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Ist “Gollum” eine Beleidigung? Bedeutung, Definition, Erklärung


Spätestens nachdem eine Bürgerbewegung vor Gericht gelandet war, weil sie einen Wissenschaftler als Gollum betitelten, ist klar, dass es sich bei dem Begriff Gollum tatsächlich um eine Beleidigung handelt. Folgt man den Ausführungen des Landgerichts München I, so ist die Bezeichnung Gollum ein Eingriff in das allgemeine Persönlichkeitsrecht.

Ist Gollum eine Beleidigung?

Das Landgericht München I entschied mit Beschluss vom 14.11.2022 (Az.: 25 O 12738/22), dass Gollum als Bezeichnung für eine Person rechtswidrig ist und somit in das allgemeine Persönlichkeitsrecht eingreift. Die anfänglich erwähnte Bürgerbewegung, die einen Wissenschaftler als Gollum bezeichnet hatten, wurde angewiesen, solche Bemerkungen zu unterlassen. Diese Bürgerbewegung verteilte nämlich in der Öffentlichkeit Flyer, auf denen ein Wissenschaftler als Gollum bezeichnete wurde.

Da die Entstehungsgeschichte der fiktiven Romanfigur Gollum ein eher negatives Bild hinterlässt, wurde die Meinungsäußerung der Bürgerbewegung dahingehend eingestuft, als dass sie eine nicht sachbezogene Herabsetzung der Person des Wissenschaftlers darstellt. Zudem würde die Bezeichnung Gollum eine unwahre Tatsachenbehauptung darstellen, sofern mit dieser Bezeichnung gemeint sein soll, dass der Wissenschaftler nicht genügend Expertise besitzen würde. Genau jene Expertise hatte der Wissenschaftler nämlich umfänglich vor dem Gericht nachgewiesen.

Außerdem könne eine solche Äußerung auch nicht als Satire eingestuft werden. Das Landgericht ist der Meinung, dass mit dieser Bezeichnung weder ein Missstand bloßgestellt wird noch ein Widerspruch zwischen Realität und Anspruch bestehe. Der Bürgerbewegung wurde somit untersagt, den Wissenschaftler weiterhin als Gollum zu bezeichnen.

Wer ist Gollum? Erklärung

Bei Gollum handelt es sich um eine fiktive Hobbit-Figur, die aus den Romanen von J. R. R. Tolkien entstanden ist. Erstmals wurde er im Roman „Der Hobbit“ im Jahr 1937 vorstellig. Besonders an Gewichtigkeit zugenommen hat seine Rolle in den nachfolgenden veröffentlichten Romanen von „Der Herr der Ringe“. Gollum gehörte zu den Stoor-Hobbits des Flussvolkes. Er lebte nahe den Gladden-Feldern.

Biografie von Gollum

Geboren wurde Gollum ungefähr im Jahr 2430 des 3. Zeitalters. Bevor er zu Gollum wurde, war er ein Hobbit, genauso wie Bilbo Beutling und Frodo. Sein Name war Sméagol und sein Stamm gehörte zu den stärksten der drei Hobbit-Stämme.

Zusammen mit seinem Vetter Déagol war Sméagol einst beim Fischen, wobei sein Vetter einen wunderschönen goldenen Ring fand. Sméagol war von der ersten Minute an sehr verzaubert von diesem Ring. Sméagol behauptete, der Ring gehöre ihm beziehungsweise würde ihm zustehen, da er immerhin heute Geburtstag hat. Als sein Vetter den Ring jedoch nicht hergeben wollte, erwürgte Sméagol seinen Vetter schlichtweg.

Schon nach den ersten Sekunden im Besitz dieses Rings fing Sméagol an, sich zu verändern. Mit jedem Tag der verging, wurde er seltsamer. Hinzu kam, dass er schärfer sah und besser hörte. Durch seine stetige Zunahme an Seltsamkeit fingen nunmehr auch die Dorfbewohner an, sich von ihm abzuwenden. Sméagol wurde von den Dorfbewohnern getreten, dieser wiederum biss ihnen in die Füße. Außerdem führte er seltsame Selbstgespräche, was sich eher wie ein kehliges Glucksen anhörte. Ständig stahl er Dinge bei den Dorfbewohnern und murmelte permanent etwas vor sich hin. Aufgrund dieses unverständlichen Glucksens nannte man ihn fortan Gollum.

Er wurde von den Dorfbewohnern verflucht und aus dem Dorf getrieben. Er solle so weit wie möglich fortgehen. Selbst seine Großmutter schloss ihn aus der Familie aus, um kein böses Blut zu schüren und den Frieden zu wahren. Sodann hat er sich dazu entschlossen, das Dorf und seine alte Heimat zu verlassen und wanderte aus. Zudem hasste er Sonnen- und Mondlicht, weshalb er sich überwiegend in dunkle Höhlen im Nebelgebirge verkroch – 400 Jahre lang. Während dieser Zeit wurde er immer mehr zum Gollum. Er besaß eine gespaltene Persönlichkeit, redete mit sich selbst und bezeichnet den goldenen Ring als seinen Schatz und sein Eigen. Seine Ernährung besteht hauptsächlich aus rohem Fisch und Fleisch, wobei auch Orkfleisch auf seinem Speiseplan steht.

Was bedeutet “auf der Hut sein”? Herkunft, Bedeutung, Definition, Erklärung


Die Redewendung „auf der Hut sein“ wird im Alltagsgebrauch der deutschen Sprache oft verwendet, um auszudrücken, dass man wachsam oder vorsichtig in Anbetracht einer bestimmten Situation sein sollte. Die tatsächliche Verwendung ist jedoch nicht klar definiert. Grundsätzlich deutet „auf der Hut sein“ aber auf eine mögliche Gefahr oder Bedrohung hin, auf die derjenige, der den Ausdruck verwendet, jemand anderes warnen möchte.

Bis heute hat sich dieser – an sich recht alte Ausdruck – in vielen Kontexten bewahrt und findet vornehmlich in der Alltagssprache seine Anwendung. Besonders beliebt ist „auf der Hut sein“ vor allem in der Geschäftswelt sowie im Beziehungsumfeld. In der Schriftsprache ist diese Redewendung jedoch eher seltener anzutreffen.

Im nun folgenden Artikel soll sich daher einmal mit dem Ausdruck „auf der Hut sein“ sowie dessen Definition, Praxisgebrauch und Historie befasst werden. Außerdem sollen zum Schluss noch ähnliche Begriffe genannt werden, die mit der Redewendung „auf der Hut sein“ inhaltlich verwandt sind.

Warum ist es wichtig, „auf der Hut zu sein“? Erklärung

„Auf der Hut zu sein“ ist auch heute noch in vielerlei Situationen wichtig. Denn dies ermöglicht, potenzielle Gefahren oder Bedrohungen rechtzeitig zu erkennen, beziehungsweise sich besser darauf einzustellen. Nur so kann man sich besser vor schädlichen Situationen schützen. Dadurch kann man sich in unsicheren Umgebungen dennoch sicher fühlen. Auch ist es wichtig, dass potenzielle Probleme schnell erkannt werden und auf diese reagiert wird. Ganz grundsätzlich kann man daher vor vielen Dingen „auf der Hut sein“: vor Gefahren, Herausforderungen, Risiken, Problemen sowie in Wettbewerbssituationen.

„Auf der Hut zu sein“ kann sich für denjenigen, der dies umsetzt, ebenfalls durch mehrere Dinge auszahlen. Und zwar kann es zu mehr Erfolg oder zu weniger Schaden führen oder ein besseres Konfliktmanagement ermöglichen. Daher ist es eigentlich in vielen Situationen wichtig, „auf der Hut zu sein“ und damit wachsam, aufmerksam und vorbereitet zu sein.

Wann genau wird „auf der Hut sein“ verwendet?

Der Begriff „auf der Hut sein“ wird in vielen, verschiedenen Alltags- und Berufssituationen verwendet, aber vornehmlich in der gesprochenen Alltagssprache. Da es sich um ein Sprichwort volkstümlichen Ursprungs handelt, wird der Begriff selten bis nie in der geschriebenen Sprache verwendet. Anders als andere Redewendungen, so hat „auf der Hut sein“ früher eine andere Bedeutung gehabt als heute. Innerhalb der nun folgenden Unterabschnitte sollen daher einmal die konkreten Bedeutungen von „auf der Hut sein“ früher und heute erklärt werden.

Verwendung des Ausdrucks „auf der Hut sein“ in der Vergangenheit

Im früheren Kontext wurde „auf der Hut sein“ vor allem im Militärwesen verwendet. Dort bezog es sich vor allem auf die von Soldaten geforderte Wachsamkeit und Vorsicht, die diese in Kampfsituationen an den Tag legen mussten. Soldaten mussten demnach „auf der Hut sein“, um sich und ihr Land vor dem Einfall potenzieller Feinde zu schützen und Angriffe sowie Bedrohungen jederzeit abzuwehren.

Speziell in früheren Kriegszeiten war es daher wichtig, „auf der Hut zu sein“. Gleiches galt für Gebiete mit hoher Kriminalität, wo der Ausdruck „auf der Hut sein“ vor allem von den damaligen Polizeikräften verwendet wurde. Hier wurde das Sprichwort vor allem folgendermaßen verwendet: „Sei auf der Hut, der Gefangene X ist gestern aus dem Gefängnis geflohen!“. Nicht auszuschließen ist eine Verwendung in früheren Kontexten auch bei der Jagd in der Wildnis: „Vor diesem Wolfsrudel müssen wir auf der Hut sein!“.

Verwendung des Ausdrucks „auf der Hut sein“ heute

Heute wird „auf der Hut sein“ in verschiedenen Kontexten verwendet. Namentlich handelt es sich dabei um das Geschäftsumfeld, in dem „auf der Hut sein“ gern in Wettbewerbssituationen oder hinsichtlich unerwarteter Entwicklungen zum Einsatz kommt. Als Beispiel hierfür könnte genannt werden, dass „Firma X bei der Entwicklung eines zu Firma Y ähnlichen Produkts auf der Hut sein sollte, um keine Klagen wegen Patentverletzungen zu erhalten“.

Ebenfalls für „auf der Hut sein“ heute im Beziehungsumfeld verwendet. Hier soll es denjenigen vor emotionalen Verletzungen schützen, beziehungsweise warnen. In unsicheren, sozialen Situationen wird „auf der Hut sein“ außerdem verwendet, um zum Ausdruck zu bringen, dass potenzielle Konflikte drohen. Ganz allgemein deutet „auf der Hut sein“ also darauf hin, dass jemand auf eine mögliche Bedrohung, Gefahr oder schwierige Situation Acht geben sollte.

Woher stammt die Redewendung „auf der Hut sein“?

Seinen Ursprung hat der Ausdruck „auf der Hut sein“ vermutlich im Militärwesen des 16. bis 17. Jahrhunderts. Dort bezog er sich vor allem auf die von Soldaten und anderen Mitgliedern des Heerwesens geforderte Wachsamkeit in Gefahrensituationen. Sein geografischer Ursprung wird im Mittelhochdeutschen vermutet.

Das Wort „Hut“ im Sprichwort „auf der Hut sein“ entstammt dabei vom mittelhochdeutschen „huot“, was damals für „Aufsicht“ oder „Fürsorge“ stand. Das Wort wurde im Kontext von etwas behüten, etwas bewachen oder etwas aufsehen genutzt. Auch heute steht die „Hut“ daher noch als ein Synonym für Schutz und Wachsamkeit.

Die Redewendung „auf der Hut sein“ lässt sich damit heute auch mit „in Wachsamkeit sein“ oder „die Aufsicht oder Fürsorge übernehmen“ umformulieren. Bis heute wird die Bedeutung von „auf der Hut sein“ jedoch weitgehend verstanden, weshalb sich dieses Sprichwort in seiner Formulierung auch bis heute nicht geändert hat.

Fazit zur Bedeutung von „auf der Hut sein“ und weitere Entsprechungen

Trotz seiner langen Historie wird die Redewendung „auf der Hut sein“ auch heute noch gern im gesamten, deutschsprachigen Raum verwendet. Besonders beliebt ist der Ausdruck jedoch vornehmlich im ehemaligen, preußischen Sprachgebiet und weniger in Österreich und in der Schweiz. Während der Begriff früher eher im Militärwesen genutzt wurde, hat dieser sich im Verlauf der vergangenen Jahrhunderte auch im Geschäfts- und Alltagsbereich ausgebreitet. Insgesamt ist damit – in jedem Fall – gemeint, dass man wachsam, aufmerksam sowie vorbereitet sein sollte, falls eine bestimmte Gefahrensituation eintritt.

Ähnliche Redewendungen sind zum Beispiel „auf der Lauer liegen“, „aufpassen“, „die Augen offenhalten“ oder „in Alarmbereitschaft sein“. „Auf der Lauer liegen“ kommt aus dem Jagdwesen, wo Jäger ihrer Beute auflauern. „Aufpassen“ entstammt der gesprochenen Alltagssprache und deutet darauf hin, dass man aufmerksam sein sollte. „Die Augen offenhalten“ ist sinnbildlich für das Erkennen von bestimmten Gefahrensituationen und „in Alarmbereitschaft sein“ stammt ebenfalls aus dem Militärwesen, bei dem Soldaten in Kriegs- oder Ausnahmesituationen permanent kampfbereit und damit einsatzfähig sein sollten.

Was bedeutet “Kokolores”? Wortherkunft, Bedeutung, Definition, Erklärung


Kokolores bedeutet so viel wie „Unsinn“, „Prahlerei“ oder „Geschwätz“. Verknüpft ist das Wort mit dem früheren Begriff „Kuckelöres“. Dies ist eine in die Jahre gekommene Variante des heute weiter verbreiteten „Kikeriki“. Wenn jemand etwas als „Kokolores“ bezeichnet, meint er damit, dass sich jemand zu sehr „aufplustert“ und angeberisch herumkrakeelt. Dieses Verhalten wird oftmals auf auch auf Hähne projiziert.

Was bedeutet “Kokolores”? Bedeutung, Definition, Erklärung

Viele denken vermutlich, dass man sich solch ein komisches Wort nicht merken muss. Doch Liebhaber von Kreuzworträtseln sollten sich diesen Ausdruck auf alle Fälle merken. Es bezeichnet unter anderem auch einen „aufgeblasenen Wichtigtuer“. Ob man es schließlich in seiner Sprachgebrauchssammlung benötigt, sei einmal dahingestellt, jedoch können Freunde von ausgefallenen Wörtern damit ihren Wortschatz bereichern. Niemand weiß jedoch so genau, wo der Begriff eigentlich herstammt.

Jedoch gibt es hartnäckige Sprachwissenschaftler, die sich diesem Thema angenommen haben und konnten sogar etwas ausfindig machen. Im Englischen gibt es nämlich einen Ausdruck „cockalorum“. Früher bezeichnete dieser Begriff einen Hahn und in der heutigen Zeit hat der Begriff sich dahingehen entwickelt, eine aufgeblasene Person zu bezeichnen. Einen Wichtigtuer also. Solche Menschen machen oftmals besonders viel Wirbel um ihre eigene Person und reden oftmals wirres oder unsinniges Zeug daher, welches erst einmal von niemandem ernst genommen wird. Vermutlich stammt daher der Ausruf „Rede doch keinen Kokolores!“. Diese Ausdrucksweise – oder so ähnlich – findet oftmals Anwendung, wenn man genervt ist von dem Gerede einer Person.

Gibt es einen Zusammenhang zwischen Kokolores und Gauklern?

Kokolores könnte auch etwas mit dem niederdeutschen Begriff „gockeler“ zu tun haben. Dieses bezeichnet heute den Gaukler. Allerdings benötigt man schon sehr viel Fantasie, wenn man Kokolores aus einem lateinischen Gebetstext herleiten würde, der da lautet: „per omnia saecula saeculorum“. Auch wenn der Weg bis zu dem viersilbigen Wort recht lang erscheint, kommt die Herleitung in einem ernstzunehmenden Fachbuch vor, genauso wie die Herleitung vom Gaukler.

Wenn jemand irgendwem etwas vorgaukelt, hat das zwar nichts mit unsinnigem Geschwätz zu tun, allerdings möchte eine Person der anderen einen Bären aufbinden, also schwindeln. Wer beim Vorgaukeln erwischt wird, muss sich also der Tatsache stellen, totalen Kokolores erzählt zu haben. Kokolores ist ein weitverbreitetes und beliebtes Kreuzworträtselwort, welches sich seit 1900 in Deutschland verbreitet hat. Auch in der Studenten- und Theatersprache war Kokolores ebenfalls beliebt. Allerdings würde heute Zahnpasta niemand mehr als Kokolores bezeichnen, welche tatsächlich in den anfänglichen 1920er Jahren existierte. Auf einer alten Zeichnung, welches das Berliner Sechstagerennen abbildet, war nämlich zufällig ein derartiges Werbeplakat zu sehen.

Ist Mumpitz und Kokolores dasselbe?

Wer glaubt, dass diese Zeichnung vom Berliner Sechstagerennen eine Fälschung sei und der Zeichner habe sich Mumpitz erlaubt, der liegt fehl in seiner Annahme. Selbst in Berliner Zeitungen erschienen im Jahr 1924 Anzeigen für dieses Produkt. Auch Mumpitz ist ein ebenso ausgefallenes Wort wie Kokolores und die Anfänge von Mumpitz lassen sich bis ins Jahr 1870 zurückverfolgen. Erstaunlicherweise tauchte dieser Begriff auch wieder in Berlin auf, wo er zum ersten Mal als Ausdruck für Börsenschwindeleien genutzt wurde.

Schreckgespenst Mummelputz

Es hört sich niedlich an, ist es aber keinesfalls, denn Mummelputz verkörpert etwas Bedrohliches. Es soll ein Gespenst beziehungsweise eine Schreckgestalt darstellen. Mit der Zeit wurde Mummelputz zu Mumpitz und hat sich als Synonymwort zu verlogenem Geschwätz oder erschreckendem Gerede entwickelt. Mumpitz kann heutzutage auch einfach Unsinn bedeuten, genauso wie Kokolores.

Was bedeutet „Hä“? Ist „hä?“ unhöflich? Erklärung, Bedeutung, Definition


Vor einiger Zeit haben sich Forscher an die Untersuchung des auf der ganzen Welt bekannten Begriffs „Hä“ gemacht. Hierbei wurden zehn Sprachen besonders unter die Lupe genommen. Herausgefunden wurde, dass überall auf der Welt die Menschen ein kurzes Sprachelement nutzen, um etwas nachzufragen. Hinzu kommt, dass es fast so ähnlich klingt, wie das englische „Huh?“.

Was bedeutet „Hä“? Erklärung, Bedeutung, Definition

Es könnte jetzt natürlich behauptet werden, dass das Wort „Huh“ überhaupt kein richtiges Wort ist. Darüber sind sich zumindest viele Menschen einig. Doch die Forscher konnten beweisen, dass sich dieser kurze Ausruf in jeder Sprache ganz speziell differenziert. Und deshalb muss der Begriff auch erlernt werden. Aus diesem Grund entsteht hier nämlich auch eine komplett gegensätzliche Sachlage wie zum angeborenen „Lachen“ oder „Weinen“. Diese Laute müssen nicht erlernt werden.

Oftmals wird dieser Ausruf von Menschen dafür benutzt, um schnell etwas nachzufragen, was akustisch nicht ganz verstanden wurde. Zu groß ist die Gefahr, dass eine ausführlich formulierte Nachfrage den Gesprächsfluss stört. Deshalb ist auch auf jedem Kontinent eine ähnliche Lösung entstanden.

Zudem sehen Forscher in dem Ausdruck „Hä“ auch ein Gegenstück zur biologischen Evolution. Der äußere Selektionsdruck ist nämlich in allen Sprachen gleich. Zu vergleichen ist dies auch beim Körperbau von Haien und Delfinen. Diese sind nämlich nicht miteinander verwandt.

Das Fragewort ist in vielen Sprachen ziemlich ähnlich. Auffällig ist allerdings, dass es immer aus einer Silbe und einem Vokal besteht.

Gilt „Hä“ überhaupt als Wort?

Nicht nur die Forscher, sondern viele andere Menschen haben sich diese Frage schon gestellt. Und die Antwort ist ganz klar: Ja, es ist ein Wort. Es handelt sich nämlich in sämtlichen Sprachen um ein Symbol einer allgemein akzeptierten Bedeutung. Diese muss zunächst auch erst einmal erlernt werden. Zwar ist dieses Fragewort in jeder Sprache schon Kult, dennoch kein angeborener Laut wie beispielsweise Lachen oder Schreien.

Der Ausruf „Hä“ hat sich in allen untersuchten Sprachen eigenständig entwickelt. Es wurde also nicht als Fremdwort übernommen. Ausgangslage für diese Behauptung ist, dass es keine akustischen Unterschiede je Sprache gibt, die auf die jeweils herkömmliche Phonetik zurückzuführen ist.

Im Prinzip handelt es sich beim Fragewort „Hä“ um einen Dreisatz, der global Anwendung findet. Der Ablauf ist immer gleich:

  1. Zuerst wird eine Behauptung aufgestellt.
  2. Dann kommt die Nachfrage („Hä“).
  3. Wiederholung der Behauptung; diesmal mit einer veränderten Sprache, damit der Zuhörer es diesmal besser versteht.

Ist „Hä“ unhöflich? Erklärung

Oftmals wird im deutschen Sprachgebrauch das Wort „Hä“ als unhöflich empfunden. Doch im Deutschen kann das Wort auch für zwei Bedeutungen stehen. Zum einen drückt es die Nachfrage auf eine Verständnisfrage aus. Andererseits kann es aber auch dazu genutzt werden, eine Absurdität einer aufgestellten Theorie auszudrücken. Beispielsweise dann, wenn man den Inhalt einer Aussage überhaupt nicht nachvollziehen kann und für völlig falsch erachtet.

Dass der Ausruf „Hä“ als Wort gilt, wird auch dadurch begründet, dass sich der Ausruf im Duden wiederfindet. Dieser wird hinsichtlich des Sprachgebrauchs als salopp aufgeführt. Salopp bedeutet dem Duden nach, dass diese Wörter eher nachlässig gebraucht werden. Auch drücken diese Worte eine bestimmte Nichtachtung einer Konvention aus.

Was bedeutet “Flapjack” auf deutsch? Erklärung, Bedeutung, Definition


Bei einem Flapjack handelt es sich um ein süßes, flaches Gebäck, welches in etwa so groß wie ein belegtes Brot, ein Riegel oder ein kleiner Kuchen ist. Er wird in der Regel quadratisch oder rechteckig zubereitet, beziehungsweise in ebensolchen Formen gebacken und anschließend in handliche Stücke geschnitten.

Flapjacks sind hierzulande eher unbekannt, werden als leckerer und gesunder Snack für zwischendurch aber auch in Deutschland immer beliebter. Der Begriff des Flapjacks ist dabei nicht geschützt und kann sich daher aus vielerlei Zutaten zusammensetzen. Üblicherweise handelt es sich bei einem Flapjack jedoch um einen Snack, der aus Haferflocken und anderen Zutaten zubereitet wird.

Er dient nicht als Hauptmahlzeit, sondern als Zwischenmahlzeit oder als Mahlzeitenersatz und wird von unterschiedlichsten Zielgruppen verspeist – zum Beispiel von Berufstätigen, von Sportlern oder während Freizeitaktivitäten. Als Mahlzeitenersatz sind Flapjacks vor allem zum Frühstück sehr beliebt. Damit ist der Flapjack an sich mit dem hierzulande eher gebräuchlicheren Müsliriegel vergleichbar, der jedoch aus anderen Getreideprodukten und weniger aus Hafer hergestellt wird. Auch sind Müsliriegel normalerweise deutlich kleiner und nicht so sättigend wie Flapjacks.

Was bedeutet der Begriff „Flapjack“? Übersetzung, Erklärung

Der Begriff „Flapjack“ setzt sich aus den beiden englischen Worten „to flap“ und „to jack“ zusammen. Während sich „to flap“ in diesem Zusammenhang mit „etwas wenden“ übersetzen lässt, so steht „to jack“ in diesem Kontext für „etwas hochwinden“ oder „etwas andicken“. Ein Flapjack ist demnach ein Lebensmittel, welches recht dick ist und gewendet wird. Damit ist dessen Zubereitung in einer Bratpfanne gemeint. Denn ein Flapjack wurde früher in der Bratpfanne zubereitet und – ähnlich wie ein Pfannkuchen – gewendet, um diesen so von beiden Seiten anzubraten.

In den Vereinigten Staaten von Amerika heißen Pfannkuchen daher bis heute noch Flapjacks, auch wenn damit hierzulande eine andere Bedeutung einhergeht. Ins Deutsche übersetzt bedeutet der Begriff „Flapjack“ daher so viel wie „heißer, in der Pfanne zubereiteter Haferkuchen“. Die tatsächliche Zubereitung weicht jedoch oftmals stark von der Vorstellung des „in der Pfanne gewundenen Haferkuchens“ ab, da Flapjacks mittlerweile oftmals auf einem Backblech zubereitet werden, welches im Backofen erhitzt wird. Die einzelnen Flapjacks werden dann nur noch zugeschnitten und sind ab da verzehrfertig.

Woher stammt der Begriff „Flapjack“? Wortherkunft, Ursprung

Der Begriff „Flapjack“ entstammt dem angelsächsischen Sprachraum und lässt sich auf das England des 19. Jahrhunderts zurückführen. Dies war das Zeitalter der britischen Industrierevolution, in der Industriearbeiter sich einfache, aber energiereiche Speisen zu einem überschaubaren Budget am heimischen Herd zubereiten mussten. Als potenzielle Zutaten kamen hierfür Eier und Haferflocken oder Hafermehl infrage, die damals überall und günstig verfügbar waren. Daraus bereiteten sich die Arbeiter einfache und bekömmliche Frühstücksmahlzeiten oder Snacks zu, die diese durch das Wenden von kleinen Haferkuchen in gusseisernen Pfannen herstellten.

Schnell verbreitete sich der Flapjack auch im restlichen, englischsprachigen Raum, wie zum Beispiel in den Vereinigten Staaten von Amerika. Auch heute noch ist der Flapjack daher vor allem in Großbritannien, den USA sowie in Kanada bekannt. In den übrigen, englischsprachigen Regionen der Welt wie zum Beispiel in Australien, Neuseeland oder Südafrika ist der Flapjack zwar ebenfalls bekannt, aber deutlich weniger verbreitet. Vermutlich stand der Hafer als Nutzpflanze in letzteren Regionen nie wirklich im Fokus.

Eine definitive Antwort auf die Herkunft des Flapjacks lässt sich jedoch nicht geben, da dieser im Volk entstanden ist und die Begriffsbildung auch eher umgangssprachlich stattfand. Daher ist auch die wirkliche Bedeutung des Begriffs Flapjack bis heute unklar.

Welche Zutaten benötigt man für einen „Flapjack“?

Flapjacks können auf sehr viele, verschiedene Art und Weisen zubereitet werden. In der Regel stellen Haferflocken oder Hafermehl sowie Eier und Butter jedoch die Grundzutaten dieser Speise dar. Neben den eigentlichen Grundzutaten werden Flapjacks häufig noch mit unterschiedlichen Geschmacksträgern wie zum Beispiel Erdnussbutter, Proteinpulver sowie Kokosöl oder Nüssen vermengt.

Weiterhin kommen für die Zubereitung von Flapjacks auch Trockenfrüchte, Zucker, Marzipan oder anderweitige Zutaten infrage. Mithilfe von Honig, Vanille-Extrakt sowie Zimt oder anderen Gewürzen lassen sich die Geschmacksrichtungen von Flapjacks zudem individuell beeinflussen. Tatsächlich gibt es kein festgeschriebenes Rezept für die Zubereitung von Flapjacks. Wichtig sind in erster Linie die Grundzutaten plus die zusätzlich, geschmackbringenden Zutaten, die nach Belieben ergänzt oder ausgetauscht werden können.

Wie wird ein „Flapjack“ zubereitet?

Um einen Flapjack zuzubereiten, werden zunächst alle Grundzutaten plus die individuellen Zusatzzutaten benötigt. Dabei handelt es sich um Haferflocken, Butter, Zucker sowie Nüsse und Früchte nach individueller Wahl. Für die Zubereitung muss der Backofen zunächst auf 180 Grad Celsius vorgeheizt werden. Zeitgleich kann eine rechteckige oder quadratische Backform (etwa 20 mal 30 Zentimeter groß) eingefettet werden. Dies wird vorgenommen, da die Flapjacks später nicht am Backbleck anbacken sollen. Nach dem Einfetten dann großzügig Backpapier auf dem Backblech auslegen.

Im nächsten Schritt geht es dann an die Zubereitung des Teigs für den Flapjack. Hierfür zunächst die Butter und etwas Zucker bei mittlerer Hitze in einem Topf oder einer tiefen Pfanne erhitzen und gut verrühren. Dies sollte durchgeführt werden, bis die Butter geschmolzen ist und der Zucker sich aufgelöst hat.

Nachdem alles erhitzt und gut verrührt wurde, können weitere Zutaten wie beispielsweise Nüsse oder Früchte beigefügt und ebenfalls mit eingerührt werden. Der Teig ist dann fertig und kann auf die im ersten Schritt vorbereitete Backform gegeben werden. Anschließend muss dieser (am besten mit einem angefeuchteten Kuchenspatel) glattgestrichen werden.

Nun das Backblech mit dem Flapjack-Teig für circa 20 bis 25 Minuten bei 180 Grad Celsius Ober- und Unterhitze auf der mittleren Schiene backen, bis dieser eine goldbraune Farbe erreicht. Danach kann das Backblech aus dem Ofen entnommen werden und muss nun nur noch etwas abkühlen. Sobald das Backblech mit dem Flapjack abgekühlt ist, kann dieser mit einem scharfen Messer in gleichgroße Stücke geschnitten werden.

Die fertigen Flapjacks können dann entweder direkt verzehrt werden oder als Snack für zwischendurch dienen. Als Serviervorschlag können weitere Früchte, Ahornsirup oder Erdnussbutter hinzugefügt werden, mit denen die Flapjacks gemeinsam verspeist werden.

Warum werden „Flapjacks“ überhaupt gegessen?

Flapjacks werden insgesamt aus verschiedensten Gründen verspeist. Hauptgründe sind, dass Flapjacks sehr nahrhaft und günstig sind und sich auch ideal als gesunder Snack für zwischendurch eignen. Damit eignen sich Flapjacks vor allem für Menschen, die unter starkem Zeitdruck stehen. Weiterhin inkludieren Flapjacks verhältnismäßig einfache Zutaten, die in der Regel jedermann zu Hause hat, beziehungsweise stellen diese eine hervorragende Möglichkeit zur Resteverwertung dar.

Flapjacks sind außerdem reich an Ballaststoffen sowie komplexen Kohlenhydraten und Proteinen und eignen sich daher perfekt für Sportler, um zum einen deren Energiespeicher aufzufüllen und zum anderen, um Proteine für den Muskelaufbau zur Verfügung zu stellen. Schlussendlich eignen sich Flapjacks für alle Altersgruppen und für viele Anwendungsbereiche und können entweder als Frühstück, Snack oder Dessert genutzt werden. Je nach persönlicher Präferenz lässt sich ein Flapjack zudem geschmacklich auf sehr unterschiedliche Art und Weise zubereiten.

Fazit zum Thema „Flapjacks“ und ähnliche Begriffe

Zusammenfassend lässt sich also sagen, dass ein Flapjack eine sehr gesunde, günstige und unkomplizierte, kleine Mahlzeit darstellt. Diese kommt aus dem englischsprachigen Raum, wird aber auch hierzulande immer beliebter und entspricht in etwa dem in Deutschland weiter verbreiteten Müsliriegel.

Mit ein paar wenigen Handgriffen und unter Verwendung überschaubarer Zutaten lassen sich Flapjack individuell und vor allem schnell im heimischen Backofen zubereiten. Sie eignen sich damit für Berufstätige, Sportler oder prinzipiell für Menschen mit wenig Zeit oder begrenztem Budget. Dem Flapjack ähnliche Lebensmittel sind zum Beispiel Haferkekse, Granola-Riegel, Haferflocken-Pfannkuchen sowie Haferflocken-Muffins, die alle auf ähnliche Weise zubereitet werden, beziehungsweise schmecken. All jenen Lebensmittel dienen Haferflocken oder Hafermehl als absolute Grundzutat.

Richtige Aussprache von Avocado: Erklärung, Bedeutung, Definition


Seit Beginn der 2020er Jahre verbreitet sich eine Aussprache des Wortes „Avocado“, die für ältere Menschen (ü30) befremdlich wirkt. Wo kommt diese Aussprache her?

Richtige Aussprache von Avocado: Erklärung, Bedeutung, Definition

Es gibt derzeit zwei Aussprachen für das Wort „Avocado“:

Die herkommliche Aussprache ist „Awo Kah doh“ – (Nach folgend beschreiben wir die Aussprache: „Awo“ wie Awo, Arbeiterwohlfahrt, als eine Silbe aussprechen; Kah wie „Ka“ im Wort „Kamm“; „Doh“ wie das „Do“ in „Dojo“ oder „Donnerstags“.)

Die andere neue Aussprache ist: „Awo käh doh“ – (Die Aussprache erklärt: „Ähwoh“ (schnell gesprochen) wie in „ey wo“ (aber statt „ey“ „a“ sagen) ohne Pause sprechen und als zwei Silben aussprechen; „Käh“ wie die Grundschulaussprache des Buchstaben k, das „k“ wie im Wort „Klette“ sprechen; „Doh“ wie im  Wort „Playdoh“) (Dieses Video macht die Aussprache gut vor: Korrekte Aussprache: Avocado)

Wo kommt diese zweite Aussprache für Avocado her? Welche Aussprache ist korrekt?

Es gibt keine offizielle richtige Aussprache für das Wort Avocado. Es gibt aber in der Umgangssprache eine mehrheitlich verbreitete Variante der Aussprache, weswegen eine zweite alternative Aussprache auf ältere Sprecher (Ü30) freundlich und ungewohnt wirkt.

Woran liegt das, dass es keine offizielle richtige Aussprache gibt? Die deutsche Sprache kommt ohne Aussprache-Anweisungen an den Worten aus. (Beispiele: Das Wort „Magdeburg“ wird mit kurzem „a“ gesprochen, nicht mit langem „a“. Heißt es Kina oder China? In anderen Sprachen gibt es solche Anweisungen: Bsp. das Wort „çay“ wird „tschei“ ausgesprochen, nicht „kai“.) Dies erlaubt Sprechern mehr Freiheit bei der Aussprache, sorgt aber auch für Unsicherheiten und Unklarheiten, so dass die Gewohnheit und die Mehrheit der Sprecher darüber entscheiden, was „richtig“, also gebräuchlich ist und was „falsch“, also nicht gebraucht wird.

Theorie, wo die zweite Aussprache für Avocado herkommt

Im Jahr 2015 wurde auf den YouTube-Kanal Luksan Wunder ein Scherz-„richtige Aussprache-Video“ für das Wort „Avocado“ veröffentlicht. (Link zum Video: hier) Bis heute haben eine halbe Million Menschen dies gesehen.

Die Redaktion vermutet: Über die Jahre verbreitete sich das Video als Ausschnitt immer wieder, so dass immer mehr Menschen in Kontakt mit der alternativen Aussprache kamen und um sie wußten.

Dann brauchte es nur wenige Menschen, die die Scherzaussprache scherzhaft im Alltag verwendeten. Das haben andere gehört, fanden es vielleicht witzig und benutzen die Aussprache auch. Das wiederholte sich viele Male und nun kann der Ursprung nicht mehr ermittelt werden. Der Scherz wird als solcher nicht mehr erkannt und die zweite Aussprache hat sich unter jungen Menschen etabliert.

Warum bei junge Menschen? Ältere Menschen (ü30) sind eine andere Aussprache gewöhnt und verteidigen ihre gewohnte Aussprache in dem sie die neuere Aussprache als falsch ablehnen. Jüngere Menschen sind dagegen offener und lassen die alternative Aussprache eher zu, wenn auch scherzhaft, wie sie glauben.

Weitere Gedanken zu: Korrekte Aussprache für Avocado

Und wer weiß, vielleicht gibt es in Zukunft eine weitere Aussprache für das Wort Avocado. Diese könnte von der englischen Aussprache beeinflusst sein: Awo-Kay-doh.

Hinweis: Der Autor ist kein Linguist. Ich habe Philosophie und Psychologie studiert. Seit langem beschäftige ich mit Worten. (Philosophie ist nämlich eine Technik zur Kritik an Worten.)
Mein Anliegen ist es, verständlich zu schreiben.

Was bedeutet „etwas zerreden / zerdenken“? Erklärung, Bedeutung, Definition


Die Redewendungen „etwas zerreden“ oder „etwas zerdenken“ beschreiben beide wiederholte Besprechungen eines beliebigen Themas, ohne dass daraus eine konkrete Lösung entspringt. Das Thema kann hierbei einem Problem, einer Herausforderung oder einer Entscheidung entsprechen, für die eine Lösung gesucht wird. Indem etwas ausführlich und wiederkehrend besprochen wird – durch zum Beispiel zwei Personen oder zwei Parteien – wird etwas „zerredet“ oder „zerdacht“, ohne dass es dabei zur anfangs gesuchten Entscheidung kommt. Eine Sache „zerreden“ oder diese zu „überdenken“ (wie man auch sagen könnte) kann sowohl im privaten, als auch im beruflichen Umfeld stattfinden oder in vielen anderen Kontexten vorkommen.

Der Begriff „etwas zerreden / etwas zerdenken“ ist daher stark negativ konnotiert, da im Unterton eine gewisse Zeit- und Energieverschwendung einhergeht. Zwei Personen, zwei Parteien oder Gruppen von Menschen verwenden quasi Zeit und Energie für die Lösung eines Problems, die aber nicht (oder wiederkehrend nicht) gefunden wird. Dadurch geschieht nichts Produktives. Das kann dazu führen, dass die in einer Lösungsfindung involvierten Mitglieder gesprächsmüde werden und dementsprechend die Aufmerksamkeit verlieren.

Im Zuge einer Lösungsfindung für ein bestimmtes Problem ist es daher wichtig, konstruktiv sowie zielorientiert nach einer Lösung zu suchen, beziehungsweise zu kommunizieren. Nur so können alle Beteiligten ihre Zeit und Energie sinnvoll und effektiv nutzen und potenzielle produktive Resultate erzielen. Denn wird eine produktive und für alle Beteiligten erstrebenswerte Lösung gefunden, so wurde eine Sache auch nicht zerdacht oder zerredet.

Was genau heißt „etwas zerreden / etwas zerdenken“? Erklärung

Sind die Beteiligten an der Lösungsfindung eines Problems, einer Herausforderung oder einer Entscheidung interessiert, so ist es wichtig, richtig zu reden und zu denken. Im ersten Schritt ermöglicht das Denken die Analyse eines bestimmten Themas und die (persönliche) Generierung einer Lösung. Durch das darauffolgende Reden wird es nun möglich, die in den eigenen Gedanken vorhandenen Ideen oder Lösungen offen mit anderen zu kommunizieren. Weiterhin können die Meinungen anderer Beteiligten diskutiert, angepasst oder integriert werden. Nur so kann die beste Lösung gefunden werden.

Um jedoch ein Problem wirklich lösen zu können, sind aber auch eine konstruktive Denk- und Redeweise notwendig. Beziehungsweise sollte beides in einer sinnvollen Abfolge geschehen. Werden der Lösungsfindung jedoch wiederholt unproduktive, falsche, nicht mehrwertstiftende und somit untaugliche Ideen oder Lösungsansätze beigefügt, so wird eine Sache schnell „zerdacht“. Gleiches gilt für die Kommunikation immer wiederkehrender, unnützer oder falsch präsentierter Informationen, bei der das Resultat dann ist, dass alle Beteiligten eine Sache „zerreden“.

„Etwas zerreden“ oder „etwas zerdenken“ meinen damit grundsätzlich zwei verschiedene Dinge. Denn, wird etwas „zerdacht“, so geschieht die destruktive und unproduktive Handlung nur im eigenen Geiste. Wird hingegen etwas „zerredet“, so werden die aus der „Zerdenkung“ gesammelten Ideen oder Lösungsvorschläge auch offen mit anderen kommuniziert. Das führt neben dem ersten Fall des „etwas zerdenken“ neben der eigenen Unproduktivität zwangsläufig auch zur Unproduktivität von anderen Beteiligten.

Woher stammen die Redewendungen „etwas zerreden / etwas zerdenken“? Wortherkunft

Die Redewendungen „etwas zerreden“ oder „etwas zerdenken“ entstammen dem deutschen Sprachschatz und sind zu einem unbekannten Zeitpunkt der gesprochenen Sprache entsprungen. Sie stellen eine Verbindung aus den Verben „reden“ sowie „denken“ mit dem intensivierenden Präfix „zer-“ dar. Das Verb „reden“ meint hier „das Sprechen über ein bestimmtes Thema“, während das Verb „denken“ in diesem Kontext „das Nachdenken oder Überlegen über ein bestimmtes Thema“ meint.

Die beiden Verben stehen an sich häufig im positiven Kontext, da diese eine gewisse Produktivität und Lösungsorientierung bescheinigen. Durch das vorangehangene Präfix „zer-“ wird der positive Kontext jedoch ins Negative gekehrt. Die Verwendung des Präfix „zer-“ leitet sich auch vom Verb „zerstören“ ab, bei dem eine Intensivierung des Verbs „stören“ durch das Anhängen des Präfixes „zer-“ realisiert wird. Dadurch ergibt sich eine völlig neue Bedeutung, beziehungsweise wird die Tragweite der Folgenden deutlich intensiviert. Zum einen wird dabei auf eine negative Folge des Redens und des Denkens eingegangen, zum anderen auf eine wiederholte Abhandlung. Und eine wiederholte Folge negativer Abhandlungen ist redundant, beziehungsweise schädlich für alle Beteiligten und sollte nach Möglichkeit abgestellt werden.

„Etwas zerreden“ sowie „etwas zerdenken“ wurden vermutlich zunächst in der gesprochenen Alltagssprache verwendet, bevor diese später auch den Einzug ins Lexikon, beziehungsweise in den Duden fanden. Sie stellen damit typische Sprachkonstrukte der Umgangssprache dar, welche sich aber nach und nach etablierten und schlussendlich auch in die Schriftsprache involviert wurden. Genutzt werden die Redewendungen „etwas zerreden“ oder „etwas zerdenken“ im gesamten, deutschen Sprachraum, unabhängig vom jeweiligen Dialektgebiet.

Fazit zur Bedeutung von „etwas zerreden / etwas zerdenken“

Zusammenfassend lässt sich also sagen, dass „etwas zerreden“ oder „etwas zerdenken“ einen mühsamen, aber ergebnislosen Prozess beschreibt. Demnach bedenken und besprechend alle Beteiligten einen bestimmten Sachverhalt, ohne diesen wirklich zu verstehen oder den Denkansatz zu einer produktiven Lösung zu bringen. Beide Begriffe beschreiben damit das Nachdenken oder Diskutieren über ein bestimmtes Thema, welches aber zu keinem wirklichen Ergebnis führt. Wer die Redewendungen „etwas zerreden“ oder „etwas zerdenken“ benutzt, der ist eine bestimmte Vorgehensweise bei der Lösungsfindung häufig leid und sieht von weiteren Handlungen in puncto reden oder denken über den jeweiligen Sachverhalt ab.

Die Redewendungen „etwas zerreden“ oder „etwas zerdenken“ werden darüber hinaus noch oft in weiteren Situationen verwendet. So kann „etwas zerreden“ auch bedeuten, dass eine Sache oder ein Gedanke unnötig in die Länge gezogen werden. So können der Gedanke oder der Sachverhalt beim Adressaten wohlverstanden worden sein, der Sender führt diesen aber unnötig oft, ausführlich oder unproduktiv aus.

Eine ähnliche, von den oben genannten Kontexten abweichende Bedeutung hat aber auch die Redewendung „etwas zerdenken“. Hier kann unter Umständen davon ausgegangen werden, dass man eine Sache an sich sehr gründlich analysiert hat und ein entsprechend tiefes Verständnis dafür hat. Jedoch folgt auf die jeweilige Theorie dann keine Praxis – die Kenntnisse werden also nicht in die Tat umgesetzt, sondern weiter gedanklich analysiert und demnach „zerdacht“.

In seltenen Fällen kann speziell der Ausdruck „etwas zerdenken“ aber auch bedeuten, dass man sich einen gründlichen Plan über eine bestimmte Sache oder ein bestimmtes Vorhaben machen will. Solang die Planfindung noch anhält, folgt keine Umsetzung. Jemand möchte die Sache also „erst einmal gründlich zerdenken“. Er möchte alle Zusammenhänge also erst einmal zerteilen und über die einzelnen Komponenten nachdenken, bevor er diese potenzielle wieder zu einem größeren Ganzen zusammenfügt und Handlungen durchführt.

Was bedeutet „ordinär“? Wortherkunft, Erklärung, Bedeutung, Definition


Das Wort „ordinär“ hat zwei verschiedene Bedeutungen. Einerseits wird das Wort „ordinär“ dazu gebraucht, um Missachten oder Abscheu auszudrücken. Wenn jemand also Verhaltensweisen oder verbale Ausdrucksweisen gebraucht, die gesellschaftlich nicht akzeptiert sind oder als Tabu angesehen werden, kann man diese Person als „ordinär“ bezeichnen. Das Wort „ordinär“ kann demnach als Synonym zu „vulgär“ verwendet werden.

Die zweite Bedeutung von „ordinär“ ist „gewöhnlich“ oder „normal“. Dinge, Personen oder Ereignisse, die alltäglich oder durchschnittlich sind, können demnach als „ordinär“ bezeichnet werden.
Welche Bedeutung des Wortes „ordinär“ gemeint ist, muss jeweils aus dem Kontext der Situation oder des Gesagten entnommen werden.

Woher kommt das Wort „ordinär“? Wortherkunft, Etymologie

Seinen Ursprung hat das Wort „ordinär“ im Lateinischen. Zur Zeit der alten Römer war das Wort „ordinarius“ gebräuchlich und bedeutete „ordnungsgemäß“, „ordentlich“, oder „vorzüglich“.

Vom 16. Jahrhundert bis zum 18. Jahrhundert wurde im Deutschen „ordinari“ verwendet, um Dinge zu beschreiben, die „ordnungsgemäß“, „regelmäßig“ oder „gewöhnlich“ waren. Ab dem späten 17. Jahrhundert wurde das französische Wort „ordinaire“ übernommen, was „ordentlich“ und „gebräuchlich“ bedeutet.

Die Bedeutung wandelte sich ab dem frühen 18. Jahrhundert leicht, sodass „ordinaire“ nun „landläufig“ oder „alltäglich“ bedeutete. Erst seit dem späten 18. Jahrhundert existiert neben „gemein“ und „gewöhnlich“ auch die Bedeutung „unanständig“ für „ordinaire“. So gab es beispielsweise bis ins 19. Jahrhundert hinein den Begriff der „Ordinari Post“ – die gewöhnliche Post im Gegensatz zur Eilpost oder der Extrapost.

Beispiele für die verschiedenen Bedeutungen: ordinär

Anhand von Beispielen werden die verschiedenen Bedeutungen von „ordinär“ einfach erklärt:

Man kann „ordinär“ als Synonym für „vulgär“ verwenden, wenn man sich von einer Situation, einem Menschen oder einem Verhalten abgestoßen fühlt. Eine Person, die in einem unpassenden Rahmen viele Fäkalausdrücke benutzt oder sich plump unpassend kleidet, kann zum Beispiel als „ordinär“ bezeichnet werden. Man könnte dann sagen, dass diese Person „ordinär“ redet, oder sich „ordinär“ verhält.

In seiner Bedeutung als „normal“ oder „gewöhnlich“ könnte man „ordinär“ zum Beispiel benutzen, um einen Wein zu beschreiben oder eine Tätigkeit. Man würde dann beispielsweise sagen, dass es sich um einen „ordinären Hauswein“ handelt, und nicht um eine teure Traube. Bei einer Tätigkeit könnte man sagen, dass man ganz „ordinär“ im Supermarkt einkaufen geht, anstatt in einem teuren Delikatessenladen.
In beiden Fällen schwingt eine mehr oder weniger starke Wertung der beschriebenen Tätigkeit oder Person mit. Diese Wertung ist nur sehr selten positiv, da allgemein selbst das Durchschnittliche oft als eher schlecht wahrgenommen wird.

Unterschied: Ordinär – vulgär

Um zu differenzieren, ob das Wort „ordinär“ nun „vulgär“ bedeutet oder „gewöhnlich“, gilt es, den Kontext des Gesagten zu beachten und zusätzlich Mimik und Gestik der Person zu analysieren, die spricht. Auch der Tonfall kann Aufschluss darüber geben, ob etwas oder jemand als „vulgär“ bezeichnet wird oder als „gewöhnlich“. Ist man sich trotz allem nicht sicher, oder sind beide Bedeutungen im Kontext passend, so ist es hilfreich, um Klärung zu bitten, auf welche der beiden Bedeutungen die sprechende Person hinaus will. So kann sichergestellt werden, dass es nicht zu Missverständnissen kommt.

Was bedeutet „vulgär“? Wortherkunft, Erklärung, Bedeutung, Definition


Mit dem Wort „vulgär“ werden Wörter, Aussagen oder Verhaltensweisen bezeichnet, die als unpassend, unangemessen oder anstößig empfunden werden.

Woher stammt der Begriff „vulgär“? Wortherkunft

Die Herkunft des Begriffs „vulgär“ gibt bereits Aufschluss über die gebräuchliche Bedeutung. Das Wort stammt von dem lateinischen Wort „vulgaris“ ab, das übersetzt so etwas wie „gewöhnlich“ oder „niedrig“ bedeutet. Oft wurde das Wort zur Zeit der alten Römer dazu gebraucht, um das „einfache Volk“ oder auch abwertend den „gemeinen Bauernpöbel“ zu bezeichnen.

Der Begriff beschreibt also die damals üblichen Verhaltensweisen der unteren gesellschaftlichen Schichten, die nicht so gebildet waren wie die höheren Gesellschaftsklassen. Die unteren Gesellschaftsschichten drückten sich deswegen oft einfach oder grob aus und benahmen sich unbeholfen oder stümperhaft. Gerade im Vergleich zum höchst kultivierten Adel fiel dieses Verhalten natürlich stark auf.

Heutige Bedeutung des Wortes „vulgär“

Wenn sich heute jemand grob, unsittlich oder pöbelhaft ausdrückt, nennt man das deswegen auch heute noch „vulgär“.

Für die meisten Menschen hat das Wort „vulgär“ heutzutage meist eine sexuelle Konnotation. Während das zwar nicht falsch ist, hat das Wort „vulgär“ einen deutlich größeren Bedeutungsrahmen. Zum Beispiel ist es nicht geschlechtlich, aber durchaus „vulgär“, die Polizei als „Bullerei“ zu bezeichnen.

Ebenfalls als „vulgär“ bezeichnet man Schimpfwörter oder Fäkalsprache, die sich oft sehr ungehobelter Ausdrücke bedient. Hierzu gehört ein großer, eigentlich gesellschaftlich nicht akzeptierter Wortschatz, der besonders in hitzigen Situationen Anwendung findet.

Siehe: Was bedeutet „ordinär“?

Können nur verbale Äußerungen „vulgär“ sein?

Nein. Auch Verhalten kann man als „vulgär“ bezeichnen. Der Begriff ist also nicht nur auf die Sprachebene beschränkt. Man kann also nicht nur „vulgär“ sprechen, sondern sich auch „vulgär“ benehmen. So würde man zum Beispiel einen Menschen als „vulgär“ bezeichnen, der sich auf eine Art und Weise verhält oder kleidet, die gesellschaftlich nicht akzeptiert ist oder als Tabu verstanden wird. Dabei gilt es zu beachten, dass es je nach Kultur unterschiedlich ist, was gesellschaftlich akzeptiert ist und was nicht.

In unserer westlichen Gesellschaft wäre zum Beispiel ein „vulgäres“ Verhalten, zu einem wichtigen Geschäftstreffen im viel zu kurzen und freizügigen Outfit zu erscheinen oder beim Essen die Füße auf den Tisch zu legen, mit den Händen zu essen oder laut zu rülpsen.

Auch andersherum kann ein Verhalten allerdings „vulgär“ sein. Wenn zum Beispiel eine Person zu einer entspannten Grillfeier unter Freundinnen und Freunden im Rolls-Royce samt Chauffeur vorfährt und sich dann im Smoking, mit schwerer Rolex und einer Magnum Flasche Champagner im Arm zu den Gästen gesellt, würde man dieses Verhalten ebenfalls als „vulgär“ empfinden. Diese Person würde wahrscheinlich auch als „Prolet“ bezeichnet werden. Ein Protzen und Angeben mit Reichtum kann also genauso als „vulgär“ empfunden werden, wie das Fehlen von Manieren und Anstand.

Fazit: Was bedeutet „vulgär“?

Der Begriff „vulgär“ kann also verwendet werden, um Verhalten und sprachliche Ausdrucksweise gleichermaßen zu beschreiben. Jemanden als „vulgär“ zu bezeichnen ist immer ein negatives Urteil über die Person und impliziert, dass man lieber nicht mehr Zeit mit dieser Person verbringen möchte oder dass das Verhalten oder die Ausdrucksweise der Person für die Situation extrem unangemessen sind oder waren.

Was bedeutet „gottlos“? Bedeutung, Definition, Erklärung


Als „gottlos“ werden Menschen bezeichnet, die nicht an einen Gott glauben, vom Glauben abgefallen sind und die zu wenig Respekt gegenüber dem Glauben anderer zeigen. Menschen werden z.B. als „gottlos“ bezeichnet, wenn sie nicht genug Respekt gegenüber religiösen Orten, Gotteshäusern, Symbolen, Würdenträgern und Traditionen haben.

In der Jugendsprache wird der Ausdruck „gottlos“ seit dem Jahr 2021 verwendet. Hier wird der Ausdruck „gottlos“ in zwei Varianten gebraucht: a) etwas war gottlos („es war sehr schlecht“) oder b) etwas ist gottlos gut („gottlos“ dient hier der Steigerung)

Was bedeutet „gottlos“? Was ist „Gottlosigkeit“? Bedeutung, Definition, Erklärung

Bei dem Begriff „Gottlosigkeit“ geht es um eine Überzeugung bzw. Weltanschauung, die davon ausgeht, dass es keine übernatürliche Macht gibt. Damit einhergehend gibt es verschiedene Auffassungen, die sich voneinander abgrenzen. Gottlosigkeit ist nicht immer mit dem Leugnen einer Gottheit gleichzusetzen. Die Gottlosigkeit kann sowohl im positiven als auch negativen Sinne gedeutet werden.

Zum einen kann es die Suche nach Gott sein. Diesbezüglich sind es Menschen, die an einen Gott glauben, aber nach Beweisen suchen. Auf der anderen Seite gibt es Personenkreise, die eine Aversion gegen die Überzeugung hegen, dass es einen Gott gibt. Somit gibt es verschiedene Abstufungen, die mit verschiedenen Begrifflichkeiten einhergehen. Diese werden im weiteren Textverlauf erläutert, um die Bedeutung des Begriffs verständlicher zu machen.

Gottlosigkeit im historischen Kontext

Historisch gesehen stellte die Gottlosigkeit einen Strafbestand dar, und zwar kulturübergreifend. In zahlreichen Kulturen dieser Welt haben sich Zeremonien und Bräuche entwickelt, die von der Überzeugung begleitet waren, dass es einen Gott gibt. Dies gilt sowohl für monotheistische als auch polytheistische Religionen. Das Christentum, Judentum und der Islam gehören zu den monotheistischen Religionen. Die Menschen sind der Überzeugung, dass es nur einen Gott gibt. Konträr dazu gibt es den Polytheismus. In dieser religiösen Anschauung gibt es mehrere Götter (Vielgötterei), die man anbetet. Es gibt keinen Gott, der über allem steht.

In den letzten Jahrhunderten war Gottlosigkeit gefährlich – teilweise bis heute. Es gibt in der Gegenwart islamische Länder, in denen Blasphemie unter Strafe steht. Dabei kann es in besonderen Härtefällen zu Todesstrafen kommen. Die Gesetze lassen oftmals Interpretationen zu. Denn es ist nicht klar definiert, ab wann der Strafbestand erfüllt ist, wenn es um Äußerungen geht, die blasphemischer Natur sind. Auch in der christlichen Hemisphäre stand Gottlosigkeit unter Strafe, und zwar im Mittelalter. Eine Äußerung konnte mit dem Tod bestraft werden.

Auch in der Antike gab es Strafen. Der Fachterminus für die Gottlosigkeit in der Antike war „Asebie“. Sowohl im antiken Griechenland als auch im Römischen Reich stellte die Gottlosigkeit einen Strafbestand dar. Es ist bekannt, dass es entsprechende Gesetze in der Antike gab. Dennoch lassen sich nur begrenzt Aussagen tätigen, in Hinblick auf die Strafen. Die Religion stand in der Antike unter besonderem Schutz, weil der Machtapparat eng mit religiösen Weltanschauungen verflochten war. Deshalb war nicht nur Gottlosigkeit strafbar, sondern auch andere Religionen, wie etwa das Christentum, das im Römischen Reich verfolgt wurde.

Gottlosigkeit: Bedeutung im heutigen Zeitalter

In modernen Gesellschaften ist die Interpretation differenzierter und weniger dogmatisch, wenn es um den Begriff „Gottlosigkeit“ geht. Es haben sich verschiedene Begrifflichkeiten etabliert, die in Zusammenhang mit dem Terminus „Gottlosigkeit“ stehen. Unter anderem gibt es den Agnostizismus. Anhänger dieser Bewegung – Agnostiker – vertreten die Ansicht, dass die Existenz eines Gottes nicht belegbar ist. Gleichzeitig wird die Existenz nicht geleugnet.

Im Gegensatz gibt es den Atheismus. Menschen, die sich als Atheisten bezeichnen, vertreten die Auffassung, dass es keinen Gott gibt. Damit einhergehend gibt es Atheisten, die ablehnend gegenüber religiösen Ansichten sind. Konträr dazu gibt es atheistische Personenkreise, die aufgrund mangelnder Erfahrungen keinen Glauben haben, dennoch aber offen gegenüber religiösen Impulsen sind. Der Begriff „Gottlosigkeit“ ist letztlich vieldeutig, weshalb es unerlässlich ist, einen differenzierten Blick zu bewahren.

Was bedeutet „gottlos“ in der Jugendsprache? Jugendwort, Bedeutung, Definition, Erklärung

Der Ausdruck „gottlos“ hat seinen Weg in die Jugendsprache des Jahres 2023 gefunden. Vermutlich ist das Wort seit 2022 in der Jugendsprache unterwegs.

„Gottlos“ wird in der Jugendsprache im Jahr 2023 auf zwei verschiedene Arten verwendet: Als Adverb und Adjektiv.

Beispiel: „etwas ist gottlos gut“. Hier dient „gottlos“ zur Steigerung des Wortes „gut“, vergleichbar mit „sehr“. Also bedeutet „etwas ist gottlos gut“, dass „etwas sehr gut ist“. In diesem Fall ist „gottlos“ ein Adverb.

Beispiel: „Es war gottlos gestern“. Dieser Satz bedeutet, dass gestern etwas sehr schlecht war oder schlecht gelaufen ist. In diesem Fall ist „gottlos“ ein Adjektiv.

Teils wird es auch in seiner ursprünglichen Bedeutung verwendet und bedeutet hier, dass etwas moralisch nicht verwerflich oder problematisch ist. Hier z.B., wenn explizite Szenen oder zu viel Haut gezeigt werden.

Beispiele mit „gottlos“: Jugendsprache / Jugendwort

Meine Streamingstatistiken sehen gottlos aus. (=“Meine Streamingstatistiken sehen schlecht oder traurig ist“. Die Statistiken sehen also nicht gut aus.

Ich würde gottlos ausrasten. (=“Ich würde sehr ausrasten“)

Ananas auf der Pizza ist gottlos. (=“Ananas auf Pizza ist eine ganz schlechte Idee.“)

Ananas auf Pizza schmeckt gottlos schlecht. (=“Ananas auf Pizza schmeckt sehr schlecht.“)

Bin jetzt erst wach geworden. Wie gottlos. (= Es ist unglaublich, dass die Person so lange geschlafen hat.)

Mal wieder gottlos auf die Toilette gehen. (=Es war sehr schlimm.“)

Rosinen sind gottlos. (Sie sind keine gute Idee.)

Ich hab gottlos viel geschlafen. (=“Ich habe sehr lange geschlafen.“)

Gottlos, was heute wieder in der Stadt los war. (Es war sehr schlimm heute in der Stadt.)

Was für ein gottloser H0nd! (=“Was für ein Mistkerl!“)

Du bist gottlos weird. (=“Du bist sehr seltsam.“)

Ich bin so gottlos krank. (=“Ich bin sehr krank“.)

Ich habe gestern gottlos eine ganze Packung Chips gegessen. („Ich habe mich gestern richtig gehen lassen.“)

Theorie, wie „gottlos“ in die Jugendsprache kam

Die Redaktion vermutet, dass wieder einmal Rapper und Rapmusik der Ursprung für das neue Jugendwort sind. Wie kommt die Redaktion darauf? In manchen Rap-Songs wird über Gott, Glaube und Religiösität gesprochen. (Unter anderem rappen Kollegah, Bushido und KC Rebell über „gottlose Rapper“, „gottlose Opfer“ oder „gottlose Atheisten.) Dass beeinflusst natürlich Hörer der populären Musik.

Was bedeutet „puristisch“? Erklärung, Definition, Bedeutung


Der Begriff „puristisch“ leitet sich von dem lateinischen Wort „purus“ ab, das mit „rein“ übersetzt werden kann. Deutlich wird dieser Wortsinn durch das mit dem Wörtchen „pur“, das eng mit „puristisch“ verwandt ist. Die Ausdrücke „pures Wasser“ oder „purer“ Geschmack sind weit verbreitet und die meisten Menschen können sich vorstellen, dass dieses Wasser ohne Zusätze und Beigaben wie etwa Saft auskommt und der Geschmack unverfälscht ist.

Puristisch wird zumeist in der Bildungssprache verwendet, wenn man ausdrücken möchte, dass etwas auf ein Minimum beschränkt wird, einfach gehalten ist oder frei von fremden Einflüssen bleibt und wenn es in irgendeiner Form den Purismus betrifft.

Was ist der Purismus? Erklärung, Definition, Bedeutung

Purismus ist das Bemühen, etwas rein und frei von fremden Einflüssen zu halten. Eine puristische Sprache ist beispielsweise eine Sprache ohne Fremdwörter. Oftmals wird das Bemühen um Purismus als übertrieben empfunden, wenn beispielsweise kein noch so bekanntes Fremdwort zugelassen wird und alles in die eigene Sprache übersetzt und mit einem, oftmals unschönen, Wortgebilde ersetzt wird. Purismus muss jedoch nicht immer negativ sein. Oftmals wird es mit „einfach“ gleichgesetzt. So wird zum Beispiel bei der puristischen Zubereitung einer Mahlzeit wird auf komplizierte, schwer erhältliche Zutaten verzichtet und nur mit den Grundzutaten, die in jedem Haushalt zu finden sind, gekocht.

Purismus in der Kunst

Purismus ist eine Kunstrichtung, die sich zwischen 1918 und 1921 in Frankreich entwickelte. Kennzeichnend sind einfache Formen und wenige Farben. Vorreiter des Purismus waren Amédée Ozenfant und Le Corbusier. Sie vertraten die Auffassung, dass der menschliche Geist Ordnung benötige und beschränkten sich nur auf das Nötigste, hielten ihre Kunst von allem frei, was ablenken könnte. Sowohl Malerei als auch Architektur sind im Purismus durch klare Elemente gekennzeichnet, keine Emotionen sollen die Darstellung trüben. Purismus ist damit auch ein Ausdruck der zu dieser Zeit aufkommenden Industrialisierung, in der Technik und Maschinen mit ihren klaren, unveränderlichen Linien einen immer größeren Raum einnahmen.

Purismus als Einrichtungsstil

Auch in der Innenarchitektur ist Purismus die Kennzeichnung für einen bestimmten Stil. Einrichtungsgegenstände finden den Weg in den Raum nur, wenn sie wirklich nötig sind. „Weniger ist mehr“ ist das Motto bei einem puristischen Einrichtungsstil. Sogenannte Staubfänger finden hier keinen Platz, alles muss einem Zweck dienen. Einfachheit herrscht vor und hilft dabei, sich auf das Wesentliche, Ursprüngliche zu konzentrieren.

Als Einrichtungsstil gewinnt der Purismus in den letzten Jahren immer mehr Anhänger. Das liegt nicht alleine daran, dass ein puristisch eingerichteter Raum als besonders elegant gilt. In einer mit Terminen vollgestopften Zeit empfinden es viele als eine Wohltat, in ein Zuhause zu kommen, das nicht überladen ist, in dessen Räume nur das Nötigste steht, klar und rein angeordnet.

Purismus in der Innenarchitektur bedeutet nun nicht, alles, was nicht unbedingt zum Leben erforderlich ist, zu verbannen. Wichtig dabei ist, die richtige Auswahl zu treffen, nur in den Raum zu lassen, was dem Bewohner wirklich am Herzen liegt und es auf diese Weise besonders in Szene zu setzen.

Wer waren die Puritaner? Erklärung

Purismus ist jedoch keine Entwicklung, die erst in jüngerer Vergangenheit entstanden ist. Im 16. und 17. Jahrhundert entstanden in Großbritannien Bewegungen, die eine Reform der Kirche forderten, weg von dem Pomp, hin zu Einfachheit und Ursprünglichkeit. Sie verbannten Bilder, Kreuze und bunte priesterliche Gewänder aus ihren Gottesdiensten. War „Puritaner“ zu Beginn der Bewegung nur ein Spottname, entwickelte sich daraus bald eine starke politische Kraft.

Heute wird der Begriff Puritaner oft mit Moralapostel gleichgesetzt.

Synonyme für den Begriff „puristisch“

Andere Worte für den Begriff puristisch sind unter anderem spartanisch, einfach und asketisch

Was ist ein „Banause“? Wortherkunft, Erklärung, Bedeutung, Definition


Der Begriff „Banause“ wird im alltäglichen Sprachgebrauch kaum noch verwendet, ist den meisten Menschen jedoch in der Abwandlung „Kulturbanause“ durchaus geläufig. Sie beschreibt einen Menschen, welcher kein Interesse an Kunst, Kultur oder Ästhetik zeigt. Die Bezeichnung Kulturbanause wird meistens scherzhaft, jedoch nicht mehr als Beleidigung eingesetzt.

Was ist ein Banause? Erklärung

Ein Banause ist ein Mensch, welcher keinen Sinn für einen feinen Lebensstil an den Tag legt. Zum so genannten feinen Lebensstil werden beispielsweise Kunst und Kultur, aber auch Ästhetik in anderen Lebensbereichen gezählt. Teilweise ist mit der Bezeichnung zudem gemeint, dass sich jemand nicht für geistige Dinge oder Themen interessiert.

Mit der Aussage „Du bist ein Banause“ soll daher eine scherzhafte Empörung über das mangelnde Interesse des Gegenübers an einem Thema zum Ausdruck gebracht werden. Erzählt eine Person zum Beispiel begeistert von einer kürzlich besuchten Operninszenierung oder Theateraufführung und ihr Gesprächspartner zeigt keinerlei Interesse an den Schilderungen, wird dieser umgangssprachlich als Banause tituliert.

Ab Beginn des 19. Jahrhunderts war Banause eine im deutschen Sprachraum sehr gebräuchliche Bezeichnung. Die Häufigkeit der Begriffsverwendung hat in den letzten Jahrzehnten jedoch stark nachgelassen. Verwendet wird das Wort Banause inzwischen meistens in einem kulturellen Kontext.

Woher stammt die Bezeichnung „Banause“? Wortherkunft

Der Ursprung des Wortes Baunause ist auf das Altgriechische zurückzuführen. Hier wurde die Bezeichnung βάναυσος als Beschreibung für einen Menschen genutzt, welcher wörtlich hinter dem Ofen steht. Damit waren zu damaliger Zeit in der Regel Handwerker gemeint, welchen früherer eine mangelnde Intelligenz zugeschrieben wurde. Damals war der Begriff Banause daher als eine Beschimpfung zu verstehen und richtete sich in erster Linie gegen im Handwerk tätige Menschen. Er wurde benutzt, um Personen als dumm, interesselos oder einfältig zu beschreiben.

Einzug in die deutsche Sprache erhielt der Begriff Banause im Jahr 1796, als F. L. zu Stolberg ihn erstmals aus dem Griechischen übersetzte. Er übersetze das griechische Wort bánausos mit den deutschen Wörtern Handwerker und Spießbürger und brachte sie mit den Adjektiven gemein und niedrig in Verbindung.

Die Bedeutung und Verwendung des Begriffs Banause in der deutschen Sprache haben sich im Laufe der Jahrhunderte jedoch verändert. Diente dieses Wort früher als Beleidigung, entwickelte es sich später zur Beschreibung von Personen ohne Interesse an einer bestimmten Sache. Meistens wurde das Wort Banause daher im Zusammenhang mit einem Oberbegriff verwendet.

