Was ist der Montagsblues? Was hilft dagegen? Bedeutung, Definition, Erklärung

Was ist der Montagsblues, Was hilft dagegen, Bedeutung, Definition, Erklärung


Bei vielen Berufstätigen und Schülern gehört der Montag nicht gerade zu den Lieblingstagen der Woche. Sie quälen sich aus dem Bett, begeben sich lustlos ins Bad und haben keinerlei Motivation, in die neue Woche zu starten. Sie leiden am so genannten Montagsblues, häufig auch Montagsfrust genannt. Die typischen Merkmale dieses körperlichen und seelischen Zustandes sind Lustlosigkeit, Müdigkeit und schlechte Laune.

Was ist der Montagsblues? Bedeutung, Definition, Erklärung

Der Montag ist ein besonderer Tag in der Woche, denn nach dem entspannten Wochenende beginnt nun der Arbeitsalltag. Das bedeutet für die meisten von uns, dass die Uhren an diesem Tag scheinbar anders ticken. An keinem anderen Tag der Woche gibt es so viele Krankmeldungen wie am Montag. Untersuchungen zufolge enthalten sogar E-Mails montags mehr Grammatik- und Rechtschreibfehler als Mails an anderen Tagen. Das ist keineswegs nur Einbildung, sondern hat tatsächlich organische Ursachen. Aber auch die Psyche spielt beim Montagsblues eine wichtige Rolle. Wer seine negative Einstellung zum Montag verändert, kann die Symptome deutlich abmildern.

Montags-Blues: Auslöser des Tiefs ist eigentlich der Sonntag

Untersuchungen der Universität Göteborg zufolge ist gar nicht der Montag der Tag mit der schlechtesten Stimmung, sondern der Sonntag. Denn mit der Aussicht auf die bald beginnende stressige Arbeitswoche verschlechtert sich bei den meisten Menschen die Laune. Auch die Universität Hamburg hat eine ähnliche Studie durchgeführt. Daraus resultiert, dass von der schlechten Sonntagslaune bevorzugt Akademiker und verheiratete Paare betroffen sind. Die Angst vor dem Stress der kommenden Woche ist die häufigste Ursache für das Stimmungstief.

Welche biologischen Vorgänge stecken dahinter?

Warum wir am Montag so schwer in die Gänge kommen, hängt mit unserem Immunsystem zusammen. Bei vielen Menschen, die die ganze Woche über vollen Einsatz bringen, beginnt das Immunsystem am Freitag deutlich zu schwächeln. Denn das Cortisol, das ausgeschüttet wird, wenn wir Leistung erbringen müssen und unter Druck stehen, bleibt etwa fünf Tage auf einem gleich hohen Level, sorgt aber auch dafür, dass der Körper am Ende dieser Zeitspanne ausgelaugt ist. Infolgedessen bricht das Immunsystem am ersten oder zweiten freien Tag der Woche zusammen. Durch diesen Mechanismus lässt sich auch erklären, dass die häufigsten Fehler am Arbeitsplatz montags passieren. Außerdem gerät bei Menschen, die am Wochenende intensiv Freizeitaktivitäten verfolgen, also beispielsweise sehr lange ausgehen, die biologische Uhr durcheinander. Infolge des gestörten Schlaf-Wach-Rhythmus kommen sie am Sonntag kaum zur Ruhe und erleben am Wochenende so gut wie keinen Erholungseffekt.

Was hilft gegen den Montagsblues? Tipps

Wie sehr uns dieser Mechanismus belastet, hängt sehr stark mit der eigenen Einstellung zusammen. Wer schon morgens damit rechnet, dass der Tag ein richtig mieser wird, wird ihn auch so erleben. Es ist eine sich selbst erfüllende Prophezeiung. Ein paar Tricks helfen aber dabei, entspannt in die Woche zu starten:

  • Zu spätes Aufstehen sorgt nur für Stress und lässt den Cortisolspiegel ansteigen. Ziehen Sie das Aufstehen als nicht bis zur letzten Minute hinaus.
  • Bringen Sie Ihren Kreislauf durch Wechselduschen in Schwung. Das macht  jeden Morgenmuffel munter.
  • Ein kleiner Spaziergang vor Arbeitsbeginn hat einen ähnlich positiven Effekt, denn er versorgt den Körper mit Sauerstoff.
  • Sorgen Sie für ausreichend Zeit beim Frühstück und hören Sie dabei Ihre Lieblingsmusik. Frühstücken Sie gesund und vitaminreich. Genießen Sie das Essen und schlingen Sie es nicht herunter.
  • Ob ein Treffen mit Freunden nach Feierabend oder ein spannendes Projekt im Job, planen Sie im Verlauf des Tages kleine Highlights ein und schaffen Sie damit Vorfreude.
  • Sorgen Sie für gutes Licht und genügend Pausen. Ein Spaziergang in der Mittagspause hilft, den Vitamin-D-Spiegel wieder anzuheben. Häufig ist Vitamin D-Mangel der Grund für schlechte Laune. Der Körper kann das Vitamin nicht selbst herstellen, wir brauchen dafür zwingend Sonnenlicht.

Autor: Pierre von BedeutungOnline

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