Fear of missing out / FOMO – Bedeutung erklärt

„FOMO“ ist Abkürzung für Fear of Missing Out. Auf deutsch kann „Fear of Missing Out“ als „Angst, etwas zu verpassen“ übersetzt werden. Bei der „Fear of Missing Out“ geht es darum, dass jemand Angst hat, ein Erlebnis oder ein Ereignis zu verpassen.

Die Angst, etwas zu verpassen, ist an sich nicht schlimm. Diese Angst hat jeder einmal im Leben. Doch wenn die Kompetenz fehlt, damit umzugehen, dann kontrolliert die Angst, etwas zu verpassen, das eigene Leben und das Verhalten.

Das „Angst, etwas zu verpassen“ ist kein medizinisch anerkanntes Krankheitsbild.

Was ist mit Fear of Missing Out gemeint?

Mit der Fear of Missing Out ist die zwanghafte Sorge gemeint Informationen, soziale Interaktionen, Erfahrungen, befriedigende Ereignise oder aktuelles Tagesgeschehen zu verpassen. Dieses Gefühl wird durch die sozialen Medien und die ständige Erreichbarkeit verstärkt. Deswegen wird die FOMO auch als erste „Social-Media-Krankheit“ bezeichnet.

Bei einigen verursacht der Glaube, dass sie ein spannendes Ereignis verpasst werden könnte Stress. Dies wird durch soziale Medien und Online-Medien verstärkt, da Rezipienten hier immer Neuigkeiten erfahren, wenn sie z.B. eine Webseite besuchen oder eine App öffnen. Das ist auch genau das süchtig machende Konzept dieser Medien. Obwohl die Qualität neuer Informationen teils niedrig oder mittel ist, schauen Nutzer sich diese an, in der Hoffnung etwas spannendes (und relevantes) zu finden. Diese Suche ist angetrieben von der Erfahrung, dass sie in der Vergangenheit schon einmal etwas spannendes auf der Webseite oder in der App gesehen haben.

Symptome der Fear of Missing Out / FOMO

Wer unter einer FOMO leidet, kann folgende Symptome zeigen:

  • Traurigkeit, wenn man alleine ist
  • Angst, dass Freunde sich entfernen, wenn man nicht sofort auf ihren Social-Media-Beitrag reagiert
  • Nervosität, dass man nicht weiß was gerade los ist
  • Probleme, beim Konzentrieren oder Lernen

FOMO ist eine Übungssache. Je mehr man seinen Bedürfnis nach Informationen nachgibt, umso größer wird es.

FOMO verursacht Stress und kann zur Erschöpfung führen.

Motive der Fear of Missing Out / FOMO

Wer unter Fomo leidet, ist von schiedenen Grundmotiven getrieben.

1. Wunsch nach Anschluss

Die Angst aus der Gruppe ausgeschlossen zu werden, falls eine Neuigkeit oder Neuerung verpasst wird, treibt Menschen an sich stets auf dem Laufenden zu halten. Auch geht damit einher, dass jemand, der nicht auf dem neusten Stand ist, rückständig oder veraltet wirkt. Damit ist die Angst verbunden, nicht an Gesprächen teilnehmen zukönnen, weil aktuelle Informationen unbekannt sind.

2. Wunsch nach Anerkennung

Als Erster etwas Neues zu wissen oder zu erfahren, treibt einige dazu an, sich dauerhaft mit Neuigkeiten zubeschäftigen. Dabei möchte die Person zum Kreis derer gehören, die als erstes von einer neuen Möglichkeiten, Einladung oder einer neuen Information erfahren haben.

3. Wunsch nach Sicherheit

Auf dem aktuellsten Stand zu sein, sorgt dafür, dass jemand stets über aktuelle Entwicklungen Bescheid weiß und so kurzfristig (und schnell) reagieren kann.

4. Wunsch nach Kontrolle

In einer Welt, die sich schnell verändert, kann schnell der Eindruck stehen, dass jemand die Kontrolle verliert, wenn er nicht Bescheid weiß. Deswegen lassen einige konstant Informationen auf sich einprasseln, um zu versuchen immer Bescheid zu wissen.

Was hilft gegen die Fear of Missing Out / FOMO?

Gegen die Fear of Missing, also die Angst etwas zu verpassen, helfen zum ersten zwei Grunderkenntnisse:

  1. „Ich werde mit irrelevanten Informationen überflutet.“
  2. „Etwas nicht zu wissen oder später zu erfahren, bedeutet keinen Schaden für mich.“

Gerade, wenn jemand erkennt, dass doch viele Informationen keine Relevanz für das eigene Leben haben, kann diese Person die Kontrolle über ihre Fear of Missing Out zurückgewinnen. Zum Beispiel ist es komplett irrelevant wie die Aktien stehen, wenn man keine Aktien hat. Auch muss man nicht wissen, was Person X über Person Y gesagt hat. Das hat für das eigene Leben keine Relevanz und es schadet auch nicht, etwas nicht zu wissen oder erst später davon zu erfahren. Es ist auch egal, wann ich etwas erfahre. Ob die Informationen mehrere Minuten oder Stunden alt ist, ändert am Informationsgehalt nichts!

Um die Relevanz einer Information zu bewerten, kann folgende Frage gestellt werden: Verändert die Information mein Leben? oder: Bringt mich die Information weiter?

Wer erkannt hat, ob eine Informationen einen weiterbringt oder nicht, kann die Zeit an elektronischen Geräten einschränken. Das Handy muss beim Sport nicht dabei sein oder darf fehlen, wenn man am Strand liegt. Der Feierabend ist auch ohne Handy überlebbar.

Regeln gegen FOMO

Hier helfen einfache Regeln wie:

  • Im Bett wird geschlafen. Smartphones sind hier tabu.
  • Wenn ich spontan an das Handy greifen will, halte ich kurz inne, bevor ich das mache. Dieses innehalten, können z.B. 5 tiefe Atemzüge sein oder es kann ein kurzer Gang an die frische Luft sein.

Gegenbewegung: Joy of Missing Out (JOMO)

Als Reaktion, auf eine um sich greifende FOMO, bildete sich die JOMO heraus. JOMO bedeutet „Joy of Missing Out“ und heißt auf deutsch: „Freude, etwas zu verpassen“. Damit ist gemeint, dass Menschen absichtlich eine gewisse Zeit nicht auf ihre Handy schauen, nicht im Internet surfen oder Nachrichten nicht verfolgen. In dieser Zeit sind sie mit anderen Dingen beschäftigt, wie Sport, Freunde treffen oder sie sind in der freien Natur unterwegs.

JOMO dient der Erholung und damit dem Gewinnen von neuer Energie.

Weiteres zur Fear of Missing Out / FOMO

FOMO, Kryptowährungen und Bitcoin

Im Zuge des Bitcoin-Hypes wird auch von „FOMO-Investoren“ gesprochen. Damit werden Investoren bezeichnet, die aus Angst den Bitcoin-Hype zu verpassen, investieren.

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