Was ist die Sirtfood Diät? Wie funktioniert sie? Bedeutung, Definition, Erklärung

Was ist die Sirtfood Diät, Wie funktioniert sie, Bedeutung, Definition, Erklärung


Die amerikanischen Ernährungswissenschaftler Aidan Goggins und Glen Matten entwickelten gemeinsam die Sirtfood-Diät, bei der die Aktivierung der körpereigenen Enzyme, den sogenannten Sirtuinen, im Mittelpunkt steht. Dies soll durch den Verzehr von pflanzlichen Lebensmitteln, dem sogenannten Sirtfood, und einer ausgewogenen Ernährung in Verbindung mit regelmäßiger Bewegung erreicht werden. Wenn alle drei Voraussetzungen erfüllt sind, können die Sirtfood-Lebensmittel den bestmöglichen Effekt erzielen. Im Zuge der Sirtfood-Diät wird das Immunsystem gestärkt und die Fettverbrennung angekurbelt sowie plötzliche Heißhungeranfälle verhindert.

Die Sirtfood-Diät eignet sich aufgrund der pflanzlichen Nahrungsmittel auch für Menschen, die einen vegetarischen oder veganen Lebensstil haben.

Was ist Sirtfood? Diät, Bedeutung, Definition, Erklärung

Unter dem Begriff Sirtfood werden pflanzliche Lebensmittel zusammengefasst, die Substanzen enthalten, die die Aktivierung des körpereigenen Enzyms Sirtuin positiv beeinflussen. Diese Substanzen werden häufig auch als Sirtuinaktivatoren bezeichnet und sie enthalten mehr als 20 unterschiedliche sekundäre Pflanzenstoffe, die sich vor allem in Obst, Gemüse, Nüssen, Kaffee, Tee und Kakao finden. Der bekannteste sekundäre Pflanzenstoff ist das Antioxidans Resveratrol, das sich vornehmlich in Erdbeeren, grünem Tee und Rotwein findet.

Was sind Sirtuine? Bedeutung, Definition, Erklärung

Die in den Körperzellen enthaltenen Enzyme werden als Sirtuine bezeichnet und sie steuern unter anderem den Stoffwechsel- und Alterungsprozess. Sie lassen sich durch den Verzehr von ausgewählten pflanzlichen Lebensmitteln oder Kalorienrestriktion, der reduzierten Aufnahme von Kalorien, aktivieren. Sirtuine kommen in Gang, wenn der Körper für einen gewissen Zeitraum nur wenig Nahrung erhält. Deshalb ist es ein Bestandteil der Sirtfood-Diät zu Beginn die Zufuhr von Kalorien zu beschränken. Bisher konnte die Wissenschaft in den Zellen im menschlichen Körper sieben verschiedene Sirtuine nachweisen. Sie tragen die Bezeichnungen Sirt1 bis Sirt7 und befinden sich in verschiedenen Bereichen der Körperzellen wie dem Zellkern oder den Mitochondrien. Sirtuine nehmen bei der Sirtfood-Diät die Rolle des Stoffwechselbeschleunigers ein und helfen dem menschlichen Organismus bei verschiedenen Schutz- und Reparaturfunktionen. Der Umstand, dass das äußere Erscheinungsbild infolge der Sirtfood-Diät jünger und fitter wirkt, brachte den Sirtuinen den Beinamen „Anti-Aging-Enzyme“ ein.

Siehe:

Sirtfood-Diät: Welche Lebensmittel sind erlaubt?

Die richtige Lebensmittelauswahl ist für den Erfolg der Sirtfood-Diät von entscheidender Bedeutung. Um die Pfunde purzeln zu lassen, ist neben ausgewogener Ernährung und Sport vor allem die richtige Auswahl an Sirtfood-Lebensmitteln von entscheidender Bedeutung. Die Aktivierung des körpereigenen Enzyms Sirtuin wird durch pflanzliche Nahrungsmittel mit einem hohen Anteil an sekundären Pflanzenstoff gefördert und sorgt auf diese Weise für bessere Ergebnisse im Verlauf der Sirtfood-Diät.