Da Handwerksberufe inzwischen eine gewisse Wertschätzung in der Gesellschaft erfahren und Handwerker nicht mehr als dumme oder einfältige Menschen angesehen werden, ist Banause längst keine Beleidigung mehr. Der Begriff wird umgangssprachlich eher scherzhaft verwendet, wenn sich jemand nicht für ein bestimmtes Themengebiet interessiert.

Fazit: Kulturbanause bis heute eine gängige Formulierung

Wurde früher die Bezeichnung Banause verwendet, war das als Beleidigung zu verstehen und richtete sich vor allem gegen als dumm angesehene Menschen.

Bis heute ist die Formulierung Kulturbanause durchaus im aktiven Sprachgebrauch zu finden. Sie beschreibt Personen, welche kein Interesse für Kultur an den Tag legen. Dass das nicht mit einer minderen Intelligenz einhergeht, ist den Nutzern des Begriffs bekannt.

Aus diesem Grund hat sich die frühere Beschimpfung Banause inzwischen zu einem eher spaßig verwendeten Begriff gewandelt. Im aktiven Sprachgebrauch ist die Bezeichnung Banause nur noch selten anzutreffen.

Was bedeutet „Postideologie“ / „postideologisch“? Erklärung, Bedeutung, Definition


Mit dem Begriff „Postideologie“ wird die Zeit bezeichnet, in der wir heute leben. Damit ist ein Zeitalter gemeint, in dem die Menschen weitestgehend frei von staatlichen Zwängen und ideologischen Vorstellungen leben. Stattdessen ist diese Zeit durch pragmatische und realistische Denkmuster geprägt. In einer Postideologie orientieren sich die Individuen innerhalb der Gesellschaft vorwiegend an konkreten Problemen und Denkmustern, anstatt abstrakt zu denken und sie agieren dementsprechend eher sachlich und nüchtern. Als Orientierungsmaßstab gelten bestehende Tatsachen und Fakten, also die Realität. Ob die heutige Zeit tatsächlich als eine Postideologie verstanden werden kann, gilt jedoch als umstritten.

postideologisch: Wortform und Bedeutung

Das Adjektiv „postideologisch“ leitet sich von dem Nomen „Postideologie“ ab. Etwas kann als postideologisch bezeichnet werden, wenn es Merkmale der oben beschriebenen Postideologie aufweist.

Wortzusammensetzung und Wortherkunft: Postideologie

Das Wort „Postideologie“ setzt sich aus den beiden Komponenten „post“ und „Ideologie“ zusammen.

Es handelt sich also um ein sogenanntes Kompositum: ein Wort, welches aus mehreren Elementen zusammengesetzt ist. Das Hauptwort, welches auch die hauptsächliche Bedeutung trägt, ist am Ende der Wortverbindung zu finden (in diesem Fall der Begriff „Ideologie“). Die Vorsilbe – in diesem Fall „post“ – bestimmt dieses Hauptwort näher und steht am Wortanfang.

Das Präfix „post-“ ist lateinischer Herkunft und bedeutet so viel wie „nach, hinter“ oder „nachher“. Vor allem unter den Fremdwörtern, die aus dem Lateinischen stammen, finden sich viele Komposita mit der Vorsilbe „post-„. In Zusammensetzung mit dem Nomen „Ideologie“ bedeutet es „Nach-Ideologie“. Gemeint ist damit also ein Zeitabschnitt, der auf eine ideologisch geprägte Zeit folgt, also nach einer Ideologie kommt.

Der Begriff „Ideologie“ geht auf das französische idéologie zurück, was wörtlich übersetzt „Ideenlehre“ heißt. Ursprünglich ist aber auch das französische Wort auf das Griechische zurückzuführen.
Die erste Wortkomponente, idéa, lässt sich mit „Idee“, auch „Beschaffenheit, Art, Erscheinung“ übersetzen, während -logie „Wissenschaft, Kunde, Lehre“ bedeutet.

Synonyme des Begriffs „Ideologie“ bilden die Ausdrücke „(Welt-)Anschauung, Auffassung, Ansicht“ oder „Denkart“.

Postideologie: Eine Überwindung der Ideologien?

Die Bedeutung des Begriffs der „Postideologie“ hängt eng mit dem Ideologiebegriff selbst zusammen.

Als „Ideologie“ wird eine Weltanschauung oder Realitätsauffassung verstanden, die zu bestimmten Verhaltensnormen und Werturteilen führt. Der Begriff ist heute hauptsächlich negativ konnotiert.

In der Geschichte und auch heute noch werden bestimmte Ideologien dazu verwendet, die eigenen Ansichten als die einzig richtigen darzustellen und davon abweichende Anschauungen als falsch darzustellen. Dahinter stehen oft machtpolitische Interessen. Eine Ideologie kann dazu benutzt werden, die eigenen Interessen zu legitimieren und beispielsweise eine bestimmte soziale, religiöse oder politische Gruppe unter Vortäuschung falscher Tatsachen ins rechte Licht zu rücken. Eine Ideologie ist also nicht durch Fakten und evidenzbasierte Urteile begründet.

Ein berühmter Ideologiekritiker ist Karl Marx, der im 19. Jahrhundert vor allem den Kapitalismus scharf kritisierte. Die herrschende Klasse, die Bourgeoisie – etwa Fabrikbesitzer und das wohlhabende Bürgertum – beeinflussten laut Marx aus eigennützigen Interessen die öffentliche Meinung und schufen somit eine Ideologie des Kapitalismus, von der allerdings nur ein Teil der Gesellschaft profitieren konnte. Die Arbeiterklasse hingegen sei innerhalb dieser Gesellschaftsideologie benachteiligt. Die Ideologie des Kapitalismus führe somit zu sozialer Ungleichheit.

Weitere Beispiele für Ideologien sind etwa politische Ideologien, darunter der Konservatismus, Sozialismus, Kommunismus oder Nationalismus. Auch der Nationalsozialismus war eine Ideologie, nach deren Weltanschauung sich die Gesellschaft zu richten hatte.

In einer postideologischen oder nachideologischen Gesellschaft sind solche dogmatischen Weltanschauungen ausgeschlossen. Das Vorherrschen von Ideologien ist durch eine vernunft- und wissenschaftsbasierte Weltanschauung überwunden.

Siehe: Was ist Postfaschismus?

Weiterführende Erläuterungen zur Postideologie

Einige moderne Philosophen und Wissenschaftler sind der Ansicht, in der heutigen postmodernen Zeit seien Ideologien überwunden und hätten darin keinen Platz mehr. So argumentiert beispielsweise der französische Literaturtheoretiker und Philosoph Jean-François Lyotard, in den demokratischen Gesellschaften der Postmoderne sei kaum eine Ideologiebildung mehr möglich. Dies begründet er dadurch, dass im heutigen Zeitalter des technischen und wissenschaftlichen Fortschritts eine ständige Kontrolle der Gesellschaften gegeben sei. Was also nicht durch Fakten und Tatsachen begründet werden kann, könne entlarvt werden. Letztlich mache dies transparent, was Ehrlichkeit und Wahrheit und was Utopie bzw. Ideologie sei.

Gegenstimmen, so etwa der Deutsche Herbert Schnädelbach, halten diese Annahmen für unzutreffend. Sie sind hingegen der Ansicht, dass eine Gesellschaft wie die heutige, die (scheinbar) durch Wissenschaftlichkeit, Demokratie und Technik geprägt ist, einen besonders guten Nährboden für die Verbreitung von Ideologien bilde. Das liege vor allem daran, dass man glaube, Ideologien jeglicher Art überwunden zu haben. Die Gefahr, ideologische Vorstellungen nicht zu erkennen, selbst wenn diese vorhanden seien, halten Vertreter dieser Auffassung für besonders groß.

Ob wir heute in einer postideologischen Gesellschaft leben oder nicht – darüber sind sich Philosophen und Wissenschaftler also noch uneinig.

Wie werden die Begriffe „Postideologie“ und „postideologisch“ verwendet?
Die Begriffe „Postideologie“ und „postideologisch“ werden heute vor allem in philosophischen Schriften oder wissenschaftlichen Artikeln verwendet. Auch in kritischen journalistischen oder politischen Beiträgen, die sich mit der heutigen Gesellschaft auseinandersetzen, tauchen die Ausdrücke häufiger auf.

Was bedeutet „technologieoffen“? Erklärung, Definition, Bedeutung


Das Wort „technologieoffen“ ist ein Adjektiv, das vor allem zu Beschreibung von Meinungen und Positionen sowie von Handlungsweisen verwendet wird. Es bedeutet, nicht auf eine bestimmte Technologie festgelegt, sondern offen für unterschiedliche Technologien beziehungsweise technische Lösungen zu sein. Das Gegenteil dazu wäre die ausschließliche Fokussierung auf eine bestimmte Technologie, wobei mögliche Alternativen entweder ignoriert oder bewusst ausgeschlossen werden.

In der Praxis werden häufig auch Formulierungen mit dem Substantiv „Technologieoffenheit“ verwendet, wenn beispielsweise eine technologieoffene Vorgehensweise gefordert oder abgelehnt wird. Besonders oft wird das Wort gegenwärtig im Rahmen von politischen Diskussionen sowie in wissenschaftlichen und ökonomischen Kontexten gebraucht.

Typische Verwendungen des Wortes „technologieoffen“ in politischen Diskussionen

In politischen Diskussionen wird das Wort technologieoffen vor allem im Zusammenhang mit energie-, umwelt- und verkehrspolitischen Themen verwendet. Damit verbindet sich zum Beispiel die Forderung, bei der Suche nach alternativen Energiequellen oder Antriebskonzepten technologieoffen vorzugehen und nicht nur bestimmte einzelne Technologien zu favorisieren, sei es aus politischen Gründen, wegen wirtschaftlicher Interessen oder aufgrund der Annahme, dass sie möglichen Alternativen überlegen seien.

Begründen lässt sich die Forderung nach technologieoffenem Vorgehen vor allem damit, dass letztlich nicht absehbar ist, wie und zu welchem Zeitpunkt wesentliche technologische Fortschritte erzielt werden können. So ist es durchaus möglich, dass unerwartete Fortschritte in einem bestimmten Bereich dazu führen, dass eine bislang als sehr aussichtsreich geltende Technologie plötzlich stark an Attraktivität und Bedeutung verliert oder sogar völlig obsolet wird. Die Befürworter von Technologieoffenheit plädieren deshalb dafür, parallel unterschiedliche Technologien zu erforschen und weiterzuentwickeln und nicht nur diejenige, die aktuell gerade am besten anwendbar zu sein scheint.

Technologieoffene Forschung und Forschungsförderung

Damit verbindet sich in der Regel die Forderung, bei der Forschung und Forschungsförderung bewusst technologieoffen vorzugehen. Anderenfalls besteht die Gefahr einer erheblichen Fehlallokation von Subventionen und Forschungsmitteln. Die meisten Gelder würden dann in die Erforschung derjenigen Technologien fließen, die ohnehin bereits relativ weit entwickelt sind.

Doch nur wenn verschiedene, zumindest potenziell miteinander konkurrierende Technologien parallel zueinander erforscht und für die praktische Anwendung weiterentwickelt werden, besteht die Chance, auch dort Fortschritte zu erzielen, wo sie aktuell noch nicht greifbar erscheinen, im Erfolgsfall aber zu einer grundlegenden Verschiebung der Präferenzen führen würden.

Kritiker und Gegner einer technologieoffenen Forschung und Entwicklung begründen ihre Position oft damit, dass die Forderung nach Technologieoffenheit in der Praxis gleichbedeutend sein könne mit einer zögerlichen Haltung bei der Umsetzung derjenigen technologischen Lösungen, die bereits ausgereift und anwendungsbereit sind, aber durchaus von anderen Lösungen verdrängt werden könnten.

Dadurch könnten Ziele in Bereichen wie Umwelt- und Klimaschutz verfehlt werden, wenn beispielsweise der Ausbau der Solar- und Windenergienutzung nur langsam vorangetrieben würde, weil man darauf hofft, in naher Zukunft mit der Kernfusion eine Technologie zur Verfügung zu haben, die ebenfalls umwelt- und klimafreundlich ist, aber weitaus mehr und zuverlässiger Energie liefern könnte.

Das ist zwar grundsätzlich möglich, doch gibt es keinen entsprechenden kausalen Zusammenhang. Eine technologieoffene Forschung zu diesem Themenbereich bietet zwar keine Garantie, aber zumindest die Chance, dass eine noch effizientere und bessere technologische Lösung als die bisher praktizierten gefunden werden kann. Wird dagegen nicht technologieoffen geforscht, bleibt diese Chance von vornherein ungenutzt.

Weitere Bedeutung von „technologieoffen“

Der Ausdruck „technologieoffen“ wurde vom Projekt „Floskelwolke“ zu einer Floskel des Jahres 2022 gewählt. Eine andere Floskel des Jahres 2022 ist Klimakleber.

Was bedeutet „graue Eminenz“? Erklärung, Definition, Bedeutung


Der Begriff „graue Eminenz“ steht für eine Person, die sich im Hintergrund bedeckt hält. Gleichzeitig ist die Person mit Einfluss und Macht ausgestattet, die nicht offenkundig zutage tritt. Das primäre Ziel ist es, Macht auszuüben, ohne dabei aufzufallen. Deshalb handelt es sich häufig um Berater, die andere Personen beeinflussen, die ebenfalls eine Machtposition haben.

Persönlichkeiten, die unter die Kategorie „graue Eminenz“ fallen, agieren letztlich als wichtige Drahtzieher. Hinter mächtigen Personen stehen nicht selten Berater, die es ermöglichen, die Machtposition aufrechterhalten. Sie informieren Machtpersonen über Misstrauen, Missstände oder sonstige Auffälligkeiten, die von Relevanz sind. Auf diese Weise ist es möglich, frühzeitig zu reagieren, um die Machtposition zu festigen. Auf diese Weise können politische Entscheidungen beeinflusst werden. Durch die Wirkung im Hintergrund haben die Menschen meistens freie Hand, ihre Macht durch Intrigen und Machtspiele auszuweisen und vieles mehr.

Etymologie von „graue Eminenz“ – Herkunft des Wortes erklärt

Ursprünglich kommt der Begriff aus dem kirchlichen Bereich. Die Wurzeln reichen zurück bis ins 17. Jahrhundert. Pater Joseph war die erste Person, die als „graue Eminenz“ bezeichnet wurde. Der Kapuzinermönch übte eine enorme Macht aus, ohne dabei in den Mittelpunkt zu rücken. Er war machtvoller Strippenzieher, der sogar auf die französische Politik Einfluss hatte. Denn der Mönch war Beichtvater und Berater des Kardinals Richelieu.

Der Kardinal vertraute dem Mönch seine tiefsten Geheimnisse an. Hieraus ist ein besonderes Vertrauensverhältnis entstanden, das der Beichtvater gezielt für sich nutzte, um Politik zu machen. Der Kapuzinermönch trug eine graue Kutte, weshalb sich der Wortlaut „graue Eminenz“ etablierte. Des Weiteren verfügte Pater Joseph über ein breites Netzwerk, das er für seine Machenschaften nutzte. Er holte sich über seine Ordensbrüder, die in verschiedenen Ländern wirkten, wichtige Informationen ein. Ob England, Spanien, Persien oder Kanada, der Pater hatte in diversen Ländern Informanten.

Deshalb steht der Begriff „graue Eminenz“ bis heute für Macht und Einfluss. In zahlreichen Lebensbereichen wird die Redewendung verwendet, wie zum Beispiel in der Politik oder in der Unterhaltungsindustrie. Nicht selten stehen hinter großen Stars Produzenten, die einen enormen Einfluss auf den Erfolg nehmen.

Graue Eminenz: Historische Persönlichkeiten, die im Hintergrund wirkten

In der Geschichte gab eine Vielzahl von Menschen, die als „graue Eminenz“ agierten. Teilweise sind die Menschen unbekannt geblieben, ungeachtet der Errungenschaften.

In der Zeit des Zweiten Weltkriegs spielte der General Schukow eine entscheidende Rolle. Sein strategisches Wissen und seine Erfahrung machten ihn zu einem unersetzlichen Begleiter des Diktators Stalin. Während sich der Diktator als Sieger über Hitler-Deutschland feiern ließ, kam dem General verhältnismäßig wenig Anerkennung zu. Dabei war es gerade dem General Schukow zu verdanken, dass der „Große Vaterländische Krieg“ gewonnen werden konnte.

Auch in der Unterhaltungsindustrie finden sich zahlreiche Beispiele, die aufzeigen, wie einflussreich Menschen sein können, ohne dabei bekannt zu werden. Der Rockstar Elvis Presley hat einen Großteil seiner Lieder nicht selbst geschrieben. Im Hintergrund haben andere Songwriter Balladen geschrieben, die der Superstar für seine Auftritte nutzte. Seinen Hit „In The Ghetto“ hat der „King of Rock ’n’ Roll“ nicht selbst geschrieben. Hinter dem Welthit steht der Songwriter und Country-Musiker Mac Davis. Des Weiteren ist auch „Are You Lonesome Tonight“ ein Hit, der bis heute ein Ohrwurm ist. Der Urheber des Lieds ist jedoch nicht Elvis Presley, sondern der Songwriter Lou Handman. Die Ballade hatte er bereits 1926 geschrieben, bevor Elvis Presley das Lied weltberühmt machte.

Bedeutung von „grauen Eminenzen“ in der Arbeitswelt

Seit jeher findet die Begrifflichkeit auch in der Berufswelt Anwendung, und zwar im positiven als auch negativen Sinne. In der Berufswelt kommt es regelmäßig zu Konflikten, weil Menschen aufeinandertreffen, die verschiedene Charaktereigenschaften haben. Folglich kommt es zu Spannungen, weshalb es Deeskalationsmechanismen braucht. Es ist mit ein Grund, dass sogenannte Soft-Skills an Bedeutung gewinnen. Es sind emotionale Fertigkeiten, welche die Zusammenarbeit in einem Team bereichern.

Eine „graue Eminenz“ im beruflichen Feld kann dazu beitragen, dass Konflikte konstruktiv ausgetragen oder im Vorhinein verhindert werden. Es ist eine wichtige Kontaktperson, die zwischen den Konfliktparteien vermittelt, größtenteils aber im Hintergrund agiert. Auf diese Weise ist es möglich, die Arbeitsatmosphäre zu verbessern. Konträr dazu gibt es auch Negativbeispiele aus der Berufswelt. Denn es gibt auch Menschen, die intrigant und verleumderisch sind. Diesbezüglich kann eine „graue Eminenz“ Konflikte anheizen, um einen Nutzen daraus zu ziehen. Die Folge: Es kann im Betrieb zu Anfeindungen und Mobbingfällen kommen.

Oftmals ist es nur unter erschwerten Bedingungen möglich, den Urheber von Falschinformationen im Beruf ausfindig zu machen. Deshalb kann es hilfreich sein, kritisch zu bleiben, wenn es um negative Äußerungen über andere Kollegen geht.

Umgang mit „grauer Eminenz“ heute

Letztlich handelt es sich nicht ausschließlich um negative Aspekte, die in Zusammenhang mit dem Begriff „graue Eminenz“ gebracht werden. Obwohl die Menschen im Hintergrund agieren, so gibt es letztlich zahlreiche positive Eigenschaften, die damit einhergehen. Einflussreiche Menschen sorgen häufig für Frieden und Zusammenhalt, indem sie ihr Wissen und ihre Kontakte nutzen. Auch im künstlerischen Bereich hat sich gezeigt, dass es eine Vielzahl an Menschen gibt, die mit ihren Talenten andere bereichern und groß herausbringen. Folglich nehmen die Menschen eine wichtige Rolle ein, weil sie in vielen Lebensbereichen wirken.

Kommt es hingegen zu Machtmissbrauch, so gilt es, Vorsicht walten zu lassen. Die Machtposition geht stets mit der Versuchung einher, andere Menschen zu kontrollieren. Liegen Manipulationsversuche vor, die Konflikte nach sich ziehen, so ist es wichtig, die Strukturen und Strategien zu durchschauen. Ein offener Dialog mit anderen und das kritische Hinterfragen von Informationen sind nur einige Lösungsansätze von vielen. Hiermit ist es möglich, die Macht von „grauen Eminenzen“ einzuschränken oder deren Macht einzudämmen.

Was bedeutet „liiert“? Erklärung, Definition, Bedeutung


„Liieren“ bedeutet, zwei Dinge miteinander zu verbinden. Mit jemandem oder etwas liiert zu sein bedeutet mit dieser Person in einer Verbindung zu stehen. Welche Art der Verbindung damit gemeint ist kann unterschiedlich sein. „Liiert sein“ beschreibt entweder eine Liebesverbindung, den offiziellen Status dieser Verbindung oder eine geschäftliche Zusammenarbeit. Welche der genannten Optionen gemeint ist, ist vom Kontext abhängig.

Wortursprung und Bedeutung von „liiert“

Der Begriff „liiert“ sein kommt vom französischen Begriff „Liaison“, was so viel wie Verbindung oder Kombination bedeutet. Auch das französische Verb „lier“ bedeutet „etwas verbinden“. Das deutsche Verb „liieren“ leitet sich von diesen beiden Wörtern ab und beschreibt entsprechend die Verbindung zwischen zwei Personen oder Unternehmen.

Liiert sein als Liebesbeziehung

Das Wort „Liaison“ wird meistens dazu benutzt, um eine romantische Liebesbeziehung zu beschreiben. Eine Liebesbeziehung ist eine Partnerschaft mit gegenseitiger Fürsorge, emotionaler Hingabe und meistens auch erotischem Interesse. Wenn man mit einer Person liiert ist, so ist man fest mit ihr zusammen. „Liiert sein“ sagt allerdings nichts darüber aus ob auch Interesse an anderen intimen Verbindungen besteht. Ist man jedoch mit einer Person liiert, so ist die Beziehung zumindest eng und intim genug, um auch nach außen hin bekannt zu sein.
Im inoffiziellem Sprachgebrauch spricht man manchmal auch von einer „Liaison“, wenn es sich bei der Liebesbeziehung nur um eine Affäre handelt. Meistens meint Liaison aber eine engere oder zumindest längere Verbindung.

Liiert sein als offizieller Status einer Liebesbeziehung

„Liiert sein“ kann auch den offiziellen Status dieser romantischen Verbindung beschreiben. Dabei unterscheidet man zwischen einem offiziellem, beurkundetem Verhältnis, und einem nicht offiziellem und nicht beurkundetem Verhältnis. Ein beurkundetes Verhältnis zweier Personen wird in der Regel mit „verheiratet“ angegeben. Ein nicht beurkundetes Verhältnis nennt man dagegen „liiert“.

Technisch gesehen sind auch verheiratete Paare miteinander liiert, sie würden aber wohl eher auf den offiziellen Begriff „verheiratet“ zurückgreifen, um ihr Liebesverhältnis zu beschreiben. Eine Verlobung ist, da noch nicht beurkundet, auch eine Liaison und würde daher als „liiert“ gelten. Das Gegenteil von dem beurkundetem Verhältnis „verheiratet“ ist „ledig“. „Ledig“ wird im alltäglichen Sprachgebrauch allerdings meistens mit „Single“ und „nicht in einer festen Liebesbeziehung“ gleichgesetzt. Wer somit nur mit einer Person liiert ist, ist zwar offiziell ledig, obwohl er in einer festen Liebesbeziehung ist.

Liiert sein als Form einer geschäftlichen Verbindung

Auch zwei Unternehmen können eine Liaison miteinander eingehen. In diesem Fall spricht man von einer Unternehmensliaison. Hierbei ist nicht eine romantische, sondern eine geschäftliche Verbindung zweier Unternehmen gemeint. Man spricht davon, dass zwei Unternehmen miteinander liiert sind, nicht zwei Personen. Eine geschäftliche Liaison hat meistens die Konsequenz, dass eine sehr enge Verbindung oder Kooperation zwischen zwei Unternehmen besteht. Diese Verbindung ist im besten Falle „fest“ und soll über einen längeren Zeitraum halten.

Fazit: Was bedeutet „liiert“?

Eine Liaison beschreibt eine Verbindung zwischen zwei Personen oder Unternehmen, die fest, aber nicht beurkundet ist. Man sagt, zwei Menschen seien miteinander liiert, wenn sie in einer festen Liebesbeziehung miteinander sind. Zwei Unternehmen sind liiert, wenn sie eng miteinander kooperieren und miteinander verbunden sind. In offiziellem Sprachgebrauch grenzt man liiert sein vom offiziell beurkundetem verheiratet sein ab.

Was bedeutet „Schmackofatz“? Erklärung, Definition, Bedeutung


„Schmackofatz“ bedeutet, dass etwas lecker ist und gut schmeckt.

In den sozialen Medien ist unter anderem Daniel Beuthner für die Verwendung des Wortes „Schmackofatz“ bekannt.

Was bedeutet „Schmackofatz“? Herkunft, Erklärung, Definition, Bedeutung

In der deutschen Sprache gibt es einige Wörter, die irgendwie jeder schon einmal gehört hat, obwohl sie nicht gerade geläufig sind. Das Wort „Schmackofatz“ gehört hier definitiv dazu und ist so eine Art von Wortschöpfung. Es wird in der ganzen Bundesrepublik, wohlgemerkt unabhängig vom jeweiligen Landesdialekt mal mehr, oder mal weniger gebraucht und ist definitiv der Umgangssprache zuzuzählen. Doch was bedeutet diese Wortschöpfung, woher kommt sie und wie kann sie verwendet werden?

Die Herkunft des Wortes „Schmackofatz“ ist gar nicht so leicht, eigentlich sogar überhaupt nicht zu klären. Es gibt keinen historischen Kontext, in welchem das Wort verwendet wurde und es stammt eindeutig nicht von der lateinischen, der griechischen oder einer anderen Sprache. Möglich wäre, dass hier zwei Wörter zusammengeführt wurden.

Auf der einen Seite das Wort „Schmacko“ als verniedlichte Form des Wortes „Schmackhaft“ und „Fatz“, im Sinne von schnell (Deutsch) oder Fett (Luxemburgisch). Das löst sich völlig logisch auf, wenn einmal näher auf die Bedeutung des Wortes geblickt wird. Denn im Wortsinne bedeutet Schmackofatz soviel wie „leckeres Essen“, oder „besonders bekömmliches Gericht“ und bezieht sich damit sehr eindeutig auf die Nahrungsaufnahme.

Früher waren fettreiche Speisen ganz anders angesehen, als sie es heute sind. Sie galten als besonders gesund und nur für die oberen Einkommensschichten regelmäßig essbar. Es könnte durchaus aus sein, dass sich aus diesem historischen Kontext heraus das Wort herausbildete und sich bis in die heutige Zeit hinein erhalten hat. Das kann natürlich nicht mit absoluter Sicherheit bestätigt werden. Denn wissenschaftliche Forschungen zu diesem Wort sind bis heute leider nicht durchgeführt, oder publiziert worden.

Wie häufig wird das Wort „Schmackofatz“ verwendet?

Das Wort gehört zu den Gelegenheitswörtern und wird nicht im regelmäßigen Wortgebrauch geführt. Das heißt, dass es durchaus bekannt ist, aber eine regelmäßige Anwendung in der Umgangs- oder Alltagssprache nicht stattfindet. Vielmehr beschränkt sich der Einsatz auf besondere Situationen, oder aber als Koseform für Freunde, geliebte Menschen oder Haustiere. Das Wort wird auch als aussterbendes Wort geführt und geht derzeit bedauerlicherweise den Weg des Vergessens im deutschen Sprachgebrauch des Alltags.

Wie wird das Wort „Schmackofatz“ heute verwendet?

Auch heute steht das Wort hauptsächlich für leckeres Essen, wird aber auch gerne als Kosename für eine nahestehende Person verwendet. Als Kosename ist das Wort durchaus in Gebrauch und wird vor allem von der älteren Generation gerne genutzt. Das Wort wird ausschließlich im deutschsprachigen Raum verwendet und ist nicht transkribierbar.

Weitere Bedeutung von Schmackofatz

Ein Café und eine Kantine in Deutschland heißen „Schmackofatz“.

Was bedeutet „emeritiert“? Erklärung, Definition, Bedeutung


Der Zusatz „emeritiert“ taucht häufiger vor oder hinter Personennamen auf. Das Wort zeigt an, dass sich jemand bereits im Ruhestand befindet, aber dennoch verschiedenen Aufgaben weiterhin nachgeht. Häufig werden Akademiker mit diesem Zusatz in Verbindung gebracht, seltener auch Päpste.

Herkunft und Bedeutung des Wortes „emeritiert“

Wenn Wissenschaftler oder Geistliche aus dem aktiven Berufsleben ausscheiden (und in Rente gehen), werden sie zum „Eremitus“. Im deutschen Emeritierungsrecht ist vorgesehen, dass emeritierte Akademiker von ihren Aufgaben „entpflichtet“ sind. Ein Emeritus gibt sein Stimmrecht bei Wahlen innerhalb der Fakultät ab, kann aber auch weiterhin eine Lehrtätigkeit ausüben und die Betreuung von Doktoranden übernehmen.

Das Wort selbst ist eine Ableitung aus dem Lateinischen. Dort steht „emerére“ für „ausdienen“, kann aber auch als Entsprechung für den Erwerb eines Rechtes oder eines Anspruchs gebraucht werden. Bereits im alten Rom fand der Begriff für „ausgediente“ Soldaten Verwendung. Bis heute bezieht sich die Bezeichnung auf Personen, die aufgrund ihres hohen Alters aus dem aktiven Dienst ausscheiden.

Emeritiert: Die Bedeutung im kirchlichen Bereich

In der katholischen Kirche wird von emeritierten Bischöfen oder Domkapitularen gesprochen. Letztmalig emeritierte im Jahre 2013 Papst Benedikt XVI. Emeritiert ein ehemals amtierender Diözesanbischof, wird er von seiner Leitungsfunktion entbunden, darf aber weiterhin seine mit der Bischofsweihe übertragenen Rechte behalten. So ist ein emeritierter Weihbischof weiterhin befugt, die Firmung zu spenden und Sakramente zu erteilen.

Auch in der evangelischen Kirche werden Landesbischöfe a.D. als emeritierende Bischöfe bezeichnet. Seit dem 20. Jahrhundert wird der Begriff Emeritus für in den Ruhestand versetzte Geistliche gebraucht. Nicht nur aus Altersgründen ausscheidende Geistliche, sondern auch eine auf dem Disziplinarweg erwirkte Dienstunfähigkeit wurde als emeritiert betitelt. Üblich war dabei der Zusatz a.D. wie auch die Abkürzung „em.“.

Christliche Emeriti übernehmen weiterhin Beraterfunktionen und stehen ihren Nachfolgern zur Seite. So tritt Benedikt XVI. Seit seiner Emeritation als „Papa emeritus“ auf. Emeritierende Päpste sind jedoch in der Geschichte eher selten, denn in der Regel begleiten Päpste ihr Amt bis zu ihrem Ableben.

Welcher Unterschied besteht zwischen emeritiert und pensioniert? Erklärung

Nicht jeder Akademiker ist automatisch emeritiert, wenn er pensioniert wird. Ein Emeritus besitzt trotz Ruhestand weitere akademische Pflichten und bleibt der Hochschule zugehörig. Professoren im Ruhestand verlieren nicht ihre beamtenrechtliche Stellung und bleiben Angehöriger der Fakultät.

Auch wenn ein emeritierter Dozent keine Vorlesungen mehr leitet, kann er weiterhin Doktoranden betreuen. In ihren jeweiligen Fachgebieten können sich emeritierte Professoren als Diskussionspartner zur Verfügung stellen. Der Dienstplan eines Emeritus sieht häufig auch Dienstreisen vor. Einige Professoren halten nach ihrer Emeritierung auch weiterhin Unterricht.

Pensionierte Professoren und Dozenten besitzen keinerlei dienstliche Verpflichtungen mehr, werden aber auch nicht zwangsläufig ausgeschlossen.

Welche Vor- und Nachteile besitzen Emeritierung und Pensionierung?

Ein Vorteil der Emeritierung besteht darin, dass der Emeritus auch weiterhin zur Ausübung der Lehrfunktion berechtigt ist und sich die Arbeit weitgehend nach eigenem Ermessen einteilen und gestalten kann.

Ein Emeritus kann frei entscheiden, ob er weiterhin Vorlesungen abhalten möchte oder sich allein auf kleinere Seminare oder die Betreuung von Doktoranden konzentrieren will. Auf eigenem Wunsch kann sich der emeritierte Professor von sämtlichen Verwaltungsaufgaben entbinden lassen. Die Amtsbezeichnung darf weitergeführt werden, nur heißt es fortan emeritierter oder entpflichteter Professor.

Auch in Pension gegangene Professoren dürfen weiterhin einer Lehrtätigkeit nachgehen. Die Gestaltung kann frei vorgenommen werden und muss sich nicht an den Vorgaben der Hochschule orientieren. Im Gegensatz zum Emeritus können Akademiker in Pension keinen Dienstunfall erleiden. Sie sind in der gesetzlichen Unfallversicherung gemeldet und besitzen keinen Dienstunfallschutz wie dies einem Emeritus zusteht.

Was verdienen emeritierte Professoren?

Emeritierte Professoren beziehen ein Ruhegehalt. Dieses ist abhängig von der Anzahl der Dienstjahre und der Höhe des letzten Gehalts. Dabei zählen nicht nur die reinen Dienstjahre, sondern auch die Zeit des Studiums und der beruflichen Qualifizierung.

Das Ruhegehalt kann maximal 71,75 Prozent des letzten Gehalts ausmachen.

Was bedeutet „knauserig“? Erklärung, Definition, Bedeutung


Wer sich als besonders zurückhaltend beim Geld ausgeben zu erkennen gibt, wer geizig und übertrieben sparsam ist, wird in der Regel von anderen Menschen als knauserig bezeichnet. Es hat im Prinzip die gleiche Bedeutung wie das Wort geiz, wird aber in der Regel noch als eine Verstärkung vom klassischen geizigen Verhalten gesehen. Knauserige Menschen sind nicht einfach nur besonders sparsam mit dem eigenen Kapital, sondern beinahe auf eine bösartige Weise unfähig dazu, mit dem eigenen Geld andere zu unterstützen oder sich selbst eine Freude zu bereiten. Moderne Studien zeigen, dass dieses Verhalten in manchen Fällen sogar zu gesundheitlichen Problemen führen kann.

Was bedeutet „knauserig“? Erklärung, Definition, Bedeutung

Alles in allem gibt es verschiedene Begriffe, die auf ein besonders sparsames Verhalten von Menschen oder Institutionen hinweisen. Zwar geben weder der Duden noch andere Wörterbücher direkt eine Gewichtung vor, in der tatsächlichen Umgangssprache werden die Begriffe aber in der Tat unterschiedlich genutzt. Dazu kommt, dass das Wort knauserig eher in älteren Schichten genutzt wird und in den südlichen Regionen Deutschlands deutlich mehr verbreitet ist als im Norden. Wer aber die genauen Bedeutungen und ihre typische Nutzung in der Umgangssprache ansieht, wird schnell bemerken, dass die Schwere des Adjektivs durchaus wichtige Unterscheidungen mit sich bringen kann.

Während manch einer bereits die Behauptung geizig zu sein beinahe als eine Ehrverletzung sehen würde, ist der Begriff eigentlich gängig und wird auch für Menschen genutzt, die sich einfach schwer tun, Geld auszugeben. Geizige Menschen werden versuchen auf alle größeren Ausgaben zu verzichten, neigen zum Verhandeln oder würden auch einmal auf ein Geschäft verzichten, wenn sie nicht glauben, einen ausreichenden Gegenwert für ihre Investition zu bekommen. Gleichzeitig neigen geizige Menschen aber nicht dazu, zu sehr auf ihren eigenen Lebensstandard zu verzichten oder sogar auf Ausgaben zu verzichten, die andere Menschen als absolut nötig ansehen würden. Sie würden das eigene Wohl also nicht in Gefahr bringen.

Sparsamkeit gilt hingegen als ein Attribut, das von vielen Menschen geschätzt wird. Nicht umsonst haben ganze Landstriche in Deutschland den Ruf besonders sparsam zu sein. Im Vergleich mit geizig oder knausrig ist die Sparsamkeit ein deutlich abgemilderter Begriff. Sparsame Menschen versuchen einfach ihre Ausgaben zu reduzieren – meistens mit dem Zweck kein wenig Kapital anzusparen. Es werden Rabatte gesucht oder andere Möglichkeiten, wie die Kosten im Alltag spürbar reduziert werden können, es wird aber nicht auf nötige Ausgaben verzichtet. Sparsame Menschen enthalten sich selbst auch in der Regel nichts vor und werden daher von ihrem Umfeld in der Regel nicht auf die eigenen Verhaltensweisen angesprochen.

Knausrig zu sein ist die Steigerung von diesen beiden Begriffen. Knauserige Menschen sind nicht einfach sparsam, sondern würden am liebsten gar kein Geld für irgendwas ausgeben. Sie gönnen sich weder selbst gute und schöne Sachen noch haben sie ein gesundes Gefühl dafür, welche Anschaffungen dringend nötig sind und welche nicht. Knauserigkeit kann dabei unter Umständen auch bei Institutionen vorkommen – vielen Regierungen wurde bereits in der Vergangenheit vorgeworfen, dass der Staat sich so knauserig verhält, das andere Menschen darunter zu leiden haben. Entsprechend ist der Begriff mit einer eher negativen Bedeutung verbunden und wird daher auch gerne als Beleidigung eingesetzt.

Warum Knauserigkeit eine Gefahr darstellen und krank machen kann

Dass der Begriff der Knauserigkeit so negativ behaftet ist, liegt auch daran, dass verschiedene Studien zeigen, dass ein solches Verhalten ein echtes Problem für die Gesellschaft sein kann. Denn wer knauserig ist, wird in der Regel auf die billigsten Waren zurückgreifen, die auf dem Markt verfügbar sind. Diese sind in der Regel nicht nur unter fragwürdigen Bedingungen produziert worden, sondern haben in der Regel eine furchtbare Umweltbilanz. Dazu kommt natürlich, dass ein knauseriger Mensch auch keine Ausgaben tätigen würde, für die er keinen direkten Gegenwert bekommt – Spenden sind daher bei einem knauserigen Menschen eine eher unwahrscheinliche Angelegenheit.

Auch ein Staat, der sich als knauserig gegenüber seinen Bürgern präsentiert, kann natürlich direkte negative Auswirkungen auf das Leben der Einwohner ausrichten. Beispiele in der Vergangenheit haben bereits gezeigt, dass die Senkung der Ausgaben auf einem Level, das nicht mehr als sparsam sondern als knauserig beschrieben werden musste, direkte Folgen hatte.

Das alles ist wohl ein Grund dafür, dass früher vor allem die Kaufleute mit diesem Begriff bedacht worden sind. Heute wird er aber nur noch selten und höchstens von Menschen in einer höheren Altersspanne genutzt. Entsprechend gehört der Begriff der Knauserigkeit zu den Worten, die nach und nach aus dem Wortschatz der meisten Menschen verschwinden.

Was bedeutet „mollig“? Erklärung, Definition, Bedeutung


Das Wort „mollig“ stammt ursprünglich aus dem 16. Jahrhundert und weist unterschiedliche Bedeutungen auf. Zum einen wird mit dem Wort die Eigenschaft „angenehm warm“ verbunden. Diese Bezeichnung wird besonders in Zusammenhang mit Kleidungsstücken verwendet. So kann z. B. ein warmer Strickpullover oder auch das warme Innenfutter eines Mantels dazu führen, dass sich seitens des Trägers Aussagen treffen lassen wie z. B.: „Dieser Pullover ist mollig warm!“.

Zum anderen kann diese Bedeutung aus der Perspektive eines äußeren Betrachters verwendet werden. Wenn z. B. Eine Mutter ihr Kind beim Spielen beaufsichtigt und dieses aufgrund der kalten Außentemperatur dick angezogen hat, so könnte eine Freundin der Mutter entgegnen: „Deine Tochter ist aber mollig warm eingepackt.“ Die wärmende Eigenschaft, die mit dem Wort verbunden wird, lässt sich auch auf Räume mit einer warmen Innentemperatur übertragen: „Hier im Zimmer ist es mollig warm.“

Was bedeutet „mollig“? Erklärung, Definition, Bedeutung

Des Weiteren wird das Wort häufig verwendet, um das äußere Erscheinungsbild einer Person, unabhängig von der Kleidung, zu beschreiben. In diesem Kontext bedeutet „mollig“ so viel wie „rundlich“. Es wird dementsprechend meistens verwendet, um die körperlichen Proportionen von Personen zu beschreiben, welche nach allgemeiner Betrachtung etwas fülliger sind als offensichtlich schlanke oder dünne Menschen.

Dementsprechend werden mit dem Wort leicht übergewichtige Menschen charakterisiert. Gleichzeitig werden aber Menschen, die über viel Muskelmasse und einen niedrigen Körperfettanteil verfügen, typischerweise nicht als mollig bezeichnet, aufgrund der damit einhergehenden körperlichen Proportionen. Wenn von einer „molligen Frau“ oder einem „molligen Kind“ die Rede ist, so ist meistens ein rundliches Erscheinungsbild aufgrund eines erhöhten Körperfettanteils gemeint.

Jedoch muss nicht immer der gesamte Körper einer Person von dem Wort umfasst sein. Es lassen sich auch einzelne Körperteile damit beschreiben. So können die überdurchschnittlich rundlichen Hände eines Säuglings als „mollige Hände“ bezeichnet werden. Allerdings sind solche Betrachtungsweisen sehr subjektiv. Dementsprechend kann die offene Verwendung des Wortes „mollig“ gegenüber einer anderen Person verletzend oder auch diskriminierend wirken.

Daran anknüpfend lässt sich der Begriff „mollig“ hinsichtlich der körperlichen Proportionen eines Menschen auch als Eigenschaft für Kleidungsstücke verwenden. Kleidung kann in diesem Zusammenhang als besonders bequem oder passend beschrieben werden. Die Beschreibung für einen Mantel könnte z. B. lauten: „Weiter und bequemer Schnitt, passend für mollige Personen“.

Der Begriff wird häufiger zur Beschreibung von Frauen als von Männern verwendet. Es ist davon auszugehen, dass Männer diesen Begriff häufiger verwenden, um ihren präferierten Frauentyp zu charakterisieren, als es andersrum erfolgt.

mollig: Wortherkunft, Ursprung und Verbreitung

Aus etymologischer Perspektive ist das Wort „mollig“ wahrscheinlich angelehnt an das lateinische Wort „mollis“, welches übersetzt „weich“ bedeutet. Diese Bedeutung entspricht zum Teil auch noch der heutigen Bedeutung des Wortes „mollig“ und den vielen Kontexten, in welchen es verwendet wird. Warme Kleidung, wie z. B. ein dicker, aus Wolle gestrickter Pullover, ist typischerweise weich und hält warm. Hieraus ergibt sich auch eine Parallele zur wärmenden Eigenschaft bestimmter Kleidungsstücke. Ein übergewichtiger Körper ist bei einer Berührung ebenfalls typischerweise „weicher“, als ein muskulöser Körper mit wenig Körperfett. Wichtig zu erwähnten ist zudem, dass das Wort „mollig“ in seiner heutigen Form auf die Studentensprache des 19. Jahrhunderts zurückgeht

Laut Duden wird das Wort „mollig“ selten verwendet. Dem Begriff wird hierbei die niedrigste Häufigkeitsklasse (Stufe 1 von 5) zugeordnet. Dabei geht es allerdings um die Häufigkeit des Auftretens eines Wortes in Schriftstücken der letzten 25 Jahre. Die tatsächliche Verwendung des Wortes in gesprochener Sprache oder auch in privaten Konversationen ist hiervon nicht erfasst.

Es existieren viele Synonyme zum Wort „mollig“, welche im deutschen Sprachgebrauch häufiger zu finden sind. Ähnliche Wörter, die sich zur Beschreibung des körperlichen Erscheinungsbildes eignen, sind z. B.: beleibt, dick, füllig oder korpulent. Synonyme, die sich im Kontext von warmer Temperatur verwenden lassen und eine ähnliche Bedeutung haben, sind z. B.: warm, geheizt und heimelig.

Was bedeutet „penetrant“? Erklärung, Definition, Bedeutung


Das Wort “penetrant” bedeutet im allgemeinen Sprachgebrauch so viel wie “aufdringlich” oder “unangenehm hartnäckig”. Damit werden Dinge oder Personen bezeichnet, denen man nicht ausweichen kann oder die jemanden ohne Pause verfolgen.

Woher kommt das Wort? Wortherkunft

“Penetrant” leitet sich von dem lateinischen Verb “penetrare” ab. Übersetzt ins Deutsche bedeutet das Verb “eindringen” oder auch “vordringen”. Das Wort wurde auch in die deutsche Sprache übernommen und entsprechend umgebildet. So gibt es das Fremdwort “penetrieren”, was die gleiche Bedeutung wie sein lateinisches Vorbild hat. Gerade in der wissenschaftlichen Sprache wird “penetrieren” häufig verwendet, um ohne Wertung zu beschreiben, dass eine Person oder ein Objekt in einen bestimmten Bereich eingedrungen ist.

Was bedeutet „penetrant“? Wie wird das Wort verwendet?

Wenn jemand oder etwas “penetrant” bezeichnet wird, dann hat das heutzutage immer eine negative Bedeutung. Das hängt damit zusammen, dass eine Person oder ein Objekt quasi in die Aufmerksamkeit eines anderen eindringt.

Leichter ausgedrückt wird ein Verhalten oder ein Objekt als “penetrant” bezeichnet, wenn sich dadurch eine Person oder eine Gruppe von Personen in seinem persönlichen Bereich belästigt fühlt. Erzählt beispielsweise eine Frau ihrer Freundin, dass jemand penetrant gerochen hat, dann sagt sie damit aus, dass sie es so empfand, als würde die Person sehr aufdringlich riechen. Sie drückt damit aus, dass sie fand, die Person würde stinken.

Ebenso könnte jemand über einen Straßenverkäufer erzählen, der besonders penetrant auf die Kunden zugegangen ist. Der Erzähler würde dann ausdrücken, dass es ihn gestört hat, wie der Verkäufer beispielsweise durch seine aufdringliche Art auf die Kunden zugegangen ist.

Missverständnisse in anderen Sprachen

Auch andere Sprachen wie beispielsweise Englisch nutzen eine Abwandlung von “penetrare”, um das Eindringen von Dingen oder Personen zu beschreiben. Aber gerade im Englischen kann “to penetrate” auch eine andere Bedeutung haben. Denn es bedeutet auch, dass jemand oder etwas in einen anderen Körper eingedrungen ist. Unter anderem wird das Wort in der juristisch-medizinischen Sprache verwendet, um eine Straftat zu beschreiben, bei denen ein Opfer verletzt wurde. Das Eindringen einer Pistolenkugel in den Körper wird dabei genauso mit “to penetrate” beschrieben wie Übergriffe eines Täters gegenüber des Opfers.

In der deutschen Sprache ist eine “Penetration” dagegen eher ein altertümlicher Begriff. Man findet ihn noch in einigen Lehrbüchern oder in alten Lehrfilmen. Am häufigsten wird er in der Lehre über Geschlechtsverkehr verwendet, um das Eindringen des männlichen Glieds in das weibliche Geschlechtsorgan zu beschreiben. Allerdings wird dabei in der Regel nicht aufgeklärt, dass das Wort mit dem deutlich gebräuchlicheren “penetrant” eine Wortverwandtschaft hat.

Wie verbreitet ist das Wort „penetrant“?

Das Wort “penetrant” ist im deutschen Sprachgebrauch durchaus gebräuchlich und wird in verschiedenen Situationen benutzt. Neben normalen Gesprächssituationen kommt der Begriff zum Beispiel auch mal in der Werbung oder Nachrichtenbeiträgen zum Einsatz, um Sachverhalte zu beschreiben, bei denen jemand oder ein Objekt negativ aufdringlich aufgefallen ist.

Aber gerade jüngere Menschen kennen die Bedeutung des Wortes häufig nicht mehr. Das hängt damit zusammen, dass der Begriff “penetrant” im allgemeinen Sprachgebrauch häufig durch verständlichere Worte wie “aufdringlich” oder “unangenehm” ausgetauscht wird. Auch wenn diese Begriffe nicht die genaue Bedeutung von “penetrant” widerspiegeln, ist der Inhalt einer Unterhaltung trotzdem verstehbar, selbst wenn das Wort ersetzt wird.

Was bedeutet „konspirativ“? Erklärung, Definition, Bedeutung


Konspirativ kommt von dem lateinischen Wort „conspirare“ und kann in das Deutsche übersetzt werden als „Übereinstimmung, einmütig, einig sein, zusammenwirken“.

Was bedeutet „konspirativ“? Erklärung, Definition, Bedeutung

Obwohl „konspirativ“ in der deutschen Sprache oft einen negativen Beigeschmack ausdrückt, ist es im Sinne der obig genannten Definition zunächst ein neutraler Begriff. Umgangssprachlich kommt dem Begriff „Konspirieren“ aber typischerweise eine Bedeutung zu, die über ein bloßes „Einig-sein“, ein „Zusammenwirken“ oder „Übereinstimmung“ hinausgeht: Das Konspirieren ist nämlich dadurch gekennzeichnet, dass es ein Zusammenwirken verschiedener Akteure im Geheimen ausdrücken soll.

Das Zusammenwirken zeichnet sich dadurch aus, dass es sich durch irgend eine Form bewusster Verdeckung vor der Wahrnehmung durch die Allgemeinheit oder durch bestimmte andere Individuen abschottet. In logischer Hinsicht gehört zur Konspiration zwingend auch der Austausch gewisser Informationen oder die Abstimmung gemeinsamer Verhaltensweisen, denn ohne inhaltliches „Substrat“ ist ein Konspirieren nicht denkbar.

In seiner sozialen Bedeutung ist der Begriff des Konspirierens äußerst vieldeutig. So gibt es beispielsweise das Phänomen des sozial anerkannten Konspirierens aber auch sein genaues Gegenteil.

Am meisten verwendet ist der Begriff der Konspiration in seiner sozial unerwünschten Bedeutung. Dies überrascht nicht, denn grundsätzlich ist der Mensch ein auf Kommunikation und Offenheit ausgerichtetes soziales Lebewesen und in den allermeisten Situationen des Alltags ist keine „geheime“, Information oder Kommunikation verbergende Vorgehensweise erwünscht, sondern es wird Wert auf Offenheit und Transparenz gelegt.

Daraus ergibt sich, dass die sozial erwünschte Konspiration in den allermeisten Gesellschaften eher eine Ausnahme darstellt und daher einer gewissen inhaltlichen Rechtfertigung bedarf.

Sozial unerwünschte Konspiration

Eine Form der sozial unerwünschten Konspiration ist in ihrer schärfsten Form die, welche durch das Strafgesetz verboten wird:

So wirkt es typischerweise straferhöhend wenn eine Körperverletzung, ein Diebstahl, ein Raub oder Betrug nicht von einer Einzelperson begangen wird, sondern wenn sich mehrere Personen im Rahmen einer Bande verabreden, solche Straftaten zu begehen. Im deutschen Strafrecht stellt beispielsweise der Bandendiebstahl gemäß § 244 StGB eine strafschärfende sogenannte Qualifikation dar. Gleiches gilt für den bandenmäßigen Betrug gemäß § 263 Absatz III StGB oder die gemeinschaftlich begangene gefährliche Körperverletzung gemäß § 224 Nr.4 StGB.
Der Grund für diese empfindlichere Santionierung des „Konspirierens“ liegt hier darin, dass von der gemeinschaftlichen und/oder verabredeten Begehung dieser Straftaten eine erhöhte Gefährlichkeit für das Opfer ausgeht. Die kriminelle Energie entlädt sich in ihrer gewollten Zusammenballung und dem arbeitsteiligen Vorgehen effektiver und intensiver – so die Begründung des Gesetzgebers.

Noch einen Schritt weiter geht das Strafrecht, wenn es bereits die Verabredung eines Verbrechens unter Strafe stellt. Gemäß § 30 Absatz II StGB wird bestraft, „wer sich bereit erklärt, wer das Erbieten eines anderen annimmt oder wer mit einem verabredet, ein Verbrechen zu begehen oder zu ihm anzustiften.“

Damit ist bereits das Konspirieren im Hinblick auf ein geplantes Verbrechen strafbar, ohne dass es zu diesem letztlich gekommen sein muss.

Einen Bezug zur Konspiration haben auch Regelungen im deutschen Strafprozessrecht: In den 70er Jahren war es vermehrt dazu gekommen, dass Anwälte der einsitzenden Terroristen der sogenannten Rote-Armee-Fraktion (RAF) Waffen oder Schriftstücke („Kassiber“) in oder aus den Haftanstalten geschmuggelt hatten.

In der Folge wurde § 138a Absatz I Nr.2 StPO geschaffen, der dem Gericht den Ausschluss von Verteidigern vom Verfahren ermöglicht, die „den Verkehr mit den nicht auf freiem Fuß befindlichen Beschuldigten dazu missbrauchen, Straftaten zu begehen oder die Sicherheit einer Vollzugsanstalt erheblich zu gefährden“.

In bestimmten Bereichen versucht die Rechtsordnung Konflikte, die ein Konspirieren befürchten lassen, bereits im Vorfeld zu entschärfen:
Im Gesellschaftsrecht dürfen Gesellschafter bei Beschlüssen der Gesellschaftsversammlung, die sie selbst betreffen nicht am Beschluss mitwirken.

In den Gemeindeordnungen ist geregelt, dass Gemeinderäte nicht bei Beschlussgegenständen mitstimmen dürfen, durch die ihre persönlichen Interessen (z.B. Baugrundstücke im Gemeindegebiet) berührt werden könnten.

Und schließlich existieren auch Regelungen zur Befangenheit von Richtern durch die bereits der Anschein vermieden werden soll, dass Richter bei ihren Urteilen nicht unbefangen urteilen könnten.

Neben diesen in Paragraphen gegossenen Regelungen zu Konspirationen existieren auch ungeschriebene soziale Regeln, die das „Konspirieren“ im weitesten Sinne als nicht besonders wünschenswert ächten. So gilt es zum Beispiel als wenig akzeptiert, wenn „hinter dem Rücken“ der betroffenen Person schlecht über die Person geredet und somit „schmutzige Wäsche gewaschen“ wird.

Als sozial geächtet gilt es auch, wenn zulasten Schwächerer konspiriert wird, wie beispielsweise beim Mobbing in Schulen oder Unternehmen.

Als Konspiration zulasten der Allgemeinheit sind mafiöse Strukturen geächtet, die eine Art „Staat im Staat“ bilden und durch ihre illegalen Praktiken wie Korruption oder Steuerhinterziehung den Steuerzahler schädigen, die Verlässlichkeit öffentlicher Einrichtungen untergraben und durch Gewaltverbrechen die öffentliche Sicherheit bedrohen.

Sozial erwünschte Konspiration

Formen der gesellschaftlich erwünschten Konspiration ergeben sich vor allem dann, wenn die Gesellschaft dieses Konspirieren (wenn auch manchmal erst im Nachhinein) als für sich oder einzelne ihrer Mitglieder nützlich bewertet.

Eine solche -zumindest durch die heutige deutsche Gesellschaft- breit anerkannte Konspiration ist die Widerstandsbewegung gegen den Nationalsozialismus in den Jahren von 1933 bis 1945.
Auch hier waren von Anfang an konspirative Maßnahmen im Einsatz: Das geheime Drucken von regierungskritischen Plakaten durch Gewerkschaftsmitglieder oder das anonyme Verteilen von Flugblättern durch Studenten. Solche Maßnahmen konnten nur durch ein planmäßiges Verdecken der Identität der Widerstandskreise durchgeführt werden. Andernfalls wäre nicht nur das Leben unzähliger Personen stark gefährdet gewesen (was zahlreiche Verhaftungen und Todesurteile bei Entdeckung bestätigten), sondern auch das Weiterführen der Widerstandsmaßnahmen an sich.

Ein besonders hohes Maß an erwünschtem konspirativem Vorgehen bewiesen am 20. Juli 1944 die beteiligten politischen und militärischen Kreise beim Attentat auf Adolf Hitler: Den Beteiligten gelang es weitestgehend, ihre Planungen bis zum Schluss geheim zu halten. Militärisch wurde die „Operation Walküre“ sogar als offizielles Manöver der deutschen Wehrmacht erfolgreich getarnt.

Gescheitert ist dieser Versuch des Umsturzes der nationalsozialistischen Diktatur aber nicht an einem Mangel an Konspiration, sondern durch das Fehlschlagen des Attentates selbst sowie der mangelnden Bereitschaft zur Mitwirkung durch einzelne regimetreue Generäle außerhalb des Widerstandskreises.

Als ein weiteres, sozial erwünschtes Beispiel von Konspiration kann die Rolle von verdeckt ermittelnden Polizeibeamten oder V-Männern des Verfassungsschutzes gewertet werden, die sich unter Nutzung einer Legende in ein kriminelles oder verfassungsfeindliches Umfeld einschleusen und dabei wichtige Informationen und Erkenntnisse über diese Strukturen gewinnen.

Diese Konstellation hat strukturell die Besonderheit, dass nicht nur in einer Richtung sondern sogar mit dem „Feind“ selbst unerkannt konspiriert wird, um dich Sicherheit der Gesellschaft zu gewährleisten.

Was bedeutet „marginal“? Erklärung, Definition, Bedeutung


Das Wort „marginal“ leitet sich vom lateinischen Wort „margo“ oder „marginis“ ab und bedeutet so viel wie „Rand“. Ungefähr seit dem 16. Jahrhundert, einer Zeit, als sich immer mehr lateinische Ausdrücke in die deutsche Sprache mischten, wird es benutzt. Tatsächlich kommt der Ursprung des Wortes „marginal“ wahrscheinlich von der „Marginalie“. So nannte man das nachträgliche Schreiben von Randnotizen auf eine Buchseite. Eine an den Rand einer Seite geschriebene Anmerkung oder ein Kommentar war als „Marginalie“ bekannt. Das Wort „marginal“ hat sich dann aber über die Jahrhunderte ein wenig geändert.

Was bedeutet „marginal“? Erklärung, Definition, Bedeutung

In unserem heutigen Sprachgebrauch wird das Wort oft verwendet, wenn etwas in einem Gespräch oder einer Erklärung „am Rande“ hinzugefügt oder erwähnt wird. Man kann auch sagen, „marginal“ hat eine ähnliche Bedeutung wie „nebensächlich“ und es wird oft benutzt, um eine Situation oder einen Sachverhalt herunterzuspielen, beziehungsweise auszudrücken, dass etwas belanglos oder unwichtig ist.

Beispiele für die Nutzung des Wortes „marginal“ sind Sätze wie: „Es gab zwar ein paar Probleme, aber die waren nur marginal“, „Das schränkt mich nur ganz marginal ein“, oder „Der Unterschied ist nur ganz marginal“. Das bedeutet in diesen Fällen, dass etwas nur nebensächlich und von nur sehr geringer Bedeutung war.

Synonyme für „marginal“ sind zum Beispiel „geringfügig“, „belanglos“, „bedeutungslos“, „unwichtig“, „unbedeutend“, „vernachlässigbar“, „unmaßgeblich“, „uninteressant“ oder „unwesentlich“.

Man kann auch sagen: „marginal“ ist das Gegenteil von „zentral“. Etwas kann von zentraler Bedeutung sein, also absolut von absoluter Wichtigkeit, oder eben marginal.

Die Bedeutung von „marginal“ in verschiedenen wissenschaftlichen Gebieten

In der Soziologie bzw. in der Psychologie bedeutet „marginal“, dass bestimmte Sachverhalte keinem bestimmten Bereich zugeordnet werden können und sich sozusagen in einer Grenzstellung befinden.
Soziologisch oder kulturwissenschaftlich wird auch manchmal von „Marginalisierung“ als Nomen gesprochen. Gemeint ist hiermit das gesellschaftliche Ausschließen oder „An den Rand drängen“ von einzelnen Personen, Gruppen und Minderheiten in einer Gesellschaft.

In der Mathematik, genauer gesagt, in der Wahrscheinlichkeitsrechnung, kann das Wort „Marginal“ ebenfalls vorkommen, mit einer ganz ähnlichen Bedeutung, wie im eigentlichen Sinne.
Es lässt sich hier mit „Randwahrscheinlichkeit“ übersetzen und gemeint ist eben eine nur sehr geringe Wahrscheinlichkeit, die als Ergebnis ausgerechnet wird.

„Marginal“ kann auch im zahnmedizinischen Bereich vorkommen. Wenn ein Zahnarzt oder ein sonstiger Dentalmediziner das Adjektiv „marginal“ benutzt, dann meint er damit, dass etwas zum Zahnfleischrand gehört.
„Diese Entzündung ist marginal“, also der Zahnfleischrand ist entzündet, zum Beispiel.

In der Botanik kann das Wort „marginal“ auch benutzt werden. Hierbei ist ein Bestandteil einer Pflanze marginal oder auch „randständig“ und befindet sich zum Beispiel am Rand eines Fruchtblattes.

Marginale Gegenbeispiele

„Marginal“ kann auch bedeuten, dass eine Sache zwar in eine bestimmte Kategorie einzuordnen ist, aber eben nur am Rande und nicht so richtig in die Kategorie hineingehört. Das klingt zunächst erst einmal etwas kompliziert, ist aber leicht zu erklären: Ein gutes Beispiel stellt die Farbe Türkis dar. Türkis gehört zu den Grüntönen, aber nur marginal. Das heißt, dass der Farbton sich nur am Rande des grünen Farbspektrums befindet und schon fast einem grünlichen Blau zugeordnet werden kann.

Was bedeutet „eitel“? Erklärung, Definition, Bedeutung


Das Wort „eitel“ steht im Zusammenhang mit dem Wort „Eitelkeit“ und kann in unterschiedlichen Zusammenhängen verwendet werden. Eitel meint unter anderem: leer, gefallsüchtig, rein oder auch nichtig.

Was bedeutet „eitel“? Erklärung, Definition, Bedeutung

Ein Mensch, der als eitel gilt, legt in der Regel viel Wert auf sein äußeres Erscheinungsbild. Wobei es jedoch unterschiedliche Abstufung von Eitelkeit geben kann. Jemand er überhaupt nicht eitel ist, geht ungekämmt, mit kaputten Schuhen und fleckiger Kleidung aus dem Haus. Personen, mit einem normalen Gefühl für Eitelkeit hingegen, pflegen sich und ihr Äußeres.

Übertrieben eitle Menschen jedoch, verbringen viel Zeit vor dem Spiegel, um sich zu kleiden, zu frisieren, Schminke und Parfüm aufzutragen, die Nägel zu lackieren und ihr Erscheinungsbild zu korrigieren. Sie sind nicht zufrieden, wenn nicht jedes Kleid und jeder Anzug perfekt sitzt und das Haar wie frisch vom Friseur ausschaut. Sie geben oft viel Geld für Garderobe, Körperpflege, Maniküre und Friseur aus und mögen es auch nicht, wenn Sie „ungestylt“ von anderen gesehen oder fotografiert werden.

Viele Menschen, die als eitel gelten, sind jedoch nicht nur auf Stil und Kleidung bedacht, sie mögen es auch nicht besonders gern, wenn sie vor anderen Personen oder in der Öffentlichkeit Schwächen zugeben müssen. So bleibt vielleicht manch eitler älterer Mensch lieber daheim, als sich mit Stock oder Rollator fortzubewegen, weil seine oder ihre Eitelkeit dabei im Weg steht. Oder der eine oder andere Schwerhörige weigert sich standhaft ein Hörgerät zu tragen.

Besonders eitle Menschen haben oft auch einen Hang zum Narzissmus. Dies bedeutet, dass Sie gerne im Mittelpunkt stehen und beispielsweise als Model, Influencer im Internet oder als Sänger und Schauspieler tätig sind oder gerne leitende Positionen in der Politik oder der Wirtschaft einnehmen. Sie genießen ihre Popularität und das Gefühl bewundert zu werden und lieben es, wenn über sie im Internet, in der Zeitung oder in anderen Medien berichtet wird. Als ein perfektes Beispiel dafür, könnte der Milliardär und ehemalige amerikanische Präsident Donald Trump dienen.

Auch in verschiedenen Sprichwörtern ist das Wort „eitel“ immer wieder mal anzutreffen. Manchmal wird es auch spöttisch oder ironisch verwendet. So wird unter anderem jemand als ein „eitler Fatzke“ oder als ein „eitler Gockel“ bezeichnet, wenn die Person außer Schönheit, teurer Kleidung, teurem Schmuck und Ruhm nichts weiter vorzuweisen hat. Es mangelt ihr an Intelligenz und Empathie, denn das Leben dreht sich nur um sie selbst und um oberflächliche Äußerlichkeiten.

Weitere Bedeutungen von „eitel“

Auch die Ausdrücke „es ist alles eitel Sonnenschein“ oder es ist alles „eitel Wonne“, werden immer mal wieder gerne benutzt. Hierbei bedeutet „eitel“ so viel wie „pur“ oder „rein“. Man könnte also genauso gut sagen: „es ist alles purer Sonnenschein oder es ist alles reine Wonne“.

Erwähnenswert ist auch noch der Begriff „vereiteln“. In Zeitungsartikeln oder in den Nachrichten fällt dieser Begriff häufig und bedeutet übersetzt so viel wie etwas „verhindern“ oder auch etwas „wirkungslos machen“.

Beispiel: Bei einem Fußballspiel stürmt ein Spieler schnell auf das Tor zu und versucht den Ball dort hinein zu schießen. Im letzten Moment kommt jedoch ein Spieler der gegnerischen Mannschaft, nimmt dem Stürmer geschickt den Ball ab und verhindert oder „vereitelt“ das Tor.

Beispiel: Die Polizei bekommt von einem Informanten interessante Details über einen geplanten Einbruch. Sie stellt die Täter, erwischt die Kriminellen noch bevor diese in das Gebäude eindringen können und „vereitelt“ auf diese Art und Weise die böse Tat.

Was bedeutet „manifestieren“? Erklärung, Definition, Bedeutung


Manifestieren stammt vom lateinischen Wort „manifestare“ ab und bedeutet wörtlich übersetzt „etwas sichtbar werden lassen“ oder „sich zu erkennen geben“. Gemeint ist damit, etwas nicht Sichtbares greifbar und erlebbar zu machen. Das nicht physische soll in die reale Welt gebracht, also physisch gemacht werden.

Was bedeutet „manifestieren“? Erklärung, Definition, Bedeutung

Manifestieren und das Gesetz der Anziehung sind untrennbar miteinander verbunden. In diesem Sinne ist Manifestation die Beeinflussung der eigenen Realität durch die persönliche Willenskraft. In der spirituellen Szene glauben viele Menschen, dass man durch die Kraft der Gedanken Energiefelder beeinflussen kann. Zahlreiche Bücher bestärken leser in dem Glauben, dass sie ihr leben in allen Punkten beeinflussen können. Das Schicksal bzw. der Zufall werden dabei völlig außer Acht gelassen.
Zweifellos hat man aber seine eigene Reaktion auf Situationen steuern und sie durch Bewusstmachung poitiver sehen.

In der spirituellen Szene kann man dieser Überzeugung alles Erdenkliche manifestieren. Weil es scheinbar ganz leicht ist, Glück, Gesundheit und finanzielle Fülle alleine durch sein Denken in sein Leben zu holen, hat das Manifestieren seit 2020er Jahren enormen Zuspruch erhalten. Hier wird Manifestieren als Methode beschrieben, mit der sich geheimste Wünsche erfüllen lassen. Dafür braucht man lediglich die Technik des Manifestierens erlernen. Der wichtigste Glaubenssatz: Was man denkt, wird zur eigenen Realität. Weil man seine Umwelt durch eine Filterblase wahrnimmt und sich entsprechend seiner Glaubenssätze verhält, kann sich die eigene Überzeugung im eigenen Leben manifestieren.

Neben dem bewussten Manifestieren gibt es aber auch das unbewusste. Das geschieht ohne eine willentliche, gezielt herbeigeführter Entscheidung, passiert im Alltag aber unentwegt. Ein Beispiel: Wenn ich mit dem Auto oder dem Fahrrad zum Einkaufen fahre, schaffe ich jeweils eine andere Realität. Beide Realitäten unterscheiden sich deutlich voneinander. Das Fahrradfahren beispielsweise setzt Glückshormone frei, die beflügeln. Dagegen kann Autofahren Stress bedeuten, wenn man sich im Stau befindet und sich über andere Verkehrsteilnehmer ärgert. Auch der Gedanke an das Ziel der jeweiligen Fahrt kann eine völlig andere Realität schaffen. Es spielt sich also bereits im Kopf ab, was ich fühle und erlebe. Der Gedanke wird Realität.

Manifestieren wissenschaftlich betrachtet

Das Phänomen der sich selbst erfüllenden Prophezeiung gibt es schon seit tausenden Jahren. Es ist eine Vorhersage, die zu ihrer eigenen Erfüllung wird. Ursache ist eine bestimmte Erwartungshaltung gegenüber einem Umstand oder einer Person, die sich erfüllt. Man kann die sich selbst erfüllende Prophezeiung auch als positive Affirmation betrachten. Weil Menschen an die Vorhersage glauben, verhalten sie sich genau so, dass ihre Erwartung erfüllt wird. Zwischen Erwartung und Erfüllung existiert also eine positive Rückkopplung. Im Gegensatz dazu führt die selbstzerstörende Prophezeiung dazu, dass sich die Erwartung nicht erfüllt. Enttäuschung ist das Resultat.

