Was bedeutet “Layla”? Bedeutung, Definition, Erklärung


“Layla” ist ein Frauennamen, der Name mehrerer Lieder und einer Stadt. Mehr über den Namen “Layla” erfährst du in diesem Beitrag.

Bedeutung vom Vornamen Layla

Der Vorname “layla” stammt aus dem arabischen und  bedeutet wortwörtlich auf deutsch “(die) Nacht”.

In der finnischen Sprache bedeutet Layla “die Weise”.

Weitere Schreibweisen: Leyla, Laila, Leila, Lejla, Lajla

Layla: DJ Robin & Schürze (Lied, Inhalt, Lyrics, Urheber)

“Layla” ist ein Lied von DJ Robin & Schürze. Es wurde am 25. März 2022 veröffentlicht.

Im Lied “Layla” geht es darum, dass zwei Süddeutsche aus dem Schwarzwald in Südeuropa einen mysteriösen Mann treffen. Dieser Mann erzählt ihnen von einer besonders schönen Frau namens “Layla”.

Diese “Layla” ist die Puffmama des Freudenhauses des Mannes. Er beschreibt sie mit folgenden Worten: “Sie ist schöner, jünger, geiler” sowie “Die wunderschöne Layla”.

Der Refrain geht: “Ich hab nen Puff und meine Puffmama heißt Layla. Sie ist schöner, jünger, geiler.”

Layla von DJ Robin & Schürze: Urheber und Charts

Hinter “DJ Robin” steckt Robin Leutner. Hinter “Schürze” steckt Michael Müller. Beide haben das Lied “Layla” auch zusammen geschrieben.

Das Lied “Layla” war im Frühjahr und Sommer 2022 ein großer Hit. Auf Mallorca war das Lied überall zu hören. In deutschen Single Charts erreichte “Layla” Platz 1. Auf Spotify wurde das Lied über 26 Millionen mal gestreamt.

Ob es eine echte “Layla” gibt, die die beiden Macher inspiriert hat, ist der Redaktion nicht bekannt. Die Redaktion vermutet aber, dass der zweisilbige Vorname “Layla” bewusst ausgewählt wurde, da er sich eben gut für einen Ballermann-Hit eignet. Denn “Layla” kann leicht in so manchen berauschten Zuständen ausgesprochen, gesungen, gerufen oder geschrien werden. Einfach jeder kann den Namen “Layla” aussprechen.

Kritik an Layla von DJ Robin & Schürze

Das Lied “Layla” wurde unter anderem kritisiert, weil es diskriminierend gegenüber Frauen sein soll und Fortschritte wie Metoo ignoriert.

Die junge Union Hessen wurde Mitte / Ende Juni 2022 kritisiert, da das Lied auf ihrer Landestagung lief.

Frauen, die “Layla” heißen, sind gerade nicht zu beneiden. Eher müssen sie sich einordnen in die Reihe der Bettinas (Fettes Brot), “Anna-Lenas” (HONK! feat. Deejay Matze), Joanas (Peter Wackel) und  Dilaras.

In Würzburg darf das Lied “Layla” nicht auf dem Kiliani-Volksfest gespielt werden. Die Stadt hat das Spielen des Liedes verboten. Grund dafür sei der gegenüber Frauen als Diskriminierend empfundene Text. (Übrigens: Hier wirkt der Streisand-Effekt. Denn jetzt fragen sich viele, die das Lied vorher nicht kannten, was das wohl für ein Song ist.)

Weitere Bedeutung von “Layla”

“Layla” ist ein Lied von Eric Claption und Jim Gordon. Es wurde 1970 veröffentlicht und erschien auf dem Album ” Layla and Other Assorted Love Songs”.

Layla El ist ein britisches Model, Tänzerin und sie war Wrestlerin.

Layla Boe ist eine deutsche Sängerin und Rapperin.

Layla Roberts ist ein US-amerikanisches Model und Schauspielerin.

Layla Timergazi ist eine neuseeländische Schauspielerin.

“Layla” ist eine Stadt in Saudi-Arabien. Sie befindet sich südlich von Riad und hat rund 76.000 Einwohner.

Was bedeutet “Diff”? Bedeutung, Definition, Erklärung


Der Ausdruck “Diff” hat verschiedene Bedeutungen. In diesem Beitrag werden sie erklärt.

Eine Person ist “diff”

Wird gesagt, dass eine Person “diff” ist, so ist damit gemeint, dass diese anders ist. “Anders” kann hier in dem Sinne verstanden werden, dass die Person nicht so wie der Durchschnitt ist. Sie verhält sich nicht so wie erwartet und ist nicht so normal.

Der Ausdruck “diff” leitet sich hier vom englischen Wort “different” ab, was eben “anders”, “verschieden” und “unterschiedlich” ist.

“Diff” in Multiplayer-Shooter: Valorant, Overwatch, Lol

In Spielen wie z.B. Valorant oder League of Legends wird mit “Diff” ausgedrückt, dass man oder jemand besser gespielt hat als ein anderer Spieler mit gleichem Agenten oder Champion.

“Diff” wird dabei unterschiedlich verwendet. Schreibt ein Team, dass gewonnen hat, “diff” so meint es damit, dass ein Spieler des Teams verantwortlich für den Sieg ist und wesentlich besser ist als ein Spieler des gegnerischen Teams mit gleichem Agenten oder Champion. Schreibt ein Team, dass verloren hat, “diff”, so wird damit meist der schlechteste Spieler im Team benannt.

“Diff” ist englisch und meint “Difference”, also auf deutsch den Unterschied.

“Diff” wird z.B. wie folgt verwendet. Beispiele:

  • jg diff
  • bot diff
  • mid diff
  • jungle diff

“Diff” wird meist in dem Sinne verwendet, dass der schlechteste Spieler eines Teams benannt wird, der zur Niederlage geführt hat. “Diff” wird aber auch so verwendet, dass der beste Spieler benannt wird, der zum Sieg führte.

“Bot diff” bedeutet, dass ein Bot in einem Team besser gespielt hat als der Bot im anderen Team. Gerade mit “Bot diff” wird auch gesagt, dass der Bot der entscheidende Spieler war, der für den Sieg bzw. die Niederlage gesorgt hat.

“DPS diff” bedeutet, dass die DPS in einem Team besser sind als im anderen Team. Damit wird auch der Grund genannt, warum man gewonnen hat. Es lag an der DPS. Umgekehrt gilt natürlich, dass ein verlierendes Team damit angibt, dass der Grund für die Niederlage die DPS sind.

Unix: Diff

“Diff” ist ein Unix-Programm. “Diff” ist ein Standardkommando.

Bedeutung von Diff als Abkürzung

In der englischen Sprache ist “diff.” ist die Abkürzung für “difference” oder “differnt”.

In der deutschen Sprache ist “diff”. die Abkürzung ” differenzial”, ” differenziell”, “differenzieren”, “Differenz”, “Differential” und ähnliche.

Das Differentialgetriebe wird auch mit “Diff” abgekürzt.

Was bedeutet “bodenlos”? Bedeutung, Definition, Erklärung


Das Wort “bodenlos” ist in zwei Bedeutungen verbreitet. Wortwörtlich bedeutet “bodenlos”, dass etwas ohne Boden ist oder man den Boden nicht sehen kann. Ein Fass ohne Boden ist z.B. bodenlos. Im übertragenen Sinn bedeutet “bodenlos”, dass etwas sehr ausgeprägt, unerhört oder unfassbar ist. Eine “bodenlose Frechheit” ist z.B. eine Unverschämtheit in einem größeren Ausmaß.

2021 und 2022 verbreitete sich “bodenlos” in neuer Bedeutung auch als Jugendwort. Mehr dazu weiter unten.

Update: “Bodenlos” steht im Langenscheidt-Voting zum Jugendwort des Jahres 2022.

Was bedeutet “bodenlos”? Bedeutung, Definition, Erklärung

Ist “bodenlos” wortwörtlich gemeint, so ist damit gemeint, dass etwas keinen Boden hat, unendlich tief ist oder dieser Boden nicht zu sehen ist. Ein Abgrund kann z.B. bodenlos sein – in dem Falle sieht man den Boden nicht. Im übertragenen Sinne bedeutet “bodenlos” so viel wie unbeschreiblich, unfassbar oder unglaublich.

Der Ausdruck “bodenlose Frechheit” ist bekannt. Dies ist eine Frechheit, die unfassbar und unglaublich ist. Dummheit kann aber auch bodenlos sein, genauso wie Unverschämtheit. Bei der “bodenlosen Dummheit” ist es unglaublich wie “dumm” jemand ist. Eine “bodenlose Unverschämtheit” ist sehr schockierend und dreist.

Eine bodenlose Frechheit oder Unverschämtheit ist meist schockeriend und muss erst einmal in Ruhe verarbeitet werden.

Metaphorisch betrachtet, ist jemand der bodenlos handelt, nicht auf dem Boden der Tatsachen.

“Bodenlose Frechheit” ist auch eine scherzhafte Bezeichnung für Kuchen ohne Boden.

Bodenlos als Jugendwort 2022

In den sozialen Medien gibt es Bestrebungen, dass “bodenlos” ein Jugendwort des Jahres 2022 werden soll.

Im Kontext der Jugendsprache bedeutet “bodenlos” so viel wie schlecht, mies und unglaublich. Das Wort wird in wertender Absicht verwendet.

“Bodenlos” wird in der Jugendsprache als Adjektiv und Adverb verwendet. Wird “bodenlos” als Adverb verwendet, so wird es wie das Wort “sehr” verwendet. Beispiel: “Ich bin bodenlos müde” oder “Jetzt wird bodenlos gechillt”.

Folgende Beispiele machen die Verwendung von “bodenlos” als Adjektiv in der Jugendsprache deutlich:

“Du bist bodenlos.” (Jemand ist doof.)

“Diese eine Serie ist so bodenlos.” (Die Serie ist schlecht.)

“Das 9 Euro Ticket ist bodenlos.” (Das 9 Euro Ticket ist keine gute Idee.)

“Jemand ist bodenlos abgehauen.” (Jemand sollte sich schämen, dass er weggelaufen ist.)

“bodenlos der Typ” (Eine Person ist unmöglich.)

“Bodenlos diese Reaktion” (Unglaubliche Reaktion (im negativen Sinne))

Warum und wie “bodenlos” seinen Weg in die Jugendsprache fand, ist der Redaktion nicht bekannt.

Weitere Bedeutung von “bodenlos”

“Bodenlos” ist ein Lied von klea.

“Bodenlos” ist ein Film von Regine Keller und Christiane Thalgott.

Was bedeutet “Himbeertoni”? Bedeutung, Definition, Erklärung


Als “Himbeertoni” wird eine naive, langsame und oberfläche Person bezeichnet, die schwerfällig im Verstehen ist.

Dem “Himbeertoni” werden negative Eigenschaften zu geschrieben wie z.B., dass er auf Außerlichkeiten mehr wert legt als auf Charakter oder innere Werte, dass er eitel und egozentrisch ist. Ein Himbeertoni ist weich und weinerlich. Er interessiert sich nicht für Hintergründe, Zusammenhänge und hat auch kein interesse Dingen auf den Grund zu gehen.

Himbeertoni: Bedeutung, Definition, Erklärung

Was die Himbeeren mit dem Toni oder was der Vorname Toni mit den Himbeeren genau zu tun hat, ist leider nicht genau erklär- und belegbar. Himbeeren stehen als Frucht in keiner Verbindung zu oben genannten Eigenschaften – außer, dass sie weich sind. Fäßt man sie zu grob an, so werden sie schnell Matsch.

Beim Vornamen “Toni” ist es ähnlich. Auch er ist nicht bekannt dafür, dass er einen bestimmten Ruf hat wie z.B. “Otto”, “Chantalle” oder “Kevin“. Auch ist nicht klar, ob Toni hier ein Spitzname oder der volle Vorname ist. Denn “Toni” ist unter anderem die Kurzform von Anton.

Auch wenn der Vorname “Toni” eigentlich geschlechtsneutral ist, so wird er im deutschen Sprachraum häufig als männlicher Vorname verwendet. Eigentlich gibt es nämlich “die Himbeertoni” und “den Himbeertoni”.

Seit vielen Jahrzehnte ist der Ausdruck “Himbeertoni” verbreitet. Genau belegbar ist nicht, wann er entstand und warum. Bei Google-Trends ist nur ersichtlich, dass der Ausdruck sich seit vielen Jahren einer großen Beliebtheit bei der Suchmaschine Google erfreut.

Ein Verwandter des “Himbeertoni” ist der “Erdbeerschorsch”.

Weitere Bedeutung von Himbeertoni

“Schmackofatz und Himbeertoni” ist ein Theaterstück.

“HimbeerToni” ist ein Roman von Joachim Seidel. Er erschein im Jahr 2010.

“Himbeer Toni” ist ein Lied der Gruppe “Münchner Zwietracht”.

“Himbeer Toni” ist ein Aufstrich mit Himbeeren, Sauerkirschen und dunkler Schokolade.

“Himbeer Toni” heißt eine Himbeer-Reduktion von “Essendorfer Genussschmelzerei”.

Was bedeutet GöGa? Bedeutung der Abkürzung, Definition, Erklärung


“GöGa” ist die Abkürzung für “Göttergatte”. Die “Göttergattin” wird als “GöGain” abgekürzt.

Göga: Abkürzung, Bedeutung, Definition, Erklärung

Mit “Göga” oder Göttergatte ist der Ehemann gemeint. Mit “Gögain” oder Göttergattin ist die Ehefrau gemeint. Jedoch werden Eheleute nicht nur exklusiv als GöGa und GöGain bezeichnet. Auch nicht-Verheiratete werden teils als GöGa und GöGain bezeichnet.

Die Abkürzung “Göga” besteht aus zwei Silben und wird “Gö” – Pause -“Ga” gesprochen. Die weibliche Variante “GöGain” hat drei Silben und wird “Gö” – Pause – “Ga” – Pause – “in” gesprochen.

Die Ausdrücke GöGa und GöGain stammen aus der Chatsprache. Hier war Eindeutigkeit und sprachliche Effizienz immer wichtig, was eben auch zu Abkürzungen wie “gg“, “nh“, “srsly“, lol und wyd führte.

Seit wann es den Ausdruck “GöGa” gibt, kann nicht eindeutig gesagt werden. Die Redaktion hat das Google Trends Tool dazu überprüft. Dieses zeigt Suchanfragen bei Google Deutschland seit 2004. “GöGa” wurde erstmalig im Jahr 2005 gesucht. Die Redaktion vermutet aber, dass GöGa älter ist.

Sinn der Abkürzung “GöGa”: Bedeutung

Man kann die Abkürzungen doof und häßlich finden, aber Göga und Gögain sind sprachlich effizient. Sie sind kurze Worte, die nicht viel Aufwand beim Sprechen oder Tippen verursachen und dabei noch sehr leicht verstehbar sind. Was bedeutet das?

Folgende Situation: Jemand möchte in einer Textnachricht schreiben, dass Kontakt zum Ehemann hergestellt wurde und dieser sich verspätet. Benutzt man den Namen des Ehemanns kann es immer zu Verwechselungen kommen, da nie eindeutig ist, wer gemeint ist. (Beispiel: “Thomas verspätet sich” – Frage: Welcher Thomas?) Dies betrifft vor allem Vornamen, die sehr weitverbreitet sind. Ein zweites Problem ist folgendes: Die meisten Vornamen haben mehr als vier Buchstaben. Der Ausruck “GöGa” hat genau vier Buchstaben. Will man sich hier keine Arbeit machen, so ist “GöGa” sprachlich einfach effizienter. Es muss weniger getippt werden, was letztlich dazuführt, dass eine Textnachricht schneller beendet und abgeschickt werden kann.

Der Ausdruck “GöGa” hat auch noch einen weiteren Vorteil. Er kommunziziert die Beziehung zur bezeichneten Person eindeutig. Bei GöGa und GöGain weiß jeder sofort, wer gemeint ist.

Würde man statt “GöGa” den Ausdruck “Mein Mann” verwenden, so ist dieser Ausdruck auch eindeutig, aber sprachlich ineffizient, da statt vier Buchstaben eben acht Buchstaben plus Leerzeichen getippt werden müssen.

Eigentlich stellt sich eine andere Frage:

Warum gibt es den Begriff Göttergatte? Wo kommt er her? Wortherkunft

Warum Ehefrauen ihren Ehemann als “Göttergatte” bezeichnen, ist nicht eindeutig klärbar und erklärbar. Auch ist nicht belegbar seit wann dies geschieht.

Es kann vermutet werden, dass erst die 1904 uraufgeführte Operette “Der Göttergatte” von Franz Lehár und später der 1950 veröffentlichte italienische Film “Der Göttergatte” ihren Teil zur Verbreitung des Ausdrucks beigetragen haben.

Was bedeutet “Brotel”? Bedeutung, Definition, Erklärung


Als “Brotel” wird eine Wohnung oder ein Haus bezeichnet, in dem exklusiv nur Männer zusammen leben.

Was bedeutet “Brotel”? Bedeutung, Definition, Erklärung

Der Ausdruck “Brotel” setzt sich aus den Worten “Bro” und “Hotel” zusammen. Im Deutschen würde man “Männer WG” sagen.

Ein Haus oder eine Wohnung gilt als “Brotel”, wenn mindestens drei Männer dort wohnen.

Hinweis: Bitte den nachfolgenden Text nicht so ernst nehmen.

In einem Brotel sind nur Männer erlaubt und für alle Männer gilt eine Regel: Im Brotel müssen sie sich wie Bros verhalten.

Für Frauen gilt in der Regel ein Zutrittsverbot für das Brotel. Es soll aber auch Ausnahmen geben, in denen Übernachtungen erlaubt sind. Auch für Parties sind Frauen ganz gerne im Brotel gesehen.

Klischees über “Brotels” sind, dass sie oft dreckig sind, dass wenig geputzt wird, dass sich viele Pfandflaschen im Brotel befinden und dass oft Parties gefeiert werden. Je nach Ausprägungen der Bewohner gibt es eher sportliche Brotels (mit Gewichten, Sportgeräten) oder eher Technik-lastige Zocker-Brotels (mit PCs, Konsolen, etc). Auch die Ernährung in einem Brotel kann von Brotel zu Brotel variieren. Manche Brotels ernähren sich nur von Eiweiß-Shakes, andere lieben Tiefkühlkost und manche sind beste Freunde mit dem lokalen Pizza-Lieferdienst. Man sollte sich auch nicht wundern, wenn Bier zur abendlichen Mahlzeit oder Abendgestaltung dazugehört.

Je nachdem wie gut die Kommunikation und Organisation der Brotel-Bewohner ist, umso weniger stimmen diese Klischees. Aber jedes Brotel ist anders. Und jede Brotel-Bewohner sind anders.

Hinweis: Der Ausdruck “Brotel” sollte nicht mit dem englischen Wort für Freundenhaus verwechselt werden. Beide Ausdrücke unterscheidet nur ein “h” nach dem “t”. Während Brotel kein “h” hat, hat das englische Wort für Freundenhaus eben ein “h” nach dem “t”.

Weitere Bedeutung von Brotel

In der siebten Staffel von “Love Island” wurde der Wohnbereich der Männer “Brotel” genannt.

Was bedeutet “Rotzgöre”? Bedeutung, Definition, Erklärung


Eine ‘Rotzgöre’ ist eine sehr abwertende Bezeichnung für ein in jeder Hinsicht freches Mädchen. Dabei lässt sich das Wort selbst in zwei Teile gliedern: ‘Rotz’ und ‘Göre’. Ersteres bezieht sich auf das negative Verhalten der Person, letzteres auf das Geschlecht, denn eine ‘Göre’ ist stets weiblicher Natur. Das männliche Pendant wäre der ‘Rotzlöffel’, welcher der ‘Rotzgöre’ in nichts nachsteht.

Was / Wer ist eine “Rotzgöre”? Bedeutung, Definition, Erklärung

Meistens handelt es sich bei einer ‘Rotzgöre’ um ein äußerst unreifes, widerspenstiges Mädchen, das sich von niemandem belehren lässt. Die typische ‘Rotzgöre’ ist eine Schülerin, die ihrem Lehrer das Leben mit aller Gewalt zur Hölle macht. Natürlich gibt es klassische Stereotype bezüglich des äußeren Erscheinungsbildes eines solchen Mädchens: Lange Zöpfe, ausgestreckte Zunge und ein schelmisches Lächeln auf den Lippen. Nicht alle, aber viele ‘Rotzgören’ werden diesem Ruf tatsächlich gerecht, wenngleich optische Vorurteile stets gefährlich sind. Am Unterricht sind ‘Rotzgören’ kaum interessiert, Schabernack und Lästereien sind ihnen wichtiger. Einmal in Fahrt gekommen, ist es kaum möglich, sie zu stoppen und das Unheil nimmt seinen Lauf. Eines ist sicher: Bei diesen Mädchen ist Ärger vorprogrammiert.

Doch nicht nur in der Schule machen ‘Rotzgören’ ihrem Namen alle Ehre, auch zu Hause, bei den Eltern, Großeltern und Geschwistern herrscht wilder ‘Gören-Alarm’. Schlechte Erziehung im Elternhaus oder mangelnder Respekt vor den Mitmenschen können aus einem normalen Mädchen eine ‘Rotzgöre’ machen. Diese unehrenhafte Transformation kommt in den seltensten Fällen über Nacht zustande, sondern bahnt sicht oft im Laufe der Pubertät oder bereits davor allmählich an. Das görenhafte Verhalten lässt sich dann nur noch mühsam abtrainieren.

Nein heißt ja und ja heißt nein

‘Rotzgören’ scheinen trotz ihres jungen Alters Probleme mit ihren Ohren zu haben, oder zumindest verwechseln sie auffallend oft die Worte ‘ja’ und ‘nein’. Anweisungen von Mutter, Vater, Lehrer oder Schwester werden gekonnt ignoriert oder falsch verstanden. Kaum eine ‘Rotzgöre’ tut, was man ihr sagt. Dabei sind ihnen die Konsequenzen ihres Handelns durchaus bewusst, doch sie nehmen diese bereitwillig in Kauf. Wer sich einer ‘Rotzgöre’ in den Weg stellt, bekommt es mit einem Raubtier in Menschengestalt zu tun. Regeln werden mit Freude gebrochen und ihr freches Mundwerk scheint unermüdlich. Provokationen aller Art stehen an der Tagesordnung. Die typische ‘Rotzgöre’ akzeptiert keinen Widerspruch. Auf Kritik reagiert sie mit Spott oder Häme.

Was bedeutet Wonne? Was ist Wonne? Bedeutung, Definition, Erklärung


Das Wort “Wonne” bezeichnet ein wohliges Glücksgefühl oder eine innere Freude. Wer Wonne empfindet, der genießt einen Zustand der Beglückung. Wonne bedeutet aber auch Genuss oder das genussvolle Auskosten eines Glücksgefühls.

Was ist Wonne? Bedeutung, Definition, Erklärung

Das Wort wird weniger in umgangssprachlichen Kontexten und Texten benutzt, sondern kommt häufiger im Zusammenhang mit gehobener Sprache vor. In Romanen oder literarischen Texten steht Wonne für die innerliche Beglückung der Protagonisten. Das Wort Wonne wird gerne genutzt um von sinnlichen Eindrücken zu berichten, also von etwas Gehörtem, etwas Gesehenem oder Gefühlten. Beispielsweise kann es eine Wonne sein, einem schönen Musikstück zu lauschen, aber auch, jemandem beim Tanzen zuzusehen oder mit nackten Füßen über weichen Sand zu laufen. Ebenso kann es eine Wonne sein, etwas besonders Gutes zu schmecken oder zu riechen, zum Beispiel ein Parfum.

Wonne zu empfinden ist etwas sehr Subjektives. Wenn eine Person großes Vergnügen und Genuss verspürt, dann kann man von Wonne sprechen. Es kann also auch sein, dass eine Dame einen Verehrer mit Wonne abblitzen lässt. In diesem Fall bereitet es ihr Vergnügen, wobei der betroffene Herr dabei wohl eher umerfreut ist.

Selbst bei Schadenfreude kann Wonne empfunden werden. Jemand könnte mit Wonne beobachten, wie ein Konkurrent scheitert. Der schadenfrohe Mensch verspürt in diesem Moment also eine heimliche Wonne, eine innere Freude dabei.

Typisch ist auch die Verbindung von Wonne und Liebe. Verliebtheit zu spüren oder die Wonnen der Liebe auszukosten bedeutet, von einem emotionalen und sinnlichen Glücksgefühl erfasst zu sein, dass durch die Liebe zu jemandem erweckt wurde. Aber es muss nicht immer eine Person sein, die Wonne hervorruft. Auch die Liebe zu einer Tätigkeit oder einem Hobby kann eine Wonne sein.

Was bedeutet “Wonnemonat”?

Mit dem Wonnemonat ist der Monat Mai gemeint.

Ursprünglich hieß der Mai “Weidemond”. Es handelte sich hier also um einen zusammengesetzten Begriff, der aus den Teilen “Weide” und “Mond” besteht. Das Wort “Mond” wurde später zu “Monat” umgewandelt. Unsere Bezeichnung für die Zeiteinheit “Monat” hat seine Wurzeln also in der Beobachtung, dass der Mond die Erde umrundet.

Die erste Komponente des Ausdrucks, “Weide” wurde wohl deshalb benutzt, weil im fünften Monat des Jahres die Nutztiere nach dem Winter wieder auf die Weiden getrieben wurden. Noch heute wird in einigen Regionen, zum Beispiel in manchen Gebieten der Alpen, der Mai als Weidemonat bezeichnet, weil dann der Almauftrieb stattfindet, also die Tiere auf die Weiden geschickt werden.

Heutzutage verbinden wir mit dem Wonnemonat Mai das Frühlingserwachen, sprießende Pflanzen und die Vorfreude auf lange, helle Sommertage. Dies spiegelt sich auch in den Maifesten, dem Aufstellen eines Maibaums oder der Walpurgisnachtfeier.

Wenn wir heute vom Wonnemonat sprechen, ist dies der gehobenen Sprache zuzuordnen. Manchmal wird der Begriff auch eher scherzhaft oder ironisch verwendet.

Wortherkunft: Woher kommt das Wort “Wonne”?

Der Ursprung unseres heute bekannten Wortes “Wonne” geht bis ins Althochdeutsche (8. Jh.) zurück. Das althochdeutsche Wort “wunna” entwickelte sich dann in mittelhochdeutsch weiter zu “wunne” oder “wünne”. Eine Verbindung zum Altenglischen “wynn” liegt hier nahe, was sich später zu “win”, also deutsch “gewinnen” weiterentwickelte.

Etymologen, also Sprachforscher, die sich mit Wortherkunft und -ursprung beschäftigen, nehmen an, dass der Wortstamm von “Wonne” mit dem Wortstamm von “gewinnen” in Verbindung steht. Wortbedeutungen ändern sich typischerweise im Laufe der Zeit. Es wird also angenommen, dass sich aus demselben Wortstamm verschiedene Bedeutungen herauskristallisiert haben.

“Gewinnen” hängt in seiner Bedeutung mit einem Streben, einer Anstrengung zusammen. Daraus ist auch die sich später verändernde Bedeutung des sich erarbeitens oder wünschens ableitbar. Die Worte “Wunsch”, aber auch “Wahn” und “Wonne” leiten sich demzufolge vom selben indoeuropäischen Wortstamm “uen” ab.

Seit dem 18. Jahrhundert taucht das Wort “Wonne” in literarischen Texten auf.

Daraus bildeten sich wiederum Wortzusammensetzungen, die im heutigen Sprachgebrauch noch mehr oder weniger geläufig sind.

Woher kommt der “Wonnemonat”?

Im Althochdeutschen sprach man noch von “winnimanod”. “Winni” bedeutete “Weide”, “Manod” war das althochdeutsche Wort für “Mond”. Bereits zu dieser Zeit, also im 8. bis 11. Jahrhundert soll allerdings die Umdeutung zu “wunne” oder “wunni” stattgefunden haben. Damit hätte sich schon damals die Bedeutung vom “Weidemonat” hin zum “Wonnemonat” im Sinne eines Freudenmonats verändert. Beide Bedeutungen bleiben allerdings bis heute bestehen und existieren parallel.

Weitere Worte mit Wonne: Wonneproppen und Wonnegefühl

Neben der Bezeichnung “Wonnemonat” haben noch andere zusammengesetzte Wörter mit der Komponente “Wonne” in die deutsche Sprache Einzug gehalten.

Dazu gehören “Wonnegefühl” oder “Wonneproppen”. Mit ersterem ist ein Gefühl der Freude, des Entzückens und des Glücks gemeint. Es kann auch als Synonym für “Wonne” angesehen werden.

Ein “Wonneproppen” meint im Alltagsverständnis ein gut genährtes oder auch dickliches Baby oder Kleinkind. Der Ausdruck wird mitunter scherzhaft oder ironisch verwendet, kann aber auch liebevoll gemeint sein.
Das Kompositum “Wonneschauer” steht für einen wohligen Schauer, der einem über den Rücken läuft oder durch die Glieder fährt. Dieser wurde durch ein Wonnegefühl hervorgerufen.

Letztlich finden sich auch Adjektive, also Eigenschaftswörter mit der Komponente “Wonne”. So ist “wonnevoll” ein anderer Ausdruck für “voller Wonne”. Als “wonnig” kann jemand bezeichnet werden, der ganz von einem Wohlgefühl (also von Wonne) ergriffen ist, oder aber jemanden, der bei anderen ein wohliges Entzücken hervorruft.

Was sind “potemkinsche Dörfer”? Herkunft, Bedeutung, Definition, Erklärung


Ein Potemkinsches Dorf umschreibt eine besondere Form der Täuschung: Eine Situation wird edler und besser dargestellt, als sie tatsächlich ist. Es wird so eine Illusion, ein Trugbild oder Fassade aufgebaut, um einen Erfolg vorzutäuschen oder einen Misserfolg zu vertuschen.

Potemkinsches Dorf ist heute ein geflügeltes Wort, d.h. eine Darstellung komplexer Zusammenhänge durch eine knappe, eingängige Formulierung, die es aus Kultur oder Historie in den alltäglichen Sprachgebrauch geschafft hat. Eng verbunden ist der Begriff mit dem russischen Feldmarschall Grigori Alexandrowitsch Potjomkin.

Was bedeutet “potemkinsches Dorf”? , Bedeutung, Definition, Erklärung

Man stelle sich ein Dorf vor, das mit bunten Fassaden, historischer Architektur und einem idyllischen Panorama punktet. Auf den ersten Blick handelt es sich um einen perfekten Ort zum verweilen, doch schon bei genauerer Nachforschung fällt auf: Das Innere der Häuser ist am Zerfallen, Risse in den Fassaden wurden mit knalligen Farben übermalt – nichts ist so, wie es auf den ersten Blick scheint. Für genau eine solche Situation wird heute der Begriff Potemkinsche Dörfer verwendet.

Wenn ein Problem mit oberflächlichem Glanz aber eben nicht mit der Bekämpfung des Problems an der Wurzel vorrübergehend beseitigt werden soll, um einen positiven Anschein zu erwecken, handelt es sich um ein Potemkinsches Dorf. Es handelt sich um eine Variante der Täuschung, eine Blendung bzw. ein Trugbild, um Missstände zu verdecken. Dabei geht es meist auch darum, eine Person von Rang zu beeindrucken – und den Missstand sprichwörtlich unter den Teppich zu kehren.

Während das Sprichwort tatsächlich seinen Ursprung in einem oberflächlich hergemachten Dorf hat, findet es heute auch in einem viel breiteren Anwendungsgebiet Nutzung. Ein Potemkinsches Dorf können andere Gegenstände, Orte oder Situationen sein, bei denen es um eine oberflächliche Täuschung geht, um so einen wirklichen Missstand zu verdecken. Die Redewendung Potemkinsches Dorf ist damit mittlerweile über ihren eigentlichen Ursprung hinausgewachsen und kann in verschiedensten Situationen angewandt werden.

Siehe auch: Was ist eine “Potemkinsche Armee”?

Ursprung und Herkunft der “Potemkinschen Dörfer”

Tatsächlich beruht der Begriffsursprung von Potemkinsche Dörfer auf einer Legende. Im 18. Jahrhundert lebte der russische Feldmarschall und Fürst Grigori Alexandrowitsch Potjomkin, der bereits seit Geburt zu einer Militärfamilie gehörte. Die exzentrische Persönlichkeit war etabliert im engsten Kreis von Katharina der Großen und wurde bald zu ihrem Liebhaber. Potjomkin galt als talentierter Staatsmann – und half Katharina der Großen dabei, das sogenannte Neurussland, das heute in großen Teilen zur Ukraine gehört, zu erobern und zu besiedeln.

In jene Zeit der Besiedlung des damaligen Neurussland fiel auch die Legende um die Potemkinschen Dörfer. So soll Potjomkin nach heute weitläufiger Erzählung bei einem Besuch von Katharina der Großen in den neuen Regionen den Besiedlungsfortschritt durch durch dörfliche Attrappen und oberflächliche Fassaden vorgetäuscht haben. Er soll seiner Geliebten auf diese Weise den Schein eines Erfolgs präsentiert haben. Doch geschichtlich gibt es tatächlich keinen Beleg für diese Ereignisse. So schreiben viele Historiker diese vermeintliche Täuschung durch Attrappen den Erzählungen von adeligen Neidern und tratschenden Höflingen zu. Inwieweit Potjomkin Dörfer über das übliche Maß hinausputzen ließ, ist bis heute nicht belegt. Dennoch schaffte es die Legende von Potemkinschen Dörfer in unseren alltäglichen Sprachgebrauch.

Das Potemkin noch heute allgegenwärtig ist, beweist nicht nur die Redewendung der Potemkinschen Dörfer. Neben der Benennung von Kriegsschiffen und Asteroiden nach Potjomkin, wurde der Name des Feldmarschalls auch in Serei Eisensteins berühmtem filmischen Werk Panzenkreuzer Potemkin verewigt. Obwohl ursprünglich ein sowjetischer Propagandafilm der 20er-Jahre, gilt der Film mittlerweile zugleich als einflussreiches Frühwerk des internationalen Kinos. Die darin auftauchende Freitreppe von Odessa wurde 1955 in Potemkinsche Treppe umgenannt. Die historische Person Potjomkin findet also heute auf verschiedenste Weise namentlichen Nachhall.

Verbreitung des Begriffs “Potemkinsche Dörfer”

Wohl entstanden aus einer Legende, schaffte es die Redewendung im 18. und 19. Jahrhundert auch in den deutschen Sprachgebrauch. Der deutsche Diplomat und Historiker Georg Adolf Wilhelm von Helbig befasste sich zeitlebens mehrfach mit dem Leben, den Errungenschaften und den Ereignissen um den Feldmarschall Potjomkin. In einer Schrift zur neueren Geschichte Russlands etablierte er den Begriff der Potemkinschen Dörfer. Seitdem verbreitete sich die Redewendung als geflügeltes Wort, d.h. als eine knappe Redewendung aus einer historischen oder populärkulturellen veröffentlichung, die es in den allgemeinen Sprachgebrauch schafft.

Noch bis heute wird der Begriff Potemkinsche Dörfer in der Öffentlichkeit verwendet. Gerade in journalistischen Veröffentlcihungen findet das Potemkinsche Dorf für die Beschreibung von Missständen Anwendung. Dabei wird die Begrifflichkeit gerne dann verwendet, wenn auf Staatsbesuchen Regionen mit politischen, infrastrukturellen oder ökonomischen Problemen herausgeputzt werden – und so ein Schein gewahrt werden soll.

Das Potemkinsche Dorf wird allerdings auch im bereiteren Kontext verwendet. So steht es mittlerweile für eine allgemeinere politische Täuschung. Wenn Politiker oder Herrscher nach außen ein positives Bild zeichnen möchten, und Missstände öffentlich nicht eingestehen möchten. Ein Beispiel liefert die russische Armee im Jahr 2022 bei der Invasion der Ukraine. Vor diesem weltpolitischen Ereignis wurde der russischen Armee bescheinigt, eine der größten und modernsten Armeen der Welt zu sein. Doch der stockende Vormarsch, technische Probleme und eine demotivierte Armee ließen diesen Eindruck nachträglich als zweifelhaft Erscheinen. Die russische Armee präsentierte sich so vielen politischen Kommentatoren als Potemkinsches Dorf, das durch sichtbare interne Missstände nicht mehr der früheren Fassade gerecht wurde. Diese Nutzung ist ein Beweis, dass die Anwendung der Redewendung Potemkinsches Dorf nicht auf ein wortwörtliches Dorf begrenzt ist.

Überblick – Was ist ein Potemkinsches Dorf?

Die heute verbreitete Redewendung Potemkinsches Dorf hat geschichtliche Wurzeln um den russischen Feldmarschall Grigori Alexandrowitsch Potjomkin, dem Liebhaber von Katharina der Großen. Obwohl sich die Geschichte um Dorfattrappen historisch eher als Legende verbuchen lässt, ist der Begriff heute zum Sinnbild für Illusionen und Täuschungen geworden, die Missstände verdecken sollen. Dabei meint der Begriff Potemkinsches Dorf nicht nur wortwörtliche Dörfer, sondern ein weites Feld von Ereignissen, Orten oder Umständen, durch die Tatsachen vorgetäuscht werden sollen.

Was bedeutet “Freunde der Sonne”? Wortherkunft, Bedeutung, Definition, Erklärung


Der Ausdruck „Freunde der Sonne“ ist eine in Deutschland vielfach verwendete Redewendung, deren Aufkommen sich auf die letzten 20 Jahre datieren lässt. Der Ausdruck wird dabei in verschiedenen Bedeutungen und Interpretationen verwendet und wurden sowohl im Sport als auch in der Musikkultur aufgegriffen. Je nach Kontext variieren so die Wertung und Bedeutung der Ansprache.

Ursprüngliche Wortherkunft von „Freunde der Sonne“

Erstmals in der Öffentlichkeit tauchte der Begriff „Freunde der Sonne“ durch eine Äußerung des bekannten und damals sehr erfolgreichen deutschen Fußballers Stefan Effenberg. Dieser pflegte zu seiner Zeit ein damals eher ungewöhnliches Auftreten und ging im Laufe seiner Karriere vielfach mit markigen Sprüchen oder ungewöhnlichem Verhalten in die Presse ein.

In einem bekannten Interview aus dem Jahr 1999 äußerte sich der damalige Bayern-Profi über die Kritik an seiner Spielweise. Er beschwerte sich über die seiner Meinung nach zu negative Berichterstattung und sagte wörtlich: „Ich bin einer, der lässt sich das nicht gefallen, Freunde der Sonne“.

Ursprüngliche Bedeutung von „Freunde der Sonne“

Betrachtet man dieses Interview als Ursprung des Ausdrucks „Freunde der Sonne“, so ist die Begrifflichkeit klar negativ konnotiert. Sie richtet sich an eine Gruppe von unliebsamen oder nicht wohlgesinnten Personen und dient zur ironischen Abwertung dieser. Zwar ist der Ausdruck von der Wortherkunft her nicht negativ besetzt, da sowohl der Begriff „Freund“ als auch der Begriff „Sonne“ eher positive Konnotationen besitzen.

Aus der Situation ergibt sich aber eine ironisch-angreifende Bedeutung, in der die angesprochene Gruppe als naiv und dümmlich dargestellt wird, die ausschließlich der einfachen und positiven Erzählung der Sonne folgt und selbst nichts kritisch hinterfragt. Insofern lässt sich mit der Bezeichnung auch das heute vielfach negativ verwendete Wort „Gutmensch“ verknüpfen. Dieses beschreibt ebenfalls naiv-optimistisch eingestellte Menschen, die ihr Leben realitätsfern leben. Der Ausdruck erhält außerdem ähnlich wie der Begriff „Freundchen“ eine Bedeutungsumkehr des Wortes „Freund“, die eher im Sinne von „Feind“ zu verstehen ist.

Weitere Bedeutungen von „Freunde der Sonne“

Obwohl ursprünglich negativ konnotiert, hat sich der Ausdruck „Freunde der Sonne“ mittlerweile von seiner ursprünglichen Begriffsbedeutung losgelöst und wird mittlerweile auch in einem positiven Sinne verwendet. Dies geschieht einerseits durch die Bezugnahme auf die eigentlichen Worte „Freunde“ und „Sonne“, die beide positive Anklänge besitzen und auf Menschen verweisen, die das Licht und die Energie schätzen und generell eine positive Stimmung verbreiten.

„Freunde der Sonne“ als Begrüßungsformel

Auch in modernen Medieninhalten wie Youtube-Videos hat sich die Redewendung zudem als allgemeine Begrüßungsformel durchgesetzt, die auf keine der genannten Bedeutungen zurückgreift. Sie steht schlicht als Platzhalter für die Adressierung einer bestimmten Gruppe, die auch als Zuschauer oder Kollegen bezeichnet werden könnte. Eine Youtuberin aus Deutschland, für die der Ausdruck zur Begrüßung besonders typisch geworden ist, ist die Wissenschaftsjournalistin Mai Thi Nguyen-Kim.
Zudem wird die Redewendung als Teil der modernen Jugendsprache synonym mit anderen Begrüßungen wie „Freunde des Lichts“, „Freunde der Nacht“ oder „Freunde des guten Geschmacks“ verwendet.

Bedeutung von „Freunde der Sonne“ im deutschen Rap

Eine weitere Bedeutung des Begriffs „Freunde der Sonne“ ergibt sich aus der Szene des frühen Deutschraps. Der Rapper Kool Savas produzierte zusammen mit einigen anderen Musikern im Jahr 2003 das Album „Freunde der Sonne – Nur noch 24 Stunden“. Dieses wurde einer spontanen Idee in nur 24 Stunden fertiggestellt.

Dabei wird die Abkürzung „FDS“ allerdings nicht nur als Kürzel für „Freunde der Sonne“ verwendet, sondern steht zudem für die beleidigende Aufforderung „Friss den Scheiß“ und ist somit mit einer Doppeldeutigkeit versehen. Sie lehnt sich damit an die amerikanische Abkürzung „FTW“ an, die einerseits „for the win“, also „für den Sieg“, andererseits aber auch „f_ck the World, also „F_ck die Welt“. Beide Abkürzungen können an das Satzende gesetzt werden, um den vorangegangenen Satz zu verstärken oder zu unterstreichen sowie ihm eine ironische Wendung zu geben.

Abseits der Deutschrap-Szene hat diese Bedeutung des Begriffs „Freunde der Sonne“ allerdings keine größere Popularität erlangt und wird deshalb auch nur von wenigen Menschen verstanden. Dennoch bietet sie eine dritte Interpretationsmöglichkeit der Redewendung, die eher der an die ursprüngliche Begriffsneuschöpfung von Stefan Effenberg angelehnt ist.

Was ist ein Ketzer? Was bedeutet das Wort “Ketzer”? Bedeutung, Definition, Erklärung


Ein Ketzer ist ein Mensch, welcher der offiziellen Kirchenlehre widerspricht. Aus der katholischen Kirchenlehre wurde das Wort später allgemein für Personen mit abweichenden Meinungen übernommen. So gilt heute eine den offiziellen wissenschaftlichen oder auch politischen Meinungen widersprechende Ansicht als „ketzerisch“.

Ein anderer Ausdruck für Ketzer ist Häretiker, dieser ist zusammen mit dem Begriff für die Abweichung (der Häresie) nur in Kirchenkreisen gebräuchlich. Zu Zeiten der mittelalterlichen Inquisition wurden Ketzer obligatorisch auf dem Scheiterhaufen verbrannt. So erging es etwa dem Astronomen und Philosophen Giordano Bruno (1548 – 1600), der dem geozentrischen Weltbild (die Erde steht im Mittelpunkt des Weltalls) der Kirche widersprochen hatte.

Woher stammt das Wort Ketzer? Wortherkunft, Erklärung

Ethymologisch hat das Wort Ketzer eine eigentümliche Wandlung vollzogen. Es stammt vom italienischen Wort gazzari ab, das sich wiederum vom griechischen Wort katharós (καθαρός) für „rein“ ableitete. Etwa im 12. Jahrhundert übernahm die deutsche Sprache den Begriff. Nach diesem möchte man meinen, dass Ketzer eigentlich besonders reine bzw. reingläubige Menschen sein müssten. Das waren sie ursprünglich auch, denn die Lateiner und Italiener betrachteten den Volksstamm der Katharer in Oberitalien und Südfrankreich als „Reine“, daher diese Bezeichnung. Sie hingen der radikalsten heterodoxen christlichen Strömung im Mittelalter an, lebten asketisch und lehnten daher übermäßigen Besitz strikt ab. Ihren Glauben pflegten sie zwischen dem 12. und 14. Jahrhundert. Eines ihrer Zentren war die südfranzösische Stadt Albi, weshalb man sie auch Albigenser nannte. Der damaligen katholischen Kirche waren sie ein Dorn im Auge. Sie führte gegen sie von 1209 bis 1229 den Albigenserkreuzzug, den der damalige Papst Innozenz III. initiiert hatte. Während dieses Kreuzzuges kamen die meisten von ihnen um, den Rest schickte die Inquisition auf den Scheiterhaufen.

Seit 1400 gelten sie als vernichtet. Nun fragt es sich, wieso ein in großer Reinheit lebendes Volk bis zur Vernichtung von einem Papst verfolgt wurde. Das erklärt sich aus der Politik von Innozenz III. Dieser wollte die Macht der Kirche und vor allem des Papstes stärken, der auch eine weltliche Autorität werden sollte. Dieses Ziel setzte Innozenz III. um, indem er den territorialen Besitz des Kirchenstaates teilweise kriegerisch ausweitete. In Mittelitalien gelang ihm das auch, der Kirchenbesitz wuchs auf das Doppelte an. Da mussten ihm Häretiker, die den Besitz prinzipiell ablehnten, im Wege stehen. Um ihre Vernichtung zu legitimieren, unterstellte er ihnen, sie wären vom Glauben abgefallen.

Diese Geschichte schwingt latent immer noch im Wort „Ketzer“ mit. Wenn man nämlich heute jemandem unterstellt, dass er „ketzerisch“ denke, meint man das unter Umständen sogar bewundernd: Diese Person hat eine absolut vom Mainstream abweichende Meinung, die aber möglicherweise doch gehört werden sollte. Dennoch ist der Begriff des Ketzers durch die lange Kirchengeschichte negativ konnotiert. Daher erscheint die Begriffsbesetzung heute ambivalent, also mit gegensätzlichen Gefühlen behaftet.

Weitere Verwendung des Begriffs Ketzer im kirchlichen Kontext

Spätestens mit der Vernichtung der Albigenser um 1400 war das Wort Ketzer der Inbegriff für Irrgläubige, denen mit der gnadenlosen Verfolgung der Inquisition zu begegnen war. Es war der Übergang vom Spätmittelalter zur frühen Neuzeit, in welchem die Hexenverfolgung auf ihre grausame Blüte zustrebte. Hexerei war mit der Ketzerei eng verwandt, auch wenn ihre Opfer zu drei Vierteln Frauen waren und man der Ketzerei eher Männer bezichtigte. Beiden drohte indes das gleiche Schicksal: der Tod auf dem Scheiterhaufen nach vorheriger Folter. Erschreckend ist in diesem Kontext, dass nach der Reformation ab 1517 auch die Protestanten die Begriffe der Häresie und Ketzerei übernahmen. Alsbald vergaß die Öffentlichkeit, woher das Wort Ketzer eigentlich stammte und dass es ursprünglich besonders reinen Christen zugedacht war. Für dieses Vergessen hatte Innozenz III. mit seinem Vernichtungsfeldzug gegen die Albigenser gesorgt. Der Volksmund brachte schließlich das lateinische cathari mit dem Wort cattus für Katze zusammen, die Deutschen assoziierten folgerichtig Ketzer mit Katze und erklärten diese Assoziation damit, dass die Katze ein Tier des Teufels sei, dem die Ketzer den Hintern küssen würden. Papst Gregor IX. beschrieb dieses Ritual sogar 1233 in seiner Kirchenschrift Vox in Rama. Auch etablierte sich die Assoziation einer „katzenhaften“, nämlich falschen Art von Ketzern.

Ketzerei in außerkirchlichen Zusammenhängen

Etwa im 16. Jahrhundert wusste der Volksmund, dass Ketzerei im Wortsinn „Verfälschung“ bedeuten muss. Also galt vieles im weltlichen Bereich ebenfalls als ketzerisch, das entweder direkt eine Fälschung war, nämlich das Fälschen von Gold („Katzengold“ für das goldähnliche Imitat Pyrit), oder das von als richtig geltenden Vorstellungen abwich: Homosexuelle und Päderasten wurden „Ketzerbuben“ genannt. Diese begrifflichen Verwendungen hielten sich bis ins frühe 19. Jahrhundert.

Moderne intellektuelle Dissidenten als Ketzer

Das Wort Ketzer ist immer noch erstaunlich allgegenwärtig, obgleich es die kirchliche Fachliteratur schon seit rund 200 Jahren durch den Begriff des Häretikers ersetzt hat. Heute sind Ketzer Personen mit krass abweichenden Meinungen, bei deren Erwähnung sehr oft ein Unterton der Bewunderung mitschwingt. Je nach persönlicher Haltung könnte man die heutigen Querdenker, die sich gegen die Coronamaßnahmen auflehnen, als Ketzer bezeichnen: Es ist ein Wunder, dass noch niemand auf diese Idee gekommen ist. In intellektuellen Kreisen redet man jedoch sehr gern von ketzerischen Meinungen, wenn ein Wissenschaftler eine Position vertritt, die dem allgemeinen Konsens in dieser Sache komplett zuwiderläuft. Da Wissenschaftler jedoch wissen, dass man andere Meinungen hören muss und ihre Protagonisten keinesfalls auf den Scheiterhaufen schicken darf (auch nicht auf den intellektuellen), lassen sie den Ketzer seine Meinung verbreiten. Dieser kokettiert möglicherweise mit dem intellektuellen Dissens, indem er seine Rede mit „das klingt jetzt wahrscheinlich ketzerisch“ eröffnet. Er provoziert damit den Widerspruch, um sich selbst an ihm zu reiben und seine eigene Position durch Kritik von außen zu überprüfen. Gott sei Dank kann er das machen, denn die Scheiterhaufen für Ketzerei wurden in Deutschland nach 1813 abgeschafft.

Was bedeutet “verdamm mich” / “gottverdammmich”? Bedeutung, Definition, Erklärung, Herkunft


“Verdamm mich” und “gottverdammmich” sind umgangssprachliche Abkürzungen für „Gott verdamme mich.“

Bedeutung: “verdamm mich” / “gottverdammmich”

Ursprünglich wurde der Ausspruch verwendet, um einem Vorhaben eine starke Bekräftigung zu geben. „Wenn ich nicht …, dann soll Gott mich verdammen!“ Damit wurde das eigene Seelenheil als Pfand gegeben, also eine Selbstverfluchung angedroht. Während der Körper vergänglich ist gilt die Seele, nicht nur bei vielen Christen, als unsterblich. Diesen unvergänglichen Geist aufs Spiel zu setzen, brachte in früheren Zeiten die betreffende Person unter starken Druck. Der Aussprechende musste vom Vorhaben stark überzeugt sein, um so ein Risiko einzugehen.

Die Wurzeln des Fluchens reichen weit zurück

Schon seit Hunderten von Jahren machen Menschen weltweit ihrem Ärger durch kräftiges Fluchen Luft. Im alten Rom wurde genauso geschimpft wie in den mittelalterlichen Städten. Gott und Teufel, sexuelle Anspielungen und Fäkalsprache waren damals beliebte Inhalte der Schimpftiraden.
Vor allem gegen Gott oder andere Heilige gerichtete Flüche konnten den Betreffenden in früheren Zeiten jedoch durchaus auch in Schwierigkeiten bringen. Abhängig davon wer fluchte und was Inhalt der Schimpftirade war, wurden Strafen verhängt. Ein gotteslästerlicher Fluch konnte eine Geldbuße nach sich ziehen, Aufenthaltsverbote, Folter oder gar den Tod.

Fluchen in der heutigen Zeit

Heutzutage muss niemand mehr um sein Leben fürchten, wenn er seinem Ärger mit derben Worte Luft macht. Allerdings kann das Fluchen je nach Aufenthaltsort immer noch Auswirkungen auf den Geldbeutel haben.
In Russland werden Schimpftiraden in den Medien mit Bußgeldern geahndet.

Auch in den USA wird das Fluchen vor den Kameras einiger Fernsehsender teuer. Und nicht nur die Fernsehprominenz muss sich in den Vereinigten Staaten von Amerika vorsehen, je nach Wohnort kann lautes Frustablassen auch für den Normalbürger teuer werden. Die Stadt Middleborough im Osten der USA erzielte vor einigen Jahren Berühmtheit, weil öffentliches Schimpfen dort mit Strafzetteln quittiert wird. Im Bundesstaat Connecticut traf es im Jahr 2005 junge Schimpfende. Auf dem Schulhof der Stadt Hartfort ging es der Schulleitung zu rüde zu. Sie schaltete die örtliche Polizei ein, die Knöllchen an fluchende Schüler austeilte.
Anlässlich der Olympischen Spiele in Peking wurde dort 2008 das öffentliche Fluchen verboten. Und auch chinesische Internetnutzer müssen auf ihren Umgangston achten. Wer sich zu derbe ausdrückt läuft Gefahr, dass seine Beiträge gelöscht werden.

Schimpfkulturen weltweit

So unterschiedlich die weltweite Gesetzgebung, so verschieden ist auch die Art des Fluchens.

In einigen Ländern wie Deutschland werden gerne fäkale Ausdrücke zum Frustablassen benützt.

Italiener verfügen über ein beeindruckendes Repertoire an unterschiedlichsten Schimpfwörtern, die sich auch gerne auf nahe Familienmitglieder oder Gott und Heilige beziehen. Letztere werden in Spanien und Brasilien ebenfalls gerne in Flüche eingebaut.

Niederländer nehmen beim Schimpfen weniger Angehörige aufs Korn, sie drohen ihrem Gegenüber lieber mit Krankheiten.

Obwohl die meisten Länder liebgewonnene Fluchgewohnheiten haben, macht auch die Globalisierung nicht vor Schimpfenden halt. Das berühmte F-Wort hat sich mittlerweile in fast alle Länder der Erde verbreitet.

Gesundschimpfen

So gut wie jeder nimmt ab und an ein Wort wie „verdammmich“ in den Mund. Die Ausrufe sind meist spontan. Sie fallen in Momenten, in denen Ärger überhandnimmt. Frust verbal zu artikulieren dient in diesen Augenblicken sogar der Gesundheit. Denn statt sich aufzustauen und für Folgeerkrankungen wie Bluthochdruck oder Geschwüre zu sorgen, werden die negativen Gefühle beim lauten Schimpfen sofort abgebaut. Zudem lindert Fluchen nachweislich Schmerzen, indem es Anspannung abbaut.

Was bedeutet “rappeln” / “aufrappeln”? Bedeutung, Definition, Erklärung


Die Ausdrücke “sich rappeln”, “sich aufrappeln” oder “sich berappeln” bedeuten im wörtlichen Sinne sich wieder zu erheben.

Im übertragenen Sinne werden sie benützt um auszudrücken, dass sich jemand von einem harten Schlag oder einer Phase der Schwäche erholt.
Bildlich gesprochen: Die Person wurde von einem Schicksalsschlag niedergestreckt. Sie bleibt jedoch nicht hilflos und verletzt am Boden liegen, sondern steht auf und setzt ihr Leben fort.

“Sich zu etwas aufzurappeln” wird auch verwendet um auszudrücken, dass der Mut gefunden wird, etwas in Angriff zu nehmen. Trotz mentaler oder körperlicher Hürden wird ein Weg beschritten, der zu einem gesteckten Ziel führt.

Bedeutung: rappeln, aufrappeln, berappeln

Jeder Mensch erlebt früher oder später Krisen. Scheidung, Jobwechsel, Tod oder Krankheit eines Angehörigen oder der Auszug der Kinder. Solche Ereignisse lösen beim Betroffenen Ängste und oftmals sogar Panik aus. Die Person fühlt sich hilflos und der aktuellen Krise schutzlos ausgeliefert. Dies kann sich in körperlichen Symptomen wie Appetitlosigkeit, Schlafstörungen oder Kopfschmerzen niederschlagen.

Nicht nur der Einzelne kann durch eine Krise niedergeworfen werden. Naturkatastrophen, Kriege oder Pandemien haben zeitgleich Auswirkungen auf unzählige Menschen. Es entstehen Konflikte, kollektive Ängste und Unsicherheiten, die sich u. a. in sozialen Unruhen zeigen können.

Am Boden liegend

So unterschiedlich wie die Auslöser der Krisen sind, so individuell ist der Umgang mit ihnen. Manche Menschen, sogenannte Stehaufmenschen, rappeln sich nach einem schweren Schicksalsschlag schnell wieder auf, andere verzweifeln daran.

Die Art und Weise wie der Einzelne über Schicksalsschläge hinwegkommt und welches Maß an psychischer Belastung er aushält wird als Resilienz bezeichnet.

Ein gutes Immunsystem schützt Menschen gut vor Krankheiten. Eine hohe Resilienz schützt Menschen vor seelischen Problemen. Wer resilient ist, verliert auch in Krisensituationen nicht den Mut. Ein harter Schicksalsschlag bringt ihn kurzfristig zwar ins Schleudern, aber nicht vom Weg ab.

Vom Boden aufrappeln

Resiliente Menschen verdrängen oder leugnen Schicksalsschläge nicht. Sie durchleben sie wie alle anderen auch. Aber sie werden dadurch nicht aus der Bahn geworfen.

Ob und wie schnell sich jemand wieder rappelt hängt von zahlreichen Faktoren ab.

Eine gute Balance zwischen Blauäugigkeit und gesundem Optimismus ist ein Aspekt, die Akzeptanz von Unvermeidlichem und Gelassenheit bei Veränderungen ein anderer.

Menschen, die sich rasch wieder aufrappeln vertrauen zudem im Allgemeinen darauf, dass die Krise dank der eigenen Fähigkeiten und einem stabilen sozialen Netzwerk überwunden werden kann.

Sie können angebotene Hilfe annehmen, arbeiten aber auch selbst aktiv an Lösungen, indem sie ihren Blick nicht nur auf das Problem, sondern vielmehr auf die Lösung dessen richten.

Außerdem lassen sich Stehaufmenschen auch in der heftigsten Krise nicht vollends von Gefühlen überwältigen.

In den 70er Jahren wurde dazu eine interessante Studie vorgelegt. Ein Forscherteam hatte auf einer Insel im Zentralpazifik mehrere Hundert Kinder über Jahre begleitet. Dabei wurden Aspekte herausgearbeitet, die Menschen dabei helfen, trotz widriger Umstände erfolgreich durch das Leben zu gehen. So kristallisierte sich auch heraus, dass sich die Fähigkeit Niederlagen zu trotzen erlernen und trainieren lässt.

Den Sturz dämpfen

Die Fähigkeit zum raschen Aufrappeln liegt also nur teilweise in den Genen. Sie hängt auch von der Persönlichkeit des Menschen ab und von seinem sozialen Netzwerk. Zudem kann sie durch äußere Umständen beeinflusst werden. Positives Denken, der Glaube an sich selbst und die Überzeugung, dass das eigene Tun einen Sinn hat zeichnen ebenfalls einen Stehaufmenschen aus.

Aufstehhilfen für Liegengebliebene

Die Möglichkeiten sich Aufstehhilfen anzutrainieren sind dabei so vielfältig wie die Menschen selbst. Was dem einen hilft, kann nutzlos für den anderen sein. Allgemein gilt jedoch, dass das Aufrappeln während Krisen am einfachsten fällt, wenn Aufstehhilfen schon zuvor geschaffen wurden.
Ein stabiles Netz aus guten Freunden, auf die in jeder Situation Verlass ist, gibt Sicherheit.

Regelmäßige Entspannungspausen im Alltag stärken die Psyche und helfen eine objektive Sichtweise zu behalten.

Sich die eigenen Stärken und Schwächen bewusst zu machen fördert innere Stärke.

Ein gesunder Lebensstil tut Körper und Geist gut.
Menschen, die sich schnell wieder aufrappeln haben gelernt Schwierigkeiten nicht auszuweichen, sondern diese mit einem realistischen Blick auf das Ziel anzugehen. Dabei sind sich Stehaufmenschen auch in schweren Zeiten ihrer positiven Eigenschaften bewusst.

Wer sich solche Aufstehhilfen schafft und deren Anwendung bei kleineren Problemen testet und trainiert, kann im Falle einer größeren Krise darauf zurückgreifen und diese dank der Werkzeugkiste besser meistern.

Was bedeutet “Bock haben”? Bedeutung, Definition, Erklärung, Herkunft


Der Ausdruck “Bock haben” ist im Deutschen gleichzusetzen mit “Lust auf etwas haben”. Der Begriff ist in den 1970er- und 80er-Jahren als Phrase der Jugendsprache aufgetaucht und hat sich seitdem zu einem stehenden Begriff entwickelt.

Herkunft / Etymologie von “Bock haben”

Es gibt unterschiedliche Meinungen, worauf sich “Bock haben” zurückführen lässt. Häufig wird angenommen, dass der Ausdruck direkt mit einem Schafsbock oder einem Steinbock zusammenhängt. Solchen Tieren wird ein stark ausgeprägter Starrsinn nachgesagt. Es ist entsprechend schwierig, sie zu Aktionen zu bewegen, die sie nicht machen möchten. Wenn ein Bock beispielsweise nicht vom Bauer aufs Feld getrieben werden möchte, versteift er seinen Stand und ist nur mit sehr viel Mühe und Kraft vom Fleck zu bewegen. Darum sagen Jugendliche auch gerne, sie “haben keinen Bock”, wenn sie ausdrücken möchten, dass sie eine Aktion nicht machen wollen. Sie stellen sich also quasi auf die Hinterbeine und lassen sich – wie ein Schafbock – nur mit viel Anstrengungen dazu motivieren, eine bestimmte Handlung auszuführen.

Eine andere Wortherkunft von “Bock haben” soll dagegen im Rotwelschen liegen. Der Name bezeichnet eine Reihe von Sprachen und Dialekten, die unter gesellschaftlichen Randgruppen wie den Roma und den Sinti verbreitet ist. Rotwelsch vereinigt unter anderem Sprachfragmente der deutschen, bulgarischen und rumänischen Sprache.

Im Rotwelschen gibt es den Begriff “Bokh”. Dieser lässt sich im Deutschen mit “Hunger” übersetzen, was aber auch als “Lust” gedeutet werden kann. Wenn jemand “Bokh” hat, hat er “Hunger” auf eine bestimmte Sache. Also hat er Lust auf die Sache.

Weil nicht eindeutig belegt ist, wie die Ursprünge von “Bock haben” genau aussehen, glauben manche Sprachwissenschaftler, dass es sich bei der Wortschöpfung einfach um ein Zufallsprodukt handelt.

Bock haben: Bedeutung, Definition, Erklärung

Wenn jemand “Bock hat” auf etwas, dann hat er im Moment ein Interesse oder eine Motivation, um eine bestimmte Handlung auszuführen. Einfach ausgedrückt bedeutet “Bock haben” auch “Lust haben”. Der Begriff kann auch doppeldeutig verwendet werden, wenn es beispielsweise um das Thema Liebe oder Geschlechtlichkeit geht. Wird in so einem Kontext jemand gefragt, ob er oder sie “Bock hat”, dann ist das eine Frage, ob die Person Interesse an sexuellen Handlungen hätte. Auch diese Anspielung lässt sich wieder auf einen Bock in der Tierwelt zurückführen, weil beispielsweise Steinböcken ein starker sexueller Trieb nachgesagt wird.

Ebenso häufig wie der positive Begriff “Bock haben” wird aber auch die negative Variante in der deutschen Sprache verwendet. Hier spricht man dann von “Null Bock”, also “Keine Lust”.

Begriffe mit ähnlichen Bedeutungen

Während in den 70er- und 80er Jahren “Bock haben” eine Phrase der Jugendlichen war, gehört es heute zum alltäglichen Sprachgebrauch, der in der Familie oder unter Freunden noch Verwendung findet. Allerdings sind im Lauf der letzten Jahrzehnte auch andere Worte und Phrasen entstanden, die eine ähnliche Bedeutung haben. Unter anderem spricht man von einem “Jieper” oder kurz “Jiep”, wenn man ein dringendes Verlangen nach etwas Bestimmten hat. Im ostdeutschen Raum spricht man dagegen auch gerne mal davon, dass man “Brand hat”. Dieser Ausdruck, der sich davon ableiten lässt “darauf zu brennen, etwas zu tun”, wird oft mit dem Trinken von Alkohol in Verbindung gebracht, kann aber auch gleichbedeutend zu “Bock haben” verwendet werden.