Im Verlauf der Diät sollte vor allem Obst auf dem Speiseplan stehen, da unter anderem Äpfel, Kirschen und Aprikosen reich an Catechine sind. Auch grünes Gemüse und Kohl sollte mit seinem Sirtuinaktivator Indol-3-Carbinol ein fester Bestandteil der Sirtfood-Diät sein. Zum Verfeinern von Speisen eignen sich Chili und Kurkuma, die Capsaicin und Curcumin enthalten, sowie frische Kräuter wie Salbei und Petersilie. Für kalte Gerichte sollte Walnuss- oder Olivenöl verwendet werden. Für den kleinen Snack zwischendurch kann auf Walnüsse, Cashewkerne oder dunkle Schokolade zurückgegriffen werden. Allerdings sollte sie einen Kakaoanteil von mindestens 75 Prozent haben. Bei den Getränken sollte grüner Tee den Vorzug bekommen, aber auch Rotwein ist aufgrund seines
Gehalts an Resveratrol in Maßen erlaubt.

Welche Lebensmittel sollten bei der Sirtfood-Diät vermieden werden?

Grundsätzlich sollten alle Nahrungsmittel, die nicht zu den Sirtfoods zählen, gemieden werden. Darunter fallen Lebensmittel wie Nudeln, Kartoffeln oder Reis, die reich an Kohlenhydraten sind und nur in geringen Mengen in Verbindung mit Sirtfood-Lebensmitteln zu sich genommen werden sollten. Der Verzehr von etwas Fleisch ist bei der Sirtfood-Diät zwar erlaubt, sollte aber hinter Geflügelfleisch und Fisch anstehen. Bei Milchprodukten, die in Maßen ebenfalls erlaubt sind, sollte auf die fettarmen Alternativen zurückgegriffen werden.

Wie funktioniert die Sirtfood-Diät?

Der Zeitrahmen für eine Sirtfood-Diät beträgt in der Regel drei Wochen und ist in zwei verschiedene Phasen unterteilt.

Die erste Phase dauert eine Woche und wird auch „Entgiftungsphase“ oder „Entlastungswoche“ genannt. In diesem Zeitraum ist strenges Zählen von Kalorien angezeigt und es wird empfohlen, seine Ernährung ausschließlich auf Nahrungsmittel aus dem Bereich des Sirtfood zu stützen. Durch die Reduktion von Kalorien und die vermehrte Zufuhr von Sirtuinaktivatoren soll eine doppelte Aktivierung der Sirtuine in den menschlichen Körperzellen erreicht werden. In der ersten drei Tagen gilt eine Obergrenze von 1.000 Kalorien bei Ernährung durch Smoothies aus Obst sowie Gemüse und nur einer festen Mahlzeit. In den Tagen vier bis sieben wird die erlaubte Menge an Kalorien pro Tag auf 1.500 bis 1.800 erhöht, die aus zwei Smoothies und zwei Mahlzeiten aus Sirtfood besteht.

Die zweite Phase besteht aus den restlichen zwei Wochen der Sirtfood-Diät. In diesem Zeitraum wird den zu sich genommenen Kalorien keine große Bedeutung beigemessen. In dieser Phase steht eine ausgewogene Ernährung und das Wohlbefinden der Person im Vordergrund, ohne hungern zu müssen. Die Pfunde sollen von ganz allein durch einen mit Sirtfood angefüllten Speiseplan schmelzen, wenn es nach den Erfindern der Sirtfood-Diät Matten und Goggins geht. Vom achten bis 21. Tag sollten täglich drei Sirtfood-Gerichte und ein Sirtfood-Smoothie verzehrt werden.

Nach Ablauf der drei Wochen stehen mehrere Möglichkeiten zur Auswahl. Für eine weitere Gewichtsreduktion kann sofort wieder mit der ersten Phase begonnen werden oder die Lebensweise der zweiten Phase kann beibehalten werden, um das Gewicht zu halten oder langsam abzunehmen. Bei Beendigung der Sirtfood-Diät empfehlen die Erfinder Matten und Goggins, weiterhin auf empfohlenes Sirtfood zurückzugreifen.

Wie bei allen Diäten ist auch bei der Sirtfood-Diät strenge Disziplin gefragt, um erfolgreich Gewicht zu verlieren.


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Autor: Pierre von BedeutungOnline

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