Was ist Impfscham? Bedeutung, Definition, Erklärung


Impfscham ist gleich nach dem Impfneid ein neuer, gesellschaftlich relevanter Auswuchs der Corona-Pandemie. Schon bald nachdem die Impfungen gegen Covid-19 Fahrt aufnahmen, entwickelte sich in der Folge die Impfscham. Ein Grund dafür ist die sogenannte Priorisierung, also die Impfreihenfolge, die festlegt, welche Personengruppen zuerst geimpft werden sollen.

Leider ließen sich auch Personen impfen, die laut Priorisierung noch nicht an der Reihe waren. Sie sorgten für medien- und deutschlandweite Empörung und schürten den Impfneid. Zumal es sich bei diesen Personen um Politiker handelte, die sich eigentlich als gute Vorbilder an Pläne, Regeln und Gesetze der Regierung halten sollten. Zum bekanntesten Negativbeispiel eines solchen Fehlverhaltens wurde im Januar 2021 Bernd Wiegand, der Oberbürgermeister von Halle. Dass es sich bei seiner Impfdosis um eine handelte, die an jenem Impftag übrig geblieben ist, macht es nicht besser. Schließlich hätte es genügend anderer Menschen gegeben, für die eine Impfung notwendiger gewesen wäre.

Die Priorisierung regelt die Verteilung der Impfstoffe, denn die Ressourcen sind begrenzt. Zunächst sollen alle Personen mit einem besonders hohen Risiko eines schweren oder sogar tödlichen Verlaufs von Covid-19 geimpft werden. Das sind vor allem die Alten und älteren Menschen. Außerdem geht es darum, Menschen mit einem besonders hohen arbeitsbedingten Expositionsrisiko zu impfen. Eine weitere Gruppe sind diejenige, die Überträger sein könnten und beispielsweise aufgrund ihrer Tätigkeiten häufig im Kontakt zu Menschen stehen, die gefährdet sind, an Covid-19 zu erkranken.

Was steckt hinter einem Impf-Schamgefühl?

Scham ist angeboren. Das Empfinden von Scham kann verschiedene Anlässe haben. Wie intensiv das Schamgefühl empfunden wird, ist individuell unterschiedlich. Es reicht von „peinlich berührt sein“ bis „im Boden versinken wollen“. Ein Schamgefühl entwickelt sich in Folge einer Verlegenheit, Demütigung oder Kränkung.

Prinzipiell können zwei verschiedene Erscheinungsformen von Scham unterschieden werden: die moralische und die imagebezogene. Die Menschen betrachten sich in der Regel als moralisch handelnde und geachtete Personen. Wird ein Aspekt davon verletzt, schämen sie sich. Handelt es sich um eine moralische Scham, verhalten sich die Menschen eher positiv und unterstützend. Bei der imagebezogenen Scham ist es anders. Die Menschen reagieren in einem solchen Fall negativ und feindselig.

Die Menschen, die sich wegen ihres Geimpftseins schämen, reagieren auf Nachfrage oder wenn sie „ertappt“ werden eher zurückrudernd oder rechtfertigend. Deshalb kann die Impfscham als moralische Scham bezeichnet werden. Ähnlich wie die Flugscham, eine Schamvariante, die sich vor der Corona-Pandemie im Zusammenhang mit dem Klimawandel eingestellt hatte. Wer fliegt, soll sich schämen. Wer sich schämt, weil er fliegt, weiß ganz genau, dass das Fliegen negative Auswirkungen auf das Klima hat. Wird er also dabei ertappt, reagiert er eher rechtfertigend und reumütig.

Peinlichkeit statt Schuld – die Gefühlskultur verändert sich

Während früher eine Schuld als Verstoß gegen eine moralische Regel Scham auslöste, braucht es heute nicht mehr viel. Aus der Schuldkultur wurde eine Kultur der Peinlichkeit. Ein geringfügiger Anlass genügt und schon zeigt sich das Schamgefühl. Peinlich wird es, wenn gegen eine Regel verstoßen wird, von der ein Betroffener nicht einmal etwas wissen muss. Das kann ein „schlechter“ Geschmack in Sachen Kleidung oder die ungeschickte Handhabung des Bestecks beim Essen im Restaurant sein. Die Scham, die sich nach einem solchen „Fehlverhalten“ bemerkbar macht, ist bei den anderen das Fremdschämen und bei den Betroffenen imagebezogen.

Imagebezogene Scham hat zumeist negative Folgen. Die Betroffenen leiden, die anderen spotten. Moralische Scham hingegen hat eine nicht zu unterschätzende gesellschaftliche Schutzfunktion. Denn sie sorgt dafür, dass Betroffene Mitgefühl mit sich selbst entwickeln und mit denen, die in einer unangenehmen oder peinlichen Lage sind. Scham hat mit (Selbst-) Respekt und Würde zu tun. Schamlosigkeit ist das Gegenteil davon.

Impfneid als Grund für Impfscham

Der Mangel an Impfstoffen führt dazu, dass Menschen, die noch nicht geimpft sind, neidisch sind auf diejenigen, die ihre Impfungen schon bekommen haben. Zum einen existiert die Angst, an Covid-19 zu erkranken. Zum anderen gibt es für Geimpfte die Aussicht auf mehr Freiheiten. Das führt dazu, dass Nichtgeimpfte manchmal einen regelrechten Impfneid entwickeln. Wenn Geimpfte daraufhin eine Impfscham entwickeln, dann ist es zumeist eine Reaktion auf die Gesellschaft, die sie dazu zwingt, ihre Impfung zu rechtfertigen.

Jüngere Geimpfte müssen sich vorwerfen lassen, dass sie laut Priorisierung noch gar nicht an der Reihe gewesen wären. Sie geraten in den Verdacht, sich unberechtigterweise vorgedrängelt zu haben. Geimpfte müssen mit dem Impfneid der anderen rechnen und sprechen deswegen nicht gerne über ihre Impfungen. Ein Vorwurf kann sein, dass es Menschen gibt, die sehr viel dringender eine Impfung benötigen. Außerdem möchten alle die Freiheiten genießen, die Geimpfte haben: das Vorzeigen des Impfpasses statt eines Nachweises eines Negativ-Testergebnisses, Urlaubsreisen im In- und ins Ausland, keine Quarantäne bei Rückreisen aus dem Ausland und einiges mehr. Diese Freiheiten und das Gefühl, vor dem Corona-Virus einigermaßen sicher zu sein, möchten alle Menschen haben.

Ebenso wie die Flugreisenden vor der Corona-Pandemie sollen sich auch die gegen das Virus Geimpfte schämen. So wie die Flugscham den Flugreisenden aufgedrückt wurde, wird auch die Impfscham den Geimpften aufgedrückt. Die Massenmedien und die Social Media sind die Verstärker dieser moralischen Erpressungen. Sie greifen echtes, aber auch vermeintliches Fehlverhalten von Menschen auf, prangern es an und stellen sie bloß. Es fragt sich allerdings, wer sich mehr schämen sollte: die Geimpften oder die Impfneider.

Was hilft gegen Impfscham?

Die gesellschaftliche Situation ist angespannt. Konflikte gibt es angesichts der Corona-Pandemie genügend. Neid und Scham machen alles noch schlimmer. Natürlich geht es niemanden etwas an, weshalb jemand vermeintlich früher als erlaubt geimpft wurde. Um aber den emotionalen Druck aus der Situation zu nehmen, sind folgende Vorgehensweisen bei Nachfragen mögliche Hilfen:

  • freundlich, nicht feindselig reagieren
  • offen mit den Gefühlen umgehen und ehrlich sagen, wie sich die Frage anfühlt
  • sich in den Fragenden bzw. Impfneider hineinversetzen
  • Impfneid ist oftmals nur ein Reflex und sollte nicht persönlich genommen werden
  • erklären, weshalb die Impfung notwendig war. Vielleicht aus beruflichen Gründen?

Normalerweise können andere Menschen nicht wissen, wer geimpft ist und wer nicht. Wenn aber Geimpfte von sich aus darüber reden und jeden darüber informieren möchten, sollten sie dabei unbedingt Fingerspitzengefühl walten lassen. In einer Zeit, in der sich viele Menschen ungerecht behandelt fühlen und existenzielle Nöte auszustehen haben, sollten persönliche Glücksmomente, die leicht als egoistisch empfunden werden können, sehr überlegt kommuniziert werden. Wer nicht über sein Geimpftsein redet, muss sich auch nicht rechtfertigen oder schämen. Ganz allein zuhause im stillen Kämmerchen sitzend entwickelt niemand eine Impfscham. Sie erwächst aus der Konfrontation mit den Impfneidern.

Was bedeutet Impfling? Bedeutung, Definition, Erklärung


Ein Impfling ist jemand, der gerade geimpft wurde oder noch zu impfen ist. Es handelt sich um einen Begriff, der im Zusammenhang mit dem Corona-Virus häufig zu lesen ist. Häufiger als je zuvor. Geimpft wird schon lange, gegen verschiedene Krankheiten. Jedoch wurde kaum über „Impflinge“ berichtet, eventuell über zu Impfende, über Impfkandidaten oder über schon Geimpfte. Diese Tatsache hat eine tiefgründigere Bedeutung.

Was bedeutet Impfling? Bedeutung, Definition, Erklärung

Zum einen ist es sehr bequem, von „Impflingen“ zu sprechen. „Zu Impfende“ klingt etwas sperriger, weil es sich um zwei Wörter handelt. Außerdem kommt hinzu, dass es mehr Zeit kostet, zwei Wörter zu schreiben oder auszusprechen als eines. Das allein könnte schon ein Grund sein, weshalb heutzutage von „Impflingen“ die Rede ist. Schließlich leben wir in einer Zeit, in der niemand mehr Zeit zu haben scheint. Jede Sekunde, die die Lesezeit beispielsweise eines Online-Artikels verlängert, kann dazu führen, dass potenzielle Leser abgeschreckt werden.

Vermutlich steckt aber mehr hinter der mittlerweile inflationären Verwendung des Wortes „Impfling“. Denn ein zu Impfender ist etwas anderes als ein Impfling. Es scheint, als würde als Folge der Corona-Pandemie das Individuum als eigenständige, denkende Persönlichkeit aus den Augen verloren. Im Zuge der Impfungen ist zudem die Rede von Herdenimmunität und Herdenschutz. Es sind Begriffe mit seltsam unmenschlichen Konnotationen. Es ist auch die Wortwahl, weshalb beispielsweise Querdenker die Covid-19-Impfungen als ein einziges großes Menschen-Experiment betrachten.

Siehe auch: Was ist Impfneid?

Sind Impflinge wie Schafe, die auf einen Herdenschutz hoffen?

Begriffe wie Impflinge und Herdenschutz oder Herdenimmunität, die in der medizinischen, aber auch politischen und journalistischen Sprache verwendet werden, wirken alles andere als vertrauenserweckend auf die Adressaten. Schließlich werden sie nicht wie ernst zu nehmende Menschen auf Augenhöhe beschrieben, sondern eher wie dumme und naive Schafe, die alles mit sich machen lassen. Zudem sind Herdentiere in erster Linie Nutztiere, was die Sache nicht besser macht.

Das Suffix „-ling“ ist kein Diminutiv. Es ist keine Verniedlichungsform, wie es im ersten Moment vielleicht erscheinen mag. Ein Diminutiv ist eine Verkleinerungsform von Substantiven. Diminutive mit den Anhängseln -chen oder -lein sind zum Beispiel das Pferdchen oder das Pferdlein, das Häuschen oder das Häuslein. Im Übrigen sind Diminutive von Substantiven immer sächlich. Das ist auch dann der Fall, wenn die Stammform maskulin oder feminin ist. In der Verkleinerungsform ist das Geschlecht immer neutral. Beispiel: die Katze bzw. das Kätzchen, der Vogel bzw. das Vögelchen oder der Baum bzw. das Bäumchen.

Bei dem „-ling“ handelt es sich um ein Affix. Affixum ist die Partizipform des lateinischen Wortes affigere („anheften“) und bedeutet „angeheftet“. Sprachwissenschaftlich gesehen ist -ling ein unselbstständiger, angehefteter Bestandteil eines Wortes, der sich vorne, in der Mitte oder hinten befinden kann. Entweder handelt es sich dann um ein Präfix, ein Infix oder ein Suffix. Ein Affix dient zur Erweiterung eines vorhandenen Wortes oder Wortteils, eines Substantivs ebenso wie eines Adjektivs oder eines Verbs. Ein Affix kann umgekehrt nicht komplettiert werden und kann auch nicht alleine stehen. Beispiele: Impfen wird zu Impfling, lehren zu Lehrling oder prüfen zu Prüfling.

Schwächling, Feigling, Impfling

Substantive mit dem Suffix -ling gibt es viele. Allen gemeinsam ist das maskuline Geschlecht. Interessant wird es, wenn das -ling an Adjektive oder Verben angehängt wird. Zumeist werden damit Personen bezeichnet, die durch bestimmte negative Eigenschaften charakterisiert werden sollen. Hier eine kleine Liste mit Beispielen:

  • Frühling
  • Feigling
  • Neuling
  • Wüstling
  • Rohling
  • Primitivling
  • Schwächling
  • Jüngling
  • Fremdling
  • Höfling
  • Findling
  • Schößling
  • Schädling
  • Keimling
  • Häftling

Handelt es sich um Tiere, Pflanzen, Dinge oder natürliche Erscheinungen, sind die Wörter mit dem ling-Suffix einfach nur Bezeichnungen. Der Frühling ist der Frühling und ein Frischling ist ein Frischling. Sobald es sich aber um eine Person handelt, wird sie negativ und abwertend beschrieben. Die Bezeichnungen haben eine missachtende Konnotation. Deutlich wird dies auch bei dem südbadischen Wort „Hämpfling“, das einen kleinen, schwächlichen Menschen bezeichnet.

Die durch ein Merkmal oder eine Eigenschaft charakterisierten Personen werden abgewertet. Es ist ein Unterschied, ob von einem Flüchtling gesprochen wird oder von einem Menschen, der auf der Flucht ist. Ebenso ist es ein Unterschied, ob jemand in mancher Hinsicht naiv ist oder als Naivling bezeichnet wird. Es handelt sich bei den „ling-Wörtern“ nicht um Verkleinerungen oder Verniedlichungen, sondern um Abwertungen. Unter diesem Aspekt erscheint der Begriff „Impfling“ unter einem völlig anderen Licht.

Weshalb werden Menschen, die noch zu impfen oder schon geimpft sind, abgewertet? Vermutlich aus demselben Grund, weshalb Bevölkerungsgruppen mit Herden gleichgesetzt werden. Sie werden von denen, die sie so bezeichnen, nicht auf Augenhöhe gesehen.

Was haben der Impfling und der Häuptling gemeinsam?

Ende März 2021 kam es zu einem interessanten Intermezzo bei der Landesdelegiertenkonferenz der Berliner Grünen. Die Spitzenkandidatin Bettina Jarasch musste heftige Kritik einstecken, weil sie erzählte, dass sie als Kind am liebsten Indianerhäuptling geworden wäre. Sie entschuldigte sich für diese Äußerung und rechtfertigte sie mit „unreflektierter Kindheitserinnerung“. Parteimitglieder empfanden den Begriff als diskriminierend, denn bei dem Begriff „Indianer“ handelt es sich um eine vorurteilbehaftete Fremdbezeichnung aus der Kolonialzeit. Die Diskussion um die Verwendung des Begriffs „Indianer“ läuft schon seit Jahren und noch immer gibt es Argumente dafür und dagegen.

Interessanter ist in diesem Zusammenhang aber die Tatsache, dass sich niemand an der Verwendung des Begriffs „Häuptling“ stört. Denn dieser Begriff ist ebenso fragwürdig wie „Indianer“. „Häuptling“ wurde im 17. Jahrhundert als Wort für Machthaber und Herrscher im kolonialen Raum erfunden. Die Afrikawissenschaftlerin Susann Arndt machte schon 2004 darauf aufmerksam, dass sich der Begriff aus dem Wortstamm Haupt- und dem Suffix -ling zusammensetzt und damit zu einem abwertenden Begriff wurde. „Häuptling“ und „Indianer“ sind Sammelbegriffe und Fremdbezeichnungen, mit denen die Eigenbenennungen der ehemals Kolonisierten noch heute ignoriert und sprachlich abgetan werden.

Mit den abwertenden „ling-Bezeichnungen“ können sich diejenigen, die sie verwenden, von den so Bezeichneten differenzieren und abheben. Sie können sich über sie erheben und sie von oben herab betrachten. Aus diesem Grund sollte auch der Begriff „Impfling“ überdacht und vermieden werden. Es handelt sich schließlich um zu impfende oder geimpfte Menschen. Letztendlich ist es eine Frage des Respekts. Menschen als Impflinge zu bezeichnen, wirkt selbstgefällig, anmaßend und oftmals spöttisch. In Zeiten einer Pandemie, in denen Impfungen Rettung bedeuten, sollte auf jegliche Provokationen und unüberlegte sprachliche Nachlässigkeiten dringend verzichtet werden. Die Folgen könnten zulasten aller gehen, wenn sich „Impflinge“ als Gegenreaktion weigern, sich impfen zu lassen.

Corona Abi-Sprüche, Abi-Mottos für 2021 und 2022: CoronAbi, Liste, Vorschläge, Ideen


Hier findest du Abisprüche und Abimottos zum Thema Corona:

  • Abidemie 2021 – The Last of Us
  • AbiDemie – Wenigstens ein Test war positiv
  • AbiZeneca – Endlich die Zulassung
  • AbiZeneca – Zum Schluss doch noch zugelassen
  • CoronAbi – 1,0 hat hier nicht mal der R-Wert
  • CoronAbi – 1,5 hatte nur der Abstand
  • CoronAbi – 3 Jahre Quarantäne
  • CoronAbi – 12 Jahre Quarantäne
  • CoronAbi – Abi allein zu Haus
  • CoronAbi – Abi mit Abstand
  • CoronAbi – Abschluss im HomeOffice
  • CoronAbi – Alle Tests waren positiv
  • CoronAbi – Bereit zur Schluckimpfung
  • CoronAbi – Corona? Ich hab Latein gewählt.
  • CoronAbi – Corona konnte uns nicht stoppen
  • CoronAbi – Die Schule war öfter dicht als wir.
  • CoronAbi – Die Schulen dichter als die Denker
  • CoronAbi – Der Schmerz hat ein Ende
  • CoronAbi – Ein AHA Erlebnis, dass du dir Spahn kannst
  • CoronAbi – Eine Hand wäscht die andere
  • CoronAbi – Ein kranker Ab(i)gang
  • CoronAbi – Flatten the Kurvendiskussion
  • CoronAbi – Jetzt brechen wir aus
  • CoronAbi – Kaum in der Schule, trotzdem bestanden
  • CoronAbi – Komplett durchseucht
  • CoronAbi – Lieber Vieren als Viren
  • CoronAbi – Lockdown Legends 202X
  • CoronAbi – Man muss Abstriche machen
  • CoronAbi – Maskenball statt Abiball

Corona Abi-Sprüche, Abi-Mottos für 2021 und 2022: CoronAbi, Liste, Vorschläge, Ideen

  • CoronAbi – Mit Abstand die Besten
  • CoronAbi – Nach uns die nächste Welle
  • CoronAbi – Nicht nur für Menschen unter 60
  • CoronAbi – Nicht nur die Schule hat uns krank gemacht
  • CoronAbi – Nichts hält uns auf
  • CoronAbi – Nur das Klopapier war knapper
  • CoronAbi – Nur die Schule war öfter dicht
  • CoronAbi – positiv auf Abi getestet
  • CoronAbi – Quersumme statt Querdenken
  • CoronAbi – Selbst Corona konnte uns nicht stoppen
  • CoronAbi – Server down. Wir sind ausgeloggt
  • CoronAbi – Survivors of 2021
  • CoronAbi – Systemrelevant statt Klausurrelevant
  • CoronAbi – Toilettenpapier-Wahnsinn – Alle wollen den Wisch
  • CoronAbi – Trotz Virus kein Durchfall
  • CoronAbi – Und es hat Zoom gemacht!
  • CoronAbi – Unser Schnitt ist besser als die Inzidenz
  • CoronAbi – Unsere Stimmung ist ansteckend
  • CoronAbi – Wenigstens die Chemie stimmt
  • CoronAbi – Wenigstens ein Test war positiv
  • CoronAbi – Wir distanzieren uns von der Schule
  • CoronAbi – Wir gehen viral
  • CoronAbi – Wir hatten acht Wochen frei
  • CoronAbi – Wir lagen flach
  • CoronAbi – Wir sind Querlerner
  • CoronAbi – Wir waren mit Astand die Besten
  • CoronAbi – Wir wurden alle positiv getestet
  • CoronAbi – Wir hamstern Bier statt Klopapier
  • CoronAbi – Wir gehen viral
  • CoronAbi – Wuhan hats gelegen?
  • CoronAbi – Zuhause geblieben und trotzdem geschafft

Wortspiele mit Corona und Abi:

  • ABIontec
  • ABIvid-21 / ABIvid-22
  • AbiZeneca
  • AbiDemie
  • CoronAbi
  • QuAbitäne

Corona Abi-Sprüche, Abi-Mottos für 2021 und 2022

Das Coronavirus und die staatlichen Pandemie-Eindämmungsmaßnahmen beschäftigen und betreffen alle. Insbesondere Schüler sind von der Politik betroffen, denn mal werden Schulen geschlossen und mal geöffnet, mal findest Distanzunterricht statt, mal Präsenzunterricht, mal sogar Hybridunterricht. Für viele war unklar wie die Abiturprüfungen stattfinden sollen. Es war ein großes Durcheinander.

Dass das Coronavirus daher auch auf den Abi-Pullovern und T-Shirts eine Rolle spielen wird, ist daher nur logisch. Denn das Virus beschäftigt einfach alle und es wird auch kaum über etwas anderes gesprochen.

Die obrigen Abisprüche und Abimottos sollten natürlich nur einem Augen zwinkern betrachtet und gelesen werden. Sie sind der Versuch mit der Coronasituation scherzhaft umzugehen und trotz aller Ernsthaftigkeit nicht das Leben zu vergessen. Lachen hilft bekanntlich.

Gerade die jungen Menschen, die während der Coronakrise, Abitur machen, mussten auf vieles verzichten, was für vorherige Generationen selbstverständlich war. Gemeinsame Feiern, Erlebnisse und Ausflüge mit Freunden fanden bei ihnen kaum oder gar nicht statt. Damit fehlen ihnen auch viele Erinnerungen, an die sie sich in zehn, 20 oder 30 Jahren hätten erinnern können. Was bleibt, sind Erinnerungen daran stundenlang auf einen Monitor gestarrt zu haben und das ständige Hin und Her der Politik.

Was bedeutet DoLtKanzlerin, DoItKanzlerin, Do-IT-Kanzlerin? Bedeutung Hashtag, Erklärung, Definition


Als Do-It-Kanzlerin wurde die deutsche Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel im April 2021 während der Osterfeiertage bezeichnet.

In den sozialen Medien wurde der Hashtag #DoItKanzlerin verwendet.

Was bedeutet #DoItKanzlerin, Do-IT-Kanzlerin? Bedeutung Hashtag, Erklärung, Definition

Der Hashtag #DoItKanzlerin wurde nicht als Auszeichnung für die politischen Pandemie-Eindämmungsentscheidungen von Dr. Angela Merkel verwendet, sondern er dient(e) zur Sichtbarmachung von Lockdown-Forderungen und als Aufforderung, dass die deutsche Bundesregierung nach Ostern eine Pandemie-Eindämmungspolitik (Lockdown) festlegt und betreibt mit der steigende Infektionszahlen unter Kontrolle gebracht werden.

Unter dem Hashtag #DoItKanzlerin wurden auch kritische Beiträge veröffentlicht in denen geäußert wurde, dass ein erneuter Lockdown der Wirtschaft, dem Einzelhandel und dem Mittelstand weiter Schaden zufügen würde und den Druck auf die Unternehmen, Unternehmerinnen und Unternehmer weiter erhöhen würde.

Der Hashtag kann auf deutsch wie folgt übersetzt werden: „Tu es (Frau) Kanzlerin!“

Der Hashtag #DoItKanzlerin ist ein politischer Hashtag. Die zum Hashtag verwendete Farbe war die rote Farbe.

DoLtKanzlerin oder DoItKanzlerin? Erklärung

Das klein geschriebene „L“ sieht dem groß geschriebenen „i“ zum Verwechseln ähnlich. Dies führt dazu, dass der Hashtag DoItKanzlerin falsch verstanden und/oder geschrieben werden kann, nämlich als DoLtKanzerlin. Dr. Angela Merkel wird aber im politischen Diskurs nicht als Dolt-Kanzlerin bezeichnet, sondern als Do-It-Kanzlerin.

Was bedeutet DoItKanzlerin, Do-IT-Kanzlerin? Bedeutung Hashtag, Erklärung, Definition

Der Hashtag #DoItKanzlerin wurde während Ostern 2021 auf Twitter populär. In Diskussionen und Äußerungen auf Twitter forderten Nutzer unter dem Hashtag #DoItKanzlerin einen harten Nach-Ostern-Lockdown, um die Verbreitung des Coronavirus einzudämmen und steigende Infektionszahlen unter Kontrolle zubekommen. Ferner forderten die Twitter-Nutzer, dass Frau Dr. Angela Merkel sich dafür einsetzt, dass weitere Corona-Tote verhindert werden.

In diesem Zusammenhang wurden folgende weitere Hashtags verwendet:

  • #BundesLockdown
  • #FarbeBekennen
  • #HarterLockdownJetzt
  • #LebenRetten
  • #NoCovid
  • #NoCovidJetzt
  • #SchulenKitasBuerosZu
  • #YesToNoCovid

Ferner berichteten Social-Media-Teilnehmer unter dem Hashtag #DoItKanzlerin auch von ihren Lockdown-Erfahrungen. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmerinnen berichteten über die Erfahrungen ihrer Kinder in der Pandemie, über persönliche Erlebnisse und äußerten sich zu Missständen.

Weitere Themen waren:

Was bedeutet „mütend“ / „wüde“? Bedeutung, Definition, Erklärung


Die Ausdrücke „mütend“ und „wüde“ beschreiben einen (gleichzeitigen) psychischen Zustand der Wut, Enttäuschung und Müdigkeit über nicht-nachvollziehbare (schlechte) politische Entscheidungen.

Ferner beschreiben „mütend“ und „wüde“ einen Zustand der Resignation und Hoffnungslosigkeit.

Was bedeutet „mütend“ / „wüde“? Bedeutung, Definition, Erklärung

Die Ausdrücke „mütend“ und „wüde“ entstanden im März 2021, während der dritten Coronavirus-Welle, dem staatlich-verordneten (sowie diskutierten) Lockdown und politischen Entscheidungen, die zurückgenommen wurden.

Der Ausdruck „mütend“ setzt sich aus den Worten „müde“ und „wütend“ zusammen.

Der Ausdruck „wüde“ setzt sich aus den Worten „wütend“ und „müde“ zusammen.

„Mütend“ und „wüde“ sind Wortneuschöpfungen.

„Mütend“ und „wüde“ sind Spielarten der Pandemiemüdigkeit. Doch während die Pandemiemüdigkeit einen Zustand der Erschöpfung und Fatigue beschreibt, stehen „mütend“ und „wüde“ dafür, dass sich nun auch die Emotion Wut zeigt.

Bedeutung „mütend“ / „wüde“: Definition, Erklärung

Mit den Ausdrücken „mütend“ und „wüde“ werden eine Lockdown-bedingte Erschöpfung und Enttäuschung über schlechte Politik ausgedrückt. Hinter den Ausdrücken stecken verschiedene Wünsche. So unter anderem:

  • Der Wunsch danach, dass die Coronavirus-Pandemie bald vorbei ist.
  • Der Wunsch danach, dass der Lockdown bald vorbei ist und nicht wieder verlängert wird.
  • Der Wunsch endlich wieder ein Leben außerhalb der eigenen Vier-Wände zu führen. Der Wunsch danach auch mal außerhalb Essen zu gehen, Freunde zu treffen und Kultur zu genießen. Der Wunsch nach Normalität oder zur Normalität zurückzukehren.
  • Der Wunsch nach besseren politischen Entscheidungen von regierenden Politikern.
  • Der Wunsch nach einer langfristigen Politik, statt kurzfristigen politischen Salami-Taktik-Entscheidungen. Statt von einem Lockdown in den nächsten zu gehen, wünschen sich die Menschen eine langfristige Strategie.
  • Der Wunsch nach stabiler Politik. (Lieber konstante Regeln als ständig neue Regeln. In Kürze: Schluss mit dem Hin und Her!)
  • Der Wunsch danach, dass politische Pandemie-Eindämmungs-Entscheidungen nicht so widersprüchlich sind. (Beispiel: Lockdown an Ostern und heimischer Urlaub ist verboten, aber Mallorca darf besucht werden.)
  • Der Wunsch danach, dass politische Pandemie-Eindämmungs-Entscheidungen dauerhaft sind und nicht alle paar Wochen geändert oder zurückgenommen werden. (Beispiel: Schulen auf, Schulen zu)
  • Der Wunsch danach, dass der dauerhafte Alarm-Zustand und die dauerhafte Bedrohung durch das Coronavirus beendet ist. (Wer sich hier helfen möchte, sollte weniger Medien konsumieren.)

Weitere Beispiele für „mütend“ und „wüde“: Bedeutung, Erklärung

„Mütend“ und „wüde“ stehen aber auch für Enttäuschung, Frust und Hoffnungslosigkeit:

  • Enttäuschung über inkonsistente Politik
  • Enttäuschung über widersprüchliche Politik
  • Enttäuschung über korrupte Politik und Politiker
  • Enttäuschung darüber, dass Inkompetenz und Fehlverhalten bei Politikern keine Folgen hat
  • Enttäuschung über Politik, die in Wochen, aber nicht Monate denkt.
  • Enttäuschung darüber, dass politische Verantwortliche keine langfristigen Konzepte haben.
  • Enttäuschung und Wut darüber, dass nichts mehr geplant werden kann. Der nächste Urlaub kann nicht geplant werden oder der nächste Besuch der Freunde kann nicht geplant werden. (Es herrscht Planungsunsicherheit im Land, in dem viele die Planungssicherheit lieben und brauchen.)

Der beginnende Frühling verstärkt die Mütigkeit oder die Wütigkeit. Denn bei Sonnenstrahlen zieht es die Menschen raus ins Freie. Sie wollen die Sonne genießen, Vitamin D tanken und frische Luft atmen. Sie wollen aus dem Winterschlaf erwachen und nicht länger in ihren Wohnungen verweilen. Sie wollen ein Eis essen, Freunde treffen und mal ein Bier trinken gehen.

„Wüde“ und „mütend“ stehen dafür, dass es reicht. Die Menschen können nicht mehr.

Während „Pandemiemüdigkeit“ dazu führt, dass die Risikowahrnehmung und die Motivation sich an Hygiene- und Abstandsregeln zu halten sinkt, geht es bei „wüde“ und „mütend“ mehr darum, dass regierende Politiker schlechte Politik machen, die zu Frust führt. Es geht hier auch, um den Vorwurf, dass die Politik nicht mittelfristig oder langfristig ist, sondern von einem Lockdown in den nächsten führt. Dies ist ermüdend und zermübend, da eine positive Version der Zukunft und ein Ziel fehlt.

Bedeutung und Verbreitung von mütend

Besonders in den sozialen Medien taten Social-Media-Teilnehmer ihren Unmut kund. Am 24. März 2021 war „mütend“ in den Twitter-Trends.

Die Süddeutsche Zeitung reagierte ebenfalls auf „mütend“ und titelte am 24. März 2021 „Morgens immer mütend“.

Den Ausdruck „mütend“ könnte die Influencerin „Doc Caro“ geprägt haben. Am 21. März 2021 veröffentlichte sie einen Facebook-Beitrag der die Überschrift hatte „Mütend.“ Im Beitrag tat sie kund, dass sie pandemiemüde sei und machte an konkreten Beispielen fest, dass sie die Pandemie-Eindämmungspolitik der Regierung nicht nachvollziehen könne. (Der Beitrag erhielt über 90.000 Reaktionen und wurde über 70.000-mal geteilt.)

Was ist Impfneid? Umgang, Bedeutung, Definition, Erklärung


Bei Impfneid handelt es sich um das Gefühl der eigenen Vernachlässigung gegenüber anderen Menschen, die bereits eine Impfung erhalten haben.

Was ist Impfneid? Umgang, Bedeutung, Definition, Erklärung

Impfneid entsteht in der Corona-Pandemie aus verschiedenen Gründen und kann zu tiefen Gräben zwischen den Bevölkerungsgruppen sowie einzelnen Personen führen. In Deutschland und in vielen anderen Staaten hat man sich von der Regierungsseite aus entschieden, eine Priorisierung vorzunehmen und somit bestimmte Bevölkerungsgruppen so schnell wie möglich zu impfen, während andere noch einige Zeit ausharren müssen.

Nun kann es bei einer solchen Priorisierung natürlich stets mehrere Meinungen darüber geben, welche Alters- und Berufsgruppen zuerst geimpft werden sollen und welche im Anschluss daran dran sind. Dies zeigt sich in der derzeitigen Lage sehr deutlich, denn zwischen den Bevölkerungsgruppen ist durchaus so etwas wie Impfneid zu erkennen. Vor allem im Hinblick auf etwaige Lockerungen, die zunächst nur für Menschen gelten könnten, welche bereits geimpft sind, ist es durchaus vorstellbar, dass der Impfneid noch tiefere Gräben in die Gesellschaft reißen kann, als dies ohnehin schon der Fall ist. Ein Gefühl der Benachteiligung kann dann schnell dazu führen, dass man auch einen Groll gegenüber den Menschen hegt, die bereits eine Impfung erhalten haben, obwohl diese die jeweilige Entscheidung gar nicht selbst getroffen haben, sondern von einer äußeren Entscheidung lediglich profitierten. Der Umgang mit dem aufkommenden Impfneid kann sowohl die Menschen, die schon geimpft sind, als auch jene, die es noch nicht sind und ggf. Impfneid empfinden, eine große Herausforderung sein.

Wie gehe ich als bereits Geimpfter mit dem Impfneid der anderen Menschen um? Richtiger Umgang

Zunächst einmal ist es wichtig, dass man sich als Geimpfter nicht in die Position begibt, sich selbst rechtfertigen zu müssen. Die Entscheidung ist schließlich von Außen getroffen worden und man selbst hat niemanden benachteiligt, noch sich selbst bevorzugt. Das eigene Wahrnehmen der Impfung führt dazu, dass Normalität für die gesamte Gesellschaft schneller erreicht werden kann und dass so viel gesellschaftliches Leben wie eben möglich, auch tatsächlich garantiert wird. Weiterhin ist es jedoch ratsam, denjenigen, die offen so etwas wie Impfneid aussprechen zu signalisieren, dass man ihre Hoffnung auf eine schnelle Impfung durchaus nachvollziehen kann und auch darauf hofft, dass es für die entsprechenden Menschen schnell zu einem Impftermin kommt. Machen Sie am besten darauf aufmerksam, dass Sie sich doch ebenso wie nahezu alle Menschen in der Gesellschaft lediglich eine schnelle Rückkehr zur Normalität wünschen, in der alle Dinge, die an der freiheitlichen Gesellschaft so geliebt werden, wieder möglich sind.

Wie gehe ich als derjenige mit Impfneid um, der ihn selbst empfindet?

Wenn Sie selbst einmal Impfneid empfinden und es Ihnen mit der eigenen Impfung einfach nicht schnell genug geht, so ist dies ebenfalls kein Grund, sich zu schämen oder rechtfertigen zu müssen. Achten Sie lediglich darauf, dass Sie Ihr nachvollziehbares Gefühl nicht auf die Menschen projizieren, die bereits eine Impfung erhalten haben. Versetzen Sie sich in die Lage dieser Menschen, die ebenso sehnsüchtig auf den Impftermin gewartet haben wie Sie es tun. Kommen Sie mit den Menschen ins Gespräch und erörtern Sie gemeinsam, dass es für das gemeinsame Hinauskommen aus der Krise wichtig war, mit irgendeiner Gruppe in der Gesellschaft anzufangen. Natürlich lässt sich trefflich darüber streiten, welche Gruppe dies nun ist. Jedoch ist die Entscheidung nicht von den Menschen getroffen worden, die nun schon geimpft sind und mit der Impfung haben sie einen Schritt in die Richtung gemacht, in die wir uns alle wünschen.

Was bedeutet Raffke? Bedeutung, Definition, Erklärung, Wortherkunft


Ein Raffke ist ein habgieriger und egoistischer Mensch, der seine Privilegien, Macht, Kontakte und/oder die Not anderer ausnutzt, um sich selbst auf Kosten oder zum Nachteil anderer zu bereichern.

Was bedeutet Raffke? Bedeutung, Definition, Erklärung, Wortherkunft

Das Wort „Raffke“ ist negativ konnotiert. Ein Raffke ist raffgierig. Er ist unfair und handelt nur für seinen eigenen Vorteil.

Das Wort „Raffke“ stammt aus dem Berliner Dialekt. Es ist eine Wortbildung aus dem Verb „raffen“ und der typischen Endung „-ke“. (Fatzke, Piefke, Steppke)

Im Berliner Dialekt wurden im 19. Jahrhundert Emporkömmlinge und Neureiche als Raffke bezeichnet, die nicht nur mit ihrem Wohlstand angaben, sondern diesen erwarben in dem sie andere oder Notsituationen anderer ausnutzten.

Was bedeutet Masken-Raffke? Bedeutung, Definition, Erklärung, Wortherkunft

Während der Corona-Maskenaffäre im März 2021 bildete sich der Begriff „Masken-Raffke“ heraus. In den sozialen Medien wurden die Hashtags #MaskenRaffke und#MaskenRaffkes Anfang März 2021 populär.

Mehreren Politikern wurde vorgeworfen, dass sie ihre politische Macht und Funktion ausgenutzt haben, um monetäre Vorteile zu erlangen.

Dem Politiker Nicolas Löbel (ehemals CDU) wurde geworfen, dass dessen Beratungsfirma Corona-Masken zwischen Herstellern und Firmen vermittelt haben soll und dafür Provisionen erhalten haben soll.

Dem Politiker Georg Nüßlein (ehemals CSU) wurde ebenfalls geworfen, dass er Gelder für die Vermittlung von Masken erhalten haben soll.

Neben dem Begriff „Masken-Raffke“ wurde auch der Ausdruck „Raffke-Affäre“ verwendet.

Wortherkunft: Wo kommt das Wort „Raffke“ her?

Das Wort „Raffke“ geht auf das Wort „raffen“ zurück. Das Verb „raffen“ stammt aus der Stoffverarbeitung. Raffen bedeutet, dass Stoff zusammengeschoben und -gezogen wird, damit eine gerüschte Optik entsteht.

Raffke und raffen: Weitere Bedeutung und synonyme

Neben dem Wort „Raffke“ gibt es noch weitere Worte mit „Raff-„:

  • Raffgier
  • Raffke-Mentalität
  • Raffsucht
  • Raffzahn

Das Verb „raffen“ erhält durch verschiedene Präfixe andere Bedeutungen:

  • aufraffen – etwas aufheben; Willenskraft aufbringen, um etwas zu tun
  • dahinraffen – synonym für sterben
  • hinwegraffen / wegraffen – synonym für sterben
  • zusammenraffen – Besitz / Reichtum erlangen, etwas zusammenschieben

Weitere Bedeutung von Raffke

„Fräulein Raffke“ heißt ein 1923 veröffentlichter deutscher Stummfilm.

Was ist eine Open-Book-Klausur? Online Tipps und Tricks, Erklärung


Im Zuge der Coronakrise haben einige Universitäten und Hochschulen die Möglichkeit von Open-Book-Klausuren geschaffen. Das sind Prüfungen mit einem offenen Buch, die online oder auch als Präsenzveranstaltung absolviert werden können, Letzteres beim Vorliegen der entsprechenden Voraussetzungen (Zulassung von Präsenzveranstaltungen).

Wie läuft eine Open-Book-Klausur ab? Erklärung, Tipps

Das Prinzip ist nicht neu, Fernuniversitäten wenden es schon länger an. Die Prüflinge können ihre Lehrbücher, Skripte und weitere Hilfsmittel (auch Onlineabfragen) während der Prüfung nutzen. Die Klausur gestalten sich dadurch keinesfalls einfacher. Sie sind so aufgebaut, dass die Anwendung von Wissen nachzuweisen ist. Das entspricht der Online-Ära, in der wir das meiste Wissen schnell im Netz nachschlagen. Also geht es darum, es richtig einzusetzen und auch zu wissen, wo es zu beschaffen ist. Genau das prüft die Open-Book-Klausur. Nachfolgend liefern wir 10 Tipps zu dieser modernen Prüfungsform.

Siehe auch:

Open-Book-Klausur: #1 Kein Auswendiglernen

Das Auswendiglernen von Fakten können sich die Studenten sparen. Es würde sie nur belasten und wertvolle Ressourcen stehlen. Sie müssen allerdings wissen, wo die Fakten stehen. Natürlich dürfen sie sich Vorlagen mit bestimmten Faktensammlungen anlegen. Wichtig ist das Verständnis der Inhalte. Dieses ist stets dann gegeben, wenn sie ein Student mit eigenen Worten erläutern kann.

Open-Book-Klausur: #2 Irrelevantes streichen

Ein großes Problem der Open-Book-Klausur kann die Fülle des vorliegenden Materials sein. Die Studenten bereiten sich mit einem Skript vor, wobei ihnen immer mehr Fakten und Vorlagen zufliegen. Darunter befinden sich wichtige, aber auch gänzlich unwichtige Folien etwa zu Hintergrundinformationen und historischen Daten sein. Auch Beispielgrafiken dienen zwar dem ersten Verständnis, bei der Klausur selbst benötigt sie der Student aber nicht mehr. Die Klausur läuft unter Zeitdruck ab. Daher gilt es, alles Überflüssige zu eliminieren. Das gelingt, indem der Prüfling kurz vor der Open-Book-Klausur versucht, zu jeder Folie eine sinnvolle Frage zu formulieren. Wenn das nicht gelingt, ist die Folie überflüssig. Wichtig ist es, sich auf relevanten Stoff zu konzentrieren.

Open-Book-Klausur: #3 Markierung wichtiger Stellen

Wichtige Stellen sollte man mit Klebezetteln markieren. Diese erhalten eine Beschriftung, um während der Klausur sofort die richtige Seite ohne jedes hektische Blättern zu finden. Klebezettel kommen vorrangig in Bücher oder ausgedruckte Skripte. Vorlagen auf Papier haben gegenüber digitalen Vorlagen den Vorteil, dass sie das Thema wirklich auf einen Blick zeigen. Auch innerhalb eines Textes können relevante Fakten, Daten und Prozesse entweder mit Klebezetteln oder mit Textmarkern gekennzeichnet werden. Notizen am Textrand (eines eigenen Buches) erleichtern das Auffinden relevanter Informationen noch mehr.

Open-Book-Klausur: #4 Sinnvolle Zusammenfassungen

Eine sinnvolle Zusammenfassung dient a) dem eigenen Verständnis und b) dem Anteasern einer Prüfungsantwort. Eine Möglichkeit solcher Zusammenfassungen könnten Karteikarten bieten, jedoch erweisen sie sich für die Open-Book-Klausur meistens als unpraktisch. Auch ein Skript, dass zwischen ausführlicheren Darlegungen immer wieder Zusammenfassungen bietet, eignet sich nicht, sondern erweist sich bei der Klausur als Zeitfresser. Jedoch könnten Zusammenfassungen als digitales Inhaltsverzeichnis aufgebaut werden, durch das sich schnell durchscrollen lässt. Zusammenfassungen gelingen am besten nach entsprechendem Verständnis des Textes. Daher sollte sie der Student selbst schreiben, dabei Bullet Points, unterschiedliche Farben und Abkürzungen nutzen sowie auf knappe Aussagen achten. Je kompakter diese formuliert sind, desto besser gelingt die Zusammenfassung, die zudem eine Struktur benötigt.

Open-Book-Klausur: #5 Fallbeispiele

Beim Durcharbeiten eines Lernstoffes fallen dem Prüfling fast immer Beispiele ein, die zu den Fällen eingearbeitet werden sollten. Das sieht die Prüfungskommission außerordentlich gern. Gleichzeitig dienen diese Beispiele dem Gedächtnis des Studenten, der den Stoff beim Lernen direkt anwendet und dadurch Zusammenhänge besser versteht. Lehrbücher bieten meistens ebenfalls Fallbeispiele, darüber hinaus lassen sie sich online recherchieren. Auch der eigene Professor dürfte welche nennen. Ein weiteres Mittel wäre der Onlineaustausch mit Kommilitonen.

Open-Book-Klausur: #6 Spickzettel erstellen

Der „Spickzettel“, der eigentlich berüchtigt für Betrugsversuche in einer klassischen Prüfung ist, dient in diesem Fall als Gedächtnisstütze für die Open-Book-Klausur. Schon sein Anfertigen trainiert das Gedächtnis. Später bietet er eine knappe, übersichtliche Skizze der wichtigsten Informationen für eine simple Übersicht. Ein Spickzettel sollte von Hand geschrieben werden, weil der Vorgang das Gedächtnis trainiert. Natürlich muss er lesbar bleiben, um zu einer wirklichen Hilfe für die vereinfachte Darstellung der Prozesse bzw. Zusammenhänge zu werden. Als Vorlagen für den Spickzettel bieten sich beispielsweise Inhaltsverzeichnisse an.

Open-Book-Klausur: #7 Eigene Klausurfragen ausdenken

Es hat sich herausgestellt, dass Prüflinge bestens vorbereitet sind, wenn sie sich in die möglichen Fragen der Klausur hineindenken, indem sie sich selbst welche überlegen. Häufig haben Professoren schon Übungsklausuren zur Verfügung gestellt, die Beispielaufgaben enthalten. Diese wären natürlich ein gutes Training. Wenn das aber nicht der Fall ist, kann sich der Student die Klausurfragen selbst ausdenken.

Open-Book-Klausur: #8 Training der Klausur

Es bewährt sich, eine Klausur mit der entsprechenden Zeitvorgabe zu trainieren. In der Regel kennen die Studenten den Umfang des Fragenkatalogs. Da sich ein Prüfling selbst Prüfungsfragen ausdenkt oder schon Beispielaufgaben von seinem Professor bekommen hat, kann er sich auch eine komplette Open-Book-Klausur zusammenstellen und diese nach der bekannten Zeitvorgabe absolvieren. Es sollten möglichst Fragen enthalten sein, die wahrscheinlich auch in der echten Open-Book-Klausur vorkommen. Damit lassen sich die betreffenden Inhalte ausgezeichnet trainieren. Auch verschafft dieses Training dem Studenten ein Gefühl dafür, wie gut er mit seinen Hilfsmitteln präpariert ist. Diese wird er sicherlich hinterher noch einmal optimieren.

Open-Book-Klausur: #9 Prüfungsplatz vorbereiten

Auch die Ordnung am Arbeitsplatz ist extrem wichtig, wenn während der Open-Book-Klausur alles mit einem Blick und Griff erfasst werden muss. Störfaktoren sind zu eliminieren. Dazu gehören geschlossene Fenster sowie das Abstellen der Telefone und der Klingelanlage.

Open-Book-Klausur: #10 Tag der Klausur

Sehr wichtig ist es, ausgeschlafen zu sein und gut gefrühstückt zu haben. Nichts ist schädlicher als ein zwischenzeitlicher Hungeranfall. Das Zimmer sollte zuerst gelüftet und dann prüfungsgerecht gegen die Außenwelt abgeschottet werden. Es empfiehlt sich, alle Unterlagen per Checkliste durchzugehen. Die ersten Minuten einer Prüfung dienen dem Überfliegen der Aufgaben, die nächsten dem Entwerfen eines Plans. Idealerweise lösen Studenten zuerst alle leichteren Aufgaben, um sich am Ende auf die schweren Brocken konzentrieren zu können.

Fazit: Tipps und Tricks zur Open-Book-Klausur

Niemand sollte Open-Book-Klausuren unterschätzen, nur weil dabei Hilfsmittel erlaubt sind. Sie verlangen viel Konzentration und eine sehr gründliche Vorbereitung. Die Herangehensweise ist grundsätzlich anders als bei Prüfungen, die Faktenwissen abfragen. Open-Book-Klausuren erfordern Selbstorganisation und Kreativität.

Woher kommt das Wort „Vakzin“? Bedeutung, Definition, Erklärung


Vakzin ist der Begriff, der heute verwendet wird, wenn von Impfstoffen die Rede ist. Unter ihnen versteht man Substanzen, die das Erbgut eines Krankheitserregers enthalten, Dazu wurde der Erreger vorher biologisch oder gentechnisch in Laboren aufbereitet. Wird der Impfstoff, das Vakzin, dann einem gesunden Lebewesen injiziert, baut dessen Immunsystem einen Schutz gegen den jeweiligen Erreger auf, ohne bei dem Geimpften die Erkrankung auszulösen.

Seit wann gibt es Impfstoffe und woher stammt der Begriff Vakzin? Bedeutung, Erklärung, Definition

Eine der weltweit besonders gefürchteten Infektionskrankheiten waren früher die Pocken. Sie forderten immer wieder viele Menschenleben. Wissenschaftler gehen davon aus, das schon vor 3000 Jahren in Indien und China Ärzte auf die Idee kamen, bei Pockenausbrüchen das Immunsystem noch nicht Infizierter anzukurbeln, indem sie ihnen ein Pulver aus zermahlenen Grind bzw. Krusten der Pockennarben eingaben. Neben den für die Menschen sehr gefährlichen Pocken gibt es auch noch die sogenannten Kuhpocken, ausgelöst durch das Vaccine-Virus. Der Begriff Vaccine stammt vom lateinischen Wort vaccinius (von Kühen stammend). Auch die Kuhpocken können auf den Menschen übergehen und das Vaccine Virus ähnelt dem Pockenvirus(Orthopoxvirus variolae). Es ist aber für Menschen vergleichsweise harmlos. Ende des 18.Jahrhunderts wurde in England entdeckt, dass Menschen, die einmal an den Kuhpocken erkrankt waren, später bei Ausbrüchen der Menschen-Pocken nicht infiziert wurden. Das brachte den englischen Landarzt Edward Jenner auf die Idee, Menschen gezielt mit den Kuhpocken zu infizieren, um ihr Immunsystem an die Vaccine-Viren zu gewöhnen und so Pockenausbrüche zu verhindern. Die Schutzimpfung, auch als Vakzinierung bezeichnet, war erfunden und schaffte es 200 Jahre später, die Pocken praktisch auszurotten.

Mittlerweile gibt es Impfstoffe gegen viele durch Viren oder durch Bakterien ausgelösten Erkrankungen, zum Beispiel gegen Influenza, Masern, Windpocken, Mumps, Diphterie, Wundstarrkrampf, Cholera, Gelbfieber und Typhus. Sie werden alle als Vakzine bezeichnet, obwohl sie gar nichts mit Kühen und den Kuhpocken zu tun haben.

Siehe auch: Heißt es der oder das Virus?

Die verschiedenen Arten der Vakzine:

Unterschieden wird zwischen den sogenannten Lebendimpfstoffen, den Totimpfstoffen und den Gen-basierten Impfstoffen. Bei den Lebendimpfstoffen werden, wie der Name schon sagt, noch vermehrungsfähige (lebende) aber abgeschwächte (attenuierte) Krankheitserreger verwendet. Sie können nicht mehr krankmachen, aber trotzdem das Immunsystem zur Bildung von speziellen Antikörpern anregen. Lebendimpfstoffe gibt es zum Beispiel gegen Masern, Mumps, Windpocken und Röteln.

Totimpfstoffe verwenden entweder nicht mehr vermehrungsfähige (abgetötete) Erreger oder auch nur Bestandteile dieser Erreger. Dabei kann es sich um Erreger-Fragmente, um aus dem Erreger herausgelöste spezielle Komponenten, oder um inaktive Gifte (Toxine) des Erregers handeln. Außerdem gibt es noch den Konjugat-Impfstoff , bei dem das Antigen des Erregers an einen Proteinträger (Eiweiß) gebunden sein muss, um Wirkung zu erzielen. Totimpfstoffe werden zum Beispiel gegen Tetanus, Hepatitis, Diphterie und Kinderlähmung eingesetzt.,

Die neueste Generation von Impfstoffen stellen die die viralen Vektoren- oder mRNA- Impfstoffe dar. Bei ihnen wird, laienhaft ausgedrückt, keine Substanz des Krankheitserregers, sondern nur der genetische Bauplan des Antigens in den Körper des Geimpften geschleust und dessen eigene Körperzellen produzieren dann die entsprechenden Antikörper. Beim viralen Vektoren-Impfstoff wird dieser Bauplan (das Genmaterial) vorher in harmlose Trägerviren eingebaut. Beim mRNA Impfstoff wird auch kein Trägervirus mehr benötigt, sondern das Erreger-Gen in Form der sogenannten Messenger-RNA oder Boten-RNA synthetisch hergestellt und verimpft

Was ist Höhlenkompetenz? Bedeutung, Definition, Erklärung


Höhlenkompetenz ist ein neuartiges Konzept, welches das unterschiedliche Verhalten der Menschen in der Pandemie erklären soll. Während sich der Großteil der Menschen an die notwendigen Maßnahmen hält, so gibt es einige die alle Maßnahmen ablehnen und sich stattdessen an abstruse Verschwörungstheorien halten. Warum ist das so? Die Antwort darauf könnte weit in der Vergangenheit liegen.

Es gibt die abstrusesten Verschwörungstheorien. Etwa, dass das Coronavirus eine Biowaffe ist, die mittels 5G verbreitet wird. Oder dass Bill Gates uns mit der Impfung allen einen Mikrochip in den Körper geben will. Corona gibt es gar nicht, das ist alles nur eine Erfindung der Politik, um an mehr Macht zu gelangen usw. usw.. Abstruse Theorien gibt es nicht erst seit dem Coronavirus. Doch jetzt scheinen immer mehr Menschen an diese abwegigen Theorien zu glauben.

Was ist Höhlenkompetenz? Bedeutung, Definition, Erklärung

Während vergangener Krisensituationen in der Urzeit haben sich die Menschen in Höhlen zurückgezogen. Dort wurde die Kompetenz erlernt, sich mit Krisensituationen auseinanderzusetzen und damit umgehen zu können. Daher der Name „Höhlenkompetenz“.

Einige Menschen scheinen anfälliger für Verschwörungstheorien zu sein als andere. Während den meisten die abstrusen Theorien fällig abwegig erscheinen, so gibt es dennoch einige, die fest daran zu glauben scheinen und sich auch nicht durch Fakten von ihrer Meinung abbringen lassen.

Die Höhle in Krisenzeiten

Der Homo Sapiens stand mehrmals kurz vor dem Aussterben. Es konnten nur diejenigen überleben, die den Umgang mit Krisenzeiten erlernt hatten und eine entsprechende Mentalität entwickelt haben. Das gelang nicht allen Homo Sapiens, weshalb die Rasse auch so oft vor dem Aussterben stand.
Diese Krisensituationen, in denen der Mensch damals steckte, werden heute als Höhlensituationen beschrieben.

Als die Welt noch voller Gefahren war, waren für den Homo Sapiens Höhlen ein Schutzraum. Sie sicherten das Überleben, weil sie Schutz und Sicherheit boten. Gleichzeitig war die Höhle aber auch eine Herausforderung. Denn dort gab es keine Ablenkung, die Höhle war eng und die Menschen lebten eng zusammen. Es gab Ängste, Depressionen und Zweifel. Genauso wie heute.

Die Situation in der Höhle kann durchaus mit der jetzigen Pandemie verglichen werden. Jeder Haushalt ist in seinem Zuhause, also seiner „Höhle“ isoliert. Viele kommen mit der Situation nicht klar und haben mit Depressionen zu kämpfen, mit Zweifeln und Ängsten. Ganz wie die urzeitlichen Menschen in ihren Höhlen, aus denen sie aufgrund von Gefährdungen in der Außenwelt nicht fliehen konnten. Genauso können wir jetzt auch aufgrund von äußeren Gefährdungen nicht so frei leben, wie wir das gewohnt sind.

Neben der Angst vor der Ansteckung mit dem Coronavirus, gibt es in der derzeitigen Situation auch noch ökonomische Bedrohungen für den Menschen. Viele Selbstständige fürchten um ihre Existenz, nicht selbstständig Tätige sind in Kurzarbeit oder bereits entlassen worden.

In der unfreiwilligen Isolation, in der wir uns alle befinden, müssen wir viele Ängste ausstehen. Dabei kommen einige Menschen besser mit diesen Ängsten zurecht als andere. Weil sie gelernt haben und gerade lernen, in Krisensituationen zu bestehen.

Wie lernten die Höhlenmenschen in der neuen Situation zu überleben?

Während der Zeit in den Höhlen hat eine sogenannte „kognitive Revolution“ stattgefunden. Das Gehirn hat quasi eine neue Software erhalten, die bei weitem komplexer war als vorher. Der Höhlenmensch hat sich unter dem Druck in der Höhle weiterentwickelt, oder er hat nicht überlebt und ist an seinen Ängsten zugrunde gegangen.

In der Höhle, eventuell auf sich alleine gestellt oder nur mit der Familie zusammenlebend, hat der Homo Sapiens eine neue Fähigkeit entwickelt – die Fähigkeit, einen inneren Dialog zu führen. Das, was wir heute permanent tun, hat seinen Ursprung in der Isolation in der Höhle. Hinzu kam die Fähigkeit, Fantasie zu entwickeln und mit dieser umzugehen.
Die neuen Fähigkeiten werden heute als „Höhlenkompetenz“ bezeichnet.

Diese neue Fähigkeit war es letztendlich, die den Homo Sapiens zur der herrschenden Spezies auf der Welt gemacht hat. Dabei hat die Mehrzahl der Homo Sapiens, die überlebt haben, diese Kompetenz erlernt. Der Neandertaler beispielsweise hat dies nicht geschafft und ist daher ausgestorben, genauso wie andere Menschenarten.

Nur durch diese damals erworbene Höhlenkompetenz kommt der Mensch heute durch die Pandemiezeiten. Die Situation ist zwar mit damals natürlich nicht vergleichbar, aber grundsätzlich doch recht ähnlich. Nur dank der Höhlenkompetenz gibt es immer noch eine breite Zustimmung zu den coronabedingten Schutzmaßnahmen. Nur dank der Höhlenkompetenz wird die derzeitige Situation überhaupt ausgehalten.

Fehlende Höhlenkompetenz bei Verschwörungstheoretikern?

Die Vermutung liegt nahe, dass die Verschwörungstheoretiker die Höhlenkompetenz einfach nie erlernt haben. Sie sind nicht fähig, mit der aktuellen Situation umzugehen und suchen daher Zuflucht in den abstrusesten Theorien. Alles, um der Wahrheit zu entfliehen und ihr nicht ins Auge blicken zu müssen.

Dieses Verhalten wird als Höhlenpathologie beschritten. Hier wird ein irrationaler Weg beschritten, der mit Empörung und Emotionalität verbunden ist.

Doch warum zeigen einige Menschen weniger Höhlenkompetenz als andere? Warum sind einige anfälliger für die Verschwörungstheorien? Die Menschen haben unterschiedliche Prägungen. Wie sie in vielen Hinsichten unterschiedlich sind, so eben auch in dieser. In der jetzigen Situation muss jeder aus seinem Arsenal wählen, wie er mit der Lage umgehen kann. Es gibt leider eine Minderheit an Menschen auf der Welt, die die richtige Kompetenz für diese Art der Krisensituation nicht aktiviert hat. Aus Unwissen, wie mit der Situation umzugehen ist, schlägt diese Art von Mensch lieber um sich und verbreitet abstruse Theorien. Alles nur, um der Wahrheit nicht ins Gesicht sehen zu müssen.

Höhlenkompetenz lässt sich allerdings trainieren. Ein Mittel dafür ist die Kunst. Kulturelle Aktivität fördert die Auseinandersetzung mit bestimmten Themen. So kann Kunst auch helfen, sich mit der jetzigen Situation auseinanderzusetzen und sie zu akzeptieren, wie sie ist.

Die Pandemie kann daher auch durchaus einen positiven Effekt haben. Wie beim Erlernen der Höhlenkompetenz so besteht auch in der jetzigen Krisensituation die Chance, etwas Neues dazuzulernen. Sei es die Höhlenkompetenz oder eine andere Fähigkeit.
Es könnten auch neue Ideen zur Lösung von globalen Problemen und Herausforderungen bestehen. Dies hat bereits in der Prähistorie schon einmal funktioniert. Warum nicht auch jetzt?

Was bedeutet „Öffnungsrausch“? Bedeutung, Definition, Erklärung


Das Wort „Öffnungsrausch“ prägte der bayrische Ministerpräsident und CSU-Politiker Markus Söder am 1. März 2021.

Wie das Wort „Öffnungsrausch“ entstand:

Markus Söder veröffentlichte am 1. März 2021 um 12:03 Uhr auf Twitter in einem Tweet, in dem er mitteilte, dass „wir“ eine richtige Balance zwischen Vorsicht und Öffnen brauchen. Er äußerte sich weiterhin, dass es „keinen unkontrollierten Öffnungsrausch“ geben dürfe, dass die Lage instabil sei und dass wir die „Nerven“ nicht verlieren dürfen. Er beendete seinen Tweet mit der Aussage, dass „ein klarer Kompass“ besser sei „als ein Blindflug in die dritte Welle hinein“.

Das Wort „Öffnungsrausch“ erinnert stark an den von Angela Merkel geprägten Begriff der „Öffnungsdiskussionsorgien„. Sie fasste mit dem Begriff die Beratungssitzungen (und Diskussionen) zwischen Bundeskanzlerin und Ministerpräsidenten über den Lockdown und eine Öffnungsstrategie zusammen.

Auf Twitter löste der Begriff „Öffnungsrausch“ große Empörung aus.

Siehe auch: Was ist ein Verweilverbot?

Was bedeutet „Öffnungsrausch“? Bedeutung, Definition, Erklärung

Das Wort „Öffnungsrausch“ ist eine Wortneuschöpfung deren Bedeutung nur erahnt werden kann.

Das Wort „Öffnung“ bezieht sich auf die Aufhebung der Corona-Pandemie-bedingten staatlichen Einschränkungen (Lockdown) in deren Folge viele Geschäfte nicht öffnen durften.

Ein Rausch ist ein emotionaler trancehafter Zustand in dem man über die Stränge schlägt, unvernünftig ist, sich hingebt, leidenschaftlich ist und einfach nur lebt.

Öffnungsrausch: Interpretation

Die Redaktion von BedeutungOnline.de vermutet, dass Markus Söder Sorgen hat, dass eine Aufhebung des staatlich-verordneten Lockdowns dazu führen könnte, dass die Bürger sich nicht mehr an Hygiene- und Abstandsregeln halten. Ferner kann vermutet werden, dass die Menschen wie im Wahn (oder im Rausch) einkaufen, shoppen und in die Parks gehen könnten. Dies könnte die Gefahr erhöhen, dass sich mehr Menschen mit dem Coronavirus infizieren, erkranken und im schlimmsten Fall intensiv-medizinische Hilfe benötigten. Das wiederum könnte die Krankenhäuser an ihre Belastungsgrenzen führen. (Siehe: Flatten the Curve)

Kommentar der Redaktion: Die Wortwahl mit „Rausch“ ist schon interessant. Ein Rausch tritt z.B. bei Alkohol oder anderen Subtanzen auf. Bei einem Rausch ist man nicht mehr Herr der Sinne, Herr der Lage und teils sogar Herr des eigenen Körpers. Ein Rausch kann böse enden, muss es aber nicht. Allemal endet ein Rausch mit einem Kater.

Es ist natürlich bemerkbar, dass ein Politiker befürchtet, dass Menschen von Freiheit und Grundrechten berauscht sein könnten, die ihnen im Namen der Sicherheit auf gewisse Zeit genommen wurden.

Markus Söder hat sich mit der Wortwahl „Öffnungsrausch“ auch selbst entlarvt. Er scheint nicht zu glauben, dass die Bürger eigenverantwortlich handeln wollen (und können). Denn wenn Grundrechte berauschend wirken, wie muss sich Freiheit dann erst auswirken? Daher scheint es notwendig, dass die Eigenverantwortung weiterhin noch etwas eingeschränkt bleibt. Was für ein Weltbild!

Ferner muss auch gefragt werden, ob Markus Söder die Freiheits- und Grundrechte überhaupt zurückgeben möchte? Was sagt das über einen Politiker aus.

Quelle: Tweet von Markus Söder: hier

Was ist ein Verweilverbot? Erklärung, Definition, Bedeutung


Ein Verweilverbot bedeutet, dass sich Personen im öffentlichen Raum aufhalten, dort aber nicht an einem Ort verweilen dürfen – weder stehend noch sitzend noch liegend.

Zuletzt verhängte die Stadt Düsseldorf ab Freitag, dem 26.02.2021, ein solches Verweilverbot für das dortige Rheinufer. Es gilt phasenweise über das komplette Wochenende und könnte zeitlich und räumlich ausgedehnt werden. Bei Zuwiderhandlungen droht ein Bußgeld.

Verweilverbot: Bedeutung, Sinn, Ziel, Erklärung

Es geht um die Eindämmung des Coronavirus, konkret im Februar 2021 um die Eindämmung der neuen gefährlicheren Mutationen. Das Verweilverbot ist nicht neu. Die Stadt Stuttgart etwa hatte es schon im März 2020 phasenweise verhängt und für ein Picknick in den dortigen Parks ein Bußgeld von bis zu 250 Euro angedroht.

Die Menschen zieht es bei schönem Wetter massenhaft ins Freie, sie kommen sich dabei gefährlich nahe. Diesen Zustand möchten die Städte unterbinden. Das Verweilverbot ist stets eines von mehreren Mitteln gegen die Ausbreitung des Virus. So wurde ebenfalls in Düsseldorf im Februar 2021 eine erweiterte Maskenpflicht eingeführt. Masken müssen nun in vielen Bereichen der Altstadt auch im Freien getragen werden. Ähnliches gilt schon länger in vielen deutschen Städten. Der nächste Schritt sind die Ausgangsbeschränkungen eines sehr harten Lockdowns.

Regelungen für das Verweilverbot in Düsseldorf ab dem 26.02.2021

Das Verweilverbot in Düsseldorf wurde mit Stand Sonntag 28.02.21 für folgende Zeiten angeordnet:

  • Freitag 15.00 bis 01.00 Uhr
  • Samstag und Sonntag: 10.00 bis 01.00 Uhr (jeweils des Folgetages)

Es gilt am nahen Rhein und in der Altstadt. Die Zonen, in denen zusätzlich Maskenpflicht herrscht, werden mit „Verweilverbotszone! Bitte gehen Sie weiter!“ auf rotem Untergrund plakatiert. Die Stadt Düsseldorf ließ über 300 dieser Hinweisschilder aufstellen. Die Polizei sowie der Ordnungs- und Servicedienst der Stadt kontrollieren die Einhaltung des Verbots. Zunächst sprechen die Ordnungshüter stehende, sitzende oder auch liegende Personen an, im zweiten Schritt nehmen sie die Personalien auf und verhängen das Bußgeld. Wer die Polizei provoziert und sich beispielsweise weithin sichtbar und für längere Zeit am Rheinufer niederlegt, wird das Bußgeld voraussichtlich sofort entrichten müssen.

Ist das Verweilverbot aus virologischer Sicht sinnvoll?

Möglicherweise ist es in einem gewissen Umfang sinnvoll. Mehrere Virologen hatten im Einklang mit RKI-Chef Lothar Wieler betont, dass die Ansteckungsgefahr dann im Freien stark sinkt (bis gegen null), wenn sich die Menschen bewegen. Unter anderem der Forscher Gerhard Scheuch, der speziell über Aerosole forscht, hatte dieses Statement in der dritten Februarwoche 2021 abgegeben. Das ist für die Städte der aktuelle Bezugspunkt, ein Verweilverbot zu verhängen. Vor einem Jahr hatte es schon ähnliche Äußerungen von Forschern gegeben. Allerdings ist die Studienlage, die exakte Zahlen hierzu liefern würde, derzeit offenkundig dünn. Die Städte spekulieren offenbar auch darauf, dass ein Verweilverbote die Menschen davon abhält, die betreffenden Zonen aufzusuchen. Auf diese Weise könnte es möglich sein, den dortigen Besucherverkehr auszudünnen.

Reaktionen der Bürgerinnen und Bürger auf das Verweilverbot

Speziell das aktuelle, durch die Düsseldorfer Stadtverwaltung erlassene Verweilverbot stößt auf Kritik und Spott. Auch über einen Eilantrag gegen das Verweilverbot musst das NRW-Verwaltungsgericht entscheiden, es lehnte ihn ab. Im Internet sind zum Verweilverbot in Düsseldorf kritische Äußerungen wie „mangelnde Verhältnismäßigkeit“ und „massive Einschränkung der Freiheitsrechte“ sowie Spott wie „Herumlungern ist strafbar“ und „jetzt Verweilverbot – bald auch Atemverbot?“ zu lesen.

Was sind Impfdrängler? Bedeutung, Erklärung, Definition


Impfdrängler sind Menschen, die absichtlich gegen die Impfreihenfolge verstoßen, um früher und vor anderen geimpft zu werden.