Der erste Schritt beim Manifestieren ist die Bewusstmachung. Was wünsche ich mir und welche Bedürfnisse stehen dahinter? Der Wunsch sollte aus tiefstem Herzen kommen, denn nur, wenn er mit einem starken Gefühl verbunden ist, kann er sich in der eigenen Lebensrealität verwirklichen. Wer sich im Manifestieren übt, kann seine Lebenswelt tatsächlich positiver gestalten. Trotzdem ist es durch diee Technik nicht möglich, seinen Mitmenschen und deren Verhalten zu beeinflussen.

Lässt sich alles manifestieren?

Ob sich alles manifestieren lässt, ist letztendlich eine Glaubensfrage. Im wissenschaftlichen Sinne lässt sich nur das manifestieren, das man durch sein Verhalten beeinflussen kann. Wer zum Beispiel sein Selbstbewusstsein stärkt, tritt in Gehaltsverhandlungen selbstsicherer auf und kann dadurch mehr Geld fordern. Spirituell betrachtet könnte man sich gedanklich mit dem Thema Geld beschäftigen und überraschenderweise schon bald eine kleine Spende bekommen. Das Ergebnis ist in beiden Fällen das gleiche.

Was bedeutet „eloquent“? Erklärung, Definition, Bedeutung


Eine Person ist eloquent, wenn sie sich verbal gut ausdrücken und mitteilen kann. Sie ist eloquent, wenn sie gut reden und sprechen kann. Das Wort eloquent wird auch verwendet, um jemanden zu beschreiben, der eine beeindruckende oder kraftvolle Präsenz hat, und der in der Lage ist, andere durch ihre Redegewandtheit zu überzeugen.

Was bedeutet „eloquent“? Wortherkunft, Erklärung, Definition, Bedeutung

Das Wort eloquent stammt von dem lateinischen Wort eloquens, was so viel wie sprechen bedeutet. Es stammt auch vom griechischen Wort loquor ab, das Reden bedeutet. Als Synonym für eloquent kann beispielsweise „wortgewandt“ verwendet werden.

Eloquent wird auch als Synonym für überzeugendes Schreiben und Reden verwendet. Es wird auch verwendet, um jemanden zu beschreiben, der gut informiert ist, mitreißend spricht und ein ausgeprägtes Gespür für das hat, worüber er spricht. Diese Person hat auch eine schöne Stimme und beherrscht das Kommunizieren ausgezeichnet. Außerdem ist sie in der Lage, ihre Gefühle auf mehreren Ebenen auszudrücken und hat großen Einfluss auf andere. Es kann auch bedeuten, dass jemand über großen Ehrgeiz, Mut und Unabhängigkeit verfügt. Es wird auch als Synonym für jemanden verwendet, der die Fähigkeit hat, Probleme schnell zu lösen. Daneben wird das Wort auch verwendet, um jemanden zu beschreiben, der über ein starkes Selbstvertrauen verfügt und den Mut hat, schwierige Entscheidungen zu treffen. Daneben kann es auch als Beschreibung für jemanden verwendet werden, der ein Meister der Kunst und Musik ist.

Eloquenz = Redegewandtheit

Redegewandtheit wird als eine wesentliche Fähigkeit für eine erfolgreiche Karriere ist. Ganz gleich, ob im Verkauf, in der Schriftstellerei oder in der Politik, Redegewandtheit kann Menschen überzeugen.

Redegewandtheit ist eine Fähigkeit, die jeder erlernen kann. Ein wortgewandter Schriftsteller lässt seine Worte aufregend klingen, während ein wortgewandter Redner seine Worte kraftvoll aussprechen kann. Die umfassendste Quelle für Informationen ist The Elements of Eloquence von Mark Forsyth. Das Buch besteht aus einer Reihe von Artikeln über die wichtigsten Elemente der Redegewandtheit. In dem Buch gibt Forsyth die umfassendste Erklärung über den bestmöglichen Weg zu einer optimalen Redegewandtheit. Er erörtert die effektivsten Methoden, um Redegewandtheit zu erreichen, sowie die besten Möglichkeiten, Redegewandtheit im Alltag einzusetzen. Wenn Sie Schriftsteller oder Redner sind oder einfach nur Ihre sprachlichen Fähigkeiten verbessern wollen, sollten Sie The Elements of Eloquence von Forsyth lesen.

Eloquenz = Eleganz

Wer elegant sprechen möchte, muss auf Gesten, Worte und Tonfall achten. Diejenigen, die keine natürlichen Redner sind, klingen oft weniger elegant.

Wenn es um das Reden halten geht, kann jeder seine Fähigkeiten am besten verbessern, indem er Gedanken im Voraus plant. Das hilft, Standpunkte klar und prägnant darzustellen. Wichtig ist es darauf zu achten Pausen zu machen, damit der Mund mit dem Gehirn Schritt halten kann. Dies hilft auch, einen häufigen Fehler zu vermeiden, nämlich zu schnell zu sprechen.

Eloquenz = Überzeugend

Es kommt nicht nur auf die Worte an, sondern auch auf die Art und Weise, wie sie verwendet werden. Die Wahl interessanter Wörter und Satzstrukturen kann dazu beitragen, dass eine Rede einprägsam und überzeugend ist.

Eloquentes Sprechen ist die Kunst des überzeugenden Redens. Dies kann auf verschiedene Weise erreicht werden, vor allem durch den Einsatz von Sprache und einer Vielzahl von verbalen und nonverbalen beeindruckenden Gesten. Das Adjektiv eloquent wird verwendet, um jemanden zu beschreiben, der geschickt reden oder schreiben kann.

Eine verwandte und weniger verbreitete Methode zur Verbesserung der Eloquenz ist der Einsatz visueller Hilfsmittel. Dazu können Requisiten oder Gesten gehören. Abgesehen von Worten kann die Eloquenz auch durch die Verwendung verschiedener Satzstrukturen verbessert werden.

Bekannte eloquente Redner

Im Laufe der Geschichte haben Männer mit großem rednerischen Geschick ihre Zuhörer mit beredten Reden begeistern können. Die Worte dieser Männer haben die Macht, die Zuhörer zu Tränen zu rühren.

William Shakespeare ist als wortgewandter Prediger seiner Zeit bekannt. Er wurde 1784 Vikar von Epsom in Surrey. Sein Ruf als Prediger wurde durch seine akademischen Leistungen gestärkt. Er war auch für seinen kontroversen Ton bekannt.

Ein weiteres Beispiel für einen großen eloquenten Redner war Johannes Calvin. Er war ein Mann von großem Charme und Charakter. Er war ein wortgewandter Gegner der Verwaltung. Seine Schärfe, mit der er gegensätzliche Ansichten vertrat, war sehr überzeugend.

Claude Gueux ist ein weiterer wortgewaltiger Schriftsteller. Seine philosophischen Essays sind von großer Eloquenz geprägt. Auch seine politischen Werke sind sehr temperamentvoll und wortgewandt. Seine Geschichte wurde fünf Jahre nach ihrer Entstehung veröffentlicht.

Panaetius war ein eloquenter Kanzelredner. Seine große Persönlichkeit machte ihn zu einem Magneten. Seine kraftvollen Ausdrücke verbesserten die ungehobelten Worte, die gerade en vogue waren. Er war auch einer der liebenswürdigsten Menschen seiner Zeit.

Ein weiteres Beispiel für einen wortgewandten Redner war Lamartine, ein renommierter Beamter von untergeordnetem Rang in der Diplomatie. Er war auch im Parlament wortgewandt.

Was bedeutet „konzertiert“? Bedeutung, Definition, Erklärung


Das Adjektiv konzertiert bedeutet „aufeinander abgestimmt“ und wird auch für verabredete Aktionen verwendet. Es leitet sich vom gleichbedeutenden französischen Verb concerter sowie dem italienischen Verb concertare („Zusammenklang von Stimmen herstellen“) oder auch dem lateinischen concertare für kooperieren ab. Bei einer abgestimmten Aktion handeln alle Akteure im gleichen Rhythmus und Takt – wie die Musiker eines Orchesters.

Die konzertierte Aktion im heutigen Sprachgebrauch‎

Jede Aktion von mehreren Akteuren muss gemeinschaftlich geplant werden, doch die konzertierte Aktion bedingt ein besonders gut aufeinander abgestimmtes Handeln. Der Begriff wird darüber hinaus gern für das politische Geschehen verwendet, wenn es vorab gar nicht so selbstverständlich war, dass die Akteure an einem Strang ziehen. In so einem Fall merken die Kommentatoren gern an, dass sie sich nun in einem Kraftakt zusammengerauft und in einer konzertierten Aktion diese und jene Maßnahmen eingeleitet haben.

Es gibt in solchen Fällen sogar die „Konzertierte Aktion“ als Eigenbegriff. Wieder drängt sich der Vergleich mit einem Orchester auf: Dort sitzen einige Dutzend Individualisten zusammen, jede und jeder mit großem Können am eigenen Instrument, doch unter Führung des Dirigenten konzertieren sie nun harmonisch gemeinsam, was das Publikum sehr begeistert (eben wegen dieser Konstellation). Wenn wir also im allgemeinen Sprachgebrauch etwas von einer konzertierten Aktion hören, so ist diese immer etwas Bemerkenswertes.

Die betreffende Gruppe von Menschen musste zunächst gemeinsame Interessen und Ziele definieren, anschließend stimmten die Akteure ihr Handeln miteinander ab. Ihre Gegensätze mussten sie vorab überwinden. Die anschließende konzertierte Aktion hat etwas Kraftvolles und blickt stolz auf den kraftlosen faulen Kompromiss herab. Wenn die Regierungschefs der EU miteinander etwas aushandeln, gelangen sie sehr oft zu unbefriedigenden Kompromissen und selten einmal auch zu einer konzertierten Aktion.

Anwendungsbeispiele für „konzertiert“

Die Arbeitgeber und die Gewerkschaften beschlossen, in einer konzertierten Aktion Maßnahmen gegen die Arbeitslosigkeit einzuführen.

Die EU-Staaten verabredeten in einer konzertierten Aktion, auf die Länder des Nahen Ostens einzuwirken, damit diese ihre Gelder langfristig anlegen.

Meldung von September 2022: Bundeskanzler Scholz traf mit Vertretern der Arbeitgeber und der Gewerkschaften zur sogenannten Konzertierten Aktion zusammen. Das Spitzentreffen behandelte die Kosten der Krisenbekämpfung und der Inflation.

Die erste Konzertierte Aktion mit Vertretern der Regierung, der Wirtschaft, der Gewerkschaften und der Wissenschaft gab es 1967. Damals stagnierte die deutsche Wirtschaft. Die Akteure legten über alle Interessengegensätze hinweg einen gemeinsamen Handlungsrahmen fest, um die Konjunktur wieder anzukurbeln.

Im deutschen Gesundheitswesen gibt es ebenfalls eine Konzertierte Aktion (KAiG für „Konzertierte Aktion im Gesundheitswesen“). Sie wurde 1977 etabliert, um die Strukturen der GKV zu verbessern und die Kosten zu senken. Seit 2019 gibt es eine Konzertierte Aktion Pflege (KAP).

Andere Bedeutungen

Konzertiert ist natürlich auch ein Verb, das wörtlich zu nehmen ist: Das Orchester hat konzertiert, also ein Konzert gegeben. Darüber hinaus wird das Adjektiv konzertiert auch in der Chemie gebraucht, und zwar für die konzertierte Reaktion. Interessant ist die chemische Parallele zur Wortbedeutung im übertragenen Sinne: Die konzertierte chemische Reaktion ist durch sowohl gebildete als auch gebrochene Bindungen gekennzeichnet, womit sich wieder die Ambivalenz (oder Dialektik) einer kraftvollen Reaktion durch Überwindung von Gegensätzen ergibt.

Was bedeutet der bayerische Ausdruck „Fotzn“? Wortherkunft, Bedeutung, Definition, Erklärung


Die „Fotzn“ (auch: die „Fotzen“ oder der „Fotz“) ist ein bairischer Dialektausdruck für

  • Mund, Maul: „Hoit dei Fotzn!“ („Halt deinen Mund!“)
  • Gesicht, Visage: „…und hot eahm glei Pfinger in Pfotzn ghaut, daß Pfunkn gflogn san.“ („…und hat ihm gleich die Finger ins Gesicht geschlagen, dass die Funken geflogen sind.“
  • Ohrfeige, Watsche: „Du brauchast a solcherne Fotzn!“! („Du bräuchtest so eine Ohrfeige!“)

Wortherkunft: Wo kommt das Wort „Fotzn“ her?

Zur Herkunft des Wortes „Fotzn“ gibt es unterschiedliche Theorien. Mit großer Wahrscheinlichkeit hat es seinen Ursprung im Lateinischen. Einige Sprachforscher führen „Fotzn“ auf das lateinische „vox“ (die Stimme, der Ausspruch, die Rede) zurück. Andere halten „Fotzn“ für ein Lehnwort des lateinischen „facies“ (das Gesicht, das Antlitz).

Rund um „Fotzn“ gibt es im bairischen Dialekt viele teils derbe, teils aber auch rustikal liebevolle Redensarten:

Was bedeutet „Fotzn“?

„Fotzn“ in der Bedeutung „Mund“

„D’Fotzn gähd scho wieder“: Wenn das Mundwerk wieder geht, jemand also wieder viel redet, kann es nicht so schlimm stehen um die Person.
„D’Fotzn ned aufbringa“ muss andererseits kein Zeichen für schlechtes Befinden sein: Die Redewendung beschreibt wortkarge Menschen, die wenig bis nichts zur Unterhaltung beitragen. Und da so jemand kein Gewinn für eine lustige Runde sind, gilt: „Den brauchst gar ned erst eiladn, der bringt ja d’Fotzn ned auf!“.

Wer „d’Fotzn ned aufbringt“ hat immerhin einen Vorteil: Er oder sie kann sich nicht so ohne weiteres „d’Fotzn verbrenna“, also sich durch unbedachte Worte in Schwierigkeiten bringen. Und so wird es später nicht heißen: „Nach da dritten Mass mit’m Chef hod a se d’Fotzn gscheid verbrennt!“.

Denn über jemanden, der sich „d’Fotzn verbrannt“ hat, werden möglicherweise andere „sich d’Fotzn zreißen“: Sie werden über ihn schlecht reden, über ihn herziehen.

„Fotzn“ in der Bedeutung „Gesicht“

Wenn heute jemand das Gesicht eines anderen als „Fotzn“ bezeichnet, ist das in der Regel nicht eben freundlich gemeint. Das hört sich dann etwa so an: „Wenn i dera ihr bläde Fotzn siehg, glangt’s ma scho! („Wenn ich das dumme Gesicht von ihr sehe, reicht es mir schon!“).

Der deutsche Schriftsteller und Heimatforscher Max Peinkofer (1891-1963) zeigt, dass im bairischen Dialekt die „Fotzn“ oder auch der „Fotz“ in früheren Zeiten als völlig neutrale Bezeichnung für das Gesicht verwendet wurde. So möchte in einer seiner Geschichten eine Dame ein Portrait von sich zeichnen lassen. Sie fragt ihren Mann: „Soit ön breutn oder gspitzn, ha, mein Fotz?“ („Soll ich ihn breit ziehen oder spitzen, meinen Mund?“). Worauf er antwortet: „So gspitzn na!“ („Dann spitze ihn eben!“). Offenbar hat der Begriff erst im Laufe der Zeit eine negative Bedeutung angenommen.

„Fotzn“ in der Bedeutung „Ohrfeige“

„Fotzn“ wird gern in derben, teils sogar beleidigenden Zusammenhängen gebraucht. Aber: Der Begriff „Fotzn“ hat im Bairischen niemals die Bedeutung von Vagina (vulgärsprachlich: die „Fotze“). Nachfolgender Witz spielt mit der Ähnlichkeit zwischen dem bairischen Ohrfeigen-Wort und dem vulgärsprachlichen Begriff für das weibliche Geschlechtsorgan einerseits und der unterschiedlichen Bedeutung der beiden Wörter andererseits: „Der Bub sagt: ‚Vadda, i möcht a Geschlechtsumwandlung!‘ Der Vater erwidert: ‚A Fotzn konst ham!'“ In einer Gesellschaft, die für gewaltfreie Erziehung, Toleranz und Diversität eintritt, bricht dieser Witz – wie viele Witze es tun – natürlich mit Tabus. Das Wortspiel unterstreicht aber sehr schön, dass die bairische „Fotzn“ kein vulgärsprachliches Wort ist.

Fazit

Der bairische Ausdruck „Fotzn“ bedeutet je nach Zusammenhang entweder „Mund“ oder „Gesicht“ oder „Ohrfeige“. Oft wird er in derber Weise gebraucht, meint aber nie etwas Vulgäres. Als vor einigen Jahren eine Zahnärztin ihrer Praxis in Garmisch-Partenkirchen den Namen „Fotzn’spanglerei“ gab, sorgte das für einigen Wirbel um das aus Sicht mancher Kritiker anrüchige Wort. Zu Unrecht: Der Name „Fotzn’Spanglerei“ greift auf harmlose und witzige Weise das bairische Dialekt-Wort „Fotznspangler“ für „Zahnarzt“ auf und hält damit ganz nebenbei einen wunderbar bildhaften Begriff am Leben.

Was bedeutet „schwül“? Wortherkunft, Bedeutung, Definition, Erklärung


Schwüle entsteht, wenn die Luft einen hohen Anteil an Wasserdampf aufweist und vergleichsweise hohe Temperaturen herrschen. Die hohe relative Luftfeuchtigkeit behindert die körpereigene Thermoregulation. Schwüle Luft wird als unangenehmer wahrgenommen als eine trockene Hitze bei geringer relativer Luftfeuchte. Schwüle besitzt sogar eine genaue Definition: Ab einer Temperatur von 16 Grad kann Schwüle auftreten. Der Gehalt an Wasserdampf in der Luft kann ab diesem Wert bei bis zu 13,5 Gramm pro Kubikmeter Luft liegen. Dies würde dann 100 Prozent relativer Luftfeuchte entsprechen.

Woher kommt das Wort „schwül“? Wortherkunft, Erklärung

Das Adjektiv „schwül“ stammt aus dem im 17. Jahrhundert gebräuchlichem niederdeutschen Wort schwul (auch swul oder zwoel), das Anfang des 18. Jahrhunderts in Anlehnung zu dem für Kälte beschreibenden Adjektiv kühl mit dem Umlaut versehen wurde. Das Wort mag noch weiter zurückgehende Verzweigungen haben zu dem altenglischen Wort swol, welches ins Deutsche mit schwelen übersetzt wurde. Später entwickelten sich umgangssprachlich daraus unter anderem das Substantiv Schwulität für Schwierigkeit oder Verlegenheit und das Adjektiv schwul.

Die unterschiedlichen Varianten von „schwül“ haben alle mehr oder weniger die Bedeutung von feuchtwarm, beklemmend oder drückend heiß. Die Schwüle ist in zwar meist eine subjektive Wahrnehmung, dennoch wird sie im Allgemeinen mit einem Dampfdruck von 18.8hPa bei 17 °C definiert. Je wärmer dieser Raum ist, desto weniger Luftfeuchtigkeit wird benötigt, um die Atmosphäre als schwül zu empfinden.

Wie wird das Wort „schwül“ verwendet?

„Schwül“ ist dem Wort stickig ähnlich und wird hauptsächlich für das Empfinden verwendet, welches sich einstellt, wenn Menschen bei hoher Luftfeuchtigkeit ohne körperliche Anstrengung schwitzen. Man könnte dazu auch schweißtreibend sagen. Ein „schwüles“ Klima überschneidet sich mit tropischem Klima. Die Luftfeuchtigkeit empfinden manche als unangenehm. Somit wird das Klima, Wetter und verbundene Orte oder Zeiten als „schwül“ bezeichnet, z. B. „Es war eine schwüle Nacht …“.
Eine spannungsgeladene Situation, die verlegen macht oder ängstigt, kann auch mit „schwül“ beschrieben werden, auch als Schwulitäten bekannt. Ähnlich wird „schwül“ auch gebraucht, um auf eine heiße bzw. sinnliche, sexuell angeregte Stimmung hinweisen. Nicht zu verwechseln mit dem später daraus entstandenen Wort schwul, welches hauptsächlich nur noch umgangssprachlich und teils abwertend auf homosexuelle Männer bezogen wird.

Beispielsätze und Synonyme:

Der Sommer war besonders schwül.
– Der Sommer war sehr feucht und erdrückend.

Mir wurde ganz schwül in der Situation.
– Ich wurde ganz verlegen in der Situation.

Grundlagen: Was ist Schwüle?

Ob das Klima als schwül wahrgenommen wird, ist primär vom Wasser in der Luft abhängig und damit von der absoluten Luftfeuchtigkeit, kurz AF. Es beginnt schwül zu sein, wenn der Kondensationspunkt seinen Grenzwert von 16 Grad Celsius überschreitet. Vermehrt sprechen auch Quellen ab einem Taupunkt von 17 Grad von einer einsetzenden Schwüle. Der Dampfdruck läge dann bei 18,8 hPa.

Kommt es zu keinem Wechsel der Luftmassen, kühlt die Luft bei Nacht bis zum aktuellen Kondensationspunkt ab. Bei Tag steigt der Kondensationspunkt leicht an. Morgendliche Tiefsttemperaturen von 15 Grad und mehr lassen auf einen schwülen Tag schließen. Bei Tropennächten mit nächtlichen Tiefstwerten von 20 Grad und mehr sind die darauffolgenden Tage für viele Mitteleuropäer oft nur schwer erträglich.

Was bedeutet „schwül“? Bedeutung, Definition, Erklärung

Heute wird ein schwüler Tag über den Dampfdruck der Luft definiert. Bei einem Wert von > 18 hPA wird von Schwüle gesprochen. Eine von Scharlau im Jahre 1943 aufgestellte Definition von 14,08 mm Quecksilbersäule für den Dampfdruck gilt als veraltet.

Bei anderen Temperaturmaßen wird auch die Großwetterlage, die Schichtung der Atmosphäre, berücksichtigt. Über die Physiologisch Äquivalente Temperatur, kurz PET, lässt sich ein möglicher Hitzestress abschätzen. Eine starke Belastung tritt in der Regel auf, wenn der PET Wert auf mehr als 35 steigt.

Wahrnehmung

Umso schwüler die Luft, umso spürbarer beginnen Menschen zu schwitzen. Der Wasserdampf kann nicht mehr ausreichend von der Umgebungsluft aufgenommen werden. Die Verdunstung läuft auf Sparflamme und der Schweiß beginnt über die Haut zu rinnen.

Temperatur und Feuchtigkeit stehen in direktem Zusammenhang. Bei hohen Temperaturen steigt das Schwüle-Empfinden. Umso wärmer es wird, umso mehr Feuchtigkeit kann von der Luft in Form von Wasserdampf aufgenommen werden. Umgekehrt kommt es zu einem Rückgang der relativen Feuchte, da keine zusätzliche Feuchtigkeit hinzukommt.

Die Luft wird dann immer trockener. Diesen Effekt erleben die Menschen im Gebirge häufiger bei Föhn. Eine extrem trockene Luft, deren relative Feuchte unter 30 Prozent liegt, empfinden wir ebenfalls als unangenehm. Da die Schleimhäute sehr schnell austrocknen, erhöht sich unter diesen Witterungsbedingungen die Erkältungsgefahr.

Regionale Beobachtungen

Karlsruhe und Mannheim zählen zu den schwülsten Orten in Deutschland. In der Rheinebene herrscht generell eine überdurchschnittlich hohe Luftfeuchtigkeit. Hinzu kommen die hohen Temperaturen in der wärmsten deutschen Region. Im Sommer sind Tropennächte am Rhein keine Seltenheit.

In Österreich liegt die schwülste Region rund um den Neusiedlersee. Neben dem Steppensee konzentriert sich die Schwüle auch häufig in den Innenstädten von Graz und Wien.

Gefährdung für den Menschen

Ist die Thermoregulation des Körpers stark beeinträchtigt, steigen die Gefahren für mögliche Hitzeschäden, wie beispielsweise einem Kreislaufkollaps. In den Tropen und Subtropen herrschen schwüle Witterungsbedingungen vor. Die Gesundheit kann gefährdet werden, wenn der Organismus nicht ausreichend an die Bedingungen angepasst ist und es zu unangepasstem Verhalten kommt.

Bei mangelnder Akklimatisierung wird daher dringend davon abgeraten, bei Schwüle anstrengende körperliche Tätigkeiten zu unternehmen. Das subjektive Empfinden von Schwüle ist unterschiedlich. Viele Menschen beschreiben Schwüle damit, sich wie in einem Schwitzkasten oder wie in der Sauna zu fühlen.

Was bedeutet „selenophil“? Bedeutung, Definition, Erklärung


Das Adjektiv „selenophil“ beschreibt eine Person, die den Mond liebt. Selenophile Menschen fühlen sich vom Mond angezogen, spüren eine tiefe Verbindung zu dem Himmelskörper und ziehen sein Licht mitunter dem Licht der Sonne vor.

Der Begriff „selenophil“ stammt ursprünglich aus dem Altgriechischen und setzt sich aus den Wörtern „Selene“ und „Philia“ zusammen. „Selene“ lässt sich mit „Mond“ übersetzen, „Philia“ bedeutet „Liebe“.

Was bedeutet „selenophil“? Bedeutung, Definition, Erklärung

Der Begriff „selenophil“ hat eine weitere Bedeutung in der chemischen Botanik. Selenophile Pflanzen absorbieren mehr Selen aus der umliegenden Erde als gewöhnlich. Selen ist ein chemisches Element, das in geringen Anteilen vom Menschen über die Nahrung aufgenommen werden muss, um Mangelernährung zu verhindern.

Auch die Bezeichnung des Elements Selen leitet sich vom altgriechischen Wort für den Mond ab. So wie der Mond ein Begleiter der Erde ist, kommt Selen in der Natur häufig in Verbindung mit dem Element Tellur vor. Der Name Tellur entstammt dem lateinischen „Tellus“ und bedeutet „Erde“.
Sind Pflanzen selenophil, sind sie wörtlich „Selen-liebend“ und weisen eine besonders hohe Anreicherung des Elements Selen auf.

Seit Mitte der 2010er Jahre wird der Begriff „selenophil“ jedoch zunehmend für mondliebende Menschen verwendet. Seit der ersten verzeichneten Nutzung des Begriffs als „mondliebend“ im Jahr 2017 verbreitete sich der Ausdruck rasch im Internet.

Mit der Zeit entwickelte sich eine Online-Community rund um das Wort „selenophil“. Auf verschiedenen Plattformen im Internet tauschen sich Menschen über den Mond aus, kommunizieren unter Nennung des Begriffs „selenophil“ und teilen mondbezogene Bilder, Videos und Sprüche miteinander.

Welche Charaktereigenschaften sind typisch für eine „selenophile“ Person?

Menschen, die sich vom Mond angezogen fühlen, werden selten auch als Philoselene bezeichnet. Deutlich häufiger ist heute die Nutzung der Begriffe „selenophil“ oder einfach „mondliebend“.

Auch „Mondkind“ oder „Mondenkind“ kann verwendet werden, um eine Person zu beschreiben, die sich mit dem Mond verbunden fühlt. Gängiger ist allerdings die englische Übersetzung „moon child“, die schon vor dem Aufkommen des Begriffs „selenophil“ allgemein verbreitet war.

Nicht zu verwechseln ist „selenophil“ oder „mondliebend“ mit dem Ausdruck „mondsüchtig“. Mondsüchtig sind Menschen, die schlafwandeln. Auch als Somnambulismus bezeichnet, ist Mondsüchtigkeit eine auffällige Schlafstörung, die besonders im Kinder- und Jugendalter auftritt.

Mondliebende Menschen ziehen typischerweise den Mond der Sonne vor und schätzen den Anblick des Nachthimmels. Häufig haben sie eine Affinität für die Dunkelheit und die Einsamkeit.

Selenophile Personen entwickeln gelegentlich auch ein allgemeines Interesse für Astronomie und Astrologie. Beispielsweise ist der Mondkalender ein zuweilen gern genutztes Werkzeug als Entscheidungshilfe für land- und forstwirtschaftliche Arbeiten, für den Gartenbau und im medizinischen, diätetischen und alltäglichen Bereich.

Unabhängig von Astrologie, Esoterik und Aberglaube galt der Mond kulturübergreifend und über die Jahrhunderte hinweg als Symbol für das Geheimnisvolle und Unbekannte. Mondliebende Menschen gelten aus diesem Grund herkömmlicherweise als nachdenklich und besinnlich. Die Gedanken Selenophiler gehen tief, sind komplex und intensiv.

Introvertierte Menschen, die viel Zeit mit Introspektion und Selbstreflexion verbringen, schätzen die unaufdringliche Anwesenheit des Mondes. Auch aufmerksame und neugierige Personen fühlen sich verstärkt von dem silbernen Himmelskörper angezogen.

Senophilität wird zudem gehäuft mit einer lebensbejahenden Einstellung und einem besonderen Sinn für Ästhetik in Verbindung gebracht. In der Astrologie steht der Mond darüber hinaus für einen tiefgehenden Zugang zu den eigenen Gefühlen, für Empathie und für Fürsorge.

Selene und der Mond im griechischen Ursprung

Das griechische Wort „Selene“ (oder Selḗnē) lässt sich auf Deutsch mit der weiblichen Form von „Mond“ und gleichzeitig auch mit „Mondgöttin“ übersetzen. In den romanischen Sprachen wie Spanisch, Italienisch und Französisch ist der Mond wie im Altgriechischen weiblich. Nur im germanischen Sprachraum wird dem Mond ein männlicher Artikel zugeordnet.

Im alten Griechenland wurde Selene als die Göttin des Mondes verehrt. In der griechischen Mythologie nahm sie ihren Platz als Himmelsgöttin gemeinsam mit ihren Geschwistern Helios, dem Gott der Sonne, und Eos, der Göttin der Morgenröte, ein.

Als personifizierte Figur des Mondes wurden Selene symbolhaft viele der Charaktereigenschaften zugeordnet, die gegenwärtig mit selenophilen Menschen in Verbindung gebracht werden. Als besonders charakteristisch galt Selenes Liebe zur Stille und zu einem ruhigen Miteinander. Metaphorisch dafür steht Selenes Liebe zum ewig schlafenden griechischen König Endymion.

Der zweite Wortteil des Begriffs „selenophil“ entstammt ebenfalls dem Griechischen. „Philia“, ein Ausdruck aus der antiken griechischen Philosophie und Literatur, bezeichnet eine freundschaftliche Liebe. Im Gegensatz zum Wort „Eros“, das für erotische Liebe steht, beruht „Philia“ auf gegenseitigem Interesse und Anerkennung.

Fazit: Was bedeutet „selenophil“? Bedeutung, Definition, Erklärung

Selenophile Menschen empfinden eine freundschaftliche Liebe für den Mond. Wer selenophil ist, fühlt sich dem Mond verbunden, empfindet Interesse und Anerkennung für den Himmelskörper.

Im Allgemeinen gelten selenophile Menschen als introvertiert, zurückgezogen und nachdenklich, aber auch als wissbegierig, empathisch und lebensfroh.

Der Begriff „selenophil“ setzt sich aus den altgriechischen Wörtern „Selene“ und „Philia“ zusammen. Selene ist die griechische Göttin des Mondes, Schwester der Sonne und der Morgenröte. „Philia“ lässt sich mit „freundschaftlicher Liebe“ übersetzen und beruht auf Wertschätzung und Anteilnahme.

Was bedeutet „deskriptiv“? Bedeutung, Definition, Erklärung


„Deskriptiv“ bedeutet, einen Sachverhalt rein beschreibend und ohne jede Wertung darzustellen. Das Wort leitet sich vom lateinischen describere für beschreiben oder umschreiben ab. Wissenschaftliche Arbeiten können deskriptiv oder normativ (eine Norm formulierend bzw. an diese angelehnt) verfasst werden.

Wozu dient die deskriptive Beschreibung?

Sie dient der Darstellung der reinen Fakten. Diese sind wirkliche, bewiesene und anerkannte Sachverhalte. Das Wort Fakt oder Faktum leitet sich vom lateinischen factum („Gemachtes“) und vom altgriechischen πράγματα ab.

Der Fakt basiert auf intersubjektiv nachvollziehbaren Grundlagen. Wichtig ist die deskriptive Beschreibung anhand von Fakten in den Naturwissenschaften, aber auch beispielsweise bei der Betrachtung eines politischen Systems. Intersubjektiv nachvollziehbare Grundlagen sind für alle Betrachter gleichermaßen logisch, selbst wenn sie sehr komplexe Sachverhalte beschreiben. Die Betrachter sind sich über bestimmte Wahrnehmungen einig:

  • Die Sonne geht im Osten auf.
  • Die Erde ist rund.
  • Fahrräder sind nützlich.
  • Krieg ist schrecklich.
  • 1 + 1 = 2.
  • Der Satz des Pythagoras ist eine wahre Aussage.

Intersubjektivität ist von der Subjektivität eines einzelnen Individuums abzugrenzen. Wenn dieses sagt, dass ihm der Spinat nicht schmeckt, behauptet es nicht, dass Spinat niemandem schmeckt. Ein intersubjektives Urteil hingegen unterschreiben alle Menschen gleichermaßen.

Deskriptive Beschreibungen sollen nur Fakten nennen, die intersubjektiv und/oder objektiv anerkannt werden. Intersubjektivität kann sich mit Objektivität überlagern, das muss aber nicht der Fall sein. Die Gleichung 1 +1 = 2 und der Satz des Pythagoras sind gleichermaßen intersubjektive, also von allen Menschen anerkannte, und objektive Fakten. Sie sind bewiesen. Es gibt aber auch intersubjektive Fakten wie die Aussage, dass ein Fahrrad nützlich ist, die zwar im ersten Quartal des 21. Jahrhunderts alle Menschen unterschreiben, die aber nicht unbedingt objektivierbar sind: Vielleicht gibt es einmal ein ähnliches, noch nützlicheres Fortbewegungsmittel als das Fahrrad. Als es erfunden wurde, erschien es ebenfalls nicht jedermann nützlich, sondern galt vielmehr wie üblich als neumodische Erfindung, von der man noch nicht wisse, ob sie sich durchsetzt.

Deskriptiv darf dennoch eine Beschreibung genannt werden, die sich auf intersubjektiv anerkannte Fakten bezieht. Das ist deshalb wichtig, weil es nicht nur deskriptive naturwissenschaftliche Arbeiten, sondern auch sehr viele deskriptive gesellschaftliche, politische und kulturelle Aussagen gibt, für die sich die Menschheit aktuell darüber einigen muss, dass sie intersubjektiv anerkannt werden. Es geht dabei darum, dass bestimmte Probleme die Sichtweisen von Personen berücksichtigen müssen und dennoch eine faktenbasierte Beschreibung benötigen.

Im Feld der Politik wäre dies die grundsätzliche Beschreibung der Beziehungen zwischen Staaten. Es gibt Beziehungen, die verschieden ausfallen können. Staaten können befreundet sein, miteinander in friedlicher Koalition und Kooperation leben oder verfeindet sein und sogar gegeneinander Krieg führen. Diese Möglichkeiten zu nennen ist eine deskriptive Beschreibung. Jeder Staatsführer und die meisten anderen Menschen werden diese Beschreibung (intersubjektiv) anerkennen. Wenn hingegen das Völkerrecht formuliert, dass Staaten gegeneinander keine Angriffskriege führen sollen, ist das eine normative Beschreibung. Sie führen manchmal doch Kriege. Das wäre die deskriptive Beschreibung.

Weitere Beispiele für Deskription

Empirische Erhebungen zum Zustand der Gesellschaft sind deskriptiv. Sie nennen beispielsweise die Kriminalitätsstatistik und die Arbeitslosenzahlen. Ebenfalls um deskriptive Beschreibungen sind Soziologen, Psychologen und Philosophen. Statistiker gehen deskriptiv vor. Dies unterscheidet sie von Forschern, die Prognosen abgeben.

Was bedeutet „eine klare Ansage machen“? Bedeutung, Definition, Erklärung


Eine klare Ansage machen bedeutet, dass eine Person oder Institution einen Sachverhalt oder Wunsch klar und deutlich zum Ausdruck bringt. Dabei ist im Vorfeld zumeist ein Missstand oder eine ungeliebte Situation entstanden, die der Betreffende mit dieser Aktion ausräumen möchte.

Was bedeutet „eine klare Ansage machen“? Bedeutung, Definition, Erklärung

Eine klare Ansage benennt Fehlverhalten, kann motivierend gemeint sein, will eine Situation verbessern oder manchmal auch nur Kritik üben. Oftmals versuchen Menschen auch mit einer klaren Ansage ihre Autorität zu unterstreichen oder eine bröckelnde Akzeptanz wieder herzustellen.

Klare Ansagen treten somit in allen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens auf und können prinzipiell von jedem ausgeführt und getätigt werden. Für eine klare Ansage gibt es kein Mindest- oder Höchstalter und auch sonst relativ wenige Normen. Da sie in den unterschiedlichsten Momenten von den unterschiedlichsten Menschen ausgeführt werden können, ist jede klare Ansage individuell und immer gesondert zu betrachten. Durch ihre Deutlichkeit und Lautstärke, die mit ihr einhergehen kann, führt sie nicht immer zu dem zuvor beabsichtigten Ergebnis und kann auch genau das Gegenteil erreichen. Daher sollte sie nicht ohne vorherige Überlegungen und Abwägungen angewandt werden und immer mit Bedacht zum Einsatz gebracht werden.

Herkunft und Geschichte: „eine klare Ansage machen“

Die Redewendung „Eine klare Ansage machen“ geht auf keine spektakuläre Entstehungsgeschichte zurück und hat keine jahrhundertealte Tradition, so wie andere. Dieser Ausdruck kommt daher, dass es im Laufe des 19. und 20. Jahrhunderts vermehrt zur Installation von Lautsprechern kam, was auch zu häufigeren Durchsagen führte. Betroffen waren zunächst Bahnhöfe und öffentliche Plätze, später kamen auch Flughäfen, U-Bahn-Stationen und öffentliche Einrichtungen wie Schulen und Ämter hinzu.

Da nicht immer alle Personen, die eine Durchsage über Lautsprecher zu tätigen hatten, eine klare und deutliche Aussprache beherrschten, sind bis heute viele Durchsagen und Ansagen nur schwer verständlich und für so machen Zuhörer einfach nicht nachzuvollziehen. Im Zuge dieser Tatsache entwickelte sich mehr und mehr der Wunsch nach sogenannten „klaren“ Ansagen, die deutlich und gut verstehbar sind. Die Entwicklung zu der heutigen Nutzung ist nicht völlig geklärt und hier muss man sich unweigerlich auf spekulatives Terrain begeben. Fest steht jedoch, dass klare Ansagen heute immer so ausgeführt sind, dass die Adressaten immer genau wissen, was genau gesagt wurde und anschließend nicht sagen können, dass sie das Angesprochene nicht verstanden hätten.

Wie macht man eine klare Ansage? Gibt es eine Regel für sie?

Allgemein gilt festzuhalten, dass es keine einheitliche Regel gibt und die klare Ansage aufgrund ihrer jeweils eigenen Vorgeschichte nicht verallgemeinert werden kann. Wie man sie macht und ausführt, liegt natürlich immer bei den Personen, die zu dieser Maßnahme greifen. Man kann eine klare Ansage sowohl in verbaler Form direkt als auch in einer schriftlichen Form tätigen.

Vor allem die modernen Medien ermöglichen hier eine Vielzahl an Möglichkeiten. Natürlich kommt es auch immer darauf an, wer angesprochen werden soll und für welches Publikum die Ansage bestimmt ist. Was alle gemeinsam haben ist jedoch, dass der Ausführende durch sie eine Sache oder ein Thema ganz klar und deutlich anspricht, was oftmals auch mit einer gehörigen Portion Nachdruck und Betonung ausgestattet ist. Auch die Lautstärke einer klaren Ansage kann höher sein, muss sie allerdings nicht zwingend. Klare Ansagen können ruhig und sachlich formuliert sein, aber eben auch von einer Menge Emotionen begleitet sein.

Wo eignet sich die klare Ansage besonders?

Die klare Ansage kann im Berufsleben, Privatbereich, Sport oder auch Alltag immer und überall geschehen und sich in vielen Bereichen eignen. Vor allem innerhalb der Familie greifen viele Eltern zu diesem Mittel, wenn die Kinder nicht hören wollen oder im Laufe der Pubertät ihre Grenzen ausloten wollen. Auch ein Chef und Abteilungsleiter betätigt sich nicht selten dieser Maßnahme, wenn er die Ziele der Firma in Gefahr sieht und das Ruder wieder in die richtige Richtung lenken will.

Auch als Motivationsmaßnahme wird sie im beruflichen Bereich eingesetzt, wenn die Lust und Laune der Mitarbeiter aufgrund verschiedener Dinge zu wünschen übriglässt. Dieses Vorgehen wird auch im Sport genutzt, wo eine Gruppe gegenüber einem Trainer ihre Leistung erbringen muss. Die klare Ansage kann dann Missstände ansprechen und vielleicht auch beheben, sofern sie mit Maß und Mitte gewählt wird. Wie also beschrieben eigenen sich verschiedenste Bereiche des Lebens für eine klare Ansage. Wichtig ist immer, dass der Ausführende genau weiß, wen er damit erreichen will und was genau er mit dieser Maßnahme bezwecken möchte.

Wann sollte man auf eine klare Ansage verzichten?

Hier gehört immer ein gewisses Fingerspitzengefühl dazu, wenn man einen negativen Effekt vermeiden will. Es gibt durchaus Momente, in denen die Adressaten mit dieser Maßnahme nicht gut umgehen können oder sie vielleicht auch gar nicht verstehen oder nachvollziehen können.

Wer seine Autorität nicht nachhaltig beschädigen will, sollte dann lieber auf diese Aktion verzichten. Eine überzogene Ansage kann ansonsten genau den gegenteiligen Effekt erzielen und dafür sorgen, dass die Entwicklung in der Folge noch schlechter wird als zuvor. Auch Kinder und Familienangehörige können nicht immer gut damit umgehen und werden all zu oft vor den Kopf gestoßen und enttäuscht.

Die klare Ansage sollte also immer dann vermieden werden, wenn man sich als Ausführender im Vorfeld nicht wirklich sicher ist, dass eine Chance auf eine Akzeptanz und Verbesserung besteht. Ist das der Fall, helfen ein ruhiges und sachliches Gespräch oft mehr als ein künstlicher Sturm im Wasserglas.

Ein Fazit

Klare Ansagen können sehr vielfältig sein und immer individuell ausfallen. Alle haben aber miteinander gemeinsam, dass der Ausführende klar und deutlich auf ein ihm wichtiges Anliegen hinweist. Die jeweils Zuhörenden können bei ihr keine Missverständnisse heraushören und haben wenig Raum für anschließende Interpretationen. Klare Ansagen werden immer wieder gemacht werden und auch in der Zukunft ihren Raum in allen Bereichen des menschlichen Zusammenlebens und Interagierens besitzen.

Was bedeutet „orchestrieren“? Bedeutung, Definition, Erklärung


Was ist Orchestrierung und wie wird das „Orchestrieren“ durchgeführt? Was sind die Merkmale der Orchestrierung, die Geschichte des Orchesterarrangements – darüber soll es im weiteren Beitrag gehen.

Was bedeutet „orchestrieren“? Bedeutung, Definition, Erklärung

Orchestrierung, auch und Instrumentation genannt, ist das Arrangement oder Schreiben eines Musikstücks für verschiedene Instrumente. Als Begriff bezeichnet es normalerweise ein Musikstück, das für Orchester geschrieben wurde. Eine andere Bedeutung ist, ein Stück (z. B. ein Klavierstück), das ohne Rücksicht auf das Orchester geschrieben wurde, auf geeignete Orchesterinstrumente zu verteilen.

In den meisten Fällen ist das Orchesterarrangement Teil der Kompositionsarbeit, aber es gibt Fälle, in denen die beiden Werke unterschiedlich aufgeführt werden. Das sind die Orchesterbearbeitungen von Sir Edward Elgar, Arnold Schoenoerg und vielen anderen in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, zum Beispiel zu Händels Messias (1741; Christus), den Werken von Mozart oder J. S. Bach. Orchesterdirigenten können auch entscheiden, die Orchestrierung der von ihnen interpretierten Werke zu ändern. Aber diese Praxis ist heute nicht mehr so ​​beliebt wie früher. Im Gegensatz dazu gibt es eine gewisse Spezialisierung auf Unterhaltungsmusik. Oft kreiert der Komponist die Melodie, und der Organisator (Arrangeur) übernimmt die Harmonie und Orchestrierung.

Was ist Orchestrierung? Erklärung, Bedeutung, Definition

Orchesterarrangements entstanden wie das Orchester im 17. Jahrhundert. Claudio Monteverdi wollte, dass ein großes Ensemble aus Streich-, Holzblas- und Tasteninstrumenten in La favola di Orfeo (Die Legende von Orfeo) spielt, aber er zeigte nicht im Detail, wie die verschiedenen Instrumente verwendet werden würden. Sein II combattimento di Tancredi e Clorinda (Der Kampf von Tancredi und Clorinda) gilt als eine der ersten Orchesterbearbeitungen, obwohl nur vier Streicherstimmen erwähnt werden.

Streichinstrumente gelten seit Monteverdi als Fundament des Orchesters. Dazu kamen im 18. Jahrhundert Oboen, Fagotte und Hörner. Andere Instrumente wurden im Allgemeinen für besondere Anlässe verwendet. Zum Beispiel wurden Posaunen verwendet, um eine formelle Atmosphäre zu schaffen, und Trompeten und Trommeln wurden verwendet, um eine kriegerische Atmosphäre zu schaffen. Später schlossen sich Klarinetten dem Orchester an. Mozart liebte solche Instrumente besonders. Die von ihm geschriebenen Partituren für Blasinstrumente sind bis heute nicht fertiggestellt.

Fortschritte im Instrumentenbau im gleichen Zeitraum erhöhten auch die Flexibilität von Holzblasinstrumenten, und zu Ludwig van Beethovens Zeiten gelangte das Orchester zu seiner Standardzusammensetzung, die noch heute praktiziert wird. Es besteht aus fünf Streichern (erste und zweite Violinen, Bratschen, Celli und Kontrabässe), die mit Flöten, Oboen, Klarinetten, Fagotten, Hörnern, Trompeten und Posaunen sowie Pauken verbunden sind.

Viele der späteren Komponisten des 19. Jahrhunderts, insbesondere F. Liszt, R. Wagner, P. İ. Tschaikowsky und R. Strauss machten ausgiebigen Gebrauch davon. Weniger erfolgreich war dagegen die Orchesterbearbeitung von Musik von F. Chopin, R. Schumann und J. Brahms. Aber das lag daran, dass diese Komponisten die Variation der Klangfarbe in ihrer Musik nicht für eine besondere Show hielten. Tatsächlich waren insbesondere Brahms‘ feierliche und gemessene Orchesterarrangements so meisterhaft wie die Live-Resonanzböden von Strauss‘ Orchesterarrangements.

Im 9. Jahrhundert war es üblich, dass Komponisten ihre Werke in einer Art Skizzenform schrieben, zum Beispiel für Klavier, und sie dann orchestrierten. Im 20. Jahrhundert setzten viele Komponisten das Orchester sehr geschickt ein und komponierten direkt mit der Orchesterpartitur, ohne eine solche Vorstufe. So wurde die Orchestrierung zu einem integralen Bestandteil des Komponierens. Dies zeigt sich in der Musik von Claude Debussy. Aber es gibt auch Komponisten des 20. Jahrhunderts wie Maurice Ravel und Olivier Messiaen, die die Orchestrierung als eine ganz eigene Tätigkeit betrachteten und später eigene Werke, die sie zunächst für das Klavier geschrieben hatten, für Orchester arrangierten. Wenn Orchestrierung als die Kunst angesehen wird, mit gleichbleibenden Instrumenten neue Klänge, neue Farben und neue Effekte zu finden, so ist der vielleicht größte Meister darin im 20. Jahrhundert Igor Strawinsky.

Informationen über Orchester

Die Gruppe von Musikern, die sich unter der Leitung eines Dirigenten zusammenschließen, um musikalische Werke mit verschiedenen Instrumenten aufzuführen, wird als Orchester bezeichnet. Dieses Wort, das aus dem italienischen Wort „Orchester“ in unsere Sprache kam, leitet sich vom Wort „orkhesthai“ ab, was im Altgriechischen „tanzen“ bedeutet.

In heutigen Orchestern gibt es drei Ensembles: Blasinstrumente, Schlaginstrumente und Streichinstrumente. Obwohl die Anzahl der Blätter in jedem von ihnen nicht sicher ist, ist es wichtig, ein harmonisches Gleichgewicht zwischen den Blättern sicherzustellen. Außerdem gibt es je nach Instrumentenanzahl zwei Orchestergruppen als kleines Orchester und großes Orchester. Komponisten der Romantik schrieben ihre Werke oft auf der Grundlage großer Orchesterensembles. Der französische Komponist Hector Berlioz erklärte, dass ein normales Orchester aus 827 Personen bestehen sollte. Die heutigen Musiker hingegen haben die Idee eines großen Orchesters nicht favorisiert.

Neben großen und kleinen Orchestern rücken die Begriffe Sinfonieorchester und Philharmonie in den Vordergrund. Orchester mit fast allen Musikinstrumenten und rund 100 Personen werden als Sinfonieorchester bezeichnet. Zu Konzertzwecken gegründete Laien- oder Berufsensembles treten als Philharmonische Orchester auf. Zu den berühmten Orchestern gehören das London Philharmonic, das New Yok Philharmonic, das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks und das Ganja State Philharmonic Orchestra.

Was zeichnet eine gelungene Orchestrierung aus?

Der Prozess des Schreibens musikalischer Werke durch die Verteilung von Parteien auf verschiedene Instrumente, damit das Orchester spielen kann, wird als Orchestrierung bezeichnet. Streichinstrumente in einem Orchester machen zwei Drittel der Anzahl der Instrumente und Streichinstrumente aus, darunter Bratsche, Kontrabass, Harfe, Cello und Violine.

Musikalische Ensembles, die sich zusammenschließen, um ein bestimmtes Musikstück aufzuführen, werden vereinfacht als Orchester bezeichnet. Natürlich ist nicht jede Band ein Orchester und es gibt kleine Details! Trotzdem ist „Orchester“ an sich eigentlich ein ziemlich allgemeiner Begriff.

Kammerorchester, Sinfonieorchester, Philharmonisches Orchester

Genauer gesagt gibt es zwei Grundtypen von Orchestern: das Kammerorchester und das Sinfonieorchester.

Kammerorchester: Dies ist die Bezeichnung für kleine Musikgruppen mit 50 oder weniger Musikern. Kammerorchester wurden in der Antike gegründet, um kleine Versammlungen des Adels zu begleiten. Vor allem im 17. und 18. Jahrhundert war es ein Thema, auf das sich bedeutende Künstler wie Haydn, Mozart und Vivaldi stürzten. Obwohl die Instrumentenvielfalt von Kammerorchestern nicht zu erwarten ist, bestehen die meisten Kammerorchester aus Streichinstrumenten.

Sinfonieorchester: Sinfonieorchester sind Kammerorchestern überlegen, sowohl in Bezug auf die Anzahl der Musiker, die sie beherbergen, als auch auf die Vielfalt der Instrumente. In einem typischen Sinfonieorchester gibt es über 100 Künstler und die Instrumente sind in Gruppen wie Streicher, Bläser und Schlagzeug unterteilt. Beethoven, Brahms und Wagner haben mit ihren Symphonien die Musik des 19. Jahrhunderts gelenkt. Wenn ein Orchester die Kapazität und Vielfalt der Instrumente hat, um eine Symphonie zu spielen, wird dieses Orchester als Symphonieorchester betrachtet.

Es gibt auch eine Philharmonie. Philharmonische Orchester unterscheiden sich trotz anderer Bezeichnung in ihren technischen Eigenschaften nicht von Sinfonieorchestern. Der Unterschied ist folgender: Philharmonische Orchester werden von Stiftungen und der Privatwirtschaft gegründet und finanziert. Sinfonieorchester werden von öffentlichen Institutionen und Organisationen unterstützt.

Was bedeutet „rudimentär“? Bedeutung, Definition, Erklärung


Das Adjektiv rudimentär ist ein Synonym für unvollkommen, unzureichend, unausgebildet oder verkümmert. In der Biologie wird es oft verwendet, im allgemeinen Sprachgebrauch kennzeichnet es beispielsweise unvollkommen ausgebildete oder früher einmal vorhandene, aber inzwischen zurückgebildete Fähigkeiten.

Wortherkunft: Wo kommt „rudimentär“ her?

Das Wort leitet sich vom französischen rudimentaire ab, das dieselbe Bedeutung hat. Im Lateinischen bedeutet rudimentum so viel wie erster Versuch, Anfang oder Probestück, der Wortstamm lässt sich auf rudis für roh zurückführen.

Verwendung des Wortes „rudimentär“ außerhalb der Biologie

Mit rudimentär wird im übertragenen Sinne ein Verhalten bezeichnet, welches nicht dem Entwicklungsstand der betreffenden Person entspricht. Es ist somit eingeschränkt. Auch soziale Normen können bei manchen Menschen nur rudimentär vorhanden sein, so etwa ein gutes Benehmen, das sie einst erlernt und dann fast völlig vergessen haben. Rudimentäres Wissen ist durch lückenhafte oder zusammenhanglose Informationen gekennzeichnet, weil die Person entweder zu viel davon vergessen hat oder das Wissen nicht zum aktuellen Kenntnisstand auffrischte. Sehr viele Menschen mit gymnasialem Abschluss haben nach dem 40. Lebensjahr nur noch rudimentäre Kenntnisse von Integralrechnung und Quantenphysik.

Verwendungsbeispiele in der Umgangssprache: rudimentär

  • Der Kollege verfügt in diesem Bereich nur noch über rudimentäre Kenntnisse.
  • Mit lediglich rudimentären Informationen lassen sich keine guten Entscheidungen treffen.
  • Sein Zivilverstand ist höchstens rudimentär ausgeprägt.
  • In diesem Felsen sind rudimentäre Versteinerungen zu erkennen.
  • In all den Jahren hatte sie nicht einmal ihre ohnehin nur rudimentären lateinischen Kenntnisse genutzt.
  • Unser Wissen zu künstlichen Ökosystemen ist nach wie vor rudimentär.
  • In der aktuell vorliegenden Form ist Ihr Memorandum noch ausgesprochen rudimentär.
  • Sämtliche Techniken für die Umsetzung existieren bereits, wenn auch bislang nur in rudimentärer Form.
  • Auch in seiner rudimentären Form kann der Speicher überzeugen.

Rudimentäre Formen in der Biologie

Die Biologie nutzt das Adjektiv rudimentär für die Beschreibung diverser Organe des Menschen, von Tieren und Pflanzen, die nie vollständig entwickelt wurden oder sich während der Evolution zurückbildeten und über keine Funktion mehr verfügen. Das menschliche Steißbein gehört dazu, es ist die Rückbildung der Schwanzwirbelsäule unserer Vorfahren (sehr frühe Affenarten). Unser Ohr hat rudimentäre Muskeln, die es in grauer Vorzeit bewegen konnten. Es gibt Rudimente bei allen Organismen.

Sie belegen auf klassische Weise, wie die Evolution voranschreitet. In den meisten Fällen ging die Rudimentation (Rückbildungsprozess) von einem einst funktionsfähigen Stadium aus, manchmal führte sie auch zu einem Funktionswechsel. Hierfür ist der Blinddarm mit seinem rudimentären Wurmfortsatz ein gutes Beispiel. Einst gehörte er zum Darm, diese Funktion verlor er. Heute spielt er aber eine wichtige Rolle für das Immunsystem, weil er viele Lymphzellen beherbergt, welche Krankheiten abwehren.

Außerdem ist er ein Rückzugsort für nützliche Bakterien. Wenn eine Infektion Darmbakterien zerstört, überleben viele der nützlichen Sorten im Blinddarm. Die Zirbeldrüse ist ein interessantes rudimentäres Organ. Sie war einst ein lichtsensitives Scheitelauge („drittes Auge“), das auf Licht auf der Haut reagierte. Das macht sie in rudimentärer Form immer noch, sie beeinflusst die Melatoninausschüttung abhängig vom Tageslicht und beeinflusst damit unseren Wach-Schlafrhythmus. Allerdings ist sie längst nicht mehr als Quasi-Auge ausgeprägt, als das sie noch bei einigen Amphibien, Reptilien und Vögeln existiert.

Weitere Rudimente sind beim Menschen die verkümmerten Weisheitszähne, die ursprünglich zum Zahnschema gehörten, weil sie Reißzähne für rohes Fleisch und Kampfzähne waren, der Rest der Nickhaut, die einst ein drittes Augenlid war, die segmentierten und parzellierten Bauchmuskeln, die aus der Segmentierung des gesamten Körpers stammen, sowie die menschliche Körperbehaarung, die wir einst als Schutz gegen Kälte benötigten. Sehr viele Rudimente finden sich auch bei Tieren:

  • So hat der Bartenwal noch rudimentäre Hinterextremitäten. Als sie vor Jahrmillionen noch ausgebildet waren, konnte er sich damit an Land begeben.
  • Auch die Boa constrictor hat rudimentäre Hinterextremitäten (sogenannte Aftersporne), mit denen sie früher laufen konnte.
  • Wale haben einen rudimentären Beckengürtel, der darauf verweist, das ihre Vorfahren an Land lebten.
  • Höhlentiere haben rudimentäre Augen, die sie inzwischen nicht mehr brauchen,
  • Nacktschnecken tragen rudimentäre Gehäusereste mit sich herum.
  • An Blindschleichen sind rudimentäre Schulter- und Beckengürtelreste erkennbar,
  • beim Kiwi stummelförmige Flügelreste,
  • an den Flossen von Seelöwen und Walrossen rudimentäre Nägel,
  • bei den Pferden die Griffelbeine (ehemalige Mittelfußknochen),
  • beim Hund die Wolfskralle und
  • bei den Hirschen die reduzierten Eckzähne.

Rudimente bei Pflanzen sind beispielsweise die zurückgebildeten Staubblätter von Rachenblütlern (Scrophulariacea).

Wie entsteht biologische Rudimentation?

Eine biologische Rückbildung entsteht, wenn Stellen der DNA keinem positiven Selektionsdruck ausgesetzt sind und daher Mutationen ansammeln können, die insgesamt den Organismus nicht negativ beeinflussen. Das Merkmal der Population verkümmert auf lange Sicht, verschwindet aber nicht gänzlich, weil es nicht stört. Die biologische Fachsprache nennt das Phänomen eine regressive Evolution. Nicht immer sind rudimentäre, funktionslose oder funktional veränderte Organe vollkommen unschädlich. Sie können gesundheitliche Beschwerden verursachen, wie wir von den Weisheitszähnen und dem Blinddarm wissen: Beides kann sich entzünden oder (Weisheitszähne) völlig falsch im Weg stehen und muss dann entfernt werden.

Rudimentäres Verhalten: Erklärung

Das rudimentäre Verhalten gehört in den biologischen Kontext, es hat nichts der umgangssprachlichen Verwendung des Wortes rudimentär zu tun. Viele Reflexe des menschlichen Säuglings gehören dazu.

Der bekannteste ist der Greifreflex, der in unserer stammesgeschichtlichen Entwicklung für Affensäuglinge überlebenswichtig war. Das Affenbaby greift reflexartig nach dem Fell seiner Mutter und krallt sich dort fest, während sich diese von einem Ast zum nächsten hangelt oder auf allen vieren fortbewegt und dabei ihr Baby nicht festhalten kann. Das menschliche Baby zeigt denselben Greifreflex, den es nicht braucht: Seine Mutter hat kein Fell und läuft immer auf zwei Beinen, sodass sie ihren Säugling im Arm tragen kann. Als rudimentäres Verhalten hat sich der Reflex dennoch gehalten und ist sogar schon in der 32.

Schwangerschaftswoche ausgebildet. Dort erscheint er vollkommen überflüssig, aber sein Eintrittszeitpunkt ist logisch: Er entspricht der Trächtigkeitsdauer von Menschenaffen. Dies beweist auch, dass es sich um einen rudimentären Reflex handelt, der nach wie vor zu jenem Entwicklungszeitpunkt entsteht, ab dem er früher überlebenswichtig war. Ein anderes rudimentäres Verhalten ist das zusammengekrümmte Hinlegen in Embryonalstellung von depressiven und/oder suchtkranken Personen. Sie regredieren in den schützenden Mutterleib zurück bzw. wünschen sich dies.

Was bedeutet „wuschig“? Bedeutung, Definition, Erklärung


Der Terminus „wuschig“, ein Adjektiv, ist für die meisten Menschen nicht eindeutig — wuschig hat verschiedene Bedeutungen. Wer wuschig ist, befindet sich normalerweise in einem Zustand, der von Verwirrung, Unruhe oder auch Aufregung gekennzeichnet ist. Wuschig sein oder aber wuschig gemacht werden, kann allerdings durchaus in einem anderen Sinn gemeint und verwendet sein.

Das praktisch ausschließlich umgangssprachlich zum Einsatz kommende Wort stammt ursprünglich aus dem Norddeutschen (Mecklenburg-Vorpommern sowie Brandenburg), wo sich auch eine leichte Sinnverschiebung eingestellt hat — es stand für „unsorgsam“ und „fahrig“. Auch wird es nicht nur in der hochdeutschen, sondern auch der plattdeutschen Umgangssprache verwendet. Dabei wird der Begriff praktisch nur in der gesprochenen Sprache angewendet. Damit findet er beispielsweise keine Verwendung in Behördenangelegenheiten wie auch bei Bewerbungen. Er wurde insbesondere für nervös, unruhig oder unbekümmert verwendet. Es handelt sich um eine Ableitung der Worte wuseln wie auch wuscheln.

Missverständnisse bei Verwendung des Begriffs „wuschig“

Der Terminus „wuschig“ wird überhaupt erst seit 2004 im Duden gelistet. Hier sind die Begriffe unruhig sowie verwirrt, doch auch erregt aufgeführt. Damit wird schon deutlich, dass dieser Begriff bei unachtsamer Verwendung leicht zu Mißverständnissen beziehungsweise zu einem Tritt ins bekannte Fettnäpfchen führen kann. Deshalb empfiehlt es sich auch, diesen umgangssprachlich geprägten Begriff nicht in der Fachliteratur zu verwenden. Auch sollte er besser nicht bei offiziellen wie auch beruflichen Gesprächen zur Anwendung kommen. Demgegenüber bietet er sich für private Gespräche an — insbesondere dann, wenn Sie sich in einer nahen wie auch relativ intimen Verbindung zu dem Gesprächspartner befinden.

Falsche Verwendung des Begriffs „wuschig“

Es wäre durchaus fatal, wenn jemand zu seinem Chef sagen würde, dass er ihn verwirrt oder wuschig macht. Dies wird sicherlich nicht unbedingt richtig interpretiert und kann Nachteile bedeuten — natürlich nicht für den Chef. Wenn allerdings einem attraktiven Mann oder einer hübschen Frau auf eine freundliche und unaufdringliche Art mitgeteilt wird, dass er beziehungsweise sie einen geschlechtlich nervös macht, dann erscheint wuschig exakt der richtige Begriff zu sein. Dabei handelt es sich in diesem Fall um einen im Prinzip harmlosen Begriff.

Wer sich mit seinem Schwarm trifft und feststellt, dass letzterer sich aufreizend bewegt, der kann auch durchaus sagen: „In diesem Kleid oder in dieser knallengen Jeans machst du mich ordentlich wuschig.“ Wer mit einer anderen Person chattet und merkt, dass es Zug um Zug intensiver wird, kann es auch zum Ausdruck bringen. In dieser Situation kann die andere Person ebenfalls ein Kompliment abgeben und beteuern, dass sie das Gespräch inzwischen schon wuschig macht. In diesen beiden Fällen handelt es sich um Komplimente, welche einen leicht romantisch angehauchten Background besitzen. Aus diesem Grund empfiehlt sich die Verwendung dieses Begriffs auch nur dann, wenn einem das Gegenüber bekannt ist oder sich die Beziehung auf einer freundschaftlichen Basis bewegt. Wie auch immer — wer den Terminus doch einmal falsch verwendet, der sollte sofort darauf hinweisen und eine Erklärung abgeben. Am besten erweist sich ein Verweis auf den Duden. Damit entspannt sich die Situation — es wird bestimmt niemand böse sein, allenfalls kommt allgemeines Gelächter auf.

Keine Frage: Bei dem Begriff „wuschig“ kann es leicht zu Missverständnissen kommen. Deshalb empfiehlt es sich, bei dessen Verwendung Vorsicht walten zu lassen, damit nicht einer der Beteiligten am Ende noch — bewusst oder unbewusst — zur „Lachnummer“ wird.

Was bedeutet „suboptimal“? Bedeutung, Definition, Erklärung


Viele Menschen sprechen von suboptimalen Situationen, die sie im privaten oder beruflichen Alltag erleben. Doch was ist damit konkret gemeint? Wo liegt der Unterschied zwischen optimal und suboptimal? Welche Wege gibt es vom suboptimalen zum bestmöglichen Sachverhalt?

Was bedeutet „suboptimal“? Bedeutung, Definition, Erklärung

Sub steht in der englischen Sprache für „unten“. Das bedeutet, der beschriebene Zustand ist nicht befriedigend oder manchmal einfach „schlecht“. Daraus folgt eine Aufforderung zur Verbesserung der jeweiligen Situation mit allen damit verbundenen Komponenten oder Faktoren.
Einige verwenden den Ausdruck auch lakonisch, um jemanden oder etwas herabzuwürdigen.

Das Gegenteil vom Suboptimum ist das Optimum. Es beschreibt einen bestmöglichen Zustand oder das dazu passende bestmöglichste Ergebnis, das mit maximalem Aufwand erzielt werden kann. Dabei werden alle personellen, finanziellen und materiellen Mittel eingesetzt. Es ist jedoch noch nicht das Ideal. Um dieses anzustreben, setzen die Verantwortlichen auf neueste Techniken und vielschichtige innovative Maßnahmen, die eventuell noch erprobt werden. Allerdings können sie das Ideal nicht erreichen, da es immer oberhalb des eigentlichen Optimums liegt.

Wo kommen suboptimale Situationen vor?

In der Wirtschaft ist die Effizienz besonders wichtig. Deshalb muss ein Unternehmen oder die öffentliche Hand stets den größten Ertrag bei minimierten Aufwendungen erzielen.

Wird beispielsweise aus einem Lager ein Produkt benötigt, dann sollte es schnellstens zur Verfügung stehen. Muss ein Mitarbeiter dieses aber umständlich in mehreren unübersichtlichen Regalen suchen und im Anschluss zu Fuss über eine längere Strecke transportieren, so entstehen überflüssige Personal- und Lagerkosten.

Günstiger sind systematische und mit den Datenerfassungsprogrammen kombinierte Lagerwirtschaften. Hier kann der Mitarbeiter das Produkt bei der Einlagerung und Entnahme einscannen. Bei der Suche hilft die EDV, mit der der Artikel erfasst und einem speziellen Platz innerhalb der Regale zugeordnet werden kann. Überflüssige Wege und Suchaktivitäten entfallen, während der Lagerbestand stets auf dem aktuellen Stand ist.

Genauso wichtig ist die Sicherheit. Wird das Lager nach der Errichtung ständig genutzt, aber nicht auf sicherheitsrelevante Kriterien überprüft, spricht man auch von suboptimalen Bedingungen. Der Gesetzgeber sieht deshalb Inspektionen in regelmäßigen Abständen vor, die von unabhängigen Inspektoren vorgenommen werden müssen.

Gleiches gilt für Automobile. Lässt sich das betreffende Auto noch fahren, kann es sich aber trotzdem in einem suboptimalen Zustand befinden. Im Rahmen der gesetzlichen Untersuchung des technischen Überwachungsvereins werden alle Komponenten des Fahrzeugs auf die Verkehrstüchtigkeit im öffentlichen Verkehr geprüft. Fallen Problembereiche auf, wie beispielsweise abgefahrene Bremsen oder eine abgenutzte Lichtmaschine, wird dem Halter die Prüfplakette versagt. Er muss seinen Wagen in eine zugelassene Reparaturwerkstatt bringen, wo das Fahrzeug in einen optimalen Zustand versetzt wird. Im Anschluss folgt eine weitere Kontrolle durch den Überwachungsverein, die mit der Freigabe für den Straßenverkehr enden sollte.

Wie wird der suboptimale in einen optimalen Zustand verwandelt?

Unternehmen müssen jeweils Gewinne erzielen. Das bedeutet gleichzeitig die Reduzierung von Aufwendungen. Eine Möglichkeit besteht in der bereits skizzierten rational organisierten Lagerhaltung. Die Optionen reichen jedoch noch weiter.

Fast alle Firmen führten deshalb ihre Controlling-Abteilungen ein. Im Controlling arbeiten die Spezialisten, die zuvor beispielsweise Betriebswirtschaftslehre studiert haben. Ihre Funktionen bestehen in der Suche von kostenorientierten Schwachstellen in der Produktion, Lagerhaltung und Administration. Alle Bereiche werden Schritt für Schritt analysiert. Dabei lokalisiert man alle überflüssigen Arbeitsschritte und stellt die damit zusammenhängenden Kostenfaktoren fest. Bei der Soll-Ist-Analyse werden alle überflüssigen Aufwendungen geprüft und leistungsorientierte Optionen festgelegt. Das betrifft beispielsweise die beschäftigten Arbeitnehmer, die Arbeitsmittel und die Arbeitswege. Dazu kommen Kostenfaktoren wie Materialien und Betriebskosten.