Was bedeutet Fressefreiheit? Bedeutung, Definition, Erklärung


Der Ausdruck “Fressefreiheit” kann auf verschiedene Weisen verstanden werden:

  • Die Freiheit seinen Mund und sein Gesicht zu zeigen.
  • Die Freiheit mit unverdecktem Gesicht so zu gucken, wie man will.
  • Die Freiheit so vulgär zu reden, wie man will.
  • Falsch ausgesprochenes Wort “Pressefreiheit”

Fressefreiheit: Annalena Baerbock

Bei einer Pressekonferenz zum Moskau-Besuch mit Treffen des russischen Aussenminister Lawrow der deutschen Aussenministerin Annalena Baerbock am 18. Januar 2022 versprach diese sich und sagte statt “Presse” “Fresse” mit anschließenden “-freiheit”. Im Kontext war somit “Fressefreiheit” erkennbar.

Ihr genauer Wortlaut war: “Ich kann nochmal unterstreichen, dass bei uns die Fresse…Pressefreiheit bedeutet, dass es keine staatliche Einmischung in dem Bereich gibt.

Die Reaktionen auf diesen Versprecher waren Spott und Mitleid.

Warum Annalena Baerbock sich versprach, ist unklar. Möglicherweise sprach sie sehr schnell oder sie verhaspelte sich.

In den soziaen Medien trendete sofort der Hashtag #Fresseheit. Dieser Hashtag trendete auf Twitter am 18. und 19. Januar 2022. In den sozialen Medien waren die Reaktion geteilt. Social-Media-Teilnehmer äußerten ihren Spott und ihre Ablehnung. Andere Social-Media-Teilnehmer verteidigten Annalena Baerbock.

Weitere Bedeutung von Fressefreiheit

Kommentar der Redaktion: Gerade in Zeiten von Mund-Nasen-Schutz-Pflicht und zum Teil verdeckten Gesichtern kann der Wunsch groß sein, seinen Mund und damit das eigene Gesicht wieder zu zeigen. Man wünscht sich also die Freiheit für die Fresse. Ein vulgärer Wunsch.

Der Wunsch nach Fressefreiheit kann aber auch so verstanden werden, dass jemand so reden möchte wie ihm oder ihr der Schnabel (oder die Fresse) gewachsen ist. Ferner kann der Wunsch nach Fressefreiheit so verstanden werden, dass jemand so guckt, wie er eben will. (Ist ja seine Fresse.)

“Fressefreiheit” ist ein Programm von Ingmar Stadelmann.

“Es lebe die Fressefreiheit – was dürfen wir noch sagen?” war eine Folge von “So! Muncu!”, die im Jahr 2016 erstmalig ausgestrahlt wurde. In der Folge “Es lebe die Fressefreiheit” sprach Serdar Somuncu mit Jan Böhmermann, Dorothee Bär und Philipp Ruch.

Was bedeutet die Redewendung “Der Elefant im Raum”? Bedeutung, Definition, Erklärung, Herkunft


„Der Elefant im Raum“ ist eine Metapher für ein im Raum stehendes offensichtliches Problem, dass aber niemand ansprechen möchte.

Die Redewendung stammt ursprünglich aus dem Russischen und ist gegenwärtig vor allem im angloamerikanischen Sprachraum verbreitet, wo die Metapher als „elephant in the room“ sehr bekannt ist. Seit der Jahrtausendwende gewinnt sie allmählich im deutschen Sprachraum eine zunehmende Popularität und wurde sogar jüngst als Titel für einen Tatortkrimi verwendet.

Was ist der “Elefant im Raum”? Bedeutung, Definition, Erklärung

Es gibt ein offensichtliches Problem. Seine Allgegenwart wirkt beunruhigend bis bedrückend, doch die Anwesenden sprechen es nicht an. Die Gründe dafür können Pietät, politische Korrektheit oder auch die Furcht vor einem Tabubruch sein. Nicht zu verwechseln ist der Elefant im Raum mit unserem im deutschen Sprachgebrauch schon lange bekannten Elefanten im Porzellanladen. Dieser zerschlägt mit seiner massigen Ungeschicklichkeit das Porzellan, was eine Metapher für Menschen ist, die durch ungeschickte oder gar ungehobelte Sprüche Vertrauen und Sympathie zerschlagen.

Woher kommt die Redewendung vom Elefanten im Raum? Herkunft

Die Engländer kennen die Redensart wohl erst seit 1959, bei den US-Amerikaner, Kanadiern und Australiern kam sie noch etwas später an. Ihren Ursprung hat sie im 1873 erschienen Roman „Die Dämonen“ von Fjodor Dostojewski, der wiederum einen Verweis auf die Kurzgeschichte „Der Wissbegierige“ von Iwan Krylow enthält (erschienen 1814). Krylow beschreibt in seiner Story einen Museumsbesucher, der sich ausschließlich auf die kleinsten Exponate fokussiert. Dabei entgeht ihm das schönste und größte Exponat, ein aufwendig präparierter Elefant. Diese Metapher verwendet Dostojewski mit ausdrücklicher Erwähnung seines Schriftstellerkollegen, dessen „Krylowsche Fabel“ er offenkundig sehr bewunderte, der aber viel weniger bekannt als er selbst wurde. Daher führen wir den Elefanten im Raum auf Dostojewski zurück, doch der Ruhm für die Erfindung des treffenden Bildes gebührt Iwan Krylow.

Deutsche Metapher: Wald vor lauter Bäumen

Man darf die deutsche, immer noch sehr gängige Metapher von der Person, die den „Wald vor lauter Bäumen“ nicht sieht, mit Fug und Recht als ursprüngliche Entsprechung für den Elefanten im Raum betrachten.

Allerdings gibt es einen sehr feinen metaphorischen Unterschied: Wer den Wald vor lauter Bäumen nicht sieht, ist dazu vielleicht nicht imstande. Wer den Elefanten im Raum übersieht, tut dies mehr oder weniger bewusst bzw. vorsätzlich. Dies unterstellt schon Krylow unterschwellig seinem Museumsbesucher.

Im Übrigen scheint der Elefant als Sinnbild für übersehene Sachverhalte allgemein sehr beliebt zu sein, er taucht in noch mehr Sprichwörtern auf. Dabei kennzeichnet er häufig einen Sachverhalt, den die Anwesenden eigentlich unmöglich übersehen oder bestreiten können. Das British Journal of Education nennt als Beispiel in seiner Ausgabe von 1915 die metaphorische Fragestellung: „Is there an-elephant in the classroom?“

Damit soll eine Frage gemeint sein, die doch eigentlich jeder Schüler beantworten müsste. Der Philosoph Alfred Whitehead illustriert mit dem Elefanten die Gültigkeit oder Objektivität von unmittelbaren Sinneseindrücken. Auch Russell und Wittgenstein nutzten die Metapher Anfang des 20. Jahrhunderts bei ihren Diskussionen zum philosophischen Realismus, wobei sie anstelle des Elefanten ein Nashorn verwendeten. Sie wollten ergründen, inwieweit sich Sachverhalte von Behauptungen unterscheiden.

Adaption im Film “Elefant im Raum”

Im Jahr 2019 erschien der Tatortkrimi „Der Elefant im Raum“, womit die Redewendung im deutschen Sprachgebrauch endgültig zum Mainstream gehörte. Der Film unter der Regie von Tom Gerber (Drehbuch: Felix Benesch, mit den Darstellern Stefan Gubser, Delia Mayer, Aaron Hitz, Mona Petri und weiteren) schildert ein Attentat im politischen Milieu, das der Attentäter nach eigener Darstellung verübt hat, weil es Probleme mit kriminellen Politikern gibt, die eigentlich jeder sehen könnte, aber niemand sehen will („Elefant im Raum“) und auf die er deshalb mit einem Anschlag aufmerksam machen musste.

Was bedeutet “knorke”? Bedeutung, Definition, Erklärung, Wortherkunft


Das umgangssprachliche Wort knorke ist vorrangig im Berliner Raum bekannt, es bedeutet „sehr gut“, „klasse“, „gut gemacht“ „wirklich zufriedenstellend“. So ähnlich bezeichnen die Menschen heute einen Umstand, eine Handlung oder Sache als cool.

Herkunft und Geschichte von “knorke”

Der etymologische Ursprung des Wortes gilt als ungeklärt, es könnte aber eine Herleitung vom Ausdruck knocke geben, der im 19. Jahrhundert in etwa für „eine Handvoll“ verwendet wurde, was gleichzeitig bedeutete, dass man damit zufrieden war. Sprachforscher können die Verwendung von knorke seit 1916 im Berliner Raum nachweisen. In den 1920er- bis 1930er-Jahren war es ein beliebtes Modewort, das zur „Berliner Schnauze“ gehörte wie „icke, dette, kieke mal“, aber auch im Kabarett und im Zeitungsjournalismus verwendet wurde. Im Westberliner Sprachgebrauch starb es wohl später aus, doch in Ostberlin wird es von älteren Jahrgängen auch in den 2020er-Jahren noch gelegentlich verwendet.

Berühmte Verwender*innen von “knorke” waren:

Claire Waldoff (1884 – 1957): Sie soll sogar die Schöpferin des Wortes gewesen sein, was aber ein Mythos sein könnte. Waldoff war ihrerzeit eine berühmte Kleinkunstinterpretin und Volkssängerin, die mit Chansons im Berliner Dialekt berühmt wurde. Damit hat sie wahrscheinlich knorke populär gemacht.

Heinrich Rudolf Zille (1858 – 1929): Der Maler, Grafiker und Fotograf fand auch sehr vieles knorke, was wahrlich zu seiner knorkigen Kunst mit lokalpatriotischen und sozialkritischen Pinselstrichen passte.

Bruno Alfred Döblin (1878 – 1957): Der deutsche Psychiater war auch ein volkstümlicher Schriftsteller, der in seinen Romanen, Novellen und satirischen Essays knorkige Polemiken verfocht.

Emil Erich Kästner (1899 – 1974): Als Kabarettdichter hatte Kästner seine größte Zeit in der Weimarer Republik. Er schrieb gesellschaftskritisch und antimilitaristisch, wobei er vieles ablehnte, manches aber auch echt knorke fand. Kästner blieb nach 1933 in Deutschland, obgleich er mit Berufsverbot und Schikanen leben musste. Seine Bücher wurden verbrannt, er sah dem grässlichen Treiben als einziger Schriftsteller seiner Zeit zu.

Kurt Tucholsky (1890 – 1935) bediente sich gelegentlich des Ausdrucks knorke, hielt ihn aber schon Mitte der 1920er-Jahre für veraltet.

Weitere Überlegungen zu knorke

Agathe Lasch war eine Berliner Germanistin. Sie behauptete im Jahr 1928, dass jemand gesagt hätte, dass „Knorkes Buletten die besten“ seien. Es muss wirklich einen Händler namens Knorke im nördlichen Berlin gegeben haben, der auf schlichte Weise seine Ware anpries und allein aus phonetischen Gründen das Wort knorke zum Hit machen konnte (so die Überlegung von Lasch). Da er Fabriken belieferte, konnte sich der typische Berliner Wortwitz unter den Arbeitern schnell verbreiten.

Darüber hinaus erfuhr das Wort wohl in den 1930er-Jahren eine gewisse Karriere, denn auch die norddeutsche Jugend muss es gekannt haben: Der aus Hamburg stammende Altkanzler Helmut Schmidt erwähnte es 2010 bei Sandra Maischberger. Schmidt hatte eine andere Theorie zur Herkunft des Wortes: Seiner Meinung nach gab es im Berliner Zoo ein beliebtes Nilpferd mit dem Namen Knorke. Penibel machten sich Sprachforscher in den Jahren nach 2010 auf Spurensuche, um die Herleitung des Altkanzlers zu verifizieren, mussten aber betrübt feststellen, dass er sich geirrt hatte: Es gab in der Tat einst ein berühmtes Nilpferd in Berlin, doch es hieß Knautschke. Dennoch trugen die Berliner Zootiere zum Weiterleben von knorke bei.

Im Jahr 1956 schrieb ein Berliner Bekleidungsunternehmen einen Wettbewerb unter Schülern aus, weil es dem Zoo in Berlin einen Gorilla geschenkt hatte. Die Kinder sollten einen Namen für das Tier finden: Knorke gewann, so hieß fortan der Gorilla, der sich alsbald größter Beliebtheit erfreute. Die Kinder fanden ihn nämlich „toll“ und „klasse“. Knorke ist auch nicht wirklich ausgestorben: Die deutsche Rockband Knorkator leitete ihren Namen aus diesem Wort her.

Was bedeutet “töfte”? Bedeutung, Definition, Erklärung, Wortherkunft


Töfte ist ein dialektisches Wort aus dem Ruhrgebiet, das langsam verdrängt wird und als veraltet gilt. Auch in der Berliner Mundart ist es manchmal anzutreffen, ist dort aber weniger verbreitet. Vermehrt wird in Berlin die Ursprungsform „dufte“genutzt.

Was bedeutet “töfte”? Bedeutung, Definition, Erklärung

Töfte hat Bedeutungen wie klasse, super, toll, großartig und andere bedeutungsähnliche Adjektive. Es hebt somit hervor, dass etwas besonders positiv ist.

Ein zweites Wort, das von töfte kommt, ist Töfter. Dieses Substantiv bezeichnet einen guten und netten Menschen. Es wird jedoch seltener verwendet als das Adjektiv.

Töfte darf nicht mit Tüfte verwechselt werden, das Kartoffeln beschreibt. Dies sind zwei verschiedene Wörter.

Welchen Ursprung hat “töfte”? Wortherkunft

Das Wort töfte ist eine abgewandelte Form von dufte.
Dufte wiederum stammt aus einem hebräischen Dialekt und leitet sich von „ṭōv / tow “ ab, was mit gut, lieblich, schön, groß oder fröhlich übersetzt wird.

Der Begriff wurde zunächst unter der Abwandlung der Aussprache als „tov“ ins Westjiddische integriert, das in Deutschland, Schweiz, Belgien, Niederlanden, Luxemburg und teilweise in Frankreich, Italien und Österreich gesprochen wird.

Töfte wurde im 19. Jahrhundert in der Gaunersprache zu dufte. Dieser bezeichnete einen lohnenden Diebstahl oder Trickbetrug. Der Begriff verbreitete sich vom Berliner Raum aus in ganz Deutschland und wurde im Ruhrgebiet mit der Zeit zu dem Wort töfte.

Töfte als Adjektiv

Wie alle Adjektive kann auch töfte gesteigert werden. Die Formen sind töfte (Positiv), töfter (Komparativ) und am töftesten (Superlativ).

Mit dem Internationalen Phonetischen Alphabet (IPA) wird die Aussprache wie folgt angegeben: ˈtœftə. Die Hauptbetonung liegt daher auf der ersten Silbe, was der Betonungsstrich anzeigt. Das ö wird kurz gesprochen wie in „können“.

Anwendung in der Praxis: töfte

Das Wort töfte wird hauptsächlich mündlich beziehungsweise in Texten, die in Mundart verfasst werden, verwendet. Es kann alleinstehend oder in Verbindung mit einem Substantiv genutzt werden.

Es folgen ein paar Beispiele für die Anwendung ohne begleitendes Wort:

  • Die Party ist töfte.
  • Das Essen schmeckte echt töfte.
  • Die Frisur sieht töfte aus.

Es folgen weitere Beispiele, wie töfte in Verbindung mit einem Substantiv genutzt wird:

  • Die töfte Party.
  • Das töfte Essen schmeckt.
  • Das ist eine töfte Frisur.

Verwendung von Töfter

Dieses Wort kann wie folgt benutzt werden:

  • Jonas ist aber ein Töfter.

In Mundart könnte der Satz so aussehen: Jonas is abber n Töfter.

Was bedeutet Kokettieren? Bedeutung, Definition, Erklärung, Wortherkunft


Kokettieren ist ein viersilbiges Verb, welches drei Verhaltensweisen bezeichnen kann. Zum einen beschreibt “Kokettieren” das Benehmen, wodurch die Aufmerksamkeit eines Mannes erregt wird. Zum anderen kann das Verhalten gemeint sein, um anderen im Allgemeinen zu gefallen beziehungsweise eine Wirkung auf andere zu haben. Im übertragenen Sinne kann letztere Bedeutung auch als “mit etwas ein wenig spielen” verstanden werden.

Was bedeutet Kokettieren? Bedeutung, Definition, Erklärung

Kokettieren – Verdeutlichung an Beispielen:

1. Aufmerksamkeit eines Mannes erregen; das Gefallen eines Mannes zu erregen:

  • Natascha kokettierte den Fürsten mit ihren verführerischen Augen.
  • Männer lassen sich von ihr den Kopf verdrehen. Sie versteht es wirklich zu kokettieren.

2. Gefallen erzeugen; Wirkung auf andere haben wollen:

  • Er kokettierte mit seiner Uniform.
  • Im Gegensatz zum aufdringlichen Verhalten Heinrichs gefällt mir Johannes, weil er nicht kokettiert.

3. Mit etwas ein wenig spielen:

  • Andre kokettiert mit der Vorstellung, zu heiraten.
  • Helena fühlt sich unwohl in Berlin. Sie kokettiert mit der Idee, wegzuziehen.

Kokettieren: Etymologie, Wortgeschichte, Wortherkunft

“Kokettieren” ist die Verbform des Substantivs “Koketterie”. Es wurde als Lehnwort aus dem Französischen (coquetterie) etwa im 17. Jahrhundert in die deutsche Sprache eingeführt.

Wörtlich übersetzt bedeutet coquet “kleiner Hahn”. Der eitle Hahn, der um die Gunst der Hühner wirbt, wird auf den Menschen übertragen – allerdings nur auf das weibliche Geschlecht, obwohl der Hahn männlich ist. Eine Frau galt also als “coquet”, wenn sie mit ihren Reizen dem anderen Geschlecht aktiv und bewusst gefallen will.

Die Kokette (französisch: coquette) ist somit die “gefallsüchtige Frau”. Das Verb “kokettieren” wurde erst ein Jahrhundert später ins Deutsche entlehnt. Dass sich diese Wörter nicht nur in den Sprachgebrauch eingliederten, sondern dass sie auch eine negative Assoziation hervorrufen, ist dem Philosophen Jean Jacques Rousseaus zu zuschreiben. Er kritisierte das Kokettieren der Frauen stark. Der Ruf der als Kokette betitelten Frau wurde immer verruchter und grenzte sich nur noch knapp an dem worstammverwandten Kokotto (Prostituierte) ab.

Historische Stellungnahmen zum Kokettieren

Im sogenannten Damen Conversations Lexikon (1836) gibt es einen Absatz zur Koketterie. Dort wird sie als “falsche Grazie” beschrieben. Sie soll, ähnlich wie die Schminke für das Gesicht, eine Lüge für die Seele sein.
Der Kommentar geht so weit, dass er die Koketterie mit einem Selbstmord gleichsetzt, da es so moralisch verwerflich sei.

Auch der deutsche Philosoph und Soziologe Georg Simmel beschäftigte sich 1911 mit der Koketterie. Nach Simmel ist sie ein Mittel des weiblichen Geschlechts, um sich dem Sittengesetze zu entziehen, die von den sozial höhergestellten Männern etabliert worden sind.

Es gehe der Frau folglich nicht darum, Männer gefügig zu machen, sondern aus der normativen, männlichen Welt zu entkommen.

Thesaurus: Kokettieren

Ein moderner Ausdruck für die Bedeutung des Gefälligmachens von “kokettieren” ist “flirten; was allerdings auch ein Lehnwort aus der englischen Sprache ist.

Im Deutschen lässt sich der Begriff wohl am ehesten mit “turteln”, “tändeln” oder “liebäugeln” gleichsetzen. Diesen Worten fehlen jedoch – wie auch dem Flirten – die Aspekte des Verruchten, Spielerischen und assoziiert weder Gefallsucht noch Eitelkeit.

Das Neckische von kokettieren findet sich etwa in dem deutschen Verb “schäkern”, was so viel bedeutet wie spaßiges Flirten. Außerdem gehen das Poussieren (veraltet) und “jemandem den Hof machen” in eine inhaltlich, aber auch zeithistorisch ähnliche Richtung wie das Kokettieren.

Was bedeutet Überschwupper? Bedeutung, Definition, Erklärung


Der Ausdruck “Überschwupper” war der Versuch der Eindeutschung des Wortes “Pullover”.

Was ist ein Überschwupper? Bedeutung, Definition, Erklärung

“Überschwupper” war eine scherzhafte Eindeutschung des englischen Wortes “Pullover”. (Auch das Wort “Sweater” sollte eingedeutsch werden. Aus “Sweater” sollte “Schwitzer” werden, aber auch das setzte sich nicht durch. Bis 1967 stand “Schwitzer” im Duden der BRD. In der DDR wurde das Wort 1957 gestrichen.)

Der Ausdruck “Überschwupper” wurde 1941 aus dem Duden entfernt. Der Grund war, er setzte sich nicht durch und war wenig bis gar nicht bekannt.

Was bedeutet Überschwupper? Bedeutung, Definition, Erklärung

Wie auch das Wort “Pullover” besteht das Wort “Überschwupper” aus zwei Worten. “Over” wurde direkt zu “über” übersetzt. “Pull” bedeutet auf deutsch “ziehen”. Hier hätte das Wort “Überzieher” gebildet werden können. Jedoch ist es fraglich, ob bei einem “Überzieher” nicht so mancher an ein Kleidungsstück aus Latex denkt, welches nur in romantischen und körperlichen Situtationen zum Gebrauch kommt.

Das Wort “Schwupp” bedeutet: (lautmalerisch) ruckartige Bewegung. Auch ist der Ausdruck “Schwuppe” bekannt.

Damit würde das Wort “Überschwupper” die Bewegung beim Ausziehen eines Pullovers bezeichnen. Jedoch ist es höchst ungewöhnlich, wenn ein Pullover ruckartig anstatt von geschmeidig-fließend ausgezogen wird.

Verbreitung: Überschwupper

Am 3. Januar 2022 veröffentlichte zdfinfo auf ihrem gleichnamigen Instagram-Kanal einen Beitrag über aus dem Duden gestrichene Worte. Neben Hackenporsche und Agrumen war auch “Überschwupper” in dem Beitrag erwähnt. Dies führte zu etwas Aufmerksamkeit für das sonst unbekannte Worte.

Auch die Reddit-Community ich_iel bemerkte dieses Wort, da der Ausdruck doch stark an Zangendeutsch erinnert. Da stellt sich die Frage, ob Überschwupper nun Jugendwort des Jahres 2022 wird?

Bei Google Trends zeigt sich, dass das Wort im Januar / Febrar und August 2021 vermehrte Nachfrage bei Google erhielt. In den fünf Jahren davor, wurde es einzig im November / Dezember 2018 gesucht.

Weitere aus dem Duden entfernte Ausdrücke:

  • Agrumen – Bezeichnung für Zitrusfrüchte (wurde 1980 aus dem Duden gestrichen)
  • äteln – bedeutet “alt werden” (wurde 1961 in der BRD aus dem Duden gestrichen; in der DDR 1985)
  • Fagöttchen
  • Fedebüchse
  • Hackenporsche – Bezeichnung für Einkaufsroller / Einkaufstrolley
  • Hitlergruß – wurde 1947 aus dem Duden entfernt
  • Hundswurt – gemeint ist “Tollwut”
  • Nebelbild
  • obsten  – “Obst ernten” (wurde 1961 in der BRD aus dem Duden gestrichen; in der DDR 1967)
  • Verschimpfieren – bedeutet “jemanden beschimpfen”
  • Vorführdame – “Model”
  • Zugemüse – Bezeichnung für eine Essensbeilage (wurde im Jahr 2000 aus dem Duden gestrichen)
Bedeutungen verstehen und erkennen!


Neue Wörter finden ihren Weg in den allgemeinen Sprachgebrauch stets und immer wieder. Dabei sind es nicht nur sogenannte Jugendwörter, die den Sprachschatz erweitern. Sondern auch Wörter, die sich aufgrund der heutigen Zeit herauskristallisieren. Natürlich ist es gut zu wissen, welche Worte besonders von Jugendlichen genutzt werden. Das führt zur Verständigung zwischen den Generationen. Doch manchmal ist es gar nicht so einfach. Dann kann es von Vorteil sein, wenn es eine Art Nachschlagewerk gibt. Mittlerweile gilt der Duden bei einigen Menschen doch überholt. Umso besser, wenn es im Internet einen Platz gibt, auf dem die verschiedenen Worte nachgeschlagen werden können. Wirklich seriöse Homepages nehmen dafür auch kein Geld. Ganz im Gegenteil! Sie führen die wichtigsten und neuesten Worte sogar direkt auf der Homepage! Das macht es einfacher, die Bedeutung neuer Wörter zu erlernen. Denn gerade ältere Generationen sind manchmal im Internet nicht ganz so fit, wie die Jüngeren.

Teamsports nicht gleich Team Sport!

Es gibt Begriffe, die haben mehr als nur eine Bedeutung. So nennen sich junge Menschen unter einander “Bruder” und doch ist nicht der blutsverwandte Bruder gemeint. Sondern einfach nur der beste Freund. So ist auch Teamsports nicht gleich Team Sport. So bietet das Unternehmen 11Teamsports Zubehör für den Teamsport an. Jedoch nicht die Möglichkeit direkt vor Ort als Team Sport zu machen. Wobei dies sicher eine tolle Möglichkeit wäre als Unternehmen bekannter zu werden. Doch viel wichtiger ist es, beim Teamsport passend gekleidet zu sein. Genau darauf hat sich dieses Unternehmen ausgerichtet. Wie der Name es bereits verrät, ist Fußball die Sportart, um die es in erster Linie geht. Doch auch Jogger, Marathonläufer und Radfahrer werden im Sortiment fündig. Hinzu kommt, dass viele Sportler mehr als eine Sportart ausüben. Besonders auf dem Fußballplatz sollten die Spieler sportlich unterwegs sein. Daher gehört das Lauftraining dazu. Um für alle das passende Schuhwerk zu erwerben, lohnt es sich den Teamsport Bedarf in einem online Shop komplett abzudecken.

Wenn Marken zu Marken werden!

Im online Shop von 11Teamsports gibt es viele bekannte Markenhersteller, die ihre Trikots und Schuhe vertreiben. Es geht also nicht um Sammelmarken, wie es sie von manchen Discountern gibt. Um ein wenig beim Einkauf zu sparen, lässt sich der angebotene Sale des online Shops nutzen. Von Fußballschuhen und Bekleidung, über das passende Equipment bis hin zum Fan-Shop ist dieser gut aufgestellt. Im Bereich der Underwear geht es hingegen nicht um Tankstellenmarken, die es braucht, um gewisse Örtlichkeiten aufzusuchen. Hier geht es ebenfalls um bekannte Markenhersteller, die angenehm zu tragende Unterwäsche anbieten. So lässt es sich in diesem online Shop von Kopf bis Fuß einkleiden. Für alle sportlichen Teams können sogar Sets erworben werden. So lässt sich schon vom weiten erkennen, welcher Sportler auf dem Feld zu einer bestimmten Mannschaft gehört. Der Vorteil für große Sportclubs liegt hier eindeutig darin, dass Kinder, Frauen und Männer von einem Shop eingekleidet werden können. Das spart eine lange Suche.

Create your own Teamwear!

Neben dem gut ausgestattetem Standardsortiment gibt es auch die Möglichkeit alle Artikel in einem selbstentworfenen Design zu erwerben. Dafür braucht nur das passende Tool des Anbieters genutzt zu werden. Dies gilt sogar für Schuhe. Die direkt mit dem Namen des Trägers versehen werden können oder einfach nur der Teamnummer. In Verbindung mit Emojis und Flaggen wird so jeder Schuh zu einem wahren Unikat. Für Fans eines bestimmten Teams bietet der online Shop das Highlight, seine eigene Nummer mit eigenem Namen auf einem Trikot drucken zu lassen. Hat ein Fußballspieler z. B. den Namen “kleiner Teufel” kann er diesen mit der Zahl 66 auf sein Trikot drucken lassen. So ist er als Fan seiner liebsten Mannschaft zu erkennen. Der Vorteil liegt darin, dass er nicht mehr der eine Fan unter vielen ist, sondern ein ganz spezieller, an den sich viele erinnern. Einfach aufgrund des Namens und der Zahl. Dieser Aufdruck bleibt in Erinnerung!

Eigenes Design auf jedem bestellten Produkt!

Dabei bietet 11Teamsports noch ein weiteres Highlight an. Auf alle bestellbaren Artikel können Namen, Emojis oder Flaggen aufgedruckt werden. Entweder nach einem vorgegebenen oder selbst gewählten Design. Die Möglichkeit besteht eigene Bilder hochzuladen und zu verwenden. Vielleicht wird der Fußball auf dem Bolzplatz so zum “Feuerball” oder gar “Donnerblitz”? Das lässt gleich verlauten, dass noch ein weiteres Hobby hinzukommt. Denn noch immer ist das Spiel und die Serie Pokémon sehr beliebt. Da können sich gemeinsame Interessen auf dem Fußballplatz verdeutlichen. Vielleicht wird der Gegner dadurch zum Freund und es geht demnächst gemeinsam auf die Suche nach den Pokémons mit der dafür geeigneten App? Vieles ist möglich! Denn Fußball allein wäre auch viel zu wenig, um sein Leben voll und ganz auszufüllen. Doch es bleibt bei vielen das interessanteste und wichtigste Thema!

Sportball oder Sportball?

Besonders zur Winterzeit gibt es auch von vielen Sportvereinen Events, die gar nichts mehr mit der eigentlichen Sportart zu tun haben. So sollte der Sportball eher auf dem Fußballplatz genutzt werden. Zur Weihnachtszeit kann jedoch ein Verein auch zum Sportball einladen. Dann heißt es hübsche Garderobe tragen und mit den Liebsten über das Parkett zu tanzen. Sportliche Schuhe können stilvoll aussehen und sind doch bequem genug, um einen ganzen Abend lang durchtanzen zu können. Mit den passenden Strümpfen gibt es auch keine Schweißfüße. Denn diese bestehen oftmals aus luftig leichtem Stoff, der Flüssigkeit nach außen trägt und gleichzeitig verschiedenen Gerüchen vorbeugt. Dickere Socken sind dabei oft am beliebtesten. Schließlich schützen sie die Füße viel mehr als dünne Socken. Das jedoch ist eher auf dem Sportplatz ein Vorteil. Zum Sportball am Abend sollten die Socken nicht zu dick auftragen. Zumal die Liebste in ihren Schuhen wohl eher weniger Strümpfe tragen dürfte.

Fazit

Dieser online Shop bietet allen Sportlern genau das, was sie brauchen, um sich als Team zu präsentieren. Dabei lassen sich alle Artikel individuell bedrucken und so zu einem Unikat machen. Die Sportswear lässt sich auch im Alltag tragen. Ein Vorteil ist es natürlich, dass 11Teamsports auch direkt einen Fan-Shop anbietet. So lässt sich alles an einem Ort im Internet finden, was das Herz begeht. Darüber hinaus gibt es auch das passende Equipment. Von namhaften Herstellern und führenden sportlichen Marken. Zum fairen Preis! Wem das nicht reicht, der wird sicher im Sale fündig. Denn nicht immer muss alles gleich teuer sein. Selbst, wenn gute Qualität seinen Preis hat.

Was bedeutet “Wichswichtel”? Bedeutung, Definition, Erklärung


“Wichswichtel” ist eine im Dezember 2021 populär gewordene vulgäre deutsche Beleidigung, die Geringschätzung ausdrückt.

Als “Wichswichtel” werden bemitleidenswerte Personen bezeichnet, die mit ihrem Verhalten Schaden anrichten.

Was bedeutet “Wichswichtel”? Bedeutung, Definition, Erklärung

Urheber der Beleidigung ist der Twitter-User “Cobe” (@LastKobeAlive), der am 9. Dezember 2021 um 22:32 einen Tweet veröffentlichte, in dem er sich äußerte, dass “wir” wegen den Impfverweigerern die aktuelle Corona-Situation und 4. Welle haben. Er beendete seinen Tweet mit “Ihr Wichswichtel”. (Jedoch ist “Cobe” (@LastKobeAlive) nicht der Schöpfer des Ausdrucks. Denn das Wort findet sich schon vor seinem Tweet auf Twitter.)

Seine Wortneuschöpfung kam auf Twitter gut an, so dass der Hashtag #Wichswichtel schnell populär wurde.

Der Ausdruck Wichswichtel erfüllt auf mehrere Ebenen die Kriterien für ein Wort, dass man sich gut merken kann. Der Ausdruck ist witzig und als Beleidigung nicht zu hart / schwer.

“Wichswichtel” ist ein zusammengesetztes Substantiv, das aus zwei Worten besteht, die eine Alliteration darstellen. (Sie haben den gleichen Anfangsbuchstaben.) Alliteration kann man sich besonders gut merken.

In der Verbindung beider Worte wird ein vulgärer Ausdruck mit einer Verkleinerung kombiniert. Dies führt dazu, dass der vulgäre Ausdruck harmloser wirkt, während die Verkleinerung mehr Gewicht erhält.

“Wichswichtel”: Bedeutung, Definition, Erklärung

Der Wortbestandteil “Wichtel” ist eine Verkleinerung (Diminutiv), was gleichzeitig auch die Bedeutung und Wichtigkeit der betitelten Personen reduziert sowie herabsetzt. (“Wichtel” ist der Diminutiv von Wicht.)

Als “Wichte” werden in der deutschen Umgangssprache kleine Kinder oder kleine Junge bezeichnet. “Wicht” wird aber auch als Beleidigung für eine bemitleidenswerte Person verwendet. Der Ausdruck “Wicht” kommt auch im Wort “Bösewicht” vor.

“Wichtel” sind kleine Wesen, die in den Sagen und Geschichte gute Dinge verrichten. Gerade zu Weihnachten sind die “Weihnachtswichtel” populär. (Damit hat die Beleidigung im Dezember auch einen saisonalen Bezug.)

Der Wortbestandteil “Wichs” ist Teil einer sehr populären Tätigkeit (*sen) und Teil einer sehr populären deutschen Beleidigung (*ser).

Der Ausdruck “Wichswichtel” kann als Steigerung der Beleidigung “Wicht” betrachtet werden.

Weitere Interpretation Wichswichtel

Gerade im Kontext der Weihnachtswichtel möchte man scherzhaft sagen, dass die “Wichswichtel” die bemitleidenswerten Brüder der Weihnachtswichtel sind. Während die Weihnachtswichtel Geschenke bringen und dem Weihnachtsmann eine Hilfe sind, so machen die Wichswichtel das Gegenteil. Sie blockieren, stören, nerven und sabotieren. Sie richten Schaden an und glauben noch, dass sie das richtige tun.

Was bedeutet “fair enough”? Bedeutung, Definition, Erklärung


Grundsätzlich ist “fair enough” eine Erwiderung in einem Dialog. Der/die Sprecher/in bringt mit der Phrase zum Ausdruck, dass er/sie dem Gegenüber eine bestimmte Kompetenz zugesteht oder der vorhergehenden Äußerung mehr oder weniger zustimmt. Häufig scheint “fair enough” aber auch ein kleines “Aber” zu implizieren. Jedenfalls kann der/die Sprecher/in auf diese Weise andeuten, dass zum fraglichen Thema noch nicht alles gesagt ist. Es ist deshalb eine recht diplomatische Äußerung, kann je nach Kontext aber auch kritisch verstanden werden.

Was bedeutet “fair enough”? Bedeutung, Definition, Erklärung

A: “I really can’t finish two tasks in one afternoon. I’ll complete the second one tomorrow.”
B: “Fair enough, tomorrow it is.”

A: “We meant to be here in time, but we got stuck in the traffic.”
B: “Fair enough, but you could have called.”

A: “I don’t want to talk to Alice after what happened last weekend!”
B: “You’re upset, fair enough, but she’s really trying to make amends.”

Wörtliche Bedeutung von “fair enough”

“Fair” ist ein Adjektiv, das im Englischen eine Vielzahl an recht unterschiedlichen Bedeutungen hat. Das Wort leitet sich vom Germanischen “fagraz” ab, was so viel wie “schön” bedeutet. Neben den heute gängigen Bedeutungen von “fair” – gerecht, gut, vernünftig, annehmbar – heißt es außerdem nach wie vor “schön”, aber auch “hellhaarig”.

In der Phrase “fair enough” ist “fair” am besten im Sinne von “vernünftig” oder “redlich”.

Der Zusatz “enough” (dt: “genug, ausreichend”) kann hier sehr wohl wörtlich verstanden werden, in dem Sinn, dass dem/r Sprecher/in eine Erklärung, eine Anregung oder eine Entschuldigung genügt und er/sie diese akzeptieren kann. Es gibt aber auch eine gewisse Analogie zu Phrasen wie “interesting enough” oder “funny enough”. Hier wird das “enough” eher als Zugeständnis an das Gegenüber verstanden, das vielleicht eine andere Reaktion erwartet hat. In diesem Sinne könnte “fair enough” so gedeutet werden: “Ich könnte mir vorstellen, dass du eine andere Erwiderung von mir erwartest oder denkst, dass ich mich deiner Aussage nicht übereinstimme. Ich stimme sehr wohl mit dir überein, wenn auch nicht besonders leidenschaftlich.”

Der Ursprung der Phrase “fair enough”

Es wird manchmal behauptet, dass “fair enough” zuallererst im Kontext des Schiffsbaus verwendet wurde. Allerdings ist diese Hypothese schlecht untermauert. Was wir sicher wissen ist, dass “fair enough” erstmals in Schriften des frühen 19. Jahrhunderts auftaucht, und zwar auch hier zumeist im Dialog. Allerdings stand die Phrase anfangs noch nicht alleine, sondern in Verbindung mit einem Verb, zum Beispiel wie in “it seems fair enough”. Erst einige Zeit später kam es als alleinstehende Phrase in Mode.

Mögliche Übersetzung von “fair enough” ins Deutsche

In deutschen Übersetzungen von Texten oder Drehbüchern wird “fair enough” mit einer Reihe verschiedener Wörter und Phrasen wiedergegeben. Dazu gehört etwa:

  • Okay
  • Geht in Ordnung
  • Alles klar
  • Ich verstehe
  • Meinetwegen

Keine dieser Übersetzungen ist aber mit jeder Verwendung von “fair enough” kompatibel. Es muss situativ eine davon ausgewählt werden, damit sich die deutsche Variante dem englischen Originaltext bestmöglich annähert.

Alternativen zu “fair enough”

Im Englischen kann “fair enough” durch folgende Ausdrücke ersetzt werden:

  • Alright (dt.: In Ordnung)
  • Accepted (dt.: Akzeptiert)
  • Okay
  • Very well (dt.: sehr gut, auch: Na schön)
  • Fine (dt.: gut, fein, schön)
  • Agreed (dt.: Ich stimme dir zu)

Wer gerne englischsprachige Romane liest oder Serien im englischen Original ansieht, stößt mitunter auf die stehende Wende “Fair enough”, die fast ausschließlich in der Konversation verwendet wird. Aber in ganz bestimmten Kreisen gehört “fair enough” zu den englischen Phrasen, die, ähnlich wie “by the way” oder “oh, my God” auch im Deutschen gebraucht wird.

Heißt es “Yacht” oder “Jacht”? Heißt es “Yoga” oder “Joga”? Erklärung


Die sicherste Quelle, um herauszufinden wie ein Wort geschrieben wird, ist der Rechtschreibduden. In der neuesten Ausgabe, es ist die 28. Auflage vom 12. August 2020, finden sich 148.000 Wörter, darunter auch „Jacht“ und „Yoga“. Es handelt sich um zwei besonders interessante Wörter, weil ihre Rechtschreibung für einen großen Teil der Bevölkerung unklar ist.

Heißt es “Yacht” oder “Jacht”? Erkläruing

Wer unter dem Stichwort Yacht im Duden nachschlägt, findet die Information, dass prinzipiell beide Schreibweisen richtig sind: Yacht und Jacht. Wobei die Schreibweise mit dem Buchstaben „J“ empfohlen und die Schreibweise mit dem Anfangsbuchstaben „Y“ lediglich als Alternative dazu angesehen wird. Dennoch: Beides ist erlaubt.

Heißt es “Yoga” oder “Joga”?

Anders sieht es mit dem Stichwort Yoga aus. Hier ist im Duden klar geregelt, dass es nur noch eine einzige reguläre Schreibweise gibt, nämlich die mit dem Anfangsbuchstaben „Y“. Warum das so ist, wird im Folgenden näher erläutert.

Yacht als erlaubte Alternative zur Jacht

Bei einer Jacht handelt es sich um ein schnelles Segelschiff. Die Wort Jacht kommt ursprünglich aus dem Mittelniederdeutschen (eine spätmittelalterliche Sprachform) und existiert heute noch in dieser Form im Niederländischen. Denn Mittelniederdeutsch wurde in Norddeutschland und im Nordosten bis in die Mitte der Niederlande gesprochen. „Jacht“ im Niederländischen bedeutet ins Deutsche übersetzt „Jagd“.

Im Mittelniederdeutschen gab es das Wort Jachtschip und meinte ein schnelles Jagdschiff. Die heute übliche Bezeichnung „Jacht“ ist eine Abkürzung des Begriffs Jachtschip. „Jacht“ gelangte also aus der mittelniederdeutschen Sprache über das Niederländische in den modernen deutschen Sprachschatz. Aus diesem Grund wird die Jacht üblicherweise mit dem Buchstaben „J“ geschrieben. Sie bezieht sich direkt auf ihre ursprüngliche Schreibweise.

Allerdings ist es laut Duden ausdrücklich erlaubt, auch den Anfangsbuchstaben „Y“ zu verwenden. Denn bei aller Tradition ist die deutsche Sprache lebendig und bezieht sich auch auf ausländische Schreibweisen. „Yacht“ kommt aus dem Englischen und ist im maritimen Rahmen sowohl international als auch in Deutschland geläufig. „Yacht“ darf also auch mit dem Buchstaben „Y“ geschrieben werden.

Yoga ja, Joga nein

Im Jahr 2017 hat der deutsche Rechtschreibrat entschieden, dass die Schreibweise Joga veraltet und nur noch die mit dem Anfangsbuchstaben „Y“ richtig ist. Yoga ist ein indisches Wort und stammt ursprünglich aus dem Sanskrit. Es wird in der englischen Sprache mit einem „Y“ umschrieben.

Bis ins Jahr 2017 war im Rechtschreibduden die Schreibweise mit dem Anfangsbuchstaben „J“ vorgeschrieben. Dass sich dies änderte, lag daran, dass die meisten Yoga-Meister aus Indien stammen, englisch sprechen und ihre Bücher und Lehren hauptsächlich ins Englische übersetzt werden. „Yoga“ entspricht der englischen Schreibweisen, die also vor einigen Jahr offiziell vom Duden aufgenommen und empfohlen wurde. Die deutsche Schreibweise „Joga“ ist heutzutage nicht mehr korrekt.

Wie wird das Y verwendet?

Das Y ist ein sehr spezieller Buchstabe. Es gibt für das Y keine einheitliche Aussprache im Deutschen. Außer einige Eigennamen, wie beispielsweise Yvonne, gibt es kein ursprünglich deutsches Wort, das mit dem Buchstaben „Y“ beginnt. Der Buchstabe kann als Konsonant, als Vokal oder als Umlaut verwendet werden. Es kommt darauf an, wo das Y in einem Wort steht.

Als Anlaut steht das Y am Wort- oder auch am Silbenanfang. Folgt ihm ein Vokal, dann verhält es sich wie ein Konsonant, konkret wie ein J, beispielsweise Yoga oder Yacht. Es sind Wörter, die auch mit dem Anfangsbuchstaben J geschrieben werden könnten, jedenfalls theoretisch. Fehlt ein folgender Vokal, muss das Y, damit es ausgesprochen werden kann, als Vokal verwendet werden, beispielsweise bei dem Wort Ysop (eine Gewürz- und Heilpflanze).

Das Y im Wortinnern verhält sich anders. Hier wird es entweder wie ein I ausgesprochen, das heißt als Vokal verwendet, beispielsweise in dem Wort „bayrisch“ oder als Umlaut wie ein Ü, beispielsweise in Sylt oder Bad Pyrmont. Welche Variante gerade die richtige ist, ergibt sich aus der Tradition. Wenn das Y allerdings in einem Lehnwort aus dem Griechischen vorkommt, wird es grundsätzlich als Ü ausgesprochen, beispielsweise in Psyche, Xylophon, Typ oder Analyse. Bei Lehnwörtern aus dem Englischen wird das Y immer als I ausgesprochen, beispielsweise in Hobby.

Was ist das Y?

Ein Vokal ist ein „tönender Buchstabe“, deswegen zählt das Y nicht zu den Vokalen. Es ist kein Laut. Vokale sind sogenannte Selbstlaute, das heißt sie können allein für sich stehen und allein ausgesprochen werden: a, e, i, o und u. Konsonanten hingegen sind sogenannte Mitlaute. Sie können nur mithilfe eines oder mehrerer Vokale und Buchstaben ausgesprochen werden: ha für h, be für b, Zett für z oder Ypsilon für y.

Weil das Y kein eindeutiger Vokal ist, kann er in Verbindung mit anderen Buchstaben entweder als I, als Ü oder als J ausgesprochen werden. Dem Y kann also kein eindeutiger Vokallaut zugeordnet werden. Das Ypsilon benötigt sogar insgesamt sechs weitere Buchstaben, um ausgesprochen werden zu können. Es ist also definitiv kein Vokal, auch wenn es unter bestimmten Umständen wie einer verwendet wird.

Was bedeutet “Lucky Punch”? Was ist das? Bedeutung, Definition, Erklärung


Bei einem Lucky Punch handelt es sich um einen Treffer oder einen Punkt, der überraschend getroffen wird und nahezu allein für einen Erfolg verantwortlich ist. Die Felder, in denen ein Lucky Punch zum Erfolg führen kann, sind vielfältig und in den Bereichen Sport sowie auch im Alltagsleben im übertragenen Sinne daheim.

Was bedeutet “Lucky Punch”? Bedeutung, Definition, Erklärung

Ein Lucky Punch ist besonders dann so benannt, wenn in der Situation nicht unbedingt mit ihm zu rechnen war. Stattdessen sind es ausgeglichene Situationen, die in die eine oder andere Richtung kippen können, welche dann über einen Lucky Punch zu einer Entscheidung kommen. Dies gilt in den verschiedenen Bereichen, in welchen die Begrifflichkeit vorkommt und eine Rolle spielt. Wenn es irgendwo Spitz auf Knopf steht, dann kann ein Lucky Punch die Entscheidung bringen und den Ausschlag für die eine oder andere Seite bringen. Wird der Begriff wortwörtlich genommen, dann handelt es sich um einen glücklichen Schlag. Doch es ist de facto nicht stets das Glück, das zu dem Schlag führt. Stattdessen muss der gewinnbringende Schritt so verstanden werden, dass es mit ihm auf einen Schlag gelingen kann, den Kampf oder Wettbewerb zu beenden.

Was ist ein Lucky Punch im Sport?

Am häufigsten zu hören ist die Begrifflichkeit des Lucky Punchs zweifelsfrei im Boxsport. Hier handelt es sich nicht nur im übertragenen Sinne um einen Schlag, der am Ende zum Erfolg führt, sondern man kann die Bedeutung tatsächlich wortwörtlich übernehmen. Doch auch andere Sportarten bieten durchaus Möglichkeiten, dass am Ende eines Wettkampfes oder Matches von einem Lucky Punch gesprochen wird. So kann ein Team beim Fußball, welches sich in der meisten Zeit der Partie in der Defensive befunden hat, mit einem einzigen Konter das Spiel zu seinen Gunsten entscheiden und so den entscheidenden Stoß schaffen, der zum Sieg führt. Dies gilt auch für andere Ballsportarten, in denen es möglich ist, durch einzelne Konter zum Erfolg zu kommen und den Gegner entscheidend zu schwächen.

Auch im Golfsport beispielsweise kann durchaus ein Lucky Punch gelingen. Ein Akteur, der nach den ersten gespielten Löchern deutlich zurückliegt, kann mit einem sogenannten Hole in One dafür sorgen, dass er plötzlich an die Spitze katapultiert wird. Hier kommt jede Menge Können mit dem gewissen Etwas an Glück zusammen und die Kombination sorgt dafür, dass sich das Tableau schlagartig ändern kann. Im Wintersport gelten ähnliche Regeln, wenn beispielsweise 2 Läufe notwendig sind und ein Läufer oder eine Läuferin im zweiten notwendigen Run die vorherige Zeit deutlich verbessert.

Was kann ein Lucky Punch im Berufsleben sein?

Grundsätzlich kann es bei den verschiedensten Herausforderungen dazu kommen, dass uns ein Lucky Punch gelingt. Wer zum Beispiel in zähen Verhandlungen steckt und einen neuen Geschäftspartner für sich gewinnen möchte, der kann durchaus durch ein besonders gelungenes Gespräch, ein Argument oder eine Präsentation den entscheidenden Schritt in die richtige Richtung machen. Auch wenn der Faktor Glück bei dieser Handlung keine große Rolle spielt, kann im übertragenen Sinne dennoch vom Lucky Punch gesprochen werden. Gleiches gilt bei der Vollendung eines Projektes, das bisher an einer Fragestellung gehapert hat, die mit einem weiteren Arbeitsschritt gelöst werden kann.

Was bedeutet fungibel? Was ist Fungibilität? Bedeutung, Definition, Erklärung


Fungibilität ist die Eigenschaft von Gütern, nach Maßeinheit, Zahl oder Gewicht bestimmbar bzw. konkret messbar zu sein und dies macht sie somit innerhalb einer bestimmten Gattung durch andere Stücke ersetzbar. Das Wort fungibel bezieht sich dabei ebenfalls auf austauschbare Dinge, wird jedoch eher als abwertende Definition verwendet. Auch, wenn beide Begriffe im ersten Moment vollkommen gleich erscheinen, ist es sehr wichtig diese getrennt voneinander zu betrachten.

Was bedeutet fungibel? Was ist Fungibilität? Bedeutung, Definition, Erklärung

Der Begriff fungibel hat eine etwas andere Bedeutung als die sogenannte Fungibilität. Zunächst besteht jedoch erst einmal die Gemeinsamkeit, dass es sich um austauschbare Dinge handelt, die man im Zweifel einfach ersetzen kann.

Zu unterscheiden ist jedoch, dass es sich bei der sogenannten Fungibilität in der Tendenz um einen Austausch im positiven Sinne handelt. Dies soll somit vor allem auch bedeuten, dass man zum Beispiel ein Werkstück oder ein Geschirrteil ohne jegliches Problem ersetzen kann, da es genügend vergleichbare Produkte gibt.

Ist etwas fungibel, meint man damit jedoch gar nicht in jedem Fall, dass ein spezifischer Gegenstand ersetzt werden kann, sondern eher entsorgt werden sollte. Ein Ersatz ist dann eher sinnvoll, weil man einen bestimmten Gegenstand als obsolet oder gar minderwertig betrachtet.

Fungibel können zudem auch bestimmte Dinge sein, die nicht mehr in die Zeit passen, zum Beispiel weil es sich hierbei um eine stark veraltete Technik handelt. Im Zuge der immer weiter voranschreitenden Digitalisierung wird es künftig sicher immer mehr Dinge geben, die im hohen Maße fungibel sind.

Siehe auch: Was bedeutet “tangibel”?

Verwendung von fungibel und Fungibilität

Die Begriffe fungibel und Fungibilität sind nicht gerade als modische Jugendwörter bekannt, dennoch gewinnen Sie zunehmend immer stärker an Bedeutung. Diese steigende Relevanz lässt sich jedoch im besonderen Maße in akademischen Kreisen und in der älteren Bevölkerung feststellen.

Zwar gewinnen die Begriffe fungibel und Fungibilität immer stärker an Bedeutung, jedoch gibt es auch recht deutliche Unterschiede. Beide Begriffe finden sich wesentlich häufiger in Schriftstücken oder Beiträgen im Netz wieder. Im alltäglichen Sprachgebrauch kann eine derartige Relevanz bisher jedoch noch nicht festgestellt werden.

Fungibilität ist ein sehr vielfältiger Begriff

Die sogenannte Fungibilität ist tatsächlich ein ganz besonders vielfältiger Begriff. Beschäftigt man sich nun jedoch noch einmal wesentlich tiefgründiger mit diesem Begriff, sollte man auch die Überlegung anstellen, woher dieser Begriff eigentlich stammt.

Die sogenannte Fungibilität ist ein Begriff, der aus dem Bereich der Betriebswirtschaft stammt. Es ist somit vor allem auch zu bedenken, dass es sich hierbei nicht nur um Waren und Güter materieller Art handelt, die eine vergleichbare Beschaffenheit aufweisen und somit ersetzbar sind.

Es können auch Aktien, Fonds oder Wertpapiere im Bereich der Fungibilität verortet werden. Hier ist dann konkret gemeint, dass sich die jeweiligen Produkte auf dem Finanzmarkt sehr schnell austauschen lassen.

Man stelle sich nun eine Aktie oder einen Fonds vor, der ganz bestimmte Eigenschaften hat. Nun gibt es jedoch vergleichbare Produkte auf dem Markt mit nahezu deckungsgleichen Eigenschaften. Ein anderer Fonds oder eine andere Aktie können jedoch mit geringeren Kosten einen ebenso gute Rendite erzielen. Nun wird man also die Überlegung anstellen das Produkt zu wechseln.

Fungibilität von Finanzprodukten kann zudem auch dann vorliegen, wenn zwei Produkte auf dem Markt vollkommen deckungsgleich sind. Hier könnte man dann ohne zusätzliche Gewinne oder Verluste einen Austausch vornehmen.

Was ist eine Catchphrase? Wie funktionieren Catchphrases? Bedeutung, Definition, Erklärung


Eine Catchphrase ist ein bestimmter Satz oder eine bestimmte Redewendung einer Person, die in vielen Situationen wiederholt wird, so dass sie sich in unserem Gedächtnis festsetzt und wir sie manchmal ganz natürlich wiederholen. Catchphrases erhalten durch die Werbe- und Filmindustrie häufig Kultstatus, was das Phänomen, dass fast jeder Mensch auf der Welt sie kennt, noch verstärkt.

Ein Beispiel gefällig: Wer ist für “Hasta la vista, baby” bekannt?

Was ist eine Catchphrase? Wie funktionieren Catchphrases? Bedeutung, Definition, Erklärung

Catchphrasen können Schlagworte für wichtige Reden, Produktslogans, Anzeigen, Kampagnenmottos und vieles mehr sein. Doch was macht einen guten Slogan aus, wie denkt man sich Catchphrases aus und wie lassen sich diese verwenden?

Grundsätze einer guten Catchphrase:

  • Sie muss kurz und einfach sein (in der Regel etwa 10 Wörter oder weniger).
  • Sie muss umständliche Formulierungen vermeiden.
  • Sie muss einprägsam und angenehm zu hören sein.
  • Sie muss eine Art von Gefühl oder Zustimmung hervorrufen.

Eine Catchphrase soll sich in den Köpfen der Zuhörer einprägen, so dass sie es nach dem Sprechen im Geiste wiederholen können.

Was macht einen Werbespruch angenehm und einprägsam?

  • Reimen
  • Alliteration
  • Der Tonfall beim Aussprechen (manchmal werden Catchphrases sogar gesungen)
  • Parallelismus (gleiche Anzahl von Silben vor jedem Reim)
  • Vermeiden Sie die Vergangenheitsform, verwenden Sie mehr “eine oder einer” als “der” und vermeiden Sie spezifische Pronomen wie “er” oder “sie”.
  • Redewendungen
  • Markante Wörter

Mit Brainstorming zum ersten eigenen Catchphrase

Jeder Mensch kommt auf andere Weise auf Ideen, aber die folgende Methode hat sich bewährt:

1. Denken Sie an das Thema/Argument, für das Sie einen Catchphrase suchen.

2. Schreiben Sie eine Liste von Wörtern/Sätzen, die zu dem Thema passen.

Wenn das Thema zum Beispiel eine Sache ist, die ineffektiv ist, machen Sie sich eine Liste mit Wörtern wie diesen:

Nutzlos, ineffektiv, leichtsinnig, rücksichtslos, gescheitert, fruchtlos, unrentabel, unzureichend, Müll, erfolglos, unfähig, lahm, schrecklich, inkompetent, schwach, schwach, ungeeignet.

Googeln Sie Synonyme, wenn Sie Schwierigkeiten haben, Wörter zu finden. Wenn Sie möchten, können Sie auch nach Synonymen für jedes der Wörter suchen und eine größere Liste erstellen.

3. Versuchen Sie, die Wörter zu einer Phrase zusammenzusetzen.

Wenn es Wörter gibt, die sich reimen oder gut zusammenpassen, versuchen Sie, sie miteinander zu kombinieren. Indem man möglichst viele Wortkombinationen ausprobiert, findet man schließlich etwas, das für das Ohr angenehm klingt.

4. Wenn Ihnen noch nichts einfällt, benutzen Sie ein Reim-/Alliterationen-Wörterbuch.

Es gibt viele solcher Wörterbücher, beispielsweise Anwendungen wie Rhymer und Alliteration Finder. Der Alliteration Finder ist nützlicher, als man denkt, denn er sucht vorrangig nach Wörtern, die sich auf das gesuchte Wort reimen oder besonders gut klingen. Tools wie diese sind sehr geeignet, um erste Ideen zu sammeln.

5. Geben Sie sich nicht mit dem ersten Entwurf zufrieden!

Versuchen Sie, jeden Ihrer Catchphrases zu verbessern. Wenn einer der Grundsätze des “Wohlklangs” fehlt, versuchen Sie, ihn nachträglich einzubauen. Können Sie ihn zum Beispiel kürzer machen? Sie einprägsamer machen? Eine Alliteration hinzufügen?

Warum sollte man die eine oder andere Catchphrase kennen?

Eines der wichtigsten Argumente für das Erlernen von Catchphrases ist die Tatsache, dass sie immer in bestimmten Situationen wiederholt werden können, um diese aufzulockern. Oft werden sie sogar unbewusst gesagt und klingen dann natürlich und lustig zugleich. Dadurch wird das Gespräch entspannter, der Verwender der Catchphrase erscheint schlagfertig.

Ein berühmtes Beispiel für eine Catchphrase im Englischen ist “Hasta la vista, babe!”. Oder ist das vielleicht sogar ein Beispiel für eine Catchphrase auf Spanisch? Jedenfalls wurde es in einem weltweit sehr erfolgreichen Film gesagt und ist daher in praktisch jedem Winkel der Erde bekannt geworden. Ein weiterer berühmter Spruch ist “How you doin’?” (Wie geht’s denn so?), der von der Figur Joey (Matt LeBlanc) aus der erfolgreichen Serie “Friends” verwendet wird. Es gibt auch Fred Feuersteins “Yaba daba doo!” und das bekannte “Was gibt’s, Doc?” (Was ist los, alter Mann?) von Bugs Bunny.

Jegliche Form von Redewendungen sind Teil der Kultur eines Landes. Catchphrases beziehen sich auf einen Film, eine bekannte Persönlichkeit, einen Hit, etwas, das im Fernsehen, im Radio, in einem politischen Medium, im Internet usw. gesagt wurde. Als Teil der Kultur der Menschen und ihrer Sprache machen manche Catchphrases nur Sinn, wenn wir ihren Ursprung kennen. Und dieses Wissen bringt uns dem kulturellen Faktor hinter der Sprache näher.

Catchphrases können jederzeit in einem lockeren, entspannten, neutralen Gespräch verwendet werden, oder wenn wir den Eindruck haben, dass das Gespräch dies zulässt. Es schadet also niemandem, ein paar Catchphrases im Gedächtnis zu haben und diese bei der richtigen Gelegenheit anzuwenden. Ihre Gesprächspartner werden es Ihnen danken.

Im Folgenden finden Sie einige berühmte englische Redewendungen, damit Sie eine Vorstellung davon bekommen. Einige sind in einem englischsprachigen Land sehr viel bekannter als in anderen. Es gibt jedoch auch solche, die sich international wie ein Lauffeuer verbreitet haben sind und die man unbedingt kennen sollte.

Catchphrase: Beispiele

  • May the force be with you. [Möge die Macht mit dir sein!]
  • Elementary, my dear Watson. [Elementar, mein lieber Watson.]
  • The same thing we do every day, Pinky: try to take over the world. [Daselbe, was wir jeden Tag tun, Pinky: Versuchen die Weltherrschaft an uns zu reißen.]
  • Ding dong! [Ding Dong!]
  • Bond. James Bond. [Mein Name ist Bond. James Bond.]
  • I see dead people. [Ich sehe tote Menschen.]
  • You talkin’ to me? [Redest du mit mir?]
  • Go ahead! Make my day! [Los, mach schon! Rette meinen Tag!]
  • I’m going to make him an offer he can’t refuse. [Ich werde ihm ein Angebot machen, dass er nicht ablehnen kann.]
  • I’ll be back. [Ich werde wieder kommen.]
  • Hey! Ho! Let’s go! [Hey! Ho! Let’s go!]
  • Screw you, guys! I’m going home! [Leckt mich, Leute! Ich gehe nach Hause!]
  • Say hello to my little friend! [Sag hallo zu meinem kleinen Freund!]
  • I am as mad as hell and I’m not gonna take this anymore. [Ihr könnt mich alle am Arsch lecken, ich lass’ mir das nicht mehr länger gefallen!]
  • I could tell you, but then I’d have to kill you. [Ich könnte es dir erzählen, aber dann müsste ich dich töten.]
  • It’s not rocket science. [Es ist keine Raketenwissenschaft.]
  • Whatch gonna do, brother? [Was wirst du tun, Bruder?]
Wie werden “Gnocci”, “Zucchini” und “Bruschetta” richtig ausgesprochen? Erklärung


Es gibt klare Regeln, wie bestimmte Buchstabenkombinationen in italienischen Wörtern ausgesprochen werden müssen. Für alle, die sich nicht für die Regeln interessieren, sondern einfach nur wissen wollen, wie Gnocchi, Zucchini und Bruschetta ausgesprochen werden, hier die Lösungen:

  • Gnocchi werden Njoki,
  • Zucchini werden Tsukini und
  • Bruschetta werden Brusketa ausgesprochen

Im Folgenden werden die einzelnen Wörter genauer unter die Lupe genommen und die Ausspracheregeln erläutert. Wer sich die Zeit nimmt und sich ein wenig mit den Regeln auseinandersetzt, wird feststellen, dass alles ganz logisch und überhaupt nicht geheimnisvoll ist.

Die Ausspracheregeln rund um den Buchstaben „c“

Im Prinzip geht es lediglich darum, ob das c hart oder weich ausgesprochen werden muss. Grundsätzlich gelten folgende Regeln, die übrigens auch auf den Buchstaben „g“ zutreffen:

  • folgt ein a, o oder u, werden c und g (auch doppeltes c und g) hart ausgesprochen, beispielsweise Sambuco (sprich: Sambuko), Medico (sprich: Mediko), gusto (sprich: gusto), Lago di Garda (sprich: Lago di Garda) oder agghindato (sprich: agindato)
  • folgt vor einem a, o oder u zunächst ein h, werden c und g weich ausgesprochen, beispielsweise Chok (sprich: Schock), Chador (sprich: Tschador)
  • folgt vor einem a, o oder u zunächst ein i, werden c und g (auch doppeltes c und g) weich ausgesprochen, beispielsweise ciao (sprich: tschau), Ciabatta (sprich: Tschabata), acciottolato (sprich: atschotolato), Gianna Nannini (sprich: Dschanna) oder Aggio (sprich: Adscho). Das i wird nicht gesprochen
  • folgt ein i oder e, werden c und g (auch doppeltes c und g) weich ausgesprochen, beispielsweise Cento (sprich: Tschento), Medici (sprich: Meditschi), Gelato (sprich: Dschelato), Gucci (sprich: Gutschi), Capuccino (sprich: Kaputschino) oder Legge (sprich: Ledsche)
  • folgt vor einem i oder e zunächst ein h, werden c und g (auch doppelts c und g) hart ausgesprochen, beispielsweise chiara (sprich: kiara), Bruschetta (sprich: Brusketa), Pinocchio (sprich: Pinokio), Gnocchi (sprich: Njoki), Zucchero (sprich: Tsukero), Zucchini (sprich: Tsukini) oder Ghepardo (sprich: Gepardo)

Ein Gnocco und viele Gnocchi

Die italienische Buchstabenkombination g und n wird „nj“ ausgesprochen, beispielweise Gnomo (sprich: Njomo), Gnostico (sprich: Njostico) oder eben Gnocchi (sprich: Njoki).

Gnocchi ist der Plural von Gnocco (sprich: Njoko). Gnocchi sind Kartoffelknödel. Ein Gnocco ist ein einzelner Knödel. Die deutsche Küche kennt die eiförmigen Klöße auch als Nockerln oder Nocken. Sie bestehen aus einem Teig aus gekochten Kartoffeln, Mehl, Eiern und Salz. Im Prinzip werden sie wie Nudeln zubereitet und als Hauptgericht serviert.