Was bedeutet „Impfdrängler“? Bedeutung, Erklärung, Definition

Der Ausdruck „Impfdrängler“ wurde in Deutschland populär nachdem durch eine dpa-Recherche im Februar 2021 bekannt wurde, dass mehrere Kommunalpolitiker, Geistliche, Polizisten und Feuerwehrleute sich gegen das Coronavirus haben impfen lassen, obwohl sie nicht zur Prioritätsgruppe gehörten. Damit haben diese die Impfreihenfolge des Bundesgesundheitsministeriums verletzt, die vorsieht, dass erst alle Menschen, die einem hohem Ansteckungsrisiko ausgesetzt sind, geimpft werden sollen. Dies sind: Menschen, die über 80 Jahre alt sind sowie Krankenhaus-, Arztpraxen-, Pflegeneinrichtungs- und Impfzentren-Mitarbeiter. (Also Menschen, die im medizinischen Bereich arbeiten.)

Die Impfdrängler rechtfertigten ihr Verhalten teils damit, dass sie übrig gebliebene Impfdosen erhalten haben, die sonst verfallen wären. Der Impfstoff wird nämlich kurz vor dem Impfen aufbereitet und ist dann nur wenige Stunden haltbar. Sagt nun jemand seinen Termin ab, bleibt der Impfstoff über und muss dann entsorgt werden.

Bisher ist nicht geregelt, wie mit übrig gebliebenen Impfdosen umgegangen werden soll.

Bisher ist nicht geregelt, wie und ob das Vordrängeln beim Impfen bestraft werden soll. Es stellt immerhin eine Verletzung der Impfreihenfolge dar.

Warum sind Impfdrängler ein Problem?

Meinung der Redaktion: Impfdrängler untergraben die Glaubwürdigkeit der Politik, der Gesetze und der Impfreihenfolge. Sie zerstören Vertrauen und ihr Ansehen. In ihrem Egoismus stellen sie sich über die Impfreihenfolge und den Sinn dahinter. Sie setzen sich über andere und zeigen mit ihrem Verhalten, dass sie sich für wichtiger halten als andere. Sie handeln rücksichtslos und unsolidarisch.

Diese Menschen entwerten sich selbst moralisch und machen sich unglaubwürdig. Gerade Politiker, die die Einhaltung der Pandemie-Eindämmungsregeln (immer wieder) von den Bürgern fordern, aber sich bei den Impfungen vordrängeln und nicht an die Impfreihenfolge halten, offenbaren nicht nur ihren Egoismus, sondern auch ihre Heuchelei. Wer Verantwortung für andere Menschen oder eine Stadt hat, sollte nicht nach dem Motto „Ich zu erst“ handeln. Oder um es mit Heinrich Heines Worten zu sagen: „Wasser predigen und Wein trinken“.

Man denke nur an die Titanic. Damals hieß es „Frauen und Kinder“ zu erst. Würde ein Mann sich vordrängeln, so hätte ihn der Zorn der Gruppe getroffen.

Impfdrängler stellen sich nicht nur über andere, sie nutzen ihre Kontakte, ihre Privilegien und ihre Macht aus. Das ist einer Demokratie nicht würdig, in der Gleichheit und die Gesetze für alle gelten (sollten). Gerade für alle, die auf einen Impftermin für sich oder ihre Eltern warten, ist dieses Verhalten ein Schlag ins Gesicht.

Bürgermeister, Stadträte und politische Funktionsträger, die sich vordrängeln und vor allen anderen impfen lassen, müssen sich über steigende Demokratie- und Politikverdrossenheit nicht wundern.

Was ist ein Mega-Lockdown? Bedeutung, Definition, Maßnahmen, Erklärung


Ein „Mega Lockdown“ ist eine Verschärfung eines bestehenden Lockdowns.

Im Vergleich zum „normalen“ Lockdown wird in einem „Mega Lockdown“ noch mehr das öffentliches Leben eingeschränkt. Die Auswirkungen auf das soziale und wirtschaftliche Leben sind noch schwerwiegender als im normalen Lockdown.

Mega-Lockdown: Aktuelle Situation

Bisher gibt es in Deutschland keinen „Mega Lockdown“. (Stand 15. Januar 2021)

Die deutsche Bundeskanzlerin hat sich für einen „Mega Lockdown“ ausgesprochen. Am 20. Januar 2021 erfolgt die nächste Corona-Runde zwischen Bundeskanzlerin und Ministerpräsidenten. In dieser Runde werden weitere Lockdown-Regeln besprochen und ggf. beschlossen.

Was ist ein Mega-Lockdown? Maßnahmen, Bedeutung, Erklärung

Denkbar für einen Mega-Lockdown sind folgende Maßnahmen: (Dies ist KEIN offizieller Maßnahmenkatalog!)

  • temporäre Ausgangssperre (bundesweit)
  • Beschränkung der Kontakte, die ein Mensch haben darf auf z.B. „eine Person außerhalb des eigenen Haushalts“ oder „zwei Personen außerhalb des eigenen Haushalts“ (Siehe: Knuffelcontact)
  • Einschränkung der Freiheit der Wirtschaft (Regulierung Arbeitszeiten; Regulierung Anzahl der Mitarbeiter, die gleichzeitig anwesend sind)
  • Härte Strafen und Bußgelder gegen Maskenverweigerer und Quarantänebrecher
  • Home-Office-Pflicht (= mehr Home-Office-Arbeit)
  • Maskenpflicht im öffentlichen Raum (ggf. spezifisch „FFP2-Maskenpflicht“)
  • Längere Schließung von Kita, Kindergärten und Schulen
  • Reisen zwischen Städten, Landkreisen oder Bundesländern werden verboten
  • Stilllegung öffentlicher Personen-Nahverkehr und -Fernverkehr (Nahrverkehr = innerstädtische Busse, Trams, S-Bahnen und Straßenbahnen; Fernverkehr = Züge, Flug- und Busverkehr zwischen Städten)
  • Strengere Kontrollen, ob Hygiene- und Pandemie-Eindämmungsregeln eingehalten werden
  • Reduzierung privater Kontakte

Siehe: Was ist ein Lockdown / Shutdown?

Bei einer Maßnahme wie der Schließung des Fernverkehrs muss beachtet werden, dass die Logistik der Supermärkte weiterhin funktioniert und die Bevölkerung mit Lebensmitteln versorgt wird.

Wird der öffentliche Personen-Nahverkehr stillgelegt, so sind Menschen ohne Auto im Nachteil und stark betroffen. Dies trifft Schüler, Rentner und alle Menschen, die ohne Auto z.B. zur Arbeit oder Einkaufen müssen. Insbesondere ist diese Situation auf dem Land und in den Dörfern eine massive Einschränkung.

Warum wird ein Mega-Lockdown durchgeführt?

Ein „Mega Lockdown“ wird durchgeführt, wenn der bisherige Lockdown zu wenig Wirkung zeigt. Hier werden die täglichen Infektions- und Todeszahlen als Orientierung verwendet. Ziel der staatlich-verordneten Pandemie-Eindämmungspolitik ist es, dass die Zahlen fallen.

Die Maßnahmen des „Mega Lockdowns“ verfolgen das Ziel, dass die absichtlichen und zufälligen Kontakte zwischen den Menschen weiter reduziert wird. Hier gilt die Logik: Werden die Kontakte reduziert, wird das Virus weniger verbreitet, so bleiben mehr Menschen gesund und das Gesundheitssystem wird vor Überlastung geschützt. (Siehe: Flatten the Curve)

Ein weitere Einflussfaktor, ob ein Mega-Lockdown stattfinden wird, sind Virus-Mutationen und die Qualität der Arbeit der Gesundheitsbehörden. Ist es Gesundheitsbehörden nicht möglich Infektionsketten nachzuvollziehen, können diese nicht effektiv und effizient bei der Pandemie-Eindämmung arbeiten. Das Wissen über Virus-Mutationen ist ebenfalls ein wichtiger Faktor. Denn es hilft einzuschätzen wie gefährlich neue Mutationen sind und dies ist notwendig, um Pandemie-Eindämmungsmaßnahmen in der richtigen Härte anzuordnen.

Was ist ein mRNA-Impfstoff? Wie funktioniert er? Erklärung, Bedeutung, Definition


Ein RNA- oder auch mRNA- (Messenger-RNA) Impfstoff ist eine neue Art von Impfstoff, der Fragmente der viralen mRNA (Ribonukleinsäure) in menschliche Zellen einschleust, die so umprogrammiert werden, dass sie Pathogenantigene (wie virale Proteinspikes oder Krebsantigene) produzieren, die dann eine adaptive Immunantwort gegen den Erreger stimulieren.

Zu den wichtigsten Vorteilen von RNA-Impfstoffen gegenüber herkömmlichen Proteinimpfstoffen gehören vor allem die potenziell höhere Produktionsgeschwindigkeit bei geringeren Kosten sowie die Induktion zellulärer und humoraler Immunität. Die relativ hohe Fragilität des mRNA-Moleküls erfordert jedoch eine möglichst ununterbrochene und konstante Kühlkette bei der Verteilung sowie Lagerung bei niedrigen Temperaturen und kann die effektive Wirksamkeit aufgrund unzureichender Dosierung beeinträchtigen.

Obwohl die RNA-Produktion „in vitro“ (außerhalb eines Organismus) mit anschließender Translation „in vivo“ (in einem Organismus) bereits 1990 erstmals beschrieben und RNA-Impfstoffe schon 1994 bei Mäusen verwendet wurden, waren mRNA-Impfstoffe für den Einsatz bei Menschen noch zu Beginn des Jahres 2020 nahezu exklusiv Gegenstand lediglich experimenteller und theoretischer Erörterung und Forschung.

Durch die globale Corona-Pandemie erleben mRNA-Impfstoffe eine Renaissance

Doch im Verlauf sowie unter dem Eindruck der ab März/April 2020 global grassierenden Corona- bzw. COVID-19-Pandemie wird dem Einsatz von mRNA-Impfstoffen zur möglichst mittel- und langfristigen oder gar permanenten Immunisierung anhand der Einschleusung von Antigen-mRNA in die Zellen (Transfektionsreagenz) gegen diese sowie weitere virale Infektionskrankheiten weltweit viel Beachtung geschenkt und Bedeutung beigemessen. Im Moment (November 2020) warteten zwei neue mRNA-Impfstoffe auf die Notfallzulassung als COVID-19-Impfstoffe: Namentlich sind dies „MRNA-1273“ aus den Laboren des US-amerikanischen Biotechnologieunternehmen „Moderna“ und „BNT162b2“ als das Ergebnis der Kooperation zwischen dem deutschen Pionier für Immuntherapien „BioNTech“ mit Sitz in Mainz sowie dem in New York City (USA) ansässigen Pharmakonzern „Pfizer“.

Obwohl die beabsichtigte und forcierte schnelle Zulassung beider Präparate angesichts der relativ kurzen Entwicklungsphase und nur lückenhaften Datenlage von vielen Wissenschaftlern und Medizinern rund um den Globus recht kritisch und kontrovers beurteilt wird, weisen sie jedoch in bisherigen Studien jeweils deutlich über 90 Prozent Wirksamkeit auf und werden somit als äußerst vielversprechend eingestuft.

Siehe: Was ist ein Immunitätsausweis?

mRNA-Impfstoff-Entwicklung: Selten wurde die Entwicklung von neuen Impfstoffen so schnell vorangetrieben

Während „Moderna“ bereits im Januar 2020 die Entwicklung seines Impfstoffs „MRNA-1273“ zur Induktion von Immunität gegen SARS-CoV-2 ankündigte und die Phase I-Humanstudie in Partnerschaft mit dem „US National Institute of Allergy and Infectious Diseases“ und „U.S. Department of Health and Human Services“ im März 2020 begann, folgten „BioNTech“ und „Pfizer“ mit der öffentlichen Bekanntgabe von „BNT162b2“ erst im April desselben Jahres. Beide Unternehmen haben seither Millionen von staatlichen Fördergeldern erhalten und auch der jeweilige Aktienkurs ist im Verlauf des Jahres 2020 deutlich und teils sprunghaft gestiegen.

Nach ihrem Abschluss der Phase II-Humanstudie im Oktober 2020 („Moderna“) bzw. November 2020 („BioNTech“) durchlaufen die beiden Impfmittel zurzeit die entsprechende Phase III mit jeweils 30.000 Probanden. Erkenntnisse aus den vorherigen Phasen klassifizieren „BNT162b2“ als ein stark RBD-bindendes Immunglobulin G, dessen neutralisierende Antikörperreaktion sieben Tage nach einer Boosterdosis ihren Höhepunkt erreicht sowie robuste Reaktionen der CD4+- und CD8+-T-Zellen und noch unbestimmte Haltbarkeit aufweist.

Bislang bekannte und unerwünschte Nebenwirkungen sind Schmerzen an der Injektionsstelle, Müdigkeit und Kopfschmerzen sowie Schüttelfrost, Muskel- und Gelenkschmerzen und Fieber. Gleiches gilt für „MRNA-1273“, wobei hier die neutralisierende Antikörperreaktion nach einem Zwei-Dosis-Schema erfolgt.

mRNA-Impfstoff: Beim weltweiten Wettlauf gegen COVID-19 liegen momentan zwei Firmen gleichauf

Ebenfalls auf dem zu Grunde liegenden Prinzip einer mRNA (Boten-RNA) beruhen die weiteren COVID-19-Impfstoffkandidaten „CVnCoV“ des deutschen biopharmazeutischen Unternehmens CureVac in Zusammenarbeit mit der globalen „Coalition for Epidemic Preparedness Innovations (CEPI)“, „Lunar-COV19/ARCT-021“ des US-amerikanischen Unternehmens „Arcturus Therapeutics“ und „LNP-nCoVsaRNA“ vom „Medical Research“ Council am „Imperial College London“ sowie ein nicht namentlich benanntes Präparat, das seit Juni 2020 an der chinesischen Militärakademie „PLA Academy of Military Science“ in Peking entwickelt wird. Alle diese Präparate befinden sich aber noch in der Phase I oder II der Erprobung und mit der eventuellen Marktreife sowie Einführung wird erst in den Jahren 2021 oder 2022 gerechnet. Diese Umstände machen die weiter oben bereits mehrfach genannten Impfstoffe „MRNA-1273“ und „BNT162b2“ aktuell zu den wichtigsten, weil am weitesten entwickelten Impfstoffkandidaten gegen Corona/COVID-19.

Der momentan noch größte Unterschied zwischen beiden Präparaten besteht laut Berichten und Meldungen in der für die zuverlässige Haltbarkeit notwendigen Mindesttemperatur, die bei „MRNA-1273“ nur 2 bis 8 Grad Celsius, bei „BNT162b2“ jedoch minus 70 Grad Celsius beträgt.

mRNA-Impfstoff: Entscheidend bei der Therapie ist die exakte Zielgenauigkeit an die jeweiligen Zellen

mRNA-Moleküle in voller Länge wurden wie weiter oben erwähnt schon seit Beginn der Biotech-Ära um das Jahr 2000 herum als effektive Therapeutika diskutiert, aber bis in die 2010er-Jahre und der sukzessiven Etablierung der genannten Pioniere „Moderna“ und „BioNTech“ blieben die praktischen Fortschritte in der Forschung jedoch begrenzt und überschaubar. Theoretisch kann also die verabreichte mRNA-Sequenz eine Zelle dazu veranlassen, ein Protein herzustellen, das wiederum direkt eine Krankheit behandeln oder auch als Impfstoff funktionieren kann, indirekt könnte das Protein die körpereigene Stammzelle dazu bringen, sich in der gewünschten Weise zu differenzieren. Die primären Herausforderungen der RNA-Therapie bestehen darin, die RNA an die gerichteten Zellen zu liefern, mehr noch als in der Bestimmung der zu liefernden Sequenz. Nackte RNA-Sequenzen werden nach der Vorbereitung auf natürliche Weise abgebaut. Sie können das körpereigene Immunsystem dazu veranlassen, sie als Eindringling anzugreifen und sie sind undurchlässig für die Zellmembran. Einmal in der Zelle angekommen, müssen sie dann den Transportmechanismus der Zelle verlassen, um im Zytoplasma zu agieren, das die Ribosomen beherbergt, die die Herstellung von Proteinen steuern.

mRNA-Impfstoffe nutzen Zellen zur Antigenproduktion und fördern die Immunität

mRNA-Impfstoffe funktionieren auf eine völlig andere Art und Weise als herkömmliche Impfstoffe. Herkömmliche Impfstoffe stimulieren eine Antikörperreaktion durch die Injektion von Antigenen (Proteinen oder Peptiden) oder eines abgeschwächten Virus oder eines rekombinanten Antigen-codierenden viralen Vektors in einen Menschen. mRNA-Impfstoffe injizieren ein Fragment der RNA-Sequenz eines Virus direkt in die Zellen, die dann umprogrammiert werden, um die viralen Antigene zu produzieren, die dann eine adaptive Immunantwort stimulieren, was zur Produktion neuer Antikörper führt, die an das Antigen binden und T-Zellen aktivieren, die spezifische Peptide erkennen, die auf MHC-Molekülen präsentiert werden. mRNA-Vakzine beeinflussen die DNA innerhalb der Zelle nicht – das mRNA-Fragment ist ein spezifisches Stück der Virus-RNA, das die Instruktionen trägt, das Antigen des Virus zu bauen. Ein Vorteil von RNA-Vakzinen ist, dass die Antigene innerhalb der Zelle produziert werden und dadurch die zelluläre und humorale Immunität stimulieren. Im Gegensatz zur DNA ist mRNA jedoch ein zerbrechliches Molekül, welches in einer exponierten Umgebung innerhalb von Minuten abgebaut wird, weshalb mRNA-Impfstoffe bei sehr niedrigen Temperaturen gelagert werden müssen. Außerhalb der menschlichen Zelle wird mRNA auch vom menschlichen Körper schnell abgebaut.

Diese Fragilität des mRNA-Moleküls ist eine Hürde für die langfristige Wirksamkeit eines RNA-Impfstoffs, die dazu führen könnte, dass die Menschen glauben und so tun könnten, als seien sie immun, wenn sie es nicht sind und so infiziert werden.

Vorteile und Funktionsweise mRNA-Impfstoff

RNA-Impfstoffe bieten eine Reihe spezifischer Vorteile gegenüber herkömmlichen Protein-Impfstoffen. Da RNA-Impfstoffe nicht aus aktiven oder inaktivierten Erregern hergestellt werden, sind sie nicht infektiös. Im Gegensatz dazu erfordern herkömmliche Impfstoffe die Produktion von Krankheitserregern, was, wenn dies in großen Mengen geschieht, das Risiko eines lokalen Ausbruchs des Virus in der Produktionsstätte erhöhen könnte. RNA-Impfstoffe können darüber hinaus schneller, billiger und standardisiert hergestellt werden, was die Reaktionsfähigkeit auf Ausbrüche verbessert. Neben der gemeinsamen Nutzung der Vorteile theoretischer DNA-Impfstoffe gegenüber traditionellen Proteinimpfstoffen bietet die RNA-Impfung weitere Vorteile.

Die mRNA wird im Zytosol translatiert. Daher ist es nicht notwendig, dass die RNA in den Zellkern gelangt und das Risiko der Integration das Wirtsgenom wird somit abgewendet. Modifizierte Nukleoside können in die mRNA eingebaut werden, um die Stimulation der Immunantwort zu unterdrücken und eine sofortige Degradation zu vermeiden und mit erhöhter Translationskapazität eine bessere Wirkung zu erzielen. Der offene Leserahmen (OLR) und die unübersetzten Regionen (UTR) können für verschiedene Zwecke optimiert werden (Sequenz-Engineering), etwa durch Anreicherung des Guanin-Cytosin-Gehalts oder durch Auswahl spezifischer UTRs zwecks Erhöhung der Translation. Eine zusätzliche Leserahmen-Kodierung für einen Replikationsmechanismus kann hinzugefügt werden, um die Antigentranslation und damit die Immunantwort zu verstärken, wodurch die Menge des benötigten Ausgangsmaterials verringert wird.

Was sind Quarantänebrecher? Was ist Quarantänebruch? Strafe, Bedeutung, Definition, Erklärung


Als Quarantänebrecher werden Menschen bezeichnet, die ihre (angeordnete) Heimquarantäne unterbrechen und ihre Wohnung trotzdem verlassen. Dies wird als Quarantänebruch bzw. Quarantäneunterbrechung bezeichnet und kann strafrechtlich geahndet werden.

Quarantänebrecher, Quarantänebruch: Strafe, Infektionsschutzgesetz, Bedeutung, Definition, Erklärung

Der Quarantänebruch stellt nach dem Infektionsschutzgesetz (IfSG) eine Straftat dar, die durch die Ermittlungsbehörden verfolgt wird. Als Strafe droht ein Bußgeld in drei- bis fünfstelliger Höhe.

Die Heimquarantäne kann durch das Gesundheitsamt überprüft werden. Hierfür werden Kontrollanrufe durchgeführt. Die Heimquarantäne kann auch durch Polizisten oder Mitarbeiter des Ordnungsamtes stichprobenartig überprüft werden. (Jedes Land hat hier eigene Regelungen.) Sollte jemand beim Klingeln der Polizei oder des Ordnungsamtes die Tür nicht öffnen, so müssen diese von einem Quarantänebruch ausgehen. Auch überprüfen die Behörden, ob die erlaubte Anzahl an Personen in der Wohnung nicht überschritten ist. Die Behörden gehen auch Hinweise aus der Nachbarschaft nach.

Ein Gang zum Müllcontainer gilt in der Regel nicht als Quarantänebruch. Es müssen die aktuell geltenden Pandemie-Eindämmungs-, Hygiene-, Kontakt- und Abstandsregeln eingehalten werden.

Problematisch ist die Situation, wenn jemand nicht in Quarantäne gehen kann oder will.

Quarantänebrecher, Quarantänebruch: Beispiel

Ein Schweizer musste 2.750 Franken Bußgeld zahlen, weil er seine Quarantäne vorzeitig unterbrach. (2.750 Franken sind rund 2.550 Euro.)

Heimquarantäne: Anordnung, Beginn, Dauer, Ende

Die Heimquarantäne wird von einer zuständigen Gesundheitsbehörde (z.B. Gesundheitsamt) angeordnet. Auch gilt für Personen, die aus Risikogebieten anreisen, eine Pflicht zur Heimquarantäne.

Die behördlich-angeordnete Heimquarantäne endet nicht von selbst, sondern wird von der zuständigen Gesundheitsbehörde auch wieder aufgehoben.

Eine Heimquarantäne dauert in der Regel 14 Tage bzw. wird die Quarantäne nach 14 Tagen von der zuständigen Gesundheitsbehörde aufgehoben.

Sinn der Heimquarantäne / häuslichen Quarantäne

Die Heimquarantäne ist nach dem Infektionsschutzgesetz (IfSG) wie folgt definiert: Sie ist eine zeitlich begrenzt Absonderung von Personen, bei denen Verdacht auf eine Covid-19-Infektion besteht.

Die häusliche Quarantäne ist ein Mittel, um die Corona-Pandemie einzudämmen.

Menschen werden in Heimquarantäne geschickt, wenn sie Kontakt mit einer Coronavirus-Infizierten Personen hatten und/oder vermutet wird, dass sie mit dem Coronavirus infiziert wird. Die häusliche Quarantäne ist eine vorsorgliche Maßnahme damit keine anderen Menschen angesteckt werden. Denn die häusliche Quarantäne bedeutet, dass Kontakte zu anderen Menschen stark reduziert werden. (Siehe: Social Distancing, Flatten the Curve)

Es gilt, wer auf behördliche Anordnung in Heimquarantäne sein soll und diese freiwillig verlässt, stellt eine Gefahr für andere Menschen dar. Denn er oder sie könnte andere mit dem Coronavirus (Covid-19) anstecken.

Siehe auch: Wie wird das Wort „Quarantäne“ richtig ausgesprochen?

Quarantänebruch, Quarantänebrecher: Weiteres

Der CDU-Politiker Thomas Strobl forderte, dass Quarantänebrecher „abgesondert“ werden sollten.

Was bedeutet Impfluencer? Bedeutung, Definition, Erklärung


Als Impfluencer werden im Allgemeinen Social-Media-Teilnehmer bezeichnet, die ihre Abonnenten, Follower und Interessierte über ihr Impfverhalten informieren, Impfempfehlungen aussprechen und über Hygienemaßnahmen aufklären.

Teils werden auch Gesundheitspolitiker, die für Impfungen werben, als Impfluencer bezeichnet.

Das Wort „Impfluencer“ ist ein Kofferwort aus „Impfen“ und „Influencer“.

Was bedeutet Impfluencer? Bedeutung, Definition, Erklärung

Im Besonderen zeigt sich, dass es zwei Arten von Impfluencern gibt:

  • Es gibt Impfluencer, die andere motivieren sich impfen zulassen. Sie sprechen sich für Impfungen aus.
  • Es gibt Impfluencer, die sich gegen Impfungen aussprechen und ihren Followern von Impfungen abraten.

Die Impfluencer, die andere motivieren sich impfen zulassen, sind selbst geimpft, teilen dies öffentlicht mit und motivieren ihre Follower oder Interessierte durch Fragen, sich auch Impfen zu lassen. (Beispiel: „Ich habe mich gegen X geimpft. Was ist mit dir? #Impfluencer“) Hier werden auch gerne folgende Hashtags verwendet: #Impfluencer, #InfluencergegenInfluenza, #geimpft, #impfenschützt

Impfluencer haben in den sozialen Medien unter anderem folgende Themen:

  • Manche Impfluencer verbreiten Impfempfehlungen der STIKO in den sozialen Medien.
  • Manche Impfluencer teilen Fakten, Studien und Informationen über Impfungen und die Wirkung von Impfungen in den sozialen Medien.
  • Manche Impfluencer klären über Impfungen, Impfausweis, Geschichte der Impfungen und andere Impfthemen auf.
  • Manche Impfluencer teilen ihre persönliche Meinung.
  • Manche Impfluencer teilen Erlebnisse mit Impfgegnern.
  • Manche Impfluencer teilen ihre Kritik an Impfungen.
  • Manche Impfluencer verbreiten falsche Informationen und Mythen über Impfungen.

Anmerkung der Redaktion: In den sozialen Medien darf jeder seine Meinungen über das Impfen kundtun. Bevor Sie sich Impfempfehlungen von jemanden aus dem Internet geben lassen, sprechen Sie mit Ihrem Hausarzt oder einem Arzt.

Siehe auch: +20 Witze über Impfgegner

Impfluencer: Bedeutung, Erklärung

Impfluencer der deutschen Bundesregierung zur Coronavirus-Impfung

In einer Kampagne im April 2021 warben mehrere Impfluencer für die Corona-Schutzimpfung. Die prominenten Personen wurden bewusst „Impfluencer“ genannt.

Die Impfluencer waren: Günther Jauch, Uschi Glas und Sepp Maier.

Ob die prominenten Impfluencer selbst die Corona-Schutzimpfung erhalten haben, ist unbekannt.

#Impfluencer von meduplus

#Impfluencer ist eine Aktion von meduplus.

Ziel der Aktion ist es, dass Mitarbeiter von Gesundheitseinrichtungen Impfluencer werden und Mitarbeiter über Hygienemaßnahmen informieren.

„Werde #Impfluencer“

„Werde #Impfluencer“ war eine Kampagne der „Entschieden. Gegen Krebs. Initiative“ für die HPV-Impfung.

Was ist Pandemiemüdigkeit? Bedeutung, Definition, Erklärung


Pandemiemüdigkeit bedeutet, dass jemand nicht mehr in einer Pandemie mit Hygiene-, Abstand- und Kontaktregeln leben möchte und sich wünscht, dass die Pandemie (schnell) vorbei ist.

Die Weltgesundheitsorganisation definiert Pandemiemüdigkeit wie folgt: Menschen unterschätzen die Gefahr eines Virus, informieren sich weniger über ein Virus und halten sich weniger an Schutzmaßnahmen.

Auf gut deutsch: Menschen sind Corona und die Pandemieeindämmungsmaßnahmen leid, sie sind (dauer) genervt und haben keinen Bock mehr drauf.

Der englische Ausdruck für Pandemiemüdigkeit ist „Pandemic fatigue“.

Das Adjektiv zu Pandemiemüdigkeit ist „pandemiemüde“.

Synonyme sind: Coronamüdigkeit und coronamüde.

Hinweis: Dieser Beitrag behandelt nicht die Müdigkeit, die während oder nach einer Covid-19-Erkrankung auftreten kann. Bitte suchen Sie im Zweifelsfall oder bei Fragen Ihren Arzt auf!

Was ist Pandemiemüdigkeit? Bedeutung, Definition, Erklärung

Die Pandemiemüdigkeit zeigt sich an folgenden Eigenschaften:

  • geringe Risikowahrnehmung
  • geringe Motivation sich an Hygiene-, Kontakt- und Abstandsregeln zu halten (Siehe: Social Distancing)
  • geringe Bereitschaft sich zu informieren oder Abneigung gegen Nachrichten über Corona, die Pandemie, Entwicklung der Fallzahlen und staatliche Eindämmungsmaßnahmen
  • weniger Schutzverhalten (Siehe: Maskenmuffel, Maske reinigen)
  • Gefühl von Bequemlichkeit, Distanzierung und/oder Hoffnungslosigkeit

Fazit: Pandemiemüdigkeit zeigt ich daran, dass jemand die Gefahr durch einen Virus nicht mehr ernst nimmt, (staatliche) Eindämmungsmaßnahmen als übertrieben bewertet und weniger Bereitschaft zeigt, sich und/oder andere durch Hygieneregeln zu schützen. Auch zeigt sich Pandemiemüdigkeit daran, dass jemand sich verhält als würde es die Pandemie nicht (mehr) geben.

Konkret zeigt sich die Pandemiemüdigkeit unter anderem an folgendem Verhalten:

  • Händewaschregeln werden nicht mehr eingehalten; Hände werden kürzer als 30 Sekunden gewaschen
  • Abstandsregeln in Geschäften und Läden werden missachtet. Die Markierungen auf dem Boden werden missachtet.
  • Regeln wie viele Menschen sich in einem Geschäft aufhalten dürfen, werden ignoriert.
  • Regeln wie viele Menschen sich treffen dürfen, werden missachtet.
  • Jemand bleibt nicht so oft wie es geht zu Hause.
  • neue staatliche Pandemieeindämmungsvorschriften werden nicht akzeptiert oder nicht eingehalten

Wie Pandemiemüdigkeit entsteht: Ursachen, Psychologie

Die Psychologie hinter der Pandemiemüdigkeit ist folgende:

1. Ein Virus wird zunächst als Bedrohung wahrgenommen. Aus Angst vor dem Virus werden vorgeschriebene und empfohlene Verhaltensweisen übernommen. Hier findet eine Anpassung an die neuen Regeln statt. Ist die Anpassung abgeschlossen, wird das Virus nicht mehr als Bedrohung wahrgenommen und somit sinkt auch die Angst vor dem Virus.

2. Werden gleiche Informationen über längere Zeit wiederholt, tritt eine Müdigkeit auf, die dazu führt, dass die Informationen nicht mehr ernst genommen werden. Dies gilt z.B. unter anderem für Corona-Warnungen und Corona-Nachrichten.

3. In einer Pandemie alle anderen Menschen – ja sogar Freunde und Familie – als potentielle Gefahr und Risiko zu bewerten, widerspricht der menschlichen Natur. Daher wird bei der Familie und Freunden die Gefahr durch ein Virus gerne unterschätzt. (Siehe: Pandemischer Imperativ)

4. Mehrere Monate im Alarm- oder Dauerstresszustand sowie in der Ungewissheit zu leben, ist sehr anstrengend und führt zu Müdigkeit. Diese Müdigkeit zeigt sich als Erschöpfung und Pandemiemüdigkeit. (In der Umgangssprache würde man sagen, dass „man die Eindämmungsmaßnahmen und das Coronavirus leid ist“.)

Pandemiemüdigkeit: Einfluss Politik und Vertrauen

Das Vertrauen einer Bevölkerung in eine Regierung kann durch kurzfristige Politik und Missbrauch geschwächt werden. Denn es gilt für jede neue Regel braucht es eine gewisse Umstellungs- und Gewöhnungszeit. Wird diese Zeit nicht gewährt, so schwächt dies die Bereitschaft der Bevölkerung sich an neue Regeln anzupassen.

Beispiele:

Pandemie-Eindämmungsregeln, die unregelmäßig geändert werden, so dass Unklarheit entsteht, sorgen dafür, dass Pandemiemüdigkeit entsteht. (Beispiel: Beherbergungsverbot)

Pandemie-Eindämmungsregeln, die von staatlichen Stellen missbraucht werden, führen zu Pandemiemüdigkeit. (Beispiel: Missbrauch von Gastronomie-Kontaktdatenzettel durch die Polizei zur Strafermittlung, obwohl zuvor jede Verwendung außerhalb der Pandemieeindämmung ausgeschlossen wurde.)

Pandemie-Eindämmungsvorschriften, die von Bundesland zu Bundesland variieren, führen zu Unklarheiten.

Der Eindruck, dass eine Regierung eine Salami-Taktik in der Pandemieeindämmung anwendet, schwächt das Vertrauen in die Regierung.

Halten Politiker ihre Versprechen nicht, so schwächt dies ebenfalls das Vertrauen der Bevölkerung in die Regierung.

Das Vertrauen der Bevölkerung in ihre Regierung wird auch geschwächt, wenn Entscheidungen nicht nachvollziehbar und/oder widersprüchlich erscheinen.

Pandemiemüdigkeit: Individuelle Faktoren

Unter anderem folgende individuelle und persönliche Faktoren haben Einfluss auf die Pandemiemüdigkeit:

  • Alter
  • Schulbildung
  • Wissen über die Krankheit
  • Vertrauen in Institutionen, Gesundheitsbehörden, Regierung
  • Vertrauen in Medien und Berichterstattung
  • Infizierte oder Erkrankte im direkten Umfeld
Was ist hybrider Unterricht / Hybrid-Unterricht? Bedeutung, Definition, Erklärung


Hybrid-Unterricht bzw. hybrider Unterricht ist eine Mischung aus Präsenz- und Fern- bzw. Onlineunterricht.

Was ist hybrider Unterricht / Hybrid-Unterricht? Bedeutung, Definition, Erklärung

Der Unterricht findet bei Hybrid-Unterricht wie gewohnt in Präsenzform und als Frontalunterricht für einige Schüler statt. Zusätzlich findet eine Live-Übertragung des Unterrichts per Webcam statt, auf welche Schüler von Zuhause aus Zugriff haben.

Hybrid-Unterricht bzw. hybrider Unterricht wurde in Deutschland wegen der Coronakrise teilweise erlaubt und eingeführt. Denn in der Coronasituation durften nicht alle Schüler am Präsenzunterricht teilnehmen bzw. nahmen nicht alle Schüler am Unterricht teil. Gründe hierfür waren unter anderem Heimquarantäne, Einhaltung von Hygiene- und Abstandsregeln oder persönliche Entscheidung der Eltern. Damit die Schüler trotzdem am Schulunterricht teilnehmen konnten und keine Inhalte verpassen, wurde eben die digitale Teilnahme am Unterricht per Livestream ermöglicht und eingeführt.

Vor der Coronakrise fand auch schon hybrider Unterricht statt. Dieser wurde für Schüler ermöglicht, die weit entfernt von einer Schule leben. Dies können z.B. Schüler sein, die auf dem Land weit entfernt von der nächsten Stadt oder auf einer Insel leben. (Dieses Problem ist in Deutschland kaum verbreitet, aber in großen weitläufigen Ländern wie der USA, Australien oder Russland Realität. Auch polynesische Inselstaaten stehen vor solchen Herausforderungen.)

Die Vorteile des hybriden Unterrichts sind:

  • Schüler verpassen keine Unterrichtsinhalte
  • Schüler verpassen keine Vorbereitung auf Prüfungen oder Klausuren
  • Schüler nehmen wie geplant an Prüfungen teil

Was ist das hybride Klassenzimmer / die hybride Schule? Bedeutung, Definition, Erklärung

Während der Coronakrise wurde der Hybrid-Unterricht unter anderem wie folgt umgesetzt: Um Abstands- und Hygieneregeln einzuhalten, wurde eine Klasse in zwei oder mehrere Gruppen aufgeteilt. Die eine Gruppe erschien zum Präsenzunterricht in der Schule. Im Klassenraum mussten die Schüler mit Abstand zu einander sitzen. Die andere Gruppe musste von Zuhause oder aus einem anderen Klassenzimmer eine Live-Übertragung des Unterrichts per Webcam sehen.

Für den hybriden Unterricht gibt es drei verschiedene Szenarien:

  • Einige Schüler sind im Klassenzimmer anwesend und einige Schüler schauen per Webcam von Zuhause aus zu. Es findet Frontalunterricht ohne Diskussion statt.
  • Einige Schüler sind in einem Klassenzimmer anwesend. Andere Schüler werden auf andere Klassenzimmer aufgeteilt. Hier sehen sie eine Live-Übertragung des Unterrichts. Die Schüler, die die Live-Übertragung sehen, werden ggf. durch Lehrpersonal beaufsichtigt.
  • Alle Schüler sind im privaten Zuhause und schauen der Live-Übertragung des Lehrpersonals zu.

Statt „Hybrid-Unterricht“ oder „hybrider Unterricht“ werden auch folgende Begriffe benutzt: „hybrides Klassenzimmer“, „Hybridklassenzimmer“ („Hybrid-Klassenzimmer“), „hybride Schule“, „Hybrid-Schule“ („Hybridschule“) und „hybrides Lernen“.

Hybrider Unterricht / Hybridunterricht: Herausforderungen:

Der Hybrid-Unterricht stellt verschiedene Herausforderungen an Schulen, Schüler und Lehrer.

Technik und Kenntnisse: Schulen benötigen eine Webcam für den Hybridunterricht. Der Unterricht in hybrider Form ist nur möglich, wenn Lehrer die Webcam und die Übertragungssoftware bedienen können – hierfür sind digitale Kompetenzen nötig. Whiteboards (interaktive Tafel) und Beamer helfen bei der Präsentation des Unterrichtsstoff.

Auch für Schüler gilt, dass sie die entsprechende Hard- und Software benötigen. Ein Laptop und eine gute Internetverbindung sind notwendig, um am Unterricht teilzunehmen.

Digitale Kompetenzen: Lehrer und Schüler müssen wissen, wie für den hybriden Unterricht Dateien mit- und untereinander austauschen. Sie müssen wissen, welche Dateiformate gängig sind und wie der Datenaustausch funktioniert.

Form der Inhalte: Beim Hybridunterricht müssen Lehrer ihre Inhalte anders präsentieren. Dies kann über PowerPoint-Präsentation erfolgen. Dafür müssen Lehrer ihre Lehrinhalte neuaufbereiten und teils in moderne Medien übertragen.

Beziehung, Kontrolle und Vertrauen: Sind Schüler per Webcam von Zuhause aus zugeschaltet, so können Lehrer nicht kontrollieren, was die Schüler genau machen. Lehrer müssen diesen Kindern vertrauen.

Generell gilt, dass die virtuelle Beziehung zu Schüler sich anders gestaltet, als eine Präsenz-Beziehung. Allgemein entwickelt sich die virtuelle Lehrer-Schüler-Beziehung anders.

Bei Klausuren oder Prüfungen stellt der hybride Unterricht eine große Herausforderung dar. Denn bei physisch-abwesenden Schüler kann kaum oder schwer überprüft werden, ob diese schummeln.

Interaktion und Diskussion: Bei hybridem Unterricht gestaltet sich eine Diskussion schwierig, wenn schlecht moderiert wird. Auch Wortmeldungen können untergehen, wenn Lehrer die Konferenzsoftware falsch benutzen. Damit Wortmeldungen von nicht-physisch anwesenden Schülern stattfinden, muss auf diese Schüler besonders geachtet werden.

Motivation: Wie motiviert Schüler einer Live-Übertragung zuschauen, ist schwer zusagen. Für Schüler, die von Zuhause aus dem Unterricht per Webcam folgen, gilt dass sie mehr Eigenverantwortung tragen.

Anpassung: Lehrer und Schüler müssen sich an Hybridunterricht anpassen. Denn der hybrider Unterricht verändert die Stundenpläne und Unterrichtsumgebung.

Hybrider Unterricht / Hybridunterricht: Weitere Bedeutung

Der hybride Unterricht ist aus der Erwachsenenbildung und von Universitäten sowie Hochschulen bekannt. Hier werden an einigen Universitäten, Hochschulen und Bildungseinrichtungen Veranstaltungen per Live-Stream übertragen und sogar aufgezeichnet. Gerade die Aufzeichnung bietet den Vorteil, dass Unterrichtseinheiten wiederholt angeschaut werden können oder Unterrichtseinheiten, die verpasst wurden, können nachgeschaut werden.

Das griechische Wort „hybrid“ bedeutet auf deutsch „gebündelt“ oder „gekreuzt“. Als Hybrid wird etwas bezeichnet bei dem eine Vermischung von zwei oder mehreren Dingen stattfindet.

Beispiel: Hybrid-Auto: Hybridautos haben einen Elektro- und Verbrennungsmotor. Je nach Situation und Anforderung kann der eine Motor angeschaltet oder hinzugeschaltet und der andere kann ausgeschaltet werden.

Was ist der pandemische Imperativ? Bedeutung, Definition, Erklärung


Der Virologe Christian Drosten formuliert den pandemischen Imperativ wie folgt: „Handle in einer Pandemie stets so, als seist du selbst positiv getestet, und Dein Gegenüber gehört einer Risikogruppe an.“

Die Idee eines pandemischen Imperativs leitet sich vom kategorischen Imperativ des deutschen Aufklärungsphilosophen Immanuel Kants ab. Immanuel Kant formulierte den kategorischen Imperativ wie folgt: „Handle nur nach derjenigen Maxime, von der du wollen kannst, dass sie ein allgemeines Gesetz werde!“ Der kategorische Imperativ dient als eine allgemeingültige Regel und Grundlage für moralisch gutes Verhalten.

Was ist der pandemische Imperativ? Bedeutung, Definition, Erklärung

Der pandemische Imperativ ist eine allgemeingültige Verhaltensregel, damit Menschen sich in und während einer Pandemie Virus-eindämmend und nicht Virus-verbreitend verhalten. Denn der pandemische Imperativ hält Menschen dazu an, dass sie sich so verhalten, dass sie einen Virus nicht absichtlich oder unabsichtlich verbreiten.

Wer den pandemischen Imperativ befolgen will, sollte sich einfach an die empfohlenen Verhaltensweisen halten:

Würden sich alle Menschen an den pandemischen Imperativ halten, so würde die Ausbreitung eines Virus stark verlangsamt. Dies hat zur Folge, dass weniger Menschen erkranken und das Gesundheitssystem vor Überlastung geschützt wird. (Darum geht es nämlich! Benötigen zu viele Menschen auf einmal intensivmedizinische Betreuung kommen die Krankenhäuser schnell an ihre Belastungsgrenzen. In solch einem Fall müssen Ärzte entscheiden, wer behandelt werden soll und wer nicht. Das würde bedeuten, dass Menschen, die Intensivmedizin benötigen, diese nicht erhalten würden. Siehe: Flatten the Curve)

Der pandemische Imperativ gilt nur während einer Pandemie. Vor und nach einer Pandemie gilt der pandemische Imperativ nicht.

Pandemischer Imperativ: Folgen und Verhalten

Der pandemische Imperativ kann im Sinne des kategorischen Imperativs zu folgendem Verhalten führen:

  • Ich halte Abstand zu anderen und wünsche, dass andere Abstand zu mir halten.
  • Ich trage Maske und wünsche, dass andere auch Maske tragen.
  • Ich bleibe vermehrt zu Hause und wünsche, dass andere auch vermehrt zu Hause bleiben.
  • Ich meide Menschenmengen und wünsche, dass andere auch Menschenmengen meiden.
  • Ich meide Kontakte und schränke Besuche ein. Andere sollen auch Kontakte meiden und Besuche einschränken.

Pandemischer Imperativ und Konjunktiv: Bedeutung, Definition, Erklärung

Der pandemische Imperativ kann zum pandemischen Konjunktiv umformuliert werden. Der pandemische Konjunktiv lautet: „Handle in einer Pandemie stets so, als könntest du selbst positiv sein, und Dein Gegenüber könnte immer zu einer Risikogruppe gehören.“

Der pandemische Konjunktiv thematisiert die Ungewissheit und die dauerhafte Möglichkeit, dass man bzw. jeder sich mit dem Corona-Virus infiziert haben könnte, aber nichts davon weiß. Dieses Szenario kann dazuführen, dass jemand unabsichtlich andere mit dem Virus ansteckt.

Kritik am pandemischen Imperativ:

Der pandemische Imperativ kann für gelebte Solidarität, Verantwortung und gegenseitiges Schutzinteresse stehen. Jedoch kann der pandemische Imperativ auch so interpretiert werden, dass jemand sich freiwillig und dauerhaft von der Welt isoliert, in dem er oder sie in Heimisolation geht. (Denn für Corona-positiv Geteste gilt, dass sie in Heimquarantäne gehen müssen.)

Wer den pandemischen Imperativ lebt, müsste davon ausgehen, dass er oder sie ein dauerhaftes Risiko für andere darstellt. Ferner kann der pandemische Imperativ so interpretiert werden, dass ein gelebter pandemischer Imperativ dazu führt, dass Alte, Schwache und Risikogruppen im Allgemeinen von der Gesellschaft isoliert werden.

Der pandemische Imperativ kann auch dazu führen, dass Menschen sich freiwillig in Selbstquarantäne begeben, wenn sie glauben, dass sie Corona-positiv sind. Dies kann gut und schlecht sein. Gut ist dies, wenn (z.B. an Grippe) erkrankte Menschen sich auskurieren und sich nicht zur Arbeit zwingen. Schlecht ist dies, wenn Menschen den pandemischen Imperativ ausnutzen, um z.B. nicht zur Arbeit zu müssen.

Der pandemische Imperativ kann so ausgelegt werden, dass Menschen alle Tätigkeiten – erlaubte wie verbotene – unterlassen sollen. Denn der pandemische Imperativ geht davon aus, dass jeder immer für andere eine Gefahr darstellt. Wer diese Gefahr auf Null reduzieren möchte, muss sich eben isolieren.

Der pandemische Imperativ kann aber auch ins Absurde intepretiert werden: Würden sich alle Menschen freiwillig in Heimisolation begeben, so würde es gar keine Kontakte mehr geben. Dies hätte zur Folge, dass zwar das Virus komplett eingedämmt wird, aber auch dass gar kein Leben mehr stattfindet. (Wo es keine Begegnungen zwischen Menschen mehr gibt, ist auch keine Moral benötigt. Damit würde der pandemische Imperativ sich im Extrem selbst auflösen.)

Hand aufs Herz: Ein kategorischer oder pandemischer Imperativ stellt für das Individuum eine Handlungsgrundlage dar. Der Wunsch, dass alle Menschen sich so verhalten, ist ein Wunsch nach einer utopischen Welt und diese kann es nicht geben.

Fazit: Der pandemische Imperativ ist eine Möglichkeit mit einer Pandemie zu leben. Ob der pandemische Imperativ die moralisch beste Möglichkeit ist, muss geklärt werden.

Weitere Formulierungen für den pandemischen Imperativ

Die Redaktion von BedeutungOnline.de schlägt folgende weitere Formulierung für den pandemischen Imperativ vor:

  • „Handle so, als seist du ein Superspreader, der jederzeit und jederort ein Superspreading-Event auslösen könnte.“
Was ist die Generation C (Gen C)? Bedeutung, Definition, Erklärung


Der Ausdruck „Generation C“ (Gen C) hat drei Bedeutungen:

  • „Generation C“ ist eine Bezeichnung für Menschen, die mit den sozialen Medien aufgewachsen sind und an ihnen aktiv als Content Creator teilnehmen.
  • „Generation C“ ist eine Bezeichnung für Menschen, deren Leben durch das Coronavirus und die staatlichen Pandemie-Eindämmungsmaßnahmen stark beeinflusst und beschränkt.
  • „Generation C“ ist eine Bezeichnung für Menschen, die in der Krise (engl. Crisis) und dem Eindruck von Chaos aufwuchsen.

Was ist die Generation C (Gen C)? Coronavirus (Covid-19), Bedeutung, Erklärung

Das „C“ in „Generation C“ kann für „Coronavirus“ stehen.  Als  „Generation Coronavirus“ können hier drei Gruppen von Menschen bezeichnet werden:

  • Kinder, die nach dem 1. Januar 2020 geboren wurden. Sie wurden in die Pandemie geboren. Ihre Kindheit wird vom Virus und den neuen Verhaltensregeln beeinflusst. Sie werden in einer Zeit des Abstands sozialisiert.
  • Jugendliche zwischen 10 und 16 Jahren, deren Schulalltag und außerschulische Aktivitäten durch die staatlichen Pandemieeindämmungsmaßnahmen verändern, reduziert und verlangsamt wurden.
  • Menschen zwischen 16 und 25 Jahren (Teenager bis Studenten), deren Leben und Lebensplan durch die staatlichen Pandemieeindämmungsmaßnahmen gehörig durcheinandergebracht wurde. (Siehe: Social Distancing, Abstand halten, Kontaktverbot)

Für junge Menschen zwischen 16 und 25 Jahren stellt die Pandemie eine Reihe von Verboten und Einschränkungen dar. Während vorherige Generationen feiern und sich kennenlernen konnten, gilt für die Generation C, dass sie aufs Feiern und Leute kennenlernen verzichten muss. Generation C muss sich in Heimisolation und Abstand üben. Dies kann verschiedene Auswirkungen auf die soziale Kompetenz der Generation C haben.

Für noch jüngere Menschen zwischen 10 bis 16 Jahren stellt die Coronakrise eine große Umstellung dar. Auch für sie gelten Abstandsregelungen, teils sogar Heimunterricht und der Schulalltag ändert sich. Während allgemein der beschleunigte Schulalltag vieler Kinder bemängelt wurde, sorgt das Coronavirus nun dafür, dass auf die Bremse gedrückt wird.

Staatliche Pandemieeindämmungsmaßnahmen können auch zu Heimunterricht führen. Hiervon profitieren Kinder, deren Eltern engagiert sind. Kinder, deren Eltern sich nicht für die Bildung ihrer Kinder engagieren, werden abgehängt bzw. erleiden Nachteile.

Für Kinder, die in der Coronavirus geboren und aufwuchsen, kann gemutmaßt werden, dass diese eine sehr enge Beziehung zu ihren Eltern aufbauen werden. Teils kann dies auch dazu führen, dass diese Kinder Muttersöhnchen werden. Allerdings kann auch das Gegenteil eintreten. Junge Erwachsene, die in der Krise die Heimisolation meistern, können lernen, dass sie gut alleine klar kommen. (Anmerkung: Dies sind alles nur Annahmen. Sie sind nicht wissenschaftlich bestätigt.)

Was ist die Generation C (Gen C)? Generation Content, Creator, Community, Connection, Bedeutung, Erklärung

Als Generation C werden auch Menschen bezeichnet, die aktiv in den sozialen Medien mitmachen. Sie sind Content Creator, betreiben Content Curation und sind Teil einer Community. Menschen der Generation C sind immer conntected (mit dem Internet, einem sozialen Netzwerk, ihren Freunden und anderen Menschen).

Menschen der Generation C nehmen auf Instagram, TikTok oder YouTube als Content Creator teil. (Im Alltag werden diese Menschen „Influencer“ genannt. Aus Sicht der Plattformen sind diese Menschen „Inhalte-Ersteller“, auf englisch „Content Creator“.) Sie veröffentlichen Videos und Bilder. Sie haben Clickbaiting im Blut. Menschen der Generation C bauen sich Communities auf und erreichen teils Millionen Menschen.

Für Menschen der Generation C gilt, dass sie immer vernetzt sind und auch vernetzt denken. Die Generation C interagiert mit der Welt digital. Die Generation C sind Digital Natives des Internets. (Keine Digital Immigrants.)

Das „C“ in „Generation C“ steht für: Content, Creator, Curation, Community, Connection, Connected (Das „C“ kann aber auch für „Consumer“, auf deutsch Verbraucher stehen.)

Was ist die Generation C (Gen C)? Crisis, Chaos, Bedeutung, Definition, Erklärung

Das „C“ in Generation C kann aber auch für „Crisis“ oder „Chaos“ stehen. (Das englische Wort „Crisis“ bedeutet auf deutsch Krise.)

Damit ist die Generation C eine Generation, die mit vielen Krisen aufgewachsen ist. Bei all den Krisen kann schnell der Eindruck entstehen, dass die Welt in Chaos versinkt. (Dieser Eindruck scheint auch zustimmen, denn das Gegenteil von Chaos ist Ordnung und in Ordnung ist diese Welt nicht.)

Eine starke Gruppe der Generation C ist Fridays for Future (FFF).

Von den Zahlen her stimmt dies:

  • Die Weltfinanzkrise von 2007 bis 2009 erschütterte viele Menschen.
  • 2015 und 2016 war die Flüchtlingskrise ein Thema, dass viele Menschen beschäftigt hat.
  • Seit 2018 ist die Klimakrise ein dominantes Thema.
  • Seit 2020 ist die Coronakrise gesellschaftsbestimmend.

Weitere Bedeutung von Generation C (Gen C)

Der Ausdruck „Generation C“ stellt eine Antwort auf die Frage dar: Welchen Namen hat die Generation nach der Generation Z? Eigentlich hätte die Generation nach der Generation Z – im Rahmen einer gewissen Logik – auch „Generation A“ oder „Generation 1“ heißen können. Doch irgendwie hat sich kein Begriff verbreitet.

Warum „A“? Denn A kommt nach X, Y und Z.

Zur Generation Z zählen Menschen, die zwischen 1995 und 2010 geboren wurden.
Zur Generation Y zählen Menschen, die zwischen 1980 und 1994 geboren wurden.
Zur Generation X zählen Menschen, die zwischen ca. 1960 und 1980 geboren wurden.
Vor der Generation X gab es die Baby-Boomer, auch Boomer genannt, die zwischen 1945 und Ende der 1950er Jahre geboren wurden.

Was bedeutet Knuffelcontact? Bedeutung, Definition, Erklärung


Als „Knuffelcontact“ wird eine belgische Pandemie-Eindämmungsregelung bezeichnet mit der festgelegt wurde, dass jeder Belgier nur einen Kontakt haben darf mit dem er oder sie engen Kontakt hat, also z.B. kuschelt.

Auf deutsch bedeutet „Knuffelcontact“ „Kuschelkontakt“.

Was ist die Knuffelcontact-Regelung? Bedeutung, Definition, Erklärung

Für belgische Paare gilt, dass sie nur einen Knuffelcontact haben dürfen. (Den Partner bzw. die Partnerin.) Für Singles sind ein Knuffelcontact und ein nicht-Knuffelcontact erlaubt. Dass bedeutet, für Singles ist der physische Kontakt mit einer Person erlaubt. Für die andere Person gilt, dass sie zwar besucht, aber nicht berührt werden darf. Es gilt also für Paare oder Singles die Knuffel-Monogamie.

Mit dem „Knuffelcontact“ sind alle Formen des physischen Kontaktes erlaubt, so unter anderem: Berührungen, streicheln, Händeschütteln, Umarmungen, kuscheln, küssen, gemeinsam auf der Bett liegen und so weiter.

Was bedeutet Knuffelcontakt auf deutsch? Kuschelkontakt, Bedeutung, Definition, Erklärung

„Knuffelcontact“ bedeutet auf deutsch: Kuschelkontakt oder Schmusekontakt.

Das Wort „Knuffelcontact“ stammt aus der niederländischen Sprache. Der Singular ist „Knuffelcontact“. Der Plural ist „Knuffelcontacten“ (niederländische Grammatik).

„Knuffelcontact“ wird auf deutsch als „Knüffel-Kontakt“ ausgesprochen.(mit ü!)

Das niederländische Verb „knuffelen“ bedeutet auf deutsch „kuscheln“ oder „schmusen“. Das Wort „contact“ kann direkt ins deutsche als „Kontakt“ übersetzt werden. Damit ist die deutsche Übersetzung von „Knuffelcontact“ eben „Kuschelkontakt“ oder „Schmusekontakt“.

Da in Belgien niederländisch (flämisch) und französisch (wallonisch) gesprochen wird, wurde der niederländische Begriff „Knuffelcontact“ auch ins französische übersetzt. Auf französisch heißt der „Knuffelcontact“ eben „Contact rapproché“. (Das französische Adjektiv „rapproché“ bedeutet auf deutsch „nah“ bzw. „eng beinander“.) (Anmerkung der Redaktion: Damit hat die niederländische Sprache eindeutig das schönere Wort produziert. Denn „Kuschelkontakt“ klingt schöner als „Enger Kontakt“.)

Das Wort „Knuffelcontact“ wurde in der deutschen Netzgemeinde schnell beliebt, da es eben als „süß“ und „harmlos“ wahrgenommen wird. Knuffelcontact (dt. Kuschelkontakt) betont eine positive Seite der Coronavirus-Pandemie, denn trotz Abstandsregelungen, Hygienemaßnahmen und Social Distancing ist das Kuscheln mit einem anderen Menschen immer noch möglich.

Was bedeutet Knuffelcontact? Bedeutung, Definition, Erklärung

„Knuffelcontact“ ist eine Pandemie-Eindämmungsmaßnahme des Social Distancing und des Kontaktsperre, um die Verbreitung des Coronavirus im Herbst und Winter 2020 in den Griff zubekommen. (In Deutschland wurde ein Wellenbrecher-Lockdown durchgeführt.) „Knuffelcontact“ dient dazu die Kontakte eines Menschen stark zu reduzieren, um so die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen. Dies verfolgt als großes Ziel, dass die Rate der Neuinfektionen sinkt und dass Gesundheitssystem vor Überlastung geschützt wird. (Wäre das Gesundheitssystem überlastet, so würden nicht mehr genügend intensivmedizinische Betreuungsplätze für Betroffene zur Verfügung stehen.)

In Deutschland gilt aktuell keine Knuffelcontact-Regelung. In Deutschland dürfen sich – im Rahmen des Wellenbrecher-Shutdowns – maximal zehn Personen aus maximal zwei Haushalten in der Öffentlichkeit, in geschlossenen Räumen oder im Privaten treffen.

 

Was bedeutet Circuit Breaker? Bedeutung, Erklärung, Definition


Der Ausdruck „Circuit Breaker“ stammt aus der englischen Sprache und bezeichnet eine Sicherungsvorrichtung, um einen Stromkreis zu unterbrechen. In der deutschen Sprache wird zu „Circuit Breaker“ Sicherung oder Leistungsschutzschalter gesagt.

Während der Coronakrise und der staatlichen Pandemie-Eindämmungsmaßnahmen erhielt der Ausdruck „Circuit Breaker“ eine weitere Bedeutung. Als „Circuit Breaker“ wurde ein kurzfristiger Lockdown bezeichnet.

„Ciruit Breaker“ wird auf deutsch wie folgt ausgesprochen „zir-kitt bre-ker“.

Was bedeutet Circuit Breaker? Bedeutung, Erklärung, Definition

Die staatlichen Pandemie-Eindämmungsmaßnahmen, die als Wellenbrecher-Lockdown bezeichnet wurden, wurden auch „Circuit Breaker“ genannt. Die Idee des Circuit Breakers für Deutschland brachten der SPD-Politiker Karl Lauterbach und der Virologe Christian Drosten ins Spiel.

Ein Circuit Breaker ist eine kurzfristige Unterbrechung eines Kreislaufes. Beim Wellenbrecher-Lockdown soll die Verbreitung des Coronavirus unterbrochen wurden. Dafür wird ein kurzfristiger Lockdown angeordnet, der große Teile des öffentlichen Lebens für wenige Wochen lahm legt. Dies hat zur Folge, dass Menschen weniger Kontakt zu einander haben und das Coronavirus sich so langsamer verbreitet – anstatt sich sehr stark bis exponentiell zu verbreiten. Damit wird das Gesundheitsheitssystem vor Überlastung geschützt und es wird sichergestellt, dass genügend intensivmedizinische Betreuungsplätze für Menschen zur Verfügung stehen, die intensivmedizinische Betreuung benötigen. (Siehe: Flatten the Curve)

Der Wellenbrecher-Lockdown bzw. Circuit Breaker unterbricht die Verbreitung des Coronavirus und reduziert durch seine temporäre Begrenzung die ökonomischen Kosten für betroffene Unternehmen. Außerdem bietet der Circuit Breaker die Chance, dass Coronavirus und die Epidemie wieder unter Kontrolle zu bekommen.

Die Pandemie-Eindämmungsstrategie des Circuit Breakers ist eine kurzfristige Strategie.

Synonyme für Circuit Breaker sind: Kurzfristiger Lockdown, Mini-Lockdown, Wellenbrecher-Lockdown

Weitere Bedeutung von Circuit Breaker

„Circuit Breaker“ ist ein Bösewichtig aus Transformers.

„Circuit Breaker“ ist ein Pseudonym von Richie Hawtin.

Wellenbrecher-Lockdown / Shutdown: Was ist das? Bedeutung, Definition, Erklärung


Ein Wellenbrecher-Lockdown bzw. Wellenbrecher-Shutdown ist eine kurzfristige Pandemie-Eindämmungsstrategie, die eine weitere Pandemie-Welle (große Anzahl an Infektionen) verhindern soll.

Wellenbrecher-Lockdown / Wellenbrecher-Shutdown: Was ist das? Bedeutung, Definition, Erklärung

Der Wellenbrecher-Lockdown bzw. Wellenbrecher-Shutdown ist eine Reaktion auf ansteigende Coronavirus-Infektionszahlen.

Würde sich das Coronavirus ungehindert weiter ausbreiten, so könnte dies dazu führen, dass sich die Zahl der Infizierten innerhalb weniger Wochen vervielfacht. Eine große Anzahl von Infizierten kann das Gesundheitssystem an seine Belastungsgrenzen und letztlich zum Zusammenbrechen führen. (Siehe: Flatten the Curve) Damit wäre die Coronasituation außer Kontrolle.

Die Eindämmungsstrategie des Wellenbrecher-Lockdown bzw. Wellenbrecher-Shutdown führt dazu, dass Pandemie- bzw. Infektionstreiber erkannt und ausgeschaltet werden. Dass bedeutet z.B., dass es Menschen verboten ist Orte (z.B. Restaurants, Bars) aufzusuchen an denen sich in der Regel viele fremde Menschen treffen. Die Folge ist, dass Menschen weniger Kontakt zu einander haben und sich so das Virus langsamer verbreitet. Dadurch wird ein Zusammenbruch des Gesundheitssystems verhindert.

Der Wellenbrecher-Lockdown bzw. Wellenbrecher-Shutdown führt dann – wenn er seine Wirkung entfaltet – dazu, dass die ansteigenden Infektionszahlen sich reduzieren. Die „zweite Welle“ wird damit gestoppt bzw. verringert. Sinnbildlich gesprochen, wird damit die zweite Welle gebremst.

Die Strategie des Wellenbrecher-Lockdown bzw. Wellenbrecher-Shutdown sollte temporär begrenzt sein.

Würde es den Wellenbrecher-Lockdown bzw. Wellenbrecher-Shutdown nicht geben, so würde – sinnbildlich gesprochen – die zweite Coronawelle über Deutschland hereinbrechen und das Land überrollen. Die Folgen wären, dass das Gesundheitssystem zusammenbricht. Ganz konkret bedeutet dies, dass mehr Menschen intensivmedizinische Betreuung benötigen als intensivmedizinische Betreuungsplätze gibt. Ärzte müssten hier dann nach einem Kriterienkatalog entscheiden, wer behandelt wird und wer nicht. Weiterhin wäre die öffentliche Versorgung und Sicherheit in Gefahr. (Siehe auch: Was bedeutet systemrelevant?)

Wellenbrecher-Lockdown / Wellenbrecher-Shutdown: Konkrete Maßnahmen

Konkret gelten ab dem 2. November 2020 für Deutschland folgende Beschlüsse:

  • Alle Bars und Restaurants sind geschlossen. Die Abholung und Lieferung von Speisen ist erlaubt.
  • Im Einzelhandel ist pro zehn Quadratmeter Fläche ein Kunde erlaubt.
  • Touristische Reisen sind untersagt.
  • Maximal zehn Leute aus maximal zwei Haushalten dürfen sich im öffentlichen Raum treffen.
  • Sämtlich Fitness, Kultur- und Freizeiteinrichtungen sind geschlossen.
  • Schulen und Kita bleiben geöffnet!
  • Profisport-Veranstaltungen finden ohne Zuschauer statt. (Siehe: Geisterspiele)
  • Kosmetik-, Massage- und Tattoo-Studies werden geschlossen.
  • Physiotherapie-, Ergotherapie- und Logotherapie-Einrichtungen bleiben offen.
  • Friseure bleiben geöffnet.
  • Betroffene Betriebe erhalten staatliche Unterstützung.

Über das Wort: Wellenbrecher-Lockdown / Wellenbrecher-Shutdown

Der genaue Urheber des Ausdrucks „Wellenbrecher-Shutdown“ ist unklar. Karl Lauterbach war einer der ersten der für einen Wellenbrecher-Shutdown warb.

Laut Focus-Online ist „Wellenbrecher-Shutdown“ der interne Name für die Ende Oktober 2020 beschlossenen Pandemie-Eindämmungsmaßnahmen der deutschen Bundesregierung.

In den sozialen Medien wurde der Hashtag #WellenbrecherShutdown am 28. Oktober 2020 sehr populär.

Was sind Wellenbrecher? Bedeutung, Definition, Erklärung

Wellenbrecher sind Bauten und Vorrichtungen, die am Meer und Stränden eingesetzt werden, um a) zu verhindern, dass das Meer den Strand abträgt (Sanderosion) oder b) um einen Hafen zu schützen. Wellenbrecher haben im Kern die Aufgabe die Energie einer Welle abzufangen und zu brechen.

Die bekanntesten Wellenbrecher sind die Buhnen wie sie an der Ost- und Nordsee verwendet werden. Die Molen sind eine weitere Art der Wellenbrecher.

Was bedeutet CoviDDR / DDR 2.0? Bedeutung, Definition, Erklärung


„CoviDDR“ ist ein politisches Schlagwort und ein Kofferwort, dass sich aus den Worten „Covid-19“ und „DDR“ zusammensetzt.

„DDR 2.0“ ist ein weiteres politisches Schlagwort.

Beide politischen Begriffen „CoviDDR“ und „DDR 2.0“ kritisieren totalitäre und freiheitsbeschränkende Tendenzen.

Was bedeutet „CoviDDR“ / DDR 2.0? Bedeutung, Definition, Erklärung

Das Wort „CoviDDR“ kann im Kontext seiner Ursprungsbegriffe (Covid-19 und DDR) so interpretiert werden, dass die politische Reaktion (der deutschen Bundesregierung) auf die Anwesenheit und Bedrohungslage durch das Coronavirus (Covid-19) dazu führt, dass Freiheits- und Bürgerrechte im Namen der Sicherheit eingeschränkt werden – und dies einige an die Zustände in der DDR erinnert. In der DDR gab es nur eingeschränkte Bürger- und Freiheitsrechte. (Während der Coronakrise wurden unter anderem das Versammlungsrecht, die Reisefreiheit und die Bewegungsfreiheit eingeschränkt. Auch wird der staatliche Zwang zum Maskentragen kritisiert.)

Das Wort „CoviDDR“ kann auch so interpretiert werden, dass in der Coronakrise Organe des Rechtsstaat teilweise ihre Kontrollfunktionen verlieren, nicht erfüllen oder übergangen werden, so dass die Regierung – ohne Parlament, Widerspruch oder Opposition – regieren kann – wie in der DDR. (Hier muss angemerkt werden, dass die Judikative in Deutschland freiheitseinschränkende Verordnungen der Regierung teilweise aufgehoben hat. Siehe: Beherbergungsverbot – In einer Dikatatur wäre dies nicht geschehen.)

Auch kann in der Coronakrise der Umgang mit Widerspruch, Uneindeutigkeiten, Demonstranten und Gegnern der staatlichen Eindämmungsmaßnahmen kritisiert werden. Gegner und Kritiker der staatlichen Eindämmungsmaßnahmen (werden durch die Medien) als „Covidioten“ verunglimpft oder als „Maskenmuffel“ bezeichnet. (In einer Diktatur ist die Verunglimpfung von Kritikern, Gegner und Demonstranten auch üblich, jedoch hört es da nicht auf. In einer Diktatur werden Kritiker, Gegner und Demonstranten auch inhaftiert oder „weggesperrt“. Im demokratischen Rechtsstaat, der Deutschland ist, schützt die Polizei das Demonstrationsrecht von Gegner und Kritikern der Regierung.)

Auch erinnert in der Coronakrise die Aufforderung so mancher Politiker, dass Nachbarn und Menschen Verstöße gegen die Pandamie-Eindämmungsmaßnahmen melden sollen, an Denunziantentum wie es eben in einer Dikatur üblich ist. Hierbei wird das Ziel verfolgt, Abweichler zu erkennen, zu bestrafen und wieder dazuzubringen sich an die staatlich verordneten Regeln zu halten.

Siehe auch: Was bedeutet Plandemie? Was ist eine Virokratie?

Was bedeutet „DDR 2.0“? Bedeutung, Definition, Erklärung

Auch das politische Schlagwort „DDR 2.0“ geht in die gleiche Richtung wie „CoviDDR“. Das Wort „DDR 2.0“ kann so verstanden werden, dass die heutige (2020) Situation der wegen dem Coronavirus eingeschränkten Bürger- und Freiheitsrechte in der Bundesrepublik Deutschland (BRD) an die eingeschränkten Bürgerrechte der DDR erinnert.

Der Ausdruck „DDR 2.0“ kann breiter interpretiert werden. So kann z.B. die Cancel Culture ein Hinweis darauf sein, dass der Meinungskorridor sich verengt und damit der Meinungspluralismus verschwindet. Dies führt dazu, dass manche Meinung (moralisch) entwertet, bekämpft und nicht mehr gehört bzw. diskutiert werden. Dies erinnert an eine Diktatur, in der es erwünschte und unerwünschte Meinungen gibt.