Eine der ersten Maßnahmen bestand in der Einführung einer leistungsfähigen EDV. Vor der Aktivierung von Test- und Tabellenkalkulationsprogrammen wie Word und Excel mussten Briefe mit der Schreibmaschine verfasst werden. Für den Durchschlag verwendeten die Mitarbeiter Kohlepapier. Archive waren sehr aufwendig und bestanden nur aus Aktenordnern oder Magnetbändern. Es gab keine optimierten Suchmaschinen, mit denen die benötigten Informationen und Daten schnell und zeitnah zur Verfügung standen.

Mit der Automatisierung wurden die meisten Arbeitsschritte vereinfacht. Allerdings führte die neue Technik auch zum Personalabbau, der mit der Optimierung der Leistungen verbunden war.

Suboptimale Bedingungen in der Umwelt

Jeder, der Zeitung liest oder Fernsehen sieht, hat vom Klimawandel gehört. Er ist das Ergebnis einer suboptimalen Gesellschafts- und Wirtschaftspolitik, so wie sie auf dem gesamten Erdball betrieben wird.

Da teilweise wenig Rücksicht auf den CO²-Ausstoß in Wirtschaftsbetrieben sowie in privaten Haushalten genommen wird, kommt es zu einer Klimaerwärmung. Diese führt zunehmend zu Klimakatastrophen wie Wirbelstürmen. Diese treten mittlerweile auch in Ländern auf, die zuvor mit diesem Phänomen nicht konfrontiert worden sind. Klimaaktivisten fordern deshalb den Ausbau von Erneuerbaren Energien. Der optimale Zustand kann jedoch nur hergestellt werden, wenn sich alle Länder der Erde um umweltverträgliche Lebensbedingungen bemühen und diese kurzfristig durch Gesetze und Verordnungen umsetzen.

Was können die Unternehmen tun, um suboptimale Bedingungen abzuschaffen?

Wo Menschen arbeiten und Geld verdienen möchten, kommt es auch auf zielführende und tragbare Ergebnisse an. Diese werden durch gut ausgebildete und motivierte Mitarbeiter erreicht. Firmen, die keine finanziellen Mittel in die Fortbildung ihrer Mitarbeiter investieren, bleiben auf Dauer auf einem suboptimalen Level, der sich eventuell in einer späteren Insolvenz widerspiegelt.

Unternehmen, die ihr Personal zu Fortbildungen schicken und sich um anständige soziale Bedingungen innerhalb der firmeneigenen Struktur bemühen, erreichen hingegen stets einen optimalen Ausgangspunkt. Das gilt auch, wenn einige Abteilungen vorerst noch nach suboptimalen Prinzipien tätig sind und in naher Zukunft von einer fortschrittlichen Unternehmenspolitik profitieren.

Suboptimale Bedingungen in Schulen

Die Schule ist der Ausgangspunkt des Lebens. Hier werden die neuen Manager, Unternehmensgründer und Mitarbeiter von morgen für ihre Zukunft vorbereitet. Aus diesem Grund ist es besonders wichtig, dass die Lehrinstitute mit den neuesten technischen Mitteln ausgestattet sind, die auch in der Wirtschaft zum Einsatz kommen. Nur, wenn die Schülerinnen und Schüler bereits in den Anfängen mit den Programmen effektiv arbeiten können, werden sie später bei den Unternehmen, die sie ausbilden, allen Anforderungen gerecht werden.

Fazit: Was bedeutet „suboptimal“?

Suboptimal ist das Gegenteil von optimal. Wo suboptimale Zustände herrschen, müssen diese maßgeblich und schnell verbessert werden. In Unternehmen und bei der öffentlichen Hand kümmern sich die Controller darum, dass effektivere Arbeitswege gefunden werden
Teilweise verwenden Menschen die Bezeichnung suboptimal jeweils auch als lakonische oder zynische Umschreibung.

Sie wollen damit zum Ausdruck bringen, dass es nicht nur besser laufen kann, sondern eigentlich schlecht um einen bestimmten Sachverhalt bestellt ist. Hierbei kann es sich um die politische Lage, ein Unternehmen oder sonstiges Thema handeln. Ist ein Film, Buch oder Theaterstück als solches suboptimal, klingt es im ersten Augenblick eigentlich gut. Man verbindet die erste Silbe Su dann fälschlicherweise mit dem englischen Wort „Super“. Doch gemeint ist an dieser Stelle stets das Gegenteil.

Zentrale Themenbereiche, in denen die suboptimalen Zustände unbedingt in optimale umgewandelt werden müssen, sind die Umwelt, die schulische Ausbildung sowie die damit verbundene technische Ausstattung.

Was bedeutet „lethargisch“? Bedeutung, Definition, Erklärung


Der Begriff „lethargisch“ leitet sich aus dem altgriechischen „lethargia“ (Schlafsucht) ab und bedeutet: „an einer Lethargie leidend“. Er kann sich sowohl auf den körperlichen als auch den seelischen Zustand einer Person beziehen. Neben Menschen können auch eine ganze Bevölkerunggruppe, eine Firma, eine Institution oder Tiere als lethargisch bezeichnet werden.

Der Begriff „lethargisch“ im medizinischen Zusammenhang

Es handelt sich ursprünglich um einen Fachausdruck aus dem medizinischen Bereich. Ein lethargischer Zustand äußert sich rund um die Uhr in Form von Schläfrigkeit und erhöhter Reizbarkeit. Ein Mangel an erholsamem Schlaf führt zu verringerter Aufmerksamkeit und mangelndem Leistungsvermögen. Dies äußert sich in einer langsamen bis ausbleibenden Reaktionsfähigkeit, die oft von Herzrasen und Gewichtszunahme begleitet wird.

Ein lethargischer Zustand ist keine eigene Krankheit, sondern ein Symptom für ein anderes Leiden. Sowohl Gehirntumore oder erhöhter Blutdruck, als auch Herzschwäche oder Stoffwechselerkrankungen können die Ursache sein, in seltenen Fällen ist es auch die Europäische Schlafkrankheit.

Ein lethargisches Befinden kann auch als Reaktion auf ein psychisches Leiden darstellen, zum Beispiel als Folge einer Depression. Möglicherweise hat ein Mensch auch einen schweren Verlust erfahren, den er erst verarbeiten muss – in diesem Fall handelt sich bei der auftretenden Lethargie um einen vorübergehenden Zustand.

Als Auslöser für lethargische Symptome kommen auch die Einnahme beruhigender Medikamente oder Alkoholmissbrauch infrage. Weitere denkbare Ursachen wären Schlafmangel oder nächtliche Atemprobleme. Bei fehlendem Schlaf führt eine Änderung der Lebensführung meist schnell zu einer Besserung

„Lethargisch“ als Bezeichnung für ein Verhalten

Ab dem 18. Jahrhundert benutzt man den Ausdruck für die Beschreibung allgemeiner Teilnahmslosigkeit und fehlendem Interesse. Darüber hinaus bezeichnet der Begriff „lethargisch“ auch Faulheit, Passivität oder dauernde Müdigkeit. Durch zu langes und häufiges Zögern verpasst ein Mensch wichtige Gelegenheiten und nutzt seine Chancen nicht in ausreichendem Maße.

Adressaten der Einordnung als „lethargisch“ sind oft in sich gekehrte, eher zurückhaltende und schüchterne Personen. Für diese Zuordnung fehlt eine logische Begründung, denn sie basiert nur auf einem oberflächlichen und äußeren Eindruck. Während ruhigere Menschen konzentrierter über ein Thema nachdenken und Fragen gründlicher auf den Grund gehen, erscheinen sie aus dem Blickwinkel eines geselligen und ungeduldigen Menschen manchmal als „lethargisch“.

Eine Stufe negativer ist die Nutzung des Ausdruckes „lethargisch“ zur Charakterisierung von langweiligen und untätigen Menschen, die keine Interessen entwickeln und sich zu nichts bewegen lassen. Der Begriff steht in diesem Fall für „behäbig“ und „schwerfällig“ und kritisiert die Unfähigkeit, etwas an seinem Leben zu ändern. Ein lethargischer Mensch gilt als passiv und willenlos – ihm wird unterstellt, dass er sich gehen lässt, weil ihm die nötige Disziplin fehlt.

Der Begriff „lethargisch“ wird manchmal auch im Sinne von „temperamentlos“ verwendet. Er bezieht sich dann auf Menschen, denen man unterstellt, dass sie keine Gefühle entwickeln.

Abgrenzung zwischen „lethargisch“ und „apathisch“: Unterschied

Manchmal verwendet man den Ausdruck „lethargisch“ gleichbedeutend mit „apathisch“, da die Übergänge zwischen beiden Zuständen fließend erscheinen. Der Begriff „Apathie“ leitet sich aus dem griechischen „apatheia“ (Gefühllosigkeit) ab und bezeichnet eine Erkrankung des zentralen Nervensystems. Ein apathischer Mensch ist im Gegensatz zu einer lethargischen Person völlig emotionslos und zeigt keine Reaktionen mehr auf äußere Reize. Apathie tritt oft bei fortgeschrittener Demenz oder bei psychischen Erkrankungen auf – in manchen Fällen ist sie Folge traumatischer Erlebnisse.

Was bedeutet „bescheuert“? Wortherkunft, Bedeutung, Definition, Erklärung


Als „bescheuert“ wird meist abwertend eine Situation, eine Person oder ein Gegenstand bezeichnet, wenn diese bzw. dieser unerfreulich, dumm, fehlplatziert oder falsch erscheint. Bei Personen insbesondere, um zu verdeutlichen, dass es wem an Verstand oder Vernunft mangelt.

Was bedeutet „bescheuert“? Wortherkunft, Bedeutung, Definition, Erklärung

Im zwischenmenschlichen Gebrauch stellt dieser Ausdruck „bescheuert“ eine Abwertung und Beleidigung dar. Auf die eigene Person bezogen kann es bedeuten, dass man benommen, verwirrt oder einem schwindelig ist. In Bezug auf einen Gegenstand kann es je nach Betonung ernsthaft oder humorvoll und akzeptierend gemeint sein. Dabei besteht in der Regel die Schlussfolgerung, dass entweder der Konstrukteur oder Besitzer diese Eigenschaft vorweisen müsste.

Eine ähnliche Bedeutung vermitteln die Wörter bekloppt, behämmert und das veraltete Wort beschruppt. Aufgrund dieser gemeinsamen Anwendung, ist der Ursprung des Wortes am wahrscheinlichsten im Verb scheuern zu finden, welches möglicherweise über das Niederländische aus dem französischen Wort für reinigen entlehnt wurde und umgangssprachlich für schlagen oder prügeln steht. Daher entstammt möglicherweise auch die Formulierung, jemandem den Kopf zu waschen.

Eine weitere Möglichkeit besteht darin, dass das Wort etwas mit der Scheu zu tun hat, die einer Person anerzogen wurde oder die jemand aufgrund von geistigen Defiziten hatte. Man ging somit davon aus, dass dieser z. B. durch unverhältnismäßig harte Erziehung oder gar körperliche Gewalt, mentalen Schaden erlitten hat. So kann in der Folge dessen jemand eine psychische Störung, Mutlosigkeit und Entscheidungsunfähigkeit aufweisen. Es konnten auch Menschen mit körperlichen oder geistigen Behinderungen damit gemeint sein, meist wenn sie diese von Geburt an hatten. Sie wurden dann im Familien- und Gesellschaftsleben oft vernachlässigt und abwertend behandelt.

Wann nannte man jemanden bescheuert?

Das Scheuern ist eine Tätigkeit, bei der man einen Gegenstand oder eine Oberfläche poliert oder glättet. Hierbei wird etwas mit einem groben Mittel durch gründliches grobes Reiben oder Schrubben gesäubert, gereinigt. Das Grammtisch-kritische Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart von 1807 erwähnt: „Jemandem den Kopf scheuern, figürlich, ihm einen derben Verweis geben.“ Wurde also jemand so lange geschlagen oder geprügelt, bis er den Verstand verloren hat, so galt dieser danach als bescheuert. Allerdings sprach man schon von Scheuern, wenn der Schlag nur einmal erfolgte, wie bei einer Backpfeife oder Ohrfeige.

Deswegen auch die Synonyme bekloppt, welches von kloppen, klopfen, hauen, und behämmert, welches von hämmern oder schlagen kommt. Heutzutage meint man mit bescheuert eher, dass derjenige diese Abreibung bzw. diese Prügel verdient hätte, da es ihm an Verstand mangeln würde. Diese Beschimpfung ist allerdings meist übertrieben aus dem Affekt heraus und basiert logischerweise auf subjektiver Wahrnehmung.

Der Ausdruck „bescheuert“ ist gemäß dem Illustrierten Lexikon der deutschen Umgangssprache (1982) für diese beschriebene Anwendung seit etwa 1900 belegt. Besonders seit den 1960er Jahren hört man diese Formulierung vermehrt.

Synonyme für „bescheuert“

Absurd, Ärgerlich, begriffsstutzig, behämmert, bekloppt, beknackt, beschränkt, blöd, dämlich, dumm, sinnlos, unerfreulich, verrückt.

Beispiele

Ich finde das bescheuert, dass ich das schon wieder machen soll.
– Man fühlt sich mit der Situation unwohl.

Du musst bescheuert sein, wenn du das machst.
– Man unterstellt jemandem evtl. ein schlechtes Urteilsvermögen.

Dein Hut sieht ganz schön bescheuert aus.
– Entweder man kritisiert dadurch den Gegenstand oder erfreut sich daran.

Was bedeutet „Schmock“? Wortherkunft, Bedeutung, Definition, Erklärung


„Schmock“ ist ein jiddisches Schimpfwort. „Schmock“ hat viele Bedeutungen, die alle abwertend gemeint sind. Das Wort selbst ist in Deutschland zwar schon lange bekannt, kommt heutzutage in deutschsprachigen Texten aber kaum noch vor. Eine „Renaissance“ erlebte das Schimpfwort Ende des 20. Jahrhunderts in der Jugendsprache.

Die Herkunft von „Schmock“

Der Begriff „Schmock“ ist in Deutschland schon seit Mitte des 19. Jahrhunderts bekannt. Seine Bekanntheit geht auf das äußerst erfolgreiche Lustspiel „Die Journalisten“ von Gustav Freytag aus dem Jahr 1854 zurück. Darin geht es um einen jüdischen Journalisten namens Schmock, der „jiddelndes Deutsch“ spricht und insgesamt als „typisch jüdisch“ angelegt ist. Dieser Journalist wird als gesinnungslos, käuflich und skrupellos dargestellt.

Basierend auf diesem antisemitischen Klischee wurde „Schmock“ die Bezeichnung für einen Menschen ohne moralische Haltung, der sich opportunistisch immer für die Seite entscheidet, aus der das Geld kommt. Aus diesem Grund zählt das antisemitische, klischeebehaftete „Schmock“ Freytags „zum kulturell-kommunikativen Erbe, judenfeindliche Animositäten zu verbalisieren, ohne dass man den Autor als Judenhasser charakterisieren könnte“ (Quelle des Zitats: https://www.juedische-allgemeine.de/kultur/journalisten-und-andere-schmocks/).

Das jiddische Schmock meint zunächst einmal gehaltloses, effektheischendes Gerede. Solch leeres und geschwollenes Gerede wurde auch als „verschmockt“ bezeichnet. Der Begriff „Schmockerei“ bedeutete so viel wie „Gewäsch“.

Eine weitere Bedeutung hatte Schmock als Schimpfwort mit der etwas vagen Bedeutung von Dandy, Snob oder selbstgerechtem Trottel.

Im Jiddischen hat Schmock auch eine obszöne und äußerst abwertende Bedeutung, denn Schmock kann auch als „Penis“ übersetzt werden. Diese Bedeutung war umgangssprachlich schon gegen Ende des 19. Jahrhunderts in Wien im Umlauf und wurde erst 1938 mit dem Anschluss Österreichs an Deutschland nicht mehr verwendet. Fritz Löhner-Beda verwendet 1909 den Begriff Schmock für einen jüdischen, das heißt in diesem Fall konkret für einen beschnittenen Mann. Ursprünglich stammt das Wort Schmok vom ostjiddischen „shmok“ ab. Die vulgäre Bedeutung leitet sich vom Altpolnischen „smok“ ab, was wiederum „Ringelnatter“ bedeutet.

Heutzutage wird Schmock bevorzugt in der Jugendsprache verwendet. Hier wird der Begriff ebenfalls ausschließlich abwertend verwendet und erinnert nur noch entfernt an die ursprüngliche Bedeutung. Das jugendsprachliche „Schmock“ bedeutet zum einen so viel wie schmieriger oder klebriger Dreck. Vermutlich geht diese Bedeutungsvariante auf das US-Amerikanische zurück, wo es als Schimpfwort die vulgäre Bedeutung von „Schwanz“ oder auch „Arschloch“ hat. Zum anderen ist mit Schmock eine verachtenswerte Person, ein Trottel oder ein Idiot gemeint. In etwas abgemilderte Bedeutung kann Schmock auch für eine naive und leicht zu täuschende Person verwendet werden.

Schmock in der heutigen Umgangssprache

Der Begriff Schmock geriet nach dem Zweiten Weltkrieg in Deutschland in Vergessenheit. Das hatte natürlich damit zu tun, dass die jüdische Kultur zerstört war und es in Deutschland kaum noch Juden gab. Schmock tauchte in den 1990er-Jahren in der deutschen Jugendsprache wieder auf. Verstärkt wurde er in den Nuller-Jahren verwendet, ist seither aber wieder stark rückläufig.

In der Jugendsprache wird Schmock in drei verschiedenen Bedeutungen verwendet:

  • als scherzhafte Bezeichnung für einen Dummkopf, Tollpatsch oder Tölpel bzw. für einen Menschen, dem es an Intelligenz mangelt
  • als abwertende Bezeichnung für jemanden, der sich wie ein Snob aufführt, eitel und arrogant ist oder sich auffällig anders verhält, als es in der Allgemeinheit angebracht wäre
  • als vulgäre Bezeichnung für „Schwanz“ oder in Anlehnung daran auch für Dreck oder Mist.

In der Jugendsprache wird das Wort Schmock situationsbezogen verwendet, ohne damit eine antisemitische Haltung auszudrücken. Vermutlich ist seine Verwendung kein Rückgriff auf das Jiddische, wie es vor dem Zweiten Weltkrieg in Deutschland noch anzutreffen war. Viel eher kam es aus dem Amerikanischen wieder zurück in die deutsche Sprache.

In Nordamerika leben viele jiddisch sprechende, aus Osteuropa in die USA eingewanderte Juden. Es ist sehr gut möglich, dass das Wort „Schmock“, das im amerikanischen Slang „Schmuck“ geschrieben und als Schimpfwort verwendet wird, über die Jugendkultur verbreitet und in die deutsche Jugendsprache integriert wurde. Ins Deutsche übersetzt bedeutet es Arschloch, Schwachkopf, Idiot oder Trottel. Für nicht-jiddisch sprechende Personen hört sich die Bezeichnung „Schmock“ weniger drastisch an, als sie ist, was die „Beliebtheit“ des Wortes und die weitverbreitete Verwendung erklären würde.

Was bedeutet „pittoresk“? Wortherkunft, Bedeutung, Definition, Erklärung


Der Begriff pittoresk stammt ursprünglich aus dem Französischen, wo die Schreibweise pittoresque lautet. Allerdings geht der Begriff auf die italienische Bezeichnung pittoresco zurück. Es handelt sich dabei um eine Ableitung des Substantivs pittore. Maler ist die deutsche Übersetzung. Pictor war übrigens die lateinische Bezeichnung für den Malerberuf.

Was bedeutet pittoresk? Eigenschaften, Bedeutung

Im nachfolgenden Text erfolgt eine Beschreibung des Begriffs pittoresk. Als Synonyme für das Adjektiv pittoresk kommen die Eigenschaftswörter beschaulich, malerisch und lauschig in Betracht. Mit dem Begriff lassen sich Orte, Städte sowie Landschaften beschreiben.

Das Dorf ist pittoresk. Wofür steht diese Beschreibung? Es heißt, dass das Dorf schön, friedlich und malerisch – wie auf einem Bild aussieht. Besucher hegen Bewunderung und schauen sich dieses Dorf somit gerne an.

Pittoresk besagt, dass eine Umgebung so malerisch schön ist, als hätte ein Maler sie kreiert. In der Umgangssprache nutzt so gut wie niemand dieses Adjektiv. Es fällt in die Kategorie der gehobenen Sprache. Somit versteht auch nicht jeder den Begriff pittoresk. Zudem kommt das Wort nur dann zum Einsatz, wenn es darum geht, eine gesamte Erscheinung zu beschreiben. Sie erweckt den Eindruck, von einem Künstler geschaffen worden zu sein.

Bedeutung: Was ist pittoresk?

Eignet sich pittoresk, um kleinere Gegenstände zu beschreiben? Nein, denn in der Regel steht das Adjektiv für große Erscheinungen. Diese zeichnen sich zudem durch zahlreiche Details aus. Idealerweise sind diese perfekt aufeinander abgestimmt. Infolgedessen wirkt die Erscheinung künstlerisch wertvoll. Deshalb bezeichnen die Betrachter Orte, Landschaften sowie Architekturbauten als pittoresk.

Sind Lebewesen oder Gebrauchsgegenstände ebenfalls pittoresk? Sofern sie nicht durch eine malerische Optik überzeugen und sich keineswegs in das pittoreske Erscheinungsbild einordnen lassen, lautet die Antwort auf diese Frage: Nein, weder Lebewesen noch Gegenstände sind pittoresk.

In der Umgangssprache kursiert häufig eine Verwechslung. Nutzer gebrauchen den Begriff pittoresk als Synonym zu niedlich. Allerdings trifft das nicht zu. Denn damit ist gemeint, dass eine Sache den Eindruck erweckt, als hätte sie ein Maler kreiert und in der Welt platziert, weshalb die Gesamterscheinung pittoresk wirkt.

Worin liegt der Unterschied zwischen pittoresk und schön?

Schöne Orte, Landschaften und Objekte fesseln den Anblick des Betrachters. Pittoreske Sehenswürdigkeiten hingegen punkten mit speziellen Eigenschaften, die sich lediglich mithilfe von professioneller Malerei darstellen lassen.

Pittoresk kann nur etwas sein, was das Auge im positiven Sinne reizt und anspricht: Es ist zur malerischen Nutzung geeignet. Der Ort, die Stadt, das Dorf oder die Landschaft sind mit einem Reichtum von Farbtönen geschmückt. Erst mithilfe der Farben und des Lichts erhalten sie ihren Reiz und die damit verbundene höhere Bedeutung.

Fazit: Pittoresk ist kein universelles Adjektiv

Pittoresk ist ein Adjektiv, welches lediglich in der gehobenen Sprache als Fremdwort für malerische Orte, Landschaften, Städte und Bauten dient. Es fungiert keineswegs als Synonym für schön, niedlich oder sonderbar. Stattdessen steht der Begriff für die Beschreibung einer Erscheinung, welche den Eindruck erweckt, von einem Maler erschaffen worden zu sein. Als einziges Synonym kommt somit die Bezeichnung malerisch in Betracht. Dabei handelt es sich zugleich um die deutsche Übersetzung des französischstämmigen Eigenschaftsworts.

Was bedeutet „verarschen“? Bedeutung, Definition, Erklärung


Verarschen kommt aus dem Mittelalter. Damals ließ man die Hose herunter und entblößte den nackten als auch schmutzigen Hintern. Auf diese Art sagte die oder der Betreffende, das ihm der Adressat der Nachricht nicht nur egal, sondern sehr verhasst war. Hohn war ebenfalls damit verbunden.

Was bedeutet „verarschen“? Bedeutung, Definition, Erklärung

Ob das „Verarschen“ vom Götz von Berlichingen stammt, ist nicht bekannt. Dieser soll aber gesagt haben, dass ihn seine Feinde „am Arsch lecken sollten“.

Grundsätzlich ist das Verarschen eine sehr negative und aggressive Bezeichnung, die zumindest in Österreich erlaubt ist.

Wer sagt, dass er jemanden anderen verarscht hat, umschreibt damit die den vollzogenen Betrug. Die letzte Aussage war hingegen eher bei den gebildeten Schichten zu finden.

Wird eine bestimmte Person von einer anderen hinter das Licht geführt, dann kann diese hier nichts mehr erkennen. Man kann ihr alles erzählen oder etwas erklären, ohne sie den Wahrheitsgehalt prüfen kann. Im Allgemeinen gehen alle Beteiligten davon aus, dass es hier nicht um die Wahrheiten sondern um Intrigen und Unwahrheiten geht. Ähnlich verhält es sich, wenn man vom vulgären Verarschen spricht.

Gibt es positive Seiten des Verarschens?

Im Fernsehen freuen sich viele Menschen auf Sendungen, in denen anderen jeweils ein Streich gespielt wird. Zum Schluss wird die Situation vom Showmaster vor Ort aufgelöst. Der verarschte Schauspieler, Sänger oder Politiker lacht dann darüber, obwohl er es nicht immer lustig findet.
Peinlich fanden einige Zuschauer eine Episode, bei der ein Mitarbeiter des bekannten Moderators bei einer Fahrt mit dem Berglift angehalten wurde.

Dieser wusste nicht, weshalb er in hundert Meter Höhe hing und wie lange der Zustand anhalten würde. Man merkte ihm seine Angst an. Zum Schluss stand der beliebte Schauspieler auf der Bühne und amüsierte sich zusammen mit seinem Vorgesetzten über die eingespielte Szene.

Auch Kollegen können sich über andere lustig machen. Doch es gibt Grenzen. Wo hört das Verarschen auf und wann beginnt das Mobbing? Einmalige Vorgänge, bei denen sich die Kollegen beim Opfer entschuldigen, können erlaubt sein. Handelt es sich jedoch um einen Dauerzustand mit unterschiedlichen Variationen, ist die Grenze zum Mobbing vielleicht schon überschritten.

Verarschen im öffentlichen Leben und in der Politik

Politiker und Personen, die im öffentlichen Leben stehen, tragen jeweils Verantwortung. Sie müssen sich mit Themen beschäftigen, in die sie sich nur bedingt einarbeiten können. Deshalb sind Spezialisten erforderlich, die in beratenden Funktionen Einfluss auf die zielführenden Analysen der Entscheidungsträger nehmen.

Gleichzeitig müssen die Spezialisten ihren Auftraggebern, die ihre Gehälter zahlen, Rede und Antwort stehen. Hierzu zählt die Verschwiegenheitspflicht. Um diese respektvoll zu wahren, greifen sie bei der Beratung der Politiker auf „überarbeitete“ Informationen zurück. Werden hierbei Daten und sachliche Verbindungen ausgeblendet oder angepasst, spricht der Volksmund von der Verarschung der Politiker. Diese geben nur den ihnen bekannten oder nachweisbaren Kern der Informationen an die Bevölkerung weiter.

Ist das Verwenden des Wortes strafbar?

Im allgemeinen Sprachgebrauch wird Verarschen auf drei Arten eingesetzt. In den direkten Formen hat der Aussage, Frage oder Feststellung. „Ich habe Sie eben verarscht!“, „Haben Sie mich ebenverarscht?“ oder „Das war eine Verarschung!“

Natürlichen Personen, die nicht gleich ein Strafverfahren wegen Verleumdung, übler Nachrede oder Betrug anstreben, beenden die betreffenden Unterhaltungen oft sofort oder wechseln das Thema.
Bei der indirekten Anwendung werden einfach falsche oder ungenaue Aussagen wiedergegeben. Mit ihnen sollen interessierte Zuhörer entweder falsch oder gar nicht informiert werden.

Sollte dieses Verarschen jedoch im Rahmen eines juristischen Prozesses vollzogen werden, führt es beim Erkennen dieser bewussten Täuschung zu ernsten juristischen Konsequenzen.

Verarscht ein Zeuge unter Eid den Richter und somit die Gerichtsbarkeit, führt sein Verhalten beim Erkennen der Lüge zu einer Geld- oder Freiheitsstrafe.

Auch der Arbeitnehmer, der seinen Chef verarscht und für das Arbeitsverhältnis relevante Tatsachen verschweigt, muss mit der fristlosen Kündigung rechnen. Er hat das Vertrauensverhältnis zwischen den Vertragspartnern verletzt.

Letztlich darf ein Immobilienmakler, Händler oder der private Verkäufer eines Hauses oder Autos den späteren Käufer nicht verarschen. So hat er gewissenhaft alle ihm bekannten Schäden oder wertmindernden Eigenschaften schriftlich aufzuführen und dem Erwerber vor dem Kauf mitzuteilen. Sonst ist er – auch wenn er nur verarscht hat – zum Schadensersatz verpflichtet und riskiert eine empfindliche Strafe.

Das Verarschen als Ehrverletzung?

Wer einen anderen hinter das Licht führt und ihn somit verarscht, fügt ihm gegebenenfalls eine Ehrverletzung zu. Das betreffende Opfer muss sich nicht einmal als solches verletzt fühlen. Es reicht aus, wenn sich ein unbeteiligter Dritter bei einer ähnlichen Äußerung auch verletzt fühlen würde. Wichtig ist die gezielte oder beabsichtigte Herabwürdigung an.

Sollte ein Beamter wie ein Polizist bei einer Straßenkontrolle von einem Autofahrer aggressiv gefragt werden, ob dieser ihn verarschen wolle, kann es sich um eine Beamtenbeleidigung handeln. Diese würde im Folgenden mit einem Bußgeld belegt werden.

Fazit: Was bedeutet „verarschen“?

Der Begriff Verarschen stammt aus dem Mittelalter. Er wurde als aggressive Form der Verunglimpfung verwendet. Außerdem soll es vorgekommen sein, dass Menschen einander den nackten Hintern gezeigt haben, um ihre Aussagen zu unterstreichen.

Verarschen ist mit den Begriffen hinters Licht führen, hintergehen oder betrügen verwandt. Allerdings ist er vulgär und dürfte nur vom einfachen Volk eingesetzt worden sein. Gehobene Schichten verwendeten ihn nur, um eine extreme Lüge zu umschreiben.

Wer den Begriff Verarschen verwendet, sollte wissen, dass er auch als Ehrverletzung gedeutet werden kann. Diese wiederum lässt sich strafrechtlich verfolgen und mit einem Bußgeld belegen.

Was bedeutet „verkorkst“? Wortherkunft, Bedeutung, Definition, Erklärung


Das Adjektiv “verkorkst” kommt von dem Verb “verkorksen” und wird umgangssprachlich verwendet. Synonyme dafür sind beispielsweise verdorben, vermasselt, versaut, schlecht machen, verpfuschen, vergeigen, oder misslungen. Oft wird auch das Wort “scheitern” damit in Verbindung gebracht.

Was bedeutet „verkorkst“? Bedeutung, Definition, Erklärung

Für “verkorksen” oder “verkorkst” gibt es verschiedene Bedeutungen, die sich zwar ähneln, aber auch kleine Unterschiede aufweisen.

Im ersten Fall bedeutet “verkorksen” verderben oder schlecht machen. Beispielsweise kann man sich den Magen verkorksen mit schlechtem Essen. Leidet man unter Seekrankheit, kann man sich auch den Magen auf einem Boot verkorksen.

Im zweiten Fall ist ein Gegenstand “verkorkst”, weil er so ungeschickt hergestellt oder so ungeschickt damit hantiert wurde, dass er nicht mehr zu gebrauchen ist. Man könnte den Gegenstand beispielsweise auch als versaut oder verpfuscht bezeichnen. Wenn ein Schneider ein Kleid so nachlässig und ungenau näht, dass es am Ende nicht passt, hat der Schneider das Kleid verkorkst.

Im dritten Fall ist die Bedeutung von “verkorkst” am ehesten misslungen, vergeigt oder vermasselt. Wenn etwas also nicht so gelaufen ist, wie es sollte. Zum Beispiel kann ein Date verkorkst sein, wenn einfach alles schief läuft. Oder eine Abschlussarbeit kann verkorkst sein, wenn man einen Blackout hatte oder nicht gelernt hat.

Im vierten Fall ist mit “verkorkst” gemeint, wenn ein Mensch sich schlecht oder seltsam verhält. Ein verkorkster Mensch ist jemand, der wahrscheinlich psychisch angeschlagen ist und nicht gut damit umgehen kann. Jemand, der durch schlechte Erziehung oder negative Umstände und Einflüsse ein abnormales Verhalten zeigt, kann als verkorkst bezeichnet werden.

In diesem Zusammenhang wird auch häufig von einem verkorksten Leben gesprochen. Ein Leben, das von Rückschlägen und Problemen gezeichnet ist und schon unter schwierigen Umständen begonnen hat, kann verkorkst genannt werden. Kinder, die in einer unsicheren Umgebung aufwachsen, haben oft ein verkorkstes Leben. Genauso häufig wird auch von einer verkorksten Kindheit gesprochen. Diese beinhaltet oft Gewalt, fehlende Zuneigung und Unterstützung, sowie Schicksalsschläge, zum Beispiel den Tod mehrerer Familienmitglieder.

Durch Traumata und schlechte Voraussetzungen können sie nicht richtig ins Leben finden. Allerdings hat hierzu jeder Mensch eine etwas andere Ansicht. Ab wann ein Leben, eine Kindheit oder ein Mensch als “verkorkst” bezeichnet werden kann, bewertet wohl jeder anders. Hier spielen eigene Erfahrungen, Erziehung und Kultur eine Rolle. Je nachdem, woher man beispielsweise kommt, bedeutet Scheitern oder Vermasseln etwas anderes. Für den einen ist sein Leben verkorkst, wenn er keine Familie gründet. Für den anderen ist sein Leben verkorkst, weil er kaum Geld verdient hat.

Wortherkunft: Wo kommt „verkorkst“ her?

Die Herkunft des Begriffs ist nicht komplett geklärt. Es gibt zwei Erklärungen. Ursprünglich kam das Wort wohl von “gorksen”, was so viel wie aufstoßen, rülpsen oder gurgelnde Laute hervorbringen bedeutet. Erbrechen wird ebenfalls mit dem Wort gorksen in Verbindung gebracht. Die Geräusche, die dabei entstehen, wurden früher gorksen genannt. Ende des 19. Jahrhunderts wurde “verkorkst” vor allem für einen verdorbenen Magen verwendet.

Aber wie wurde aus “gorksen” dann “korksen”? Wahrscheinlich geschah diese Anpassung in Anlehnung an das Wort Korken. Eine Theorie dazu ist, dass schlecht verkorkte Weine schnell schlecht und damit unbrauchbar werden. Später wurde das Wort “verkorkst” dann nämlich auch für pfuschen oder nachlässig arbeiten benutzt.

Man ist sich nicht ganz sicher, ob nur das Wort „gorksen“ eine Rolle gespielt hat oder, ob vielleicht auch der Korken zur Entstehung des Begriffs „verkorkst“ geführt hat.

Was bedeutet „Schnackseln“? Bedeutung, Definition, Erklärung


Die Vokabel „schnackseln“ ist ein nicht überall in Deutschland gebräuchlicher oder gar verständlicher Begriff. Schnackseln klingt lautmalerisch, wobei man nicht unbedingt auf die Bedeutung des Wortes schließen kann.

Schnackeln ist keinesfalls mit den beiden Begrifflichkeiten „schnacken“ – aus dem Norddeutschen für plaudern, sprechen, schwatzen – oder auch „schnackeln“ – ein lautmalerisches Wort für ein klackerndes, schnalzendes Geräusch oder auch ein Synonym für „krachen“ – verwechselt werden.
Wir wollen uns heute ein wenig näher mit der Bedeutung, der Herkunft aber auch der richtigen grammatikalischen Anwendung befassen.

Herkunft des Begriffs „schnackseln“? Wortherkunft

Schnackseln ist ein aus dem süddeutschen beziehungsweise österreichischen Raum stammende Bezeichnung. Das Wort kommt aus der Umgangssprache und klingt in unseren Ohren normalerweise keineswegs vulgär sondern viel eher liebevoll.

Bedeutung des Begriffs „schnackseln“?

Dem Begriff „schnackseln“ kommen gleich mehrere Synonyme zu, die sowohl dem normalen deutschen Sprachgebrauch als auch der Fachsprache aber ebenso der Umgangs- wie der Vulgärsprache entspringen.
Wikipedia beispielsweise verweist bei der Eingabe des Begriffs gleich weiter auf „Geschlechtsverkehr“ als Suchbegriff.

Und so lauten einige der bekanntesten Synonyme:

Neutrale Bezeichnungen beziehungsweise Fachsprache

  • Geschlechtsverkehr haben
  • den Beischlaf vollführen (die amtliche Version)
  • kopulieren
  • mit jemandem intim werden/sein

begatten (ein Fachbegriff aus dem Bereich der Tiere)

Umgangssprache

  • es mit jemandem treiben
  • mit jemandem schlafen
  • Geschlechtsverkehr mit jemandem haben
  • Liebe machen
  • sich lieben
  • koitieren
  • Verkehr haben
  • eine Nummer schieben
  • es miteinander treiben
  • jemanden flachlegen
  • jemanden vernaschen

Das Gegenteil von schnackseln ist „sich enthalten“ beziehungsweise „enthaltsam sein“.

Erstaunlicherweise gibt es mehr vulgäre und umgangssprachliche Bezeichnungen für schnackseln als Fach- beziehungsweise Neutralbegriffe.

Grammatikalische Gegebenheiten bezüglich des Begriffs „schnackseln“

Bei der Vokabel „schnackseln“ handelt es sich um ein regelmäßiges Verb (auch Tätigkeits-, Tu- oder Zeitwort genannt). Der Lautschrift entsprechend wird schnackseln so [ˈʃnaksl̩n] und weich ausgesprochen.
Die offizielle Trennweise geschieht nach dem Sprachrhythmus und geht folgendermaßen:

schnack-seln, schnack-sel-te, ge-schnack-selt
Das Verb „schnackseln“ bekommt bei der Konjugation das Hilfswerb „haben“ zur Seite gestellt.

Einige der verschiedenen, gebräuchlichsten Konjugationen lauten wie folgt:
Präsens (Gegenwart)
ich schnacksle oder ich schnacksele, du schnackselst, er/sie/es schnackselt, wir schnackseln, ihr schnackselt, sie (Plural) schnackseln
Perfekt (vollendete Gegenwart)
ich habe geschnackselt, du hast geschnackselt, er/sie/es hat geschnackselt, wir haben geschnackselt, ihr habt geschnackselt, sie (Plural) haben geschnackselt
Präteritum (1. Vergangenheitsform; österreichisch: Mitvergangenheit)
ich schnackselte, du schnackseltest, er/sie/es schnackselte, wir schnackselten, ihr schnackseltet, sie (Plural) schnackselten
Plusquamperfekt (vollendete Vergangenheit)
ich hatte geschnackselt, du hattest geschnackselt, er/sie/es hatte geschnackselt, wir hatten geschnackselt, ihr hattet geschnackselt, sie (Plural) hatten geschnackselt
Plusquamperfekt Konjunktiv II (irreal abgeschlossen)
ich hätte geschnackselt, du hättest geschnackselt, er/sie/es hätte geschnackselt, wir hätten geschnackselt, ihr hättet geschnackselt, sie (Plural) hätten geschnackselt
Futur I (Zukunft)
ich werde schnackseln, du wirst schnackseln, er/sie/es wird schnackseln, wir werden schnackseln, ihr werdet schnackseln, sie (Plural) werden schnackseln
Futur II (vollendete Zukunft)
ich werde geschnackselt haben, du wirst geschnackselt haben, er/sie/es wird geschnackselt haben, wir werden geschnackselt haben, ihr werdet geschnackselt haben, sie (Plural) werden geschnackselt haben
Futur I Konjunktiv II (abgeschlossen, irreal)
ich würde schnackseln, du würdest schnackseln, er/sie/es würde schnackseln, wir würden schnackseln, ihr würdet schnackseln, sie (Plural) würden schnackseln
Imperativ (Befehlsform)
Singular (Einzahl): Schnacksle! oder Schnacksele!
Plural (Mehrzahl): Schnackselt!

Beispielssätze:
Ich habe gestern mit meinem Mann geschnackselt.
Sie haben Flitterwochen und schnackseln ständig.

Was bedeutet „hochnotpeinlich“? Bedeutung, Definition, Erklärung


Der Begriff stammt ursprünglich aus der mittelalterlichen Gerichtsbarkeit und bezeichnet das Verhör während der Folter. Er leitet sich aus dem lateinischen Wort „poena“ ab, was so viel wie „Strafe“ oder „Pein“ bedeutet. Aus der Ableitung von „Pein““ (als Begriff für Schmerzen) entstand das Adjektiv „hochpeinlich“ (im Sinne von „schmerzhaft“). Die Bezeichnung „hochnotpeinlich“ stellt eine Steigerung dar.

Geschichte: hochnotpeinlich

Bei der hochnotpeinlichen Befragung handelte es sich im Heiligen Römischen Reich Deutscher Nationen um ein Element der Blutgerichtsbarkeit des Mittelalters und der frühen Neuzeit. Kaiser Karl V vereinheitlichte im Jahr 1532 in der „Constitutio Criminalis Carolina“ die gesetzlichen Strafverfahren und harmonisierte auf diese Weise die Gerichtsbarkeit der vielen verschiedenen Landesherren. Dieses Gesetzbuch wurde auch als „peinliche Halsgerichtsordnung“ bezeichnet. In die Zuständigkeit der Blutgerichtsbarkeit fielen alle Verbrechen, die mit Körperstrafen bis hin zum Tod bestraft wurden, während die Urteile der niederen Gerichtsbarkeit in der Regel aus Haft- und Geldstrafen oder Verbannung bestanden.

Die hochnotpeinliche Befragung stellt die strengste Form der Gerichtsbarkeit dar, deren Anwendung erst dann erlaubt war, wenn ein hinreichender Tatverdacht bestand und andere Methoden der Beweisführung zu keinem Ergebnis führten. Anfangs bezog sich der Begriff lediglich auf Verfahren im Rahmen der Inquisitionsprozesse. In späteren Jahren wandelte sich seine Bedeutung, sodass eine hochnotpeinliche Befragung gleichbedeutend für die Anwendung der Folter war.

Was bedeutet „hochnotpeinlich“? Bedeutung, Definition, Erklärung

Im Laufe der Jahrhunderte wandelt sich die Bedeutung des Wortes „hochnotpeinlich“. Es wird heute nicht mehr im Zusammenhang mit Folter oder Gerichtsprozessen angewendet, sondern gilt vielmehr als Steigerung des Begriffes „peinlich“ im Sinne der Beschreibung einer unangenehmen oder beschämenden Situation oder eines beschämenden Verhaltens. Häufig handelt es sich dabei um fragwürdige politische Vorgänge oder diplomatische Missgeschicke.

Gelegentlich wird auch eine Person mit dem Attribut „hochnotpeinlich“ bezeichnet, wenn sie sich öffentlich blamiert und damit gegen gesellschaftliche Normen verstößt. Ein Mensch in einer beschämenden Situation bezeichnet sich selbst wiederum in manchen Situationen als „peinlich berührt“. Eine Steigerung dieser Form von Betroffenheit tritt ein, wenn ein Mensch erklärt, er sei „hochnotpeinlich berührt“. Weiterhin kann ein Mensch in scherhaft-übertriebener Weise auf eine unangenehme Situation reagieren, indem er sagt: „Das ist mir hochnotpeinlich“.

Heutige Bedeutung des Wortes im Sinne von „Genau“

Der Begriff „hochnotpeinlich“ lässt sich auch im Sinne von „sehr streng“ anwenden. Er bezieht sich auf genaue, gründliche Untersuchungen oder intensive Nachforschungen. Wird dieser Vorgang als überflüssig oder als bewusste Schikane empfunden, erhält das Wort „Hochnotpeinlich“ einen negativen Beigeschmack. In diesem Fall klingt die ursprüngliche Bedeutung des Wortes an: Die Art und Weise einer Untersuchung wird indirekt mit einer mittelalterlicher Prozessführung gleichgesetzt und auf diese Weise als rückschrittlich und unangemessen dargestellt.

Ebenfalls gebraucht man das Wort „hochnotpeinlich“ im scherzhaften Sinne für ein sehr strenges oder übertriebenes Verhalten. Beispielsweise bezeichnet ein Heranwachsender die Nachfrage seiner Eltern über Schulnoten oder über seinen Freundeskreis als „Hochnotpeinliche Befragung“, da er sich durch das Gespräch unter Druck gesetzt fühlt und die Sorgen für unbegründet hält. Gleichzeitig benutzt er den Begriff unter Anspielung auf die historische Bedeutung, indem er die Vorgaben seiner Eltern als mittelalterlich und altmodisch beklagt.

Was bedeutet „geschasst“? Bedeutung, Definition, Erklärung


Das Wort „geschasst“ bedeutet, dass jemand schimpflich entlassen, vertrieben oder ausgeschlossen wurde. Als Metapher wäre darunter auch zu verstehen, dass man die betreffende Person „an die Luft gesetzt“ hat. Der Begriff leitet sich vom französischen chasser‎ für verjagen oder vertreiben ab, das im 18. Jahrhundert ein sehr gängiger Ausdruck dafür war, dass Bedienstete mit Schimpf und Schande vom Hof gejagt wurden.

Anwendungsbeispiele für „geschasst“

  • Der Vorstand hat diesen Manager geschasst.
  • Die russische Regierung hält politisch weiter zum geschassten Ex-Präsidenten.
  • Der vormals geschasste Intendant Kuhn feierte jüngst sein Comeback.

Eine Wortbildung aus „geschasst“ ist das österreichische Verb abschasseln.

Was bedeutet „geschasst“? Bedeutung, Definition, Erklärung

Geschasste Personen haben sich im latenten Subkontext unbeliebt gemacht und wurden daher in der Tat verjagt wie ein räudiger, aber eigentlich unschuldiger Hund. Diese Assoziation schwingt sehr subtil mit. Ein Beispiel:

Das katholische Nachrichtenportal katholisch.de schreibt im Jahr 2016 über den früheren Augsburger Bischof Mixa: „Der Geschasste“. Nach dieser Headline folgt ein Bericht über Walter Mixa, der anlässlich seines 75. Geburtstages, beim Erreichen der bischöflichen Pensionsgrenze und nachdem er sechs Jahre zuvor zurücktreten musste, wohl keinen Groll mehr hege und seine Vergangenheit in der Abgeschiedenheit seines gegenwärtigen Wohnortes resümiere.

Im Jahr 2010 war Mixa in die Schlagzeilen geraten, weil man ihm vorgeworfen hatte, vor sehr langer Zeit Gelder veruntreut, Heimkinder geohrfeigt und sich gar an einem Ministranten vergriffen zu haben. Lediglich die Ohrfeigen räumte Mixa quasi als Teilgeständnis ein, was angesichts der früheren Erziehungsmethoden durchaus verzeihlich erschien. Doch der Rest der Vorwürfe blieb natürlich hängen. Schließlich bot Mixa dem Papst Benedikt XVI. seinen Rücktritt an, der das Ersuchen annahm.

Mixa widerrief dieses aber anschließend, weil er vergeblich auf einem persönlichen Gespräch mit dem Papst bestanden hatte. Sein anschließender Rücktritt nach Drängen katholischer Würdenträger und Gemeindemitglieder erschien ihm erzwungen. Vor allem den Vorwurf des sexuellen Missbrauchs wollte er nie und nimmer einräumen. Kein Zweifel: Mixa, der ja immerhin freiwillig zurückgetreten war, fühlte sich geschasst. Er konnte Jahre später auch den aus seiner Sicht guten Grund benennen: Seine Haltungen seien wohl für viele Kirchenmitglieder zu unbequem geworden.

Mixa war unter anderem sehr entschieden gegen Abtreibung eingetreten. Allerdings vertrat er damit die offizielle katholische Linie. Doch der Bischof hatte sich auch in die staatliche Politik eingemischt und etwa im Jahr 2007 die Pläne damaligen Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen angegriffen, die den Kita-Ausbau massiv fördern wollte. Laut Mixa wollte sie damit aus Frauen reine „Gebärmaschinen“ machen. Solche Äußerungen von des Bischofs lösten stets heftige öffentliche Kontroversen aus, auf die er sich nun als vermeintlich wegen seiner Unbequemlichkeit geschasster Würdenträger berief.

Wie deuten unabhängige Beobachter den Rücktritt von Mixa?

Es gibt durchaus eine relativ neutrale Betrachtung des bischöflichen Rücktritts. Möglicherweise hatte er mit seinen Kontroversen wirklich ein wenig überzogen, weshalb ihm feindlich gesonnene Kräfte schließlich in seiner Vergangenheit herumkramten und dabei die eine oder andere Leiche im Keller zutage förderten. Damit geriet Mixa nun unter Druck und in die Defensive, was er nicht lange aushielt – daher sein Rücktrittsgesuch. Hinzu kam ein sehr entscheidender Fakt, der wahrscheinlich Papst Benedikt XVI. dazu bewogen hatte, seinen Rücktritt umgehend anzunehmen: Mixa waren schlechtes Krisenmanagement während der gesamten Vorgänge und kaum Rückhalt in der Bischofskonferenz und seiner Diözese vorgeworfen worden. Das kann die katholische Kirche nicht gebrauchen. Mit der Weigerung des Papstes, ihn zu empfangen, sandte dieser das Signal des Fallenlassens aus, was Mixa vielleicht mit einigem Recht als „geschasst“ empfand: Die gegen ihn erhobenen Anschuldigungen waren nie vollkommen aufgeklärt worden. Doch man vertrieb ihn aus seinem Amt wie einen räudigen Hund vom Hof.

Was bedeutet „schlonzig“? Bedeutung, Definition, Erklärung


Im alltäglichen Sprachgebrauch begegnet man dem Begriff „schlonzig“ eher selten und doch kommen einem manchmal Aussagen wie „Ein gutes Risotto muss schlonzig sein“ oder „Du bist schlonzig“ zu Ohren. Obwohl in beiden Aussagen der gleiche Begriff verwendet wird, unterscheidet sich seine Bedeutung und kann einerseits mit zähflüssig und andererseits mit unordentlich gleichgesetzt werden.

Was bedeutet „schlonzig“? Bedeutung, Definition, Erklärung

Das Adjektiv schlonzig leitet sich wahrscheinlich vom ebenfalls in der Umgangssprache gebräuchlichen Wort Schlonze ab. Schlonze beschreibt eine Art dickflüssigen Brei und wird zum Beispiel im Zusammenhang mit Gerichten wie Risotto, Milchreis, Suppen oder Grießbrei verwendet. Gemeint ist in diesen Fällen, dass es sich von der Konsistenz her um ein weder zu flüssiges noch zu grobkörniges Gericht handelt. Schlonziges Risotto zeichnet sich durch die ideale Menge Flüssigkeit aus und ist daher der wünschenswerte Idealzustand eines Risottos. Ähnlich ist der Begriff schlonzig im Zusammenhang mit anderen Speisen zu verstehen.

In der Regel ist die Beschreibung schlonzig im Zusammenhang mit Essen nicht abwertend gemeint, sondern beschreibt lediglich eine bestimmte Konsistenz. Werden Suppen jedoch als schlonzig bezeichnet, kann das ein Ausdruck von Missfallen sein, da die gewünschte Konsistenz einer Suppe üblicherweise nicht zähflüssig ist. Eine schlonzige Suppe ist demnach zu stark abgebunden oder enthält zu wenig Flüssigkeit. Gelegentlich wird statt schlonzig die Bezeichnung „schlotzig“ verwendet, wobei auch hier eine Wortherkunft nicht geklärt werden kann. Bekannter Benutzer der Bezeichnung schlotzig ist der Fernsehkoch Tim Mälzer.

„Schlonzig“ im Zusammenhang mit Personen

Der Ausdruck schlonzig wird auch als Beschreibung von Personen verwendet. In diesem Fall steht er synonym für unordentlich oder ungepflegt. Eine schlonzige Person ist demnach ein Mensch, welcher keine Ordnung hält oder ein ungepflegtes Erscheinungsbild abgibt. Schlonzige Menschen haben beispielsweise fettige Haare, tragen schmutzige Kleidung oder fallen durch eine mangelnde Körperhygiene auf. Auch ein unordentlich geführter Haushalt oder ein unaufgeräumter Arbeitsplatz können mit dem Adjektiv schlonzig beschrieben werden.

Wird die Bezeichnung schlonzig für Menschen, Gegenstände oder Orte verwendet, hat sie in der Regel eine abwertende Bedeutung und wird teilweise als Schimpfwort genutzt. Deutlich gebräuchlicher als „schlonzig“ ist die Bezeichnung „schlampig“, welche eine sehr ähnliche Bedeutung hat. „Du bist schlonzig“ kann daher gleichgesetzt werden mit der Aussage „Du bist schlampig“.

Woher kommt „schlonzig“? Wortherkunft

Die Herkunft des Wortes „Schlonz“, von welchem der Begriff „schlonzig“ abgeleitet wird, ist nicht zweifelsfrei geklärt. Auffällig ist jedoch, dass der Begriff vor allem im Ruhrgebiet und Sauerland verwendet wird und hier auch in älteren Schriftstücken auftaucht. Eine regionale Häufung im Sprachgebrauch ist jedoch nicht mit einer regionalen Begrenzung der Wortverwendung gleichzusetzen. Auch die Gebrüder Grimm haben die Begriffe „Schlonz“ und „Schlunz“ bereits im 14. Jahrhundert in ihr Wörterbuch aufgenommen.

Fazit: schlonzig als umgangssprachlicher Begriff

Obwohl sich nicht eindeutig klären lässt, woher der Begriff schlonzig stammt, lässt sich die Bedeutung sehr einfach erklären. Im Zusammenhang mit Speisen meint schlonzig eine dickflüssige Konsistenz. Spricht man im Zusammenhang mit Personen von schlonzig, dann ist der Begriff als Synonym zu schlampig zu verstehen und kann abwertend oder beleidigend gemeint sein.

Was bedeutet Zapzarap? Bedeutung, Definition, Erklärung


Die Begriffe »zappzarapp« und »Zapp! Zarapp!« kennen viele Menschen, besonders aber die älteren Generationen, speziell jene, die in den 90er Jahren groß wurde. Denn er entstammt vorrangig einer deutschen Fernsehserie. Gemeint ist mit »zapzarap« vornehmlich, etwas rasch wegzunehmen oder zu klauen.

Wortherkunft: Zappzarapp – Osteuropa und Deutschland

Die Herkunft des Begriffs »zappzarapp« (manchmal auch: »zapzarap«) lässt sich vorrangig auf zwei Regionen eingrenzen: Deutschland und Osteuropa. Dabei ist er vor allem im deutschsprachigen Raum bekannt. Denn im »Land der Dichter und Denker« flimmerte zwischen 1991 und 1994 eine TV-Serie über die Bildschirme. Das Magazin befasste sich hauptsächlich mit Bastelarbeiten und Malereien. Der Titel lautete »Zapp Zarapp«, hatte insgesamt jedoch wenig mit der ursprünglichen Wortbedeutung gemeinsam.

In Osteuropa ist der Begriff etlichen Menschen bekannt. Das betrifft speziell jene Personen aus Türkei, Polen oder Rumänien. In den Regionen gilt das Wort »Zapzarap« als eine Lautmalerei, wenn ein Objekt geklaut wird. Demnach ist die Bedeutung auf »klauen« zurückzuführen. Mit der deutschen TV-Produktion hat diese Wortbedeutung kaum etwas zu tun. Vielmehr ist »Zappzarapp« dem offiziellen Duden nach mit einer Bewegung gleichzusetzen, die sowohl unauffällig als auch schnell erfolgt mit der Absicht, einen Gegenstand zu entwenden oder wegzunehmen.

Wortursprung – die russische Herkunft von »zapzarap«

Der Ursprung des Wortes entstammt dem russischen Sprachgebrauch. Demnach bezeichnet die Vokabel »capat« das Verb »greifen«. Daraus folgt der Ausruf »cap-carap«, der für den Akt des Stehlens steht. Die Bedeutung von »Zapzarap« geht sowohl mit dem Akt des Diebstahls einher als auch mit einer typischen Handbewegung. Dabei schaufeln diejenigen, die den Begriff nutzen, ihre gewölbte Handfläche praktisch über die eigene Schulter. Das versinnbildlicht die Bewegung des Klauens oder Entwendens.

Die Tatsache, dass der Begriff vor allem in Polen geläufig ist, führte ebenso zu einer Bekanntheit innerhalb des deutschen Ruhrgebiets in dem Bundesland Nordrhein-Westfalen. Der Ursprung dessen lässt sich auf die zahlreichen Gastarbeiter aus dem polnischen Nachbarland zurückführen. Sie waren vor allem in den 50er Jahren im Westen der Bundesrepublik tätig und brachten den Ausdruck daher nach Deutschland. Daneben nutzen ebenfalls die Sinti und Roma den Begriff. Dabei spielen insbesondere die jeweils genutzten Sprachen und Dialekte eine Rolle.

Moderne Nutzung – Zapzarap in Social Media und Kultur

Der Begriff ist heutzutage in der Gesellschaft verankert, wobei die sozialen Medien ihren Anteil daran haben. Hierbei nutzen beispielsweise Polizeiwachen das Wort, um reichweitenwirksam auf Einbrüche und »Langfinger« aufmerksam zu machen. Denn »Zappzarapp« ist nicht ausschließlich mit dem Akt des Diebstahls gleichzusetzen, sondern meint ebenso das »Stibitzen«, wie es bei einer diebischen Elster zu erwarten wäre. Den intelligenten Vögeln wird oftmals zugeschrieben, Schmuck und Glitzertand zu stehlen.

Zapzarap kommt ebenfalls in einigen deutschen Rapsongs vor, um das Klauen von Gegenständen zu beschreiben. Dabei ist es gleichfalls üblich, den Begriff direkt als Songtitel zu nutzen. Beispielsweise ist »zappzarapp« der Titel eines Raplieds des Rappers Fard. Der Songtext enthält den Ausdruck in folgender Form: »Zappzarapp, schnapp gemacht«. Ein weiterer Song, diesmal vom Künstler Sami, nutzt die Schreibweise »Zapzarap«. Im Liedtext findet das Wort den nachstehenden Einsatz: »Zapzarap mit der Technik von zehn Finger«.

Zapp! Zarapp! als Fernsehserie der 90er Jahre

Das wöchentlich ausgestrahlte Fernsehprogramm »Zapp! Zarapp!« vom Bayerischen Rundfunk trug gleichwohl zur Nutzung des Ausdrucks im Alltag bei. Die Sendung erhielt ab 1993 den abgewandelten Titel »Floris Zapp Zarapp«. Sie zählte zum Kinderprogramm des Fernsehsenders ARD. Neben den erwähnten Basteleien und Malereien widmete sie sich verschiedenen Rätseln und Bildergeschichten. Gleichfalls kamen Phantasietiere sowie Zirkusleute zum Einsatz. Eine Wiederholung der TV-Produktion fand zuletzt 2003 im deutschen Fernsehen (»KIKA«) statt.

Die Tatsache, dass Zirkusleute ihre Geschicklichkeit im Verlauf der Sendung zeigten, lässt ebenfalls den Wortursprung der Sinti und Roma zu. Klischeevorstellungen verknüpfen das »fahrende Volk« oftmals mit »Zigeuner« und schlussendlich Akrobaten im Zirkus. Den Ausdrücken gemeinsam ist das fehlbesetzte Vorurteil des ostdeutschen »Langfingers«, der den Menschen das Geld mit Taschenspielertricks und gauklerisch aus den Taschen zieht. Der Begriff »Zappzarapp« in Kombination mit dem Auftreten verschiedener Zirkusakrobaten unterstreicht demzufolge unterschwellig eine derartig vorurteilsbehaftete Vorstellung.

Zusammenfassung – Was bedeutet zapzarap?

Wer den Begriff »zapzarap« hört, verbindet vornehmlich das schnelle und diskrete Stibitzen von Gegenständen damit. Der Ursprung liegt im russischen Sprachgebrauch, wo cap-carap für den unauffälligen Diebstahl steht. Das Wort findet sich generell gehäuft bei den osteuropäischen Völkern wieder. Die Sinti und Roma sind hierbei insbesondere erwähnenswert. Eine solche Verbindung lässt sich ebenfalls in der deutschen Fernsehproduktion »Zapp Zarapp« aus den frühen 1990er Jahren herstellen, in der vorrangig das Malen und Basteln für Kinder im Fokus stand, aber auch Zirkusartisten auftraten. Heutzutage ist zapzarap ein Bestandteil von Rap-Songs und vereinzelten Beiträgen in den sozialen Medien.

Was bedeutet „Klärchen“ genau? Bedeutung, Definition, Erklärung


Im deutschen Sprachgebrauch werden gewisse Bezeichnungen und/oder Ausdrucksweisen verwendet, die nur regional geläufig und bekannt sind. Hierzu gehört auch der Ausdruck ‚Klärchen‘. Es handelt sich hierbei um einen Nickname für Sonne. Diese Bezeichnung wird beispielsweise in der Region Brandenburg sehr häufig genutzt.

Woher stammt der Ausdruck ‚Klärchen‘? Wortherkunft

‚Klärchen‘ dient hauptsächlich im brandenburgischen und berliner Sprachraum als liebevoller Name für unsere Sonne. Doch der Spitzname entstammt primär keinesfalls dieser Region. So ist zum Beispiel ‚Masematte‘ eine regionale Sprache, die auf einem Rotwelschen Dialekt basiert. Dieser entstammt wiederum dem Münsterland. ‚Masematte‘, in Kombination mit ‚Klärchen‘, ist ein Sprachgebrauch, der überwiegend in Arbeiter-Vierteln üblich war.

Bei ‚Masematte‘ handelt es sich ursprünglich um eine sogenannte Mischsprache, die aus rotwelschen, slawischen, romanischen sowie jiddischen Wörtern besteht. Dies war vor längerer Zeit eine Geheimsprache, die unter anderem von Schaustellern, fahrenden Völkern allgemein sowie von Gauklern verwendet wurde.

Sprachexperten vermuten, dass dieser Sprachgebrauch durch fahrende Volksgruppen bis ins Münsterland getragen wurde. Dort haben sich im Verlauf der Zeit einige Wörter fest verankert. Roma und Sinti (fahrende Volksgruppen), jiddische Wanderarbeiter sowie Schausteller verteilten sich stetig in allen Landesteilen und nutzten die Geheimsprache zur Verständigung untereinander.

‚Klärchen‘ als brandenburgischer Nickname für Sonne

Ist der Himmel wolkenlos, kann die Sonne ‚klar‘ / ungehindert scheinen. Wird in einem Namensverzeichnis nach ‚Klara‘ gesucht, ergeben sich Bedeutungen wie beispielsweise hell, leuchtend, strahlend und schön. Die genannten Eigenschaften sind auch Attribute, die die Sonne aufweist. Somit könnte der Name ‚Klara‘ auch für die Sonne verwendet werden.

Da vielfach liebliche Kosenamen verteilt werden, wurde aus ‚Klara‘ einfach ‚Klärchen‘ für das Zentralgestirn. ‚Klärchen‘ ist ein Wort, welches zum jiddisch-rotwelschen Dialekt gehört und mithilfe fahrender Völker bis nach Brandenburg getragen wurde. Dort wird es bis dato genutzt.

Redewendung „ist doch Klärchen“ – eine eindeutige, ‚klare‘ Aussage

Manchmal ist die Redewendung: „ist doch Klärchen“ zu hören. Damit möchten einige Personen ausdrücken, dass die allgemeine Lage unproblematisch, also ‚klar‘ ist. Dies ist laut Sprachexperten keine jiddische Redewendung, sondern ein Wort-Witz. Sagt jemand „ist doch Klärchen“, sieht er seine aktuelle Aufgabe als einfach zu bewältigen an. Denn die Aufgabenstellung ist deutlich verstanden und somit ‚klar‘. Offene Fragen sind nicht zu erläutern.

Geheimsprache als Basis für Völkerverständigung

‚Klärchen‘ ist ein Sprach-Relikt, welches eine Geheimsprache entstammt, die vor längerer Zeit von verschiedenen Minderheiten zur Verständigung genutzt wurde. Fahrende Volksgruppen haben es also in beeindruckender Weise geschafft, sich mittels spezieller Sprache ungehindert auszutauschen. Einheimische konnten den Dialekt beziehungsweise diese sogenannte Geheimsprache keinesfalls verstehen.

Zu den fahrenden Ethnien gehörten unter anderem Tagelöhner, Schausteller sowie Kesselflicker, Roma und Sinti. Allerdings auch Damen aus dem Prostitutionsgewerbe. Die Geheimsprache, der das Wort ‚Klärchen‘ angehört, wurde auch in jiddischen Wohnvierteln verwendet, wo hauptsächlich Arbeiter heimisch waren. Auf diese Weise konnten sich die Bewohner über dringliche Angelegenheiten unterhalten beziehungsweise sich verabreden, ohne dass ansässige Deutsche etwas verstanden. Auch heutzutage werden in mehreren Bundesländern immer noch verschiedene Begriffe dieser Sprache genutzt.

Heute ist jedoch vielen Menschen kaum bekannt, woher manche gebräuchlichen Wörter stammen. Allerdings sind viele Jiddische wie auch Rotwelsche Begriffe den älteren Deutschen noch bekannt, falls diese ursprünglich aus damaligen Ostgebieten wie beispielsweise Schlesien stammen.

Was bedeutet „pragmatisch“? Bedeutung, Definition, Erklärung


Pragmatisch sein bedeutet, dass diese Menschen Aufgaben und Herausforderungen bewältigen und lösen, die gerade im Augenblick erledigt werden müssen und/oder von hohem Nutzen sind. Theoretische Ansätze und Überlegungen sind hierbei zweitrangig. Pragmatiker fokussieren sich hauptsächlich auf den nützlichen Aspekt sowie ein befriedigendes Ergebnis.

Was ist Pragmatismus? Bedeutung, Definition, Erklärung

Bei Pragmatismus handelt es sich einerseits um eine Art philosophische Lebenseinstellung. Andererseits ist Pragmatismus eine besondere Denkweise, welche die Aktion dem theoretischen Überlegen vorzieht. Pragmatisch agieren bedeutet also, dass diese Personen schnell aktiv werden und nötige Dinge und/oder simple Lösungen umsetzen.

Steht das Ziel fest, fokussieren sich pragmatische Menschen umgehend darauf und setzen notwendige Maßnahmen um. Hierbei wird nicht über alternative Lösungen oder eventuelle Konsequenzen nachgedacht. Auch wenn es um die Handhabung geht, bauen pragmatische Mitmenschen keine Luftschlösser. Stattdessen steht die realistische Umsetzung sowie der Weg zum Ziel im Mittelpunkt.

Prinzipien, die normalerweise als unveränderlich gelten, sind für pragmatische Personen nicht existent, oder nur eine Nebensache. Im Pragmatismus steht das Ergebnis aller Theorien und Ideen im Vordergrund.

Pragmatisches Verhalten bedeutet Vorteile

Manchmal wirkt pragmatisches Verhalten eher nüchtern oder sogar kalt. Doch diese Handlungs-/Denkweise zeichnet sich durch etliche Vorteile aus. Denn Pragmatiker stellen nur die Frage: „Was ist zu tun, damit das Ziel erreicht wird?“

Dadurch können pragmatische Personen etliche Projekte zielgerichtet umsetzen, welche von anderen gar nicht erst angefasst werden. Aus diesem Grund ist es Pragmatikern auch möglich, dass sie schnelle Ergebnisse zur Verfügung stellen können, anstatt sich in komplizierter Kleinkrämerei zu verlieren.

Pragmatiker übernehmen viele unangenehme Aufgaben

Langweilige Routineaufgaben, unangenehme und/oder lästige Pflichten existieren für pragmatische Menschen normalerweise überhaupt nicht. Allein das Wissen, dass es sich um notwendige Dinge handelt, ist für Pragmatiker Motivation genug. Daher ist ein pragmatischer Charakter höchst vorteilhaft. Unschöne Arbeiten und Aufgaben sind kein Anlass für Pragmatiker, um das eigentliche Ziel aus den Augen zu verlieren.

‚Think big‘ ist ein Schlagwort, das heutzutage oft verwendet wird. Umfassende Planungen sollen näher an das Ziel führen. Pragmatiker sind jedoch anderer Meinung. Um ein Ziel zu erreichen, fokussieren sich diese Personen auf machbare Wege. Bestehen irgendwelche Zweifel, wird das ehemalige Ziel ganz pragmatisch den Gegebenheiten angepasst und mithilfe kleinerer Schritte angesteuert. Durch unaufhaltsames Streben, mit Blick auf die realistischen Möglichkeiten, erreichen Pragmatiker ihre Ziele. Auf diese Weise ist selbst die Realisation schwieriger und größerer Ziele machbar.

Pragmatiker schaffen sich einen erfolgreichen Lifestyle

Stehen pragmatische Menschen gewissen Situationen gegenüber, die ihnen nicht gefallen, denken diese Personen unmittelbar über eine Änderung dieser Lage nach. Daher ist es Pragmatikern möglich, dass sie auch Projekte angehen, welche von anderen Personen eher gemieden werden. Auf diese Weise schaffen sich pragmatische Menschen den Lifestyle, der ihnen Individualität wie auch Erfolg ermöglicht.