Dass im Deutschen nur der Plural auftaucht und nie von einem Gnocco die Rede ist, liegt daran, dass Gnocchi immer in der Mehrzahl verwendet werden. Ein Gnocchi-Gericht besteht aus vielen kleinen Klößchen und nicht nur aus einem Gnocco. Gerichte mit einem Knödel sind keine Gnocchi-Gerichte. Insofern ist im Deutschen das Wort Gnocco schlichtweg überflüssig.

Ein Zucchino und zwei Zucchini

Zucchini ist der Plural von Zucchino (sprich: Tsukino). Sie gehören zu den Kürbisgewächsen, die ursprünglich in Amerika beheimatet waren. Gartenkürbisse gelangten in der Neuzeit nach Europa. Ende des 17. Jahrhunderts wurden daraus Zucchini gezüchtet und zunächst in Italien vermarktet. Zucchino ist eine Verkleinerungsform von Zucca (deutsch: Kürbis).

Im Deutschen ist immer von Zucchini die Rede, auch wenn es sich um ein einziges Stück Gemüse handelt. Vermutlich liegt es daran, dass es sich um ein ausländisches Gemüse mit einer ausländischen Bezeichnung handelt, deren Bedeutung nie hinterfragt wurde. Italienische Gastarbeiter brachten die Zucchini mit nach Deutschland, wo sie erst in den 1970er-Jahren bekannt wurden. Heutzutage sind sie aus den deutschen Kleingärten nicht mehr wegzudenken.

Die italienische Singularform wird in Deutschland nicht gebraucht, weil die Mehrheit der Deutschen die Pluralform für die Einzahl hält. Aus diesem Grund wurde im Deutschen aus einem italienischen Zucchino ein deutscher Zucchini. Auch wenn es im Italienischen falsch ist, ist es im Deutschen richtig und so auch im Rechtschreibduden nachzulesen.

Eine Bruschetta und zwei Bruschette

Im Italienischen wird die Buchstabenkombination s und ch nicht wie im Deutschen als „sch“, sondern getrennt als s und als k ausgesprochen. Jedenfalls immer dann, wenn auf das h ein e oder i folgt, was bei Bruschetta der Fall ist. Nur dann, wenn ein h fehlt und den beiden Buchstaben s und c ein e oder i folgt, werden sie wie „sch“ ausgesprochen, beispielsweise Asceta (sprich: Ascheta), Sci (sprich: Schi) oder uscente (sprich: uschente).

Bruschetta ist ursprünglich ein Arme-Leute-Essen. Dabei handelt sich um ein geröstetes Brot, das mit einer Knoblauchzehe eingerieben, mit Olivenöl beträufelt und gesalzen wird. Es wird warm verzehrt. Heutzutage gehört die Bruschetta zu den Antipasti und wird gerne als Vorspeise gereicht. Das Wort leitet sich vom Verb bruscare (deutsch: rösten) ab. Das Anhängsel -etta ist ein Diminutiv, ein Verkleinerungssuffix. Übrigens tauchte das Wort Bruschetta erst 2004 das erste Mal im Rechtschreibduden auf.

Die korrekte Pluralform lautet Bruschette und wird auch im Deutschen häufig so verwendet. Allerdings wird noch häufiger das für die Deutschen typische „s“ angehängt, um aus einem Singular ein Plural zu machen. Aus einer Bruschetta werden dann zwei Bruschettas. Diese Pluralform ist auch im Rechtschreibduden zu finden und insofern als korrekt akzeptiert – jedenfalls innerhalb der deutschen Sprache.

Was ist “woke Capitalism”? Bedeutung, Definition, Erklärung


Der Woke Capitalism, also der aufgeweckte oder aufgeklärte Kapitalismus, ist eine Bewegung, die zwischen wirklicher Progression und „Pinkwashing“, wie ein Vorwurf der LGBTQ Bewegung lautet, anzusiedeln ist.

Was ist “woke Capitalism”? Bedeutung, Definition, Erklärung

Die Welt, in der wir leben, unterliegt einem drastischen Wandel in allen gesellschaftlichen Bereichen. Diese Veränderungen werden zusätzlich angeheizt durch die Windeseile, mit der sich Nachrichten in den sozialen Medien verbreiten. Unternehmen müssen auf den gesellschaftlichen Wandel reagieren, wenn sie auch weiterhin Umsätze machen wollen.

Unternehmen müssen mit der Zeit gehen und auf Trends reagieren. Das ist ein bestimmendes Merkmal für den Erfolg. Wer das nicht schafft, wird von anderen Anbietern überholt. Die politischen und sozialen Themen der Zeit lauten:

  • Klimawandel
  • Gendergerechtigkeit
  • Anti Bias/Diskriminierung
  • Diversität
  • Inklusion

Unternehmen, die den woke capitalism leben und umsetzen, geben sich zeitgemäß und progressiv und wollen die Maßstäbe der Zeit in ihrem Unternehmen umsetzen.

Beispiele für Woke Capitalism

Die Beispiele für die Umsetzung der Ideen sind überall zu finden. Auf Netflix wird die Serie „Bridgerton“ gehyped, eine Pseudo-Historien-Serie, die einen farbigen Duke als Hauptfigur in einem an das viktorianische England erinnernden Setting eingesetzt hat. Neben dem Duke gibt es etliche farbige Schauspieler*innen in der Serie, die in historischen Kostümen ein ganz neues Bild darstellen. Anderes Beispiel: In einer modernen Märchenadaption in der Serie „Once“ werden zwischen den Märchenfiguren gleichgeschlechtliche Liebesgeschichten angesiedelt. Der Hintergrund? Das Unternehmen Netflix setzt Diversität in Szene und stellt sich damit sehr zeitgemäß auf. Andere Anbieter ziehen nach.

Der woke capitalism ist nahezu in jeder Branche festzustellen, von angesagten Online Modehändlern, die zunehmend molligere Models einsetzen bis hin zur Fußball-Europameisterschaf, bei der die Sponsoren, die Werbebanden in Regenbogenfarben einfärben ließen und genau dies eine mittlere politische Krise zwischen Staaten auslöste, denn die UEFA in Russland und Aserbaidschan ließ die Regenbogenfahnen verbieten, da Homosexuelle in diesen Ländern stark diskriminiert werden. Beim woke capitalism geht es also vordergründig nicht mehr nur darum, Profit zu erzielen, sondern zunehmend den Eindruck zu erwecken, auf der politisch korrekten Seite zu stehen.

Die Wichtigkeit der Zielgruppe des woke capitalism

Im Fokus des Interesses steht die Zielgruppe, die jung, aufgeklärt, anspruchsvoll, werteorientiert und sozial engagiert ist. Menschen wie Greta Thunberg, die fast noch im Kindesalter, eine weltweite Bewegung unter Jugendlichen zum Thema Klimaschutz initiiert, zeigen, dass gerade junge Menschen gehört und wahrgenommen werden wollen. Der gewaltsame Tod des Afroamerikaners George Floyd brachte die Bewegung „Black Lives Matter“ weltweit in das Bewusstsein, in fast jedem westlichen Land gab es unmittelbar danach Proteste und Demonstrationen gegen Rassismus. Die „schwarze Community“ kam weltweit in das Bewusstsein.

Wenn es ein Unternehmen schafft, glaubwürdig den Zeitgeist zu repräsentieren, dann fühlt sich vor allem die Zielgruppe, die junge Generation auch von den Produkten angesprochen. Untersuchungen haben ergeben, dass junge Käufer*innen bereit sind wesentlich mehr zu zahlen für ein Produkt, wenn sie Vertrauen in das Wertesystem des Unternehmens haben. In den USA wurde zum Beispiel genau beobachtet, wie sich die einzelnen Unternehmen zu der Black Lives Matter Bewegung positioniert haben – die Kaufentscheidungen wurden dementsprechend beeinflusst. Junge Käufer*innen haben so das Gefühl, mit ihrer Kaufentscheidung ganz aktiv etwas gegen die Missstände der Gegenwart tun zu können und selber globale Probleme positiv beeinflussen zu können.

Neben dem Einfluss der Konsument*innen spielt die Haltung einer neu herangewachsenen Generation von Mitarbeiter*innen, die sich gesellschaftlich positionieren wollen, eine große Rolle bei den Themen rund um den woke capitalism. Ob es nun die Bestrebungen zur Nachhaltigkeit, einem ganz zentralen Thema unserer Zeit oder um den Umwelt- und Klimaschutz geht, oder um die schon erwähnten Diversity Themen, überall herrscht der Konsens, dass ein „Weiter so“ als nicht mehr zielführend angesehen wird. Das Gegenstück zu der Woke-Bewegung ist der sogenannte „alte weiße Mann“, ein Sinnbild für reaktionär und ultrakonservativ eingestellte, hauptsächlich weiße Menschen, die Angst vor einer jeglichen gesellschaftlichen Veränderung haben, und die Angst um ihren Status haben. Politisch mag diese Gruppe von Menschen einen gewissen Einfluss haben, aus der Zielgruppe der Unternehmen fallen sie in der Regel aber heraus. Um die Glaubwürdigkeit der Unternehmen zu unterstreichen, reichen allerdings Lippenbekenntnisse alleine nicht aus. Die Unternehmen müssen zeigen können, wie sie ihre Ziele zu Nachhaltigkeit und Diversität konkret umsetzen. Die Faustregel lautet: „Tue Gutes und rede darüber“.

ies beugt vor allem der Erklärungsnot vor, wenn Unternehmen dabei entlarvt werden, dass ihr Engagement vor allem in einer guten Marketingstrategie sichtbar wird, jedoch nicht in dem viel wichtigeren konsequenten Umsetzen der Ziele.

Maßnahmen zur Umsetzung der Woke-Ziele in Unternehmen

Der Übergang von einem Profitorientierten zu einem Woke-Unternehmen muss natürlich gestaltet werden. So werden die Mitarbeitenden in spezielle Anti-Bias, Anti-Diskriminierungstrainings und in Kommunikationstrainings geschickt, die die genderneutrale Sprache vermitteln. Das Ziel ist es, ein wesentlich breiteres Bewusstsein für die Themen der Zeit zu erreichen und zwar bei jedem einzelnen. Somit haben sich auch die Fortbildungen in den Firmen gewandelt. Wo früher im Fokus des Interesses stand, dass man nicht verklagt werden kann, weil man sich politisch inkorrekt ausdrückte, steht heute das Ziel, dass die Themen nicht nur in den Köpfen ankommen, sondern auch gelebt und bewusst umgesetzt werden. Die Fortbildungen werden von eigens ausgebildeten Unternehmens-Coaches und Beratern angeboten, die sich den Themen „Nachhaltigkeit“ und „Diversity“ verschrieben haben. Interessant ist es in diesem Zusammenhang, dass sich eine ganz neue Beratungsindustrie basierend auf diesem Bedarf gegründet hat, die daran arbeitet, das Bewusstsein in den Unternehmen positiv zu verändern und Empathie für Gruppen zu entwickeln, die weniger privilegiert sind.

Die Umsetzung der Ziele des Woke-Capitalism ruft nicht nur Begeisterung hervor und hat weitreichende politische Konsequenzen. Konservative Unternehmen und Menschen fühlen sich von der politischen Agenda unter Druck gesetzt und wollen nichts verändern. So wundert es nicht, dass unter der Präsidentschaft von Donald Trump per Erlass Diversity Trainings für Beschäftigte des Bundes gestoppt wurden. Die Begründung war einfach: Steuergelder sollten hierfür nicht mehr verschwendet werden. Und unter Joe Biden wurde genau dieser Erlass wieder aufgehoben und die Trainings können wieder stattfinden. Dies zeigt, dass Unternehmen es nicht leicht haben, ihr Maß an „Wokeness“ zu definieren und umzusetzen, denn die Initiativen haben oft auch politische Konsequenzen und sind dann weit mehr als lediglich trendige Marketing-Massnahmen. Aber eben nicht nur – es gibt auch Unternehmen, die ihre Wokeness sichtbar mit dem Wunsch nach Profit verbinden, wobei dies schnell von Aktivist*innen durchschaut wird.

Was bedeutet “Bärendienst”? Bedeutung, Definition, Erklärung


Ein Bärendienst ist eine vermeintlich hilfreiche Leistung, die jemand einem anderen aus gutem Willen erbringen möchte, die sich dann aber als eher hinderlich bis schädlich erweist. Die Formulierung “einen Bärendienst erweisen” ist eine sprichwörtliche Wendung, die sich in Osteuropa ebenso wie in Nord- und Mitteleuropa schon im Mittelalter entwickelt haben dürfte. Größere Verbreitung erlangte die Redewendung vermutlich durch eine Fabel des französischen Dichters Jean de La Fontaine.

“Bärendienst”: Wortherkunft, Ursprung

Bären sind anders als Pferde oder gar Kühe, die nur noch selten als Wildtiere vorkommen und seit Jahrhunderten durch Menschen domestiziert und gezüchtet werden. Zwar gab es früher Bären in Zirukussen, aber abgesehen von Unterhaltungszwecken ist die Zähmung und Haltung als Nutztier beim Bären nie gelungen. Der Bär ist sehr gefährlich für den Menschen und greift diesen auch als Feind an. Außerdem sind weder Milch noch Fleisch des Bären für den Menschen nutzbar.

Offenbar hat sich der Bär auch für die meisten Tätigkeiten, bei denen die Menschen auf die Stärke von Tieren zurückgegriffen haben, als untauglich erwiesen. Wollte man einen Bären vor einen Pflug spannen, so konnte man damit rechnen, dass nicht nur das Feld, sondern auch der Pflug zerstört würde. Während Pferde oder Ochsen als Nutztiere ihre Aufgaben erfüllten, richtete der Bär nur Schaden an. Daher bedeutet der “Bärendienst” keine Hilfe, sondern im Gegenteil Schaden.

Der Bär, der nur helfen wollte, bei Jean de la Fontaine

Auch in Märchen und Fabeln ist der Bär in der Regel als schädliches Tier dargestellt. Eine für den sprichwörtlichen Bärendienst besonders relevante Fabel ist die 1678 erstmals veröffentlichte Geschichte “Der Bär und der Gartenfreund” (im französischen Original “L’ours et l’amateur des jardins”). Die Tragik dieser gereimten Erzählung liegt darin, dass der Bär hier eigentlich als freundlich und hilfsbereit dargestellt ist – und am Ende trotzdem großen Schaden anrichtet.

Der Gartenfreund ist ein alter Mann, der in Einsamkeit einen alten Garten pflegt. Ebenfalls auf der Suche nach Gesellschaft schließt sich der Bär dem Mann an. Sie leben so eine Weile in gewisser Vertrautheit zusammen und gehen ihren Arbeiten nach – der Gartenfreund pflegt den Garten, der Bär geht im Wald jagen. Eines Tages schläft der Mann in der Mittagspause in seinem Garten seelenruhig, als der Bär eine nervige Fliege auf dem Gesicht des Mannes entdeckt.

Weil der Bär dem Mann einen Gefallen tun will, nimmt er einen Stein, um die Fliege zu verjagen. Doch durch den Steinwurf erschlägt er den alten Mann. Die Diskrepanz zwischen gewünschtem Nutzen und fatalen Folgen des Bärendienstes ist in der Fabel auf ein Extrem überspitzt. Im sprichwörtlichen Gebrauch ist ein Bärendienst oft auch eine weniger drastische Sache.

Verschlimmbessern – zeitgenössische Beispiele für Bärendienste

Heute wird die stehende Wendung “jemandem einen Bärendienst erweisen” im übertragenen Sinne meistens zur Beschreibung einer nicht erwünschten und potentiell oder tatsächlich kontraproduktiven Hilfsbereitschaft verwendet. Es kann beispielsweise ein Bärendienst sein, wenn man trotz mangelnder Kompetenzen Hilfe bei Reparaturarbeiten anbietet und nach der scheinbaren Reparatur das Gerät noch schlechter funktioniert als zu vor – oder gar nicht mehr.

Auch ein Umzugshelfer, der sich aufdrängt, beim Tragen des Klaviers im Treppenhaus auch mit anzupacken und letztlich durch seine Ungeschicktheit dem Musikinstrument bleibende Macken oder Schäden zufügt, erweist dem Wohnort wechselnden Pianisten einen Bärendienst. Eine allzu engagierte Hilfe bei den Hausaufgabe durch Eltern gilt ebenfalls als Bärendienst. Denn wenn Eltern die Hausaufgaben erledigen, haben die dadurch unterstützten Schülerinnen und Schüler zwar tadellose Hausaufgaben, aber einen geringeren Lerneffekt durch die fehldene eigene Leistung.

Eine durch Eltern schlicht falsch bearbeitete oder korrigierte Hausaufgabe ist natürlich ein Bärendienst. Ein anderes Wort für Bärendienst in diesem Sinn ist auch “Verschlimmbessern“.

Bärendienst in Sport und Politik

Neben den alltäglichen Verwendungen dürfte die Redewendung vor allem in geschäftlichen oder politischen Kontexten gebraucht werden – und besonders gerne in journalistischen Beschreibungen dieser Bereiche. So wird die politische Unterstützung eines Kandidaten durch einen anderen Politiker der selben Partei zu einem Bärendienst, wenn die unterstützende Person in Skandale verwickelt wird und damit auch dem Ansehen des eigentlich unterstützten Parteifreundes schadet. Aufgrund der Häufigkeit derartiger Phänomene sind in der Politik dem Bärendienst verwandte Sprichworte wie “Freund, Feind, Parteifreund” oder “Wer solche Freunde hat, braucht keine Feinde mehr” weit verbreitet.

In der Sportberichterstattung ist der Bärendienst eine beliebte Umschreibung für Fehler im Mannschaftssport, die aus Übermotivation entstehen und dem Team schaden – etwa gelbe, gelb-rote oder rote Karten aufgrund hohen Einsatzes im Fußball, bei denen das Risiko falsch eingeschätzt wurde. Zwar kann der Spieler im Fußball durch ein taktisches Foul der Mannschaft einen Sieg sichern, eine Sperre im nächsten Spiel könnte allerdings die Punkteausbeute stärker gefährden als den Gegner laufen zu lassen.

Die mit dem Bärendienst eigentlich verbundene, ursprünglich gute Absicht, wird zunehmend beim Gebrauch der sprichwörtlichen Redewendung vernachlässigt. Ein Bärendienst ist zunehmend nur noch schlicht und einfach ein Schaden, der nicht beabsichtigt wurde. So gilt eine rote Karte im Fußball für Sportjournalisten quasi immer als “Bärendienst für die Mannschaft” – unabhängig davon, wie sie entstanden ist.

Was bedeutet “out of the Box” im Allgemeinen? Bedeutung, Definition, Erklärung


„Out of the box“ oder auch “Out of the box thinking” ist ein Denkmodell, das sich nicht gradlinig in bekannten Mustern bewegt, sondern aus unterschiedlichen Blickwinkeln betrachtet, um verschiedene Aspekte und Faktoren einzubeziehen und so zu neuen Ideen und Lösungen führen kann.

Herkunft: “out of the Box”

Der Begriff „out of the box“ ist ein Anglizismus aus dem Englischen. Das bedeutet, der Begriff ist aus dem englischen Sprachgebrauch in die deutsche Sprache eingegangen. Das englische Wort Box bedeutet Schachtel, Verpackung. „Out of the box thinking“ heißt erst mal schlicht nur „anders denken“.

Was bedeutet “out of the Box” im Allgemeinen? Bedeutung, Definition, Erklärung

Die Box oder auch Schachtel steht für eine Sichtweise. Ein Betrachtungspunkt, von dem aus in gewohnten Mustern gedacht und bewertet wird. Steigt jemand “aus der Box”, verändert sich die Sichtweise und es können andere Standpunkte einbezogen werden, die zu neuen Gedankengängen führen. Ein Thema wird sozusagen “von allen Seiten betrachtet”. Meist wird der Ausdruck als Aufforderung verwendet und beinhaltet den Auftrag, kreativ und innovativ zu arbeiten. Gemeint ist, sich von herkömmlichen Gedankenmustern zu lösen und ein Thema ohne Einschränkungen zu betrachten. Im Arbeitsleben werden Mitarbeiter beispielsweise aufgefordert, in einer Planungsphase oder zur Problemlösung “out of the box” zu denken.

Geschichte: “out of the Box”

Der Ausdruck wurde vermutlich in den 1970er und 1980er-Jahren von amerikanischen Unternehmensberatern geprägt. Sie forderten ihre Kunden auf, “außerhalb der Box/des Rahmens” zu denken und neue Lösungsansätze zu finden. Zur Veranschaulichung ließen sie ihre Kunden das typografische 9-Punkte-Rätsel lösen. Auch bekannt als Christopher Columbus’ Egg Puzzle. Hierzu müssen 9 Punkte, die im Quadrat stehen, mit vier geraden Linien verbunden werden, ohne den Stift abzusetzen. Das Rätsel lässt sich nur lösen, indem die durchgezogenen geraden Striche über den gedachten Rahmen, der die 9 Punkte definiert, gezogen werden. Die Lösung ist sehr einfach, gestaltet sich nur schwierig, weil die Menschen sich meist eine quadratische Begrenzung um den Rand des Punktefeldes denken. Oft reichte schon der Hinweis, “außerhalb der Box” zu denken, um die Probanden auf den richtigen Lösungsweg zu bringen. Der Begriff wurde damals schnell zum Klischee-Ausdruck in Unternehmenskreisen.

Verwandte Ausdrücke

Die deutschen Entsprechungen sind die Ausdrücke “über den Tellerrand blicken” und “um die Ecke denken”.

Die englischen beziehungsweise amerikanischen Redewendungen “thinking beyond the Box” und “outside the box” oder vornehmlich das in Australien bekannte “thinking outside the square” haben eine ähnliche Bedeutung.

Weitere Verwendung: “out of the Box”

Im EDV-Bereich meint der Ausdruck “out of the box” eine Soft- oder Hardware, die übergreifend und verbindend sämtliche zur Lösung eines bestimmten Problems erforderlichen Mittel liefert.

Im Tanztheater bedeutet “out of the box”, dass sich die Tänzer Raum geben und zu einem komplexeren Ausdruck finden sollen.

In der Wirtschaft finden sich Überschneidungen zum Design Thinking.

Kritik: “out of the Box”

“Out of the box”-Denken als unspezifische Aufforderung, ein Problem abseits der herkömmlichen Herangehensweisen zu lösen, kann im Arbeitsprozess die Mitarbeiter lähmen. “Out of the box thinking” braucht eine Strategie und lässt sich bestenfalls im Team umsetzen, um hier die Sichtweisen und Ideen aller Beteiligten zu beleuchten.

Trivia: “out of the Box”

Der Name der deutschen Kinoproduktion “Outside the Box” von 2016 ist eine Anspielung an den Klischee-Begriff “out of the box” im Businessbereich.

Das Münchner Musikfestival “Out Of The Box” steht für innovative musikalische Darbietungen abseits des Bekannten.

Was ist ein Deadname? Was ist Deadnaming? Bedeutung, Definition, Erklärung


Deadnaming ist die Verwendung von sogenannten toten Namen, den Deadnames. Der Deadname ist ein früherer Vorname der betreffenden Person, den diese nicht mehr verwendet. Die Namensänderung führen in der Regel nichtbinäre Menschen und Transgenderpersonen durch, um eine Geschlechtsänderung anzuzeigen.

Woher kommt Deadnaming?

Das Deadnaming bedeutet, die betreffende Person mit ihrem „toten Namen“ anzusprechen oder über sie mit dieser Namensbezeichnung zu sprechen. Dies geschieht manchmal unabsichtlich, weil der Sprecher über die Namensänderung noch nicht informiert ist oder sich aus Versehen verspricht, doch es gibt auch absichtliches Deadnaming aus einer transfeindlichen Absicht heraus. Solche Sprecher anerkennen den Namenswechsel nicht, was bedeutet, dass sie das neue Geschlecht der betreffenden Person und die Tatsache von Geschlechtsumwandlungen überhaupt nicht anerkennen. Für die binäre Person bzw. die Transgenderperson ist dies sehr belastend. Selbst ein unabsichtliches Deadnaming wirkt verletzend. Der Namenswechsel erfolgte schließlich nicht umsonst.

Geschlechtsidentifikation über den Vornamen

Unser Vorname, den wir unmittelbar nach der Geburt erhalten, definiert fortan unser Geschlecht und ist praktisch unser wichtigstes persönliches Merkmal. Es lässt sich durchaus der Standpunkt vertreten, dass nichts so sehr unsere Persönlichkeit prägt wie die Zuordnung zu einem Geschlecht. Die gesamte Erziehung, die zugedachte Rolle in der Gesellschaft und folglich alle privaten, aber auch viele berufliche Lebensentscheidungen basieren auf unserem Geschlecht. So gibt es

  • deutlich mehr männliche als weibliche Führungskräfte in Großunternehmen,
  • mehr männliche als weibliche Abgeordnete,
  • mehr männliche als weibliche Soldaten,
  • so gut wie keine männlichen Harfenisten,
  • nur sehr wenige männliche Erzieher in KiTas und
  • mehr weibliches als männliches Pflegepersonal.

Dies sind nur einige Beispiele für unsere Geschlechterrolle im Berufsleben. Der wichtigste Punkt dürfte wohl sein, dass Männer die Erfahrung von Müttern niemals machen können und ihnen damit die wahrscheinlich wichtigste menschliche Erfahrung verwehrt bleibt. Wenn nun unser Geschlecht und die ihm zugedachte Rolle so unglaublich bedeutsam ist, erschließt sich a priori auch allen sich eindeutig als Frau oder Mann empfindenden Menschen, dass binäre Personen und Transgender mit ihrer Geschlechterrolle ganz unglaublich hadern und die Anzeige eines gewechselten Geschlechts durch den Vornamen für sie enorm wichtig ist. Von ihrem Umfeld darf man erwarten, dass es dies akzeptiert und Deadnaming daher strikt vermeidet. Man bedenke auch die wahrhaft krasse Bezeichnung als „toter“ Name: Die betreffende Person hat den früheren Namen für tot erklärt und beerdigt. Das ist schon ein sehr starker Schritt. Es verweist darauf, wie wichtig für sie die neue Geschlechtsidentität ist.

Deadnaming im sprachlichen Kontext

Die betreffenden Personen wünschen die ausschließliche Verwendung ihres neuen Vornamens, und zwar auch dann, wenn es um ihre Vergangenheit geht, in der sie den früheren Namen (nun der Deadname) noch trugen. Der sprachliche Kontext ist für sie maßgebend, um in die neue Geschlechtsidentität hineinzufinden. Sie verwenden den neuen Vornamen auch als Mittel des Outings gegenüber Menschen, die über ihre Geschlechtsumwandlung noch nicht informiert waren. Es genügt die Nennung ihres neuen Vornamens, um die gesamte Geschichte zu erzählen. Für Menschen, die auf diese Weise davon erfahren, ist Sensibilität das oberste Gebot. Sie sollten keine weiteren Fragen stellen, sondern die Tatsache einfach stillschweigend zur Kenntnis nehmen und natürlich fortan Deadnaming (auch unabsichtliches) strikt vermeiden.

Mögliche gesundheitliche Auswirkungen von Deadnaming

Im Journal of-Adolescent Health wurde 2018 eine Studie über jugendliche Transgenderpersonen veröffentlicht. Dabei stellte sich heraus, dass der neue, von ihnen selbst ausgesuchte Name, der zum von ihnen empfundenen Geschlecht passt, ihre psychische Gesundheit sehr deutlich verbessert. Depressive Symptome und die Risiken für Suizidalität gingen signifikant zurück. Das bedeutet im Umkehrschluss, dass Deadnaming die psychische Gesundheit dieser Menschen sehr stark beeinträchtigt.

Seit wann ist Deadnaming begrifflich bekannt?

Das Phänomen ist mit Stand 2021 im deutschen Sprachraum noch relativ unbekannt. Das liegt daran, dass die es Medien nur sehr selten aufgreifen, nämlich dann, wenn eine prominente Person ihre Transgenderidentität bekannt gibt. Das ist selten. Ansonsten beschäftigen sich die meisten Menschen mit dem Thema kaum.

Eine breitere Öffentlichkeit erfuhr von dem Phänomen durch Caitlyn Marie Jenner, heute eine Frau, geboren aber als Junge und später als Sportler sehr erfolgreich (1976 Goldmedaillengewinner im Zehnkampf bei den Olympischen Spielen). Im Jahr 2015 kurz nach der Geschlechtsumwandlung von Jenner verwendeten viele Medien mehr oder weniger unabsichtlich noch ihren Deadname, was starke Kritik auslöste.

Im Jahr 2020 trat in den Medien Deadnaming beim kanadischen Schauspieler Elliot Page auf, heute ein Mann, geboren aber als Mädchen. Die Medien wurden dafür heftig kritisiert. Seit einiger Zeit gibt es Ratgeber von LGBT-Verbänden, die darauf verweisen, dass es a) Deadnaming gibt und dass es b) strikt zu vermeiden ist.

Ein Style-Guide der Trans Journalists Association betont, dass es absolut keine Gründe gibt, einen Deadname zu erwähnen. Journalisten sollten diese Information auch nicht erfragen. Dies betrifft auch Nachrufe. So einen Fall gab es 2020 nach dem Tod von Aimee Stephens, einer US-amerikanischen Transgenderaktivistin. Einige Zeitungen hatten im Nachruf den Deadname genannt und entschuldigen sich später dafür, darunter die Associated Press und die New York Times. Dem steht gegenüber, dass die Öffentlichkeit durchaus am Fakt an sich interessiert ist und unter anderem Wikipedia die früheren Vornamen, mithin die Deadnames, von Transgenderpersönlichkeiten nennt.

Wir haben sie in diesem Artikel trotz einschlägiger Kenntnis bewusst weggelassen. In den USA kommt es nach Morden an Transgenderpersonen immer wieder vor, dass die Polizei in ihrem Bericht den Deadname nennt. Die dementsprechenden Fallzahlen sind sehr hoch: Deadnaming kommt demnach in 87 % aller betreffenden Mordfälle vor. Auch in Medienberichten zu Gewalt gegen Transgenderpersonen wird zumindest in den USA in knapp 70 % aller Fälle der Deadname zumindest zusätzlich erwähnt.

Reaktionen von Onlinemedien und Unternehmen

Twitter führte im Oktober 2018 das Verbot von Deadnaming ein. Betroffene merkten allerdings 2019 an, dass dieses Verbot unterlaufen werde und Twitter darauf zu schwach reagiere. Die Internet-Movie-Database änderte 2019 ihre Regeln: Seither dürfen aufgeführte Transgenderpersonen ihren Deadname aus der Plattform entfernen lassen. Vorausgegangen waren Vorwürfen durch Schauspieler, die Transgenderpersonen sind. Die Kaffeehauskette Starbucks machte 2020 in einem Werbespot auf Deadnaming aufmerksam und erhielt dafür den Diversity in Advertising-Award. In Großbritannien führte Deadnaming schon zu juristischen Verwarnungen. In Deutschland gab es eine Anzeige gegen den Grünenpolitiker Boris Palmer wegen Deadnamings gegen die Transfrau Maike Pfuderer (ebenfalls Bündnis 90/Grüne), doch die Staatsanwaltschaft Tübingen stellte Palmers Unschuld fest, obgleich Deadnaming im deutschen “Gesetz über die Änderung der Vornamen und die Feststellung der Geschlechtszugehörigkeit in besonderen Fällen” verboten ist. Palmer ist (Stand Herbst 2021) der Oberbürgermeister von Tübingen.

Was bedeutet “old school”? Bedeutung, Definition, Erklärung


Der Begriff “old school” ist etabliert und weit verbreitet. Er bezieht sich auf diverse Dinge, die in unserem täglichen Leben auftauchen können. Grundsätzlich geht es darum, einen Gegenstand oder eine bestimmte Tatsache als veraltet oder überholt zu definieren. Der Begriff kann dabei sowohl schriftlich, als auch im mündlichen Sprachgebrauch zur Anwendung kommen.

Was bedeutet “old school”? Bedeutung, Definition, Erklärung

Wenn von “old school” die Rede ist, kann es sich sowohl um einen positiven als auch um einen negativen Begriff handeln. Wobei die negative Bedeutung nicht zu stark überbewertet werden sollte. Im letzteren Fall geht es viel eher darum, einen ganz bestimmten Sachverhalt klar zu definieren oder darum zu verdeutlichen, dass ein bestimmter Gegenstand inzwischen veraltet oder nicht mehr gebräuchlich ist.

Wie bereits angedeutet, kann “old school” durchaus eine positive Bedeutung haben. Hierzu stelle man sich ein Wohnzimmer vor, dass vollkommen mit antiken Möbeln ausgestattet ist. Wer sich seine Wohnräume so einrichtet, hält sich nicht an den aktuellen modernen und vorherrschenden Stil. Man hat sich in diesem Fall dafür entscheiden alles “old school” einzurichten. Genau dies kann unter Umständen sehr schön sein.

Macht man sich auf die Suche nach einer wörtlichen Übersetzung dieses Begriffes, wird man immer wieder auch mit der sogenannten alten Schule konfrontiert werden.

Im ersten Moment scheint dann alles klar und eindeutig zu sein, doch der Schein kann hier ganz gewaltig trügen. Denn die Bezeichnung alte Schule kann sich auf diverse Dinge beziehen. Zum Beispiel könnte eine Lehrkraft noch von der ganz alten Schule sein. Eine solche Lehrkraft wird sich dann in aller Regel durch einen autoritären und strengen Lehrstil auszeichnen und wenig bis keine Kritik tolerieren.

Auch Gegenstände können “old school” sein

Die Digitalisierung schreitet immer stärker voran und bestimmt damit immer häufiger unseren Alltag. Dies lässt sich zum Beispiel feststellen, wenn wir Geld mit unserem Computer, Tablet oder Smartphone überweisen. Auch unsere Kommunikation ist über die Jahre immer digitaler geworden. Hier verwenden wir soziale Netzwerke, wenn wir uns verabreden oder einfach nur mitteilen und austauschen wollen.

Nun kann man die genannten Dinge jedoch auch “old school” erledigen. In einem solchen Fall würde man dann einen Anruf mit dem Festnetz erledigen, Briefe schreiben und sämtliche Überweisungen nur vor Ort in einer Bank erledigen.

Wer sich “old school” verhält, wirkt im ersten Moment als sehr altmodisch. Es muss sich dabei jedoch gar nicht wirklich um altmodische Ansichten handeln. Manche Menschen möchten einfach nur deutlich mehr Sicherheit in ihrem Leben. Sie haben somit einfach große Angst, wenn sie neue digitale Medien oder Techniken verwenden und greifen daher lieber auf alte und bisher bewährte Methoden zurück.

Eine Person, die vollkommen “old school” ist

Wie könnte nun aber eine Person aussehen bzw. sich verhalten, die auf ganzer Linie “old school” ist? Für diesen Bereich gibt es wirklich eine ganze Reihe von Möglichkeiten.

Eine solche Person würde sich wohl in erster Linie stets sehr unmodern kleiden. Die aktuelle Mode scheint als uninteressant und nicht wünschenswert zu bekommen.

Weiterhin würde eine Person der Kategorie “old school” sicher vermehrt auch auf alte Techniken zurückgreifen und skeptisch gegenüber der Digitalisierung sein. Ist man mit einer solchen Denkweise ganz besonders stark verbunden, würde man wohl ganz sicher nicht das neuste Smartphone besitzen wollen und auch keinen Urlaub über das Internet buchen.

“old school” kann mitunter auch sehr verstaubt sein

“old school” ist mal positiv und mal negativ zu bewerten. Im zweiten Fall könnte eine derartige Person auch sehr verstaubte und prinzipiell nicht mehr gebräuchliche Ansichten haben. Dies kann sich beispielsweise auf das Liebesleben oder Beziehungen ganz allgemein beziehen. Zudem können auch Vorurteile gegenüber fremden Kulturen und Religionen erkennbar werden.

Was bedeutet “Understatement”? Bedeutung, Definition, Erklärung


Vor allem in Komödien mit schwarzem Humor ist das Understatement beliebt. Der Ausdruck selbst kommt aus dem englischen Sprachraum. Mit ihm wird in einer dramatischen Situation eine Art von Kommunikation gepflegt, mit der die eigentliche Dramatik im Wesentlichen abgeschwächt wird. Ein gutes Beispiel ist die Monty Python-Gruppe.

Aber auch in Liedern, Texten und Gedichten wird das Understatement wirkungsvoll eingesetzt. Es kann jedoch ebenfalls als Stilmittel im täglichen Gebrauch dienen, um Situationen abzuschwächen oder um das Problem mit einem Schuss Humor zu versehen. So kann der Betreffende, der diese Technik wählt, sowohl eine Entschärfung des Themas vornehmen als auch die Zuhörer auf seinen Vortrag oder Text ausrichten.

Wie lässt sich das Understatement als Stilmittel nutzen?

Beim Understatement spielen vor allem die Bescheidenheit und Untertreibung wesentliche Rollen. Wichtig ist auch die Zurückhaltung, die mit dem Herunterspielen verbunden ist. Einige bezeichnen diese Form als trockenen Humor, der schnell zu Lachern auf der Seite der Zuhörer führt. Hierbei zählt oft die Komik, da der Anwender jedes Wort und die sachlichen Zusammenhänge bewusst steuert.

Grundsätzlich kann das Understatement als Maxime eingesetzt werden, um einer Person eine bestimmte Wertung zu verleihen. Ein Beispiel wäre die Figur des John Steed in Schirm, Charme und Melone. Hier verkörperte Patric Macnee einen Agenten, der wie ein Gentleman gekleidet war und mit lockeren und dem Unterstatement zugehörigen Sprüchen einen wesentlichen Beitrag zum erfolgreichen Geschehen innerhalb der Sendung beitrug. Seine Gefährtin war hingegen attraktiv, modern und äußerst selbstbewußt. Sie wurde von Diana Rigg verkörpert, die so zur Ikone einer Generation wurde.

Worin unterscheidet sich das Understatement von der Übertreibung?

Im privaten und beruflichen Leben kann das Understatement jedoch schädlich sein, wenn der Nutzer nicht schon über eine entsprechende berufliche oder gesellschaftliche Reputation verfügt.

Deshalb kommt oft die Übertreibung zum Einsatz, mit der der Anwender seine Bedeutung und Wertstellung unterstreicht. Er bringt auf diese Weise in den meisten Gesellschaften zum Ausdruck, dass er eine hohe Leistungsfähigkeit besitzt und somit einen wesentlichen Beitrag zum Gemeinwohl oder Erfolg beitragen kann.

Viele Gesellschaften beruhen auf dem Prinzip, dass die Persönlichkeiten, die wichtige Funktionen ausüben, ihre Rolle durch markante Kriterien nach außen zur Schau stellen. Hierzu gehören Reichtum und Luxusgüter, die offen präsentiert werden, um sich von der Masse der Bevölkerung abzuheben. Wer mit einem Menschen, der seine Geltung offen zur Schau stellt, kommuniziert, wägt oft seine eigene Bedeutung gegenüber der des anderen ab. Hierbei kommt es oft auf die wirtschaftliche und gesellschaftliche Macht an, die vom prestigeorientierten Ansprechpartner ausgeht.

Es geht speziell um die gesellschaftliche Zuordnung, die beispielsweise über die Form der eingesetzten Sprache zum Ausdruck kommt.

Welche Formen des Understatements kommen infrage?

Wer sich für das Understatement entscheidet, kann sich sowohl schriftlich als auch mündlich äußern. In Abhängigkeit zum Einzelfall kommt der gewählten Variante eine besondere Bedeutung zu.

Zum Ersten wäre die wohlverdiente Bescheidenheit zu nennen. Sie kommt zum Einsatz, wenn jemand eine anerkannte besondere Leistung erbracht hat, für die er geehrt werden soll. Statt sich mit seinem Erfolg zu brüsten, könnte er einfach sagen. „Ich habe einfach trainiert.“

Als Alternative bietet sich die komische Version an. Sie ist angebracht, wenn eine schwierige Situation verharmlost werden sollte. Zieht der TÜV beispielsweise ein Fahrzeug aus dem Verkehr, könnte der Besitzer mit einem leichten Lächeln sagen. „Dann fahre ich lieber Bahn. So schone ich auch die Umwelt.“

Letztlich folgt die höfliche Version. Sie wird eingesetzt, wenn es beispielsweise zwei konträre Meinungen gibt und die jeweiligen Verfechter nicht zu einer einheitlichen Lösung kommen werden. Die voneinander abweichenden Ansichten könnten einen der Beteiligten zu der Äußerung verleiten: „Wenigstens regnet es nicht, während wir hier sitzen“.

Eine andere Variante trifft zu, wenn der Chef einem Mitarbeiter gegenübersitzt, für den er wenig Sympathie hat. Da der Betreffende übergewichtig ist, sagt sein Vorgesetzter einfach: „Manche Menschen sind hat nicht gerade schlank.“

Einem anderen ein besseres Gefühl geben!

Im beruflichen Alltag kann es vorkommen, dass Mitarbeiter Fehler machen oder aber einen gewissen Sachverhalt am Anfang nur bedingt verstehen. Sollte sich der Betreffende durch seinen Fehler unbehaglich fühlen oder Angst entwickeln, sagt ihm der Chef einfach, dass jedem das schon einmal passiert wäre. Er kann sich auch auf einen eigenen Fehler beziehen oder seinen Unmut mit einem Lob koppeln.

„Im Großen und Ganzen war Ihre Arbeit in Ordnung. Nur in diesem Punkt müssen wir noch eine Nacharbeit vornehmen.“

Wer souverän ist, darf sich im Understatement üben!

Understatement hat etwas mit der Souveränität zu tun, die der Anwender ausstrahlt. Ein anerkannter Fachmann für IT-Software, der für seine Leistungen bekannt ist, strahlt durch seine Fähigkeiten eine innere Sicherheit aus, sodass er die Technik des Understatements anwenden kann, um seinen Zuhörer, Mitarbeiter oder Vorgesetzten als guter Gesprächspartner zu dienen. Er bleibt trotz seiner überragenden Qualitäten auf Augenhöhe mit Menschen, die sich mit ihm leistungstechnisch nicht messen können.

Auf der anderen Seite setzen Menschen auf Statussymbole oder bestimmte Fähigkeiten, über die sie reden, um sich von ihren eigentlichen Minderwertigkeitsgefühlen abzuheben. In bestimmten Situationen kann es passieren, dass diese Gesprächspartner von ihrer Umgebung als besonders zielstrebig angesehen werden. Sie erhalten am Anfang einen Vertrauensvorschuss, den diese Mitarbeiter jedoch nicht verspielen sollten.
Deshalb gilt das Folgende. Wer ein Understatement betreibt, muss den damit verbundenen Code transparent machen. Wird beispielsweise eine wichtige Aufgabe bearbeitet, dann muss der Mitarbeiter seinen Anteil daran gegenüber dem Vorgesetzten vertreten. Spielt er seine Leistung herunter, geht der Chef von einer nur bedingt bewertbaren Aufgabenstellung aus. Diese wird ihm nicht imponieren und hat somit keinen Einfluss bei einer Beförderung oder der Gehaltsverhandlung.

Wie lässt sich das Understatement im Beruf optimal nutzen?

Im Beruf überzeugt der Mitarbeiter, der seinem Vorgesetzten die gewünschte Leistung schnell, richtig und planmäßig abliefert. So kann er seine Kompetenz beweisen und sich seinen Platz als fähiger Mitarbeiter im Team sichern. Die Kollegen erfahren erst von dem Vorgang und seinem Ergebnis, wenn jeder Punkt im Sinne des Vorgesetzten und somit des Teams erfolgreich abgearbeitet wurde. Auf diese Weise wird das benötigte gegenseitige Vertrauen geschaffen und gefestigt.

Fazit: Was ist Understatement?

Understatements sind von der Situation, dem Anwender und seinen Zuhörern abhängig. Diese müssen den dazu passenden Code kennen, damit sie die Aussagen des Sprechers oder Schreibers richtig deuten. Eine Fehldeutung führt automatisch zu einer Abwertung der Leistung des Vortragenden. Außerdem lässt sich diese Form der Kommunikation nutzen, um dramatische Themen und zwischenmenschliche Problemstellungen abzuschwächen.

Warum sagt man “Rosenkrieg”? Woher stammt das Wort? Erklärung, Wortherkunft, Bedeutung


Jedermann ist landläufig bekannt, dass mit einem Rosenkrieg die erbitterte Auseinandersetzung zwischen sich einst liebenden Eheleuten im Scheidungsfall gemeint ist. Viele Menschen assoziieren das Wort damit, dass der liebende Mann einst seiner Partnerin Rosen schenkte, mit der er nun im Clinch liegt. Doch das Wort hat einen echten historischen Hintergrund in der englischen Adelsgeschichte.

Wortherkunft von „Rosenkrieg“

In England befehdeten wahrscheinlich ab 1455 die beiden großen Adelshäuser Lancaster und York, die einst verbündet gewesen waren. Ihre Verbundenheit war auch in ihren Wappen zu erkennen: Diese trugen jeweils als prägendes Symbol eine Rose (York eine weiße, Lancaster einer rote).

Nun stritten sie miteinander um die englische Thronfolge, was zum handfesten Krieg führte. Ihre ehemalige Verbundenheit basierte auf Blutsbanden, denn beide Adelshäuser stammten vom Geschlecht Plantagenet ab, das im 12. Jahrhundert Heinrich II. als König von England hervorgebracht hatte. Beide Adelshäuser beanspruchten daher für sich das Anrecht ihrer Nachkommen auf den Thron. Wichtig zu wissen: Der ursprüngliche War of Roses fand unter Blutsverwandten, nicht zwischen Eheleuten statt.

Rosenkrieg im Film

Da der Rosenkrieg unter Eheleuten während der Scheidung ein Faszinosum ist (Umschlagen von Liebe in Hass), befassen sich die Literatur und die Medien sehr gern damit. Als sehr gelungene Umsetzung des Sujets gilt die US-amerikanische Tragikomödie „Der Rosenkrieg “ von 1989 (nach einer literarischen Vorlage), in der Danny DeVito einen erzählenden Anwalt spielt und auch Regie führte. Die beiden Hauptdarsteller sind Kathleen Turner und Michael Douglas als Ehepaar Barbara & Oliver Rose. Das Paar lässt sich scheiden, der sich daraufhin entwickelnde Rosenkrieg bringt die beiden schließlich um. DeVito erzählt in der Rahmenhandlung als Scheidungsanwalt Gavin D’Amato diese Geschichte einem Mandanten, um diesen vor einem Rosenkrieg zu warnen. In der sich über Jahre erstreckenden Binnenhandlung eskaliert der Konflikt zwischen den Eheleuten immer heftiger, wobei die Hauptstreitpunkte Vermögenswerte (vor allem das gemeinsame Haus) betreffen – ganz wie im wahren Leben. In ihrer rasenden Wut zerstören die Eheleute zunächst die Einrichtung, dann ihre gegenseitige Gesundheit und schließlich bei einem schrecklichen Unfall im Haus ihr Leben.

Psychologischer Hintergrund eines Rosenkrieges

Lange wurde angenommen, dass zurückgewiesene Liebe und gekränkte Eitelkeiten die Hauptauslöser eines Rosenkrieges sind, doch der zitierte Film stellt es schon ganz richtig dar: Hauptursächlich sind Besitz- und Machtinteressen der ehemaligen Liebenden und Verbündeten. Ein Ehepaar ist nun einmal finanziell und juristisch (beispielsweise in Fragen des Sorge- und Umgangsrechts für Kinder, manchmal auch beim gemeinsamen Führen einer Firma) so sehr miteinander verquickt, dass die Auflösung mit schmerzhaften Verlusten verbunden ist und dieser Schmerz dann in einem Rosenkrieg eskaliert. Solches hört man von sich trennenden unverheirateten Paaren ohne gemeinsamen Besitz und ohne Kinder eher selten. Bei diesen kommt es manchmal zu Stalking durch einen der beiden Partner, wenn dieser nicht loslassen kann, doch der Rosenkrieg wird durch beiderseitige Angriffe geprägt. Das leuchtet ein, wenn beide Seiten etwas zu verlieren haben. Nun fragt es sich, wie er zu vermeiden ist.

Rosenkrieg vermeiden

Die Vermeidung eines Rosenkrieges ist nicht nur sinnvoll, weil dieser beide Seiten zermürbt, sondern auch, weil er das Scheidungsverfahren verlängert und verteuert. Wenn sich ein Rosenkrieg anbahnt, raten vernünftige Anwälte zur Mediation und/oder Familienberatung. Er lässt sich auch schon lange im Vorfeld durch eine Scheidungsfolgenvereinbarung vermeiden. Damit können sich Wut und Hass nicht so stark ausbreiten, weil die Verhältnisse von vornherein klar geregelt sind. Diese Regelungen sollten betreffen:

  • Sorge- oder Umgangsrecht gegenüber gemeinsamen Kindern
  • Eigentum wie Haus, Auto, sonstiges Barvermögen oder Hausratsgegenstände
  • gegebenenfalls gemeinsame Schulden
  • bei unternehmerischer Tätigkeit die Firmenbeteiligung

Wenn keine Scheidungsfolgenvereinbarung vorliegt und sich das Paar auch nicht einig wird, entscheidet das Gericht zu den strittigen Punkten. Spätestens dann benötigen beide Seiten einen Anwalt, was die Scheidungskosten beträchtlich erhöht. Auch der Verfahrenswert steigt. Die Trennung ohne Rosenkrieg ist daher für beide Parteien deutlich vorteilhafter. Auch die Kinder leiden viel weniger unter der Trennung. Sollte der Rosenkrieg schon begonnen haben, ist eine Mediation im Prinzip das Mittel der Wahl. Sie führt zu einer deutlich konfliktärmeren, schnelleren und kostengünstigeren Scheidung.

Was bedeutet “Underdog”? Bedeutung, Definition, Erklärung


Der Ursprung des Ausdrucks Underdogs lässt sich ins England des 18. Jahrhunderts zurückverfolgen. Zur Zeit der Industrialisierung waren Hundekämpfe eine populäre Freizeitbeschäftigung. Für einen Hundekampf wurden zwei Tiere zu einem Kampf mit einem sicheren Gewinner zusammengebracht. Der unterlegene Hund wurde als Underdog bezeichnet. Der Verlierer war dem gegnerischen Hund kräftemäßig unterlegen und nahm, entsprechend dem Verhalten eines Hundes, die niedrigere Position ein. Für die Veranstalter der Hundekämpfe dominierte das wirtschaftliche Interesse, da auf den Ausgang eines Hundekampfes hohe Wetteinsätze getätigt wurden. Hunde sind Rudeltiere und fochten in einem arrangierten Kampf die Position um den höheren Platz in der Rangordnung aus. Das Gewinnerhund wurde prämiert, der Verlierer wurde missachtet und ausgestoßen. Ein unterlegener Hund bekam keine zweite Chance.

Es gibt einen weiteren Deutungsansatz des Ausdrucks Underdog, der sich auf den Beruf des Holzfällers bezieht. Holzfäller mussten in ihrem beruflichen Alltag mit langen Stämmen und Balken arbeiten. Das Sägen wurde durch die Verwendung von sogenannten Sägegruben erleichtert. Die Holzfäller legten einen Stamm über die Grube. Es sägten zwei Personen gleichzeitig an einem Holzstück. Ein Arbeiter sägte von der Unterseite in den Stamm, ein weiterer sägte von der Oberseite. Die Holzfäller wurden ursprünglich als top sawyer und bottom saywer bezeichnet. Später setzte sich die Bezeichnung als Topdog und Underdog durch. Es ist eine vage Theorie, dass der Begriff Underdog tatsächlich seinen Ursprung in der Holzbranche hat. Vermutlich wurde der Zusammenhang in einer wissenschaftlichen Studie geprägt, die in der zeitlichen Abfolge erst im 20. Jahrhundert erfolgt ist. Bei einer Studie über die Feudalität und die gesellschaftlichen Top Dogs, wurde der Begriff Underdogs als Gegenpart verwendet.

Siehe auch: Was ist der Underdog-Effekt?

Was bedeutet “Underdog”? Bedeutung, Definition, Erklärung

Mit Bezug auf den Verlierer im Hundekampf wird als Underdog eine Person bezeichnet, die gegenüber anderen in einer schwachen Position ist. Im gesellschaftlichen Bereich sind Underdogs im Hinblick auf sozialen Status, Bildung und wirtschaftlicher Situation unterlegen. Sie stehen gegenüber dem Topdog in einer untergeordneten Position. Das kann im Berufsleben die Beziehung von Chef und Angestellten sein. Das Wort Underdog steht für eine Rangordnung, in der es eine mächtige und starke Spitze gibt und unter Plätze für die schwächeren Glieder in einer Kette.

In der Umgangssprache gelten Underdogs als Außenseiter oder als Looser. Sie werden als die Personen eingestuft, die den letzten Platz in einer Reihenfolge einnehmen. Diese Klassifizierung erfasst den Begriff Underdog nicht vollständig. Ein unterlegener Hund gibt nicht auf. Eine Charaktereigenschaft, die in den Begriff Underdog einfließt und gesellschaftlich differenziert bewertet wird. Underdogs kämpfen und wehren sich in aussichtslosen Situationen. Sie stehen für sich ein und erhalten sich diese Eigenschaft, wenn sie vom Underdog zum Topdog wechseln.

In der Soziologie ist ein Außenseiter eine Person, die sich außerhalb der gesellschaftlichen Norm bewegt. Dies kann durch eigenes Verhalten der Person ausgelöst sein oder durch eine soziale Ungleichheit. Außenseiter gelten häufig als sozial benachteiligt. Ihnen wird ein geringes Einkommen und ein niedriges Bildungsniveau zugesprochen. Menschen, die sich bewusst gegen die allgemeingültigen Wertvorstellungen stellen, stehen auch als Außenseiter am Rand der Gesellschaft. Häufig kämpfen diese Menschen gegen Normen, die das gesellschaftliche Leben strukturieren.

Underdogs im Sport

In einem sportlichen Wettbewerb stehen das Gewinnen und das Verlieren im Mittelpunkt. Schon vor dem Start beginnt die Klassifizierung der Teilnehmer. Bei einem Fußballspiel treten zwei Mannschaften gegeneinander an, von denen eine in der Regel als die Stärkere gilt. Dieser Mannschaft werden die größeren Siegchancen zugeordnet. Die zweite Mannschaft gilt als schwächer und unterlegen und wir als Underdog bezeichnet. Tritt das Schlusslicht der Liga gegen den Tabellenführer an, so ist das Ergebnis vorhersehbar. Underdogs können jedoch kämpfen und im Sport kann dieser Charakterzug spielentscheidend sein. Die Mannschaft auf dem Platz, die nichts zu verlieren hat, kann ihren Kampfgeist ausspielen. Sie ist frei von Kalkül und hat in der Regel die Herzen die Zuschauer auf der Seite. Diese Aspekte können Kräfte mobilisieren, die im Außenseiter Energie freisetzt, die sie zum Sieg führt.

Underdogs in Hollywood

Filmproduzenten kennen den Charme der Underdogs. Einer der berühmtesten ist der Boxer Rocky Balbao. Kaum ein Zuschauer oder eine Zuschauerin im Kino wünscht sich nicht, dass sich der charismatische Boxer noch einmal aufrappelt, das Blatt wendet und gewinnt. Sein Weg war zu hart, um im entscheidenden Moment einfach aufzugeben. Das Publikum liebt die Underdogs. Der coolste Footballspieler der High-School verblasst gegen den ungeschickten Nerd. Der Verlierer löst einen Schutzinstinkt aus. Das Publikum solidarisiert sich mit dem Verlierer. Dieser Effekt beschränkt sich nicht auf das Leinwandgeschehen. Im richtigen Leben können Politiker Wahlen über diesen Mechanismus gewinnen und sogar im Supermarkt greifen Verbraucher häufig zu den Produkten eines kleineren Anbieters.

Was bedeutet “Pass auf dich auf”? Bedeutung, Definition, Erklärung


“Pass auf dich auf” ist ein Spruch, der gewöhnlich Fürsorge zum Ausdruck bringt. Damit ist gemeint, dass man möchte, dass dem Gegenüber nichts passieren soll. Der Person, zu der das gesagt wird, soll nichts zustoßen und sie soll sich, eben soweit das in ihren eigenen Möglichkeiten steht, auch aktiv darum bemühen.

Was bedeutet “Pass auf dich auf”? Bedeutung, Definition, Erklärung

„Pass auf dich auf“ kann zum Beispiel eine Aufforderung, eine Bitte, einen Wunsch, einen Appell, eine Warnung oder sogar eine Art kleine Liebeserklärung darstellen.

Seltener ist “Pass auf dich auf” als Warnung vor einer konkreten Gefahr zu verstehen, sondern der Satz soll dem angesprochenen Gegenüber allgemein das Gefühl vermitteln, dass man sich um ihn und sein Wohl sorgt, dass er einem wichtig ist, dass man an ihn denkt, auch wenn sich gemeinsame Wege trennen – egal ob nur kurzzeitig, länger oder endgültig. Oft wird “Pass auf dich auf” nämlich beim Abschied gesagt. Es ist ein netter Ausdruck von Zuneigung und Fürsorge, es bringt eine innere Verbindung zum Vorschein.

„Pass auf dich auf“ kann auch durch Zusätze wie „bitte“ und/oder „gut“ ergänzt werden, so ist beispielsweise der Satz „Pass bitte gut auf dich auf“ ebenfalls gebräuchlich.

Pass auf dich auf – Beispiele

Zum Beispiel sagen Eltern oft zu ihren Kindern, dass diese auf sich aufpassen sollen. Egal ob die Kinder noch klein oder schon größer sind. Es geht ihnen dabei darum, dass sie ihre elterliche Kontrolle gewissermaßen abgeben müssen, wenn die Nachkommen das Haus verlassen. Ob nun endgültig wie beim Auszug oder kurzzeitig, wenn sie beispielsweise für einige Stunden zur Schule gehen. “Pass auf dich auf” betont dabei einen beschützenden Aspekt – die Kinder sollen im Kopf behalten, dass da Menschen sind, die sie lieben und wollen, dass ihnen nichts zustößt und je älter sie sind, desto mehr werden sie dadurch auch dazu angehalten selbst auf sich Acht zu geben. Daheim ist für die meisten Menschen schließlich ein sicherer, behüteter Ort, der vor Gefahren der Außenwelt geschützt ist.

Auch in Partner- und Freundschaften ist der Satz „Pass auf dich auf“ üblich. Es geht seltener darum eine Warnung vor konkreter Gefahr auszudrücken, als dem Gegenüber ein fürsorgliches Gefühl mitzugeben. Gefahren lauern in gewissem Maße überall, die Wahrscheinlichkeit ist natürlich zumeist gering, dass wirklich etwas passiert.

Ein Beispiel für „Pass auf dich auf“ bei konkreter Gefahr kann es sein, wenn jemand zu einem Freund sagt, dass dieser bei einer langen Autofahrt auf sich aufpassen solle. Mit der Bitte kann auch eine Erwartung zum Ausdruck kommen, dass dieser besonders vorsichtig und umsichtig fahren soll, damit er keinen Unfall baut und sicher ankommt.

Pass auf dich auf – Liebeserklärung

In einer Liebesbeziehung kann „Pass auf dich auf“ ebenfalls die Zuneigung des Gegenübers betonen und sogar als eine Art Liebeserklärung verstanden werden. Zu wollen, dass dem anderen nichts passiert impliziert schließlich, dass man ihn mag oder sogar liebt.

Pass auf dich auf – Fazit

„Pass auf dich auf“ ist ein netter Ausdruck, der auf Selbstfürsorge hinweist, was beinhaltet, dass man die eigene Gesundheit schützen, seinen Bedürfnissen nachgehen und auf seine Gefühle achten soll, weil der andere einen mag, braucht und beachtet.

Was bedeutet “Buzzword”? Bedeutung, Definition, Erklärung


Bei dem Wort “Buzzword” handelt es sich um ein Begriff aus der englischen Sprache. Es bedeutet auf Deutsch nichts anderes als Schlagwort. Ist also aus grammatischer Sicht ein Substantiv.

Was bedeutet “Buzzword”? Bedeutung, Definition, Erklärung

Mit einem Schlagwort oder dem Buzzword soll die Aufmerksamkeit auf einen bestimmten Begriff oder ein bestimmtes Thema gelenkt werden. Es wird bei dem Leser oder dem Zuhörer das Interesse geweckt. Es handelt es sich um ein Wort oder einen Ausdruck aus einem Themenbereich, auf dessen die Aufmerksam gelenkt werden soll.

Durch die häufige Verwendung solcher Wörter bekommt das Thema eine speziellere Bedeutung. Der Leser oder Zuhörer hinterfragt das Wort oder beschäftigt sich mit dessen Bedeutung. Bei einem Schlagwort wird ein Thema in den Raum geworfen, was den Aufnehmenden dazu animiert, weitere Informationen einzuholen. Mit einem Schlagwort können online Suchmaschinen bedient werden oder Lexika eingesetzt werden.

Dabei wird im Verzeichnis nach dem Schlagwort gesucht, um die genaue Bedeutung des Wortes zu erfahren. Dann werden die wichtigsten Fakten zu dem gesuchten Wort oder dem Thema zusammengetragen. Der Suchende wird gezielt darüber informiert und ist dem Schlagwort vertraut worden.

Ein anderes Synonym für Schlagwort kann auch Oberbegriff sein. Dies deutet dann darauf hin, das dazu weitere, etwas umfangreichere Informationen vorhanden sind. Im neuen Zeitalter wird sehr häufig ein Buzzword benutzt, um mehr zu erfahren. Dabei ist die einfachste Möglichkeit, über eine Online-Suchmaschine schnell an Informationen zu kommen. Ein weiterer Begriff für Schlagwort ist Stichwort. Es umfasst dieselbe Bedeutung. Da es inzwischen unzählige Informationen zu Themen gibt, ist die Stichwort- oder Schlagwortsuche hilfreich und bringt schneller eine Lösung. Vor allem aber gezielter, ohne viel Umschreibungen oder über Umwege. Der Begriff Buzzword wird besonders beim Marketing eingesetzt.

Damit kann die Aufmerksam gezielt gelenkt werden und Produkte dabei platziert werden. Die Merkmale eines Produktes können dabei gezielter hervorgehoben werden, was wiederum das Interesse des möglichen Kunden weckt. Deswegen werden die Buzzwords häufig bei Firmen eingesetzt. Kurz und knapp wird die Aufmerksamkeit des Kunden auf ein Objekt gelenkt. Da das Buzzword keine genauen Details über etwas hervorbringt, wird der Kunde animiert, weitere Informationen einzuholen. Das verstärkt am Ende die Kaufkraft.

Buzzword: Nicht nur gut gemeint

Schlagwörter können aber auch negativ behaftet oder einen verschmähenden Effekt erzeugen. Denkt man beispielsweise an die Bezeichnung „Ossis“ oder „Wessis“, kann ein negatives Gefühl erzeugt werden.

Inzwischen gibt es sogar Rankinglisten über Buzzwords eines Jahres. So war zum Beispiel im Jahr 2020 das Schlagwort „Lifehack“ auf der Spitze der Liste und ist sicherlich vielen Menschen im Alltag begegnet. Ob im Internet oder den Printmedien. Es war präsent und verfehlte damit nicht seine Wirkung. Beim Thema Printmedien sind Buzzwords auch sehr stark verbreitet. Auf den Titelbildern werden diese in Unmengen abgedruckt, die den Leser zum Kauf anregen sollen. Die neuste Diät, die neusten Frisuren, der neuste Modetrend. Die Zeitschrift wird käuflich erworben, um mehr zum genannten Thema zu erfahren. Und damit hat das Buzzword genau sein Ziel erreicht. Daher hat bei den Medien das Buzzword an großer Bedeutung gewonnen. Die Zeit ist schnelllebiger, der Kunde hat viele Möglichkeiten. Das Buzzword muss also kompakt und reizend sein, um Alleinstellungsmerkmale für etwas zu schaffen.

Was ist ein Makeover? Bedeutung, Definition, Erklärung


Der Begriff Makeover stammt aus der englischen Sprache und bedeutet übersetzt Verschönerung, Umstylen oder Veränderung. In der Regel bezeichnet man damit die Veränderung des äußeren Erscheinungsbildes einer Frau oder eines Mannes. Allerdings bekommen neuerdings auch oft alte Möbelstücke und ganze Wohnungen ein Makeover.

Das Konzept der Selbstoptimierung ist nicht neu. Seit Jahren laufen im Fernsehen Sendungen mit dem Namen „Mission Makeover“ oder „Dein Neuer Style“. Im Trend liegen momentan jedoch Renovierungssendungen wie „Zuhause im Glück“, „Einsatz in 4 Wänden“ und „Wohnen nach Wunsch“. Alle diese Sendungen leben von den Überraschungseffekten. Die Verwandlungen setzen auf den bekannten Cinderella-Effekt. Das Vorherbild mit Schwächen und Unsicherheiten bietet dem Zuschauer zudem Identifikationsmöglichkeiten.