Fazit: CoviDDR / DDR 2.0

Ja, Freiheits- und Bürgerrechte wurden während der Coronakrise eingeschränkt. Dass dies teils sehr leichtfertig geschah, ist zu kritieren. Jedoch funktioniert die Judikative in Deutschland. Klagen dürfen eingereicht werden und deutsche Gerichte haben im Jahr 2020 wiederholt bewiesen, dass sie im Sinne des Grundgesetz (und der Freiheit) entscheiden.

Die eigene Meinung darf weiterhin geäußert werden. Es erfolgt keine staatliche Zensur. Nur, wer seine Meinung äußert, muss den Gegenwind von anderen aushalten.

Dass Demonstrationen gegen die staatlichen Pandemie-Eindämmungsmaßnahmen im Jahr 2020 stattfanden, ist ein Beleg dafür, dass der Rechtsstaat funktioniert. In einer Diktatur wären Gegendemonstrationen nie zugelassen wurden. Hier in Deutschland schützt die Polizei das Versammlungs- und Demonstrationsrecht von Kritikern bis Gegnern der Regierung.

Pandemiestufen 1, 2 und 3 in Baden-Württemberg erklärt: Bedeutung, Erklärung, Definition


Im September 2020 hat die Landesregierung in Baden-Württemberg ein dreistufiges Modell zur Pandemiebekämpfung für den Fall steigender Infektionszahlen mit dem neuartigen Coronavirus beschlossen. Dieses Modell unterteilt das Infektionsgeschehen in drei Stufen bzw. Phasen.

Bei niedrigen Infektionszahlen gilt Pandemiestufe 1. Bei steigenden Infektionszahlen gilt Pandemiestufe 2. Und bei hohen Infektionszahlen gilt Pandemiestufe 3. Bei Pandemiestufe 1 gelten die seit Mai 2020 bestehenden Regeln für das Verhalten im öffentlichen Raum. Den Pandemiestufen 2 und 3 folgen jeweils schärfere Maßnahmen.

Was bedeutet Pandemiestufe 1 in Baden-Württemberg? Bedeutung, Erklärung, Definition

Pandemiestufe 1 wird auch „Stabile Phase” genannt. In dieser Phase treten Neuinfektionen mit dem Coronavirus nur lokal auf. Sie sind also geographisch abgrenzbar. Deshalb lassen sich sogenannte Infektionsketten in der „Stabilen Phase” fast gänzlich nachvollziehen.

Bei Pandemiestufe 1 liegt die Sieben-Tage-Inzidenz bei weniger als 10. Die Sieben-Tage-Inzidenz gibt an, wie viele Neuinfektionen innerhalb einer Woche je 100.000 Einwohner aufgetreten sind. Pandemiestufe 1 bedeutet also, dass sich weniger als 10 von 100.000 Personen innerhalb von sieben Tagen angesteckt haben.

Während der „Stabilen Phase” gelten nur wenige Einschränkungen für die Bevölkerung. Dazu gehört die Maskenpflicht in Geschäften, Supermärkten, im öffentlichen Nahverkehr und in öffentlichen Gebäuden. Dort gilt zusätzlich ein gesetzlich vorgeschriebener Mindestabstand von 1,5m. Maskenpflicht bedeutet, dass eine Mund-Nasen-Bedeckung getragen werden muss.

Was bedeutet Pandemiestufe 2 in Baden-Württemberg? Bedeutung, Erklärung, Definition

Pandemiestufe 2 wird auch „Anstiegsphase” genannt. In dieser Phase treten Neuinfektionen in einem Maß auf, das die Nachverfolgung von Infektionsketten schwieriger macht. Erstes Anzeichen für eine „Anstiegsphase” sind größere Ausbrüche in Einrichtungen wie Wohn- und Seniorenheimen, Unternehmen und im Zuge öffentlicher Veranstaltungen.

Bei Pandemiestufe 2 überschreitet die Sieben-Tage-Inzidenz den Wert von 10 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche.

Pandemiestufe 2 ruft noch keine größeren Einschränkungen des öffentlichen Lebens hervor. Die bestehenden Regeln werden jedoch stärker von Polizei und Ordnungsamt kontrolliert. Zusätzlich weisen Politiker in öffentlichen Ansprachen vermehrt und verstärkt auf die Pflicht zur Einhaltung geltender Regelungen hin.

Was bedeutet Pandemiestufe 3 in Baden-Württemberg? Bedeutung, Erklärung, Definition

Pandemiestufe 3 wird auch „Kritische Phase” genannt. In dieser Phase treten mehr als 35 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche auf.

Wird die Pandemiestufe 3 erreicht, gilt in Baden-Württemberg eine strenge Maskenpflicht. Darüber hinaus werden die Kontaktbeschränkungen verschärft. Diese Regeln gelten dann landesweit. Einige zusätzliche Regeln können regional hinzukommen. Die Kommunen sind zum Beispiel dazu berechtigt, der Gastronomie und dem Einzelhandel Beschränkungen aufzuerlegen, wenn lokal eine Sieben-Tage-Inzidenz von mehr als 50 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche auftritt.

Pandemiestufe 3 führt in Baden-Württemberg zu einer ganzen Reihe verschärfter Maßnahmen zur Pandemiebekämpfung. Dazu gehören:

  • Bürger sind landesweit zur Maskenpflicht in Fußgängerzonen und öffentlichen Einrichtungen verpflichtet. In weiteren freien Bereichen muss dann eine Mund-Nasen-Bedeckung getragen werden, wenn der Mindestabstand nicht eingehalten werden kann.
  • Maximal 10 Personen oder Personen aus maximal zwei Haushalten dürfen sich privat treffen. Dies gilt auch für Ansammlungen in freien Außenbereichen.
  • An öffentlichen Veranstaltungen dürfen nicht mehr als 100 Personen teilnehmen.
  • In besonders betroffenen Regionen werden die mobilen Testkapazitäten ausgeweitet.
  • Arztpraxen können Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen per Telefon ausstellen.
  • In weiterführenden Schulen und in Berufsschulen müssen alle Schüler ab Klasse 5 auch im Unterricht eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen. In Universitäten müssen Studierende auch in Seminarräumen und Hörsälen eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen.

So hat sich das Infektionsgeschehen in Baden-Württemberg entwickelt

Bis zum 06. Oktober 2020 befand sich Baden-Württemberg in der Pandemiestufe 1. Aufgrund zunehmender Ausbrüche hat die Landesregierung am 06. Oktober 2020 die Pandemiestufe 2 ausgerufen. Am 15. Oktober erreichte Baden-Württemberg eine Sieben-Tage-Inzidenz von mehr als 35 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche. Am 17. Oktober 2020 rief die Landesregierung deshalb in einer Sondersitzung die Pandemiestufe 3 aus. Seit dem 19. Oktober 2020 gelten daher die oben angegebenen verschärften Maßnahmen.

50+ Bezeichnungen + Synonyme für die Maske, Mund-Nasen-Schutz (MNS) (Corona, Covid-19)


Folgende Bezeichnungen und Synonyme sind den Mund-Nasen-Schutz (MNS) bekannt:

  • Alltagsmaske
  • Babbellappe (hessisch)
  • Behelfsmaske
  • Behelfs-Mund-Nasen-Maske
  • Blabberdeggl
  • chirurgische Maske
  • Community-Masken
  • Facie
  • Fratzenlatzerl
  • Fratzenschlüpper (thüringisch, Ruhrpott)
  • Gaaferlatz
  • Gschmarrifilder
  • Gesichtsbämbers (fränkisch)
  • Gesichtsmaske
  • Gesichtspampers
  • Gschmarrifilter (bayrisch)
  • Goschenhalder (bayrisch)
  • Goschnhalder (bayrisch)
  • Guschndeggel (sächsisch)
  • Lappen
  • Mauldäschle (schwäbisch)
  • Maulkorb
  • Medizinische Gesichtsmasken
  • Meihadern (bayrisch = Mundlappen)
  • Meischiazal (bayrisch = Mundschürze)
  • Merkelburka (Merkel-Burka)
  • MNB
  • MNS
  • Munaschu (MundNasenSchutz)
  • Munaske (MundNasenMaske)
  • Mund-Nasen-Bedeckung
  • Mund-Nasen-Abdeckung
  • Mund-Nasen-Bedeckung
  • Mundi
  • Mundschmuck
  • Mundschutz
  • Partikelfiltrierende Halbmasken (FFP)
  • Rotzfänger
  • Schbodsbremsen
  • Schnudndeggl (Schnutendeckel auf sächsisch)
  • Schnüsslappe (kölsch)
  • Schnüssjardine (Rheinland)
  • Schnutendeckel
  • Schnutenpulli (plattdeutsch)
  • Snutenpulli (nordeutsch)
  • Seuchensegel
  • Söderlabbn (Söder-Labbn)
  • Söderlappen (Söder-Lappen)
  • Virenbinde
  • Volksmasken
  • Wafflrollo

Siehe auch: Was sind Maskenmuffel?

Synonyme für die Maske, Mund-Nasen-Schutz (MNS) (Corona, Covid-19)

Der plattdeutsche Ausdruck „Schnutenpulli“ setzt sich aus den Worten „Schnute“ und „Pulli“ zusammen. „Schnute“ ist eine Bezeichnung für den Mund. „Pulli“ meint ferner einen Pullover, aber allgemein „etwas, dass man drüber zieht“. Damit ist der Schnutenpulli, etwas dass man über die Schnutze zieht.

Bedeutung Maske / Mund-Nasen-Schutz: „Maulkorb“, „Merkel-Burka“, „Söderlappen“

In der politischen Diskussion wird der Mund-Nasen-Schutz auch als „Maulkorb“, „Merkel-Burka“ oder „Söderlappen“ bezeichnet.

Die Maske mag den Mund bedecken, aber die Stimme hindert sie nicht am durchkommen. Bei aggressiven und unkontrollierten Hunden sollen Maulkörbe das Beißen verhindern. Bei Menschen wohl nicht?! Der Ausdruck „Maulkorb“ ist irreführend. Denn Maskenmuffel kritisieren den staatlichen Zwang zum Mund-Nasen-Schutz tragen, nicht dessen Funktion.

Die Begriffe „Merkel-Burka“ und „Söder-Lappen“ spielen darauf an, wer das Tragen des Mund-Nasen-Schutzes angeordnet hat. Während „Lappen“ das Stück Stoff abwertet, so geht der Ausdruck „Burka“ in eine starke politische Richtung.

„Fratzenschlüpper“ setzt sich aus den Worten „Fratze“ und „Schlüpper“ zusammen. „Fratze“ ist eine Bezeichnung für das Gesicht. Ein „Schlüpper“ ist Unterwäsche.

Das bayrische „Goschnhalder“ und das sächsische „Guschndeggel“ haben eine Gemeinsamkeit. „Gosch“, „Gusch“ oder „Gusche“ ist eine regionale Dialekt-Bezeichnung für den Mund. Der „halder“ meint den Halter, etwas das hält. Der „Deggel“ bedeutet auf hochdeutsch „Deckel“, etwas das verschließt.

Das schwäbische Mauldäschle spielt darauf an, dass es eine Tasche für das Maul (den Mund) gibt.

In Hessen wird gern gebabbelt (erzählt). Der Babbellappe ist der Lappen fürs Babbeln.

„Schnüsslappe“ ist kölsch. „Schnüss“ bedeutet „Schnauze“. „Lappe“ meint den Lappen. In Köln ist damit der Mund-Nasen-Schutz der Lappen für die Schnauze.

Warum gibt es so viele Bezeichnung für die Maske bzw. den Mund-Nasen-Schutz?

Die Antwort ist ganz einfach: Der Mund-Nasen-Schutz beschäftigt viele Menschen. Fast jeder hat mit dem Thema Mund-Nasen-Schutz Kontakt. Manche gehen entspannt mit der Maske um, andere stört es. Sprache ist hier ein Mittel, um auf unterhaltsame Weise mit dem Thema „Maske tragen“ umzugehen. (Die unterhaltsame Art und Weise des Umgangs ist hierbei nur eine Art wie mit dem Thema „Maske“ umgegangen werden kann.

Was bedeutet „Pandemie-konform“ / „Corona-konform“? Bedeutung, Definition, Erklärung


Sich „Pandemie-konform“ bzw. „Corona-konform“ zu verhalten bedeutet, die behördlichen Hygieneauflagen einzuhalten. Im konkreten Einzelfall gehören dazu:

Die konkreten Regeln ändern sich immer wieder und werden von staatlichen Stellen an geänderte Situationen angepasst. Dabei orientiert man sich an der sogenannten 7-Tage-Inzidenz, also der Zahl der Neuerkrankungen pro 100.000 Einwohner innerhalb der letzten Woche. Die ab sofort geltenden Regeln (Stand: 17. Oktober 2020) fallen für einzelne Bundesländer uneinheitlich aus. Besonders das Beherbergungsverbot für Gäste aus inländischen Risikogebieten ohne junges negatives Testergebnis (nicht älter als 48 Stunden) wurde in einigen Ländern durch Gerichte gekippt, in anderen gilt es noch. Nachfolgend ein Überblick über die jüngsten Beschlüsse von Bund und Ländern zur Bekämpfung der Corona-Pandemie.

Maßnahmen: Was bedeutet „Pandemie-konform“ / „Corona-konform“? Bedeutung, Definition, Erklärung

Die Bundesregierung beschloss zusammen mit den Länderchefs ab Mitte Oktober 2020 folgende Maßnahmen, die aber als Empfehlung an die Landesregierungen gelten:

Ab einer 7-Tage-Inzidenz von 35 Fällen pro 100.000 Einwohner (nachfolgend vereinfacht: Inzidenz von 35) dürfen sich im privaten Raum nur noch 15 Teilnehmer treffen (sogenannte Kontaktbeschränkung). Das beträfe auch Hochzeiten. Im öffentlichen Raum sind es 25 Teilnehmer, dies gälte dann für Tagungen und Events. Diese Zahlen dürfen bei Vorlage eines Hygienekonzepts nach Erlaubnis durch das Gesundheitsamt überschritten werden. Wenn die Fallzahlen weiter steigen, soll für die Gastronomie eine Sperrstunde gelten. Ab einer Inzidenz von 50 gelten weitere Maßnahmen:

  • #1: Erweiterungen der Maskenpflicht, unter anderem Ausweitung auf öffentliche Plätze
  • #2: Teilnehmerbegrenzung auch bei Veranstaltungen im Freien auf 100 Personen
  • #3: Kontaktbeschränkungen im privaten Raum auf 10 Personen aus maximal zwei Hausständen (betrifft auch Hochzeiten)
  • #4: Kontaktbeschränkung im öffentlichen Raum auf 10 Personen (betrifft auch Tagungen und Events)
  • #5: verbindliche Sperrstunde in der Gastronomiebetriebe ab 23.00 Uhr
  • #6: Außenabgabeverbot von Alkohol ab 23.00 Uhr (in einzelnen Ländern ab 22.00 h)

Wenn die Inzidenz auch nach diesen Maßnahmen nicht innerhalb von 10 Tagen gleich bleibt oder sinkt, treten weitere Maßnahmen in Kraft. Insbesondere werden dann Kontakte im öffentlichen Raum nur noch unter fünf Personen gestattet.

Hotel „Pandemie-konform“ / „Corona-konform“ besuchen (Hotelbesuch)

Die schwierigste Regel für Hotels betrifft das sogenannte Beherbergungsverbot, das inzwischen mehrere Oberlandesgerichte gekippt haben. Es sieht dort, wo es noch gilt, einen verpflichtenden negativen Coronatest für Besucher aus innerdeutschen Risikogebieten mit einer Inzidenz über 50 vor. Der Test darf nicht älter als 48 Stunden sein. Das Beherbergungsverbot wird am 8. November 2020 neu bewertet. Im Übrigen gilt ein Hotel außerhalb des Zimmers und des Platzes im Restaurant als öffentlicher Raum, hier herrscht also Maskenpflicht.

Gastronomie / Restaurants „Pandemie-konform“ / „Corona-konform“ besuchen

In der Gastronomie müssen Gäste ihre Adresse hinterlassen. Wenn diese nicht stimmt, droht ein Bußgeld sowohl gegen den Gastronomen als auch gegen den Gast, wenn er ausfindig gemacht wird. Die Höhe der Bußgelder unterscheidet sich zwischen den Bundesländern.

Wer verhält sich „Pandemie-konform“ bzw. „Corona-konform“?

Wer sich an die genannten Regeln hält, verhält sich „Pandemie-konform“ bzw. „Corona-konform“. Zusätzlich appelliert die Bundesregierung an die Bevölkerung, unnötige Kontakte und somit auch unnötige Reisen zu vermeiden. Auch das Befolgen dieser Empfehlung wäre Corona-konform. Im Übrigen gelten nach wie vor die Regeln, die schon zu Beginn der Pandemie im zeitigen Frühjahr aufgestellt wurden. Dazu gehören der Mindestabstand von 1,50 m zwischen Personen, das Einhalten der Wegeregelungen in Gebäuden (eine Richtung für den Eingang, eine andere für den Ausgang) und das häufige Lüften. Bei Events muss zwischen den Besuchern im Saal der Abstand von 1,50 m eingehalten werden, sodass nicht jeder Stuhl besetzt werden kann. Zwischen der Bühne, auf der Speaker ohne Maske agieren, und der ersten Sitzreihe sind mindestens 4,0 m Abstand einzuhalten. Der Besuch von Garderoben und Toiletten ist nur mit Maske erlaubt. In der Gastronomie darf die Maske nur am Tisch abgenommen werden. Schon wer sich zur Toilette, zur Theke oder zum Ausgang begibt, muss die Maske wieder aufsetzen. Es gibt auch ein Corona-konformes Catering bei Events. Die Produkte des Caterings werden in Folie verpackt und auch so auf dem Buffet serviert.

Hochzeit: „Pandemie-konform“ / „Corona-konform“

Die Regeln für Hochzeiten fallen seit Mitte Oktober 2020 in den Bundesländern und einzelnen Städten sehr unterschiedlich aus. So erlaubt München nur drei Gäste bei der Trauung, Dresden hingegen 100 und bei Vorlage eines Hygienekonzepts sogar rund 1.000 Hochzeitsgäste, die zusammen feiern und – soweit dies möglich ist (zum Beispiel in einer Kirche) – auch gemeinsam die Trauungszeremonie besuchen dürfen. In München gilt hingegen derzeit (Stand: 17. Oktober 2020) für die nachfolgende private Feier die oben genannte Corona-Regel bei einer Inzidenz ab 50 (den Wert überschreitet München immer wieder): Es dürfen sich nur 10 Personen in einem Raum zur Feier aufhalten, die maximal aus zwei Hausständen stammen dürfen. Das wären Braut und Bräutigam, die jeweiligen Eltern und möglicherweise noch je zwei Geschwister oder sonstige Angehörige. Die folgenden Beispiele zeigen, wie uneinheitlich die Regeln für private Zusammenkünfte und somit auch für Hochzeiten mit Stand Mitte Oktober ausfallen:

  • In Frankfurt sind derzeit private Zusammenkünfte für bis zu 25 Personen in Gaststätten und angemieteten Räumen erlaubt. Das gilt auch für Hochzeiten. Schon ab dem 19.10.2020 wird diese Zahl auf zehn Personen reduziert.
  • In Rheinland-Pfalz sind derzeit noch grundsätzlich bis zu 75 Personen bei Privatfeiern erlaubt, in Hotspots mit hoher Inzidenz hingegen – dazu zählt aktuell auch Mainz – liegt die Grenze bei zehn Personen.
  • In Köln dürfen bis zum 18.10. noch 25 Personen gemeinsam eine Hochzeit feiern, doch ab dem 19.10.2020 sinkt die erlaubte Zahl auf zehn Personen.
  • In Bochum sind noch 25 Hochzeitsgäste erlaubt. Bei entsprechendem Hygienekonzept dürfen es auch mehr sein. Ein konkretes Limit nennt die Stadt nicht, verweist aber auf Anfrage darauf, dass sie sich Kontrollen vorbehält. Das Hygienekonzept kann beinhalten, dass sich die Hochzeitsgäste wie die (sich fremden) Gäste eines Restaurants verhalten, also die Maske nur am Tisch abnehmen.

Die genauen Regeln müssen die Bürgerinnen und Bürger ab sofort zeitnah verfolgen, wenn sie sich Pandemie-konform verhalten wollen. Sie könnten sich immer wieder ändern.

Was bedeutet „Pandemie-Treiber“ / „Corona-Treiber“? Bedeutung, Definition, Erklärung


Als „Pandemie-Treiber“ und „Corona-Treiber“ werden Gruppen, Orte und Ereignisse bezeichnet, die für die Verbreitung eines Virus und die Verschlimmerung der Pandemie-Situation (Corona-Situation) sorgen (sollen).

In den deutschen Medien wurden unter anderem Kinder / Schulkinder, private Feiern, Partys, Restaurants, Kirchen, Fußballstadien, Veranstaltungen, Hotels und Maskenverweigerer (Maskenmuffel) als „Pandemie-Treiber“ bzw. „Corona-Treiber“ bezeichnet.

Was bedeutet „Pandemie-Treiber“ / „Corona-Treiber“? Bedeutung, Definition, Erklärung

Im Unterschied zu einer Epidemie – früher wurde von einer Seuche gesprochen – ist eine Pandemie nicht örtlich begrenzt. Eine Pandemie bezeichnet die weltweite Ausbreitung einer Infektionskrankheit, die hohe Erkrankungszahlen mit zumeist schweren Krankheitsverläufen mit sich bringt. Mit einem Pandemie– oder einem Corona-Treiber sind Personen, Ereignisse oder Lokalitäten gemeint, von denen ausgehend die Coronavirus-Pandemie vorangetrieben und damit verschlimmert wird.

Der Wortteil „Treiber“ hat im Zusammenhang mit dem Coronavirus und der Pandemie eine klare negative Bedeutung. Die Begriffe Pandemie-Treiber und Corona-Treiber sind bewusst negativ konnotiert. Das heißt, dass diesen Begriffen absichtsvoll eine negative Nebenbedeutung beigeschrieben wird. Das ist nicht weiter verwunderlich und ist in der Sache begründet. Corona und die Folgen sind nun einmal alles andere als positiv. Es gibt dennoch zwei grundsätzlich verschiedene Arten, die beiden Begriffe zu benutzen – entweder sachlich oder polemisch.

„Pandemie-Treiber“ / „Corona-Treiber“ als polemische Begriffe

Wer davon überzeugt ist, dass es keine Coronavirus-Pandemie gibt, hält alle, die das Gegenteil behaupten, für Lügner, die einen bestimmten Zweck verfolgen. Prinzipiell geht es darum, dass Corona gar nicht existiere und nur erfunden wurde, um die Menschen in ihren Freiheitsrechten einzuschränken. In einem solchen Zusammenhang wird der Wortteil „Treiber“ absichtsvoll gewählt, weil damit unterschwellig eine politische Botschaft mitschwingen soll. Diese Botschaft lautet in etwa: „Passt auf! Ihr werdet getrieben wie eine Herde Schafe und ihr lasst es mit euch machen!“.

Ob es sich bei der Verwendung der Begriffe Pandemie-Treiber oder Corona-Treiber um eine polemische handelt, lässt sich nur durch kritisches Hinterfragen feststellen. Häufig wird in einem solchen Zusammenhang nicht klar, wer hinter diesem angeblichen Treiben stecken und was damit eigentlich bezweckt werden soll. Abenteuerliche Behauptungen sind im Umlauf. So ist beispielsweise von „finsteren Mächten“ die Rede, vor deren schädlicher Strahlung und Gedankenkontrolle sich nicht wenige Verschwörungstheoretiker mit einem Aluhut auf dem Kopf meinen abschirmen zu müssen.

Bedeutung: sachliche Verwendung der Begriffe „Pandemie-Treiber“ / „Corona-Treiber“

Wenn es sich um eine seriöse Betrachtungsweise der Corona-Problematik handelt, ist lediglich dann von Corona-Treibern oder Pandemie-Treibern die Rede, wenn diese tatsächlich das Virus weiter verbreiten. Häufig ist zu lesen, dass Kinder Corona-Treiber seien. Manchmal werden Events, wie etwa private Feiern oder auch speziell organisierte Corona-Partys, als Pandemie-Treiber bezeichnet. Es können aber auch bestimmte Lokalitäten sein, die dazu beitragen, dass sich das Coronavirus weiter ausbreitet. Dazu zählen Hotels, Kirchen oder Fußballstadien.

Gemeinsam ist all diesen Corona-Treibern, dass es sich um Menschen oder Menschenansammlungen in bestimmten Lokalitäten handelt, die sich gegenseitig anstecken. Das Coronavirus hat eine Inkubationszeit von bis zu zwei Wochen. Infizierte wissen während dieser Zeit nicht, dass sie ansteckend sein, weil sie selbst noch keine Symptome aufweisen. Die Menschen sorgen für seine Ausbreitung, indem sie niesen, reden, husten, sich räuspern, singen und lachen – wenn sie keine Mund-Nasen-Schutzmaske tragen. Diese Verbreitungsart gilt es zu unterbinden, indem „von oben“ die Maskenpflicht eingeführt wurde. Überall da, wo keine Schutzmaske getragen wird, breitet sich das Virus aus. Dann ist die Rede von Pandemie- oder Corona-Treibern.

Maskenverweigerer sind Corona-Treiber

Die, die keine Schutzmaske gegen eine eventuelle Ansteckung durch das Coronavirus tragen, riskieren es, die Pandemie voranzutreiben. Menschen, die sich bewusst gegen sinnvolle Maßnahmen Stämmen, sind also Corona-Treiber. Wenn allerdings Kinder als Virenschleudern und Pandemie-Treiber bezeichnet werden, dann wird übersehen, dass Kinder nicht ansteckender sind als andere. Sie haben eben das Pech in der Kita oder in der Schule mit vielen anderen Kindern zusammensein zu müssen. Wenn sie und alle anderen um sie herum sich aber an die vorgeschriebenen Corona-Sicherheitsmaßnahmen halten, treiben sie die Pandemie nicht mehr voran als alle anderen auch.

Bei Corona-Partys hingegen treffen sich Menschen, die es ganz absichtsvoll darauf ankommen lassen, sich anzustecken. Das wäre auch gar kein Problem, wenn nur sie alleine krank werden würden. Aber leider stecken Infizierte auch andere Menschen an. Auf privaten Feiern, wie zum Beispiel Hochzeiten, Geburtstagen oder Beerdigungen ist es ähnlich. Wenn alle Sicherheitsmaßnahmen eingehalten werden, kann es gutgehen und niemand steckt sich an. Falls aber ein Infizierter darunter ist und sich nicht an die Maßnahmen hält, kann er alle anderen anstecken, die dann selbst wieder ansteckend sind. Ebenso verhält es sich an Orten, Plätzen oder Einrichtungen, wo viele Menschen zusammenkommen, sich aber nicht alle an die Sicherheitsvorgaben halten.

Pandemie: „Treiben“ hat immer eine negative Nebenbedeutung

„Etwas treiben“ bedeutet immer etwas Negatives. Etwas voranbringen ist positiv, etwas vorantreiben hat einen negativen Beigeschmack. Miteinander Sex haben klingt anders, als es miteinander zu treiben. Es gibt den anstrengenden Antreiber oder den positiven Motivierer. Es gibt den inakzeptablen Quertreiber oder den bedenkenswerten Kritiker. „Einem Treiben ein Ende bereiten“ beschreibt schändliche Machenschaften, die es zu beenden gilt. Alles was im Zusammenhang mit „treiben“ steht kann als negativ konnotiert betrachtet werden. Bei allem schwingt eine negative Bedeutung mit.

Wenn also die Begriffe Pandemie-Treiber und Corona-Treiber verwendet werden, lässt sich dahinter eine Absicht vermuten. Das Coronavirus ist gefährlich und schrecklich in den Folgen. Alle, die seine weitere Verbreitung – bewusst oder unbewusst – verursachen, bekommen diesen negativen Aspekt wie einen Stempel aufgedrückt. Es handelt sich dabei fast schon um eine Stigmatisierung. Das ist ein fragwürdiges Vorgehen. Eine Sachlichkeit, die sich an Tatsachen orientiert, kann sich nicht erlauben, unsachliche Emotionen zu provozieren.

Pandemie-Treiber oder Spreader?

Auch dann, wenn ein Begriff allem Anschein nach sachlich verwendet wird, ist genau zu hinterfragen, ob dies tatsächlich der Fall ist. Eine polemische Verwendung der Begriffe Pandemie-Treiber und Corona-Treiber lässt sich leicht durchschauen. Die Manipulation durch eine bestimmte, vermeintlich sachliche Wortwahl hingegen, ist oftmals nicht so einfach erkennbar.

Wer sich des Wortes „Treiben“ zur Beschreibung eines Verhaltens bedient, tut dies absichtsvoll und mit Bedacht. Schließlich hält die deutsche Sprache unendlich viele andere Wörter oder Wortverbindungen parat, auf die zurückgegriffen werden könnte. Stattdessen werden immer öfter englische Begriffe herangezogen, wie etwa Spreader oder Superspreader. Auch diese Begriffe sind zu hinterfragen. Sie sind für sich genommen neutral. Aber wie bei allen anderen Begriffen auch, kommt es auf den Kontext ihrer Verwendung an: Wer will was wann direkt oder indirekt sagen, wenn er sich ihrer bedient? Wenn ein Wissenschaftler in einem wissenschaftlichen Kontext von einem Spreader redet, ist das anders zu deuten, als wenn dies ein kritischer Journalist oder ein Politiker im Wahlkampf tut.

Was ist „Homeclubbing“? Bedeutung, Definition, Erklärung


Als „Homeclubbing“ wird der Livestream eines DJ-Auftritts und Sets auf das eigene Smartphone oder den Laptop bezeichnet.

„Homeclubbing“ vereint zwei Welten: Das Bedürfnis nach DJ-Musik und den Wunsch die Pandemie-Eindämmungsmaßnahmen einzuhalten. Denn beim „Homeclubbing“ findet Club-Besuch in der eigenen Wohnung statt.

„Homeclubbing“ ist eine Reaktion auf die Corona-Krise, auf geschlossene Clubs und die Aufforderung Zuhause zu bleiben. (Siehe: Selbst-Isolation, Social Distancing)

Das Wort „Homeclubbing“ setzt sich aus den Worten „Home“ und „Clubbing“ zusammen. „Home“ ist eine Bezeichnung für das eigene Zuhause oder die eigene Wohnung. Als „Clubbing“ wird der Besuch einer Tanzveranstaltung, eines Clubs oder einer Diskothek bezeichnet.

Was ist „Homeclubbing“? Bedeutung, Definition, Erklärung

Die Coronakrise hat diverse neue Gebräuchlichkeiten und Bezeichnungen hervorgebracht, von denen einige Menschen jedoch nach wie vor nie etwas gehört haben. Eines dieser neuen Wörter, das sich derzeit vor allem bei Jugendlichen hoher Beliebtheit erfreut, ist das „Homeclubbing“. Bitte was? Falls auch Sie sich fragen, was das denn nun schon wieder sein soll, haben wir hier die Antwort auf diese Frage parat.

Vor allem für Jugendliche ist die Coronakrise derzeit ein echtes Desaster. Bevor das Virus Deutschland und die Welt im Sturm eroberte, trafen sich viele von ihnen am Wochenende mit ihren Freunden, um die stressige Schul- oder Arbeitswoche hinter sich zu lassen. Und wo geht das am besten? Natürlich in einem Club, in dem man ausgelassen tanzen und dabei das ein oder andere alkoholische Getränk konsumieren kann.

In Zeiten von Corona sind derartige Massenveranstaltungen natürlich tabu: Während die allermeisten Clubs gar nicht erst öffnen, dürfen andere ab einer bestimmten Uhrzeit keinen Alkohol mehr ausschütten. Zudem gibt es in vielen deutschen Städten mittlerweile Sperrstunden, ab denen Bars, Kneipen und Clubs schließen müssen – zur Vermeidung weiterer Ansteckungen sollen die Menschen stattdessen lieber zuhause bleiben.

Marcel Joch aus Mannheim (26) hatte eines Tages eine Idee: Zusammen mit seinem Kumpel Jannis Schreiner (30), der auch unter seinem Künstlernamen DJ Olde bekannt ist, tüftelte er an einem Konzept, durch das jugendliche Menschen auch innerhalb der Coronakrise nicht auf ihr Club-Feeling verzichten müssen – ohne dabei ihr Haus zu verlassen. Er entwickelte eine innovative App, die auf den Namen Corona Home Clubbing hört. Diese ermöglicht es ihren Verwendern, Live-DJ-Sets direkt auf ihr Smartphone zu streamen. Was auf den ersten Blick relativ unspektakulär klingt, erwies sich schnell als erfolgreiches Konzept – denn die Gratis-App kann noch einiges mehr.

Verwender der App können mit dem DJ chatten und diesen sogar bezahlen

Wirklich Spaß macht Corona Home Clubbing vor allem deshalb, da man sich nicht nur kostenlos von einem DJ und dessen aufgelegter Musik unterhalten lassen, sondern parallel dazu auch mit den anderen anwesenden Gästen im Stream sowie mit dem DJ selbst chatten kann – es entsteht somit ein echtes Gefühl des Dabeiseins.

Um sich die verschiedensten DJs und ihre Musik anzuschauen bzw. anzuhören, muss man sich übrigens nicht einmal registrieren – eine kostenlose Anmeldung ist nur dann erforderlich, wenn man mit anderen Personen im Stream kommunizieren möchte. Eine weitere coole Funktion ist auch das in die App integrierte Donate-Feature: Möchte man den DJ finanziell unterstützen, kann man diesem eine kleine Spende zukommen lassen. Pflicht ist das zwar nicht, doch natürlich freuen sich alle Musiker und Künstler in dieser schweren Zeit über jede noch so kleine Unterstützung.

Corona Home Clubbing App soll nicht nur zur reinen Unterhaltung dienen

Marcel Joch und Jannis Schreiner möchten mit ihrer App in erster Linie für gute Stimmung innerhalb der Coronakrise beitragen. Es geht ihnen allerdings nicht nur um reine Unterhaltung, sondern auch um eine Sensibilisierung der Zuschauer für das in ihren Augen äußerst wichtige Thema Infektionsschutz. So werden während den Live-Sets immer wieder aktuelle Meldungen über Ausgangssperren, die Einhaltung von Abstandsregeln oder derzeit kursierende Fake-News eingeblendet. Das Konzept scheint aufzugehen: Bereits bei der zweiten Live-Übertragung waren mehr als 3.000 Zuschauer mit am Start, zudem konnte man in jüngster Vergangenheit viele beliebte DJs wie Pollnick, DJ Fabz oder DJ Sherry davon überzeugen, live aufzulegen.

Zahlreiche Clubs setzen mittlerweile auf eigene Homeclubbing Angebote

Viele Discos und Clubs haben mittlerweile ähnliche Konzepte entwickelt und streamen ihre aufgelegte Musik direkt in die Wohnzimmer ihrer Besucher – dementsprechend häufig verwendet wird in diesem Zusammenhang auch der nicht geschützte Begriff „Homeclubbing“. Nicht alle dieser Live-Events weisen jedoch eine ebenso gute Qualität wie die der Corona Home Clubbing App auf – da sie beispielsweise über Kanäle wie Instagram mitsamt einer eher bescheidenen Bildqualität gestreamt werden. Spaß bereiten diese aber offenbar dennoch, denn das Homeclubbing hat sich im Coronajahr 2020 zu einem echten Trend bei jungen Menschen entwickelt – man darf gespannt sein, wie lange dieser noch anhält.

Was bedeutet „overzoomed“? Bedeutung, Definition, Erklärung


„Overzoomed“ ist ein Zustand der Erschöpfung und verringenten Selbstbeherrschung, der durch eine übertriebene Nutzung von Online-Videokonferenz-Software entsteht.

Was bedeutet „overzoomed“? Bedeutung, Definition, Erklärung

Der Zustand der „Overzoomed-heit“ entsteht, wenn man viele Stunden am Tag auf den Laptop-Bildschirm schaut.

Wer „overzoomed“ ist, schläft schlecht, ist unkonzentriert, teils unbeherrscht und kann sogar Augenprobleme bekommen.

Das Wort „overzoomed“ setzt sich aus den Worten „over“ und dem Namen der bekannten Videokonferenz-Software „Zoom“ zusammen. Das englische Wort „over“ bedeutet im Kontext von „overzoomed“, dass jemand die Software übertrieben bzw. zu viel genutzt hat.

Gegen „Overzoomed-heit“ helfen Bildschirm-Arbeitspausen (BAP). In diesen Pausen darf und wird nicht auf selbst-leuchtende Bildschirme geguckt. Hier kann folgende Regel angewendet werden: Nach jeder Stunde, die auf einen Bildschirm geschaut wurde, werden 5 Minuten BAP eingelegt.

Wer zu viel Zoom nutzt, ist „overzoomed“

Die Online-Videokonferenzen brachten völlig neue Möglichkeiten, Eindrücke, Gesprächsarten, Verhaltensweisen und Arbeitseinteilungen mit sich.

Wer den Fehler machte und gelangweilt bis aufgeregt auf den Bildschirm starrte, riskiert ernsthafte Augenprobleme. Wer bis spät in den Abend hinein „zoomte“ konnte Einschlafprobleme haben.

Einer Diskussion über ein Videokonferenz-Programm wie Zoom zu folgen, ist schwerer, als Mitmenschen in echt zuzuhören und zuzusehen. So manch ein Mitarbeiter schaute sich vor Zoom die Augen „eckig“. Durch intensive Bildschirmnutzung werden Augen und die Datenverarbeitung im Gehirn ganz anders beansprucht.

Wer den Fehler macht und gelangweilt bis aufgeregt auf den Bildschirm starrt, riskiert ernsthafte Augenprobleme. Wer bis spät in den Abend hinein „zoomt“ kann Einschlafprobleme haben.

Der Blaulichtanteil in Bildschirmmedien kann den natürlichen Tag und Nachtrhythmus unserer inneren Uhr nachhaltig stören.

So manch ein gestresster Manager war nach drei Stunden Zoom-Konferenz bis in den späten Abend hinein also völlig „overzoomed“. Gut möglich, dass am nächsten Tag ein Zoom-Kater übrig blieb. Dann hüpfen die Lichtpunkte vor den Augen oder Kopfschmerzen machen sich bemerkbar.

Viele Menschen fanden die Zeit im Homeoffice dennoch entspannender und angenehmer, als den tägliche Gang ins Büro. Gut möglich, das Corona die Arbeitswelt auch nach dem Ende der Pandemie nachhaltig verändern wird. Der Trend zum Arbeiten von Zuhause aus und dem Kollegen-Meeting per Zoom könnte in einigen Brachen normal werden. Die Familienbeauftragten der Bundesregierung und Länder regen schon lange vor der Krise eine Veränderung der Arbeitswelt in Richtung Heimarbeit an. Könnten Mütter und Väter mehr von Zuhause arbeiten, würden Familien langfristig enorme Erleichterung erfahren.

Was ist Zoom? Erklärung, Bedeutung

Zoom Video Communications ist ein US-amerikanisches Unternehmen. Gegründet wurde die Firma mit Sitz in der kalifornischen Stadt San José bereits im Jahr 2011. Die Zoom-Software war ab 2013 auf dem Markt.

Schwerpunkte von Zoom waren von Anfang an Internettelefonie, Chat-Funktionen, Videoanrufe, Videokonferenzen und Formate für Webinare.

2020 sollte schließlich das große Jahr von Zoom werden. Die Anzahl der Nutzer stieg binnen weniger Monate von 10 Millionen (Dezember 2019) auf über 200 Millionen (März 2020) an.

Selbst Universitäten und Schulen nutzen das Angebot von Zoom-Videokonferenzen, um Unterricht und Vorlesungen trotz der Corona-Krise fortzusetzen.

Die Zoom Aktie schoss deutlich nach oben.

Trotzdem musste die Erfolgsfirma auch herbe Kritik einstecken. Aufgrund von Sicherheitslücken in der Datenverschlüsselung sollen vertrauliche Daten nicht über Zoom ausgetauscht werden.

Einige Unternehmen sowie Behörden und Staatsregierungen verboten teilweise die Nutzung der riskanten Software.

Für wen Zoom interessant ist

Firmen, die keine hochbrisanten Daten austauschen, können Zoom ruhig weiter nutzen.

Für kleinere bis mittlere Unternehmen bietet die Plattform tolle Möglichkeiten. Es geht bei reinen Audioübertragungen los und im Cloud-System können viele weitere Optionen hinzugebucht werden.

Bei der kostenlosen Variante sind Gruppensitzungen mit mehreren Teilnehmern auf 40 Minuten begrenzt. Dafür kann eine beliebte Anzahl an Sitzungen abgehalten werden. Eine Möglichkeit zur Aufzeichnung des Meetings gibt es erst bei den kostenpflichtigen Angeboten.

Privatpersonen können Zoom für die VoIP-Telefonie oder Live-Gespräche mit Bildübertragung nutzen.

Zoom gibt es als App für das Smartphone und zum Download auf den PC oder Laptop.

Corona-Situation: Wie „overzoomed“ entstand

Die Corona-Pandemie bescherte den Menschen neben Angst und Einschränkungen jede Menge neue Möglichkeiten.

In der Arbeitswelt musste komplett umgedacht werden. Die wochenlange Schließung von Firmen und eingeschränkte Arbeitszeiten ließen neue Konzepte entstehen. Wer konnte, arbeitete im Homeoffice weiter. Um mit Kollegen und Vorgesetzten in ständigem Kontakt zu bleiben, wurden Videokonferenzen zur Tagesordnung.

Zwar war die Idee der live Online-Konferenz per Bildschirm nicht neu, so flächendeckend und ausgiebig wurde sie jedoch niemals zuvor genutzt.

Ein Anbieter, der auf dem Markt der Video-Konferenzen-Software ganz vorne mit dabei ist, ist Zoom.

Je nach Teilnehmerzahl können Nutzer auf dem Bildschirm plötzlich zehn oder womöglich sogar zwanzig und mehr Gesichter sehen. Natürlich sind auch kleinere Videokonferenzen mit nur zwei oder drei Personen möglich.

Obwohl das Medium Zoom und die Videokonferenz gewisse Vorteile bringen, strengen sie auch an. Für die menschliche Wahrnehmung war die neue Art, sich mit Kollegen zu besprechen, gewöhnungsbedürftig.

Nach der dritten oder gar vierten Videokonferenz pro Tag oder einem Dutzend in der Woche meldeten viele Nutzer an, sie seien „overzoomed“.

Was ist ein Jeckdown? Bedeutung, Definition, Erklärung


Der Jeckdown ist der – naturgemäß sehr traurige, aber nach Stand der Dinge wohl unumgängliche – Lockdown der Jecken. Er ist seit dem Frühjahr 2020 das beherrschende Thema nicht nur im Rheinland, sondern überall im Land. Doch vor allem im Rheinland müssen die eingefleischten Karnevalisten wohl in diesem Jahr sehr tapfer sein. Abgesehen von Beschlüssen auf höchster Ebene, die Versammlungen von zu vielen Menschen untersagen, ist auch nach Umfragen eine überwiegende Mehrheit der Bevölkerung eher gegen die Karnevalsfeiern unter Corona-Bedingungen. Die Gesundheit geht vor.

„Jeckdown“ ist ein Kofferwort aus „Jeck“ (Bezeichnung für Karnevals-Teilnehmer) und „Lockdown“ (Bezeichnung für staatlich-verordnete Pandemie-Eindämmungsmaßnehmn).

Was bedeutet Jeckdown? Bedeutung, Definition, Erklärung

Schon im Frühjahr 2020 hatte das Meinungsforschungsinstitut „Yougov“ eine Umfrage zur Karnevalsfreude der Deutschen durchgeführt. Befragt wurde eine repräsentative Gruppe von 1.200 Personen. Das Ergebnis fiel ernüchternd für die Karnevalisten aus:

  • 67 % aller Deutschen sind gegen den Karneval, solange die Corona-Pandemie andauert.
  • 69 % der Westdeutschen, mithin auch der Rheinländer, sprechen sich dagegen aus.

Wer hätte es gedacht?

Welche Altersgruppen sind gegen den Karneval?

Auch dieses Ergebnis ist interessant. Demnach sind die Jungen zwischen 18 und 24 Jahren am ehesten gegen den Karneval (77 %), die Altersgruppe der 35- bis 44-Jährigen eher am wenigsten (61 %). Die übrigen Befragten pendeln in ihrer Ablehnung um die 65 bis 70 %. Die nordrhein-westfälische Staatskanzlei hat das Yougove-Ergebnis mit Interesse zur Kenntnis genommen. NRW-Ministerpräsident Armin Laschet sprach anschließend vom nötigen „Konsens mit den Karnevalisten“, doch er verwies auch auf gesetzliche Vorgaben, den Gesundheitsschutz und nicht zuletzt die präsentierte Mehrheitsmeinung, welche die Meinungsforscher so klar aufzeigen konnten. Dennoch verwies er auf die Bedeutung Karnevals. Dieser sei prinzipiell „ein Fest auch gegen die Obrigkeit“. Die Menschen dürften in der 5. Jahreszeit einmal „das machen, was der Staat sonst nicht erlaubt“. Mit großem Bedauern musste Laschet dann einschränken: „Wenn aber am 11.11. die Straßen voll sind und alle feiern, droht uns ein gesundheitliches Fiasko.“ Auf jeden Fall versprach der Ministerpräsident eine „klare Ansage der Landesregierung“ zum Jeckdown, falls dieser unumgänglich sei. Diese klare Ansage könnte bei den nun wieder rasant steigenden Fallzahlen (Stand: 16. Oktober 2020) bedeuten: Die Kölner Innenstadt dürfte nicht mehr zugänglich sein, jedenfalls nicht für größere Veranstaltungen. Das ist quasi ein Jeckdown.

Jeckdown: Wie reagieren die Karnevalisten?

Der Kölner Oberjeck ist derzeit Christoph Kuckelkorn, Jahrgang 1964 und hauptberuflich Bestattungsunternehmer. Er musste seine jecke Gefolgschaft schon trösten: „Leev Jecke!“, so seine Worte, „Großveranstaltungen bleiben leider bis Jahresende verboten.“ Daher werde es den großen Open-Air-Sessionsauftakt, wie ihn die Jecken kennen, nicht geben, so Kuckelkorn weiter. Man favorisiere aktuell noch eine Sessionseröffnung mit einigen Künstlern in kleiner Runde und zusätzlich einer Live-Übertragung im Fernsehen. Gleichzeitig befinde man sich mit der Stadt Köln im Austausch, um konkrete Vorgaben für kleinere karnevalistische Veranstaltungen abzuklären. Offen sei bislang, wie es ab Januar weitergehen könnte. Hierzu hatte sich schon Ministerpräsident Armin Laschet geäußert. Er hatte auf die Unmöglichkeit einer Prognose der Corona-Fallzahlen mit so langem Vorlauf verwiesen.

Finanzielle Risiken durch den Jeckdown

Der Jeckdown ist nicht nur traurig, er ist auch finanziell riskant. Die Kneipen und Veranstalter müssen sich auf den Karneval vorbereiten und dabei vielfach in Vorleistung gehen. Nun läuft ihnen die Zeit davon. Viele von ihnen werden sich wohl dafür entscheiden, ab sofort nichts mehr für eine mögliche Eröffnung am 11.11. zu ordern. Wenn es dann doch keinen Jeckdown geben sollte, hätten sie ein großes Geschäft verpasst. Doch daran glaubt wohl niemand mehr.

Was ist Wohlstandsegoismus? Bedeutung, Definition, Erklärung


Der Begriff Wohlstandsegoismus drückt genau das aus, was er sagt: Es geht um Egoismus in Zeiten des Wohlstands.

Was bedeutet Wohlstandsegoismus? Bedeutung, Definition, Erklärung

Der Begriff „Wohlstandsegoismus“ ist aus zwei Wörtern zusammengesetzt.

„Egoismus“ bedeutet bewusster Eigennutz und ein gewolltes Handeln ausschließlich im eigenen Interesse. Egoisten sind Menschen, die nach ihren eigenen Regeln und zu ihrem eigenen Vorteil handeln. Ohne Rücksicht auf Verluste. Die Bedürfnisse anderer sind ihnen gleichgültig. Ein Egoist räumt sich selbst immer mehr Freiheiten ein als er anderen zugesteht. Wenn ein Egoist meint, er handle richtig, hält er ein anderes Handeln deswegen für grundsätzlich falsch. „Wohlstand“ meint einen Zustand, in dem es den Menschen an nichts mangelt. Es geht ihnen gut bis sehr gut.

Wohlstandsegoismus kann es nur in wohlhabenden Gesellschaften oder Gesellschaftsteilen geben. Nur in einem Umfeld, in dem es sich gut leben lässt, kann sich ein solcher Egoismus entwickeln. Wohlstandsegoismus geschieht immer auf dem Rücken anderer. Denn Wohlstand ergibt sich nicht aus dem Nichts. Wohlstand wie wir ihn kennen bedeutet, dass irgendetwas anderes dafür geopfert wurde: die Natur, Tiere, gesundes Trinkwasser, unberührte Landschaften, die Gesundheit anderer Menschen oder die Arbeitskraft von rechtlosen Menschen. Wohlstand ist leider nicht für alle da. Aus Sicht der Wohlstandsegoisten, gebührt denen der Wohlstand, die ihn sich – aus ihrer Sicht mühsam – erarbeitet oder erkämpft haben. Dass diese Sichtweise verzerrt ist und nicht der Realität, sondern nur der eigenen Wahrnehmung entspricht, wird dabei ausgeblendet.

Siehe auch: Was ist Wohlstandstrotz?

Was sind Wohlstandsegoisten? Bedeutung, Definition, Erklärung

Wohlstandsegoismus ist ein relativ modernes Phänomen. In Zeiten, in Regionen oder gesellschaftlichen Schichten, in denen Menschen aufeinander angewiesen sind, gibt es keinen Wohlstandsegoismus.

Wohlstandsegoismus ist ein anderes Wort für soziale Rücksichtslosigkeit. Egoismus kann niemals sozial sein. Egoistisches Verhalten widerspricht sozialem Verhalten grundlegend. Ein Egoist kann nicht gleichermaßen seine und die möglicherweise gegensätzlichen Interessen anderer durchsetzen wollen. Egoismus widerspricht einer Kompromissbereitschaft. Für einen Egoisten geht entweder das eine oder das andere, dazwischen gibt es nichts. Wohlstandsegoisten sind die Sorgen der anderen völlig egal. Es geht ihnen ausschließlich um ihr eigenes Wohl. Sie sind gleichgültig gegenüber den Bedürfnissen anders Denkender oder anders Betroffener.

Ein Wohlstandsegoist erklärt seine eigene Befindlichkeit für allgemeingültig. Das Ich ist die maßgebende Instanz eines Egoisten. Die Meinung oder das Wissen anderer sind für einen Egoisten völlig uninteressant. Aus dem Zustand des Wohlstands heraus, kann sich jeder Egoist mühelos gegen jede sozial relevante Maßnahme stellen. Solidarität ist für einen Egoisten völlig undenkbar. Ein solches Verhalten würde seinem Selbstverständnis widersprechen. Der Wohlstandsegoismus ist ein Ausdruck einer rücksichtslos gewordenen, Ich-bezogenen Gesellschaft.

Wohlstandsegoismus ist eine Totalverweigerung

Wohlstandsegoismus findet sich überall da, wo es um Veränderungen geht. Wo die Menschen aufgefordert werden, sich zu ändern oder Änderungen zu akzeptieren, rotten sich Wohlstandsegoisten zusammen und verweigern sich. Dahinter verbirgt sich ihre Angst, zukünftig auf ihnen vermeintlich zustehende Errungenschaften verzichten zu müssen. Dieses unsolidarische Verhalten hat aber sofort ein Ende, wenn der Egoist plötzlich selbst betroffen ist. Aus einer wohlgefälligen Position heraus sind geistige Scheuklappen wunderbare Hilfsmittel, sich für die Situation anderer blind zu machen. Beispiele, die Wohlstandsegoisten zu Verweigerern werden lassen:

  • Maßnahmen gegen die Coronavirus-Pandemie
  • Aufnahme von Kriegs- und Wirtschaftsflüchtlingen
  • Konsum- und Billigfleischverzicht
  • Maßnahmen gegen den Klimawandel
  • Maßnahmen für den Tier- und Umweltschutz
  • Maßnahmen für eine Energiewende

Diese Verweigerung, die sich hinter dem Wohlstandsegoismus verbirgt, geht immer auf Kosten anderer. Denn aus einem Zustand des Überflusses heraus, lässt es sich sehr einfach verweigern. Wer beispielsweise mit einem Überfluss an guter Gesundheit auftrumpfen kann, hat kein Mitleid mit Menschen, denen dieses Glück nicht vergönnt ist. Beispiele für die Opfer des Wohlstandsegoismus:

  • Chronisch Kranke, Vorerkrankte, alte Menschen
  • Schwache Menschen
  • Verfolgte, Flüchtlinge aus Kriegs- oder Hungergebieten
  • Menschen und Tiere die unter unerträglichen Bedingungen leben, arbeiten und sterben müssen
  • Menschen und Tiere, deren Lebenswelt durch Naturkatastrophen vernichtet wird
  • Tier- und Pflanzenarten, die für immer ausgerottet werden
  • zukünftige Generationen

Beim Wohlstandsegoismus handelt es sich um einen sogenannten negativen Egoismus: selbstbezogenes Denken, das dem Allgemeinwohl abträglich ist und individuellen Schaden zufügt. Dahinter steckt natürlich auch die Angst, seinen Wohlstand verlieren zu können oder möglicherweise mit Fremden teilen zu müssen.

Der Wohlstandsegoismus ist ein mentales Bollwerk gegen Veränderungen

Wohlstandsegoisten finden sich immer in bestimmten gesellschaftlichen Teilbereichen. Immer da, wo es ihnen gut geht und sie Angst haben, dass sich das ändern könnte, kommen sie ans Tageslicht. Wohlstandsegoisten fürchten nichts mehr, als dass sich etwas Grundlegendes in ihrem Leben zum Schlechten oder Unbequemen ändern könnte.

Aus Sicht der Wohlstandsegoisten ist ihr Verhalten lediglich eine Reaktion auf Regulierungen und Verordnungen. Die eigentliche Rücksichtlosigkeit komme „von oben“ und bestehe in den Vorschriften, die beispielsweise die Freiheitsrechte des Einzelnen einschränke. Gegen diese Reglementierungen, die das Wohl aller im Blick haben, gehen die Wohlstandsegoisten vor.

Es lässt sich feststellen, dass sich das gesellschaftliche Verhalten in den letzten Jahren massiv verändert hat. Soziales und solidarisches Verhalten ist in großen Teilen der Gesellschaft auf dem Rückzug. Stattdessen macht sich eine rücksichtslose und eigennützige Ellbogengesellschaft breit. Dabei bleibt leider auch auch die Ethik und die Moral auf der Strecke.

Was ist der „Quarantini“? Erklärung


Der „Quarantini“ ist der Cocktail der Coronakrise. Das Wort „Quarantini“ setzt sich aus dem Wort „Quarantäne“ und „Martini“ zusammen.

Was bedeutet „Quarantini“? Erklärung

Der Begriff Quarantini ist eine Zusammensetzung des Drinks Martini und der medizinischen Quarantäne. Er etablierte sich im Jahr 2020, als sich viele Menschen aufgrund des Lockdowns und verschiedener Eindämmungsmaßnahmen wegen des Coronavirus in häuslicher Umgebung aufhielten und soziale Treffen weitgehend nicht möglich waren.

Der Quarantini ist ein Getränk, das in der Not der Quarantäne, des Social Distancing und der Lockdowns entstanden ist. Langeweile und Unterbeschäftigung macht Menschen ja bekanntlich kreativ.

Wie entstand der Quarantini? Erklärung, Geschichte, Corona

Als während des Lockdowns aufgrund der Coronakrise das Feiern in Bars, Clubs und auch im persönlichen Bekanntenkreis nicht mehr möglich waren, trafen sich immer mehr Menschen vor ihren Bildschirmen, um per Videochat gemeinsam anzustoßen oder zu feiern. Im Rahmen dieser Aktionen ist dann der sogenannte Quarantini entstanden, der kurz danach einen Hype auslöste und viral ging.

Dabei handelt es sich um ein Getränk, das schlichtweg gesagt eigentlich aus den häuslichen Vorräten besteht. Daher gibt es auch kein einheitliches Rezept für den Cocktail. Nicht einmal die Zugabe von Alkohol ist notwendig, sodass wirklich jeder nach Lust und Laune einen Quarantini zubereiten und trinken kann.

Im Ursprung ist der Name wie bereits beschrieben an das Getränk Martini angelehnt. Deshalb werden als alkoholische Basen gerne auch Vodka oder Gin verwendet, wie es bei ebendiesem der Fall ist.

Was genau man nun als Quarantini betitelt, bleibt eigentlich jeder und jedem selbst überlassen. Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Einzige Voraussetzung ist, dass man das Getränk im häuslichen Umfeld zu sich nimmt, man sich also sozusagen in Quarantäne oder im Social Distancing befindet. Aber mit den Freundinnen und Freunden gemütlich vor dem Bildschirm anzustoßen, kann ja auch seinen Reiz haben und Langeweile und das Gefühl von Isolation lindern.

Wie wird ein Quarantini gemixt? Rezept

Hier finden Sie ein Beispiel-Rezept für einen einfachen Quarantini. Wie bereits erläutert, können Sie die Zutaten nach Belieben abändern. Alle möglichen Früchte oder Spirituosen, die Sie gerade zu Hause haben und die gut zusammenpassen, kommen infrage.

  1. Geben Sie zwei Teile Gin oder Vodka in ein Cocktail- oder Martiniglas. Wahlweise können Sie auch einen anderen klaren Schnaps verwenden.
  2. Geben Sie zu einem Teil den Saft einer Citrusfrucht hinzu. Es eignen sich Limetten, Zitronen aber auch Orangen, Grapefruits und ähnliche.
  3. Um das Getränk zu süßen, geben Sie zu circa einem Teil Zuckersirup hinzu. Es eignet sich auch Erdbeersirup, Limettensirup oder ein anderer Frucht-Sirup, den es bereits fertig zu kaufen gibt. Süßen Sie Ihren Cocktail nach persönlichem Geschmack und Ihren eigenen Vorlieben.
  4. Geben Sie nach Bedarf noch eine handvoll Eiswürfel hinzu.
  5. Vermischen Sie das Ganze entweder in einem Shaker, einem Mixer oder verrühren Sie es einfach mit einem Löffel.

Fertig ist Ihr persönlicher Quarantini! Wer sein Getränk noch etwas aufhübschen möchte, der kann es mit vorrätigen Früchten garnieren. Weitere peppige Extras, die den Cocktail noch verfeinern sind etwa Gingerbeer, Passionsfrucht oder Minze. Außerdem kann der Alkohol auch einfach weggelassen oder durch einen Saft ersetzt werden. Sie können Ihrer Fantasie bei der Kreation Ihres persönlichen Quarantäne Cocktails freien Lauf lassen. Vielleicht entdecken Sie dabei ja Ihr neues Lieblingsgetränk.

Wie funktioniert Stoßlüften? Wie lange sollte man Stoßlüften? Erklärung


Der Begriff Stoßlüften hat in der Corona Pandemie eine ganz neue Bedeutung erlangt. Denn es ist zwischenzeitlich wissenschaftlich belegt, dass Stoßlüften die Viruslast in geschlossenen Räumen so reduzieren kann, dass eine Ansteckung nahezu ausgeschlossen ist. Es kommt jedoch ganz entscheidend darauf an, richtig und optimal zu lüften. Neben der Prophylaxe gegen Infektionskrankheiten wie Corona ergibt sich durch das Stoßlüften aber auch ein Einsparpotenzial, was den Energieverbrauch angeht.

Sinn von Stoßlüften: Wie funktioniert Stosslüften?

Grundsätzlich geht es beim Stoßlüften darum, innerhalb einer nur kurzen Zeitspanne verbrauchte Luft durch Frischluft zu ersetzen. Zu diesem Zweck werden alle Fenster aber auch alle Türen einer Wohnung für ein paar Minuten komplett geöffnet. Idealerweise kann das auch zu festgelegten Zeiten tagsüber geschehen. Von diesem regelmäßigen Stoßlüften profitieren insbesondere Großraumbüros oder Praxen. Es hat sich als nicht hilfreich erwiesen, wenn die Fenster die ganze Zeit über auf Kipp stehen. Das verbraucht nur unnötig Energie, sorgt aber nicht für einen geregelten Luftaustausch. Auch vor dem Hintergrund einer möglichen Infektionsprophylaxe gegen Corona kann eine Lüftung durch gekippte Fenster nicht empfohlen werden.

Querlüften ist optimiertes Stoßlüften

Ein bestmöglicher Austausch der Luft ist dann gewährleistet, wenn Fenster aber auch Türen ganz geöffnet werden. Um das Stoßlüften noch zu optimieren, sollte möglichst quer gelüftet werden. Dies bedeutet, gegenüberliegende Fenster und Türen für wenige Minuten so zu öffnen, dass ein Durchzug entsteht. Eine halbe Stunde vor dem Stoßlüften sollten die Heizthermostate herunter gedreht werden, um den Energieverlust möglichst gering zu halten. Werden die Fenster nicht mehr gekippt, sondern wird nur noch stoßgelüftet, so kann mit dieser Vorgehensweise im Jahresverlauf beträchtlich Heizenergie eingespart werden. Kipplüften hat aber durchaus noch mehr Nachteile, beispielsweise steigt dadurch die Gefahr von Schimmelbefall. Denn ständig Fenster auf Kipp kühlt die Wände aus. In der Folge schlägt sich Luftfeuchtigkeit nieder, der ideale Nährboden für Schimmelpilze.

Dauer und Häufigkeit von Stoßlüften

Wie oft genau gelüftet werden soll, hängt natürlich immer von der jeweiligen Örtlichkeit mit den Räumlichkeiten ab. Auch Anzahl oder Größe von Fenstern oder Türen spielen eine Rolle, wie oft gelüftet werden soll.

Je häufiger sich Menschen oder auch Tiere in geschlossenen Räumen aufhalten, desto häufiger sollte auch stoßgelüftet werden. Das ist gerade jetzt in Zeiten der Corona Pandemie sehr wichtig. Durch die spürbaren Luftbewegungen beim Stoßlüften werden Virenpartikel aus den Räumlichkeiten hinausgeschleudert. Dadurch kann die Gefahr einer Ansteckung erheblich sinken.

Grundsätzlich gilt, mehrmals täglich eine Stoßlüftung durchzuführen. Das gesamte Raumklima verbessert sich dadurch. Stoßlüften bedeutet jedoch nicht, die Fenster einfach ganz aufzureißen und dann so lange als möglich offen zu lassen.

Wie lange sollte man Stoßlüften?

Eine angemessene Stoßlüftung bedeutet in den Wintermonaten etwa 5 bis maximal 10 Minuten, in der wärmeren Jahreszeit hat sich das Stoßlüften mit einer zeitlichen Dauer von 10 bis maximal 30 Minuten sehr bewährt. Bei heißen Temperaturen im Sommer sollte das Stoßlüften nie tagsüber, sondern entweder frühmorgens vor Sonnenaufgang oder spät abends nach Sonnenuntergang erfolgen.

Tipps zum optimalen Stoßlüften

Den Vorgang des Stoßlüftens bitte bis maximal 4-mal täglich wiederholen. Sollte zwischen unbeheizten und beheizten Räumlichkeiten stoßgelüftet werden, so sind in diesem Fall die Türen dazwischen zu schließen. Stoßlüften wirkt dann am besten, wenn die Wohnraumtemperatur nicht unter 16 °C abfällt. Das gilt auch für eine längere Abwesenheit, denn eine zu niedrige Raumtemperatur sorgt in vielen Fällen für unschönen Schimmelbefall.

Räumlichkeiten wie Küche oder Bad, in denen vermehrt Feuchtigkeit entsteht, sollten beim Lüften immer den Vorrang haben. Denn es geht darum, beim Duschen oder beim Kochen die entstehende Feuchtigkeit schnell nach außen stoßzulüften. Nach einem Austausch von Fenstern oder nach einer energetischen Wohnraumsanierung oder Dämmung sollte vorübergehend immer häufiger stoßgelüftet werden als zuvor.

Was bedeutet „Maskenmuffel“? Sollte man Maskenmuffel ansprechen? Bedeutung, Definition, Erklärung


Das Wort „Maskenmuffel“ beschreibt die Menschen, die aktuell mit dem Tragen der Maske nicht einverstanden sind, die unwillig sind, sich querstellen und die Maske auch nicht regelmäßig tragen.

Die meisten Maskenmuffel sind der Maske gegenüber sehr kritisch eingestellt und weigern sich schlicht, ihre alltägliche Verwendung einfach selbstverständlich zu akzeptieren.

Was bedeutet das Wort Maskenmuffel? Bedeutung, Definition, Erklärung

Dabei hat jeder sogenannte Maskenmuffel seine ganz individuellen Gründe und Motive für sein Verhalten. Viele haben die Angst, dass ein Maskendiktat der Regierung zur Vorbereitung weiterer Schritte dient, die die Selbstbestimmung und Freiheit des Einzelnen weiter beschneiden und einschränken könnten.

Wörter wie Impfpflicht und Immunitätsausweis machen die Runde und werden als Schreckgespenster in gewissen Kreisen diskutiert. Andere Gründe für die Ablehnung der Maske sind Ängste wie die Gleichschaltung der Bürger, individuelle Besonderheiten geraten in Gefahr und der durchsichtige Bürger wird hier für viele sichtbar. Von oben gesteuert und ohne die Möglichkeit, eigene Entscheidungen zu treffen. (Manche sprechen hier von einer Virokratie oder Plandemie.)

Auch die Bequemlichkeit spielt wohl bei einigen Maskenmuffeln eine Rolle, manche Bürger sind schlichtweg zu bequem und haben keine Lust darauf, permanent an die Maske zu denken und sie im Alltag immer mitzuführen. (Siehe auch: Was ist die Komfortzone?)

Der Maskenmuffel ist also ein Mensch, der seine Freiheit zu entschieden liebt, sich nicht gerne von anderen Regeln aufzwingen lässt und manchmal auch einfach ein wenig zu bequem ist, um sich an Regeln zu halten.

Maskenmuffel: Corona-Situation

Kein anderer Artikel ist in Zeiten der Corona-Krise so aktuell und streitbar wie die Maske (Mund-Nasen-Schutz). Sie gehört mittlerweile fest zum Alltagsbild in deutschen Städten und kein Bürger kommt an ihr und ihrem Gebrauch vorbei. Der Gang zum Supermarkt, das Tanken an der Tankstelle, der Termin im Rathaus, der Elternabend in der Schule. Bei all dem ist ein Zutritt ohne die Maske nicht mehr möglich. Auch beim Restaurantbesuch und der täglichen Zug- oder Bahnfahrt zur Arbeit muss die Maske mitgeführt und aufgesetzt werden, wenn man kein hohes Bußgeld oder sonstigen Ärger riskieren möchte. Doch trotz dieser Maßnahmen und Anordnungen sind nicht alle von diesem momentanen Zustand begeistert.

Verschwörungstheorien machen die Runde, der Nutzen der Masken wird angezweifelt und viele sind schlichtweg genervt davon, die Maske im Alltag zu tragen und aufzusetzen. Zur Wahrheit gehört allerdings auch, dass man mit der Maske nicht so leicht und frei atmen kann, wie ohne. Auch das trägt dazu bei, dass die Maske sich nicht all zu großer Beliebtheit erfreut. Und dennoch sind sich die besten Mediziner und Fachleute darin einig, dass die Masken bisher absolut notwendig waren und viele Menschenleben gerettet haben.

Sind Maskenmuffel gefährlich für die öffentliche Sicherheit?

Diese Frage wird häufig diskutiert und findet immer noch keine klare und einfache Antwort. Aus medizinischer Sicht sind die Masken sehr wertvoll und haben wohl entscheidend dazu beigetragen, dass Deutschland nicht in die gleiche Schieflage geraten ist, wie das zum Beispiel in vielen anderen Ländern der Fall gewesen ist. So lange die Zahl der Maskenmuffel nicht all zu groß wird und nicht automatisch zu einem großen Prozentsatz an Maskenverweigerern führt, ist das Klima stabil und keine große Sicherheitskrise zu befürchten. Trotzdem ecken die Maskenmuffel an und sind Verursacher vieler Diskussionen und Streitgespräche, sowohl in Familien, Freundeskreisen und bei der Arbeit.

Sollte man Maskenmuffel ansprechen?

Auch bei dieser Frage glühen die Köpfe und es können sowohl die Pro- als auch die Kontraseite bedient werden. Prinzipiell ist es eine gute Sache, einen Mitmenschen darauf hinzuweisen, dass er mit seinem Verhalten nicht solidarisch ist Menschenleben riskiert, letztlich natürlich auch das eigene.

Es ist immer sinnvoll, an die Gemeinschaft zu appellieren und im Sinne der Menschlichkeit Themen und Missstände anzusprechen. Trotzdem ist die Art und Weise entscheidend, wie man diese Ansprache gestaltet. Denn auch hier macht der Ton die Musik und eine schnell eskalierende und ausartende Diskussion ist nicht im Interesse der Sache. Vielleicht sollte man sich zuvor erst vor Augen führen, dass das Gegenüber einfach nur Ängste in sich trägt und unsicher ist, vielleicht auch einfach nur provozieren will. Deswegen sollte eine Ansprache des wunden Punktes mit Maß und Verstand durchgeführt werden.

