Was ist: Digital Detox, Digitale Diät? Bedeutung, Definition, Tipps

Die Konzepte „Digital Detox“ und „digitale Diät“ stehen dafür, dass man sich bewusst Zeiten nimmt in denen auf die Nutzung von selbstleuchtenden Geräten wie Smartphone, Tablet oder Computer verzichtet wird. Diese Gerät sind während des Digital Detox ausgeschaltet!

Wer einen „Digital Detox“ oder eine „digitale Diät“ macht, erhofft sich davon, dass Stress reduziert, der Fokus erhöht und Energie hergestellt wird. Deswegen betreiben einige Sport, gehen spazieren (Siehe: 10.000 Schritte), meditieren oder lesen. Diese Tätigkeiten haben einen positiven Einfluss.

Digital Detox / Digitale Diät: Warum? Motivation, Anlass und Situation

Der Digital Detox oder auf deutsch die digitale Diät finden unter der Annahme statt, dass die ständige Verfügbarkeit von Informationen per Suchmaschine, Browser, Smartphone und Laptop die kognitiven Fähigkeiten und die Stimmung negativ beeinflussen. Auch helfen Smartphones gegen Langeweile. Einige Smartphone-Nutzer greifen reflexartig zum Smartphone, wenn sie sich langweilen oder negative Gefühle aufkommen.

Ein digitaler Detox ist die Reaktion darauf, dass freiwillige ständige Erreichbarkeit zu einer Pflicht wird. Diese Pflicht ständig erreichbar zu sein und stets sofort zu reagieren, kostet Kraft und Energie. Aus dieser Pflicht entziehen sich jene, die eine digitale Diät betreiben, durch Ausschalten ihres Smartphones.

Der Einfluss der Sozialen Medien auf die psychische Gesundheit sollte nicht unterschätzt werden. Die Like- und Herzchen-Währung kann – je nach dem wer die Zustimmung erhält – über die Stimmung einer Person entscheiden. Dies kann soweit führen, dass einige Social-Media-Teilnehmer von Angst, Depressionen und innere Unruhe berichten, wenn sie nicht an ihrem Smartphone sind. Sie haben also Angst etwas zu verpassen. (Siehe: Fear of Missing Out (FOMO)) Mit einem Digital Detox entzieht man sich diesen Mechanismen komplett.

Beim Digital Detox geht es darum das eigene Smartphone-Nutzungsverhalten zu hinterfragen:

  • Womit habe ich die letzte Zeit am Smartphone verbracht?
  • Wie fühle ich mich jetzt?
  • Habe ich etwas neues gelernt?
  • Hat es mich weitergebracht?

Digital Detox: Routinen und Reflexe durchbrechen

Wer sich an Handys der 1990er und Anfang der 2000er Jahre erinnert, erinnert sich auch daran, dass die Handys meistens abends ausgemacht wurden. Beim Smartphone ist es genau umgekehrt, es ist ständig verfügbar und viele betrachten es als große Leistung, dass das Smartphone manchmal aus ist. Es sollte jedoch umgekehrt sein: Es ist eine große Leistung, dass das Smartphone mal an.

Digital Detox – Motivation: Unzufriedenheit

Die Motivation für einen digitalen Detox kann für einige sein, dass sie mit ihrem Leben und ihrer Nutzung des Internets unzufrieden sind. Durch eine Pause vom digitalen Leben kann Abstand gewonnen werden und Zeit mit Reflexionen verbracht werden.

Digital Detox – Motivation: Fokus und Ablenknung

Andere entscheiden sich für einen digitalen Detox, da sie das Smartphone, die Sozialen Medien oder andere Webseiten als Ablenkung empfinden. Durch das bewusste Abschalten gewinnen sie Zeit und können effizienter und konzentrierter arbeiten, die sie mehr Kraft in ihre Ziele investieren können.

Digital Detox – Motivation: Stress reduzieren

Eine digitale Diät kann Stress, der durch ständige Erreichbarkeit entsteht, reduzieren. Denn durch die ständige Erreichbarkeit ist kein wahres fokussieren möglich, sondern man wird bei jedem Geräusch des Smartphones aus seiner Arbeit herausgerissen. Dies kostet Kraft und verursacht Stress.

Tipps für die digitale Diät / Digital Detox

Eine digitale Diät fängt klein an. Man sollte sich zunächst bewusst werden, dass man sehr viel Zeit am Smartphone verbringt. Wer diese Zeit reduzieren möchte, findet viele Wege. Doch zunächst gilt eins: Die Verführung vom Smartphone sollte erkannt und reduziert werden.

Nachfolgend einige Tipps:

  1. Das Smartphone ausschalten, nicht in den Flugmodus versetzen.
  2. Den Smartphone-Wecker durch einen analogen Wecker ersetzen. Für den Alltag kann eine Armbanduhr getragen werden.
  3. Eine Stunde vor dem Schlafen gehen das Smartphone ausschalten.
  4. Keine Spiele auf dem Smartphone spielen.
  5. Apps installieren die aufzeichnen, wie viel Zeit am Smartphone verbracht wird. (z.B. „Quality Time“)
  6. E-Mails und Nachrichten einmal am Tag zu einer festen Zeit nachgucken.
  7. Smartphone-freie Räume und Zeiten definieren.
    1. Beim gemeinsamen Essen ist das Smartphone still und liegt außerhalb des Esszimmers. (Der Fernseher sollte dann natürlich auch aus sein.)
    2. Im Schlafzimmer sind Smartphones, Laptops und Fernseher verboten.
    3. Beim Sport kann das Smartphone aus sein.
    4. Beim Spazieren braucht man kein Smartphone.
    5. Einen Offline-Tag pro Woche festlegen.
    6. Beim Treffen mit Freunden wird das Smartphone ausgemacht.
    7. Im Urlaub wird das Smartphone ausgemacht.
  8. Push-Nachrichten ausschalten

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