Was bedeutet Makeover? Bedeutung, Definition, Erklärung

Die bekannteste Form des Makeovers ist das Umstylen eines Menschen. Meistens geschieht dies durch eine andere Frisur. Die Haare werden geschnitten, gefärbt oder verlängert mit dem Ziel, einen neuen Look zu erreichen. Der zweite Schritt ist dann das Make-up. Mit einem professionellen Make-up können Kosmetiker erstaunliche Resultate erzielen.

Am Schluss wird die Person dann neu eingekleidet. Meistens ist die Kleidung auffällig schick ausgewählt. Drastische Veränderungen können mit plastischer Chirurgie erreicht werden. Schönheitschirurgen können ein Gesicht und sogar die Kopfform komplett verändern.

Zu den weiteren Möglichkeiten eines Makeovers gehören eine Fettabsaugung, eine Bauchstraffung oder eine Brustvergrößerung. Auch der Zahnarzt kann durch Veneers oder Aufhellung das Erscheinungsbild ändern. In asiatischen Ländern sind auch gefärbte Kontaktlinsen sehr beliebt.

Das Konzept ist immer sehr ähnlich. Ein Experte gibt einer unzufriedenen Frau oder einem unzufriedenen Mann Beratung und Tipps zu Haarstyling, Make-up und Mode. Manchmal werden auch die Ernährung und die Essensgewohnheiten angesprochen. Doch dies ist eher die Ausnahme.

Der neue Look soll der Person dann mehr Selbstbewusstsein verleihen. Ein solches Makeover dauert zwischen ein paar Stunden bis hin zu mehren Wochen, je nachdem wie gründlich das Makeover ist.

In der Regel wird das Makeover gemacht, um attraktiver zu wirken. Viele Makeover erregen mit spektakulären Vorher-Nachherbildern die Aufmerksamkeit. Die Nachheraufnahmen sind echte Hingucker. Oftmals muss man zweimal hinsehen, um die Person noch zu erkennen.

In den Vergleichsfoto geht es ja darum, möglichst eindrucksvolle und spektakuläre Veränderungen zu zeigen. Dabei hält der Effekt eines Makeovers ohne OP höchstens bis zur nächsten Haarwäsche. Je krasser und schneller die Veränderung ist, desto weniger nachhaltig ist sie.

How Do I Look? ist ein gutes Beispiel für eine Makeovershow. Die Serie wird auf was a Style Network erstmals ausgestrahlt und wird von der englischen Schauspielerin Finola Hughes moderiert. In der Serie dreht sich alles um “fashion victims”. Gerufen werden die Berater von Freunden, Mitarbeitern und Familienmitgliedern, die es natürlich nur gut meinen.

Siehe auch: Was ist ein Glow Up?

Probleme und Grenzen des Makeovers einer Person

Die Idee des Makeovers hat zwei Seiten. Natürlich ist es sinnvoll, Menschen zu helfen und sie glücklich zu machen, doch das Konzept ist sehr begrenzt in der Wirkung. Die Gründe, warum ein Mensch auf eine gewisse Weise aussieht, lassen sich nicht in wenigen Stunden oder Tagen grundlegend verändern.

Ein gutes Makeup, eine neue Hose oder ein attraktiver Haarschnitt sind sehr kurzfristige Hilfen. Ein paar Stunden später ist auch das schönste Make-up hinüber und die sorgfältige Föhnfrisur zerstört. Zurück bleibt ein Mensch, der sich vermutlich weder das erstklassig Makeup noch die Locken selbst machen kann. Und eine neue Hose kann man auch nicht jeden Tag tragen.

Man zeigt Menschen also einen vermeintlich besseren Weg, ohne sich darum zu kümmern, ob der Weg auch von der Person allein bewältigt werden kann. Gründe für ein stark vernachlässigtes Aussehen liegen oft in psychologischen und finanziellen Schwierigkeiten, die sich nicht im Handumdrehen wegzaubern lassen.

Bei einer guten Beratung geht es darum, ein Konzept zu finden, welches ohne fremde Hilfe ausgeführt werden kann und ins Budget der Person passt. Der neue Look sollte zu der Person und ihrem Beruf passen. Lange Gespräche sind daher von Vorteil. Der Berater sollte den Menschen gut kennenlernen.

Es geht dann eher darum, eine bessere Version von sich selbst zu werden und keine neue Persönlichkeit. Und der Berater sollte klarstellen, dass eine Veränderung der Optik nur ein Hilfsmittel, aber keine wirkliche Lösung eines ernsthaften Problems darstellt.

Essstörungen oder Depressionen können mit einem Makeover nicht behandelt werden.
Die abgeschwächte Version eines Makeovers ist eine Stilberatung. Hierbei geht es darum, vorteilhafte Haarschnitte und Farben zu finden. Diese Beratung ist jedoch eine rein modische Empfehlung und keine Lebenshilfe.

Makeover eines Hauses oder einer Wohnung

Im Trend liegen aktuell eher Sendungen, in den Wohnungen oder ganze Häuser ein Makeover bekommen. Die Häuser werden stilvoll und nach den neusten Trends renoviert. Dazu rückt meistens ein ganzes Team an Handwerkern an, die von einem Designbeauftragten überwacht werden. Zu den bekanntesten Renovierungssendungen, die im deutschen Fernsehen laufen, gehören „Zuhause im Glück“, „Einsatz in 4 Wänden“, und „Wohnen nach Wunsch“.

Zuhause im Glück – Unser Einzug in ein neues Leben ist der Prototyp einer Makeoversendung für Wohnungen. Die Serie lief 2005 an und schaffte dank ihrer Beliebtheit ganze 16 Staffeln. Die Architekten Eva Brenner und John Kosmalla renovieren die Eigenheime von bedürftigen Familien. Die Folgen der Dokusoap heißen zum Beispiel Ein Herzinfarkt verändert das Leben der Familie oder Doppelter Schicksalsschlag bei Ulla. Natürlich fließen hier auch reichlich Tränen.

In Amerika geht es da luxuriöser zu. Shea und Syd McGee vom Studio McGee erfüllen in der Show Traumhaus Makeover Familien auf der Suche nach ihrem Traumhaus den Wunsch vom perfekten Eigenheim. Die Serie wurde auf Netflix im Jahre 2020 ausgestrahlt. Bislang gibt es zwei Staffeln.

Nachteile eines Makeovers für das Eigenheim

Meistens werden für diese Sendungen hilfsbedürftige Menschen ausgewählt, denen eine Freude gemacht werden soll. Generell ist diese Idee auch nicht schlecht. Ob sich jedermann jedoch langfristig in einer Umgebung wohlfühlt, die von fremden Leuten nach irgendwelchen aktuellen Trends hin entworfen wurde, sei dahingestellt.

Geschmäcker sind ja bekanntlich verschieden und Trends ändern sich schnell. Zudem müssen Wohnungen regelmäßig renoviert werden, eine Baumaßnahme hält meistens nur ein paar Jahre.

Was bedeutet spooky? Bedeutung, Definition, Erklärung


Spooky ist im alltäglichen Sprachgebrauch ein inzwischen recht etablierter Begriff, der sich im besonderen Maße auf mysteriöse Dinge bezieht. Vor allem rund um Halloween gewinnt dieser Begriff sehr stark an Bedeutung. Hier geht es um Geister und Gespenster, die hier gehäuft in Erscheinung treten könnten. Ausreichend erklärt ist das Wort spooky mit dieser Definition jedoch nicht. Um wirklich zu wissen, was nun spooky ist, sollte man sich einmal näher mit der aktuellen Jugendsprache beschäftigen.

Was bedeutet spooky? Bedeutung, Definition, Erklärung

Wird der Begriff von Jugendlichen verwendet, geht es definitiv nicht nur darum über Geister und Gespenster zu reden. Ganz im Genteil! Spooky deutet auf etwas ganz Ulkiges, komisches, jedoch auch vor allem unheimliches hin. Junge Menschen, die von einer Situation sprechen, die sich irgendwie spooky anfühlt, meinen damit vor allem, dass sie sich ein Stück weit unwohl fühlen und einer gewissen Situation nicht über den Weg trauen.

Das Wort spooky ist schnell in den Mund genommen und prägt sich zudem auch sehr leicht ein. Es ist sozusagen auch recht unverfänglich, da es sich nicht um ein Schimpfwort handelt. Außerdem wird mit diesem Ausdruck auch keine direkte Beleidigung ausgesprochen. Spooky darf man also vor allem immer dann sagen, wenn man eine weniger angenehme Situation mit einer Floskel belegen möchte, die keine zu negativen Assoziationen oder Unmut hervorrufen soll.

Siehe auch:

Spooky in Bezug auf Personen

Fällt irgendein Gegenstand plötzlich aus dem Regal, oder entsteht ein Geräusch, dass man sich nicht sofort erklären kann, so ist dies unheimlich und somit spooky. Dies lässt zunächst auch den Eindruck gewinnen, dass sich dieser Begriff nur auf bestimmte Situationen oder Gegenstände bezieht. Dies ist streng genommen jedoch nicht zutreffend.

Auch Personen können überaus spooky sein. Personen dieser Art tun dann zum Beispiel unheimliche Dinge. Sie können dabei auch ein wenig beängstigend oder eben auch sehr unheimlich wirken. Wer spooky ist, wird in vielen Fällen auch ein wenig verrückt oder eben anders als der Durchschnitt der Bevölkerung sein. Solche Personen fallen in besonderer Weise auf. Für das nähere Umfeld dieser Personen wird das gesamte Verhalten als relativ negativ angesehen. Oft ruft dies auch jede Menge Unverständnis hervor.

Man darf ruhig spooky sagen

Spooky ist wie bereits sehr eindeutig geschildert kein Schimpfwort und auch ein kein so negatives Wort, dass man es nicht ruhig verwenden dürfte. Als sehr vorteilhaft anzusehen ist unter anderem auch, dass es sich um ein Wort aus der englischen Sprache handelt. Nicht jedem wird somit unmittelbar klar, um was es sich denn hier eigentlich genau handelt.

Wenn man sich nun einmal länger mit diesem Wort beschäftigt wird sehr schnell deutlich, dass man eine konkrete Übersetzung ins Deutsche mit Vorsicht genießen sollte. Spooky ist unheimlich und im gewissen Maße beunruhigend und beängstigend. Bezieht man dies nun auf eine bestimmte Person, wäre eine konkrete Übersetzung in jedem Fall nicht angebracht. Die jeweils betreffende Person würde sich über derartige Titulierungen ganz sicher nicht freuen.

Spooky bezeichnet einfach nett, was eigentlich nicht nett, sondern viel mehr negativ und nicht wünschenswert ist. Das Wort spooky ist damit in jedem Fall ein echter Schlager und wird sich ganz bestimmt auf Dauer im Sprachgebrauch etablieren können. Hier muss man allerdings noch hinzufügen, dass Jugendliche und junge Erwachsene dieses Wort ganz besonders bevorzugt verwenden. Mit zunehmenden Alter nimmt die Verwendung dieses Wortes zumindest in der Tendenz immer stärker ab.

Was bedeutet Debunked / Debunk? Bedeutung, Definition, Erklärung


“Debunked” ist ein aus dem Englischen stammender Begriff und bedeutet wörtlich so viel wie “entlarvt” oder “widerlegt”.

Während früher vor allem Sagen und Mythen, die an Authentizität verloren, als “debunked” klassifiziert wurden, wird der Begriff heutzutage zunehmend auch auf so genannte “Fake News” und Verschwörungstheorien angewandt.

Dabei wird der Begriff vor allem von englischsprachigen und deutschsprachigen Polit- sowie Wissenschafts-YouTubern verwendet und wurde über deren Einfluss auch im deutschen Sprachgebrauch übernommen. (In den Videos wird dann davon gesprochen, dass etwas debunked wurde.)

Was bedeutet Debunked / Debunk? Bedeutung, Definition, Erklärung

“Debunking” selbst bezieht sich vor allem auf das Widerlegen von durch die Gesellschaft oder zumindest durch Teile von ihr als wahr angenommene Sachlagen, jedoch nicht ausschließlich.

So ist gemäß des Cambridge Dictionary, anders als durch die wörtliche Übersetzung anzunehmen, auch eine Darstellung von Tatsachen als weniger “wichtig” oder weniger “gut”, als für was sie von der Allgemeinheit befunden werden, ein Teil des Debunkings.

Die größte Anwendung findet der Begriff auf der Videoplattform YouTube, wo es sich verschiedene Kanäle zur Aufgabe gemacht haben, zum Beispiel Nachrichtenmeldungen zu “debunken”. Dabei ist die Herangehensweise häufig, getätigte Behauptungen auf Quellen zu überprüfen oder durch widersprüchliche Quellen zu widerlegen, um ihnen hiermit den Anspruch auf ihren Wahrheitsgehalt zu nehmen und vor dem Publikum entsprechend als “falsch” oder “unwahr” zu präsentieren. Jemand, der die Tätigkeit des “Debunkings” ausübt, wird “Debunker” genannt.

Jedoch wird kritisiert, dass das Wort “Debunked” gerade durch die Verbreitung auf Online-Unterhaltungsplattformen auch einer gewissen inflationären Verwendung unterliegt und demnach auch eingesetzt wird, um Meinungen von zum Beispiel politischen Gegnern zu diskreditieren.
Beispiele

Stanton Friedman, ein amerikanischer Physiker und UFO-Forscher, gilt als “Debunker” der UFO-Sichtungen in Roswell.

Der Wissenschaftler Phil Mason debunked auf seinem Youtube-Kanal “Thunderf00t” regelmäßig sogenannte “Schlangenöl”-Verkäufer (“Schlangenöl” = als Wundermittel präsentiertes Objekt ohne wirkliche Funktion) mit naturwissenschaftlichen Vorkenntnissen.

Der Youtube-Kanal “Debunked” konzentriert sich darauf, mit seinen Videos falsche Annahmen und Mythen zu widerlegen.

Verschiedene US-amerikanische politische Mediengestalter wie Ben Shapiro gehen mittels Debunkings der dargestellten Ansichten der Gegenseite auf Stimmenfang. Dieses Phänomen ist nicht nur auch in der deutschen Politik Standard, sondern es zeichnet sich auch eine gewisse Themenüberschneidung der politischen Lager ab (zum Beispiel bezüglich des “Gender Pay Gap”).

Herkunft und Geschichte vom Begriff “Debunk(ed)”

Die erste schriftliche Verwendung des Wortes geht wohl auf die Novelle “Bunk” von William Woodward aus dem Jahr 1923 zurück. Der Journalist soll die Bedeutung des Wortes als “den Unsinn aus den Dingen nehmend” beschrieben haben.

Das American Heritage Dictionary geht davon aus, dass der Ausdruck vom englischen Wort “bunkum” abgeleitet wurde. “Bunkum” wiederum ist auf eine Rede von Felix Walker (US-Politiker) aus dem Jahr 1828 zurückzuführen, die er über Buncombe County in North Carolina gehalten haben soll und welche nur als “Unsinn” festgehalten wurde, da sie nur schwer verständlich war.

Fazit: Was bedeutet Debunked / Debunk? Bedeutung, Definition, Erklärung

Das Wort “Debunking” ist also als Darstellung von Helden, Sagen, Mythen, Tatsachen und Ansichten als weniger “gut”, wahr oder bedeutend, als sie im üblichen Konsens betrachtet werden, zu verstehen.

Dabei ist der Begriff keinesfalls auf rein wissenschaftliche Thematiken begrenzt und wird auch genutzt, um sein Gegenüber oder dessen Standpunkte zu diskreditieren.

Grundlegende Methoden des Debunkings sind das Suchen von Quellen, die eine Darstellung widerlegen oder aber das Hinterfragen der Quellen, die diesen stützen.

Was bedeutet Booksmart? Was bedeutet Streetsmart? Definition, Erklärung, Bedeutung


„Streetsmart” und „Booksmart” sind umgangssprachliche Begriffe, die Menschen aufgrund ihrer Lebenserfahrung oder Bildung zugeschrieben werden. „Booksmart” steht dabei für eine Person, die akademisch gebildet und erfolgreich ist. „Streetsmart” dagegen beschreibt Personen, die aufgrund praktischer Erfahrungen sogenannte Lebensweisheiten gewonnen haben.

Was bedeutet „Streetsmart”? Was bedeutet „Booksmart”? Bedeutung, Definition, Erklärung

„Streetsmart” und „Booksmart” sind Wortzusammensetzungen, die keine einheitliche, allgemeingültige Definition haben.

„Streetsmart” setzt sich aus dem englischen Begriff „street” für Straße und dem Adjektiv „smart” für geschickt bzw. schlau zusammen. Straße steht dabei symbolisch für das reale Leben, soziale Situationen, die Außenwelt. Einer Person, die als „streetsmart” angesehen wird, könnte zum Beispiel nachgesagt werden, sie wisse, wie es auf der Straße läuft. Auf deutsch würde man auch “Straßenschläue” sagen.

Der englische Begriff „book” für Buch steht in derselben Art für akademische Bildung und theoretisches Wissen. „Booksmart” und „Streetsmart” werden grundsätzlich als Adjektive verwendet. Sie kommen aber manchmal auch als Nomen vor. Dann wird davon gesprochen, eine Person besitze „Streetsmarts” oder „Booksmarts”.

Straße und Buch werden dabei als stereotype Gegensätze verwendet. Wer extrovertiert ist, und durch soziale Interaktion viel über das Leben lernt, sitzt nach dieser Vorstellung nicht am Schreibtisch und liest Bücher. Ein Mensch, der sich hauptsächlich theoretisch bildet, ist demnach introvertiert, es fehlen ihm oder ihr Kompetenzen im Umgang mit Menschen und praktischen Situationen. Von als „streetsmart” angesehenen Personen wird deshalb erwartet, dass sie spontan und flexibel auf Situationen reagieren können. Sie sind Entscheider. Personen, die „booksmart” sind, sind stattdessen in der Lage, komplexe Probleme durch Berechnungen und Methoden anzugehen. Sie sind Denker.

Ein Beispiel für die unterschiedlichen Fähigkeiten der beiden Personentypen:

Wenn bei einem Wagen der Reifen platzt, wäre eine Person mit „Streetsmarts” dazu in der Lage, diesen Reifen zu wechseln, ohne darüber nachdenken zu müssen, wie der Vorgang funktioniert. Eine Person mit „Booksmarts” dagegen weiß, welche Werkzeuge beim Reifenwechseln auf welche Weise wirken, doch den Reifen tatsächlich abzunehmen, würde ihr nicht gelingen.

„Booksmart” und „Streetsmart” im Beruf bzw. in der Wirtschaft – Erklärung, Bedeutung, Anwendung

Die Begriffe „Booksmart” und „Streetsmart” besitzen also auch negative Untertöne. „Streetsmart” impliziert, dass eine Person nicht schlau, sondern nur clever ist. „Booksmart” wiederum bedeutet dann, dass eine Person sehr intelligent ist, aber wenig praktische Erfahrung hat, die Welt auf naive Art und Weise betrachtet, nur einen Idealzustand aus Büchern kennt.

Da Menschen sehr komplex sind, lässt sich diese strikte Einteilung bei genauerem Hinsehen nicht aufrechterhalten. Es gibt durchaus Menschen, die über „Booksmarts” und „Streetsmarts” verfügen. Akademisch gebildete Menschen müssen zum Beispiel in der Lage sein, Vorträge zu halten und Netzwerke zu knüpfen. Praktisch veranlagte Menschen wiederum müssen dazu fähig sein, ihr Wissen anderen zu erklären, wenn sie Teil eines Teams sind.

Deshalb haben die Begriffe „Booksmart” und „Streetmart” auch Eingang in die Berufswelt gefunden. Dort ist es häufig wichtig, theoretisches Wissen zu besitzen, dieses aber gleichzeitig praktisch umsetzen zu können. Wenn Unternehmen auf der Suche nach Arbeitskräften sind, suchen sie häufig Personen, die über theoretische Kompetenz verfügen, aber gleichzeitig in der Lage sind, im Team mit anderen gemeinsam zu arbeiten. Theoretische und soziale Kompetenzen werden deshalb in vielen wirtschaftlichen Bereichen gleichermaßen vorausgesetzt.

Weitere Bedeutung von “Booksmart”

“Booksmart” ist eine Netflix-Serie.

Standardsprache, Umgangssprache und die wichtigsten deutschen Redewendungen


Auch in Deutschland sollte man nicht alles wörtlich nehmen

Die Deutschen haben vielerorts den Ruf, sich stets sehr präzise auszudrücken und alles ganz genau zunehmen. Dass das nicht immer der Fall ist, zeigen viele deutsche Redewendungen, die sowohl in der Standard- als auch in der Umgangssprache vorkommen.

Standardsprache, Umgangssprache und Redewenungen: Erklärung, Definition, Beispiele

Rund 130 Millionen Menschen der ganzen Welt sprechen Deutsch als Mutter- oder Zweitsprache und etwa 15,4 Millionen Menschen erlernen Deutsch als Fremdsprache. Innerhalb der Europäischen Union ist Deutsch die meistgesprochene Muttersprache.

Deutsch gilt als die Sprache der Wissenschaft und die Sprache der Denker, Künstler und Schriftsteller. Wer Deutsch als Fremdsprache beherrscht, dem öffnen sich weltweit die Türen, kein Wunder also, dass so viele Menschen derzeit weltweit Deutsch online lernen.

Neben Redewendungen und Dialekten wird Deutsch in Standardsprache und Umgangssprache unterschieden. Als Fremdsprache wird zuerst die Standardsprache erlernt, später folgen Umgangssprache, diverse Redewendungen und zuletzt eventuell unterschiedliche Dialekte.

Was ist Standardsprache? Bedeutung, Definition, Erklärung

Die Standardsprache ist eine allgemein verbindliche Sprachform, die ihre Verwendung sowohl geschrieben als gesprochen in der Öffentlichkeit findet. Die Standardsprache wird ebenfalls als Hochdeutsch oder Hochsprache bezeichnet.

Was ist Umgangssprache? Bedeutung, Definition, Erklärung

Die Umgangssprache hingegen ist eine Sprachform, die vorwiegend mündlich und im privaten Bereich verwendet wird. In schriftlicher Form kommt sie immer häufiger bei der Kommunikation über neue Medien, wie Blogs, Foren und Chats, aber auch in Jugendbüchern oder Comics vor.

Redewendungen

Wer einmal genauer hinschaut, erkennt schnell, dass der deutsche Alltag mit Redewendungen vollgepackt ist. Gerade für Menschen, für die Deutsch eine Fremdsprache ist, kann das zuerst schwierig sein. Nachfolgend die wichtigsten deutschen Redewendungen und deren Bedeutung.

Nicht alle Tassen im Schrank haben

Wird jemand für verrückt oder unvernünftig gehalten, dann wird oftmals das Sprichwort „Der/ Die hat doch nicht alle Tassen im Schrank!“ verwendet. Dieser Ausdruck hat viele weitere Alternativen: „Nicht alle Latten am Zaun haben“, „Nicht ganz richtig ticken“, „Nicht ganz dicht sein“ oder „Eine Schraube locker haben“.

Die Nase voll haben

Diese kreative Variante von „es reicht“ oder „genug ist genug“ wird dann benutzt, wenn jemand eine bestimmte Situation nicht mehr aushalten möchte. Dieser Ausdruck wird umgangssprachlich auch in der eher unhöflichen Form „Ich habe die Schnauze voll!“ verwendet.

Schwein haben

Wer Geld auf der Straße findet, im Lotto gewinnt, oder eine Prüfung besteht, für die er nicht gelernt hat, dann hat er „Schwein gehabt!“. In Deutschland gelten Schweine neben Fliegenpilzen, Hufeisen und Kleeblättern als Glückssymbol.

Nur Bahnhof verstehen

Wenn jemand zugibt: „Ich verstehe nur Bahnhof“, soll das bedeuten, dass er keine Ahnung hat, wovon gerade gesprochen wird. Entweder muss ihm das Thema noch einmal erklärt oder gleich gewechselt werden. Für Deutschlernende jedenfalls eine interessante Redewendung.

Jemandem auf den Keks gehen

Ist jemand von einer Person genervt, hat also keine Lust sich weiterhin mit ihr oder einem gewissen Thema zu befassen, kann die Redewendung: „Du gehst mir auf den Keks!“ verwendet werden.

Fix und fertig sein

Wenn jemand beteuert: „Ich bin fix und fertig!“ dann spricht er davon, dass er völlig erschöpft ist. Dies kann sich sowohl auf den körperlichen als auch auf den geistigen Zustand beziehen. Ein alternativer Ausdruck ist auch: „Ich bin fix und alle“ – „alle“ bedeutet in diesem Fall „leer“.

Was bedeutet “Inselaffe”? Woher kommt der Ausdruck her? Wortherkunft, Ursprung, Bedeutung, Definition, Erklärung


“Inselaffen” ist eine herabsetzende und beleidigende Bezeichnung für Einwohner der britischen Inseln. Insbesondere sind mit dem Ausdruck “Inselaffen” Engländer gemeint.

Von seinem Begriff her, kann der Ausdruck “Inselaffe” auch so verstanden, dass er in einem biologischen Kontext Affen bezeichnet, die auf einer Insel leben.

Was bedeutet “Inselaffe”? Ursprung, Bedeutung, Definition, Erklärung

Der Ausdruck “Inselaffe” hat zwei Bedeutungen:

1. Das zusammengesetzte Substantiv “Inselaffe” als Beleidigung für Engländer spielt auf die geographischen Lage des Vereinigten Königreiches und ungehobelten rowdy-haftem Primaten-Verhalten an.

2. Der Ausdruck “Inselaffe” wird aber auch als Beleidigung für affektierte, aufgeblasene und versnobte Engländer verwendet. Hier ist der Ausdruck “Inselaffe” am besten mit dem Wort “Lackaffe” vergleichbar.

Der Ausdruck “Inselaffe” bzw. im Plural “Inselaffen” ist besonders im Fußball verbreitet.

Deutsche Sprecher unterscheiden beim Wort “Inselaffe” zwischen Engländern, Schotten und Walisern in der Regel nicht.

Wo der Ausdruck “Inselaffe” genau herkommt und wie er entstanden ist, ist unbekannt. Es gibt aber Theorien.

Ein bekannte Bezeichnung für Briten ist auch der Ausdruck “Tommy”.

Wortherkunft, Ursprung und Geschichte von “Inselaffen”

Hinweis: Dies sind nur Theorien, wie der Ausdruck “Inselaffe” entstanden sein könnte.

Gibraltar und der Affenfelsen

Eine Verbindung zur britischen Halbinsel Gibraltar ist denkbar. Dort gibt es den Affenfelsen. Hier leben frei lebende Affen.

Die Halbinsel ist den Briten sehr wichtig. Es gibt sogar den Spruch: So lange Affen auf Gibralter sind, bleibt die Halbinsel britisch. Aus dieser Affenliebe und dem britischen Kolonialismus heraus könnte der Ausdruck “Inselaffen” als Scherz und Beleidigung entstanden sein. (Anmerkung: Heute ist Gibraltar ein britisches Überseegebiet. Es ist unter britischer Herrschaft, wird aber von Spanien beansprucht.)

Hier stellen sich aber noch zwei Fragen:

  • Müsste “Inselaffe” nicht eine in Spanien verbreitete Beleidigung für Engländer sein? Die Spanier beanspruchen die Halbinsel seit 1713. Das ist genug Zeit um Ressentiments aufzubauen.
  • Welche Verbindung haben die Deutschen zur Insel Gibralter? Wie konnte der Begriff entstehen und verbreiten?

Weitere Theorien und Ansätze

Nach dem Zweiten Weltkrieg in der Britischen Besatzungszone könnte der Ausdruck als Schimpfwort für ungehobelte britische Soldaten entstanden sein.

Auch ist es denkbar, dass die Beleidigung einfach aus der geografischen Lage und dem beobachteten Primaten-haften Verhalten einiger Engländer entstanden ist. Mit Primaten-haftem Verhalten ist hier gemeint: lautes, rüpelhaftes, grobes und ungehobeltes Verhalten. Aber auch Verhalten ist gemeint bei dem jemand sich öffentlich entblößt und Körperteile zeigt, die sonst nur Teil der Privatsphäre sind. So z.B. das öffentliche Zeigen des blanken Hinterns.

Weitere Bedeutung von Inselaffen

Die Domains inselaffe.de, inselaffen.de, inselaffe.com und inselaffen.com sind alle registriert.

Auch werden Affen, die auf Inseln umziehen, Inselaffen genannt.

Was bedeutet H0nd? Bedeutung, Definition, Erklärung


“H0nd” ist eine in Leetspeak geschriebene Beleidigung. (Ja, das “o” wurde durch eine Null “0” ersetzt.)

“H0nd” ist eine andere Schreibweise für “Hund”, ferner eine mögliche Verkürzung der Beleidigung “Hundesohn“.

Was bedeutet H0nd? Bedeutung, Definition, Erklärung

Das Wort “H0nd” wurde durch zwei Ereignisse in Deutschland bzw. im deutschsprachigen Internet verbreitet.

“H0nd” ist ein Lied von Shirin David und Luciano. Das Lied wurde am 17. Juli 2020 veröffentlicht.

In einem am 24. April 2021 veröffentlichten Spiegel-Artikel war der Ausdruck “H0nd” in der Hauptüberschrift enthalten. Der Titel des Artikels war “Junge, benutz doch Wörter, die es im Wörterbuch gibt, du H0nd!”
Im Artikel wurde über die Reaktionen deutscher Abiturienten in NRW berichtet, die sich in ihrem Abitur mit einer Kolumne des Journalisten Farhad Manjoo auseinandersetzten und später emotionale Kommentare auf dessen Instagram-Seite hinterließen. Die Kommentaren deckten viele Emotionen ab, von wütend bis dankbar. (Hier passt der Scherz “Diese Kommentarsektion ist nun Eigentum der BRD“.) Dies veranlasste den Journalisten Farhad Manjoo dazu, einen Beitrag über die deutschen Kommentare zu veröffentlichen, was zu mehr Aufmerksamkeit für ihn und die deutschen Abiturienten in NRW führte, sowie das Wort “H0nd” verbreitete.

Die BedeutungOnline.de-Redaktion hat mit dem Google Trends Tool ermittelt, dass der Ausdruck “H0nd” aber auch schon im Januar und Oktober 2020 viele Suchnachfragen bei Google Deutschland erhielt. Die Gründe dafür sind unklar.

Auf Instagram wurde der Hashtag #H0nd nur rund 100-mal verwendet. (Was sehr wenig ist.)

Was bedeutet H0nd? Hund als Beleidigung

Wird jemand als Hund oder H0nd bezeichnet und beleidigt, so wird meist darauf angespielt, dass die Person ehrlos und untreu ist. Denn die Beleidigung setzt die Person mit den schlechten Eigenschaften eines Hundes gleich. Diese schlechten Eigenschaften können sein: Unterwürfigkeit, Dummheit, faul, frech, Illoyalität, Untreue und Verrat. Denn Hunde, so sehr wie sie ihre Halter lieben, können im Falle eines stärkeren Leittiers oder von Hunger untreu werden.

Übrigens: “Hond” (mit “o”) ist das niederländische Wort für “Hund”.

Was bedeutet “Hoschi”? Was ist ein Hoschi? Bedeutung, Definition, Erklärung


Das Wort “Hoschi” bezeichnet einen Freund, einen Vertrauten oder auch eine Person, zu der man eine freundliche Einstellung hat. Der Begriff wurde durch den Film “Bill & Teds verrückte Reise durch die Zeit” aus dem Jahr 1989 geprägt. In den 90er Jahren hatte der Begriff einen festen Platz in der Alltags- und Jugendsprache.

Was bedeutet “Hoschi”? Was ist ein Hoschi? Bedeutung, Definition, Erklärung

Der Begriff “Hoschi” ist eigentlich in der DDR und in Süddeutschland, sowie in der Schweiz verbreiteter gewesen. Das Wort bezeichnet ursprünglich jemanden, der etwas Dummes macht oder der für Aufgaben gerufen wird, die niemand sonst machen will. Heutzutage würde man eher “Horst” oder “Depp” verwenden.

Durch den Film “Bill & Teds verrückte Reise durch die Zeit” hat “Hoschi” aber eine andere Bedeutung erhalten. In dem Film bezeichnen die beiden Hauptfiguren jemanden als “Hoschi”, den sie mögen. Sie nennen sich gegenseitig “Hoschi”, aber sie sprechen auch von Personen als “Hoschi”, die sie auf ihrer Reise treffen. Der Erfolg des Films hat dazu geführt, dass auch im deutschen Sprachgebrauch “Hoschi” gerade in den 90er Jahren als ein Synonym für einen Freund oder einen Kumpel verwendet wurde.

Warum wurde im Film überhaupt “Hoschi” verwendet?

Es ist eigentlich ein Zufall gewesen, dass “Hoschi” überhaupt in dem Film gefunden hat. Die deutsche Übersetzung hatte nämlich mit vielen Popkultur-Referenzen zu kämpfen, die sich so nicht übersetzten ließen. So stehen Bill und Ted zum Beispiel auf eine Band, die “Eiserne Jungfrau” heißt. Damit ist die Band Iron Maiden gemeint. In einem anderen Beispiel erwähnt der Philosoph Sokrates “All we are is Dust in the Wind”. Auf Deutsch heißt es zwar “Wir sind nichts weiter als Staub im Wind”, aber eigentlich ist hier ein Wortwitz verlorengegangen. “Dust in the Wind” ist nämlich auch der Titel der amerikanischen Band “Kansas”.

Die Übersetzer haben versucht, die englischen Begriffe und Pop-Referenzen einzudeutschen. Auch die Bezeichnung “Dude”, die Bill und Ted im englischen Original verwenden, ist diesem Eindeutschen zum Opfer gefallen. Statt “Kumpel” wollten die Übersetzer ein Jugendwort verwenden und sind dabei auf “Hoschi” gestoßen, dass sie schlichtweg seiner bekannten Bedeutung entliehen haben.

Was ist ein Frauenversteher? Bedeutung, Definition, Erklärung


Ein Frauenversteher ist ein einfühlsamer, verständnisvoller Mann. Er achtet die Rechte der Frauen, hält die Gleichberechtigung der Geschlechter für selbstverständlich und ist das Gegenteil von einem Macho. Ein Frauenversteher entspricht nicht der traditionellen Männerrolle, denn er sieht die Frauen auf Augenhöhe mit den Männern. Diese Sichtweise ist modern. Das männliche Rollenverständnis hat sich im Laufe der Jahrzehnte stark verändert. Männer müssen nicht mehr hart wie Kruppstahl sein. Sie müssen sich nicht mehr prügeln und sich das Nasenbein brechen, um als männlich wahrgenommen zu werden. Männer tragen heute Vollbart und rasieren sich ihre Köpfe und sind dennoch sensibel und am Gefühlsleben einer Frau interessiert.

Die Frage ist allerdings immer, ob ein Frauenversteher es mit seiner Toleranz auch wirklich ernst meint. Möglicherweise handelt es sich bei ihm um einen Charmeur, der es lediglich darauf anlegt, eine Frau zu verführen. Es ist ein großer Unterschied, ob eine Frau von einem Macho oder einem vermeintlichen Frauenversteher belogen wird. Wenn sich ein Macho später als Frauenversteher herausstellt, sind die Folgen für die Frau weniger dramatisch, als wenn sich umgekehrt ein Frauenversteher als Macho outet. Denn Frauen vertrauen sich einem Frauenversteher an. Wenn sich die scheinbar freundschaftliche Beziehung als Lüge herausstellt, ist der Vertrauensbruch immens.

Was ist ein Frauenversteher? Bedeutung, Definition, Erklärung

Der Begriff „Frauenversteher“ wurde im Jahr 2009 das erste Mal in den Rechtschreibduden aufgenommen. Bis dahin handelte es sich um einen Begriff aus der Umgangssprache. Ein Wort wird erst dann in den Duden aufgenommen, wenn es gebräuchlich ist. Vorher war dies für „Frauenversteher“ nicht der Fall. Der Begriff wurde bis dahin eher spöttisch oder verächtlich verwendet. Ein Frauenversteher wurde als unmännlich, weichgespült und verweichlicht hingestellt. Die Bezeichnung wurde als Schimpfwort verwendet.

Männer hatten harte Kerle und Helden zu sein. So wurde es im Kino vorgeführt und so sollte es sein. Der traditionelle Mann war einer, der eine Frau eventuell verteidigte, aber keiner, der sie verstehen wollte. Eine Frau interessierte einen Mann in seiner Männerrolle nur als Projektionsfläche. Er war der Entscheider in einer Beziehung. Er war es, den die Frau um Arbeitserlaubnis in einem aushäusigen Beruf bitten musste. Legte er sein Veto ein, konnte eine Frau keinen rechtsgültigen Arbeitsvertrag unterschreiben. Dies änderte sich in Deutschland erst im Jahr 1977. Das Selbstverständnis des traditionellen Mannes änderte sich nur sehr langsam und nur aufgrund von Gesetzesänderungen, die die Männer nach und nach dazu zwangen, sich und ihr Verhalten zu ändern.

Das Männerverständnis im Jahr 2008

Die Evangelische Kirche in Deutschland veröffentlichte im März 2009 eine im Jahr zuvor verfasste Studie mit dem Thema „Traditionelle Männer in Deutschland haben sich bewegt“. Das Jahr ist insofern interessant, weil in diesem Jahr das Wort „Frauenversteher“ in der Gesellschaft nun offiziell so geläufig war, dass es in den Rechtschreibduden aufgenommen wurde.

In der Studie wurde festgestellt, dass immer mehr Männer eine partnerschaftliche Verteilung der Arbeit in Familie und Beruf anstreben. Männer übernehmen verstärkt die Vaterrolle. Sie ist ihnen wichtig und sie wird aktiv angestrebt und wahrgenommen. Auch traditionelle Männer haben ihre Einstellung verändert: Sie sind moderner geworden und akzeptieren die Berufstätigkeit von Frauen. Die Männerrolle hat sich in den Jahrzehnten zuvor allmählich verändert. Beispielsweise spielt es 2008 kaum noch eine Rolle, dass Frauen berufstätig sind und deswegen eventuell keine Zeit mehr für die Kinder hätten.

Während 35 % der traditionellen Männer die Ehe für nicht zeitgemäß hielten, waren es nur 13 % des modernen Männertyps. Das heißt, dass der modern eingestellte Mann viel eher eine Ehe einzugehen wünschte als der traditionelle Mann. Eine Ehe funktioniert normalerweise nur dann, wenn Mann und Frau gleichermaßen zu ihrem Recht kommen. Insofern überrascht es nicht, dass der traditionell eingestellte Männertyp eine Ehe skeptisch betrachtet. Die Umfragewerte zu dieser Frage wären Ende des 20. Jahrhunderts sicher noch anders ausgefallen. Seither wurden die Rechte der Frauen in einer Ehe gesetzlich stark aufgewertet und geschützt.

In der 2009 veröffentlichten Studie ist zu lesen, dass nur noch 8 % der Männer glauben, dass es für sie keine Traumfrau gebe. 1998 waren es noch 39 %. Das ist interessant, denn von einer Traumfrau erwarteten die Männer laut Umfrage nicht nur Intelligenz, Attraktivität, Gefühlswärme, Verständnis, sondern auch Häuslichkeit. Ein großer Teil der Männer des letzten Jahrhunderts war offensichtlich der Meinung, dass es keine Frau geben kann, die all dies bietet und sie deswegen auch keine Traumfrau finden werden.

Die Studie lässt vermuten, dass der darin immer wieder erwähnte moderne Mann ein Frauenversteher ist. Denn er sieht eine Möglichkeit, seine Traumfrau zu bekommen, weil er es den Frauen zutraut, intelligent und häuslich zugleich zu sein. Mehr noch: Diese Männer sind sicher, dass sich die Frauen zu ihnen hingezogen fühlen. Es ist also bestimmt kein Zufall, dass gerade im Jahr 2009 das Wort „Frauenversteher“ im Duden aufgenommen wurde. Das Wort gewann im Laufe der Zeit innerhalb der Gesellschaft immer mehr an Bedeutung.

Der „Frauenversteher“ kommt aus den 1980er-Jahren

Der Frauenversteher ist ein Männertyp, der auch heute noch immer wieder als Weichei bezeichnet wird. Das liegt daran, dass die Meinung verbreitet ist, ein solcher Mann würde sich von einer Frau unterbuttern lassen. Das klassische Männerbild bis in die 80er war das des Machos, im Kino verkörpert von Sylvester Stallone, Arnold Schwarzenegger oder Adriano Celentano. Im Gegenzug entwickelte sich das Bild des Frauenverstehers, der einfühlsam mit den Frauen und ihren Nöten umging. Frauenversteher standen bewusst für ein neues Rollenbild des Mannes und gegen ein stereotypes Rollenverhalten. Tom Selleck, Sascha Hehn oder Richard Gere verkörperten den Typ Mann, der zwar hart im Nehmen, aber trotzdem ein Frauenversteher war – zuvorkommend, hilfsbereit und gentlemanlike. Sie waren eine neue Art Mann. Frauen wurden von ihnen nicht bevormundet, sondern auf Augenhöhe betrachtet, und zwar in allen Lebenssituationen.

Frauenversteher heute

Inzwischen sind die Stärken eines Frauenverstehers für viele Männer völlig normale Verhaltensweisen. Sie bemerken es nicht einmal, denn ihre Sozialisation war von vornherein eine andere als die ihrer Vorgänger. Paradoxerweise ist das zugleich auch der Grund, weshalb heute der „Frauenversteher“ ebenso verpönt ist, wie es in den 1980-Jahren der Fall war. Es scheint, als liebe die Gesellschaft heutzutage wieder den Typ Macho, den Macher, Entscheider und starken Mann. „Hemdsärmelige“ Männer wie Altkanzler Schröder, der eventuelle Neukanzler Söder oder Habeck gewinnen die Wählerstimmen. Typen wie Putin, Erdogan, Trump oder Bolsonaro weisen die Frauen in ihre Schranken und haben dabei einen großen Rückhalt in der Bevölkerung.

Frauenversteher gelten heute fast schon grundsätzlich als schwul. Schwulen Männern wird zugetraut, sich in Frauen hineinversetzen und ihre Sorgen verstehen zu können. Allerdings möchte kein Mann als schwul gelten, wenn er es nicht ist. Aus diesem Grund schwindet mit der Zeit der Anteil der Frauenversteher unter den nicht-schwulen Männern. Bedauerlicherweise führt diese Entwicklung zwangsläufig wieder zurück zu einem traditionellen Rollenverständnis, bei dem der Mann das Sagen hat und die Frau sich ihm unterordnen muss.

Was bedeutet „unterkomplex“? Bedeutung, Definition, Erklärung


Wenn etwas unterkomplex dargestellt wird, dann ist es vereinfacht und versimpelt beschrieben. „Unterkomplex“ wird auf zwei gegensätzliche Weisen gebraucht: entweder sachlich oder unsachlich.

Wenn es sachlich Verwendung findet, ist damit gemeint, dass ein komplexer Vorgang oder komplexe Zusammenhänge bewusst vereinfacht dargestellt werden. Im umgangssprachlichen Kontext findet das Wort „unterkomplex“ vor allem negative Verwendung. Denn dann wird es verwendet, um jemanden oder etwas schlecht aussehen zu lassen.

In der Jugendsprache der Jahre 2020 und 2021 wurde und wird das Wort “unterkomplex” auch gebraucht. Dies teilweise in scherzhaften Absichten.

Was bedeutet „unterkomplex“? Bedeutung, Definition, Erklärung, Jugendsprache

Umgangssprachlich kann „unterkomplex“ mit „halbschlau“ gleichgesetzt werden. Beides sind Schimpfwörter, die lediglich zur Herabwürdigung eines Gegenübers dienen. Als halbschlau wird jemand bezeichnet, der eine Sache scheinbar nicht ganz durchschaut und sie deswegen nicht ganz durchdenken kann. Seine Äußerungen dazu kommen entsprechend unterkomplex daher. Ein solcher Jemand wirkt wenig intelligent und geistig schlicht gestrickt.

Es ist sehr einfach, andere als Einfaltspinsel hinzustellen. Viel schwieriger ist es, sich an die eigene Nase zu fassen und einen komplexen Sachverhalt selbst adäquat darzustellen. Wer nicht konkret darlegen kann, weshalb er meint, jemand äußere sich unterkomplex, argumentiert selbst unterkomplex. Denn es mangelt ihm an Konkretisierung. Diese Art der Kritik ist nichtssagend und hat lediglich die Abwertung des Diskussionspartners oder des Redners zum Ziel. Umgangssprachlich ist „unterkomplex“ lediglich eine leere Floskel.

„Unterkomplex“ im umgangssprachlichen Kontext: Erklärung, Bedeutung, Definition

Das Wort „unterkomplex“ ermöglicht es, sein Gegenüber mundtot zu machen. Es ist eine Form der unsachlichen Kritik. Wenn jemand bezichtigt wird, etwas unterkomplex darzustellen, hat er kaum die Möglichkeit, das Gegenteil zu beweisen. Er müsste in einen Rechtfertigungsmodus verfallen, was für ihn die Sache noch schlimmer machen würde.

Wer behauptet, jemand argumentiere unterkomplex, meint damit, dass dieser jemand ein etwas schlichtes Gemüt hat. Wessen Argumentation als unterkomplex bezeichnet wird, gilt als anspruchslos, banal, simpel oder niveaulos. Vor Publikum kann die Etikettierung als „unterkomplex“ eine Art öffentlicher Todesstoß sein. Denn er gilt dann als ahnungslos und als jemand, dem es an Verständnis für die Komplexität der Dinge fehlt.

Allerdings ist der Vorwurf, jemand sei unterkomplex, ein Beweis für die Unterkomplexität des unsachlichen Kritikers. Denn er erklärt nicht, worin der Mangel besteht, wenn er jemandes Argumentationsweise lediglich als unterkomplex charakterisiert. Mängel kann es viele geben, zum Beispiel in Bezug auf die Kriterienvielfalt, den Faktenreichtum, den Perspektivwechsel, die Methodik oder den Differenzierungsgrad. Wer also lediglich das Wort „unterkomplex“ in den Raum stellt, ohne seine Kriterien näher zu erklären, ist selbst unterkomplex. Er macht es sich schlichtweg leicht.

Was bedeutet „unterkomplex“ im wissenschaftlichen Kontext? Bedeutung, Definition, Erklärung

Es ist vor allem in sozialen Kontexten fatal, wenn komplexe Vorgänge ignoriert und der Fokus der Betrachtungsweise nur auf einem oder zwei Punkten liegt. Die Forschung arbeitet mit dem Ziel einer Komplexitätsanreicherung. Wäre es anders, bräuchte es keine Forschung. Beispielsweise kann man sagen: Das Wasser kocht, weil die Herdplatte heiß ist. Prinzipiell ist diese Erklärung ausreichend. Dennoch ist der Vorgang des Wasserkochens wesentlich komplexer als hier beschrieben. Es geht unter anderem um Moleküle, um Wärmeleitung, Energiezuführung, um den Luftdruck oder auch um das Material des Kochtopfs.

Hinter dem Wasserkochen verbergen sich komplexe physikalische Vorgänge, die sich gegenseitig beeinflussen. Durch die kurzgefasste Erklärung wird ein komplexer Vorgang unterkomplex beschrieben. Wer in diesem Zusammenhang also das Wort „unterkomplex“ verwendet, geht damit sachlich um. Er verweist darauf, dass alles viel komplizierter und nicht so einfach ist, um es in zwei Sätzen kurz erklären zu können. In diesem Fall handelt es sich bei der Verwendung des Wortes um eine sachliche Kritik.

In den Sozialwissenschaften ist die Rede von Unterkomplexität, wenn beispielsweise in politischen Debatten soziale Prozesse auf unangemessene Weise vereinfacht werden. Die Wissenschaft versucht dagegenzuhalten, indem sie ihre Erkenntnisse zur Komplexitätsanreicherung veröffentlicht und somit zur Verfügung stellt. Dadurch kann sie sowohl zur politischen als auch zur öffentlichen Meinungsbildung beitragen. Gerade Massenmedien neigen dazu, komplexe Themen unterkomplex zu präsentieren. Und leider sind sie es, die die öffentliche Meinung beeinflussen und letztendlich manipulieren.

Das Wort „unterkomplex“ ist ein Adjektiv und beschreibt, wie etwas ist. Adjektive sind eine Wortart, die sich um die Beschaffenheit einer Sache dreht.

Was bedeutet Hibbeln? Bedeutung, Definition, Erklärung


Der Begriff “Hibbeln” findet sich in Verbindung mit Frauen, die Kinderwünsche planen. Er ist an das deutsche Adjektiv “hibbelig” angelehnt und wird darum mit Nervosität, Unruhe, aber auch mit Vorfreude in Verbindung gesetzt. Wenn eine Frau hibbelt, dann ist damit gemeint, dass sie den Zyklus ihres Eisprungs verfolgt. Sie möchte auf diese Weise feststellen, ob sie schwanger ist oder nicht. Kurz vor der Geburt können Frauen und Männer aber auch hibbeln. Denn dann freuen sie sich auf die baldige Geburt des Nachwuchses.

Was bedeutet Hibbeln? Bedeutung, Definition, Erklärung

Das Hibbeln beginnt bei einer Frau, wenn sie sich konkret das Ziel setzt, schwanger zu werden. Vom ersten Tag ihres Zyklus bis hin zum errechneten Eisprung verfolgt die Frau jede Veränderung ihres Körpers genau mit. Dabei steigt die Anspannung mit jedem Tag deutlich an, je näher der Eisprung dann rückt.

Der große Höhepunkt des Hibbelns ist der sogenannte Nicht-Mens-Tag. Damit ist der Tag gemeint, an dem die erwartete Regelblutung ausbleibt, was bedeutet, dass die Frau tatsächlich schwanger ist. Der Nicht-Mens-Tag oder auch kurz “NMT” kann sich bei einer Frau aber auch von Zyklus zu Zyklus um ein paar Tage verschieben. Aus diesem Grund sprechen Hibblerinnen zur Beschreibung ihres aktuellen Zyklus auch gerne von NMT + 1, wenn sie beispielsweise einen Tag über ihrem Nicht-Mens-Tag sind.

Der NMT ist für hibbelnde Frauen besonders wichtig, weil es der erste Tag ist, ab dem ein Schwangerschaftstest überhaupt anschlagen könnte. Entsprechend fiebern Frauen, die einen Kinderwunsch haben, diesem Datum im Monat immer besonders entgegen. Wenn das Ergebnis des Tests negativ ausfällt und die Regelblutung wieder einsetzt, kann es aber auch eine entsprechend große Enttäuschung sein, die Frauen in ein ernstes Stimmungstief versetzt.

Buchführen für den Zyklus – Die Hibbelliste

Hibblerinnen führen oft eine Art Tagebuch, in dem sie jede noch so kleine Veränderung ihres Körpers festhalten und typische Merkmale ihres Zyklus festhalten. Diese Dokumentation wird auch als Hibbelliste bezeichnet. Hierfür gibt es unterschiedliche körperliche Veränderungen, die Frauen in ihre Hibbelliste eintragen können. Viele Hibblerinnen nutzen die Temperaturmethode, um festzulegen, in welcher Phase ihres Zyklus sie sich gerade befinden. Weil bei einer Schwangerschaft eine hormonelle Umstellung im Körper stattfindet, steigt auch die Körpertemperatur oft messbar an, was ein erstes Anzeichen sein kann, dass sich eine befruchtete Eizelle eingenistet hat.

Frauen können aber auch Gegebenheiten wie Beobachtungen ihres Zervixschleims, Veränderungen des Muttermundes oder die Ergebnisse von Ovolationstest in ihre Hibbelliste eintragen. Manche Frauen dokumentieren auch ihre Ernährung, damit sie genau im Blick haben, welche Nährstoffe sie zu sich nehmen. Gerade Folsäure ist für das Hibbeln ein wichtiges Vitamin, weil es für den Zellaufbau des Embryos benötigt wird. Die Hibbelliste kann den Frauen helfen, einen gesunden Vitamin- und Nährstoff-Spiegel zu halten, um die Chancen für eine Schwangerschaft noch zu erhöhen.

Hibbeln als Gemeinschaftserfahrung

Hibbelnde Frauen können sich online oder mit Freundinnen zu Hibbel-Gruppen zusammenfinden, um ihre Erfahrungen gemeinsam zu durchleben. Die Beobachtungen und Ergebnisse des Hibbelns werden in der Gruppe geteilt. Dabei geht es aber nicht nur darum, dass eine Frau zeigt, wie weit sie ist. Das Gruppen-Hibbeln hat eine psychologische Komponente. Andere Mitglieder der Gruppe können die Ergebnisse kommentieren und Tipps geben. Wenn es zu einem erfolgreichen Ergebnis kommt, freuen sich alle Mitglieder der Gruppe gemeinsam für die werdende Mutter. Hat es allerdings mal nicht geklappt, können die anderen Frauen als moralische Stütze helfen und Beistand leisten, damit ein mögliches Stimmungstief nicht ganz so schlimm ausfällt. Weil manche Frauen diese Art von Beistand nicht im Kreis ihrer Familie oder bei ihrem Partner finden, ist eine Hibbel-Gruppe eine gesunde Alternative.

Was sind Otherkin? Was bedeutet Otherkin? Bedeutung, Definition, Erklärung


Als Otherkin bezeichnen sich Menschen, die sich nicht oder nur zum Teil als menschlich identifizieren. Für viele Otherkin zeugt die Identifizierung mit den aus der Märchenkunde entnommenen fiktiven und tierischen Wesen von einer Unzufriedenheit mit der entfremdeten, modernen Gesellschaft. Verwandt mit der Otherkin-Bewegung ist die Vampir-Subkultur, die von manchen auch als Teil der Otherkin angesehen wird. Mit dem Oberbegriff “alterhuman” werden alle Subkulturen umfasst, bei denen es sich um Gruppierungen von Menschen handelt, die sich als nichtmenschlich oder übermenschlich identifizieren. Darunter befindet sich auch die Otherkin-Community.

Was bedeutet Otherkin? Ursprung, Herkunft

Die Middle English Dictionary definierte im Jahr 1981 den Begriff Otherkin als “eine andere oder eine zusätzliche Art von; andere oder zusätzliche Arten von”. Im April 1990 wird das Wort “otherkind” erstmalig in den Vereinigten Staaten erwähnt. In ihrer ursprünglichen Form mit dem zusätzlichen -d bezog es sich auf das Wort “elfinkind”. Auf diese Weise beschrieben die Subkulturen anfangs Nicht-Elfen. Ebenfalls im Jahre 1990 nutzen diese Subkulturen erstmals die heutige Schreibform Otherkin, um sich zu beschreiben.

Otherkin: Geschichte

Als Ursprung der Otherkin gelten spirituelle Gruppen der Hippie-Bewegung der 1960er Jahre, die sich mit heidnischer Geschichte und Kultur beschäftigten. Im Zuge ihrer Auseinandersetzung mit traditionellen Fabeln, Liedern und Volksmärchen, bezeichneten sich die Mitglieder als Elfen. Diese Bezeichnung wurde gewählt, um eine tiefe Verbundenheit mit der Natur zu demonstrieren. In den frühen 1990er traten im Internet Gruppen auf, die sich ebenfalls mit dieser Thematik beschäftigten. Größtenteils lag ihr Fokus auf Elfen und der Identifizierung mit jenen Wesen. Früheste Quelle für diese elfische Community ist die Elfinkind Digest aus dem Jahr 1990. Diese Mailingliste wurde von Studenten gestartet und richtete sich an “Elfen und interessierte Beobachter”. Darüber hinaus organisierten sich online Horror- und Fantasyfans, die sich in dem Kontext von Filmen und Literatur als nichtmenschliche Wesen betrachteten.

Heute tauschen sich die Otherkin-Gemeinschaften weitgehend online aus. Häufig teilen sich die jeweiligen Kintypen in spezifische Gruppen auf. Die Begegnungen untereinander finden in speziellen Foren auf sozialen Plattformen wie Facebook oder WhatsApp statt. Vorrangig geht es um das Sammeln und Austauschen von Informationen und um alltägliche Unterstützungen und Ratschläge in Hinblick auf ihre Identitäten. Zudem gibt es Personen, die ihr Leben als Otherkin auf YouTube oder Instagram vorstellen. Als Online-Phänomen entstanden, bewegt sich die Otherkin-Gemeinschaft weiterhin hauptsächlich in Internetnetzwerken, wobei gelegentlich Offline-Treffen stattfinden.

Siehe auch: Was ist Therian?

Otherkin: Unterkategorien, Bedeutung, Erklärung

Otherkin ist ein Oberbegriff für eine Reihe an Subkategorien. Ein Conceptkin begreift sich als Konglomerat an verschiedenen Attributen, die zusammenführend ein abstraktes Konzept in menschlicher Form abgeben. Als fiktives Lebewesen (Tier oder Mensch) identifiziert sich ein sogenannter Fictionkin. Außerdem existiert der Begriff Weatherkin für Menschen, die sich als Wetterphänomene wahrnehmen. Zu dieser Kategorie gehören ebenfalls Otherkin, die von sich behaupten, Gezeiten, Klima und das Wetter steuern zu können oder unter dem Einfluss von Wettersystemen zu stehen. Darüber hinaus spielen verschiedene andere Bezeichnungen auf weitere unterschiedliche Wesensarten an.

Hintergrund

Üblicherweise vertreten Otherkin spirituelle Überzeugungen. So interpretieren einige Personen ihre Identitäten als Reinkarnation oder als Seelen transzendentaler Herkunft. Wiederum andere geben an, dass diese Identifizierung rein metaphorisch zu verstehen ist. Otherkin mit und ohne spirituellen Bezug führen ihre Identität oftmals auf persönliche Charakterzüge oder körperlichen Gegebenheiten zurück, die sie im Vergleich mit der Bevölkerung als ungewöhnlich empfinden.

Da die Otherkin-Bewegung in ihrer inhaltlichen Definition als Religion betrachtet werden kann, ist ein gängiges Argument, dass die Identitätsansprüche dieser Personengruppen als religiös zu verstehen sind. Einige religiöse Menschen, beispielsweise der US-amerikanische Assistenzprofessor für Religionswissenschaft Joseph P. Laycock, widersprechen öffentlich dieser Vorstellung. Aber auch viele Otherkin selbst sehen die Verbindung zu einer Religion als problematisch und lehnen es ab als religiöse Anhänger eines Glaubens festgelegt zu werden.

In der Regel identifizieren sich Otherkin mit Lebewesen, die in volkstümlicher Mystik oder in Märchen und Fabeln vorkommen. Dies können hypothetische Lebewesen sowie real existierende Tiere und Geschöpfe sein. Besonders häufig sind sowohl Tiere und fiktive Naturwesen aus dem Lebensraum Wald als auch popkulturelle Phänomene, darunter Füchse, Wölfe, Drachen, Feen, Katzen, Geister, Hunde, Pferde, Elfen, Kobolde, Engel, Dämonen, Zeichentrickfiguren und Außerirdische.
Dementsprechend bringt die Identifizierung als Otherkin für gewöhnlich einen einfühlsamen Umgang mit der Natur mit sich. Zumeist beschreiben Otherkin, dass sie sich in ihrem alltäglichen Leben bewusst und behutsam auf die Umwelt einstellen und ihr Leben nach Naturprinzipien ausrichten.
Der Glaube an eine andersartige Wesenhaftigkeit geht oftmals Hand in Hand mit der Idee eines Multiversums. Üblicherweise glauben Otherkin an besondere Begabungen, Kräfte und übernatürliche Fähigkeiten, die sie und andere Otherkin inne tragen. Meist geht diese Überzeugung mit Vorstellung einher, sich astral oder geistig verändern zu können und die tatsächliche Form als menschlicher Körper beizubehalten. Konkret bedeutet dies für jene Otherkin, dass sie sich lediglich psychisch und nicht physisch als nichtmenschlich fühlen.

Reaktionen auf Otherkin

Das Thema Otherkin wird kontrovers diskutiert. Häufig reagieren Menschen mit Unglauben, aggressiv oder ablehnend. Dies äußert sich zumeist in Online-Mobbing. Während einige die Otherkin-Identität als psychische Störung betrachten, sehen sie andere jedoch als Vorreiter in Sachen gelungener Naturbeziehung.

Darf man “Indianer” noch sagen? Ist das Wort “Indianer” diskriminierend? Erklärung


In den vergangenen Jahrzehnten wurde ein starkes Bewusstsein (woke) zur politisch korrekten Ansprache von Menschen (BIPoC, FLINTA, SOJARME), Völkern und Stämmen geschaffen. In diesem Zusammenhang stellt sich auch die Frage, inwieweit die Verwendung der Begriffe „Indianer“, „Indios“ oder „Inuit“ zulässig und politisch korrekt sind.

Die Herkunft der Worte Indianer und Indios

Das deutsche Wort „Indianer“ hat seine Ursprünge in der Zeit der Entdeckung Amerikas. Als Christoph Kolumbus 1492 den neuen Kontinent erreichte, glaubte er einen westlichen Seeweg nach Indien entdeckt zu haben. Dementsprechend sprach er die dort ansässige indigene Bevölkerung auch als „Indios“ (Spanisch für Inder) an. Im Spanischen existiert also keine Unterscheidung zwischen Inder und Indianer, welche bei der Übersetzung ins Deutsche hingegen bereits korrigierend getroffen wurde. Dennoch wird häufig auch im Deutschen der Begriff „Indios“ verwendet. Dieser entspringt in seiner Herkunft ebenfalls eindeutig dem spanischen Begriff und kann daher als verallgemeinernd und beleidigend empfunden werden. Häufig wird auch vermutet, dass Indio als Abkürzung des Begriffs „indigene Völker“ zu verstehen sei. Diese Vermutung ist jedoch nicht zutreffend.

Die Herkunft des Wortes Inuit

Inuit ist die Selbstbezeichnung einiger indigener Volksgruppen in Zentral- und Nordkanada und Grönland. Häufig wird der Begriff Inuit fälschlicherweise für sämtliche dort lebenden Völkergruppen verwendet. Diese wurden ursprünglich als Eskimos zusammenfassend angesprochen. Bei diesem Wort handelt es sich jedoch um eine Fremdbezeichnung, weswegen dieses von den entsprechenden Völkergruppen oft als abwertend empfunden wurde. Dennoch stößt die allgemeine Verwendung des Begriffs Inuit auf noch stärkere Ablehnung.

Die politisch korrekte Ansprache indigener Völker: Ist “Indianer” diskrimineriend und verboten?

Es hat sich eingebürgert, die indigenen Völker Nord- und Südamerikas möglichst anhand ihrer Selbstbezeichnung anzusprechen. Diese ist üblicherweise für einzelne Stämme und Völker unterschiedlich. Ein großes Problem hierbei ist, dass viele Stämme inzwischen nur noch unter ihren Fremdbezeichnungen bekannt sind, sodass diese Identifizierung sich bereits zum Teil auf die Selbstwahrnehmung überträgt. Als Beispiel sind hier die Diné zu nennen, welche meist unter der Fremdtitulatur „Navajo“ bekannt sind.

Sammelbezeichnungen werden so gut wie möglich vermieden, da sie häufig negativ aufgenommen werden. So ist beispielsweise die Bezeichnung Inuit für einzelne Stämme passend und vollkommen korrekt, während sie hingegen für andere Stämme falsch und damit beleidigend ist. Die Begriffe Indios und Indianer sollten generell weitgehend vermieden werden. Sie sind zu sehr verallgemeinernd und bauen auf der falschen Annahme, Inder getroffen zu haben, auf. Zahlreiche Völker und Kulturen mit unterschiedlichsten Ausprägungen werden so zu einem vollkommen irreleitenden und falschen Begriff zusammengefasst. Dies ist in etwa so korrekt, wie von „den Europäern“ oder „den Asiaten“ zu sprechen. Außerdem ist in vielen Sprachen keine klare Trennung zwischen Indios, Indianern und Indern möglich. Möchte man also die unterschiedlichen indigenen Völker Amerikas gesammelt ansprechen, können mehrere Möglichkeiten gewählt werden.

Die sicherste und unverfänglichste Variante ist die Bezeichnung als „indigene Völker“. Darunter werden sämtliche ursprünglich in diesen Gebieten heimischen Bevölkerungsgruppen verstanden. Als weitere Bezeichnung, welche sich auch für moderne Abkömmlinge dieser Gruppen eingebürgert hat, wird häufig „American Indian“ (übersetzt amerikanische Inder) zur besseren Unterscheidung zu Indern verwendet. Damit wurde zwar das Problem der eindeutigen Zuweisung gelöst, dennoch handelt es sich hierbei nach wie vor um eine unerwünschte Fremdzuweisung, welche auf falsche Annahmen einer längst vergangenen Zeit zurückgeht. Kanada verwendet zur Ansprache der von ihnen kolonisierten und unterdrückten Völker die Bezeichnung „First Nations“. Allerdings ist der Begriff Nation eurozentrisch geprägt und ebenfalls äußerst irreführend. Die Bedeutung kann nur schwer korrekt auf die indigenen Völker übertragen werden.