Die Argumente müssen sitzen und vorher schon mal durchdacht worden sein, damit man fundiert sprechen und argumentieren kann. Die Empfehlung ist also, die sogenannten Maskenmuffel anzusprechen, sie auf ihr gefählriches Verhalten hinzuweisen und dabei aber die Vernunft und die Ruhe zu bewahren. Möglicherweise auch Verständnis zeigen und einige gute Argumente und Erklärungen an die Person bringen und schon haben Sie ihre gute Tat des Tages im Sinner der Menschlichkeit geleistet. Sollte man auf völliges Unverständnis und eine eskalierende Situation zusteuern, ist ein geordneter Rückzug sinnvoller und die beste Alternative.

Maskenmuffel: Woher kommt diese ablehnende Haltung gegen die Maske?

Viele Menschen haben einfach nur Angst, dauerhaft in ihrer Freizeit und ihrem Alltag beschnitten und eingeschränkt zu werden. Sie wollen einfach nicht handlungslos hinnehmen, dass der Staat von oben herab Dinge anordnet und durchzieht, die eventuell irgendwann nicht mehr mit dem Grundgesetz vereinbar sind.

Daher ist es so immens wichtig, dass die Behörden, Politiker und Entscheidungsträger immer wieder erklären, den Sinn der Masken in den Vordergrund stellen und alles dafür tun, die Bevölkerung in diesem Punkt nicht zu verlieren. Dieses Thema ist tatsächlich so groß, es muss mit viel Sorgfalt und Mühe immer wieder erklärt und besprochen werden. Nur so können die Ängste abgebaut werden und viele Menschenleben gesichert werden.

Ein Fazit: Was bedeutet „Maskenmuffel“? Sollte man Maskenmuffel ansprechen? Bedeutung, Definition, Erklärung

Schlussendlich sind die Maskenmuffel genauso Teil der Demokratie und Inhalt der öffentlichen Meinungsbildung und gesellschaftlichen Vielfalt, wie alle anderen Mitbürger auch. Man darf sie nicht stigmatisieren oder als Idioten abtun, wenn man das Problem lösen möchte. Man sollte sie vielmehr anhören, ihre Argumente diskutieren und wenn möglich dann auch logisch entkräften. Das kostet viel Arbeit und Mühe, vor allem im Alltag auch immer eine Portion Gelassenheit und Fingerspitzengefühl.

Darüber hinwegsehen sollte man nicht, denn dafür ist das Thema einfach zu wichtig, vor allem wenn man den Gesamtzusammenhang sieht. Man sollte nie vergessen, dass die Demokratie unser aller Freiheit bedeutet und solche Diskussionen und Verhaltensweisen aushalten können muss, wenn sie weiter bestehen will. Jeder sollte vor allem in den Krisenzeiten seinen Einsatz im Sinne der Demokratie leisten und alles dafür tun, die Ruhe zu bewahren und mit Augenmaß zu handeln, egal wer einem im Moment gegenüberstehen mag.

Was ist Digital Fitness? Bedeutung, Definition, Erklärung


Als „Digital Fitness“ wird die Fitness und Anpassungsfähigkeit eines Menschen im Bezug auf die technologisch-digitale Entwicklung verstanden.

Ein digital fitter Mensch setzt sich stets mit neuen technologischen Geräten und Anwendungen (Apps) auseinander. Ein digital fitter Mensch will Geräte und Software (App) beherrschen, also richtig benutzen können.

Was ist Digital Fitness? Bedeutung, Definition, Erklärung

Die Digitalisierung ist ein wesentlicher Erfolgsfaktor. Neben den hoch qualifizierten Technikern benötigen die Unternehmen jeweils eine auf die digitalen Medien eingeschworene Belegschaft. Sie trägt maßgeblich zum positiven Ergebnis des Auftraggebers bei. Hier muss der einzelne Mitarbeiter sowohl die in der Firma verwendete Hard- als auch Software beherrschen. Außerdem kennt er sich mit den mobilen Geräten und dem Internet aus.

Einige Firmen setzen bereits zahlreiche innovative Digital-Fitness Apps ein. Mit ihnen kann das digitale Lernen auch in der Freizeit erfolgen. Da alle Beteiligten um die große Bedeutung des Themas in Bezug auf ihren Arbeitsplatz wissen, bringen sie sich mit ihren Ideen bei der Verbesserung der Geschäftsprozesse ein. Um so kundennäher die Anwendungen präsentiert werden, desto öfter rufen die Kunden die Website des betreffenden Unternehmens auf, um die angebotenen Dienstleistungen in Anspruch zu nehmen.

Im Mittelpunkt steht die Lernagilität. Sie beschreibt die Befähigung eines Menschen, sich neuen Verfahren und Techniken zu widmen. Bei diesen Techniken beteiligen sich die Mitarbeiter sowohl an der Neugestaltung der Abläufe als auch an der Planung eigenverantwortlicher Entscheidungen.

Digitale Fitness im individuellen betrieblichen Rahmen

Jedes Unternehmen kann unterschiedliche Geschäftsmodelle und vielfältige innovative Strategien in die betrieblichen Geschäftsabläufe integrieren. Die Geschäftsleitung überlegt zusammen mit den Digitalisierungscoachs und verantwortlichen Leitern, welche Abteilung und Mitarbeiter für eine Schulung infrage kommen.

Dabei kommt es auf zwei Faktoren an. Zum einen geht es um den Grad der digitalen Anpassung, zum anderen um die vorgesehenen Entwicklungsziele. Der gewünschte Lernprozess wird außerdem durch die menschlichen Beziehungen innerhalb der Lerngruppen vervollständigt.

Doch mit welchen Unterlagen erfolgt die digitale Fitness? Neben gedruckten Materialien gehören das E-Learning sowie die Tutorials zu den bevorzugten Optionen.

Die Leistung eines einzelnen Mitarbeiters steigert seine digitale Fitness. Teams arbeiten besonders effektiv, da sich so verschiedene Teilnehmer in ihren Lernbestrebungen sinnvoll ergänzen. Das gilt vor allem für größere Einsatzgebiete, die innerhalb eines Konzerns firmenübergreifend abgearbeitet werden können.

Per Telefon- und Videokonferenzen tauschen die Teammitglieder ihre digitalen Kenntnisse aus. Das Ergebnis lässt sich mit den Digitalisierungslotsen optimieren. In diesem Zusammenhang setzt die Firmenleitung auf spezielle Center und deren Coaches.

Wer führt das digitale Fitnessprogramm durch?

Unternehmen lassen ihre Mitarbeiter gerne von Spezialisten in der digitalen Fitness schulen. Die Auftragnehmer haben für die Aufgaben spezielle Lotsen arrangiert, die sich auf jeder Ebene des digitalen Fortschritts auskennen.
Doch welche Kenntnisse muss der ideale Kandidat mitbringen?

Grundsätzlich kommt der zukünftige Lotse aus der Praxis, da er schon während seiner Vorbereitung auf die eigenen beruflichen Erfahrungen zurückgreifen kann. So treffen die Mitarbeiter des beauftragenden Unternehmens auf die Experten für digitale Transformationen.

Genauso wichtig ist die richtige Augenhöhe. Wer mit Unternehmern, Vorgesetzten und Mitarbeitern interagiert, muss den richtigen Ton und die angemessenen Worte wählen. So kommt es zum partnerschaftlichen Austausch, der jedem den Spielraum zum aktiven Lernen gibt. Außerdem sollte der Digitalisierungslotse seine Leistungen authentisch vermitteln. Dazu zählt die hundertprozentige Identifikation mit den Zielen des Kunden.

Deshalb ist meistens ein erfolgreich abgeschlossenes Universitäts- oder Fachhochschulstudium mit der passenden beruflichen Praxis der richtige Einstieg.

Neben Informatikern, Psychologen und Betriebswirten können auch andere Fachrichtungen vertreten sein.

Neben den hoch qualifizierten Mitarbeitern verfügt das Center für digitale Fitness über die aktuelle Hard- und Software sowie verschiedene Internetoptionen.

Welche Angebote bieten die Center für digitale Fitness?

Die digitalen Lotsen bieten eine Vielzahl von Veranstaltungen an, die sie mit den Zielen ihre Auftraggeber abstimmen. Den Anfang macht meistens der digitale Führerschein für Digital Basics. Wenn der Vorgesetzte die theoretische und praktische Prüfung erfolgreich bestanden hat, verfügt er über die Grundlagen, die er für die aufbauenden digitalen Tools benötigt. Mit ihnen trainiert der Teilnehmer den aktiven Einsatz, der sich auch auf unternehmensspezifische Kriterien beziehen kann. Der Auftraggeber bespricht im Vorfeld der Übungen mit dem Kursleiter, welche Maßnahmen in welchem Umfang Teil des Trainings werden sollen. Im Anschluss folgen Übungen, die sich auf die Führungsrolle konzentrieren. Nun geht es um das agile Management, das primär bei der Durchführung von Projekten zum Einsatz kommt.

Neben dem digitalen Training können Podcasts eingesetzt werden. In der Wissensbibliothek stehen außerdem zahlreiche aktuelle Informationsdateien und Downloads zum Abruf bereit. Registrierte Teilnehmer müssen sich hierfür nur mit ihrem Kennwort in der Cloud einwählen. Solange der Vertrag mit dem Anbieter läuft, steht der unlimitierte Abruf bereit. Wer an den Stellungnahmen anderer interessiert ist, darf die Blog-Nachrichten lesen und verwerten. Dazu kommen Vorlagen und Checklisten mit nützlichen Tools. Schulungen, die der digitalen Fitness dienen, können auch als Online-Seminare gebucht werden.

Das Phasenmodell für digitale Fitness?

Jedes Unternehmen, das durch das Center für digitale Fitness seine Mitarbeiter auf den nächsten Einsatz vorbereitet, setzt auf das Mehrphasenmodell.

Der Digitalisierungslotse lädt den Auftraggeber und seine Mitarbeiter zu einem interaktiven Workshop ein. Innerhalb dieser Veranstaltung kann sich jeder Beteiligte äußern, seine Wünsche formulieren und Fragen beantworten.

Während der Veranstaltung werden sowohl das Zielbild des Auftrages als auch der zu wählende Fahrplan definiert.

In kleinen Gruppen geht es in die Pilot-Phase. Die ausgewählten Anwender des Auftraggebers testen die Vorschläge, die vom Auftragnehmer zuvor konzipiert werden.

Beim viralen Roll-Out werden die Inhalte des Projektes innerhalb des Unternehmens getestet. Den Vorgang begleiten die Digitalisierungslotsen, die gleichzeitig auf die Sonderwünsche des Kunden eingehen.

Im letzten Schritt folgt die Etablierung, bei der die digitale Transformation im Unternehmen abgeschlossen wird. In dieser Phase werden die Mitarbeiter mit allen digitalen Medien endgültig vertraut gemacht.

Digitale Fitness am Beispiel des Bankwesens

Das Bankwesen gehört zu den ältesten Geschäftszweigen. Im Rahmen der digitalen Revolution entwickeln sich die damit verbundenen Sparten relativ schnell. Das gilt sowohl für den Privat- als auch für den Gewerbekundenmarkt.

Meistens wickeln die Kunden ihre Bankgeschäfte über die digitalen Medien wie den Computer, das Tablet oder Smartphone ab. Dabei sollten sie sich jedoch eine Reihe von wesentlichen Fragen stellen. Dazu kommen FinTechs, die sich parallel zur traditionellen Bank entwickeln. Diese Konkurrenz bietet viele Möglichkeiten an, deren Lösungswege sich über spezielle Apps problemlos regeln lassen.

Aus diesen Gründen werden die Fach- und Vertriebsberater der Kreditinstitute speziell in diesen Teildisziplinen geschult.

Super-Apps im Rahmen der digitalen Fitness

Einen neuen Trend stellen die Super-Apps dar. Sie werden beispielsweise in Asien programmiert und bieten wesentliche Neuerungen. Mit nur einer App lassen sich einheitliche oder vergleichbare Funktionen in Amazon, Facebook oder Whatsapp einheitlich steuern.

Da nicht jeder Anwender sofort alle Funktionen beherrscht, bieten die Spezialisten Kurse an. In diesen werden sowohl private Anwender als auch Unternehmen in der betreffenden Software geschult.

Was ist ein Beherbergungsverbot? Bedeutung, Definition, Erklärung


Stand: 16. Oktober 2020

In Deutschland haben der Bund und die Länder am 7. Oktober 2020 gemeinsam ein Beherbergungsverbot für touristisch Reisende beschlossen, wenn diese aus einer Region mit vielen Covid-19-Infektionen (mehr als 50/100.000 Einwohner innerhalb der letzten sieben Tage) kommen. Das Verbot lässt sich durch Vorlage eines aktuellen negativen Tests auf Coronaviren (maximal zwei Tage alt) umgehen.

Wo gilt das Beherbergungsverbot mit Stand 16.10.2020?

  • Rheinland-Pfalz
  • Sachsen-Anhalt
  • Sachsen
  • Hessen
  • Brandenburg
  • Saarland
  • Hamburg
  • Niedersachsen
  • Schleswig-Holstein

Das Beherbergungsverbot für Baden-Württemberg wurde am 15. Oktober 2020 gekippt. Es ist damit außer Vollzug gesetzt. Auch in Niedersachsen wurde das Beherbergungsverbot gekippt.

Auch in Sachsen gibt KEIN Beherbergungsverbot.

Das Beherbergungsverbot in Bayern endete am 16. Oktober 2020.

Gibt es bei Vorauszahlung das Geld zurück, wenn der Hotelbesuch wegen des Beherbergungsverbots nicht möglich ist?

Das hängt davon ab, ob es im Vertrag zwischen dem Reisenden und dem Hotel eine Stornierungsklausel gibt. Diese muss zugunsten des Kunden lauten, dass bei „höherer Gewalt“ die Stornierung jederzeit möglich ist. Dann bekommt der Kunde sein Geld zurück bzw. muss nichts zahlen, wenn er die Reise vor dem 7. Oktober 2020 gebucht hat. Er konnte schließlich bis zu diesem Zeitpunkt nichts von einem drohenden Beherberungsverbot wissen, das daher für ihn unter „höhere Gewalt“ fällt.

Beherbungsverbot: Wie wahrscheilich ist diese Stornierungsklausel?

Normalerweise gibt es solche Klauseln in vielen touristischen Verträgen (Flugbuchungen, Hotelübernachtungen), doch seit dem Ausbruch der Pandemie änderten viele Veranstalter und Hoteliers ihre Vertragsbedingungen. Möglicherweise haben sie einen früheren Passus dieser Art („höhere Gewalt“) gestrichen, vielleicht haben sie auch ausdrücklich die kostenlose kurzfristige Stornierung wegen neuer Coronaregelungen ausgeschlossen. Sie könnten ebenso auf einer Teilzahlung bestehen, denn warum sollen sie das ganze Risiko dieser höheren Gewalt allein tragen? Wenn gar keine dementsprechenden Klauseln zu finden sind, gibt es verschiedene juristische Blickwinkel auf die Frage einer Erstattung des Preises. Sollte das Beherbergungsverbot bedingungslos gelten, kann der Hotelier die Übernachtung nicht gestatten. Sie ist dann ebenso unmöglich wie beispielsweise bei einem schweren technischen Schaden im Hotel. Der Kunde bekommt in so einem Fall sein Geld zurück bzw. muss nichts zahlen. Da jedoch die aktuellen Regelungen das Beherbergungsverbot aufheben, wenn der Kunde einen negativen Corona-Test vorlegt, ist die Übernachtung nicht unmöglich, was den Hotelier nicht zur Erstattung der Vorauszahlung bzw. zum Gesamtverzicht zwingen kann.

Beherbungsverbot: Ist der Covid-19-Test für Reisende zumutbar?

Hier bewegen wir uns aktuell (Stand der Betrachtung: 11.10.2020) in einer rechtlichen Grauzone, denn es wurde bislang kein Streitfall von einem deutschen Gericht entschieden. Befragte Professoren für Zivilrecht vertreten derzeit zu dieser Frage unterschiedliche Standpunkte. Ganz grob lauten diese:

  • #1: Der Test ist zumutbar, daher muss ihn der Reisende durchführen lassen oder kostenpflichtig stornieren – möglicherweise sogar zu 100 % des Preises, wenn seine Anreise beispielsweise am 8. Oktober stattfand. Bei einer Stornierung nur 24 Stunden oder weniger vor Buchungsbeginn verlangen die meisten Hotels und Veranstalter den vollen Preis. Zwei Tage vorher sind es meistens 70 bis 80 %.
  • #2: Der Test ist absolut unzumutbar. Der Kunde wurde von „höherer Gewalt“ überrollt und muss daher nichts zahlen bzw. erhält seine Anzahlung komplett zurück. Auch wenn die höhere Gewalt nicht explizit in den Vertragsbedingungen steht, muss sie als Stornierungsgrund herhalten. Das ist eine Maximalposition, die sich so kaum durchsetzen dürfte. Dennoch ist nicht auszuschließen, dass Gerichte im Einzelfall so zugunsten eines verhinderten Reisenden urteilen.
  • #3: Es ist vernünftig, dem Kunden entgegenzukommen, wenn er den Test partout nicht durchführen will und daher auf die Übernachtung verzichtet. Er muss anteilig etwas zahlen, aber nicht allzu viel – möglicherweise einen Betrag zwischen 30 und 70 % je nach Abstand zwischen Stornierung und Buchungsbeginn. Diese schwer auszuhandelnde Regelung könnte sich dennoch durchsetzen.

Gilt das Beherbergungsverbot im Inland auch für Geschäftsreisende?

Nein, ausdrücklich nicht. Lesen wir einfach nur den Anfang dieses Textes. Die genaue Formulierung des Beherbergungsverbots lautet, dass es für „touristisch Reisende“ gilt. Das wurde in den Medien auch so kommuniziert, ging aber oft unter. Geschäftsreisende sind also nicht betroffen. Sie dürfen daher auch ohne Testergebnis in einem Hotel übernachten, selbst wenn sie aus einem Risikogebiet kommen. Darauf weisen mehrere Verbände hin.

Beherbungsverbot: Haben die Hoteliers einen Anspruch auf Entschädigung durch den Staat?

Die Aussichten dafür sind nicht gut. Es gibt bislang keine ausdrückliche gesetzliche Regelung, welche Entschädigungen nach staatlichen Maßnahmen vorsehen, die wiederum dem Schutz der Bevölkerung dienen und auf klaren Rechtsgrundlagen – in diesem Fall dem Infektionsschutzgesetz – basieren. Das hat auch nichts mit der Corona-Pandemie zu tun. Solche Regelungen hätte man schon früher treffen können, denn derartige Szenarien waren schon immer denkbar. Da man die Regelungen nicht getroffen hat, möchte der Staat offenkundig nicht per Gesetz das Risiko auf sich nehmen, für diese Art von höherer Gewalt zahlen zu müssen. Es gibt schließlich auch Versicherungen für solcherlei Ausfälle. Allerdings ist anzumerken, dass sich schon einige Versicherer dagegen sperren, Hoteliers wegen Corona-Ausfällen zu entschädigen, obwohl die von ihnen vertriebenen Policen eigentlich auch solche Szenarien abdecken sollten. Was nun den Staat betrifft: Haftbar wäre er nach derzeitiger Rechtslage wohl nur, wenn er schuldhaft falsch seine Verbote verhängt hätte. Danach sieht es aber derzeit nicht aus.

Beherbungsverbot: Berühren solche Verbote nicht das Grundrecht auf Eigentum?

Diesen Gedanken gibt es, und in der Tat sind derzeit Verfahren anhängig, bei denen von Schließungen betroffene Gastwirte und Einzelhändler den Staat genau wegen dieses Grundrechts verklagen. Urteile wurden noch keine gefällt. Experten schätzen allerdings die Erfolgsaussichten der Kläger als gering ein. Der Staat hat das Recht, solche Maßnahmen durchzusetzen. Auch Versicherer schließen Entschädigungen bei Schäden durch höhere Gewalt aus. Die Pandemie trifft uns alle, niemand kommt ungeschoren davon. Natürlich können Reisende oder Hoteliers auch das Berherbungsverbot selbst juristisch angreifen. Es ist nicht auszuschließen, dass Gerichte diese spezielle Maßnahme untersagen. Seit Beginn der Corona-Pandemie haben Gerichte immer wieder auch gegen staatliche Maßnahmen entschieden und diese damit korrigiert.

Beherbungsverbot: Sind freiwillige Entschädigungen durch den Staat denkbar?

Undenkbar ist nichts, bislang hat sich der Staat auch schon recht großzügig gezeigt. Doch mit aktuellem Stand lässt sich in dieser Hinsicht nichts prognostizieren.

Anwendung: Wie sieht das Beherbergungsverbot praktisch aus?

Ein sehr praktisches Beispiel lässt sich derzeit in Hotels und Pensionen des Bundeslandes Brandenburg finden. Dort sind aktuell die Berliner vom Beherbergungsverbot betroffen. Das ist für die Hauptstädter bitter: Das Brandenburger Umland ist für sie unmittelbares Naherholungsgebiet. Doch es hilft nichts: Sie dürfen weder in Hotels noch in Ferienwohnungen und nicht einmal auf die Campingplätze.

Was bedeutet „Wirrologe“? Bedeutung, Definition, Erklärung


„Wirrologe“ ist eine abwertende Bezeichnung für Virologen, die losgelöst von Fakten und wissenschaftlichen Methoden ihre Ansichten verbreiten.

Als „Wirrologen“ werden aber auch Menschen bezeichnet, die keine Virologen sind und ihre nicht-wissenschaftlich-basierte Meinung über das Coronavirus verbreiten. Diese „Wirrologen“ haben sich selbst zu Experten ernannt.

Was bedeutet „Wirrologe“? Bedeutung, Definition, Erklärung

Die Corona-Krise bescherte uns etliche neue Erfahrungen und Begriffe. Der „Wirrologe“ ist einer davon.

Seit das mysteriöse Virus auftauchte, gerieten die Virusexperten und Medizinforscher in den Fokus der weltweiten Aufmerksamkeit.

Über das Virus ist bis heute nur wenig sicher bekannt. Trotz drei ähnlich verlaufender Epidemien innerhalb von 20 Jahren, haben Virologen weder die eigentliche Quelle noch einen effektiven Schutz ermitteln können.

Wenn wenig Fakten bekannt sind, wird viel vermutet und geredet.

Dies hat verschiedene Gründe. Es gibt verlässliche und bemühte Virusforscher, Ärzte und Gesundheitsexperten. Sie wollen den Virus-Krankheiten auf den Grund gehen und Menschen helfen. Diese Menschen geben auch zu, dass sie nicht viele Fakten haben. Sie streuen in der Regel keine Falschinformationen, äußern sich vorsichtig und verbreiten Halbwissen nicht als Wahrheiten.

Dann gibt es in Krisenzeiten auch immer Menschen, die sich selbst plötzlich zu Experten ernennen. Die große Nachfrage nach Informationen bietet ihnen die ideale Plattform. Viel mehr als aufrichtige Hilfe zu leisten oder fundiertes Wissen zu vermitteln, geht ihnen um Selbstdarstellung.

Forscher, die Randmeinungen vertreten oder in Fachkreisen nicht anerkannt sind, wurden im Rahmen der Corona-Krise plötzlich zu gefragten Medienstars.

Die dritte Kategorie Mensch nutzt ein Massenereignis wie die Corona-Pandemie bewusst, um Panik unter den Menschen zu schüren.

In unserer Gesellschaft gibt es eine sonderbare Tendenz dazu, alles was Ärzte, Wissenschaftler, Journalisten oder Politiker verkünden, für bare Münze zu halten. Gesagtes wird ungeprüft als „Wahrheit“ übernommen und keiner weiteren skeptischen Prüfung mehr unterzogen.

Während der Pandemie gab es zahlreiche widersprüchliche Statements und verwirrende Aussagen. Teilweise änderten Experten die eigene Meinung binnen weniger Tage. Insgesamt herrschte über die verbreiteten Zahlen, Regelungen und Aussichten stets große Verwirrung.

Viele der Fachleute entwickelten sich so von „Virologen“ zu „Wirrologen“. Wobei im Zuge der Krise alle übereifrigen Verkünder von Informationen als Wirrologen bezeichnet wurden (nicht nur Ärzte und Virusforscher).

Covid-19 eine (fast) ganz normale Grippe?

Zu jeder kalten Jahreszeit ist Grippesaison. Selbst in Jahren ohne besonders auffällige Erreger, wie SARS-CoV-2, sterben mehrere tausend Menschen alleine in Deutschland am Grippevirus.

Schon immer stellten ältere Menschen und Menschen mit Vorerkrankungen die meisten Opfer. In der Grippesaison 2018/2019 starben in Europa beispielsweise 25.100 Menschen. Ein großes Aufheben um die Erkrankung und die Todesopfer wurde nicht gemacht. Nur wenn ein Virus besonders schnell und heftig in Erscheinung tritt, erregt es die Aufmerksamkeit der Medien, der Öffentlichkeit und der Politik.

In der gesamten EU sterben jährlich um die 30.000 Menschen an Infektionen mit multiresistenten Keimen. Die meisten Opfer infizieren sich in Krankenhäusern. Die Zahlen werden gelegentlich veröffentlicht. Ein großer Hype darum wird allerdings nicht gemacht.

Kritiker der Umgehensweise mit der Corona-Pandemie führten solche Zahlen immer wieder ins Feld. Sie ermahnten zu einer Beruhigung und warnten vor den Folgen von Falschaussagen und Panik.
Sie prangerten an, dass Wirrologen den Menschen eine völlig falsche Sichtweise von Viren und deren Gefährlichkeit vermitteln würden.

Sicher ist das SARS-CoV-2 Virus aggressiver ist als die meisten anderen Grippeviren der letzten Jahrzehnte. Völlig neu ist aber auch diese Erscheinung nicht. Die Spanische Grippe, die von 1918 bis 1920 über die Welt kam, kostete insgesamt 30 Millionen Menschen das Leben.

Tödliche Krankheiten, Pandemien und Viren habe es schon immer gegeben. Menschen können sich, ehrlich betrachtet, wahrscheinlich auch nie völlig dagegen schützen.

So manch ein Wirrologe nutzte die Pandemie allerdings als Bühne, um das Bild einer zunehmenden Bedrohung zu inszenieren.

Viele Fallzahlen erwiesen sich bei genauer Betrachtung als falsch. Seit dem Ausbruch der Massenhysterie seien in manchen Ländern plötzlich alle Todesfälle, bei denen das Virus nachgewiesen werden konnte, Corona-Tote gewesen.

Beispiel: Ein älterer Herr starb in seiner Wohnung an einem Herzinfarkt. Bei der Obduktion konnte das Corna-Virus nachgewiesen werden. Offiziell handelte es sich um einen Corona-Toten.

Im Zuge der Krise wurde von unautorisierten Stellen und Nicht-Fachleuten teilweise haarsträubende Statistiken veröffentlicht. Von der Hysterie ergriffene Journalisten verbreiteten Zahlen ungeprüft und unrecherchiert weiter.

Wie umgehen mit Wirrologen? Bedeutung, Erklärung

Es bleibt in Krisenzeiten jedem einzelnen überlassen, aufmerksam und kritisch zu bleiben.

Wer verkündet Informationen und woher stammen diese?
Wer sich leicht in Panik versetzen lässt oder ängstlich ist, sollte besonders vorsichtig sein.

Handelt es sich um geprüfte Aussagen? Vermutet ein Experte nur etwas oder spricht er von fundiertem Wissen?

Gerade wenn Angst und Panik im Spiel sind, nehmen Menschen nur noch gefiltert wahr. Sie verdrängen andere Informationen und konstruierten ein Bild, dass zunehmend Angst produziert. Im Falle von Corona und Covid-19 hat sich fast der ganze Erdball von dieser Wahrnehmungsfilterung einnehmen lassen.

Überprüft man Daten, Zahlen und Informationen in aller Ruhe, kann sich plötzlich ein ganz anderes Bild der weltweiten Viren-Situation offenbaren.

Was bedeutet „Quarantine and chill“? Bedeutung, Definition, Erklärung


„Quarantine and chill“ ist eine Abwandlung des beliebten Spruchs „Netflix and chill“. „Quarantine and chill“ ist schlicht die Aufforderung die Quarantäne gemeinsam zu Hause in Ruhe zu überstehen.

Der Spruch „Quarantine and chill“ verbreitet sich seit Beginn der Corona-Pandemie 2020 und nimmt scherzhaft auf Quarantäne-Regeln, Social Distancing und Hygiene-Formeln (AHA).

„Quarantine and chill“ wird mehrdeutig verwendet.

Was bedeutet „Quarantine and chill“? Bedeutung, Definition, Erklärung

Der aus der Not, während der Pandemie, geborene Begriff bedeutet, dass man sich während dem Aufhalten im Eigenheim entspannt.

Seit dem Ausbruch des Coronavirus waren zahlreiche Menschen in Quarantäne und mussten viel Zeit in den eigenen Wänden verbringen. Zudem herrschten vielerorts Ausgangssperren, Discotheken, Bars und Restaurants waren zugesperrt oder schloßen früh und auch große Events wurden abgesagt. In Regionen mit hohen Infektionsraten wurden die Menschen aufgefordert, ihre Freizeit im Eigenheim zu verbringen.

Die beste Lösung ist, die Zeit zu Hause zu genießen und diese Phase als Auszeit vom sonst so stressigen Alltag zu sehen. Das nicht ganz freiwillige Entkommen des sonst üblichen Freizeitstresses wird als „Quarantine and chill“ bezeichnet.

Dieser junge Begriff kann jedoch auch als eine Art Aufforderung verstanden werden, die Quarantäne zusammen zu überstehen und sich dabei nahezukommen.

„Quarantine and chill“: Bedeutung, Definition, Erklärung

Um Missverständnisse und peinliche Situationen zu vermeiden, erfährst du nachfolgend, wie die Bezeichnung „Quarantine and chill“ richtig angewendet wird.

Wenn zum Beispiel die beste Freundin schreibt, kannst du unverfänglich mit dem Modeausdruck „Quarantine and chill“ antworten. Im Normalfall verstehen Freunde diesen Ausdruck in dessen ursprünglicher Bedeutung.
Auch wenn man seinen Geschwistern mit „Quarantine and chill“ auf eine unverfängliche Frage antwortet, wird dieser Begriff nicht missverstanden.

Anders verhält es sich, wenn der Ausdruck „Quarantine and chill“ in Zusammenhang mit einem Flirt verwendet wird. Wer seiner Flamme mit „Quarantine and chill“ antwortet, muss damit rechnen, dass es zu einem Missverständnis kommt. Der Gesprächspartner könnte annehmen, dass es sich um eine Einladung zum gemeinsamen Relaxen mit Körperkontakt handelt.

Warum trifft man in Dating-Apps häufig auf „Quarantine and chill“?

Anmerkung der Redaktion: „Quarantine and chill“ ist ein widersprüchlicher Begriff. Denn mit Fremden sollte man sich gerade nicht in Quarantäne begeben. Mit Menschen mit denen man im gleichen Haushalt wohnt, ist die gemeinsame Quarantäne durchaus möglich.

In zahlreichen Dating-Apps wie beispielsweise Bumble und Tinder trifft man immer häufiger auf diesen Modeausdruck, der sich aus der Corona-Pandemie entwickelt hat. Mittlerweile ist dieser Begriff sogar in Profiltexten zu finden.

Da Singles nicht wie gewöhnlich ihre Abende bei Festen, Events, in Bars und Discos verbringen können, ist ihnen oftmals langweilig. Sie suchen einfach nur Ablenkung und ein wenig Abwechslung. Singles schreiben vermehrt fremde Personen an, da dies während der Corona-Pandemie eine der wenigen Möglichkeiten ist, die Abende nicht alleine zu verbringen.

Natürlich kann es sich bei „Quarantine and chill“ auch um eine Aufforderung zum Date handeln. Wer auf einer Dating-Plattform zu „Quarantine and chill“ eingeladen wird, kann sich auf entspannte Stunden mit Körperkontakt freuen.

„Quarantine and chill“ Produkte

Der Ausdruck „Quarantine and chill“ ist mittlerweile auch der Titel eines Ratgebers.

Zudem werden seit kurzer Zeit einige Artikel als „Quarantine and chill“ Produkte beworben. T-Shirts mit dem Slogan „Quarantine and chill“ liegen voll im Trend.

Ebenso hat sich dieser Begriff bei Wellness-Produkten durchgesetzt.
Es sind sogar „Quarantine and chill“ Teemischungen am Markt, mit welchen die Zeit im Eigenheim noch angenehmer und entspannter werden soll.

Corona-Begrüßungsformen: Ellenbogengruß, Ellenbogen-Bump, Fußgruß – Erklärung, Übersicht


Die Coronakrise hält die Welt leider nach wie vor in Atem. Bevor das Virus seinen tödlichen Weg antrat, war es für viele Menschen völlig normal, sich zur Begrüßung die Hand zu schütteln. Auf diese Geste der Freundlichkeit sollte man in dieser schweren Zeit jedoch tunlichst verzichten. Doch keine Sorge: Wir verraten Ihnen die besten alternativen Begrüßungsformeln in Coronazeiten und wie genau diese umgesetzt werden.

Coronavirus, Covid-19 Hohes Ansteckungsrisiko: Der Handschlag ist auf unbestimmte Dauer tabu

Einem Freund, einem Arbeitskollegen oder den eigenen Eltern zur Begrüßung freundlich die Hand zu schütteln, war vor der Coronakrise völlig normal und kaum jemand würde aus Gründen der Höflichkeit auf diese Geste verzichten – gibt sie dem Gegenüber doch seit vielen Jahren zu verstehen, dass man in friedlicher Absicht kommt.

Seit dem Auftreten von Covid-19 warnen viele Experten jedoch davor, anderen Menschen die Hand zu reichen und diese im Idealfall auch nicht zu umarmen – schließlich wird das Virus in erster Linie durch zu intensiven Körperkontakt und die Nichteinhaltung der geltenden Abstandsregeln übertragen. Nachdem das Händeschütteln als tabu erklärt wurde, machten sich einige kreative Köpfe daran, alternative Begrüßungsformeln zu erfinden, die auch in der Coronakrise völlig bedenkenlos angewendet werden können. Die beliebtesten davon stellen wir Ihnen hier ein wenig genauer vor.

Der Ellenbogen-Bump / Ellenbogen-Gruß

Der Ellenbogen-Bump lässt sich relativ einfach ausführen. Hierbei wird der rechte Ellenbogen angespreizt, während man mit seinem Körper eine halbe Drehung nach links vornimmt. Mit dem angespreizten Ellenbogen berührt man nun den Ellenbogen der anderen Person, die beide Schritte zuvor ebenfalls durchgeführt hat.

Möchte man diese Begrüßung perfekt ausführen, schaut man sich während der Durchführung nicht direkt ins Gesicht, da auf diese Weise der Tröpfchenaustausch effektiv vermieden wird. Einen kleinen Nachteil hat diese Art der Begrüßung allerdings: Führt man sie zu schwungvoll aus, könnte der Musikantenknochen bei einem falsch platzierten Aufschlag des anderen Ellbogens kurzzeitig schmerzen – aber man muss es ja nicht übertreiben. Wendet man den Ellenbogen-Bump im Sommer an, wo überwiegend kurzärmelige Shirts getragen werden, berührt man aber dennoch den Körper der anderen Person. In diesem Fall wäre der nachfolgend beschriebene Fußschlag vielleicht die bessere Wahl.

Scherzhaft wird zum Ellenbogengruß auch „Ellenbogenkuss“ gesagt.

Der Fußschlag / Fußgruß

Der Fußschlag ist wohl die einfachste aller derzeit bekannten Corona Begrüßungsformeln. Um diesen durchzuführen, streckt man einfach den rechten Fuß aus und berührt mit diesem den Fuß der anderen Person – im besten Fall tun dies beide Personen im Bereich der Zehen. Zugegeben: Nicht jeder weiß, dass der Zehenbereich besonders gut zur Begrüßung geeignet ist, da man zur Nutzung des selbigen keinerlei Drehungen vollführen muss. So kann es gerade bei der ersten Begrüßung mit einer neuen Person zu peinlichen Momenten kommen, da diese vielleicht denkt, dass ein „Abklatschen“ mit den Innenseiten der Schuhe eventuell besser aussehen würde – und schon sieht die eigentlich recht coole Begrüßung schnell ziemlich unelegant aus. Allzu schlimm ist das jedoch auch nicht – schließlich ist die Situation für beide Seiten noch ungewohnt und Fehler sind nach wie vor menschlich.

Winken / Wink-Gruß

Klingt bescheuert und ist es eigentlich auch: Einer Person, die direkt vor einem steht, zu winken, sieht total bekloppt aus, schützt jedoch davor, das Virus zu übertragen. Die wohl berühmteste Vertreterin dieser Begrüßungsformel, die diese übrigens auch schon Jahre vor dem Coronavirus eingesetzt hat, ist zweifelsohne Queen Elizabeth II – doch nicht in jedem von uns steckt ein Staatsoberhaupt. Alternativ kann man statt zu winken auch einfach die Hand heben, um die gegenüberstehende Person auf diese Weise zu begrüßen – immer noch besser als direkter Hautkontakt.

Verneigung wegen Corona / Covid-19

Wer hätte vor der Coronakrise gedacht, dass die gute alte Verneigung wieder modern werden könnte? Etwas Stil hat noch keinem geschadet – und so erfreut sich der Klassiker bei Hofe mittlerweile hoher Beliebtheit in sämtlichen Regionen Deutschlands. Zur Durchführung einfach gerade stehen, den Rücken gerade halten und anschließend kurz mit dem Kopf nach vorne neigen. Beachten Sie hierbei jedoch einen gewissen Mindestabstand, denn andernfalls könnten sie im schlechtesten Fall nicht nur Ihrem Gegenüber zu nahe kommen, sondern diesem und sich selbst auch eine schmerzhafte Beule am Kopf verpassen. Ein klarer Vorteil der Verneigung gegenüber Ellbogen-Bump und Fußschlag: Da es sich um eine sehr elegante Form der Begrüßung handelt, lässt sich diese auch problemlos in wichtigen Lebenssituationen einsetzen – etwa zur Begrüßung des potentiellen neuen Chefs beim Bewerbungsgespräch.

Eine Begrüßungsformel, auf die Sie besser verzichten sollten

Kennen Sie das? Ein Freund kommt zu Besuch, doch da das nicht allzu oft passiert, wissen Sie und Ihr Gegenüber nicht genau, wie man sich bei der Begrüßung verhalten soll. Beide strecken ihre Arme oder Hände zur Einleitung einer Umarmung oder eines Handschlags aus und erinnern sich erst im letzten Moment an die derzeit geltenden Abstandsregeln. Ihr Freund entgegnet daraufhin „Keine Sorge, ich habe kein Corona“ und vollendet die klassische Art der Begrüßung. Nein, nein und nochmals nein! Lassen Sie sich niemals auf einen derartigen Spruch ein, denn er kann sie im schlimmsten Fall Ihre Gesundheit kosten. Die Inkubationszeit beim Coronavirus kann bis zu 14 Tage betragen. Ihr Gegenüber verspürt also eventuell noch keinerlei Symptome und fühlt sich daher völlig gesund – während das gefährliche und hoch ansteckende Virus eventuell bereits unwissentlich in ihm schlummert.

Entscheiden Sie sich also lieber für eine der oben aufgelisteten alternativen Begrüßungsformeln, um sowohl sich, als auch ihre Mitmenschen bestmöglich in dieser für uns alle schwierigen Zeit zu schützen.

Was sind „Ghost Kitchen“? Bedeutung, Definition, Erklärung

Ghost Kitchens: Das steckt hinter dem Phänomen der Gastronomie

Die Corona-Pandemie macht auch vor Restaurants und Lieferdiensten keinen Halt. Durch das zunehmende Interesse für Food-Services verändert sich auch die Alltagsgastronomie. Der sogenannte Delivery-Markt ist ein stark umkämpfter Bereich. Die sogenannten Ghost Kitchens bieten dabei vor allem ein hohes Maß an Flexibilität. Viele Speisen können dank des Konzepts für geringe Kosten bei der Standortwahl angeboten werden.

Das Konzept der gästelosen Küchen: Was sind „Ghost Kitchen“? Bedeutung, Definition, Erklärung

Die Geisterküchen waren bisher immer eine Randerscheinung, ein Nischenphänomen sozusagen. Die Herausforderungen, die mit der Corona-Situation verbunden sind, haben die „Ghost Kitchens“ über Nacht berühmt gemacht. Mittlerweile sind die Geisterküchen eine wichtige Grundlage für die Nahversorgung in vielen Städten. Wie der Name bereits vermuten lässt handelt es sich dabei um Küchen, in welchen ausschließlich gekocht und keine Gäste vor Ort bedient wird. Schon vor den Auswirkungen der Pandemie war eine Disruption der Alltagsgastronomie abzusehen, doch nun geht alles schneller als erwartet. Experten vergleichen die Entwicklung der Geisterküchen im Bezug auf die neuen Gastro-Delivery-Plattformen des neuen Netflix oder Spotify der Gastronomie-Szene. Dass nicht die Gäste vorbeifahren und sich das Essen holen, sondern dass bestimmte Boten Gerichte aus dem Restaurant holen und zustellen ist keine Neuerfindung.

eit vielen Jahren sind in den großen Städten Europas etwa Lieferanten auf dem Rad unterwegs und kümmern sich um das Ausliefern. In Amerika machen die Essensverkäufe per Lieferdienst einen höheren Umsatz aus, als es Restaurants tun. Wenn man vielen Experten der Branche glaubt, wird sich dieser Trend in den kommenden Jahren deutlich verstärken. So werden die Einnahmen der Lieferungen außer Haus bis ins Jahr 2023 um das dreifache so schnell anwachsen. Auch die digitalen Bestellungen via Apps und Internet werden dabei die telefonischen klassischen Bestellungen deutlich überholen. Die Auswirkungen der Corona-Pandemie haben in Deutschland dazu geführt, dass dieses Model notgedrungen getestet werden musste. Diese Tatsache könnte dazu führen, dass sich auch in Deutschland der Trend der Geisterküchen schon bald zur gastronomischen Normalsituation entwickelt. So wird es in der gesamten Szene eine Veränderung geben und kein Gastronom sollte darauf hoffen, dass nach der Corona-Pandemie zu der gleichen alten Normalität zurückgekehrt wird.

Vorteile der Geisterküchen (Ghost Kitchen)

Zu einer disruptiven Entwicklung kann der Markt außer Haus deshalb werden, weil sich im ihm auch die Machtverhältnisse zwischen den Restaurants und dem Lieferdienst verändern. So sind die Lieferdienste nicht nur auf das reine Liefern beschränkt. Viel mehr entwickeln sie selbst Food-Plattforen, die dank der Kundendaten eigene neue Konzepte herausbringen. Bereits jetzt existieren beispielsweise reine virtuelle Restaurants, die einzig und allein als Marke vorhanden sind und deren Gerichte in Ghost Kitchens zubereitet werden. Wenn Geisterküchen einen wesentlichen Vorteil haben, dann die Tatsache, dass sie auf neue Bedingungen deutlich besser regieren können als klassische Unternehmen. Das betrifft Streetfood-Trucks genauso wie saisonale Events in großen Städten.

Aus guten Grund stellen sich Unternehmer die Frage, warum sie teures Personal anstellen sollten, teure Ausstattung kaufen, teure Miete zahlen sollten und in noble Gästeräume investieren sollten, wenn in der nahen Zukunft der Fokus ohnehin in einem Außer-Haus-Verkauf liegt. Gerade für Anbieter von Fast Food wie Burger, Pizza oder Bowls ist das einleuchtend, denn solche Speisen sind zum Verzehren in den eigenen vier Wänden tatsächlich geeignet als in einer lauten durchschnittlichen Lokalität. Der Verkauf außer Haus hat für die Nutzer noch weitere Vorteile. Eine Bezahlung und Bestellung dank Apps ist mit wenigen Klicks und ohne wirklichen Aufwand möglich. Wer in den eigenen vier Wänden auf das Essen wartet, empfindet die Zeit zudem nicht so lange, wie eine Stunde in einem Restaurant zu sitzen. Dank neuer Systeme hinsichtlich Lieferung und Verteilung sind die Lieferzeiten tatsächlich oft sogar kürzer als vor einigen Jahren noch.

Bedeutung Ghost Kitchen: Geisterküchen auch für das klassische Restaurant

Traditionelle Restaurants weiten die klassischen Betrieb vor Ort um ein eigenes Model, etwa in dem sie eine eigene Technologie für Bestellungen aufbauen. So sollte für ein erfolgreiches Besehen auch ein passendes virtuelles Modell durchgedacht werden. Dabei muss sich die Frage gestellt werden, ob der Ghost in den laufenden bestehenden Betriebsablauf integriert werden soll oder ob lieber ein eigenes neues Geschäft gegründet wird, damit der Konflikt zwischen virtuellem und stationärem Betrieb verhindert wird. Ein besonders junges Tool dafür ist ein sogenannter Multi-Tenant-Küchencenter. Die Basis ist eine Software, die gleichermaßen von verschiedenen Restaurants genutzt wird, und zwar ohne, dass die jeweils anderen die Daten einsehen können. Auf diesem Gebiet sind gerade in Amerika Cloud Kitchen und Kitchen United echte Marken. Ebenso bedeutsamer wird die Zubereitung von Speisen mit der Technologie von Robotern. In Japan oder den USA kommen künstliche Intelligenzen schon seit einigen Jahren zum Einsatz, wenn es darum geht, Burger oder Pizzen vollautomatisiert zubereitet werden. Das ist nicht nur modern, sondern auch kosten- und zeitsparend.

Ghost Kitchen: Empfehlungen von Gastro-Experten: Mutig neue Wege gehen

Wenn Betreiber diesen neuen Technologien offen gegenüberstehen, können sie das virtuelle Konzept gut in den eigenen Betrieb integrieren. Ein Restaurant hat im Gegensatz zu dem reinen virtuellen Betrieb einige bedeutende Vorteile. Über viele Jahre haben sie sich einen echten Kundenstamm aufgebaut, sind in der jeweiligen Stadt beliebt und bekannt.

In einem echten Restaurant vor Ort erleben die Gäste Atmosphäre, andere Menschen und gemütliche Momente. Genauso wird der Service der Bedingung geschätzt. Ein echtes Erlebnis für Kunden, welches dank des Geisterbausteins auf ein neues Level in Sachen Service gehoben werden kann. Der Gast hat dann die Wahl: Entweder er nimmt das Menü in der gewohnten Umgebung des Restaurants ein, inklusive Atmosphäre und Bedingung. Oder aber der Kunde lässt sich sein Essen nach Hause oder auf die Arbeit bringen. Die Entscheidung dabei liegt allein bei den Stammgästen. Experten empfehlen Restaurants dar, sich auf neue Techniken einzulassen und mutiger zu agieren und zu denken. Dies sollte nicht nach hinten verschoben werden, sondern besser bald, als in einigen Jahren passieren. Ansonsten kann es passieren, dass das Konzept der Ghost Kitchens irgendwann zu einem beängstigenden Phänomen werden und die klassischen Restaurants meilenweit abhängen. Wer sich nicht abhängen lassen möchte, so Gastro-Experten, sollte also zeitnah über ein zukunftsorientiertes Konzept nachdenken und sich zu einem mutigen Schritt entscheiden.

Was ist die AHA-Formel / AHA-Regel? Bedeutung, Definition, Erklärung


Seit der Corona-Pandemie ist die AHA-Formel durch die sozialen Medien auf Basis des RKI (Robert-Koch-Instituts) sowie dem Gesundheitsministerium zu einem fixen Bestandteil des Alltagsgeschehens und -verhaltens geworden. Es handelt sich hierbei um die Abkürzung für Abstand, Hygiene und Alltagsmaske.

Was ist die AHA-Formel / AHA-Regel? Bedeutung, Definition, Erklärung

Hierbei ist ein Abstand von mindestens 1,5 Metern zu anderen Menschen, welche nicht demselben Hausstand angehören, dringend einzuhalten, um eine Infektion zu vermeiden, welche sich durch Aerosole sowie Tröpfchen beim Niesen und Husten verbreitet.

Die Hygiene behandelt in diesem Kontext vor allem die Händehygiene. Regelmäßiges Händewaschen, vor allem nach dem nach Hause kommen sowie nach Toilettennutzung, sollten ein fester Bestandteil der Alltagshygiene sein. Auch die Händedesinfektion mit gängigen Mitteln eignet sich, um verschiedene Viren (sowie auch Bakterien und Keime) abzutöten. Es handelt es sich um eine korrekte Händedesinfektion, wenn folgende Schritte eingehalten werden:

  • Handflächen
  • Handrücken
  • Fingerzwischenräume
  • Außenseite der Finger
  • Daumen durch Umkreisen mit der anderen Hand
  • Fingerkuppen

Hierbei sollten die Hände während der Einwirkzeit von 30 Sekunden stets feucht sein. Empfohlen wird eine Menge von circa 3 ml pro Hand.

Bei der Alltagsmaske muss es sich nicht um eine sogenannte FFP2-Maske handeln. Angesichts von Lieferschwierigkeiten sowohl zu Beginn der Pandemie als auch bei plötzlich auftretenden Hotspots sollte dieser Teil der persönlichen Schutzausrüstung medizinischem und pflegerischem Personal vorbehalten sein, welches in engem Kontakt mit Hochrisikopatienten oder auch infizierten Personen über einen längeren Zeitraum zusammenarbeitet.

Normale Alltagsmasken können aus handelsüblichen Stoffen bestehen. Alternativ können auch chirurgische Masken mit Mehrfachfaltung aus Papier verwendet werden. Dabei handelt es sich jedoch um Einwegmasken, die nicht wieder verwendbar sind, während Stoffmasken in der Waschmaschine wieder aufbereitet werden können. Zu bedenken ist, dass eine Maske nur so lange wirksam ist, wie sie trocken ist. Bei Durchfeuchtung ist diese auszutauschen.

Angesichts der Lieferengpässe gab es auch hier Lockerungen, sodass eine Maske nach Durchfeuchtung auch getrocknet werden kann, um anschließend nochmals verwendet zu werden. Dies sollte jedoch nur eine Notlösung sein, sofern keine Ersatzmasken vorhanden sind.

Erweiterungen der AHA-Formel: AHA+L, AHA+A, AHA + 3G

Da eine Pandemie dieser Tragweite mit noch nicht in Gänze abschätzbaren Konsequenzen in der Geschichte bislang noch nicht aufgetreten ist, ist auch der Umgang für die Bevölkerung damit durch Vorgaben der Regierung zu einer neuen Herausforderung der Gegenwart geworden; learning by doing. Aus diesem Grund wurde die AHA-Formel auch durch neue medizinische Erkenntnisse um zwei Aspekte erweitert: AHA-L sowie AHA-A.

Was bedeutet AHA+L? Bedeutung, Definition, Erklärung

Bei der AHAL-Formel wurde die bislang bekannte Variante um den Aspekt des Lüftens ergänzt. Beim Sprechen, Niesen oder Husten werden üblicherweise Aerosole ausgestoßen. Dies meint feste oder flüssige Stoffe, an welchen die Viren haften bleiben und so durch in die Atemwege eines anderen Menschen durch den normalen Atemvorgang gelangen können.

Vor allem am Arbeitsplatz sollte deshalb regelmäßig das Fenster geöffnet werden. Es empfiehlt sich, mindestens alle 20 Minuten einmal zu stoßlüften, um die ausgeatmete Luft, die durchaus mit Viren angereichert sein kann, durch frischen Sauerstoff zu ersetzen.

Um das beste Ergebnis zu erzielen, sollten im benannten zeitlichen Abstand alle Fenster und Türen für etwa 10 Minuten geöffnet werden.

Was bedeutet AHA+A? Bedeutung, Definition, Erklärung

Das dritte A der AHAA-Formel weist auf die Corona-Warn-App hin. Der Download sowie die Nutzung dieser sind kostenlos. Kosten entstehen lediglich durch die Inanspruchnahme mobiler Daten sowie einen gesteigerten Akkuverbrauch durch den Betrieb im Hintergrund.

Mittels der Corona-Warn-App können infizierte Personen, die sich im eigenen Umkreis befinden, ermittelt werden. So ist transparent nachvollziehbar, wenn man in Berührung mit einem positiv getesteten Mitmenschen kam und gegebenenfalls als Kontaktperson eingestuft wird.

Zudem kann man sich auch selbst im Falle eines Falles als positiv getestet registrieren, sodass andere Menschen, welche Kontakt hatten, die Möglichkeit haben, sich selbst nach Rücksprache mit dem zuständigen Gesundheitsamt in Quarantäne zu begeben und einen PCR-Test durchführen zu lassen.

Was bedeutet AHA + 3G? Bedeutung, Definition, Erklärung

Die 3G beinhalten im Prinzip sogar 4G, welche es zum Schutz der eigenen Gesundheit zu berücksichtigen Gilt. Nach Möglichkeit sollen geschlossene Räume, Gruppen und Gedränge sowie Gespräche in lebhafter Atmosphäre vermieden werden, um das Risiko einer Ansteckung zu reduzieren.

Aus diesem Grund sollten auch Schulklassen, Großraumbüros und andere Örtlichkeiten mit größeren Menschengruppen auf ein Minimum verkleinert werden. Nicht zuletzt unvorsichtige Besuche in Bars oder auch Partys haben mancher Orts für ein erneutes Ausbruchgeschehen gesorgt.

Fazit: Was bedeutet AHA+A+L+3G? Bedeutung, Definition, Erklärung

Die kontinuierliche Erweiterung der Verhaltensvorgaben für einzelne Personen und auch Gruppen im privaten sowie beruflichen Setting haben dazu geführt, dass die Ansteckungsrate und die Zahl der Neuinfizierten nachweislich gesunken sind.

Gerade bei sinkenden Temperaturen im Herbst und Winter steigt die Überlebenschance der Corona-Viren im Verhältnis zu den Sommermonaten wieder an, weshalb mit einer erneuten Welle zu rechnen ist, wenn die Maßnahmen nicht umgesetzt werden. Da die Hauptübertragungswege inzwischen bekannt sind, sind auch die Maßnahmen entsprechend effizient ausgewählt worden und für jeden leicht in den Alltag zu integrieren.

Bei genauer Betrachtung zeigt sich auch, dass es zwischen den einzelnen Varianten Schnittstellen gibt. So ist die Abstandsregelung kongruent mit der Aufforderung große Menschenmengen und Gedränge zu vermeiden, weil diese die Einhaltung des Mindestabstands erschweren. Auch ist es logisch nachvollziehbar, dass geschlossene Räume zu vermeiden sind und regelmäßig gelüftet werden muss, sollte dies nicht realisierbar sein.

Es erfordert die verantwortliche Umsetzung und Kombination der benannten Formeln, AHA+L+A+3G-Formel, um die Pandemie gemeinschaftlich zu besiegen und die Normalität des Alltags wiederherstellen zu können.

Was ist „Niksen“? Bedeutung, Definition, Erklärung, Ursprung


Nicht einmal im Urlaub bleibt das Handy Zuhause. Ständig erreichbar sein und sich von der Schnelllebigkeit des Alltags treiben lasse. Dagegen haben die Holländer ein gutes Rezept: Niksen.

Was ist „Niksen“? Bedeutung, Definition, Erklärung, Ursprung

Bei „Niksen“ handelt es sich um ein Lebensgefühl, das sich dem gesellschaftlichen Druck in die Quere stellt und erlauben soll, auch einmal schlicht gar nicht zu tun. Gerade in der schnelllebigen Zeit, in den wir alle viele Möglichkeiten haben, liegt der Fokus oft in der Produktivität. Niemand möchte am Ende des Tages ins Bett gehen und sich selbst vorwerfen, heute nichts Sinnvolles getan zu haben, sondern kostbare Lebenszeit verschwendet zu haben. Trotzdem besteht bei vielen Menschen der Wunsch nach Atempausen und Erholung. Das verdeutlicht auch die Tatsache, dass diese Trends in der Vergangenheit zunehmen.

Schon das dänische Lebensgefühl „Hygge“ ließ den Fokus wieder auf die Gemütlichkeit richten und uns an Momente und Orte erinnern, an welchen wir uns geborgen und wohlfühlen. Ebenso das schwedische „Lagom“ und die damit verbundene Idee, das Leben durch bestimmtes Maßhalten wieder in den Ausgleich zu bringen.

Bedeutung Niksen: Die Kraft aus dem Nichtstun

Menschen sind immer und überall bestrebt, die freie Zeit, die sie haben, sinnvoll zu nutzen. Auf dem Weg mit dem Auto einen Podcast hören, ein Buch im Warteraum des Arztes lesen oder das Radio laufen lassen während dem Bügeln. Nichts ist schlimmer, als der Gedanke Zeit sinnvoll verstreichen zu lassen. Dabei haben wir verlernt, mit uns selbst allein zu sein und dem Kopf die Möglichkeit zu geben, einmal abzuschalten.

Wer nikst, der gibt Körper und Geist die Chance, sich zu regenerieren und schafft zudem mehr Platz für Kreativität und Gedanken. Diese Theorie klingt zunächst einmal logisch und leicht, in der Realität ist dies allerdings gar nicht so einfach. Einfach einmal eine Stunde die Seele baumeln lassen oder ohne Aufgabe aus dem Fenster sehen ist zunächst einmal sehr ungewohnt und die Zeit mag gar nicht vergehen. Nicht nur, dass wir uns das bewusste Durchatmen gar nicht erlauben möchten, schlimmer noch: Viele Menschen befürchten dann als Faulenzer betitelt und diskreditiert zu werden. Wenn Achtsamkeitsübungen und Meditationseinheiten in der breiten Gesellschaft akzeptiert sind, kann aber auch das Niksen eine Chance haben, Fuß zu fassen.

Erklärung: So gelingt das Niksen

Wie wird nun genikst? Wer allein bei dem Gedanken, sich eine Stunde am Tag Zeit für nichts zu nehmen, Bauchschmerzen bekommt, der kann auch etwas ruhiger starten. Dabei ist es hilfreich, sich bei den Kindern etwas abzuschauen. Kinder sehen die Schönheiten vor allem in den kleinen Dingen. Das kann ein unter Schmetterling sein oder ein Nachmittag auf einem Spielplatz. Kleinigkeiten lassen uns Menschen schon in frühen Jahren perfekt abschalten. Innere Ruhe kann auch dann erlangt werden, wenn die Momente des Alltags bewusster wahrgenommen werden. So kann sich also langsam und sicher an das Niksen herangetastet werden. Auf welche Art und Weise das Niksen stattfindet, ist dabei jedem selbst überlassen.

Die entspannte Muße

Wer starke Probleme damit hat, sich auf das Niksen einzulassen, kann sich an die Empfehlungen des Professors Rutt Veenhooven halten. Der niederländische Soziologe empfiehlt es, sich für einen bestimmten Zeitraum auf einen Stuhl zu setzen und aus dem Fenster zu sehen. Natürlich ohne den Computer, ohne das Handy oder eine andere Ablenkung. Laut dem Wissenschaftler sei es das Ziel, herauszufinden welche Entspannungsart am besten zu einem passt. Dabei gibt es keinen einheitlichen Ansatz für alle Menschen. Jeder muss nach dem Konzept selbst für sich herausfinden, was funktioniert und was nicht. Übrigens kann es auch eine halbautomatische Beschäftigung sein. Stricken zum Beispiel. Auch wenn dabei etwas „gemacht“ wird, dient eine solche Beschäftigung der Beruhigung. Langeweile führt zu Kreativität. Das sehen die Eltern von Kindern jede Sommerferien. Ebenso ist es nichts Neues, dass vielen Künstler, Wissenschaftlern oder Unternehmern die spannendsten und erfolgreichsten Ideen unter der Dusche kommen. Der Grund ist einfach: Im Ruhezustand schaltet das Hirn nicht komplett ab. Auch wenn wir vermeintlich gar nichts tun, verarbeitet das Gehirn die Informationen und kann dank der noch vorhandenen Rechenleistungen Probleme angehen, so Veenhoven.

Siehe auch:

Deshalb ist Niksen sinnvoll

Wir leben in einer schnelllebigen Zeit, in denen wir stets erreichbar sein wollen oder sein müssen. Entspannung und Abschalten haben dabei oft keinen Platz mehr im Leben. Kein Wunder also, dass psychische Erkrankungen, Burnout-Fälle und stressbedingte Erkrankungen wie Migräne immer mehr zunehmen. Ein stressiger Beruf, ein stressiger Alltag, die ständige Berieselung von Medien und der Druck, immer und überall schnell erreichbar zu sein, machen unserem Geist und dem Körper zu schaffen. Unser Gehirn ist dabei täglich vielen Eindrücken ausgesetzt. Kommt es zwischendrin nicht zur Ruhe, kann es die Erlebnisse nicht richtig verarbeiten. Unser Gehirn leistet vom frühen Morgen, bis zum späten Abend und auch während des Schlafs Hochleistungen. Schon ein paar Minuten bewusste Ruhe oder Entspannungsübungen geben unserem Hochleistungsorgan die Chance, sich zu erholen und mit neuer Energie an die nächsten Herausforderungen zu gehen.

Was ist „Maskne“? Akne, Pickel wegen Maske, Bedeutung, Definition, Erklärung


Im Rahmen der Corona Pandemie wurde das Tragen eines Mund- und Nasen Schutzes in vielen Ländern obligatorisch. Dieses ständige Tragen der Maske im Alltag hat bei vielen Menschen allerdings auch Krankheitserscheinungen und Nebenwirkungen hervorrufen, die sie so vorher noch nicht kannten. Eine bekannte Nebenerscheinung ist die sogenannte Masken Akne, auch unter den Begriff „Maskne“ bekannt. Es handelt sich bei „Maskne“ um ein zusammengesetztes Kofferwort aus den Begriffen Maske und Akne.

Typischerweise kann es durch das stundenlange Tragen der Maske tagsüber zu Pickeln, Rötungen und Hautreizungen kommen, insbesondere Menschen mit empfindlicher oder vorgeschädigter Haut sind von diesem Phänomen betroffen. Die Symptome neigen dabei zur Chronifizierung, was bedeutet, dass das Hautleiden nicht einfach wieder von heute auf morgen verschwindet, wenn die Maske nicht benutzt wird.

Was ist „Maskne“? Akne, Pickel wegen Maske, Bedeutung, Definition, Erklärung

Dabei ist Maskne kein neues gesundheitliches Problem, denn unter Mitarbeitern im Gesundheitswesen ist sie schon längst bekannt. Nun aber, da der Staat alle Bürger zum Tragen einer Maske in öffentlichen Räumen verpflichtet, leiden auch Menschen unter Maskne, denen dies vor dem Auftreten der Corona Pandemie völlig unbekannt war.

Maskne ist eine besondere Form der Akne und wird nicht hormonell verursacht, wie beispielsweise die Akne in der Pubertät, sondern rein mechanisch durch den direkten Kontakt der Maskenoberfläche mit der Gesichtshaut. Überall dort, am Kinn, an den Wangen oder an der Nasenbrücke, wo die Maske einen direkten Kontakt zur Haut hat, entsteht Reibungsenergie. Je nachdem, wie groß eine Maske ist oder wie diese angelegt wurde, können natürlich auch noch andere Stellen im Gesicht betroffen sein.

Bedeutung Maskne: Ständiges Schwitzen unter der Maske verstopft die Poren

Durch die ständige Einwirkung der Maskenoberfläche auf die Gesichtshaut wird die empfindliche Hautbarriere geschädigt. Dies führt in der Folge zu Mikrorissen, also kleinsten Verletzungen in der Oberhaut. Es entsteht dadurch eine ideale Eintrittspforte für krankmachende Keime wie Bakterien oder Viren, aber auch für Schmutzpartikel allgemein. Es kommt zu einer lokalen Entzündungsreaktion in der Oberhaut als Zeichen der Immunabwehr und damit zu den unschönen Hautunreinheiten. Obwohl zunächst die Reibung der Maske an der Haut zur Vorschädigung führt, werden die Beschwerden durch das Schwitzen unter der Maske zusätzlich verschlimmert. Die ausgeatmete Luft kann nur schwer entweichen und die Hautporen verstopfen schnell, insbesondere bei Menschen mit fettiger Haut.

Vorbeugung und Behandlung von Maskne: Tipps, Bedeutung

Zur direkten Vorbeugung wäre es natürlich am einfachsten, auf einen Mund- und Nasenschutz komplett zu verzichten. Dies ist jedoch im Alltag mit der Corona Pandemie nicht immer möglich. Deshalb kommt es ganz entscheidend auf die korrekte Hautpflege an. Vor dem Aufsetzen der Maske sollte die Haut mit einem sanften Peeling gereinigt werden. Deckendes und schweres Make-up ist zu vermeiden, da ansonsten die Hautporen verstopfen. Stoffmasken sollten möglichst häufig gewaschen werden, um Bakterien und Viren zu eliminieren.

Menschen, die bereits unter Maskne leiden, können ärztlich verordnete Produkte verwenden, wie sie auch bei hormonell bedingter Akne zur Anwendung kommen. Bei der täglichen Hautroutine sollten Reinigungsmilch oder Reinigungsschaum verwendet werden, jedoch keine chemischen Gesichtsreiniger, welche die Haut zu sehr austrocknen würden. Milde Pflegeprodukte mit sogenannten Ceramiden sorgen darüber hinaus dafür, dass die natürliche Schutzbarriere der Haut wieder gestärkt und aufgebaut wird.

Was ist die Tourismusphobie / Touristenphobie? Bedeutung, Definition, Erklärung


Tourismusphobie (auch „Touristenphobie“) ist ein Phänomen und Paradox. Während beliebte Urlaubsländer und Reiseziele (Bsp.: Mallorca) in der Vergangenheit viel Geld mit Touristen verdient haben und Jobs in der Tourismusbranche geschaffen wurden, wächst unter der einheimischen Bevölkerung der Unmut gegenüber Touristen. Ja, teils erwächst sogar der Wunsch, dass weniger Touristen kommen. Denn Touristen sogar in der Masse dafür, dass das alltägliche Leben gestört, dass Mietpreise und Lebenshaltungskosten steigen, sowie dass die Umwelt verschmutzt wird und Schaden nimmt.

Was ist die Tourismusphobie / Touristenphobie? Bedeutung, Definition, Erklärung

Tourismusphobie (auch „Touristenphobie“) ist Ende der 2010er Jahre immer bekannter geworden. Länder wie Spanien und Italien leben von Touristen. Hier macht der Tourismus mehr als zehn Prozent des Bruttoinlandsprodukts aus. Es sind Milliarden, die durch den Tourismus eingenommen wurden und werden. Allerdings ist die Stimmung der Einheimischen in den Tourismushochburgen angespannt, da es von Jahr zu Jahr immer mehr Menschen werden, die einen Ort besuchen.

Das Problem wird nicht von Touristen als Einzelpersonen verursacht, sondern hauptsächlich von Faktoren wie der Störung des täglichen Lebens, steigenden Mietpreisen und Lebenshaltungskosten, der Verschlechterung der Tier- und Pflanzenwelt und der Umweltverschmutzung.

Die eigene Heimat verliert ihren traditionellen Charakter und fühlt sich nicht mehr wie das Zuhause an, die dort wirklich leben. Es wird alles versucht, um den Touristen den schönst und bestmöglichen Urlaub zu bieten, auf Kosten der Einheimischen. Auf die Tourismusphobie (auch „Touristenphobie“) folgte eine Gentrifizierung von wohlhabenden Reisenden, die die Einheimischen nach und nach aus einer Gegen verdrängen. Die Mieten steigen ins Unerschwingliche und die Einheimischen sind gezwungen, in andere Regionen zu ziehen, in denen die Mieten bezahlbar sind. Viele der Einheimischen gingen aufgrund dieser dramatischn Entwicklungen auf die Straße und demonstrierten für den Erhalt ihrer Heimat.

Weitere Bedeutung von Tourismusphobie / Touristenphobie (Während Corona / Covid-19)

Während der Coronakrise verbreitete sich ebenfalls eine Tourismusphobie an beliebten deutschen Urlaubszielen wie der Ostsee. Hotels, Restaurants und Urlaubsorte hatten Angst,  dass mit Covid-19-infizierte Touristen kommen.

Würde eine steigende Zahl von Covid-19-Infektionen festgestellt werden, so hätte dies einen neuen Lockdown zur Folge. Für Hotel-Betreiber, Ladeninhaber, Ferienwohnungvermieter und Restaurantbetreiber wäre dies katastrophal, denn sie müssten ihre Geschäfte, Restaurants und Unterkünfte schließen. Dies hätte starke Umsatzeinbußen zur Folge und würde die Unternehmen weiter belasten.

Tourismusphobie / Touristenphobie: Schritte gegen Massentourismus

Die Tourismusphobie (auch „Touristenphobie“) beschränkt sich in der aktuellen Zeit auf Länder und Regionen, die in den vergangenen Jahren durch Touristenmassen überflutet wurden. Die Zahlen der Urlauber stiegen von Jahr zu Jahr und die Reiseveranstalter und die Baubranche nutzte dieses Interesse, um neue Hotels zu bauen und alles für den perfekten Urlaub zu kreieren.

Dadurch haben sich dutzende Städte zu einem Netzwerk zusammengeschlossen, die sich gegen den Massentourismus und seine Folgen aussprechen. Diese Initiative wurde vor einigen Jahren erstmals in Barcelona diskutiert und hat nach und nach ihre derzeitige Form angenommen. Die Organisation unterstützt die Umsetzung von Maßnahmen wie beispielsweise unterschiedlichen Wohnvorschriften für Touristen- und Wohnunterkünfte. Gleichzeitig haben sie deutlich gemacht, dass zwischen verschiedenen Städten unterschieden werden muss, da die Schwere der Auswirkungen von Städten wie Barcelona oder Venedig nicht mit anderen Fällen vergleichbar ist.