Dieses ausgeprägte, konsequente Handeln bewirkt, dass pragmatische Menschen von Dritten oft bewundert werden. Es erscheint häufig so, als würden Pragmatikern die unterschiedlichsten Dinge und Projekte ohne den geringsten Aufwand gelingen. In Teams und Unternehmen sind es vielfach Pragmatiker, die bereits fast gescheiterte Aufgaben zum Positiven umkehren.

Pragmatisches Denken / Verhalten im Alltag – Tipps

Wer nicht von Natur aus über pragmatische Wesenszüge verfügt, kann pragmatisches Verhalten lernen. Damit sich Pragmatik im Alltag einfacher integrieren lässt, können folgende Tipps helfen:
– Perfektionismus unbedingt zurückschrauben:
Denn es muss nicht jedes alltägliche Detail perfekt vorbereitet oder der Tag an sich durchgetaktet sein. Da Pragmatiker Aufgaben und Aufträge stets frühzeitig umsetzen, ist Perfektionismus generell hinderlich.

Um Perfektionismus Schritt für Schritt zu reduzieren, sind kleinere Übungen zum Loslassen sinnvoll. So kann beispielsweise bei weniger wichtigen Themen probiert werden, was es ausmacht, wenn die Idee, die Planung sowie die Vorbereitung im zeitlichen Umfang reduziert wird. Dadurch lässt sich viel Zeitaufwand und Arbeit einsparen. Zudem besteht kein Risiko, dass die Gesamtlage länger überdacht wird.

– Pragmatismus durch Selbstmanagement-Methoden lernen:
Selbstmanagement ist dafür konzipiert, um Menschen in ihrer Organisation zu unterstützen. Dadurch wird auch pragmatisches Denken gefördert.

Es stehen unterschiedliche Methoden zum Selbstmanagement zur Verfügung. Welche letztendlich ausgewählt wird, spielt dabei jedoch keine große Rolle.

Zu den Techniken gehören beispielsweise:

  • die sogenannte Zwei-Minuten-Regel
  • die 80:20 Methode (Pareto-Prinzip)
  • die SMART-Methode, um eigene Ziele zu definieren
  • die ‚Getting Things Done‘ (GTD) Methode
  • die Pomodoro-Technik
  • die Eisenhower-Methode beziehungsweise die ABC-Technik, um Prioritäten eindeutiger zu setzen.

Wer sich für Pragmatismus interessiert, kann diese Techniken / Methoden näher kennenlernen. Passt eine davon in den individuellen Alltag, kann es leichter sein, um sich an pragmatisches Denken und Handeln zu gewöhnen.

– Selbstbewusstsein stärken:
Pragmatismus beinhaltet auch, dass eigene Einschätzungen viel Beachtung erhalten. Denn Pragmatiker setzen sich schließlich manchmal auch einfach über Absprachen, Anweisungen oder Vorschriften hinweg, falls diese nicht als notwendig angesehen werden.

Daher ist ein stabiles Selbstbewusstsein maßgebend, um mittels Pragmatismus seine Ziele ohne Umwege zu erreichen. Für dessen Entwicklung sollten die bereits erreichten Ziele bewusst wahrgenommen werden. Manchmal hilft auch zeitweises Aufschreiben von kleinen wie auch größeren Erfolgen. So lässt sich erkennen, dass das eigene Urteilsvermögen in etlichen Situationen doch überzeugend war. Essenziell ist zusätzlich, dass eine positive innere Haltung (Mindset) trainiert wird.

– Für eine konstruktive Fehlerkultur sorgen:
Pragmatisches Verhalten produziert auch manchmal Fehler. Denn wer zügig handelt, kann manche Aspekte übersehen oder nicht komplett durchdenken. Um Fehler dennoch gut zu händeln, sollte stets daran gedacht werden, dass Fehler zu jeder Arbeit und Planung/Ausführung von Projekten dazugehören. Es ist also völlig normal und absolut in Ordnung!

Was bedeutet „menschlich enttäuschend“? Bedeutung, Definition, Erklärung


Der Umgang mit Menschen kann manchmal einfach, angenehm, aber auch schwer und unzumutbar sein. Abhängig von der Art und Umgangsform schwebt den meisten ein Partner vor, der stets hilfs- und kooperationsbereit ist.

Dabei kommt es im Rahmen der Kommunikation oft zu Enttäuschungen, die auch als menschlich abwertend empfunden werden. Man spricht dann von menschlich enttäuschenden Äußerungen und Handlungen.

Zu Beginn des Begriffpaares menschlich enttäuschend sind die Fragen zu klären, was unter Menschlichkeit und Enttäuschung zu verstehen ist.

Was ist menschlich oder Menschlichkeit? Erklärung

Grundsätzlich sind Menschen nicht perfekt. Wo er eine Enttäuschung sieht oder vermutet, ist sie für den anderen weit entfernt.

Die Menschlichkeit ist auf jeden Fall von der Zeit in der wir leben, der Kultur, der wir uns zugehörig fühlen und den Wertvorstellungen abhängig, die von der Gesellschaft geteilt werden. Die Gesellschaft selbst kann wieder um differenziert gesehen werden. Menschen, die unterschiedlichen Schichten angehören, beurteilen teilweise menschliche Gesten und Handlungen sehr unterschiedlich.

Menschlichkeit ist unter Berücksichtigung aller Kriterien jede Form von Kommunikation, die zwischen Menschen erfolgt. Es kann sich dabei um die Sprache, aber auch um Gesten und die Mimik handeln, die anerkennend, neutral oder abweisend interpretiert werden. Hier spielen auch Bewertungen, Vorstellungen und Einstellungen jeweils eine wichtige Rolle.

Es geht außerdem um wertende Beurteilungen, die über das Schicksal eines Menschen in Abhängigkeit der Hierarchien entscheiden können.
Es gibt auch Synonyme die für die Menschlichkeit stehen und eine Enttäuschung ausschließen sollten. Hierzu zählen beispielsweise das Erbarmen, die Humanität und die Menschenliebe. Auch Toleranz, Rücksichtnahme und Mitleid sind sehr wichtig.

Wer gegen diese Prinzipien verstößt, bereitet anderen eventuell eine Enttäuschung, wenn diese Personen oder Personengruppen ein menschliches Verhalten erwarten dürfen.

Beispiel:
Ein Mitarbeiter einer Firma wird während seiner Tätigkeit von seinen Kollegen stets respektvoll behandelt. So fühlt er sich wohl und würde den Kontakt gerne auch in der Freizeit suchen. An einem Tag kommt er zu früh in die Nähe des Aufenthaltsraumes. Hier hört er, wie die Kollegen, die ihn sonst positiv ansprechen, ihre wahre Meinung zum Ausdruck bringen. Den Spott und die Vorurteile, die er über sich hört, verletzen ihn schwer. Er fühlt sich menschlich enttäuscht.

Was ist eine Enttäuschung?

Am Anfang der Enttäuschung steht die Erwartung. Hat der Mensch eine gewisse Erwartung, dann hofft er, dass diese vom Gegenüber erfüllt wird. Manchmal wird sie jedoch auch ins Gegenteil verkehrt, da der Kommunikationspartner seine Ansichten auf einer anderen Ebene kommuniziert. Ein Beispiel wäre hier die Beziehung zwischen dem Chef und seinem Mitarbeiter, die außerdem durch die unterschiedliche Hierarchie definiert wird. Man hört dann Vorwürfe wie „Das hätte derjenige durch merken müssen!“

Eine verstärkte Form stellt hingegen die menschliche Enttäuschung dar. Sie setzt voraus, dass der Unterliegende nicht nur in seinen Wünschen übergangen wurde, sondern sich zudem auf menschlicher Ebene diskriminiert und entwürdigt fühlt.

Die menschliche Enttäuschung auf betrieblicher Ebene

Um das menschlich enttäuschende Verhalten von Menschen transparent zu machen, kommt hier ein praktisches Beispiel aus dem Berufsleben in Betracht.

Rudi Heinz ist Controller in einem Unternehmen. Zu seinen Aufgaben gehört die Kontrolle, ob Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Fehler gemacht haben. Diese hat er zu protokollieren und an den Geschäftsführer zu übermitteln. Dabei findet er heraus, das Frau Renate Schmidt einige wesentliche Problemstellungen verursacht hat. Frau Schmidt bittet ihn, diese nicht dem Vorgesetzten zu melden. Da Herr Heinz seine Anweisung nicht ignorieren kann, teilt er seinem Chef Herrn Bauer das Ergebnis mit. Auf einer Betriebsfeier outet Herr Bauer seinen Controller Herrn Heinz als Denuzianten. Gleichzeitig entzieht er Frau Schmidt wesentliche Aufgaben, was er ebenfalls während der Feier allen Mitarbeitern mitteilt.

Kurz daraufhin bemerkt Herr Heinz, dass Frau Schmidt gegen ihn ein Mobbing beginnt. Als sich Herr Heinz an seinen Chef Herrn Bauer wendet, um sich zu beschweren, erhält er folgende lakonische Antwort:
„Ich weiß nicht was Sie wollen. Frau Schmidt kommt mir jetzt auf eine Art persönlich entgegen, die ich nur begrüßen kann.„

In diesem praktischen Beispiel gibt es verschiedene menschliche Enttäuschungen.

Frau Schmidt ist von Herrn Heinz enttäuscht, da er sie an die Geschäftsleitung meldet, was er aufgrund seiner Tätigkeitsbeschreibung auch muss. Auch bei der Betriebsfeier wird sie von ihrem Chef enttäuscht, da er sie vor der gesamten Belegschaft herabwürdigt. Außerdem muss sie, um ihren Job nicht zugefährden, sich auf persönliche Art an ihren Chef wenden, auch wenn diese Vorgehensweise ihr nicht gefällt.

Herr Heinz fühlt sich wiederum von seinem Chef Herrn Bauer menschlich enttäuscht, als dieser ihn vor der gesamten Belegschaft als Denunzianten lobt. Genauso entwürdigend ist für ihn die Tatsache, dass Herr Bauer auf seine Beschwerde bezüglich Frau Bauer nicht reagiert, sondern die eigenen Vorteile hervorhebt.

Menschliche Enttäuschungen in Freundschaften

Jeder, der einen Gleichgesinnten findet und eine Freundschaft mit ihm oder ihr eingeht, gewinnt an Lebensqualität. Hierbei spielen vor allem gegenseitiges Vertrauen und Verständnis wichtige Rollen. Man muss sich auch in einer problematischen Situation auf den anderen verlassen können. Das gilt für persönliche Frage und eventuell auch finanzielle Probleme, die der Einzelne nicht ohne die Gruppe oder einen Freund lösen kann.

Diese Freundschaften können ein Leben lang halten. Sie haben jedoch in manchen Fällen ein kurzes Verfallsdatum. Verletzt ein Freund, dann ist die sich daraus ergebene seelische Wunde sehr schmerzhaft, da der Wunsch nach Vertrautheit einen Schlag abbekam. Bei der Wahl einer neuen Freundschaft wird der Betreffende sehr wählerisch. Er prüft anhand von ihm zur Verfügung gestellten oder selbst entwickelten Kriterien, ob er dem anderen etwas Persönliches anvertrauen kann. An dieser Stelle lassen sich beispielsweise kleine Fehlinformationen streuen. Gelangen diese an einen bestimmten Personenkreis, ist der neue Ansprechpartner nicht als Freund geeignet.

Teilweise setzen Menschen, die aufgrund ihrer beruflichen Reputation sehr vorsichtig sein müssen, Privatdetektive ein.

Bei der Wahl der Freunde gehen Menschen gerne von Faktoren wie Alter, beruflicher Status und Äußerlichkeiten aus. Hier kann das Motto zählen: „Wer schön aussieht und sich vorteilhaft verhält, der kann nicht böse oder gemein sein!“

Diese Ansicht kann jedoch täuschen. Deshalb sollte jeder nicht nur das Gespräch mit der Person im Auge haben, sondern auch die Reflektionen aus der Umwelt in die Betrachtung einbeziehen. Anmerkungen von anderen Personen, die Zeugen des kommunikativen Aufbaus werden, sind hier besonders wichtig.

Liebesbeziehungen und menschliche Enttäuschung

Intimität ist für jedes Lebewesen wichtig. Die wichtigste Beziehung zwischen zwei Menschen ist deshalb die Liebe. Sie entsteht, wenn zwei Menschen sich – oft unterschiedlichen Geschlechts – voneinander angezogen fühlen. Aus dieser Anziehungskraft erwächst ein Empfinden, das für beide in der Gründung einer Familie münden kann.

Wird diese Beziehung durch einen der Partner im Rahmen einer extremen Geste – beispielsweise einen Seitensprung oder die Aufgabe der Partnerschaft – verletzt, wiegt diese menschliche Enttäuschung sehr schwer. Der aufgegebene Partner benötigt meistens viel Zeit, um sich wieder auf einen neuen Gefährten einzulassen.

Fazit

Das menschlich enttäuschende Verhalten ist von verschiedenen Kriterien abhängig. Menschen sehen diesen Sachverhalt in Abhängigkeit von gesellschaftlichen Bedingungen, hierarchischen Strukturen und persönlichen Erwartungen stets unterschiedlich.
Durch das menschlich enttäuschende Verhalten entstehen milde, starke oder extreme seelische Verletzungen, die sich auf die persönlichen Auswahlkriterien für die Zukunft auswirken.

Was bedeutet authentisch? Bedeutung, Definition, Erklärung


Der Begriff „authentisch“ stammt aus dem Griechischen. In der Koine wandelte sich das altgriechische Wort αὐθέντης (authentis) zu αὐθεντικός (authentikos). Die Koine ist die Sprachstufe des Griechischen, die als allgemeiner Dialekt vom Hellenismus bis in die römische Kaiserzeit gebräuchlich war. Sie löste das in der Antike gesprochene Altgriechisch ab. Die Bedeutung des Wortes αὐθεντικός (authentikos) ist „echt“ im Sinne von „original, unverfälscht“, „wahr“ oder „aufrichtig“. Auch im Spätlateinischen, dem vom 2. Jahrhundert bis zum Ende der Antike verbreiteten Latein, gab es das Wort autenticus mit der Bedeutung „verbürgt“, „zuverlässig“.

Was bedeutet authentisch? Bedeutung, Definition, Erklärung

In der deutschen Sprache hat authentisch nach wie vor die Bedeutung von „echt“ und „richtig, zuverlässig“, auch „ungekünstelt“ oder „original“. Den Begriff wendet man im Deutschen auf Gegenstände, Sachverhalte und zur Beschreibung der Wesenszüge oder des Verhaltens eines Menschen an.

Wann sind Gegenstände oder Sachverhalte authentisch?

Als authentisch gelten Gegenstände, Schriftstücke, Nachrichten oder Traditionen, wenn feststeht, dass sie tatsächlich das sind, was sie zu sein scheinen. Das gilt zum Beispiel für Kunstwerke oder Münzen, deren Echtheit bestätigt wird. Schriftstücke oder Nachrichten gelten als authentisch, wenn zweifelsfrei nachgewiesen ist, wer der Autor war, auf welchen Quellen sie basieren beziehungsweise, dass Geschehnisse, die Nachrichten zugrunde liegen, journalistisch korrekt recherchiert sind.

Auf Urlaubsreisen begegnen Touristen teilweise Angeboten, die ihnen Traditionen bestimmter Volksgruppen in folkloristischen Aufführungen aufzeigen. Hier ist mitunter nicht zweifelsfrei zu klären, inwieweit dort tatsächlich authentisch überlieferte Gewohnheiten und Riten zur Schau gestellt werden. Näher am tatsächlichen Leben der Menschen ist man in fremden Kulturen im persönlichen Kontakt mit den Menschen vor Ort. Die Authentizität zu prüfen fällt grundsätzlich umso leichter, je größer das Wissen über einen bestimmten Umstand ist, je näher man selbst am Geschehen ist.

Charakterisierung eines Menschen als authentisch

Menschen sind in ihrem alltäglichen Leben stets in bestimmten, oft wechselnden Rollen unterwegs. Sie versuchen dabei vielfach Ansprüchen oder Erwartungen gerecht zu werden. Menschen neigen in solchen Situationen dazu, sich zurückzunehmen, sich zu verstellen, besonders freundlich oder gewissenhaft zu sein. Charakteristisch für authentische Menschen ist, dass sich diese keinen vermeintlichen äußeren Zwängen unterwerfen, sondern sich nur von den eigenen Werten, Vorstellungen und Wesenszügen leiten lassen. Es verlangt ihnen mitunter Mut und Stärke ab, sich so zu zeigen, wie sie tatsächlich sind. Insbesondere dann, wenn sie Haltungen einnehmen oder Meinungen vertreten, die vom allgemeinen Konsens in einer Gruppe abweichen, erfordert dies ein hohes Maß ein Selbstvertrauen und Willensstärke.

Sich authentisch zu verhalten, schließt eine Flexibilität in verschiedenen sozialen Situationen nicht aus. Menschen haben viele Facetten von Charaktereigenschaften, die in bestimmten Situationen mehr oder weniger gefragt sind. So steht im zwischenmenschlichen Bereich eher die emotionale Zuwendung im Vordergrund, während bei wichtigen Entscheidungen, die zu treffen sind, analytisch-planerische Fähigkeiten zum Einsatz kommen.

Wie reagieren andere Leute auf authentische Menschen?

Reaktionen auf gelebte Authentizität können unterschiedlich ausfallen. Bei manchen Menschen stoßen sie auf Verwunderung oder Ablehnung, andere bewundern ihre authentischen Familienmitglieder, Freunde oder Kollegen. Es hängt vom kulturellen Rahmen und von inneren Einstellungen ab, inwieweit authentisches Verhalten für andere akzeptabel erscheint. Emotionen können dabei ebenso eine Rolle spielen. Manche Leute wünschen sich vielleicht, anderen authentisch entgegenzutreten, überwinden sich dazu aber nicht. In diesen Menschen kann es Trauer, Neid oder Ärger über ihre eigene Scheu auslösen, wenn sie jemandem begegnen, der sich selbst in nahezu allen Situationen treu bleibt. Viele empfinden auf der anderen Seite ihre authentischen Mitmenschen als verlässlich und berechenbar, da diese zu ihren Aussagen stehen und sie vertreten.

Welche Vorteile zieht jeder selbst aus seinem authentischen Verhalten?

Menschen, die ihre Werte leben, ihre Ideale und Wünsche im Auge behalten und sich danach richten, riskieren einerseits Ablehnung. Denn sie stoßen schnell an Grenzen, die gesellschaftliche Normen ihnen setzen. Sie machen sich nicht immer nur beliebt, wenn sie individuelle Ansichten vertreten. Jedoch bleiben sie bei dem, was ihnen wichtig erscheint und leben nach ihren Zielsetzungen. Ihre Persönlichkeit geht nicht so leicht in Erwartungshaltungen verloren. Authentische Menschen besitzen meist die Fähigkeit, langfristig etwas zu bewegen.

Fazit

Authentisch bedeutet echt, ungekünstelt, original oder aufrichtig und verlässlich zu sein. Der Begriff kann auf Gegenstände, Sachverhalte des Lebens, wie Berichterstattungen oder gelebte Traditionen angewandt werden. Auch Menschen können sich in unterschiedlichen Lebenssituationen authentisch zeigen. Sie riskieren damit zwar Unverständnis oder Ablehnung, bleiben dafür jedoch sich selbst treu, was sehr wertvoll ist. Authentische Menschen werden teils als verlässlich und berechenbar wahrgenommen und sie behalten ihre Ziele im Auge.

Was bedeutet „gepunzt“? Bedeutung, Definition, Erklärung


Gepunztes Metall oder Rindsleder entsteht, indem ein Handwerker einen Schlagstempel (einer sogenannten Punze) mit einem Hammer in das Material treibt, um auf diese Weise Muster oder Formen zu erzeugen. Die Technik kommt vor allem in der Lederverarbeitung, der Edelmetallschmiede oder für die Anfertigung von Gravuren zum Einsatz. Der Begriff „Punze“ kann in diesem Zusammenhang sowohl das Werkzeug als auch den damit erzeugten Abdruck bezeichnen.

Was bedeutet „gepunzt“? Bedeutung, Definition, Erklärung

Diese Technik nutzen die Menschen bereits seit der Antike, um unter anderem Geschirr und sakrale Gegenstände, aber auch Waffen, Sättel und Bucheinbände zu verzieren. Neben Gürteln, Taschen und Messerscheiden diente das Verfahren auch für die Verschönerung vergoldeter Oberflächen (beispielsweise Bilderrahmen). Bis zum Mittelalter finden sich Punzen als Hoheitszeichen auf zahlreichen Münzen. Auf Wochenmärkten benutzen die Händler übrigens bis heute häufig noch Waagen, deren Gewichte mittels Stempeln geeicht wurden.

Das Handwerk des „Ziselierens“ bezeichnet die Bearbeitung eines Metalls mittels Hammer und Punze über einem weichen Untergrund. Bei diesem kann es sich zum Beispiel um ein mit Sand gefülltes Lederkissen handeln. Auf diese Weise erzeugt ein Ziseleur durch Verformung des Materials Verzierungen mit weichen Kanten. Für diese Arbeit stehen ihm oft Hunderte verschiedener Punzen zur Verfügung.

Was bedeuten Punzierungen bei Schmuck und Edelmetall?

Diese Technik ermöglicht es, Informationen über Hersteller oder die Zusammensetzung auf das Edelmetall prägen. Der Handwerker hämmert mittels eines Punziereisens einen Abdruck in das Material.Die Punzierung findet sich oft an einer unauffälligen Stelle eines Schmuckstückes oder eines Barrens und enthält Informationen über den Feingehalt, also des Anteils an echtem Metall.

Eine Punzierung kann neben Gewichtsangaben auch Prüfnummern oder ein Wappen als herrschaftliches Kennzeichen enthalten. Eine Gewichtsangabe wird in Promille oder Karat angegeben. Je höher die Zahl, desto kostbarer ist das gepunzte Metall. 999,9 Promille Feingehalt entspricht beispielsweise 24 Karat (K), während ein Feingehalt von 333 Promille gleichzusetzen ist mit 8 Karat. Bei Edelmetallbarren findet man Punzierungen erst bei größeren, gegossenen Exemplaren ab einem Gewicht von 100 Gramm.

Das Gesetz über den Feingehalt der Gold- und Silberwaren sieht vor, dass in Deutschland Gold- und Silberschmuck in jeder Legierung gepunzt werden darf. Für goldene und silberne Geräte gilt das erst ab einem Edelmetallanteil von 858 beziehungsweise 800 Promille. Während jeder Bürger den Feingehalt in Schmuckstücke stempeln darf, ist dies bei Gerät (Uhren)ausschließlich Firmen vorbehalten.

Punzierungen findet sich darüber hinaus häufig auch auf Platin und Palladium. Bei Tafelsilber gibt die Punzierung nicht Auskunft über den Feingehalt, sondern über die Stärke der versilberten Oberfläche. Grundsätzlich sollte man sich bewusst machen, dass ungeachtet der gesetzlichen Vorschriften die Punzierung von Edelmetall keine Garantie für dessen Echtheit darstellt. Da im Grunde jeder Bürger einen Prägestempel fälschen kann, sollte man für die Prüfung von Edelmetallen immer einen Fachmann zurate ziehen.

Punzierungen bei der Lederverarbeitung

Punzierung von Leder erfordert mehrere Arbeitsschritte. Auf das Anfeuchten des Materials folgt das Aufzeichnen oder Eindrücken des Motivs. Anschließend erwärmt der Handwerker das Leder und schneidet das Muster ein, um die Verzierung im letzten Schritt mit einem Schlagstempel einzuhämmern. Besondere Effekte lassen sich erzielen, wenn das Material in einem weiteren Schritt bemalt oder vergoldet wird.

Diese Form der Lederverarbeitung ist heute vor allem noch in Nordamerika verbreitet. In Deutschland beherrschen nur noch wenige Sattler diese Technik – stattdessen wird Leder häufig maschinell oder (zunehmend) unter Verwendung von Lasern verarbeitet. Artikel aus gepunztem Leder findet man heute vor allem auf Mittelaltermärkten oder in der Western- oder Bikerszene.

Was ist Selbstgerechtigkeit? Bedeutung, Definition, Erklärung


Bei der Selbstgerechtigkeit geht es um eine vermeintliche moralische Geradlinigkeit, die eine selbstgerechte Person nur sich selbst zuspricht, weil sie sie bei anderen grundsätzlich nicht erkennen kann. Diese Haltung beruht auf einer vergleichenden Sichtweise und einem oberflächlichen und verallgemeinernden Verständnis davon, wie gesellschaftliche Normen, Regeln und Werte einzuhalten sind. Eine selbstgerechte Person schließt von sich auf andere und fühlt sich dabei immer moralisch überlegen.

Selbstgerechtigkeit könnte ohne ein Gegenüber und ohne ein soziales Umfeld nicht existieren. Selbstgerechtigkeit braucht einen Spiegel. Eine Person kann nur dann selbstgerecht sein, wenn sie sich an anderen messen kann. Sie braucht gesellschaftliche Normen und Werte, um sich an diesen orientierten und sich selbst als Maßstab eines regelgerechten Verhaltens erkennen zu können. Erst dann kann sie sich gegen alle anderen absetzen und moralisch überlegen fühlen.

Das eigene Verhalten wird als grundlegend richtig betrachtet und deswegen zugleich auch verallgemeinert. Das Verhalten anderer wird mit dem eigenen, vermeintlich allgemeingültigen und deswegen scheinbar einzig richtigen Verhalten verglichen. Wer sich anders verhält, verhält sich dieser Sichtweise entsprechend automatisch falsch, regelwidrig und unmoralisch.

Selbstgerechtigkeit braucht kontinuierliche Selbstbestätigung

Wer selbstgerecht ist, hält sich für moralisch überlegen, sittlich untadelig und ohne Fehler. Dass diese Haltung auf einer Illusion beruht, ist selbstredend, denn Menschen sind nicht perfekt. Dies wissen auch selbstgerechte Menschen, auch wenn sie es vor sich und anderen nicht zugeben können. Deswegen benötigen selbstgerechte Menschen permanente Bestätigung ihrer Annahmen über sich selbst. Diese zu finden, stellt kein Problem dar. Sie vergleichen sich einfach mit anderen und bemerken bei diesen ein Fehlverhalten. Dadurch werden sie in ihrer Meinung bestätigt, dass niemand moralisch und sittlich an sie heranreichen kann.

Möglicherweise verhält sich das Gegenüber tatsächlich aus moralischer Sicht fragwürdig. Ein unmoralisches Verhalten eines anderen rechtfertigt aber kein selbstgerechtes Überlegenheitsgefühl, denn Selbstgerechtigkeit sagt nichts über das eigene Verhalten aus. Es sagt lediglich etwas über die eigene Selbstsicht aus.

Selbstsicht vs. Fremdsicht

Die Selbstsicht mag positiv sein, die Fremdsicht wird aber vermutlich ganz anders ausfallen. Die Selbstgerechtigkeit aus der Selbstsicht:

  • fühlt sich moralisch überlegen („lässt sich nie etwas zuschulden kommen“)
  • hält sich für sittlich untadelig („überschreitet keine Regeln“)
  • meint, die gesellschaftlichen Werte verteidigen zu müssen („wenn Werte nicht respektiert werden, ist die Gesellschaft verloren“)
  • hält sich für absolut gesetzestreu („keine Geschwindigkeitsüberschreitungen, Schwarzarbeit oder Steuerbetrügereien“)

Die Selbstgerechtigkeit aus der Fremdsicht:

  • es fehlt jegliche Selbstkritik („wer alles richtig macht, muss sich nicht ändern oder sein Verhalten infrage stellen“)
  • ist resistent gegen jede Form von Kritik („wer Fehler macht, hat kein Recht zu kritisieren“)
  • hält sich für unfehlbar, trotz offensichtlicher Fehler („wer eigentlich perfekt ist, darf auch mal Fehler machen“)
  • findet Ausreden für Fehltritte und Fehlverhalten („ausnahmsweise“, „die äußeren Umstände“, „eigentlich immer, aber“, „normalerweise, aber“, „andere sind viel schlimmer“

Wortherkunft: Selbstgerechtigkeit

Das Wort Selbstgerechtigkeit ist ein Kompositum aus zwei zusammengesetzten Wörtern: Selbst und Gerechtigkeit. Das in dieser Form zusammengesetzte Wort ist seit dem späten 18. Jahrhundert in Deutschland nachweisbar. Auseinandergeschrieben, aber im gleichen Sinn verwendet, gibt es „Selbstgerechtigkeit“ nachweislich seit Mitte des 16. Jahrhunderts in der von Martin Luther im Jahr 1545 ins Deutsche übersetzten Bibel.

Der Begriff „Selbst“ dient eigentlich der Reflexion und Selbstbeobachtung mit dem Ziel, sich selbst besser verstehen und sich dadurch verbessern zu können. Der Begriff „Gerechtigkeit“ wiederum steht für eine Tugend und dient als Maßstab seines eigenen Verhaltens. Wenn also die Selbstbeobachtung dazu dient, sich selbst als gut genug oder sogar perfekt zu empfinden und sein Handeln dann als vergleichenden Maßstab andern gegenüber anzusetzen, wurden beide Begriffe in ihrem sinnhaften Kern verfehlt. Zusammengenommen ergibt sich daraus eine Selbstgerechtigkeit, die auf falschen Annahmen, falschen Anwendungen und falschen Erkenntnissen beruht.

Recht, Gerechtigkeit und Selbstgerechtigkeit

Das Adjektiv „gerecht“ stammt vom mittelhochdeutschen „gereht“ und dieses wiederum vom früheren althochdeutschen „geriht“ ab. Die Bedeutung war in allen Fällen: „gerade“, „geradlinig“ oder auch „rechtens“. Das moderne Wort „Gerechtigkeit“ ist eine Substantivierung dieses Adjektivs, ebenso wie das Wort „Recht“ eine Substantivierung des Adjektivs „recht“ ist. Dieses stammt von dem althochdeutschen und auch mittelhochdeutschen „reht“ ab. Es bedeutete „das Richtige, „Anspruch“ oder auch „Gesetz“. Zuständig für die Rechtsprechung sind Richter und andere dazu berufene Personen.

Ein selbstgerechter Mensch allerdings etabliert eine eigene „Rechtsprechung“. Er hält sich für berufen, über andere und über sich selbst urteilen zu können. Da ein solcher Mensch blind ist für seine Fehler, wird er keinen Grund finden, weshalb an ihm etwas zu kritisieren sein könnte. Er wird jegliche Kritik abweisen und Selbstkritik allenfalls seinem Gegenüber empfehlen. Schließlich sind es die anderen, die sich verbessern müssen. Ein selbstgerechter Mensch ist sich keiner Untadeligkeit bewusst, – und wenn sich doch einmal ein Fünkchen Skrupel auftut, wird es mit dem Blick auf die doch viel größeren Unzulänglichkeiten der Mitmenschen weggedrückt.

Justitia ist die römische Göttin der Gerechtigkeit. Sie steht heute für das Rechtswesen. Die Eigenschaften Justitias wandelten sich im Laufe der Zeit. Im Mittelalter und in der Neuzeit wurde aus der ausgleichenden Gerechtigkeit zunächst eine rächende, dann eine strafende Gerechtigkeit. Heute steht die Göttin symbolisch für die Justiz und wird mit einer Augenbinde, einer Waage und einem Richtschwert dargestellt. Die Augenbinde drückt aus, dass Recht gesprochen wird ohne Ansehen der zu richtenden Person. Die sich etwas neigende Waage zeigt an, dass im Zweifel Recht für den Angeklagten gesprochen wird und das Schwert verdeutlicht, dass das Recht mit der nötigen Härte durchgesetzt wird.

Die Gerechtigkeit eines Selbstgerechten ist nur blind gegen sich selbst und verhält sich nur sich selbst gegenüber neutral. Andere werden bewertet, abgeschätzt, kritisiert und kategorisiert. Die Waage neigt sich immer dem Selbstgerechten zu, denn falls Selbstzweifel vorhanden sein sollten, nimmt er immer den sogenannten Zweifelssatz in Anspruch: „In dubio pro reo“ (bedeutet: Im Zweifelsfalle ist der Beschuldigte unschuldig). Anderen gegenüber sind seine Ansichten klar und scharf formuliert. Es gibt nur Schuldige, denn im Vergleich zu ihm (sein Verhalten ist der Standard und insofern Maßstab) können andere nur versagen. Das Richtschwert wird ebenfalls ausschließlich in Richtung der anderen geschwungen. Wer einem Selbstgerechten begegnet, begegnet einer Justitia ohne Augenbinde und ohne Waage, aber mit einem beidhändig geführten Schwert.

Zusammenfassung: Was ist Selbstgerechtigkeit?

Ein selbstgerechter Mensch nimmt für sich selbst das Recht in Anspruch, über andere richten, sie bewerten und kritisieren zu dürfen. Grundlage dafür sieht ein solcher Mensch in seiner eigenen, aus seiner Sicht tadellosen und in jeder Hinsicht korrekten Verhaltensweise.

Das Richten, Bewerten und Kritisieren anderer funktioniert also, indem ein selbstgerechter Mensch andere mit sich selbst vergleicht und dabei sein eigenes Verhalten als moralischen Maßstab betrachtet. Im gleichen Schritt verallgemeinert er seine Meinung über sich selbst und betrachtet sein Verhalten als normativen Standard.

Ein selbstgerechter Mensch betrachtet sich als berufen, über andere zu richten und sich dabei auf sich selbst zu beziehen. Es ist nicht das öffentliche, allgemeine oder göttliche Recht, an dem ein solcher Mensch seine Mitmenschen beurteilt. Er beurteilt sie, indem er sie mit sich selbst vergleicht und dabei jedes einzelne Mal feststellt, dass niemand an ihn heranreicht und ihm in moralischer Hinsicht das Wasser reichen kann.

Was bedeutet flapsig / Flapsigkeit? Bedeutung, Definition, Erklärung


„Flapsig“ ist ein umgangssprachliches Adjektiv, das bedeutet, dass etwas nicht ernst gemeint oder leichthin gesagt wird. Wenn jemand „flapsig“ spricht, dann versucht er normalerweise, den anderen zu erheitern oder zu beruhigen. Es kann auch verwendet werden, um Spannungen abzubauen oder zu verhindern.

Was bedeutet flapsig / Flapsigkeit? Bedeutung, Definition, Erklärung

Dieses Adjektiv ist besonders nützlich, wenn Sie sich in einer angespannten oder stressigen Situation befinden und versuchen möchten, die Dinge etwas lockerer zu sehen. Beispiele für Situationen, in denen „Flapsigkeit“ angemessen sein könnte, sind eine humorvolle Unterhaltung oder ein Streit mit einem Freund. In diesen Fällen kann es hilfreich sein, die Dinge etwas leichter zu sehen und nicht alles so ernst zu nehmen.

Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass „flapsig“ nicht immer angemessen ist. In bestimmten Situationen kann es als respektlos oder herablassend angesehen werden. Beispielsweise sollten Sie es vermeiden, „flapsig“ zu sprechen, wenn Sie sich mit jemandem unterhalten, der gerade einen Verlust erlitten hat oder sich in einer schwierigen Lebenssituation befindet. In solchen Fällen könnte es der anderen Person unangenehm sein und Sie könnten sie oder ihn verletzen.

Geschichtlich von flapsig

„Flapsig“ ist ein deutsches Adjektiv, das in den letzten Jahren immer häufiger in den deutschen Sprachgebrauch aufgenommen wurde. Es hat verschiedene Bedeutungen, je nach Kontext, in dem es verwendet wird. Zum einen kann es positiv angewendet werden, um jemanden oder etwas zu beschreiben, der/die/das locker und entspannt ist. In diesem Fall kann es mit dem englischen Adjektiv „chill“ gleichgesetzt werden. Zum anderen kann es aber auch negative Verwendung finden und jemanden oder etwas beschreiben, der/die/das unprofessionell oder ungehobelt ist. In diesem Fall entspricht es eher dem englischen Adjektiv „rude“.

In den meisten Fällen wird „flapsig“ aber eher positiv verwendet und kann als Gegenteil von „steif“ oder „anstrengend“ betrachtet werden. Jemand, der „flapsig“ ist, nimmt das Leben nicht so ernst und lässt sich nicht so leicht aus der Ruhe bringen. Er/sie ist locker und entspannt und genießt das Leben in vollen Zügen.

Wie genau das Wort „flapsig“ in den deutschen Sprachgebrauch integriert wurde, ist nicht ganz klar. Vermutlich ist es eine Kombination aus dem englischen Wort „flap“ (dt. Klappe) und dem deutschen Wort „siegig“ (locker). So oder so ist „flapsig“ mittlerweile ein fester Bestandteil des deutschen Sprachschatzes und wird häufig in informellen Konversationen verwendet.

Bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts war „flapsig“ ein häufig verwendetes Wort in Deutschland. Es bedeutete ungefähr dasselbe wie heute, nämlich „lässig“ oder „unbeschwert“. Allerdings hat es seitdem einen leichten Wandel in seiner Bedeutung erfahren. Inzwischen wird es vor allem für Menschen verwendet, die sich nicht an die Regeln halten oder die gegen die Autorität verstoßen.

Dieser Wandel ist hauptsächlich auf die Jugendkultur der 1960er und 1970er Jahre zurückzuführen. In dieser Zeit wurden viele neue Wörter und Ausdrucksweisen geprägt, die den Umgang mit Autorität infrage stellten. „Flapsig“ war eines dieser Wörter und wurde zu einem Symbol der Rebellion gegen die etablierte Ordnung.

Heute wird das Wort hauptsächlich von jungen Menschen verwendet, um ihre Haltung zu zeigen. Es ist ein Ausdruck der Unzufriedenheit mit dem Establishment und kann sowohl positiv als auch negativ interpretiert werden. In manchen Kreisen gilt es als beleidigend, in anderen als cool und lässig.

„Flapsigkeit“ in der Sprachwissenschaft

In der Sprachwissenschaft und Literatur beschreibt „Flapsigkeit“ einen lockeren, ungezwungenen Schreibstil, der für bestimmte Arten von Texten geeignet ist. In einigen Fällen kann „flapsig“ auch einen anzüglichen oder unangemessenen Inhalt beschreiben. Überwiegend wird „flapsig“ jedoch als positiv bewertet und als eine gute Möglichkeit angesehen, den Leser zu unterhalten oder zu informieren.

Einige Schriftsteller und Wissenschaftler haben sich dafür entschieden, „flapsig“ zu verwenden, um ihrem Schreiben mehr Persönlichkeit und Lebendigkeit zu verleihen. Dies kann besonders nützlich sein, wenn Sie versuchen, komplexe Themen auf eine leicht verständliche Weise darzustellen. In vielen Fällen kann „Flapsigkeit“ auch die Stimmung eines Textes verbessern und ihn unterhaltsamer machen.

Gegenteil von flapsig

Es existieren zwei gängige Gegenbegriffe für „flapsig“: „zurückhaltend“ und „kleinlaut“. Beide Begriffe beschreiben jeweils eine andere Seite derselben Medaille. „Zurückhaltend“ bedeutet, dass man sich nicht so sehr äußert oder sich zurücknimmt. Dagegen ist „kleinlaut“ eher ein Ausdruck der Unterwürfigkeit oder des Mangels an Selbstvertrauen.

In gewisser Weise können beide Gegenbegriffe als Erklärung für die negative Konnotation von „flapsig“ angesehen werden. Wenn man sich zu sehr äußert oder zu wenig zurückhält, kann dies als unangemessen oder respektlos angesehen werden. Gleichzeitig kann auch ein Mangel an Selbstvertrauen oder Unterwürfigkeit als negativ betrachtet werden.

Allerdings gibt es auch eine positive Seite an „flapsig“. Denn in manchen Fällen kann es auch als Ausdruck der Lebensfreude und des Selbstvertrauens interpretiert werden. So kann jemand, der sich „flapsig“ äußert, auch zeigen, dass er/sie keine Angst hat, Fehler zu machen oder sich zu blamieren. In gewisser Weise ist es also auch ein Ausdruck des Muts.

Was bedeutet „fahrig“? Bedeutung, Definition, Erklärung


In der Regel beschreibt „fahrig“ jemanden, der nervös oder angespannt ist. Diese Bedeutung kommt häufig in Situationen vor, in denen jemand unter Druck steht oder Angst hat. Jemand könnte beispielsweise fahrig sein, weil er eine Präsentation halten muss oder weil er auf eine wichtige Prüfung wartet. Auch kann jemand „fahrig“ sein, weil die Person erschöpft ist.

Was bedeutet „fahrig“? Bedeutung, Definition, Erklärung

Manchmal wird „fahrig“ auch verwendet, um jemanden zu beschreiben, der unkonzentriert oder abgelenkt ist. Jemand könnte beispielsweise fahrig sein, weil er etwas Bedeutsames vergessen hat oder weil er mit seinen Gedanken woanders ist. In diesem Kontext ist „fahrig“ oft negativ konnotiert.

Insgesamt kann „fahrig“ aber sowohl positiv als auch negativ sein, je nach Kontext und Intention.

Die Geschichte vom Begriff „fahrig“ im deutschen Sprachgebrauch

Im deutschen Sprachgebrauch hat das Wort „fahrig“ eine lange und interessante Geschichte. Ursprünglich kam es aus dem Althochdeutschen und bedeutete so viel wie „unruhig“ oder „streng“. In der Zeit des Mittelalters änderte sich die Bedeutung jedoch ein wenig und bezog sich nunmehr auf etwas, das „schnell und ungestüm“ war. So konnte man beispielsweise sagen, dass ein Pferd „fahrig“ sei, wenn es unruhig war oder sich schnell bewegte.

Im 18. Jahrhundert nahm die Bedeutung von „fahrig“ dann eine weitere Wendung. In dieser Zeit wurde das Wort häufig in Zusammenhang mit der Medizin verwendet und beschrieb Krankheiten wie Nervosität oder Schlaflosigkeit. Auch heute noch wird „fahrig“ in diesem Zusammenhang verwendet, allerdings hat es inzwischen auch eine positivere Konnotation erhalten. So kann man zum Beispiel sagen, dass man „fahrig“ ist, wenn man nervös oder aufgeregt ist, aber auch, wenn man energiegeladen und bereit für Aktion ist.

Der Ausdruck „fahrig“ ist in der Sprachwissenschaft und Literatur seit langem etabliert. Er hat eine lange Geschichte und wird in unterschiedlichen Kontexten verwendet.

Der Begriff kann auf verschiedene Arten interpretiert werden. Es kann sich um eine Beschreibung des physischen Zustands einer Person handeln, die nervös oder angespannt ist. Diese Bedeutung wird häufig in der Medizin verwendet, um bestimmte Krankheiten oder Symptome zu beschreiben. Zum Beispiel kann ein Arzt sagen, dass ein Patient „fahrig“ ist, wenn er oder sie unruhig ist oder Schwierigkeiten hat, stillzusitzen oder sich zu konzentrieren.

In der Literatur wird der Ausdruck „fahrig“ ebenfalls häufig als Synonym für „nervös“ oder „angespannt“ verwendet. Er kann auch dazu verwendet werden, um die Stimmung einer Figur zu beschreiben. Zum Beispiel könnte ein Autor sagen, dass eine Figur „fahrig und unruhig“ war, um zu beschreiben, wie nervös oder angespannt sie war.

Der Ausdruck „fahrig“ hat allerdings auch eine positive Bedeutung. Er kann verwendet werden, um jemanden zu beschreiben, der energiegeladen und voller Tatendrang ist. Diese Bedeutung ist häufig in der Wirtschaft zu finden, wo Unternehmer manchmal sagen, dass sie „fahrig und unternehmungslustig“ sind.

Wortherkunft: fahrig

„Fahrig“ ist ein sehr interessanter Ausdruck, der viel über unsere Persönlichkeit verrät. Er kann sowohl positiv als auch negativ interpretiert werden und zeigt uns, wie sensibel wir auf Reize reagieren.

Etymologisch betrachtet kommt das Wort „fahrig“ vom altdeutschen Wort „fahren“, was so viel bedeutet wie „in Bewegung sein“. Dies verweist darauf, dass wir fahrig sind, wenn wir uns in einem ständigen Zustand der Bewegung befinden. In der Regel beschreibt es eine Art unruhige Energie, die uns antreibt.

Allerdings kann „fahrig“ auch als negatives Attribut angesehen werden. In diesem Fall deutet es darauf hin, dass wir zu sensibel auf Reize reagieren und uns dadurch leicht ablenken lassen. Dies kann in bestimmten Situationen, wie beispielsweise bei einer Prüfung, hinderlich sein.

In der Sprachwissenschaft gibt es jedoch mehrere Theorien über die Herkunft des Ausdrucks „fahrig“. Weitere Theorien besagen, dass er von dem altdeutschen Wort „farren“ abstammt, was so viel bedeutet wie „streben“. Dies passt zu der positiven Bedeutung des Ausdrucks, da jemand, der energiegeladen und voller Tatendrang ist, oft danach strebt, etwas Neues zu tun oder zu erreichen. Eine andere Theorie besagt hingegen, dass der Ausdruck vom altdeutschen Wort „ferren“ abstammt, was so viel bedeutet wie „ziehen“. Dies passt zur Bedeutung des Ausdrucks als Synonym für „nervös“ oder „angespannt“, da nervöse oder angespannte Menschen oft unruhig sind und Schwierigkeiten haben, stillzusitzen.

Insgesamt lässt sich also sagen, dass die Bedeutung von „fahrig“ von Person zu Person unterschiedlich ist. Für manche ist es ein positiver Charakterzug, der ihnen Energie und Antrieb gibt. Andere sehen es als negativen Aspekt an, da es zu Unachtsamkeit und Ablenkung führen kann.

Gegenteil von fahrig

Gelassenheit kann man als den Gegensatz zu Fahrigkeit betrachten. Während Fahrigkeit eine gewisse Unruhe und Nervosität ausdrückt, impliziert Gelassenheit, Ruhe und Ausgeglichenheit. Jemand, der gelassen ist, wirkt ruhig und entspannt, während jemand, der fahrig ist, eher nervös und angespannt erscheint.

Was bedeutet „üppig“? Bedeutung, Definition, Erklärung


Das Wort „Üppig“ kann verwendet werden, um etwas zu beschreiben, das reichlich oder im Überfluss vorhanden ist. Mit anderen Worten, es gibt eine große Menge von dem, worauf man sich bezieht. Das kann etwas Positives sein, wie im Fall von üppigem Laub oder einer üppigen Ernte. Es kann auch zur Beschreibung einer negativen Situation verwendet werden, z. B. wenn jemand auf den „zügellosen Drogenkonsum“ hinweist.

Was bedeutet „üppig“? Bedeutung, Definition, Erklärung

Der Begriff „üppig“ kann auch verwendet werden, um eine übermäßige Menge von etwas zu beschreiben. In diesem Fall könnte er eine negative Konnotation haben, wie im Fall von „üppigen Ausgaben“. Er kann aber auch im positiven Sinne verwendet werden, z. B. wenn man ein Übermaß an Freundlichkeit oder Liebe findet.

Im Allgemeinen wird das Wort üppig verwendet, um etwas zu beschreiben, das in großen Mengen vorhanden ist. Ob das etwas Gutes oder etwas Schlechtes ist, hängt vom Kontext ab, in dem es verwendet wird.

Wortherkunft: üppig

Im Mittelhochdeutschen bedeutete das Wort ursprünglich überflüssig und nutzlos, aber heute hat es eine positive Bedeutung, reichlich oder die von in Mengen vorhanden. Eigentlich wird der Begriff üppig heute verwendet, um etwas tatsächlich üppig oder im Überfluss vorhandenes zu beschreiben.

Die Etymologie des Wortes „üppig“ leitet sich von dem altenglischen Wort „lēas“ ab, das „nutzlos“ oder „überflüssig“ bedeutet. Das Wort „üppig“ bezeichnete ursprünglich etwas, das üppig war oder über das hinausging, was notwendig oder erforderlich war. Im Laufe der Zeit verlagerte sich die Bedeutung von „üppig“ dahin, dass es sich auf einen Überfluss oder eine Überfülle von etwas bezog, oft auf Vegetation. Das Wort „üppig“ wird heute verwendet, um etwas zu beschreiben, das grün, grün und blühend ist.

Synonyme und Antonyme von üppig auf Deutsch

Üppig heißt auf Englisch „Lush“ und ist ein Wort mit vielen Synonymen im Deutschen, darunter „reichlich“, „reichlich“ und „wimmelnd“. Es kann auch verwendet werden, um etwas zu beschreiben, das ähnlich ist oder aussieht wie etwas anderes.

Weitere Definition von üppig

Das Wort „üppig“ hat viele verschiedene Definitionen und Bedeutungen. Es kann verwendet werden, um etwas zu beschreiben, das voll und luxuriös ist, oder es kann einfach bedeuten, dass etwas grün und üppig ist. Es kann auch verwendet werden, um jemanden zu beschreiben, der voller Leben und Energie ist.

Üppig = In reichhaltiger Fülle vorhanden

Üppig ist ein Wort, das verwendet wird, um etwas zu beschreiben, das in reicher Fülle vorhanden ist. Ein Synonym für üppig wäre „abundant“. Ein Beispiel für die Verwendung dieses Wortes im Kontext wäre: „Die Blumen im Garten sind so üppig.“ Das bedeutet, dass es viele von ihnen gibt und sie sehr üppig sind.

Er kann verwendet werden, um eine Landschaft, einen opulenten Lebensstil oder etwas anderes zu beschreiben, das extravagant schön oder üppig erscheint. Einige Synonyme für üppig sind: extravagant, üppig, luxuriös und dekadent.

Dieses Wort wird oft in einem positiven Kontext verwendet, da es für ein reichliches Maß an etwas steht. Es kann aber auch verwendet werden, um zügelloses Wachstum oder Übernutzung zu beschreiben.

Bedeutungen – Verschiedene Beispiele

Üppig hat viele Bedeutungen, aber im Kern bezieht es sich auf etwas, das voll, üppig und überschwänglich ist. Ein üppiges grünes Feld ist zum Beispiel ein Feld voller üppiger, gesunder Gräser. Auf Menschen angewandt kann es bedeuten, dass sie extravagant oder exzessiv in ihren Maßnahmen sind. In anderen Formen kann es bedeuten, dass etwas in Hülle und Fülle wächst oder gedeiht, wie z. B. ein wucherndes Unkraut. Letztendlich definiert das Wörterbuch es als „eine übermäßig luxuriöse oder prächtige Situation oder Sache“.

Was bedeutet „papperlapapp“? Bedeutung, Definition, Erklärung


„Papperlapapp“ ist kein Begriff, sondern ein Ausdruck mit einer langen Geschichte, die mindestens bis ins 18. Jahrhundert zurückreicht.

Die genaue Herkunft und Provenienz dieser Redewendung ist heute kaum noch zu ermitteln. Es wird jedoch angenommen, dass diese Redewendung ihre Wurzeln im Wort „papp“ hat, was wiederum „sättigend“ bedeutet.

Noch heute werden kleine Kinder, die viel auf einmal in den Mund genommen haben, oft gefragt, ob sie noch „papp“ sagen könnten. Obwohl nicht so einfach wie ein leerer Mund, ist es dennoch in den meisten Fällen möglich. So entsteht eine Art Widerspruch, wenn das Kind diesen „Papa“ nennt. Es bedeutet so viel wie „es funktioniert doch“. Aus diesem „Papp“ wurde später ein Papperlapapp, aber auch mit dem Ziel, einer Tatsache zu widersprechen, ähnlich wie es Kinder mit vollem Mund taten.

Allerdings wissen wir auch nicht, wie wir uns fragen, ob das Kind mit vollem Mund noch „papp“ sagen könnte. Ein wahrscheinlicher Ursprung dieses Begriffs ist, dass er das Wort „pappeln“ oder „plappern“ bedeutete, was so viel wie „schwatzen“ bedeutet. Denkbar wäre aber auch, dass es sich um eine Art breiige Masse namens Porridge handelte, die um das 18. Jahrhundert gerne von Kindern verzehrt wurde. Dieses Kindergericht, das damals „Papp“ hieß, bestand aus sehr herzhaften Zutaten, die schnell satt machten. Und wie bereits erwähnt, wurde das Wort „papp“ vor allem in der Vergangenheit oft als Synonym für den heute viel gebräuchlicheren Begriff „satt“ verwendet.

Was bedeutet „papperlapapp“? Bedeutung, Definition, Erklärung

Manchmal befinden Sie sich vielleicht in einem Gespräch mit jemandem, der Ihnen die Sprache verschlägt, aber nicht auf eine gute Art und Weise. In solchen Momenten müssen Sie vielleicht einfach ausrufen, dass alles, was die andere Person gesagt hat, komplett papperlapapp ist!

Dieses Wort macht nicht nur unglaublich viel Spaß (und hat sicherlich die meisten Ps in jedem deutschen Wort), sondern ist auch der perfekte umgangssprachliche Begriff, um Meinungsverschiedenheiten mit Ihrem Gesprächspartner auszudrücken.

Papperlapapp hat eine ähnliche Bedeutung wie das deutsche Wort Quatsch, fühlt sich aber eher altmodisch an und bedeutet grob übersetzt „Unsinn“ oder „Müll“. Es wird am häufigsten als Zwischenruf in einem Gespräch verwendet, um das anzuprangern, was die andere Person gerade gesagt hat.

Natürlich ist es nicht überall zu verwenden, da Sie es als Anstoß nehmen könnten, wenn Sie die Anweisungen Ihres Chefs für Papperlapapp halten. Aber in einer lockeren Unterhaltung, wenn Ihr Freund zweifelhafte, fadenscheinige Ausreden dafür vorbringt, dass er zu spät kommt oder später nicht auf das Bier ausgehen möchte, übermittelt papperlapapp Ihre Entlassung auf eine ziemlich lustige Art und Weise.

Das deutsche Wörterbuch Duden verzeichnet die erste Verwendung des Wortes als Interjektion im Jahr 1880, aber seine genaue Herkunft ist unbekannt. Einige argumentieren, dass papperlapapp Verbindungen zum deutschen Verb babbeln hat, während andere glauben, dass das Wort einfach keine wirkliche Bedeutung oder Hintergrund hat, was die Tatsache widerspiegelt, dass das, was die andere Person sagt, völlig unsinnig ist!

Es gibt sogar ein Brettspiel für Kinder mit dem Titel Papperlapapp – hoffen wir aber, dass das Spiel besser ist, als es verspricht!

Beispiele mit papperlapp

„Ich wollte ja kommen, aber draußen ist zu kalt.“

„Ach Papperlapapp! Es sind 20 Grad.“

„Ich wollte kommen, aber draußen ist es zu kalt.“

„Ach Quatsch! Es sind 20 Grad.“

„Du sollst weniger Süßigkeiten essen. Der Zahnarzt wird nicht glücklich sein!“ „Papperlapapp, meine Zähne sind in Ordnung, alles gut.“

„Du solltest weniger Süßigkeiten essen. Der Zahnarzt wird nicht glücklich sein!“

„Unsinn, meine Zähne sind in Ordnung, keine Sorge.“

Was bedeutet „affektiert“? Bedeutung, Definition, Erklärung


„Affektiert“ ist ein Ausdruck, der sich auf das Verhalten oder die Ausdrucksweise einer Person bezieht, die nicht natürlich oder echt wirkt. Jemand kann zum Beispiel versuchen, affektiert zu wirken, indem er eine bestimmte Sprache oder einen bestimmten Akzent imitiert. Oder jemand kann versuchen, affektiert zu wirken, indem er sich verstellt oder absichtlich übertrieben künstlich wirkt.

Was bedeutet „affektiert“? Bedeutung, Definition, Erklärung

In der Regel wird der Ausdruck „affektiert“ negativ verwendet, um anzuzeigen, dass jemand versucht, etwas vorzutäuschen oder zu imitieren, was er nicht ist. Jemand kann jedoch auch positiv affektiert sein, was bedeutet, dass er sich bemüht, natürlich und echt zu wirken.

Die Bedeutung von „affektiert“ hängt stark vom Kontext und den Umständen ab. In manchen Situationen kann es völlig in Ordnung sein, affektiert zu sein, während in anderen Situationen affektiertes Verhalten als unangemessen betrachtet werden kann.

Zum Beispiel kann es in Ordnung sein, affektiert zu sein, wenn man versucht, einen bestimmten Akzent nachzuahmen, weil man für eine Rolle üben muss. Aber es könnte als unangemessen angesehen werden, affektiert zu sein, wenn man versucht, den Akzent einer anderen Person nachzuahmen, um sie auszulachen.

In der Regel gilt: Je mehr man versucht, jemand anders zu sein oder zu imitieren, desto eher ist es affektiert. Jemand kann jedoch auch durch Zufall oder aus Unwissenheit affektiert erscheinen.

Geschichte im Sprachgebrauch: affektiert

Im 17. Jahrhundert wurde das Wort „affektiert“ in Deutschland zum ersten Mal verwendet. Es bedeutete damals etwas Ähnliches wie „empfindlich“. Im 18. Jahrhundert nahm die Bedeutung des Wortes jedoch eine andere Wendung. In dieser Zeit wurde „affektiert“ häufig als Synonym für „gekünstelt“ oder „übertrieben“ verwendet. Die Bedeutung des Wortes blieb im 19. und 20. Jahrhundert weitgehend unverändert.

In der heutigen Zeit hat sich die Bedeutung von „affektiert“ wieder etwas geändert. Das Wort wird häufig in Bezug auf Personen verwendet, die versuchen, eine bestimmte Rolle zu spielen oder einen bestimmten Eindruck zu machen. Oft wird es auch in Bezug auf Personen verwendet, die versuchen, etwas zu sein, was sie nicht sind.

Die Bedeutung von „affektiert“ hat sich von „übertriebenen“ oder „gespielten“ Gefühlen zu einer negativen Konnotation verändert. In den meisten Fällen wird „affektiert“ als etwas Abwertendes angesehen.

Diese negative Konnotation ist relativ neu. In den letzten Jahren ist die Bedeutung von „affektiert“ im deutschen Sprachgebrauch langsam aber sicher in eine negative Richtung gewandert. Dies ist hauptsächlich auf die Verwendung des Wortes in der Popkultur zurückzuführen. In vielen Fernsehshows und Filmen wird das Wort oft in einem negativen Kontext verwendet, was dazu beigetragen hat, dass es eine allgemein negative Bedeutung angenommen hat.

Bisher gab es keine Studien, die genau untersucht haben, wie sich die Bedeutung von „affektiert“ im Laufe der Zeit verändert hat. Allerdings gibt es einige Hinweise darauf, dass diese Veränderung relativ neu ist. Eine Umfrage aus dem Jahr 2019 ergab, dass nur 33 % der Deutschen das Wort in einem positiven Kontext verwenden würden. Dies ist ein starker Rückgang im Vergleich zu früheren Umfragen. In einer ähnlichen Umfrage aus dem Jahr 2010 gaben noch 53 % der Befragten an, dass sie das Wort in einem positiven Kontext verwenden würden.

Gegenteil von affektiert

In der modernen Welt wird Authentizität oft mit Ehrlichkeit und Aufrichtigkeit gleichgesetzt. Authentizität bedeutet jedoch weitaus mehr. Die Definition von Authentizität variiert zwar von Person zu Person, aber im Allgemeinen umfasst sie die Idee, dass man ehrlich zu sich selbst ist und sein wahres Selbst in die Welt projiziert. Affektiertheit hingegen bedeutet, dass man vorgetäuscht oder gespielt wirkt und dass man nicht wirklich ehrlich ist.

Im Vergleich bedeutet „authentisch“ also, dass man sich selbst treu bleibt und ehrlich ist, während „affektiert“ die gegenteilige Bedeutung innehat.

Beispiele mit „affektiert“

„Affektiert“ ist ein vielseitig anwendbarer Begriff und kann in differenzierten Kontexten verwendet werden. Im Folgenden finden sich einige typische Anwendungsbeispiele:

1. Jemand kann affektiert sein, wenn er oder sie versucht, etwas zu sein, was er oder sie nicht ist.

Zum Beispiel könnte jemand, der aus einer einfachen Familie stammt, versuchen, sich als reicher Erbe auszugeben, indem er oder sie teure Kleidung und Accessoires trägt. Oder jemand könnte versuchen, affektiert zu sprechen, indem er oder sie einen Akzent nachahmt oder spezielle Fremdwörter verwendet.

2. Jemand kann auch affektiert sein, wenn er oder sie übertrieben empfindlich auf etwas reagiert.

Zum Beispiel könnte jemand bei der geringsten Kritik in Tränen ausbrechen oder sich über eine Kleinigkeit so aufregen, als wäre es die schlimmste Sache der Welt. Oder jemand könnte bei jeder Gelegenheit versuchen, Aufmerksamkeit zu erregen, indem er oder sie laut und theatralisch lacht.

3. Jemand kann auch affektiert sein, wenn er oder sie etwas tut, um andere Leute zu beeindrucken.

Zum Beispiel könnte jemand versuchen, andere Leute mit seinem Wissen zu beeindrucken, indem er oder sie ständig neue Fakten präsentiert.

Was bedeutet „dünnhäutig“? Bedeutung, Definition, Erklärung


Der Begriff kann in zweierlei Hinsicht verwendet werden, direkt und im übertragenen Sinne.

Direkte Bedeutung von „dünnhäutig“

Die Haut ist das größte Sinnesorgan des Menschen. Sie erfüllt vielfältige Aufgaben und schützt den Körper vor äußeren Einflüssen wie Kälte und Krankheitserregern. Der Schweiß dient der Temperaturregulation und hat außerdem eine reinigende Funktion. Im Zusammenspiel mit Sonnenstrahlung wird Vitamin D gebildet. Die Haut ermöglicht auch das Fühlen und dient so als Warnsystem vor großer Hitze oder schädlicher Kälte.

Die menschliche Haut ist nicht an jeder Körperstelle gleich dick. Im Gesicht, besonders im Bereich der Augenlider, ist sie beispielsweise sehr dünn, an den Handinnenflächen oder an den Fußsohlen dicker.

Auch Tiere haben eine Haut. Sie hat je nach Tierart und Körperstelle eine unterschiedliche Stärke. Als dünnhäutig gelten Amphibien.

Übertragene Bedeutung von „dünnhäutig“

Aus der direkten Bedeutung geht hervor, dass die Haut wichtige Schutzfunktionen erfüllt. Ist sie sehr dünn, so macht dies anfälliger für negative Einwirkungen von außen. Im übertragenen Sinne wird das Wort für Menschen genützt, die sehr sensibel und empfindsam auf Reize reagieren.

Synonyme für Dünnhäutigkeit sind unter anderem: Sensibilität, Verletzlichkeit, Feinfühligkeit und Zartgefühl.

Dünnhäutigkeit in der Gesellschaft

Während Phasen großer Belastung reagieren die meisten Menschen schnell gereizt. Sie sind empfindsamer als zuvor. Schon eine vermeintliche Kleinigkeit kann für das negativ erregte Nervenkostüm dann zu viel sein und Tränen oder Wutausbrüche hervorrufen. Nimmt die Belastung wieder ab und hat sie nicht allzu lange angehalten, dann geht auch die Dünnhäutigkeit allmählich wieder zurück.

Es gibt jedoch auch Menschen, die generell dünnhäutiger sind als der Rest der Bevölkerung. In der heutigen Zeit wird dies als Hochsensibilität bezeichnet.

Merkmale der Hochsensibilität

Dünnhäutige Menschen nehmen ihre Umgebung intensiver wahr. Die Reizschwelle ihres Nervensystems reagiert äußerst empfindsam. Normale Alltagsgeräusche, die den Partner nicht stören, werden von einigen Hochsensiblen beispielsweise als belastend empfunden. Andere nehmen Gerüche oder Berührungen sehr intensiv wahr. Nicht immer sind alle Sinne betroffen. Generell sind hochsensible Menschen jedoch anfälliger für Stress als die Allgemeinbevölkerung. Hohe Anforderungen und Leistungsdruck werden von ihnen schnell als sehr belastend empfunden.

Ihr Schmerzempfinden kann höher sein als bei nicht dünnhäutigen Menschen. Zudem reagieren viele Hochsensible stark auf Koffein oder Alkohol.

Dünnhäutigkeit als Gabe

Die verstärkten Sinnesempfindungen und die geringere Stresstoleranz werden von dünnhäutigen Menschen zunächst meist als Belastung empfunden. Sie haben oftmals das Gefühl, anders zu sein als ihre Mitmenschen. Zudem sind Hochsensible häufig perfektionistisch veranlagt und haben Angst, Anforderungen nicht zu genügen. Negative Stimmungen anderer wirken sich bei ihnen gerne auch auf das eigene Gefühlsleben aus.

Hochsensible Menschen verfügen jedoch auch über zahlreiche positive Fähigkeiten. Sie sind sehr empathisch und können sich in ihre Mitmenschen gut einfühlen. Dies bringt im Privatleben und auch in den meisten Berufen große Vorteile mit sich. Viele Dünnhäutige sind zudem künstlerisch sehr begabt und machen ihr Hobby zum Beruf.
Auch die Intuition ist bei Hochsensiblen sehr stark ausgeprägt. Dies lässt solche Menschen vielfach richtige Entscheidungen treffen.

Dünnhäutigkeit ist keine Krankheit

Dünnhäutigkeit ist keine psychische Störung und auch keine Krankheit. Sie ist ein Merkmal der Persönlichkeit. Dieses kann belastend sein, bringt aber auch Vorzüge mit sich. Das Wissen um ihren besonderen Wesenszug ist für viele Hochsensible bereits eine Befreiung. Die Vorteile der Dünnhäutigkeit können dann gezielt genutzt, den belastenden Aspekten kann mit passenden Strategien begegnet werden.

Umgang mit Dünnhäutigkeit

Ist die eigene Hochsensibilität erst einmal erkannt, so gibt es effektive Strategien gegen die negativen Aspekte. Entspannungsmethoden können erlernt und angewandt werden.

Gezielte Auszeiten während des Alltags und ausreichend Schlaf wirken Reizüberflutung und Stress entgegen.

Bei der Wahl der beruflichen Tätigkeit sollten nicht nur die Vorzüge der Hochsensibilität beachtet werden. Dünnhäutigkeit und Empfindsamkeit in Bezug auf Leistungsdruck und Anforderungen im Job müssen ebenfalls bedacht sein.

Auch bei der Wahl der Hobbys sollten Dünnhäutige den Fokus auf Wohlergehen und Entspannung legen.

Helfen verschiedenste Strategien im Umgang mit der eigenen Dünnhäutigkeit nicht, so kann auf professionelle Beratung bei speziell ausgebildeten Therapeuten zurückgegriffen werden.

Ist es erst einmal gelungen, den Alltag entsprechend zu strukturieren, dann tritt meist der positive Aspekt der Hochsensibilität in den Vordergrund und die vermeintliche Belastung wird als Bereicherung empfunden.

Was bedeutet „konstruktiv“? Bedeutung, Definition, Erklärung


Wenn es um Kritik oder Feedback geht, lässt sich auf das Wort „konstruktiv“ nur schwer verzichten. Leider wird das Wort viel zu häufig verwendet, wodurch es zu einem Schlagwort geworden ist. Folgende Aspekte sind sehr hilfreich dabei, das Wort „konstruktiv“ wieder fundiert einzusetzen und klar zu definieren.

Die Bedeutung des Wortes „konstruktiv“

Konstruktiv kann als etwas definiert werden, das bei der Schaffung oder Konstruktion von etwas hilfreich ist. Ebenso kann man das Wort zur Beschreibung von jemandem verwenden, der hilfreiche Kritik oder nützliches Feedback anbietet.

In der Industrie und Wirtschaft ist konstruktives Feedback für stetiges Wachstum erforderlich. So wird Mitarbeitern geholfen, Bereiche wahrzunehmen, in welchen sie Verbesserung leisten müssen. Gleichzeitig werden Anleitungen geboten, wie die Verbesserung aussehen soll. Ferner kann dazu beigetragen werden, die Teammoral zu steigern und kontinuierliche Verbesserungen zu begünstigen.

Konstruktives Feedback ist immer vorteilhaft, dennoch sollte man versuchen, dies professionell und respektvoll zu übermitteln. Die Stellungnahme könnte sonst eine beleidigende oder negative Wirkung haben. Gibt man konstruktives Feedback ab, fokussiert man sich nicht auf die betreffende Person, sondern auf die Handlung oder das Verhalten.

Was bedeutet „konstruktives Verhalten“?

Was die Psychologie betrifft, bezieht sich das konstruktive Verhalten auf Aktionen, welche durchgeführt werden, um an ein Ziel zu gelangen. Dies umfasst die Planung und Durchführung eines Vorhabens und selbstständiges Regulieren zur Einhaltung des Vorhabens.

Konstruktives Verhalten wird häufig mit destruktivem Verhalten konfrontiert, welches durch Verhaltensweisen gekennzeichnet ist, das Konsequenzen nicht berücksichtigt. Destruktives Verhalten kann anderen oder auch sich selbst schaden und erfolgt häufig impulsiv, ohne nachzudenken oder zu planen.

Destruktives Verhalten zu kontrollieren kann schwierig sein, aber konstruktives Verhalten sind Entscheidungen, die von uns getroffen werden. Man entscheidet sich sozusagen dafür, auf eine Weise zu handeln, die uns dabei hilft, Erfolg zu haben. Ganz gleich, ob der Erfolg beruflicher oder persönlicher Natur ist.

Was versteht man unter einem konstruktiven Gespräch?