Es ist also äußerst schwierig, politisch korrekte Bezeichnungen für die indigenen Völker Südamerikas zu finden. Viele von ihnen können sich mit den Begriffen Eskimo, Indianer oder Indios anfreunden, auch wenn dies stark von Person zu Person und vom Zusammenhang abhängig sein kann. Weniger beliebt ist die allgemeine Verwendung des Begriffs Inuit. Möchte man auf Nummer sicher gehen, ist es empfehlenswert, entweder ganz allgemein nur von indigenen Völkern zu sprechen oder zu eruieren, wie sich eine betreffende Person oder Volksstamm selbst bezeichnet.

Siehe auch:

Was bedeutet Shero? Bedeutung, Definition, Erklärung


Das Wort “Shero” ist ein Kofferwort aus den Worten “She” und “Hero”.

“Shero” ist eine weibliche Heldin.

Der Ausdruck “Shero” ist eine Bezeichnung für Frauen, die Vorbildcharakter haben, die von anderen bewundert und/oder idealisiert werden. “Sheros” fallen durch ihre Leistungen, Standhaftigkeit und besonderen Eigenschaften auf.

Was bedeutet Shero? Bedeutung, Definition, Erklärung

“Shero” ist eine explizite weibliche Bezeichnung für weibliche Helden bzw. Heldinnen.

Der Ausdruck “Shero” ist insbesondere in feministischen Kreisen verbreitet.

Der Ausdruck “Shero” ist eine Reaktion darauf, dass der Ausdruck “Hero” meist mit männlichen Charakteren verbunden wird. “Shero” ersetzt und verkürzt die Konstruktion “female Hero”, wenn explizit auf eine weibliche Heldin referiert wird.

Das Adjektiv zu “Shero” ist “sheroic”. Der Plural ist “Sheroes”.

Ein deutsches Wort für “Shero” existiert noch nicht. Gebräuchlich ist der Ausdruck “Heldin”.

Wann ist eine Frau eine Shero?

Eine Frau wird zur Shero, wenn sie von anderen bewundert, idealisiert oder als Vorbild wahrgenommen wird.

Sheros haben Werte und leben diese. Diese Werte können sein: Fleiß, Loyalität, Prinzipientreue, Moral, Mut, Offenheit, Optimismus, Sinn für Gerechtigkeit, Intelligenz, Unbeugsamkeit, Mut zu Handeln (Handlungskraft), Durchsetzungskraft. Sie bieten und geben Orientierung. Sie sind glaubhaft.

Sheros fallen durch ihre Leistungen, Ausdauer, Standhaftigkeit und besonderen Eigenschaften auf. Frauen, die nie aufgeben, ihr Potenzial ausschöpfen und ein Vorbild für andere sind, sind Sheros. Sheros helfen anderen und kämpfen für eine Sache, die ihnen am Herzen liegt. Sie setzen sich für Gleichheit, Gleichberechtigung, Respekt und Solidarität ein.

Sheros sind Vorbilder für alle Menschen.

Ein Synonym für Shero ist z.B. Alltagsheldin.

Verbreitung und Bedeutung von Shero

Shero: Amadeu Antonio Stiftung und Jasmina Kuhnke

Der Ausdruck Shero wird unter anderem von der Amadeu Antonio Stiftung verwendet. Die Amadeu Antonio Stiftung betreibt einen “Sheroes Fund” als Spendenaktion. Der “Sheroes Fund” dient zur Unterstützung von Frauen, die Opfer von Rassismus oder Menschenfeindlichkeit wurden bzw. für Frauen, die bedroht sind.

Der Ausdruck “Shero” verbreitete sich im April 2021 stark als bekannt wurde, dass Jasmina Kuhnke bedroht wurde und zur Gewalt gegen sie aufgerufen wurde. Die Amadeu Antonio Stiftung unterstützt Jasmina Kuhnke unter anderem finanziell mit ihrem “Sheroes Fund”.

Shero: Film

“Shero” ist ein Film aus dem Jahr 2017.

“Shero” ist ein Film aus dem Jahr 2021.

Weitere Bedeutung von Shero

“Sheroes: Neue Held*innen braucht das Land” ist ein Buch von Jagoda Marinć.

“The Shero: Silent Hero” ist ein Buch von Ashmita Reddy.

Die “Shero Community” ist eine Community für Frauen.

“Shero” ist ein in Nordamerika gebrauchter Nachname.

“Shero” wird aber auch als Vorname verwendet. “Shero” ist ein kurdischer Vorname. Er leitet sich vom kurdischen Wort für Löwe ab “sher”.

Der “Heroes Clan” nennt seinen zweiten Clan “Shero”.

“Shero” ist der Name eines deutschen Unternehmens.

Was sind Quark-Schwätzer / Quarkschwätzer? Was bedeutet “Quark reden”? Bedeutung, Herkunft, Definition, Erklärung


Wer Quark redet, ist ein Quarkschwätzer. Oder: Wer Quark redet, ist eine Quarkschwätzerin.

Was bedeutet “Quark reden”? Bedeutung, Herkunft, Definition, Erklärung

In der deutschen Sprache bedeutet “Quark reden”, dass jemand “Unsinn erzählt”.

Der Ausdruck “Quark” steht in der Redewendung nicht für das Milchprodukt, sondern für seine Konsistenz. Diese ist breiig, weich und nicht-fest.

Schon im 16. Jahrhundert war “Quark” im Allgemeinen ein Synonym für alles Unwichtige und Nichtige. Im Besonderen war “Quark” ein Synonym für Dreck, Kot oder Schlamm. Damit wurde der Ausdruck “Quark” ein Synonym für etwas, dass wertlos, unsinnig oder unwichtig ist. (Abgesehen davon hat Quark einen guten Nährwert und enthält viel Protein.)

Weitere Redewendungen mit Quark sind:

  • Das geht dich einen Quark an – bedeutet, dass geht dich nichts an!
  • nicht aus dem Quark kommen – bedeutet, jemand wird nicht fertig oder wird nicht aktiv
  • Quark verstehen – bedeutet: Man versteht überhaupt nichts
  • Quark im Schaufenster – bedeutet: Bezeichnung für ein ungeborenes Kind (Diese Redewendung ist regional verbreitet.)
  • sich über jeden Quark aufregen – bedeutet: Man regt sich über jede Kleinigkeit und alles Banale auf.

Warum die Deutschen einen Vorliebe für Quark haben, ist der Redaktion von BedeutungOnline.de nicht bekannt.

Synonyme für Quark sind:

  • Belangloses
  • Kleinigkeiten
  • Unbedeutendes
  • Unsinn
  • wertloses

“Getretener Quark wird breit, nicht stark.” – Bedeutung, Erklärung, Goethe

Ein berühmtes Zitat mit Quark stammt von Johann Wolfgang von Goethe. Er sagte: “Getretener Quark wird breit, nicht stark.” Er kritisierte damit, dass manche Themen einfach nur breit getreten werden, aber durch mehr Ausschmückung, Wiederholung oder Beschreibung keine weitere Substanz gewinnen. Anders gesagt, Unsinn wird nicht weniger Unsinn in dem er ständig wiederholt, mit mehr Details ausgeschmückt oder in schönere Worte gekleidet wird.

Weitere Verbreitung von Quarkschwätzer / Quark-Schwätzer

In der “Der Spiegel”-Reportage “Querdenker-Demo: Eskalation in Kassel” wird der Ausdruck “Quarkschwätzer” bzw. “Quark-Schwätzer” verwendet. Dies sorgte für eine gestiegene Verbreitung des Ausdrucks.

Was bedeutet Raffke? Bedeutung, Definition, Erklärung, Wortherkunft


Ein Raffke ist ein habgieriger und egoistischer Mensch, der seine Privilegien, Macht, Kontakte und/oder die Not anderer ausnutzt, um sich selbst auf Kosten oder zum Nachteil anderer zu bereichern.

Was bedeutet Raffke? Bedeutung, Definition, Erklärung, Wortherkunft

Das Wort “Raffke” ist negativ konnotiert. Ein Raffke ist raffgierig. Er ist unfair und handelt nur für seinen eigenen Vorteil.

Das Wort “Raffke” stammt aus dem Berliner Dialekt. Es ist eine Wortbildung aus dem Verb “raffen” und der typischen Endung “-ke”. (Fatzke, Piefke, Steppke)

Im Berliner Dialekt wurden im 19. Jahrhundert Emporkömmlinge und Neureiche als Raffke bezeichnet, die nicht nur mit ihrem Wohlstand angaben, sondern diesen erwarben in dem sie andere oder Notsituationen anderer ausnutzten.

Was bedeutet Masken-Raffke? Bedeutung, Definition, Erklärung, Wortherkunft

Während der Corona-Maskenaffäre im März 2021 bildete sich der Begriff “Masken-Raffke” heraus. In den sozialen Medien wurden die Hashtags #MaskenRaffke und#MaskenRaffkes Anfang März 2021 populär.

Mehreren Politikern wurde vorgeworfen, dass sie ihre politische Macht und Funktion ausgenutzt haben, um monetäre Vorteile zu erlangen.

Dem Politiker Nicolas Löbel (ehemals CDU) wurde geworfen, dass dessen Beratungsfirma Corona-Masken zwischen Herstellern und Firmen vermittelt haben soll und dafür Provisionen erhalten haben soll.

Dem Politiker Georg Nüßlein (ehemals CSU) wurde ebenfalls geworfen, dass er Gelder für die Vermittlung von Masken erhalten haben soll.

Neben dem Begriff “Masken-Raffke” wurde auch der Ausdruck “Raffke-Affäre” verwendet.

Wortherkunft: Wo kommt das Wort “Raffke” her?

Das Wort “Raffke” geht auf das Wort “raffen” zurück. Das Verb “raffen” stammt aus der Stoffverarbeitung. Raffen bedeutet, dass Stoff zusammengeschoben und -gezogen wird, damit eine gerüschte Optik entsteht.

Raffke und raffen: Weitere Bedeutung und synonyme

Neben dem Wort “Raffke” gibt es noch weitere Worte mit “Raff-“:

  • Raffgier
  • Raffke-Mentalität
  • Raffsucht
  • Raffzahn

Das Verb “raffen” erhält durch verschiedene Präfixe andere Bedeutungen:

  • aufraffen – etwas aufheben; Willenskraft aufbringen, um etwas zu tun
  • dahinraffen – synonym für sterben
  • hinwegraffen / wegraffen – synonym für sterben
  • zusammenraffen – Besitz / Reichtum erlangen, etwas zusammenschieben

Weitere Bedeutung von Raffke

“Fräulein Raffke” heißt ein 1923 veröffentlichter deutscher Stummfilm.

Wie ist der Plural von Milch? Mehrzahl, Erklärung


Allgemein würde die Frage vom Plural von Milch wohl damit beantwortet werden, dass Milch gar keinen Plural aufweist. (Plural bedeutet die Mehrzahl eines Wortes.) Auch bei einigen anderen Wörter wie Blut oder Wasser gibt es keine Pluralform. Bei diesen Wörtern wird nur der Singular verwendet. Bei den Wörtern handelt es sich um Gattungsbezeichnungen. Bei diesen müssen manchmal unterschiedliche Sorten unterschieden werden, so dass eine Pluralbildung erfolgen muss. Die Pluralbildung in diesen Fällen wird als “Sortenleseart” bezeichnet. Vor allem im fachsprachlichen Bereich kommt sie vor. Milch wird dort im Plural als “Milche” oder “Milchen” bezeichnet, Wasser als “Wässer”.

Plural Milch: Milche und Milchen?

Im normalen Sprachgebrauch hören sich diese Bezeichnungen merkwürdig an, deshalb werden sie kaum gebracht. Milch ist ohnehin ein umfassender Begriff, der nicht nur einen Liter Milch bezeichnet, sondern die komplette Milch. Wird hier sprachlich ein Plural verwendet, so wird oft von Kartons oder Flaschen mit Milch gesprochen. Das Wort “Milche” wird sprachlich allerdings meist nicht gebraucht.

Ein Beispiel für die Verwendung von dem Wort “Milche” ist beispielsweise: Unterschiedliche Milche haben unterschiedliche Nährstoffzusammensetzungen. Hier wird versucht, die Milch nach ihren Gattungen aufzuteilen. Gemeint sind unterschiedliche Milchsorten, wie etwa Vollmilch, Mandelmilch oder fettarme Milch. Um diese Sorten unterscheiden zu können, gibt es laut Duden die genannten Pluralformen des Wortes “Milch”.

Zu beachten ist dabei, dass bei der Deklination der Plural “Milchen” unverändert bleibt. Bei “Milche” hingegen wird im Dativ ein “n” angehängt. Somit heißt der Dativ von “Milche” ebenfalls “Milchen”.

Auch bei anderen Substantiven kann die Pluralbildung schwierig sein. Bei einigen wird durch den Plural die Bedeutung verändert (etwa bei Mutter und Muttern, die auch eine Schraubensorte meinen).
Der Plural von Milch verändert nicht die Bedeutung vom Wort Milch. Er soll nur unterschiedlichen Sorten oder Gattungen von Milchsorten unterscheiden. Im Sprachgebrauch werden eher andere Wörter an das Wort Milch angehängt, wie etwa -sorten oder -arten.

Was bedeutet Pro Tip / Pro Tipp? Bedeutung, Definition, Erklärung


Als “Pro Tip” wird der Ratschlag von einer erfahrenen Person bezeichnet.

Ein “Pro Tipp” dient dazu, ein Problem zu lösen und/oder um etwas besser zu machen.

Was bedeutet Pro Tip / Pro Tipp? Bedeutung, Definition, Erklärung

Der erste Wortteil “Pro” ist die Abkürzung für “Profi” oder “professionell”. Ein “Profi” oder ein “Professioneller” ist jemand, der oder die viel Erfahrungen in einem bestimmten Bereich hat und sehr gut weiß, wie sein/ihr Bereich funktioniert. Ein Profi hat meist eine oder mehrere gute Ausbildungen genossen und ggf. akademische Grade erreicht. Ein Profi genießt das Ansehen anderer.

Ein “Tipp” ist ein Hinweis oder ein Ratschlag, um etwas besser zu machen.

Die korrekte deutsche Schreibweise für das Wort “Tipp” ist “Tipp”, also mit doppel “p”. Die englische Schreibweise ist “Tip” mit einem “p”. Die veraltete und 1996 abgeschaffte deutsche Schreibweise  war “Tip” (mit einem “p”).

Was bedeutet #ProTip, #ProTipp? Bedeutung, Definition, Erklärung

“Pro Tipps” (Auch “Pro Tips”) werden in der Regel gegeben, damit jemand etwas besser machen kann und/oder um ein Problem zu lösen.

Insbesondere im Technik- und Gamingbereich sind ProTipps verbreitet. Hierbei geben erfahrene Personen Wissen und Tipps an Anfänger oder Laien weiter. (Aber auch im Alltag sind Pro Tipps verbreitet.)

ProTipps können Tipps sein, wie Herausforderungen in einem Spiel gemeistert werden können. Es können aber auch Tipps sein, wo Spieler geheime Gegenstände finden und/oder Rätsel lösen. Im Technikbereich sind “Pro Tipps” Ratschläge, wie der Gebrauch von elektronischen Geräten verbessert werden kann. Pro Tipps behandeln z.B. Themen wie Akkudauer, Ladezeit, Sparen von Datenvolumen, effiziente Nutzung des Akkus und der Daten, usw.

In den sozialen Medien werden die Hashtags #ProTip und #ProTipp verwendet.

Der Ausdruck “Pro Tip” (ProTip) bzw. “Pro Tipp” (ProTipp) kann auch ironisch verwendet werden. Hierbei wird ein Ratschlag mit “Pro Tipp” kommentiert, um sich über seine Einfachheit lustig zu machen.

Pro Tips / Pro Tipps der Redaktion:

Wenn sich Nässe im Winter an den Autoscheiben sammelt, helfen zwei bis drei Beutel Reis. Diese legen Sie einfach in das Auto (z.B. in die Seitentür). Der Reis saugt die Nässe auf.

Wer Blut spenden will, darf vorher nicht zum Zahnarzt gehen. Zwischen Zahnbehandlung und Blut spenden müssen mehrere Wochen liegen. (Ihre Blutbank weiß hier Rat.)

Wer auf eine Kleinanzeige mehr als “Hallo” schreibt, bekommt sogar eine Antwort.

Montag und Dienstag Abend sind die Geschäfte schön leer.

Wer das Wort “Schuld” durch “Verantwortung” ersetzt, gibt Streit-Gesprächen eine neue Richtung.

Wer weniger Smartphone-süchtig sein möchte, sollte den Bildschirm schwarz-weiß bzw. grau machen. (Dafür gibts Anleitungen.)

Wer andere verunsichern möchte, sollte sagen, dass er oder sie jetzt etwas nicht sagen kann, weil es verunsichern würde.

Wer Geschenke schon Anfang Dezember oder sogar im November kauft, hat kurz vor Weihnachten weniger Stress.

Wer ein Produkt nicht sofort kauft, wenn dieses herauskommt, sondern einige Wochen wartet, der bzw. die bekommt einen besseren Preis.

Wer Probleme mit dem Computer hat, sollte das Gerät erstmal neustarten bevor andere konsultiert werden. Meist löst ein Neustart das Problem.

Was bedeutet der Name “Eivor”? Erklärung, Herkunft, Bedeutung


“Eivor” ist ein typischer nordischer weiblicher Vorname.

Durch das Spiel “Assassin’s Creed Valhalla” wurde der Name in Deutschland populärer.

Bedeutung des Namens Eivor

Die genaue Bedeutung vom Vornamen “Eivor” ist nicht eindeutig geklärt. Der erste Teil vom Namen “Eivor” könnte sich vom urnordischen Wort “auja” ableiten, was “Glück”, “Schatz” oder “Geschenk” bedeutet. (“Auja” selbst ist auch ein Vorname.) Der erste Teil vom Namen “Eivor” könnte sich aber auch vom altnordischen Wort für Insel ableiten “ey” oder “oy”.

Der zweite Teil vom Namen “Eivor” hat auch wieder zwei Bedeutungen. Er könnte sich vom Wort nordischen Wort “-varr” ableiten, was “vorsichtig” bedeutet. Er könnte sich aber auch urnordischen Wort “warjaR” ableiten, was “Verteidiger” bedeutet.

Die altnordische Schreibweise des Namens waren “Eyvǫr” und “Øyvǫr”. In Norwegen und auf den Färöerinseln ist der Name “Eivor” noch heute verbreitet.

Der Name “Eivor” ist heute unter anderen Schreibweisen verbreitet:

  • Eivør
  • Eivör
  • Eyvor
  • Eyvǫr
  • Eyvör
  • Øivor
  • Øyvor

Assassin’s Creed Valhalla: Eivor: Erklärung, Herkunft, Bedeutung Name

“Eivor” ist die Hauptfigur im Spiel “Assassin’s Creed Valhalla. Zu Beginn des Spiels kann entschieden werden, ob die Figur als Frau oder als Mann gespielt werden soll.

Je nach gewähltem Geschlecht variiert der Name von Eivor. Entscheidet der Spieler sich Eivor als Frau zu spielen, heißt sie “Eivor Varinsdóttir”. ( “Dóttir” bedeutet Tochter. In dem Zusammenhang “Tochter von Varin”.) Entscheidet der Spieler sich Eivor als Mann zu spielen, so heißt er “Eivor Varinsson”. (“Son” bedeutet Sohn. In dem Zusammenhang “Sohn von Varin”.)

“Eivor” wird auch Wolfsmal genannt.

Eivor wurde im Jahr 847 in Fornburg geboren. Der Vater von Eivor war Varin. Die Mutter war Rosta. (Sigurd ist Eivors Adoptivbruder. Randvi ist die Schwägerin von Eivor.)

Im Alter von neun Jahren nahm Eivor an einem Fest von König Styrbjörn teil. Auf dem Fest schwörten sie und ihre Familie dem König ihre Treue. Das Fest wurde durch einen Angriff von Kjötvi unterbrochen. Der Angriff endete damit, dass Eivors Vater durch Kjötvi getötet wurde. Dies sorgte dafür, dass Eivor Rache schwor.

Mehr über die Sprache der Wikinger in Assassin’s Creed Valhalla erfährst du hier.

Eivor gehört zum Rabenclan und später zu den Verborgenen. Eivor ist Wikinger. Der Rabe von Eivor heißt Sýnin.

Bekannte Personen mit Vornamen Eivor

Eivør Pálsdóttir ist eine färöische Sängerin und Musikerin. Sie wurde am 21. Juli 1983 in Syðrugøta auf den Färöerinseln geboren. Sie ist im Färöerdorf Gøta aufgewachsen.

Eivor Steen-Olsson ist eine schwedische Orientierungslauf-Sportlerin.

Eivor Olson war eine schwedische Olympionikin. Ihre Disziplinen waren Kugelstoßen und Speerwerfen. Sie lebte vom 27. September 1922 bis 12. November 2016.

Eivor Matilda Alm war eine schwedische Skilangläuferin. Sie lebte vom 29. Juni 1924 bis zum 5. März 2011.

Harriet Eivor Emilie Landström war eine schwedische Schauspielerin. Sie lebte vom 22. März 1919 bis zum 4. August 2004.

Øyvor Hansson war eine norwegische Politikerin. Sie lebte bom 3. März 1893 bis zum 17. September 1975.

Weitere Bedeutung von Eivor

Das Eyvor Institut ist eine Forschungseinrichtung in Hamburg.

“Eivor” ist der Name eines IKEA-Produktes. Der “Eivor Cirkel” ist ein Langflor-Teppich.

Übrigens: Das öffentliche Interesse am Vornamen “Eivor” stieg im November 2020 sprunghaft an. In dem Monat wurde das Spiel “Assassin’s Creed Valhalla” veröffentlicht. Die Hauptfigur heißt “Eivor”.

Woher kommt das Wort “Wikinger”? Bedeutung, Wortherkunft, Geschichte, Erklärung


Als Wikinger werden die Menschen bezeichnet, die zwischen dem 8. und 13. Jahrhundert in Nordeuropa lebten und andere Völker überfielen.

Es gibt verschiedene Ansätze, was das Wort “Wikinger” bedeutet. Im Beitrag erfährst du sie alle.

Woher kommt das Wort “Wikinger”? Bedeutung, Wortherkunft, Geschichte, Erklärung

Ein Ansatz geht davon aus, dass das Wort “Wikinger” bzw. “Vikingr” sich vom altnordischen Wort “vikingr” (víkingr) ableitet. Das altnordische Wort “vikingr” bedeutet auf deutsch “Plünderer” oder “Räuber”. Damit beschreibt das Wort ziemlich gut, was die Wikinger im Kern so ausmacht.

Es gab sogar das Verb “Fara i viking”, was bedeutet “auf einen Streifzug gehen”. (Ob damit eine Expedition oder ein Beutezug gemeint ist, ist unklar.)

Eine andere Theorie besagt, dass das Wort “Wikinger” sich vom lateinischen Wort “vicus” ableitet. Als “Vicus” wurden Männer bezeichnet, die per Schiff von Hafen zu Hafen fuhren, also fahrende Männer. “Vicus” bedeutet auf deutsch: “Dorf” oder “Siedlung”.
Eine weitere Theorie besagt, dass die Wikinger ihren Namen von Wohnort haben. Das nordische Wort für Bucht oder Fjörd lautet nämlich “Vik”. Die Wikinger lebten in Buchten und Fjörden. Damit bedeutet das Wort “Vikinger” eben “Mann, der im Fjörd lebt” oder “Mann aus dem Fjörd”.
Weitere Theorien gehen davon aus, dass der Wortteil “Vik” sich vom altnordischen Wort für Kampf oder Krieger “vig” ableitet. Damit würde Wikinger eben “Kämpfer” bedeuten.

Auch wird vermutet, dass der Name “Wikinger” sich vom Namen der norwegischen Provinz “Viken” ableitet. (Diese Theorie ist mehr Idee als Behauptung.)

Wikinger: Nordmänner, Wicingas, Waräger und Rus

Im Frankenreich (heutiges Frankreich) wurden die Wikinger “Nordmänner” genannt. Mit dem Wort wurde darauf referiert, dass sie aus dem Norden kamen.

In England wurden die Wikinger “wicing” und “wicingas” genannt. Der Wortstamm “Wic” bedeutet “Lager” oder “Camp”. Damit wäre die Bedeutung von Wikinger einfach “Lagerer” oder “Camper”.

Die schwedischen Wikinger, die sich in Osteuropa niederließen, hießen “Rus” oder “Waräger”. “Waräger” waren Söldner. Der Wortteil “Var” bedeutet so viel wie “Eid”. Aus dem Wort “Rus” wurde später das Land der Rus, also Russland.

Woher kommt das Wort “Wikinger”? Bedeutung, Wortherkunft, Geschichte, Erklärung

Beim Wort “Wikinger” zeigt sich etwas besonders. Es beinhaltet keine ethnische Zugehörigkeit, keine Idee von einem Volk oder Merkmale wie Hautfarbe, Haarfarbe oder andere optische Merkmale. Es gibt keinen einheitlichen Wikinger. Vielmehr fallen unter den Begriff über die vielen Bauern und kleine Stämme, die an den Küsten Dänemarks, Norwegens und Schwedens gesiedelt haben. Vielmehr geht es, um eine Tätigkeit. Wikinger waren Menschen, die von Hafen zu Hafen fuhren. Sie waren Krieger und Kämpfer. (Siehe: Drengr) Sie überfielen andere, um Beute zu machen. Die Wirtschaft der Wikinger war auf Raubzügen und Diebstahl aufgebaut. Anders konnten Wikinger keinen Wohlstand “erzeugen”.

Möglich ist, dass das Wort “Wikinger” im Lauf seiner Zeit seine Bedeutung änderte. War es zunächst nur eine Beschreibung, woher diese Menschen kamen (Bucht, Fjörd) und was sie machten (von Hafen zu Hafen fahren; erforschen, lagern), könnte der Aspekt des Kampfes jedes andere Merkmal überwogen haben. Hier könnte die Kampferfahrung die Bedeutung des Wortes geändert haben.

Fazit: Die Wikinger haben in unserer Welt und Sprache ihre Spuren hinterlassen. Wusstest du, dass die Wikinger dafür gesorgt haben, dass Grönland “Grönland” und Island “Island” heißt? Hier erfährst du mehr. Auch das Bluetooth-Symbol stammt von den Wikingern und der Name Siri stammt aus der Region der Wikinger.

Was bedeutet “Irrelefant”? Bedeutung, Erklärung, Definition


“Irrelefant” ist ein Wortspiel aus den Worten “Irrelevant” und “Elefant”. Dadurch dass die letzten zwei Silben von irrelevant “ele-vant” wie das Wort Elefant klingen, werden beide Worte gerne scherzhaft kombiniert.

Was bedeutet “Irrelefant”? Bedeutung, Erklärung, Definition

Das Wort “Irrelefant” wird immer dann verwendet, wenn es nicht um Elefanten geht. Dann ist nämlich etwas “irrelefant”!

Das Wort “Irrelefant” wird, wenn es verwendet wird, meistens mit einem Elefanten gezeigt.

Das Wort “Irrelefant” wird auch in einem ernsten Kontext verwendet. Wird darüber geredet, dass eine Tierart vom Aussterben bedroht ist, so wird gesagt, dass diese Tierart bald “irrelefant” ist. (Anmerkung der Redaktion: Der asiatische Elefant ist vom Aussterben bedroht. Siehe auch: Was bedeutet Endling?)

Das Wort “irrelevant” bedeutet, dass etwas unwichtig, belanglos oder bedeutungslos ist.

Auch in der englischen Sprache ist das Wort “Irrelefant” bekannt. Es hat dort die gleiche Bedeutung und wird mit “ph” geschrieben: “Irrelephant”.

Wortspiele und Sprüche mit Irrelefant

  • Alles was nicht mit Elefanten zu tun, ist irrelefant.
  • Ich halte das für irrelefant.

Scherzhaft wird berichtet, dass der Irrelefant einst ein ganz normaler Elefant war. Eines Tages begab er sich in einen Irrgarten, verirrte sich und wurde auch ganz irre. Seit diesem Tage an wird er Irrelefant genannt. (Also statt “irrelevant” ist hier das Wort “irre” Teil des Kofferwortes “Irrelefant”.)

Weitere Wortspiele: Was ist der Freutag? Was bedeutet Vizefreitag?

Weitere Bedeutung von Irrelefant

Interessant ist die mögliche Verbindung zwischen Irrelefant und der Metapher “Elefant im Raum”. Bei der Metapher im Raum geht es darum, dass ein offensichtliches Problem einfach nicht angesprochen und verschwiegen wird. Es wird also so getan als sei das Problem “irrelefant”.

“Irrelefant 2’13” ist ein Lied von Irrelefant.

Das Irrelefant-Notizbuch wird von TBO Publications vertrieben.

“Irrelephant” ist ein Lied von Wookie The Huge.

“Irrelephant” ist ein Musiker.

Was sind Petrolheads? Bedeutung, Definition, Erklärung


Petrolheads sind Menschen, deren Leben sich um Autos dreht. Es geht um ein damit verbundenes, intensives Lebensgefühl.

Was bedeutet “Petrolhead” auf deutsch? Bedeutung, Definition, Erklärung

Der Begriff „Petrolhead“ lässt sich nicht direkt ins Deutsche übersetzen. Er muss umschrieben werden. Denn im Deutschen gibt es kein eigenes Wort dafür. „Petrol“ ist Benzin und „head“ ist der Kopf. Das Wort „Benzinkopf“ gibt es im Deutschen nicht. Es würde auch nicht den Punkt treffen. Denn es geht nicht darum, dass in einem solchen Kopf nichts zu finden ist außer Benzin und sich nichts darin bewegt. Es geht vielmehr darum, dass in einem solchen Kopf das Benzin die Gedanken durchzieht. In einem solchen Kopf stehen die Gedanken nicht still. Ein solcher Kopf ist dauerbewegt in Sachen Benzin.

Ein Petrolhead ist nicht zu verwechseln mit jemandem der einfach nur „Benzin im Blut hat“. Diese Redewendung bezieht sich auf jemanden, der ein Gefühl für Autos hat und mit ihnen gut umgehen kann. Wenn im Deutschen jemand etwas „im Blut hat“, dann ist damit gemeint, dass er ein Talent oder eine Begabung für etwas hat. Wenn dieses Etwas, beispielsweise Musik, charakteristisch für jemanden ist, dann hat er es einfach im Blut.

Was sind Petrolheads? Bedeutung, Definition, Erklärung

Ein Petrolhead sein heißt, einen bestimmten Lebensstil zu verfolgen und ein bestimmtes Lebensgefühl zu genießen. Das Auto steht für Freiheit, für Schönheit, für Schnelligkeit und für Perfektion. Petrolheads sind Auto-Enthusiasten. Sie schrauben, bauen aus, bauen um, bauen ein und sie fahren vor. Sie führen ihr Auto vor, genießen die Blicke und das Gefühl, sich in einer Art Zeitmaschine zu befinden. Bei den Autos der Petrolheads handelt es sich häufig um Oldtimer, deren Inneres sie auf den neuesten mechatronischen Stand gebracht haben. Diese Fahrzeuge entführen die Petrolheads in die Vergangenheit, als die Autos und Bikes noch Charakter hatten.

Neben Autos sind es vor allem Motorräder, um die sich das Leben, Denken und Fühlen der Petrolheads dreht. Alte Modelle, Klassiker, werden auseinandergebaut und wieder zusammengesetzt. Originalteile zu finden, ist eine der Leidenschaften der Petrolheads. Es gibt eine große Szene, Netzwerke und regelmäßige Treffen, bei denen Erfahrungen ausgetauscht und die Autos und Zweiräder vorgeführt werden. Sie werden zur Schau gestellt und es werden Rennen, Spritztouren und Rallyes veranstaltet.

Bei den Petrolheads handelt es sich fast ausschließlich um Männer. Nur wenige Frauen teilen diese alles überragende Leidenschaft für Autos und Zweiräder. Die meisten Frauen fahren zwar Autos, betrachten sie aber nicht als einen Teil ihres Lebensinhalts. Es gibt allerdings Ausnahmen. Frauen, die jede freie Minute mit ihrem Auto verbringen und ebenso wie die männlichen Petrolheads an nicht anderes denken.

Petrolheads: Der Benzinbruder aus Österreich

In Österreich gibt es einen Begriff, der dem des „Petrolheads“ am nächsten kommt: der „Benzinbruder“. Das Schöne an „Petrolhead“ ist allerdings seine geschlechtliche Neutralität. In Österreich wird offensichtlich davon ausgegangen, dass Frauen keine dieser speziellen Spezies sein können. Deswegen gibt es keine weibliche Variante für diese Bezeichnung. Eine Frau kann schlecht ein Bruder sein. Eine „Benzinschwester“ gibt es aber nicht. Also wird in Österreich auch eine Frau, auf die die entsprechenden Merkmale zutrifft, als Benzinbruder bezeichnet. Alleine aufgrund dieser Problematik ist es naheliegend, weshalb sich der „Petrolhead“ durchgesetzt hat.

Ein Benzinbruder hat ebenso wie ein Petrolhead Benzin im Blut. Das ist aber nicht alles: Sie brennen für Autos, für Motoren, für PS. Ohne Enthusiasmus, ohne Einsatzbereitschaft und ohne Talent lässt sich aus einem alten, eventuell sogar schrottreifen Auto kein begehrenswerter Klassiker formen. Petrolheads haben nur eine Passion: ihr Fahrzeug. Sie stecken Geld, Zeit, Liebe, Können und Kreativität in ihre Leidenschaft.

Petrolheads sind Süchtige

Die Leidenschaft, mit der Petrolheads an ihren Fahrzeugen hängen, kann durchaus mit einer Sucht verglichen werden. Der Begriff „Petrolhead“ ist im Grund ein Euphemismus für eine suchterzeugende Passion. Ohne Auto geht es nicht. Alleine diese Tatsache hat etwas von einer Sucht, denn es tritt keine Sättigung ein. Das Auto, das Bike, der Truck oder das Moped ist ein Suchtmittel.

Der Petrolhead will immer mehr: mehr Originalteile, mehr PS, mehr Autos, mehr Zeit, um sie in seine Leidenschaft zu stecken. Die Fahrzeuge der Benzinbrüder lösen zwar kaum eine körperliche Abhängigkeit aus, aber ein starkes Verlangen nach mehr. Perfektion kann unter diesem Gesichtspunkt nie erreicht werden, denn es wird immer etwas zu verbessern geben.

Die aufgelisteten Anzeichen einer Sucht treffen auch auf Petrolheads und Benzinbrüder zu:

  • Starker, fast schon unstillbarer Drang, sich mit dem Fahrzeug zu beschäftigen
  • Verlust über die Kontrolle dieses Drangs
  • Entzugssymptome und Strategien, diese Symptome zu vermeiden, etwa durch den Kauf weiterer Fahrzeuge oder Fahrzeugteile oder durch die Ausweitung des Interesses auf andere Modelle
  • Es braucht immer mehr, um die jeweils gleiche befriedigende Wirkung zu erreichen
  • Reduzierung anderer Interessen und ein eingeengtes Verhaltensmuster
  • Stillen des Bedürfnisses, trotz des Wissens um die negativen Konsequenzen, etwa in Sachen Geld oder Beziehung
Was bedeutet „Albatraoz“ auf deutsch? Bedeutung, Definition, Erklärung


“Albatraoz” ist eine absichtlich falsch geschriebene Variante des englischen Wortes “Albatross” (dt. Albatros).

In der englischen Sprache hat “Albatraoz” eine besondere Bedeutung. Als “Albatraoz” werden starke, unabhängige und kräftige Frauen bezeichnet.

Was bedeutet „Albatraoz“ auf deutsch? Wortherkunft, Bedeutung, Definition, Erklärung

Das Wort “Albatraoz” dachte sich das Gründungsmitglied von Albatraoz, Aron Ekberg, aus. Das Wort “Albatraoz” leitet sich ganz einfach vom Wort “Albatross” ab. Es ist damit ein Kunstwort.

Das Wort “Albatraoz” wurde durch die gleichnamige schwedische Elektro-Hip-Hop-Gruppe populär. 2012 wurde die Gruppe “Albatraoz” gegründet. 2013 wurde das erste Lied “Albatraoz” veröffentlicht. Das Lied war mäßig erfolgreich. Erst der Remix “I’m an Albatraoz” wurde international erfolgreich. Der Remix wurde vom Albatraoz-Mitglied Aron Ekberg, der sich “AronChupa” nennt, veröffentlicht. Den Gesang hat seine Schwester, Nora Ekberg, übernommen. (Der Künstlername von Nora Ekberg ist “Little Sis Nora”.)

Der Erfolg des Liedes “I’m an Albatraoz” führte dazu, dass das Wort “Albatraoz” bekannt wurde. Einige Menschen fingen an, von sich selbst zu sagen, dass sie ein Albatros (besser Albatraoz) seien.

Worum geht es im Lied “I’m an Albatraoz”? Inhalt, Bedeutung

Im Lied “I’m an Albatraoz” geht es, um eine Frau die “Lory” genannt wird. Die Sängerin singt, dass Lory eine Maus ist, dass ihr das egal ist und dass sie selbst ein Albatraoz ist. Sie ist also cooler und stärker als die kleine Maus.

Diese eine Zeile ist inhaltlich gesehen das Herzstück des Songs, denn es spiegelt das Kräfteverhältnis wieder. Ein Albatross ist ein kräftiger Vogel. Eine Maus ist seine Beute. Wenn die Maus die Beute ist, will natürlich niemand die Maus sein, sondern man will lieber der Albatross sein.

“I’m an Albatraoz” wurde in Deutschland mit Gold ausgezeichnet, hielt sich 36 Wochen in den Charts und belegte als höchsten Platz den vierten Platz. In Schweden wurde das Lied viermal mit Platin ausgezeichnet. In Österreich wurde es einmal mit Gold ausgezeichnet. Im Vereinigten Königreich wurde es mit Platin ausgezeichnet.

Was bedeutet “Spectre” auf deutsch? James Bond, Bedeutung, Definiton, Übersetzung


Das englische Wort “Spectre” bedeutet auf deutsch: Schreckgepenst.

“Spectre” ist der Filmtitel des 24. James-Bond-Films der 2015 veröffentlicht wurde.

Was bedeutet “Spectre” auf deutsch? Bedeutung, Definiton, Erklärung

Das englische Wort “Spectre” findet sich in der englischen Sprache wie folgt wieder “the spectre of something”. Hier zeigt sich die ganze Bedeutung des Wortes “Spectre”, denn es geht darum, dass jemand eine schlimme Vorahnung davon hat, wie die Zukunft werden kann.

Damit ist die deutsche Übersetzung “Schreckgepenst” metaphorisch zu verstehen. Es geht nicht nur um einen Geist oder ein Phantom, sondern darum, dass in der Zukunft eine Bedrohung wartet oder etwas schreckliches passieren wird.

James Bond: Spectre: Bedeutung

Im James-Bond-Film “Spectre” ist Spectre die Abkürzung für “Special Executive for Counterintelligence, Terrorism, Revenge and Extortion”. Auf deutsch: Spezialeinheit für Gegenspionage, Terror, Rache und Erpressung. Im deutschen wird Spectre auch Gofter genannt. Gofter ist der eingedeutsche Name von Spectre und bedeutet “Geheimorganisation für Terror, Erpressung und Rache”.

Spectre ist der Name einer kriminellen Verbrecher- und Terrororganisation. Spectres Geschäft ist Erpressung, Entführung, Geiselnahme, Sabotage, Mord, Bestechung, Terror, Desinformation und Schmuggel.

Ganz im Sinne der Bedeutung des Wortes “Spectre” ist die kriminelle Organisation ein Schreckgepenst. Sie verbreitet Angst und Schrecken ohne wirklich greifbar zu sein. Spectre arbeitet nicht in kleinen Größenordnungen, sondern erpresst ganze Länder und spielt Nationen gegeneinander aus.

Erstmals trat Spectre 1961 im James-Bond-Roman “Feuerball” auf.

Im Film “Spectre” kommt James Bond den Machenschaften von Spectre auf die Schliche. Anlass hierfür ist eine Nachricht aus Bonds Vergangenheit, die dazu führt, dass James Bond anfängt Spectre und seine Schergen genauer unter die Lupe zu nehmen. Hier durchschaut Bond eine Täuschung nach der anderen und hebt den Vorhand, um zu sehen, wer oder was Spectre wirklich ist. Hierbei deckt der brisante Verbindungen auf, die die Grenze zwischen Freund und Feind schwimmen lassen.

Siehe auch:

Weitere Bedeutung von Spectre

Im DC Universum ist “The Spectre” eine Figur.

“Spectre” ist der Name einer Sicherheitslücke in Mikroprozessoren.

Was bedeutet “Secret Admirer”? Tinder, Bedeutung auf deutsch, Definition, Erklärung


Der englische Ausdruck “Secret Admirer” bedeutet auf deutsch “heimlicher Verehrer” bzw. “heimliche Verehrerin”, sowie “stiller Bewunderer” bzw. “stille Bewunderin”.

“Secret Admirer” ist der Name einer Funktion in der Kennenlern-App Tinder.

Was ist ein Secret Admirer? Bedeutung, Erklärung

Ein heimlicher Verehrer oder eine heimliche Verehrerin ist eine Person, die romantische Gefühle für eine andere Person hat, dies der anderen Person aber nicht direkt zeigen kann oder will.

Der heimliche Verehrer oder die heimliche Verehrerin verbirgt daher seine bzw. ihre Identität und hält diese geheim.

Trotzdem sorgt der heimliche Verehrer oder die heimliche Verehrerin dafür, dass die andere Person erfährt, dass sie einen geheimen Verehrer (oder Verehrerin) hat, ohne seine (oder ihre) Identität zu verraten. Mittel der Wahl sind hier anonyme Liebesbriefe und/oder Liebesnachrichten. Im digitalen Zeitalter können dies anonyme SMS, Textnachrichten oder E-Mails von unbekannten Telefonnumern oder E-Mailadressen sein. Auch Fake-Social-Media-Profile sind denkbar. (Vorsicht vor Catfishing!)

Den heimlichen Verehrer oder die heimlichen Verehrerin schützt die Heimlichkeit vor einer möglichen Zurückweisung. Auch kann vermutet werden, dass der geheime Verehrer oder die geheime Verehrerin noch nicht den Mut aufgebracht hat, die angehimmelte Person nach einem Date zu fragen.

Wer wissen möchte, ob er oder sie einen heimlichen Verehrer oder eine heimliche Verehrerin hat, sollte auf Zeichen wie Blickkontakt (verstohlene Blicke), das Suchen von Nähe und Präsenz achten.

Secret Admirer: Tinder – Bedeutung, Erklärung

Die “Secret Admirer”-Funktion von Tinder erlaubt es zu sehen, wer dir ein Like gegeben hat. Jedoch ist die Auswahl der Person, die dich geliked hat, zufällig.

Das “Secret Admirer”-Fenster öffent sich nur zufällig. Wenn es offen ist, erkennst du es daran, dass du du vier bunte Fragezeichen-Karten siehst und über diesen steht “Secret Admirer”. Nun kann eine der Karten ausgewählt werden. Dahinter verbirgt sich dann eine zufällig ausgewählte Person, die dir ein Like gegeben hat – der du aber noch kein Like gegeben hast. Das Profil der Person darf studiert werden und dann darf entschieden werden, ob die Person ein Like oder Dislike erhält. (Wird ein Like gegeben, kommt ein Match zustande und ein Chatkanal öffnet sich.)

Wie häufig die Secret-Admirer-Karten erscheint, ist unklar. Es kann vermutet werden, dass sehr aktive Tinder-Nutzer das “Secret Admirer”-Fenster öfter sehen.

Fazit: Die “Secret Admirer”-Funktion sorgt für ein Instant-Match, wenn du es willst.

Weitere Bedeutung von Secret Admirer

“Secret Admirer” ist englische Originaltitel des Films “Crazy Love – Liebe auf schwarz auf weiß”. Der Film wurde 1985 veröffentlicht.

“Secret Admirer” ist ein Lied von Pitbull.

Was bedeutet Endling? Bedeutung, Definition, Erklärung


Als Endling wird das letzte lebende Individuum einer Art oder Spezies bezeichnet. Wenn dieses letzte Individuum gestorben ist, ist damit die Art bzw. Spezies ausgestorben.

Streng gesehen kann es keine Endlinge (Plural) geben. Denn ein Endling ist immer das letzte Individuum einer Art. Das vorletzte Individuum ist streng gesehen kein Endling.

Was bedeutet Endling? Bedeutung, Definition, Erklärung

In der englischen Sprache wird das letzte lebende Mitglied einer Familie auch als Endling bezeichnet. Stirbt dieses Mitglied so stirbt mit ihm oder ihr die Familienlinie und der Name aus.

Der Ausdruck “Endling” stammt aus der englischen Spache. Geprägt wurde der Begriff “Endling” im Jahr 1996 in der Fachzeitschrift Nature.

Bekannte Endlinge:

  • Die Wandertaube Martha war die letzte ihrer Art. Sie starb am 1. September 1914 im Zoo in Ohio.
  • Der letzte lebende Beutelwolf, Benjamin, starb 1936 in einem Zoo auf Tasmanien. Mit seinem Tod starb die Art der Beutelwölfe aus.
  • Toughie war der letzte lebende Laubfrosch der Art “Ecnomiohyla rabborum”. Er starb am 26. September 2016.
  • Lonesome George – Die Galapagos-Riesenschildkröte war die letzte ihrer Art. Er starb am 1. Januar 2019.

Für jeden Endling muss eine Eingrenzung gemacht werden. Der Endling ist das letzte lebende Exemplar einer Art, dass den Menschen bekannt ist. Es ist durch aus möglich, dass noch den Menschen unbekannte lebende Exemplare gibt, auch wenn die Chance sehr gering ist.

Während ein Endling meistens sehr sicher ausgemacht werden kann, ist dies beim Gegenteil kaum der Fall. Das erste Individuum einer Art kann in der Regel nicht ermittelt werden. Deswegen beschränken sich Wissenschaftler auf z.B. die erste Beobachtung oder das erste Exemplar einer neuen Art, dass gefangen und studiert wurde.

Endling: The Walkind Dead

Im “The Walking Dead”-Ableger “The World Beyond” bezeichnen sich die Jugendlichen selbst als “Endlinge”.

Hope und Elton führen ein Gespräch darüber, was sie darüber denken und fühlen, dass sie wohlmöglich die letzte Generation sind. Zum Schluss der Szene ist ein Schild zu sehen, auf dem geschrieben wurde: “We were here – The Endlings”. (auf dt. “Wir waren hier – Die Endlinge”.)

Weitere Bedeutung von Endling

“Endling” ist eine Triologie von Katherine Applegate.

“Endling” heißt ein Lied der Musikgruppe Meute.

“Endling” heißt ein Lied von folgenden Künstlern:

  • Adam Carpenter
  • Great Grandpa
  • Rizha
  • Secret Meadow
  • Zanias

“Endling” ist ein Computerspiel.

Was bedeutet “lautes Schweigen”? Bedeutung, Definiton, Erklärung


Vom “lauten Schweigen” wird gesprochen, wenn eine Person, Gruppe oder Gruppierung sich noch nicht zu einem Sachverhalt geäußert hat, während sie bei anderen Sachverhalten sehr schnell ihre Meinungen äußert.

Was bedeutet “lautes Schweigen”? Bedeutung, Definiton, Erklärung

“Lautes Schweigen” ist ein Oxymoron (widersprechende Begriffe werden miteinander kombiniert). Denn lautes Schweigen kann es nicht geben.

“Lautes Schweigen” beschreibt eine auffällige Verhaltensweise. Denn während eine Person, Gruppe oder Gruppierung bei einem Ereignis der Kategorie x sehr schnell ihre Meinung äußert, behält sie bei einem Ereignis der Kategorie y ihre Meinung für sich. Erst, wenn andere (z.B. Journalisten) bemerken, dass die Person, Gruppe oder Gruppierung noch nichts zu einem Ereignis der Kategorie y gesagt wird, wird dies kommentiert und hier kann  das Schweigen als “lautes Schweigen” bezeichnet werden. Hier schließen sich Fragen an: Warum äußert sich die sich sonst so schnell äußerende Person, Gruppe oder Gruppierung nicht? Gibt es hier ein Thema oder eine Thematik, die nicht angefasst werden soll?

Die Antwort ist: ja, solch eine Thematik gibt es. Sie ist der Person, Gruppe oder Gruppierung unangenehm, weil hier auf einmal eigene Fehler, Ungereimtheiten oder Schwachstellen thematisiert werden könnten und dies soll vermieden werden. Statt Fehler in den eigenen Reihen zu suchen, sollen die Fehler lieber in fremden Reihen außerhalb gesucht werden.

Somit kann “lautes Schweigen” auch eine Vermeidungsstrategie darstellen. Hier gilt, dass Betroffene lieber gar nichts sagen, als etwas falsches oder etwas, dass ihnen falsch ausgelegt werden könnte.

Satt “lautes Schweigen” wird auch “beredtes Schweigen” gesagt.

Weitere Bedeutung von “lautes Schweigen”

“lautes schweigen: gedichte” ist ein Taschenbuch von Jenny Schon. Es wurde 2018 veröffentlicht.

“Lautes Schweigen” ist ein Taschenbuch von Kathrin Ramm. Es wurde 2016 veröffentlicht.

“Lautes Schweigen” ist ein Kurzfilm von Viktoria Gurtovaj.

Weitere Oxymorone wie lautes Schweigen

  • alter Knabe
  • bittere Süße
  • bürgerlicher Adel
  • feste Luft
  • Fleischkäse
  • freiwilliges Pflichtfach
  • junger Greis
  • nervöses Kaltblut (Kaltblüter sind sonst ruhig und ausgeglichen)
  • schwarze Milch (Schwarzer Schwan)
  • schwarzer Schimmel (Pferd)
  • unreine Jungfrau
Was bedeutet Vizefreitag / kleiner Freitag? Bedeutung Donnerstag, Erklärung, Definition


Der Wochentag Donnerstag wird auch “Vizefreitag” oder “kleiner Freitag” genannt.

Wer zum Donnerstag “Vizefreitag” oder “kleiner Freitag” sagt, drückt damit seine oder ihre Vorfreude auf den letzten Arbeitstag der Woche und damit die Vorfreude auf das Wochenende aus.

Was bedeutet Vizefreitag / kleiner Freitag? Bedeutung Donnerstag, Erklärung, Definition

Das Wort “Vize” bedeutet “Stellvertreter”. “Vizefreitag” bedeutet als “Stellvertreter-Freitag”. Auch kann zum Vizefreitag “Hilfs-Freitag” gesagt werden. Siehe auch: Warum Freitag Freutag ist und Warum Mittwoch Bergfest ist

Die Vorfreude auf den Freitag beginnt bei einigen schon am Donnerstag. Daher geben sie dem Donnerstag gleich einen Namen, der mehr an den Freitag erinnert als an den Donnerstag. Warum ist das so?

Bedeutung und Erklärung: kleiner Freitag / Vizefreitag

Der Freitag ist der letzte Arbeitstag der Woche. Wird am Freitag Feierabend gemacht, so beginnt das Wochenende und dieses ist das Gegenteil von der Arbeitswoche. Am Wochenende darf ausgeschlafen werden. Der Wecker muss nicht klingeln. Am Wochenende muss nichts getan werden. Es darf alles getan werden. Am Wochenende gibt es keinen Chef, keine Fristen, keinen Stress und keinen Kollegen. Es gibt Freunde, Familie, Eltern, Kinder, Hobbys, Haustiere und Entspannung.

Der Freitag und das Wochenende stehen für eine Zeit der Entspannung und der Freiheit. Im Kontrast dazu steht bei einigen die Arbeitswoche. Manche müssen zur Arbeit, sie wollen nicht zur Arbeit. Manche müssen wieder arbeiten, malochen oder schuften.

Am Montag beginnt für viele die Arbeitswoche und die Zeit des Müssen. Am Dienstag ist für viele der Stress am größten. Ab Donnerstag fällt der Stress weiter ab, bis er Freitag kaum noch vorhanden ist. Es ist ja auch logisch, wer Freitag große Projekte erledigen möchte, hat weniger Zeit zur Verfügung als an einem Dienstag.

Die Arbeitswoche beginnt für viele am Montag. Ihren Höhepunkt erreicht sie am Mittwoch, der auch Bergfest genannt wird. Für einige beginnt die Vorfreude und Vorbereitung auf das Wochende dann schon am Donnerstag, Vizefreitag oder dem kleinen Freitag. Der Freitag selbst wird dann einfach nur noch Freutag genannt.

Das Wochenende ist dann die Zeit der Erholung, der Ausschweifung und der Entspannung. Am Wochenende wird Energie hergestellt. Die Arbeitswoche ist für einige die Zeit des sich-zusammenreißens, des harten Arbeitens und des Zwangs. Das kann schlauchen und Energie verbrauchen.

Weitere Bedeutung von Vizefreitag

“Vizefreitag” ist ein Lied von Shacke One. Es wurde 2017 veröffentlicht.

Warum Freitag Freutag ist: Bedeutung, Definition, Erklärung


Der Freitag wird auch Freutag genannt. Warum ist das so? Hier gibts die Erklärung:

Freutag: “Freitag ab eins, macht jeder seins”

Der Freitag ist für viele der letzte Arbeitstag der Woche. Er endet meist sogar früher als die anderen Arbeitstagen. Während nämlich viele Arbeitnehmer Montag bis Donnerstag frühsten erst ab dem späten Nachmittag Feierabend machen (dürfen), können sie Freitag schon ab dem späten Mittag oder dem frühen Nachmittag in den Feierabend gehen. Hier wird dann gerne gesagt: “Freitag ab eins, macht jeder seins.” (Mit “eins” ist 13 Uhr gemeint.)

Der Freitag (Freutag) steht im Kontrast zu den anderen Wochentagen. Während am Montag die Arbeitswoche und damit der Stress beginnt, stellt der Freitag das Ende für viele Arbeitnehmer dar. (Der Mittwoch ist für einige sogar das Bergfest.) Der Stress ist an Dienstagen meistens am höchsten. An Freitagen ist der Stress meistens am niedrigsten. Denn die meisten wissen, an einem Freitag passiert eh nicht mehr viel. Große Projekte werden jetzt nicht mehr angefangen. Wichtige Entscheidungen werden nicht mehr getroffen. Gedanklich sind eh schon viele im Wochenende.

Am Freutag freuen sich viele auf ihr wohlverdientes Wochenende. Der Freitag ist mit Vorfreude auf das Wochenende verbunden.

In den sozialen Medien teilen einige ihre Vorfreude unter dem Hashtag #Freutag. Andere verwenden den Hashtag #FreuDichFreitag.

Siehe auch: Was bedeutet Vizefreitag?

Warum Freitag “Freutag” genannt wird: Bedeutung, Erklärung, Herkunft

Ist der Freitag rum, beginnt das Wochenende. Nun gibt es Erholung, Spaß und Freude statt Arbeiten, Schuften und Malochen. Der Wecker klingelt nicht, es darf ausgeschlafen werden. An einem Wochenende darf man vieles und muss meistens gar nichts. (Einige merken sogar, dass sie an Wochenenden andere Menschen werden. Manche verspüren sogar FridayMotivation.)

Man hat am Wochenende Zeit für sich, für die Freundin oder Frau, für den Freund oder den Mann, für die Freunde, für die Kinder, für den Garten, für das eigene Hobby, für Fußball und für den Hund. Man darf genießen, schlemmen und feiern. Am Wochenende darf man lange wach sein, weggehen und Spaß haben. Der Sonntag dient dann der Erholung. Am Wochenende darf man sein, wer man ist und wie man ist.

Fazit: Der Freutag ist der letzte Arbeitstag der Woche. Danach beginnt das Wochenende und mit diesem die Entspannung. Anders ausgedrückt: Am Freutag werden die Einhörner gesattelt und es wirds in Tak-Tuka-Land geritten.

Übrigens: Manche machen sich am Freutag ein Freubier auf. 😉

Siehe auch: Was bedeutet TGIF?

Weitere Bedeutung von Freutag

“Freutag” ist auch eine umgangssprachliche Bezeichnung für einen freudigen Tag bzw. einen Tag an dem es Grund für große Freude gab. Dieser Tag muss nicht zwangsläufig ein Freitag sein.

Was ist Virtue Signalling? Bedeutung, Definition, Erklärung


Als “Virtue Signalling” wird ein Verhalten bezeichnet mit welchem jemand öffentlich die eigene Tugendhaftigkeit darstellen möchte und zeigen möchte, wie moralisch gut (und moralisch überlegen) die Person doch ist.

In Kürze: Beim “Virtue Signalling” möchte jemand zeigen, dass er oder sie ein moralisch guter Mensch.

Eine deutsche Übersetzung für “Virtue Signalling” kann z.B. “Tugendprahlerei” sein.

Was bedeutet Virtue Signalling auf deutsch? Übersetzung, Bedeutung

Für die Wortkonstruktion “Virtue Signalling” gibt es noch keine einheitliche deutsche Übersetzung. Das englische Wort “Virtue” bedeutet “Tugend” oder auch “Tugendhaftigkeit”. “Signaling” kommt dagegen vom englischen Verb “to signal” und lässt sich im Deutschen übersetzen mit “signalisieren”, “aufzeigen” oder auch “zur Schau stellen”.

Würde man beide Worte zusammen übersetzten, würde “Virtue Signalling” also so viel wie “Das Aufzeigen von Tugenden” heißen. Aus Ermangelung besserer Übersetzungen wird es manchmal als “Tugendprahlerei” oder “Tugendsignalisierung” übersetzt.

Die Bezeichnung “Virtue Signalling” ist im deutschen Sprachraum noch nicht allzu gebräuchlich. Im englischen Sprachraum ist sie seit Anfang der 2000er Jahre verbreitet. Richtig populär wurde die Bezeichnung allerdings erst 2015 durch den britischen Journalisten James Bartholomew.

In der deutschen Sprache sind beide Schreibweisen “Virtue Signalling” und “Virtue Signalling” verbreitet. Die korrekte englische Schreibweise ist “Virtue Signalling” (mit doppel L).

Was ist Virtue Signalling? Bedeutung, Definition, Erklärung

“Virtue Signalling” bezeichnet ein Verhalten, bei dem Menschen einen bestimmten moralischen Standpunkt darstellen, weil sie dafür Aufmerksamkeit und Anerkennung haben möchten, auch wenn sie nicht tatsächlich hinter dem Standpunkt stehen. Als Beispiel dafür werden gerne Youtuber und Instagram-Nutzer genommen, die sich auf aktuelle soziale oder politische Trends stürzen. Nach den Ausschreitungen in Amerika haben diese Nutzer ihre Profilbilder kurzzeitig zu “Black Lives Matter” geändert, weil sie dadurch mehr Klicks erzielen wollten. Tatsächlich vertreten die Nutzer aber die Dinge nicht, für die sie sich beim “Virtue Signalling” starkmachen. Sie folgen lediglich dem aktuellen Trend.

Wo ist “Virtue Signalling” eher verbreitet?

Der Begriff des “Virtue Signalling” wird hauptsächlich in englischen Medien verwendet. Amerikanische Konservative nutzen den Begriff verstärkt, wenn sie liberale und linke Politiker kritisieren wollen. So werfen die Republikaner beispielsweise den Demokraten öfter “Virtue Signalling” vor, weil sie der Meinung sind, dass die Darstellung der Vertretung der Volksinteressen von Demokraten nur ein Vorwand ist.

Andere Personen wie der dänische Autor Bjørn Lomborg nutzen den Begriff dagegen für individuelle Gruppen von Personen. Für Lomborg betreiben alle Vegetarier “Virtue Signalling”, weil sie damit prahlen, dass sie kein Fleisch essen.

Der Begriff “Virtue Signalling” in der Kritik

Viele Autoren und Journalisten kritisieren den Begriff “Virtue Signalling” als eine bequeme Art der Anklage. Man würde dadurch automatisch vermitteln, dass eine Person, die “Virtue Signalling” betreibt, von der aktuellen Situation keine Ahnung hat. Dabei würde man sich selbst als aufgeklärt und informiert darstellen.

Der Philosophieprofessor Neil Levy bezeichnet diese Art der Kritik allerdings auch als “Virtue Signalling”. Indem man Kritik an dem Verhalten äußert, würde man sich selbst gleichzeitig als besser und erhabener darstellen.

Virtue Signalling: Vergleichbare Begriffe im Deutschen

“Virtue Signalling” ist ein Begriff, den hauptsächlich Journalisten und Reporter verwenden. Er ist nicht so griffig und schwer zu interpretieren. Für die Erklärung der Bezeichnung werden darum oft andere Begriffe verwendet, die auch ein breites Publikum leichter verstehen könnte. Dabei fällt oft die Bezeichnung “Political Correctness”, die sich als “Politisch korrektes Verhalten” übersetzen lässt und prinzipiell das gleiche wie “Virtue Signalling” aussagt. Bei der “Political Correctness” verhalten sich Menschen nach bestimmten politischen oder sozialen Vorgaben und stellen das auch zur Schau.

Im deutschen Sprachraum ist dagegen der Begriff “Scheinheiligkeit” am ehesten geeignet, um “Virtue Signalling” zu beschreiben. Denn auch bei der Scheinheiligkeit gibt man ein bestimmtes Verhalten vor, ohne es wirklich aus Überzeugung zu betreiben.

Was ist Victim Blaming? Bedeutung, Definition, Erklärung


Der englische Begriff „Victim Blaming“ bedeutet wörtlich übersetzt auf deutsch „Opfer beschuldigen“ bzw. als Substantivierung “Opfer-Beschuldigung”. Dabei handelt es sich um eine Täter-Opfer-Umkehr, bei der die Schuld für ein Vergehen bei dem Opfer gesucht wird.

Ein einfach zu erklärendes Beispiel hierfür ist das Veröffentlichen von privaten Bildern. Hier wird oft nicht der Täter dafür verurteilt, die Bilder nicht vertraulich behandelt zu haben. Stattdessen wird dem Opfer vorgeworfen, es hätte die Bilder nicht aufnehmen sollen und sei selbst schuld an der Situation. Versucht sich das Opfer zu wehren, wird es häufig lächerlich gemacht, da es selbst verantwortlich sei.

Was ist Victim Blaming? Bedeutung, Definition, Erklärung

Victim Blaming tritt auch infolge von häuslicher Gewalt, Vergewaltigungen oder rassistischen Übergriffen auf. Die Ursache für einen Übergriff wird hierbei nicht beim Täter, sondern im „provokativen“ Verhalten des Opfers gesucht. Aus diesem Grund sind insbesondere Frauen, aber Angehörige von ethnischen Minderheiten häufig Opfer von Victim Blaming.

Der Begriff “Victim Blaming” wurde in den 1970ern in den USA begründet, um eine Strategie in der Strafverteidigung zu beschreiben, in der Opfern von Vergewaltigungen die Schuld an der Tat zugeschrieben wird, beispielsweise um den mutmaßlichen Täter zu entlasten. Gleichzeitig beschreibt der Begriff auch eine Verteidigungsstrategie bei rassistischen Übergriffen. 1971 beschrieb der Psychologe William Ryan in dem Buch „blaming the victim“ Victim Blaming als eine Ideologie, welche Rassismus gegen Afroamerikaner rechtfertigen soll.

Mittlerweile ist der ursprünglich aus dem juristischen und psychologischen Bereich stammende Begriff im Alltag angelangt. Insbesondere durch die MeToo-Bewegung der letzten Jahre ist die Täter-Opfer Umkehr im Rahmen von sexueller und häuslicher Gewalt ein häufig angesprochenes und kritisiertes Thema geworden. Auch Gerichtsverfahren, in denen die Kleidung des Opfers zum Gegenstand der Verhandlung wird, werden vermehrt als ungerecht und unangemessen wahrgenommen. Trotz dessen gibt es des Öfteren Fälle, in denen die Victim Blaming Strategie vor Gericht erfolgreich ist: So wurde im Jahr 1999 ein mutmaßlicher Vergewaltiger aufgrund der Kleidung, welche die Frau zum Tatzeitpunkt anhatte freigesprochen und im Jahr 2018 wurde der Vergewaltiger einer 17-Jährigen freigesprochen, da diese den Mann zuvor geküsst hatte. Tatsächlich müssen die Opfer sexualisierter Gewalt noch immer in Gerichtsverfahren die Wahrheit ihrer Aussagen stärker beweisen, als dies bei den Tätern der Fall ist, was in der Folge zu mehr ungerechtfertigten Freisprüchen und weniger schweren Verurteilungen führt.