Das Netzwerk hofft, die Öffentlichkeit zu sensibilisieren und die Verwaltungsbehörden unter Druck zu setzen, Kriterien für Nachhaltigkeit zu entwickeln. Diese Art von Reiseziel bietet tendenziell eine Vielzahl von Hotelunterkünften und geplanten Aktivitäten für Touristen, während die Kultur- und Freizeitmöglichkeiten für die Anwohner im Laufe des restlichen Jahres tendenziell abgenommen haben.

Es gab sogar schon Angriffe auf öffentliche Verkehrsmittel. Die Handlungen konzentrierten sich auf Reifenpannen von Leihrädern und Angriffe auf offene Tourbusse. In anderen Städten wie Palma de Mallorca wurden Slogans auf Yachten oder Restaurants gesprüht. Ähnliche Ereignisse wurden im Baskenland beobachtet, wo sich radikale linke Gruppen gegen den Massentourismus positionierten.

Touristenphobie: Ein große Problem: Online-Vermietungsplattformen

Besonders hervorzuheben ist der Aufstieg der sogenannten Vermietungsplattformen für Ferienwohnungen. Sie bieten nicht nur einen harten Wettbewerb für die traditionelle Hotelbranche, sondern stellen auch ein Problem für die Bewohner benachbarter Wohnungen dar, die bis in die frühen Morgenstunden von Urlaubern wach gehalten werden.

Die Rolle von AirBnB

Die weltweit bekannteste Plattform dieser Art hat es Millionen von Nutzern ermöglicht, zusätzliches Geld durch die Vermietung von Gästezimmern oder leeren Wohnungen zu verdienen. Im Laufe der Zeit wurde diese Möglichkeit von Unternehmen genutzt, die ganze Gebäude räumen, um sie in touristische Mietwohnungen umzuwandeln. Viele Jahre lang fielen diese Aktivitäten in eine rechtliche Grauzone, die das spanische Finanzamt nun zu regulieren versucht. Keine leichte Aufgabe, da auf diesen Online-Plattformen nicht alle angeforderten Benutzerdaten vorhanden sind.
Theoretisch sollen die neuen Vorschriften ein höheres Maß an Aufsicht bieten, so dass die Eigentümer von Wohnungen, die über Unternehmen wie Airbnb, HomeAway oder Niumba gemietet werden, die Mehrwertsteuer zahlen und diese Einkünfte in ihre jährliche Einkommensteuererklärung aufnehmen.

Während die Gesetze weiter geändert und verschärft werden, haben sich mehrere Städte bereits für ein vollständiges oder teilweises Verbot von Mietverträgen dieser Art entschieden.

Aber nicht nur auf den Balearen wurden Maßnahmen ergriffen. Die Behörden in der Stadt Valencia waren weniger streng, haben jedoch für die kommende Saison die Vermietung von Ferienwohnungen begrenzt, sodass nur Wohnungen im Erdgeschoss und im ersten Stock für diesen Zweck gemietet werden können. Diese Situation wird im Rahmen der allgemeinen Stadt geregelt Landnutzungsplan. Der Stadtrat muss einen Bericht vorlegen, aus dem hervorgeht, dass eine Wohnung für Touristen geeignet ist.

Was ist „Indoor-Farming“ / „Indoor-Gardening“? Bedeutung, Definition, Erklärung


Indoor-Farming bzw. Indoor-Gardening stellt eine andere Methode für den Anbau von frischem Gemüse und anderen Pflanzen im eigenem Heim oder geschlossenen Räumen dar.

„Indoor-Farming“-Betriebe werden auch als Innenfarmen, vertikale Farmen, Bauernhöfe oder Pflanzenfabriken bezeichnet. Während die Entwicklung von Indoor-Farming für den Anbau von Blattgemüse relativ neu ist, werden Pilze seit über 100 Jahren auf diese Weise gezüchtet.

In den letzten zwanzig Jahren ist der Anbau von Blattgemüse und anderen Pflanzen in Innenräumen entstanden. In diesen Betrieben werden Pflanzen vollständig in Innenräumen mit LED-Lichtern angebaut. Das Aufkommen effizienter LED-Beleuchtungstechnologien hat es den Landwirten ermöglicht, Geld zu sparen und den Pflanzen genau die richtigen Lichtwellenlängen zur Verfügung zu stellen, um das Wachstum zu optimieren. Weitere Fortschritte sind Automatisierung und künstliche Intelligenz.

Der Unterschied zwischen „Indoor-Farming“ und „Indoor-Gardening“ ist, dass das Farming sich auf Nutzpflanzen konzentriert, während das Gardening das Ziel verfolgt Blumen und schöne Pflanzen in geschlossenen Räumen anzupflanzen. Die Methoden für beides ähneln sich.

Was ist „Indoor-Farming“ / „Indoor-Gardening“? Bedeutung, Definition, Erklärung

Moderne Indoor-Farmen und modernes Indoor-Gardening verwendet eine Vielzahl von Architekturen, aber es gibt zwei Hauptmethoden, wie diese Farmsysteme aufgebaut sind:

  • Mehrstufige horizontale Farmen
  • Mehrstufige vertikale Farmen

Eine horizontale Anlage zeichnet sich durch horizontale mehrstufige Anbausysteme aus, die vom Boden aus beginnen und künstliches Licht und umfassende Raumklimatisierungen verwenden.

Eine vertikale Anlage zeichnet sich durch vertikale mehrstufige Anbausysteme aus, die vom Boden aus beginnen und künstliche Beleuchtung und umfassende Raumklimatisierung verwenden.

Funktionsweise: Indoor-Farming / Indoor-Gardening

Indoor-Farming verbraucht deutlich weniger Wasser und Pestizide als herkömmliche landwirtschaftliche Methoden. In Innenräumen unterliegen die Pflanzen keinen Jahreszeiten und bieten daher eine einheitliche und gleichbleibende Produktivität. Durch diese Praxis können Salate, Tomaten und grüne Pflanzen hergestellt werden.

Japan war einer der ersten Pioniere im Indoor-Farming. Es hält den größten Anteil am globalen vertikalen Landwirtschaftsmarkt. In Japan entsteht vertikale Landwirtschaft aus der Not heraus, wo die traditionelle Landwirtschaft aufgrund der Bevölkerungsalterung und der Landflucht nicht mehr möglich ist.

Was sind die Vorteile von Indoor-Farming / Indoor-Gardening?

  • Eine größere Produktion auf einer kleinen Anbaufläche
  • Vorbereitung auf die Zukunft: Immer mehr Menschen zieht es in die Städte und die Weltbevölkerung wächst stetig an. Daraus resultiert auch eine erhöhte Lebensmittelnachfrage. Indoor-Farming kann bei diesem Problem helfen.
  • Höhere und effektivere Produktion: Durch Indoor-Farming können effektiv Lebensmittel produziert werden, bei einer kleineren Anbaufläche.
  • Ganzjährige und einheitliche Lebensmittelproduktion und Pflanzenanbau möglich.
  • Nachhaltiger Wasserverbrauch: Durch Indoor-Farming können wir Pflanzen mit 70 bis 95 Prozent weniger Wasser produzieren.
  • Wetterbedingungen spielen keine Rolle: Starkregen, Überschwemmungen, Stürme oder Trockenheit haben keinen Einfluss auf die Ernte.
  • Bio-Produktion steigt: Durch Indoor-Farming können die Bedingungen beim Anbau besser kontrolliert werden und es werden keine Pestizide oder Chemikalien eingesetzt.
  • Menschlich und umweltfreundlich: Indoor-Farming erhöht die biologische Vielfalt und senkt den CO2-Fußabdruck.
  • Ganzjährige Pflanzenproduktion
  • Ein weiterer Vorteil von Indoor-Farming besteht darin, dass Farmen wie diese in den Innenstädten den CO2-Fußabdruck aufgrund der Nähe zum Verbraucher verringern und lange LKW-Strecken reduzieren.
  • Die meisten Produkte, die wir in den Lebensmittelgeschäften finden, werden auch international in einiger Entfernung transportiert. Dies führt zu Produkten mit geringerer Haltbarkeit. Anstatt Tage im Transport zu verbringen, können Produkte in nur wenigen Stunden in den Händen eines Verbrauchers sein. Schnelle Lieferungen bedeuten weniger Treibhausgase, die von LKWs erzeugt werden.
  • Weniger Platz: Anstelle von 4 bis 6 Hektar auf einem konventionellen landwirtschaftlichen Betrieb, auf der Pflanzen angebaut werden, wird beim Indoor-Farming nur ein Hektar Innenraum benötigt. Dies ist besonders nützlich in Städten, in denen das Land im Freien begrenzt ist.
  • Verwendung von energiesparenden LED-Leuchten, die den Energieverbrauch um bis zu 80% senken. Sie verwenden anaerobe Fermenter, die anaerobe Bakterien verwenden, um organisches Material zu kompostieren.
  • Bietet die Möglichkeit der Nachhaltigkeit für städtische Zentren
  • Schafft neue städtische Beschäftigungsmöglichkeiten
  • Bringt Ackerland in die Natur zurück und hilft, die Funktionen und Dienstleistungen des Ökosystems wiederherzustellen
Was bedeutet „Micro-Wedding“ (Mikrohochzeit)? Bedeutung, Definition, Erklärung


„Micro-Wedding“ (deutsch „Mikrohochzeit“ ist eine Reaktion auf die Covid-19-Pandemie. Die „Micro-Wedding“ erlaubt es im Rahmen der Eindämmungsmaßnahmen zu heiraten.

Paare, die im (Corona-)Sommer 2020 heiraten wollten, hatten viel durchgemacht. Während viele ihre Hochzeiten aufgrund von Coronamaßnahmen bereits verschoben oder absagt werden mussten, fragten sich viele verlobte Paare, ob sie überhaupt eine Hochzeit feiern können. Hier boten und bieten sich Mirkohochzeiten an. Denn sie erlauben es konform mit Eindämmungsmaßnahmen zu heiraten.

Was ist die Mikro-Hochzeit / Micro-Wedding? Bedeutung, Defintion

Mikro-Hochzeiten sind eine kleine traditionelle Hochzeit. Sie sind eine wunderbare Lösung für die drastischen Anpassungen, die 2020 in der Hochzeitsbranche vorgenommen wurden. Da die Regeln der soziale Distanzierung bestanden (und bestehen), muss Anzahl der Hochzeitsgäste auf ein Minimum reduziert werden.

Normalerweise hat eine Mikrohochzeit nicht mehr als 20 Gäste. Wie bei jedem Hochzeitstrend dreht sich jedoch alles um Interpretation. Der positive Aspekt der Mikrohochzeit ist, dass der besondere Tag so besonders privat wird.

Wie veranstaltet und plant man eine Micro-Wedding?

Im Folgenden wird der Leitfaden für die Planung Ihrer Mikrohochzeit dargestellt. Die Planungen, besonders in der aktuellen Zeit, sind enorm wichtig, damit alles reibungslos ablaufen kann und der Tag so einzigartig wird, wie Sie es sich vorgestellt haben.

Micro-Wedding: Gästeliste

Möglicherweise ist der schwierigste Teil bei der Planung einer Mikrohochzeit die Gästeliste. Immerhin wird es eine sehr exklusive Veranstaltung. Wie bereits erwähnt, ist eine Mikrohochzeit per Definition eine Zeremonie, an der höchstens zwanzig Personen teilnehmen. Wenn jedoch die aktuellen Sperrmaßnahmen getroffen werden müssen, kann Ihre Zeremonie auf eine Gruppe von bis zu zehn Personen beschränkt sein.
Halten Sie die Liste mit Ihren Nächsten und Liebsten kurz und laden nur die engsten Freunde ein. Sie haben sich vielleicht auf eine große Feier gefreut, aber Ihre neue Gästeliste wird die Kosten senken und den Tag noch spezieller machen.

Mikro-Hochzeit: Unkompliziertes Essen

Bei der Planung einer Mikrohochzeit liegt die Schönheit im Budget. Wenn Sie sich um eine so kleine Gruppe von Menschen kümmern, können Sie sich an kleinere Unternehmen wenden, um Ihren besonderen Tag zu planen.
Ihre Hochzeit bekommt nicht nur eine persönliche Note, sondern Sie können Ihre lokalen Unternehmen in dieser Zeit unterstützen, wenn sie uns am dringendsten brauchen. Wenn Ihre Hochzeit wirklich klein ist, können Sie Ihre Gäste sogar selbst mit vorgefertigtem Fingerfood, einem Grill oder Ihrem Lieblingsrestaurant versorgen.

Eine große Hochzeitstorte ist für eine so geringe Anzahl an Personen möglicherweise übertrieben.

Werden Sie stattdessen kreativ mit kleineren Designs oder unkonventionellen Desserts.

Micro-Wedding: Kreativ werden

Wenn Sie eine kleine Hochzeit planen, können Sie mit der Tradition experimentieren. Das bedeutet, dass die Zeremonie reflektiert, wer Sie sind. Wenn Sie und Ihr Partner nicht die traditionellen Typen sind, sollten Sie ein Thema in Betracht ziehen, nach dem Sie und Ihre Gäste sich entsprechend kleiden können. Dies kann alles aus Ihrer Lieblingszeit sein oder Hochzeitsinspiration aus Ihrem Lieblingsfilmset. Es ist Ihr Hochzeitstag, den Sie so gestalten können, wie Sie es möchten.

Da die Anzahl der Gäste 20 selten überschreitet, können Sie bei der Gestaltung der Einladungen für die Hochzeit kreativ werden. Fertigen Sie individuelle Einladungen per Hand an und verleihen dem Schreiben einen persönlichen Touch. Auf diese Weise stärken Sie die Verbindung zu Ihren Gästen und die Feier wird noch harmonischer und persönlicher werden.

Mikro-Hochzeit: Der perfekte Ort

Eine kleinere Zeremonie bedeutet, dass Sie viel flexibler bei der Wahl des Ortes sind.

Sie können Ihr Zuhause, einen Park oder einen abgelegenen Ort auswählen, da Sie sich keine Gedanken über die Kapazität oder irgendwelche Beschränkungen machen müssen.

Micro-Wedding: Geringe Kosten

Mikrohochzeiten sind auch eine sehr gute Gelegenheit, Geld zu sparen und kreativ zu werden. Hochzeitsideen haben viele Tipps, wie Sie Ihre Hochzeitsbevorzugungen selbst gestalten können, um Ihrem besonderen Tag eine persönliche Note zu verleihen. Das Besondere an diesem neuen Trend ist, dass jedes Paar kreativ bei der Gestaltung sein kann. Manche beauftragen keinen Fotografen, sondern kaufen einige Einwegkameras und bitten die Gäste, so viele Bilder, wie möglich zu machen. Es gibt unzählige Möglichkeiten, wie Sie Ihr eigenes Micro-Wedding planen und durchführen können.

Was ist ein Hybridsemester? Bedeutung, Definition, Erklärung


Im Zuge der Covid-19-Pandemie wurde beschlossen, das Wintersemester 2020/2021 als Hybridsemester durchzuführen. Dies bedeutet, dass neben der altbekannten Präsenzlehre auch Kurse als Onlinelehre angeboten werden. Doch was genau kann man unter diesen Begriffen verstehen? Für welche Lehrveranstaltungen kann Präsenz- oder Onlinelehre genutzt werden? In welchen Fällen ist sogar ein hybrides Veranstaltungsformat möglich?

Was ist ein Hybridsemester? Bedeutung, Definition, Erklärung

Präsenzlehre bezeichnet jenes Format, welches an Schulen und Universitäten üblicherweise angeboten wird. Dabei müssen sowohl die Lehrenden als auch Schüler oder Studenten in den Räumlichkeiten der Schule, Hochschule oder Universität anwesend sein. Durch die starke Gefährdung einer Infektion mit Covid-19 in geschlossenen Räumen muss diese Präsenzlehre zur Zeit jedoch stark geregelt werden.

Zu diesen Regeln zählen zahlreiche Anpassungen, um die Lehre dennoch so sicher wie möglich durchführen zu können. Jede Schule oder Universität hat ihre eigene Richtlinien entwickelt und sich dabei stark an den Empfehlungen der Regierungen orientiert. Meist wird dabei stark darauf geachtet, dass in den Räumlichkeiten ausreichend Platz vorhanden ist, sodass zwischen sämtlichen anwesenden Personen Sicherheitsabstand gehalten werden kann. Dies bedeutet jedoch, dass Kurse mit sehr vielen Teilnehmern nicht als Präsenzlehre gehalten werden können.

Außerdem ist darauf zu achten, dass die Räumlichkeiten vor und nach jedem Kurs gut gelüftet werden. Es ist empfehlenswert, dass der Lehrende als Erstes oder als Letztes den Raum betritt und verlässt. Außerdem ist auf jeglichen persönlichen Kontakt zu anderen Personen zu verzichten.

Hybridsemester: Onlinelehre für Studenten

Bei der Onlinelehre wird die Lehrveranstaltung auf speziellen Plattformen über das Internet abgehalten. Dies bedeutet, dass nur der Lehrende an seinem Arbeitsplatz in der Schule oder Universität sein muss. Die Schüler und Studenten können sich hingegen aus der eigenen Wohnung zuschalten. Der große Vorteil daran liegt auf der Hand. Ohne direkten Kontakt ist die Gefahr einer Ansteckung nicht vorhanden. Dass dieses Format jedoch nicht nur positiv aufgenommen wird, versteht sich ebenfalls von selbst.

Denn bei einer Onlinelehre ist es unmöglich, den Inhalt der Lehrveranstaltung gleich gut zu vermitteln, wie dies bei Präsenzlehre gelingt. Reine Vorlesungen, bei welchen die Interaktion mit den Schülern / Studenten nicht zwingend nötig ist, können jedoch sehr gut funktionieren. Erheblich schwieriger wird es, wenn auch von Seiten der Studierenden Beiträge geleistet werden müssen. Als Beispiel seien hier Seminare oder Arbeitsgemeinschaften genannt, in welchen die Studenten ihre eigenen Arbeiten präsentieren müssen. Es kann niemals davon ausgegangen werden, dass jeder Teilnehmer über die entsprechende Technik verfügt, um neben Ton auch Bild ins Internet übermitteln zu können.

Hybride Formate

In einzelnen Fällen werden Kurse in einer hybriden Form angeboten. Hier wird meist über mehrere Sitzungen verteilt, der Inhalt der Lehrveranstaltung im Online-Format vermittelt. In einer abschließenden Sitzung, welche mit realer Anwesenheit stattfindet, können auch die Studierenden ihren Beitrag leisten. Dieses Format vereint die Vorteile beider Varianten. Einerseits wird das Ansteckungsrisiko möglichst gering gehalten, andererseits wird dennoch eine Möglichkeit der direkten Interaktion geboten.

Hybridsemster: In welchen Fällen wird welche Art der Lehre angeboten?

Diese Entscheidung wird von den jeweiligen Schulen, bzw. Universitäten selbst getroffen. Es wird empfohlen, so viele Kurse wie möglich als Präsenzlehre durchzuführen, während gleichzeitig darauf geachtet werden soll, das Ansteckungsrisiko so gering wie möglich zu halten. Dadurch ist es nötig, eine Balance zwischen den unterschiedlichen Formaten zu finden. Um dennoch einen reibungslosen Ablauf des Hybridsemesters zu garantieren, ist es nötig, sämtliche Informationen zu den einzelnen Lehrveranstaltungen im Vorhinein zu liefern. Dazu zählt neben Präsenz/Onlinelehre auch, in welchen Räumlichkeiten bzw. über welche Videochat-Plattform die Stunden abgehalten werden.

Was ist „Weaning“? Wie lange dauert es? Erklärung, Bedeutung, Definition


Mit „Weaning“ bezeichnet man den Prozess, bei dem ein Patient, der maschinell beatmet werden muss, vom Beatmungsgerät entwöhnt und schrittweise wieder an das eigene, physiologisch normale Atmen gewöhnt wird.

Was ist „Weaning“? Erklärung, Bedeutung, Definition

Nach schweren Operationen, nach Traumata oder auch bei einigen schwerwiegenden Erkrankungen, ist es manchmal nötig, dass ein Patient maschinell beatmet werden muss. Dauert die Beatmungspflicht längere Zeit an, ist es nicht einfach möglich, den Patienten von jetzt auf gleich vom Beatmungsgerät zu entwöhnen. Dieser Prozess muss vielmehr schrittweise erfolgen, weil es sonst zu schwerwiegenden organischen Schäden und Lungenschäden beim Patienten kommen kann.

Dauert die künstliche Beatmung nur kurze Zeit und ändert sich die Lungenfunktion dabei nicht grundlegend, dann ist der Weaningprozess oft nur von kurzer Dauer. Ein Beispiel ist eine „normale Operation“. Hier wird der Patient für die Zeit der Operation beatmet, aber normalerweise gleich nach Vollendung der Operation wieder vom Beatmungsgerät genommen. Normalerweise wird die künstliche Beatmung noch im OP-Saal beendet und der Patient wird im Aufwachraum von Fachschwester und -pflegern überwacht und betreut, bis er vollständig wach ist und selbstständig atmen kann.

Bedeutung: Wie lange dauert Weaning?

Auch Patienten, die 1-3 Tage an einer Beatmungsmaschine angeschlossen sind, können im Normalfall ohne Probleme von der künstlichen Beatmung getrennt werden, wenn die Beatmung nicht wegen eines Lungenproblems nötig war.

Doch schon etwa eine Woche an einer maschinellen Beatmung führt dazu, dass die eigene Atemmuskulatur so eingeschränkt und geschwächt ist, dass sie – wird die Beatmung von jetzt auf gleich komplett ausgeschaltet, nicht ausreichend arbeiten kann.
Der Entwöhnungsprozess von der Beatmungsmaschine wird um so schwerer und aufwendiger, je länger die künstliche Beatmung anhält.

Die Anzahl der Patienten, die einen Weaning-Prozess durchläuft, nimmt stetig zu. Zum einen werden die Menschen im älter und haben dem entsprechend auch immer häufiger Krankheitsbilder wie z.B. chronische Lungenerkrankungen.

Zum anderen spielen aber auch die Fortschritte in der Intensivmedizin eine entscheidende Rolle. Heute überleben Patienten Krankheiten, die noch vor einigen Jahren tödlich gewesen wären. Komplexe Operationen, ein akutes Lungenversagen oder auch eine schwere Sepsis können immer öfter behandelt werden. Diese Krankheiten führen aber in den allermeisten Fällen auch eine längere künstliche Beatmung mit sich.
Kommen zu diesen Krankheiten, Operationen oder Unfällen noch Vorerkrankungen der Lunge hinzu, erschwert das das Weaning noch zusätzlich.

Weaning: Erklärung, Dauer

Bei zwei von drei Patienten, die eine längere maschinelle Beatmung brauchen, gelingt das Weaning und sie können von der Beatmung entwöhnt werden. Das heißt aber nicht, dass nach der Entwöhnung von der Beatmungsmaschine gleich alles gut ist.

Dabei stellt die Assistierte Spontanatmung einen wesentlichen Punkt des Weanings dar: die Parameter am Beatmungsgerät werden vom Arzt und den Krankenschwestern/-pflegern nach und nach so eingestellt, dass die Atemunterstützung immer mehr verringert wird und der Patient so schrittweise immer mehr eigene Atemtätigkeit übernehmen muss.

Oft brauchen die Patienten noch eine längere Rehabilitation, da die Muskelschwäche, die auch die Atemmuskulatur betrifft, erst wieder aufgebaut werden muss. Das ist oft ein längerer Prozess und erfordert viel Zeit.

Manchmal brauchen die Patienten nach der maschinellen Beatmung auch noch für längere Zeit ein CPAP-Gerät, dass die Arbeit der eigenen Atemmuskulatur und Atmungsorgane unterstützt und das selbstständige Atmen erleichtert.

Hodencovid: Auswirkungen von Covid-19 auf männliche Fortpflanzungsfähigkeit / Impotenz


Das Corona-Virus hat sich in den letzten Monaten zu einer Pandemie ausgeweitet, wobei die Betroffenen unter grippeähnlichen Symptomen wie zum Beispiel Gelenk- und Muskelschmerzen, Fieber, Husten und Kurzatmigkeit leiden. Bei einem schweren Verlauf kann es zudem zu einer Lungenentzündung kommen. Studien zeigen, dass vor allem Personen, deren Immunsystem bereits geschwächt ist, durch das Virus besonders gefährdet sind, viele leiden an Vorerkrankungen wie beispielsweise der Hirngefäße oder des Herz-Kreislauf-Systems. Neuen Daten zufolge betrifft die Erkrankung außerdem mehr Männer als Frauen, was daran liegen könnte, dass Frauen über ein besseres Immunsystem verfügen.

Hodencovid: Auswirkungen von Covid-19 auf männliche Fortpflanzungsfähigkeit / Fruchtbarkeit

Seit Beginn der Corona-Pandemie erschienen aber auch verschiedene Veröffentlichungen, die sich mit der Frage auseinandersetzen, ob Sars-CoV-2 zu Unfruchtbarkeit führen könnte. Der Grund dafür ist der Rezeptor ACE2, der in den Schleimhäuten der Atemwege sowie auch in der Niere und in den Hoden zu finden ist. Um die Zellen zu erreichen, bindet sich das Virus an diesen Rezeptor.

In den Hoden wird das Virus sowohl von den Vorläuferzellen der Spermien als auch von drei weiteren Zelltypen getragen, die zur Reifung der Spermien beitragen. Prinzipiell kann es also zu einem Befall dieser Gewebe durch Sars-CoV-2 kommen bzw. dort Schäden anrichten. Bislang gibt es allerdings noch keine gesicherten Beweise dafür. Bereits im Jahr 2003 wurden aber Hodenentzündungen, die durch eine Infektion mit dem Sars-Virus ausgelöst worden waren, diagnostiziert. Sechs Personen, die auch an Sars verstarben, zeigten dabei erhebliche Schädigungen, die vor allem durch eine Immunreaktion ausgelöst wurden.

Hodencovid: Macht das Coronavirus impotent?

Darüber hinaus gibt es auch eine Studie, in der 20 Prozent der Corona-Infizierten über Beschwerden im Genitalbereich klagten. Fachleute von der Universitätsklinik in Düsseldorf bestätigten zudem eine schlechtere Spermaqualität bei Covid-19-Patienten mit einem moderat schweren Verlauf. Insgesamt hatten sie auch weniger Spermien und der Anteil der beweglichen Spermien war ebenfalls geringer. Keine Untersuchungen gibt es natürlich bisher dazu, ob von Covid-19-Patienten langfristig auch weniger Kinder gezeugt werden.

Eine weitere Studie wurde auch an zwei Universitäten aus den USA und Deutschland durchgeführt. Diese fanden ebenfalls heraus, dass die Hoden für eine Coronavirus-Infektion einen Hotspot darstellen. Die Untersuchung fand in Zusammenarbeit zwischen der US-Universität Cornell bzw. dem Deutschen Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE)statt, wobei die Beteiligten zum Entschluss kamen, dass Sars-CoV-2 nicht nur die Atemwege befallen, sondern auch viele andere Organe schädigen kann. Im Zuge der Studie wurden insgesamt 28 Gene ermittelt, die dem Corona-Virus vorwiegend als Rezeptor bzw. als Eintrittspforte in den Organismus dienen. Die potentiellen Hotspots des Körpers sind dabei vor allem durch eine gemeinsame Expression von TMPRSS2 bzw. ACE2 gekennzeichnet, wobei TMPRSS2 ein Enzym ist, das gemeinsam mit ACE2 daran beteiligt ist, dass das Virus in die Zellen eintreten kann. Außerdem konnten die Wissenschaftler andere zelluläre Faktoren identifizieren, die ebenfalls dazu beitragen können, dass das Virus in das zentrale Nervensystem, Herz und Lunge gelangt. Auch wenn das Virus zunächst eine Infektion im Atemwegssystem auslöst, so ist es wichtig, dass man vorhersagen kann, wohin es in weiterer Folge gelangen könnte, da dies dabei helfen kann, auch eine entsprechende Therapie zu entwickeln.

Wer feststellen will, ob die Fortpflanzungsfähigkeit nach einer Coronavirus-Infektion nach wie vor gegeben ist, sollte am besten seine Spermienqualität bzw. seinen Hormonspiegel untersuchen lassen.

Corona-Wortneuschöpfungen: Wie die Pandemie unsere Sprache beeinflusst


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Das Jahr 2020 ist von Corona (Covid-19) beherrscht. Das Virus verändert unsere Welt. Es verändert die Gesellschaft, die Politik, Kultur und Wirtschaft. Auch die Sprache verändert das Virus, denn es sind viele neue Worte entstanden, die es ohne Covid-19 nie gegeben hätte.

Alltagshelden ist zwar kein neues Wort, aber es ist eines der Worte, die 2020 sehr populär wurden. Alltagsheld war und ist jeder, der oder die trotz Krise weiter seine Arbeit macht. Ein Alltagsheld wird nicht wegen seiner heldenhaften Leistung gefeiert, sondern weil er oder sie viel aushält. Denn das Wort ist ein Paradox. Ein Held leistet außergewöhnliches. Im Alltag passiert eigentlich nicht viel außergewöhnliches. Auch das Alltagshelden millionenfach vorkommen, aber Helden eigentlich nur singulär auftreten, zeigt die Paradoxie des Wortes.

Corontäne ist eine Wortneuschöpfung, die während der Coronakrise entstand. Coronatäne ist einfach ein Kofferwort aus „Corona“ und „Quarantäne„.

Der Covidiot scheint allgegenwärtig. Er fällt vor allem durch sein rücksichtsloses Verhalten und seine Unbelehrbarkeit auf.

„Corona-Speck“ ist auch so ein neues Wort. Unter „Corona-Speck“ wird einfach nur die Gewichtszunahme durch Home-Office und Selbst-Quarantäne verstanden.

Die Worte „Infodemie“ und „Plandemie“ basieren beide auf dem Wort „Pandemie„. Während „Infodemie“ eine Kritik an den sozialen Medien und der Informationsflut darstellt, werden unter dem Wort „Plandemie“ Behauptungen verbreitet, dass die staatlichen Corona-Eindämmungsmaßnahmen geplant seien.

Das Wort „Impfnationalismus“ hat die WHO geprägt. „Impfnationalismus“ dient als Vorwurf an Staaten, die mit anderen nicht zusammen an einer globalen Lösung für das Coronavirus arbeiten wollen, sondern einen nationalen Alleingang wählen. Treffender wäre hier das Wort „Nationaler Impfegoismus“.

Eine weitere Wortneuschöpfung ist der „Quarantini“. Der „Quarantini“ ist der Cocktail der Coronakrise.

In Deutschland verbreitete sich im ersten Halbjahr 2020 auch das Wort „Öffnungsdiskussionsorgie„. Es wurde von der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) geprägt.

Virokratie“ ist eine weitere Wortneuschöpfung. Eine „Virokratie“ ist eine Form der Herrschaft bei dem eine Regierung ihre Legitimität und Macht aus der Bedrohungslage durch einen Virus erhält.

Fazit: Das Coronavirus beeinflusst unsere Sprache. Die neue Worte zeigen, womit Menschen sich beschäftigen und was Menschen beschäftigt.

Hinweise: Die Infografik dient der Unterhaltung und soll zeigen, wie sich unsere Sprache verändert. Ob das gut oder schlecht ist, muss jeder selbst entscheiden.

Über die Corona-Infografik: Teilen erwünscht!

Sie können die Infografik gerne in den sozialen Medien teilen, herunterladen oder auf Ihrer Webseite verwenden. Bitte geben Sie als Quelle BedeutungOnline.de und diesen Beitrag an. Quelle: https://www.bedeutungonline.de / https://www.bedeutungonline.de/corona-wortneuschoepfungen-wie-die-pandemie-unsere-sprache-beeinflusst/

Die Infografik finden Sie hier in größerer Auflösung. (1,3 MB)

Corona-Wortneuschöpfungen 2020

Die oben genannten Worte sind Wortneuschöpfungen. Es sind also größtenteils Worte, die es so noch nicht gegeben hat. Doch 2020 verbreiteten sich viele Worte für neue Phänomene. (Die Worte gab es schon vorher. Sie sind also keine Wortneuschöpfungen.) So z.B.:

Auch der Blick nach Österreich muss stattfinden. Denn Deutschlands südlicher Nachbar misst den Abstand in der Maßeinheit „Babyelefant„. Das klingt albern und es ist auch, aber es prägt sich gut ein.

Eine Übersicht über alle Beiträge, die zum Thema „Coronavirus“ auf BedeutungOnline.de veröffentlicht wurden, finden Sie hier.

Was ist Impfstoff-Nationalismus / Impfnationalismus? Bedeutung, Definition, Erklärung


Als „Impfnationalismus“ oder „Impfstoff-Nationalismus“ wird das egoistische Verhalten von Staaten bezeichnet, die im Kampf gegen eine globale Pandemie einen neuentwickelten Impfstoff vor allen anderen als erste kaufen und zu erst ihrer nationalen Bevölkerung zur Verfügung stellen.

Was ist Impfstoff-Nationalismus / Impfnationalismus? Bedeutung, Definition, Erklärung

Die Ausdrücke „Impfnationalismus“ und „Impfstoff-Nationalismus“ sind wertend zu verstehen. Denn Staaten, die „Impfstoff-Nationalismus“ praktizieren, kooperieren nicht mit globalen Organisationen (WHO) oder anderen Staaten im Kampf gegen eine Pandemie (Coronavirus / Covid-19), sondern führen einen nationalen Alleingang durch. Dies führt zu weltweiten Verteilungsungleichheiten.

Reiche Staaten haben gegenüber ärmeren Staaten einen deutlichen Vorteil. Sie können es sich eher leisten einen teuren Impfstoff zu kaufen und Verträge mit Impfstoff-produzierenden Pharmafirmen abzuschließen. Dies führt dazu, dass reiche Staaten bei der Verteilung eines Impfstoffes bevorzugt werden, während ärmere Staaten benachteiligt werden. Werden ärmere Staaten benachteiligt, so hat dies zur Folge, dass eine Pandemie (Coronavirus / Covid-19) in diesen Ländern erst verspätet, erschwert oder verzögert bekämpft werden kann.

„Impfnationalismus“ und „Impfstoff-Nationalismus“ wirken sich negativ auf die Preise für Impfungen, den Impfstoff, Lieferketten, Ressourcen und Herstellungen aus. Versuchen Staaten z.B. das Angebot, Lieferketten oder die Herstellung eines Impfstoffes zu ihren Gunsten zu beeinflussen, so wirkt sich dies nachteilig auf andere Staaten aus. Erfolgreiche Einflussversuche können zur Verknappung oder Preissteigerungen führen.

Erhöhte Nachfrage nach einem Impfstoff kann dazu führen, dass der Preis für einen Impfstoff steigt. Steigende Preise würden ärmere Staaten benachteiligen.

Auch ist denkbar, dass Staaten Impfstoffe horten. Dieser Impfstoff kann dann z.B. als geopolitisches Druckmittel verwendet werden.

Gegen „Impfnationalismus“ oder „Impfstoff-Nationalismus“ helfen internationale Kooperationen, internationale Verteilungsregeln, Regelung des Zugangs zum Impfstoff und Handelsabkommen.

Die WHO warnte am 13. August 2020 vor einem Impfstoff-Nationalismus. Ein Impfnationalismus würde dazu führen, dass ärmere Ländern benachteiligt werden. Denn übermäßige Nachfrage und Wettbewerb um das Angebot können zu hohen Preise für einen Impfstoff führen. Daher rief die WHO zur globalen Zusammenarbeit auf. Außerdem äußerte sch die WHO, dass die Weltwirtschaft sich erst nachhaltig erholen kann, wenn das Coronavirus überall besiegt ist.

Fazit: Einen Impfnationalismus können sich reiche Länder leisten. Arme Länder sind auf die Solidarität der reichen Länder angewiesen.

Impfnationalismus / Impfstoff-Nationalismus: Bedeutung, Definition

Die Ausdrücke „Impfnationalismus“ und „Impfstoffnationalismus“ tauchten im Juli und August 2020 – während der Coronavirus-Pandemie – erstmalig auf, als bekannt wurde, dass verschiedene Länder sich einen Zugang zum Covid-19-Impfstoff sichern wollten und Vereinbarungen mit Pharmafirmen über Abnahmeverträge verhandelt wurden.

Das Wort „Nationalismus“ wird in den Begriffen „Impfnationalismus“ und „Impfstoff-Nationalismus“ eher als Synonym für „(Nationaler) Egoismus“ verstanden. Es geht nicht darum, dass reiche Länder armen Ländern nicht helfen wollen, sondern dass sie erst sich selbst helfen und dann anderen. Der sinnvollere Begriff wäre daher „Impfegoismus“ oder „Impfstoff-Egoismus“. Der Begriff wäre auch wie folgt denkbar: „Nationaler Impfegoismus“ oder „Nationaler Impfstoff-Egoismus“.

An der herkömmliche Bedeutung vom Wort „Nationalismus“ knüpfen die Ausdrücke „Impfnationalismus“ und „Impfstoff-Nationalismus“ nicht an. Sie knüpfen aber an die negative Konnotation des Wortes „Nationalismus“ an.

Ein Babyelefant Abstand: Maßeinheit, Bedeutung und Definition


Die Maßeinheit „Babyelefant“ ist eine in Österreich gebrauchte Maßeinheit, um den Mindestabstand zu anderen Menschen zubestimmen.

Die Maßeinheit „Babyelefant“ wurde während der Coronakrise im Jahr 2020 populär.

Das Wort „Babyelefant“ wurde zum österreichischen Wort des Jahres 2020 gewählt.

1 Babyelefant Abstand – Wo die Maßeinheit herkommt

Im April 2020 hat die Österreichische Bundesregierung – im Kontext der Coronapandemie und Eindämmungsmaßnahmen – ein Video veröffentlicht, in dem die österreichische Bevölkerung aufgefordert wird, Abstand zu anderen zu halten. Die Dame im Video sagt, dass sie durchhält und Abstand zu anderen hält. Dieser Abstand beträgt mindestens ein Meter oder eben ein Babyelefant.

Verantwortlich für das Video ist die Agentur „Jung von Matt“.

Siehe: Kontaktverbot, Social Distancing

Warum ein Babyelefant? Bedeutung

Der Babyelefant steht für die Ein-Meter-Abstandsregel in Österreich während der Coronapandemie im Jahr 2020. Der Babyelefant ist eine Eselsbrücke und Merkhilfe.

Der Babyelefant verbindet die Sympathie für Elefanten und Tiernachwuchs mit den Corona-Abstandsregeln. Denn ein Babyelefant ist niedlich, sympathisch und es gibt niemanden, der Babyelefanten nicht mag.

Der Umstand, dass der Babyelefant als Maßeinheit dient, wirkt zunächst seltsam oder irritierend, aber er amüsiert, belustigt und ist einprägsam. Der Babyelefant-Abstand regt zum drüber reden und zum Teilen (in den sozialen Medien) an. Damit erfüllt der Babyelefant als Symbol seine Aufgabe: Die Aufforderung Abstand zu halten, wird verbreitet.

Obwohl die wenigstens jemals einem Babyelefanten nah waren und wissen, wie groß er wirklich ist, können sich die meisten einen Babyelefanten vorstellen. Dies führt dazu, dass die Aufforderung „1 Babyelefant Abstand“ Verbreitung findet.

Übrigens: Ein Elefantenbaby ist bei der Geburt rund 100 Kg schwer und er ist ca. 1,00 Meter groß (bzw. lang).

Die Maßeinheit „Babyelefant“ wird nur genutzt, um den Mindestabstand zu bestimmen. Eine Mathematik ist mit der Maßeinheit nicht angedacht. Sie dient nur zur Unterscheidung, ob jemand den Mindestabstand einhält oder nicht. Wie gut oder wie weit jemand Abstand hält, wird nicht mit „Babyelefant“ ermittelt. (Beispiel: Es wird nicht ermittelt, ob jemand 2 oder 3 Babyelefant wegsteht.)

Folgen von 1 Babyelefant Abstand

Das Video und die Aufforderungen „ein Babyelefant-Abstand“ zu halten, führte zu vielfältigen Reaktionen.

Das Video führte zur starken Nachfrage nach Babyelefanten. Zoos in Österreich in denen es gerade Elefanten-Nachwuchs gab, konnten sich über mehr Besucher freuen. Auch bei Google-Österreich gingen vermehrt Suchanfragen nach „Babyelefant“ ein.

Grammatik: Babyelefant oder Elefantenbaby

Die Worte „Babyelefant“ oder „Elefantenbaby“ scheinen sich nicht stark zu unterscheiden. Doch bei  den Worten „Babykarotte“ und „Karottenbaby“ wird schnell deutlich, dass es Bedeutungsunterschiede gibt. (Es gibt Babykarotten, aber niemand bezeichnet junge Karotten als „Karottenbabies“.)

Erklärung: Wird das Wort „Baby-“ vorangestellt, so erfolgt eine Verniedlichung und Verkleinerung. Wird das „-baby“ hinten angestellt, so wird damit ausgesagt, dass es sich nicht um eine kleine Version von etwas handelt, sondern um Nachwuchs, der eben noch ein Baby, Säugling oder Kleinkind ist.

Diese Unterscheidung ist im Alltag bei Tieren unwichtig. Bei Gemüse hingegen ist sie wichtig. (Niemand unterscheidet streng zwischen „Hundebabies“ und „Babyhunden“.)

Weitere lustige Maßeinheiten

Der „Babyelefant“ als Maßeinheit ist nicht die erste lustige Maßeinheit ihrer Art. In Finnland gibt es das Längenmaß „Poronkusema„. Ein „Poronkusema“ ist 7,5 km lang. Ein Poronkusema ist die Strecke, die ein Rentier laufen kann, ohne Pinkelpausen einzulegen.

Die finnische und schwedische Maßeinheit „Peninkulma“ steht für die maximale Entfernung in der man einen Hund bellen hören kann. In Finnland und Schweden ist ein Peninkulma 10 Kilometer lang.

Was bedeutet Virokratie / Virokraten? bedeutung, Definition


Der Ausdruck „Virokratie“ ist ein politisches Schlagwort und eine Wortneuschöpfung, die während der Coronakrise im Jahr 2020 entstand.

Während der Coronakrise 2020 wurde der Ausdruck „Virokratie“ teils als abwertende Bezeichnung für die Regierung, Institutionen und Medien verwendet.

Hinweis: „Virokratie“ ist kein anerkannter Begriff in der Politikwissenschaft. Die Regierungen, die während der Coronakrise 2020, regierten, sind keine Virokratien.

Grammatik: Über das Wort „Virokratie“

„Virokratie“ ist ein Kofferwort aus dem Wort „Virus“ und dem griechischen Suffix „-kratie“. „Kratie“ bedeutet auf deutsch: „Herrschaft“. Ein bekanntes Wort mit „-kratie“ ist „Demokratie“.

Im Sinne der Grammatik wäre das Wort „Virukratie“ (mit „u“) sinnvoller, da eben der Wortstammt „Viru“ verwendet wird. In der Umgangsprache hat sich der Ausdruck „Virokratie“ durchgesetzt. („Virokratie“ ist mit seinem o-Klang näher am Wort „Demokratie“.)

Was ist eine Virokratie? Was sind Virokraten? Bedeutung, Definition

Von seinem Begriff her, kann „Virokratie“ wie folgt interpretiert werden: Eine Regierung und ihre Herrschaft werden durch die Anwesenheit und Bedrohung einer Bevölkerung durch einen Virus legitimiert.

Die Herrschenden in einer Virokratie werden „Virokraten“ genannt.

In der Virokratie regieren Politiker, die die Empfehlungen von Virologen, Medizinern und Wissenschaftlern teils 1:1 umzusetzen. (Damit ist die Virokratie eine Spielart der Technokratie.)

Die Virokratie ist eine Form der Notstandsregierung bei welcher eine Regierung den Fokus ihrer Arbeit auf die Eindämmung einer Epidemie oder Pandemie legt. Um eine Epidemie oder Pandemie einzudämmen, schränkt eine virokratische Regierung temporär die Freiheitsrechte von Bürgern und die Freiheit der Wirtschaft ein. (Siehe: Ausgangsbeschränkungen, Kontaktverbot) Diese Einschränkungen werden damit gerechtfertigt, dass sie die Ausbreitung eines Virus verlangsamen, dem Schutz der Bevölkerung dienen, das Gesundheitssystem vor Überlastung bewahren und Risikogruppen schützen. (Siehe: Flatten the Curve)

In der Virokratie ist eine Regierung auf die freiwillige Mitarbeit der Bevölkerung angewiesen. (Siehe: Social Distancing, Selbst-Isolation) Denn jeder einzelne kann betroffen sein. Wenn Bürger sich daher freiwillig an Pandemie-Eindämmungsgesetze und Empfehlungen halten, wird der Schutz jedes einzelnen und von Risikogruppen verbessert. Ob Bürger sich aus Vernunft an Empfehlungen oder Gesetze halten, oder aus Untertanenmentalität ist eine andere Frage.

Die Legitimation zur temporären Einschränkung der Freiheitsrechte von Bürgern und der Freiheit der Wirtschaft erfolgt durch die akute Bedrohungslage durch einen Virus. Rechtlich erfolgt die Rechtfertigung durch Gesetze wie z.B. Notstandsgesetze oder den Katastrophenfall.

Die freiheitseinschränkende Politik einer Virokratie führt zu wirtschaftlichen und kulturellen Einschränkungen und Einbußen. Dies versuchen virokratische Regierungen durch staatliche Hilfs- und Förderprogramme auszugleichen.

Eine Virokratie entsteht durch die Reaktion einer Regierung auf eine virologische Bedrohungslage, die eine andere Regierungsarbeit zur Folge hat. Eine Virokratie wird nicht erkämpft, sondern sie entsteht, um die Bevölkerung zu schützen.

Eine Virokratie endet, wenn die Bedrohungslage durch einen Virus nicht mehr akut oder beendet ist. (Siehe: Wann ist die Corona-Pandemie zu Ende?) Dies kann z.B. an der Bedingung festgemacht werden, dass eine gewisse Durchseuchung der Bevölkerung stattgefunden hat und eine Herdenimmunität entstanden ist.

Was bedeutet Coronoia, Coronia? Bedeutung, Definition


Die Worte „Coronia“ und „Coronoia“ haben folgende Bedeutungen:

Was bedeutet „Coronia“? Bedeutung, Definition

„Coronia“ ist eine Abwandlung des Wortes „Colonia“. (Ausprache: „Co-ro-nia“)

Scherzhaft wurde der Ausspruch „Viva Colonia“ zu „Viva Coronia“ abgewandelt.

„Coronia“ ist eine Aktion des kölnischen Stadtmuseums. Bei dieser sollen Menschen Gegenstände aus ihrem Alltag während der Coronapandemie zeigen. Die Fotos werden auf der Instagram-Seite coroniaksm des kölnischen Stadtmuseums veröffentlicht.

„Coronia“ ist der Name mehrerer Unternehmen.

„Raumschiff Coronia“ ist ein Gesellschaftsspiel.

Was bedeutet „Coronoia“? Bedeutung, Definition

„Coronoia“ ist ein Kofferwort aus den Worten „Corona“ und „Paranoia“. „Coronoia“ wird wie folgt ausgesprochen: „Co-ro-noi-a“.

„Coronoia“ ist eine Wortneuschöpfung. Es wird als politisches Schlagwort verwendet, um Medien oder Regierung zu unterstellen, dass sie – während der Coronakrise 2020 – unnötige Panik verbreiten und der Bevölkerung Angst machen, um politische Ziele zu verfolgen.

„Coronoia“ ist der Name eines satirischen Kurzfilms über Menschlichkeit und Social Distancing (Infektionsschutz), während der Coronakrise 2020. „Coronoia“ wurde von der wtp international GmbH produziert.

„Coronoia“ ist kein anerkannter Begriff der Psychologie oder Medizin.

Was bedeutet „Coronoia“? Bedeutung, Definition

Der Ausdruck „Coronoia“ wird genutzt, um Pandemie-Eindämmungsmaßnahmen (Social Distancing, Kontaktverbot, Ausgangsbeschränkungen) abzuwerten und zu diskreditieren. Die Gefahr des Coronavirus (Covid-19) soll durch den Ausdruck „Coronoia“ verharmlost und heruntergespielt werden.

In Verschwörungstheorien wird auch von „Coronoia“ gesprochen. Hierbei wird behauptet, dass die Coronoia politisch zum Machterhalt und zur Einschränkung von Freiheitsrechten genutzt werde. Mit dem Ausdruck „Coronoia“ wird jenen, die Angst vor dem Coronavirus haben und/oder sich an Eindämmungsmaßnahmen (Social Distancing) halten, unterstellt, dass sie paranoid seien.

In der Umgangssprache wird der Begriff „Paranoia“ meist als Adjektiv „paranoid“ verwendet. Wird über jemanden gesagt, dass die Person „paranoid“ sei, so wird damit ausgesagt, dass die Person unter Verfolungswahn leidet, ängstlich ist und eine verzerrte Wahrnehmung ihrer Umgebung hat. Paranoide Personen neigen auch zur Feindlichseligkeit.

Im Kontext des Adjektivs „paranoid“ kann der Ausdruck „Coronoia“ so interpretiert werden, dass damit die allgegenwärtige Gefahr des Coronavirus für Leib und Leben heruntergespielt und verharmlost werden soll.

Was bedeutet Plandemie / Plandemic? Bedeutung, Definition


Das deutsche Wort „Plandemie“ ist eine Wortneuschöpfung und ein Kofferwort aus den Worten „Plan“ und „Pandemie“. Das englische Äquivalent ist „Plandemic“.

Was bedeutet Plandemie / Plandemic? Bedeutung, Definition

Das Kofferwort „Plandemie“ kann von seinem Begriff her so interpretiert werden, dass eine Pandemie geplant ist und absichtlich stattfindet. Die Pandemie ist Teil eines Plans und mit ihr werden (politische) Ziele verfolgt.

Während der Coronakrise im Jahr 2020 verbreitete sich das Wort „Plandemie“ erstmals in Deutschland im März 2020. Für eine weitere Verbreitung des Ausdrucks sorgte das Verschwörungsvideo „Plandemic“, welches im Mai 2020 veröffentlicht wurde. (Mehr dazu, weiter unten.)

Plandemie als politisches Schlagwort (Bedeutung)

Der Ausdruck „Plandemie“ wird als politisches Schlagwort verwendet, um Verschwörungstheorien und Falschinformationen über das Coronavirus zu verbreiten. Unter dem Begriff „Plandemie“ werden Behauptungen subsummiert, dass die weltweite Corona-Pandemie, ihre Folgen und die staatlichen Eindämmungsmaßnahmen (Shutdown, Social Distancing) geplant waren. Sie sollen dazu dienen, Freiheitsrechte abzuschaffen, Informationen zu kontrollieren, die Zensur einzuführen, Menschen zu kontrollieren und zwangszuimpfen.

In den sozialen Medien werden unter dem Begriff „Plandemie“ Falschinformationen über das Coronavirus, den Ursprung von Covid-19 und mögliche Heilmittel verbreitet.

Der Ausdruck „Plandemie“ wird auch genutzt, um impffeindliche Positionen zu verbreiten. Es werden Verschwörungstheorien verbreitet, dass das Coronavirus ein medizinisches Experiment sei. Es wird behauptet, dass Menschen unter anderem (durch eine Impfung) gechipt und manipuliert werden sollen. In weiteren Verschwörungstheorien werden Verbindungen zwischen dem Coronavirus, Bill Gates, der Black-Lives-Matter-Bewegung (BLM), 5G, der vierten industriellen Revolution und einem Wirtschaftskrieg hergestellt.

In den sozialen Medien wird der Ausdruck „Plandemie“ aktiv genutzt und verbreitet.

Der Ausdruck „Plandemie“ wird teils in folgender Schreibweise verbreitet: PLANdemie.

Auf verschiedenen Print-On-Demand-Webseiten werden Bekleidungsstücke mit dem Aufdruck „Plandemie“ angeboten.

Siehe auch:

Plandemic: Video (Bedeutung)

Am 4. Mai 2020 wurde das Verschwörungstheorie-Video „Plandemic“ von Mikki Willis in den sozialen Medien veröffentlicht. Innerhalb kurzer Zeit wurde das Video mehrere Millionen Mal angesehen. Viele Plattformbetreiber reagierten und entfernten das Video innerhalb kurzer Zeit.

In dem Video wird unter anderem behauptet, dass Impfstoffe krank machen und Krankhäuser Geld verdienen, wenn sie Covid-19-Patienten behandeln. Es wird behauptet, dass Hydroxychloroquin gegen Coronaviren hilft, dass in vergangenen Grippeimpfungen Coronaviren enthalten gewesen sein sollen und dass ein Mund-Nasen-Schutz das Coronavirus aktiv.

Das Video wurde von Ärzten und Gesundheitsbehörden wegen seiner falschen und irreführenden Informationen verurteilt.

Über den Begriff Plandemie

Wer den Begriff „Plandemie“ wortwörtlich versteht und ernst nimmt, müsste sich damit auch auseinander setzen. Ein Plan hat verschiedene Modalitäten: Ziele, Ressourcen, Beteiligte, Rahmenbedingungen, Zielbedingungen, Folgen, Abläufe, usw.

  • Was ist das Ziel der Plandemie?
  • Wer ist beteiligt? Warum? Was haben, die Beteiligten davon?
  • Welche Anfangsbindungen mussten herrschen?
  • Wie läuft die Plandemie ab? Was passiert als nächstes? Was passiert als letztes?
  • Warum darf gegen die Plandemie demonstriert / sich gewehrt werden?
Was bedeutet Corontäne? Bedeutung, Definition, Erklärung


Als „Corontäne“ wird das freiwillige Zuhausebleiben und Einschränken der sozialen Kontakte, während der Coronakrise 2020 bezeichnet.

„Corontäne“ ist eine Wortneuschöpfung und ein Kofferwort aus den Worten „Corona“ und „Quarantäne„.

Was bedeutet Corontäne? Bedeutung, Definition, Erklärung

Das Wort „Corontäne“ wurde während der Coronakrise im Jahr 2020 in Deutschland populär. Bei Google-Deutschland gingen erste signifikante Suchanfragen nach „Corontäne“ im März 2020 ein.

Die Corontäne zeichnet sich durch folgende Merkmale aus:

Warum die Corontäne sinnvoll ist:

Die Corontäne diente dazu, die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen oder gar zu verhindern. Denn je weniger Menschen erkranken, umso besser wird das Gesundheitssystem vor Überlastung geschützt. Hierfür wurde das Schlagwort „Flattening the Curve“ verwendet.

Ein weiteres Ziel der Corontäne war es, dass alte, schwache oder kranke Menschen vor einer Infektion geschützt. Generell sind Menschen von Risikogruppen besonders gefährdet. Eine freiwillige Einschränkung von Menschen, die nicht Teil einer Risikogruppe sind, schützt daher Leben. (Siehe auch: Präventionsparadox)

Eine ungehinderte Ausbreitung des Coronavirus (Covid-19) würde im schlimmsten Fall dazuführen, dass sehr viele Menschen gleichzeitig medizinische oder intensiv-medizinische Hilfe bräuchten. Jedoch sind die Kapazitäten in einem Krankenhäusern begrenzt. Es gibt nur eine begrenzte Anzahl an Intensivbetten und Beatmungsgeräten. Sind die Kapazitäten eines Krankenhauses ausgelastet und werden weitere Kapazitäten benötigt, so müssten Ärzte anhand eines Kriterienkatalogs entscheiden, wer behandelt und wer nicht. Dies sind Entscheidungen über Leben und Tod, die niemand gern treffen möchte.

Weitere interessante Beiträge:

Positive Folgen einer Corontäne:

Es hat sich gezeigt, dass Menschen während der Corona-Pandemie solidarischer wurden und sich mehr für einander interessierten. Viele haben ihre Corontäne genutzt, um ihren Partner oder ihre Kinder (vielleicht teils auch unfreiwillig) neu kennenzulernen. Die Corontäne war aber auch eine gute Zeit, um Hobbys zu entdecken oder wieder zu entdecken.

Wer sich in der Corontäne beschäftigen konnte, verhinderte den Lagerkoller und erdrückende Langeweile. Hier half es Struktur in den Alltag zu bringen, damit nicht das Chaos oder Beliebigkeit regiert.

Für manche war die Corontäne auch ein Test, wie sie mit dem Home Office klarkommen. Dies fing schon damit an, dass das Tragen von ordentlicher Kleidung das Arbeiten im Home Office auf wunderbare Weise erleichtert.

Weitere Bedeutung von Corontäne

Verschiedene Künstler haben einen Corontäne-Song veröffentlicht. Unter anderem:

  • Knippi – „Der Corontäne-Song“
  • Snicklink – „TIME LIES – Corontäne-Knaller Vol. 3 – One more Keim“
  • Captain Hook – Corontäne

Verschiedene Medien benutzten den Ausdruck „Corontäne“ auch. Unter anderem waren dies ProSieben und PULS Reportage.

Was bedeutet „Neue Normalität“? Bedeutung, Definition


Von seinem Begriff her, bedeutet der Begriff „Neue Normalität“, dass alte festgelegte gesellschaftliche Regeln, Routinen, Verhaltensweisen, Prozess- oder Interaktionsketten nicht mehr gelten und durch neue ersetzt wurden.

Was bedeutet „Neue Normalität“ genau? Bedeutung, Definition

Insbesondere steht der Begriff „Neue Normalität“ dafür, dass neue Selbstverständlichkeiten alte Selbstverständlichkeiten ersetzen. Dies erfordert von den Menschen eine gewisse Anpassungsfähigkeit und den Willen eigenes Verhalten umzustellen. Wer sich nicht umstellen möchte, kann deswegen schnell Widerstand leisten.

Für menschliches Verhalten gilt, dass die Wiederholung von bestimmten Verhalten für eine Normalisierung und Veralltäglichung sorgt. Was am Anfang ungewohnt war, geht schnell in Fleisch und Blut über.

Je komplexer eine Gesellschaft ist, umso gefährlicher und riskanter wird es die alte Normalität zu verlassen. Für Menschen und Unternehmen kann dies die Umstellung von Arbeits- und Produktionsbedingungen bedeuten. Dies kann mit Jobverlusten einhergehen.

Der Begriff „Neue Normalität“ kann positiv und negativ verstanden werden. Das Wort „neu“ hat eine positive Konnotation. Etwas neues kann besser sein als das alte. Etwas neues ist aufregend. Die Wort „neue  Normalität“ kann aber auch Angst auslösen und negativ verstanden werden. Denn für eine „neue Normalität“ müssen alte Verhaltensweisen aufgegeben und neue erlernt werden. Dies kann von Zukunftsangst und Unsicherheit begleitet werden.

Das Wort „Normalität“ wird in der Umgangssprache eigentlich als etwas langweiliges verstanden. Normalität steht für Struktur, Halt und für eingefahrene Gleise. Das gibt Sicherheit, kann aber auch sehr langweilig sein. Hier ist der Kontext sehr wichtig.

Normalität entsteht durch Wiederholung. Normalität führt zu Alltag. Wenn die Welt in der Krise ist, so kann Normalität etwas gutes sein. Sie gibt Halt und Orientierung! Ist die Welt nicht in der Krise, so können Normalität und Alltag erdrückend sein.

Die Regeln einer neuen Normalatät müssen nicht besser sein als vorher geltende Regeln.

Wie entsteht „neue Normalität“? Bedeutung, Definition

Eine „neue Normalität“, also neue Regeln für das gesellschaftliche Zusammenleben, können durch staatlichen Zwang, technologische Neuerungen oder freiwillig entstehen.

Beispiele:

  • Neue Gesetze führen zu einem veränderten Verhalten und damit zu einer neuer Normalität. Sie werden durch Androhung von Strafen durchgesetzt. Beispiel: Maskengebote in Supermärkten fordern, dass ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden muss.
  • Technische Neuerungen führen zu einem veränderten Verhalten. Sie setzen sich durch, weil die Geräte oder Techniken benutzt werden. Beispiele:
    • Smartphones veränderten das menschliche Miteinander. Streaming-Dienste veränderten den Musikkonsum.
    • Das Internet hat zu einer neuen Normalität geführt.
  • Unternehmen beeinflussen Märkte, andere Firmen und Preise. Beispiel: Amazon beeinflusst den Markt.
  • Worte tauchen auf einmal auf und jeder kennt sie. Beispiel: Ehrenmann.
  • Freiwillig kann eine neue Normalität durch das Leben moralischer Ansprüche entstehen. Beispiel: Der Vegatarier- und Vegan-Bewegung. Die Bewegung sorgt dafür, dass Menschen ihren Fleischkonsum hinterfragen und ändern.

Neue Normalität: Coronakrise 2020

Der Ausdruck „Neue Normalität“ wurde während der Coronakrise 2020 im deutschsprachigen Raum populär und zu einem politischen Schlagwort.

Deutsche Politiker bezeichneten die verhängten Corona-Eindämmungsmaßnahmen (Kontaktverbot, Maskengebot) als „Neue Normalität“. Dies führte zu Widerspruch, denn es wurde kritisiert, dass die Bürgerrechte-einschränkenden Maßnahmen vorrübergehend sein sollen und nicht permament. Der Ausdruck „Neue Normalität“ könnte aber genau letzteres suggerieren.

Der Begriff „Neue Normalität“ im Bezug auf die Bürgerrechte-einschränkenden Maßnahmen während der Coronakrise 2020 ist irreführend. Denn die Maßnahmen sollen schließlich wieder aufgehoben werden und nicht dauerhaft so bleiben. (Es wird schließlich auch über Exit-Strategien gesprochen.) Daher wäre der Begriff „temporäre Normalität“ oder „vorrübergehende Normalität“ sinnvoller.

In diesem Kontext könnte der Begriff „Neue Normalität“ aber auch anders verstanden werden. Damit ist gemeint, dass das Coronavirus nicht mehr weggeht und wir mit dem Virus leben müssen – ob wir wollen oder nicht.

Beispiele: Neue Normalität während der Coronakrise 2020

Die „neue Normalität“ in Deutschland während der Coronakrise 2020 prägten unter anderem folgende Verhaltensweisen:

  • Einkaufen nur mit Einkaufswagen.
  • Die Coronakrise hat beeinflusst, was gekauft wird.
  • Ein Mund-Nasen-Schutz muss in öffentlichen Verkehrsmitteln und im Supermarkt getragen werden.
  • Temporäre Betretungsverbote für Krankenhäuser oder Pflegeeinrichtungen für alte Menschen.
  • Ausgangsbeschränkungen, Lockdown, Shutdown
  • Unternehmen änderten teilweise ihre Geschäftsmodelle (Bsp.: Restaurants fingen an Essen zu liefern.)
  • Abstandsregeln in Restaurants und Cafés. + Notieren der Anschriftdaten der Gäste.
  • Aussetzung von Festivals und Konzerten.
  • Menschen wurden auf einmal in systemrelevant und systemunrelevant eingeteilt oder teilten sich selbst ein.
4 Forderungen für eine Welt nach Corona


Die Coronakrise testet alles! Sie testet die Wirtschaft, die Gesellschaft und die Menschen. Die Coronakrise führt dazu, dass Prozesse und Verstrickungen, Anforderungen und Fähigkeiten hinterfragt werden. Jetzt wird alles sichtbar.

Die Coronakrise zeigt was möglich ist. Sie bringt Bewegung in die Wirtschaft und Gesellschaft. Die Coronakrise ist die Chance die Welt zu verändern. Verändern wir, was nicht mehr stimmig ist. Verändern wir, was uns nicht gut tut. Aus diesem Umstand folgt auch die erste Forderung:

1. Den alten Status nicht wiederherstellen

Die Coronakrise hat viele Firmen dazu gezwungen ihr Geschäftsmodell oder zumindest ihre Geschäftspraktiken zu ändern. Für Menschen, die am Computer arbeiten, wurde wo es ging und gewollt war, das Home Office erlaubt. Viele Restaurants, die ihre Gäste nur in ihren Räumlichkeiten bewirteten, boten auf einmal Lieferservices an. In sonst Kontaktengen Branchen mussten Menschen auf Abstand gehen. Wer vor der Krise beruflich durch Deutschland, Europa oder die Welt reiste, musste das nun einstellen.

Auch wenn manche Geschäftsmodelle nicht verändert wurden, so erhielten sie mehr Aufmerksamkeit. (Ich rede von der Fleischverarbeitenden Industrie.) Was wir dort gesehen haben, sollte nicht beim Biss ins nächste Mettbrötchen vergessen werden. Es sollte zu praktischen Handlungen führen: Verzichtet auf Billigfleisch!

Auch die Coronakrise hat die Politik verändert und eine wichtige Forderung von Fridays-For-Future umgesetzt: Politiker hören auf einmal auf Wissenschaftler. Na es geht doch! (Nur hat die Coronakrise das Thema ausgesucht, nämlich Pandemieeindämmung, Seucheneindämmung und -vermeidung.) (Ja ein Ziel von Fridays-For-Future wurde auch vorrübergehend erreicht: Die Umweltverschmutzung wurde reduziert.)

Die Coronakrise hat die Menschen physisch bzw. räumlich getrennt, aber emotional näher gebracht! Irgendwie sind wir näher zusammengerückt, haben abgelassen vom Egoismus und uns mehr für einander interessiert. Wo vor der Krise Individualismus zählte, galt es nun, sich um die Familie, Freunde, Nachbarn und Verwandte zu sorgen und kümmern.

Die Coronakrise ist aber auch irgendwann wieder vorbei. Wenn dieser Tag da ist, sollte kein Wiener Kongress stattfinden! Die alte Welt sollte nicht wiederhergestellt werden. Politiker sollten weiter auf Wissenschaftler hören. Unternehmen sollten das Home Office als eine Möglichkeit neben dem Präsenzarbeitsplatz anbieten. Restaurants sollten weiterhin Lieferangebote machen! (Es würde den Markt, der viel Pizza und Burger kennt, bereichern.) Die Digitalisierung sollte weiter vorangetrieben werden. Und wir, wir sollten uns weiterhin nach unseren Mitmenschen erkundigen.

2. Internet ist eine Notwendigkeit, keine Annehmlichkeit!

Während der Coronakrise hat sich eins gezeigt: Das Internet ist keine Annehmlichkeit, nicht „nice to have„, sondern eine Notwendigkeit. Das Internet ist ein „must have„, vielmehr ein „ohne gehts nicht“. Es ist Lebensgrundlage für viele Menschen im Home-Office (WFH), für Selbstständige und für jeden, der sich informieren (oder unterhalten) möchte.

Ja, was wäre, wenn der Zugang auf Internet in das Grundgesetz aufgenommen würde? Eine Erweitertung für Artikel 5 wäre wunderbar: „Jeder hat das Recht auf einen privaten Internetzugang (mit zeitgemäßer Geschwindigkeit)!“ (Anmerkung des Autors: Was würde sich in Deutschland bewegen, gäbe es solch ein Gesetz. 😉

3. Arbeitskultur neugestalten

Das Home Office habe ich im Beitrag schon erwähnt. Das Home Office ist aber nur ein Teil unserer Arbeitswelt. Denn eigentlich sollten wir unsere Arbeitskultur überdenken. Ich denke hierbei, an die vielen Menschen, die krank auf Arbeit kommen. Sie husten und schniefen. Was vor Corona „normal“ war, war während der Coronakrise unmöglich! Schniefende oder hustende Mitarbeiter wurden komisch angeguckt, ja sogar der Arbeitsstelle verwiesen. (Wer mit schniefender Nase oder Husten ins Fitnessstudio wollte, wurde weggschickt!)

Das Coronavirus macht klar, Kranke gehören ins Bett. Zur Arbeit sollte man erst dann wieder gehen, wenn man sich auskuriert hat. Das gilt bei allem Fleiß auch außerhalb von der Corona-Krise. Daher wünsche ich mir, dass bei der nächsten Erkältungs- und Grippewelle Menschen mit Schnupfen sich auskurieren, anstatt ihre Kollegen anzustecken. Auf diese Normalität verzichte ich gerne.

4. Mehr Wertschätzung

Wem es zuvor nicht schon klar war, dem wird spätestens in Corona-Zeiten noch einmal gezeigt, wie unverzichtbar einige Berufe in unserer Gesellschaft sind. (Wie so gern gesagt wird, sind  sie systemrelevant.) Es sind die Menschen, die derzeit das Land am Laufen halten. Es ist schön, dass sie jetzt endlich Anerkennung und Wertschätzung bekommen. Sprachlich wurden sie aufgewertet zu „Alltagshelden„. Doch dabei sollte es nicht bleiben. Bessere Löhne sollten gezahlt und Arbeitsbedindungen sollten verbessert werden für all jene, deren Dienst angeblich so unverzichtbar ist.

Fazit

Es gibt nur zwei Gründe, warum Menschen etwas ändern: a) Aussicht auf ein großes Ziel oder b) Schmerz, Krise, Leid, Konflikte. Das sind die Anlässe, warum Menschen ihre Komfortzone verlassen. Die Coronakrise ist so eine Krise, die uns zwingt das zu ändern, was wir schon längst hätten freiwillig ändern können. Nur haben wir das eben nicht.

Da wir viel bewegt haben während der Coronakrise dürfen wir uns eine Pause gönnen. Aber keine Pause, um den alten Zustand wiederherzustellen, sondern den neuen Zustand zu festigen.

Mit diesem Beitrag nehme ich an der Blogparade „Wie kommen wir dauerhaft kreativer aus der Krise?“ von Digitale Exzellenz und an der Blogparade #dieZeitdanach von New Work Stories teil.

Was ist die 7-Tage-Inzidenz? Bedeutung, Definition, Erklärung


Die 7-Tage-Inzidenz ist ein epidemiologischer Richtwert, der als Entscheidungsgrundlage für die Aufhebung oder Intensivierung von eindämmenden Maßnahmen dient.

Mit der 7-Tage-Inzidenz wird angegeben, wie viele gemeldete Neuinfektionen je 100.000 Einwohner es in den letzten sieben Tagen gab.