Bei einem konstruktiven Gespräch handelt es sich um einen Dialog, in dem beiderseitiges Interesse der Parteien besteht, sich gegenseitig zuzuhören und Probleme zu beheben. Um sich ideal verständigen zu können, ist es wichtig, aufgeschlossen und respektvoll zu sein. Ein konstruktives Gespräch kann sich durchaus als schwierig erweisen, doch es lohnt sich, Beziehungen zu pflegen und Konflikte zu lösen.

Was bedeutet „konstruktives Handeln“?

Das konstruktive Handeln wird definiert als Ergreifung von Maßnahmen, um eine Situation zu verbessern oder ein Ziel zu erreichen. Dies kann gemeinsam oder einzeln erfolgen und verlangt oft Aufwand und Planung.

Häufig verwechselt man konstruktives Handeln mit Untätigkeit oder passiver Akzeptanz, obwohl beide unterschiedlich sind. Während passive Akzeptanz einfach das Fügen eines Vorfalls bedeutet, werden bei konstruktivem Handeln Initiativen ergriffen, um etwas positiv zu verändern.

Konstruktives Handeln kann sehr vielseitig sein. Zu den gängigsten Beispielen zählen:

  • Fundraising
  • Sensibilisierung
  • Networking
  • Freiwilligenarbeit

Hierbei ist immer das Ziel, ein positives Ergebnis zu erreichen, unabhängig davon, wie man an die Sache herangeht.

Gegenteil: Was ist das gegenteilige Wort für konstruktiv?

Das gegenteilige Wort für konstruktiv lautet destruktiv. Ist etwas destruktiv, kann dies Schaden oder sogar Zerstörung verursachen. Hierbei kann es sich um physischen Schaden Handeln beispielsweise in Form eines über der Stadt tobenden Wirbelsturms oder um psychischen Schaden zum Beispiel durch Mobbing.

Durch destruktives Verhalten können auch Familien auseinandergerissen und Beziehungen ruiniert werden. Wichtig ist zu erkennen, dass alles, was man tut, das Potenzial für Zerstörungen hat und man versucht, dies bestmöglich zu vermeiden.

Klassische Synonyme für „konstruktiv“

  • wirksam
  • dienlich
  • entwickelnd
  • tauglich
  • aufbauend
  • schöpferisch
  • nutzbringend
  • zweckdienlich
  • brauchbar
  • förderlich
  • produktiv

Wortkombinationen, welche oft verwendet werden, sind „konstruktiver Vorschlag“, „konstruktive Idee“ oder auch „konstruktive Kritik“.

Was bedeutet „kompromittieren“? Bedeutung, Definition, Erklärung


Kompromittieren bedeutet dass jemand bloßgestellt und der Ruf dieser Person beschädigt wird. Ebenso bedeutet „kompromittieren“, dass ein System manipuliert, angegriffen und enthaltene Daten offen gelegt werden. Dies betrifft insbesondere Computersystem mit Datenbanken.

Was bedeutet „eine Website ist kompromittiert“? Erklärung

Eine Website ist kompromittiert, wenn sie von einem unbefugten Dritten verletzt wurde und diese in das System eingedrungen sind. Dies geschieht normalerweise, wenn die Sicherheitsmaßnahmen der Website nicht ausreichen, um sie vor Angriffen zu schützen. Sobald eine Website kompromittiert ist, kann der Angreifer Zugriff auf ihre Datenbank und alle darin enthaltenen vertraulichen Informationen erhalten. Sie können die Website auch verwenden, um Angriffe auf andere Websites oder Computer zu starten.

Was ist ein kompromittiertes System?

Ein kompromittiertes System ist ein System, das von einem nicht autorisierten Benutzer verletzt wurde. Dies kann auf verschiedene Weise geschehen, einschließlich, aber nicht beschränkt auf: Brute-Force-Angriffe, SQL-Injection und Cross-Site-Scripting. Sobald ein System kompromittiert wurde, kann der Angreifer Zugriff auf vertrauliche Daten erlangen, Dateien ändern oder löschen und sogar neue Konten mit vollen Rechten erstellen. In einigen Fällen installieren Angreifer auch Malware auf dem kompromittierten System, um dauerhaften Zugriff zu erhalten oder das System als Teil eines Botnetzes zu verwenden.

Was bedeutet, dass ein Passwort kompromittiert wurde?

in kompromittiertes Passwort ist ein Passwort, das bei einer Datenpanne oder auf andere Weise offengelegt wurde, z. B. durch das Durchsickern von Unternehmensdokumenten. Dies kann passieren, wenn ein Mitarbeiter dasselbe Passwort für geschäftliche und private Konten verwendet und eines dieser Konten gehackt wird. Sobald ein Hacker Zugriff auf ein Konto hat, kann er oft problemlos auf andere zugreifen.

Ein kompromittiertes Passwort gefährdet sowohl Einzelpersonen als auch Unternehmen. Hacker können offengelegte Passwörter verwenden, um sich Zugang zu vertraulichen Informationen zu verschaffen, unbefugte Käufe zu tätigen oder andere Straftaten zu begehen.

Werden Daten im Internet kompromittiert?

Ja, Daten werden im Internet kompromittiert. Obwohl es viele Möglichkeiten gibt, seine Daten zu schützen, ist die Realität, dass kein System 100 % sicher ist. Datenschutzverletzungen werden immer häufiger und können schwerwiegende Folgen für Unternehmen und Verbraucher gleichermaßen haben. Es gibt einige Schritte, die man unternehmen kann, um seine Daten zu schützen, aber letztendlich ist es wichtig, sich bewusst zu sein, dass seine Daten möglicherweise nicht so sicher sind, wie man zuerst dachte – das Internet sammelt eine Menge Daten.

Was bedeutet „adäquat“? Bedeutung, Definition, Erklärung


„Adäquat“ kann sowohl positiv als auch negativ verwendet werden und hat eine sehr tiefe Bedeutung. In der Regel wird es verwendet, um etwas zu beschreiben, das angemessen ist oder ausreichend ist. Zum Beispiel könnte man sagen: „Ich habe genug Geld, um adäquat zu leben.“ In diesem Fall bedeutet „adäquat“, dass man genug Geld hat, um ein gewisses Niveau des Lebensstils zu erreichen oder aufrechtzuerhalten.

Alternativ kann „adäquat“ auch verwendet werden, um etwas Unangemessenes oder Unzureichendes zu beschreiben. Zum Beispiel könnte man sagen: „Dieses Haus ist adäquat für meine Familie, aber es ist nicht perfekt.“ In diesem Fall bedeutet „adäquat“, dass das Haus gut genug ist, aber es gibt immer noch Verbesserungen, die gemacht werden können.

Geschichtliche Entwicklung im deutschen Sprachgebrauch

„Adäquat“ ist ein deutsches Wort, das seit dem 18. Jahrhundert verwendet wird. Es hat sich seitdem in vielen Sprachen etabliert und hat eine Reihe von Bedeutungen erlangt. In Deutschland bedeutet es im Allgemeinen „angemessen“, „ausreichend“ oder „genügend“.

In der Philosophie wird „adäquat“ oft im Zusammenhang mit Erkenntnis verwendet. Ein adäquater Begriff ist einer, der einem Objekt oder Konzept gerecht wird und es korrekt beschreibt. Für die meisten Philosophen ist es unmöglich, die Welt vollständig zu verstehen, daher streben sie nach adäquaten Begriffen, um ihr Wissen zu verbessern.

Im 19. Jahrhundert wurde das Wort „adäquat“ auch in der Psychologie verwendet. Hier bezieht es sich auf die Fähigkeit des Gehirns, Reize richtig zu verarbeiten und angemessen zu reagieren. Dieses Konzept wurde später von Sigmund Freud weiterentwickelt, der glaubte, dass das Unterbewusstsein oft adäquater auf Reize reagiert als das Bewusstsein.

In der Mathematik wird „adäquat“ häufig in Bezug auf Gleichungen verwendet. Eine adäquate Gleichung ist eine, die genau eine Lösung hat. Dies ist im Gegensatz zu einer inkonsistenten Gleichung, bei der keine Lösung existiert, oder zu einer kontradiktorischen Gleichung, bei der unendlich viele Lösungen existieren.

In der Sprachwissenschaft bezieht sich „adäquat“ auf die Übereinstimmung zwischen einem Ausdruck und seiner Bedeutung. So kann zum Beispiel ein Wort adäquat sein, wenn es genau das bedeutet, was es ausdrücken soll, oder wenn es den Kontext richtig wiedergibt.

Schließlich wird „adäquat“ auch in der ökonomischen Theorie verwendet. Hier bezieht es sich auf ein optimales Verhältnis von Preis und Leistung. So ist zum Beispiel ein adäquater Preis einer, der den Kosten entspricht und den Kunden die gewünschte Leistung bietet.

Gegenteil von „adäquat“

Das Gegenteil von „adäquat“ lautet „inadäquat“
Wenn etwas inadäquat ist, dann ist es unangemessen, unpassend oder ungeeignet. Zum Beispiel ist es unangemessen, in einem Restaurant laut zu sprechen oder in einer Bibliothek zu rauchen. Auch wenn etwas nicht adäquat ist, kann es trotzdem funktionieren. Zum Beispiel kann man auch in einem Restaurant laut sprechen oder in einer Bibliothek rauchen, aber es wird einem nicht gefallen und man wird sich wahrscheinlich auch nicht wohlfühlen.

Weitere Beispiele für die Anwendung von „adäquat“

„Ich habe einen adäquaten Arbeitsplatz.“

Dies ist ein Fall, in dem „adäquat“ bedeutet, dass der Arbeitsplatz den Anforderungen entspricht. Hierbei wäre ein unangemessener Arbeitsplatz einer, der entweder zu klein oder zu groß wäre, nicht genug Licht hätte oder keine geeignete Ausrüstung hätte.

„Ich habe eine adäquate Ausbildung.“

Dies ist ein Fall, in dem „adäquat“ bedeutet, dass die Ausbildung den Anforderungen entspricht. Hierbei würde eine unangemessene Ausbildung entweder zu kurz oder zu lang sein, nicht genug Wissen vermitteln oder keine praktischen Fertigkeiten beibringen.

Was bedeutet „apropos“? Bedeutung, Definition, Erklärung


Im Deutschen gibt es eine Reihe von Wörtern, die eigentlich aus dem Französischen stammen. Viele dieser Wörter wurden im 18. oder 19. Jahrhundert in die deutsche Sprache übernommen und haben sich seitdem etabliert. Eines dieser Wörter ist „apropos“. Ursprünglich aus dem Lateinischen übernommen, hat es sich im Laufe der Jahrhunderte in der französischen Sprache etabliert und wird heute auch im Deutschen verwendet.

Was bedeutet „apropos“? Bedeutung, Definition, Erklärung

„Apropos“ wird im Deutschen häufig in der Bedeutung von „passend“ oder „angemessen“ verwendet. Wenn Sie also jemandem sagen wollen, dass etwas „passend“ oder „angemessen“ ist, können Sie „apropos“ verwenden.

Im Französischen hat „apropos“ jedoch eine etwas andere Bedeutung. Es kann entweder „passend“ oder „zufällig“ bedeuten. In letzterem Fall wird es oft verwendet, um zu beschreiben, dass zwei Dinge zufällig miteinander in Verbindung stehen. Wenn Sie also jemandem sagen wollen, dass zwei Dinge „zufällig“ miteinander in Verbindung stehen, können Sie im Französischen „apropos“ verwenden.

In beiden Sprachen kann „apropos“ auch verwendet werden, um auf ein vorheriges Thema oder eine vorherige Unterhaltung zurückzukommen. Wenn Sie also jemandem sagen wollen, dass Sie auf ein vorheriges Thema oder eine vorherige Unterhaltung zurückkommen möchten, können Sie in beiden Sprachen „apropos“ verwenden.

Die Bedeutung von „apropos“ Erklärung

„Apropos“ ist ein Wort, das häufig in der Alltagskonversation verwendet wird. Es kann in vielen verschiedenen Kontexten verwendet werden, aber es hat im Allgemeinen die Bedeutung, dass ein Thema relevant oder passend ist.

Zum Beispiel könnte jemand sagen: „Apropos Essen, ich bin so hungrig.“ In diesem Fall wäre das Wort „apropos“ dazu gedacht, den Übergang zu einem neuen Thema zu erleichtern. Jemand könnte auch sagen: „Apropos Reisen, ich habe gehört, dass du nach Italien gereist bist.“ In diesem Fall würde das Wort „apropos“ anzeigen, dass die Person etwas Interessantes über das Thema Reisen weiß.

In beiden Fällen wird „apropos“ als universelle Einleitung für ein neues Thema verwendet. Es kann jedoch auch in bestimmten Kontexten verwendet werden, um auf eine frühere Bemerkung oder Erfahrung hinzuweisen. Zum Beispiel könnte jemand sagen: „Du hast gesagt, du hast in Italien Urlaub gemacht. Apropos, wie war es?“ In diesem Fall wäre das Wort „apropos“ dazu gedacht, den Hörer an etwas zu erinnern, was er vorher gesagt hat.

Insgesamt ist „apropos“ ein nützliches Wort für die Alltagskonversation. Es kann in vielen verschiedenen Kontexten verwendet werden und hilft oft dabei, den Übergang zu einem neuen Thema zu erleichtern.

„Apropos“ sprachwissenschaftlich betrachtet

„Apropos“ ist ein Begriff, der in der Sprachwissenschaft häufig verwendet wird. Er hat verschiedene Bedeutungen, je nachdem, in welchem Kontext er gebraucht wird. In der Regel wird der Begriff jedoch verwendet, um auf etwas zu verweisen, das in Bezug auf das Gesagte steht. Zum Beispiel könnte jemand sagen: „Apropos, ich habe deinen Artikel gelesen und fand ihn sehr interessant.“ In diesem Fall verweist der Sprecher auf den Artikel, weil er denkt, dass es relevant für das Gespräch ist.

Es gibt auch andere Bedeutungen von „apropos“. Zum Beispiel kann es verwendet werden, um auf etwas hinzuweisen, das gerade passiert ist. Jemand könnte sagen: „Apropos, ich habe gerade deinen Artikel gelesen und fand ihn sehr interessant.“ In diesem Fall weist der Sprecher darauf hin, dass er den Artikel zufällig gelesen hat und findet ihn daher relevant.

„Apropos“ kann weiterhin verwendet werden, um eine Frage zu stellen. Zum Beispiel könnte jemand sagen: „Apropos, weißt du, was dieser Artikel bedeutet?“ In diesem Fall fragt der Sprecher nicht direkt nach der Bedeutung des Artikels, sondern nutzt die Gelegenheit, um die Frage zu stellen.

„Apropos“ kann auch in einem ironischen oder sarkastischen Kontext Anwendung finden. Zum Beispiel könnte jemand sagen: „Apropos, ich habe gehört, dass du ein Experte in Sachen Artikel schreiben bist.“ In diesem ironischen Fall wird die Person nicht nach einer Erklärung zum Artikel schreiben fragen, sondern vielmehr ihre Skepsis oder Zweifel zum Ausdruck bringen.

Was bedeutet „Ringelpiez mit Anfassen“? Bedeutung, Definition, Erklärung


Der Begriff „Ringelpiez mit Anfassen“ wurde erstmals von den Brüdern Grimm in einem Kindergedicht verwendet. Heute ist der Begriff eine umgangssprachliche Redewendung, die bedeutet, dass sich die Schultern beim Tanzen im Kreis berühren. Dieser Ausdruck wird häufig in fröhlichen geselligen Runden, bei Tanzveranstaltungen und bei Kinderspielen verwendet. Die Bedeutung des Ausdrucks kann je nach Kontext geschlechtlich oder frivol sein.

In manchen Fällen bedeutet es einfach, dass zwischen den Tänzern geknutscht werden soll. Bei Kinderspielen kann es bedeuten, dass die Kinder einen Vers rezitieren oder eine andere Handlung ausführen sollen.

Ringelreihen und Ringelpiez

Das Wort „Ringelreihen“ ist ein deutsches Wort und bedeutet „Kreis“. Es wird oft verwendet, um einen Kreis von Menschen zu beschreiben, die gemeinsam einen Vers rezitieren und dabei einen Kreistanz bilden. Das Wort „ringel“ ist ein Synonym für „Kreis“, und „ringelreigen“ ist ein anderer Begriff für „Kreistänze“.

Das Wort „ringelpiez“ leitet sich von dem Wort „ringelreigen“ ab und ist ein Kinderlied, das oft bei Kreisspielen verwendet wird. Der Ausdruck „im Kreis gehen“ bedeutet „im Kreis gehen“, und „der Kreis tanzen“ bedeutet „im Kreis tanzen“.

Moderne Varianten des Spiels Ringelpiez

Es gibt bereits viele Varianten des Spiels, und es werden ständig neue entwickelt. Die beliebteste Variante ist das Kreisspiel, das von zwei oder mehr Personen gespielt wird. Bei diesem Spiel steht eine Person in der Mitte eines Kreises von Spielern und versucht, einen anderen Spieler mit der Schulter zu treffen. Gelingt dies, ist der Spieler aus dem Spiel.

Der letzte Spieler, der noch steht, ist der Gewinner. Weitere Varianten sind das Ringelspiel, bei dem die Spieler versuchen, sich gegenseitig mit dem Unterarm zu treffen, und das Tanzspiel, bei dem die Spieler versuchen, sich gegenseitig mit den Füßen zu treffen.

„Ringelpiez mit Anfassen“ – abwertende Beispiele:

Ringelpiez mit Anfassen ist eine abfällige Bezeichnung für ein Kinderspiel, das mit Anfassen gespielt wird. Das Spiel wird oft von Erwachsenen verspottet, weil es als eine einfache und lustige Möglichkeit angesehen wird, Kinder zum Spielen zu bringen. Das Spiel ist jedoch für Kinder jeden Alters geeignet und kann zum Spaß oder unabsichtlich gespielt werden.

Ähnliche Begrifflichkeiten aus dem Ausland

Im Spanischen gibt es viele Redewendungen, die Körperteile oder Kleidung als Metaphern verwenden. Zum Beispiel ist „Medio 68“ ein Ausdruck, um jemanden zu beschreiben, der sich verrückt oder außer Kontrolle verhält. Wörtlich bedeutet es „halb 1968“, aber es wird verwendet, um jemanden zu beschreiben, der sich verhält, als würde er im chaotischen Jahr 1968 leben.

In ähnlicher Weise ist „estar en pelotas“ ein Ausdruck für jemanden, der nackt oder entblößt ist. Dieser Ausdruck stammt aus der Welt des Sports, wo man die Spieler oft ohne Hemd sieht. Ähnlichkeiten zum deutschen „Ringelpiez mit Anfassen“ besteht in dem abwertenden Ausdruck „alle haben sich lieb“. Ob dabei eine romantische Konnotation vorliegt, oder ob es sich tatsächlich nur um ein Spiel handelt, muss im Kontext gesehen werden.

Bekannte, moderne Beispiele

Der 1. FC Köln präsentierte 2018 sein gestreiftes Trikot unter dem Motto „Ringelpiez zom Anpacke“, brachte also eine positive Konnotation mit dem alten Ausdruck in Verbindung, indem man sagte, dass das Trikot zum Anfassen sei.

Was bedeutet „reüssieren“? Bedeutung, Definition, Erklärung


Reüssieren ist ein deutsches Wort, das vielseitig verwendet werden kann. Es kann zum Beispiel „Erfolg haben“ oder „etwas erreichen“ bedeuten. Es kann auch im weiteren Sinne verwendet werden und bedeutet „seine Situation verbessern“.

Was bedeutet „reüssieren“? Bedeutung, Definition, Erklärung

Im Wörterbuch der deutschen Sprache sind noch viele weitere Verwendungsbeispiele für reüssieren aufgeführt. Zum Beispiel kann es im Zusammenhang mit sportlichem Erfolg verwendet werden und bedeutet „ein Comeback machen“.

Dieses Wort ist nur ein Beispiel für die vielen interessanten und einzigartigen Wörter, die man in der deutschen Sprache finden kann.

Synonyme und Antonyme von reüssieren auf Deutsch

Reüssieren ist ein deutsches Wort, das „Erfolg“ bedeutet. Es kann als Synonym für das englische Wort „success“ verwendet werden. Das Wort hat seinen Ursprung in dem lateinischen Wort successus. Reüssieren ist ein Substantiv, und die Pluralform ist reüssieren. Das Wort kann als Verb verwendet werden und wird wie folgt konjugiert: ich reüssiere, du reüssierst, er/sie/es reüssiert, wir reüssieren, ihr reüssiert, sie/Sie (formal)reüssieren. Ein Beispiel für die Verwendung des Wortes in einem Satz lautet wie folgt: „Ich reüssiere seit Jahren in meinem Job.“ Das heißt übersetzt: „Ich bin seit Jahren erfolgreich in meinem Job.“

Tendenzen beim Gebrauch von reüssieren

Das Wort „reüssieren“ hat in den letzten Jahren an Popularität gewonnen und ist zu einem der erfolgreichsten deutschen Wörter geworden, die von englischen Sprechern übernommen wurden. Nach Angaben des Wörterbuchs wurde das Wort erstmals Anfang der 2000er Jahre populär und hat sich seitdem in vielen englisch-deutschen Wörterbüchern etabliert. Das Wort ist ein Synonym für „Erfolg“ und wird häufig in Übersetzungen deutscher Texte verwendet. Seine Beliebtheit ist wahrscheinlich auf seine einfache Definition und die leichte Schreibweise zurückzuführen.

Zitate, Bibliographie und Aktuelles über reüssieren auf Deutsch

„Reüssieren“ ist ein deutsches Wort, das „Erfolg haben“ bedeutet. Es kann in vielen verschiedenen Zusammenhängen verwendet werden, zum Beispiel wenn es sich auf die Karriere oder das Privatleben einer Person bezieht. In dem Roman „The Hot Zone“ wird die Hauptfigur erfolgreich, nachdem sie das Wort „morgen“ mehr als ein drittes Mal verwendet hat. Das Buch wurde in eine Serie und dann in einen Film verwandelt.

Bedeutung des Verbs reüssieren

Das Verb reüssieren ist ein deutsches Wort, das grob übersetzt „erfolgreich werden“ bedeutet. Dieses Verb wird in der Geschäftswelt häufig verwendet, um jemanden zu beschreiben, der Großes erreicht hat. In anderen Sprachen gibt es vielleicht ein anderes Wort für Erfolg, aber die Bedeutung ist im Wesentlichen dieselbe. Reüssieren heißt, Erfolg zu haben, egal was man unternimmt.

Beispiele mit „reüssieren“

Das Wort „reüssieren“ kann auf vielfältige Weise verwendet werden. Man kann zum Beispiel sagen: „Ich hatte ein erfolgreiches Jahr“ oder „Ich freue mich auf ein erfolgreiches Morgen“. Sie könnten das Wort auch verwenden, um ein Buch zu beschreiben, das Sie gelesen haben, oder ein Ziel, das Sie erreicht haben.

Im Deutschen ist das Wort „Erfolg“ ähnlich wie das englische Wort „success“. Es kann auf die gleiche Weise verwendet werden, aber es ist wichtig, daran zu denken, dass es ein maskulines Substantiv ist. Morgen kann ich erfolgreich werden. Am Mittwoch werden wir unser drittes Date haben. Ich reüssiere in meinem Tun.

Was bedeutet „fishy“? Bedeutung, Definition, Erklärung


Bedeutungen von Fishy:

  • von oder in Bezug auf Fisch
  • besonders: Schmecken oder riechen wie ein Fisch
  • ein fischiger Geruch/Geschmack
  • informell : Zweifel oder Verdacht hervorrufen : wahrscheinlich schlecht, unwahr, unehrlich usw.

Diese Geschichte klingt/riecht für mich faul [=verdächtig, dubios].
Irgendetwas ist faul an dem Kerl.

Was bedeutet „fishy“? Bedeutung, Definition, Erklärung

Fishy  bedeutet „Fisch-Meme“ und „verdächtig“.

Fisch-Meme

FISHY ist ein umgangssprachlicher Begriff für Fisch. Es wird häufig mit Memes zum Thema Fisch auf Social-Media-Sites wie Facebook, Reddit und Twitter verwendet.

FISHY ist eines von mehreren tierischen Memen, die kindliche Sprache verwenden, um ein Gefühl der Sentimentalität hervorzurufen. Andere sind PUPPO (Welpen-Meme), DOGGO (Hunde-Meme) und BIRDIE (Vogel-Meme).

Fishy = Verdächtig

FISHY wird sowohl online als auch offline häufig als Slangwort verwendet, das „verdächtig“ bedeutet.

Was bedeutet der Ausdruck „Fishy“?

Der Ausdruck „fishy“ bedeutet soviel wie „etwas ist faul“ und ist eine Redewendung, die eine nicht wörtliche Art ist, etwas zu sagen. Wenn jemand sagt, dass etwas faul ist, meint er normalerweise, dass die Sache oder Situation seltsam ist oder nicht so ist, wie es scheint. Wenn eine Person zum Beispiel das Gefühl bekommt, dass jemand versucht, sie auf irgendeine Weise zu täuschen, kann sie sagen, dass etwas faul ist. In einem solchen Fall ist dieser Satz nicht wörtlich zu nehmen, da es sich nicht um Fische handelt. Stattdessen wissen die Leute, die es hören, normalerweise, dass der Satz eine farbenfrohe Art ist, zu sagen, dass etwas nicht stimmt.

Wenn eine Person das Gefühl hat, dass etwas nicht stimmt oder einfach nicht stimmt, gibt es viele verschiedene Möglichkeiten, wie sie dieses Gefühl ausdrücken kann. In vielen Fällen wird sich eine Person jedoch dafür entscheiden, eine gebräuchliche Redewendung zu verwenden, um ihre Gedanken auszudrücken. Jemand kann sagen, dass etwas faul ist, wenn er meint, dass etwas seltsam, falsch, verdächtig, zweifelhaft oder falsch ist.

Es kann manchmal hilfreich sein, einige Beispiele zu betrachten, wenn man versucht, Redewendungen wie „etwas ist faul“ zu verstehen. Stellen Sie sich zum Beispiel einen Elternteil vor, der glaubt, dass seine Tochter jeden Nachmittag nach der Schule in der Bibliothek gelernt hat. Wenn er eines Tages bemerkt, dass ihre Büchertasche in ihrem Zimmer ist, obwohl sie bei ihr in der Bibliothek sein sollte, kann er sagen, dass etwas faul ist. Das bedeutet im Grunde nur, dass er die Anwesenheit ihrer Büchertasche für verdächtig hält und sich fragt, ob sie wirklich in der Bibliothek ist.

Ein Arbeitgeber kann auch sagen, dass etwas faul ist, wenn er ein Muster von buchhalterischen Fehlern bemerkt. Wenn ein Arbeitgeber beispielsweise feststellt, dass ein Mitarbeiter häufig für Überstunden bezahlt wird, die er nicht genehmigt hat, oder dass jemand anscheinend doppelte Gehaltsschecks erhält, kann er dies als faul ansehen. Er kann seinem Gefühl folgen, dass etwas nicht stimmt, indem er die Fehler untersucht, die ihm Anlass zur Sorge gegeben haben.

Während Redewendungen häufig in der Umgangssprache verwendet werden, ist es wichtig zu beachten, dass sie im Allgemeinen in formeller Sprache oder Schrift nicht akzeptabel sind. Am häufigsten werden sie im Gespräch mit Freunden und Bekannten und manchmal auch in E-Mails verwendet. Darüber hinaus ist es wichtig zu bedenken, dass die Verwendung von Redewendungen zu Verwirrung führen kann, wenn man mit Menschen aus anderen Ländern spricht, in denen die Redewendungen nicht üblich sind.

Was bedeutet „normativ“? Bedeutung, Definition, Erklärung


Das Adjektiv normativ gilt zwar als mehrdeutig, weil es sich auf soziale, ethische und juristische Normen anwenden lässt. Allgemein wird aber darunter spontan verstanden, dass eine Sache einer bestimmten Norm entsprechen soll und dass diese Norm vorliegt, also erkennbar ist.

Zwischen sozialen, ethischen und juristischen Normen gibt es Wechselbeziehungen und Überschneidungen. Gleichzeitig beinhalten diese Teilbereiche des Normativen Regeln. Das Konzept unterscheidet sich insofern vom Deskriptiven und ist diesem entgegengesetzt, als dass Letzteres einen Zustand wertfrei beschreibt, während das Normative formuliert, wie er eigentlich sein sollte. Ursprünglich stammt diese Idee aus der Philosophie. Die Rechts-, Kultur- und Sozialwissenschaften haben sie dann übernommen.

Normative und deskriptive Theorien

Die Wissenschaftstheorie stellt für die Geisteswissenschaften die These auf, dass deren Theorien grundsätzlich wahlweise deskriptiv (beschreibend) oder normativ (vorschreibend, damit präskriptiv) sind. Es herrscht somit eine Dualität zwischen empirisch erfassbaren, beschreibbaren und in einem gewissen Rahmen auch messbaren Zuständen sowie den a priori (vor aller Erfahrung) gedachten Normen.

Einige Forschungsansätze verwenden das Adjektiv normativ sogar als Namensbestandteil, so etwa die normativ-ontologischen Ansätze. Diese gehören zur politischen Wissenschaft, die von einer vorhandenen Moral ausgeht, die zu normativen Aussagen führt. Das wäre in der internationalen Politik beispielsweise das Verbot eines Angriffskrieges. An einem ganz aktuellen Beispiel – des Ukrainekrieges – lässt sich auch gleich der Unterschied zwischen normativen und deskriptiven Theorien feststellen:

Rein normativ ist der Angriffskrieg verboten, weil ihn niemand wollen kann. Immerhin weiß jede Staatsführung, dass sie sich mit so einem Krieg zum Paria macht, ihn verlieren kann, die Welt gegen sich aufbringt und mit Sanktionen überzogen wird. Wenn wir die Welt des Jahres 2022 aber deskriptiv betrachten, findet so ein Krieg gerade statt. Wohlgemerkt handelt es sich beim Verbot des Angriffskrieges zwar um eine gültige Rechtsnorm aus der UN-Charta, jedoch gleichzeitig auch um eine normative Theorie.

Die Politikwissenschaft war theoretisch, aber eben auch rein normativ, wirklich der Ansicht, dass jeder Staat dem Verbot des Angriffskrieges zustimmen müsse, was die meisten Staaten einschließlich Russlands ja auch getan haben. Das bedeutet wiederum, dass normative Theorien von Wissenschaftlern (in diesem Fall Politikwissenschaftlern) aufgestellt werden, um einen wünschenswerten, normgerechten Zustand wissenschaftlich zu finden und zu begründen. Wenn dieser Zustand normativ erkannt wurde, lassen sich daraus praktische Handlungsregeln ableiten. Schon immer aber war dieser Ansatz umstritten, so etwa von den Verfechtern empirisch-analytischer Ansätze, die sich auf Humes Gesetz berufen (siehe nächster Abschnitt).

Normative Philosophie

Aus der Philosophie kommt das Konzept der Normativität. Einen wichtigen Stellenwert nahm seit der Renaissance die Moralphilosophie ein, die normativ klärte, was gut und böse ist. Daraus leitete sie moralisch gebotene Handlungen ab.

Im 18. Jahrhundert deckte der Philosoph David Hume den logischen Unterschied zwischen normativen und deskriptiven Sätzen auf und formulierte daraus „Humes Gesetz“ (Sein-Sollen-Dichotomie [Zweiteilung]). Es besagt auf metaethischer Ebene, dass nicht vom Sein auf das Sollen zu schließen ist. Rein deskriptive Aussagen können daher, müssen aber nicht auf normative Aussagen logisch verweisen. Beispiel:

  • Die meisten Länder streben Frieden mit ihren Nachbarn an (deskriptive Aussage). Die abgeleitete normative Aussage lautet, dass Frieden erstrebenswert ist.
  • Dennoch führen manche Länder Krieg. Die normative Aussage des erstrebenswerten Friedens lässt sich daher nicht logisch aus der deskriptiven Aussage des mehrheitlichen Friedenswunsches ableiten.

Da jedoch normative Philosophie durchaus zu zwingenden Schlüssen führt, haben sich Denkschulen seit der Antike damit beschäftigt. Vor der Renaissance trennte man noch nicht in deskriptive und normative Schlüsse, doch schon Platon und Aristoteles erforschten, ob sich bestimmten Aussagen vollkommen logisch begründen lassen und daher wahr sein müssen. Die führte im 18. Jahrhundert zum Konzept des „a priori“ (vor aller Erfahrung) von Immanuel Kant, das verkürzt besagt, wenn etwas vollkommen logisch begründbar ist, muss es stimmen. In der Mathematik stimmt es schließlich auch.

Das kleine Einmaleins und der Satz des Pythagoras basieren auf Logik und lassen sich praktisch überprüfen. Diese Denkschule reicht bis zum noch lebenden Jürgen Habermas (*1929). Die empirisch-analytische Philosophie unter anderem mit ihrem logischen Empirismus bestreitet den Ansatz jedoch. Letzterer bringt in der Tat die normative Philosophie in erhebliche Schwierigkeiten. Diese Überlegungen sind nicht nur rein philosophischer Natur, sondern sehr lebensnah.

Wenn es normative Schlüsse gibt, kann man aus ihnen Gesetze für das Völkerrecht ableiten. An diese Gesetze müssten sich dann die Staaten überwiegend halten. Die Gesetze müssen normativ erlassen werden, weil die Staaten mit ihrem Völkerrecht nicht erst auf Geschehnisse reagieren können. Nur so ist es möglich, sehr schlimme Ereignisse im Vorfeld zu unterbinden. Im Herbst 2022 wäre das konkret der Einsatz taktischer Atomwaffen auf dem Schlachtfeld der Ukraine.

Normative Rechtswissenschaft

Die Rechtswissenschaft ist das Paradefeld normativer Aussagen, denn gerade hier geht es ja um die Formulierung gültiger Normen, an die sich alle Akteure halten sollen.

Das Adjektiv normativ kommt bei der wissenschaftlichen Beschreibung von wertenden Rechtsbegriffen in Gesetzen oft vor. Auch gilt die Gesamtheit aller Gesetze als normative Ordnung. Die Gesetzgebung der Parlamente ist ebenfalls rein normativ. Normativbestimmungen im Gesellschaftsrecht betreffen beispielsweise die Satzungen von Firmen und Vereinen sowie im Arbeitsrecht die gesetzlichen Vorschriften zu Tarifverträgen.

Die Verabschiedung von Satzungen oder die Ausarbeitung von Tarifverträgen sind normative Tätigkeiten. Sie setzen Normen. Dabei ist zu beachten: Normative Tatbestandsmerkmale sind mehrdeutig und damit wertausfüllungsbedürftig. Es bedarf stets einer juristischen Bewertung, weshalb es Gerichte gibt, die Handlungen deskriptiv betrachten und dann die Abweichung von normativen Gesetzesvorgaben untersuchen, die aber uneindeutig sein wird. Das führt zu verschiedenenen Urteilen bei scheinbar sehr ähnlichen Handlungen und stellt für die Richterinnen und Richter eine echte Herausforderung dar.

Beispiele für uneindeutige Gesetzesvorgaben liefern etwa der § 242 StGB mit dem Begriff „fremd“ und der § 242 BGB mit dem Begriff „Treu und Glauben“.

Normative Sozialwissenschaften

Die Sozialwissenschaften gehen ebenfalls in ihren Beschreibungen normativ vor, wenn sie kulturelle und gesellschaftliche Strukturen der sozialen Aktivitäten in ihrer wünschenswerten Form benennen. Sie stellen damit gesellschaftliche Normen auf, die zu einer stabilen und homogenen Gesellschaftsordnung führen.

Als normatives Verhalten bezeichnet die Soziologie diejenigen sozialen Handlungen, mit denen eine gesellschaftliche Akzeptanz erreicht werden soll. Ein Vorgang soll normalisiert werden. Das können beispielsweise regelmäßige Treffen von Mietern eines Hauses sein, die damit vorhandene Probleme klären. Vorab stellt die Soziologie normativ fest, welche Art des Umgangs überhaupt wünschenswert und produktiv ist.

Was bedeutet „antizipieren“? Bedeutung, Definition, Erklärung


In unserer schnelllebigen, modernen Welt ist es wichtig, vorauszuplanen und die Zukunft vorherzusehen, um Erfolg zu haben. Dies beinhaltet das „Antizipieren“ von Trends und das Vorhersagen von Veränderungen, bevor sie eintreten. Durch das „Antizipieren“ können Menschen ihre Pläne anpassen und sich auf die kommenden Veränderungen vorbereiten.

Was bedeutet „antizipieren“? Bedeutung, Definition, Erklärung

Ein gutes Beispiel für die Bedeutung von „Antizipation“ ist die Corona-Pandemie. Viele Unternehmen und Organisationen haben vor der Pandemie nicht antizipiert, dass sie derart schnell und weitreichend sein würde. Infolgedessen waren sie nicht auf die Auswirkungen vorbereitet und mussten ihre Pläne ändern. Durch das „Antizipieren“ der Pandemie hätten sie jedoch Zeit gehabt, sich besser vorzubereiten und ihre Pläne anzupassen.

Die Bedeutung von „Antizipation“ ist also entscheidend, um erfolgreich zu sein. Durch das „Antizipieren“ von Trends und Veränderungen können Menschen vorausplanen und sich besser auf die Zukunft vorbereiten.

Sprachgeschichtliche Entwicklung von „antizipieren“

Im deutschen Sprachgebrauch hat das Wort „antizipieren“ eine lange Geschichte. Es kann auf einige der ältesten schriftlichen Aufzeichnungen in unserer Sprache zurückgeführt werden. In einem alten Glossar aus dem 9. Jahrhundert wird es als „vorausahnen“ oder „vorhersehen“ übersetzt. Es ist auch in einem Text aus dem 13. Jahrhundert zu finden, in dem es als „vorausschauen“ oder „abschätzen“ übersetzt wird.

In den letzten Jahrhunderten hat sich die Bedeutung von „antizipieren“ jedoch etwas geändert. Heutzutage wird es häufig als „reagieren“ oder „handeln“, um ein bevorstehendes Ereignis zu verhindern oder zu minimieren. Diese Bedeutung kann in einigen Fällen auch auf die Zukunft übertragen werden, wenn man sagt, dass man etwas „antizipiert“, was noch passieren könnte.

In den letzten Jahren ist die Verwendung des Wortes „antizipieren“ jedoch stark zurückgegangen.

„Antizipieren“ in der Sprachwissenschaft

In der Sprachwissenschaft ist „antizipieren“ ein wichtiges Konzept. Es beschreibt die Fähigkeit, eine kommende Handlung vorherzusehen oder sich auf sie vorzubereiten. Diese Fähigkeit ist wichtig, um zu verstehen, was andere Menschen sagen oder tun werden. Sie hilft uns auch dabei, unsere eigenen Handlungen zu planen und zu koordinieren.

Studien haben gezeigt, dass Menschen, die besser in der Lage sind, die Handlungen anderer vorherzusehen, auch besser in sozialen Situationen abschneiden. Sie haben mehr Erfolg bei der Suche nach einem Partner, bei der Bewältigung von Konflikten und bei der Koordination von Gruppenaktivitäten.

Das Konzept des „Antizipierens“ spielt auch eine wichtige Rolle in der Kognitionsforschung. Wissenschaftler haben gezeigt, dass unser Gehirn ständig versucht, die Zukunft vorherzusagen. Es tut dies, indem es Informationen aus der Vergangenheit nutzt, um Muster zu erkennen und Regeln zu entwickeln. Diese Regeln helfen uns dann, neue Situationen zu verstehen und zu entscheiden, wie wir handeln sollen.

Ohne die Fähigkeit des „Antizipierens“ wäre es sehr schwierig für uns, unsere Umgebung zu verstehen und unsere Handlungen zu koordinieren. Wir würden häufig Fehler machen und in sozialen Situationen scheitern. Glücklicherweise ist diese Fähigkeit etwas, was wir lernen und verbessern können. Je besser wir sie beherrschen, desto erfolgreicher werden wir in unserem sozialen Leben sein.

Anwendungsbeispiele „antizipieren“

In einem Unternehmen ist es wichtig, die Zukunft vorauszusehen und die richtigen Entscheidungen zu treffen. Dies kann man als „antizipieren“ bezeichnen. Es ist ein Prozess, der Informationen sammelt und analysiert, um die zukünftigen Trends und Möglichkeiten vorherzusagen.

Ein weiteres Beispiel für die Anwendung von „antizipieren“ wäre, wenn ein Unternehmen plant, in ein neues Geschäftsfeld zu investieren. Es muss sorgfältig die aktuelle Marktsituation und die zukünftigen Trends analysieren, um sicherzustellen, dass das neue Geschäft profitabel sein wird.

„Antizipieren“ kann auch angewendet werden, um persönliche Ziele zu erreichen. Beispielsweise kann man seine berufliche Karriere planen, indem man sich überlegt, welche Schritte man in Zukunft unternehmen muss. Oder man kann versuchen, seine finanzielle Situation zu verbessern, indem man Wege findet, mehr Geld zu sparen oder zu verdienen.

In jedem Fall ist es wichtig, die Zukunft vorauszuplanen und die richtigen Entscheidungen zu treffen. Dies kann man als „antizipieren“ bezeichnen.

Was bedeutet „tendenziell“? Bedeutung, Definition, Erklärung


„Tendenziell“ ist ein Wort, das immer wieder in der deutschen Sprache auftaucht. Es hat verschiedene Bedeutungen, je nach Kontext, in dem es verwendet wird. „Tendenziell“ kann als Adverb verwendet werden, um anzudeuten, dass etwas in einer bestimmten Richtung liegt oder tendiert. Zum Beispiel könnte man sagen: „Die Arbeitslosenquote ist tendenziell gestiegen.“ In diesem Fall bedeutet „tendenziell“, dass die Arbeitslosenquote im Allgemeinen gestiegen ist, aber es gibt Ausnahmen.

Was bedeutet „tendenziell“? Bedeutung, Definition, Erklärung

Das Wort kann auch als Adjektiv verwendet werden, um anzuzeigen, dass etwas eine gewisse Neigung hat. Zum Beispiel könnte man sagen: „Dieses Auto ist tendenziell langsamer.“ In diesem Fall bedeutet tendenziell, dass das Auto in der Regel langsamer ist, es aber durchaus auch Ausnahmen gibt.

In beiden Fällen deutet „tendenziell“ also an, dass etwas nicht immer der Fall ist, aber in der Regel schon. Dieses Wort kann also sehr nützlich sein, um allgemeine Aussagen zu treffen, ohne allzu präzise zu sein.

Die Entwicklung im deutschen Sprachgebrauch

„Tendenziell“ kann verschiedene Bedeutungen haben. Dieser Begriff kann in vielen verschiedenen Kontexten Anwendung finden.

Eine der häufigsten Bedeutungen von „tendenziell“ ist „im Allgemeinen“. Wenn Sie sagen, dass etwas „tendenziell“ ist, bedeutet dies, dass es in der Regel so ist, aber es gibt auch Ausnahmen.

Ein weiterer häufiger Gebrauch von „tendenziell“ ist die Bedeutung „vermutlich“. Wenn Sie sagen, dass etwas „tendenziell“ ist, bedeutet dies, dass es wahrscheinlich so ist, aber es gibt keine Garantie. Dies ist eine sehr nützliche Bedeutung von „tendenziell“, da es Ihnen erlaubt, etwas zu sagen, ohne sich festzulegen.

Schließlich kann „tendenziell“ auch verwendet werden, um zu sagen, dass etwas in gewisser Weise richtig oder falsch ist. Wenn Sie sagen, dass etwas „falsch tendenziell“ ist, bedeutet dies, dass es in gewisser Weise falsch ist, aber nicht vollständig falsch. Auf ähnliche Weise kann „richtig tendenziell“ verwendet werden, um zu sagen, dass etwas in gewisser Weise richtig ist, aber nicht vollständig richtig.

Insgesamt ist „tendenziell“ ein sehr nützliches und vielseitiges Wort in der deutschen Sprache. Es kann in vielen verschiedenen Kontexten verwendet werden und hat viele verschiedene Bedeutungen.

„Tendenziell“ in der Sprachwissenschaft

In der Sprachwissenschaft gibt es eine Reihe von Definitionen für den Begriff „tendenziell“. Die genaue Bedeutung des Begriffs ist jedoch umstritten. Grundsätzlich beschreibt „tendenziell“ eine allgemeine Tendenz oder Richtung, in die sich etwas entwickelt. Dies kann sowohl auf sprachliche als auch auf soziale oder kulturelle Entwicklungen zutreffen.

Einige Linguisten sehen in „tendenziell“ lediglich eine unbestimmte Richtung, in die sich etwas entwickeln könnte. Andere gehen davon aus, dass „tendenziell“ bereits eine gewisse Wahrscheinlichkeit oder ein gewisses Potenzial für eine bestimmte Entwicklung beschreibt. Diese Unterscheidung ist jedoch nicht immer eindeutig und hängt oft von dem jeweiligen Kontext ab.

In der Praxis wird der Begriff „tendenziell“ häufig in der Beschreibung von sozialen oder kulturellen Trends verwendet. So kann man beispielsweise sagen, dass bestimmte Sprachformen tendenziell veraltet werden oder dass bestimmte soziale Gruppen tendenziell benachteiligt sind. In solchen Fällen spielt die genaue Bedeutung des Begriffs „tendenziell“ jedoch keine entscheidende Rolle. Wichtig ist vielmehr, dass durch die Verwendung des Begriffs „tendenziell“ deutlich gemacht wird, dass es sich um einen allgemeinen Trend handelt, der nicht auf alle Einzelfälle zutrifft.

Weitere Anwendungsbeispiele

1. Um etwas vorherzusagen:

Wenn wir sagen, dass etwas „tendenziell“ passieren wird, bedeutet dies, dass es wahrscheinlich ist, aber nicht unbedingt so sein wird. Zum Beispiel:

Die Wahrscheinlichkeit, dass es in den nächsten Tagen regnen wird, ist tendenziell höher als normal.
Das heißt, es ist wahrscheinlicher als sonst, dass es regnen wird, aber es ist nicht unbedingt so.

2. Um etwas zu beschreiben, das im Durchschnitt der Fall ist:

Wenn wir sagen, dass etwas „tendenziell“ der Fall ist, bedeutet dies, dass es in der Regel so ist, aber es gibt Ausnahmen. Zum Beispiel:

Menschen tendenziell eher von Dingen angezogen, die beleuchtet sind.
Das heißt, in der Regel sind Menschen von beleuchteten Dingen angezogen, aber es gibt auch Ausnahmen.

Im Folgenden wird die Bedeutung von „tendenziell“ als Substantiv zu betrachtet:

Zunächst einmal ist es wichtig zu beachten, dass „tendenziell“ nicht immer positive Konnotationen aufweist. Oft wird es in der Sprache auch verwendet, um etwas Negatives anzudeuten. Beispielsweise könnte man sagen: „Die Arbeitslosigkeit ist tendenziell höher in Gegenden mit hoher Kriminalität.“ Dies bedeutet nicht unbedingt, dass alle Arbeitslosen in diesen Gegenden kriminell sind, aber es gibt einen allgemeinen Zusammenhang zwischen den beiden Phänomenen.

Natürlich kann „tendenziell“ auch etwas Positives bedeuten. Beispielsweise könnte man sagen: „Menschen, die regelmäßig Sport treiben, tendieren dazu, gesünder zu sein.“ Dies bedeutet nicht unbedingt, dass alle Menschen, die Sport treiben, gesund sind, aber es gibt einen allgemeinen Zusammenhang zwischen den beiden Phänomenen.

In beiden Fällen handelt es sich um allgemeine Aussagen über bestimmte Gruppen von Menschen oder Dinge. Wenn Sie also sagen: „Die Arbeitslosigkeit ist tendenziell höher in Gegenden mit hoher Kriminalität“, meinen Sie nicht unbedingt, dass alle Arbeitslosen in diesen Gegenden kriminell sind. Stattdessen weisen Sie nur auf einen allgemeinen Trend hin.

Ein weiteres Beispiel für die Verwendung von „tendenziell“ als Substantiv ist folgendes: „Es gibt eine tendenzielle Diskrepanz zwischen den Einkommensniveaus von Männern und Frauen.“ Dies bedeutet nicht unbedingt, dass alle Frauen weniger verdienen als alle Männer, aber es gibt einen allgemeinen Trend in diese Richtung.

Allerdings ist es wichtig zu beachten, dass die Bedeutung von „tendenziell“ je nach Kontext variieren kann. In manchen Fällen kann es tatsächlich eine genaue Aussage über eine bestimmte Gruppe von Menschen oder Dingen sein. In anderen Fällen kann es sich lediglich um eine allgemeine Aussage über einen Trend handeln. Es ist also wichtig, das Wort im Kontext zu betrachten, um seine Bedeutung genau zu verstehen.

Was bedeutet „weird“? Bedeutung, Definition, Erklärung


Das Wort „weird“ bedeutet unter anderem:

– seltsam; bizarr: Wow, das ist eine seltsame Aufmachung. Ich schätze unsere Freundschaft, und ich fürchte, wenn wir anfangen, uns zu verabreden, wird es zwischen uns komisch.

– funktioniert nicht richtig oder wie erwartet; instabil; kaputt: Meine Verbindung ist komisch, also kann ich nicht sagen, ob sie meine Nachrichten bekommen oder nicht. Das Auto ist großartig, abgesehen von einem komischen Kompressor, der nicht funktioniert, wenn Sie die Klimaanlage an einer roten Ampel laufen lassen.

– Einbeziehung oder Andeutung des Übernatürlichen; überirdisch oder unheimlich: ein seltsames Geräusch; seltsame Lichter.

– unnatürlich, übernatürlich. seltsam, unheimlich, überirdisch, unheimlich bezieht sich auf das, was mysteriös ist und anscheinend außerhalb des Naturgesetzes liegt. Verrückt bezieht sich auf das, was auf das schicksalhafte Eingreifen übernatürlicher Einflüsse in menschliche Angelegenheiten hindeutet: die seltsamen Abenteuer einer Gruppe, die sich im Dschungel verirrt hat. Unheimlich bezieht sich auf das, was einem durch Andeutung des Gespenstischen Gänsehaut macht: ein unheimliches Stöhnen aus einem verlassenen Haus. überirdisch bezieht sich auf das, was seiner Natur nach einer anderen Welt anzugehören scheint: ein überirdisches Licht, das dem Sturm vorausging. Unheimlich bezieht sich auf das, was mysteriös ist, weil es offensichtlich den Gesetzen der Erfahrung widerspricht: eine unheimliche Fähigkeit, sich an Zahlen zu erinnern.

Bedeutung von weird als Adjektiv

unheimlich, unheimlich, unheimlich bedeutet geheimnisvoll seltsam oder fantastisch. seltsam kann eine überirdische oder übernatürliche Fremdheit implizieren oder Eigentümlichkeit oder Seltsamkeit betonen.

– seltsame Kreaturen aus einer anderen Welt

– Unheimlich deutet auf ein unbehagliches oder ängstliches Bewusstsein hin, dass mysteriöse und bösartige Kräfte am Werk sind.

– eine gespenstische Ruhe ging dem Bombenangriff voraus Unheimlich impliziert beunruhigende Fremdheit oder Rätselhaftigkeit.

Shakespeares Verbindung zu Weird

Du kennst vielleicht seltsam als einen verallgemeinerten Begriff, der etwas Ungewöhnliches beschreibt, aber dieses Wort hat auch ältere Bedeutungen, die spezifischer sind. Weird leitet sich vom altenglischen Substantiv wyrd ab und bedeutet im Wesentlichen „Schicksal“. Im 8. Jahrhundert tauchte der Plural Wyrde in Texten als Glosse für Parcae auf, den lateinischen Namen für die Schicksale – drei Göttinnen, die den Lebensfaden spannen, maßen und durchtrennten. Im 15. und 16. Jahrhundert verwendeten schottische Autoren Werd oder Weird in dem Ausdruck „seltsame Schwestern“, um sich auf die Schicksale zu beziehen. William Shakespeare übernahm diese Verwendung in Macbeth, in dem die „seltsamen Schwestern“ als drei Hexen dargestellt werden. Die spätere Verwendung von Weird durch Adjektive entstand aus einer Neuinterpretation des von Shakespeare verwendeten Weirds.

Beispiele für „weird“ in einem Satz

Adjektiv: Kosmische Saiten sind im Pantheon der Astrophysiker von seltsamen Objekten nur von schwarzen Löchern übertroffen. Sie sind schmale, ultradichte Filamente, die während eines Phasenübergangs – Inflation genannt – innerhalb der ersten Mikrosekunde der kosmischen Geschichte gebildet werden. Wenn man sie genau betrachtete, stellte man fest, dass sie mit seltsamen, heidnischen Kreaturen beschnitzt waren, eher Hobgoblins als Menschen, halb versteckt zwischen Bäumen und Blättern – hier Akanthus und dort etwas, das wie eine Palme aussah. Als erweitertes fiktives Mittel wird die Allegorie hauptsächlich in didaktischen, satirischen Fabeln wie Gullivers Reisen, Farm der Tiere und Erewhon verwendet. In diesen Meisterwerken verleiht ein oberflächlicher Realismus der Darstellung den fantastischen Ereignissen eine Art seltsame Plausibilität.

– Mein kleiner Bruder verhält sich manchmal komisch. Ich hörte ein seltsames Geräusch. Das ist seltsam – ich habe mein Buch vor ein paar Minuten hier hingelegt und jetzt ist es weg.

Was bedeutet „archaisch“? Bedeutung, Definition, Erklärung


Der Begriff leitet sich aus dem altgriechischen „archaikos“ (altertümlich) sowie dem lateinischen „archaikus“ (alt) ab. Neben der Verwendung im Sinne von „frühzeitlich“ oder „urgeschichtlich“ kann der Ausdruck auch eine leicht abfällige Bedeutung besitzen. In diesem Fall bezeichnet er etwas als „veraltet“, „überholt“ oder „nicht mehr modern“. Gelegentlich verwendet man den Begriff auch im negativen Tenor im Sinne von „unzivilisiert“ oder „barbarisch“.

„Archaismus“ nennt man ein Wort, das aus der Vergangenheit stammt und in der Gegenwart kaum noch verwendet wird. Oft finden sich solche archaischen Begriffe in Redewendungen, deren Sinn in Vergessenheit geraten ist. Wenn zum Beispiel „der Amtsschimmel wiehert“, bezieht sich die Redensart nicht auf ein Pferd, sondern einen als „Simile“ bezeichneten Musterbescheid, der es einem Beamten ermöglicht, Entscheidungen ohne weiteres Nachdenken immer nach dem gleichen Schema zu fällen.

Obwohl nicht mehr gebräuchlich, finden solche archaischen Elemente in der Literatur bewusst Verwendung finden, um beispielsweise eine Übertreibung oder Ironie auszudrücken: „Er führt einen ausschweifenden Lebenswandel“ oder „Wann gedenkst du die Aufgabe zu erledigen?“. Dies funktioniert unter der Voraussetzung, dass dem Leser das Wort zwar noch bekannt ist, er die Verwendung allerdings als altmodisch erkennt und damit auffällig empfindet.

Geschichte: archaisch

Die Epoche der Archaik umfasst etwa die Jahre von 800 bis 500 vor Christus. Sie gilt als Beginn der Antike und leitet eine Ausdehnung des griechischen Siedlungsraumes ein. Entlang der Küsten gründen die Griechen zahlreiche Stadtstaaten, die jeweils von einer Adelsfamilie regiert werden. Im engeren Sinne bezeichnet die Archaik eine griechische Kunstrichtung dieser Epoche, die das erwachende Selbstbewusstsein dieser Zeit symbolisiert.

Die archaische Kultur ist in Form von Statuen und bemalten Vasen bis in die heutige Zeit überliefert und wurde anschließend von der Klassik abgelöst. Als bezeichnend für den Kunststil jener Zeit gilt das „Archaisches Lächeln“: Dieser Begriff bezieht sich auf den typischen Gesichtsausdruck von Statuen aus dieser Epoche. Die Wangenknochen der dargestellten Personen sind stark ausgebildet, die Mundwinkel leicht nach oben gezogen und die Augen schauen geradeaus.

Auch wenn die Bedeutung des „Archaischen Lächelns“ in Vergessenheit geraten ist, so wird angenommen, dass es sich nicht um einen Ausdruck von Heiterkeit handelt. Die Mimik wirkt symmetrisch und unnatürlich und könnte beispielsweise einen bestimmten Status der Person symbolisieren oder allgemeines Wohlbefinden zum Ausdruck bringen.

Verwendung des Begriffes „archaisch“ im Bereich der Psychologie

In der Psychologie verwendet man den Ausdruck „archaisch“ im Zusammenhang mit frühkindlichem Denken, psychischen Erkrankungen oder überliefertem Glauben – ohne dass damit allerdings eine Wertung verbunden wäre. Der Mensch vereint unterschiedliche Stadien geistiger Entwicklung in sich, wobei die älteren Bestandteile als unreif, infantil oder eben archaisch gelten. Die sogenannten „Archaische Strukturen“ basieren auf Vererbung oder Veranlagung und lassen sich nur schwer beeinflussen.

Die Begriffe „Archaisches Denken“ oder „Archaisches Weltbild“ stehen für ursprüngliche oder infantile Vorstellungen von Menschen aus früheren Kulturen. Archaische Bilder oder Archetypen finden sich in althergebrachten Überlieferungen oder Märchen. Beispiele sind der Glauben an Geister oder ein böses Omen. Darüber hinaus finden diese Begriffe auch in der heutigen Zeit auf Stämme oder Clans Anwendung.

Der Begriff der „Archaische Männlichkeit“ beschreibt ein Männerbild, das sich an den Grundprinzipien der Arterhaltung ausrichtet. Es steuert das Verhalten in den Bereichen Fortpflanzung, Jagd oder Kampf. Heute steht der Begriff „archaisch“ im Zusammenhang mit spontanem und kraftvollen bis gewalttätigem Handeln und findet seinen Ausdruck beispielsweise in Wettkämpfen.

Bei Situationen, die mit den gewohnten Verhaltensmustern nicht zu bewältigen sind, greift das menschliche Gehirn auf frühzeitliche Lösungen zurück. Es entscheidet sich zwischen Flucht, Angriff oder Erstarrung. Diesen geistigen Prozess bezeichnet man als archaisches Notfallmuster.

Was bedeutet „Hautevolee“ auf deutsch? Übersetzung, Bedeutung, Definition, Erklärung


Der Begriff ‚Haute Volée‘ basiert auf der französischen Verbindung de la haute volée. Dies lässt sich mit hohem / höchsten Rang übersetzen. Durch die Übernahme in den deutschen Sprachgebrauch entfallen die Vorworte de la, sodass allein das Substantiv ‚Hautevolee‘ (ohne Akzent) übrigbleibt.

Volée bedeutet in der französischen Sprache Flug / Flughöhe. Der französische Ausdruck bezeichnet einerseits einen bestimmten Personenkreis, die Gesellschafts-Oberschicht. Andererseits kann es sich allerdings auch um Sachverhalte sowie Personengruppen handeln, die unter anderem in der Kultur oder Wirtschaft Ton-angebend auftreten.

‚Hautevolee‘ – Bezeichnung für eine hierarchische Oberschicht

Der Ausdruck bedeutet dagegen innerhalb der deutschen Sprache ausschließlich die besonders hohe soziale Stellung verschiedener Personen in diversen Bereichen. Diese Bezeichnung für gesellschaftlich höher gestellte Individuen lässt sich in deutschen Schriften ab den 1830er Jahren nachweisen. Die deutsche Schreibweise, ohne Akzent, wird bereits frühzeitig neben der französischen Variante verwendet.

Wer genau zur gesellschaftlichen Oberschicht gehört, lässt sich nur bedingt bestimmen: Bei der ‚Hautevolee‘ handelt es sich stets um eine Gesellschaftsschicht, die innerhalb des sozialen Gebildes und gesellschaftlicher Strukturen das größte Prestige beziehungsweise den höchsten Rang besitzt. Dies war konkret der Hochadel etwa in der Zeit von 1847 bis 1855. Es konnten jedoch auch, etwa von 1911 bis 1919, Persönlichkeiten des Bürgertums sein. Der Fokus liegt hierbei auf Kaufleuten und Beamten (Großbürgertum). Es lassen sich jedoch historische Belege finden, die auch gewisse soziale Einordnungen und Gruppen miteinbeziehen.

‚Hautevolee‘ bezog sich vorerst hauptsächlich auf die gesellschaftlichen Strukturen von Kommunen und Länder in der Zeit um 1847, 1919 und 1956. Hiervon ausgehend ließ sich der Ausdruck später auf weitere Bereiche anwenden, die von hierarchischen Strukturen durchzogen sind.

Hiermit sind Persönlichkeiten gemeint, die auf ihrem Gebiet über höchstes Prestige und enormen Einfluss verfügen. So ist es bis heute die maßgebende Gesellschaftsschicht der Wirtschaft, Kultur und/oder des sportlichen Bereiches. Um 1924 wurde die Bezeichnung gelegentlich auch in ironisch-spöttischer Absicht verwendet.

Varianten für den Ausdruck ‚Hautevolee‘

Vorgänger des Ausdrucks ‚Hautevolee‘ war der Begriff Beaumonde, der übersetzt schöne Welt bedeutet. Diese Bezeichnung wurde im auslaufenden 18. Jahrhundert in die deutsche Sprache übernommen. Bei Beaumonde handelt es sich allerdings eher um eine Bezeichnung für vornehme, elegante Lebensart, anstatt der Kennzeichnung eines bestimmten sozialen Ranges.

Beaumonde wurde generell nicht häufig in Schriften verwendet. Seit etwa 1900 war der Ausdruck im deutschen Sprachgebrauch fast vollständig verschwunden. Weitere Namen für die elitäre Gesellschaftsschicht waren zu dieser Zeit Crème der Gesellschaft, die oberen Zehntausend, manchmal auch der Ausdruck Elite.

Konkurrenz für ‚Hautevolee‘ – High Society als kosmopolitischer Ausdruck

Warum ‚Hautevolee‘ heutzutage kaum noch verwendet wird, liegt eventuell auch daran, dass sich hauptsächlich die Bezeichnung High Society durchgesetzt hat. Hierbei handelt es sich eindeutig um eine enorm starke Konkurrenz zu ‚Hautevolee‘ wie auch zu Beaumonde. Denn der Ausdruck High Society lässt sich nach den unterschiedlichsten Seiten anpassen. So kann er beispielsweise gleichermaßen für sozial höher gestellte Gesellschaftsschichten, Gesellschaftsstrukturen wie auch für die mondäne Lebensart bestimmter Gruppen und Persönlichkeiten eingesetzt werden.

High Society hat sich wohl letztendlich deshalb erfolgreich etabliert, da sich die Verwendung von Anglizismen etwa ab der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts weit verbreitet hat. So werden Anglizismen unter anderem in den gehobenen Strukturen der Gesellschaft allgemein, in den jeweils herrschenden Klassen sowie in der nationalen / internationalen Politik immer öfter für eine elitäre Sprache verwendet. Anglizismen gelten zudem als weltoffen und sollen ein gewisses Flair von Macht beziehungsweise Prestige vermitteln.

Was bedeutet „relativieren“? Bedeutung, Definition, Erklärung


Relativieren bedeutet, etwas in seinem Wert einzuschränken, indem man es in einen anderen Zusammenhang stellt. Relativierungen finden auf vielen Ebenen statt und sind eine gerne verwendete Strategie, um die Argumente der Gegenseite zu entkräften.

Relativieren: Problembewältigung oder Verleugnung?

Beim Umgang mit Problemen zeigt sich besonders deutlich, wie stark die eigene Sichtweise die Auswirkung des Problems bestimmt. Wenn wir mit Schwierigkeiten zu kämpfen haben, können wir auf verschiedene Weise damit umgehen.

Eine beliebte Vorgehensweise ist es, sie zu umgehen, statt die Steine aus dem Weg zu räumen. Alternativ relativieren wir die Schwierigkeiten, machen sie also harmloser, als sie eigentlich sind. Weil vieles eine Frage des Vorhersehens und des Standpunktes ist, funktioniert die Strategie des Relativierens immer wieder gut. Wir setzen dabei etwas in Beziehung, schränken es ein oder ziehen es in Zweifel.

Jeder von uns hat irgendwann mit Herausforderungen zu kämpfen. Doch wie stark diese als Problem oder als Chance betrachten, hängt von unserer Erziehung und vielen anderen Faktoren ab. Eine Möglichkeit der Problembewältigung ist das Rationalisieren, eine weitere die Relativierung. Relativieren ist nicht grundsätzlich schlecht. Bei vielen Problemen hilft es, sie erst einmal auszusprechen. Denn wenn es gelingt, die Probleme von außen zu betrachten, nimmt man sie häufig weniger schwer. Das bedeutet, man hat sie relativiert.

Absolute und relative Begriffe: Vorsicht bei der Wahl des Ausdrucks

Durch die Wahl von Begriffen treffen wir bereits Aussagen. Doch viele Begriffe sind nur relativ, andere wiederum nur absolut verwendbar. Wenn man davon spricht, XY hat einen Herzinfarkt erlitten, dann ist das eine Tatsache. Es gibt keinen relativen Herzinfarkt. Bei Kopfschmerzen sieht die Sache anders aus, denn Kopfschmerzen können sich auf sehr unterschiedliche Weise darstellen. Es könnte zum Beispiel auch Migräne sein. Treffen wir medizinische Aussagen, macht es häufig Sinn, die Beschreibung zu relativieren, damit angemessen gehandelt werden kann. Denn durch absolut verwendete Begriffe kann eine Stigmatisierung erfolgen.

Relativieren in Verhandlungen

Man kann nicht nur Probleme, sondern auch Aussagen relativieren. Relativierung dient hier der Entkräftung eines Gegenargumentes. Ein typischer Satz, der relativiert, lautet: „Wo gehobelt wird, fallen auch Späne.“ Wer sich so äußert, möchte seinen Gesprächspartner manipulieren, indem er die Ausgangssituation harmloser darstellt, als sie eigentlich ist. Das Argument des Gegenübers wird entkräftet, indem man es verallgemeinert. Ein anderes Beispiel wäre: „Betrug ist Betrug!“ Damit stellt der Redner Schwarzfahren in der U-Bahn auf die gleiche Ebene wie Steuerhinterziehung im großen Stil – was nicht vergleichbar ist.

Gelingt nicht immer: Krisenbewältigung durch Faktenanalyse

Es gibt nicht nur die eine, richtige Sichtweise auf ein Problem. Probleme sind immer relativ, denn die Realität, in der wir leben, ist zunächst unsere eigene Realität. Sie wird von unseren Gewohnheiten, unser Erziehung und unseren Gedanken geprägt. Für Außenstehende kann sich die Realität ganz anders darstellen als wir sie wahrnehmen. Ob eine Situation als schlimm oder weniger schlimm empfunden wird, hängt von der eigenen Einstellung ab.

Oft hilft es, eine gewisse Distanz zu seinem Problem aufzubauen. Das ist zum Beispiel dadurch möglich, dass man es offen ausspricht. Durch den Perspektivenwechsel wird das Problem relativiert und erscheint weniger dramatisch. Doch reden hilft nicht, wenn ein Problem nur „widergekäut“ wird. Die meisten Menschen bringt es nicht weiter, wenn sie sich stets mit ihren negativen Gefühlen auseinandersetzen. Durch das Grübeln wird der ursprüngliche Schmerz reaktiviert und alte Wunden wieder aufgerissen. Das kann sogar in einer Depression münden.

Hilfreicher ist es, die Situation nüchtern zu analysieren, die Fakten zu betrachten und intellektuell nach einer Lösung zu suchen. Statt sich auf das Problem zu konzentrieren, ist es sinnvoller, den Fokus auf die eigenen Stärken zu legen und sich bewusst machen, wann und auf welche Weise man die letzte größere Krise bewältigt hat. Das macht selbstbewusst und ebnet den Weg für die leichtere Bewältigung der nächsten Krise.

Was bedeutet „rustikal“? Bedeutung, Definition, Erklärung


Rustikal geht auf das lateinische Wort „rūsticus“ zurück. Dieses steht für Ländlichkeit, Schlichtheit und Ungeschliffenheit.

Umgangssprachlich wird der Ausdruck hauptsächlich genutzt, um zu verdeutlichen, dass etwas einfach und naturverbunden ist. Rustikal wird gerne im Zusammenhang mit einem Einrichtungsstil und einem Kochtrend verwendet.

Selten bezeichnet das Wort auch eine Wesensart oder eine Handlungsweise.

Rustikaler Einrichtungsstil

Eine rustikale Art der Einrichtung steht für Naturverbundenheit und ein einfaches, zufriedenes Leben. Auf dem Land. weitab vom Lärm der Stadt, finden Stressgeplagte Ruhe und Erholung. Ein wichtiger Ausgleich zum oftmals hektischen Alltag im schnelllebigen digitalisierten Zeitalter. Die rustikale Einrichtungsweise gibt dem eigenen Zuhause einen Hauch von natürlicher Idylle und vermittelt somit Ruhe und Geborgenheit.

Nicht nur Landhäuser und alte Höfe sind vielfach rustikal eingerichtet, auch in modernen Stadtwohnungen und neu erbauten Einfamilienhäusern findet sich dieser Stil. Je nach Geschmack sind nur einzelne Zimmer rustikal gestaltet, häufig ist die gesamte Einrichtung jedoch so gehalten.