Victim Blaming = Das Opfer soll selbst schuld sein

Die Auswirkungen dessen betreffen insbesondere Opfer von sexualisierter Gewalt in ihrem alltäglichen Leben. So sind laut einer Studie der EU-Kommission denken mehr als 10 % aller Europäer, dass eine weibliche Person, die unter dem Einfluss von Substanzen steht, sexualisierte Gewalt verdient habe. Auch Vorwürfe, man sei selbst schuld, sich in gefährliche Gegenden aufzuhalten oder sich mit den falschen Menschen zu treffen führen dazu, dass Opfer von sexualisierter Gewalt werden weniger ernst werden. Stattdessen wird ihnen vorgeworfen, die Situation selbst provoziert zu haben. (Dies führt in der Folge dazu, dass Betroffene die Straftaten häufig aufgrund der Angst vor Stigmatisierung nicht zur Anzeige bringen.)

Darüber hinaus ist Victim Blaming wie die Frage „Was hattest du an“ für die Opfer verletzend und kann zu einer Traumatisierung führen. Auch hinaus suchen viele Frauen aufgrund von alltäglichem Victim Blaming die Schuld für Übergriffe und sexuelle Gewalt zunächst bei sich und in dem eigenen Verhalten. In diesen Fällen sorgen Scham- und Schuldgefühle dafür, dass die Opfer die Straftat verschweigen.

Von gesellschaftlich verankertem, alltäglichen Victim Blaming sind nahezu alle Frauen in Ihrem Leben betroffen. Dies beginnt für häufig bereits im Kindes- oder Jugendalter, etwa wenn ihnen geraten wird, einen bestimmten Weg niemals alleine zu gehen oder zu einer Party lieber ein anderes Outfit anzuziehen. Dies führt dazu, dass Frauen die Verantwortung dafür, sexualisierte Übergriffe zu verhindern bei sich sehen und etwa nachts nur in Gruppen aus dem Haus gehen oder immer Pfefferspray zur Verteidigung bei sich tragen.

Aber auch außerhalb von sexualisierter Gewalt kann Victim Blaming auftreten. So wird Opfern von häuslicher Gewalt häufig vom Partner vorgeworfen, gewaltsame Übergriffe zu provozieren oder durch ihr Verhalten selbst Schuld an der Gewalt zu sein. Hier findet ebenfalls ein Prozess der Täter-Opfer-Umkehr statt, durch welchen die Opfer die Verantwortung für die Gewalt bei sich suchen. Auch Gewalt gegenüber Minderheiten wird häufig mit dem Verhalten dieser begründet. Darüber hinaus nutzen Narzissten Victim Blaming als Strategie, eigene Machtpositionen zu behaupten. Auch bei anderen Übergriffen wie Stalking oder Mobbing wird häufig Victim Blaming eingesetzt.

Victim Blaming: Fazit und Bedeutung

Victim Blaming kann für Opfer häufig traumatisierend sein oder andere schwerwiegende psychische Folgen haben. Deshalb ist für Opfer von Gewalt, die unter Victim Blaming leiden eine psychologische Betreuung sinnvoll. Darüber hinaus können sich die Opfer auch gegen die Verleumdung zur Wehr setzen. Denn nach dem deutschen Strafgesetzbuch sind Behauptungen mit diffamierendem Inhalt, die nicht bewiesen werden können, eine Beleidigung, die zur Anzeige gebracht werden kann.

Warum heißen Quarkkeulchen “Quarkkeulchen”? Wortherkunft, Bedeutung, Erklärung


Bereits die Germanen kannten und nutzten die Zutaten Quark und Mehl. So berichtet zumindest Tacitus, der mehr als hundert Jahre nach Christus lebte und zu den wichtigsten Historikern zählt. Um 1500 wird die Herstellung von Quark das erste Mal dokumentiert. In dieser Zeit werden auch die ersten Weihnachtsmärkte angeboten, die sich meistens aus Fleischmärkten entwickelten.

Während der Regierungszeit Friedrichs des Zweiten (1740 bis 1786) kam auch die Kartoffel nach Deutschland. Sie wurde neben Weizen zu einem der wichtigsten Nahrungsmittel. Aus Weizen stellt man wiederum Mehl her. Das bildet zusammen mit Quark und Eiern einen wesentlichen Bestandteil der Quarkkeulchen. Außerdem kann man diese günstig und schnell zubereiten. Reiner Zucker war hingegen teuer und wurde teilweise in Apotheken grammweise verkauft. Außerdem ist er schädlich, da er sich negativ auf die körpereigene Insulinproduktion auswirken und Diabetes erzeugen kann.

Warum heißen Quarkkeulchen “Quarkkeulchen”? Namensherkunft, Bedeutung, Erklärung

Ihre Namen verdanken die Quarkkeulchen ihrer Form, die meistens an die von Hähnchenkeulen erinnert. Diese waren die bevorzugten Speisen auf den Fleisch- und späteren Weihnachtsmärkten.

Spätestens seit Anfang des 20. Jahrhunderts ist das Quarkkeulchen vom Weihnachtsmarkt nicht mehr wegzudenken.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Deutschland zwischen den Siegermächten aufgeteilt. Während sich die neue Bundesrepublik im Westen schnell an die westlichen Standards anpassen konnte, hatte die ebenfalls neue DDR im Osten weniger Glück. Die Ausrichtung an die Planwirtschaft der UdSSR führte zu einer Verknappung. So standen zu Weihnachten nur wenige Zutaten zur Verfügung. Hier boten sich vor allem regionale Erzeugnisse wie Mehl, Kartoffeln, Eier und Früchte an. Bei den Früchten dominierten Äpfel, Birnen und Kirschen, die auch in heimischen Gärten wuchsen und für den Winter eingelegt werden konnten.

Wie stellt man Quark selbst her?

Auch Quark lässt sich gut selbst herstellen. Dazu wird in erster Linie Milch benötigt, bei der bestimmte natürliche biochemische Prozesse angeregt werden müssen. Man benötigt außerdem Gefäße, Deckel und Tücher. Bei großen Mengen bieten sich Säcke an, aus denen die geronnene Flüssigkeit ablaufen kann.

Normaler Quark entsteht bei der Aufspaltung von Milch in Eiweiß und Molke. Zuerst wird die Milch sauer und somit eigentlich ungenießbar. Um sie jedoch in den sauren Zustand zu überführen, lässt man sie in einem leicht abgedeckten Topf mindestens ein bis zwei Tage stehen. Der Deckel wird nur an einer Stelle leicht geöffnet, damit der Sauerstoff zur Vermehrung der natürlichen Milchsäurebakterien beiträgt. Sobald das Eiweiß und die Molke im Topf nebeneinander schwimmen, lassen sich die Produkte problemlos trennen. Bei größeren Mengen verwendet der Koch einen zuvor desinfizierten Leinensack, aus dem die Flüssigkeit ablaufen kann. Dann wird der Inhalt des Topfes in den Sack eingewickelt und leicht gedrückt. Dabei fließt das restliche Wasser aus dem eigentlichen Quark ab. Alternativ verwendet man spezielle Siebe. Zum Schluss bleibt nur das Endprodukt zurück, das für die Quarkkeulchen bestimmt ist.

Wie werden Quarkkeulchen zubereitet?

Am Anfang steht der Teig. Köche sprechen hier in erster Linie von sächsischen Süßspeisen. Hieraus ergibt sich eine mögliche Herkunft. Sachsen war ein Königreich, das nach dem Ersten Weltkrieg 1918 in einen Freistaat umgewandelt wurde. Das Gebiet ist gleichzeitig für die vorzüglich schmeckenden Süßspeisen bekannt. Unter Süßspeisen werden außerdem cremige und gesüßte Zutaten verstanden. Sie eignen sich als Vor- und Hauptspeise. Aufgrund ihrer Form können sie in unterschiedlichen großen Portionen gereicht werden. Typische Mittel sind Zucker, heimischer Honig oder regionale Früchte, die sich auch kombinieren lassen.

Zuerst reibt der Koch die frisch gekochten Pellkartoffeln. Dazu werden die ursprünglichen Rohkartoffeln mit ihrer Schale in heißem Wasser gekocht. Nach ungefähr zwanzig Minuten sollte man in jede Kartoffel mit einem spitzen Schälmesser stechen und sie anheben. Rutscht sie sofort herunter, dann ist die jeweilige Kartoffel weich genug.

Im Anschluss zieht der Koch die Haut der jeweiligen Kartoffel mit einem spitzen Messer ab. Dann kommt die Kartoffel, die mittlerweile sehr weich sein sollte, in eine Kartoffelpresse. Das Ergebnis ist ein Kartoffelbrei, der sich ausgezeichnet mit Quark vermengen lässt.

Jetzt folgt der Quark, der selbst hergestellt oder im Supermarkt gekauft wurde. Man sollte beim gekauften Produkt auf die Fettstufe achten. Weitere Zutaten sind Eier und Mehl. Auf drei Anteile Kartoffeln kommt ein Anteil Quark. Es gibt jedoch auch Rezepte, die andere Variationen vorgeben. Genauso wichtig ist das Verhältnis zwischen dem Mehl und den Kartoffeln. Während Kartoffeln für einen festen Teig sorgen, lockert Mehl diesen auf. Den geformten Teig reichert der Koch mit den Eiern sowie den Gewürzen Zimt oder Salz an. Sollen die Quarkkeulchen besonders süß sein, benötigt man noch Zucker.

Zitronen schützen den menschlichen Körper. Deshalb sollten sie in Form von Zitronensaft oder geriebenen Zitronenschalen ebenfalls Bestandteile der Keulen werden.

Einige Köche bevorzugen kleine Rosinen. Sie entfalten ihr ganzes Aroma, wenn man sie zuvor in Rum einlegt und den herzhaften Geschmack des Alkohols auf sie einwirken lässt. Da es sich um ehemalige Trauben handelt, enthalten sie auch Zucker.

Im vorletzten Schritt gibt der Koch das Bratöl seiner Wahl in die heiße Pfanne. Die Quarkfrikadellen sollten vor dem Braten ca. 1 bis 2 Zentimeter hoch und fünf breit geformt werden.

Danach gibt man die Quarkfrikadellen in die Pfanne mit dem heißen Öl und lässt sie von beiden Seiten gelbbraun backen.

Welche Beilagen kommen für Quarkkeulchen infrage?

Wer seine Quarkkeulchen mit Früchten mag, sollte es mit heißen Sauerkirschen probieren. Für zwei Personen werden 1,4 kg Sauerkirschen benötigt. Am besten verwendet der Koch die Frischen vom Markt. Mit einem Kirschentkerner lassen sich die Steine mühelos entfernen. Im Anschluss müssen die Kirschen in 500 ml Wasser ungefähr zehn Minuten leicht aufkochen. Während dieses Schrittes kommen zwei Teelöffel Vanillepulver und ein Teelöffel Nelkenpulver hinzu. Der Koch sorgt dann noch für 500 g Zucker oder einen Ersatzstoff.

Quarkkeulchen für raffinierte Raubeine

Die Rezeptur aus Kartoffeln, Mehl, Eiern und Quark lässt sich auch pikant würzen. Neben Wurst und Fleisch kann man auch Pilze für die Quarkkeulchen verwenden. Dazu kommen Speckwürfel und Paprika. Dieser ist nicht nur interessant, sondern auch gesund.

Was bedeutet “Jagshemash”? Borat, Übersetzung auf deutsch, Bedeutung, Erklärung


“Jagshemash” ist der Gruß von Borat Sagdiyev.

Was bedeutet “Jagshemash”? Übersetzung auf deutsch, Bedeutung, Erklärung, Ursprung

Das Wort und der Gruß “Jagshemash” ist aus der polnischen Sprache entnommen. “Jagshemash” ist die phonetische Zusammenziehung aus den polnischen Worten “Jak się masz”. “Jak się masz?” bedeutet auf deutsch “Wie geht es dir?”

Das Wort “Jagshemash” wird in der Regel wie folgt ausgesprochen: “Jag-scheh-masch”. (Eine andere Schreibweise von “Jagshemash” ist “Jakschemasch”.)

Da Borat Sagdiyev ein kasachischer Journalist ist, stellt sich die Frage, warum er polnisch spricht und nicht russisch? Ein Fehler ist dies nicht, sondern eine kleine Besonderheit. Denn in Kasachstan lebt eine kleine polnische Minderheit. (Es sind rund 50.000 Menschen.) Mit dem polnischen Gruß “Jak się masz” wollten die Borat-Macher auch die polnische Minderheit repräsentieren.

Siehe auch: Wer ist Borats Tochter “Tutar Sagdiyev”?

Die polnische Begrüßung “Jak się masz” ist phonetisch und sprachlich sehr nah an der tschechischen Begrüßung “Jak se máš”. “Jak se máš” bedeutet das gleiche wie “Jak się masz”.

Ein weiterer Borat-Ausruf ist “Dschenkuje”. Auch der Borat-Gruß “Dschenkuje” stammt aus der polnischen Sprache. “Dschenkuje” stammt vom polnischen Wort “dziękuję”, was auf deutsch “Danke” bedeutet.

Weitere Bedeutung “Jagshemash”: Übersetzung auf deutsch, Bedeutung, Erklärung

Der Borat-Darsteller Sacha Baron Cohen verwendet das Wort “Jagshemash” seit Anfang der 2000er Jahre. Von 2000 bis 2004 hatte er seine eigene Fernsehshow namens “The Ali G Show”. In der Show traten Figuren wie “Ali G”, “Borat” und “Brüno” auf. Der Außenreporter Borat Sagdiyev begrüßte die Zuschauer stets mit “Jagshemash”.

Die “The Ali G Show” wurde im Vereinigten Königreich (UK) und den USA ausgestrahlt. In Deutschland war sie weniger populär.

Nach dem der erste Borat-Film 2006 veröffentlicht wurde, wurde der Gruß “Jagshemash” sehr populär und steht seit dem in Verbindung mit der Figur Borat. (Ebenso ist der grüne Borat-Badeanzug ein deutliches Erkennungszeichen für Borat-Fans.)

Der Ausruf “Jagshemash” wurde so populär, dass der Wort als Aufdruck auf T-Shirts und anderer Bekleidung gedruckt wurde.

Der Rapper Kool Savas verwendete den Ausruf “Jagshemash” im Lied “Nur ein Skit”.

Was bedeutet Überbietungswettbewerb? Was ist das? Bedeutung, Definition, Erklärung


Bei einem Überbietungswettbewerb bemühen sich zwei oder mehr Konkurrenten, durch immer bessere Angebote einen Vorteil zu erringen.

Überbietungswettbewerbe  sind bei Weitem nicht auf die Wirtschaft begrenzt. Gerade in der Demokratie gibt es häufig Zeichen von Überbietungswettbewerben bei politischen Entscheidungen. Politiker versuchen sich durch öffentlichkeitswirksame Maßnahmen oder Ankündigungen einen Vorteil für die nächste Wahl. Dabei werden negative Effekte kaum beachtet, was letztendlich auch für den Sieger den Nutzen des Wettbewerbs infrage stellen kann.

Was bedeutet Überbietungswettbewerb? Was ist das? Bedeutung, Definition, Erklärung

Das Verb “überbieten” kann positiv aber auch negativ besetzt sein. So kann es im Sport bedeuten, einen Rekord zu überbieten. Wenn jemand etwas besser kann als ein Konkurrent, überbietet er diesen. Außerdem können Angebote überboten werden. Dies passiert, bei Geboten zu öffentlichen Ausschreibungen oder bei Auktionen.

Eher negativ besetzt ist das Wort, wenn es im Zusammenhang einer Eskalation verwendet wird. Dies kann passieren, wenn Politik restriktive Entscheidungen trifft. Ein Beispiel wäre die Verschärfung von Sanktionen. Damit kann sich die Lage für eine bestimmte Personengruppe verschlechtern.

Das Wort “Überbietungswettbewerb” findet man vor allem in der Wirtschaft und in der Politik. Es beschreibt eine Situation, bei der Wettbewerb oft über das Maß der Vernunft hinaus betrieben wird. Im Wettbewerb um den ersten Platz werden Angebote oder Lösungsverschläge unterbreitet, die vor allem den Konkurrenten ausstechen sollen. Die Auswirkungen werden oft nicht oder nur unzureichend beachtet. Dabei können die negativen Wirkungen den Anbieter selbst oder Unbeteiligte treffen.

Bedeutung: Überbietungswettbewerb in der Coronakrise

In der Coronakrise nutzten Politiker den Begriff häufig. Während der Lockerungen nach der ersten Pandemie-Welle mahnten Politiker immer wieder andere Kollegen vor einem Überbietungswettbewerb. Sehr häufig warnte der bayerische Ministerpräsident Markus Söder davor. Ihm gingen die Lockerungen der Coronabeschränkungen in anderen Ländern zu schnell. Dabei kritisierte er besonders Nordrhein-Westfalen und damit den dortigen Ministerpräsidenten Armin Laschet, der sich Hoffnungen auf den CDU-Vorsitz macht. Politische Beobachter sahen darin Söders Versuch, sich in der Frage nach dem nächsten Bundeskanzlerkandidaten der Union zu profilieren. Söder begründete seine Kritik mit den verhältnismäßig hohen Infektionszahlen, die Nordrhein-Westfalen aufwies.

Einen Überbietungswettbewerb bei den Lockerungen warfen sich aber nicht nur Politiker vor. Auch Sozialverbände mahnten dazu maßzuhalten. So wurde Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow kritisiert, weil er Verbote komplett aufheben und stattdessen auf Empfehlungen setzen wollte. Der Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste sah im Verzicht auf bindende Vorschriften eine Gefahr für besonders gefährdet Gruppen. Der Verband sah die Gefahr, dass diese Opfer politischen Kalküls werden.

Als im Herbst 2020 angesichts steigender Infektionszahlen wieder zusätzliche Beschränkungen eingeführt werden mussten, warnten verschiedene politische Lager vor einem “Überbeitungswettbewerb”. FDP-Stimmen fürchteten neuen Schaden für die Wirtschaft. Die AfD versuchte eine zunehmende Müdigkeit der Bevölkerung aufzugreifen, weiterhin die strengen Regeln zu befolgen. Selbst der SPD-Politiker und Epidemiologe Karl Lauterbach fand, dass die Landesregierungen mit Beherbergungsverboten über das Ziel hinausschossen. Diese Sicht teilten inzwischen einige Gerichte, die auch Sperrstunden wieder aufhoben.

Hier zeigt sich ein Problem eines Überbietungswettbewerbs. In der guten Absicht, die Sorgen der Bevölkerung des eigenen Landes ernstzunehmen und sie bestmöglich zu schützen, schossen einige Regierungen über das Ziel hinaus. Was in guter Absicht geschah, kann so schnell in einen Vertrauensverlust umschlagen, weil Grundrechtseingriffe willkürlich erscheinen. Weitere Überbietungswettbewerbe in der Politik sind im Wahlkampf zu beobachten, etwa wenn Parteien großzügige Sozialleistungen oder Steuersenkungen versprechen. Oft fallen diese dann mit Verweis auf die Haushaltszwänge kleiner aus, was der Glaubwürdigkeit in Politik und Demokratie schadet.

Überbietungswettbewerb: Der Einsatz des Begriffs zum Bremsen von Engagement

Ein Überbietungswettbewerb kann also recht schnell in ein unerwünschtes, negatives Ergebnis münden, weshalb der Begriff gern als Warnung genutzt wird. Dabei fällt auf, dass die Mahner oft jene sind, die selbst einen Nachteil aus den Plänen erwarten.

So kritisierte Harald Christ im Jahr 2019 die SPD für einen “Überbietungswettbewerb der Umverteilung” und trat als SPD-Mittelstandsbeauftragter zurück. Arbeitgeberverbände warnen so vor allzu großen Versprechen in der Rentendebatte. Dies tat beispielsweise der damalige Präsident des Arbeitgeberverbandes, Dr. Dieter Hundt. Die Arbeitgeber fürchten höhere Sozialversicherungskosten.

In Wien überbot sich die Stadtregierung nach Ansicht der Autolobby bei “Verkehrsminiaturlösungen”, zu denen beispielsweise ein Schwimmbad auf einer Verkehrsinsel gehörte. Als die EU-Kommission ankündigte, das Klimaziel für 2030 zu verschärfen, mahnten CDU-Politiker mit Blick auf die Wirtschaft vor einem Überbietungswettbewerb.

Überbietungswettbewerb: Phänomen in der Wirtschaft

Die Wirtschaft verwendet das Phänomen gern auch mal selbst. Dies geschieht beispielsweise, wenn es darum geht, die Konkurrenz bei einem Auftrag auszuschalten. Leidtragende sind in diesem Fall nicht selten Arbeitnehmer oder Lieferanten.

Arbeitnehmer können aber auch profitieren. Auf dem Arbeitsmarkt kann es zu Überbietungswettbewerben von Unternehmen kommen, wenn Fachkräfte rar sind. Dann gilt es für die Unternehmen mit hohen Gehaltsangeboten, zusätzlichen Bonuszahlungen und Benefits den Preis für die Arbeit hochzutreiben. Auf der anderen Seite steht der Unterbietungswettbewerb, der einsetzt, wenn es auf dem Arbeitsmarkt ein Überangebot an Arbeitskräften gibt. Dann sind Arbeitnehmer bereit ihre Arbeit zu einem niedrigeren Lohn anzubieten. Sie unterbieten sich gegenseitig.

Ein eindrucksvolles Beispiel, wie das gegenseitige Überbieten Sozialgefüge und Wettbewerb zerstören kann, sieht man in Ostdeutschland. Hier verkauft die Treuhand-Nachfolgerin BVVG Ackerflächen ehemaliger ostdeutscher LPGs. Das Ausschreibungsverfahren sieht vor, dass das Höchstgebot den Zuschlag erhält. Die Bodenpreise im Osten sind entsprechend der Nachfrage deutlich gestiegen. Den Zuschlag erhalten meist große Agrarbetriebe aus dem Westen, während die einheimischen Bauern leer ausgehen, bemängeln Bauernvertreter. Bodenspekulanten, die auf weitere Steigerungen der Bodenpreise spekulieren, sorgen ebenfalls dafür, dass kleinere regionale Betriebe selten zum Zug kommen. Damit können dörfliche Strukturen zerstört werden.

Überbietungswettbewerb im Sport

Der Kampf um Rekorde ist nicht gemeint, aber auch der Sport zeigt, wie Überbietungswettbewerbe den eigentlichen Wettbewerb gefährden. Sehr deutlich wird dies im Fußball, wo inzwischen astronomische Gehälter für Superstars gezahlt werden. Doch wie erwirtschaften Clubs diese enormen Summen? Außerhalb Deutschlands verschuldeten sich Vereine früher und trieben so die Preise der Fußballstars immer höher. Inzwischen hat die UEFA diese Praxis mit einem Reglement zum Financial Fairplay beendet. Diese Notbremse war nötig, weil die beteiligten Clubs im Kampf um die Superstars ihr eigenes wirtschaftliches Überleben riskierten.

Vereine investieren noch heute oft in Spieler in der Hoffnung, dass diese ihnen einen sportlichen Erfolg in einem Wettbewerb garantieren. Tritt der Erfolg nicht ein und verletzt sich der Spieler vielleicht, kann dies existenzielle Auswirkungen auf den Club haben. In diesem Fall verleitet der Überbietungswettbewerb zu einem unverhältnismäßig hohen wirtschaftlichen Risiko.

Was ist Wohlstandsegoismus? Bedeutung, Definition, Erklärung


Der Begriff Wohlstandsegoismus drückt genau das aus, was er sagt: Es geht um Egoismus in Zeiten des Wohlstands.

Was bedeutet Wohlstandsegoismus? Bedeutung, Definition, Erklärung

Der Begriff “Wohlstandsegoismus” ist aus zwei Wörtern zusammengesetzt.

“Egoismus” bedeutet bewusster Eigennutz und ein gewolltes Handeln ausschließlich im eigenen Interesse. Egoisten sind Menschen, die nach ihren eigenen Regeln und zu ihrem eigenen Vorteil handeln. Ohne Rücksicht auf Verluste. Die Bedürfnisse anderer sind ihnen gleichgültig. Ein Egoist räumt sich selbst immer mehr Freiheiten ein als er anderen zugesteht. Wenn ein Egoist meint, er handle richtig, hält er ein anderes Handeln deswegen für grundsätzlich falsch. “Wohlstand” meint einen Zustand, in dem es den Menschen an nichts mangelt. Es geht ihnen gut bis sehr gut.

Wohlstandsegoismus kann es nur in wohlhabenden Gesellschaften oder Gesellschaftsteilen geben. Nur in einem Umfeld, in dem es sich gut leben lässt, kann sich ein solcher Egoismus entwickeln. Wohlstandsegoismus geschieht immer auf dem Rücken anderer. Denn Wohlstand ergibt sich nicht aus dem Nichts. Wohlstand wie wir ihn kennen bedeutet, dass irgendetwas anderes dafür geopfert wurde: die Natur, Tiere, gesundes Trinkwasser, unberührte Landschaften, die Gesundheit anderer Menschen oder die Arbeitskraft von rechtlosen Menschen. Wohlstand ist leider nicht für alle da. Aus Sicht der Wohlstandsegoisten, gebührt denen der Wohlstand, die ihn sich – aus ihrer Sicht mühsam – erarbeitet oder erkämpft haben. Dass diese Sichtweise verzerrt ist und nicht der Realität, sondern nur der eigenen Wahrnehmung entspricht, wird dabei ausgeblendet.

Siehe auch: Was ist Wohlstandstrotz?

Was sind Wohlstandsegoisten? Bedeutung, Definition, Erklärung

Wohlstandsegoismus ist ein relativ modernes Phänomen. In Zeiten, in Regionen oder gesellschaftlichen Schichten, in denen Menschen aufeinander angewiesen sind, gibt es keinen Wohlstandsegoismus.

Wohlstandsegoismus ist ein anderes Wort für soziale Rücksichtslosigkeit. Egoismus kann niemals sozial sein. Egoistisches Verhalten widerspricht sozialem Verhalten grundlegend. Ein Egoist kann nicht gleichermaßen seine und die möglicherweise gegensätzlichen Interessen anderer durchsetzen wollen. Egoismus widerspricht einer Kompromissbereitschaft. Für einen Egoisten geht entweder das eine oder das andere, dazwischen gibt es nichts. Wohlstandsegoisten sind die Sorgen der anderen völlig egal. Es geht ihnen ausschließlich um ihr eigenes Wohl. Sie sind gleichgültig gegenüber den Bedürfnissen anders Denkender oder anders Betroffener.

Ein Wohlstandsegoist erklärt seine eigene Befindlichkeit für allgemeingültig. Das Ich ist die maßgebende Instanz eines Egoisten. Die Meinung oder das Wissen anderer sind für einen Egoisten völlig uninteressant. Aus dem Zustand des Wohlstands heraus, kann sich jeder Egoist mühelos gegen jede sozial relevante Maßnahme stellen. Solidarität ist für einen Egoisten völlig undenkbar. Ein solches Verhalten würde seinem Selbstverständnis widersprechen. Der Wohlstandsegoismus ist ein Ausdruck einer rücksichtslos gewordenen, Ich-bezogenen Gesellschaft.

Wohlstandsegoismus ist eine Totalverweigerung

Wohlstandsegoismus findet sich überall da, wo es um Veränderungen geht. Wo die Menschen aufgefordert werden, sich zu ändern oder Änderungen zu akzeptieren, rotten sich Wohlstandsegoisten zusammen und verweigern sich. Dahinter verbirgt sich ihre Angst, zukünftig auf ihnen vermeintlich zustehende Errungenschaften verzichten zu müssen. Dieses unsolidarische Verhalten hat aber sofort ein Ende, wenn der Egoist plötzlich selbst betroffen ist. Aus einer wohlgefälligen Position heraus sind geistige Scheuklappen wunderbare Hilfsmittel, sich für die Situation anderer blind zu machen. Beispiele, die Wohlstandsegoisten zu Verweigerern werden lassen:

  • Maßnahmen gegen die Coronavirus-Pandemie
  • Aufnahme von Kriegs- und Wirtschaftsflüchtlingen
  • Konsum- und Billigfleischverzicht
  • Maßnahmen gegen den Klimawandel
  • Maßnahmen für den Tier- und Umweltschutz
  • Maßnahmen für eine Energiewende

Diese Verweigerung, die sich hinter dem Wohlstandsegoismus verbirgt, geht immer auf Kosten anderer. Denn aus einem Zustand des Überflusses heraus, lässt es sich sehr einfach verweigern. Wer beispielsweise mit einem Überfluss an guter Gesundheit auftrumpfen kann, hat kein Mitleid mit Menschen, denen dieses Glück nicht vergönnt ist. Beispiele für die Opfer des Wohlstandsegoismus:

  • Chronisch Kranke, Vorerkrankte, alte Menschen
  • Schwache Menschen
  • Verfolgte, Flüchtlinge aus Kriegs- oder Hungergebieten
  • Menschen und Tiere die unter unerträglichen Bedingungen leben, arbeiten und sterben müssen
  • Menschen und Tiere, deren Lebenswelt durch Naturkatastrophen vernichtet wird
  • Tier- und Pflanzenarten, die für immer ausgerottet werden
  • zukünftige Generationen

Beim Wohlstandsegoismus handelt es sich um einen sogenannten negativen Egoismus: selbstbezogenes Denken, das dem Allgemeinwohl abträglich ist und individuellen Schaden zufügt. Dahinter steckt natürlich auch die Angst, seinen Wohlstand verlieren zu können oder möglicherweise mit Fremden teilen zu müssen.

Der Wohlstandsegoismus ist ein mentales Bollwerk gegen Veränderungen

Wohlstandsegoisten finden sich immer in bestimmten gesellschaftlichen Teilbereichen. Immer da, wo es ihnen gut geht und sie Angst haben, dass sich das ändern könnte, kommen sie ans Tageslicht. Wohlstandsegoisten fürchten nichts mehr, als dass sich etwas Grundlegendes in ihrem Leben zum Schlechten oder Unbequemen ändern könnte.

Aus Sicht der Wohlstandsegoisten ist ihr Verhalten lediglich eine Reaktion auf Regulierungen und Verordnungen. Die eigentliche Rücksichtlosigkeit komme „von oben“ und bestehe in den Vorschriften, die beispielsweise die Freiheitsrechte des Einzelnen einschränke. Gegen diese Reglementierungen, die das Wohl aller im Blick haben, gehen die Wohlstandsegoisten vor.

Es lässt sich feststellen, dass sich das gesellschaftliche Verhalten in den letzten Jahren massiv verändert hat. Soziales und solidarisches Verhalten ist in großen Teilen der Gesellschaft auf dem Rückzug. Stattdessen macht sich eine rücksichtslose und eigennützige Ellbogengesellschaft breit. Dabei bleibt leider auch auch die Ethik und die Moral auf der Strecke.

Was ist Cocooning? Bedeutung, Definition, Erklärung


Als “Cocooning” wird die Tendenz bezeichnet, sich ins häusliche Privatleben zurückzuziehen und die Zivilgesellschaft und Öffentlichkeit zu meiden.

Den Trend und Begriff “Cocooning” gibt es seit den 1980er Jahren.

Das Wort “Cocooning” bedeutet auf detusch “einspinnen” oder “verpuppen”.

Wortherkunft: Woher kommt das Wort Cocooning?

Cocooning ist das Verpuppen von Insekten, deren Larven spinnen um sich einen Kokon. In diesem überleben sie geschützt, bis sie zum Imago herangewachsen sind.

Der Begriff des Cocoonings eignet sich daher als Metapher für die Abschirmung von Menschen gegen Einflüsse ihrer Umwelt. Er wurde zuerst durch die US-Trendforscherin Faith Popcorn nach 1980 verwendet, doch das betreffende Lebensgefühl hatte man schon vorher thematisiert. Man nannte es in den USA “Cosy home”.

Was ist Cocooning genau? Bedeutung, Definition, Erklärung

Der deutsche Soziologe Holger Rust ernannte Mitte der 1990er-Jahre Cocooning zum erfolgreichsten Begriff der populären Publizistik. Als Ursache hierfür machte er die unübersichtliche und oft als bedrohlich empfundene Welt mit ihren modernen Krisen aus. Damit lag er prinzipiell richtig: Nach den Terroranschlägen vom 11.09.2001 und auch nach der Finanzkrise 2008/2009 verstärkte sich die Tendenz zum Cocooning. Seit 2020 nimmt Cocooning durch Corona stark zu. Die Wirtschaft und Handel reagieren darauf: Sie bieten viele Produkte an, die das Cocooning unterstützen.

Der Rückzug in das Private, in das was man kennt, in die Komfortzone und in das Vertraute, kann helfen mit einer immer komplexeren und komplizierter werdenen Welt fertig zu werden. Allerdings schützt Cocooning nicht vor der Auseinandersetzung mit der veränderten Welt und neuen Werten. Cocooning zögert das Auseinandersetzen heraus, weil es dafür sorgt, dass jemand Konflikte erstmal vermeidet.

Cocooning kann – ganz positiv – als Strategie zur Erholung betrachtet werden. Wer sich im Privaten erholt, kann sich nach dem Ende der Erholungszeit wieder mit der Welt beschäftigen. Hierbei geht es um den Ausgleich: Wenn die Welt da draußen komplex, kompliziert und schwierig ist, so ist es äußerst erholsam in das einfache, gewohnte und vertraute Heim sich zurückzuziehen.

Siehe auch: Was ist Cottagecore?

Ist Cocooning sinnvoll?

Offenbar schon. So ermittelte der Bayerische Rundfunk nach 2010 unter dem Stichwort Cocooning ein starkes Zurückziehen in die häusliche Umgebung und das Einigeln mitsamt Home-Service, der durch die Online-Wirtschaft unterstützt werde. Den betreffenden Personen sei die Welt draußen deutlich stressig, zu kompliziert und manchmal auch zu uninteressant geworden. Eine Alternative dazu sei der kleine, überschaubare Lebenskreis der eigenen Wohnung, der schützend wirke wie ein Kokon. Das Cocooning kanalisiere sogar mehrere Trendströmungen:

  • Die Menschen wollen immer seltener Neuland entdecken.
  • Sie engen bewusst ihren eigenen Verantwortungshorizont ein.
  • Gegenüber der Gesellschaft werden sie gleichgültiger.

Diese Phänomene wirken zwar von außen betrachtet negativ, für die sich einigelnden Menschen jedoch bringen sie eine große Entlastung. In Zeiten von Corona entlasten sie sogar die gesamte Gesellschaft, weil es durch Cocooning weniger Kontakte gibt. Daher ist das Einigeln – ein anderer Ausdruck für das Phänomen – durchaus sinnvoll. Diesen Begriff gibt es ja schon sehr lange, er bedeutet „sich zurückziehen“ und meint traditionell das Ausweichen gegenüber jeder Form von Konflikt oder Streit. Auch Igel rollen sich bei Gefahr ein und werden dann zum unangreifbaren Stachelball.

Cocooning in der Praxis

Im heimischen Kokon lässt es sich mit Duftkerzen, Mermaid Plaids und Schaumbädern durchaus sehr angenehm leben. Dabei geht es durchaus nicht darum, ein Dasein wie ein Einsiedler zu führen. Nur verlagert sich das soziale Leben in die Wohnung. Es ist nicht unbedingt nötig, sich mit Freunden in einer Bar zu treffen: Man kann sie einfach einladen und daheim einen Koch- oder Spieleabend veranstalten. Dieser Trend freut die Möbelhersteller und die Anbieter von Wohnaccessoires. Für einen Spieleabend ist schließlich eine Wohnlandschaft erforderlich, weshalb riesige Couchgarnituren, große Tische und kuschelige Sessel immer stärker nachgefragt werden.

Cocooning lässt sich natürlich auch mit kleinem Budget durchführen. Ein kuschelige Decke, Duftkerzen und das duftende Schaumbad können schon genügen. Wichtig ist allein die Gemütlichkeit, die sich durch einen minimalistischen Einrichtungsstil nicht erreichen lässt. Daher sind Kissen und Dekorationen sehr wichtig, Strick ist sehr angesagt. Auch Jumbo Knits (XXL-Wolldecken) lieben Menschen daheim sehr, auch wenn sie etwas teurer sind. Mit kleinem Budget greifen Frauen selbst zur Stricknadel und schaffen sich ihren heimischen Kokon.

Was ist ein Flickenteppich? Bedeutung, Definition, Erklärung


Flickenteppiche unterscheiden sich von wertvolleren Teppichen durch ihre billigere und inkonstante Form. Sie bestehen aus einer Vielzahl von Versatzstücken, die zusammengenäht wurden.

Was ist ein Flickenteppich? Bedeutung, Definition, Erklärung

Der Flickenteppich steht auch als Synonym, wenn man einen uneinheitlichen Zustand beschreibt. So gelten in den Ländern unterschiedliche rechtliche Regelungen. Diese können sich auf die Corona-Krise und den Datenschutz beziehen.

Außerdem kann es sich im übertragenen Sinn um einen solchen Teppich handeln, wenn es im Gesamtbild unterschiedliche Lücken gibt, die entweder bewusst oder unabsichtlich geduldet werden. In den meisten Fällen deuten sie auf Nachteile hin, die auszugleichen und nicht zu tolerieren sind. Hier von ist die Einführung der flächendeckenden E-Mobilität betroffen. Auch das lückenhafte Lernen für Prüfungen kann man als Flickenteppich bezeichnen. Man umschreibt auf diese Weise ferner die noch ausstehende Erkundung eines Landes oder Kontinents.

Die DSGVO beendete den Flickenteppich im europäischen Datenschutz
Jede natürliche Person hat das Recht auf den Schutz ihrer persönlichen Daten. Bis Mai 2018 galten in den Ländern der Europäischen Union jeweils unterschiedliche Gesetze und Verordnungen, die vereinheitlicht werden mussten. Diesen Normungen tragt die europäische Datenschutzgrundverordnung Rechnung, die bis zum Stichtag in das nationale Recht jedes EU-Staates integriert wurde. Die DSGVO wird dann durch das betreffende nationale Datenschutzgesetz flankiert.

Die neue Verordnung sieht bei Verstößen hohe Strafen vor, die europaweit einheitlich sind und von den betreffenden Staaten durchgesetzt werden können. Eine Beschwerde erfolgt entweder durch eine Behörde oder einen Beschwerdeführer. Die Entscheidungen werden bundes- und europaeinheitlich gefällt. Außerdem müssen Unternehmen heute unter bestimmten Voraussetzungen einen Datenschutzbeauftragten benennen.

Dabei kann es sich aus praktischen Erwägungen heraus um einen externen Berater handeln, der gleichzeitig mehrere Unternehmen oder Behörden betreut. Seine umfassenden Fachkenntnisse und Erfahrungen kommen so allen Auftraggebern zugute.

Der Flickenteppich in der Geschichte der U.S.A.

Auch aus der Geschichte sind Flickenteppiche hinreichend bekannt. Ein gutes Beispiel bieten die U.S.A.

Als Columbus und die ihm folgenden Entdecker auf den Inseln in der Karibik und auf dem nordamerikanischen Festland landeten, erkundeten sie nur die von ihnen errichteten Kolonien an der Ostküste. Die Spanier drangen zwar über Südamerika bis ins heutige New Mexiko und Kalifornien vor. Die dazwischenliegenden Gebiete bildeten jedoch einen Flickenteppich. Mit jeder erfolgreichen Expedition ins Landesinnere und der damit verbundenen Vermessung wurden weitere Abschnitte dieses Teppichs zu bekannten Territorien. Um 1700 waren so noch viele Gebiete im Landesinneren unbekannt. Gegen 1900 gab es auf der Landkarte der Vereinigten Staaten von Amerika keine unbekannten Stellen mehr.

Siehe auch: Was bedeutet “E Pluribus Unum”?

Beseitigung des Flickenteppichs bei Einführung neuer Technologien

Innovationen sind die Motoren einer florierenden Wirtschaft. Neue Techniken, die sich auch schonend auf die Umwelt auswirken könnten, betreffen beispielsweise den vermehrten Einsatz von E-Fahrzeugen. Viele Menschen überlegen sich diese Anschaffungen. Es gibt jedoch mehrere Haken. Herkömmliche Fahrzeuge können an allen Tankstellen weltweit mit Treibstoff versorgt werden. Das E-Auto wird hingegen mit elektrischem Strom betrieben, der aus einem internen Akku stammt. Um diesen Akku aufzuladen, muss der Halter eine Ladestation anfahren. Für eine Strecke von mehreren Hundert oder tausend Kilometern benötigt er jedoch mehrere Lademöglichkeiten, da der Akku sich im Laufe der Fahrt entleert. Außerdem reicht der geladene Strom nur für eine bestimmte und begrenzte Strecke.
Der Nutzer muss sich darauf verlassen können, dass er sein Fahrzeug flächendeckend aufladen kann. Da nicht jedes Gebiet mit einer ausreichenden Anzahl von Stationen ausgestattet wird, gibt es hier heute meistens noch einen Flickenteppich.

Wie Flickenteppiche Karriere be- und verhindern können?

Jeder Mensch lernt für sein Leben. Dazu besucht er die Schule, die Berufsschulen oder die Universität. Er kann auch während seiner praktischen Ausbildung und in der beruflichen Praxis diesen Lernprozess fortsetzen. Es gibt jedoch ein wesentliches Problem. Ein Sprichwort besagt: “Nichts ist gefährlicher als ein Halbwissen!“

Bei der Vermittlung und Aufnahme des Stoffes muss der Lernende alle wesentlichen Einzelheiten erfassen und abwägen. Gegebenenfalls greift er zeitnah auf Materialien und Quellen zurück, die sich im Rahmen des sich stetig erweiternden Informationsflusses schnell ändern können.

Eine Studentin oder ein Student besucht die Vorlesungen im Fachbereich Steuern. Der Professor oder Privatdozent vermittelt während der Veranstaltungen die grundliegenden Kenntnisse im Einkommens-, Körperschafts- und Umsatzsteuerrecht. Hierzu gibt er ausführliche Quellen bekannt, mit denen sich die Zuhörer während ihrer Vorbereitungen beschäftigen sollten. Sonst haben sie keine Chance, eine gute bis sehr gute Prüfung zu schreiben. Ohne diese Ergebnisse können sie auch keine adäquate Stelle nach ihrer Ausbildung wahrnehmen.

Der Student lässt es leider bei seinen Vorbereitungen auf einen Flickenteppich ankommen. Er lernt nur die Fakten, die sich mit der Einkommensteuer befassen und ignoriert einige vom Professor vorgeschlagene Quellen. Während der Prüfung werden jedoch auch Kenntnisse im Körperschafts- und Umsatzsteuerrecht benötigt, die der Student nicht kennt. Da der Kandidat die Verbindung zwischen den Aufgabenstellungen und den benötigten Rechtsquellen und Paragraphen nicht herstellen kann, erreicht er nicht die für eine gute Note erforderliche Punktzahl. Seine nur befriedigenden Leistungen schränken im Anschluss die Berufswahl und Verdienstmöglichkeiten ein.

Flickenteppiche erschweren einheitliche gesundheitspolitische Regelungen

Es erinnert an die Kleinstaatlichkeit, die in Deutschland im 19. Jahrhundert üblich war. Damals hatten beispielsweise Baden, Bayern und Preußen ihr eigenes Herrschaftssystem. Einen Staat wie die Bundesrepublik gab es noch nicht. Doch auch die Bundesrepublik besteht aus mehreren Bundesländern, die beispielsweise im Gesundheitswesen eigene Entscheidungen treffen können. Bei problematischen Entscheidungen haben die Ministerpräsidenten der Länder im Bundesrat das letzte Wort, sofern sie nicht an die Anweisungen der Bundeskanzlerin in Berlin gebunden sind.

Seit einem dreiviertel Jahr beherrscht der Corona-Virus fast alle Staaten der Erde. Jeder Staat von ihnen trifft geeignete Maßnahmen, um die Ausbreitung des Virus über die Landesgrenzen zu verhindern. Dazu zählen die Quarantäne, das Verbot von Versammlungen und die Maskenpflicht.

Während in einigen Bundesländern beispielsweise ganze Städte unter Quarantäne gestellt und Ausgangssperren verhängt werden, handhaben einige Länder diese Vorschriften in Abhängigkeit zu den Möglichkeiten härter oder lockerer. Diese unterschiedlichen Optionen deuten auf einen Fleckenteppich hin, bei dem jedes Bundesland im Rahmen seines Handlungsspielraumes andere gesundheitspolitische Entscheidungen trifft.

Weitere Bedeutung: Teppich, Flickenteppich

Der Teppich ist eine Textilie, die in erster Linie für die Bedeckung eines Bodens oder einer Wand eingesetzt wird. Im späten Mittelalter dienten sie zur Darstellung von geschichtlichen Abläufen. So fasst der Wandteppich von Bayeux die Eroberung Englands durch Wilhelm den Eroberer 1066 zusammen. Später dienten sie in erster Linie zur Schonung von Parkettböden oder Verschönerung von Innenräumen. Im Orient hängen sie hingegen auch oft an den Wänden, um das Ambiente des Wohnraumes zu betonen.

Was bedeutet genderfluid? Bedeutung, Definition, Erklärung


Genderfluid ist ein Begriff der zur Beschreibung der eigenen Geschlechtsidentität verwendet wird. Er ist Teil des Spektrums Non-Binary.

Was bedeutet genderfluid? Bedeutung, Definition, Erklärung

Unter der Bezeichnung Genderfluid („fließend“) versteht man einen fließenden Wechsel zwischen den Geschlechtsidentitäten. Der Wechsel kann dabei regelmäßig oder unregelmäßig stattfinden und von kurzer oder längerer Dauer sein. Bei manchen genderfluiden Personen erfolgt der Wechsel nach einigen Wochen, bei anderen nach Monaten oder Jahren. Auch ein situationsabhängiger Wechsel der Geschlechtsidentitäten ist möglich.

Ebenso kann die Geschlechtsidentität abhängig von einer anderen Person und deren Geschlecht verändert werden. Dabei beschränken sich die Geschlechtsidentitäten, zwischen denen gewechselt wird, nicht auf männlich und weiblich. Eine genderfluide Person kann zwischen allen denkbaren Geschlechtsidentitäten wechseln, wobei der Anteil an einer bestimmten Geschlechtsidentität ebenfalls verschieden sein kann. Die Ausprägungen der Genderfluidität können stark variieren und sind von Person zu Person unterschiedlich.

Ist Genderfluid und Genderqueer dasselbe? Erklärung, Unterschied, Bedeutung

Der Begriff Genderqueer lässt sich nicht eindeutig von dem Begriff Genderfluid abgrenzen, weil er teilweise in abweichenden Kontexten verwendet wird. Als Genderqueer bezeichnen sich Menschen, die sich nicht endgültig auf ein Geschlecht festlegen möchten und sich weder als Mann noch als Frau identifizieren. Dabei muss es sich jedoch nicht um genderfluide Personen handeln. Auch eine klare Abgrenzung zum Begriff non-binär ist nicht möglich.

Unterschied zu Genderflux

Genderflux ist eine Variation von Genderfluid, bei der die eigene Geschlechtsidentität sich mit der Zeit verändert. Sie wird in einem Spektrum von Agender und weiteren Geschlechtsidentitäten verwendet.

Genderflux-Personen bezeichnen sich oft als Non-Binary oder Trans. Der Begriff wird oft mit Genderfluid gleichgesetzt, kann jedoch eine abweichende Bedeutung haben. Genderflux-Personen wechseln ihre Geschlechtsidentität im Verlaufe des Lebens immer wieder. Der Zeitraum zwischen dem Wechsel der Geschlechter und die Intensität der Geschlechtswahrnehmung können dabei stark variieren. Ebenso gibt es keine Einschränkungen, zwischen welchen Geschlechtsidentitäten gewechselt wird.

Bedeutung: Trans-feminin und Trans-maskulin

Trans-femin (oder Demigirl) und Trans-maskulin (Demiboy) sind Geschlechtsbezeichnungen, die ausdrücken, dass eine Person zwar in eine bestimmte Richtung neigt, sich jedoch nicht vollständig diesem Geschlecht zugehörig fühlt. Personen, die sich als Trans feminin oder Trans maskulin bezeichnen, lassen ihr endgültiges Geschlecht offen und wählen etwa die Bezeichnung Genderfluid, um ihre eigene Geschlechtsidentität bzw. den Wechsel zwischen verschiedenen Geschlechtsidentitäten zu benennen.

Bedeutung: Was ist Postgender?

Als Postgender wird ein sozialpolitisches Konzept bezeichnet, welches die Abschaffung der staatlichen Geschlechtsbestimmungen zum Ziel hat. Als Grundlage dient der Ansatz, dass die Geschlechternormen, wie wir sie heute kennen, nicht auf Reproduktion oder Genetik beruhen, sondern aus patriarchalen Strukturen hervorgegangen sind. Ein Ziel der Postgender-Bewegung ist die Abschaffung des Zwangs zum geschlechtseindeutigen Vornamen.

Was heißt non-binary?

Als non-binary oder nichtbinäre Geschlechtsidentität, kurz auch nichtbinär oder nicht-binär, werden Menschen bezeichnet, deren Geschlechtsidentität weder männlich noch weiblich ist. Eine alternative Bezeichnung ist der Begriff Genderqueer. Beide Bezeichnungen werden häufig als Überbegriff für diverse nicht-binäre Geschlechtsidentifikationen verwendet.

Non-Binary sind auch Personen, deren Geschlechtsidentität einem dritten Geschlecht entspricht („divers“) oder sich als Teil einer anderen Geschlechtsvorstellung wie X-gender oder Postgender sehen. Ebenso zählen Personen dazu, die ihre eigene Geschlechtsidentität nicht genau benennen und keiner traditionellen Geschlechterrolle entsprechen möchten. Non-Binary umfasst also ein weites Spektrum, wobei Genderfluid ein wesentlicher Begriff ist.

Was bedeutet “Kollateralnutzen”? Bedeutung, Definition, Erklärung


Unter dem Begriff „Kollateralnutzen“ versteht man eine ungeplante mit positiven Nebeneffekten behaftete Handlung, welche meist auf etwas gänzlich anderes abzielt oder ursprünglich von negativer Natur ist.

Was bedeutet “Kollateralnutzen”? Bedeutung, Definition, Erklärung

In Zeiten in denen das Internet immer stärker ausgebaut wurde und nach und nach weiterverbreitet war, wurde das illegale Herunterladen von Filmen, Softwaren sowie Musik immer beliebter. Dies wurde durch die ersten angebotenen Flatrates noch verstärkt. Der damit verbundene Nutzungsdruck sorgte dafür, dass der Breitbandausbau rasant von statten ging. Folglich würde dies bedeuten, dass das illegale Downloaden von Filmen, Musik sowie Softwaren maßgeblich dazu beigetragen hat, dass wir heute die digitale Infrastruktur haben, die wir kennen.

Dies war jedoch zu keiner Zeit Absicht und nicht geplant. Als „Kollateralnutzen“ wird dieses Phänomen heute bezeichnet. So ruft der Mensch immer wieder durch Zufall positive Nebeneffekte durch sein Handeln hervor. Da es sich hierbei jedoch eher um einen Zufall handelt, war das nicht die erste Intention des Menschen. Oft kommt es vor, dass dem Tun des Menschen ursprünglich eine schädliche oder negative Absicht zu Grunde liegt.

Ein weiteres Beispiel für einen „Kollateralnutzen“ sind die Rodungen von Wäldern. Insbesondere die, welche im Mittelalter stattgefunden haben. Damals rodeten die Menschen die Wälder, damit neue Jagdgebiete für den Adel geschafft werden können. Dieses Vorgehen und dieses Verhalten war schädlicher Natur, denn die Rodung von Wäldern ist nicht besonders umweltfreundlich. Es handelt sich hierbei jedoch um einen „Kollateralnutzen“, denn aufgrund dieses Verhaltens können wir noch heute große Grünanlagen und Grünflächen in der Landschaft bestaunen. Dieser „Kollateralnutzen“ ist beispielsweise auch bei den Naturreservaten rund um Tschernobyl sowie in den demilitarisierten Gebieten zwischen Süd- und Nordkorea zu bestaunen.

Jedoch können nicht nur negative Absichten oder ein schädliches Verhalten, welches zu einem späteren Zeitpunkt etwas Positives zum Vorschein brachte, als „Kollateralnutzen“ bezeichnet werden. Als Gegenbeispiel haben wir das heute bekannte Potenzmittel „Viagra“, welches ursprünglich als Medikament für Herzerkrankungen entwickelt wurde.

Kollateralnutzen: Das Richtige wird oftmals aus den falschen Gründen getan

Ein weiteres aktuelles Beispiel für einen „Kollateralnutzen“ ist der Veganismus-Trend. Heute zu Tage entscheiden sich immer mehr Menschen für eine vegane Ernährung und einen veganen Lebensstil. Viele von ihnen haben sich jedoch im Vorfeld weder intensiv mit den politischen Gründen noch mit den ethnischen Gründen auseinandergesetzt. Oftmals steigen Menschen auf eine vegane Ernährungsweise aufgrund des Life-Styles, des Bedürfnisses sowie des Dranges nach einer kulinarischen Abwechslung oder aber aufgrund von gesundheitlichen Aspekten.

Wenn wir die Gründe, warum sich jemand vegan ernährt, mal außer Acht lassen, können wir trotzdem sagen, dass diese Menschen Tiere schützen. Oftmals ist das gar nicht ihre erste Intention, doch gerade deswegen haben wir auch hier einen „Kollateralnutzen“. So handelt es sich bei dem Wohl sowie dem Schutz der Tiere um einen „Kollateralnutzen“, welcher durch die sogenannten Life-Style-Veganern ausgelöst wird.

Erklärung und Bedeutung: Handelt es sich bei einem „Kollateralnutzen“ um ein Abfallprodukt des Menschen?

Die Begrifflichkeit des „Kollateralnutzens“ sorgt zusätzlich dafür, dass die Perspektive zurecht gerückt wird und man erkennt, dass die meist in höchsten Tönen gelobten vorangegangenen Errungenschaften der Menschheit oftmals nur zufällige Abfallprodukte waren. Häufig waren diese gar nicht gewollt oder erwünscht, doch ihre Entstehung wird schulterzuckend und kommentarlos akzeptiert.

Eine zusätzliche Interpretationsmöglichkeit des „Kollateralnutzens“ ist die des „Glück im Unglück“. Beispielsweise verläuft sich jemand und entdeckt aufgrund des Verlaufens neue Plätze, wie Restaurants, Cafés, kleine Boutiquen oder einen Park. Mit dem Phänomen des „Kollateralnutzens“ sind zudem Unbeabsichtigte Folgen, Spin-Offs sowie Serendipität verwandt.

Warum heißt die Mortadella “Mortadella”? Wortherkunft, Erklärung, Bedeutung


Das Wort „mortadella“ kommt aus dem Lateinischen. Murtatum bedeutet „Wurst, die mit Myrtenbeeren gewürzt ist“. Der lateinische Name war Myrtatella oder Murtadum facirem. Es handelt sich dabei um eine italienische Wurstspezialität aus Bologna, Italien. Das Original besteht aus Schweine-Speckwürfel oder Schinkenstücken mit Pistazien. Heutzutage wird zum Würzen häufig schwarzer Pfeffer statt Myrtenbeeren verwendet. Diese Wurst wird als feiner Aufschnitt gereicht.

Diese italienische Delikatesse ist bereits den alten Römern in abgewandelter Form und mit Myrtenbeeren bekannt gewesen. Nachgewiesen ist allerdings die heute noch gebräuchliche Form aus der Spätrenaissance. Alle sind sich jedoch einig, dass ein Cristoforo di Messisbugo aus der Stadt Bologna in der Emilia Romagna als Erfinder der Mortadella gilt.

Herstellung: Wie wird die Mortadella hergestellt?

Fein geschnittenes Schweinefleisch wird mit Zucker, Pfeffer, Salz und groben, sehr fetten Speckwürfeln in Naturdärme gefüllt. Heutzutage werden auch Kunstdärme verwendet. Manchmal werden auch Pistazien und andere Gewürze zugegeben. Die großen Würste können bis zu 100 kg wiegen. Die Abfüllung erfolgt zylindrisch.
Die rohe Wurst wird dann in besonderen Heißluftöfen bei 90 Grad Celsius gegart. Die Brühdauer richtet sich nach der Füllmenge und kann mehrere Stunden betragen.

Das Original wird ausschließlich aus Schweinefleisch und Speck vom Schweinehals hergestellt. Das ist deshalb so wichtig, weil dieser spezielle Speck immer seine Konsistenz behält. Die ursprüngliche Mortadella verlässt sich auf die Würze des Spezialspecks sowie ein wenig Salz und Pfeffer (Myrtebeeren). Einige Sorgen werden mit Oliven, Pistazien oder Knoblauch verfeinert.

Mortadella: Wonach wird die Qualität bemessen?

Die Qualität der Mortadella richtet sich nach dem Geschmack, des Aromas und der Würze. Aber auch die Bezeichnung und die Herkunft spielen eine entscheidende Rolle. Die drei Qualitätsstufen sind normal, super und extra. Eine sehr gute Mortadella besitzt eine feste Konsistenz und einen zartrosa Farbton. Die Speckstücke sind gut erkennbar und gleichmäßig verteilt. Die Qualitätsbezeichnung IGP darf nur jene Mortadella tragen, die aus dem Piemont, der Lombardei, der Toskana, Venetien, Marken, Latium, dem Trentino oder der Emilia-Romagna kommt tragen. IGP bedeutet Indicazione geografica protetta (geschützte geografische Angabe). Die Erzeugung muss nach festgelegten Herstellungsprozessen erfolgen. Fehlt der Zusatz „di Bologna“ (aus Bologna), dürfen auch andere Fleischsorten hinzugefügt werden. Diese Wurst muss dann aber auch speziell gekennzeichnet sein. S steht für Schweinefleisch, SO für Schweine- und Lammfleisch und SB für Schweine- und Rindfleisch.

Italienische Mortadella: Erklärung, Beschreibung

In der EU wird der Name Mortadella di Bologna durch das IGB-Label geschützt. Auch in der EU dürfen nur Würste, die, wie oben beschrieben hergestellt und aus den genannten Regionen stammen, diese Bezeichnung und das dazugehörige Siegel tragen. Der Speckanteil muss dabei zu 15 Prozent sichtbar sein und der Schweinefleischanteil muss bei 100 Prozent liegen. Je nach Region Italiens werden andere Fleischsorten und Gewürze beigemengt. Auch diese speziellen regionalen Varianten sind sehr beliebt, dürfen aber nicht die erwähnte Bezeichnung tragen oder sich gar „Original Mortadella“ nennen. Eine Spezialität der besonderen Art ist die Mortadella aus Amatrice im Apennin. Sie wird zusätzlich noch geräuchert. Das verleiht der Mortadella zusätzlich spezielle Würze.

Deutsche Mortadella: Erklärung, Beschreibung

Generell wird in Deutschland ein Aufschnitt-Grundbrät verwendet, dem gehackte und geschälte Pistazien hinzugefügt werden. Die Abfüllung erfolgt in braune Kunstdärme (90/50). Gegart wird 90 Minuten lang. Diese Art wird Schinkenwurst, Pistazienwurst oder norddeutsche Mortadella genannt.

Für die süddeutsche Mortadella wird ein Brät mit gegarter Schweinezunge und fettem Speck verwendet. Der Anteil an Pistazien wird bei dieser Art stark reduziert.

Die Paprikamortadella fällt sofort wegen der bunten Färbung des Bräts auf. Die Färbung entsteht durch das Hinzufügen von Gemüsepaprika und Rotwein.

Die bunte Mortadella wird mit Kochschinken und vorgegarter Schweinezunge hergestellt.

Alle Sorten der deutschen Mortadella haben aber gemeinsam, dass sie nach dem Brühen geräuchert werden. Darüber hinaus ist der Durchmesser kleiner. In den letzten Jahren wird in Deutschland immer häufiger deutsche Mortadella aus Geflügelfleisch angeboten.

Fazit: Warum heißt die Mortadella “Mortadella”? Wortherkunft, Erklärung, Bedeutung

Die Mortadella stammt aus Italien. Wer eine italienische Spezialität kosten möchte, sollte auch zum Original greifen. Sonst hat es mit der ursprünglichen Wurstspezialität nichts mehr zu tun. Myrtenbeeren schmecken ähnlich dem Pfeffer, aber trotzdem anders. Spezialitäten der jeweiligen Region sind ein Spiegel der jeweiligen Gegend und deren Produkte. Die Mortadella wird dünn aufgeschnitten und gilt als italienische Delikatesse und wird in Maßen zu speziellen Anlässen gereicht. Wer sich an die Tradition hält, muss sich auch keine Kalorien fürchten und kann trotzdem den vollen Geschmack genießen.

Was ist Hard Seltzer? Bedeutung, Definition, Erklärung

Hard Seltzer: Ein neues Trend-Getränk erobert Europa

Wasser mit Kohlensäure und Alkohol. Der neue Trend heißt “Hard Seltzer” und kommt nach Deutschland. Per Definition bedeutet Hard Seltzer so viel wie sprudelndes Wasser, versetzt mit Alkohol und manchmal auch mit Fruchtgeschmack. Dabei wird der Alkohol aber nicht einfach mit dem Wasser gemischt. Viel mehr handelt es sich bei der Herstellung um ein gebrautes Getränk. Den Ursprung findet das Trend-Getränk in Amerika. Dabei wird meist Alkohol auf der Basis von Malz oder Zuckerrohr genutzt. Im Rest der Welt kommt eher neutraler, fermentierter Alkohol zum Einsatz.

Die Tatsache, dass der Alkoholgehalt meist bei rund 5 Volumenprozent liegt, macht das Getränk zu einem sehr leichten Getränk. Die Flüssigkeit erinnert ein wenig an die Market La Croix, welche im Jahr 2015 ebenfalls beginnend aus den USA einen regelrechten Trend auslöste. Dabei handelte es sich um Wasser aus der Dose mit leichten Geschmacksrichtungen. In Amerika erlebte das Getränk insbesondere deshalb einen so großen Erfolg, weil sich immer mehr Amerikaner von den süßen Limonaden abwenden und gesunde Getränke probieren möchten. Der nächste Schritt heißt jetzt: Zum Wasser und dem Geschmack kommt jetzt Alkohol.

Was ist Hard Seltzer? Bedeutung, Definition, Erklärung, Geschichte

Nachdem es bereits alkoholfreie Biersorten gibt, sollte es auch Alkohol mit Wasser geben, dachten sich die Gründer. Schon 1993 kam diese Idee mit der amerikanischen Biermarke Coors auf. Sie entwickelten das Getränk Zima: sprudelnder Alkohol aus der Dose. Damals war jedoch noch nicht der richtige Zeitpunkt für ein solches Getränk, auch wenn der Ansatz bereits da war. Seit 2008 gibt es das Getränk in Amerika nicht mehr, lediglich in Japan ist es auch heute noch erhältlich. Einige Jahre später startete dann die Erfolgsgeschichte von Hard Seltzer.

Der Beginn erfolgte 2013 mit der Marke SpikedSeltzer mit Sitz in Boston. Wie die Legende des Unternehmens besagt war es die Liebe der beiden Gründerehefrauen zu Mineralwasser, die die beiden Erfinder zu ihrem Getränk inspirierten. Am Anfang sorgte der Wasser-Alkohol noch für befremdliche Reaktionen im Einzelhandel, doch mit der Zeit legte sich die anfängliche Verwirrung. Nur drei Jahre später waren bereits über eine viertel Million Kisten des Getränks verkauft. Ein Jahr später übernahm SpikedSeltzer die Firma und nannte sie in Bon & Viv um. Im Jahr 2019 kam dann der Durchbruch. Der Umsatz mit dem Getränk steigerte sich allein in diesem Jahr um unglaubliche 200 Prozent. Die Unternehmer rechnen bis 2021 mit einem Umsatz von über 2,5 Milliarden US-Dollar.

Hard Seltzer: Mehr Nachfrage nach leichten Getränken

85 % der in Amerika verkauften Getränkedosen kommen aus Truly oder dem Hause White Claw, wobei Truly zu der Boston Beer Company zählt. Bereits im Jahr 2018 teilte Brewers Association mit, dass der Bierumsatz in Amerika bei lediglich 4 Prozent liegt, während alkoholarme und leichte Alternativen einen regelrechten Boom erleben.

Auf den ersten Blick gehört Hard Seltzer zu den „Ready to Drink“ – Produkten. Doch es gibt eben noch weitere Vorteile. Die Tatsache, dass das Getränk lediglich 100 Kalorien je Dose hat, kaum Kohlenhydrate enthält, wenig Alkohol beinhaltet und glutenfrei ist, macht es besonders bei jungen Menschen beliebt. Genau das erkannten auch die Hersteller in Amerika. In Zeiten, in denen alkoholfrei Bars wie Pilze aus dem Boden spriesen und sich immer mehr Menschen um die eigene Gesundheit und den Körper Gedanken machen, ist ein solches Produkt ein echter Erfolg und ein perfektes Getränk zur richtigen Zeit. Hard Seltzer zielt dabei nicht auf ein bestimmtes Geschlecht oder eine Zielgruppe ab, sondern stellt ein Lebensgefühl ins Zentrum. Außerdem stellen die Macher seinen Nutzen in den Vordergrund. Es kann sowohl auf den Ausflug mit dem Boot mitgenommen werden wie auch zum Picknick am Nachmittag oder dem Abendessen am Strand.