Sieben-Tage-Inzidenz: Defintion, Bedeutung

Liegt die 7-Tage-Inzidenz über einer definierten Obergrenze müssen Städte oder Landkreise weitere Eindämmungsmaßnahmen (Beschränkungen) verhängen.

Für Deutschland hat die Deutsche Bundesregierung im Mai 2020 als Obergrenze den Wert von 50 Coronavirus-Neuinfektionen je 100.000 Einwohner definiert. Werden in einem Landkreis oder einer Stadt über 50 Corona-Neuinfektionen in den letzten sieben Tagen gemeldet, so muss der Landkreis oder die Stadt weitere Eindämmungsmaßnahmen verhängen. (Bundesländer können die Obergrenze anpassen und selbst festlegen. Für Bayern hat die bayerische Landesregierung eine Obergrenze von 35 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner festgelegt.)

Anhand der 7-Tage-Inzidenz zeigt sich, wie effizient eindämmende Maßnahmen waren. Denn die 7-Tage-Inzidenz kann immer mit der gesamten Fallzahl je 100.000 Einwohner verglichen werden.

Die Sieben-Tage-Inzidenz wird wie folgt errechnet: Die Zahl der gemeldeten Neuinfektionen in den letzten sieben Tagen wird ermittelt. Diese wird dann durch die Einwohnerzahl einer Stadt oder eines Landkreises geteilt. Danach wird das Ergebnis mit 100.000 multipliziert.

An der 7-Tage-Inzidenz zeigt sich aber auch, ob Neuinfektionen verstärkt auftreten, wenn eindämmende Maßnahmen gelockert werden.

Die 7-Tage-Inzidenz dient als Richtwert, um eine erneute Ausbreitung eines Virus oder einer Erkrankung zu erkennen und darauf entsprechend zu reagieren.

Außerdem dient die Sieben-Tage-Inzidenz dazu, Infektionen regional vergleichbar zu machen.

Die Sieben-Tage-Inzidenz wird als relative Zahl angegeben, nicht als absolute Zahl.

Was heißt „Inzidenz“ auf deutsch? Übersetzung, Bedeutung

Das Wort „Inzidenz“ leitet sich vom lateinischen Verb „incidere“ ab. „Incidere“ bedeutet auf deutsch „vorfallen“. Das Wort „Inzidenz“ bedeutet damit auf deutsch „Vorfall“ oder „Zwischenfall“.

Lustige Reiseziele für Wohnung, Haus, Heim und Zuhause


2020 war ein seltsames Jahr, was Reisen und Auslandsurlaub anging. (2021 wird vermutlich nicht anders.) Geplant werden konnte nichts. Viele brachten den Sommer im eigenen Land. Gelacht werden durfte (und darf) aber trotzdem!

Haustralien soll ja sehr schön sein und auch Flurida ist einen Besuch wert. Machen Sie doch einen Abstecher nach Kloatien, auf die Klomoren oder besuchen Sie Sankt Bettersburg. Verbringen Sie Ihren Sommer nicht nur in Büroslawien, der Balkongo wartet auf sie. Auch Parkistan ist sehr schön im Sommer.

Weitere Corona-Witze finden Sie hier.

Lustige Reiseziele: Balkon / Terrasse

  • Balkanos (Balkon + Mykonos)
  • Balkonesien
  • Balkongo
  • Balkongolei
  • Balkonia
  • Balkonien
  • Balkonlande
  • Balkonstaaten
  • Bangladusche
  • Costa del Balkonia
  • Liegnano
  • Rio de Balkono
  • Terrass de Mar
  • Terrassalona (Terrasse + Barcelona)
  • Terrassolonia
  • Terrassoloniki
  • Terrassien
  • Terrassistan
  • Terrasko (Terrasse + Mexiko)
  • Verandarios

Lustige Reiseziele: Flur

  • Flurenz
  • Flurganda
  • Fluruguay
  • Flurida

Lustige Reiseziele: Bad / Klo / Toilette

  • Albadien (Albanien + Bad)
  • Badbados
  • Badcelona
  • Badegaskar (Bad + Madagaskar)
  • Badezimbabwe
  • Badezimmeer (Badezimmer + Meer)
  • Badtorini
  • Islamabad
  • Islamabadezimmer
  • Kambadscha
  • Kloatien
  • Klofornien
  • Klokio (Klo + Tokio)
  • Klolumbien
  • Klomänien
  • Klomenia
  • Klomoren
  • Klorea
  • Kloribati
  • Kloronto
  • Klowakei
  • Klowenien
  • Sagrotanien
  • Taiwanne
  • Wannediven

Lustige Reiseziele: Küche

  • Kochlumbien
  • Küchistan
  • San Küchino (San Marino + Küche)

Lustige Reiseziele: Schlafzimmer

  • Bad Bettheim
  • Bettanien
  • Bettalien (Bett + Italien)
  • Bettland
  • Bettlehem
  • Großbettannien
  • Matratzedonien
  • Penneriffa
  • Pyjamaika
  • Sankt Bettersburg
  • Schlafzimbabwe
  • Schlafzimmeer (Schlafzimmer + Meer)
  • Tibett

Lustige Reiseziele: Wohnzimmer

  • El Sofador
  • Fernsehrbien (Fernsehen + Serbien)
  • Gran Sofaria (Gran Canaria + Sofa)
  • Homanien / Homania (Home + Rumänien / Romania)
  • Los Couchos
  • Seychillen
  • Sofa Canaria (Sofa + Gran Canaria)
  • Sofacabana (Sofa + Copacabana)
  • Sofambik
  • Sofanien
  • Sofastan
  • Wohnzimmeer (Wohnzimmer + Meer)

Lustige Reiseziele: Sonstige Räume und Reiseziele

  • Abstellkammerun
  • Bad Meingarten
  • Budepest
  • Büroslawien
  • Bürozemmien
  • Carporto
  • Dachbodensee
  • Dahamas
  • Dhile
  • Essland
  • Fensterland
  • Gardinien
  • Garagestan
  • Haargentinien
  • Haustria (Haus + Austria)
  • Haustralien
  • Heizungarn
  • Hiertalien
  • Indoornesien
  • Kellasien
  • Kinderzimmeer (Kinderzimmer + Meer)
  • Lallgerien (Wenn Sie zu tief ins Glas geschaut haben.)
  • Raumänien
  • San Mach i noch
  • Schrankreich
  • Schrank Canaria
  • Senregal (Senegal + Regal)
  • Speisekammerun
  • Tadschillistan (Tadschikistan + Chillen)
  • Tür(kei)
  • Wandorra
  • Vulgarien (Falls die Stimmung mal kippt)
  • Zimmerbabwe

Lustige Reiseziele außerhalb der Wohnung oder dem Haus

  • Gardenien
  • Gartanos (Garten + Mykonos)
  • Gartanstinopel
  • Gartenien
  • Garlandia
  • Gartonien
  • Parkistan
  • Parkorini (Park + Santorini)
  • Portugarten
  • Quarantänien
  • Verandalusien (Veranda + Andalusien)
  • Vorgartonien
  • Zuhausistan
Was ist ein Immunitätsausweis? Coronavirus, Bedeutung, Definition, Erklärung, Kritik


Ein Immunitätsausweis ist offizielles behördliches Dokument, dass die Immunität gegen bestimmte Krankheiten bestätigt.

Das englische Wort für Immunitätsausweis ist „Immunity Pass“.

Aktuell gibt es in Deutschland keine Immunitätsausweise.

Immunitätsausweis, Coronavirus und Deutsche Bundesregierung

Die Deutsche Bundesregierung hat ein Gesetz vorgelegt, dass einen Immunitätsausweis vorsieht. Der Immunitätsausweis soll als Nachweis dienen, dass jemand immun gegen das Coronavirus ist. Wer eine nachgewiesene und im Ausweis bestätigte Immunität gegen das Coronavirus hat, erhält Sonderrechte und für den- oder diejenigen werden die einschränkenden Maßnahmen ganz oder teils aufgehoben.

Für Menschen mit nachgewiesener Immunität und Immunitätsausweis sollen Betretungsverbote z.B. nicht gelten. Auch soll

Im Gesetz ist auch vorgesehen, dass Arbeitgeber von sozialen und medizinischen Einrichtungen Informationen darüber erhalten sollen, welche übertragbaren Krankheiten ihre Angestellten haben.

Das Gesetz heißt „Gesetz zum Schutz der Bevölkerung bei einer epidemischen Lage von nationaler Tragweite“

Immunität, Immunitätsausweis und Coronavirus

Aktuell ist über die Immunität gegen das Coronavirus wenig bekannt. Es ist z.B. unbekannt, wie lange die Immunität hält oder warum manche Menschen sich ein zweites Mal mit dem Coronavirus anstecken.

Wissenschaftlich wurde bisher nicht belegt, dass Menschen sich nach einer Coronavirus-Erkrankung nicht erneut anstecken können oder dass Coronavirus-Genesene das Virus nicht mehr verteilen können.

Wissenschaftlich wird die Immunität gegen das Coronavirus durch Antikörpertests nachgewiesen. Wer eine Coronavirus-Erkrankung überstanden hat, bei dem befinden sich Antikörper gegen das Coronavirus im Blut.

Kritik am Immunitätsausweis

Ein Immunitätsausweis verändert den Datenschutz. Denn auf einmal, erhalten Polizisten, Behörden-Mitarbeiter, Türsteher oder Ordner Einsicht in die Gesundheitsdaten einer Person. Die Gesundheitsdaten gehen aber nur eine Person und die Ärzte etwas an.

Beim Immunitätsausweis stellt sich auch schnell die Frage: Soll es beim Coronavirus bleiben? Warum nicht auch andere Immunitäten nachweisen und auflisten?

Der Immunitätsausweis kann diskriminierend sein. Denn Menschen werden in immun und nicht-immun eingeteilt. Außerdem werden nicht-immune Menschen benachteiligt, sollte es Sonderregelungen für Immune geben. Ferner gilt, wer den Ausweis nicht hat, müsste auf bestimmte Freiheiten verzichten.

Der Immunitätsausweis kann aber auch als Anreiz dienen, sich mit dem Coronavirus anzustecken. Denn die Vorteile überwiegen. Wer die Coronavirus-Erkrankung hinter sich hat, für den gelten weniger oder gar keine Einschränkungen mehr. Damit würde die bisherigen Eindämmungsstrategien konterkariert werden.

Unterschied: Immunitätsausweis und Impfausweis

In einem Impfausweis ist aufgelistet, welche Impfungen jemand erhalten hat. Durch einen Impfausweis können Ärzte nachvollziehen, welche Impfungen man hat, gegen welche Krankheiten man geschützt ist und wann welche Auffrischimpfungen fällig sind.

Ein Immunitätsausweis dient als Nachweis, dass eine Person immun gegen eine Krankheit ist, sich nicht mehr mit dieser Krankheit infizieren und diese nicht mehr übertragen kann.

Eine Impfung im Impfausweis nachzuweisen, ist einfach. Der Eintrag im Impfausweis steht einfach dafür, ob eine Person gegen impft wurde. Letztens Endes sagt der Eintrag nur, ob eine Person eine (oder mehrere) bestimmte Spritzen erhalten hat.

Eine Immunität nachzuweisen, ist aufwendiger und schwieriger. Denn die Immunität muss medizinisch per Antikörper nachgewiesen werden.

Maskenpflicht in Banken: Muss ich eine Maske tragen? Sparkasse


Die Maskenpflicht regelt, dass jeder einen Mund-Nasen-Schutz tragen muss, der z.B. einkaufen geht oder in den öffentlichen Verkehrsmitteln fährt. Doch was ist mit Banken? Muss in einer Bank oder Sparkasse auch die Maske getragen werden?

Gilt die Maskenpflicht in Banken oder Sparkassen? Nein, aber

Die kurze Antwort: In einer Bank oder einer Sparkasse müssen Sie keinen Mund-Nasen-Schutz tragen. Gesetzlich sind Sie nicht dazu verpflichtet in einer Bank eine Maske zu tragen, außer Bankmitarbeiter fordern es verbal ein oder Sie werden per Hinweisschild darauf aufmerksam gemacht.

Es gilt also, wenn Ihre Bank oder Sparkasse, die Maske nicht von Ihnen fordert, nehmen Sie die Maske ab, wenn Sie die Bank betreten. Hierbei ist es egal, ob sie nur Geld abheben, eine Überweisung tätigen oder mit einem Mitarbeiter sprechen wollen.

Banken, Sparkassen oder Geldinstitute dürfen – mit Berufung auf das Hausrecht – von Kunden fordern, dass Sie beim Betreten der Bank einen Mund-Nasen-Schutz tragen. Eine gesetzliche Pflicht gibt es nicht!

Beim Autofahren sollten Sie keine Maske tragen. Warum erfahren Sie hier: „Darf ich mit Mundschutz-Maske Autofahren?

Ausnahmen: Bayern und NRW

In Bayern und Nordrhein-Westfalen müssen Sie beim Betreten einer Bank oder Sparkasse eine Maske tragen.

Maskenpflicht in Banken: Warum nicht?

Kennen Sie diesen Witz? „Letztens kamen zwei Maskierte in die Bank. Zum Glück waren das nur zwei Bankräuber. Die hatten nichts mit Corona zu tun. Wir haben uns ganz schnell beruhigt.“ (Mehr Corona-Witze finden Sie hier.)

In einer Bank oder Sparkasse muss Ihr Gesicht erkennbar sein, damit Bankmitarbeiter Sie von Bankräubern unterscheiden können. Dies dient der Sicherheit, denn jede verhüllte oder vermummte Person könnte ein Bankräuber sein.

Im Gespräch mit Bankmitarbeitern kann es erforderlich werden, dass man Sie identifizieren möchte. Hierbei ist eine Maske äußerst hinderlich.

Wenn Sie in einer Bank oder Sparkasse keine Maske tragen, achten Sie darauf, dass sie den Mindestabstand von 1,5 Metern und wichtige Hygieneregeln einhalten.

Was ist das Präventionsparadox? Bedeutung, Definition, Erklärung


Das Präventionsparadox lautet wie folgt: Präventionsmaßnahmen, die der ganzen Bevölkerung oder Gesellschaft einen hohen Nutzen bringen, bringen dem Einzelnen oder der Einzelnen nur wenig Nutzen.

Das Präventionsparadox wurde in den 1980er Jahren erstmals vom britischen Epidemiologen Geoffrey Rose beschrieben. Er beschrieb es am Beispiel von Herzkrankheiten. (Wenn viele Menschen an Präventionsmaßnahmen teilnehmen, kann die allgemeine Lebenserwartung erhöht und die Zahl der Krankheitsfälle verringert werden.)

Das Präventionsparadox kann auch wie folgt formuliert werden: „Präventive Maßnahmen, die einer kleinen Gruppe einen hohen Nutzen bringen, bringen einer großen Gruppe einen geringen bis gar keinen (positiven) Nutzen.“

Präventionsparadox: Bedeutung, Definition, Beispiele und Folgen

Konkret am Beispiel vom Coronavirus (Covid-19) formuliert, lautet das Präventionsparadox wie folgt: „Präventive Maßnahmen, die dass Leben von Risikogruppen (Ältere, Vorerkrankte) schützen, bringen der restlichen Bevölkerung wenig positiven Nutzen.“ Anders formuliert: Menschen, die nicht Teil einer Risikogruppe sind, schränken sich durch Präventionsmaßnahmen (Social Distancing, Zuhause bleiben) ein, um Ältere oder Vorerkrankte zu schützen.

Die Logik hinter dem Präventionsparadox ist folgende:

  1. Die Pandemie-Eindämmungsmaßnahmen sind erfolgreich. Weniger Menschen als erwartet erkranken und weniger Menschen als erwartet sterben am Virus. = Die Katastrophe bleibt aus.
  2. Also a) (Interpretation 1)
    • a) Die Maßnahmen waren übertrieben. So schlimm wie befürchtet, ist es nicht gewurden.
    • b) Wir haben die Lage unter Kontrolle. Krankenhäuser sind nicht überfordert.
    • c) Die Motivation und Compliance sich weiter an Eindämmungsvorschriften zu halten, sinkt. Das Verständnis für geschlossene Geschäfte sinkt. (Compliance = Bereitschaft aktiv mitzuwirken)
    • Folge: Wenn Präventionsmaßnahmen gestoppt werden, kann eine Krankheit erneut ausbrechen oder unkontrollierbar werden. (Kann = Konjunktiv!)
  3. Also b) (Interpretation 2)
    • a) Die Katastrophe ist nur ausgebleiben, weil die Maßnahmen so stark („übertrieben“) waren.
    • b) Damit ist die Lage nur unter Kontrolle, weil die Maßnahmen so „übertrieben“ waren.
    • c) Wegen 3 a) und 3 b) sollten die Maßnahmen nur langsam gelockert werden.

Beim Präventionsparadox passiert folgendes:

  • Wird eine Katastrophe abgewendet, so wirken Warnungen und Maßnahmen übertrieben.
  • Schäden, die ausgeblieben sind, sind nicht sichtbar.
  • Ein Einzelner mag seine Wirkung unterschätzen, aber wenn viele Menschen sich gleichzeitig an Maßnahmen beteiligen, entsteht eine Wirkung von der die gesamte Bevölkerung profitiert.
  • Eine Risikogruppe wird besser geschützt oder profitiert von präventiven Maßnahmen, wenn möglichst viele Menschen, auch Menschen, die nicht Teil einer Risikogruppe sind, sich an Präventivmaßnahmen halten.
  • Das Paradox entsteht, weil Menschen sich an Präventivmaßnahmen halten sollen, die ihnen wenig Nutzen bringen.
  • Ferner steht das Präventionsparadox für das Spannungsfeld zwischen Egoismus und Soldarität.
  • Das Präventionsparadox steht auch für Risikoscheue (Risikoaversion). Denn ein Risiko wird durch präventive Maßnahmen nicht eingegangen, sondern das Risiko wird sogar gesenkt. (Anmerkung der Redaktion: Hier passt wohl der deutsche Spruch „Vorsicht ist besser als Nachsicht“ ganz gut.)
  • Da präventive Maßnahmen, dass Risiko an einer Krankheit zu erkranken gesenkt haben, kann nie herausgefunden werden, wie eine Krankheit sich ohne präventive Maßnahmen verbreitet hätte oder wie sie verlaufen wäre.

Das Präventionsparadox führt dazu, dass eine eigene Gruppendynamik entsteht. Wenn Präventionsmaßnahmen gut funktionieren, entsteht ein Eindruck von Kontrolle und damit ein Gefühl der Sicherheit. Dies führt dazu, dass bisherige Präventionsmaßnahmen (Kontaktverbot, Ausgangsbeschränkungen, Shutdown, Lockdown) als übertrieben wahrgenommen und in Frage gestellt werden. Damit sinkt die Motivation, sich weiter an Eindämmungsmaßnahmen wie Social Distancing zu halten. Außerdem werden Forderung laut, die Präventionsmaßnahmen aufzuheben.

Präventionsparadox und Impfungen

An Impfungen und Impfgegner zeigt sich das Präventionsparadox sehr gut.

  1. Impfungen werden durchgeführt:
    • Gegen eine Krankheit wird nach und nach die Bevölkerung geimpft.
    • Dies führt dazu, dass Krankheitsfälle immer weniger werden, bis die Krankheit gar nicht mehr auftritt.
    • Dies führt dazu, dass Menschen, die die Krankheit unmittelbar erlebt haben, weniger werden. Allgemein verliert sich das Bewusstsein der Menschen für die Gefährlichkeit der Krankheit, weil eben immer weniger Menschen, die Krankheit erlebt oder bei anderen gesehen haben.
  2. Folgen:
    • Impfungen haben dazu geführt, dass eine Krankheit verschwand.
    • Menschen beginnen sich auf Nebenwirkungen der Impfungen und Impfschäden zu konzentrieren, weil diese sichtbar sind – im Gegensatz zur Krankheit.
  3. Also a) (Interpretation 1)
    • Menschen, die sich auf die Nebenwirkungen von Impfungen fokussieren, verlieren das Vertrauen in Impfungen.
    • Sie stellen Impfungen in Frage und verweigern teils Impfungen.
    • Die Logik könnte sein: „Wozu impfen, wenn doch keiner die Krankheit hat?“ oder „Wozu Gesunde impfen?“
    • Folgen: Es kann zu Ausbrüchen von Krankheiten kommen, gegen die jemand die Impfungen verweigert hat. (Eine Folge davon wäre, dass die Impfbereitschaft dann wiedersteigt.)
    • Eine andere Folge ist: Die Herdenimmunität schützt Nicht-Geimpfte, wodurch diese sich in ihrer Entscheidung gegen das Impfen bestätigt sehen, da sie ja nicht krank werden.
  4. Also b) (Interpretation 2)
    • Haltung: „Impfungen haben Nebenwirkungen, aber ihre Vorteile überwiegen“. Impfungen verhindern, dass wir (oder ich) eine bestimmte Krankheit bekommen kann.
    • Also: Impfen.
Was bedeutet „WFH“ ausgeschrieben? Bedeutung der Abkürzung, Definition, Übersetzung


Das Akronym „WFH“ bedeutet: „Working from Home“ bzw. „Work from Home“.

Was bedeutet WFH „Working from Home“? Bedeutung, Definition

In der deutschen Sprache wird zu „Working from Home“ auch Home-Office gesagt. Andere Bezeichnungen sind: Telearbeit, Heimarbeit und Teleheimarbeit.

WFH und Home-Office sind Arbeitsvereinbarungen bei welchen ein Arbeitnehmer oder Angesteller von Zuhause arbeiten darf. Für Angestellte im Home-Office oder WFH ist es nicht erforderlich, dass sie ihr Haus oder ihre Wohnung verlassen, um ihren Arbeitsplatz beim Arbeitgeber aufzusuchen.

Home-Office und WFH wurden durch verbesserte Kommunikationsmethoden, verbesserte Technologie und neue Arbeitstechniken möglich. Arbeitnehmer, die von Zuhause aus arbeiten, benötigen in der Regel nur drei Dinge:

  • Einen Internetanschluss
  • Einen Laptop oder PC
  • Ein Handy, Smartphone oder Telefon

Home-Office ist nicht für jeden Beruf möglich, sondern nur für jene, die viel digital am PC oder Laptop arbeiten. Besprechungen finden per Telefon oder Video-Telefonaten (Video-Call) statt. Um erfolgreich im Home-Office (WFH) zu arbeiten, sind gewisse Software-Kenntnisse und teils auch Hardware-Kenntnisse notwendig.

Die Abkürzung WFH wird in der digitalen Kommunikation verwendet, um Kollegen und Vorgesetzte über den aktuellen Arbeitsplatz zu informieren.

In den sozialen Medien verwenden Teilnehmer die Hashtags #wfh, #workfromhome und #workingfromehome, um Gedanken über das Arbeiten im Home-Office zu teilen.

Der Unterschied zwischen „WFH“ und „Remote Work“ ist folgender. Bei WFH arbeitet jemand in den eigenen Vierwänden und ist damit an den Ort gebunden. Bei „Remote Work“ arbeitet jemand unterwegs und ist nicht an einen Ort gebunden. „Remote Work“ ebdeutet auf deutsch „Fernarbeit“.

Weiteres zu Home-Office und WFH

Während der Coronakrise arbeiteten viele Arbeitnehmer im Home-Office, um Kontaktbeschränkungen (Kontaktverbot, Ausgangsbeschränkungen) und Hygiene-Vorschriften einzuhalten. Für viele Arbeitnehmer, die sich in Heimisolation befanden, war Home-Office die einzige Möglichkeit ihren Job weiter auszuführen.

Weitere Bedeutung von WFH

„WFH“ ist die Abkürzung für „World Federation of Hemophilia“. („Hemophilia“ bedeutet auf deutsch „Hämophilie“. Hämophilie ist ein Blutgerinnungsstörung, auch bekannt als Bluterkrankheit.)

In den USA bedeutet die Abkürzung WFH auch „work for hire“. „Work for hire“ regelt die Urheberschaft eines Erzeugnis. Bei „work for hire“ wird nicht der Angestellte zum Urheber, sondern der Auftraggeber oder Arbeitsgeber.

„WfH“ ist ein Projekt des AStA der Universität Bremen. „WfH“ bedeutet „Wohnen für Hilfe“. „Wohnen für Hilfe“ ist ein Konzept bei welchem Studierende kostenlos bei jemanden wohnen dürfen und im Gegenzug im Alltag helfen.

Darf ich mit Mundschutz-Maske Autofahren? Antwort: Nein!


Die kurze Antwort ist: Nein, Sie dürfen Ihre Mundschutzmaske nicht beim Autofahren tragen. Tragen Sie eine Mundschutzmaske beim Autofahren und werden angehalten, so müssen Sie mit einem Bußgeld rechnen!

Generell gilt, dass Sie Ihr Gesicht beim Führen eines Fahrzeugs nicht verdecken oder verhüllen dürfen.

Es gelten aber Ausnahmen!

Mundschutz-Maske beim Autofahren: Ausnahme

In Baden-Württemberg gilt dies nicht. Das Bundesland hat als erstes festgelegt, dass eine Schutzmaske beim Autofahren getragen werden darf! Wer also in Baden-Württemberg beim Autofahren eine Mundschutzmaske trägt, verstößt nicht gegen die Straßenverkehrsordnung.

Autofahrer mit Mundnasenschutz in Baden-Württemberg müssen dafür sogen, dass ihre Augen und Stirn deutlich erkennbar sind.

In Nordrhein-Westfalen entscheiden Polizisten je nach Einzelfall, ob das Tragen einer Mundschutzmaske medizinisch gerechtfertig ist oder nicht.

Mundschutz-Maske beim Autofahren verboten

Der 23. Paragraf der Straßenverkehrsordnung regelt die sonstigen Pflichten von Autofahrenden oder im Behördendeutsch „Fahrzeugführenden“.

In Absatz (4) ist festgelegt, dass eine Person, die ein Kraftfahrzeug führt, ihr oder sein Gesicht nicht verhüllen oder verdecken darf, so dass es nicht mehr erkennbar ist.

Das Gesicht dient nämlich zur Identifizierung des Fahrzeugsführer, wenn dieser oder diese z.B. geblitzt wird oder ein Vergehen begeht. Auf dem Blitzerfoto soll der Fahrzeugführer oder die Fahrzeugführerin nämlich identifizierbar sein. (Es könnte argumentiert werden, dass ein Mundnasenschutz ein vorsätzliches Verscheiern der Identität darstellt.)

Das eigene Auto stellt keinen öffentlichen Raum dar. Fremde halten sich hier nicht auf und damit ist eine Ansteckung mit dem Coronavirus sehr unwahrscheinlich.

Mundschutz-Maske beim Autofahren: Bußgeld

In Deutschland droht ein Bußgeld von 60 Euro, wenn jemand mit aufgesetzter Mundschutz-Maske beim Autofahren verwischt wird. (Nur in Baden-Württemberg darf beim Autofahren ein Mundnasenschutz getragen werden.)

Mitfahrende Personen im Auto dürfen eine Mundschutzmaske tragen. Dies ist erlaubt, da – nach dem Kontaktverbot – nur Personen des eigenen Hausstandes mit im Auto sitzen dürfen.

Was bedeutet Übersterblichkeit (Exzessmortalität)? Was ist das? Bedeutung, Definition


Als Übersterblichkeit (Exzessmortalität) wird eine erhöhte Sterblichkeit bezeichnet. Erhöhte Sterblichkeit bedeutet – ganz allgemein gesprochen – das mehr Menschen als gewöhnlich sterben.

Wie Übersterblichkeit (Exzessmortalität) festgestellt wird:

Übersterblichkeit (Exzessmortalität) wird festgestellt, in dem ermittelt wird, wie viele Menschen in einem Vergleichszeitraum mehr gestorben sind als vor einem Jahr oder die Jahre davor.

Es könnte z.B. März 2020 mit März 2019, März 2018 und März 2017 verglichen werden, um zu überprüfen, ob es im März 2020 eine erhöhte Sterblichkeit gab. Für die Vergleichszeiträume werden die Sterberaten gegenüber gestellt und miteinander verglichen, um zu prüfen, ob die Sterblichkeit höher, niedriger oder wie erwartet war.

Das RKI berechnet z.B. die Exzessmortalität der Influenza wie folgt: Die durchschnittliche Sterberate von unauffälligen Jahren wird mit den amtlich registrierten Sterbefällen in einer Influenzasaison verglichen.

Die höhere Sterberate von älteren Menschen wird nicht als Übersterblichkeit bezeichnet. Die höhere Sterblichkeit von Männer verglichen mit der Sterblichkeit von Frauen wird als Übersterblichkeit bezeichnet.

EuroMOMO

EuroMOMO sammelt und veröffentlichkeit die Sterberaten aus 24 europäischen Ländern wöchentlich. Der Name EuroMOMO steht für „European Monitoring of Excess Mortality for Public Health Action“.

Bei EuroMOMO wird die Sterberate nach Altersklassen getrennt, für die Gesamtbevölkerung und für einzelne Länder angezeigt. Die Altersklassen sind 0-4 Jahre, 5-14 Jahre, 15-64 Jahre, 65 Jahre und älter.

An EuroMOMO geben folgende Länder ihre Daten über die Sterblichkeit der Bevölkerung weiter: Belgien, Dänemark, Deutschland, Estland, Finland, Frankreich, Griechenland, Italien, Irland, Luxemburg, Malta, Niederlande, Norwegen, Österreich, Portugal, Schweden, Schweiz, Spanien, Ungarn, Vereinigtes Köngreich (UK)

Saison-bedingte Übersterblichkeit / Exzessmortalität

Die Übersterblichkeit (Exzessmortalität) wird in der Regel für bestimmte saisonale Zeiträume ermittelt. Diese Zeiträume sind:

  • Grippesaison / Grippewelle / Erkältungssaison
  • Hitzewellen (hitzebedingte Todesfälle)
  • Kältewellen
  • Pandemien

Zum Beispiel konnte bei der Coronavirus-Pandemie eine Übersterblichkeit von Menschen, die älter als 65 Jahre alt sind, festgestellt werden.

Zum Coronavirus (Covid-19): Die mit anderen europäischen Ländern verglichene Übersterblichkeit erlaubt eingeschränkte Aussagen über die Wirkung von politischen Maßnahmen wie dem Kontaktverbot, Ausgangsbeschränkungen oder Social Distancing.

Übersterblichkeit (Exzessmortalität) bestimmter Bevölkerungsgruppen

Risikogruppen und bestimmte Bevölkerungsgruppen weisen – verglichen mit dem Bevölkerungsdurchschnitt – eine erwartbare Übersterblichkeit auf. In diesen Risikogruppen und Bevölkerungsgruppen ist die Sterblichkeit (Mortalität) höher und die Lebenserwartung niedriger als bei der Durchschnittsbevölkerung. Zu Risikogruppen und bestimmten Bevölkerungsgruppen zählen unter anderem Erkrankte / Menschen mit Vorerkrankungen (Diabetes Typ 2), Alkoholabhängige, Raucher und Übergewichtige.

Mundschutz und Maske desinfizieren im Backofen, Bügeln, Mikrowelle, Waschmaschine: Tipps


Eigentlich sind einfache Masken, der sogenannte Mund-Nasen-Schutz, Einwegmasken. Das bedeutet, sie werden nach dem Gebrauch entsorgt. Wer eine Maske selbst genäht hat, will diese natürlich nach einem Tag Gebrauch nicht sofort entsorgen, sondern wieder verwenden. Daher muss die Maske richtig gereinigt, besser desinfiziert werden. In diesem Beitrag erfahren Sie, wie Sie die Maske (Mund-Nasen-Schutz) richtig waschen oder reinigen. Es gibt verschiedene Methoden.

Mundschutz und Maske richtig reinigen / desinfizieren: Tipps

Mundschutz und Maske reinigen / desinfizieren: Was zu beachten ist

  • Fassen Sie nicht(!) die Innenseite der Maske an!
  • Lassen Sie benutzte Masken zum Trocknen liegen. Legen Sie sie nicht in geschlossene Behälter.
  • Reinigen Sie Ihre Maske nicht(!) mit Desinfektionsmittel. Das Desinfektionsmittel kann den Hals-, Nasen- und Rachenraum reizen. Es kann zu Atemproblemen führen, denn sie atmen die Dämpfe des Desinfektionsmittels ein!
  • Wer eine Maske mehremale nutzen möchte, sollte diese richtig desinfizieren.
  • Ist eine Maske nach dem Reinigen oder Trocknen beschädigt, so sollten Sie die Maske entsorgen und durch eine neue ersetzen.
  • Es gibt keine 100-prozentige Reinheit!
  • Überlassen Sie FFP2- und FFP3-Masken medizinischem Personal!

Eine Übersicht, wo eine Mundschutzpflicht in Deutschland gilt, finden Sie hier.

Sie dürfen beim Autofahren keinen Mund-Nasen-Schutz tragen. Es gibt aber Ausnahmen. Mehr erfahren Sie hier.

Warum Sie Ihre Maske (Mundschutz) reinigen / desinfizieren sollten

Wenn Sie die Maske mehrere Stunden getragen haben, befinden sich viele Tröpfchen in der Maske. Durch Husten, Niesen und Sprechen werden Tröpfchen in die Maske befördert. In den Tröpfchen befinden sich Viren. Allgemein wird eine Maske feucht, wenn Sie hindurch atmen. Es gilt, je feuchter die Maske wird, umso stärker verliert sie ihre schützende Wirkung!

Grundsätzlich gilt, dass Viren (Covid-19) Hitze nicht mehr mögen. Ja, Hitze ist sogar tödlich für Viren. Laut Experten sterben Corona-Viren ab 59 Grad Celsius.

Mundschutz und Maske reinigen / desinfizieren: Waschmaschine, Mikrowelle, Backofen, Bügeln

Hinweis: Die hiergenannten Tipps gelten für selbstgenährte Mund-Nasen-Schutz-Masken aus Stoff (Baumwolle).

1. Bei 60 Grad und Vollwaschmittel waschen

Waschen Sie Ihre Mehrwegmaske bei 60 Grad in der Waschmaschine und verwenden Sie Vollwaschmittel. Verwenden Sie keine ECO- oder Sparprogramme, da diese meist die 60 Grad Celsius nicht erreichen.

Ein „Corona-Waschmittel“ werden Sie nicht benötigen, da kein spezielles Waschmittel nötig ist. Die im Vollwaschmittel enthaltenen Tenside reichen, um die Viren zu töten. (Hier erfahren Sie mehr über Tenside und die Wirkung von Seife.)

Lassen Sie die Maske gut trocknen nach dem Waschgang.

Dies ist die sicherste Methode!

2. Kochen Sie Ihre Maske

Setzen Sie einen Topf mit heißem Wasser auf und kochen Sie die Maske für fünf Minuten im Wasser.

Das Wasser sollte mindestens 60 Grad Celsius haben. Legen Sie die Maske in das Wasser. Bewegen, drehen und drücken Sie die Maske mit ein

em Stab. Wenn Sie fertig sind, nehmen Sie die Maske heraus und lassen Sie die Maske abkühlen. Wenn die Maske kühler ist, kneten und wringen sie diese.

Lass Sie die Maske gut trocknen nach dem Abkochen.

3. Maske im Ofen trocknen

Trocknen Sie Ihre Mehrwegmaske bei 80 Grad Celsius im Ofen für mindestens 30 Minuten. Achtung! Das Material der Maske muss hitzebeständig sein. Ist es das nicht, so kann die Maske in Flammen aufgehen. Seien Sie vorsichtig und lassen Sie die Maske nicht unbeaufsichtigt!

4. Bügeln sie die Maske

Bügeln Sie die benutzte Maske mit einem Bügeleisen auf höchster Stufe. Legen Sie die Maske dazu zwischen zwei Küchenhandtüchern.

Diese Methode wird von Virologen als Alternative empfohlen.

5. Stecken Sie die Maske in die Mikrowelle

Sie können Ihre benutzte Maske auch in der Mikrowelle erwärmen. Achten Sie auf eine hohe Wattzahl und seien Sie vorsichtig, dass die Maske nicht Feuer fängt. Denkbar sind mindestens 2 Minuten bei 750 Watt.

Wenn Ihre Maske Draht enthält, entfernen Sie diesen!

Aktuell ist die desinfizierende Wirkung einer Mikrowelle nicht bestätigt.

6. Gefrierfach: Viren erfrieren

Eine schlechte Methode ist das Verwenden eines Gefrierfachs für Ihre benutzte Maske. Denn die Viren können – laut Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) in der Kälte bei bis zu -20 Grad Celsius überleben.

Anmerkung der Redaktion:

Bleiben Sie gesund! Halten sie Abstand ein!

Was bedeutet Diskussionsorgie, Öffnungsdiskussionsorgie? Bedeutung, Definition


Das Wort „Öffnungsdiskussionsorgie“ hat die deutsche CDU-Politikerin und Bundeskanzlerin Angela Merkel am 20. April 2020 geprägt.

Mit dem Ausdruck „Öffnungsdiskussionsorgie“ kritisierte Angela Merkel Forderungen, die Coronavirus-Eindämmungsmaßnahmen zu lockern. Sie warnte im CDU-Präsidium vor einer Öffnungsdiskussionsorgie. Dies sagte Angela Merkel im Hinblick auf die erfolgreiche Eindämmung des Coronavirus in Deutschland durch politische Maßnahmen wie das Kontaktverbot und Ausgangsbeschränkungen. Sie sagte weiterhin, dass eine Diskussion über Lockerungen der Maßnahmen – während der Coronakrise – nicht hilfreich sei.

In einer Pressekonferenz am 20. April 2020 erklärte Angela Merkel, dass sie das Wort „Öffnungsdiskussionsorgie“ mahnend gemeint habe. Sie sagte, dass sie den Wunsch der Bevölkerung wieder in einen normalen Alltag zurückzukehren, verstehe, aber sie halte den vorsichtigen Weg für den richtigen. Dies sagte Angela Merkel im Hinblick darauf, dass die Erfolge der Corona-Eindämmungsmaßnahmen nicht durch eine zu frühe Lockerung zu Nichte gemacht werden sollen. Angela Merkel mahnte, dass „wir weiter konsequent und diszipliniert sein müssen“.

Welche Gefahr besteht: Eine schnelle Lockerung der Corona-Eindämmungsmaßnahmen könnte zu einer zweiten Infektionswelle und damit einem Rückfall führen.

Reaktionen auf das Wort „Öffnungsdiskussionsorgie“

Hinweis: Dieser Artikel spiegelt nicht die Meinung der Redaktion wider.

Presse und Opposition stürzten sich auf das Wort. Kritik kam auch der eigenen Partei. Die deutschen Medien und Oppositionsparteien interpretierten das Wort wie folgt: Persönliche Grund- und Freiheitsrechte werden im Namen der Sicherheit und öffentlichen Gesundheit eingeschränkt. Eine Diskussion über die Maßnahmen der Bundesregierung, wie es weiter geht und wann die Einschränkungen aufgehoben werden, ist unerwünscht.

Insbesondere kann das Wort „Öffnungsdiskussionsorgie“ in die Richtung interpretiert werden, dass eine Diskussion über die Verhältnismäßigkeit der Maßnahmen der Bundesregierung unerwünscht ist. Mit den Maßnahmen entscheidet die Bundesregierung nämlich auch über die Existenz von viele Unternehmen, Selbstständigen und Arbeitsplätzen.

Dem Wort „Öffnungsdiskussionsorgie“ kann auch Zynismus unterstellt werden. Denn eine Orgie ist ein spaßiges und ausschweifendes Ereignis. Die aktuelle Coronakrise ist für viele Menschen kein Spaß, sondern kann Existenzgefährend werden. Das Wort „Öffnungsdiskussionsorgie“ kann auch so interpretiert werden, dass Diskussionen zum Spaß geführt werden.

Das Wort „Öffnungsdiskussionsorgie“ wurde von Medien und Oppositionsvertretern als Anlass genutzt, um Angela Merkels Politikstil zu kritisieren. Denn der Begriff kann so interpretiert werden, dass Angel

Die im Wort „Öffnungsdiskussionsorgie“ genannten Diskussionspartner sind vermutlich die deutschen Ministerpräsidenten, die in ihren Ländern die Corona-Eindämmungsmaßnahmen der Bundesregierung umsetzen. Sie stehen im ständigen Kontakt mit der Bundesregierung und beraten sich über Entwicklungen und Maßnahmen. Es kann vermutet, dass sie die Frage, wann die Maßnahmen gelockert werden, oft gestellt haben.

Neben dem Wort „Öffnungsdiskussionsorgie“ prägte Angela Merkel auch die Begriffe „Neuland“ und „alternativlos“, sowie den Satz „Wir schaffen das“.

Über das Wort Diskussionsorgie

Das Wort „Diskussionsorgie“ kann so interpretiert werden, dass Diskussionen ausschweifend, maßlos und ohne Ende geführt werden. Es kann so verstanden werden, dass Diskussionen Freude bereiten und es gar nicht, um ein Ergebnis geht, sondern darum zu diskutieren.

Das Wort „Öffnungsdiskussionsorgie“ ist noch spezifischer. Es kann so interpretiert werden, dass Diskussion, wann die Eindämmungsmaßnahmen gelockert werden, in einer auschweifenden und maßlosen Art geführt werden.

Unterschied: „Social“ und „Sozial“ (Bedeutung, Definition)


Das englische Wort „social“ und das deutsche Wort „sozial“ sehen sich sehr ähnlich. Sie haben die gleiche Anzahl an Buchstaben und nur ein kleiner Buchstabe macht den Unterschied. Sie haben auch eine ähnliche oberflächliche Bedeutung. Doch wer tiefer schaut, merkt dass diese Worte unterschiedlicher sind, als sie scheinen.

Bedeutung und Unterschied: Social und Sozial

Oberflächlich haben beide Worte – „social“ und „sozial“ – die gleiche Bedeutung. Mit den Adjektiven „sozial“ und „social“ wird der Umgang und das Zusammenleben von Menschen untereinander beschrieben.

In der deutschen Sprache wird das Wort „sozial“ im Kontext der Gesellschaft und Wohltätigkeit verwendet. (Nicht umsonst, gibt es das Wort „Sozialhilfe“.) Wer „sozial“ ist, ist fürsorglich. Jemand der sich „sozial“ verhält, nimmt Rücksicht auf andere, interessiert sich für andere und hilft anderen.

In der englischen Sprache findet mit dem Wort „social“ etwas anderes ist. Wer „social“ ist, pflegt seine Kontakte, knüpft neue Kontakte und geht unter Menschen. Das englische Wort „Social Gathering“ zeigt dies gut. Wer an einem „Social Gathering“ teilnimmt, verbringt einfach nur Zeit mit anderen in einer gemütlichen und geselligen Runde.

„Sozial“ ist also nicht gleich „social“. Wer „social“ ist, pflegt Kontakte. Wer sozial ist, ist fürsorglich und hilft anderen.

Unterschied: socialise und sozialisieren

Der Unterschied in der Bedeutung – von sozial und social – zeigt sich am besten, wenn wir die genauere Bedeutung der Verben untersuchen. Die tiefere Bedeutung vom Wort „social“ zeigt sich am Verb „to socialise“. „To socialise“ bedeutet auf deutsch: „Zeit mit anderen Menschen verbringen“, „unter Leute gehen“, „Kontakte pflegen“ und „Kontakte herstellen“. Das deutsche Verb „sozialisieren“ kennt diese Bedeutung in der Umgangssprache nicht. (In der Zoologie wird von „sozialisieren“ gesprochen, wenn Tiere mit anderen Tieren zusammengeführt werden.) Als „sozialisieren“ wird der Vorgang der Verstaatlichung oder Vergesellschaftlichng von Privateigentum bezeichnet.

Diese unterschiedliche Bedeutung zeigt sich auch daran, dass „soziale Wesen“ nicht gleich „social beings“ sind. Werden Menschen als „soziale Wesen“ bezeichnet, so bedeutet dies, dass Menschen einander brauchen und einander helfen. „Social Beings“ bedeutet 1:1 übersetzt auf deutsch ebenfalls „soziale Wesen“. Jedoch meint „social beings“, dass Menschen ungern allein sind und sie die Gesellschaft anderer brauchen.

„Social Media“ ist nicht gleich „Soziale Medien“ (Unterschied)

Wer den Unterschied von „social“ und „sozial“ nun weiterdenkt, müsste das englische Wort „Social Media“ anders übersetzen. Eine für die Bedeutung sinnvolle Übersetzung wäre dann „Kontaktmedien“ oder „Gesellschaftliche Medien“. Denn Social-Media-Angebote wie Facebook, Instagram oder TikTok sind Orte an denen Menschen mit einander in Kontakt treten, sich darstellen und sich vernetzen. Aber sind sie auch Orte für Fürsorge und gegenseitige Hilfe?

Es müsste gefragt werden, was denn nun echte „soziale Medien“ sind. Echte „soziale Medien“ könnten Medien sein, die helfen Benachteiligungen auszugleichen und die der Fürsorge und Hilfe für andere dienen. „Soziale Medien“ könnten Projekte und Menschen, die sich engagieren wollen, vermitteln. Echte „soziale Medien“ geben den Armen und Schwachen eine Stimme.

Fazit: Dass das Wort „Social Media“ in der Regel mit „soziale Medien“ übersetzt wird, zeigt, dass Sprache nicht so logisch und eindeutig ist. Eher zeigt diese Übersetzung, dass die Bedeutung von Worten durch ihren Gebrauch zustande kommt.

Was bedeutet Corona-Hysterie? Bedeutung, Definition


„Corona-Hysterie“ ist ein wertender Begriff mit dem ein Sprecher seine Kritik oder Ablehnung gegenüber der Medienberichterstattung und den staatlichen Eindämmungsmaßnahmen gegen das Coronavirus (Covid-19) ausdrückt.

Was ist Corona-Hysterie genau? Bedeutung, Definition

Mit dem Ausdruck „Corona-Hysterie“ kann ein Sprecher unterschiedliche Haltungen zu verstehen geben:

  • Ein Sprecher kann zu verstehen, dass er glaubt, dass die Reaktionen auf das Coronavirus (Covid-19) übertrieben, unverhältnismäßig, zu spät, irrational oder nicht angemessen sind.
  • Ein Sprecher kann mit dem Begriff „Corona-Hysterie“ aussagen, dass er glaubt, dass die Gefahr durch das Coronavirus überschätzt wird.
  • Ein Sprecher kann zu verstehen geben, dass staatliche Eindämmungsmaßnahmen zu spät kommen, nicht angemessen oder nicht effektiv sind in seinen Augen.
  • Ein Sprecher kann Menschen, die zu Hamsterkäufen neigen, nachsagen, dass diese an „Corona-Hysterie“ leiden. (Bsp.: Hamsterkäufe von Toilettenpapier, Nudeln, Desinfektionsmittel)
  • Ein Sprecher kann mit dem Begriff „Corona-Hysterie“ Kritik an den Medien üben, dass die Berichterstattung zu reißerisch sei, zu Panik führe, Panikmache sei, zu Verunsicherung führe oder dass das Thema zu viel Raum in den Medien einnehme.
  • Allgemein kann ein Sprecher mit dem Ausdruck „Corona-Hysterie“ die Einseitigkeit in der Betrachtung vom Coronavirus kritisieren.
  • Unterstellt ein Sprecher den Medien „Corona-Hysterie“ so kann er damit aussagen, dass die Medien z.B. staatliche Maßnahmen nicht mehr kritisieren, sondern diese einfach verbreiten.
  • Ein Sprecher kann mit „Corona-Hysterie“ ausdrücken, dass er nicht glaubt, dass das Coronavirus eine existentielle Gefahr ist und dass er diese Wahrnehmung für falsch halte.
  • Mit dem Ausdruck „Corona-Hysterie“ kann ein Sprecher ausdrücken, dass er den Fallzahlen und Statistiken nicht glaubt oder dass er glaubt, dass diese falsch interpretiert werden.
  • Ein Sprecher kann mit dem Begriff „Corona-Hysterie“ ausdrücken, dass er glaubt, dass die Coronakrise genutzt werde, um Grundrechte außer Kraft zu setzen und die Bevölkerung zu überwachen. (Ferner führt die Coronakrise dazu, dass Menschen freiwillig auf die Ausübung ihrer Grundrechte verzichten.)
  • Ein Sprecher kann mit dem Begriff „Corona-Hysterie“ auch kritisieren, wie leichtfertig Politiker Freiheits- und Bürgerrechte einschränken, sowie wie Politiker mit diesen Rechten umgehen.
  • Ein Sprecher kann mit dem Begriff „Corona-Hysterie“ die Werteverschiebung durch die Coronakrise thematisieren. Während der Coronakrise erschien es vernünftig auf Freiheitsrechte und Kritik zuverzichten. Wer am Kontaktverbot oder Ausgangsbeschränkungen zweifelte, musste sich gefallen lassen, diskreditiert und diffamiert zu werden. Generell wurden Zweifler als unvernünftig gebrandmarkt.
  • Ein Sprecher kann mit dem Begriff „Corona-Hysterie“ vermuteten, dass hinter der Coronakrise der Versuch steckt, die Welt neu zuordnen.

Hinweis: Dieser Artikel spiegelt nicht die Meinung der Redaktion wider.

Das Gegenteil von Corona-Hysterie ist z.B. Corona-Ignoranz oder Corona-Leugnung. Ein weiteres Gegenteil ist z.B. der Corona-Hype.

Was ist eine Hysterie? Bedeutung, Definition

Als „Hysterie“ wird eine neurotische Störung bezeichnet. Diese führt dazu, dass jemand emotional instabil oder labil wird und ein hohes Bedürfnis nach Aufmerksamkeit entwickelt. Das bedeutet, eine Person ist besonders nervös, leicht erregbar und kommt nicht zur Ruhe. Sie ist emotional, unvernünftig und reagiert sensibel auf bestimmte Themen. Sie hat Angst und ist verunsichert. Eine sachliche oder nüchterne Betrachtung ist für diese Person schwer möglich.

Der Begriff „Hysterie“ ist veraltet. Heutzutage wird von „histrionischer Persönlichkeitsstörung“ und „dissoziativer Störung“ gesprochen.

Siehe auch: Klimahysterie

Corona-Hysterie: Verhalten und Bedeutung

Im Kontext von „Corona-Hysterie“ kann der Begriff so interpretiert werden, dass eben die Corona-Hysterie dafür sorgt, dass Menschen emotional und nervös werden. Sie verlieren ihre Ruhe und Gelassenheit. Sie betrachten Fakten nicht mehr in Ruhe. Sie hinterfragen nicht mehr. Sie werden empfänglich für Panikmache und Botschaften. Sie werden ängstlich und unsicher.

Im Verhalten kann sich „Corona-Hysterie“ wie folgt äußern. Eine Person neigt zu Panikkäufen. Sie entwickelt ein übertriebenes Sauberkeitsbewusstsein und sieht die Gefahr an vielen Ecken. Sie verliert das vernünftige Maß und aus dem Alarmzustand wird ein neuer Normalzustand.

Hinweis: Das hier Geschriebene spiegelt nicht die Meinung der Redaktion wider.

Heißt es der oder das Virus? Richtiger Artikel, Bedeutung, Definition


Heißt es nun „der Virus“ oder „das Virus“? Machen wir es kurz: Laut Duden sind beide Artikel zulässig. Warum ist das so?

Der oder das Virus? Richtiger Artikel und Wortherkunft

Das Wort „Virus“ stammt aus dem lateinischen und wurde über Umwege über die französische Sprache einfach 1:1 in die deutsche Sprache übernommen. Im lateinischen und französischen existiert das Wort „Virus“ in gleicher Form.

In der lateinischen Sprache ist auch die Wurzel der Verwirrung um den richtigen Artikel zu suchen. Denn das Wort „Virus“ endet auf „-us“, was nahelegt, dass das Wort das grammatische Geschlecht „männlich“ hat. Jedoch findet die Pluralbildung auf „-a“ statt, was nahelegt, dass das grammatische Geschlecht „neutral“ ist. Der lateinische Plural „Vira“ ist die neutralisierte Form. Der Plural „Viri“ ist falsch. Ein Plural, der auf „-“ endet, ist meinst männlich.

Innerhalb von Fachsprachen wie der Medizin, Epidemologie, Virologie wird der Artikel „das“ verwendet. In der Umgangssprache werden beide Artikel („der“ und „das“) verwendet.

Artikel: Warum „das Virus“ logisch ist, aber nicht richtig

Da ein Virus kein Geschlecht hat und es ein Neutrum ist, wäre es logisch, dass der Artikel „das“ verwendet wird.

Wird „der Virus“ gesagt, so fallen wir der Gewohnheit zum Opfer. Denn bei lateinischen Worten, die auf „-us“ enden, sind wir es gewöhnt, dass bei diesen der Artikel „der“ verwendet wird. Beispiele: der Bonus, der Status, der Oktopus, der Globus, der Fokus. Auch bei „der Kaktus“ gilt der Artikel „der“.

Was sich am Artikel für das Wort „Virus“ zeigt, ist das Sprache nicht so logisch ist, wie manche glauben. Dies zeigt sich sehr schön an der Aussprache des Wortes „Quarantäne„. Das Wort wird nämlich „Karantäne“ ausgesprochen.

Google gibt auch Auskunft. Bei Google Trends wird „der Virus“ häufiger gesucht als „das Virus“. Es zeigt sich, dass mehr Menschen „der Virus“ bei Google eingeben als „das Virus“. Dies ist ein Hinweis darauf, dass der Gebrauch die Sprache formt und „der Virus“ verbreiteter ist.

Wer möchte, kann einen kleinen Trick anwenden und ein Substantiv anhängen. Bei „der Virenstamm“ ist der Artikel eindeutig. Denn der Artikel beim Wort „Stamm“ ist eben der.

Es stellt sich natürlich noch die Frage, wie es sich beim Computervirus verhält. Heißt es „der Computervirus“ oder „das Computervirus“? Auch hier sind wieder beide Varianten möglich und das Sprachgefühl entscheidet, welche angewendet wird.

Was bedeutet „Containment“ auf deutsch? Bedeutung, Übersetzung, Definition


Das englische Wort „Containment“ bedeutet auf deutsch übersetzt:

  • Begrenzung
  • Eindämmung
  • Eingrenzung
  • Einschließung

„Containment“ bedeutet, dass etwas unter Kontrolle gebracht wird und negative Auswirkungen reduziert bzw. eingedämmt werden. Vor allem geht es bei „Containment“ darum, dass die Ausbreitung von etwas (schlechtem) verhindert werden soll.

Der Begriff „Containment“ wird in der Politik, Epidemie- oder Pandemieeindämmung und Nukleartechnik verwendet.

Bedeutung von Containment auf deutsch (Übersetzung)

Das Verb zu „Containment“ ist „to contain“. „To contain“ bedeutet auf deutsch: „etwas beeinhalten“, „Etwas umfassen“, „etwas kontrollieren“, „etwas in Schach halten“.

Bei Containment geht es darum, dass etwas schlechtes kontrolliert wird, um es von der restlichen Umwelt zu trennen. Das Ziel beim Containment ist es, dass etwas oder die negativen Auswirkungen von etwas beherrschbar und kontrollierbar werden.

Containment: Eindämmung einer Epidemie oder Pandemie (Bedeutung)

Von Containment oder einer „Containment-Strategie“ wird gesprochen, wenn die Ausbreitung eines Virus eingedämmt werden soll.

Beim Containment soll verhindert werden, dass ein Virus sich ungehindert und unkontrolliert ausbreitet. Dafür versuchen Gesundheitsbehörden Kontaktketten nachzuvollziehen, alle betroffenen Personen ausfindig zu machen und betroffene Personen ggf. durch Quarantäne zu isolieren. Damit soll die Ausbreitung eines Virus eingedämmt und kontrolliert werden.

Containment stellt den Versuch dar, einen Virus (am Anfang) einzudämmen, damit dieser sich nicht ungehindert verbreiten kann.

Eine Containment-Strategie scheitert, wenn Gesundheitsbehörden an ihre Grenzen stoßen und es nicht mehr schaffen jeden einzelnen Kontakt einer infizierten Person nachzuvollziehen und nötige Schritte wie Isolation oder Quarantäne einzuleiten. Dies führt dazu, dass infizierte Personen  sich weiterhin frei bewegen und andere anstecken können.

Eine Containment-Strategie effektiv umzusetzen, ist Personal- und Zeitaufwändig. Denn jede(!) Person mit der ein Infizierter Kontakt hatte, muss gefunden werden, damit die Ausbreitung eines Virus eingedämmt wird.

Scheitert das Containment so folgt die Phase der Mitigation. Bei der Mitigation wird das Ziel verfolgt, tägliche Neuinfektionen zu reduzieren und das Gesundheitssystem vor Überlastung zu schützen.

Containment: Politik

Eine Containment-Politik ist eine Politik der Eindämmung. Bei dieser wird das Ziel verfolgt, einen Feind oder eine feindliche Ideologie an der Ausbreitung zu hindern. Auch wird bei der Containment-Politik das Ziel verfolgt, dass eine Aufrüstung oder technologische Weiterentwicklung des Feindes verhindert werden soll.

In den USA wurde ab dem Jahr 1947 eine Containment-Politik gegenüber der Sowjetunion verfolgt. Ziel dieser Politik war es, dass verhindert wird, dass der Kommunismus sich ausbreitet.

Weitere Bedeutung von Containment

Containment: Morbus Perthes

Bei der Krankheit Morbus Perthes wird eine Containment-Therapie angewendet. Bei der Containment-Therapie wird das Ziel verfolgt, die Gelenkongruenz zu erhalt oder wiederherzustellen.

Containtment – Fernsehserie

Die US-amerikanische Fernsehserie „Containment – Eine Stadt hofft auf Rettung“ wurde 2016 veröffentlicht. In Deutschland lief bzw. läuft die Serie bei ProSieben.

Weiteres:

  • Containment ist ein britischer Film aus dem Jahr 2015.
  • Als „Containment“ wird die äußert Betonhülle eines Kernreaktors bezeichnet. Statt „Containment“ wird auch Sicherheitsbehälter gesagt.
  • In der Informatik kommt der Begriff „Containment“ auch vor.
Wann ist eine Epidemie / Pandemie vorbei? Ende von Corona / Covid-19


Damit eine Epidemie oder Pandemie als „vorüber“ oder „beendet“ erklärt werden kann, müssen folgende Szenarien eintreten:

  • Die Zahl der potentiellen und absoluten Neuansteckungen darf nicht mehr eine Gefahr darstellen, dass das Gesundheitssystem wegen Überlastung zusammenbricht. Es müssen genügend freie Betten für aktuelle und prognostizierte Neuinfizierte, die Intensivmedizin benötigen, zur Verfügung stehen.
  • Die absolute Zahl der täglichen Neuinfektionen muss täglich sinken oder sehr niedrig sein. Die Zahl sollte so niedrig sein, das Gesundheitsbehörden es schaffen Kontaktketten nachzuverfolgen und über eine Unterbringung in Quarantäne zu entscheiden.

Hinweis: Dies ist keine offizielle behördliche oder epidemiologische Definition, sondern eine allgemeine Erklärung von BedeutungOnline.de

Ende einer Epidemie / Pandemie: Ende vom Coronavirus (Covid-19)

Das Ende einer Epidemie oder Pandemie kann auf drei Wegen erreicht werden:

  1. Die Durchseuchung in der Bevölkerung ist so groß, dass eine Herdenimmunität entsteht.
  2. Ein Impfstoff wird entwickelt, der vor Neuansteckungen schützt.
  3. Veränderte Umweltbedingungen führen dazu, dass ein Virus seine Reproduktion einstellt.

Ende von Corona: Durchseuchung und Herdenimmunität

Beide Wege (1+2) führen dazu, dass Immunität in der Bevölkerung entsteht. Diese führt dazu, dass ein Virus bei Immunisierten keine oder eine schwächer verlaufende Erkrankung auslöst und auch nicht weitergegeben werden kann. Damit Risikogruppen geschützt werden.

Um eine Durchseuchung zu erreichen, müssen große Teile der Bevölkerung Kontakt mit einem Virus haben und gegen diesen immun werden. Dass bedeutet, sie müssen Kontakt mit dem Virus haben, die Erkrankung durchlaufen, sich erholen und erst dann sind sie immun.

Beim Coronavirus wird geschätzt, dass 60 bis 70 Prozent der Bevölkerung sich infizieren (werden). Eine hohe Durchseuchung führt dazu, dass die Zahl der potentiellen Personen, die sich infizieren können, sinkt. Die Logik hier, ist einfach: Je mehr infiziert und immun sind, umso weniger können sich infizieren. Die Immunität der Kohorte führt automatisch zum Schutz von Risikogruppen.

Für einen Impfstoff gilt, dass dieser in großen Mengen verfügbar sein muss, um Menschen vor Ansteckung mit einem Virus zu schützen. Da Viren ständig ihr Genom verändern, kann eine Ansteckung nicht immer verhindert werden. Aber durch eine Impfung können die Symptome reduziert werden.

Veränderte Umweltbedingungen können dazu führen, dass ein Virus seine Reproduktion einstellt. Dies findet z.B. jährlich bei der Grippe statt. Sobald es wärmer wird, verschlechtern die steigenden Temperaturen die Reproduktionsbedingungen der Viren. Dies führt dazu, dass die Viren ihre Reproduktion ab einem bestimmten Punkt komplett einstellen. Bemerkbar wird dies, wenn Neuerkrankungen auf einmal nicht mehr stattfinden.

Woran sich zeigt, dass das Ende einer Epidemie oder Pandemie bald erreicht ist

Ob das Ende einer Epidemie oder Pandemie erreicht ist, zeigt sich unter anderem an der absoluten Zahl der Neuinfektionen. Zum Ende einer Epidemie oder Pandemie sinken diese Zahlen täglich.

Außerdem muss die Bedingungen erfüllt sein, dass ein Virus oder ein Krankheitserreger sich nicht mehr ungehindert und unkontrolliert verbreitet. Die Verbreitung des Krankheitserregers muss eingedämmt und kontrolliert sein.

Das bedeutet, Gesundheitsbehörden schaffen es (wieder) mit ihren begrenzten Ressourcen Kontaktketten nachzuverfolgen und über die Isolation von Infizierten zu entscheiden. Den Gesundheitsbehörden ist es wieder möglich, nachzuvollziehen, wer mit wem Kontakt hatte und wer infiziert ist. (Zu Beginn einer Epidemie ode Pandemie führt der sprunghafte Anstieg von Infizierten dazu, dass Gesundheitsbehörden überfordert werden und es nicht mehr schaffen Kontaktketten nachzuverfolgen.)

Eine Regierung entscheidet in Zusammenarbeit mit Virologen und Epidemologen, wann staatlichen Epidemie- oder Pandemie-Eindämmungsmaßnahmen nicht mehr von Nöten sind.

Was bedeutet Mitigation auf deutsch? Bedeutung, Übersetzung, Definition


Das englische Wort „Mitigation“ bedeutet auf deutsch:

  • Abschwächung
  • Eindämmung
  • Linderung
  • Mäßigung
  • Milderung
  • Minderung
  • Verringerung

Was bedeutet „Mitigation“ genau auf deutsch? Bedeutung

Das Wort „Mitigation“ bedeutet, dass die negativen Folgen von etwas gezielt abgeschwächt oder reduziert werden. Bei Mitigation werden die negativen Auswirkungen von etwas schlechtem oder gefährlichem bewusst abgemildert und verringert. Dies führt dazu, dass die Auswirkungen weniger schlimm, einschneidend, ernst oder hart sind.

In der Rechtssprache bedeutet „Mitigation“, dass die Strafe für ein Verbrechen milder ausfällt oder eine Strafe gemindert wird. In der deutschen Rechtssprache ist der Ausdruck „Mitigation“ veraltet. In der englischen Rechtssprache ist der Begriff noch zeitgemäß.

Der Ausdruck „Mitigation“ wird in der englischen und deutschen Sprache verwendet.

Das Wort „Mitigation“ stammt vom lateinischen Wort „mitigatio“ ab. „Mitigatio“ bedeutet: Milderung oder Besänftigung.

Mitigation als Reaktion auf eine Epidemie / Pandemie (Coronavirus, Covid-19)

Bei einer Epidemie oder Pandemie dient eine „Mitigationsstrategie“ dazu, die Verbreitung eines Virus oder eines Krankheitserregers einzudämmen. Mitigation sorgt dafür, dass die Verbreitung eines Virus verlangsamt wird, was dazu führt, dass die absolute Zahl der täglichen Neuinfektionen sinkt und dass das Gesundheitssystem vor einer Überlastung geschützt wird. (Hier wird auch von „Flatten the Curve“ gesprochen.)

Um eine Mitigationsstrategie erfolgreich umzusetzen, ist es erforderlich, dass die Kontakte, die ein Mensch hat, reduziert werden. Denn somit wird das Risiko, dass ein Mensch andere ansteckt, reduziert.

Im Falle einer Pandemie oder Epidemie ist eine Mitigationstrategie eine Reaktion auf die ungehinderte Verbreitung eines Virus. Die Mitigation hat das Ziel die Verbreitung eines Krankheitserregers einzudämmen und unter Kontrolle zubekommen. Mitigation führt nicht zum Ende einer Pandemie. Erst, wenn Neuansteckungen durch einen Impfstoff verhindert werden oder die Durchseuchung der Bevölkerung so groß ist, dass Neuansteckungen nicht nur Überlastung des Gesundheitswesens führen, zeigt sich das Ende einer Pandemie.

Im Falle einer Epidemie oder Pandemie können verschiedene Mitigations-Maßnahmen angewendet werden:

  • Menschen müssen Abstand zu anderen Menschen suchen. Mindestabstand 1,5-2 Meter in der Öffentlichkeit. (Siehe: Kontaktverbot)
  • Bedingtes Schließen von Orten an denen viele Menschen sich auf engem Raum aufhalten. (Bsp.: Schulen, Kindergärten, Sportstadien, Flughäfen, Einkaufszentren) Sollen öffentlichen Plätze nicht betreten werden, so können Betretungsverbote ausgesprochen werden.
  • Bedingte Besuchsverbote für Orte an denen sich Risikogruppen aufhalten (Bsp.: Altenheime, Pflegeeinrichtungen, Krankenhäuser)
  • Home Office statt Präsenzarbeit.
  • Social Distancing
  • Kontaktreduzierung
  • Kontaktsperren
  • Freiwillige Selbstisolation
  • Staatlich verordnetes „Zuhause bleiben“
  • Ausgangsbeschränkungen
  • Kontaktbeschränkungen

Was bedeutet „Risk Mitigation“ auf deutsch? Bedeutung, Definition

„Risk Mitigation“ bedeutet auf deutsch „Risikominderung“. „Risk Mitigation“ ist eine Strategie, um Risiken zu erkennen und Gefahren abzuwehren.

Hier gibt es verschiedene Ansätze:

  • Risiken werden einfach akzeptiert.
  • Es kann versucht werden, Risiken nicht einzugehen und sie zu meiden.
  • Es kann versucht werden, Risiken zu reduzieren und zu kontrollieren.
  • Es kann versucht werden, andere für Risiken verantwortlich zu machen.

Mitigation und Klimawandel

Wird im Kontext des Klimawandels von Mitigation gesprochen, so ist damit unter anderem gemeint, dass Treibhausgasemissionen reduziert werden sollen. Dies wird gefordert und durchgeführt, da eine Beziehung zwischen den steigenden Temperaturen der Erde und den ausgestoßenen Treibhausgasemissionen existiert.

Alarmismus, Panikmache: Definition, Bedeutung, Erklärung, Beispiele


Von Alarmismus und Panikmache wird gesprochen, wenn Sachverhalte, Ereignisse oder Probleme (medial) spannender, gefährlicher oder wichtiger dargestellt werden, als sie eigentlich sind.

Alarmismus und Panikmache werden als Vorwurf an die Medien verwendet, wenn ein Sprecher oder eine Sprecherin glaubt, dass diese Angst und Panik schüren in dem sie Sachverhalte übertrieben gefährlich darstellen.

Was ist Alarmismus / Panikmache? Bedeutung, Definition

Wenn etwas als „Panikmache“ bezeichnet wird oder über eine Meldung gesagt wird, dass diese „Alarmismus“ sei, so drückt ein Sprecher damit seine kritische Haltung aus. Ein Sprecher gibt mit der Wertung „Panikmache“ oder „Alarmismus“ zu verstehen, dass er (oder sie) glaubt, dass eine Sache nicht so wichtig, gefährlich oder spannend ist, wie sie dargestellt wird. Ferner gibt ein Sprecher zu verstehen, dass er (oder sie) die damit verbundenen Ängste und Warnungen nicht teilt, sowie dass er oder sie nicht in Panik verfällt. Außerdem kann der Vorwurf „Panikmache“ oder „Alarmismus“ als Totschlagargument verwendet werden, um eine sachliche Diskussion zu verhindern oder zu beenden.

Als Panikmache wird allgemein der Versuch bezeichnet, Panikstimmung heraufzubeschwören.

Die Ausdrücke „Alarmismus“ und „Panikmache“ werden wertend in der Sprache verwendet. Ein Sprecher gibt damit folgendes zu verstehen:

  • Gefahren und Bedrohungen werden übertrieben dargestellt. (Beispiel: Untergangsszenarieren werden verbreitet.)
  • Gefahren werden überinterpretiert und überhöht.
  • Eine Situation wird übertrieben dargestellt.
  • Eine Situation wird dramatisiert.
  • Etwas wird aufgebauscht.
  • Negative Aspekte oder negative Informationen werden überbetont.
  • Der mögliche Ausgang einer Sache wird stark negativ oder einseitig negativ dargestellt.
  • Ein Sachverhalt wird emotionalisiert und dramatisiert.
  • Sachverhalte werden reißerisch und übertrieben dargestellt. Stichwort: Clickbait
  • Bestimmte Ängste kann der Sprecher oder die Sprecherin nicht teilen.
  • Bestimmte Empfehlungen oder Warnungen kann der Sprecher oder die Sprecherin nicht teilen.