Ländlich eingerichtete Räume rufen Erinnerungen an vergangene Zeiten wach, in denen Häuser und deren Möbel noch in mühsamer Handarbeit erschaffen wurden. Verwendet wurden dabei einfach verfügbare Materialien wie beispielsweise Holz und Stein. Darauf greift der rustikale Einrichtungsstil zurück. Auch Eisen, Keramik und Kupfer werden gerne genützt.

Durch die Verwendung von warmen Farben und traditionellen Stoffen wirkt eine rustikale Einrichtung ruhig und gemütlich.

Die Möbel bestehen häufig aus möglichst wenig verarbeitetem Holz. Sie können neu gekauft, selbst gezimmert oder auch gebraucht und restauriert sein.

Sprossenfenster mit karierten oder geblümten Vorhängen erinnern genauso an alte Zeiten wie Flügeltüren.

Freigelegte Balken zieren Wände. Sie dienen jedoch auch als Regale, Ablageflächen, Raumtrenner oder als Befestigungen für Lampen und Hängepflanzen.

Ein gemauerter Kamin spendet Wärme und Licht. Steinwände und Böden aus Holz oder Fliesen vervollständigen das ländliche Ambiente.

Auch die Dekorelemente einer rustikalen Einrichtungsweise sind schlicht und natürlich gehalten. Gebinde aus getrockneten Blumen bringen die Sommerwiese in die eigenen vier Wände. Kerzen, Kissen, antike Küchenutensilien und geflochtene Weidenkörbe unterstreichen den ländlichen Stil.

Rustikale Kochart

Die ländlich schlichte Küche orientiert sich an Saisonalität und Regionalität. Das heißt, die Gerichte richten sich nach dem Erntezeitpunkt. Zudem wird bei der Zubereitung überwiegend auf lokal angebaute Lebensmittel zurückgegriffen.

Lässt sich nicht alles gleich verwerten, dann werden Früchte und Gemüse haltbar gemacht. Die geschieht durch die Lagerung in passenden Räumen oder durch Einfrieren. Aber auch Einkochen, Trocknen oder Einmachen sorgen dafür, dass nichts von der Ernte verdirbt.

Rustikale Gerichte sind meist herzhaft und traditionell. Sie werden entweder nach überlieferten Rezepten gekocht oder neu kreiert.
Da sich die Zubereitung an der Saisonalität und Verfügbarkeit der Zutaten orientiert, unterscheiden sich rustikale Gerichte nicht nur je nach Region und Bundesland, sondern auch weltweit.
Früher war die rustikale Küche auf das eigene Heim beschränkt. Sie wurde auch Hausmannskost genannt. Die Bezeichnung verdeutlicht, dass die Nahrungszubereitung dazu diente, die Hausbewohner schnell, günstig und nachhaltig zu sättigen.

Mittlerweile sind ländliche und traditionelle Gerichte nicht nur in modernen Kochbüchern, sondern auch in trendigen Restaurants weltweit auf Speisekarten zu finden. Neben Saisonalität und Regionalität zeichnet rustikale Gerichte zudem aus, dass sie schnell und unkompliziert zuzubereiten sind. Dabei werden sie auch der Moderne angepasst. Neben traditionellen Gerichten gibt es heutzutage auch zahlreiche rustikale Mahlzeiten für Vegetarier und Veganer.

Rustikales Wesen oder rustikale Handlung

Ein Mensch mit rustikalem Wesen wird als landverbunden angesehen. In früheren Zeiten war das bäuerliche Leben sehr entbehrungsreich und arbeitsintensiv. Aus diesem Grund werden auch Robustheit und manchmal auch ein gewisser Grad an Rohheit und Schlichtheit mit diesem Ausdruck verbunden.

Eine rustikale Handlung ist wenig zimperlich, sondern eher grob und körperbetont. Ein rustikales Auftreten kann als polternd, direkt, roh und laut beschrieben werden.

Rustikal kann also im Hinblick auf Wesen und Handlung in abwertender oder positiver Weise verwendet werden.

Was bedeutet „autark sein“? Bedeutung, Definition, Erklärung


Autarkie bedeutet Selbstgenügsamkeit oder Unabhängigkeit.

Es ist der Zustand, in dem eine Person oder eine Gruppe vollständig autonom ist und sich nicht von anderen abhängig macht. Im heutigen Zeitalter ist es oft unmöglich, sich selbst zu versorgen. Wir sind ständig von externen Faktoren abhängig, sei es das Auto, das wir fahren oder die Kleidung, die wir tragen. Doch es ist möglich, sich von diesen Abhängigkeiten zu lösen und ein autarkes Leben zu führen. Autarkie kann auf verschiedene Bereiche des Lebens angewendet werden. Es gibt Menschen, die versuchen, in allen Bereichen ihres Lebens autark zu sein.

Andere konzentrieren sich auf einen bestimmten Bereich, in dem sie besonders interessiert sind oder in dem sie denken, dass Autarkie am wichtigsten ist. Beispielsweise könnte jemand beschließen, autark in Bezug auf seine Ernährung zu sein und selbst gemachte Lebensmittel anzubauen oder zu produzieren. Oder jemand könnte entscheiden, dass er autark in Bezug auf seine Energieversorgung sein will und eine Solaranlage installiert. Autarkie ist kein neues Konzept. Es gibt Menschen und Gemeinschaften, die seit Jahrhunderten autark leben. In den letzten Jahren ist das Konzept jedoch wieder in den Vordergrund getreten, da immer mehr Menschen versuchen, sich von den Abhängigkeiten der modernen Gesellschaft zu lösen.

Warum ist es wichtig, autark zu sein?

Autarkie ist wichtig, weil es uns ermöglicht, unabhängig zu sein. Wir sind nicht mehr auf andere angewiesen, um unseren Lebensstil zu finanzieren oder unsere Bedürfnisse zu befriedigen. Wir können unsere eigenen Entscheidungen treffen und müssen uns nicht an die Vorgaben anderer halten. Außerdem haben wir die Möglichkeit, unsere Umwelt nach unseren Wünschen und Bedürfnissen zu gestalten.

Wie Sie ein autarkes Leben führen können

In der heutigen Gesellschaft ist es oft schwer, autark zu leben. Wir sind ständig von externen Faktoren abhängig, sei es das Auto, das wir fahren oder die Kleidung, die wir tragen. Doch es ist möglich, sich von diesen Abhängigkeiten zu lösen und ein autarkes Leben zu führen. Ein autarkes Leben ist die Fähigkeit, sich vollständig selbst zu versorgen und sich nicht auf andere zu verlassen. Es bedeutet auch, alle notwendigen Ressourcen selbst zu produzieren und nicht von außen zu beziehen. In einer autarken Gesellschaft würde jeder Mensch alles haben, was er zum Leben benötigt, um vollständig unabhängig zu sein. Wie können wir in einer modernen Gesellschaft unabhängig werden?

Hier sind einige Tipps:

1. Produzieren Sie Ihre eigenen Lebensmittel: Eine der besten Möglichkeiten, um autark zu leben, ist es, Ihre eigenen Lebensmittel anzubauen. Auf diese Weise sind Sie nicht mehr von den Supermärkten abhängig und müssen sich keine Sorgen mehr machen, ob die Preise steigen oder die Auswahl begrenzt ist. Sie können auch anfangen, ihr eigenes Obst und Gemüse anzubauen. Dies ist nicht nur gesünder für Sie, sondern auch umweltfreundlicher.

2. Erzeugen Sie Ihren eigenen Strom: Wenn Sie Ihren eigenen Strom erzeugen, sind Sie nicht mehr von den großen Stromunternehmen abhängig. Solar- und Windenergie sind großartige Möglichkeiten, um Strom selbst zu erzeugen. Auf diese Weise können Sie Geld sparen und gleichzeitig die Umwelt schützen.weltfreundlicher.

3. Verwenden Sie natürliche Ressourcen: Wenn Sie natürliche Ressourcen verwenden, sind Sie weniger von den industriellen Systemen abhängig. Sie können unter anderem Holz verwenden, um Ihr Haus zu bauen oder Ihren Strom zu erzeugen. Auch die Verwendung von Wasserkraft ist eine großartige Möglichkeit, um vollständig autark zu leben.

4. Verringern Sie Ihren Konsum: Einer der besten Wege, um autark zu leben, ist es, Ihren Konsum zu verringern. Sie müssen nicht alles haben, was die Gesellschaft Ihnen sagt, was Sie benötigen. Fragen Sie sich immer: Benötige ich das wirklich? Wenn die Antwort Nein ist, dann verzichten Sie darauf. Auf diese Weise können Sie Geld sparen und gleichzeitig weniger belastend für die Umwelt sein.

5. Auch die Herstellung von Kleidung oder Möbeln ist eine vielversprechende Möglichkeit, um unabhängiger zu werden. So können wir uns selbst versorgen und müssen nicht immer auf andere angewiesen sein.

Autarkie bedeutet nicht nur, sich selbst zu versorgen, sondern auch, seine eigenen Entscheidungen zu treffen

In einer immer komplexer werdenden und abhängig von einem Dritte werdenden Welt ist es von größter Bedeutung, selbstbestimmt zu bleiben. Durch unsere Abhängigkeiten von externen Faktoren sind wir oft gezwungen, uns anzupassen und unsere Freiheit aufzugeben. Doch wenn wir lernen, uns von diesen Abhängigkeiten zu lösen, können wir wieder vollständig autonom leben. Autarkie bedeutet nicht nur, selbstversorgend zu sein, sondern auch, unabhängig von anderen zu sein. Wenn wir autark sind, haben wir die Freiheit, unsere eigenen Entscheidungen zu treffen und unser eigenes Leben zu gestalten.

Was bedeutet Ora et Labora? Herkunft, Bedeutung, Definition, Erklärung


Der lateinische Spruch „Ora et labora“ bedeutet in der deutschen Sprache „Bete und Arbeite“. „Ora et labora“ bezieht sich auf die Lebensweise katholischer Mönche und Gläubiger, die diese Regel als Grundprinzip des Heiligen Benedikt für ihre Verhaltensweisen und als Lebensleitlinie nutzten.

Was bedeutet Ora et Labora? Herkunft, Bedeutung, Definition, Erklärung

Mönche und Gläubige, die das traditionelle Motto „ora et labora“ als den Wesenskern der Ordensregel des Heiligen Benedikt angenommen hatten, teilten fortan ihr Leben in der monastischen Gemeinschaft zwischen Gebet und Arbeit. Der Spruch selbst ist zwar nicht Bestandteil des im Jahre 540 vom Heiligen Benedikt erstellten Klosteregulariums „Regula Benedicti“, entspricht jedoch in jeder Hinsicht diesen Leitlinien des Benediktinerordens. Aus diesem Grund wird diese Maxime gern dem Heiligen Benedikt zugesprochen.

Erst im Spätmittelalter kam es zu einer Verbreitung des vollständigen Spruches „ora, labora et legere – Deus adest sine mora“, was der deutschen Interpretation „Bete, arbeite und studiere (lies) – und Gott ist unverzüglich bei dir“ gleichzusetzen ist.

Das lateinische Wort „labora“ bedeutet nicht nur arbeiten, sondern auch „sich bemühen, anstrengen und leiden oder auch Not leiden“. Daraus folgt, dass das Zusammenfließen dieser drei Haupttätigkeiten „Beten, Arbeiten und bildendes Lesen“ den Tagesablauf in einem Kloster bestimmen sollte, um den „Weg zum Herrn“ gehen zu können. Gleichzeitig steht ein in mehreren Tätigkeiten eingeteilter und strukturierter Tag für Abwechslung, Kurzweil und verbesserte Konzentration, so dass Körper und Geist regeneriert und mit neuer Energie gestärkt werden. Auf diese Weise wird ein asketisches Leben voller Entbehrungen und Enthaltsamkeit zu einem erfüllenden Leben, ein Dasein, das von Liebe, geistiger Stärkung und von Licht durchwirkt ist.

Heutige Interpretation und Reflektion: Ora et Labora

Auch in unserer Zeit ist der Spruch „ora, labora et legere“ relevant, vielleicht relevanter denn je. In einer Welt, in der Werte wie Güte, Barmherzigkeit, Sicherheit und Geborgenheit noch lange keine Selbstverständlichkeiten sind, bildet ein rationell eingeteilter Tagesrhythmus ein solides und ausgewogenes Fundament für unsere Realität. Wir brauchen sowohl einen Alltag, in dem wir sinnvollen Tätigkeiten nachgehen können, als auch unseren Glauben an das Gute, einen Glauben, der uns Kraft und Willensstärke gibt. Dies, in Verbindung mit unserem Wunsch, unser Wissen zu bereichern, wird uns genau den Halt im Leben geben, den wir brauchen, um den Sinn unserer Existenz zu realisieren und die vielschichtigen Dimensionen unseres irdischen Daseins zu begreifen.

Geistliche Lektüre sowie das Lesen von theologischen und welterklärenden Schriften regen zum Nachdenken und Meditieren an. Dadurch kommt es zur Kräftigung sowohl unseres Glaubens als auch unserer Bewusstmachung der Tatsache, dass wir auf diese Weise tagtäglich die Verantwortung für die Erlösung mittragen. Eine logische Tagesstruktur macht es möglich, dass Stressfaktoren und störende Energien reduziert werden. Für alles gibt es eine bestimmte Tageszeit: Für Arbeit, Gebet oder Meditation und schließlich die Momente der Ruhe und Verinnerlichung, wenn Zeit für das vertiefende Lesen und Nachdenken bleibt.

„Ora et labora“ – der Bezug auf unsere moderne Gesellschaft

Das richtige Equilibrium zwischen Arbeitsleben und Privatsphäre zu erreichen, lässt sich nicht einfach realisieren. In unserer anspruchsvollen Gesellschaft ist für viele Menschen eine gesunde Work-Life-Balance zwar erstrebenswert, doch in den meisten Fällen aufgrund der komplizierten Alltagsorganisation, des permanenten Stresses und der vielen Verpflichtungen kaum zu praktizieren.

Ob für junge Eltern, für Alleinerziehende oder Arbeitslose – ein Tagesablauf, der in gleichmäßigen Arbeits- und Meditationsphasen gegliedert ist, scheint in der gegenwärtigen wettbewerbsorientierten Gesellschaft purer Luxus für Menschen, die keine Verdienstmöglichkeit haben oder sich bis zur letzten Tagesstunde um ihre Kinder, hilfsbedürftige Familienmitglieder und Mitmenschen kümmern müssen.

Doch auch hier verschmelzen Not, Mühe und Anstrengung mit liebevoller Hingabe und Pflichtbewusstsein und ebnen den oftmals steinigen Weg, der zu Gott führt. Der Moment für ein kurzes Gebet, der Moment für einen meditativen Gedanken ist ein kostbarer Moment für einen kostbaren Augenblick, der uns mit der Liebe Gottes bereichert. So kann unsere Seele auch in diesen Zeiten der Ungewissheit und Furcht Dankbarkeit fühlen. So kann der vom Heiligen Benedikt befolgte Leitspruch „ora et labora“ auch von uns genutzt werden, um unruhige Zeiten wie diese mit Selbstvertrauen und Zuversicht zu durchstehen.

Was bedeutet „unprofessionell“? Bedeutung, Definition, Erklärung


Das ursprünglich französische Wort „profession“ lässt sich auf Deutsch mit „Beruf“ übersetzen. Und auch in der lateinischen Sprache, hat das Wort seine Wurzeln. Es heißt dort „professio“. Demnach bedeutet der Ausdruck „professionell“ so viel wie „beruflich“.

Was bedeutet „unprofessionell“? Bedeutung, Definition, Erklärung

Was aber ist mit dem Wort unprofessionell gemeint? Unprofessionell lässt sich auch mit dem deutschen Wort „laienhaft“ übersetzen. Denn jeder Beruf und jede Berufssparte hat ihre ganz eigenen Anforderungen und ein eigenes Profil.

So sind im Handwerk beispielsweise gutes Augenmaß, Fingerfertigkeit und oft auch eine gute körperliche Konstitution gefragt, da diese Berufe auch physisch sehr anstrengend sein können. Ärzte benötigen umfangreiches Wissen in Biologie, Chemie und Medizin und bei Pflegepersonal sind neben medizinischen Fachkenntnissen auch Fähigkeiten wie Empathie und Geduld gefragt.

Die Fähigkeiten, die jemand für die korrekte Ausübung seines Berufes benötigt, werden als die „professionellen“ Fähigkeiten bezeichnet. Demnach handelt es sich bei einem unprofessionellen Handeln genau um das Gegenteil.

Wenn beispielsweise ein Fachmann für Installation von Gas und Wasser die Leitungen nicht richtig verlegt und es ein Leck gibt, wenn ein Bäcker das Brot im Ofen verbrennen lässt oder wenn ein Übersetzer fachlich nicht korrekte Texte abliefert, so ist dies in hohem Maß „unprofessionell“.

Um ein unprofessionelles Handeln zu vermeiden, sind in jedem Beruf eine gute Ausbildung und eine gute Einarbeitung wichtig. Dies gilt nicht nur für Lehrlinge in der Ausbildungszeit, sondern auch für alle, die eine neue Stelle antreten und sich in einer neuen Firma oder in einem neuen Betrieb zurechtfinden müssen. Bei der Ausbildung von Lehrlingen gibt es daher einen genauen Lehrplan, welche Fähigkeiten im jeweiligen Ausbildungsjahr vermittelt werden sollen.

unprofessionelles Handeln

Ein unprofessionelles Handeln kann sehr unterschiedliche Gründe haben. Zum einen, kann es sein, dass eine Person nicht gut ausgebildet oder angeleitet wurde, andererseits kann auch durch zeitlichen Druck ein technischer Fehler entstehen oder eine Arbeit wird nur unzureichend ausgeführt.

In anderen Ländern, mit weniger hohen Standards bezüglich Sorgfalt und Sicherheit, ist ein unprofessionelles Handeln sehr viel häufiger anzutreffen. Die mangelnde Ausbildung, schlechte Qualität und unzureichendes Material, oder das schlichte Fehlen von Arbeitsmaterial und Produkten für mehr Sicherheit, führt häufig zu großen Schäden. Beispielsweise eine zu leichte Bauweise von Häusern in Erdbebengebieten oder das Fehlen von Sicherheitsbekleidung in vielen Berufen.

Als unprofessionell und laienhaft, kann man jedoch auch den Umgang mit Menschen bezeichnen. Denn in den meisten Berufen ist auch ein besonderes Fingerspitzengefühl im Umgang mit Kunden, Kollegen, Mitarbeitern und Geschäftspartnern gefragt.

Jemand, der unfreundlich auf die Nachfrage eines Kunden reagiert oder sich bei einer Rückgabe oder Reklamation abweisend verhält, handelt unprofessionell und kann mit seiner Verhaltensweise eventuell sogar geschäftsschädigend wirken. Auch Unpünktlichkeit und Unzuverlässigkeit, gelten im Berufsleben als unprofessionell.

Professionalität umfasst im Ganzen also nicht nur den Ausbildungsstand einer Person, sondern vielmehr auch die Umgangsformen und das allgemeine Verhalten am Arbeitsplatz und im Kontakt mit Kunden. Manchmal gehört zur Professionalität auch das Wissen um andere Kulturen.

Dies ist vor allem bei international arbeitenden Firmen notwendig, denn die Art Geschäfte zu machen, kann beispielsweise in afrikanischen oder asiatischen Kulturen eine ganz andere Form haben. Es gilt dann, kulturelle Anforderungen zu erfüllen und sich gegebenenfalls auch länderspezifischen Sitten oder Bekleidungsvorschriften anzupassen.

Was bedeutet „polarisieren“? Bedeutung, Definition, Erklärung


„Polarisieren“ ist ein sehr bedeutender Begriff in unserer Gesellschaft. Es bedeutet, dass Menschen unterschiedlicher Meinungen und Ansichten zusammenkommen und einander beeinflussen. Dies kann sowohl positiv als auch negativ sein. In einer Gesellschaft, in der es immer mehr Menschen mit unterschiedlichen Ansichten gibt, ist es wichtig, dass die Menschen lernen, miteinander zu polarisieren.

Was bedeutet „polarisieren“? Bedeutung, Definition, Erklärung

Polarisieren hilft uns, unsere eigenen Ansichten zu überdenken und zu hinterfragen. Wenn wir uns mit Menschen unterhalten, die andere Ansichten haben, lernen wir mehr über die Welt und über andere Menschen. Wir können unsere eigenen Ansichten überdenken und sehen, ob sie noch stimmen. Polarisieren hilft uns also, unseren Horizont zu erweitern und neue Perspektiven kennenzulernen.

Polarisieren kann aber auch negativ sein. Wenn Menschen zu sehr in ihrer eigenen Meinung gefangen sind, können sie sich von anderen Menschen abwenden und verurteilen. Sie können anfangen, sich in ihrer eigenen Gruppe zu isolieren und andere Menschen auszuschließen. Dies kann dazu führen, dass Menschen immer intoleranter werden und einander bekämpfen. Polarisieren kann also auch Konflikte schüren und die Gesellschaft spalten.

Die Sprachgeschichte von „polarisieren“

Die Bedeutung von „polarisieren“ im deutschen Sprachgebrauch hat sich im Laufe der Zeit verändert. Ursprünglich bedeutete das Wort „spalten“ oder „aufteilen“, was auf seinen Ursprung in der Physik zurückzuführen ist. In der Physik bezeichnet „polarisieren“ die Aufteilung einer elektrischen oder magnetischen Welle in zwei senkrechte Komponenten.

In den letzten Jahrzehnten hat sich die Bedeutung von „polarisieren“ jedoch auf die soziale und politische Sphäre übertragen. Heutzutage wird das Wort häufig verwendet, um die Spaltung oder Trennung von Menschen in zwei Extreme oder Lager zu beschreiben. Diese Bedeutung von „polarisieren“ kann positiv oder negativ sein, je nach Kontext.

Gegenteil von „polarisieren“

„Zusammenhalt“ ist ein Wort, das oft in politischen Diskussionen verwendet wird. Es bedeutet, dass Menschen zusammenarbeiten und einander unterstützen, um ein gemeinsames Ziel zu erreichen. „Polarisieren“ ist die gegenteilige Bedeutung. Es bedeutet, dass Menschen sich in zwei Lager spalten und einander konkurrieren.

In der Politik kann „Zusammenhalt“ positiv oder negativ sein. Positiver Zusammenhalt kann dazu führen, dass Menschen zusammenarbeiten und einander unterstützen, um ein gutes Ergebnis zu erzielen. Negativer Zusammenhalt bedeutet oft, dass Menschen in einer Gruppe zusammenhalten, weil sie Angst haben, dass sie sonst ausgestoßen werden. In diesem Fall kann „Zusammenhalt“ auch dazu führen, dass Menschen Dinge tun, die sie eigentlich nicht tun wollen.

Nicht nur in der Politik, auch in der Literatur spielt die Bedeutung „polarisieren“ eine Rolle. In vielen Büchern werden die Protagonisten entweder von den anderen Figuren geliebt oder gehasst. Diese Spaltung in zwei Lager ist ein wesentliches Element vieler Geschichten und beeinflusst den gesamten Handlungsverlauf.

Ein bekanntes Beispiel für die Bedeutung „polarisieren“ in der Literatur ist das Buch „Die Blechtrommel“ von Günter Grass. Die Hauptfigur Oskar Matzerath wird von den anderen Figuren geliebt und gehasst. Er ist ein Genie und ein Außenseiter zugleich. Seine unkonventionelle Art stößt bei vielen Menschen auf Ablehnung, aber es gibt auch viele, die ihn bewundern. Oskar polarisiert die Menschen um ihn herum und beeinflusst damit den gesamten Verlauf der Geschichte.

Auch in William Shakespeares „Macbeth“ spielt die Bedeutung „polarisieren“ eine Rolle. Macbeth ist ein tapferer Krieger, aber auch ein skrupelloser Mörder. Er tötet seinen König, um selbst an die Macht zu kommen. Die Menschen um ihn herum sind entweder fasziniert von seiner Machtgier oder entsetzt über seine Taten. Auch hier spaltet sich das Volk in zwei Lager und Macbeth beeinflusst damit maßgeblich den weiteren Verlauf der Handlung.

Die Bedeutung „polarisieren“ ist also sowohl in der Politik als auch in der Literatur von großer Bedeutung. In beiden Bereichen sorgt die Spaltung in zwei Lager für Spannung und Intrigen. Polarisieren bedeutet also, die Menschen zu beeinflussen und damit den Verlauf der Geschichte maßgeblich zu beeinflussen.

Beispiele für die Anwendung von „polarisieren“

Die Bedeutung von „polarisieren“ ist vielschichtig. In den meisten Fällen wird es verwendet, um zwei Extreme oder zwei gegensätzliche Pole zu beschreiben. Zum Beispiel kann ein Thema die Menschen in zwei Lager spalten: Diejenigen, die es unterstützen, und diejenigen, die es ablehnen. In diesem Fall würde man sagen, dass das Thema „polarisiert“ ist.

Es kann auch verwendet werden, um zu beschreiben, wie etwas die Meinung der Menschen beeinflusst hat. Zum Beispiel könnte eine Rede die Menschen dazu bringen, sich für oder gegen eine Sache zu entscheiden. In diesem Fall würde man sagen, dass die Rede „polarisierend“ war.

Polarisieren kann auch verwendet werden, um zu beschreiben, wie etwas zwei Gruppen oder Individuen auseinanderbringt. Zum Beispiel könnte ein politischer Skandal dazu führen, dass sich die Mitglieder einer politischen Partei gegenseitig bekämpfen. In diesem Fall würde man sagen, dass der Skandal „polarisierend“ war.

Was bedeutet „subtil“? Bedeutung, Definition, Erklärung


Im Laufe der Jahrhunderte hat sich die Bedeutung von „subtil“ im deutschen Sprachgebrauch verändert.

Was bedeutet „subtil“? Bedeutung, Definition, Erklärung

Ursprünglich wurde das Wort im 13. Jahrhundert verwendet, um jemanden oder etwas zu beschreiben, der/das geschickt, raffiniert oder klug war. Im 17. Jahrhundert änderte sich die Bedeutung des Wortes jedoch, als es begann, auch jemanden oder etwas zu beschreiben, der/das fein, empfindlich oder sensibel war. Diese neue Bedeutung ist noch heute in Gebrauch.

In der modernen deutschen Sprache wird „subtil“ häufig verwendet, um eine Situation oder Handlung zu beschreiben, die fein abgestimmt oder genau dosiert ist. Beispielsweise kann ein Arzt sagen, dass eine bestimmte Medizin „subtil“ sein muss, um effektiv zu sein. Oder ein Künstler kann sagen, dass er einen „subtilen“ Pinselstrich verwendet hat, um eine bestimmte Wirkung zu erzielen.

„Subtil“ ist ein sehr vielseitiges Wort und kann sowohl positiv als auch negativ verwendet werden. Es kann eine feine oder geringfügige Unterscheidung beschreiben, aber auch etwas, das schwer zu erkennen oder zu verstehen ist. Die Bedeutung von „subtil“ kann also je nach Kontext sehr unterschiedlich sein.

In der Regel wird das Wort jedoch in einem positiven Kontext verwendet, um die Feinheit oder Schönheit einer Sache zu beschreiben. Es kann sich um ein Kunstwerk handeln, aber auch um einen Menschen oder einen Ort. Jemand kann beispielsweise sagen, dass ein Gemälde „sehr subtil“ ist, weil es nur geringfügige Änderungen in den Farben oder in der Komposition hat, die den Gesamteindruck verändern. Oder man kann sagen, dass ein Mensch „sehr subtil“ ist, weil er oder sie sehr geschickt darin ist, bestimmte Emotionen oder Reaktionen hervorzurufen.

In einem negativen Kontext wird „subtil“ oft verwendet, um etwas zu beschreiben, was schwer zu erkennen oder zu verstehen ist. Jemand könnte beispielsweise sagen, dass ein Sachverhalt „sehr subtil“ ist, weil es nur geringfügige Hinweise gibt, die auf ihn hinweisen. Oder man könnte sagen, dass eine Person „sehr subtil“ ist, weil sie versucht, bestimmte Informationen zu verbergen oder zu verdrehen.

„Subtil“ in der Sprachwissenschaft

In der Sprachwissenschaft wird das Wort „subtil“ oft verwendet, um zu beschreiben, wie ein Mensch seine Worte oder sein Verhalten einsetzen kann, um bestimmte Wirkungen zu erzielen. Es kann auch verwendet werden, um die Tiefe oder Komplexität einer Aussage zu beschreiben. In diesem Sinne kann „subtil“ sowohl positiv als auch negativ interpretiert werden. Eine Person kann beispielsweise „subtil“ sein, indem sie eine Aussage macht, die auf den ersten Blick harmlos erscheint, aber in Wirklichkeit tiefgründig und komplex ist. Alternativ kann eine Person versuchen, „subtil“ zu sein, indem sie versucht, andere mit ihren Worten oder ihrem Verhalten zu manipulieren.

„Subtil“ in der Literatur

In der klassischen Literatur wird das Wort „subtil“ oft verwendet, um eine bestimmte Bedeutung zu vermitteln. In vielen Fällen bezieht sich „subtil“ auf etwas, das nicht sofort offensichtlich ist. Stattdessen muss es von den Lesern erst entdeckt oder erschlossen werden. Dies kann eine Herausforderung sein, aber die Belohnung ist oft ein tieferer oder reicherer Verständnis des Textes.

Das Wort „subtil“ kann sowohl positiv als auch negativ konnotiert sein. In einigen Fällen wird es verwendet, um die Tiefe und Komplexität eines Werkes zu loben. In anderen Fällen wird es jedoch als Kritik an einem Werk verwendet, weil es als zu kompliziert oder verwirrend angesehen wird. In beiden Fällen ist es jedoch wichtig zu beachten, dass „subtil“ nicht unbedingt mit „schwer zu verstehen“ gleichzusetzen ist. Stattdessen bezieht sich „subtil“ auf etwas, das nicht sofort offensichtlich ist und vom Leser entdeckt oder erschlossen werden muss.

Gegenteil von „subtil“

In der Alltagssprache wird „grob“ oft als negativer Ausdruck verwendet, während „subtil“ eher positiv konnotiert ist.

Der Begriff „grob“ kann verschiedene Bedeutungen haben. Im engeren Sinne beschreibt er etwas, das unreflektiert oder plump ist. In diesem Kontext kann es auch synonym zu „unfein“ oder „unhöflich“ verwendet werden. Im weiteren Sinne bezieht sich „grob“ auf etwas, das rau oder grobkörnig ist. Dieser Bedeutungsnuance entspricht häufig auch der englischen Übersetzung „coarse“.

Der Gegensatzbegriff zu „grob“ ist in der Regel „subtil“. Während „grob“ also etwas Negatives beschreibt, steht „subtil“ für etwas Feines oder Raffiniertes. In der Sprachwissenschaft wird der Begriff „subtil“ auch oft im Zusammenhang mit abstrakten Konzepten verwendet. So kann man beispielsweise sagen, dass ein bestimmter Gedanke „subtil“ ist, wenn er nicht offensichtlich ist und einige Reflexionen erfordert, um ihn vollständig zu verstehen.

In der Alltagssprache wird der Gegensatz zwischen „grob“ und „subtil“ oft auch metaphorisch verwendet. So könnte man beispielsweise sagen, dass jemand einen „subtilen Humor“ hat, wenn seine Witze nicht offensichtlich sind und man einige Denkarbeiten leisten muss, um sie zu verstehen. Oder man könnte sagen, dass jemand einen „groben Humor“ hat, wenn seine Witze plump und unreflektiert sind.

Was bedeutet „konventionell“? Bedeutung, Definition, Erklärung


„Konventionell“ ist ein sehr vielseitiger Begriff. Die Bedeutung hängt davon ab, in welchem Kontext es verwendet wird. In der Regel beschreibt es etwas, das dem allgemeinen Standard entspricht oder sich an die gängige Praxis hält.

Was bedeutet „konventionell“? Bedeutung, Definition, Erklärung

In Bezug auf Technologie bedeutet „konventionell“, dass eine bestimmte Methode bereits etabliert und weit verbreitet ist. Dies impliziert, dass es eine Vielzahl von Produkten und Dienstleistungen gibt, die diese Technologie unterstützen. Ein gutes Beispiel hierfür ist der Fernseher. Die meisten Menschen haben einen Fernseher zu Hause, der entweder über Kabel, Satellit oder Antenne empfängt.

Das Wort „konventionell“ kann auch verwendet werden, um etwas zu beschreiben, das im Gegensatz zu etwas anderem steht. In diesem Kontext bedeutet es, dass etwas nicht dem allgemein akzeptierten Standard entspricht oder sich von der Norm abhebt. Ein gutes Beispiel hierfür wäre ein Auto mit einem alternativen Antrieb wie Elektro- oder Wasserstoffbetrieb. Diese Autos sind im Vergleich zu herkömmlichen Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor ungewöhnlich und stellen somit eine Abweichung von der Norm dar.

Die Geschichte von „konventionell“ im Sprachgebrauch

Im deutschen Sprachgebrauch hat das Wort „konventionell“ eine lange und interessante Geschichte. Ursprünglich bedeutete es lediglich „übereinstimmend“, was auf seinen französischen Ursprung zurückzuführen ist.

In der Zeit des Absolutismus wurde das Wort jedoch immer häufiger in Bezug auf bestimmte gesellschaftliche Verhaltensweisen und Normen verwendet, die als allgemeingültig angesehen wurden. Mit der Französischen Revolution wurde das Wort dann vor allem in Bezug auf politische Institutionen und Systeme verwendet, die als „konventionell“ angesehen wurden.

Bis zum 19. Jahrhundert war das Wort „konventionell“ im Deutschen vor allem in der Bedeutung von „Übereinkommen“ oder „Vereinbarung“ gebräuchlich. In diesem Sinne wurde es häufig in Zusammenhang mit dem Abschluss von Verträgen oder anderen gesetzlichen Dokumenten verwendet. Im Laufe des 19. Jahrhunderts nahm die Bedeutung des Wortes jedoch eine allmähliche Wandlung in Richtung „gebräuchlich“ oder „allgemein akzeptiert“ an.

Dieser Trend setzte sich im 20. Jahrhundert fort und das Wort wird heute häufig in Bezug auf soziale Konventionen, Sitten und Gebräuche verwendet.

In den letzten Jahren hat sich der deutsche Sprachgebrauch in Bezug auf das Wort „konventionell“ stark verändert. Früher wurde es vorrangig in der Politik und in der Wirtschaft verwendet, um etwas oder jemanden als „normal“ oder „allgemein akzeptiert“ zu bezeichnen. Inzwischen wird es jedoch immer häufiger in einem negativen Kontext verwendet, um etwas oder jemanden als „langweilig“ oder „rückständig“ zu beschreiben. Diese negative Konnotation ist auf verschiedene Faktoren zurückzuführen, unter anderem auf die zunehmende Globalisierung und auf die damit verbundene Suche nach neuen, innovativen Wegen, um Dinge zu tun.

„Konventionell“ in Sprachwissenschaft und Literatur

Konventionelle Ausdrücke sind häufig mit bestimmten Bedeutungen verbunden, die von Kultur zu Kultur unterschiedlich sein können. In vielen Fällen wird das Wort „konventionell“ jedoch verwendet, um etwas Bestimmtes zu beschreiben, das allgemein akzeptiert und anerkannt wird.

Einige Sprachwissenschaftler gehen davon aus, dass das Wort „konventionell“ oft verwendet wird, um Dinge zu beschreiben, die von der Mehrheit der Menschen akzeptiert werden. Andere Sprachwissenschaftler glauben jedoch, dass das Wort „konventionell“ auch verwendet werden kann, um etwas zu beschreiben, das nicht unbedingt von der Mehrheit der Menschen akzeptiert wird. In diesem Fall kann es sich um etwas handeln, das allgemein bekannt oder anerkannt ist, aber nicht unbedingt von allen akzeptiert wird.

„Konventionell“ ist ein sehr vieldeutiges Wort, das sowohl in der Sprache als auch in der Literatur viel Bedeutung hat. In der Sprache kann es so viel wie „üblich“ oder „traditionell“ bedeuten, aber in der Literatur hat es eine viel tiefere und komplexere Bedeutung.

In der Literatur ist „konventionell“ oft ein negatives Wort, das etwas beschreibt, was langweilig oder unoriginell ist. Wenn ein Buch oder ein Autor als „konventionell“ bezeichnet wird, bedeutet das häufig, dass sie sich nicht an die Regeln halten oder nicht innovativ genug sind.

Allerdings kann „konventionell“ auch positiv sein, wenn es um etwas geht, was vertraut und sicher ist. In diesem Fall kann „konventionell“ bedeuten, dass etwas beruhigend oder tröstlich ist.

Gegenteil von „konventionell“

„Konventionell“ beschreibt etwas, das dem allgemein anerkannten Standard entspricht. Etwas „unkonventionelles“ oder „ungewöhnliches“ hingegen steht in Abgrenzung zu diesem Standard. Es ist anders, ungewöhnlich oder auffällig.

In einem konventionellen Umfeld wird man erwarten, dass Menschen sich an die bestehenden Regeln halten und sich nicht zu sehr von der Norm abheben. In einem unkonventionellen Umfeld hingegen kann es vorkommen, dass Menschen ihre eigenen Regeln aufstellen und sich stärker von der Norm abheben.

Ein konventioneller Arbeitgeber wird beispielsweise erwarten, dass seine Angestellten regelmäßig pünktlich erscheinen und ihre Arbeit ordentlich verrichten. Ein unkonventioneller Arbeitgeber hingegen wird vielleicht mehr Wert auf Kreativität und Innovation legen und seinen Angestellten mehr Freiheit geben.

Im Allgemeinen kann man sagen, dass „konventionell“ etwas negativ konnotiert ist, da es sich um etwas handelt, das dem allgemein anerkannten Standard entspricht. „Unkonventionell“ oder „ungewöhnlich“ hingegen steht in Abgrenzung zu diesem Standard und wird daher oft als positiv bewertet.

Was bedeutet „obsolet“? Bedeutung, Definition, Erklärung


„Obsolet“ ist ein seltenes Wort, das viel Bedeutung in sich trägt. Es bedeutet, dass etwas nicht mehr relevant oder verwendbar ist. In der Regel wird es in Bezug auf Technologie oder Geräte verwendet, die nicht mehr funktionieren oder die durch neuere Versionen ersetzt wurden. Es kann auch beschreiben, wie beispielsweise Mode oder Konzepte sind, die nicht mehr in Gebrauch sind.

Das Wort hat auch eine starke emotionale Bedeutung, da es oft mit dem Gefühl des Verlustes verbunden ist. Wenn etwas obsolet ist, bedeutet dies häufig, dass es nicht mehr von Nutzen ist und dass es durch etwas Neues ersetzt wird.

Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass „obsolet“ nicht unbedingt negativ behaftet sein muss. Tatsächlich kann es oft ein positives Zeichen sein, da es bedeuten kann, dass etwas besser oder fortschrittlicher ist. In vielen Fällen kann „obsolet“ auch einfach ausdrücken, dass etwas überholt ist und modernisiert werden muss. Es ist ein komplexes und tiefgründiges Wort mit vielen verschiedenen Bedeutungen.

Wortherkunft: obsolet

„Obsolet“ ist ein Begriff, der im 18. Jahrhundert aufkam und aus dem Lateinischen stammt. Es bedeutete ursprünglich „veraltet“, „nicht mehr in Gebrauch“. In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts nahm die Bedeutung des Wortes „obsolet“ jedoch eine positive Wendung, als es in der Sprache der Jugendkultur verwendet wurde. Seitdem wird „obsolet“ häufig verwendet, um Dinge zu beschreiben, die „cool“ oder „hip“ sind.

In den letzten Jahren hat sich die Bedeutung von „obsolet“ wieder etwas verändert. Das Wort wird immer noch gebraucht, um trendige oder modische Dinge zu beschreiben. Allerdings wird es auch häufig angewendet, um Dinge zu beschreiben, die „out of touch“ oder angestaubt erscheinen. In diesem Sinne kann „obsolet“ sowohl positiv als auch negativ verwendet werden.

„Obsolet“ in der Literatur und Sprachwissenschaft

In der Sprachwissenschaft gibt es zwei Hauptbedeutungen von „obsolet“. Zum einen kann es sich auf eine bestimmte sprachliche Form beziehen, die nicht mehr verwendet wird. Dies bedeutet, dass die Form entweder völlig veraltet ist oder dass sie nur noch in bestimmten Dialekten oder Varietäten vorkommt. Zum anderen kann „obsolet“ auch auf eine Bedeutung verweisen, die nicht mehr gültig ist. Dies bedeutet, dass die Bedeutung entweder völlig überholt ist oder dass sie nur noch in bestimmten Kontexten gültig ist.

Die Bedeutung von „obsolet“ in der Literatur ist vielschichtig. Zum einen kann es bedeuten, dass etwas veraltet oder überholt ist. In diesem Sinne kann „obsolet“ auch negativ konnotiert sein. Zum anderen kann die Bedeutung von „obsolet“ auch positiv sein. In diesem Fall bedeutet „obsolet“, dass etwas zeitlos oder klassisch ist.

Ein Beispiel für die negative Konnotation von „obsolet“ ist das Werk „Die Verwandlung“ von Franz Kafka. In diesem Werk wird der Protagonist Gregor Samsa zu einem Käfer und damit zu einem völlig anderen Wesen. Samsa ist nun obsolet, da er nicht mehr in die Gesellschaft passt und auch nicht mehr in der Lage ist, seine Arbeit zu verrichten.

Ein Beispiel für die positive Konnotation von „obsolet“ ist das Werk „Die Schatzinsel“ von Robert Louis Stevenson. In diesem Werk geht es um den Schatz, den Jim Hawkins auf einer einsamen Insel findet. Der Schatz ist obsolet, da er schon lange vor Jims Geburt verborgen wurde und niemandem mehr gehört.

Gegenteil von „obsolet“

In der heutigen schnelllebigen Welt scheint alles schneller zu alter und zu obsoleszieren. Dinge, die noch vor ein paar Jahren angesagt und modern waren, sind plötzlich veraltet und nicht mehr zeitgemäß.

Im Allgemeinen bedeutet „zeitgemäß“ etwas, das aktuell und modern ist, während „obsolet“ bedeutet, dass etwas veraltet und nicht mehr relevant ist. Allerdings ist der Unterschied zwischen den beiden Begriffen nicht immer so klar. In manchen Fällen kann etwas, das als „zeitgemäß“ bezeichnet wird, auch als „obsolet“ angesehen werden, wenn es nicht mehr dem aktuellen Stand der Technik entspricht.

Neue technische Erfindungen und Innovationen machen rasch die vorhergehenden Versionen obsolet. Ein Handy, das noch vor ein paar Jahren als modern und aktuell galt, ist heute bereits veraltet und obsolet, weil es nicht mehr den aktuellen Standards entspricht. Dies gilt auch für andere Bereiche wie Mode, Design und Architektur. Was heute in ist, kann morgen schon wieder out sein.

Der Unterschied zwischen „zeitgemäß“ und „obsolet“ kann also darin bestehen, dass etwas „zeitgemäß“ ist, weil es aktuell und modern ist, während „obsolet“ bedeutet, dass etwas veraltet und nicht mehr relevant ist.

Was bedeutet „Binsenweisheit“? Wortherkunft, Bedeutung, Definition, Erklärung


Eine Binsenweisheit oder Binsenwahrheit ist eine allgemein bekannte Tatsache oder Phrase. Meist wird der Ausdruck verwendet, wenn jemand eine offensichtliche oder bekannte Information als neu oder besonders interessant präsentiert. Indem man eine Aussage als Binsenweisheit bezeichnet, wird der Informationsgehalt oder die Relevanz der Äußerung infrage gestellt. Viele Redewendungen oder vielfach wiederholte Aussagen können als Binsenweisheit bezeichnet werden.

Im engeren Sinne können als Binsenweisheit auch vielfach wiederholte Aussagen bezeichnet werden, die einen Sachverhalt zu stark vereinfachen und dadurch verfälschen.

Eine dritte Bedeutung des Begriffs Binsenweisheit beschreibt eine Annahme, die von einer großen Mehrheit einfach akzeptiert wird, sich jedoch als falsch herausstellt.

Alle drei Bedeutungen der Begriffe Binsenweisheit oder Binsenwahrheit sind negativ konnotiert. Es wird eine Aussage beschrieben, die mindestens wertlos und eventuell sogar inkorrekt ist. Je nachdem, wie der Begriff verwendet wird, kann damit auch derjenige angegriffen werden, der eine Aussage getätigt hat. Wer eine Binsenwahrheit von sich gibt, muss jedoch nicht zwangsläufig mit schlechten Intentionen handeln.

Binsenweisheit – Beispiele

Eine typische Binsenweisheit wäre es, wenn ein Fußballkommentator verkündet: „Das Runde muss ins Eckige!“. Die Tatsache, dass im Fußball Tore erzielt werden müssen, ist allgemein akzeptiert. Der Kommentator hat also keine eigene Geistesleistung erbracht, sondern wiederholt nur eine Floskel. Zudem unterschlägt eine solche Aussage auch die Komplexität eines Fußballspiels und vernachlässigt gegebenenfalls die spezifische Spielsituation. Somit ist der inhaltliche Wert des Kommentars sehr begrenzt – eine Binsenweisheit.

Unter Umständen wird der Begriff Binsenweisheit auch in anderen Kontexten verwendet. So ist er etwa zu einer Phrase in der Werbeindustrie geworden. Angenommen, ein Hersteller entwickelt ein fliegendes Automobil. Dieses könnte mit der Aussage beworben werden: „Dass Autos nicht fliegen können, galt bislang als Binsenweisheit.“

Binsenweisheit – Herkunft des Ausdrucks

Die genaue Herkunft des Begriffs Binsenweisheit ist nicht bekannt. Jedoch wird er und verwandte Redewendungen bereits seit der Antike verwendet.
Binsen sind weitverbreitete, einfach gebaute Gräser. Eben darauf bezieht sich der Ausdruck Binsenweisheit wahrscheinlich. Schon im antiken Rom gab es die Redewendung: „Einen Stengelknoten an der Binse suchen.“ Diese bezeichnete eine Situation, wenn eine Person eine einfache Tatsache oder Aussage übermäßig stark interpretieren oder umdeuten wollte. Diese Redewendung gilt als Ursprung der heutigen Verwendung des Begriffs Binsenweisheit in der deutschen Sprache. In anderen europäischen Sprachen finden sich keine vergleichbaren Ausdrücke.

Ein Entstehungsmythos für die Aussage ist auch aus dem Altgriechischen übersetzt worden. Einem König waren die Ohren eines Esels gewachsen, was er unter seinen langen Haaren versteckte. Nur sein Barbier kannte naturgemäß das Geheimnis. Der König bat den Barbier um sein Schweigen, um das Geheimnis von der Öffentlichkeit zu verbergen. Der Mitteilungsdrang des Barbiers war jedoch so stark, dass er das Geheimnis nicht für sich behalten konnte. Anstatt es weiterzuerzählen, entschied er sich, das Geheimnis in ein tiefes Loch zu rufen und sich so zu erleichtern. In diesem Erdloch wuchsen allerdings Binsen, die die Information über die Eselsohren des Königs mit ihrem Rauschen im Wind verbreiteten. Somit wusste schnell die gesamte Öffentlichkeit Bescheid.

Binsenweisheit – Synonyme

Inhaltlich ähnlich zur Binsenweisheit sind die Begriffe Allgemeinplatz, Floskel, Phrase und Klischee. Diese ebenfalls eine vielfach wiederholte Aussage ohne Erkenntnisgewinn oder ohne substanziellen Inhalt beschreiben.

Was bedeutet „antizyklisch“? Bedeutung, Definition, Erklärung


Der Ausdruck „antizyklisch“ ist ein seit dem 19. Jahrhundert gebräuchliches Fremdwort in der deutschen Sprache. Aus dem Lateinischen übernommen, bedeutete es ursprünglich „gegen den Zyklus“, was auf die Idee der Opposition zu den natürlichen Zyklen der Natur verweist. Im Laufe der Zeit übernahm der Begriff jedoch die Bedeutung von „gegen den Trend“, „gegen den Strom“ oder „im Gegensatz zur allgemeinen Meinung“.

Was bedeutet „antizyklisch“? Bedeutung, Definition, Erklärung

In Zeiten wirtschaftlicher Krisen wird der Ausdruck oft im Zusammenhang mit Investitionen verwendet. Die Idee ist, dass es in Krisenzeiten ratsam sein kann, in bestimmte Bereiche zu investieren, weil sie nach Abschwung der Krise relative Stärke zeigen könnten. Dieser Ansatz wird als „antizyklische Investition“ bezeichnet.

In den letzten Jahrzehnten hat sich die Bedeutung von „antizyklisch“ jedoch gewandelt. Inzwischen wird es häufig in politischen und sozialen Kontexten verwendet, um etwas zu beschreiben, das gegen den allgemeinen Trend geht. So kann etwa eine Regierung, die in Zeiten wirtschaftlicher Rezession Steuersenkungen durchführt, als antizyklisch bezeichnet werden.

Dieser Bedeutungswandel ist auf die Veränderungen in der Gesellschaft und Wirtschaft zurückzuführen, die dazu geführt haben, dass „antizyklisch“ heute eine weitaus bedeutendere Rolle spielt als noch vor einigen Jahrzehnten.

„Antizyklisch“ in der Sprachwissenschaft

Der Begriff „antizyklisch“ ist in der Sprachwissenschaft ein wichtiger Terminus. Er bezieht sich auf die Handlung oder das Denken, die entgegen dem natürlichen Verlauf oder der allgemeinen Tendenz sind. Es kann auch verwendet werden, um eine Strategie zu beschreiben, die im Gegensatz zu den erwarteten Ergebnissen steht. Die Idee hinter diesem Konzept ist, dass es in bestimmten Situationen vorteilhaft sein kann, gegen den Strom zu schwimmen und die Dinge auf ungewöhnliche Weise zu tun.

In vielen Bereichen des Lebens kann es sinnvoll sein, antizyklisch zu denken oder zu handeln. Zum Beispiel, wenn alle anderen Investoren in einem bestimmten Markt verkaufen, könnte es für einen Investor vorteilhaft sein, gegen den Strom zu schwimmen und zu kaufen. Wenn alle anderen Konsumenten eine bestimmte Marke meiden, könnte es für einen anderen Konsumenten vorteilhaft sein, diese Marke zu kaufen. In beiden Fällen könnte das antizyklische Verhalten des Individuums zu besseren Ergebnissen führen.

Das Konzept des „antizyklischen“ Denkens oder Handelns ist also ein wichtiges sprachwissenschaftliches Konzept mit Bedeutung weit über den akademischen Kreis hinaus. Es kann in vielen Bereichen des Lebens nützlich sein, dieses Konzept zu verstehen und anzuwenden.

Gegenteil von „antizyklisch“

Grundsätzlich bedeutet „antizyklisch“ das Gegenteil von dem, was normalerweise in einem bestimmten Zyklus passiert. In der Wirtschaft bezieht sich dies häufig auf Investitionen. Wenn die meisten Menschen in Aktien investieren, um von steigenden Kursen zu profitieren, ist es für einen Investor antizyklisch, in Aktien zu investieren, wenn die Kurse fallen.

Das Gegenteil von „antizyklisch“ wäre also „zyklisch“. Dies bedeutet, dass man sich an die allgemeine Richtung des Marktes hält und seine Investitionen entsprechend anpasst. In Zeiten steigender Kurse würde man demzufolge in Aktien investieren und in Zeiten fallender Kurse seine Aktien verkaufen.

Beispiele für die Anwendung von „antizyklisch“ und „zyklisch“

Ein Unternehmen könnte beispielsweise beschließen, in Zeiten wirtschaftlicher Rezession zusätzliche Mitarbeiter einzustellen, um sich für die kommenden Jahre besser aufzustellen. Dies wäre ein sehr antizyklischer Schritt, da die meisten anderen Unternehmen in einer Rezession eher Mitarbeiter entlassen.

Ein weiteres Beispiel wäre, wenn ein Investor in Zeiten hoher Marktvolatilität besonders vorsichtig ist und sich nur in solide Unternehmen mit starken Fundamentaldaten investiert. Auch dies wäre eine sehr antizyklische Strategie, da die meisten Investoren in Zeiten hoher Volatilität versuchen werden, ihre Verluste zu minimieren, indem sie ihre Positionen verkaufen.

Was ist Barmherzigkeit? Bedeutung, Definition, Erklärung


Barmherzigkeit wird mit einer allgemein freundlichen Gesinnung und der daraus resultierenden Handlungsweise gegenüber anderen Menschen gleichgesetzt. Umgangssprachlich wird auch von Freundlichkeit gesprochen. Die Barmherzigkeit gegenüber anderen erwächst aus der Anteilnahme am Schicksal des anderen. Barmherzig ist, wer im Angesicht von Not und Elend nicht den Blick abwendet, sondern handelt und versucht, das Leid Dritter zu lindern.

Barmherzigkeit als Tugend

Umgangssprachlich werden Mitleid und Barmherzigkeit oft in einem Atemzug genannt. Doch im Detail betrachtet, stellt sich Barmherzigkeit weniger als Mitfühlen dar. Vielmehr geht es um eine nicht bedürftige Großherzigkeit.

Die Barmherzigkeit gilt in folgenden Religionen als Haupttugend:

  • Christentum
  • Judentum
  • Islam
  • Buddhismus
  • Hinduismus

Die Juden, Christen und Islamisten sehen die Barmherzigkeit als eine der herausragenden Eigenschaften Gottes an.

Herkunft: „Barmherzigkeit“

Die Wortherkunft lässt auf zwei mögliche Quellen schließen. Thesen gehen davon aus, dass sich das Adjektiv „barmherzig“ im 8. Jahrhundert aus der althochdeutschen Entsprechung „armherzi“ ableitete. Ob es sich dabei um einen Standard-Wortschatz des Althochdeutschen handelt, ist nicht überliefert.

Ein zweiter Erklärversuch führt zum althochdeutschen „barm“ oder dem gotischen „barms“, welches mit „Schoß“ oder „Busen“ übersetzt werden kann. Allgemein herrscht die Meinung vor, dass es sich bei dem Wort „Barmherzigkeit“ um eine Zusammensetzung aus den althochdeutschen Begriffen „barm“ und „herzi“ handelt.

Barmherzigkeit: Bedeutung im Christentum

Nach christlicher Tradition gilt die Barmherzigkeit nicht als natürliche menschliche Eigenschaft, sondern wird als Tugend Gottes dargestellt. Bereits im Alten Testament wird Gott mit „gnädig und barmherzig“ betitelt.

Im Gleichnis vom verlorenen Sohn beschreibt Jesus Gott als großzügig und bereit zu vergeben. Daran wird die Bedeutung von Barmherzigkeit deutlich. Wer barmherzig ist, übt sich in einer Zuwendung bedingungsloser Liebe und zeigt sich in jeder Hinsicht großzügig.

Die sündigen Menschen sind laut dem Apostel Paulus abhängig von der Barmherzigkeit Gottes. Aus Barmherzigkeit werden die Menschen von Gott gerettet. Wer Barmherzigkeit von Gott erfahren hat, macht die Tugend zu seiner eigenen Lebensaufgabe.

Die Barmherzigkeit Gläubiger wird mit Begriffen wie Nächstenliebe, Menschenliebe oder Humanität in Verbindung gebracht. In der Bibel sind viele Gleichnisse der Barmherzigkeit zu finden, darunter das Gleichnis vom barmherzigen Samariter oder die Bergpredigt, wo davon gesprochen wird, dass die Barmherzigen selig sind und selbst Barmherzigkeit erlangen werden.

Bedeutung in der christlichen Kunst

Die sieben leiblichen Werke der Barmherzigkeit werden in der christlichen Kunst des Spätmittelalters häufig thematisiert. Die Bilder der Barmherzigkeit stammen aus dem 16. Jahrhundert.

Folgende Werke sind enthalten:

  • Speisung der Hungrigen
  • Durstige mit Trinken versorgen
  • Beherbergung von Fremden
  • Pflege von Kranken
  • Ankleiden von Nackten
  • Besuch von Gefangenen
  • Bestattung von Toten

Dieser alten Bildtradition folgt zum Beispiel das von Caravaggio geschaffene Altargemälde. Das Werk entstand im Jahre 1607 und lebt von intensiven Hell-Dunkel-Kontrasten. Das helle Licht wird als Metapher der Barmherzigkeit gedeutet.

Im Jahre 2016 hat Papst Franziskus vorgeschlagen, die Werke der Barmherzigkeit um die Sorge um die Schöpfung zu ergänzen.

Barmherzigkeit im Alltag

Barmherzigkeit wird möglich, wenn aus Liebe und Uneigennützigkeit gehandelt wird. Wer handelt, ohne vorab Kosten und Nutzen abzuwägen, handelt barmherzig. Der freimütige Umgang mit anderen Menschen kann zu einer positiven Selbsterfahrung beitragen. Dadurch fühlen sich viele barmherzig handelnde Menschen selbst beschenkt, obwohl sie eigentlich etwas von sich gegeben, anstatt bekommen haben.

Was bedeutet „per se“? Bedeutung, Definition, Erklärung


Im 17. Jahrhundert wurde der Ausdruck „per se“ in der deutschen Sprachgemeinschaft immer populärer. Er erschien zum ersten Mal in Schriftstücken von Gottfried Wilhelm Leibniz, aber auch andere bekannte Autoren wie Christian Wolff und Johann Wolfgang von Goethe verwendeten ihn häufig. In dieser Zeit wurde „per se“ vor allem in der Philosophie und der Logik verwendet. Es bedeutete ungefähr das Gleiche wie das heutige „an sich“.

Was bedeutet „per se“? Bedeutung, Definition, Erklärung

In der deutschen Sprache hat sich die Bedeutung von „per se“ im Laufe der Zeit etwas verändert. Während es früher eher eine philosophische oder logische Bedeutung hatte, wird es heute vor allem in alltäglichen Redewendungen verwendet. So kann man beispielsweise sagen: „Das ist per se kein Problem.“ Dies bedeutet, dass es sich um kein Problem handelt, an sich betrachtet.

In vielen Sprachen gibt es ähnliche Ausdrücke wie „per se“. Im Französischen beispielsweise entspricht „per se“ dem Ausdruck „par définition“. Auch im Italienischen gibt es einen ähnlichen Ausdruck, nämlich „di per sé“.

„Per se“ in der Sprachwissenschaft

Sprachwissenschaftler sind sich einig, dass die Bedeutung von „per se“ in der Sprache weit über die bloße Bedeutung von „für sich allein“ hinausgeht. Stattdessen wird „per se“ oft als eine Art Schlüssel verwendet, um die tiefere Bedeutung eines Wortes oder Ausdrucks zu entschlüsseln.

So kann zum Beispiel das Wort „rot“ per se nur die Farbe beschreiben. Aber wenn man es in den Kontext einer Phrase wie „Der Himmel ist rot“ setzt, übernimmt es plötzlich eine ganz andere Bedeutung. In diesem Fall könnte „rot“ symbolisch für Wut, Gefahr oder Aufregung stehen.

Das bedeutet also, dass Sprachwissenschaftler sehr genau auf die Verwendung von „per se“ achten müssen, um die tiefere Bedeutung eines Wortes oder Ausdrucks zu verstehen.

Die Bedeutung von „per se“

„Per se“ ist ein lateinischer Ausdruck, der übersetzt „an sich“ oder „von Natur aus“ bedeutet. In der Regel wird der Begriff verwendet, um etwas zu beschreiben, das nicht durch seine Umgebung oder seine Verbindungen definiert wird, sondern durch seine eigenen Merkmale. Zum Beispiel könnte man sagen, dass ein bestimmtes Element „per se“ giftig ist, was bedeutet, dass es von Natur aus giftig ist und nicht erst dann, wenn es mit anderen Chemikalien kombiniert wird.

In der Sprachwissenschaft wird „per se“ oft verwendet, um zu beschreiben, wie Wörter oder Phrasen ihre Bedeutung entwickeln. Einige Wörter haben eine klare Bedeutung, die nicht von den Umständen oder dem Kontext abhängen, in dem sie verwendet werden. Diese Wörter werden als „bedeutungstragend“ bezeichnet und sind per se bedeutungsvoll. Andere Wörter hingegen haben keine eindeutige Bedeutung und müssen im Kontext interpretiert werden. Diese Wörter werden als „bedeutungsleer“ bezeichnet und sind per se bedeutungslos.

In vielen Fällen hängt die Bedeutung eines Ausdrucks jedoch nicht nur von den einzelnen Wörtern ab, sondern auch von der Art und Weise, wie sie verwendet werden. In diesem Fall kann man nicht sagen, dass der Ausdruck per se bedeutungsvoll oder bedeutungslos ist. Stattdessen muss man den Kontext betrachten, in dem er verwendet wird, um zu entscheiden, ob er bedeutungstragend oder bedeutungsleer ist.

Beispiele für die Anwendung von „per se“

„Per se“ wird häufig in der Philosophie und in der Rechtswissenschaft verwendet, um etwas zu beschreiben, das nicht aufgrund seiner Beziehung zu anderen Dingen, sondern wegen seiner eigenen Natur bestimmt ist.

In der Praxis bedeutet dies, dass etwas per se gut oder schlecht ist, unabhängig davon, ob es in einem bestimmten Kontext gut oder schlecht ist. Beispielsweise kann eine Sache an sich gut sein, aber in einem bestimmten Kontext schlecht. Oder umgekehrt: Etwas kann schlecht sein, aber in einem bestimmten Kontext gut.

Einige Beispiele für die Anwendung von „per se“:

Etwas kann „gut per se“ sein, aber „schlecht in einem bestimmten Kontext“. Zum Beispiel ist es gut, freundlich zu sein, aber wenn man jemandem sagt, er solle freundlich zu einem Kind sein, das er nicht mag, könnte das unangemessen oder sogar gefährlich sein.

Andererseits kann etwas „schlecht per se“ sein, aber „gut in einem bestimmten Kontext“. Zum Beispiel ist es schlecht, rücksichtslos zu sein, aber wenn man jemandem sagt, er solle rücksichtslos gegenüber dem Feind in einem Krieg sein, könnte das angemessen oder sogar notwendig sein.
„Per se“ kann weiterhin verwendet werden, um etwas zu beschreiben, das an sich schon gut oder wertvoll ist.

Zum Beispiel: Dieses Buch ist per se gut, weil es eine interessante Geschichte erzählt.

„Per se“ kann auch verwendet werden, um etwas zu beschreiben, das nicht unbedingt gut oder wertvoll ist, aber trotzdem einen bestimmten Zweck erfüllt.

Zum Beispiel: Der Kurs per se ist nicht besonders interessant, aber er wird dir helfen, die Prüfung zu bestehen.

Was bedeutet „redundant“? Bedeutung, Definition, Erklärung


„Redundant“ ist ein Wort, das seinen Ursprung in der lateinischen Sprache hat. Es bedeutet im Grunde „überflüssig“, „unnötig“ oder „verzichtbar“. Im Laufe der Zeit hat sich die Bedeutung von „redundant“ jedoch etwas geändert. Heutzutage wird das Wort häufig verwendet, um zu beschreiben, wie etwas übermäßig vorhanden ist oder wie etwas mehr ist, als notwendig.

Was bedeutet „redundant“? Bedeutung, Definition, Erklärung

Ein gutes Beispiel für die Bedeutung von „redundant“ in der heutigen Sprache ist der Ausdruck „redundante Sicherheit“. Dieser Ausdruck bezieht sich auf die Tatsache, dass viele Organisationen und Unternehmen Sicherheitsvorkehrungen treffen, die übermäßig vorhanden sind oder mehr sind, als notwendig. Dies kann dazu führen, dass die Sicherheitsvorkehrungen ineffektiv sind oder sogar kontraproduktiv sein können.

In der heutigen Gesellschaft ist „redundant“ jedoch nicht nur ein negativer Begriff. Oft wird es auch verwendet, um zu beschreiben, wie etwas zusätzlich vorhanden ist oder wie etwas übermäßig vorhanden ist. Dies kann als positiv angesehen werden, da es bedeuten kann, dass es mehr von etwas gibt, als man erwartet hätte.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass „redundant“ ein sehr flexibler Begriff ist, der sowohl positive als auch negative Konnotationen haben kann.

„Redundant“ in der deutschen Sprachwissenschaft

In der deutschen Sprachwissenschaft ist „redundant“ ein häufig verwendeter Begriff. Er bezieht sich auf Wörter oder Wortgruppen, die überflüssig sind, weil sie bereits durch andere Wörter oder Wortgruppen in derselben Sätze ausgedrückt werden. Diese Wörter oder Wortgruppen können ersatzlos weggelassen werden, ohne dass der Sinn des Satzes verloren geht.

Ein häufiges Beispiel für ein redundantes Wort in der deutschen Sprachwissenschaft ist „dass“. Dieses Wort wird oft verwendet, um einen Nebensatz einzuführen, aber es ist nicht notwendig, den Nebensatz zu markieren. Weil „dass“ überflüssig ist, kann es weggelassen werden, ohne dass der Sinn des Satzes verloren geht.

Ein weiteres häufiges Beispiel für ein redundantes Wort in der deutschen Sprachwissenschaft ist „sein“. Dieses Wort wird oft verwendet, um einen Hauptsatz zu markieren, aber es ist nicht notwendig, den Hauptsatz zu markieren. Weil „sein“ überflüssig ist, kann es weggelassen werden, ohne dass der Sinn des Satzes verloren geht.

Gegenteil von „redundant“

Wenn etwas nicht redundant ist, dann bedeutet das, dass es nicht überflüssig oder unnötig ist. Es ist kurz und prägnant und enthält keine Wiederholungen. Redundanz kann in vielen Bereichen auftreten, zum Beispiel in der Sprache, in der Informationsverarbeitung oder bei der Gestaltung von Produkten.

Nicht redundant zu sein, bedeutet eine hohe Qualität der Ausführung zu haben. Wenn etwas nicht redundant ist, dann ist es effizient und hat einen hohen Standard.

Das Gegenteil von redundant ist demzufolge effizient. Redundanz kann ineffizient sein, weil es zu doppelter Arbeit führen kann oder weil es unnötig komplexe Systeme erzeugt. In einem effizienten System werden keine unnötigen Ressourcen verbraucht und alle Komponenten sind so einfach wie möglich gestaltet.

Beispiele für die Anwendung von „redundant“

1. In einem technischen Kontext kann „redundant“ bedeuten, dass ein System oder Komponente ein Backup oder eine zusätzliche Sicherheit bietet. Beispielsweise ist ein Netzwerk häufig so konfiguriert, dass es mehrere redundante Verbindungen hat, um die Ausfallrate zu minimieren.

2. „Redundant“ kann auch bedeuten, dass etwas überflüssig ist oder nicht mehr benötigt wird. Dies ist häufig der Fall, wenn etwas durch eine neuere und bessere Version ersetzt wird. Beispielsweise könnte eine neue Softwareversion alte und redundante Funktionen entfernen.

3. In einem allgemeineren Kontext kann „redundant“ auch bedeuten, dass etwas langweilig oder überflüssig ist. Beispielsweise könnte man sagen, dass ein bestimmter Absatz in einem Artikel redundant ist, weil er keine neuen Informationen liefert.

Was bedeutet „auf 180 sein“? Herkunft, Bedeutung, Definition, Erklärung


Auf 180 ist jemand, der sehr aufgebracht, wütend oder zornig ist. Somit wird die Redewendung auf 180 sein als Synonym für die eben genannten Adjektive benutzt. In aller Regel wird diese Redewendung außerdem informell, das heißt also in der Umgangssprache benutzt. In einer offiziellen Situation, zum Beispiel bei einem Treffen zwischen Politikern oder Geschäftspartnern, kann man diese Redewendung eher selten bis gar nicht hören.

In welchen Situationen wird die Redewendung auf 180 sein in der Regel benutzt?

Diese Redewendung benutzen ihre Anwender immer dann, wenn sie sehr stark betonen möchten, dass der Grad an Wut oder Zorn, den sie selbst, oder aber eine andere Person über die sie sprechen, verspürt, wirklich sehr hoch ist. Man würde den Ausspruch also nicht benutzen, wenn man nur ein klein wenig verwundert über einen unerwarteten Zwischenfall ist und dann direkt zur Tagesordnung zurückkehrt. Auf 180 sind Personen nur dann, so zeigt es der deutsche Sprachgebrauch, wenn sie eine Sache, die sie wütend macht so richtig aus dem Konzept bringt und sie sich nur schwer wieder beruhigen können.

Besonders häufig wird die Redewendung von Eltern genutzt, wenn sie sich in der Kommunikation mit ihren Kindern befinden, die nicht folgsam sind. Zum Beispiel, wenn die Eltern dem Kind nun schon mehrfach gesagt haben, dass es sein Zimmer aufräumen oder aber seine Hausaufgaben machen soll, aber auch nach vielfacher Aufforderung und Erinnerung noch immer nichts passiert ist. Dann sagen Eltern nicht selten Dinge wie: Ich habe dir jetzt schon mehrmals gesagt, dass du dein Zimmer aufräumen sollst und es ist immer noch unordentlich – so langsam bin ich wirklich auf 180!

Was hat die große Wut mit der Zahl 180 zu tun?