Sprudelwasser mit Alkohol: Steuerprobleme in Deutschland

Längst nicht nur auf dem amerikanischen Markt ist das Sprudelwasser mit Alkohol beliebt. Der Trend kommt auch in großen Schritten nach Deutschland. Erst kürzlich sorgte ein Bericht im Mirror für Aufmerksamkeit. Demnach gründete Coco-Cola die EH Canning Tochterfirma in Großbritannien, um etwa ein Hard Seltzer herauszubringen. In Deutschland halten sich die Big Player bisher zurück.

Die gesamte Branche gibt sich, was das Sprudelwasser mit Alkohol anbelangt, sehr zögerlich. Den kleineren Anbietern kommt das zugute. So kam etwa kürzlich Holy Hard Seltzer mit vier unterschiedlichen Sorten auf den Markt. Viele Experten sehen die steuerliche Situation und die Bierkultur in Deutschland für die wichtigsten Gründe, warum sich hinsichtlich des Trend-Getränks so schwergetan wird. Der Markt in England und Amerika sei deutlich dynamischer als der deutsche Markt.

Eine besondere Hürde, da sind sich Getränkeexperten einig, ist die Alkoholpopsteuer. Seit 2004 besteht sie und wurde damals von der Bundesregierung verhängt, nachdem insbesondere Alkoholpops mit ihrem süßen Geschmack viele Jugendliche an den Alkohol heranführten. Die Steuer gilt seitdem auf alle alkoholhaltige Süßgetränke, die sich verschlossen und bereits gemischt in einem Behältnis befinden und deren Gehalt an Alkohol zwischen 1,2 und 10 Prozent Volumen liegen. Ob diese Steuerregelung auch für Hard Seltzer greift, ist stark vom Herstellungsverfahren abhängog. Pauschal kann nicht die Behauptung getroffen werden, dass Hard Seltzer kein Alkoholpop ist. Unter der Oberfläche, so berichten es Kenner der Branche, brodelt es hinsichtlich des neuen Trend-Getränks in der Dose bereits gewaltig – auch und vielleicht gerade in Deutschland.

Was bedeutet Geschwurbel, Schwurbler, schwurbeln? Bedeutung, Definition, Erklärung


„Geschwurbel“ ist ein abwertender Begriff aus der Umgangssprache und entspricht in etwa dem Geschwafel, dem Geschwätz oder dem Gelaber, im Sinne von bedeutungslosem, konfusem Gerede.

Von einem Geschwurbel ist immer dann die Rede, wenn ein Zuhörer oder Leser von einem Redner oder einem Schreiber mit wirren, unverständlichen oder inhaltsleeren Aussagen konfrontiert wird. Geschwurbel geht weit über die Redewendung „Lange Rede kurzer Sinn“ hinaus. Denn eine lange Rede muss noch lange kein Geschwurbel sein. Eine lange Rede ist dann Geschwurbel, wenn sie keinen Sinn ergibt. Schwurbeln meint ein verworrenes und logisch nicht nachvollziehbares Gerede oder Geschreibe.

Jemand der Geschwurbel verbreitet, “schwurbelt”. Diese Person kann dann Schwurbler genannt werden.

Siehe auch: Was sind Verschwörungsmythen, Verschwörungserzählungen?

Was bedeutet Geschwurbel, Schwurbler, schwurbeln? Bedeutung, Definition, Erklärung

Leider sind die, die schwurbeln, immer davon überzeugt, wichtige und besonders inhaltsvolle Texte oder Reden von sich zu geben. Dieser Widerspruch ist fatal. Denn er lässt keine Mitte zu. Es gibt beim Schwurbeln kein ehrliches Zusammentreffen zwischen Schwurbler und Zuhörer oder Leser. Denn entweder erklärt der Zuhörer dem Schwurbler ehrlich, dass er nichts von dem Geschwurbel versteht oder der Zuhörer tut so, als würde er etwas verstehen, weil alles andere entweder peinlich für den Schwurbler oder peinlich für den Zuhörer ist. In beiden Fällen kann sich der Schwurbler allerdings selbstgefällig auf die Schulter klopfen. Denn er wird entweder davon überzeugt sein, dass er zu genial für den Zuhörer ist und der seine Aussagen deswegen nicht verstehen kann oder aber der Zuhörer gibt dem Schwurbler Recht, um nicht zugeben zu müssen, dass er nichts verstanden hat. Auch dann wird der Schwurbler das sichere und selbstgefällige Gefühl haben, der Genialere von beiden zu sein.

Woher kommt das Wort „Geschwurbel“? Wortherkunft, Bedeutung

Die Herkunft des Wortes „Geschwurbel“ lässt sich bis ins Mittelhochdeutsche zurückverfolgen. Dabei handelt es sich um eine Sprachstufe des Deutschen, die dem Hochmittelalter zwischen 1030 bis 1350 nach Christus zugeordnet werden kann. Mittelhochdeutsch wurde im ober- und mitteldeutschen Raum gesprochen, nicht aber im nieder- bzw. plattdeutschen. Das ist sicher der Grund dafür, weshalb „Geschwurbel“ und „schwurbeln“ als umgangssprachliche Begriffe nicht landesweit bekannt sind und in Niederdeutschland, also im heutigen Norddeutschland nicht vorkommen.

„Schwurbeln“ kommt vom mittelhochdeutschen Wort „swerben“, das schwindlig werden oder auch taumeln, sich wirbelnd bewegen, sich in verwirrter Menge bewegen oder sich im Kreis drehen bedeutet. Diese Wortherkunft erklärt, was es mit dem Geschwurbel auf sich hat. Wer schwurbelt, kann keine klaren Gedanken fassen. Er redet oder schreibt so verwirrend, dass ihm niemand folgen kann. Da es sich bei dem Wort „Geschwurbel“ um einen umgangssprachlichen Begriff handelt, dessen Herkunft Jahrhunderte zurück reicht, ist zu überlegen, warum er sich so lange im verbalen Gedächtnis der Menschen gehalten hat. Vermutlich liegt ihm eine wichtige gesellschaftliche Bedeutung zugrunde.

Schwurbler / schwurbeln: Situation 2021 und 2022 (Corona)

Ab November 2021 wurden die Ausdrücke “Schwurbler” und “schwurbeln” sehr populär in Deutschland. Die Suchanfragen nach den Begriffen stiegen massiv an. (Quelle: Google Trends) (Auch bei BedeutungOnline.de zeigte sich, dass dieser Artikel hier seit dem 10. November 2021 viel stärker aufgerufen wurde.)

Im Kontext der Coronavirus-Pandemie wurden die Ausdrücke “Schwurbler” und “schwurbeln” gebraucht. In der Regel wurden Äußerungen von Verschwörungserzählern, Querdenkern, Ungeimpften, Impfgegnern und Impfskeptikern über den Coronaimpfstoff, seine Wirkung, das Coronavirus und die Pandemie (Plandemie) unterschiedslos als “Geschwurbel” bezeichnet und die Personen als “Schwurbler” abgetan.

Warum das Urteil “Geschwurbel” problematisch ist:

Eine Aussage als “Geschwurbler” oder eine Person als “Schwurbler” abzutun, beendet jeden Diskurs und jedes Gespräch, egal ob das Anliegen gut oder schlecht, richtig oder falsch, berechtigt oder unberechtigt, oder falsch oder wahr war.

Das Urteil “Geschwurbel” kann somit als Diskursstrategie dienen, um Kritiker mundtot zu machen und ihre Aussagen zu entwerten.

In einer Diskussion gibt es in der Regel zwei Verfahrensweisen, die eine Diskussion am Leben erhalten: a) “Ich verstehe nicht, was du sagst, erkläre es mir.” und b) “Was du sagst, ist falsch. Ich erkläre dir warum.” (Eine Zustimmung ist natürlich auch möglich, würde aber die Diskussion sofort beenden.)

Bei “Geschwurbel” verhält es sich anders. Wird die Aussage einer Person als “Geschwurbel” bezeichnet, so wird damit gesagt: “Was du sagst, klingt zwar klug, ist aber sinnlos, Schwachsinn und ohne jeden Verstand.” Bei “Geschwurbel” wird einem Sprecher vorgeworfen, dass er oder sie zwar wissenschaftliche Fachbegriffe verwendet, aber eigentlich keine Ahnung von der Materie hat. Die Fachbegriffe werden also nur verwendet, um die eigene Glaubwürdigkeit durch einen rhethorischen Trick zu steigern, wovon die eigene Kompetenz unberührt bleibt. “Geschwurbel” ist hier ein Urteil wie “Du hast keine Ahnung, wovon du redest” oder “Was du erzählst, ergibt keinen Sinn.”

Was steckt hinter dem „Geschwurbel“? Bedeutung, Definition, Erklärung

Möglicherweise ist es einer dieser Begriffe, die es den einfachen, weniger gebildeten Menschen ermöglichten, ihre geistige Unfähigkeit, gelehrten Ideen zu folgen, sprachlich auf das Gegenüber zu projizieren. Über Jahrhunderte konnten einfache, ungebildete Menschen den Reden von Gelehrten und Kirchenleuten kaum folgen. Bis in die Neuzeit hinein war deren Sprache das Latein. Vielleicht haben diese Menschen von sich auf diese Redner geschlossen. Wenn sich in ihrem Kopf alles drehte und sie „nur noch Bahnhof“ verstanden, wie wir heute sagen würden, haben sie vielleicht ihre eigenen Schwäche auf das Gegenüber projiziert. Sie haben nicht ihre eigenen begrenzten geistigen Möglichkeiten erkannt, sondern stattdessen pauschal die Ideen der Gelehrten als Geschwurbel abgetan. Dies würde erklären, weshalb dieser Begriff noch heute eine ausschließlich abwertende Bedeutung hat.

Wer diesen Begriff heute verwendet, tut dies vielleicht aus demselben Grund. Entweder das Gesagte oder Geschriebene ist tatsächlich wirres Zeug. Oder aber der Zuhörer oder Leser ist geistig schlicht nicht in der Lage, dem Redner oder Schreiber zu folgen und tut ihm mit der Beschreibung seiner Arbeit als Geschwurbel Unrecht.

„Pseudos”, “Selbst-Ernannte”, Schwurbler und ihr Geschwurbel

Geschwurbel findet sich überall da, wo viel geredet und wenig gesagt wird. Das kann in allen gesellschaftlichen Bereichen der Fall sein. Sicher gibt es einige Bereiche, die dafür prädestiniert sind und Schwurbler geradezu anziehen. Das ist häufig in einem politischen, religiösen oder geisteswissenschaftlichen Umfeld der Fall. Normalerweise sind Schwurbler wenig erfolgreich. Denn Schwurbeln ist mehr als schlechter Stil.

Schwurbeln zeigt, dass der Redner oder Schreiber keine klaren Gedanken fassen kann. Ein solcher Mensch wird dann häufig auch als Pseudowissenschaftler, Verschwörungstheoretiker oder als religiöser Eiferer bezeichnet. Echte Fans lassen sich davon nicht abschrecken. Das war schon bei den mittelalterlichen Wanderpredigern so. Die Charismatischsten unter ihnen konnten ihre Zuhörer mitreißen, obwohl sie nicht einmal deren Sprache beherrschten.

„Lemprièr’s Wörterbuch“ und der sogenannte Übersetzerstreit

Ein Beispiel dafür, welche Folgen ein Schwurbeln im literarischen Bereich haben kann, war der sogenannte Übersetzerstreit im Jahr 1992. Es ging um die deutsche Übersetzung von Lawrence Norfolks „Lemprière’s Dictionary“. Das Buch „Lemprièr’s Wörterbuch“ erschien 1992 im Albrecht Knaus Verlag und war im Grunde unleserlich. Unzählige deutsche Leser waren damals der Meinung, dass es an ihrer geistigen Begrenztheit läge, weshalb sie der vermuteten Genialität des Autors nicht folgen konnten. Erst Ende des Jahres 1992 wurde allen Betroffenen klar, dass es sich bei dem Buch lediglich um eine völlig missglückte Übersetzung ins Deutsche handelte. Die vermeintliche Inhaltsschwere war nichts als eine geschwurbelte Inhaltsleere, aufgrund des falsch verstandenen Ausgangsmaterials durch den Übersetzer. Seine unsinnige Übersetzung ließ eine halbe Leserschaft an ihren geistigen Fähigkeiten zweifeln. Die andere Hälfte hingegen hielt das Buch für intellektuell anspruchsvoll. So ist das mit Geschwurbel.

Was ist der Utility Trend? Was ist Utility Style? Erklärung

Als “Utility Trend” bzw. “Utility Style” wird Mode bezeichnet, die auf Militär-Uniformen, Alltagskleidung und Gebrauchskleidung von Arbeitern basiert. Mode im Utility Style hat eine große Funktionalität.

Vor Jahren wurde Gebrauchskleidung für wirtschaftliche Zwecke eingeführt. Gebrauchskleidung wurde von Arbeitern als Teil ihrer Uniform getragen. Wenn Sie in den letzten Saisons der Mode gefolgt sind, wurde dieser vom Militär und von Arbeitern inspirierte Trend überall auf der Welt entdeckt. Jetzt wurden grundlegende Jacken, Westen, Hosen, Pullover, Hemden und Anzüge neu gestaltet, um die Funktionalität zu verbessern. Utility Wear ist leicht zu tragen und ein Trend, der sich 2020 lohnt.

Was ist der Utility Trend? Was ist Utility Style? Erklärung

Der Utility Trend nutzt Elemente aus den Uniformen der Handarbeit und interpretiert sie zu einem modernen Trend. Der größte Vorteil des Trends ist die Funktionalität. Das richtige Stück passt problemlos in Ihre Alltagskleidung. Egal, ob Sie überlegen, was Sie für eine Veranstaltung oder ein Festival anziehen möchten, dieser Trend hat Sie abgedeckt.

Von Arbeitskleidung inspirierte Kleidungsstücke werden ebengalls immer beliebter. Tauschen Sie Ihre einfachen T-Shirts und Jeans gegen moderne Gebrauchskleidung. Die erdige Farbpalette, die militärischen Untertöne und die Sanddünenfarben lösen knallige Farben auf dem Markt ab.

Kesselanzüge, Safarijacken, scharfe Kragen, lockere Silhouetten, Gürteltaschen und klobige Turnschuhe gehören zum Trend der Gebrauchskleidung. Die „It“ -Tasche von 2019 ist die Gürteltasche, die als Streetstyle-Trend der Popkultur-Ikonen begann. Die Gürteltasche aus den 80ern feiert dank Chanel, Louis Vuitton und anderen großen Modehäusern ein Designer-Comeback.

Warum hat der Utility-Trend / Utility-Style Zukunft? Erklärung, Bedeutung, Definition

Utility ist in diesem Frühjahr das große Schlagwort in der Herrenmode. Von kultigen japanischen Streetwear-Marken bis hin zu den Marktführern des italienischen Luxus treten alle auf. Die Stoffe werden leichter und widerstandsfähiger, die Anzahl und Größe der Taschen nimmt zu, und intelligente technische Details treten in den Vordergrund. Die Message hinter dem Utility Trend ist ganz klar: Es reicht nicht mehr aus, dass Ihre Kleidung nur noch gut aussieht. Sie müssen auch darauf achten, dass die Kleidung einen Nutzen hat.

Die Idee, dass Kleidung einen Zweck erfüllen sollte, der nicht nur gut aussieht, ist nicht neu. es geht der Mode selbst voraus. Seit unsere entfernten Vorfahren die isolierenden Eigenschaften von Wollmammuthaut entdeckt haben, haben wir uns mit Kleidung befasst, um auf die Herausforderungen unserer Umwelt zu reagieren. Sie sind im Wesentlichen funktionale Gegenstände. Welchen ästhetischen Wert sie auch haben, ist zweitrangig gegenüber der Verpflichtung, dass die Kleidungsstücke uns vor der Kälte schützen sollen. Das soll nicht heißen, dass wir auf die Ästhetik komplett verzichten müssen. Andererseits sollten wir Kleidung auch nicht als Mittel zur äußerlichen Selbstdarstellung betrachten. Für den Utility Trend muss die Form der Kleidung jedoch durch eine zugrunde liegende Funktion rationalisiert werden. Männer möchten gerne eine Stilwahl rechtfertigen können. Die funktionale Natur dieses Looks ist eine, die sie ihren Freunden sicher erklären können.

Funktion ist alles. So wie sich der Urmensch in Pelze gewickelt hat, um sich vor der Kälte zu schützen, so zieht der heutige „Utilitarist“ seine Kleidung an, um sich vor den Gefahren der Außenwelt zu schützen. In der Praxis bedeutet dies, eine Sichtweise auf den Stil anzunehmen, die von den spezifischen Anforderungen des modernen Stadtlebens geprägt ist. Beim Utility Trend werden Kleidungsstücke für andere Zwecke entwickelt, an die Bedürfnisse der Menschen angepasst und können vielseitig verwendet werden.

Mitbegründer dieser Bewegun ist ein gewisser Errolson Hugh, dessen Kultlabel Acronym eine Vision zeitgenössischer Streetwear präsentiert. Seine funktionalen Kleidungsstücke haben eine entscheidende Rolle dabei gespielt, diesen Look einem breiteren Publikum zugänglich zu machen.

Fazit: Was ist der Utility Trend? Was ist Utility Style? Erklärung

Die Utility-Bewegung kann als subtile Weiterentwicklung des Outdoor-Trends angesehen werden, bei dem die wetterfesten Stoffe und die technische Konstruktion spezieller Outdoor-Ausrüstung in Kleidung verpackt wurden, die für eine in der Stadt lebende Kundschaft geeignet ist. Der Hauptunterschied? Während der Outdoor-Trend den Geist der Natur kanalisierte, ist dies ein Look, der in kaltem Beton und Stahl verwurzelt ist. Die Palette aus Schwarz, Olivgrün und Asphaltgrau ist so konzipiert, dass sie sich eher einfügt als auffällt.

Warum heißt Leberkäse “Leberkäse”? Wortherkunft, Erklärung, Bedeutung


Leberkäse hat weder explizit etwas mit Leber noch (bis auf eine Ausnahme) etwas mit Käse zu tun. Etwas Leber kann aber enthalten sein, jedoch stammt von ihr nicht der Name. Es gibt übrigens in einigen Regionen (vor allem in Österreich) auch andere Bezeichnungen für diesen Laib aus Brühwurst in der der charakteristischen eckigen Pastetenform, so zum Beispiel Fleischkäse. Auch das hat nichts mit Käse und nur begrenzt etwas mit Fleisch und Leber zu tun. Darüber kennt man zumindest in Bayern auch Schweinskäs´ (nur mit Schweinefleisch, aber wiederum ohne Käse) und Kalbskäs´.

Warum heißt Leberkäse “Leberkäse”? Wortherkunft, Erklärung, Bedeutung

Das Wort „Leberkäse“ wird aus dem Althochdeutschen abgeleitet, das etwa zwischen 730 bis 1060 gesprochen wurde. Es bedeutete „Reste im Kasten“ und verweist treffend auf die Herstellung von Leberkäse. Dabei standen die Worte

  • Leber für althochdeutsch laiba (= Rest) und
  • Käse für althochdeutsch = Kasten,

woraus sich die Bedeutung ableitet. Die Menschen im Mittelalter sammelten einfach alles zusammen, was sie noch an Fleisch- und Wurstvorräten vorfanden, und brühten daraus den bekannten Laib in Kastenform.

Wie wird Leberkäse heute zubereitet? Erklärung

Die Basis für den Fleischkäse ist dasjenige Brät, das auch für Fleischwurst eingesetzt wird. Es besteht aus Speck, magerem, sehnenarmem Schweinefleisch, fein geraspeltem Eis, manchmal etwas Rindfleisch, gelegentlich auch etwas Leber und Gewürzen. Nachdem die Zutaten fein gekuttert wurden, kommen als typische Gewürze (wichtig für den Geschmack)

  • Pfeffer,
  • Pökelsalz,
  • Macis,
  • Ingwer und
  • Koriander

hinzu. Gewerblich hergestellter Leberkäse enthält auch Farbstabilisatoren und Glutamat. Das Pökelsalz macht den Leberkäse an sich rot, doch erst die Farbstabilisatoren erhalten diese Rötung. Anschließend kommt die Masse in einen kastenförmigen Bräter und wird im Backofen gegart. Es gibt spezielle Leberkäsformen. Berühmt ist das Gericht vor allem in Bayern. Daher wird es dort und auch in anderen deutschen Regionen als „Bayerischer Leberkäs(e)“ vermarktet.

Ist in Leberkäse Leber enthalten? Erklärung, Bedeutung

Da man diese Art gebackene Brühwurst nun schon seit 1.000 Jahren „Leberkäse“ nennt, erwarten viele Menschen, dass wirklich Leber enthalten ist. Käse erwarten sie eigenartigerweise nicht. Im Laufe der letzten etwa 100 Jahre wurde daher in die Leitsätze des Deutschen Lebensmittelbuchs die Vorschrift aufgenommen, dass Leberkäse außerhalb von Bayern zwingend Leber enthalten muss (in Bayern jedoch nicht unbedingt), es sei denn, der außerhalb von Bayern angebotene Leberkäse heißt „Bayerischer Leberkäse“. Dann kann er, muss aber nicht unbedingt mit etwas Leberanteil zubereitet werden. Wenn die Leber vorgeschrieben ist, gibt es wiederum keine speziellen Anweisungen für die Höhe des Leberanteils, außer bei Stuttgarter Leberkäse: Dieser muss mindestens 5 % Leber enthalten. Hierfür garen die Hersteller zuerst Speck und Schweineleber vor, anschließend kuttern sie diese Zutaten zusammen mit dem Brät.

Varianten von Leberkäse

In Deutschland verwendet man für die Herstellung von Leberkäse zumeist Standardrezepte. Beispiele wären hierfür der gebackene Fleischkäse mit blanchierten Speckwürfeln, der grobe Fleischkäse mit Jagdwurst im Grundbrät und als Zugabe Fleisch (zerkleinert, aber nicht gewolft), weißer Leberkäse mit Bratwurst als Grundbrät und ohne Pökelsalz, sodass der Leberkäse fast weiß bleibt, Schweinskäse mit einem Fettnetz, Stuttgarter Fleischkäse mit grob gewolftem Schweinebauch sowie einem Grundbrät aus Bratwurst, Stuttgarter Leberkäse mit mindestens 5 % Schweineleber sowie Fränkischer Leberkäse ebenfalls mit roher Schweineleber. In Österreich kennt man den Neuburger mit weniger Schweinefett, außerdem gibt es noch den Kalbskäse mit Gelbwurst und ohne Pökelsalz sowie den Kalbfleisch-, Putenfleisch- und Pferdeleberkäse. Es gibt sogar einen Käseleberkäse, der tatsächlich etwas Käse enthält (Emmentaler oder Bergkäse). Dort kommen auch Einlagen wie Champignons, Salami und Oliven hinein.

Typische Gerichte mit Leberkäse

Bayrischer Leberkäse wird gern mit Kartoffelsalat und Spiegelei serviert. Sehr oft erhält man auch auf Weihnachtsmärkten die Leberkäsesemmel, weil sich kalter Leberkäse ähnlich wie eine Lyoner schneiden lässt. Auf die Leberkäsesemmel (Brot funktioniert auch) kommt süßer oder mittelscharfer Senf. Diese Semmel ist eine beliebte Zwischenmahlzeit. Des Weiteren lässt sich Leberkäse in der Pfanne aufbraten. Er ist dann „abgebräunt“, dazu passen Rotkraut, Spiegelei und Bratkartoffeln oder Kartoffelsalat. Darüber hinaus lässt sich Leberkäse panieren, als falsches Cordon bleu zubereiten und in einer Aluminiumbackformen aufbacken.

Warum heißt der VW Bus auch “Bulli”? Wortherkunft, Erklärung, Bedeutung


Der VW Bulli heißt offiziell “VW Transporter”. Dann folgt das T mit einer Ziffer. Diese wiederum steht für den Typ oder das Nachfolgemodell. Mittlerweile gibt es den T3 bis T6. Ab 2021 kommt der T7 auf den Markt.

Wie kam der VW Bulli zu seinem Namen? Namensherkunft

Die Bezeichnung Bulli sollte eigentlich den Zusammenhang von Bus und Lieferwagen symbolisieren, wurde jedoch aus rechtlichen Gründen bis 2007 nicht offiziell verwendet. Das hängt mit der geschützten Bezeichnung Bulli zusammen, die sich die Kässbohrer Geländefahrzeug AG in den 50-er Jahren sichern ließ. Erst zum 60.- Geburtstag des VW Transporters durfte die Volkswagen AG den Namen erwerben. Die Übergabe fand bei der Jubiläumsfeier statt.

“Bulli” setzt sich also aus den Worten “Bus” und “Lieferwagen” zusammen. Fans der VW Transporters T2 und T3 verwenden die Bezeichnung “Bulli” gerne.

In seiner ersten Form wurde der VW Transporter von 1950 bis 1967 mit unterschiedlichen Modifikationen gebaut. Er verfügt jeweils über einen 1,1 bis 1,5 Liter Ottomotor. Die sich bis heute anschließenden Modellreihen T3 und T6 verfügen jedoch schon jeweils über die aktuellen Leistungsprofile.

VW Bus T (Bulli): Geschichte

In den 1930-er Jahren konzipierten die Techniker der Volkswagen GmbH den ersten VW Käfer. Sein Motor sollte später die Basis für den ersten VW Bulli T1 werden. Während des Krieges stellten die Verantwortlichen die Produktionen jedoch zugunsten militärischer Fahrzeuge um.

Nach Kriegsende konzentrierte sich Volkswagen in erster Linie auf die Herstellung des Käfers. Einen Markt für Nutzfahrzeuge, auf dem man den VW Transporter hätte verkaufen können, gab es nur bedingt. Noch waren die Lastkraftwagen, die den Krieg überstanden hatten oder den Alliierten abgekauft wurden, im Einsatz. Mit dem zunehmenden Wiederaufbau in Westdeutschland benötigten die Handwerker und der Handel aber zunehmend günstige Kleintransporter, die sich auch wirtschaftlich betreiben ließen.

Warum heißt der VW Bus auch “Bulli”? Wortherkunft, Erklärung, Bedeutung, Geschichte

1947 war der Käfer noch der einzige Verkaufsschlager der Wolfsburger. Dabei setzte das Werk schon auf Exporte. Bei einer Besichtigung fiel dem niederländischen Exporteur Ben Pon die motorisierten Plattenwagen auf. Sie wurden benutzt, um Arbeitsmaterialien und Teile von einem Arbeitsplatz zum nächsten zu transportieren. Angetrieben wurden sie jeweils von einem Käfermotor. Auch das Chassis stammte vom Erfolgsmodell. Hinten saß der Fahrer. Vor ihm befand sich eine festmontierte Platte, auf der beispielsweise Bauteile oder Werkzeuge verlagert wurden. Ben Pons schloss daraus, dass sich der Käfer in modifizierter Form auch als Kleintransporter eignen würde. Er ging von einer Nutzlast von bis zu 750 Kilogramm aus. Als typische Abnehmer konnte er sich Handwerker, Händler und Bauern vorstellen. Das Fahrzeug war als Pritschenwagen oder Kombi denkbar. Es dürfte auch nicht sehr viel teurer werden als ein fast baugleicher Käfer. Sein Vorschlag wurde von der Geschäftsleitung, dem Vertrieb sowie der Entwicklungsabteilung der Volkswagen GmbH positiv aufgenommen.

1948 kreierte die Entwicklungsabteilung von VW den ersten VW Transporter, der auch als Bulli bekannt wurde. Der Kleintransporter erhielt die Kurzbezeichnung T2.

Da Volkswagen seinen Bulli nicht selbst mit allen möglichen Zusatzaufbauten versehen konnte, ging die Firma Partnerschaften ein oder vergab für diese Zwecke Lizenzen. Ein bekannter Kooperationspartner wurde die Westfalen Mobil GmbH oder kurz Westfalia, die noch heute wertbeständige VW Campingbusse ausstatten.

Die zunehmende Auslastung in Wolfsburg machte Auslagerung der VW Bulli Produktion notwendig. 1955 ging im Hannover ein neues Werk in Betrieb, dessen Mitarbeiter in Wolfsburg für ihre anspruchsvollen Aufgaben geschulten wurden. Bis zu 5.000 Kollegen bauten in der Spitzenzeit bis zu 200 Transporter pro Tag.

Wie wurde der VW Bulli konzipiert?

Der Bulli sollte ein Gewicht von bis zu 750 Kilo tragen können. Grundsätzlich wurde er als Nutzfahrzeug für den Handel sowie das Handwerk geplant. Kurz darauf kam der eigentlich für den amerikanischen Markt entwickelte VW Samba heraus, der sich primär an Familien und deren Reisebedürfnisse richtete.

Bei der Umsetzung konnten einige Komponenten des VW Käfers übernommen werden. Dazu zählten der Motor, das Getriebe sowie die Vorderachsen, die jedoch modifiziert werden mussten.

Der Rahmen sowie die Hinterachse des VW Käfers waren jedoch für die geplante Zuladung nicht robust genug. Deshalb wählten die Ingenieure ein neu konstruiertes Fahrgestell mit tragender Karosserie. Außerdem verwendete man die Leichtbauweise. Den vom VW Käfer stammenden luftgekühlten Boxermotor setzten die Ingenieure im Heck des Fahrzeuges ein. Seine Leistung wurde jeweils von einem 1,1 bis 1,5 Liter Boxermotor geleistet. Im Laufe der Jahre verbaute man jedoch immer leistungsfähigere Motoren, die den Bedürfnissen der Kunden und den gestellten Anforderungen entsprachen.

Der Handel und das Handwerk benötigten nach der Währungsunion einen VW Bulli, der sowohl die Mitarbeiter, ihre Werkzeuge als auch verschiedene Erzeugnisse transportieren konnte. Einige Fahrzeuge wurden mit bis zu acht zusätzlichen Sitzen ausgestattet. Dazu kamen zwei Türen, die sich nebeneinander befanden und gleichzeitig zu öffnen waren. Weitere Gegenstände konnten durch die Heckklappe eingeschoben werden. Der Platz wurde hier nur durch den Heckmotor eingeschränkt. Im Handwerk war die Pritschenversion beliebt. Ab 1958 kam die Doppelkabine dazu. In ihr fanden bis zu sechs Mitarbeiter Platz. Dafür musste sich der Unternehmer mit einer räumlich begrenzten Pritsche zufriedengeben.

Bei Handwerkern und Händlern war und ist der VW Bulli beliebt. Schon die erste Version konnte günstig erworben werden. Er kostete ungefähr das 20-fache eines durchschnittlichen Gehalts und ca. 150 Deutsche Mark mehr als ein vergleichbarer VW Käfer. Dazu kam der relativ niedrige Verbrauch.

Der VW Bulli Transporter erhält ein weltoffenes Design
Runde Formen sprechen Menschen besser an als eckige. Diese Wahrnehmung kommt auch der Aerodynamik zugute, da sich in den Rundungen kein Wind fangen kann. Auf diese Weise ist das Fahrzeug nicht nur schneller, sondern verbraucht auch weniger Treibstoff.

Der VW Transporter der ersten Baureihe, der den Namen Bulli als erstes verdient hätte, stach durch seine beiden vertrauenserweckenden großen Scheinwerfer hervor. Dazu kam das große VW-Logo und die Anbauten.

Wurde der Bulli als Familienauto erworben, wurde er zum motorisierten Angehörigen. So sahen und sehen es einige Menschen, die einen Bulli besaßen oder noch ihr eigen nennen. Dafür sorgte auch seine Frontpartie, die auf Menschen wie ein freundlich lächelndes Gesicht wirkt. Somit wurden dem Fahrzeug auch Charakterzüge zugesprochen, die sich teilweise mit denen seines Besitzers decken konnten.

Der VW Bulli für die Familie

In den frühen Fünfzigerjahren konnte man in Deutschland wieder an das Reisen denken. Nur das Fliegen war sehr teuer. Deshalb benötigte die Familie einen VW Bulli, in dem eine größere Gruppe Platz fand.
Vor allem in den U.S.A. wurde der VW Bulli Samba ab 1951 zum Verkaufsmagneten. Der Samba besaß bis zu acht Sitzplätze, mehrere Dachfenster und ein Schiebedach. Außerdem wurde er in zwei- oder dreifarbiger Lackierung angeboten. Erst als die amerikanischen Automobilhersteller die betreffenden Lücken in ihren Produktlinien mit eigenen höher motorisierten Fahrzeugen schlossen, musste sich der Konzern primär auf das europäische Geschäft mit dieser Variante konzentrieren. Mit dem Ende der Produktion des T1 lief auch der Samba 1967 aus. Bei den Nachfolgern sah VW jedoch ein vergleichbares Fahrzeug nicht mehr vor.

Warum tragen viele Rapper ein “Lil” im Namen? Erklärung, Bedeutung


Lil Uzi Vert oder Lil Baby, aber auch DaBaby oder Juice WRLD: Viele Hip-Hop-Stars verwenden infantile, verniedlichende Pseudonyme, die sie scheinbar kleiner, vor allem aber jünger machen. Das „Lil“ im Namen dominiert dabei ganz eindeutig. Der Trend hat einen Hintergrund. Diesen erfährst du in diesem Beitrag.

Warum tragen viele Rapper ein “Lil” im Namen? Erklärung, Bedeutung

Es ist hier niemand bei der Namenserfindung (die Namen sind durchweg Pseudonyme) auf der Tastatur ausgerutscht. Die derzeit erfolgreichsten US-Hip-Hopper heißen ganz bewusst so. Sie dominieren schon seit Anfang 2020 die Billboardcharts, denn in den USA entfielen acht der Top-Ten-Singles allein im Juli auf das Genre. Ähnlich sieht es in den Albumcharts aus.

Daher ist es durchaus interessant, nicht nur den Hip-Hop selbst, sondern auch die Geschichte und den Hintergrund seiner Namensfindung zu kennen. Grundsätzlich gilt: Ein Name muss in dieser Szene immer punktgenau zum Stil passen. Die Rapper legen sich daher grundsätzlich Künstlernamen zu, was inzwischen eine lange Tradition hat. Jeffrey Ogbar (University of Connecticut) hat lange dazu geforscht und gilt inzwischen als Hip-Hop-Experte. Er beschreibt die Entwicklung so: Ein Pionier des Genres war Grandmaster Flash. Er trat seit den 1970er-Jahren unter seinem Pseudonym auf. Seine Kollegen folgten ihm alsbald und erfanden ihre Pseudonyme nach eigenen Charakteristika. Ein Beispiel wäre Twista: Dieser Name (in etwa: „Wirbelwind“) passte zu seinem blitzschnellen Rap-Stil.

Die aktuellen Künstler gehen teilweise ebenfalls diesen weg. So hat Lil Uzi Vert die Uzi im Namen, weil er „wie ein Maschinengewehr“ rappt (Uzi ist eine israelische Maschinenpistole). Der Künstler gab dies in einem Interview mit dem Fachmagazin „Vibe“ preis. Doch das erklärt noch nicht das „Lil“ im Namen. Dieses steht nämlich für „Little“, also „klein“, und ist ein Slangausdruck der afroamerikanischen Szene. Der Hip-Hop, der grundsätzlich mit der Sprache und der daraus resultierenden Identität spielt, benutzt solche Begriffe nicht umsonst. Das bedeutet im Klartext: Mit „Lil“ grenzen sich kleine von großen Rappern ab. Jene aus ihrer Sicht großen Vertreter des Hip-Hops lassen sich gern als „OG“ kennzeichnen, was für „Original Gangster“ steht. In der Gangkultur ist dieser die Eminenz. Rapper dieser Sorte sind beispielsweise Dr. Dre, Ice-T und Snoop Dogg. Nun fragt es sich natürlich, warum sich jüngere Künstler mit „Lil“ bewusst kleiner machen. Dafür gibt es einen sehr guten Grund: Der Hierarchie der inzwischen älteren Gangsta-Rapper (kein Schreibfehler, sondern Slang) setzen sie ihre Jugend entgegen.

„Lil“ für aufstrebende Rapper

Das „Lil“ steht für junge, nachrückende, aufstrebende Künstler. Ein „OG“ fördert sie oft, manchmal verehren sie ihn auch einfach und folgen seiner Tradition. So bekennt sich der junge Lil Nas X zu seinem Idol Nas. Das „Lil“ in den Namen aufzunehmen hat inzwischen eine Tradition, die bis ins Jahr 2000 zurückreicht. Ab diesem Zeitpunkt wurde „Lil“ Wayne sehr bekannt. Die infantilen Namen wurden ab sofort gern und häufig genutzt. Neben „Lil“ ist auch „Baby“ relativ häufig anzutreffen. Das verwundert bei der Jugend der Rapper nicht. Inzwischen ist die Hip-Hop-Kultur fast ein halbes Jahrhundert alt, weshalb sich die Jungen inzwischen von den Älteren abgrenzen wollen. Das erreichen sie mit dieser Art der Namensfindung. Ihre Musik zeigt das ebenfalls. Aktuell gibt es eine Trap-Welle mit dunklem, basslastigen Sound und reduzierten Texten. Ein elementares Stilmittel ist die Stimmverzerrung per Autotune. Der politische Rap fristet hingegen bei den jüngeren Hip-Hoppern eher ein Schattendasein, was die älteren Kollegen unverblümt kritisieren. Gerade angesichts der Demonstrationen gegen rassistische Polizeigewalt in den USA würde man deutliche Statements von jungen Rappern erwarten, die aber lieber Drogen und Gewalt zu ihren Themen erheben. Ausnahmen gibt es natürlich. Der Rapper Lil Baby veröffentlichte im Sommer 2020 ein Video, dessen Song die Bewegung Black Lives Matter hervorhob. Bei YouTube hat dieser Song inzwischen über 60 Millionen Klicks.

Was bedeutet “Quarantine and chill”? Bedeutung, Definition, Erklärung


“Quarantine and chill” ist eine Abwandlung des beliebten Spruchs “Netflix and chill”. “Quarantine and chill” ist schlicht die Aufforderung die Quarantäne gemeinsam zu Hause in Ruhe zu überstehen.

Der Spruch “Quarantine and chill” verbreitet sich seit Beginn der Corona-Pandemie 2020 und nimmt scherzhaft auf Quarantäne-Regeln, Social Distancing und Hygiene-Formeln (AHA).

“Quarantine and chill” wird mehrdeutig verwendet.

Was bedeutet “Quarantine and chill”? Bedeutung, Definition, Erklärung

Der aus der Not, während der Pandemie, geborene Begriff bedeutet, dass man sich während dem Aufhalten im Eigenheim entspannt.

Seit dem Ausbruch des Coronavirus waren zahlreiche Menschen in Quarantäne und mussten viel Zeit in den eigenen Wänden verbringen. Zudem herrschten vielerorts Ausgangssperren, Discotheken, Bars und Restaurants waren zugesperrt oder schloßen früh und auch große Events wurden abgesagt. In Regionen mit hohen Infektionsraten wurden die Menschen aufgefordert, ihre Freizeit im Eigenheim zu verbringen.

Die beste Lösung ist, die Zeit zu Hause zu genießen und diese Phase als Auszeit vom sonst so stressigen Alltag zu sehen. Das nicht ganz freiwillige Entkommen des sonst üblichen Freizeitstresses wird als “Quarantine and chill” bezeichnet.

Dieser junge Begriff kann jedoch auch als eine Art Aufforderung verstanden werden, die Quarantäne zusammen zu überstehen und sich dabei nahezukommen.

“Quarantine and chill”: Bedeutung, Definition, Erklärung

Um Missverständnisse und peinliche Situationen zu vermeiden, erfährst du nachfolgend, wie die Bezeichnung “Quarantine and chill” richtig angewendet wird.

Wenn zum Beispiel die beste Freundin schreibt, kannst du unverfänglich mit dem Modeausdruck “Quarantine and chill” antworten. Im Normalfall verstehen Freunde diesen Ausdruck in dessen ursprünglicher Bedeutung.
Auch wenn man seinen Geschwistern mit “Quarantine and chill” auf eine unverfängliche Frage antwortet, wird dieser Begriff nicht missverstanden.

Anders verhält es sich, wenn der Ausdruck “Quarantine and chill” in Zusammenhang mit einem Flirt verwendet wird. Wer seiner Flamme mit “Quarantine and chill” antwortet, muss damit rechnen, dass es zu einem Missverständnis kommt. Der Gesprächspartner könnte annehmen, dass es sich um eine Einladung zum gemeinsamen Relaxen mit Körperkontakt handelt.

Warum trifft man in Dating-Apps häufig auf “Quarantine and chill”?

Anmerkung der Redaktion: “Quarantine and chill” ist ein widersprüchlicher Begriff. Denn mit Fremden sollte man sich gerade nicht in Quarantäne begeben. Mit Menschen mit denen man im gleichen Haushalt wohnt, ist die gemeinsame Quarantäne durchaus möglich.

In zahlreichen Dating-Apps wie beispielsweise Bumble und Tinder trifft man immer häufiger auf diesen Modeausdruck, der sich aus der Corona-Pandemie entwickelt hat. Mittlerweile ist dieser Begriff sogar in Profiltexten zu finden.

Da Singles nicht wie gewöhnlich ihre Abende bei Festen, Events, in Bars und Discos verbringen können, ist ihnen oftmals langweilig. Sie suchen einfach nur Ablenkung und ein wenig Abwechslung. Singles schreiben vermehrt fremde Personen an, da dies während der Corona-Pandemie eine der wenigen Möglichkeiten ist, die Abende nicht alleine zu verbringen.

Natürlich kann es sich bei “Quarantine and chill” auch um eine Aufforderung zum Date handeln. Wer auf einer Dating-Plattform zu “Quarantine and chill” eingeladen wird, kann sich auf entspannte Stunden mit Körperkontakt freuen.

“Quarantine and chill” Produkte

Der Ausdruck “Quarantine and chill” ist mittlerweile auch der Titel eines Ratgebers.

Zudem werden seit kurzer Zeit einige Artikel als “Quarantine and chill” Produkte beworben. T-Shirts mit dem Slogan “Quarantine and chill” liegen voll im Trend.

Ebenso hat sich dieser Begriff bei Wellness-Produkten durchgesetzt.
Es sind sogar “Quarantine and chill” Teemischungen am Markt, mit welchen die Zeit im Eigenheim noch angenehmer und entspannter werden soll.

Warum haben Altbauten so hohe Decken? Erklärung

1. Ansehen und Prestige im gehobenen Wohnungsbau um 1900: Altbauten und hohe Decken

Zum nahenden Ende der Kaiserzeit gab es hierzulande, und andernorts unter ähnlichen Umständen, einen immer noch bestehenden Standesunterschied. Darum waren gerade die Mitglieder vermeintlich höherer Stände spätestens seit der Erstarkung des Bürgertums sehr darauf bedacht, den eigenen sozialen Status klar und deutlich zu repräsentieren.

Bei der Mode waren das aufwendige Garderoben für die Damen mit komplizierten Regeln zur Nutzung und Etikette. Je höher der soziale Stand, desto wichtiger und aus heutiger Sicht seltsamer muteten die tatsächlichen, also sichtbaren Beispiel dieser Machtdarstellung an.

Dabei war der soziale Rang mindestens genauso wichtig wie die finanzielle Stärke. Bis in die untersten Klassen überzeugte diese aufdringliche Zurschaustellung, denn Luxus und Wohlstand gelten seit jeher als erstrebenswert.

Das gilt dann natürlich auch für die Stadtwohnungen. Sie mussten nämlich nicht nur in bester Lage bestehen, sondern auch durch Aufbau und Nutzung einen klaren Unterschied darstellen zu den engen, dunklen, stickigen und überfüllten Mietskasernen der Arbeiter. Raum ist auch heute noch dort besonders teuer, wo die Lage günstig ist und die Nachfrage groß.

Im Gegensatz zu den vormals herrschaftlichen Wohnungen und Häusern bestach darum nicht die effektive und wirtschaftliche Funktionalität der Wohnräume. Großzügige Grundrisse, nicht zu kleine Fenster und vor allem ein hohes, lichtes Deckenmaß waren und sind drei wichtige Kriterien für attraktive Wohnräume in der Stadt.

Und dieser Effekt wird immer noch sehr geschätzt, denn Altbauten mit hohen Decken wirken geräumig, hell und stets elegant. Die Neigung dazu, Wände und Decken zu kalken oder anderweitig zu weißen, war ebenfalls eine damals neue und innovative Idee, die so ganz anders, aber vor allem hygienischer wirkte als der verspielte Biedermeier oder ein überladener Klassizismus.

2. Licht, Luft und Sonne für gesunde und menschengerechte Lebensbedingungen: Hohe Decken bei Altbauten

Die Zeit vor dem Ersten Weltkrieg war für viele Menschen sehr schwierig, wenn sie nicht das Glück hatten, wohlgeboren zu sein oder zumindest inmitten einer gutbürgerlichen Gesellschaft. Für den größten Teil der Bevölkerung waren Armut und harte Arbeit miteinander untrennbar verbunden. Das galt für die Landbevölkerung ganz besonders, sodass hier eine starke Stadtflucht passierte.

Mit der Hoffnung auf eine besser bezahlte Tätigkeit und die infrastrukturellen Vorteile von Ballungsgebieten zogen viele arme Bauern, Mägde und Knechte in die Zentren, denn hier florierte die industrielle Produktion. Was diese Menschen fanden, waren jedoch unmenschliche Arbeits- und Lebensbedingungen, wie sie vorher nicht bekannt waren.

Vor allem die Wohnungssituation war verheerend, wovon noch heute Begriffe berüchtigt sind wie Mietskasernen und Schichtschläfer, die typisch waren für diese Zeit. Nach dem Ersten Weltkrieg und mit dem wirtschaftlichen Aufschwung kam allerdings keine Wende im Wohnungsmarkt, vielmehr wurde diese durch die Krise 1930 noch weiter verschärft.

Wissenschaftler, Gelehrte und Kritiker forderten darum die Umsetzung der Maxime nach Licht, Luft und Sonne. In den engen Mietskasernen waren vor allem die hygienischen Bedingungen katastrophal, sodass immer wieder flächendeckende Krankheiten ausbrachen. Das Prinzip von Wohnräumen, die lichtdurchflutet und frisch belüftet werden können galt somit als gesundes Ideal im damaligen Wohnungsbau.

Zuerst begann diese Idee sich im Bereich der Krankenhäuser und Sanatorien umzusetzen, wo viele Zeitgenossen aufgrund von Lungenleiden behandelt wurde. Hier wurden auch schwache Patienten selbst bei kaltem Wetter zum Sonnenbaden aufgerufen. Die Patientenräume waren entsprechend hoch und hell, was auch angenehm und befreiend auf die Patienten wirkte.

3. Feuer und Flamme – Die Versorgung von Altbauwohnungen mit Licht und Wärme

Wer es sich leisten konnte, eine große Wohnung mit hohen Decken in einer exklusiven städtischen Lage zu bewohnen, hatte meist keine größeren Probleme damit, den täglichen Bedarf zu finanzieren. Dabei spielt es auch keine Rolle, dass besonders hochwertige Altbauten lediglich große und hohe Räume besaßen für die vornehme Gesellschaft. Das Hauspersonal und die Dienstboten mussten meist immer noch unter deutlich einfacheren und engeren Bedingungen zurechtkommen.

Der Vorteil niedriger Raume mit kompakten und effektiven Grundrissen besteht insbesondere in der Wartung und Instandhaltung, also in Bezug Heizung und Licht. Gerade ein behagliches Raumklima ist außerhalb der Sommermonate auch heute noch schwierig zu erreichen, wenngleich Altbauten dabei etwas behilflicher sind. Zwar besitzen diese Altbauten oft noch klassisches Mauerwerk, doch große Fenster lassen viel von der Außenatmosphäre in die Wohnung hinein.

Das bedeutet gerade im Winter einen hohen Aufwand, um diese Räume angemessen zu beheizen. Jedoch besteht neben diesen Nachteilen auch ein praktischer Vorteil darin, Räume mit hohen Decken zu nutzen. Tatsächlich wurden diese Gebäude ursprünglich vornehmlich mit Gas beheizt und beleuchtet. Üblich waren dafür Gasöfen mit offenen Flammen und Lichter, die nach dem Prinzip von Petroleumleuchten funktionierten.

Somit wirkte die hohe Decke nicht nur gestalterisch attraktiv und standesgemäß, sondern auch funktional zur Sicherheit der Bewohner. Das leichtere Gas konnte nämlich aufgrund dieser Gestaltung einfach zur Decke ziehen, ohne dass die Menschen im Raum in Gefahr gerieten. Ebenso verhindert dieser eigentlich einfache bauliche Trick, dass sich das brennbare Gas allzu bald so weit im Raum ansammelt, dass die Beleuchtung ein Brandrisiko sein könnte.

Was sind „Ghost Kitchen”? Bedeutung, Definition, Erklärung

Ghost Kitchens: Das steckt hinter dem Phänomen der Gastronomie

Die Corona-Pandemie macht auch vor Restaurants und Lieferdiensten keinen Halt. Durch das zunehmende Interesse für Food-Services verändert sich auch die Alltagsgastronomie. Der sogenannte Delivery-Markt ist ein stark umkämpfter Bereich. Die sogenannten Ghost Kitchens bieten dabei vor allem ein hohes Maß an Flexibilität. Viele Speisen können dank des Konzepts für geringe Kosten bei der Standortwahl angeboten werden.

Das Konzept der gästelosen Küchen: Was sind „Ghost Kitchen”? Bedeutung, Definition, Erklärung

Die Geisterküchen waren bisher immer eine Randerscheinung, ein Nischenphänomen sozusagen. Die Herausforderungen, die mit der Corona-Situation verbunden sind, haben die „Ghost Kitchens“ über Nacht berühmt gemacht. Mittlerweile sind die Geisterküchen eine wichtige Grundlage für die Nahversorgung in vielen Städten. Wie der Name bereits vermuten lässt handelt es sich dabei um Küchen, in welchen ausschließlich gekocht und keine Gäste vor Ort bedient wird. Schon vor den Auswirkungen der Pandemie war eine Disruption der Alltagsgastronomie abzusehen, doch nun geht alles schneller als erwartet. Experten vergleichen die Entwicklung der Geisterküchen im Bezug auf die neuen Gastro-Delivery-Plattformen des neuen Netflix oder Spotify der Gastronomie-Szene. Dass nicht die Gäste vorbeifahren und sich das Essen holen, sondern dass bestimmte Boten Gerichte aus dem Restaurant holen und zustellen ist keine Neuerfindung.

eit vielen Jahren sind in den großen Städten Europas etwa Lieferanten auf dem Rad unterwegs und kümmern sich um das Ausliefern. In Amerika machen die Essensverkäufe per Lieferdienst einen höheren Umsatz aus, als es Restaurants tun. Wenn man vielen Experten der Branche glaubt, wird sich dieser Trend in den kommenden Jahren deutlich verstärken. So werden die Einnahmen der Lieferungen außer Haus bis ins Jahr 2023 um das dreifache so schnell anwachsen. Auch die digitalen Bestellungen via Apps und Internet werden dabei die telefonischen klassischen Bestellungen deutlich überholen. Die Auswirkungen der Corona-Pandemie haben in Deutschland dazu geführt, dass dieses Model notgedrungen getestet werden musste. Diese Tatsache könnte dazu führen, dass sich auch in Deutschland der Trend der Geisterküchen schon bald zur gastronomischen Normalsituation entwickelt. So wird es in der gesamten Szene eine Veränderung geben und kein Gastronom sollte darauf hoffen, dass nach der Corona-Pandemie zu der gleichen alten Normalität zurückgekehrt wird.

Vorteile der Geisterküchen (Ghost Kitchen)

Zu einer disruptiven Entwicklung kann der Markt außer Haus deshalb werden, weil sich im ihm auch die Machtverhältnisse zwischen den Restaurants und dem Lieferdienst verändern. So sind die Lieferdienste nicht nur auf das reine Liefern beschränkt. Viel mehr entwickeln sie selbst Food-Plattforen, die dank der Kundendaten eigene neue Konzepte herausbringen. Bereits jetzt existieren beispielsweise reine virtuelle Restaurants, die einzig und allein als Marke vorhanden sind und deren Gerichte in Ghost Kitchens zubereitet werden. Wenn Geisterküchen einen wesentlichen Vorteil haben, dann die Tatsache, dass sie auf neue Bedingungen deutlich besser regieren können als klassische Unternehmen. Das betrifft Streetfood-Trucks genauso wie saisonale Events in großen Städten.

Aus guten Grund stellen sich Unternehmer die Frage, warum sie teures Personal anstellen sollten, teure Ausstattung kaufen, teure Miete zahlen sollten und in noble Gästeräume investieren sollten, wenn in der nahen Zukunft der Fokus ohnehin in einem Außer-Haus-Verkauf liegt. Gerade für Anbieter von Fast Food wie Burger, Pizza oder Bowls ist das einleuchtend, denn solche Speisen sind zum Verzehren in den eigenen vier Wänden tatsächlich geeignet als in einer lauten durchschnittlichen Lokalität. Der Verkauf außer Haus hat für die Nutzer noch weitere Vorteile. Eine Bezahlung und Bestellung dank Apps ist mit wenigen Klicks und ohne wirklichen Aufwand möglich. Wer in den eigenen vier Wänden auf das Essen wartet, empfindet die Zeit zudem nicht so lange, wie eine Stunde in einem Restaurant zu sitzen. Dank neuer Systeme hinsichtlich Lieferung und Verteilung sind die Lieferzeiten tatsächlich oft sogar kürzer als vor einigen Jahren noch.

Bedeutung Ghost Kitchen: Geisterküchen auch für das klassische Restaurant

Traditionelle Restaurants weiten die klassischen Betrieb vor Ort um ein eigenes Model, etwa in dem sie eine eigene Technologie für Bestellungen aufbauen. So sollte für ein erfolgreiches Besehen auch ein passendes virtuelles Modell durchgedacht werden. Dabei muss sich die Frage gestellt werden, ob der Ghost in den laufenden bestehenden Betriebsablauf integriert werden soll oder ob lieber ein eigenes neues Geschäft gegründet wird, damit der Konflikt zwischen virtuellem und stationärem Betrieb verhindert wird. Ein besonders junges Tool dafür ist ein sogenannter Multi-Tenant-Küchencenter. Die Basis ist eine Software, die gleichermaßen von verschiedenen Restaurants genutzt wird, und zwar ohne, dass die jeweils anderen die Daten einsehen können. Auf diesem Gebiet sind gerade in Amerika Cloud Kitchen und Kitchen United echte Marken. Ebenso bedeutsamer wird die Zubereitung von Speisen mit der Technologie von Robotern. In Japan oder den USA kommen künstliche Intelligenzen schon seit einigen Jahren zum Einsatz, wenn es darum geht, Burger oder Pizzen vollautomatisiert zubereitet werden. Das ist nicht nur modern, sondern auch kosten- und zeitsparend.

Ghost Kitchen: Empfehlungen von Gastro-Experten: Mutig neue Wege gehen

Wenn Betreiber diesen neuen Technologien offen gegenüberstehen, können sie das virtuelle Konzept gut in den eigenen Betrieb integrieren. Ein Restaurant hat im Gegensatz zu dem reinen virtuellen Betrieb einige bedeutende Vorteile. Über viele Jahre haben sie sich einen echten Kundenstamm aufgebaut, sind in der jeweiligen Stadt beliebt und bekannt.

In einem echten Restaurant vor Ort erleben die Gäste Atmosphäre, andere Menschen und gemütliche Momente. Genauso wird der Service der Bedingung geschätzt. Ein echtes Erlebnis für Kunden, welches dank des Geisterbausteins auf ein neues Level in Sachen Service gehoben werden kann. Der Gast hat dann die Wahl: Entweder er nimmt das Menü in der gewohnten Umgebung des Restaurants ein, inklusive Atmosphäre und Bedingung. Oder aber der Kunde lässt sich sein Essen nach Hause oder auf die Arbeit bringen. Die Entscheidung dabei liegt allein bei den Stammgästen. Experten empfehlen Restaurants dar, sich auf neue Techniken einzulassen und mutiger zu agieren und zu denken. Dies sollte nicht nach hinten verschoben werden, sondern besser bald, als in einigen Jahren passieren. Ansonsten kann es passieren, dass das Konzept der Ghost Kitchens irgendwann zu einem beängstigenden Phänomen werden und die klassischen Restaurants meilenweit abhängen. Wer sich nicht abhängen lassen möchte, so Gastro-Experten, sollte also zeitnah über ein zukunftsorientiertes Konzept nachdenken und sich zu einem mutigen Schritt entscheiden.

Was bedeutet “Regime Change”? Bedeutung, Definition, Erklärung


Der “Regime Change” oder auf deutsch “Regimewechsel” ist in vielen Ländern passiert. Unter einem Regime wird eine Regierung verstanden. Die Bezeichnung kommt aus der französischen Sprache und steht auch für ein Regelwerk. In der modernen Fassung wird das Regime jedoch weitestgehend negativ belegt. Man fasst darunter autoritäre Systeme und Diktaturen zusammen. Der Wechsel bezieht sich auf den Austausch. Hierbei werden Diktaturen oder autoritäre Systeme durch demokratische ersetzt. In einigen Fällen folgt jeweils auf eine Diktatur eine andere. Aus demokratischen Regierungsformen können jedoch auch Diktaturen entstehen.

Was bedeutet “Regime Change”? Bedeutung, Definition, Erklärung

Wie der Wechsel vonstattengeht, hängt von den inneren Kräften des betreffenden Landes und meistens auch von ausländischen Staaten ab.

Beim Regimewechsel wird eine existierende Regierung durch eine andere ersetzt. Im Zentrum stehen der Verwaltungsapparat, das Militär und einzelne bürokratische Bereiche.

Auf welche Weise der Wechsel erfolgt, ist von den inneren Machtverhältnissen und Verbündeten des betroffenen Staates oder seines Gegners abhängig. Es kommen sowohl friedliche als auch militärische Maßnahmen in Betracht. Finanzielle Interessen innerhalb des für den Regimewechsel vorgesehenen Staates können ebenfalls zu Veränderungen beitragen. Die Entscheidungsträger wissen in diesem Fall, dass das alte Regime nicht mehr zukunftsorientiert arbeiten kann. Sie erkennen gleichzeitig das Potential des übernehmenden Staates und stützen den damit verbundenen Wechsel.

Der militärisch organisierte Regime Change aufgrund einer politischen Problematik

In einigen Ländern kommt es aufgrund politischer und finanzieller Gegensätzlichkeiten zu einem Regime Change, der mit militärischen Operationen verbunden ist. Unter normalen Bedingungen wären die Gegner sogar Freunde. Die Differenzen lassen sich leider nur ohne Kampf nicht lösen.

1773 waren die nordamerikanischen Kolonisten stark verärgert. Sie mussten hohe Steuern auf bestimmte Produkte zahlen. Außerdem fühlten sie sich von der britischen Krone nicht entsprechend respektiert. So kam es zum amerikanischen Unabhängigkeitskrieg, der bis zur britischen Niederlage von Yorktown 1783 erbittert geführt wurde. Das Ergebnis waren die Vereinigten Staaten von Amerika, die das Regime der britischen Kolonialverwaltung ablösten. Aus einer parlamentarischen Monarchie wurde ein demokratischer Staat.

Was versteht man unter einer internen Regimeänderung? Regime Change, Bedeutung

Eine interne Regimeänderung kann sich innerhalb eines Staates ereignen. Ein gutes Beispiel ist der Ostblock. In den letzten Jahren des Zweiten Weltkrieges und in der Nachkriegszeit bildete sich unter der Führung Moskaus ein System von Satellitenstaaten. Diese wurden nach sozialistischen Vorbildern, die stark sowjetisch – als im Sinne Russlands (der UdSSR) geformt wurden. Diesem Zusammenschluss gehörte auch die DDR an. Die DDR war der Teil Deutschlands, der nach dem Zweiten Weltkrieg dem Machtbereich Russlands zugesprochen worden war.

1986 kam es zur Wende. Diese soll auch durch die Nuklearkatastrophe von Tschernobyl beeinflusst worden sein. Während einer Konferenz leitete der damalige Staatssekretär der UdSSR, Michael Gorbatschow, die Wende im Verhältnis der Oststaaten zu Moskau ein. Die ehemaligen Satellitenstaaten lösten sich in den folgenden Jahren zunehmend aus dem Einflussbereich Russlands. Ungarn lockerte beispielsweise 1989 die Grenzkontrollen, sodass Menschen leichter aus der DDR in die Botschaft der Bundesrepublik nach Budapest fliehen konnten. Im Herbst entfiel das Herrschaftsmonopol der meisten ehemaligen Ostblockstaaten, die durch den Eisernen Vorhang seit den 40er-Jahren vom kapitalistischen Westen abgeschottet waren. Dann folgte der Zusammenbruch des Ostblocks, dessen Staaten sich zunehmend dem Westen und der EU öffneten. Einige wurden Mitgliedsstaaten der Europäischen Union.

Ein Regime Change mit militärischen Mitteln

In einigen Ländern kann eine Diktatur durch eine Kombination aus freien Wahlen und einem Putsch an die Macht kommen. Dieser Vorgang ereignete sich 1933 in Deutschland.

Die Nationalsozialisten, eine demokratiefeindliche Organisation, ergriff in diesem Jahr die Macht und wandelte das Land in eine menschenfeindliche Diktatur um. Im September 1939 begann der für diese Diktatur verantwortliche Adolf Hitler den Zweiten Weltkrieg. Die Auswirkungen waren verheerend. Zwischen 1939 und 1945 organisierten die U.S.A., Großbritannien und Russland eine Reihe von Offensiven, mit denen sie den notwendigen Regime Change in Deutschland durchsetzen konnten. Neben der ersten Front in Russland eröffneten die westlichen Alliierten in Frankreich eine zweite, mit deren Hilfe sie das NS-Regime bis Mai 1945 stürzten. Der damit verbundene Krieg kostete über 55 Millionen Menschenleben und verwüstete weitere Bereiche der Erde.

Deutschland wurde in vier Sektoren aufgeteilt. Während die Amerikaner, Engländer und Franzosen in den westlich orientierten Zonen jeweils das demokratische System einführten, kam es in den von den Russen dominierten deutschen Gebieten zu einer Diktatur. Diese sollte als DDR bis 1990 fortbestehen. Die DDR war durch spezielle Verträge an die UdSSR gebunden.

1949 wurde in den westlichen Zonen – unter maßgeblichem Einfluss des ersten deutschen Bundeskanzlers Konrad Adenauer – die Bundesrepublik Deutschland aus der Taufe gehoben.

Der weitestgehend friedliche Regime Change in der DDR

1949 wurde die DDR parallel zur Bundesrepublik gegründet. Wer die DDR verlassen wollte, um in die Bundesrepublik umzuziehen, musste aus seiner Heimat fliehen. Die Grenztruppen der DDR hatten dabei den Auftrag auf den betreffenden Menschen zu schießen. Dazu kamen die in den folgenden Jahrzehnten ausgebauten Grenzanlagen, die kaum überwunden werden konnten. DDR-Flüchtlinge, deren Fluchtversuche scheiterten, erhielten hohe Haftstrafen. Ihre Kinder wurden in Kinderheime eingewiesen oder an regimetreue Familien zur Adoption weitergegeben.

Die DDR arbeitete im Sinne des Ostblocks und der UdSSR mit der Planwirtschaft. Dieses System schädigte die Wirtschaft und führte Ende der 80er-Jahre zu zahllosen Demonstrationen. Diese wurden indirekt durch den russischen Präsidenten Gorbatschow und den westdeutschen Kanzler Helmut Kohl unterstützt. Im November 1989 öffnete die DDR die Grenzen und erlaubte ihren Bürgern und den Staatsbürgern anderer Nationen die kontrollierte Ein- und Ausreise. Im folgenden Jahr bereiteten zahlreiche Politiker und Wirtschaftsführer die Eingliederung der DDR in die Bundesrepublik vor. 1990 wurde das ehemalige Staatsgebiet der DDR Teil der Bundesrepublik Deutschland. Der Tag der Einheit, der 3. Oktober, ist seitdem ein deutscher Nationalfeiertag.

