ist angelehnt an das Verhalten von Tieren. Sie meiden instinktiv giftige Pflanzen, ernähren sich ausgeglichen und sorgen so für ihren eigenen Erhalt. (Im Umkehrschluss würde ein Tier, das giftige Pflanzen frisst oder sich unausgeglichen ernährt, für seinen Niedergang sorgen.) Diese Art von Instinkt ist im Menschen auch vorhanden, jedoch ist er durch die industrielle Ernährung verkümmert.

Burger begründet das Essen nach Instinkt wie folgt: Nahrungsmittel, die auf den Geruchs- und Geschmackssinn anziehend wirken, nützen dem Körper. Nahrungsmittel, die auf den Geruchs- und Geschmackssinn abstoßend wirken, schaden ihm. Das hier verankerte Lustprinzip sorgt dafür, dass Nahrungsmittel gewählt werden, zu denen der Instinkt ja sagt und Nahrungsmittel gemieden werden, zu denen ein schlechtes Gefühl besteht.

Regeln der Instinktos

Instinktos essen Lebensmittel nicht gemischt, sondern immer nur separiert. Das heißt, wenn sie Erdbeeren essen, essen sie diese, bis die Erdbeeren nicht mehr schmecken. Damit soll der Instinkt geschult und erhalten werden. Bei gemischten Nahrungsmitteln funktioniert der Instinkt nicht.

Lebensmittel werden nach ihrem Geruch ausgewählt.

Am Morgen wird nur Wasser getrunken. Eine Mahlzeit findet nicht statt. Vor jedem Essen wird auch Wasser getrunken.

Mittags nehmen Instinktos rohes Obst oder Frücht zu sich. Am Abend dürfen es Gemüse, Fleisch, Fisch, Nüsse, Salat oder Kräuter sein.

Die Nahrungsaufnahme wird beendet, wenn das Essen seinen Geschmack verliert oder bitter wird. Damit signalisiert der Körper, dass er genug hat.

Lebensmittel werden in zwei Arten unterscheiden:

  • Ursprüngliche Lebensmittel: Nahrungsmittel, welche Menschenaffen in ihren Lebensräumen vorfanden, ohne das konzeptuelle Intelligenz (Ackerbau) angewendet wurde.
  • Progenetische Lebensmittel: Lebensmittel, die durch den Eingriff vom Menschen verändert wurden, jedoch nicht so stark, dass der Körper sie immer noch komplett aufnehmen kann.

Akzeptierte Lebensmittel sind:

  • Früchte
  • Gemüse
  • Wurzeln
  • Blätter
  • Kräuter
  • Hülsenfrüchte
  • Nüsse
  • Getreide (Ausnahme Weizen)
  • Algen
  • Fleisch
  • Wild
  • Inneren
  • Honig (unverarbeitet)
  • Fisch
  • Schalentiere

Am besten für die menschliche Ernährung sind Nahrungsmittel geeignet, die schon vor der neolithischen Revolution, vor der Erfindung des Ackerbaus und der Viehzucht existierten.

Diese Ernährungsweise wird auch Instinctotherapie genannt.

Was ist Vleisch? Bedeutung, Definition, Erklärung

Bedeutung: Fleischersatz bzw. Fleischimitat, dass durch Worte mit ähnlicher Schreibweise und ähnlichem Klang zum Wort „Fleisch“ höhere Akzeptanz bei Fleischessern erlangen soll. Gleiches wird auch beim Wort „Visch“ versucht. Durch den Gleichklang zum Wort „Fisch“ sollen Fisch-Esser zum Visch essen animiert werden.

Die Worte „Vleisch“ oder „Visch“ sind keine Tippfehler.

Was ist Vleisch? Bedeutung, Definition, Erklärung

Ziel des Wortes „Vleisch“ ist es, Fleischessern durch ähnliche Optik, ähnliche Erlebnisse und eine ähnliche Sprache vegane bzw. vegatarische Produkte näher zu bringen, Skepsis abzubauen und die Akzeptanz zu erhöhen. Das Imität oder der Fleichersetzt ähnelt oft in Farbe, Form und Konsistenz Fleischprodukten. Der Geschmack, das Kauerlebnis, der Geruch und auch der sättigende bzw. befriedigene Effekt kann wie bei normalem Fleisch sein.

„Vleisch“ ist ein Kofferwort und kann je nach Produkt „veganes Fleisch“ oder „vegetarisches Fleisch“ bedeuten. In der Regel werden die Anfangsbuchstaben durch ein „V“ ersetzt.

Unterschied vegan – vegetarisch

„Vegan“ bedeutet, dass auf Fleisch oder Fisch, Käse, Milch (z.B. in Soßen) und Eier verzichtet wurde.

„Vegetarisch“ bedeutet, dass auf Fleisch oder Fisch im Essen verzichtet wurde.

Als Fleischersatz werden Tofu, Sojagranulat, Tempeh, Weizeneiweiß/Seitan, Lupineneiweiß, Grünkern, Haferflocken, Schwarze Bohnen, Kichererbsen, Erbseneiweiß, Jackfruit oder Quorn verwendet.

Vleisch und Visch Varianten:

Wenn wir die Anfangsbuchstaben bekannter Fleischprodukte austauschen, entstehen folgende Varianten:

  • Vleisch = veganes oder vegetarisches Fleisch
  • Vleischsalat = veganer oder vegatarischer Fleischsalat
  • Vleischerei = Vegane oder vegatarische Fleischerei
  • Vetzgerei = Vegane oder vegetarische Metzgerei
  • Vulette = Vegane oder Vegetarische Bulette
  • Vrikadelle = Vegane oder Vegetarische Frikadelle
  • Vilet = veganes oder vegetarisches Filet
  • Viletstreifen = vegane oder vegetarische Filetstreifen
  • Vlönz = Vegane Flönz oder Vegetarische Flönz – Rheinische Blutwurst, bei der statt Schweinefleisch schwarze Bohnen und rote Beete verwendet werden.
  • Vurst = Vegane oder vegatarische Wurst oder Brotbelag
  • Vähnchen = Veganes oder vegetarisches Hähnchen
  • Votelett = Veganes oder vegetarisches Kotelett
  • Visch = Veganer oder vegetarischer Fisch
  • Vischstäbchen = vegane oder vegetarische Fischstäbchen
  • Vöner = Veganer oder vegetarischer Döner
  • Vurger = Veganer oder vegetarischer Burger
  • Vizza = Vegane oder vegatarische Pizza

Das Vleisch-Paradox

Warum muss Tofu in Würstchen-, Fisch-, Fleisch- oder Gulaschform- gepresst werden?