Im Falle der Redewendung auf 180 sein ist die Zahl 180 wie eine Art Skala zu verstehen, und zwar wie eine Skala hinsichtlich der Höhe, der Wut, die eine Person empfindet. Hier gilt je höher die Zahl, desto höher die Wut. Wobei sich die exakte Zahl 180 eingeschliffen hat. Niemand würde zum Beispiel sagen er oder sie sei auf 210 oder 150, da die Gesprächspartner schlicht nicht verstehen würden was damit eigentlich gemeint sein sollte.

Woher kommt die Redewendung „auf 180 sein“? Herkunft, Erklärung

Wo der Ursprung der Redewendung auf 180 sein liegt ist bis heute umstritten. Tatsächlich gibt es mehrere als wahrscheinlich anzunehmende Möglichkeiten. Manche sagen die Redewendung käme aus dem Straßenverkehr. Andere wiederum meinen der Ursprung läge in einem Wert für die Temperatur oder den menschlichen Pulsschlag oder Blutdruck.

Gemeint ist, wenn es um auf 180 sein im Straßenverkehr geht, die Geschwindigkeit, mit der man Auto fährt. Wenn man 180 Kilometer pro Stunde fährt, dann ist das ziemlich schnell. Man könnte auch sagen eine Person, die einen Wagen in dieser Geschwindigkeit lenkt, würde rasen. So verhält es sich auch mit der Wut. 180 bedeutet hier, dass die Person rast – nicht mit dem Auto, aber ihre Wut. Die Person ist also regelrecht rasend vor Wut. Dafür, dass die Redewendung wirklich aus diesem Kontext stammt spricht übrigens, dass in früheren Jahren auf 80 sein als Redewendung genau so benutzt wurde, wie wir heute auf 180 sein verwenden. Der seinerzeit niedrigere Wert ist damit zu erklären, dass Autos zu ihren Anfangszeiten mit 80 Kilometern pro Stunde schon eine schier atemberaubende Geschwindigkeit erreicht haben. Als die Technik fortschritt und Autos immer schneller wurden könnte die Redewendung der neuen Realität einfach angepasst worden sein.

Die anderen Möglichkeiten hinsichtlich des Ursprungs der Redewendung

Die Redewendung könnte auch mit dem menschlichen Blutdruck zusammenhängen. Denn, wenn dieser einen Wert von 180 erreicht, dann ist er als sehr hoch einzuschätzen, was den Sinn und Gebrauch der Wendung ebenfalls widerspiegelt. Auch der Vergleich mit dem menschlichen Pulsschlag wird manchmal als möglicher Ursprung genannt. Wenn der Puls einer Person 180 Mal pro Minute schlägt, dann ist auch das ein wirklich hoher Wert.

Überdies wird auf 180 sein gelegentlich auch mit der Temperatur in Verbindung gebracht, wobei bei dieser Erklärung unklar ist, ob sich die Temperatur in diesem Fall auf Grad Celsius oder Grad Fahrenheit bezieht. Auch ist nicht deutlich abzusehen welche Art von Temperatur hier gemessen werden soll. Die Temperatur von Wasser oder zum Beispiel von Feuer? Diese Erklärung zur Herkunft der Redewendung wird auf Grund ihrer Unklarheit deshalb als die am wenigsten wahrscheinliche angenommen.

Was sind Unterschiede zwischen Vintage und Retro? Erklärung


Heutzutage ist die Neigung zu einem veralteten Lebensstil, vor allem in Bezug auf Möbel oder Kleidung, größer als je zuvor in der jüngeren Vergangenheit. Vintage wird auf fast alles angewandt, was alt ist oder hier und da getragen wird. Retro, sozusagen! Ganz beiläufig versteht jeder, worauf es sich bezieht, aber nur wenige können sich einen genauen Reim darauf machen. Was ist also Vintage? Was ist Retro? Und wie kann man den Unterschied erkennen?

Was bedeutet „Vintage“? Bedeutung, Definition, Erklärung

Das Wort Vintage werden Sie im Duden nicht finden, aber der Begriff wird in zahlreichen Wortschätzen verwendet. Der englische Ausdruck Vintage stammt von dem französischen Ausdruck vendange, der „einmalig“ bedeutet und somit auf das lateinische vindemia zurückgeht, das „selten“ bedeutet (vinum = Wein). Der Begriff spielt also auf die Seltenheit des Weins an, der Klassiker ist also das Weinjahr. Wenn der Weinliebhaber also von einem seltenen Bordeaux spricht, spielt er auf den Klassiker des Weines an, dem er die größte Anerkennung zollt. In den 1920er Jahren hat man der Begriff interessanterweise auch auf Fahrzeuge angewendet. Wie dem auch sei, damit waren vor allem erstklassige und reiche seltene Fahrzeuge gemeint.

Das hat praktisch nichts mit alt als auch abgenutzt zu tun.

Da selten auf den langen Zeitraum des Zusammenbaus anspielt und als hochwertig angesehen wird, verwendet man diesen Begriff häufig in Bezug auf geplante Kunstwerke aus den zwanziger bis achtziger Jahren. Vor allem bei Möbeln wurde dieser Begriff schon vor einer ganzen Weile häufig verwendet. Ähnliches gilt für das klassische Design. Fachleute sind sich einig, dass vor allem die Erstlingswerke aus den zwanziger bis achtziger Jahren, die dem prunkvollen und erstklassigen Charakter des seltenen Begriffs gerecht werden, wirklich einzigartig sind. Es muss sich dabei garantiert nicht um bereits benutzte Dinge handeln.

Zur jetzigen Zeit wird dieser Begriff auf eine außergewöhnlich bearbeitete Art und Weise eingeführt. Wenn Sie also von einzigartigen Möbeln oder seltenen Kleidern sprechen, meinen Sie Dinge, die ungefähr 30 Jahre alt sind.

Was bedeutet „Retro“? Bedeutung, Definition, Erklärung

Der Begriff Retro, oder Rückblick, ist ein Blick in die Vergangenheit. Im Grunde genommen spielen die Dinge also auf den Stil der ersten Zeit an. Der Gegenstand ist auf diese Weise neu, und der Plan kann ebenfalls ein anderer sein, aber er bedient sich der Stile vergangener Zeiten.

Ein außergewöhnliches Retro-Muster ist der so genannte „Decrepit Stylish“. Ein Muster, das das Bild von klassischen Möbeln als alt, bedauernswert und abgenutzt geprägt hat. Decrepit Stylish bedeutet in Wirklichkeit bedauernswert oder abgenutzt.

Decrepit Style wird in vielen Fällen als ein berühmter Vertreter des Retro-Stils bezeichnet, aber es ist ein „abgenutzter Look“, der Möbeln oder anderen Dekorationen verliehen wird, um sie somit älter wirken zu lassen, als sie tatsächlich sind. Natürlich können auch die Möbel einen Retro-Look haben, z.B. der Zustand eines Nierentisches, aber im Grunde können Sie auch jedem anderen Haushaltsgegenstand einen Decrepit-Style verpassen.

Ist Second-Hand wirklich vintage oder retro?

Beide Arten und nicht das eine oder das andere. Das Wort Secondhand hat es bei uns in den Duden geschafft, was es für uns hier viel einfacher macht, ihn zu verstehen. Secondhand bedeutet im Wesentlichen „aus zweiter Hand“, ist also abgenutzt oder gebraucht. Secondhand kann also auch selten sein, aber ein Klassiker muss nicht unbedingt Secondhand sein. Die entscheidende Komponente ist wiederum das Alter des Stücks. Der Schminktisch aus den 50er Jahren ist also ein einzigartiges Möbelstück, aber eben gebraucht und secondhand.

Secondhand kann auch retro sein. Wenn es sich zum Beispiel um ein Kleid Ihrer Liebsten handelt, dessen Schnitt aus den 60er Jahren stammt, dann ist es retro und secondhand.

Frankreich und Belgien gelten als die Vorreiter des Secondhand-Stils, da hier bereits im neunzehnten Jahrhundert die wichtigsten Tauschbörsen stattfanden. Deutschland hat das Muster erst fast 100 Jahre später entdeckt. Inzwischen können Sie in jeder größeren Stadt nach überlieferten Sachen suchen. Eine wahre Fundgrube für recycelte Kleidungsstücke, sei es aus zweiter Hand, im Retro-Stil oder sogar klassisch, ist zufällig Berlin, aber auch ein Einkauf in Budapest oder ein einzigartiger Einkauf in Zagreb ist empfehlenswert.
Was ist der Unterschied zwischen retro und vintage? Hier noch einmal die wichtigste Fakten im Überblick

Vintage:

steht für perfekt, alt, außergewöhnlich
ist mindestens 20-25 Jahre alt

retro:

ist später
spielt auf die Stile der vergangenen Jahre an

Secondhand:

Bedeutet aus zweiter Hans, also Gebrauchtware
Kann einen Retro-Stil haben
kann klassisch sein, vorausgesetzt, es ist alt genug

Im Klartext: Vintage ist auch real alt, retro ist später und übernimmt einfach den alten Stil. Der klassische Stil ist also einfach retro. Denn Rare-Stil erwirbt einfach von dem Plan der vergangenen vielen Jahre, ist aber neu. Rare motiviert ist außerdem nur retro, belebt durch die Vergangenheit. Dabei kann Secondhand beides sein oder nur Secondhand. Alles hängt vom Alter und vom Entwurf ab.

Fazit: Unterschied Vintage – Retro

Vintage und Retro sind demnach zwei grundsätzlich verschiedene Dinge, die aber in jeder Hinsicht viel gemeinsam haben. So wundert es kaum, dass diese Begriffe häufig verwechselt oder sogar gleichbedeutend verwendet werden. Die beiden Begriffe beschreiben den Stil früherer Epochen: Der Begriff Vintage nutzt man auf die ursprüngliche Jahreszeit, in der beispielsweise das Kleidungsstück entstand; der Begriff Retro ist somit auf den Stil bezogen und die Aufmachung, ist aber ein anderer Begriff.

Was bedeutet „autark leben“? Erklärung, Bedeutung, Definition


Autark leben heißt, sich mit lebensnotwendigen Dingen weitgehend selbst zu versorgen. Wer diesen Lebensstil pflegt, möchte sich unabhängig von Systemzwängen machen. Das Ziel besteht in einer größtmöglichen Befreiung aus dem bestehenden Konsumkreislauf. Daher ist es den Verfechtern des autarken Lebens wichtig, so wenig wie möglich neu zu kaufen. Nicht jeder, der autark leben möchte, zielt auf einen Komplettausstieg ab. Die autarke Lebensweise beginnt häufig damit, sich einen eigenen Garten anzuschaffen und dort Obst und Gemüse selbst anzubauen und nicht mehr einkaufen zu müssen.

Was bedeutet „autark leben“? Erklärung, Bedeutung, Definition

Autark zu leben, heißt, sich selbst zu genügen und auf niemanden angewiesen zu sein. Die Bundeszentrale für politische Bildung definiert Autarkie mit einer vollständigen oder teilweisen Eigenversorgung des Haushaltes mit Lebensmitteln und Dienstleistungen. Wer möglichst viele Dinge, die den Alltag ausmachen, selbst produziert, lebt folglich autark.

In Deutschland lebten laut Statistik im Jahre 2020 beinahe 50 Millionen Menschen, denen es wichtig erschien, ein weitgehend unabhängiges und selbstbestimmtes Leben zu führen. Für etwa 40 Millionen Deutsche ist diese Selbstbestimmung gleichbedeutend mit einer Selbstversorgung mit Gütern und Dienstleistungen.

Einige Menschen definieren das autarke Leben auch mit einer kompletten Loslösung von staatlicher Führung und den damit verbundenen Regeln und Vorschriften. Politisch betrachtet, tendiert diese Autarkie jedoch stark zu einer Anarchie. Eine autarke Lebensweise nach diesem Vorbild ist in Deutschland nicht realisierbar. Jeder Bürger benötigt beispielsweise eine Krankenversicherung und ist damit Teil des Systems.

Etliche Bereiche des täglichen Lebens lassen sich autark gestalten. Das Herzstück des autarken Lebens bildet meist ein eigenes Stück Land, auf dem Obst, Gemüse oder Kräuter angebaut werden. Neben dem Selbstversorgergarten steht auch die Haltbarmachung der selbst erzeugten Lebensmittel im Fokus.

Darüber hinaus ist auch die eigene Wasserversorgung Teil einer Autarkie. Hinzu kommen Möglichkeiten, seinen eigenen Strom zu gewinnen und zu speichern.

„Autark leben“: Lebensformen

Das autarke Leben lässt sich im Rahmen verschiedener Lebensformen umsetzen:

  • Single-Haushalt
  • Familie
  • Gemeinschaft
  • Bauernhof
  • Wohnwagen
  • Dorf
  • Stadt

In Deutschland setzt sich der Trend der Ökodörfer durch. In diesen Gemeinschaften leben die Menschen weitgehend autark und profitieren vom Wissen und der Fähigkeiten und Fertigkeiten einer größeren Gemeinschaft. Der soziale Aspekt spielt beim Zusammenleben in Kommunen und alternativen Lebensformen eine große Rolle.

Vorteile: autark leben

Autark zu leben, sollte nicht mit einer Form der Isolation und Abspaltung gleichgesetzt werden. Niemand muss zum Aussteiger werden, wenn er autark leben möchte. Die Lebensform lässt sich heute ganz individuell und vielschichtig gestalten.

Dabei sprechen folgende Vorteile für die autarke Lebensweise:

  • persönliche Freiheit
  • unabhängig machen von wirtschaftlichen Strukturen und Systemen
  • Reduzierung des Konsum- und Leistungsdrucks
  • gesündere Lebensweise
  • stressfreieres Leben
  • Leben in der Gemeinschaft
  • Rückbesinnung auf die Werte der Natur und des einfachen Lebens

Autark leben im Alltag

Das autarke Leben kann im Alltag damit beginnen, weniger Produkte neu zu kaufen. Wer sein eigenes Obst und Gemüse anbaut, wird sich ganzjährlich mit frischen Produkten versorgen können, ohne auf fremde Hilfe angewiesen zu sein.

Niemand muss sein ganzes bisheriges Leben umkrempeln, um autark leben zu können. Es bietet sich an, mit einem Lebensbereich zu beginnen und sich zunächst darauf zu fokussieren. Dabei kann es sich um besagten Garten handeln. Auch eine eigene Hühnerhaltung, Bienenzucht oder die Installation einer Solaranlage auf dem Hausdach sind Schritte in Richtung eines autarken Lebens.

Autark wohnen

Viele Menschen, die autark leben möchten, verlassen ihre gewohnte Wohnumgebung. Wer in einen Bungalow oder Wohnwagen zieht, lernt, sich in Minimalismus zu üben und nur die nötigsten Dinge zu besitzen und zu nutzen. Eine kleinere Wohnfläche benötigt weniger Ressourcen und kostet weniger Energie. Mit Photovoltaik-Speichern kann man sich unabhängig von Stromanbietern machen.

Autark verpflegen

Der Anbau und die Haltbarmachung von Lebensmitteln sind der Grundpfeiler einer autarken Lebensweise. Obst und Gemüse werden auf dem eigenen Land angebaut und anschließend eingekocht, eingelegt, getrocknet oder fermentiert.

Wer ein größeres Stück Land besitzt, kann die Tierhaltung ins Gespräch bringen. Durch die Anschaffung von Hühnern, Gänsen, Enten, Schafen oder Ziegen lässt sich der autarke Speiseplan praktisch grenzenlos erweitern.

Perspektive: Autark leben

Sich von den öffentlichen Systemen weitgehend unabhängig zu machen, ist keine leichte Aufgabe. Das Ziel zu erreichen, kann innerhalb einer Gruppe Gleichgesinnter einfacher erscheinen. Wer in Selbstversorgungsgemeinschaften vom Wissen und Können Dritter profitiert, sollte nicht unterschätzen, dass auch im Ökodorf eine Art Abhängigkeit besteht und sich die Bewohner vom Know-how und der Solidarität anderer abhängig machen

Was bedeutet „Den Wald vor lauter Bäumen nicht sehen“? Erklärung, Bedeutung, Definition


Das heute weitverbreitete Sprichwort „Den Wald vor lauter Bäumen nicht sehen“ hat mehrere Bedeutungen:

Was bedeutet „Den Wald vor lauter Bäumen nicht sehen“? Erklärung, Bedeutung, Definition

Es kommt häufiger vor, dass wir mal etwas suchen, es aber nicht sehen, obwohl es sich in unserer Nähe befindet oder direkt vor unseren Augen liegt. Oftmals hängt es mit fehlender Konzentration zusammen, wenn wir uns mit den Gedanken ganz woanders befinden. Es kann stressbedingt sein, weil wir gerade mal wieder in der Eile sind.

Diese Redewendung bezieht sich darauf, dass wir das Offensichtliche nicht erkennen, obwohl es sich direkt vor uns befindet und wir es sogar anschauen. Es kann sich sowohl auf fassbare Objekte als auch auf Lösungen für einzelne Probleme beziehen oder auf die Antwort auf eine spezifische Frage. Wer hat nicht schon einmal eine Frage gestellt, wo die Antwort klar auf der Hand lag? Oder mal einen Ausweg nicht gesehen, trotz dessen, dass die Lösung klar und deutlich vor uns lag?

Bei diesem Spruch handelt es sich um eine symbolische Blindheit.

Mangel an Übersicht …

Beschäftigen wir uns zu viel mit den Einzelheiten oder Kleinigkeiten der Dinge, verlieren wir leicht die Übersicht über das Große und Ganze. Wir beschäftigen uns zu häufig mit den kleinen Details, sodass wir einfach den Überblick einbüßen oder gar vergessen, worum es eigentlich geht. Nicht immer ist es eines Einzelnen verschulden, denn es gibt Situationen, in denen es sogar erforderlich ist, tiefer auf die Einzelheiten einzugehen. Somit werden wir dazu gezwungen, mehr Zeit mit dem Objekt zu verbringen.

Hier handelt es sich um eine Metapher, wo die Einzelheiten oder Kleinigkeiten jeweils die einzelnen Bäume sind und der Wald ersetzt somit das Objekt selbst. Ob wir uns den Wald von oben oder inmitten der Bäume anschauen, ist unter Berücksichtigung der Perspektive eine Frage des Standorts.

Wir sind mit einem Problem beschäftigt, das tief in uns nagt, und unsere Gedanken sind dadurch vernebelt. Die Bäume sind in diesem Teil des Waldes zu dicht beieinander, als dass man dort jagen könnte.

Daher steht der Ausspruch „Den Wald vor lauter Bäumen nicht sehen“ kurz gesagt für einen Mangel an Übersicht.

Herkunft des Sprichworts „Den Wald vor lauter Bäumen nicht sehen“

Der deutsche Dichter Christoph Martin Wieland (1733-1813) hat diesen Satz häufiger in seinen Schriften verwendet und somit in die Gesellschaft eingeführt, welche diese Redewendung übernommen hat.

Die Redewendung in der Gegenwart

Die Aufmerksamkeitsblindheit, wie es in der Psychologie genannt wird, ist mittlerweile Objekt einer wissenschaftlichen Studie, welche von Psychologen der Universität Utah durchgeführt wurde.

Janelle Seegmiller, eine amerikanische Psychologin, hat einen Aufmerksamkeitstest durchgeführt, an dem 200 freiwillige Studenten teilgenommen haben. Dieser Test stellte sich aus zwei Teilen zusammen. Im ersten Teil wurden den Stunden ein paar Aufgaben gestellt, welche sie zuerst lösen sollten.

Diejenigen, welche den ersten Teil mit mindestens 80 % bestanden, nahmen anschließend an der nächsten Aufgabe teil. In diesem Fall ging es darum, sich ein kurzes Video anzusehen. Die Aufgabe bestand darin zu zählen, wie oft sich die Personen in der Aufnahme einen Ball zuspielten.

Das Ergebnis wies darauf hin, dass 42 % der Teilnehmer einen schwarzen Gorilla übersahen, der kurz im Video erschien. Danach analysierte die Psychologin diese Gruppe etwas näher.

Fazit: die Auffassungsgabe und das Arbeitsgedächtnis sorgen für eine höhere Konzentration. Wer dabei nicht so gut abschneidet, sieht den Wald vor lauter Bäume nicht.

Was bedeutet „Glückssträhne“? Wortherkunft, Erklärung, Bedeutung, Definition


Das Wort Glückssträhne setzt sich aus den beiden Begriffen Glück und Strähne zusammen. Dabei ist unter anderem gemeint, dass jemand mehrmals hintereinander Glück hat. Vor allem in Casinos wird oft von einer Glückssträhne geredet. Gewinnt etwa ein Black Jack Spieler mehrmals hintereinander das Spiel oder in einem ähnlichen Szenario, spricht man von einer Glückssträhne.

Die aufeinanderfolgenden positiven Zufallsereignisse werden als eine Art Aneinanderreihung von Glück angesehen. Da eine Strähne aus mehreren Haaren besteht, stehen diese hier für die Vielzahl der aufeinanderfolgenden Geschehnisse im Falle einer Glückssträhne.

Was ist eine „Glückssträhne“? Erklärung, Bedeutung, Definition

Dabei interpretiert jeder eine Glückssträhne anders. Hat jemand zum Beispiel seinen Lebenstraum eine eigene Familie zu gründen erreicht, könnte man seine vorigen Taten bereits als Glückssträhne ansehen. Diese haben einem immerhin dabei geholfen, seinen Lebenstraum zu erreichen.

Eine Glückssträhne definiert sich also im Grunde individuell, denn jeder empfindet Glück auf seine eigene Art und Weise. Hat ein Teenager etwa eine Glückssträhne in einem Computerspiel, heißt es noch lange nicht, dass es zum Beispiel ein Erwachsener ebenso als Glückssträhne ansehen würde.

In der Computerspielwelt gibt es zum Beispiel in einem Shooter viele verschiedene Begriffe, die laut ertönen, sobald man eine Glückssträhne hat und eine Menge seiner Feinde niederstreckt.

Jemand, der oftmals oder einmal richtig Glück in der Liebe hat oder hatte, könnte ebenso eine Glückssträhne haben.

Beim Wetten gibt es auch Glückssträhnen, die sich im Prinzip in den meisten Fällen sogar über einen sehr langen Zeitraum erstrecken können. Hat jemand zum Beispiel auf mehrere Spiele getippt, müssen diese immerhin erstmal alle gespielt werden, ehe man gewinnen oder verlieren kann. In dieser Zeit hat man dann eine Glückssträhne erwischt, wenn alle Spiele nacheinander gewonnen werden.

Wer einmal ausprobieren möchte, ob er gerade eine Glückssträhne hat, der kann dies auch zu Hause tun. Man nehme hierfür einfach ein Kartenset und versucht nur durch Gespür zu erraten, welche Karten als nächstes aufgedeckt werden. Ist man an diesem Tag besonders intuitiv und hat viel Glück, könnte dies sogar zwei- oder dreimal in Folge geschehen.

Da die Wahrscheinlichkeit hierfür theoretisch sehr gering ist, würde man ganz klar von einer wahren Glückssträhne reden, sobald dies geschieht. Dieser Strähne hat man es dann höchstwahrscheinlich zu verdanken, dass das vermeintlich Unmögliche, eben doch möglich wurde.

Wer es genauer nimmt, könnte das Wort Glückssträhne auch anders erklären. Einige Schamanen und Hexer glauben zum Beispiel auch heute noch daran, dass es Glückssträhnen auch in physischer Form gibt. Wenn etwa blonde, goldene Locken abgeschnitten und in einem bestimmten Ritual verwendet werden, soll dies für mehr Wohlstand in der Familie oder aber eine rosige Zukunft des Betenden sorgen.

Alles in allem ist der Begriff Glückssträhne sehr vielseitig und lässt sich ganz gut erklären. Die kleinen Unterschiede und Eigenheiten einiger Zusammenhänge machen den Begriff zu einer Aneinanderreihung von interessanten Ansichtsweisen. Für einige Menschen würde dieser Umstand bereits als Glückssträhne gelten.

Eine Glückssträhne könnte übrigens auch noch eine Haarsträhne sein, die länger oder kürzer ist als alle anderen und eventuell sogar auch in einer anderen Farbe gefärbt wurde. Diese besondere Strähne könnte man in solch einem Fall ebenso als seine Glückssträhne bezeichnen, die einem den Glauben ans Gewinnen stets vor Augen hält.

Was bedeutet „souverän“? Erklärung, Bedeutung, Definition


„Souverän“ ist ein Wort, das bereits seit dem Mittelalter in Europa verwendet wird. Es leitet sich vom lateinischen Wort „superanus“ ab, was übergeordnet oder herrschend bedeutet. Im Laufe der Jahrhunderte hat das Wort verschiedene Bedeutungen angenommen, aber die grundlegende Vorstellung von Souveränität als einer Art von Macht oder Autorität ist geblieben.

Was bedeutet „souverän“? Erklärung, Bedeutung, Definition

In der Politik wird Souveränität oft als die Fähigkeit eines Staates definiert, seine Angelegenheiten innerhalb seiner Grenzen ohne Einmischung von außen zu regeln. Diese Idee der politischen Souveränität entwickelte sich im 17. und 18. Jahrhundert, als die europäischen Staaten begannen, sich als gegenseitig voneinander unabhängige Nationen zu betrachten.

Die Vorstellung der Souveränität hat sich im Laufe der Zeit weiterentwickelt und kann heute auch auf Organisationen und Individuen angewendet werden. So kann zum Beispiel eine Firma souverän sein, indem sie ihre eigenen Geschäfte regelt und keine Einmischung von außen duldet. Oder eine Person kann souverän sein, indem sie ihr Leben selbstbestimmt lebt und nicht von anderen abhängig ist.

Insgesamt ist Souveränität ein Begriff, der sowohl politische als auch persönliche Bedeutung haben kann. Es ist ein Konzept, das im Laufe der Jahrhunderte entwickelt wurde und heute in vielen Bereichen des Lebens Anwendung findet.

Erklärung und Beispiele, was „souverän“ bedeutet

Souveränität bedeutet, dass eine Person oder eine Gruppe von Menschen die vollständige Kontrolle über ihr Leben und ihre Umgebung hat. Dies bedeutet, dass sie frei sind, ihr Leben so zu gestalten, wie sie es möchten, und dass sie nicht von anderen abhängig sind.

Ein Beispiel für Souveränität ist, wenn jemand selbstbestimmt lebt und keiner anderen Person oder Organisation Rechenschaft schuldig ist. Eine weitere Bedeutung von Souveränität ist die Fähigkeit, selbst für sein Wohlergehen zu sorgen. Dies bedeutet, dass man nicht von anderen abhängig ist und selbst entscheiden kann, was man tun möchte.

Souveränität ist also die Fähigkeit, unabhängig zu sein und selbstbestimmt zu leben.

Unsicherheit als gegenteilige Bedeutung von Souveränität

Wenn wir uns unsicher fühlen, sind wir nicht souverän. Wir zweifeln an uns selbst und unseren Fähigkeiten. Wir fühlen uns unwohl in unserer Haut und haben Angst vor dem, was als Nächstes passieren könnte. In diesem Zustand sind wir anfällig für Fehler und können leicht überwältigt werden.

Souveränität hingegen bedeutet Selbstvertrauen und Stärke. Wir fühlen uns sicher in unserer Haut und wissen, dass wir die Kontrolle haben. Wir haben keine Angst vor dem, was als Nächstes passieren könnte, weil wir vertrauen, dass wir damit umgehen können. In diesem Zustand sind wir ruhig und gelassen, konzentriert und fokussiert.

Die Bedeutung von „souverän“ ist also entscheidend für unsere Fähigkeit, erfolgreich und unabhängig zu sein. Wenn wir unsicher sind, machen wir Fehler. Wenn wir souverän sind, können wir uns auf das konzentrieren, was wirklich wichtig ist.
Dies gilt im eigentlichen politischen Sinne sowie in Bezug auf jedes Individuum.

Schlussfolgerung: Was bedeutet „souverän“?

Souveränität ist ein wichtiger Aspekt der Staatlichkeit. Ein souveräner Staat ist ein unabhängiger Staat, der in der Lage ist, seine eigenen Angelegenheiten zu regeln und seine Bürger vor ausländischer Einmischung zu schützen. Souveränität ist auch ein wichtiges Prinzip der internationalen Beziehungen, das besagt, dass jeder Staat das Recht hat, seine eigenen Angelegenheiten zu regeln und seine territoriale Integrität zu wahren.

Souveränität ist also ein wichtiges Prinzip, das sowohl in der Politik als auch in der Wirtschaft eine zentrale Rolle spielt.

Außerdem hat sich der Begriff im heutigen Sprachgebrauch bereits derart integriert, dass er auch Anwendung im alltäglichen Leben der Menschen findet. So können auch einzelne Menschen oder sogar Tiere souverän sein.

Was bedeutet „das Gesicht wahren“? Erklärung, Bedeutung, Definition


Das Gesicht wahren und seinen Stolz behalten: So ungefähr umschreiben die meisten Menschen ihre Überzeugung, für etwas einzustehen und seine eigenen Interessen zu verteidigen/wahren. Dabei ist auch der eigene Ruf gemeint, welchen man mit sinnlosen Aktionen schnell in Gefahr bringen kann.

Was bedeutet „das Gesicht wahren“? Erklärung, Bedeutung, Definition

Wer sein Gesicht wahrt, achtet vor allem auf seinen öffentlichen Auftritt. Es wird vor allem darauf geachtet, den Respekt seiner Mitmenschen zu behalten.

In Ländern wie etwa Japan, ist das eigene Ansehen und somit das eigene Gesicht etwas ganz Besonderes. Dort geht man in der Regel nämlich vornehmlich höflicher miteinander um, damit niemand sein Gesicht verliert.

Da Japan eine auf Respekt beruhende Kultur hat, ist es in der Gesellschaft schon seit Urzeiten verpönt, sich laut oder unreif in der Gruppe zu verhalten. Wer sich etwa daneben benimmt oder aber eine Wette verliert, hat im Grunde auch zum Teil sein Gesicht nicht vor dem Misserfolg wahren können.

Das Gesicht wahren und den Respekt nicht verlieren

Auch hierzulande sind vor allem Menschen in den oberen Kreisen stets darum bemüht, sich nicht ihr Gesicht nehmen zu lassen. Dies funktioniert am besten, indem gar keine oder nur eine sehr schmale Angriffsfläche geboten wird. Wer etwa seine dreckigen Socken auf Facebook postet und auch wenn es versehentlich geschehen ist, so wird man mit Sicherheit von irgendeinem Spaßvogel alsbald damit konfrontiert werden.

Man muss also ganz gleich wo auch immer man ist und was man macht, stets versuchen sein Gesicht zu wahren. Dies funktioniert am besten, indem man gewisse Regeln aufstellt und sich an diese hält. Manchmal gibt es zum Beispiel Tage, an denen einfach alles schiefläuft, was schieflaufen kann. Hier gilt es sich selbst daran zu erinnern, dass man ruhig bleiben sollte, um sein Gesicht zu wahren und es in aller Öffentlichkeit nicht zu verlieren.

Da sich Menschen vor allem dramatische Szenen sehr gut einprägen, da sie gerne davon berichten (wie aufregend etwas war), sollte man zweimal überlegen, ob ein falsches Preisetikett an unserem Tiefkühlfisch den Ausraster wirklich wert ist. Zum einen können wir somit viele Nerven sparen und zum anderen machen wir uns nicht unnötig zum Gespött der Nachbarschaft. Ist nämlich das Gesicht in nur einer einzigen Situation nicht gewahrt worden, prägen es sich die anderen ganz schön schnell ein.

Dies kann dann zum Beispiel bedeuten, dass man plötzlich gemieden oder schlechter behandelt wird. Der Mensch ist nämlich nach wie vor ein Herdentier und achtet vermehrt auf die Reaktion seiner Umwelt, ehe es sich an seinen eigenen Bedürfnissen und Wünschen orientiert. Aus diesem Grund werden etwa Gerüchte in Büros sehr schnell verbreitet, denn die Herdenmitglieder warnen sich sozusagen gegenseitig vor der entstehenden Unstimmigkeit und Dysbalance in der eigenen Gruppe.

Um sein Gesicht zu wahren, sollten Regeln und Gesetze öffentlich eingehalten werden. Außerdem muss man versuchen, nicht zu schnell auf alles zu reagieren, was um einen herum geschieht. Antwortet man etwa in einem Gespräch mit einem Fremden sofort auf alles, was er einem entgegnet, verliert derjenige früher oder später die Lust an einem weiteren Gesprächsverlauf, da dieser zu monoton einhergeht. Weiterhin sollte man das, was man öffentlich anpreist, auch in die Tat umsetzen. Jemand, der seinen Worten keine Taten folgen lässt, verliert sein Gesicht in der Regel ganz schön schnell.

Was bedeutet „sukzessiv“? Erklärung, Bedeutung, Definition


Der Ausdruck „sukzessiv“ ist ein seit dem 19. Jahrhundert gebräuchliches Adjektiv, das im Deutschen ursprünglich aus dem Lateinischen stammt und sich von „succedere“ ableitet, was so viel wie „nachfolgen“ oder „sich anschließen“ bedeutet. In seiner ursprünglichen Bedeutung bezog sich das Wort auf die räumliche Anordnung von Dingen, insbesondere auf die Reihenfolge, in der sie auftreten. Im Laufe der Zeit hat sich die Bedeutung des Wortes jedoch auf alle möglichen Bereiche des Lebens ausgedehnt.

Was bedeutet „sukzessiv“? Erklärung, Bedeutung, Definition

Heutzutage wird das Wort häufig in Bezug auf Zeit verwendet, um anzuzeigen, dass etwas nacheinander oder hintereinander geschieht. In diesem Zusammenhang kann es entweder einen positiven oder negativen Kontext haben. Ein positives Beispiel wäre, wenn man sagt: „Ich habe sukzessive Fortschritte in meinem Job gemacht.“ Das bedeutet, dass man allmählich immer besser wird und mehr Verantwortung übernimmt. Ein negatives Beispiel wäre hingegen, wenn man sagt: „Ich habe sukzessive Fehler in meiner Arbeit gemacht.“ Das bedeutet, dass man allmählich immer mehr Fehler macht und dadurch immer weiter zurückfällt.

In den letzten Jahren hat sich die Bedeutung von „sukzessiv“ jedoch noch weiter entwickelt und kann inzwischen auch verwendet werden, um anzuzeigen, dass etwas allmählich immer schlimmer wird. Ein Beispiel hierfür wäre, wenn man sagt: „Die sukzessive Zerstörung der Umwelt hat zu einer globalen Erwärmung geführt.“ Das bedeutet, dass die Umweltzerstörung allmählich immer schlimmer geworden ist und letztlich zu einem globalen Problem geführt hat.

Die weitere Anwendung von „sukzessiv“

„Sukzessiv“ ist ein wichtiges Adjektiv, das in vielen Situationen verwendet werden kann. Es bedeutet „nacheinander“, „eins nach dem anderen“ oder „der Reihe nach“.

Wenn Sie etwas nacheinander tun, tun Sie es „sukzessiv“. Zum Beispiel:

Ich habe die E-Mail gelesen und dann den Anhang heruntergeladen. (Zuerst die E-Mail und dann den Anhang.)

Wir haben zuerst die Wohnung gesehen und uns dann für die andere entschieden. (Wir haben uns nicht für beide Wohnungen gleichzeitig entschieden, sondern eine nach der anderen angeschaut.)

Der Vorteil von „sukzessiv“ ist, dass es sehr genau ist. Es beschreibt exakt, was Sie getan haben und in welcher Reihenfolge Sie es taten.

„Sukzessiv“ kann allerdings auch verwendet werden, um etwas zu beschreiben, das allmählich passiert. Zum Beispiel:

Der Preis für Benzin ist in den letzten Monaten sukzessiv gestiegen. (Der Preis ist nicht plötzlich gestiegen, sondern langsam und allmählich.)

Die Arbeitslosigkeit in unserem Land ist leider sukzessiv angestiegen. (Die Arbeitslosigkeit ist nicht plötzlich angestiegen, sondern hat sich schleichend erhöht.)

In diesem Fall beschreibt „sukzessiv“ einen Prozess, der langsam aber sicher voranschreitet.

Gegenteil von „sukzessiv“

Im Gegensatz zu sukzessiv kann das Wort „simultan“ verwendet werden, wenn zwei oder mehr Dinge gleichzeitig stattfinden. Dieser Begriff beschreibt, dass zwei Dinge zur selben Zeit existieren oder passieren. Zum Beispiel: „Ich mache Kaffee, während ich dusche.“ In diesem Satz finden die beiden Aktionen gleichzeitig statt und nicht nacheinander.

Fazit: Was bedeutet „sukzessiv“?

Die Bedeutung von „sukzessiv“ ist vielschichtig. In erster Linie beschreibt es einen Prozess, der schrittweise oder in Etappen voranschreitet. Es kann aber auch verwendet werden, um etwas zu unterstreichen, was allmählich geschieht oder was sich über einen bestimmten Zeitraum entwickelt. Im Allgemeinen wird die Verwendung von „sukzessiv“ positiv bewertet, da es den Fortschritt oder die Entwicklung betont. Allerdings kann es in bestimmten Kontexten auch negativ sein, zum Beispiel wenn es darum geht, dass etwas langsam vorankommt oder sich nicht so entwickelt, wie man es gerne hätte.

Was bedeutet „lapidar“? Erklärung, Bedeutung, Definition


„Lapidar“ ist ein literarischer Stil, der sich durch klare, präzise Sprache und eine kühle, sachliche Ausdrucksweise auszeichnet. Der Begriff stammt aus dem Lateinischen und bedeutet „steinern“, „graviert“. In der Literatur wird „lapidar“ oft als Gegensatz zu „pathosvoll“ oder „emotional“ verwendet.

Was bedeutet „lapidar“? Erklärung, Bedeutung, Definition

Der lapidare Stil findet häufig in der Sachliteratur Anwendung, da er einen klaren und unverstellten Blick auf die Dinge ermöglicht. Auch in der Wissenschaft wird dieser Stil geschätzt, da er Objektivität und Präzision vermittelt. In der Kunst wird der lapidare Stil oft bei Stillleben oder Landschaften eingesetzt, um die Ruhe und Schönheit des Motivs zu betonen.

„Lapidar“ kann aber auch negativ konnotiert sein und als Synonym für „kalt“, „gefühllos“ oder „unpersönlich“ verwendet werden.

Es ist ein schlichter, klarer Stil, der sich auf das Wesentliche konzentriert. Dabei gibt es keine unnötigen Wörter oder Details, die den Leser ablenken würden. Stattdessen wird jedes Wort so gewählt, dass es seinen Zweck erfüllt und die Aussage verstärkt.

Dieser Stil ist besonders effektiv, wenn es darum geht, komplexe Themen zu vermitteln, da er die Essenz des Arguments klar und deutlich hervorhebt. Lapidar ist auch ein sehr direkter Stil, der keine Rätsel aufgibt oder Interpretationen zulässt – was du siehst, ist was du bekommst.

Geschichte und Wortherkunft: lapidar

Der deutsche Sprachbereich ist seit jeher von einer enormen Vielfalt an Dialekten und idiomatischen Redewendungen geprägt. Diese Vielfalt ist auch ein wesentliches Merkmal der deutschen Sprache und Kultur. In den letzten Jahren hat sich die deutsche Sprache jedoch immer mehr vereinheitlicht, was vor allem auf die zunehmende Mobilität der Menschen und die Globalisierung zurückzuführen ist.

Das Wort „lapidar“ wurde ursprünglich von den Römern verwendet und bezeichnete einen kurzen, prägnanten Ausspruch oder eine klare, präzise Aussage. In der deutschen Sprache hat es seit dem 19. Jahrhundert Eingang gefunden und wird seitdem häufig in der Literatur und in der Alltagssprache verwendet.

Lapidar kann sowohl für positive als auch für negative Aussagen verwendet werden. In vielen Fällen beschreibt es eine Aussage, die so offensichtlich ist, dass sie nicht weiter erklärt werden muss. Oft wird es auch verwendet, um eine bestimmte Aussage hervorzuheben oder zu betonen.

Im letzten Jahrhundert hat sich das Wort „lapidar“ jedoch auch negativ entwickelt. Viele Menschen verwenden es heutzutage, um andere Menschen herabzuwürdigen oder zu kritisieren. So wird der Begriff häufig fehlinterpretiert und als etwas Unzureichendes oder im Sinne von „nicht genügend“ verwendet.

Verwendung und Beispiele: lapidar

Das Wort „lapidar“ wird häufig in der Literatur verwendet, um einen klaren, präzisen und eleganten Schreibstil zu beschreiben. In vielen Fällen wird es auch als Synonym für „kühl“ oder „unbeteiligt“ verwendet. Der Begriff kann jedoch auch auf einen bestimmten Ausschnitt eines Textes angewendet werden, der besonders elegant oder prägnant ist.

Einige bekannte Beispiele für die Anwendung des Begriffs „lapidar“ sind:

– Der Roman „Die Elixiere des Teufels“ von E.T.A. Hoffmann wird oft als ein hervorragendes Beispiel für einen lapidaren Schreibstil bezeichnet.

– In seinem Gedicht „To His Coy Mistress“, spricht der englische Dichter Andrew Marvell von der Vergänglichkeit der Schönheit und Jugend und verwendet dabei einen sehr lapidaren Tonfall.

– Auch der berühmte deutsche Dichter Johann Wolfgang von Goethe hat in seinem Werk „Faust“ den Begriff „lapidar“ verwendet, um eine besonders elegante Stelle zu beschreiben.

Viele Menschen verbinden das Wort „lapidar“ jedoch mit etwas Schlechtem oder Unzureichendem. Dies ist allerdings ein Trugschluss. „Lapidar“ kann viel mehr als eine positive Eigenschaft bezeichnet werden. Jemand, der „lapidar“ ist, verfügt über eine klare, präzise und sachliche Ausdrucksweise. Er oder sie ist in der Lage, komplexe Sachverhalte verständlich und anschaulich darzustellen.

Was bedeutet „Selbst ist die Frau“? Erklärung, Bedeutung, Definition


„Selbst ist die Frau“ ist eine Aussage, der man im Alltag in sehr unterschiedlichen Situationen begegnet, die jedoch üblicherweise bedeutet, dass eine Frau etwas selbst erledigen kann und dazu keine Hilfe benötigt oder möchte. Auffällig an dieser Redewendung ist der Satzbau, welcher auf den ersten Blick unnatürlich erscheint. Eigentlich würde man am Anfang eines solchen Satzes ein beschreibendes Adjektiv erwarten. Das könnte zum Beispiel ein Adjektiv wie selbstständig in der Aussage „Selbstständig ist die Frau“ sein. Bei dem Wort „selbst“ handelt es sich jedoch um ein Pronomen.

Woher kommt der Ausdruck „Selbst ist die Frau“?

Die bis heute gebräuchliche Redensart „Selbst ist die Frau“ entstand in den 60er Jahren aus der damaligen Frauenbewegung heraus. In dieser Zeit brachen Frauen stark mit den ihnen auferlegten Rollenklischees und eroberten für sich neue Lebensbereiche. Damals schwang dem Ausdruck „Selbst ist die Frau“ immer eine Bedeutung mit, welche auf die Unabhängigkeit der Frauen von Männern hinwies. Statt bei einem handwerklichen Problem im Haushalt den eigenen Mann oder einen Handwerker um Hilfe zu bitten, nahmen Frauen selbst das Werkzeug in die Hand und erledigten die Aufgabe. Trotz des zeitlichen Zusammenhangs wurde der Ausdruck jedoch nicht in einem feministischen Kontext instrumentalisiert. Er galt vielmehr als Ausdruck des Selbstbildes einer starken, eigenständigen und modernen Frau, welche Aufgaben ohne fremde Hilfe – weder der eines Mannes, noch der anderer Frauen – erledigte.

Der eigentliche Ursprung reicht allerdings deutlich weiter zurück, denn die Aussage „Selbst ist die Frau“ ist genau genommen eine Abwandlung der deutlich älteren Redensart „Selbst ist der Mann“. Diese wurde erstmals in Goethes Faust II verwendet und fand anschließend Einzug in den allgemeinen Sprachgebrauch.

Was bedeutet „Selbst ist die Frau“? Erklärung, Bedeutung, Definition

Bis heute wird die Aussage „Selbst ist die Frau“ nur selten in einem feministischen Kontext verwendet. Vielmehr ist sie ein Synonym für ein eigenverantwortliches Handeln von Frauen. Besonders Frauen mit einem selbstbewussten Charakter nutzen diese Aussage für sich. Sie bringen damit zum Ausdruck, dass sie unabhängig von fremder Hilfe Herausforderungen angehen und Probleme lösen. Dabei kann es sich um handwerkliche oder andere alltägliche Themen, aber auch um soziale oder emotionale Themen handeln.

Während sich die Aussage meistens auf die Sprecherin selbst bezieht und ihr eigenes Handeln beschreibt, kann sie auch als Ermutigung für andere Frauen genutzt werden. Dann ist sie als eine Art liebevolle und unterstützende Aufforderung, eine Sache selbst in Angriff zu nehmen, zu verstehen. Dazu muss die Aussage übrigens nicht von einer anderen Frau kommen, sondern kann durchaus auch von einem Mann geäußert werden.

Fazit: „Selbst ist die Frau“ als Aussage fernab des Geschlechterkampfs

Die Botschaft der Redensart „Selbst ist die Frau“ ist ganz klar, dass eine Frau ohne Hilfe von außen ein Problem in Angriff nimmt oder eine Aufgabe erledigt. Sie entstand zwar zeitgleich mit der feministischen Bewegung der späten 60er Jahre, wurde jedoch nicht als Parole des Geschlechterkampfs genutzt. Vielmehr macht sie keine Unterscheidung zwischen Mann und Frau, wenn es darum geht, dass eine Frau Dinge ohne Hilfe anderer Personen bewältigen kann und sich eine eigenständige Problemlösung zutraut.

Was bedeutet „Eselsbrücke“? Woher kommt der Ausdruck? Erklärung, Bedeutung, Definition


Eine Eselsbrücke ist keine Brücke, die einem Tier, nämlich dem Esel dienen würde. Vielmehr handelt es sich bei einer Eselsbrücke um eine Art Gedächtnisstütze, die dem Menschen dabei hilft sich an etwas zu erinnern. Das kann im Detail verschiedene Dinge betreffen. Zum Beispiel wichtige Informationen, die man immer wieder benötigt, wie ein Passwort, oder aber auch Lerninhalte für eine Prüfung, die in der Zukunft absolviert werden muss. Auch beim Erlernen von Fremdsprachen sind Eselsbrücken sehr beliebt, um sich Vokabeln der fremden Sprache besser einprägen zu können.

Warum heißt die Eselsbrücke eigentlich Eselsbrücke? Erklärung

Der Begriff der Eselsbrücke hat seinen Ursprung im Verhalten des besagten Tieres. Esel sind dafür bekannt, dass sie ihren eigenen Kopf haben. Man sagt auch Esel seien störrische und überaus eigensinnige Tiere. Das bedeutet in der Realität, dass der Esel nichts tun würde worauf er keine Lust hat, auch wenn man ihn noch so sehr darum bittet. Dazu kommt, dass Esel, auch wenn ihnen seit Jahrhunderten das Gegenteil unterstellt wird, sehr schlaue und intelligente Tiere sind.

Wenn sie also zum Beispiel einen Bach oder Fluss überqueren sollen, sagt ihnen ihre Intelligenz, dass dies ein gefährliches Unterfangen ist. Schließlich kann man vom Ufer aus nicht sehen wie tief das Wasser sein wird. Ein Esel wählt dann die Alternative lieber dort zu bleiben wo er ist, um sich selbst nicht ohne Not in Gefahr bringen zu müssen. Steht jedoch eine Brücke bereit, die den Bach oder Fluss überspannt, dann wird der Esel immer die sichere Variante wählen und über die Brücke gehen, um ans andere Ufer zu gelangen.

Was passiert mit dem Esel, wenn nicht durch Zufall bereits eine Brücke vorhanden ist?

Nun ist jedoch leider nicht davon auszugehen, dass bei jeder notwendigen Überquerung eines Baches oder Flusses auch eine Brücke bereitsteht, die der Esel sicher überqueren kann. Da Esel Nutztiere sind und in früheren Zeiten häufig als Lastentiere zum Warentransport eingesetzt wurden, war es für ihre Führer jedoch unerlässlich die Esel dazu zu bringen viele Wasserläufe zu passieren. Deshalb bauten sie nicht selten kleine Behelfsbrücken für ihre Transporttiere, um sie zu animieren weiter zu gehen und Wasser zu überqueren. Letztendlich haben diese Eselsbrücken eine Hilfsfunktion ausgeführt, die zwei Bereiche miteinander verbunden haben. Und genauso verhält es sich auch mit den gedanklichen Eselsbrücken.

Gibt es den Begriff der Eselsbrücke nur im Deutschen?

Der Begriff der Eselsbrücke ist nicht nur aus dem deutschen Sprachraum bekannt. Auch in anderen Sprachen wird das Bild der provisorischen Eselsbrücke benutzt, um zu beschreiben, wie man über einen aktiv konstruierten Umweg ans Ziel gelangen kann. Die Franzosen nennen die Eselsbrücke zum Beispiel guide-âne, wobei âne dem deutschen Wort Esel entspricht und guide als Führer wiedergegeben werden kann. Im Englischen kennt man die donkey-bridge. Hierbei handelt es sich um eine direkte Übersetzung der Eselsbrücke, denn donkey bedeutet Esel und bridge heißt Brücke.

Einige bekannte Beispiel für Eselsbrücken

Viele kennen aus dem Geschichtsunterricht noch den Merkspruch: Sieben, fünf, drei – Rom schlüpft aus dem Ei. Dieser wird seit etlichen Jahren dazu eingesetzt, um Schülern die Jahreszahl der römischen Stadtgründung, nämlich das Jahr 753 vor Christus, fest im Gedächtnis zu verankern. Schon in der Grundschule lernen deutsche Schüler darüber hinaus diesen Spruch: Im Osten geht die Sonne auf, im Süden nimmt sie ihren Lauf, im Westen wird sie untergehen, im Norden ist sie nie zu sehen. Mit dieser Eselsbrücke merken sich die Kinder ganz einfach welchen Lauf die Sonne in einem Zeitraum von 24 Stunden unternimmt.

Gibt es nur offizielle Eselsbrücken?

Neben den genannten Merksprüchen, die fast alle aus dem Unterricht kennen, benutzen viele Menschen auch selbst erfundene Eselsbrücken. Zum Beispiel kann es möglich sein sich das lateinische Wort unda, das Welle bedeutet folgendermaßen zu merken: Vielleicht hat man eine alte Tante namens Gunda, die seit ehedem ihre Frisur als Dauerwelle trägt. Denkt man dann an die Tante Gunda mit der unda, hat man sich das lateinische Wort für Welle ganz leicht im Gedächtnis verankert. So funktioniert die Arbeit mit Eselsbrücken.

Was bedeutet „subsidiär“? Erklärung, Bedeutung, Definition


Subsidiär bedeutet „unterstützend“. Damit sind dauerhafte und vorübergehende unterstützende Maßnahmen gemeint. Der Begriff leitet sich vom lateinischen subsidium (Hilfsmittel, Beistand) ab. Das Substantiv dazu ist Subsidiarität.

Beispielverwendungen von subsidiär

  • Die Garage war subsidiär die erste Produktionsstätte des Start-ups.
  • In einer Krise können Steuergelder subsidiär das Überleben von gesunden Unternehmen sichern.
  • Sollte einem Flüchtling in seinem Herkunftsland ernsthafter Schaden drohen, erhält er subsidiären Schutz, auch wenn sein Asylantrag abgelehnt wurde.

Was ist Subsidiarität? Erklärung, Bedeutung, Definition

Die Maxime der Subsidiarität zielt auf die Unterstützung von Individuen im Notfall bei Wahrung von deren Selbstbestimmung und Eigenverantwortung. Das davon abgeleitete Subsidiaritätsprinzip besagt, dass staatliche Institutionen dann regulativ eingreifen, wenn dies erforderlich ist. Die Unterstützung soll so hoch wie nötig, aber nur so niedrig wie möglich ausfallen. Föderale Bundesstaaten, darunter Deutschland, die Schweiz, Österreich und die USA, sowie der föderale Staatenbund der EU nutzen dieses Prinzip als zentrales Element ihres Handelns. Es gehört zu den ordnungspolitischen Konzepten der sozialen Marktwirtschaft.

Ausgestaltung des Subsidiaritätsprinzips

Für die Ausgestaltung bestimmen die Staaten eine genaue Rangfolge ihrer Zuständigkeiten. Diese folgt dem Prinzip des Vorrangs von unteren Ebenen. Erst wenn eine untere Ebene eine Aufgabe nicht lösen kann, greift die nächsthöhere Ebene subsidiär ein. Hierfür gibt es zwei prinzipielle Gründe:

  • Die untere Ebene kann die Aufgabe gar nicht oder nur unter erheblichen Schwierigkeiten und Kosten lösen.
  • Die Kooperation zwischen den Ebenen ergibt einen klaren Mehrwert.

Zum Subsidiaritätsprinzip gehört auch, dass die unterstützende Ebene ihre Hilfe niemals verweigert. Sie leistet dennoch vorrangig Hilfe zur Selbsthilfe. Damit orientiert sich das Prinzip an anderen Grundsätzen, so an dem der Verhältnismäßigkeit und an der Pareto-Optimierung. Letztere bedeutet, dass mit den Unterstützungsmaßnahmen ein bestmöglicher Zustand anzustreben ist, der sich nicht hinsichtlich einer bestimmten Zieleigenschaft weiter verbessern lässt, ohne eine andere Eigenschaft verschlechtern zu müssen. Seinen Namen hat das Pareto-Optimum vom Soziologen und Ökonomen Vilfredo Pareto (1848 – 1923).

Für die Staatsführung bedeutet das Subsidiaritätsprinzip das Dienen des Staates gegenüber seinen Bürgern. Es rechtfertigt seine Existenz, weil es konkrete Mehrwerte schafft (sogenannte Output-Legitimität des Staates).

Keinesfalls soll der demokratische Staat Aufgaben übernehmen, die andere Akteure wie Selbstverwaltungskörperschaften, gesellschaftliche Vereinigungen, Unternehmen und Bürger*innen selbst in gleicher Qualität oder sogar besser erledigen können. Dadurch schafft das Subsidiaritätsprinzip einen Handlungsvorrang für nachgeordnete Einheiten und eine Unterstützungspflicht für übergeordnete Organisationen.

Subsidiäre Staatsorganisation

Staatsorganisatorisch wird das Subsidiaritätsprinzip als abgestufte Ordnung höherer und niedriger Regelungsbefugnisse verwirklicht. Zu diesen gehört auch die Privatautonomie. In dieser Kompetenzordnung erhalten die übergeordneten Instanzen den Staat funktionsfähig, indem sie für die nachgeordneten Akteure die Handlungsspielräume bestimmen. Sie steuern deren Handeln als „Steuerung der Selbststeuerung“.

Nachgeordnete Instanzen handeln damit initiativreich und eigenverantwortlich. Das Gesamtsystem bleibt lernfähig. Die Gesetzgebungskompetenz funktioniert subsidiär, indem beispielsweise in Deutschland die Länder für bestimmte Belange (wie die Bildung) grundsätzlich zuständig sind (Artikel 70 GG Zuständigkeit der Länder) und es eine kommunale Selbstverwaltung gibt (Artikel 28 Absatz 2 GG).

Andererseits hat die gesetzgeberische Kompetenz des Bundes Geltungsvorrang (Artikel 31 GG). Wenn eine Gemeinde, Kommune oder ein Bundesland bestimmte Maßnahmen eigenständig bewältigen können, sollen diese dort beschlossen werden. Es gibt noch mehr untergeordnete Ebenen, so beispielsweise Berufsverbände, Religionsgemeinschaften und zuletzt einzelne Personen. Das Subsidiaritätsprinzip gewährleistet die Freiräume für eine pluralistische Gesellschaft.

Seit wann gibt es subsidiäre Organisationen?

Ideengeschichtlich reicht das Subsidiaritätsprinzips in die Zeit ab der Reformation zurück. Sein Ursprung war die calvinistische Konzeption des Gemeinwesens. Bekannt ist die Aufhebung des zentralistischen katholischen Kirchenrechts durch die Synode im ostfriesischen Emden, die 1571 zum neuen Kirchenrecht entschied, dass Entscheidungen auf der niedrigsten Ebene zu treffen sind. Johannes Althusius übernahm 1603 diesen subsidiären Gedanken in seine ständische Staatslehre, die Politica Methodice digesta, die vom politischen Calvinismus geprägt wurde.

Demnach sollte die Gesellschaft in Form von abgestuften, miteinander verbundenen Gruppen funktionieren, die jeweils eigene Aufgaben zu erfüllen haben. In gewissen Bereichen seien sie dann auf subsidium (Unterstützung) einer übergeordneten Gruppe angewiesen. Diese Unterstützung solle aber nur bei Bedarf einsetzen. Auch solle die übergeordnete Gruppe in keinem Fall die Aufgabe der nachrangigen Gruppe völlig übernehmen. Diese Lehre hat Althusius in Emden als Stadtsyndikus zwischen 1604 und 1638 praktiziert. Ab 1891 ging das Subsidiaritätsprinzip in die Soziallehre der katholischen Kirche ein und wurde in der Enzyklika „Rerum Novarum“ manifestiert. Sie hat freilich philosophische Vorläufer in der Antike, weshalb sich die Autoren auf Aristoteles und Thomas von Aquin beriefen. Es trat eine der katholischen Staatstheorie ein, die päpstlich zentralistische Auffassung vom Staatswesen wurde aufgegeben. Diese hatte zuvor über fast zwei Jahrtausende postuliert, dass der Staat von einem Monarchen mit des Papstes Segen gelenkt werde, der über göttliche Rechte verfüge.

Papst Pius XI. formulierte 1931 in seiner Sozialenzyklika Quadragesimo anno das Subsidiaritätsprinzip klassisch als Gesellschaftsansatz, der den seinerzeit vorherrschenden Tendenzen des Totalitarismus in Europa entgegenstand. Nach dieser Sozialenzyklika sollte das Individuum mitsamt seiner persönlichen Leistungsfähigkeit der Maßstab des Handelns sein, während das überindividuelle Handeln zu begrenzen sei. Der deutsche Jesuitenpater Oswald von Nell-Breuning vertrat vehement das Subsidiaritätsprinzip. Er berief sich auf die Sozialenzyklika von Pius XI., die er als „höchst bedeutenden sozialphilosophischen Grundsatz“ bezeichnete. Seiner Auffassung nach sollte nichts, was ein einzelner Mensch aus eigener Initiative leisten kann, diesem entzogen werden. Hilfe von oben solle er nur bei Bedarf bekommen. Laut von Nell-Breuning ist jedwede Gesellschaftstätigkeit ihrem Wesen nach subsidiär und unterstützt damit den Sozialkörper.

Aufnahme in das Staatswesen

Das Subsidiaritätsverständnis der Kirche wurde im 19. Jahrhundert ins weltliche Staatswesen von liberalen Staaten aufgenommen. Es wurde ein liberales Subsidiaritätsprinzip formuliert, das die Sicherung der eigenen Existenz dem einzelnen Individuum übertrug, das den Staat nur bei Bedarf in Anspruch nehmen soll. Die Verantwortlichkeit staatlicher Stellen sei demnach subsidiär nachrangig. Auch soziale Probleme sollen vorrangig durch private Organisationen und nicht durch den Staat gelöst werden. Parallel dazu entwickelte sich das katholische Subsidiaritätsprinzip weiter. Wichtige Protagonisten waren Franz Hitze und Wilhelm Emmanuel von Ketteler. Nach den Revolutionsjahren 1848/49 bildeten sich auf Basis des Katholizismus Parteien, es entstand die moderne katholische Soziallehre. Auf der Basis des Subsidiaritätsprinzips entwickelte sich das katholische Sozialdenken weg vom vorherigen fundamentalistischen Antikapitalismus hin zum pragmatischen Reformieren. Die Ansätze wirken bis heute sowohl in der Kirche als auch in der modernen Staatsorganisation nach.

Was bedeutet „extrovertiert“? Erklärung, Bedeutung, Definition


Extraversion ist ein Persönlichkeitsmerkmal, das sich in der Art und Weise manifestiert, wie Menschen mit anderen interagieren. Extrovertierte sind geselliger und redseliger als introvertierte Menschen und ziehen es vor, in der Gesellschaft anderer zu sein.

Historische Wurzeln des Begriffs extrovertiert: Wortherkunft

Der Ausdruck „extrovertiert“ wurde erstmals im Jahr 1910 von dem britischen Psychologen C. G. Jung in seinem Buch „Psychologische Typen“ verwendet. Er beschrieb damit Menschen, die sich stärker von äußeren Reizen angezogen fühlen und mehr auf soziale Kontakte ausgerichtet sind. Die Gegenpolart zum extrovertierten Typus ist der introvertierte Typ, der sich eher von inneren Reizen leiten lässt und weniger sozial orientiert ist.

Jung sah dieses Persönlichkeitsmerkmal eher nachteilig.

Heutzutage wird der Begriff „extrovertiert“ jedoch häufig positiv betrachtet. Schließlich gelten Menschen, die als extrovertiert bezeichnet werden, oft als selbstbewusst, kontaktfreudig und aktiv.

Was bedeutet „extrovertiert“? Erklärung, Bedeutung, Definition

Jungs Definition des extrovertierten Typs hat sich bis heute weitgehend gehalten. Doch sie wurde in den letzten Jahren durch neuere Forschungen und Erkenntnisse ergänzt und präzisiert. So haben Wissenschaftler festgestellt, dass Menschen, die sich als extrovertiert bezeichnen, tatsächlich über ein höheres Maß an sozialer Orientierung verfügen. Sie neigen dazu, mehr Freunde zu haben und sind häufiger in sozialen Aktivitäten involviert. Außerdem zeigen sie häufiger positive Emotionen wie Freude oder Begeisterung und reagieren stärker auf äußere Reize.

Extrovertierte Menschen gelten daher oft als lebhafter und offener als introvertierte Menschen. Sie werden oft als geselliger und umgänglicher wahrgenommen und haben meist keine Schwierigkeiten, neue Leute kennenzulernen. Aufgrund ihrer sozialen Orientierung suchen sie häufig den Austausch mit anderen und neigen dazu, ihre Gedanken und Gefühle offen zu teilen. Dies kann für introvertierte Menschen anstrengend sein, da sie es gewohnt sind, mehr nach innen gerichtet zu sein.

Extrovertiert oder introvertiert: keine absoluten Kategorien

Insgesamt ist es wichtig zu beachten, dass die Eigenschaften „extrovertiert“ und „introvertiert“ keine absoluten Kategorien sind. Vielmehr handelt es sich um Pole auf einer Skala, sodass jeder Mensch auf einem bestimmten Punkt innerhalb dieser Bandbreite anzusiedeln ist. Es ist also völlig normal, dass jeder Mensch sowohl extrovertierte als auch introvertierte Züge hat. Je nach Situation und Kontext können sich diese Züge mehr oder weniger stark manifestieren.

Vor- und Nachteile einer extrovertierten Persönlichkeit

Wesentliche Vorteile von extrovertierten Persönlichkeiten sind:

  • Sie sind gesellig und kontaktfreudig.
  • Sie haben keine Probleme, neue Leute kennenzulernen oder in sozialen Situationen aufzutreten.
  • Sie bringen andere Menschen zum Lachen und sind allgemein beliebt.
  • Extrovertierte Menschen sind energiegeladen und motiviert.
  • Sie sind meist optimistisch und positiv gestimmt.

Nachteile einer extrovertierten Persönlichkeit sind hauptsächlich:

  • Extrovertierte Menschen können leicht überstimuliert werden und neigen daher dazu, unruhig und angespannt zu sein.
  • Sie können andere Menschen mit ihrer Offenheit und Geselligkeit überfordern.
  • Extrovertierte Menschen reden oft, ohne nachzudenken, was zu unbedachten Äußerungen führen kann.

Zum Vergleich: Vorteile und Nachteile einer introvertierten Persönlichkeit

Introvertierte Menschen sind in der Regel ruhig und gelassen. Dies hat folgende Vorteile:

  • Sie neigen dazu, nachzudenken, bevor sie sprechen oder handeln, was bedeutet, dass sie selten etwas Unüberlegtes tun oder sagen.
  • Introvertierte Menschen sind in der Regel gut organisiert und strukturiert.
  • Viele erfolgreiche Unternehmer sind introvertiert – ihre Fähigkeit, ruhig zu bleiben und logisch zu denken, ist oft ein großer Vorteil in hektischen Situationen.
  • Introvertierte Menschen neigen dazu, tiefgründiger und reflektierter zu sein als extrovertierte Menschen.
  • Sie genießen meistens die Gesellschaft von ein paar engen Freunden oder Familienmitgliedern statt von vielen Menschen.

Die Nachteile einer introvertierteren Persönlichkeit sind:

  • Introvertierte Menschen haben oft Schwierigkeiten, neue Leute kennenzulernen oder in soziale Situation zu gehen.
  • Viele introvertierte Menschen wirken auf andere als schüchtern oder unsicher.
  • Introvertierte Menschen können leicht überfordert werden, wenn sie zu viel Zeit in Gesellschaft verbringen müssen. Dies kann dazu führen, dass sie müde oder gestresst wirken.
Was bedeutet „äquivalent“? Erklärung, Bedeutung, Definition


Bei dem Begriff „äquivalent“ handelt es sich um ein Adjektiv, das sich aus dem Lateinischen ableiten lässt. „Aequivalens“ ist ein mittellateinisches Wort, das sich wiederum aus zwei Wörtern zusammensetzt: „aequus“, was „gleich“ bedeutet, sowie „valere“, was „wert sein“ bedeutet. In die deutsche Sprache kann man „äquivalent“ also mit so viel wie „gleichwertig“ übersetzen. Im Folgenden werden einige weitere Beispiele aufgeführt, welche anderen Wörter man anstatt „äquivalent“ benutzen kann.

Was bedeutet „äquivalent“? Synonyme

Um ein besseres und tieferes Verständnis dafür zu bekommen, wie man das Wort „äquivalent“ verwenden kann, ist es sinnvoll, sich einige Synonyme anzusehen. Passende Begriffe, die das gleiche bedeuten, sind hier zum Beispiel „von entsprechendem Wert“, „von gleichem Wert“, „entsprechend“, „angemessen“, „identisch“, „gleichartig“, „gleichwirkend“ oder „sehr ähnlich“.

Wann und wie wird der Begriff „äquivalent“ benutzt? Verwendung

Das Adjektiv „äquivalent“ wird häufig und vor allem dann zum Einsatz gebracht, wenn es um das Benennen oder Beschreiben von Vergleichen geht.

Aber auch in den Naturwissenschaften, wie zum Beispiel in der Chemie oder der Mathematik, wird das Wort des Öfteren verwendet. So stolpert man hier relativ häufig über den Begriff der „äquivalenten Mengen“. Darunter kann man alltagssprachlich und leichter ausgedrückt verstehen, dass mehrere Mengen die gleiche Mächtigkeit besitzen. Auch Elemente aus einer Menge, die Elementen aus einer anderen Menge zweifelsfrei zugeordnet werden können, werden im Fachterminus als „äquivalente Mengen“ bezeichnet.

Beispiele für die Verwendung des Adjektivs „äquivalent“

In den nachfolgenden Zeilen werden Sätze angeführt, die den Begriff „äquivalent“ enthalten, und die deutlich machen sollen, in welchem Kontext das Adjektiv verwendet werden kann.

„Wenn zwei Aussagen äquivalent sind, dann bedeutet das, dass beide dasselbe meinen und weiterhin, dass sie jeweils durch die andere Aussage ausgetauscht werden könnten, ohne dass sich der Sinn des Gesagten verändern würde.“

„Die in Deutschland vergebene Note 1 ist äquivalent zu der in Amerika vergebenen Note A.“

„Um der Gender-Pay-Gap entgegen zu wirken, sollte das Gehalt von Frauen äquivalent zum Gehalt von Männern sein.“

„‚Äquivalent‘ und ‚von gleichem Wert‘ sind zwei äquivalente Ausdrücke.“

„Um die Vergleichbarkeit internationaler Universitäts- und Hochschulabschlüsse von Studienabgängern zu gewährleisten, sollten die Studienprogramme aller Hochschulen äquivalent zueinander sein.“

„Bei vorzeitigem Ausstieg aus diesem Vertrag ist von Ihrer Seite aus für einen äquivalenten Schadensersatz auf zu kommen.“

„Von Seiten der Innenministerin wurde zugesichert, dass ihre Partei sich für mindestens zwei Tage für Beratungsgespräche zurückziehen werde, um dann mit einer äquivalenten Aussage antworten zu können.“

Was bedeutet „äquivalent“? Definition, Erklärung, Fazit

Zusammenfassend lässt sich also festhalten, dass das Adjektiv „äquivalent“ aus der mittellateinischen Sprache stammt und gleich zu setzen ist mit dem Begriff „gleichwertig“. Dies ist allerdings bei weitem nicht die einzige mögliche Übersetzung. Unter dem Abschnitt „Synonyme“ sind die meisten gleichbedeutenden Wörter aufgeführt.

Verwendung findet das Wort immer dann, wenn man vergleichende Sachverhalte benennen möchte. Außerdem wird das Adjektiv in der Mathematik oder der Chemie verwendet. Es gibt zahlreiche Beispiele, die versuchen deutlich zu machen, in welchen Kontexten das Adjektiv zum Einsatz kommt. Dabei sind sowohl alltagssprachliche als auch speziellere Bezugsrahmen denkbar.