Ob eine Bedrohung real ist oder nicht, spielt keine Rolle, wenn diese alarmistisch und übertrieben dargestellt wird.

Synonyme für Panikmache und Alarmismus sind: Angstmacherei, Angst machen, Katastrophisierung (Katastrophisieren)

Gegenteil von Panikmache und Alarmismus

Das Gegenteil von Panikmache und Alarmismus ist Sachlichkeit und Vernunft. Informationen werden sachlich und ruhig veröffentlicht und verbreitet.

Ein weiteres Gegenteil von Panikmache und Alarmismus ist Verharmlosung und Beschönigung. Wenn etwas verharmlost wird, so werden Gefahren, Risiken oder Probleme beschönigt, kleingeredet oder ignoriert.

Weitere Gegenteile von Panikmache und Alarmismus sind: Sich Sorgen und Vorsorge treffen.

Wozu Panikmache und Alarmismus führen

Alarmismus und Panikmache führen zu Angst und Verunsicherung. Dies macht einen Menschen empfänglich für Botschaften, kann aber auch unvernünftiges Verhalten hervorrufen. (Bsp.: Panikkäufe, Hamsterkäufe)

Alarmismus und Panikmache können als Kommunikationstechnik eingesetzt werden, um eine Botschaft zu verbreiten oder Menschen zu bestimmten Verhalten zu bewegen. Etwas übertrieben darzustellen, sorgt dafür, dass die Information viele Menschen erreicht.

Alarmismus und Panikmache können aber auch von Staaten verwendet werden, um Freiheitsrechte einzuschränken und mehr Überwachung zu etablieren.

Wird zu viel Alarmismus oder Panikmache als Kommunikationstechnik eingesetzt, so führt dies zum gegenteiligen Effekt. Anstatt Aufmerksamkeit für die verbreitete Botschaft zu gewinnen, beginnen Rezipienten damit die Botschaft anzuzweifeln oder in ihr Gegenteil zu verkehren.

Wie Panikmache und Alarmismus betrieben werden

Panikmache und Alarmismus entstehen auf verschiedenen Wegen:

Mit falschen Statistiken oder falsch interpretierten Statistiken kann Panikmache (oder Verharmlosung) betrieben werden. Dies geschieht z.B., wenn die absolute Zahlen statt relative Zahlen betrachtet werden. Relative Zahlen sind z.B. Betroffene Personen pro 100.000 Einwohner.

Falsche Vergleiche können auch zur Panikmache verwendet werden. Diese Vergleiche können etwas als übertrieben gefährlich oder untertrieben harmlos darstellen. („Größte Herausforderung seit …“)

Informationen werden bewusst ausgelassen oder verkürzt. Komplexe Sachverhalte werden vereinfacht dargestellt.

Bei Panikmache wird kommuniziert, dass jeder betroffen ist oder betroffen sein kann. Jedoch sind nie alle Menschen gleich schlimm von etwas betroffen. (Pareto-Prinzip.) (Es gilt, dass die Menschheit nicht untergehen wird und die Wirtschaft wird auch nicht zusammenbrechen. Vielmehr finden hier Transformationsprozesse statt und die sind mit Veränderungen verbunden. Da Menschen in ihrer Komfortzone bleiben wollen, wird jede Veränderung anfangs ignoriert bis bekämpft.)

Gegenmittel gegen Panikmache und Alarmismus

Das erste und beste Gegenmittel ist Ruhe bewahren. Hier passt der deutsche Spruch „Nichts wird so heiß gegessen, wie es gekocht wird“ sehr gut.

Wenn Sie glauben, dass etwas Panikmache oder Alarmismus ist, haben sie verschiedene Ansatzpunkte wie sie damit umgehen können:

  • Recherchieren Sie zusätzliche Informationen.
  • Hinterfragen Sie Statistiken. Betreiben Sie Quellenkritik.
  • Wenn ein Sachverhalt angeblich nur negativ dargestellt wird, versuchen sie positive Aspekte zu finden.
  • Wenn ein Sachverhalt übertrieben dargestellt wird, recherchieren sie eine sachliche Darstellung.
  • Fragen Sie sich, wer davon profitiert, wenn Sie Angst haben.
  • Fragen Sie sich, wer von der Panikmache profitiert.
  • Überprüfen Sie Wahrscheinlichkeiten.

Weitere Techniken, um Verunsicherung und Angst abzubauen, sind:

  • Erinnern Sie sich daran, wie gut es Ihnen geht. (Haben Sie ein Dach über dem Kopf? Geht es Ihnen gesundheitlich gut? Geht es Ihren Lieben gut?)
  • Erforschen Sie ihre Angst. Machen Sie sie konkret. Was soll genau passieren? Wie wahrscheinlich ist das?
  • Machen Sie sich klar, dass ein Großteil der Bevölkerung vermutlich nicht betroffen ist. Meist ist nur ein kleiner Teil betroffen.

Weitere Bedeutung von Panikmache

„Panikmache: Wie wir vor lauter Angst unser Leben verpassen“ ist ein Buch von Jörg Schindler. Es erschien 2016.

Maskenpflicht, Mundschutzpflicht in Deutschland: Schutzmaske, Bedeutung, Definition


Eine Maskenpflicht stellt die Pflicht dar, dass Personen in der Öffentlichkeit oder in bestimmten Räumen eine Atemschutzmaske tragen müssen. Eine Mundschutzpflicht legt fest, dass Personen ihre Atemwege durch eine Maske schützen müssen.

Um bestimmte Räume zu betreten, ist das Tragen einer Schutzmaske Vorraussetzung. Die eintretenden Personen müssen dann eine Schutzmaske während ihres gesamten Aufenthalts tragen.

In vielen asiatischen Regionen ist es üblich, dass Personen bei einer Erkältung oder Grippe eine Atemschutzmaske tragen. China verordnete nach dem Ausbruch des Coronavirus eine Maskenpflicht.

Die Begriffe „Maskenpflicht“, „Mundschutzpflicht“ („Mundschutz-Pflicht“) und „Maskenzwang“ sind synonym. Das heißt, sie haben die gleiche Bedeutung. Die Schutzmaske wird auch als „Mund-Nasen-Schutz“ bezeichnet.

Maskenpflicht und Mundschutzpflicht: Muss ich eine Mundschutzmaske tragen? Situation in Deutschland

In Deutschland besteht eine Maskenpflicht bzw. Mundschutzpflicht.

Sie dürfen beim Autofahren keinen Mund-Nasen-Schutz tragen. Es gibt aber Ausnahmen. Mehr erfahren Sie hier.

Bisher gilt in folgenden Bundesländern eine Maskenpflicht:

  • Baden-Württemberg (Maskenpflicht beim Einkaufen, im Einzelhandel und im Nahverkehr.)
  • Bayern (Maskenpflicht beim Einkaufen, im Einzelhandel und im Nahverkehr.)
  • Berlin (Maskenpflicht beim Einkaufen, im Einzelhandel und im Nahverkehr.)
  • Brandenburg (Maskenpflicht beim Einkaufen, im Einzelhandel und im Nahverkehr.)
  • Bremen (Maskenpflicht beim Einkaufen, im Einzelhandel und im Nahverkehr.)
  • Hamburg (Maskenpflicht beim Einkaufen, im Einzelhandel, auf Wochenmärkten und im Nahverkehr.)
  • Hessen (Maskenpflicht beim Einkaufen, im Einzelhandel und im Nahverkehr.)
  • Mecklenburg-Vorpommern (Maskenpflicht im Nahverkehr und für Taxi-Fahrten.)
  • Niedersachsen (Maskenpflicht beim Einkaufen, im Einzelhandel und im Nahverkehr.)
  • Nordrhein-Westfalen (Maskenpflicht beim Einkaufen, im Einzelhandel und im Nahverkehr.)
  • Rheinland-Pfalz (Maskenpflicht beim Einkaufen, im Einzelhandel und im Nahverkehr.)
  • Saarland (Maskenpflicht beim Einkaufen, im Einzelhandel und im Nahverkehr.)
  • Sachsen (Maskenpflicht beim Einkaufen, im Einzelhandel und im Nahverkehr.)
  • Sachsen-Anhalt (Maskenpflicht beim Einkaufen, im Einzelhandel und im Nahverkehr.)
  • Schleswig-Holstein (Maskenpflicht beim Einkaufen, im Einzelhandel und im Nahverkehr)
  • Thüringen (Maskenpflicht beim Einkaufen, im Einzelhandel und im Nahverkehr)

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat bisher noch nicht empfohlen, dass das Masken gebraucht werden sollen. Die WHO warnte davor, dass das Tragen einer Maske ein falsches Sicherheitsgefühl vermitteln könnte und dass das dazu führen könnte, das jemand die persönliche Hygiene der Hände vernachlässigt. (Hinweis: Masken reduzieren das Ansteckungsrisiko, aber sie sind keine Garantie, dass eine Ansteckung nicht stattfindet.)

Maskenpflicht und Mundschutzpflicht: Wie ein Mund-Nasen-Schutz wirkt:

Eine Maske oder ein Mund-Nasen-Schutz hilft gegen die Verbreitung von Viren und Krankheitserregern durch Speichel- oder Schleim-Tröpfchen. Denn die Maske oder der Mund-Nasen-Schutz verhindert, dass die Tröpfchen beim Atmen, Husten oder Sprechen ungehindert in die Luft gelangen. Die Maske ist eine Barriere, die die Krankheitserreger aufhält. Damit verringert eine Schutzmaske den Ausstoß von Krankheitserregern einer Person in die Luft.

Mit einer Schutzmaske schützt eine Person sich selbst und andere. Außerdem schützt eine Schutzmaske den Träger davor den Mund oder die Nase mit den eigenen (vielleicht kontaminierten) Händen zu berühren. So werden Schmierinfektionen vermieden!

Eine Schutzmaske bedeckt den Mund und die Nase.

Es gibt verschiedene Masken. Die einfachste Maske ist ein Mund-Nasen-Schutz (z.B. OP-Masken aus Flies). Es gibt aber auch Schutzmasken aus festerem Material mit Atemventil (FFP2, FFP3).

Hinweis: Eine Maske ersetzt Maßnahmen wie Social Distancing und Kontaktreduzierung nicht! Die Maske ist eine Ergänzung!

Maskenpflicht: Jena

In der thüringischen Stadt Jena besteht ab Anfang April eine Maskenpflicht. Bürger in Jena sind verpflichtet, wenn sie in ein öffentliches Verkehrsmittel steigen oder einen Supermarkt betreten einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen. Generell gilt die Mundschutzpflicht für jedes Gebäude mit Publikumsverkehr.

Neben Masken dürfen auch Schals und Tücher getragen werden. Wichtig ist, dass Mund und Nase bedeckt sind.

Selbstgenähte oder gehäkelte Masken sind auch erlaubt.

Wer eine Schutzmaske / einen Mund-Nasen-Schutz tragen muss:

Für Menschen, die im Gesundheitssystems arbeiten, ist es erforderlich dass sie einen Mund-Nasen-Schutz tragen.  Im „Sinne des Arbeitsschutzes“ ist es für medzinisches Personal notwendig eine Schutzmaske zu tragen.

Wenn medizinisches Personal mit infizierten Patienten arbeitet, ist eine FFP-Maske notwendig. Die FFP-Maske schützt das medizinische Personal vor Ansteckung. (Die Abkürzung FFP bedeutet „Filtering Face Piece“.)

Eine erkrankte oder infizierte Person, die sich in der Öffentlichkeit bewegt, muss eine Maske tragen.

Mundschutz-Masken selbst herstellen, nähen oder stricken

Selbstgebastelte, genähte oder gestrickte Mundschutz-Masken stellen einen kleinen Schutz dar. Denn die Schutzmaske hat die Aufgabe Tröpfchen aufzuhalten. Im Internet finden sich zahlreiche Nähanleitungen für Schutzmasken.

Hinweis: Masken sind keine Garantie vor Ansteckung! Sie verringern das Ansteckungsrisiko auf zwei Wegen. Sie verringern das Risiko andere anzustecken und sie verringern das Risiko, dass man selbst angesteckt wird.

Wer selbstgestrickte oder genähte Masken verwendet, sollte diese täglich (besser sogar halbtäglich!) wechseln und eine Maske bei 60 Grad waschen.

Österreich: Maskenpflicht / Mundschutzpflicht

In Österreich wurde Ende März 2020 – während der Coronakrise – eine Maskenpflicht in Supermärkten erlassen. Die Maskenpflicht legt fest, dass eine Person nur noch einen Supermarkt betreten darf, wenn sie eine Schutzmaske trägt. Vor den Supermärkten und Geschäften sollen die Masken erhältlich sein.

Tschechien: Mundschutzpflicht

In Tschechien wurde am 18. März eine landesweite Mundschutzpflicht verhängt. Sie gilt für jeden Aufenthalt außerhalb der eigenen Wohnung. Dass bedeutet, dass beim Betreten der Öffentlichkeit, beim Fahren in öffentlichen Verkehrsmitteln, beim Betreten von Geschäften, beim Betreten von Krankenhäusern ein Mundschutz getragen werden muss.

Kontaktsperre: Was ist das? Bedeutung, Definition, Erklärung


Das Wort „Kontaktsperre“ hat in der deutschen Sprache drei Bedeutungen:

  • Abstand zu anderen während einer Pandemie halten
  • Kontakt zu einer Person (in der Regel zum Ex-Partner) gezielt abbrechen
  • Einen Gefangenen von anderen Gefangenen und der Außenwelt isolieren.

Kontaktsperre während der Corona-Krise, Corona-Pandemie: Bedeutung, Definition, Erklärung

Das während der Corona-Krise erlassene Kontaktverbot wurde auch als „Kontaktsperre“ bezeichnet. In der Umgangssprache wird der Ausdruck „Kontaktsperre“ so verstanden, dass der Kontakt zu anderen Menschen unterlassen wird.

Mit Kontaktsperre sind individuelle Maßnahmen zur Eindämmung der Ausbreitung des Coronavirus (Covid-19) gemeint, sowie staatliche Maßnahmen. Individuelle Maßnahmen dienen dazu Abstand zu Mitmenschen aufzubauen und soziale Kontakte zu vermeiden. So z.B. Social Distancing, Kontaktreduzierung. Staatliche Maßnahmen beinhalten das Kontaktverbot, das Schließen von vielen Geschäften und auch ein Versammlungsverbot. Weitere Maßnahmen sind: Schulschließungen, Einschränkung bis Verbot von Besuch im Krankenhaus, Altenheimen und ähnlichen Einrichtungen, Verbot von Versammlungen. (Hinweis: In Deutschland wurde keine Ausgangssperre erlassen. Das Haus oder die Wohnung darf verlassen werden.)

Durch das Kontaktverbot (Kontaktsperren) sind Partys und jede Ansammlung von mehr als zwei Menschen ist verboten. Es gilt, dass zu jeder Person in der Öffentlichkeit ein Abstand von 1,5 Metern gehalten werden muss. Gegenseitige Besuche sind untersagt. Wer Kontakt will, muss telefonieren oder einen Video-Anruf tätigen. (Siehe: Tipps gegen den Lagerkoller, Corona als Chance)

Während des Kontaktverbots ist es sinnvoll Zuhause zu bleiben. Dringende Wege sind erlaubt, so z.B. der Weg zur Arbeit, Weg zum Arzt, Einkaufen und auch ein Spaziergang.

Die Polizei kontrolliert, ob das Kontaktverbot eingehalten wird und darf Bußgelder bei Verstößen verhängen.

Kontaktverbot und Kontaktsperren: Ziel, Sinn und Zweck

Das Ziel von Kontaktsperren ist es, dass die Ausbreitung eines Virus verlangsamt wird, dass die Zahl der Neuinfektionen reduziert wird und dass das Gesundheitssystem vor Überlastung geschützt wird. (Siehe: „Flatten the Curve„.) Als dies wird erreicht, wenn Menschen Kontakte zu anderen Menschen reduzieren. Dies schützt nicht nur sie selbst, sondern es schützt insbesondere Risikogruppen.

Denn es braucht manchmal nur einen Menschen, um viele weitere anzustecken. Durch Kontaktsperren wird die Möglichkeit, dass so etwas passiert, eingeschränkt. (Siehe: Superspreader)

Insbesondere zeigen Pandemie-bedingte Kontaktsperren, dass alle Menschen Verantwortung tragen und alle Menschen Teil des Systems sind.

Kontaktsperre Nach Trennung: Wenn der Kontakt zu einer Person eingestellt wird (Beziehung, Ex-Partner)

In der Umgangssprache wird ein Kontaktabbruch oder eine Kontaktunterbrechung auch als „Kontaktsperre“ bezeichnet. Diese Kontaktsperre wird nach einer Trennung angewendet, wenn eine Person Abstand zum Ex-Partner gewinnen möchte und Gefühle verarbeiten will. Die „Kontaktsperre“ ist ein Mittel, um Liebeskummer zu verarbeiten.

Teils wird eine bewusste Kontaktsperre auch als Strategie eingesetzt, um einen Ex-Partner zurückzugewinnen. Hierbei will eine Person durch Abwesenheit und Distanz interessanter werden, sowie Gefühle des Vermissens beim anderen auslösen. (Hier passt der Spruch: „Willst du gelten, mach dich selten.“)

Eine bewusst angewandte Kontaktsperre führt dazu, dass ein verlassener Partner dem anderen nicht hinterher läuft, emotionale Nachrichten schickt oder sich anbiedert. Damit zeigt der verlassene Partner, dass er stark ist und die Trennung akzeptiert.

Eine Kontaktsperre kann temporär sein.

Eine Kontaktsperre wird wie folgt angewendet:

temporäre Kontaktsperre als Kontaktunterbrechung

  • Für wenige Wochen wird der Kontakt gemieden.
  • Auf Kontaktversuche wird gar nicht oder erst sehr spät reagiert.

dauerhafte Kontaktsperre als Kontaktabbruch

  • Jeder Kontakt wird vermieden. Es darf sich nicht beim Ex-Partner gemeldet werden. Telefonieren ist verboten.
  • Die Telefonnummer wird gelöscht.
  • Der Kontakt wird in WhatsApp gelöscht und blockiert. Gleiches gilt für soziale Netwerke.

Kontaktsperre im deutschen Recht

Der Ausdruck „Kontaktsperre“ im deutschen Recht ist ein strafrechtlicher Begriff. „Kontaktsperre“ bedeutet hier, dass ein Gefangener von anderen Gefangenen und der Außenwelt isoliert wird.

Die Kontaktsperre beinhaltet explizit, dass der Kontakt zum Strafverteidiger unterbrochen wird. Dies ist normaler Weise nicht möglich. Selbst bei Isolationshaft ist der Kontakt zum Strafverteidiger möglich.

Die Kontaktsperre kann für Gefangene angeordnet werden, die wegen terroristischer Straftaten oder der Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung verurteilt sind, wenn Gefahr für Leib und Leben einer Person besteht.

Ausgangsverbot und Ausgehverbot: Bedeutung, Definition, Erklärung


Bei einem Ausgangsverbot und einem Ausgehverbot ist es verboten, das Haus, die Wohnung oder die Unterkunft zu verlassen. Ausgangsverbote und Ausgehverbote sind zeitlich begrenzt.

Ausgangsverbot und Ausgehverbot: Bedeutung, Definition, Erklärung

Zum einen kann mit Ausgangsverboten oder Ausgehverboten festgelegt werden, dass Personen in den Nachtstunden in ihrem Haus, ihrer Wohnung oder ihrer Unterkunft bleiben müssen und nicht auf die Straße dürfen. Diese Ausgehverbote gelten z.B. von 22 Uhr bis 6 Uhr. (Hier wird dann von nächtlichen Ausgangsverboten oder Ausgehverboten gesprochen.)

Ausgangsverbote und Ausgehverbote sind zum anderen in dem Sinne zeitlich begrenzt, dass sie wenige Tage bis wenige Wochen dauern.

Eine Regierung kann Ausnahmen festlegen. Diese Ausnahmen erlauben es Bürgern trotz Ausgangsverbote und Ausgehverbote die Wohnung zu verlassen. Diese Ausnahmen können sein: Einkauf Lebensmittel, Familienzusammenführung, Hilfe für alte Menschen, Weg zum Arzt, Inanspruchnahme medizinischer Versorgung. (Hier ist es ratsam, wenn Personen nachweisen können, warum sie gegen ein Ausgangsverbot oder Ausgehverbot verstoßen. Passierscheine sind in Deutschland nicht Pflicht.)

Im Rahmen von Ausgangsbeschränkungen, einem Katastrophenfall, dem Kontaktverbot oder Ausgangssperren können Ausgangsverbote erlassen werden.

Der Unterschied zwischen einem Ausgangsverbot und einer Ausgangssperre ist, dass bei einem Ausgangsverbot Ausnahmen erlaubt sind.

Anlässe für Ausgangsverbote und Ausgehverbote

Ausgangsverbote und Ausgehverbote können politisch, militärisch oder polizei verordnet werden. Sie werden ausgesprochen, wenn ein Land sich in einem Ausnahmezustand befindet.

Im Individualfall kann ein Arzt aus medizinischen Gründen ein Ausgehverbot oder ein Ausgangsverbot für eine kranke Person aussprechen.

Für Soldaten können Ausgangs- und Ausgehverbote auch ausgesprochen werden. Den Soldaten ist es dann verboten, ihre Kaserne zu verlassen.

Warum Ausgangsverbote und Ausgehverbote verordnet werden

Generell gilt, dass eine Regierung oder Verwaltung Ausgangsverbote oder Ausgehverbote erlassen kann, wenn die öffentliche Sicherheit, das Leben vieler Mensch oder die Lebensgrundlagen in Gefahr sind. Auch können Ausgangsverbote oder Ausgehverbote erlassen werden, wenn die politische Ordnung (in Deutschland: die freiheitlich demokratische Ordnung) in Gefahr ist.

Gründe und Anlässe sind unter anderem:

  • ein Aufstand
  • Bombenalarm
  • Krieg
  • Naturkatastrophen (Hochwasser, Überschwemmungen, Schneesturm, Sturm)
  • Seuchengefahr (Pandemie oder Epidemie)
  • Stromversorgung ausgefallen
  • Terrorangriff / Terroranschlag

Ausgangsverbote und Ausgehverbote sorgen dafür, dass es unter Strafe gestellt wird, wenn Menschen ihr Haus, ihre Wohnung oder ihre Unterkunft verlassen und auf die Straße gehen. Dies hat je nach Anlass verschiedene Gründe. Grundsätzlich gilt aber, dass das Leben von Menschen durch Ausgangsverbote geschützt oder die öffentliche Sicherheit wiederhergestellt werden soll.

Ausgangsverbote sind eine Maßnahme, um Plünderungen zu verhindern.

Die Einhaltung eines Ausgangsverbotes oder eines Ausgehverbotes wird mit der Polizei oder dem Militär überprüft und durchgesetzt.

Bei Ausgehverbote und Ausgangsverbote werden persönliche Bürger- und Freiheitsrechte zeitlich begrenzt eingeschränkt. Hier gilt, dass die Wahrung und Wiederherstellung der öffentlichen Sicherheit mehr wiegt als Freiheitsrechte. Denn es werden z.B. das Recht auf Freizügigkeit, die Versammlungsfreiheit, die Reisefreiheit oder auch die Religionsfreiheit eingeschränkt.

Ausgangsverbot / Ausgehverbot: Pandemie / Epidemie

Im Falle von Seuchengefahr sorgen Ausgehverbote und Ausgangsverbote dafür, dass der Kontakt der Bürger zueinander eingeschränkt wird, wodurch sich die Verbreitung eines Virus (oder einer Seuche) verlangsamt und weniger Neuansteckungen stattfinden. Letztlich dient diese Maßnahme dazu, dass Gesundheitssystem vor Überlastung zu schützen. (Siehe: Flatten the Curve) In diesem Kontext sind Ausgehverbote und Ausgangsverbote eindämmende Maßnahmen.

Ausgangsverbote und Ausgehverbote sind staatliche Eindämmungsmaßnahmen, die ergriffen werden, wenn Bürger nicht freiwillig ihr Sozialleben reduzieren und mehr in ihren Wohnungen oder Häusern bleiben.

Ausgangsverbote und Ausgehverbote können während einer Pandemie oder Epidemie erlassen werden, um Risikogruppen zu schützen. Hier gilt, dass der Schutz Weniger wichtiger ist, als die Freiheit Vieler.

Weitere Bedeutung von Ausgehverbot

„Ausgehverbot“ ist ein von Tim Toupet am 27. März 2020 veröffentlichtes Lied.

Corona-Krise: Miete nicht zahlen, Mietzahlungen, Mieterschutz, Kündigungsrecht für Mieter / Vermieter während Corona


Die deutsche Bundesregierung hat wegen der Coronakrise das Kündigungsrecht für Vermieter eingeschränkt und den Kündigungsschutz für Vermieter erhöht.

Im Zeitraum vom 1. April 2020 bis 30. Juni 2020 dürfen Vermieter ein Mietverhältnis wegen durch die Corona-Krise verursachten Mietschulden nicht kündigen. Das Gesetz legt fest, dass Mietrückstände, die zwischen April und Juni 2020 durch die Corona-Krise entstanden sind, keine Gründe für eine ordentliche oder fristlose Kündigung darstellen. Dies gilt für Wohn- und Gewerberaummietverträge, sowie Pacht und Grundstückspachten.

Dies ist keine Befreiung von der Miete. Die Mietschulden müssen bis zum 30. Juni 2022 grundsätzlich zuzüglich Verzugszinsen ausgeglichen werden.

Ab 1. Juli 2020 gilt dann das bisherige Kündigungsrecht wieder. Wenn Mieter nach dem 1. Juli mehr also eine Monatsmiete im Verzug sind, darf der Vermieter fristlos kündigen.

Sollte sich im Juni 2020 herausstellen, dass die Monate April, Mai und Juni nicht ausgereicht haben, um die Corona-Krise abzuwenden und die wirtschaftlichen Folgen für Mieter abzufedern, so kann der Zeitraum um drei Monate bis zum 30. September 2020 verlängert werden.

Corona-Krise und Miete: Rechte und Pflichten für Mieter (Mieterschutz)

Für Mieter besteht – während der Corona-Krise – weiterhin die Pflicht, die Miete fristgerecht zu überweisen. Eine Regelung, die Miete wegen der Corona-Krise zu mindern oder zu stunden, enthält das Gesetz nicht.

Corona-Krise: Wenn Mieter nicht zahlen können – Zahlungsprobleme glaubhaft machen

Können Mieter ihre Miete nicht mehr zahlen, so müssen sie glaubhaft machen, dass ihre Zahlungsprobleme bedingt sind durch die Corona-Krise, um von der Änderung des Kündigungsrechts zu profitieren. Dies ist möglich durch z.B. einen Bescheid über empfangene staatliche Leistungen, eine Bescheinigung des Arbeitgebers, Nachweise des Einkommens (z.B. Kurzarbeitergeld) oder Nachweise über Verdienstausfall.

Für Gewerbemieter gilt, dass sie ausgebliebene Mietschulden glaubhaft machen können, wenn ihr Unternehmen wegen Corona-Eindämmungsmaßnahmen (behördliches Nutzungsverbot) schließen musste.

Mieter sollten ihren Vermieter darüber informieren, dass sie ihre Miete zeitweise nicht zahlen können. Dies sollte im Falle eines Rechtsstreit glaubhaft nachweisbar sein.

Corona: Bis wann Mietrückstände gezahlt werden müssen

Mietrückstände müssen bis zum 30. Juni 2022 ausgeglichen werden. Laut Gesetzgeber sind diese Corona-bedingten Mietausfälle kein Kündigungsgrund und berechtigen nicht zur Kündigung. Schafft ein Mieter es nicht seine Mietschulden bis Ende Juni 2022 auszugleichen, so darf eine Kündigung wegen ausgebliebenen Zahlungen erfolgen.

Grundsätzlich gilt, dass Mieter ihre Mietschulden grundsätzlich mit Zinsen zurückzahlen müssen.

Sinn hinter der Einschränkung des Kündigungsrechts

Das Ziel hinter ist der Einschränkung des Kündigungsrecht ist es, dass Mieter ihre Zuhause nicht verlieren und wohnungslos werden.

Für Vermieter gilt, dass die Miete gezahlt wird, nur mit Verspätung.

Kurzarbeitergeld berechnen 2020: So ermitteln Sie den Betrag Netto / Brutto


In diesem Beitrag erfahren Sie, wie Sie das Kurzarbeitergeld berechnen können:

Kurzarbeitergeld berechnen (2020): So errechnen Sie es ganz einfach (Erklärung)

Um das Kurzarbeitergeld zu berechnen, wird die Nettodifferenz aus dem regulären Netto-Lohn und dem Kurzarbeits-Nettolohn ermittelt. Ziehen Sie vom regulären Nettogehalt das Kurzarbeits-Netto ab. Diese Differenz verrechnen Sie mit dem Leistungssatz (60 oder 67 Prozent) verrechnet.

Update: Ab dem 4. Monat Kurzarbeit beträgt der Leistungssatz 70 bzw. 77 Prozent. Ab dem 7. Monat Kurzarbeit beträgt der Leistungssatz 80 bzw. 87 Prozent.

Einfacher ausgedrückt: Errechnen Sie wie viel Netto-Lohn Ihnen durch Kurzarbeit fehlt und verrechnen Sie das Ergebnis mit dem Leistungssatz.

Berechnung Kurzarbeitergeld

Es gibt zwei Sätze für die Höhe des Leistungssatzes:

  • 60 Prozent der Nettodifferenz bei Beschäftigten ohne Kinder. (Ab dem 4. Monat Kurzarbeit 70 Prozent. Ab dem 7. Monat Kurzarbeit 80 Prozent.)
  • 67 Prozent der Nettodifferenz bei Beschäftigten mit Kindern. (Ab dem 4. Monat Kurzarbeit 77 Prozent. Ab dem 7. Monat Kurzarbeit 87 Prozent.)

Tabelle Kurzarbeitergeld berechnen / ermitteln

Nutzen Sie diese Tabelle, um das Kurzarbeitergeld zu ermitteln. Die Berechnungen gelten für die ersten drei Monate. Wird die Kurzarbeit darüber verlängert, so erhöht sich das Kurzarbeitergeld.

Lesen Sie die Tabelle wie folgt: Fehlen Ihnen durch Kurzarbeit 200 Euro Netto, so erhalten Sie im Fall dass der Antrag auf Kurzarbeitergeld bewilligt wird, von der Bundesagentur für Arbeit 120 Euro bzw. 134 Euro. Wenn Sie keine Kinder haben, erhalten Sie 120 Euro. Wenn Sie Kinder haben, erhalten Sie 134 Euro.

Fehlendes Netto 60% 67%
200 120 134
300 180 201
400 240 268
500 300 335
600 360 402
700 420 469
800 480 536
900 540 603
1000 600 670
1100 660 737
1200 720 804
1300 780 871
1400 840 938
1500 900 1005
1600 960 1072
1700 1020 1139
1800 1080 1206
1900 1140 1273
2000 1200 1340
2100 1260 1407

Sie können das Kurzarbeitergeld auch leicht anhand ihres regulären Netto-Lohnes errechnen. Nutzen Sie dafür folgende Tabelle:

Lesebeispiel: Wird ihre Stelle / Arbeitszeit um 70 Prozent reduziert wurde, so erhalten Sie 42 Prozent ihres bisherigen Netto-Lohnes als Kurzarbeitergeld, wenn sie keine Kinder haben. Wenn Sie Kinder haben, so erhalten sie 47 Prozent ihres bisherigen Netto-Lohnes als Kurzarbeitergeld.

Reduzierung 60% 67%
100% 60% 67%
90% 54% 60%
80% 48% 54%
70% 42% 47%
60% 36% 40%
50% 30% 34%
40% 24% 27%
30% 18% 20%
20% 12% 13%
10% 6% 7%
0% 0% 0%

Hinweis: Zuverdienste beim Kurzarbeitergeld sind möglich. Zuverdienste führen nicht zur Kürzung des Kurzarbeitergeldes. Bitte klären Sie dies mit Ihrer zuständigen Agentur für Arbeit.

Rechenbeispiele und Bespiele: Kurzarbeitergeld

Wird die Arbeitszeit, um 40 Prozent auf 60 Prozent reduziert, so übernimmt die Bundesagentur für Arbeit von den reduzierten 40 Prozent 60 Prozent bei Beschäftigten ohne Kinder und 67 Prozent bei Beschäftigten mit Kindern.

Einfach ausgedrückt: Wird die Arbeitzeit von 40 Stunden auf 24 Stunden reduziert, so beträgt die Reduktion 40 Prozent. Der Arbeitnehmer erhält nun nur noch 60 Prozent des bisherigen Lohnes. Die Bundesagentur für Arbeit übernimmt bei den fehlenden 16 Stunden 60 bzw. 67 Prozent. Das bedeutet die Bundesagentur für Arbeit übernimmt 9,6 bzw. 10,72 Stunden.

Noch einfacher ausgedrückt: Fehlen durch Kurzarbeit auf einmal 800 Euro netto, so zahlt die Bundesagentur für Arbeit 480 Euro bei Beschäftigten ohne Kindern und 536 Euro bei Beschäftigten mit Kindern.

Konkrete Rechenbeispiele für Kurzarbeitergeld

Die Rechenbeispiele gelten für Steuerklasse I.

Ein Arbeitnehmer in Ostdeutschland erhält regulär 2.800 Euro Brutto. Durch Kurzarbeit wird sein Gehalt auf 1.400 Euro Brutto reduziert. Während sein Netto bei den 2.800 Euro vorher bei rund 1.862 Euro, liegt das Netto bei 1.400 Euro nun bei 1074 Euro. Die Differenz aus 1860 abzüglich 1070 Euro ergibt 788. Diese 788 werden mit dem Leistungssatz verrechnet. Hat der Arbeitnehmer keine Kinder, so erhält er rund 470 Euro Kurzarbeitergeld. Hat er Kinder so erhält er rund 520 bis 530 Euro Kurzarbeitergeld.

Ein Arbeitnehmer in Westdeutschland erhält bisher ein Bruttogehalt von 3.500 Euro. Jetzt wird sein Gehalt durch Kurzarbeit auf 1.400 Euro Brutto reduziert.

Erhielt er vorher 2.232 Euro Netto, so erhält er jetzt 1.074 Euro Netto. Die Differenz aus den Beiträgen beträgt 1.158 Euro. Werden die 1.158 Euro mit dem Leistungssatz verrechnet, so ergibt sich für einen Arbeitnehmer mit Kind ein Kurzarbeitergeld von rund 776 Euro und für einen Arbeiternehmer ohne ein Kurzarbeiter von rund 695 Euro.

Kurzarbeitergeld: Wie es beantragt wird / Wer es beantragt

Der Arbeitgeber stellt einen Antrag auf Kurzarbeitergeld bei der Bundesagentur für Arbeit. Bewilligt die Bundesagentur für Arbeit den Antrag, so zahlt die Bundesagentur für Arbeit einen Teil des Gehaltes und bis zu 100 Prozent der anfallenden Sozialversicherungsbeiträge.

Das Kurzarbeitergeld gibt es maximal zwölf Monate.

Kurzarbeitergeld: Fakten

Keinen Anspruch auf Kurzarbeitergeld haben Minijobber und Beschäftigte, die vor Beginn der Kurzarbeit Krankengeld erhalten oder im Urlaub sind.

Die Beitragsbemessungsgrenze des Kurzarbeitergeldes beträgt im Jahr 2020 6.900 Euro in Westdeutschland und 6.450 Euro in Ostdeutschland..

Wenn das Kurzarbeitergeld nicht zum Leben reicht, so besteht ein Anspruch auf die Grundsicherung.

Zuverdienste bei Kurzarbeit sind verlaubt. Diese Zuverdienste führen nicht dazu, dass das Kurzarbeitergeld gekürzt wird.

Was bedeutet Durchseuchung, Durchseuchungsrate? Bedeutung, Definition, Erklärung


Die Durchseuchung gibt an, wie groß der Anteil der Bevölkerung oder einer Population ist, die bestimmte Viren in sich trägt oder die mit bestimmten Viren Kontakt hatte. Hier wird auch von Durchseuchungsrate gesprochen. Betrachtet wird hier nur die Verbreitung von endemischen Infektionskrankheiten.

Durchseuchung und Durchseuchungsrate: Bedeutung, Definition, Erklärung

Um die Durchseuchungsrate einer Bevölkerung zu ermitteln, werden Personen gezählt, die

  • aktuell an der Krankheit leiden,
  • Personen, die an der Krankheit litten und wieder gesund sind,
  • Personen, die infiziert aber symptomfrei sind.

Die Durchseuchung einer Population wird durch Antikörper-Studien ermittelt, um herauszufinden wie viele Menschen gegen einen Krankheitserreger (z.B. Viren) immun geworden sind. Dafür wird das Blut einer repräsentativen Gruppe auf Antikörper untersucht.

Je größer die Durchseuchung einer Population ist, umso größer ist die Populations- bzw. Herden-Immunität und die Durchseuchungsimmunität der betroffenen Individuen. (Es wird davon ausgegangen, dass infizierte Personen Immunität gegen Krankheitserreger (z.B. Viren) erlangen. Dies führt dazu, dass sich nicht erneut mit dem Virus anstecken können.)

Wenn große Teil der Bevölkerung oder einer Population durchseucht sind, so führt diese Durchseuchung dazu, dass die Ausbreitung eines Virus verlangsamt wird oder sogar gestoppt wird. Damit führt ein hoher Durchseuchungsgrad zum Ende einer Epidemie oder Pandemie. (Die Zahl der Neuinfektion sinkt, je mehr infiziert sind. Dies führt dazu, dass weniger Neuinfektionen stattfinden können, da weniger Personen infiziert sind und den Virus weitergeben können.)

Wie hoch der Durchseuchungsgrad sein muss, um die Ausbreitung eines Virus zu verlangsamen, ist Fallspezifisch. Gleiches gilt, wenn die Ausbreitung eines Virus gestoppt werden soll.

Die Durchseuchungsrate wird durch Impfstoffe beeinflusst. Ein Impfstoff sorgt dafür, dass die Durchseuchungsrate sinkt.

Wie lange eine Durchseuchung dauert, ist Virusabhängig. Sie kann unter anderem mehrere Monate bis wenige Jahre dauern.

Durchseuchungsgrad: Coronavirus (Covid-19) Deutschland

Um den Durchseuchungsgrad von Covid-19 zu ermitteln, will das Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung Braunschweig mehr als 100.000 Menschen in Deutschland untersuchen. Das Blut der Probanden wird auf Antikörper gegen den Covid-19-Erreger untersucht.

Wie hoch der Durchseuchungsgrad von Covid-19 in Deutschland sein muss, damit die Ausbreitung des Virus sich verlangsamt, ist unbekannt.

Der Virologe Christian Drosten schätzt, dass 60 bis 70 Prozent der Deutschen sich mit Coronavirus infizieren werden. Damit wäre die Durchseuchungsrate eben 60 bis 70 Prozent.

Beispiele für Durchseuchung

Es gibt bestimmte Viren bei denen die Durchseuchung in der Bevölkerung sehr hoch ist, so z.B. Herpes oder Influenza.

  • Bei Erwachsenen beträgt die Durchseuchung mit dem Herpes-Simplex-Virus 1 nahezu 100 Prozent. (Fast jeder deutsche Erwachsene trägt damit den Herpes-Simplex-Virus 1 in sich.)
  • Bei Ringelröteln liegt die Durchseuchungsrate in Deutschland im Erwachsenenalter bei 70 Prozent. (Quelle: Amboss)
Angst vor Bakterien, Viren: Mysophobie, Germaphobe, Ansteckungsangst (Bedeutung, Definition)


Als „Mysophobie“ wird die panische Angst vor Schmutz, die Angst mit Schmutz in Kontakt zukommen, die Angst vor Verunreinigung, die Angst vor Ansteckung, die Angst vor Bakterien und die Angst vor Viren bezeichnet.

Was ist die Mysophobie? Bedeutung, Definition, Merkmale

Das Wort „Myophobie“ bedeutet auf deutsch: „Angst vor Unreinheit“. „Myso“ leitet sich vom griechischen Wort „musos“ ab, was „unsauber“ oder „unrein“ bedeutet. „Phobie“ bedeutet Angst.

Hinweis: Suchen Sie Hilfe bei Experten, wenn Sie glauben an einer Mysophobie zu leiden. Sprechen Sie Ihren Arzt auf ihre Ansteckungsangst an.

Merkmale einer Mysophobie

Die Mysophobie ist eine psychische Zwangsstörung bei der jemand Angst vor Verunreinigung und Angst vor Unsauberkeit hat. Für eine Person, die an einer Mysophobie leidet, ist es unerheblich wie real oder tatsächlich eine Verschmutzung ist. Die betroffene Person wünscht sich 100-prozentige Reinheit und sie sieht nur die Bakterien- oder Viren-Kontaminierung.

Mysophobie-Betroffene leiden stark unter der Zwangsstörung. Sie schränkt ihren Alltag und ihr Sozialleben stark ein. Wer unter ständigen Waschzwang leidet, schadet seiner Haut und dem Immunsystem. Die Mysophobie kann zu Panikanfällen führen.

Die Mysophobie kann folgende Merkmale haben:

  • Vermeidungsverhalten / Vermeidungsstrategien
    • Betroffene meiden Orte, an denen sie viele Bakterien und Viren vermuten. (Beispiele: Öffentliche Toiletten, Öffentliche Verkehrsmittel)
    • Betroffene lehnen es ab, persönliche Dinge zu verleihen.
    • Betroffene wollen verhindern, dass andere Persone persönliche Dinge berühren.
    • Betroffene vermeiden es öffentliche Gegenstände anzufassen. (Beispiele: Knöpfe in der Bahn, Haltegriffe im Bus, Sitze im Bus, Türklinken, Geländer, öffentliche Toiletten, Geld)
    • Betroffene vermeiden Gegenstände anzufassen, die viele Menschen zuvor angefasst haben. (Beispiele: Besteck, Tassen, Teller)
    • Betroffene vermeiden es Gegenstände direkt anzufassen. (Beispiel: Ein gekauftes fertig belegtes Brötchen kann nur im Papier gegessen werden.)
    • Betroffene tragen in der Öffentlichkeit zum Schutz Handschuhe.
    • Betroffene meiden soziale Kontakte.
  • Putzzwang / Waschzwang
    • Mehre Male am Tag wird die Wohnung gereinigt oder desinfiziert.
    • Ständiges Händewaschen
    • Übertriebene Körperhygiene
      • Übertriebenes Verwenden von Mundwasser
      • Übertriebenes Zähneputzen (Angst vor Mundgeruch)
    • Übertriebens und häufiges Händewaschen
    • Übertriebener Gebrauch von Desinfektionsmittel
  • Psyche
    • Angst etwas unreines oder schmutziges anzufassen
    • Angst vor körperlichem (physischem) Kontakt
    • Angst vor Infektionen
    • Angst vor Krankheiten
    • Angst, krank zu werden
    • Angst sich anzustecken (Ansteckungsangst)
    • Berührungsangst
    • Starke Gefühle des Ekels und Unwohlseins, wenn in der Öffentlichkeit etwas angefasst wird.
    • Wunsch, dass alle Bakterien oder Viren auf einer Oberfläche oder in einem Raum verschwinden

Im Extremfall verlassen Mysophobiker ihre Wohnung nicht mehr.

Hinweis: Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn Sie sich stark um ihre persönliche Hygiene sorgen.

Mysophobie ist ein in der ICD-10 festgelegtes aber nicht näher umrissenes Krankheitsbild. Es steht im Kapitel V „Psychische und Verhaltungsstörungen“ F.40.2 „Spezifische (isolierte) Phobien“. Die Myophobie ist eine Phobie, die auf Nähe zu bestimmten Tieren beschränkt ist. Die Tiere sind in diesem Fall „Bakterien“.

Wie eine Mysophobie entsteht

Wie eine Mysophobie genau entsteht, ist unklar. Jedoch stecken hinter eine Mysophobie bestimmte Ängste und Vermeidungsverhalten. Die Angst zu erkranken und in ein Krankenhaus zu müssen, kann dazu führen, dass eine Person vermeidet krank zu werden.

Auch die Vorstellung darüber, dass Millionen Bakterien auf der menschlichen Haut und im menschlichen Darm leben, kann Angst machen. Ferner kann die Unwissenheit über die Harmlosigkeit von alltäglichen Bakterien Ängste auslösen.

Weitere Faktoren sind Umweltfaktoren wie z.B. überall erhältliche Desinfektionsmittel, Reinigungsprodukte, die Bakterien-Freiheit versprechen, Antibakterielle Reinigungsprodukte und sich selbst reinigende Toilettensitze.

Auch kulturelle Faktoren wie z.B. Reinheit als angestrebtes Ziel, der Wunsch keimfrei und schmutzfrei zu leben, können zu einer Mysophobie führen.

Wortherkunft „Mysophobie“: Was bedeutet der Begriff?

Der US-amerikanische Militärarzt und Neurologe William Alexander Hammond prägte der Begriff „Mysophobie“ 1879 in einem Fallbericht über eine Person, die an einer Zwangsstörung litt und sich häufig die Hände wusch.

Auch Sigmund Freud beschrieb 1895 eine Patient, die sich häufig die Hände wusch.

Mysophobie: Trivia,

Donald Trump soll an Mysophobie leiden. In einer Pressekonferenz im Jahr 2017 sagte er über sich, dass er ein „germahob“ sei. („Germaphob“ = Angst vor Keimen.)

Robbie Williams soll – laut Selbstauskunft – auch erhöhte Wünsche nach Reinheit und Sauberkeit haben.

Laut Aussage seiner Frau Priscilla Presley soll Elvis Presley es vermieden haben fremdes Besteck oder fremde Tassen anzufassen.

Was bedeutet „germaphob“ auf deutsch? Bedeutung, Definition

In der englischen Sprache existiert das Wort „germaphob“.  „Germaphob“ bedeutet direkt auf deutsch übersetzt „Angst vor Keimen“ bzw. „Angst vor Krankheitserregern“.

Das Wort „germ“ bedeutet auf deutsch „Keim“ oder „Krankheitserrger“. Der Worteil „phob“ bedeutet auf deutsch: „abweisend“ oder „ablehnend“. Im Wort Phobie findet sich „phob“ wieder.

In der deutschen Sprache kann analog das Wort „Bakteriophobie“ (bzw. Bacteriophobie) gebildet werden. Dieses findet jedoch kaum Verwendung in der deutschen Umgangssprache.

Aussprache, Wortherkunft Quarantäne: Karantäne oder Kwarantäne? Wie wird das Wort richtig ausgesprochen?


Bei der Aussprache des Wortes „Quarantäne“ kommt es immer wieder zu Unstimmigkeiten. Manche sprechen „Quarantäne“ als „Karantäne“ aus und andere sprechen es als „Kwarantäne“ aus. Doch was ist nun richtig und wo kommt das Wort her?

Machen wir es kurz: Das Wort „Quarantäne“ wird „Karantäne“ (Ka-ran-tä-ne) ausgesprochen. Es ist eines der wenigen Worte mit Q am Anfang, bei denen das „w“ nicht gesprochen wird. Warum das so ist, erfährst du im Beitrag!

Wortherkunft: Woher kommt das Wort „Quarantäne“? Etymologie

Um die Aussprache vom Wort „Quarantäne“ zu verstehen, müssen wir darauf schauen, woher das Wort kommt.

Das Wort „Quarantäne“ leitet sich vom französischen Wort „quarantaine“ ab. „Quarantaine“ wiederrum leitet sich vom französischen Wort „quarante“ ab, was auf deutsch „Vierzig“ bedeutet.

Wenn bei Schiffsmannschaften Seuchenverdacht bestand, so wurde den Seemännern verboten an Land zu gehen. Waren und Tiere durften sie auch nicht abladen. Hierfür wurde festgelegt, dass sie vierzig Tage an Bord ihres Schiffes in Isolation warten müssen. Erst am 41. Tag durften sie an Land gehen und Tiere sowie Waren abladen. Dies war eine Maßnahme, um die Verbreitung der Pest oder anderer Krankheiten zu verhindern.

Warum es genau 40 Tage sind, ist unklar. Denkbar ist, dass die 40 Tage aus dem christlichen Glauben abgeleitet wurden. Jesus fastete 40 Tage und ging dafür 40 Tage in die Wüste. Die Sintflut dauerte 40 Tage und 40 Nächte. Das Volk Israel wanderte 40 Jahre durch die Wüste. Zwischen Ostern und Christi Himmelfahrt liegen 40 Tage.

Erst im 18. Jahrhundert kam das Wort „Quarantaine“ in die deutsche Sprache und wurde als „Quarantäne“ in die Umgangssprache übernommen.

Ein deutsches Wort für Quarantäne ist „Isolation“.

Richtige Aussprache von Quarantäne: Wird „Karantäne“ oder „Kwarantäne“ gesagt?

Die offizielle Aussprache von „Quarantäne“ ist „Karantäne“ (Ka-ran-tä-ne). Da „Quarantäne“ erst im 18. Jahrhundert in die deutsche Sprache kam, ist es ein relativ junges Wort. Bei der Aussprache hat man sich damals an der französischen Aussprache orientiert und diese gleich übernommen. Im französischen wird „Quarantaine“ wie folgt ausgesprochen: „Ka-ran-tain“.

Erst in einigen deutschen Dialekten und Regionalsprachen findet eine Änderung der Aussprache zu „Kwarantäne“ statt. Hier kann vermutet werden, je größer der Abstand zum französischen Sprachraum und je geringer dessen Einfluss, umso eher wird „Quarantäne“ als „Kwarantäne“ ausgesprochen.

Das Wort „Quarantäne“ als „Kwarantäne“ auszusprechen, erscheint sinnvoll. Denn „Quark“ wird „Kwark“ und „Quelle“ wird  „Kwelle“ ausgesprochen.

Letztlich gilt, dass beide Aussprachen – Karantäne und Kwarantäne – möglich sind. Es gibt hier keine richtige und korrekte Variante, sondern nur eine offizielle (herleitbare) Aussprache. Hier zeigt sich, dass der Gebrauch der Sprache über Eigenheiten wie die Aussprache bestimmt und dass Sprache nicht so logisch ist, wie sie erscheint.

Weitere Bedeutung: Kwarantäne

„Kwarantäne“ ist eine deutsche Rockband.

Unterschied: Epidemie, Pandemie und Endemie


Wer den Unterschied zwischen einer Epidemie, Pandemie und Endemie kennt, kann die Begriffe richtig benutzen. Grundsätzlich gilt für alle drei, dass die räumliche und zeitliche Ausbreitung einer Krankheit oder eines Virus darüber entscheidet, ob eine sich ausbreitende Krankheit eine Epidemie, Pandemie oder Endemie ist.

Grundsätzlich gilt, dass aus einer Epidemie eine Pandemie und aus einer Epidemie eine Endemie werden kann.

Bevor die Unterschiede erklärt werden, muss eine Frage geklärt werden:

Wann wird eine Krankheit zur Epidemie?

Es gibt keine genaue Regel und keine genauen Grenzen, wann eine Krankheit zur Epidemie wird. Jedoch gibt es drei Anzeichen:

  • In einem Gebiet findet eine starke und überdurchschnittliche Häufung von Krankheitsfällen statt.
  • In einem Gebiet finden innerhalb einer kurzer Zeit viele Neuerkrankungen statt.
  • Eine Krankheit breitet sich in einem Gebiet unkontrolliert aus.

Eine Krankheit wird kann zur Epidemie werden, wenn viele Menschen in kurzer Zeit an der gleichen Krankheit erkranken bzw. sich mit dem gleichen Virus infizieren.

Eine Epidemie entsteht, wenn neue Erreger (Viren, Bakterien) auftreten. Gegen diese neuen Erreger hat noch niemand Antikörper, so dass praktisch jeder infiziert werden kann. (Das macht neue Erreger so gefährlich.)

Die Geschwindigkeit in der sich eine Krankheit verbreitet, wird durch verschiedene Faktoren beeinflusst. So unter anderem: Inkubationszeit, persönliche Hygiene, Gesundheitszustand der Menschen, soziale Kontakte, Eindämmende (staatliche) Maßnahmen, Resistenz der Viren gegen Kälte oder Hitze.

Unterschied Epidemie und Pandemie (Bedeutung)

Was ist eine Epidemie? Bedeutung, Definition

Eine Epidemie ist eine Krankheit, die auf eine Region, ein Gebiet oder ein Land begrenzt ist. Eine Epidemie kann auch auf eine Population oder Gruppe begrenzt sein. Eine Epidemie ist auch zeitlich begrenzt, dass bedeutet, dass sie vorbei geht.

Die jährliche Grippewelle in Deutschland kann z.B. eine Epidemie sein.

Das Wort „Epidemie“ hat griechische Wurzeln. „Epi“ bedeutet „auf“ oder „bei“. „Demos“ bedeutet „Volk“. Eine Epidemie ist also eine Krankheit, die bei einem Volk findet. (Für moderne Gesellschaften ist es sinnvoller von „Bevölkerung“ als „Volk“ zusprechen.) Eine Epidemie ist also eine Krankheit, die sich innerhalb einer Bevölkerung in einer Region verbreitet.

Was ist eine Pandemie? Bedeutung, Definition

Wenn eine Epidemie Regions-, Gebiets- und Ländergrenzen überschreitet, wird sie zur Pandemie. Bei einer Pandemie sind viele Menschen in unterschiedlichen Ländern betroffen und gefährdet. Bei einer Pandemie breitet sich eine Krankheit oder ein Virus über Staatsgrenzen, Regionalgrenzen und Kontinente aus.

Im Unterschied zu einer Epidemie ist eine Pandemie nicht räumlich begrenzt. Die Pandemie ist also eine Krankheit, die weltweit auftreten und sich weltweit verbreiten kann.

Durch den internationalen Verkehr und internationale Flugreisen kann ein Virus schnell verbreitet werden. Dies führt dazu, dass eine Pandemie sich innerhalb kurzer Zeit verbreiten kann. Eine Pandemie kann also global werden.

Das Wort „Pandemie“ hat griechische Wurzeln. „Pan“ bedeutet „alles“ und „Demos“ bedeutet „Volk“. Sinngemäß übersetzt, betrifft eine Pandemie das ganze Volk bzw. die ganze Bevölkerung.

Pandemie-Beispiele

  • Aids ist eine Pandemie.
  • Im Mittelalter war die Pest eine Pandemie.
  • Die „Spanische Grippe“ im Jahr 1918 war eine Pandemie. An der Spanischen Grippe starben rund 50 Millionen Menschen.
  • Das Coronavirus (Covid-19) ist eine Pandemie.
    Die Schweinegrippe in den Jahren 2009/2010 war eine Pandemie.
    SARS im Jahr 2003 war eine Pandemie.

Eine Pandemie kann mehrere Monate bis wenige Jahre andauern. Entscheidend sind eindämmende Maßnahmen (Kontaktverbot, Ausgangsbeschränkungen), die persönliche Hygiene (Hände waschen) und das Meiden von Sozialen Kontakten (Social Distancing).

Was ist eine Endemie? Bedeutung

Eine Epidemie wird zur Endemie, wenn eine Krankheit in einer Region oder in einer Population immer wieder auftritt. Bei einer Endemie erkranken immer wieder Menschen an einer Krankheit. Die Endemie ist räumlich begrenzt, aber nicht zeitlich begrenzt. Das bedeutet, dass Endemie nicht einfach vorbeigeht.

Eine Krankheit oder ein Virus wird zur Endemie, wenn in einer Population oder Region immer wieder überdurchschnittlich oder in erhöhtem Maße Personen erkranken.

Malaria ist in einigen Regionen Afrikas eine Endemie. Das Tropenfieber ist in einen Regionen eine Endemie.

„Endemie“ ist griechisch. „En“ bedeutet „in“ und „Demos“ bedeutet „Volk“. Im Wortsinne ist eine „Endemie“ eine Krankheit, die in einem Volk stattfindet.

Corona, Coronavirus als Chance: Was uns die Coronakrise lehrt


Es scheint auf dem gesamten Globus momentan kein anderes Thema mehr zu geben. Corona ist überall, hat Medien, Alltag und auch unsere Psyche erobert. Jeden Tag werden neue Schlagzeilen geschrieben, Gebote ausgesprochen, Termine verschoben und Absagen erteilt. Der Virus sorgt für Angst, Unsicherheit und Zweifel; viele Menschen fürchten um ihre Gesundheit, ihre Existenz, ihre Familie und Freunde. Doch so sehr Covid-19 die Welt in eine Krise stürzt, so sehr bietet der Virus der Menschheit auch Chancen. Es wird Zeit, die Ängste außer Acht zu lassen und die positiven Seiten der Krankheit zu betrachten, denn diese sind zahlreich vorhanden.

Corona als Chance: Neue Werte durch die Krise entdecken

Seien wir einmal kritisch: Das alltägliche Leben vor dem Jahr 2020 war ein schnelllebiges, konsumorientiertes und egozentrisches. Es wurde viel gekauft, gearbeitet und vor allen Dingen – aufgeschoben. Persönliche Interessen, Hobbies, Zeit für Kleinigkeiten, für die Familie oder individuelle Projekte gab es für die meisten höchstens mal am Wochenende. Das Leben war vom Morgen bis zum Abend durchgetaktet, jeder Ablauf fest geplant. Dann kam Covid-19. Schlagartig fielen all diese festen Abläufe zwangsweise weg. Zuhause bleiben, heißt es heute. Anfänglich hatten viele Menschen Angst davor, ihren ganzen Tag in Haus oder Wohnung in Selbstisolation zu verbringen. „Da fällt mir ja die Decke auf den Kopf.“, hörte man viele sagen. Doch lauscht man den Stimmen jetzt, hört man vielfach etwas anderes: „Ich habe endlich einmal Zeit für die Wohnung und den Garten nutzen können“, „Ich habe wieder mit dem Lesen angefangen“, „Ich habe den ganzen Tag nichts gemacht und es war großartig“ oder „Ich genieße gerade einfach die Zeit mit meiner Familie“. (Siehe: Tipps gegen Langeweile, Tipps gegen den Lagerkoller)

In den Köpfen der Menschen ist etwas passiert. Das sogenannte Hamsterrad existiert nicht mehr. Der ganze Stress, der Zeitdruck, der Leistungsdruck, der Termindruck haben sich in Luft aufgelöst. Auf einmal bleibt ganz viel Leere übrig. Zeit, ein so wertvoller Rohstoff, ist plötzlich im Überfluss vorhanden. Und damit die Gelegenheit, einmal in sich zu gehen und sich zu fragen, was man eigentlich mit dieser Zeit anfangen möchte. Frei von äußeren Zwängen bietet Corona die Möglichkeit, das bisherige Leben zu hinterfragen und herauszufinden, was wirklich wichtig ist. Was habe ich bisher eigentlich gemacht und warum? Was möchte ich jetzt machen? Warum habe ich das vorher nicht getan? Wir haben durch Covid 19 die Möglichkeit, einmal tief in uns hineinzuhören und nachzufühlen, ob wir eigentlich zufrieden sind.

Die Corona Krise ändert unser Leben und unsere Lebensweise. Gewohnheiten, Bedürfnisse und Selbstverständlichkeiten werden in Frage gestellt. Was braucht der Mensch eigentlich zum Leben? Ist es wirklich der Stress, die Routine, das Geld? Ist die Zeit im Kreis der Liebsten oder mit sich alleine nicht viel wertvoller? Die Wertschätzung für alltägliche Dinge gewinnt wieder an Bedeutung. Jetzt ist die Zeit zu hinterfragen, wie wir leben und arbeiten wollen. Der Virus bietet allen eine Chance zur Neuorientierung und für einen Neuanfang.

Corona-Krise als Chance: Menschliche Beziehungen leben wieder auf

Corona hat zu etwas geführt, was die wenigsten schon einmal miterlebt haben – Kontaktverbot. Nur noch alleine oder zu zweit auf die Straße, Menschenansammlungen werden konsequent bestraft. Quarantänemaßnahmen zwingen Menschen dazu, sich von anderen fernzuhalten. 2 Meter Mindestabstand gilt es überall einzuhalten. Covid-19 scheint Menschen voneinander zu separieren und eine Kluft zwischen sie zu treiben. Viele befürchteten die völlige Vereinsamung. Doch das Gegenteil ist eingetreten. Statt einer Trennung hat der Virus die Menschheit viel näher zueinander gebracht. Wir merken auf einmal, dass wir nicht alleine sind. Menschen auf der ganzen Welt teilen unser Schicksal. Durch zahlreiche Internetportale, Social Media und die Nachrichten werden wir mit all diesen anderen Menschen verbunden. Auch sie sitzen Zuhause und sehen sich mit den neuen Herausforderungen konfrontiert. Egal ob Gut- oder Schlechtverdiener, ob Ottonormalverbraucher oder Politiker, alle sind eins. Sogar Stars posten fleißig aus ihren Häusern, laden andere Menschen zum Chatten ein. Corona ist ein Gleichmacher und bringt uns alle wieder näher zueinander.

Ein weiterer Nebeneffekt der plötzlich gewonnenen Zeit – wir haben endlich die Gelegenheit, Beziehungen wieder aufzufrischen und zu vertiefen. Es werden wieder Telefonate geführt. Alte Freunde, zu denen man längst den Kontakt verloren hatte, melden sich um zu fragen, wie es einem geht. Nachbarn unterhalten sich miteinander über die Balkon- und Gartenzäune. Familien stehen in engerem Kontakt. Großeltern installieren Skype, um die Gesichter ihrer Enkel sehen zu können. Es zeigt sich, dass das Kontaktverbot eben nicht zu einem Verlust menschlicher Beziehungen führt, sondern zu einer viel engeren Bindung. Und dass menschliche Nähe vielleicht noch wichtiger ist, als wir dachten. Schließlich ist sie es, die uns optimistisch nach vorne blicken lässt. Die Corona Krise zeigt, dass Gesundheit, Familie und Freunde sehr wichtig sind – nicht Besitz und immer mehr.

Wer heute durch die leeren Straßen geht, das eigene Treppenhaus oder auch Social Media und Ebay Kleinanzeigen unter die Lupe nimmt, der wird Zeuge eines neuen Trends, der scheinbar um sich greift: Menschen bieten ihre Hilfe an. Zahllose Anzeigen, um für ältere Menschen einkaufen oder mit fremden Hunden Gassi zu gehen, überfluten das Netz geradezu. Sogar Inserate wie „Habe Klopapier für Bedürftige zu verschenken“ tauchen auf und beweisen: Die Corona Krise ist eine Chance für Mitmenschen da zu sein, eine Chance überschwänglich genutzt wird. Hilfspakete werden parteiübergreifend abgesegnet, Vermieter senken die Mieten, viele Anbieter bieten ihre Produkte kostenlos an. In Zeiten der Not zieht die Welt an einem Strang und lässt uns wieder ein bisschen stolz auf uns alle sein.

Die Corona Krise als Chance, gemeinschaftlich zu lernen

Covid-19 stellt die gesamte Weltbevölkerung vor eine große Herausforderung. Völlig neue Strukturen und Regelungen mussten quasi über Nacht entwickelt werden, um den Fortbestand der Gesellschaft zu sichern. Und entgegen vieler Befürchtungen zeigt sich, dass die menschliche Struktur auch von zuhause aus überleben kann. Schüler lernen mit Online-Portalen, viele Arbeitnehmer arbeiten im Home Office, kostenlose Sportkurse, Musikangebote und Tutorials werden im Internet zu Hauf angeboten. Nachbarschaftshilfe wird digital organisiert, sogar die Bürokratie kann auf einmal unkompliziert und elektronisch ablaufen. Corona beweist, wie wichtig dass Internet für die heutige Gesellschaft geworden ist, aber auch, wie viel ungenutztes und positives Potenzial in ihm steckt. Die Globalisierung findet auf einmal nicht mehr nur wirtschaftlich, sondern auch menschlich statt. Länder dienen als Vorbild, nicht als abschreckendes Beispiel. Die Corona Krise erweist sich als Chance, die Gesellschaft weiter zu entwickeln und zu lernen – als Individuum und als Gemeinschaft.

Auch verändert hat sich unsere Einstellung gegenüber anderen. Gerade die Menschen, die im Alltag sonst weniger geachtet werden, weil sie keine große Karriere hinlegen, ernten auf einmal den Respekt, den sie verdienen. Supermarktmitarbeiter, Krankenpfleger und Postboten arbeiten unermüdlich, um unsere Gesellschaft am Leben zu erhalten. Es sind die Alltagshelden, die Covid-19 in seine Schranken weisen und jeder möchte seinen Teil dazu beisteuern. Befristete Lagerarbeiter springen auf einmal ein, Freiwillige kommen zur Blutspende und jeder hilft so gut es möglich ist.

Corona als Chance: Die Krise zeigt, wozu wir fähig sind

Etwas, was wir alle durch Corona lernen, ist die Antwort auf die Frage, was bleibt, wenn auf einmal alles zusammenbricht. Kann der Mensch auf völliges Chaos reagieren? Diese Antwort lautet ja. Anstatt zu verzweifeln, halten wir alle zusammen und belohnen uns für jeden kleinen Erfolg. Darauf lohnt es sich, stolz zu sein.

Kontaktbeschränkungen, Kontaktbegrenzungen: Bedeutung, Definition, Erklärung


Kontaktbeschränkungen und Kontaktbegrenzungen sind räumliche und soziale Eindämmungsmaßnahmen, um die Ausbreitung einer Pandemie zu verlangsamen, die Zahl der Neuinfektionen zu senken und das Gesundheitssystem vor Überlastung zu schützen.

Kontaktbeschränkungen und Kontaktbegrenzungen dienen dazu, dass man sich nicht selbst mit einem Virus infiziert oder – falls man infiziert ist – andere mit einem Virus infiziert. Durch Kontaktbeschränkungen wird das Risiko stark reduziert, andere anzustecken, in dem vermieden wird, dass überhaupt Kontakt hergestellt wird. Die Maßnahmen dienen dem Selbst- und Fremdschutz.

Kontaktbeschränkungen und Kontaktbegrenzungen werden angewendet in dem man keinen Besuch empfängt und andere nicht besucht. In dem auf der Straße Abstand (1,5 Meter) zu anderen gehalten wird. In dem man sich größtenteils selbstisoliert.

Siehe: Kontaktreduzierung, Flatten the Curve, Social Distancing

Kontaktbeschränkungen in Berlin

Während der Coronakrise hat Berlins Regierung eine „Verordnung zur Eindämmung des Coronavirus in Berlin“ erlassen. Die Verordnung gilt bis zum 5. April 2020.

Die Verordnung sieht Kontaktbeschränkungen vor und ist eine Form der Kontaktreduzierung. Unter anderem wurde folgendes geregelt:

  • Personen müssen sich ständig in ihrer Wohnung, ihrem Haus oder ihrer gewöhnlichen Unterkunft aufhalten.
  • In der Öffentlichkeit muss zu allen(!) anderen Person ein Abstand von mindestens 1,5 Meter gehalten werden.
  • Die Wohnung darf nur verlassen, wenn Gründe verliegen. Diese Gründe sind unter anderem:
    • Arbeitsweg,
    • Medizinische Behandlung in Anspruch nehmen,
    • Lebensmittel einkaufen,
    • Tierbedarf einkaufen,
    • Hund gassi führen,
    • Besuch kranker/alter Menschen,
    • Hilfe für unterstützungsbedürftige Personen leisten,
    • Sterbende begleiten,
    • Sport und Bewegung an der frischen Luft,
    • dringende Termine wahrnehmen,
    • Amtstermine wahrnehmen,
    • individuelle Religionsausübung,
    • auf Vorladungen reagieren,
    • gärtnern
  • Umzüge sind erlaubt
  • Wohnungsbesichtigung sind möglich

Die „Verordnung zur Eindämmung des Coronavirus in Berlin“ enthält eine Mitführpflicht. Dass heißt, wer sich in der Öffentlichkeit bewegt, muss per Personalausweis (oder Lichtbildausweis) der Polizei oder dem Ordnungsamt nachweisen können, wo er wohnt. Ein Passierschein wird nicht benötigt.

Der Beruf, der Job, das Mandat oder das Ehrenamt auszuüben, ist weiterhin erlaubt.

Berlin darf nur verlassen werden, wenn dies auf direktem Weg zur Wohnung liegt.

Die Kontaktbeschränkungen sind keine Ausgangssperre. Auch findet das Wort „Ausgangsbeschränkungen“ keine Anwendung in der Verordnung.

Kontaktbeschränkungen Sachsen-Anhalt

Die Kontaktbeschränkungen in Sachsen-Anhalt gelten vom 23. März 2020 0:00 Uhr bis 5. April 2020 24:00 Uhr.

  • Auch in Sachsen-Anhalt gilt, dass zu allen Personen in der Öffentlichkeit ein Mindestabstand von 1,5 Meter eingehalten werden muss.
  • In der Öffentlichkeit darf man sich nur mit einer Person aus dem eigenen Haushalt aufhalten. Zu allen anderen Menschen muss ein Abstand von 1,5 Meter gehalten werden.
  • Restaurants und Gastronomien werden für Publikumsverkehr geschlossen. Außer-Haus-Verkauf ist erlaubt.
  • Friseure, Kosmetikstudios, Nagelstudios, Piercingstudios und Tattoos müssen schließen.

Die Polizei kontrolliert, ob das Kontaktverbot und die Kontaktbeschränkungen eingehalten werden.

Weitere Bedeutung: Kontaktbegrenzungen im Fußball

Im Fußball wird auch von Kontaktbegrenzungen gesprochen. „Kontaktbegrenzungen“ legen fest, wie viel Interaktionen ein Spieler mit dem Fußball haben soll. Um die Interaktionen zu erhöhen, wird die Kontaktbegrenzungen niedrig gehalten. Denn Kontaktbegrenzungen zwingen Spieler dazu, öfter abzuspielen oder zupassen.

Was bedeutet NichtSemester / Nicht-Semester? Was ist das? Bedeutung, Definition


Ein „Nicht-Semster“ (NichtSemster) ist ein Semester, dass stattfindet, aber formal nicht gezählt wird.

Was ist ein Nicht-Semester / NichtSemester? Bedeutung, Definition, Vorteile

Ein „Nicht-Semester“ ist ein Ausnahmesemester, dass stattfindet, weil der normale Lehr-, Semester- und Studienbetrieb nicht garantiert werden kann. Anlässe für ein Ausnahmesemester ist die z.B. die gesamtgesellschaftliche Auswirkung einer Krise auf Hochschulen und Universtäten wie z.B. die Coronakrise. Das bedeutet, dass Krisenbedingt Veranstaltungen und Seminare ausfallen können, sowie dass Fristen für Prüfungen verschoben werden müssen. Außerdem muss die Wahrung z.B. des Kontaktverbots beachtet werden.

Für Studenten, Mitarbeiter und Wissenschaftler hat ein Nicht-Semester eine entlastende Wirkung. Denn jenes Semester das zum „Nicht-Semester“ erklärt wird, hat keine negativen Auswirkungen auf das Bafög, Fristen, Stipendien, Forschungsprojekte und auf die Regelstudienzeit.

Außerdem erlaubt ein Nicht-Semester, dass vom Coronavirus-betroffene Studenten sich – ohne Nachteile zu befürchten – isolieren und kurieren können, sowie dass sie vom Coronavirus-betroffene Verwandte pflegen können.

Für Universitätsmitarbeiter könnte ein Nicht-Semester dazuführen, dass befristete Verträge, um ein Semester verlängert werden. Gleiches ist möglich für Forschungsprojekte.

In einem Nicht-Semester finden soweit möglich Veranstaltungen, Seminare und Prüfungen statt. Jedoch kann kein gewohnter Hochschul- oder Universitätsbetrieb garantiert werden.

Außerdem gibt ein Nicht-Semester den Hochschulen und Universitäten Planungssicherheit. Ein Nicht-Semester erlaubt es den Hochschulbetrieb langfristig zu sichern, statt diesen kurzfristig und eventuell verbunden mit Problemen wiederherzustellen.

Rechenbeispiel: Nicht-Semester / NichtSemester

Ein Student hat im Wintersemester 2018/2019 angefangen zu studieren, dann studierte er im Sommersemster 2019 und Wintersemester 2019/2020 weiter. Damit hat er drei Semester absolviert. Wird das Sommersemester 2020 zum Nicht-Semester erklärt, so kann der Student an Veranstaltungen teilnehmen, aber das Semester wird nicht gewertet.

Das bedeutet: Der Student hat insgesamt vier Semester studiert, formal werden aber nur drei gezählt. Studiert der Student nun im Wintersemester 2020/2021 weiter, so hat der Student dann fünf Semester studiert, formal hat er aber nur vier Semester studiert.

Alternative zum Nicht-Semester / NichtSemester

Statt einem Nicht-Semester, dass formal nicht zählt, gibt es eine Alternative: Alles wird um ein Semester verlängert werden. Das würde bedeuten, dass die Regelstudienzeit jedes Studienganges um ein Semester erhöht wird. Die Förderdauer des Bafögs würde um ein Semester erhöht. Befristete Verträge würden um ein Semester verlängert. Abgabe Fristen für z.B. Studien- oder Abschlussarbeiten würden um ein Semester verlängert werden.

Corona, Covid-19 und Coronakrise: Sommersemester als Nicht-Semester / NichtSemester

In einem Deutschlandfunkinterview am 18. März 2020 forderte der Vizepräsident der Hochschulrektorenkonferenz, Professor Ulrich Radtke, ein Nicht-Semester. Er prägte damit den Begriff „Nicht-Semester“.

In Hinblick auf die Coronakrise und die Einschränkungen des Lehr- und Semesterbetriebs forderte Professor Ulrich Radtke ein Nicht-Semester.

Durch die Coronakrise kann der Lehrbetrieb nicht normal stattfinden. Damit Studenten davon keine Nachteile haben, sollte das Sommersemester 2020 formal nicht gezählt werden.

Für Studenten kann in einem Ausnahmesemester nicht garantiert werden, dass sie erforderliche Leistungspunkte erwerben, Prüfungen absolvieren und Abschlussarbeiten schreiben können.

In einem Offenen Brief setzten sich über 1.300 Wissenschaftler dafür ein, dass das Sommersemester 2020 ein Nicht-Semester wird. Sie finden den Offenen Brief hier.

Nicht-Semester: Bildungsministerium trifft Entscheidung

Die Entscheidung, ob ein Semester zum Nicht-Semester erklärt wird, trifft das Bildungsministerium. Außerdem wird vom Bildungsministerium festgelegt, welche Studiengänge digital absolviert werden können, sowie ob Prüfungen digital stattfinden können.

Ausstiegsstrategie, Exit-Strategie: Bedeutung, Definition, Beispiele


Eine Ausstiegsstrategie (engl. „Exit-Strategie“) ist im allgemeinen eine Strategie, um festzulegen wie und unter welchen Bedingungen eine Situation, Unternehmung oder Beteiligung verlassen werden soll. Ein Exit stellt den geplanten Ausstieg aus einer Situation, Unternehmung oder Beteiligung dar.

Anlässe für eine Ausstiegsstrategie (engl. „Exit-Strategie“) sind:

  • Wenn vorgegebene Ziele erreicht oder erfüllt wurden.
  • persönliche Veränderungen
  • Um Gewinn zu erwirtschaften.
  • Um Schaden zu begrenzen.

Ausstiegsstrategie (Exit-Strategie) für die Coronakrise (Coronavirus, Covid-19)

Mit einer Ausstiegsstrategie für die Coronakrise, das erlassene Kontaktverbot, erlassene Ausgangsbeschränkungen und für die wirtschaftlichen Einschränkungen soll geregelt werden, wie das Leben, Handeln und Wirtschaften in Deutschland wieder zu einem Normalzustand zukehren kann. Hierfür muss festgelegt werden, wann welche Maßnahmen gelockert werden.

Der FDP-Politiker Christian Lindner forderte am 25. März 2020 von der deutschen Bundesregierung eine Ausstiegsstrategie für die Coronakrise.

Insbesondere muss geklärt werden, wann geschlossene Einrichtungen und Unternehmen wieder geöffnet werden dürfen. (Bsp.: Schulen, Kitas, Kindergärten, Kindertagesstätten, Restaurants, Friseure,…) Außerdem muss geklärt werden, ab wann Veranstaltungen wieder stattfinden dürfen. Wann werden Reisebeschränkungen aufgehoben. Wann wird das Kontaktverbot aufgehoben? Wann werden Ausgangsbeschränkungen aufgehoben?

Eine Ausstiegsstrategie wird hier in Hinsicht auf die Gefährlichkeit des Coronavirus erstellt. Deswegen muss festgelegt werden, wann das Coronavirus erfolgreich eingedämmt und seine Gefährlichkeit reduziert wurde.

Ausstiegsstrategie / Exit-Strategie in der Wirtschaft

In der Wirtschaft ist es üblich, dass Investoren oder Gründer über eine Exit-Strategie verfügen (oder zumindest darüber nachdenken). Wenn ein Investor oder ein Gründer aus einem Unternehmen aussteigt, so wird dies in der Regel als „Exit“ bezeichnet. Mit einem Exit verdient ein Investor oder Gründer Geld in dem er seine Anteile verkauft. Außerdem geht es darum im Falle einer schlechten Entwicklung eines Unternehmens, Verluste zu vermeiden.

Für Investoren und Gründer legt eine Exit-Strategie einen geplanten Ausstieg aus einer Investition statt. Bei einem Exit findet in einer Regel ein Wechsel der Besitzverhältnisse statt. Gründer oder Investoren verkaufen dann ihre Unternehmensanteile.

Im Bereich von Start-Ups und Venture Capital sind Exit-Strategien üblich. Auch Immobilieninvestoren kennen Exit-Strategien. (Siehe: Was sind Unicorns?)

Aussteigs- und Exitmöglichkeiten:

  • Anteile verkaufen
    • Anteile an Dritte verkaufen
    • Anteile an übrige Gesellschafter verkaufen
  • Aufkauf Unternehmen
  • Börsengang (IPO)
  • Buy Back (Das Unternehmen kauft verkaufte Anteile zurück.)
  • Insolvenz
  • Liquidation (Auflösung Unternehmen, Verkauf aller Assets)
  • Management-Buy-In (MBI) (Übernahme durch fremde Führungskräfte)
  • Management-Buy-Out (MBO) (Verkauf Anteile an Mitarbeiter)
  • Secondary Purchase (Zweitverkauf; Verkauf an Finanzinvestor)
  • Trade Sale
  • Unternehmensnachfolge
  • Unternehmen verkaufen
    • Verkauf an andere Unternehmer
    • Verkauf an andere Beteiligungsgesellschaften (Trade Sale)
  • Unternehmenszusammenschlüsse

Für Unternehmer gibt es verschiedene Anlässe für eine Ausstiegsstrategie, um zu regeln, was mit einer Firma oder mit Firmenanteilen passieren soll.

  • Änderung der Lebensumstände (Umzug in neues Land)
  • Ausfall Dienstleister
  • Guter Zeitpunkt / Guter Preis
  • Insolvenz
  • Krankheit (Was passiert im Krankheitsfall?)
  • Ruhestand
  • Um Unternehmen zu retten.
  • Verkauf, wenn bestimmte Ziele erreicht wurden. (Wachstumsziele, Umsatz-, Gewinnziele)
  • Verkauf um Gewinn zu erwirtschaften
    • und um Serial Entrepreneur zu werden
  • Verkauf um Schaden zu begrenzen

Damit ein Ausstieg / Exit funktioniert, müssen verschiedene Dinge geregelt sein:

  • Das Unternehmen und Geschäftsmodell sollte ohne Gründer funktionieren.
  • Warum wollen die Gründer ihr Unternehmen verlassen?
  • Klärung, ob weiteres Kapital benötigt wird.
  • Richtigen Zeitpunkt finden.
  • Wie viele Anteile sollen verkauft werden.

Weitere Bedeutung: Ausstiegsstrategie / Exit-Strategie

An der Börse und beim Handel mit Aktien gibt es auch Ausstiegsstrategien. Diese legen fest, wie lange Aktien gehalten werden soll, sowie wann Aktien verkauft oder gekauft werden sollen. Hierfür gibt es verschiedene Techniken wie Stop Loss, Limit-Order und Traling Stops.

Eine persönliche Exit-Strategie regelt z.B., wann jemand eine Festanstellung verlässt oder sich beruflich verändert.

Im Militär wird eine Exit-Strategie angewendet, um zu regeln, wann und wie ein militärischer Konflikt verlassen werden soll.

Coronavirus, Covid-19-Behandlung: Wie Ärzte entscheiden, wer behandelt wird (Kriterienkatalog)


Wenn Intensivkapazitäten und intensivmedizinische Ressourcen nicht mehr ausreichen, muss entschieden werden, wer behandelt wird und wer nicht. Diese Entscheidung treffen Ärzte nicht aus dem Bauch heraus, sondern nach klinisch-ethischen Empfehlungen, die sieben medizinische Institutionen und Fachgesellschaften erarbeitet haben. In diesem Beitrag erfahren Sie nach welchen Empfehlungen entschieden wird.

Coronavirus, Covid-19-Behandlung: Wann Ärzte entscheiden müssen, wer behandelt wird und wer nicht

Die klinisch-ethischen Empfehlungen werden angewendet, wenn nicht mehr alle kritisch erkrankten Personen auf die Intensivstation aufgenommen werden können, wenn intensivmedizinische Ressourcen nicht mehr ausreichen oder darüber entschieden werden muss, wie begrenzt-verfügbare Ressourcen verteilt werden sollen.

Patienten werden nach der klinischen Erfolgsaussicht priorisiert. Das kann dazu führen, dass auf eine Intensivbehandlung bei jenen verzichtet wird, bei denen keine oder nur eine sehr geringe Erfolgsaussicht besteht.

Für Krankenhäuser gilt hier, dass sie mit ihren begrenzten Ressourcen möglichst viele Patienten medizinisch versorgen sollen.

Entscheidend für eine Behandlung sind medizinische Indikation und der Patientenwille.

Anmerkung:

Ärzte müssen bei knappen Ressourcen eine Auswahl treffen. Diese Entscheidung ist eine sehr schwierige und schlimme Entscheidung. Wir alle können dafür sorgen, dass solch eine Situation verhindert wird, in dem wir uns an das Kontaktverbot und die Ausgangsbeschränkungen halten. Wir schützen das Gesundheitssystem in dem wir Kontakte reduzieren, uns in Heim- bzw. Selbstisolation begeben und auf Abstand zu anderen gehen. Siehe: Flatten the Curve und Social Distancing.

Coronavirus, Covid-19-Intensivbehandlung: Welche Kriterien in Betracht gezogen werden

Für die Priorisierung von Patienten werden folgende Kriterien in Betracht gezogen:

  • klinischer Zustand des Patienten
  • Patientenwille
  • Begleiterkrankungen (Komorbiditäten)
  • Erfassung des Allgemeinzustands
  • Laborparameter
  • Prognostisch relevante Scores

Die Entscheidung, ob ein Patient intensivmedizinisch behandelt wird, wird anhand folgender Schritte entschieden:

Entscheidung, ob ein Patient auf die Intensivstation aufgenommen (für Deutschland, Coronavirus, Covid-19)

Grafik dazu: siehe oben.

  • 1. Schritt: Muss die Person intensivmedizinisch behandelt werden?
    (Wenn die Atmung oder Herzkreislaufsystem versagt, wird ein Patient intensivpflichtig. (Respiratorisches oder hämodynamisches Versagen))
    Entscheidung: „Ja“ oder „Nein“
    (Bei Ja erfolgt der zweite Schritt; bei Nein wird die Person adäquat medizinisch versorgt.)
  • 2. Schritt: Wie ist die Erfolgsaussicht?
    Entscheidung: „Aussichtslosigkeit“ oder „Erfolgsaussicht besteht“
    (Bei „Aussichtlosigkeit“ erfolgt keine Intensivmedizinische Behandlung, es erfolgt adäquate Versorgung einschließlich palliativer Maßnahmen. Bei „Erfolgsaussicht besteht“ erfolgt Schritt 3.)
  • 3. Schritt: Will der Patient behandelt werden? (Einwilligung)
    Entscheidung: „Keine Einwilligung“ oder „Einwilligung“
    (Bei „Keine Einwilligung“ erfolgt keine Intensivmedizinische Behandlung, es erfolgt adäquate Versorgung einschließlich palliativer Maßnahmen. Bei „Einwilligung“ erfolgt Schritt 4.
  • 4. Schritt: Priorisierung (wenn Ressourcen nicht ausreichen)
    (Erfolgsaussichten werden eingeschätzt; Wie realistisch ist das Therapieziel?, Vergleich Erfolgsaussichten der intensivmedizinischen Behandlung für andere Patienten, Berücksichtigung der Kapazitäten)
    Entscheidung: „Vorrangige Behandlung“ oder „Nachrangige Behandlung“
    (Bei Entscheidung für vorrangige Behandlung erfolgt Intensivtherapie. Bei Entscheidung für nachrangige Behandlung erfolgt keine Intensivtherapie, aber es erfolgt adäquate Versorgung.)

Die oben genannten Schritte entscheidet kein Arzt allein! Die Schritte werden im Mehraugen-Prinzip entschieden.

Coronavirus, Covid-19: Wann eine Behandlung nicht indiziert ist (Entscheidung Arzt)

Intensivtherapie ist nicht indiziert, wenn der Sterbeprozess unaufhaltsam begonnen hat, eine Therapie aussichtslos ist, weil keine Besserung oder Stabilisierung erwartet wird und das Überleben vom dauerhaften Aufenthalt auf einer Intensivstation abhängt.

Patienten, die eine Intensivtherapie ablehnen, werden nicht intensivmedizinisch behandelt.

Quelle: „Entscheidungen über die Zuteilung von Ressourcen in der Notfall-und der Intensivmedizin im Kontext der COVID-19-Pandemie“ (Webseite)

Coronavirus, Covid-19: Situation in Straßburg

Im Universitätsklinikum Straßburg werden seit dem 21. März keine Covid-19-Patienten mehr beamtet, die über 80 Jahre alt und in einem kritischen Zustand sind. Die Patienten werden palliativ versorgt.

Quelle: Evangelischer Pressedienst (epd)

Bußgeldkatalog zum Kontaktverbot in Nordrhein-Westfalen (NRW) – Liste


Die Landesregierung von Nordrhein-Westfalen hat am 24. März 2020 einen Straf- und Bußgeldkatalog zum am 22. März 2020 erlassenen Kontaktverbot festgelegt.

Zu Erinnerung: Das am 22. März 2020 erlassene Kontaktverbot verbietet folgende Handlungen während der Coronakrise:

  • Ansammlungen von mehr als zwei Menschen in der Öffentlichkeit sind verboten.
  • Der Abstand zu anderen Menschen muss mindestens 1,5 Meter betragen.
  • Wer nicht miteinander im gleichen Haushalt lebt, muss einen Abstand von mindestens 1,5 Meter einhalten.

Wer dagegen verstößt, muss mit empfindlichen Geldstrafen rechnen.

Straf- und Bußgeldkatalog zum Kontaktverbot in Nordrhein-Westfalen (NRW): Diese Geldstrafen drohen.

Mit folgenden Bußgeldern werden Handlungen und Taten gegen Kontaktverbot in Nordrhein-Westfalen bestraft:

  • Picknicken und Grillen in der Öffentlichkeit: 250 Euro Bußgeld pro Person.
  • Zusammenkünfte mit mehr als zwei, aber weniger als zehn Personen in der Öffentlichkeit: 200 Euro Bußgeld für jede Person.
  • Verstoß gegen Besuchsverbot: 200 Euro Bußgeld pro Person. (Besuchsverbote gelten z.B. für Altenheim oder Krankenhäuser.)
  • Nichtbeachtung von Schutzmaßnehmen und Hygieneunterweisung: 800 Euro Bußgeld.
  • Teilnahme an öffentlicher Veranstaltung: 400 Euro Bußgeld.
  • Teilnahme an Zusammenkünften: 250 Euro Bußgeld pro Person
  • Teilnahme an Sportveranstaltung: 250 Euro Bußgeld pro Person.
  • Verstoß gegen eine Anordnung: 500 Euro Bußgeld pro Person.
  • Organisator einer Sportveranstaltung oder Zusammenkunft sein: 1.000 Euro Bußgeld.
  • Eine mitgenommen Speise in weniger als 50 Metern Abstand zur gastronomischen Einrichtung essen: 200 Euro Bußgeld pro Kunde.
  • Schutzauflagen einer Bibliothek nicht einhalten: 1.000 Euro Bußgeld.

Bußgelder für Betreibsinhaber / Geschäftsführung / Geschäftsführer

  • Hygiene- und Infektionsschutzvorgaben nicht einhalten: 1.000 Euro Bußgeld (für Veranstalter)
  • Friseursalon oder Kosmetikstudio betreiben: 2.000 Euro Bußgeld
  • Ein Restaurant, Café oder Kneipe betreiben: 4.000 Euro Bußgeld
  • Bar, Club oder Diskothek betreiben: 5.000 Euro Bußgeld
  • Spielhalle betreiben: 5.000 Euro Bußgeld
  • Fitness- oder Sonnenstudio betreiben: 5.000 Euro Bußgeld
  • Mehr Personen in Markt oder Geschäft lassen als erlaubt: 500 – 1.000 Euro Bußgeld.

Die oben genannten Bußgelder gelten für den Erstverstoß. Bei Wiederholungsverstößen wird das Bußgeld verdoppelt. Die maximale Obergrenze vom Bußgeld beträgt 25.000 Euro.

  • Wenn ein Reiserückkehrer gegen ein Betretungsverbot verstößt, wird dies als Straftat geahndet.
  • Es wird als Straftat geahndet, wenn jemand eine öffentliche Veranstaltung in einer Gesundheits- oder Pflegeeinrichtung durchführt.

Die hier genannte Liste ist nicht  vollständig. Sie erlaubt einen Einblick für Bürger, welches Handeln geahndet wird. Sie finden die komplette Liste auf der Webseite der Polizei NRW.

Nordrhein-Westfalen ist das erste deutsche Bundesland das einen Straf- und Bußgeldkatalog zum Kontaktverbot erlassen hat.

Selbstisolation, Selbstquarantäne und Heimisolation: Bedeutung, Definition, Psychologie, Tipps


„Heimisolation“ und „Heimquarantäne“ sind individuelle räumliche Maßnahmen, um eine Pandemie einzudämmen, die Ausbreitung von Viren zu verlangsamen oder die Rate von Neuinfektionen zu senken.

Heimisolation und Heimquarantäne bedeuten, dass eine Person ihre Wohnung oder ihr Haus – während einer Pandemie oder auf ärztliche Anweisung – im Idealfall nicht verlässt.

Während eine Heimquarantäne ärztlich verordnet werden kann, entscheidet sich bei der Selbstisolation eine Person freiwillig dazu in die Isolation zu gehen.

Selbstisolation und Heimisolation: Bedeutung, Definition

„Selbstisolation“ und „Heimisolation“ sind ebenfalls Pandemie eindämmende Maßnahmen. Jedoch bauen diese Maßnahmen auf der Freiwilligkeit, der Einsicht, der Vernunft, der Selbstverantwortung und dem freiwilligen Handeln eines Menschen auf.

„Selbstisolation“ und „Heimisolation“ bedeuten, dass eine Person freiwillig in die Selbst-Isolation bzw. Heim-Isolation geht. Sie verzichtet freiwillig auf soziale Kontakte und verbringt den größten Teil ihrer Zeit in den eigenen Vierwänden. Sie reduziert Kontakte, sagt Verabredungen ab, arbeitet im Home Office, besucht keine Veranstaltungen und geht auf Distanz zu anderen.

Selbstisolation oder Selbstquarantäne als freiwillige Maßnahmen

Eine Person trifft die Entscheidung zur Selbst-Isolation oder zur Selbst-Quarantäne, wenn sie verstanden hat, dass sie andere mit ihrem Verhalten gefährden kann und dies sogar tödlich für Risikogruppen verlaufen kann.

Es gibt – während einer Pandemie oder Krankheitswelle – zwei Gründe in Selbstisolation zu gehen: a) Wenn ein Virus-Test positiv ausfällt und b) wenn man glaubt mit einem Virus infiziert zu sein.

Zu allen anderen Menschen muss der Selbstisolierte oder die Selbstisolierte mindestens 1,5 Meter Abstand halten. Außerdem gelten für Selbstisolierte besondere Hygiene-, Sicherheits- und Gesundheitsmaßnahmen.

Eine positive Form der Selbstisolation ist es, wenn jemand bewusst Abstand zu anderen Menschen sucht, um Erlebnisse zu verarbeiten, um zu meditieren oder um Inspiration zu finden. Diese Person möchte Zurückgezogen und in der Abgeschiedenheit leben. Sie ist nicht einsam.

Die Begriffe „Heimisolation“, „Heimquarantäne“, „Selbstisolation“ und „Selbstquarantäne“ werden teils synonym gebraucht. Der Begriff „Selbst-Isolation“ kann auch so verstanden werden, dass eine Person sich allein (also mit sich selbst) in der Isolation bzw. Quarantäne befindet.

Selbstisolation ist nicht soziale Distanz

Der Begriff „Selbstisolation“ ist unbedingt vom Begriff „soziale Distanz“ zu unterscheiden.

Als „soziale Distanz“ wird das Verhalten einer Person bezeichnet, die auf Abstand zu anderen Menschen aufgrund von bestimmten Merkmalen oder Vorurteilen geht. (Beispiel: Rassismus)

Anmerkung: „Soziale Distanz“ muss auch von „Sozialer Distanzierung“ (Social Distancing) unterschieden werden.

Selbstisolation, Selbstquarantäne und Heimisolation: Psychologie, Tipps und Regeln

Wer sich in Selbstisolation, Selbstquarantäne, Heimisolation oder Heimquarantäne befindet, steht vor einer neuen Herausforderung: Man muss sich erst einmal an die neue Situation gewöhnen und darauf achten, dass „einem nicht die Decke auf den Kopf“ fällt. Genauer gesagt, geht es darum, dass man einen Lagerkoller vermeidet und psychisch stabil bleibt.

Hierfür gibt es zwei Regeln. Regel Nummer 1: Gestalte deine Zeit aktiv! Das bedeutet, den ganzen Tag passiv Fernseh- oder Serien schauen, ist schlecht für die psychische Gesundheit. Daher gilt: Werde aktiv.

Regel Nummer 2: Betrachte die jetzige Isolation als temporär. Sie geht vorbei! Schreib dir in den Kalender, wann die Isolation vorbei ist.

Übrigens: Wer weiß, wie Meditieren funktioniert oder Entspannungs- und Atemtechniken beherrscht, ist klar im Vorteil. Denn Meditieren und bewusstes Atmen baut Stress ab und steigert das Wohlbefinden. (Lernen Sie doch während ihrer Selbst-Isolation Meditieren.)

Selbstisolation, Selbstquarantäne und Heimisolation: Einige Regeln

Gestalten Sie Ihren Alltag und definieren Sie feste Zeiten. Beispiele:

  • Legen Sie fest, wann Sie im Home-Office arbeiten.
  • Legen Sie fest, wann Sie Serien schauen. (Schalten Sie die Autoplay-Funktion aus.)
  • Kleiden Sie sich ordentlich. Nur weil sie Zuhause sind, ist das kein Grund den ganzen Tag im Schlafanzug herum zulaufen.
  • Duschen Sie regelmäßig.
  • Lachen Sie zwischen durch. (Lustige Videos dürfen Sie schauen.)
  • Basteln Sie. Werden Sie kreativ.
  • Rufen Sie Freunde an. Rufen Sie Eltern, Oma, Opa, Verwandte an.

Weitere Tipps gegen Langeweile finden Sie hier.

Heimquarantäne als ärztliche Anweisung

Ärzte können eine zeitlich begrenzte Heimquarantäne anweisen. Die angewiesene Heimquarantäne bedeutet dann für die betroffene Person, dass sie Kontakte zu anderen Menschen meiden und keinen Besuch empfangen soll.

Bei einer Influenza empfehlen Ärzte in der Regel eine Dauer der Heimquarantäne von sieben Tagen.

Die Heimquarantäne dient dazu, dass die betroffene Person andere nicht ansteckt, was dazu führen würde, dass Viren verbreitet werden. Deswegen isoliert soll sich die betroffene Person selbst isolieren.

Im Idealfall verlässt die betroffene Person ihre Wohnung oder ihr Haus nicht. Ausnahmen können dringende Fälle sein wie z.B. Einkauf Lebensmittel, Weg zum Arzt, Weg zur Arbeit, um anderen zu helfen. Die Person soll Kontakte zu anderen Menschen meiden und keinen Besuch empfangen. Diese Isolierungsmaßnahmen dienen dazu, dass die Person andere nicht ansteckt.

Heimisolation und Heimquarantäne in Deutschland während der Coronavirus-Krise (Covid-19)

Während der Coronavirus-Krise in Deutschland erlies die deutsche Bundesregierung ein Kontaktverbot. Die Bundesländer erließen Ausgangsbeschränkungen. Ausgangssperren wurden nicht verhängt.

Die Bevölkerung wurde wiederholt aufgefordert, ihre Wohnung nur für dringende Fälle zu verlassen und auf soziale Kontakte zu verzichten, um die Corona-Pandemie einzudämmen. (Siehe: Social Distancing, Flatten the Curve)

Die Aufforderungen und das erlassene Kontakverbot der Bundesregierung führten dazu, dass viele freiwillig in die Heimisolation bzw. Heimquarantäne gingen und ihre Kontakt reduzierten.

Heimquarantäne in Österreich während der Coronavirus-Krise (Covid-19)

In Österreich ist es medzinischem Fachpersonal und der zuständigen Bezirksverwaltungsbehörde erlaubt, eine Heimquarantäne auszusprechen. Sie entscheiden, ob Personen, die positiv auf das Coronavirus getestet wurden, sich in Heimquarantäne oder stationäre Behandlung begeben sollen.

Bei der Entscheidung wird der Krankheitsverlauf prognostiziert. Bei einem schweren Krankheitsverlauf begibt sich die infizierte Personen in stationäre Behandlung. Bei einem schwachen Krankheitsverlauf wird eine Heimquarantäne angewiesen.

Die Entscheidung, ob jemand in Heimquarantäne muss, wird per Brief mitgeteilt.

Betroffene Personen dürfen den Ort der Heimquarantäne nicht verlassen. Sie dürfen keinen Besuch empfangen und es gibt besondere Hygienevorschriften. Wer einen Hund hat, darf mit diesem nicht Gassi gehen.

Die Heimquarantäne wird kontrolliert. Bei Verstößen drohen Geldstrafen.

Die Heimquarantäne darf verlassen werden, wenn ein Arzt bestätigt, dass die betroffene Person gesund ist und wenn zwei im Abstand von 24 Stunden durchgeführte Coronavirus-Tests negativ ausfallen.

Weitere Bedeutung und Formen der Selbstisolation

Neben der Selbstisolation, die dazu dient, eine Pandemie oder Krankheit zu bekämpfen, gibt es auch krankhafte Formen der Selbstisolation. Bei einer krankhaften Selbstisolation geht ein Mensch auf Abstand zu anderen und kapselt sich ab. Dies ist Teils verbunden mit depressiven Gefühlen und Gefühlen der Einsamkeit.

Was bedeutet Moronavirus? Bedeutung, Übersetzung auf deutsch, Definition


Während der Coronavirus-Krise im ersten Halbjahr 2020 zeigte sich, dass das Coronavirus (Covid-19) gefährlich ist, es aber noch eine zweite Gefahr gibt, die vielleicht viel gefährlicher ist: Das Moronavirus.

Das Moronavirus führt zu egoistischem, rücksichtslosen und dummem Verhalten. Es wird angetrieben von Angst und dem Herdentrieb.

Das „Moronavirus“ ist natürlich kein echter Virus. Der Ausdruck „Moronavirus“ setzt sich aus dem englischen Wort „Moron“ und dem Wort „Coronavirus“ zusammen. „Moron“ bedeutet auf deutsch „Idiot“, „Schwachkopf“, „Trottel“ oder „Depp“. („Moronavirus“ thematisiert das dumme und irrationale Verhalten von Menschen während der Coronakrise.)

Hier gibt es auch eine andere Wortneuschöpfung, die in die gleiche Richtung: Covidiot.

Moronavirus: Bedeutung, Definition, Beispiele

An verschiedenen Beispielen zeigt sich, ob jemand am Moronavirus leidet:

  • Am Moronavirus leidet, wer Hamsterkäufe macht, Regale leer kauft und anderen nichts überlässt! (Siehe: Warum ist Toiletten so wichtig?)
  • Am Moronavirus leidet, wer Gesundheits- und Sicherheitsempfehlungen ignoriert. Die Person damit nicht nur sich selbst, sondern andere und sogar das Gesundheitssystem in Gefahr! Es gilt, dass ein Abstand von 1,5 Meter gehalten werden muss, dass man – während der Coronakrise – in der Wohnung verweilen soll und das Hände richtig gewaschen werden. (Siehe: Social Distancing, Kontaktverbot, Kontaktreduzierung, Flatten the Curve, #WirbleibenZuhause, Anleitung Hände waschen, Wie funktioniert Seife?)
  • Wer am Moronavirus leidet, wird immun gegenüber wissenschaftlichen Fakten und Informationen.
  • Wer am Moronavirus leidet, nimmt Gesundheits- und Sicherheitsempfehlungen nicht ernst.
  • Wer sich mit dem Moronavirus infiziert hat, tut Gesundheits- und Sicherheitsempfehlungen, sowie das Kontaktverbot als Panikmache ab.
  • Wer am Moronavirus leidet, verbreitet Fake News. (Siehe: Infodemie)
  • Wer am Moronavirus leidet, geht auf Coronapartys! (Das sollte unterlassen werden!)
  • Wer am Moronavirus leidet, geht unter Gruppen.
  • Wer am Moronavirus leidet, geht mit den Kindern auf Spielplätze.
  • Wer am Moronavirus leidet, geht in Krankenhäuser um Atemschutzmasken, Toilettenpapier und Desinfektionsmittel zu klauen!
  • Wer am Moronavirus leidet, begeht Straftaten wegen Toilettenpapier!
  • Wer am Moronavirus leidet, will Profit aus der Notlage anderer schlagen. Diese Person versucht z.B. Toilettenpapier und Desinfektionsmittel überteuert zu verkaufen.
  • Wer am Moronavirus leidet, zwingt seine Mitarbeiter krank zur Arbeit zukommen.
  • Wer am Moronavirus leidet, hält vom HomeOffice nichts.
  • Wer am Moronavirus leidet, weiß Zuhause nichts mit sich anzufangen. (Siehe: Tipps gegen Langeweile.)

Warum das Moronavirus gefährlich ist

Es ist gefährlich am Moronavirus zu leiden, denn dies macht das Leben für andere und insbesondere für Risikogruppen schwerer und gefährlicher. Denn – wenn auch unabsichtlich – das Coronavirus wird durch Unachtsamkeit, Ignoranz und Egoismus verbreitet. Wer unter Menschen geht, obwohl ein Kontaktverbot herrscht und die Bevölkerung angehalten ist Zuhause zu bleiben, gefährdet Menschen leben. So wird das Virus verbreitet, anstatt eingedämmt zu werden.

Es gilt daher, wer vom Moronavirus geheilt werden möchte, sollte sich an Gesundheits- und Sicherheitsempfehlungen, sowie das Kontaktverbot halten. Die Alternative ist, dass die Regierung Ausgangssperren verhängt. Denn wer sich nicht freiwillig einschränkt und wer nicht freiwillig auf soziale Kontakte verzichtet, muss wohl gezwungen werden.

Ausweispflicht, Mitführpflicht: Gibt es eine Pflicht den Personalausweis mitzuführen? Erklärung


Machen wir es kurz: In Deutschland gibt es keine Pflicht, dass ein Staatsbürger seinen Ausweis immer mit sich tragen muss. Ausnahmen gelten für Grenzübertritte, bestimmte Branchen, Waffenträger und in weiteren Fällen. (Diese werden weiter unten erklärt.) Es gibt in Deutschland nur eine Pflicht, dass ein deutscher Staatsbürger einen Ausweis besitzen muss!

In Kürze: Man muss einen Ausweis haben, aber muss ihn nicht sich führen. In einigen Situation ist es aber ratsam den Ausweis dabei zuhaben.

Ausweispflicht, Mitführpflicht und Identitätsfeststellung: Polizeikontrolle

Bei einer Polizeikontrolle oder Verkehrskontrolle muss der Personalausweis oder Reisepass nicht mitgeführt werden. Wenn bei einer Kontrolle die Identität festgestellt werden soll, so muss die kontrollierte Person ihre Personalien angeben. Verweigert die Person dies, begeht sie eine Ordnungswidrigkeit. (Siehe: Ordnungswidrigkeitengesetz § 111, Falsche Namensangabe)

Polizisten haben die Möglichkeit bei einer Kontrolle eine Person mit auf die Wache zunehmen, um dort die Identität festzustellen. Das bedeutet, wer leichter durch eine Kontrolle möchte, ist gut beraten einen Ausweis dabei zuhaben.

Wer in einer Polizeikontrolle seine Identität nicht nachweisen kann, muss nicht zwangsläufig mit auf die Wache, sondern kann aufgefordert werden, seinen Ausweis in einer Polizeidienststelle vorzulegen.

Warum es sinnvoll ist, den Ausweis freiwillig dabei zu haben

In bestimmten Situation ist es ratsam einen Ausweis dabei zuhaben, wenn man schneller durch eine Kontrolle möchte:

  • Angeln (in Verbindung mit Angelschein oder Gewässerschein)
  • an Flughäfen
  • auf Bahnhöfen
  • Autofahren
  • Jagd (in Verbindung mit Jagdschein)
  • Kontaktverbot (Coronavirus / Covid-19)
  • Öffentlicher Personennahverkehr (ÖPNV) in Verbindung mit nicht-übertragbarem Ticket
  • Schwarzfahren
  • Teilnahme an Demonstration

Ausweispflicht / Mitführpflicht während Coronavirus / Covid-19?

In der Situation einer Pandemie (Coronavirus / Covid-19) und erlassenen Ausgangsbeschränkungen oder eines Kontaktverbots ist es sinnvoll einen Ausweis dabei zuhaben. Dieser erleichtert und verkürzt die Kontrolle. Ein Passierschein wird nicht benötigt.

Durch das am 22. März 2020 erlassene Kontaktverbot kann es zu verstärkten polizeilichen Kontrollen kommen. Laut dem Kontaktverbot sind Menschen Ansammlungen von mehr als 2 Menschen verboten und es muss ein Abstand von 1,5 Meter Abstand zu allen Menschen gehalten werden. Ausnahmen gelten für Familien und Wohngemeinschaften. Sollte die Polizei nun die Identität feststellen wollen, so dient das dazu zu überprüfen, ob Personen, die sich gemeinsam in der Öffentlichkeit bewegen, im gleichen Haushalt wohnen.

Durch Nachweise wie eine Arbeitgeberbestätigung kann bestätigt werden, dass jemand auf dem Weg zur Arbeit ist.

Eine Mitführpflicht besteht trotzdem nicht. Es gelten jedoch Ausnahmen. (Weiter unten werden diese erklärt.)

Unterschied: Ausweispflicht – Mitführpflicht

Ausweispflicht bedeutet in Deutschland, dass es die Pflicht jeder Person über 16 Jahren ist, dass sie einen gültigen Auswies besitzt.

Mitführpflicht bedeutet, dass eine Person verpflichtet ist einen Ausweis mit sich zutragen und diesen im Falle einer Kontrolle vorzuzeigen.

Muss ich in Deutschland meinen Personalausweis immer dabei haben?

In Deutschland herrscht Ausweispflicht. Das bedeutet, jede Person, die älter als 16 Jahre alt ist, muss einen Personalausweis oder Reisepass besitzen. (Dies ist im Personalausweisgesetzes §1 geregelt.)

Im ersten Paragrafen des Personalausweisgesetz steht, dass jede Person ihren Ausweis einer berechtigten Behörde vorlegen muss, wenn diese Behörde die Identität feststellen will. In Deutschland gilt diese Regel für alle Menschen, dass heißt auch Menschen aus anderen EU-Staaten und aus nicht EU-Staaten müssen ihren Ausweis ebenfalls vorlegen, wenn eine Behörde dies verlangt.

Es stellt eine Ordnungswidrigkeit dar, wenn deutsche Staatsbürger keinen gültigen Personalausweis oder Reisepass haben. Die Strafe kann bis zu 5.000 Euro betragen.

Ausweispflicht und Mitführpflicht: Ausnahmen, wann der Ausweis immer mitgeführt werden muss

1. Mitführpflicht: Grenzkontrollen

An und bei Grenzkontrollen herrscht die Pflicht einen Ausweis vorzuweisen. Innerhalb des Schengenraums reicht ein Personalausweis. Wer den Schengenraums verlässt, braucht einen Reisepass.

Achten Sie bei Auslandsreisen auf die Bestimmungen des Reiselands. In einigen Ländern herrscht eine generelle Mitführpflicht. So z.B. in Italien, den Niederlanden und Portugal.

2. Bestimmte Branchen

In Branchen,in denen Schwarzarbeit oder illegale Beschäftigung häufer vorkommen, gilt eine Mitführpflicht für den Ausweis. Diese Branchen sind unter anderem: Baugewerbe, Gaststätten, Speditionen, Transport- und Logistikgewerbe, Schaustellergewerbe, Forstwirtschaft, Gebäudereinigung, Fleischwirtschaft, Messebau,… . Mitarbeiter in diesen Branchen müssen ihren Ausweis (Personalausweis oder Pass) während der Arbeit immer bei sich führen.

3. Beim Mitführen einer Waffe

Wer eine Waffe bei sich trägt oder führt, muss einen Ausweis bei sich tragen.

4. Bei einer Gerichtsverhandlung

Wer an einer Gerichtsverhandlung teilnimmt, kann aufgefordert werden, sich auszuweisen.

5. Kontoeröffenung

Wer ein Konto eröffnet, muss sich ausweisen, in dem er oder sie den Personalausweis oder Reisepass vorlegt. Dies ist im Geldwäschegesetz geregelt.

6. Öffentlicher Personennahverkehr

Betreiber vom Öffentlichen Personennahverkehr können verlangen, dass Fahrgäste mit nicht-übertragen Tickets einen Ausweis bei sich tragen.

Was ist ein Superspreader, Super Spreader, Superverbreiter? Bedeutung, Definition


Als „Superspreader“ werden infizierte Personen bezeichnet, die überdurchschnittliche viele andere Personen mit einer Krankheit oder einem Virus angesteckt bzw. infiziert haben.

Was sind Superspreader? Bedeutung, Definition

Es ist wichtig folgendes über Superspreader zu wissen:

Es gibt keine genaue Grenze, wann eine Person zum Superspreader wird.

Die Annahme, dass es Superspreader gibt, basiert darauf, dass bei bisher verbreiteten Krankheiten beobachtet wurde, dass es Menschen gab, die überdurchschnittlich viele andere angesteckt haben. Aus dieser Beobachtung wurde die Idee des „Superspreader“ abgeleitet.

Infektionsrate Coronavirus (Covid-19): Man geht im Durchschnitt davon aus, dass ein Coronavirus-Infizierter zwei bis drei anderen Menschen ansteckt. Um eine Person als Superspreader zu identifizieren, müsste diese vermutlich mindestens rund zehn Personen angesteckt haben.

Es geht beim Identifizieren von Superspreadern nicht darum einen Sündenbock oder Schuldigen zu finden, sondern darum eine Epidemie oder Pandemie einzudämmen. Deswegen suchen Behörden nach möglichen Kontaktpersonen.

Das Phänomen der Superspreader wird in der Wissenschaft und insbesondere in der Epidemiologe stark diskutiert.

Das Wort „Superspreader“ bedeutet auf deutsch „Superverbreiter“ oder „Superverteiler“. Die englische Schreibweise ist „Super-Spreader“ oder „Superspreader“. In der Epidemiologie wird von „Superspreading-Ereignissen“ oder „Superspreader-Ereignissen“ gesprochen. (Engl. „Superspreading events“)

Wie entstehen Superspreader, Super Spreader, Superverbreiter? Bedeutung

„Superspreader“ entstehen nicht willentlich. Sie sind das Produkt ihres Immunsystems, Körpers und ihrer Umwelt.

Es wird angenommen, dass „Superspreader“ besonders viele Keime in sich tragen und dass sie diese Keime ungewöhnlich lange und in größeren Menge ausscheiden. (Der gegenteilige Fall wäre, dass jemand wenige Keime in sich trägt und diese nur kurzzeitig in geringen Mengen ausscheidet.) Ob das Immunsystem bei Superspreadern schlechter arbeitet, als bei anderen Personen ist nicht bekannt.

Weitere Faktoren, die darüber entscheiden, ob jemand ein Superspreader ist, können sein:

Hinweis: Ein Faktor macht keinen Superspreader aus. Erst viele Faktoren im Zusammenspiel erhöhen die Chance das jemand Superspreader werden kann.

  • Persönliche Hygiene und Gesundheit:
    • Wie gesund ist die Person? Hat sie Vorerkrankungen?
    • Wäscht sie sich oft die Hände?
    • Hält sie sich an Hygiene- und Gesundheits-Empfehlungen?
    • Siehe: Anleitung Hände waschen
  • Sozialkontakte, Distanz und Nähe zu anderen:
    • Hat die Person viel Kontakt zu anderen Menschen?
    • Hat sie engen Kontakt?
    • Geht die Person krank auf Arbeit?
    • Besucht die Person Veranstaltungen?
    • Hält sie in Zeiten von Pandemie oder Grippenwellen Abstand zu anderen?
    • Siehe: Social Distancing, Kontaktverbot, Kontaktreduzierung
  • Hält die Person sich an Orten auf, an denen viele Menschen aus unterschiedlichen Ländern angetroffen werden können? Beispiel: Hotels, Flughäfen, Konferenzen, Flüge, Flughäfen, Züge, Fußballspiele, Fantreffen, Stadien
  • Persönliche Faktoren
    • Reist eine Person viel?
    • Lebt sie einen gesunden Lebensstil?
    • Hat sie viel Stress?
    • Ist sie eine Person, die gern andere berührt?
  • Externer Faktor: Krankenhausinfektion

Ein Faktor ist das Immunsystem. Es kann angenommen werden, dass das Immunsystem bei Superspreadern so gut ist, dass sie Symptom frei sind und daher nicht auf Abstand zu anderen gehen.

Hinweise: In Zeiten von einer Pandemie hilft nur persönliche Hygiene und das Verweilen in der eigenen Wohung:

Coronavirus / Covid-19: Bekannte Superspreader

Während der Coronakrise im Jahr 2020 wurde in Südkorea ein Superspreader identifiziert. Die Person erhielt den Namen „Patient 31“. Sie ist Mitglied einer christlichen Sekte namens Shincheonji. Sie hat mindestens 29 andere Personen infiziert.

Ein 53-jähriger Brite wurde als Superspreader identifiziert. Er war im Januar auf einer Konferenz mit rund 100 Teilnehmern in Singapur und soll sich dort angesteckt haben. Ein Teil der Teilnehmer kam aus Wuhan.
Nach Ende der Konferenz verlies er Singapur und flog nach Frankreich, um Urlaub mit seiner Familie zu machen. Hier in Frankreich soll er vermutlich elf andere Personen angesteckt haben. (Fünf Franzosen und fünf Briten wurden positiv auf das Coronavirus getestet. Die französischen Behörden gehen davon, dass der Mann sie angesteckt hat.)
Nach dem Urlaub flug er über Genf (Schweiz) nach Großbritannien zurück. Zum Zeitpunkt, kurz nach seiner Rückkehr, nahmen die Organisatoren der Konferenz Kontakt zu ihm, um ihn darüber zu informieren, dass andere Teilnehmer am Coronavirus erkrankt waren. Er ließ sich daraufhin testen. Sein Coronavirus-Test fiel positiv aus. Die Behörden reagierten und versuchten Personen aufzuspüren, die Kontakt zu dem Mann hatten, die z.B. neben ihm im Flugzeug saßen.

Eine russische Ärztin wird als möglicher Superspreader-Fall gehandelt. Während sie im Frühjahr 2020 Konferenzen besuchte, sich mit anderen Ärzten und Studenten traf, soll sie elf andere Menschen angesteckt haben.

Geschichte: Historische Superspreader

Mary Mallon war eine Superspreaderin. Zwischen den Jahren 1900 und 1907 arbeitete sie als Köchin in Raum New York City. In der Zeit infizierte sie 53 Menschen mit Typhus. Sie wechselte mehrere Male ihren Wohnort, was jedes Mal dazuführte, das sie weitere Menschen ansteckte.

In Finnland steckte im Jahr 1998 eine Person 22 andere Personen mit Masern an.

Im Jahr 2003 verbreitete der Professor Liu Jianlun SARS. Er kam aus Kanton und infizierte in Hongkong in einem Hotel zwölf andere Personen. Bevor er nach Hongkong reiste, litt er schon unter Symptomen. Jedoch wollte er unbedingt an der Hochzeit in Hongkong teilnehmen.

Was ist ein Lagerkoller? Bedeutung, Definition, Symptome, Erklärung


Ein Lagerkoller entsteht, wenn eine oder mehrere Personen zeitlich begrenzt auf einem engen Raum oder an einem beengten Ort untergebracht sind.

Isolation und Eingesperrtsein können zu einem Lagerkoller führen. Der Lagerkoller zeigt sich an einem erhöhten Stresslevel, erhöhtem Erregungslevel, Gereiztheit, Nervosität, Traurigkeit, Erschöpfung oder Schlafstörungen. Bei einem Lagerkoller werden Menschen unruhig und reagieren aggressiv. Sie streiten mehr und ihre Stresstoleranz ist reduziert.

Lagerkoller treten an Orten auf in denen Menschen eingesperrt, isoliert oder in Quarantäne sind. Diese Orte sind unter anderem: Flüchtlingslager, Gefängnisse, Lager, Notunterkünfte oder Schutzanlagen (Bunker).

Auch freiwillige Isolierung – während z.B. einer Pandemie (Coronavirus, Covid-19) – kann zu einem Lagerkoller führen, wenn keine Gegenmaßnahmen ergriffen weiter. (Siehe: Kontaktverbot, Kontaktreduzierung, Ausgangsbeschränkungen)

Ursachen und Gründe: Was zu einem Lagerkoller führt

Es sind meist mehrere Ursachen, die im Zusammenspiel zu einem Lagerkoller führen. Diese Ursachen sind unter anderem:

  • Angst / Ungewissheit
    • Angst sich während einer Pandemie anzustecken
    • Angst vor Stigmatisierung falls man sich ansteckt
    • Angst vor Versorgungsengpässen (Versorungsängste)
    • Angst vor der Zukunft
  • Auf soziale Kontakte in der aktuellen Umgebung reduziert
  • Eingesperrtsein
  • Einsamkeit
  • Existenzängste (Angst den Job zu verlieren; Angst, dass man pleite geht oder insolvent wird)
  • fehlende Privatssphäre
  • fehlende Rückzugsgebiete
  • im eigenen Saft schmoren / Gefühl, dass man alleine gelassen wird
  • Kein Kontakt zu Personen außerhalb des Lagers
  • Langeweile
  • Lärm
  • neuer Alltag
  • Ruhelosigkeit: es fällt schwer zu Ruhe zukommen
  • Schlafstörungen / schlechter Schlaf
  • Seuchenausbruch
  • Stress
  • Überfülltes Lagers (Es entsteht Dichte-Stress.)
  • Unruhe (es ist schwer zu Ruhe zukommen)
  • Unsicherheit
  • Zusammenleben im Lager beschneidet Selbstbestimmung, Freiheit und Möglichkeiten sich auszuleben

Was gegen einen Lagerkoller hilft: 2 Regeln!

Den Lagerkoller verhindert, wer es schafft sein Leben im Lager, in der Isolation oder Quarantäne erträglich zu gestalten. Daher gilt die erste Regel: Zeit soll aktiv gestaltet werden! Das bedeutet, dass man nicht ziellos in den Tage lebt oder den ganzen Tag passiv Serien schaut, sondern sich Routinen und feste Zeiten schafft. Dazu gehört auch, einmal eine Pause von den Medien und von schlechten Nachrichten zu machen.

Die zweite Regel ist: Es wird zu Konflikten kommen. Wer mit anderen in Isolation, in Quarantäne oder in einem Lager lebt, muss damit rechnen, dass es Streits geben wird. Daher sollten frühzeitig Regeln erarbeitet werden, wie damit umgegangen wird. Beispiel: Streit wird unterbrochen. Die Streitenden nehmen 30-60 Minuten Abstand von einander und kommen herunter. Jeder führt eine Atemübung durch. Danach wird darüber gesprochen, was falsch gelaufen ist. Hier hilft es, wenn jemand gut kommunzieren kann. Siehe: Metakommunikation

Maßnahmen und Strategien, um einen Lagerkoller zu verhindern:

Allgemein gilt, wer Atemtechniken, Atemübungen, Beruhigungstechniken und Fähigkeiten wie Meditieren beherrscht, ist im Vorteil. Denn mit diesen Techniken, kann Stress reduziert und das Wohlbefinden gesteigert werden.

Folgenden Maßnahmen und Strategien helfen einen Lagerkoller zu verhindern:

  • Betrachten Sie die Situation als temporär. Erinnern Sie sich daran, dass die Situation temporär ist. (Schätzen Sie die Dauer konkret ein. Wie viel Tage oder Wochen dauert die Isolation, Quarantäne oder die Zeit im Lager?)
  • Feste Zeiten definieren (Das schafft Struktur.)
    • Feste Arbeitszeiten für Homeoffice
    • Feste Lernzeiten und Spielzeiten für Kinder
    • Tage ohne Arbeit und Lernen einplanen (Samstag, Sonntag)
    • Sich einen oder zwei Schummeltage (Cheatday) in der Woche erlauben.
  • Gewohnheiten / Regelmäßigkeiten schaffen
    • Regelmäßig Duschen
    • Für Homeoffice ordentlich anziehen, nicht im Schlafanzug. (Auch wenn es verlockend ist, ziehen Sie sich für das HomeOffice ordentlich an.)
    • Hausarbeit aufteilen / ordnen
  • Kreativ werden, Basteln, mit den Händen etwas machen
  • Lachen / etwas lustiges Schauen
  • Meditieren
  • Sich zurück ziehen
  • Versuchen Sie ihren Partner oder ihre Kinder neu kennen zu lernen
  • Verwandte, Oma, Opa, Freunde anrufen

Mehr Tipps gegen Langeweile finden Sie hier: 120 Tipps gegen Langeweile.

Was bedeutet das Wort „Lagerkoller“ / „Koller“? Bedeutung, Wortherkunft, Definition

Das eingedeutsche Wort „Koller“ geht auf lateinische Varianten des Wortes „Choleriker“ zurück. Noch heute sind in der deutschen Sprache die Worte „Choleriker“ und „cholerisch“ verbreitet. Ein „Choleriker“ ist ein Mensch, der leicht erregbar ist, der zu Wutanfällen und Jähzorn neigt. „Cholerisch“ zu sein, bedeutet, dass jemand leicht reizbar und jähzornig ist.

Das Wort „Koller“ kann demnach mit „Wut“ oder „Zorn“ übersetzt werden. Damit bedeutet das Wort „Lagerkoller“ übertragen ins Hochdeutsche „Lagerwut“ oder „Lagerzorn“. (Ein Lagerkoller ist also die Wut über das Eingesperrtsein.)

Dschungelcamp und Lagerkoller

Den Teilnehmern des Dschungelcamps wird nachgesagt, dass sie nach wenigen Tagen an einem Lagerkoller leiden. Folgende Umstände des Dschungelcamps sprechen dafür:

  • Die Teilnehmer stellen erst ihre Ernärhung um und essen dann „Diät“. Sie kriegen Bohnen und Reis zu essen. Das macht satt, ist aber nicht besonders aufregend.
  • Die Teilnehmer verbringen den ganzen Tag miteinander. Sich zurückzuziehen, ist unmöglich. Die Privatssphäre verschwindet fast komplett. Es gibt kaum Orte, an denen ein Teilnehmer mal allein ist. Fast jeder Winkel im Dschungelcamp wird mit einer Kamera überwacht.
  • Im Dschungelcamp befinden sich Teilnehmer mit sehr unterschiedlichen Persönlichkeiten. Teilnehmer, die aggressiv, emotionalinstabil, nachlässig, stur, egozentrisch oder wettbewerbsorientiert sind, sorgen für Unruhe.
  • Die Stimmung im Camp ist von Erfolgen in den Prüfungen abhängig.
  • Die Stimmung im Camp ist vom Verhalten der Teilnehmer abhängig. Wer lästert oder andere schlecht macht, sorgt für Stress.
  • Die Prüfungen im Dschungelcamp sorgen für Stress und Entwürdigung.
Kontaktreduzierung gegen Corona (Covid-19): Bedeutung, Maßnahmen


Kontaktreduzierung ist eine Maßnahme zur Eindämmung einer Pandemie oder Epidemie und reduziert die Zahl der Neuinfektionen. Dies schützt das Gesundheitssystem vor Überlastung.

Kontaktreduzierung dient dem Selbst- und Fremdschutz.

Zur Eindämmung der Coronakrise in Deutschland hat die deutsche Bundesregierung am 22. März 2020 ein Kontaktverbot erlassen. Dieses verbietet Ansammlungen von mehr als Menschen. Es fordert das in der Öffentlichkeit zu allen anderen Menschen ein Abstand von 1,5 Meter eingehalten wird. Mehr erfahren Sie hier: Kontaktverbot in Deutschland (Coronavirus / Covid-19)

Was ist Kontaktreduzierung? Was bedeutet Kontakte reduzieren? Bedeutung, Definition

Kontaktreduzierung findet auf zwei Wegen statt:

1. Die Zahl der Menschen mit denen man enge Kontakte hat, wird stark reduziert. Unter „enge Kontakte“ wird verstanden, dass diese Menschen berührt werden und man ihnen physisch sehr nahe tritt. (Der Mindestabstand von 1,5 Meter wird hier nicht eingehalten.) Dies beinhaltet den Austausch von Zärtlichkeiten, Hände schütteln, Streicheln, Küsse und alle anderen Formen von Berührungen wie z.B. über den Kopf streichen.

Die Zahl der Menschen mit denen man enge Kontakte hat, wird – wenn vorhanden – auf den Lebenspartner oder die Lebenspartnerin, sowie – wenn vorhanden – die Kinder reduziert. (Verwandte, Bekannte und Freunde dürfen nicht besucht werden.) Ausnahmen gelten für Wohngemeinschaften.

2. In der Öffentlichkeit wird zu allen anderen Menschen ein Mindestabstand von 1,5 Meter eingehalten. Näher darf diesen Menschen nicht gekommen werden. (Siehe: Social Distancing)

Achten Sie auf Fälle in denen die Maßnahmen schwierig anzuwenden sind. Dies sind: Bezahlen an der Kasse, Stehen in Warteschlangen, Übergabe Paket / Lieferung, Fahren im Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV)

Die oben genannten Maßnahmen entbinden nicht von erhöhter persönlicher Hygiene und regelmäßigen Händewaschen. (Siehe: Anleitung Hände waschen / Safe-Hands-Challenge) Die Coronakrise und die Verbreitung des Virus kann nur effizient eingedämmt werden, wenn alle empfohlenen Maßnahmen ergriffen werden.

Kontaktreduzierung ist keine Ausgangssperre.

Anwendung der Kontaktreduzierung / Kontaktreduzierende Maßnahmen:

  • Andere Menschen meiden. Dies gilt insbesondere für Menschen, die zu Risikogruppen zählen. Zu Risikogruppen zählen Menschen mit Vorerkrankungen, mit schwachen oder geschwächten Immunsystem und alte Menschen.
  • Das Haus nur in dringenden Fällen verlassen. (Dies sind unter anderem der Weg zu Arbeit, der Weg zum Arzt, um anderen zu helfen, um einzukaufen)
  • Erkrankte im Haushalt werden isoliert. (Schlafen in getrennten Betten, Mahlzeiten getrennt einnehmen, wenig Zeit miteinander verbringen)
  • Freunde, Bekannte und Verwandte bei Kontaktwunsch anrufen per Telefon oder Videoanruf.
  • in Heimarbeit / HomeOffice arbeiten. (Dienstreisen absagen)
  • Nicht an Aktivitäten außerhalb der Wohnung teilnehmen.
  • Treffen absagen.
  • Risikogruppen helfen
  • Zu Hause bleiben (und regelmäßig lüften)
  • Zur Begrüßung kein Hände schütteln; kein Küsschen links, Küsschen rechts

120 Tipps gegen Langeweile finden Sie hier. Lernen Sie doch ein neues Wort wie z.B. Covidiot.

Warum hilft Kontaktreduzierung gegen das Coronavirus (Covid-19)?

Kontaktreduzierung sorgt dafür, dass die Ausbreitung des Coronavirus verlangsamt wird. Dies hat einen direkten Effekt: Neuinfektionen werden reduziert und teils sogar verhindert. Es hat auch zwei sehr wichtige mittelbare Effekte: Risikogruppen werden geschützt und das Gesundheitssystem wird damit vor Überlastung geschützt. Denn Krankenhäuser haben nur begrenzte Plätze für schwer Erkrankte. (Siehe: Flatten the Curve, Social Distancing)

Weiterhin erlaubt Kontaktreduzierung, dass zur Arbeit gegangen werden kann. Dies verhindert den Zusammenbruch der Wirtschaft.

Weitere Bedeutung von Kontaktreduzierung

Synonym zu „Kontaktreduzierung“ kann der Ausdruck „Kontaktminimierung“ verwendet werden. Gleiches gilt für „Kontakte reduzieren“ „Kontakte minimieren“.

In der Wirtschaft hat der Ausdruck „Kontaktreduzierung“ folgende Bedeutung: Unnötige oder wertarme Kontakte zu Kunden sollten nicht stattfinden und daher reduziert werden.

In der Umgangssprache wird von „Kontaktreduzierung“ oder „Kontakt reduzieren“ gesprochen, wenn eine Person aufgrund eines schlechten Einflusses gemieden werden soll.

Kontaktverbot: Coronavirus, Covid-19, Bedeutung, Definition


Am 22. März 2020 hat die deutsche Bundesregierung bekanntgegeben, dass wegen der Corona-Krise in Deutschland ein bundesweites Kontaktverbot erlassen wird. Es galt ab dem 23. März 2020 für zwei Wochen bis zum 15. April 2020. Am 15. April 2020 wurde das Kontaktverbot bis zum 3. Mai 2020 verlängert.

Kontaktverbot im Kampf gegen Coronavirus, Covid-19: Bedeutung

Das Kontaktverbot bedeutet, dass Ansammlungen von mehr als zwei Personen verboten sind und dass zu anderen Menschen ein Abstand von 1,5 Meter eingehalten werden muss.

Ausnahmen: Für Familien und Personen, die im gleichen Haushalt leben, gilt das Kontaktverbot nicht. (Bps. Wohngemeinschaften) Weitere Ausnahmen sind Lebenspartner, zwingende berufliche Gründe, die Fahrt im öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) und Beerdigungen.

Weiterhin gilt und wurde beschlossen:

  • Zu anderen Personen muss in der Öffentlichkeit ein Abstand von 1,5 Meter eingehalten werden.
  • Restaurants, Gaststätten und alle Gastronomiebetriebe werden bundesweit sofort für Gäste geschlossen.
  • Die Lieferung und Abholung von Essen ist weiterhin erlaubt. Es gilt, dass das Essen in der eigenen Wohung bzw. im eigenen Haus gegessen werden muss – nicht im Restaurant!
  • Dienstleister im Bereich der Körperpflege werden geschlossen. Dies betrifft Friseure / Friseursalons, Kosmetikstudios, Massagestudios und Massagesalons. (Behandlungen, die medizinisch notwendig sind, sind weiterhin möglich.)
  • Der Arbeitsweg, anderen zu helfen oder für Sport und Erholung darf weiterhin die Wohnung oder das Haus verlassen werden.
  • Die Polizei kontrolliert, ob das Kontaktverbot eingehalten wird. Bei Verstößen werden Bußgelder von bis 2.500 Euro verhängt.

Das Kontaktverbot ist keine Ausgangssperre. Damit wird ein Passierschein nicht notwendig. In Bundesländern beschlossene Ausgangsbeschränkungen gelten weiterhin. Eine Übersicht, welche Berufsgruppen und Branchen systemrelvant sind, finden sie hier.

Die Entscheidung trafen Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten der Länder in einer gemeinsamen Telefonkonfernz am Sonntag, 22. März 2020.

Kontaktverbot im Kampf gegen Coronavirus / Covid-19: Bedeutung, Definition

Das Kontaktverbot muss in dem Kontext so verstanden werden, dass zwischen zwei Menschen mindestens 1,5 Meter Abstand eingehalten werden muss und das keine Gruppen gebildet werden dürfen. Ausnahmen gelten für Familien, Lebenspartner, zwingende berufliche Gründe, die Fahrt im öffentlichen Personennahverkehr und Beerdigungen. Diese dürfen den Abstand von 1,5 Meter unterschreiten.

Menschen-Ansammlungen und Gruppen mit mehr als zwei Personen dürfen nicht gebildet werden und müssen gemieden werden.

Das Kontaktverbot bedeutet, dass eine Person nur mit einer anderen Person Kontakt – bei Einhaltung des Mindestabstandes – haben darf. Dies ist eine Maßnahme, die dem Social Distancing dient. Denn das Coronavirus wird von Mensch zu Mensch per Tröpfcheninfektion übertragen. Infizierte verbreiten das Virus z.B. durch Berührungen, wenn sie engen Kontakt zu anderen Nicht-Infizierten haben. Dies wird durch das Kontaktverbot unterbunden, wenn es eingehalten wird.

Damit sollen nicht nur die Zahlen der Neuinfektionen reduziert werden, sondern das Gesundheitssystem soll vor Überlastung geschützt werden. (Siehe: Flatten the Curve)

Was bedeutet Covidiot? Bedeutung, Definition


Als „Covidiot“ werden Menschen bezeichnet, die sich nicht an Gesundheitsempfehlungen halten, die den Ernst der Coronakrise ignorieren, die die Gesundheit anderer in Gefahr bringen und die in großen Mengen hamstern.

Die Wortneuschöpfung „Covidiot“ bildete sich während der Coronakrise im ersten Halbjahr vom Jahr 2020, genaue gesagt am 21. März 2020 verbreitete sich der Ausdruck in den sozialen Medien international.

Das Wort „Covidiot“ setzt sich aus den Worten „Covid-19“ und „Idiot“ zusammen.

Update: Keine Strafanzeige wegen „Covidiot“-Äußerung

Am 2. September 2020 veröffentlichte die Berliner Generalstaatsanwaltschaft auf Twitter die Information, dass die Bezeichnung „Covidiot“ als Meinungsäußerung in der politischen Auseinandersetzung in der Corona-Pandemie nicht strafbar und vom Recht auf Meinungsfreiheit gedeckt ist.

Anlass für diese Äußerung der Generalstaatsanwaltschaft Berlin waren Strafanzeigen gegen die SPD-Politikerin Saskia Esken wegen des Verdachts der Beleidigung. Sie hatte am 1. August 2020 auf Twitter einen Tweet veröffentlicht, in dem sie das Wort „Covidiot“ mit Bezug auf Teilnehmer einer Corona-Demonstration verwendete, die gegen Hygiene und Abstandsregeln verstießen. Daraufhin wurde sie angezeigt. Die Berliner Generalstaatsanwaltschaft teilte auf Twitter mit, dass das Verfahren ohne Aufnahme von Ermittlungen eingestellt wurde.

Link zum Tweet: hier

Covidiot: Bedeutung, Definition, Beispiele

Menschen wurden aus verschiedenen Gründen als „Covidiot“ bezeichnet. Im allgemeinen wird ein Mensch als „Covidiot“ bezeichnet, wenn dieser die Ernsthaftkeit der Lage (Coronakrise) nicht anerkennt und die Gefährlichkeit ignoriert.

Weitere Gründe, warum jemand ein Covidiot ist:

  • Covidioten hamstern und horten so viel Toilettenpapier und Nudeln, dass für andere kaum noch etwas übrig bleibt. Sie kaufen bewusst und gezielt Regale leer. Sie kaufen bewusst sehr große Mengen. Ein Covidiot kauft nicht 2 Pakete Toilettenpapier, sondern 10 oder 20 Pakete. (Siehe: Warum kaufen die Deutschen so viel Toilettenpapier?)
  • Covidioten halten sich nicht an Gesundheits- und Sicherheits-Empfehlungen wie 1,5 Meter Abstand zu anderen Menschen auf der Straße, die Wohnung nur in dringenden Fällen zu verlassen oder regelmäßig richtig Hände zu waschen. Zu sagen, dass Covidioten sich nicht an Empfehlungen halten, ist untertrieben. Covidioten ignorieren sie! (Siehe: Social Distancing, Flatten the Curve, #StayAtHome / #WirbleibenZuhause, Anleitung Hände waschen / Safe-Hands-Challenge, Wie funktioniert Seife?)
  • Covidioten gehen auf Coronapartys.
  • Covidioten sind egoistisch. Sie denken nur an sich und sind unvernünftig.
  • Covidioten tun Gesundheits- und Sicherheitsempfehlungen als Panikmache ab.
  • Covidioten klauen in Krankenhäusern und anderen öffentlichen Einrichtungen Toilettenpapier, Atemschutzmasken und Desinfektionsmittel (teils samt Halterung). (Ist wirklich passiert!)
  • Covidioten begehen Straftaten wegen Toilettenpapier.
  • Covidioten begeben sich in Gruppen.
  • Covidioten leiden an Wohlstandstrotz. Sie wollen nicht aus Sicherheitsgründen auf (liebgewonnene) Freiheiten verzichten und gefährden damit andere.
  • Covidioten nutzen die Notlage anderer aus und versuchen dringend benötigte Waren zu überhöhten Preise zu verkaufen.
  • Covidioten gehen in den Park und mit ihren Kindern auf Spielplätze.
  • Covidioten zwingen Mitarbeiter zur Arbeit zukommen und fordern Präsenz ein, selbst wenn diese sich krank fühlen.
  • Covidioten halten nichts vom Home Office.
  • Covidioten verbreiten Fake News, weil sie in ihr Weltbild passt. (Siehe: Infodemie)
  • Covidioten wissen Zuhause nichts mit sich anzufangen. (Siehe: 120+ Tipps gegen Langeweile)

Darum sind Covidioten gefährlich: Mit ihrem Verhalten verbreiten infizierte Covidioten unwissentlich den Coronavirus. Sie stecken andere an. Das gefährdet Menschenleben und kann dazu führen, dass die Coronakrise noch schlimmer und das Gesundheitssystem überlastet wird. (Siehe: Flatten the Curve)

Wegen Covidioten verhängen Regierungen Ausgangssperren und Ausgangsbeschränkungen. (Die Logik dahinter, wer nicht freiwillig auf soziale Kontakte verzichtet, der muss gezwungen werden.)

Der Ausdruck „Covidiot“ wird aber auch scherzhaft verwendet. Er steht dafür, dass längeres Zuhause sein und nicht rausgehen zu Langeweile und einem Lagerkollar führt. Dies mündet in absonderlichem und teils witzigem Verhalten, welches per Video aufgenommen und über die sozialen Medien unter dem Hashtag #Covidiot verbreitet wird.