Regime Change: Teilweise friedlicher Wechsel der Regierungsform in Südafrika

In Südafrika galt Jahrzehnte lang das Apartheidregime. Das System grenzte die farbige Bevölkerung aus und führte zur Gründung des ANC, des Afrikanischen Nationalkongresses. Dieser führte sowohl politische als auch paramilitärische Maßnahmen aus, um die Rechte der Farbigen zu schützen und auszubauen. Außerdem wurde die Republik Südafrikas von vielen westlichen Staaten mit einigen Embargos belegt, um die Staatsführung des Landes zur Abkehr von der Apartheid zu bewegen. 1990 entließ der Staat den Bürgerrechtler Nelson Mandela aus der Haft. Im gleichen Jahr hob die Regierung auch das ANC-Verbot auf. 1994 erzielte der ANC bei der ersten freien Wahl ein extrem starkes Ergebnis. Er war die stärkste Partei. Im gleichen Jahr wählten die Bürger Südafrikas Mandela zum ersten farbigen Staatspräsidenten der Republik Südafrika. Mit seiner Ernennung war die Apartheid – oder Ausgrenzung – vorbei. Für seine Versöhnungspolitik zwischen den Bürgern erhielt er den Friedensnobelpreis. Dieser wurde auch dem ehemaligen Präsidenten überreicht, der Mandela unterstützt hatte.

Der Regimewechsel innerhalb eines demokratischen Staates: Bedeutung, Definition, Erklärung

In vielen Staaten werden die Staatsoberhäupter im Rahmen einer freien und geheimen Wahl vom Volk oder über ein entsprechendes System gewählt. Trotzdem kann es zu einem Regimewechsel während einer Legislaturperiode kommen. Dieser Wechsel ist dann mit einer neuen Wahl verbunden, während die alte Regierung zurücktritt.
So wurde 1958 die Vierte Französische Republik durch die Fünfte abgelöst. Das Problem der Vierten Französischen Republik bestand in den unzähligen Regierungswechseln, die es in den zwanzig Jahren ihres Bestehens gab. Die neue Republik brachte neben einer stabilen Mehrheit auch die Rückkehr von Charles de Gaulle. Er wurde zum neuen Ministerpräsidenten gewählt.

Warum heißen Nachos “Nachos”? Wortherkunft, Bedeutung, Erklärung


Die Nachos haben ihren Namen von ihrem Erfinder, einem mexikanischen Kellner. Eigentlich kennen wir sie alle, dennoch zur Erinnerung: Es handelt sich in der einfachsten Form um Tortilla-Chips. Sie werden mit geschmolzenem Käse überbacken oder auch übergossen, dazu reicht man verschiedenen Soßen, Guacamole, Schmand und auch Hack- oder Hühnerfleisch. In Mexiko und den USA sind sie überaus beliebt, mittlerweile kennen wir Europäer sie auch schon längst.

Warum heißen Nachos “Nachos”? Wortherkunft, Bedeutung, Erklärung

Erstmals wurden die Nachos und ihre Geschichte in einem Kochbuch erwähnt, dem 1949 erschienenen „Taste of Texas“ (Herausgeberin: Jane Trahey). Erfunden wurden sie demnach 1943 von Ignacio Anaya in der mexikanischen Grenzstadt Piedras Negras. Die mexikanische Koseform des Vornamens Ignacio ist Nacho, daher haben die Chips von ihrem Erfinder ihren Namen. Ignacia war damals Kellner im Victory Club von Piedras Negras. Die Legende erzählt nun, dass eines Abends amerikanische Soldaten des Forts Duncan Air Base auf der anderen Seite der Grenze zum Essen kamen und der Koch des Victory Clubs gerade nicht auffindbar war. Der Kellner Ignacio Anaya musste daher improvisieren: Er fand in der Küche einige Tostadas (Vorlagen zum Rösten, oft aus Kartoffeln), die er frittierte und auf diese Weise daraus Tortillas machte, die er mit Jalapeño-Streifen garnierte. Diese schafften erst die richtige Würze (siehe weiter unten). Ignacio hatte mit dieser Urversion seines Gerichts, die im Laufe der Zeit variiert und verfeinert wurde, einen kulinarischen Welthit geschaffen.

Wie ging es mit Ignacio weiter?

Ignacio Anaya García (1895 – 1975) war mit María Antonieta Salinas verheiratet, die beiden hatten neun Kinder. Nach seinem bahnbrechenden Erfolg mit den Nachos gründete er schließlich im Jahr 1960 sein eigenes Restaurant mit dem bezeichnenden Namen „El Nacho“. Damit wurde er alt und glücklich, er blieb auch unvergessen. Im Jahr 2019 nämlich, an seinem 124. Geburtstag, ehrte ihn Google durch ein Doodle. Dieses zeigt Ignacio bei der Kreation des ersten Nachos. Der Erfolg seines Gerichts beruhte wohl nicht nur darauf, dass der Besitzer des Victory Clubs dieses alsbals als „Nacho’s Especiales“ auf die Karte nahm, sondern auch darauf, dass es die Grenzen der mexikanischen Küche sprengte. Man zählt es zur moderneren Tex-Mex-Küche. In den USA setzte es sich schon ab 1960 durch.

Der besondere Geschmack der Nachos durch Jalapeño

Wie viele sehr beliebte und berühmte Gerichte verdanken auch die Nachos ihren besonderen Geschmack einer einzigen Zutat. In diesem Fall ist es die Jalapeño, eine kleinere, sehr scharfe Paprikasorte. Sie hat ihren Namen von einer mexikanischen Stadt, die heute Xalapa heißt, sich früher aber Jalapa nannte. Die Jalapeño wurde aus spanischem Pfeffer (Capsicum annuum) gezüchtet. Die Schoten sind bis acht Zentimeter lang und schmal, als reife Früchte sind sie knallrot und sehr dickfleischig. Durch das enthaltene Capsaicin sind sie sehr scharf, allerdings gibt es durchaus noch schärfere Paprikas. Die Mexikaner bauen die Jalapeños großflächig an und verwenden sie natürlich für die Produktion ihrer Nachos, rund 20 Prozent der Früchte verkaufen sie auch frisch. Selbst in den USA (vorrangig in Texas) gibt es inzwischen Anbaugebiete. In seltenen Fällen führen sogar deutsche Supermärkte frische Jalapeños.

Warum heißt die Lufthansa “Lufthansa”? Wortherkunft, Bedeutung, Erklärung


Die Deutsche Lufthansa und ihr Kranich kennt jedes Kind. Doch wie kam es zu diesem einprägsamen Namen und dem symbolischen Vogel? Um diese Fragen zu klären, muss man einige Fakten kennen, die die Gründung des Unternehmens betreffen.

Warum heißt die Lufthansa “Lufthansa”? Wortherkunft, Bedeutung, Erklärung

Dezember 1917 kam es zur Gründung der Deutschen Luft Reederei oder D. L. R.. Die Gründer waren die HAPAG, die Luftschiffbau Zeppelin sowie die AEG. Für die Finanzierung stand die Deutsche Bank. In diesem Zusammenhang kreierte Otto Firle ein die Zeit überdauerndes Logo, den Kranich. Nach dem Erstflug zwischen Berlin und Weimar im Februar 1919 kam es 1920 zur Fusion mit der Sablatnig Fugzeugbau GmbH. Die neue Firma hießt Lloyd Luftverkehr Sablatnig. Drei Jahre später kam es zu einer weiteren Zusammenlegung. HAPAG und die Norddeutsche Lloyd gründeten die Deutsche Aero Lloyd.

In den frühen 20. Jahren gehörte die Junkers Luftverkehrs AG zu einem der bekanntesten Unternehmen, das sich primär dem Frachtgeschäft widmete. Hohe Verluste im Rahmen des Russlandgeschäftes brachten der Firma große Verluste ein, die von der Deutschen Regierung übernommen wurden. Aus diesem Grund musste die Junkers Luftverkehrs AG der Fusion mit der Deutschen Aero Lloyd zustimmen. Aus dem Zusammenschluss ging die Luft Hansa AG hervor, die im Januar 1926 ihren Liniendienst aufnahm. Als Firmensitz wurde die Hauptstadt Berlin gewählt. Nach der Machtergreifung 1933 benannte man den Firmennamen in Deutsche Lufthansa AG um. Statt des Kranichs auf gelben Grund musste das Unternehmen bis 1945 das Symbol des Dritten Reiches verwenden.

Während der NS-Zeit wurde die Lufthansa AG zunehmend militärisch eingesetzt. Ihren Flugbetrieb stellten die Alliierten 1945 ein. Die endgültige Liquidierung der Firma erfolgte 1951. Um den Bedürfnissen des flächendeckenden Passagier- und Frachtverkehrs nachzukommen, wurde 1953 die LUFT AG gegründet. Die Firma erwarb dann 1954 den zum Verkauf stehenden Namen Deutsche Lufthansa. Nach der Freigabe des deutschen Luftraumes für die zivile deutsche Luftfahrt nahm auch die Lufthansa AG 1955 ihren Liniendienst auf. Die neue Lufthansa AG ist jedoch keine rechtliche Nachfolgerin des 1951 aufgelösten Unternehmens. Sie übernahm jedoch den fliegenden Kranich als Symbol des zuverlässigen Luftverkehrs. Parallel gab es von 1955 bis 1963 eine Lufthansa der DDR, die aber bis zur Wiedervereinigung in der Interflug aufging.

Wie setzt sich der Name der Lufthansa zusammen und mit welchem Symbol ist er verbunden?

Das Wort Lufthansa setzt sich aus zwei Wörtern zusammen. Zum einen enthält es die Bezeichnung Luft, zum anderen den lateinischen Ausdruck Hansa. Die Kombination steht für das Singular. Seit der Neugründung gibt es die Abkürzung LH. Sie spricht auch für die Fortsetzung der Schifffahrts- und Handelstradition der Hanse.

Der Schriftzug Deutsche Lufthansa sowie das Symbol des Kranichs stellen markenrechtliche Bezeichnungen dar. Bei diesen handelt es sich um eine Verbindung von Bild- und Schriftzeichen.

Zu den gewählten Worten, die im Laufe der wechselseitigen Geschichte der Firma und ihrer Rechtsnachfolgerin entweder zusammen- oder getrenntgeschrieben worden sind, gesellt sich das Symbol des fliegenden Kranichs.

Lufthansa: Weshalb erinnert Hansa an die Hanse?

Als Handelsunternehmen befördert die Lufthansa sowohl Passagiere als auch Fracht. Hierin lag auch die zentrale Aufgabe der Junkers Flugverkehrs Gesellschaft, die 1926 in der Deutschen Luft Hansa AG aufging.

Hansa schreibt sich so ähnlich wie das lateinische Wort Hanse. Die Hanse oder auch Deutsche Hanse – Hansa Teutonica – war eine Vereinigung von meistens norddeutschen Kaufleuten. Sie wurde im 12. Jahrhundert gegründet und war bis zum 17. Jahrhundert erfolgreich aktiv. Ihre Mitglieder, die Kaufleute der Hansestädte, verfolgten in erster Linie kaufmännische, aber auch politische Ziele. Ihr traten bis zu 300 See- und Binnenstädte bei. Im Zentrum stand der Freihandel, der auch mithilfe des maßgeblichen Schiffstyps der Kogge erreicht werden konnte.

Ein wesentlicher Vorteil der Hanse bestand auch in der Kombination von In- und Außenhandel, denen sich auch die heutige Deutsche Lufthansa AG mit ihren Tochterunternehmen weltweit widmet.

Der Zusammenschluss von Land- und Seeverkehr führte zu Rechtssicherheit und Privilegien. So wurde auch das Seerecht weiterentwickelt. Gemeinsam kreierten die Verantwortlichen im Auftrag der Hansestädte auch neue einheitliche Schiffstypen. Hierzu gehörten außerdem alle Fragen, die den verwendeten Schiffstyp, die Fracht sowie das zulässige Gewicht betrafen. Dazu kamen technische Aspekte der Sicherheit. Auch der Schutz vor Piraten spielte eine zentrale Rolle. So wurde der Seeräuber Klaus Störtebeker von der Hanse festgenommen und 1401 in der Hansestadt Hamburg hingerichtet.

Genauso wie die Lufthansa gründete die Hanse zahlreiche Niederlassungen. Von hier aus konnte sie ihre Geschäfte zielgerichtet verfolgen. Meistens handelte es sich auch um Außenposten wie Nowgorod, Bergen, London oder Brügge. Mithilfe von Statuten wurden die Verhältnisse zwischen den Handelspartnern geregelt.

Lufthansa Herkunft Name: Weshalb wurde die Bezeichnung Luft gewählt?

Bei der Luft Hansa handelt es sich um ein Unternehmen, dessen Verkehrsmittel oberhalb der Erdoberfläche in der Luft eingesetzt werden. Alternativ gibt es Land- und Seefahrzeuge, von denen sich die neu gegründete Gesellschaft bereits 1926 definitiv absetzen wollte.

Der Name sollte sich zu einer Zeit, als die meisten Menschen noch mit der Bahn, dem Auto oder dem Schiff reisten, von anderen Formen der Beförderung abheben. Luft bedeutet Geschwindigkeit und unbegrenzte Weiten. Auch der Transport von Gütern ist nicht an Straßen, Schienen oder Schifffahrtswege gebunden. Wer durch die Luft reist, kann sich schnell und fortschrittlich bewegen. Die Reise in einem Flugzeug der Luft Hansa stand aber auch für Luxus und Exklusivität. Diese konnte sich nicht jeder leisten.

Wer mit dem Flugzeug beispielsweise von Berlin nach Paris flog, statt die Eisenbahn oder das Auto zu nehmen, gehörte zur gehobenen Klasse oder übte einen anspruchsvollen und gutbezahlten Beruf aus. Luft Hansa verbanden viele auch mit Luftschiffen, die bis zur Katastrophe der Hindenburg im Jahr 1938 zum Inbegriff des noblen Reiseverkehrs zählten.

Die Lufthansa und der Kranich

Der Kranich wurde bereits 1918 von Otto Firle entworfen. Sein Auftraggeber war eine Vorläuferin der späteren Luft Hansa, die Deutsche Luft Reederei. 1926 übernahm dann die Deutsche Luft Hansa AG den Vogel, bis sie ihn ab 1933 durch das Hakenkreuz ablösen musste. Mit der Neugründung wurde er dann ab 1954 wiederum aktiviert. Der Kranich gehörte zum Teil der Uniformen, die die Flugbegleiter der Deutschen Luft Reederei, dann der Deutschen Aero Lloyd und schließlich der Luft Hansa AG trugen. Das Gleiche gilt ab 1955 für die Deutsche Lufthansa AG.

Das Gelb, das mit dem Flug- und Transportdienst und dem Kranich verbunden wird, kann mit der Farbe der Deutschen Post in Verbindung stehen. Gelb und Schwarz waren die Reichsfarben Karl V.. Er übergab die Aufgaben seines Kurierdienstes im 16. Jahrhundert dem Haus Thurn und Taxis. Dieses übernahm die Farbkombination für seine Kutschen sowie andere Transportmittel, die im deutschen Raum eingesetzt wurden.

Der Kranich oder Grus grus ist der symbolische Vogel, der immer mit dem Betrieb der Lufthansa verbunden sein wird. Dabei ist der Vogel auf dem Leitwerk nur als Silhouette zu erkennen. Um welche Art es sich handelt, bleibt dem Betrachter verborgen. Und das ist gut so. Es kann sich entweder um einen grauen, eurasischen oder Jungfernkranich handeln. Egal, in welchem Land die Maschinen der Lufthansa landen oder starten. Der betreffende Inländer sieht immer seinen eigenen Kranich.

Kraniche stehen nicht nur für die Schönheit. Wenn sich der Vogel mit seinen Artgenossen zum Zug sammelt, bleiben die meisten Menschen stehen und genießen das Schauspiel.

Auch in der griechischen Mythologie wurde der Kranich verehrt. Er war Apollon, Demeter und Hermes zugeteilt und stand für die Klugheit. Wer ihn sieht, denkt an sein Glück. Außerdem symbolisiert er die Vorsicht und unablässige Wachsamkeit. Auf diese Faktoren kommt es auch beim professionellen Fliegen an.

Warum heißt die Pfefferkuchen “Pfefferkuchen”? Wortherkunft, Bedeutung, Erklärung


Der Name Pfefferkuchen entstand im Mittelalter. Zu dieser Zeit wurden viele fremde Gewürze einfach als Pfeffer bezeichnet. Damals war schon der Honigkuchen bekannt. Als die Bäcker dem Honigkuchen Gewürze zusetzen, erschufen sie eben den “Pfefferkuchen”. Ein pfefferiger Kuchen entstand dabei nicht, aber ein Gewürzkuchen, den wir bis heute kennen. Jetzt im Beitrag erfährst du Details zur Geschichte des Pfefferkuchens.

Warum heißt die Pfefferkuchen “Pfefferkuchen”? Wortherkunft, Bedeutung, Erklärung

Die Zutaten waren unter anderem: Muskat, Ingwer, Koriander, schwarzer Pfeffer, Kardamom, Zimt, Nelken und Anis. Wie es der Name Honigkuchen schon aussagt, ist auch der Honig eine wichtige Zutat. Deshalb erlebte die Pfefferkuchenherstellung gerade in den Gebieten einen Aufschwung, wo aufgrund günstiger Klima- und Bodenverhältnisse die Bienenzucht genug Honig abwarf. Der Honig ersetzte im Mittelalter oft den Zucker, da dieser zu jener Zeit ein Luxusgut war.

Einer der bedeutendsten Märkte für Gewürze war in Nürnberg. Hauptgrund war, das sie im Reichswald mit einer Bienenzucht aufwarten konnten. Weiteren Zugang zu den Gewürzen bekam man früher in den großen Handelsstädten im In- und Ausland.

Geschichte des Pfefferkuchens

Die ersten Vorläufer des Pfefferkuchens gab es schon in der Antike. Es handelte sich um kleine Honigkuchen, die aus der Zeit um 350 v. Chr. stammen. Sie dienten nicht nur dem Verzehr, sondern wurden auch als Talisman im Krieg genutzt. Dies bezeugten ägyptische Grabbeigaben. Einen mit Honig bestrichenen Kuchen nannte man in der Römerzeit “panus” mellitus”. Er ist nicht nur wohlschmeckend und nahrhaft, sondern auch sehr lange haltbar.

Anders als heute bei uns wurde der Pfefferkuchen früher nicht zur Weihnachtszeit verzehrt, sondern auch zu Ostern und anderen Festen und Zeiten. Er wurde z. B. auch in Verbindung zu starkem Bier serviert.

Der Pfefferkuchen in der heute noch bekannten Form wurde in Belgien (Dinant) erfunden. Anschließend wurde er auch von Aachen übernommen, welche diese dann in Aachener Printen umtauften. Schließlich wurde er dann noch leicht abgewandelt von den fränkischen Klostern übernommen. Dort diente er als Nachtisch, welcher von den Nonnen hergestellt wurde.

Erst im Jahre 1296 wurde der Name Pfefferkuchen publik, und zwar in Ulm. In München wurde er 1370 als Lebzelter verzeichnet, in Nürnberg 1395 als Lebküchner. Im nahen Kloster in Heilsbronn hatte der Nürnberger Lebkuchen seinen Ursprung. Er wurde vor allem in schlechten Zeiten von den Mönchen verteilt. Die Aachener Printen wurden erst im Jahr 1820 entwickelt.

Ab dem 16. Jahrhundert baute sich ein regelrechtes Gewerbe der Lebküchnerei auf. Die Zentren waren da Nürnberg, Pulsnitz, Oberlausitz, Aachen und Braunschweig. Hierbei tat sich die Pulsnitzer Pfefferkuchenbäckerei als königlich-sächsische Hoflieferant hervor und war im Jahre 1558. Eine 14 Mitglieder zählende Lebküchnerzunft entstand 1643. Zugang zum Beruf des Lebzellners hatten hier nur Angehörige von Lebküchnerfamilien.

Ab 1840 erfolgte dann die maschinelle Herstellung des Pfefferkuchens in größeren Mengen. Ab Ende des 19. Jahrhunderts wurden die Pfefferkuchen mit Backpulver hergestellt. So entstanden je nach Geschmack, Konsistenz und Formgebung verschiedene Pfefferkuchensorten.

Der Pfefferkuchen als Medizin

Pfefferkuchen gilt als verdauungsfördernd und schmerzstillend. Deshalb war er besonders früher in der Fastenzeit sehr beliebt. Besonders das Gewürzmittel Nelke gilt als beruhigend und krampflösend, während der Zimt kreislaufanregend ist und die Verdauung fördert. Gläubige hatten im Mittelalter in der Vorweihnachtszeit oft Pfefferkuchen gegessen, um sich von innen zu reinigen.

Herstellungsvarianten: Pfefferkuchen

Die Pfefferkuchen werden heute teilweise als Bildlebkuchen hergestellt, welche bereits seit dem 15. Jahrhundert bekannt sind.

Über die Landesgrenzen hinaus kennt man das Pfefferkuchenhaus, das auf das Märchen Hänsel und Gretel zurückgeht. Volkstümlich wird es auch als Hexenhaus oder Knusperhäuschen bezeichnet.

Figürliche Lebkuchen (Lebkuchenmänner) sind seit dem 16. Jahrhundert bekannt. Diese werden gerne zu Festen wie Weihnachten, Halloween oder Ostern verschenkt.

Was bedeutet “Unorthodox”? Bedeutung, Definition, Erklärung


Unorthodox ist das Gegenteil von orthodox. Das Wort stammt aus der altgriechischen Sprache. Es setzt sich aus „orthós“ für „richtig“ (oder „geradlinig“) und „ dóxa“ für „Meinung“ (oder „Glaube“) zusammen.

Was bedeutet “Unorthodox”? Bedeutung, Definition, Erklärung

Der Begriff kann insgesamt mit strenggläubig oder etwas freier auch als verschlossen, verbissen, unflexibel und auf das Rechthaben beharrend definiert werden. Orthodoxie ist der strikte, eingleisige Glaube an irgendetwas, der neben sich nichts anderes zulässt.

Unorthodox ist eine Person oder Handlung, wenn sie von dieser sturen Geradlinigkeit abweicht.

Man spricht von „unorthodoxen Meinungen“, wenn diese nicht dem gängigen gesellschaftlichen, religiösen oder politischen Überzeugungen entsprechen.

Ein „unorthodoxes Vorgehen“ bezeichnet Lösungswege, die bisher nicht beschritten wurden oder als sonderbar galten. Menschen, die so handeln, verlassen den Mainstream und folgen ihrem eigenen, festen Glauben.

Orthodox bzw. unorthodox wird immer dann verwendet, wenn es um grundsätzliche Glaubensdinge oder Überzeugungen geht. Manchmal wird auch die gängige Lehrmeinung mit Orthodoxie gleichgesetzt.

Unorthodoxe Menschen sind mit Leib und Seele so. Ihre Meinung und ihr ganz eigener Glaube sagt ihnen etwas anders – und so verhalten sie sich dann auch. Ganz anders als „Verrückte“ oder „Pioniere“ schwimmen unorthodoxe Menschen meistens gegen den fast überwältigenden Strom der orthodoxen. Das passiert beispielsweise dann, wenn ein Universitätsprofessor an einem ansonsten konservativen Institut neue Lehrmeinungen vertritt.

Im bekannten Hollywoodfilm „Der Club der toten Dichter“ (1998) mit Robin Williams spiele dieser einen aufgeschlossenen Lehrer. Er versuchte an einer konservativen Schule, an der bisher ausschließlich mit orthodoxen Methoden gelehrt wurde, neue Methoden zu etablieren. Das allerdings mit wenig Erfolg. Seine „freien“ Methoden wurden als „unorthodox“ bezeichnet und vom Kollegium abgelehnt.

Hätte der Lehrer seinen Freunden von seinem Vorhaben erzählt, hätten diese wahrscheinlich gesagt, er sei „verrückt“. Als Pionier hätten ihn am ehesten aufgeschlossene Außenstehende betrachtet. Doch innerhalb der Schule und des geltenden Glaubenssystems wurde er als „unorthodox“ bezeichnet.

Orthodoxie und die Religion

Im Osten Europas haben sich die orthodoxen Kirchen gebildet. Die griechisch-orthodoxe Kirche spaltete sich irgendwann von der katholischen ab. Daneben gibt es noch die russisch-orthodoxe Kirche und einige weitere, kleinere.

Die Abspaltung geschah ähnlich wie bei Katholiken und Protestanten aufgrund von Meinungsverschiedenheiten über Glaubensgrundsätze. Im Kern basieren die östlichen orthodoxen Kirchen auch auf der Bibel.

Die orthodoxen Kirchen gelten bis heute als strenger, sie betreiben einen intensiveren Heiligenkult (Ikonenverehrung) und haben ältere Richtlinien. Den Namen „orthodox“ gaben sie sich selbst, weil sie der Meinung waren, den einzig richtigen Glauben gefunden zu haben.

Hier besteht auf den ersten Blick eine kleine Übereinstimmung mit den religiösen Fanatikern. Allerdings sind die orthodoxen Kirchen und Gläubigen friedlich. Fanatiker dagegen fallen besonders durch übergriffige Aggression Andersgläubigen gegenüber auf.

Orthodoxe Juden sind der besonders strenggläubige Teil des Judentums. Man erkennt diese Menschen an ihrer typischen Tracht. Sie tragen stets weiße Hemden und schwarze Hosen sowie Westen. Dazu haben sie links und rechts an den Ohren eine Haarlocke stehen. Diese Tracht hat sich seit Jahrhunderten kaum verändert. Neben dem Aussehen folgen sie einem strengen Verhaltenskodex. Es ist bezeichnend für Orthodoxie, dass jeglicher Fortschritt und Veränderungen abgelehnt werden.

Ein unorthodoxer Jude wäre einer, der dieser Strenggläubigkeit nicht folgt, sich aber in deren Umfeld bewegt.

Im religiösen oder politischen Kontext ist orthodox strenger als konservativ. Im Konservatismus gibt es eine deutliche Bewegung. Auch die versucht, alte Überzeugungen innerhalb der Entwicklung zu bewahren. Der nächste Schritt wäre liberal, wo eine vollkommene Toleranz und Öffnung Neuen gegenüber vorhanden ist.

Weitere Bedeutung von Unorthodox

“Unorthodox” ist der Name eines Buch von Deborah Feldman und einer Netflix-Serien-Adaption. Die Handlung von “Unorthodox” ist, dass die junge Jüdin Esther „Esty“ Shapiro aus ihrem jüdisch-orthodoxen Leben im New Yorker Stadtteil Williamsburg nach Berlin in Deutschland flieht. In Berlin lernt sie das Leben neu kennen. Sie lernt neue Freiheiten und eine neue Welt kennen.

Was ist “Streetfishing”? Bedeutung, Definition, Erklärung


Als “Streetfishing” wird das Angeln in der Großstadt bezeichnet.

Was ist “Streetfishing”? Bedeutung, Definition, Erklärung

Streetfishing funktioniert mit ultraleichtem Gerät und ermöglicht es möglichst schnell und einfach Fische zu fangen. Dabei handelt es sich meist um Barsche, Zander oder Hechte. Wie das Wort bereits verrät, handelt es sich bei dieser Tätigkeit um das Angeln in der Großstadt. Statt in der einsamen Stille an einem abgelegenen Weiher seine Angel in Position zu bringen, wird von Brücken aus oder an Flüssen mitten in der urbanen Stadt geangelt. Beim Streetfishing beißen nicht immer die größten Fische an. Doch dank einer professionellen Ausrüstung macht auch das Fangen von kleineren Fischen Spaß. Die Zusammenstellung des Fanggerätes ist eines der wichtigsten Voraussetzungen für das Fischen in der Großstadt.

Grundlage für das Streetfishing bildet die Rute, welche im besten Fall eine Dropshot-Rute mit einer Länge zwischen 2,00 und 2,30 Meter haben sollte und über ein Wurfgewicht von 0,5 bis zu 5 Gramm beinhaltet. Mittlerweile ist es dank hochwertiger Kohlefaser möglich, leichte Ruten mit niedrigem Wurfgewicht zu bauen. Damit der Biss schnell übertragen wird, sollte sie eine schnelle Spitzenaktion haben. Die Kraft sollte im Drill zum Handteil geleitet werden und das ohne, dass sich die Rute durchbiegt. Die benutzte Schnur ist dabei von entscheidender Bedeutung. Beachten sollten Fischer wegen dem niedrigen Wurfgewicht des Köders, dass es zu einem geringen Widerstand beim Werfen gibt und die Geschmeidigkeit und Windempfindlichkeit anders sind.

Experten empfehlen für das Streetfishing eine Hauptschnur mit 0,06er Modellen. Daneben handelt es sich bei der Schnur im besten Fall auch um eine farbige Angelschnur, damit der Köder in allen Situationen gesehen werden kann. Die Bisse kann man wegen der leichten Köder besser über die Schnur erkennen, anstatt sie an der Rute zu erspüren. Da vor allem in geringen Stärken geflochtene Angelschnüre unter Wasser gut sichtbar und anfällig sind, sollte ein Fluorcarbon aus einer Stärke zwischen 0,14 und 0,25 mm zum Angeln zum Einsatz kommen. Verbunden werden können beide Schnüre nahezu unsichtbar und gleichzeitig sicher mit einem Albright-Knoten.

Streetfishing: Angeln in der Großstadt

Wie genau funktioniert das Streetfishing in der Großstadt? Für das ultraleichte Streetfishing eignen sich grundsätzlich alle Techniken. Der einzige Unterschied besteht darin, dass alles bis zu zehnmal leichter ist als gewohnt. So kommen keine Bleiköpfe mit einem Gewicht von 15 Gramm zum Einsatz, sondern stattdessen eher Köpfe mit einem Gewicht zwischen 10 und 3,4 Gramm. Auch ein Köder wird benötigt. Experten empfehlen dafür vor allem 4 bis 10 Zentimeter große Gummifische mit einem Twisterschwanz. Auch Wurm- oder Krebstier-Imitationen eignen sich für das Fangen. Ganz egal, ob in den kalten oder warmen Monaten. Insbesondere Barsche schnappen bevorzugt bei Krustentieren zu.

Die Methoden des Streetfishings

Zum Fangen selbst gibt es drei beliebte Methode. Zum einen die Methode „Drop Shot“. Damit können Angler besonders langsam fischen. Mittel zum Zweck ist dabei eine möglichst langsame Präsentation des Köders. Schon mit kleinem Rucken kann der künstliche Köder zum Leben erweckt werden. Wegen des Wirbels des Bleis können die Fischer die Gummitiere über dem Boden und in Bodennähe anbieten. Experten empfehlen für den Sommer, einen Abstand zwischen Blei und Köder von 30 bis 40 Zentimeter, im Winter hingegen lediglich bis zu 5 Zentimeter.

Eine weitere Möglichkeit an Methoden ist das Fischen mit Gummitieren mit Bleikopf. Im Gegensatz zum Dropshotten ist das Angeln mit Gummifischen inklusive Bleikopf eine schnellere Methode, Fische zu fangen. Sind die Fische aktiv, kann der Angler den Shad schnell führen. Kommt der Fisch aber nur immer wieder kurz zum Knabbern, sollte auf eine andere Methode oder einen leichteren Bleikopf umgestellt werden. Eine eher weniger bekannte Technik ist das Angeln mit der Neko-Rig-Methode. Mit der Hilfe eines kleinen Einsteckgewichts im Kopf können an einem Haken Kunstköder wie Würmer natürlich angeboten werden. Der Köder sinkt natürlich langsam zu Boden und schafft es oft gar nicht bis auf den Grund, da der Fisch schon vorher zugebissen hat.

Streetfishing: Angeln im 21. Jahrhundert

Streetfishing ist wohl ein Maßstab unserer modernen Zeit. Die Methode kombiniert den Respekt vor der Natur mit dem jugendlichen Drang, der Mode zu folgen und aufzufallen. Das Fischejagen in der Stadt ist keine Notwendigkeit, sondern eine Spezialisierung, der jedes Jahr mehr Menschen folgen. Klar wird das auch deshalb, da die Wettbewerbe an Streetfishing-Aktionen in der Stadt stark zunehmen. Diese Events sind nicht nur für die Angler ein Highlight, sie ziehen auch immer wieder viele Interessierte an.

Viele Fischer sehen das als gute Möglichkeit, mit den Menschen ins Gespräch zu kommen und sich vom anonymen einsamen Angeln zu entfernen. Das Streetfishing ist gerade bei traditionsverbundenen Fischern nicht ganz so beliebt, wie bei der neuen Generation. Für sie ist Angeln eine Tätigkeit im Stillen und nicht neben vorbeifahrenden Autos und dem Lärm und Dreck der Großstadt. Insbesondere die junge Genration an Fischern schätzt die Methode des Angelns in der Stadt dennoch als wichtige Möglichkeit, einem Hobby nachzugehen, ohne dabei eine weite Strecke aus der Stadt heraus antreten zu müssen.

Angeln mit Kunstködern

Bei urbanem Fuschen handelt es sich bei der Beute fast ausschließlich um Raubfische, daher sind künstliche Köder ein Muss. Viele Angler legen sich daher regelrechte Sammlungen an Ködern an. Die Vielfalt der Köder ist dabei fast unbegrenzt. Sowohl bewährte alte Köder als auch Köder mit neusten Techniken können hierbei den entscheidenden Erfolg bringen. Im Bereich des Angelsportes schreitet die Technik hinsichtlich der Köder fortlaufend voran. So werden Köder aus Weichplastik oder Hartplastik mittlerweile dank Micro-Spingjigs mit kleinen Borstenbüscheln präpariert, um den Reiz auf die Raubfische zu erhöhen.

Die Erlaubnis für das Streetfishing in der Stadt: Ein Angelschein ist erforderlich!

Für das Angeln in der Stadt ist ein Angelschein erforderlich, welcher für die städtischen Gewässer von dem zuständigen Anglerverband oder der Stadtverwaltung vergeben werden. Voraussetzung dafür ist eine bestandene Fischereiprüfung. Die weiteren Voraussetzungen unterscheiden sich dabei von Bundesland zu Bundesland. Meist wird zum Angelschein auch noch ein Gewässerschein benötigt. Die Angelvereine und Behörden informieren je nach Bundesland auf ihren Internetauftritten oder per telefonische Auskunft zu den Regularien.

Was ist ein Phrasenmäher, Phrasenschwein, Phrasendrescher? Bedeutung, Definition, Erklärung


Das Phrasenschwein wurde in der Welt des Fußballs geboren. Erfunden wurde das Phrasenschwein beim Fernsehkanal Sport1 beziehungsweise dem früheren Deutschen Sportfernsehen (DSF).

Geschichte und Bedeutung des Phrasenschweins

Bei der Sendung „Doppelpass“ (Dopa) diente das Sparschwein einem besonderen Zweck: Fußballkommentatoren, Fußballexperten, Spieler und Trainer reden gerne um den heißen Brei. Sie trauen sich nicht, direkte Aussagen zu machen, kennen sich nicht aus oder haben schlicht keine eigene Meinung. Doch statt das einfach zuzugeben, sagen sie irgendetwas. Besonders gerne werden „Phrasen“ benutzt, um die eigene Ausdruckslosigkeit zu kaschieren.

Was sind Phrasen? Bedeutung, Definition, Erklärung

Phrasen sind im allgemeinen Sprichwörter, Wortkombinationen oder ganze Statements, die keinerlei wertschöpfend Aussagekraft haben. „Doppelpass“ ist eine Art Fußballstammtisch, bei dem sich wechselnde Gäste zur aktuellen Saison oder allgemeinen Fußball-Themen äußern.

Um das sinnlose Gerede der Gäste und Ausflüchte zu vermeiden, wurde das Phrasenschwein eingeführt. Dieses besondere Tier gab es gleich zu Beginn der Sendung im Jahr 1995.

Anfangs mussten Gäste, die Phrasen droschen, 5 Mark ins Schwein einbezahlen. Später waren es 3 Euro. Der Erlös wurde am Jahresende einem wohltätigen Zweck gespendet.

Das „Phrasenschwein“ breitete sich rasend schnell aus. Es fand als geflügeltes Wort Eingang in die Medienwelt.

In Schulen wurden ganz ähnliche Modelle eingeführt. Bei der bei Nutzung von Schimpfwörtern oder vulgären Worten mussten kleine Beträge einbezahlt werden. Das sollte die Lust an der Fäkalsprache oder dem Beschimpfen von Klassenkameraden eindämmen.

Siehe auch: Was sind Totschlagargumente? Was sind Killerphrasen?

Was bedeutet Phrasenschwein, Phrasendrescher? Bedeutung, Definition, Erklärung

In der Alltagssprache bereitete sich das Phrasenschwein ebenfalls sehr erfolgreich aus.

Menschen, die viel reden, ohne wirklich etwas zu sagen, werden mit diesem Titel belegt. Üblicherweise bedienen sich solche Redner vieler Phrasen, die gut klingen, jedoch wenig sachliche Aussagekraft haben.

Manchmal sind auch sonst eher wortkarge Drückeberger Phrasenschweine. Sie beantworten unangenehme Fragen grundsätzlich mit leeren Phrasen, um dem anderen die Lust an weiteren Fragen zu nehmen.

Der „Phrasendrescher“ oder „Phrasenmäher“ sind gleichbedeutend. Phrasen zu dreschen, bedeutet umgangssprachlich besonders viele Phrasen zu nutzen.

Beispiels: Er „drischt“ mit Phrasen auf jemanden ein.

Was bedeutet, dass eine Phrase nach der anderen „geklopft“ wird. Beim Dreschen wurden ursprünglich die Getreidehalme heftig auf den Untergrund geschlagen, damit sich die Körner aus den Ähren lösten.
Das war eine sehr rhythmische und eintönige Arbeit. Ganz so, wie wenn jemand regelmäßig nichtssagende Phrasen wiederholt.

Phrasen kann man auch als ziemlich „abgedroschen“ bezeichnen. Das bedeutet, sie sind inhaltslos und leer. Heute erledigen natürlich große Mähdrescher die Drescharbeit direkt auf den Feldern.

Damit wäre der umgangssprachliche Übergang vom „Phrasendrescher“ zum „Phrasenmäher“ schon gefunden. Bei letzterem ist das Wortspiel mit dem „Ph-Rasenmäher“, der seine gelangweilten Zuhörer „ummäht“, mit ausschlaggebend für die Wortkreation und seine Beliebtheit.

Phrasenmäher – der Fußballpodcast (Bedeutung)

Im gleichnamigen Fußball-Podcast von BILD-Sport geht es ähnlich wie bei der Sendung „Doppelpass“ darum, auf persönliche und authentische Weise über den Fußball zu berichten. Der Zuhörer soll echte Information bekommen, statt nur Phrasen.

Phrasenmäher – die Band

Die sprachlich sehr gewandte Band aus Hamburg hält einen interessanten Rekord. 2014 veröffentlichten sie eine Langfassung des Lieds „Zwei Jahre in“. Mit ganzen 90 Minuten und 10 Sekunden Spielzeit war es das damals längste offiziell veröffentlichte Lied und erhielt einen Eintrag im Guinness-Buch der Rekorde.

Das langatmige Stück kann man als eine einzige Phrase betrachten. Die Bandmitglieder kommunizieren darin, dass alles, was zwei Jahre „in“ ist, dann zwei Jahre „out“ ist. Man hat nach den 90 Minuten also nicht wirklich eine handfeste Information.

Das Phrasenschwein als offizielles neues Wort

In die deutsche Rechtsschreib-Bibel, den Duden, werden ständig neue Wörter aufgenommen. So ist das Phrasenschwein seit 2009 offiziell Bestandteil der deutschen Sprache.

Der Phrasendrescher und die Phrasendrescherin haben diese Aufnahme etwas später auch geschafft. Beim Phrasenmäher steht das noch aus.

Welche neuen Wörter in den Duden aufgenommen werden, entscheidet eine Kommission. Dabei werden Nutzungshäufigkeit, der sinnvolle Zusammenhang innerhalb der bestehenden Sprache und die zu erwartende Beständigkeit eines Wortes berücksichtigt.

Offiziell ist der „Rat für deutsche Rechtschreibung“ für den Erhalt und die Gestaltung der deutschen Sprache verantwortlich. Die Experten dieses Gremiums arbeiten eng mit Sprachhütern und Sprachwissenschaftlern der anderen deutschsprachigen Länder Österreich und Schweiz zusammen.

Der Duden ist das offizielle Publikation-Medium des Rechtschreibrates.

Was bedeutet “Holistay” / “Staycation”? Bedeutung, Definition, Erklärung


Die Begriffe “Holistay” und “Staycation” stammen aus den Vereinigten Staaten. “Staycation” bedeutet, dass Sie Ihren Urlaub Zuhause oder in der Nähe Ihres Zuhause verbringen, anstatt in ein anderes Land zu reisen. Der deutsche Ausdruck dafür ist “Urlaub auf Balkonien“.

Was bedeutet “Holistay” / “Staycation”? Bedeutung, Definition, Erklärung

In der aktuellen Situation durch Corona ist es empfehlenswert, eine Staycation vorzuziehen, da sich die Infektionslage und damit die behördlichen Eindämmungsregeln schnell ändern können. Dieses Modell ist außerdem sehr beliebt bei Personen, die sich nur einen Low-Budget Urlaub leisten können.

Staycation (oder Holistay) ist eine ökologische Möglichkeit, den Urlaub zu Hause zu verbringen. Wenn Sie Zuhause bleiben und dort entspannen, bedeutet das gleichzeitig eine geringere Umweltverschmutzung und dass Sie effektiv Kosten sparen können.

Bedeutung von “Holistay” und “Staycation” auf deutsch (Übersetzung, Erklärung)

“Holistay” ist ein Kofferwort aus den Worten “Holiday” und “Stay”. Das englische Wort “Holiday” bedeutet auf deutsch “Urlaub”, aber auch “Feiertag”. “Stay” bedeutet auf deutsch “Aufenthalt”.

Das Kofferwort “Staycation” setzt sich aus den Wort “Stay” und “Vacation” zusammen. “Stay” bedeutet (wie oben) “Aufenthalt” auf deutsch. “Vacation” bedeutet auf deutsch “Ferien” und “Urlaub”.

Erstmals entstand der Begriff des Staycation in Zusammenhang mit der Weltwirtschaftskrise in 2008. Aus diesem Grund waren viele Haushalte gezwungen, ihre Ausgaben und damit ihr Urlaubsbudget einzuschränken. Der Mangel an Geld für Reisen ins Ausland ist der Grund, warum viele Menschen Urlaub Zuhause machten. Mit dieser Bewegung nahm auch gleichzeitig das Bewusstsein für die Umweltauswirkungen des Tourismus zu, insbesondere in Bezug auf die Auswirkungen des Verkehrs und den CO2-Fußabdruck. Beliebte Reisegebiete weltweit wurden durch Touristenströme regelrecht überflutet.

Staycation bzw. Holistay scheint eine großartige Lösung für die oben genannten Herausforderungen zu sein. Es ist eine großartige Möglichkeit, einen schönen Urlaub zu verbringen und gleichzeitig günstig Urlaub zu machen. Die einzig leidtragenden sind die Reisebranche, da sie deutlich weniger Buchungen verzeichnen konnten. Urlaub Zuhause reduziert allerdings die schädlichen Treibhausgasemissionen. Viele nutzten die öffentlichen Verkehrsmittel, gingen zu Fuß oder nutzten die E-Roller, anstatt das Auto oder das Flugzeug zu nehmen.

Holistay / Staycation ist eine nachhaltige Bewegung

Staycation / Holistay ist eine Form des alternativen langsamen Tourismus. Langsamer Tourismus lädt Sie ein, im gegenwärtigen Moment zu leben und diesen auch voll und ganz genießen zu können. Es ermutigt Sie, sich Zeit zu nehmen, Sehenswürdigkeiten oder Landschaften in Ihrer Nähe zu entdecken, mehr Zeit mit Freunden Zuhause zu verbringen oder einfach Zeit in der Natur zu genießen.

Sie planen die Tage, wie Sie es möchten. Sie müssen sich keine Gedanken um Öffnungszeiten oder Zeiten von Führungen oder Reisetrips zu halten. Wenn Sie ausschlafen möchten, dann schlafen Sie aus.

Vorteile von Staycation / Holistay

  • Staycation / Holistay begrenzt den Stress bei der Organisation einer Reise. Sie müssen keine Angebote vergleichen oder eine Unterkunft suchen, die Ihren Wünschen entspricht. Das Packen des Koffers und die Auswahl der Kleidung entfällt ebenfalls.
  • Nutzen Sie die Zeit und widmen sich Aktivitäten und Dinge, die Sie das ganze Jahr schon aufschieben, weil Ihr Terminkalender so voll war. Schauen Sie sich das örtliche Museum an oder treiben Sie mehr Sport, wenn Sie möchten.
  • Durch Staycation / Holistay fördern Sie auch die regionale und lokale Wirtschaft. Schlendern Sie über den Wochenmarkt oder besuchen Sie Ihren lokalen Bauern, um dort direkt Obst, Gemüse oder Fleisch zu kaufen. Nutzen Sie das lokale Kulturangebot und schauen Sie sich Theaterstücke oder andere Acts an.
  • Durch Staycation / Holistay wird Ihnen bewusst, wie schön Ihre Stadt oder Ihre Region eigentlich ist. Durch die Arbeit oder andere Faktoren vergessen viele häufig, wie viele Möglichkeiten einem direkt vor der Haustür geboten werden.
  • Mit Staycation / Holistay lernen Sie den Augenblick und den Moment zu genießen. Sie haben viel mehr Zeit für sich selbst um sich mal richtig zu entspannen.
  • Staycation / Holistay entspannt Sie in vielerlei Hinsicht mehr, anstatt eine lange Reise inds Ausland zu machen.
  • Das Entdecken und Erforschen der Heimat ist eine wirtschaftliche und umweltfreundliche Alternative, auf die Sie stolz sein können!

Das Wichtige am Urlaub Zuhause ist, dass Sie den Urlaub schon planen sollten. Allerdings sollte dieser Plan flexibel gestaltet werden, damit Sie sich die Zeit für die Dinge nehmen können, die Sie für richtig halten. Auf diese Weise werden Sie zufriedener und ausgeglichener und können den Urlaub wirklich genießen.

Was ist die Tourismusphobie / Touristenphobie? Bedeutung, Definition, Erklärung


Tourismusphobie (auch “Touristenphobie”) ist ein Phänomen und Paradox. Während beliebte Urlaubsländer und Reiseziele (Bsp.: Mallorca) in der Vergangenheit viel Geld mit Touristen verdient haben und Jobs in der Tourismusbranche geschaffen wurden, wächst unter der einheimischen Bevölkerung der Unmut gegenüber Touristen. Ja, teils erwächst sogar der Wunsch, dass weniger Touristen kommen. Denn Touristen sogar in der Masse dafür, dass das alltägliche Leben gestört, dass Mietpreise und Lebenshaltungskosten steigen, sowie dass die Umwelt verschmutzt wird und Schaden nimmt.

Was ist die Tourismusphobie / Touristenphobie? Bedeutung, Definition, Erklärung

Tourismusphobie (auch “Touristenphobie”) ist Ende der 2010er Jahre immer bekannter geworden. Länder wie Spanien und Italien leben von Touristen. Hier macht der Tourismus mehr als zehn Prozent des Bruttoinlandsprodukts aus. Es sind Milliarden, die durch den Tourismus eingenommen wurden und werden. Allerdings ist die Stimmung der Einheimischen in den Tourismushochburgen angespannt, da es von Jahr zu Jahr immer mehr Menschen werden, die einen Ort besuchen.

Das Problem wird nicht von Touristen als Einzelpersonen verursacht, sondern hauptsächlich von Faktoren wie der Störung des täglichen Lebens, steigenden Mietpreisen und Lebenshaltungskosten, der Verschlechterung der Tier- und Pflanzenwelt und der Umweltverschmutzung.

Die eigene Heimat verliert ihren traditionellen Charakter und fühlt sich nicht mehr wie das Zuhause an, die dort wirklich leben. Es wird alles versucht, um den Touristen den schönst und bestmöglichen Urlaub zu bieten, auf Kosten der Einheimischen. Auf die Tourismusphobie (auch “Touristenphobie”) folgte eine Gentrifizierung von wohlhabenden Reisenden, die die Einheimischen nach und nach aus einer Gegen verdrängen. Die Mieten steigen ins Unerschwingliche und die Einheimischen sind gezwungen, in andere Regionen zu ziehen, in denen die Mieten bezahlbar sind. Viele der Einheimischen gingen aufgrund dieser dramatischn Entwicklungen auf die Straße und demonstrierten für den Erhalt ihrer Heimat.

Weitere Bedeutung von Tourismusphobie / Touristenphobie (Während Corona / Covid-19)

Während der Coronakrise verbreitete sich ebenfalls eine Tourismusphobie an beliebten deutschen Urlaubszielen wie der Ostsee. Hotels, Restaurants und Urlaubsorte hatten Angst,  dass mit Covid-19-infizierte Touristen kommen.

Würde eine steigende Zahl von Covid-19-Infektionen festgestellt werden, so hätte dies einen neuen Lockdown zur Folge. Für Hotel-Betreiber, Ladeninhaber, Ferienwohnungvermieter und Restaurantbetreiber wäre dies katastrophal, denn sie müssten ihre Geschäfte, Restaurants und Unterkünfte schließen. Dies hätte starke Umsatzeinbußen zur Folge und würde die Unternehmen weiter belasten.

Tourismusphobie / Touristenphobie: Schritte gegen Massentourismus

Die Tourismusphobie (auch “Touristenphobie”) beschränkt sich in der aktuellen Zeit auf Länder und Regionen, die in den vergangenen Jahren durch Touristenmassen überflutet wurden. Die Zahlen der Urlauber stiegen von Jahr zu Jahr und die Reiseveranstalter und die Baubranche nutzte dieses Interesse, um neue Hotels zu bauen und alles für den perfekten Urlaub zu kreieren.

Dadurch haben sich dutzende Städte zu einem Netzwerk zusammengeschlossen, die sich gegen den Massentourismus und seine Folgen aussprechen. Diese Initiative wurde vor einigen Jahren erstmals in Barcelona diskutiert und hat nach und nach ihre derzeitige Form angenommen. Die Organisation unterstützt die Umsetzung von Maßnahmen wie beispielsweise unterschiedlichen Wohnvorschriften für Touristen- und Wohnunterkünfte. Gleichzeitig haben sie deutlich gemacht, dass zwischen verschiedenen Städten unterschieden werden muss, da die Schwere der Auswirkungen von Städten wie Barcelona oder Venedig nicht mit anderen Fällen vergleichbar ist.

Das Netzwerk hofft, die Öffentlichkeit zu sensibilisieren und die Verwaltungsbehörden unter Druck zu setzen, Kriterien für Nachhaltigkeit zu entwickeln. Diese Art von Reiseziel bietet tendenziell eine Vielzahl von Hotelunterkünften und geplanten Aktivitäten für Touristen, während die Kultur- und Freizeitmöglichkeiten für die Anwohner im Laufe des restlichen Jahres tendenziell abgenommen haben.

Es gab sogar schon Angriffe auf öffentliche Verkehrsmittel. Die Handlungen konzentrierten sich auf Reifenpannen von Leihrädern und Angriffe auf offene Tourbusse. In anderen Städten wie Palma de Mallorca wurden Slogans auf Yachten oder Restaurants gesprüht. Ähnliche Ereignisse wurden im Baskenland beobachtet, wo sich radikale linke Gruppen gegen den Massentourismus positionierten.

Touristenphobie: Ein große Problem: Online-Vermietungsplattformen

Besonders hervorzuheben ist der Aufstieg der sogenannten Vermietungsplattformen für Ferienwohnungen. Sie bieten nicht nur einen harten Wettbewerb für die traditionelle Hotelbranche, sondern stellen auch ein Problem für die Bewohner benachbarter Wohnungen dar, die bis in die frühen Morgenstunden von Urlaubern wach gehalten werden.

Die Rolle von AirBnB

Die weltweit bekannteste Plattform dieser Art hat es Millionen von Nutzern ermöglicht, zusätzliches Geld durch die Vermietung von Gästezimmern oder leeren Wohnungen zu verdienen. Im Laufe der Zeit wurde diese Möglichkeit von Unternehmen genutzt, die ganze Gebäude räumen, um sie in touristische Mietwohnungen umzuwandeln. Viele Jahre lang fielen diese Aktivitäten in eine rechtliche Grauzone, die das spanische Finanzamt nun zu regulieren versucht. Keine leichte Aufgabe, da auf diesen Online-Plattformen nicht alle angeforderten Benutzerdaten vorhanden sind.
Theoretisch sollen die neuen Vorschriften ein höheres Maß an Aufsicht bieten, so dass die Eigentümer von Wohnungen, die über Unternehmen wie Airbnb, HomeAway oder Niumba gemietet werden, die Mehrwertsteuer zahlen und diese Einkünfte in ihre jährliche Einkommensteuererklärung aufnehmen.

Während die Gesetze weiter geändert und verschärft werden, haben sich mehrere Städte bereits für ein vollständiges oder teilweises Verbot von Mietverträgen dieser Art entschieden.

Aber nicht nur auf den Balearen wurden Maßnahmen ergriffen. Die Behörden in der Stadt Valencia waren weniger streng, haben jedoch für die kommende Saison die Vermietung von Ferienwohnungen begrenzt, sodass nur Wohnungen im Erdgeschoss und im ersten Stock für diesen Zweck gemietet werden können. Diese Situation wird im Rahmen der allgemeinen Stadt geregelt Landnutzungsplan. Der Stadtrat muss einen Bericht vorlegen, aus dem hervorgeht, dass eine Wohnung für Touristen geeignet ist.

Warum heißen Lebkuchen “Lebkuchen”? Wortherkunft, Erklärung, Bedeutung


Besonders im Herbst und Winter erfreut sich Lebkuchen, das süße Gebäck, großer Beliebtheit unter den Menschen. Nicht nur in Deutschland, in recht vielen Kulturen existieren etliche Ausprägungen, in denen Lebkuchen serviert wird. Immer ein Faktor ist dabei, dass Lebkuchen besonders lange haltbar ist, oft wird er auch recht stark gewürzt. Was aber bedeutet das Wort “Lebkuchen” eigentlich?

Warum heißen Lebkuchen “Lebkuchen”? Wortherkunft, Erklärung, Bedeutung

Das Wort existiert in Varianten bereits seit dem 13. Jahrhundert. Genau geklärt ist allerdings nicht, woher der erste Teil des Wortes, “Leb”, stammt. Dazu existieren mehrere Erklärungen. Eine vermutet, dass es vom lateinischen Wort “libus” stammt, welches schlicht Fladen bedeutet. Eine andere stellt eine Verbindung zwischen dem mittelhochdeutschen Wort leip her, was ungesäuertes Brot bedeutete und heute in der Form “Laib” bekannt ist. Sicher ist es allerdings nicht, welche der beiden Ansätze zutreffend oder auch nur wahrscheinlicher ist.

Bezeichnungen für Lebkuchen: Pfefferkuchen, Honigkuchen

Andere Bezeichnungen von Lebkuchen sind u. a. Pfefferkuchen oder Honigkuchen. Dazu existieren regional unterschiedlich noch viele weitere Varianten, wie das bei Speisen häufig der Fall ist. Im Süden von Deutschland ist Lebkuchen auch als Magenkuchen bekannt. Die zuvor genannte Bezeichnung Pfefferkuchen ist hingegen eher in Ostdeutschland verbreitet. Auch das inzwischen weniger geläufige Wort “Lebzelten” ist ein Synonym für Lebkuchen. Ebenso sind bestimmte Arten von Lebkuchen auch regional geschützte Produkte, wie zum Beispiel die Aachener Printen oder der Nürnberger Lebkuchen.

Früher gehörten Hersteller von Lebkuchen einem anderen Handwerk an als normale Bäcker. Daher rühren auch die inzwischen eher wenig bekannten Berufsbezeichnungen:

  • Lebküchler
  • Pfefferküchler
  • Lebzelter
  • Lebküchner

In der damaligen DDR allerdings war “Pfefferküchler” bis zu ihrer Auflösung am 3. Oktober 1990 tatsächlich noch ein vollwertiger, anerkannter Handwerksberuf. Und acht Jahre später wurde der Ausbildungsberuf zum Bäcker mit dem expliziten Schwerpunkt als Pfefferküchler sogar in der Bundesrepublik Deutschland wieder eingeführt.

Geschichte: Lebkuchen

Während man in Deutschland den Lebkuchen mindestens seit dem 13. Jahrhundert kennt (oder zumindest ein Wort dafür hat, das noch überliefert ist), soll es bei den alten Ägyptern schon vor 5.000 Jahren ein sehr ähnliches, süßes Fladenbrot gegeben haben. Damals stand diese Speise nicht dem normalen Volk zur Verfügung, sondern nur den Pharaonen und Tempelmitarbeitern. Die schon damals mit Honig und vielen Gewürzen gebackenen süßen Fladenbrote fanden über das Römische Reich auch den Weg nach Mitteleuropa. Dort wurden sie zunächst von Mönchen und Apotheken hergestellt und vertrieben, da man der Auffassung war, dass der Honig heilende Kräfte besäße.

Namensherkunft “Lebkuchen”

Zumindest ungesund dürfte er wohl nicht sein. Inzwischen ist der Lebkuchen ein für jedermann erschwinglicher und eben gerade zur Weihnachtszeit und auf Jahrmärkten beliebter Genuss. Welche Form des Lebkuchens nun die populärste ist, da scheiden sich die Geister. Sicher kennt jeder die beliebten Lebkuchenherzen mit Sinnsprüchen darauf, die man auf einer Kirmes erstehen kann. Mindestens genauso populär sind aber die Lebkuchenhäuser, die in der Regel die Geschichte von Hänsel und Gretel bzw. das zur Geschichte gehörige Hexenhaus in essbarer Form illustrieren. Aber auch Lebkuchenmänner sind in Europa weit verbreitet.

Woher der Lebkuchen aber nun wirklich seinen Namen hat, weiß man nicht genau, wobei beide oben genannte Theorien sehr plausibel klingen.

Was bedeutet “nichtbinär” (non-binary, enby)? Bedeutung, Definition, Erklärung


Immer häufiger ist in den Medien von Menschen zu hören, die nichtbinär sind bzw. sich als solche bezeichnen. Diese Menschen bevorzugen den Verzicht von geschlechtsspezifischen Anreden wie Herr oder Frau und sind vielen Teilen der Welt noch unbekannt. Doch was genau beutetet es eigentlich, wenn jemand nichtbinär ist?

Was bedeutet “nichtbinär” (non-binary, enby)? Bedeutung, Definition, Erklärung

In der Informatik ist das Wort “binär” eines der wohl am meistens verwendeten Wörter, denn dort sind z. B. Zahlen binär, da der Computer nur die Zahl Null oder die Zahl Eins versteht. Binär beutetet grundsätzlich, dass es zwei Optionen für etwas gibt, z. B. nur zwei Zahlen, zwei Geschlechter oder zwei Wege. Bis vor einigen Jahrzehnten galt es noch als selbstverständlich, dass es bei den Geschlechtern ebenfalls nur eine binäre Einteilung geben kann: entweder ein Mensch ist weiblich oder männlich.

Ein Teil der Weltbevölkerung fühlt sich jedoch weder weiblich noch männlich und kann sich daher nicht in eine der beiden Kategorien einfinden: Diese Menschen werden als nichtbinär bezeichnet – für die trifft keine der beiden Optionen vollständig zu. Der Begriff “nichtbinär” kann natürlich auf verschiedene Lebensbereiche angewendet werden – überall dort, wo es eben mehr als nur zwei Optionen gibt oder keine der beiden Optionen vollständig zutrifft. In der letzten Zeit hat der Begriff jedoch bei der Geschlechtsidentität an Wirkung gewonnen und wir daher meistens auch damit assoziiert.

Statt “nicht-binär” kann auch “enby” gesagt werden. Beide Ausdrücke bedeuten das gleiche und sind daher synonym.

Dabei steht nun die Geschlechtsidentität eines Menschen nicht in direkter Verbindung mit dem biologischen Geschlecht und damit auch den Geschlechtsmerkmalen, sondern nur rein mit dem Zugehörigkeitsgefühl zu diesen. Diese nichtbinär Identität wird in vielen Fällen besonders nach Außen ausgedrückt.

Welche nichtbinären Geschlechterrollen gibt es? Bedeutung, Erklärung

Menschen, die sich als nichtbinär bezeichnen, können trotzdem in einige Rollen klassifiziert werden, die sie etwas näher beschreiben sollen.
Transgender sind dabei Menschen, die im falschen Geschlecht geboren wurden, z. B. Frauen, die sich eigentlich als Mann fühlen. Mit Genderqueer bezeichnet man Menschen, die sich keinem der beiden Geschlechter eindeutig zuordnen möchten oder eine Kombination aus Mann und Frau einnehmen.

Menschen, die ihr Geschlecht mit der Zeit verändern werden, als Genderfluid bezeichnet, ähnlich wie Bigender. Wer sich als vollständig ungeschlechtlich fühlt, wird in der Regel als Agender bezeichnet.

Seit wann gibt es diesen Begriff “nicht-binär” (non-binary)? Bedeutung

Der genaue Zeitpunkt der Entstehung dieses Begriffes lässt sich nur schwer festlegen, allerdings hat die starke Verbreitung des Begriffes im Jahre 2011 gestartet – unter anderem auch durch die immer stärkere Vernetzung und Verwendung des Internets zur Übertragung von Informationen.

Die rechtliche Anerkennung von nichtbinären Menschen wird in vielen Ländern der Welt sehr unterschiedlich gehandhabt, in einigen ist sie sogar vollständig verboten. Viele Formulare haben in letzter Zeit ein drittes Feld “divers” bei der Auswahl des Geschlechtes erhalten.

Leider leiden viele Personen, die sich als nichtbinär bezeichnen immer noch an Diskrimineurng und an einer ungerechten Behandlung. Diese ist vor allem im jungen Alter zu spüren, kann sich jedoch auch noch im Berufsleben fortsetzen, viele der Menschen haben bereits Suizidgedanken hinter sich gebracht. Durch die womöglich falsche (aber eigentlich unabsichtliche) Klassifizierung durch die Umwelt leiden nichtbinäre Personen nicht selten an der Dysphorie, also an einem allgemeinen Unwohlsein aufgrund dieser falschen Klassifizierung.

Was ist “Indoor-Farming” / “Indoor-Gardening”? Bedeutung, Definition, Erklärung


Indoor-Farming bzw. Indoor-Gardening stellt eine andere Methode für den Anbau von frischem Gemüse und anderen Pflanzen im eigenem Heim oder geschlossenen Räumen dar.

“Indoor-Farming”-Betriebe werden auch als Innenfarmen, vertikale Farmen, Bauernhöfe oder Pflanzenfabriken bezeichnet. Während die Entwicklung von Indoor-Farming für den Anbau von Blattgemüse relativ neu ist, werden Pilze seit über 100 Jahren auf diese Weise gezüchtet.

In den letzten zwanzig Jahren ist der Anbau von Blattgemüse und anderen Pflanzen in Innenräumen entstanden. In diesen Betrieben werden Pflanzen vollständig in Innenräumen mit LED-Lichtern angebaut. Das Aufkommen effizienter LED-Beleuchtungstechnologien hat es den Landwirten ermöglicht, Geld zu sparen und den Pflanzen genau die richtigen Lichtwellenlängen zur Verfügung zu stellen, um das Wachstum zu optimieren. Weitere Fortschritte sind Automatisierung und künstliche Intelligenz.

Der Unterschied zwischen “Indoor-Farming” und “Indoor-Gardening” ist, dass das Farming sich auf Nutzpflanzen konzentriert, während das Gardening das Ziel verfolgt Blumen und schöne Pflanzen in geschlossenen Räumen anzupflanzen. Die Methoden für beides ähneln sich.

Was ist “Indoor-Farming” / “Indoor-Gardening”? Bedeutung, Definition, Erklärung

Moderne Indoor-Farmen und modernes Indoor-Gardening verwendet eine Vielzahl von Architekturen, aber es gibt zwei Hauptmethoden, wie diese Farmsysteme aufgebaut sind:

  • Mehrstufige horizontale Farmen
  • Mehrstufige vertikale Farmen

Eine horizontale Anlage zeichnet sich durch horizontale mehrstufige Anbausysteme aus, die vom Boden aus beginnen und künstliches Licht und umfassende Raumklimatisierungen verwenden.

Eine vertikale Anlage zeichnet sich durch vertikale mehrstufige Anbausysteme aus, die vom Boden aus beginnen und künstliche Beleuchtung und umfassende Raumklimatisierung verwenden.

Funktionsweise: Indoor-Farming / Indoor-Gardening

Indoor-Farming verbraucht deutlich weniger Wasser und Pestizide als herkömmliche landwirtschaftliche Methoden. In Innenräumen unterliegen die Pflanzen keinen Jahreszeiten und bieten daher eine einheitliche und gleichbleibende Produktivität. Durch diese Praxis können Salate, Tomaten und grüne Pflanzen hergestellt werden.

Japan war einer der ersten Pioniere im Indoor-Farming. Es hält den größten Anteil am globalen vertikalen Landwirtschaftsmarkt. In Japan entsteht vertikale Landwirtschaft aus der Not heraus, wo die traditionelle Landwirtschaft aufgrund der Bevölkerungsalterung und der Landflucht nicht mehr möglich ist.

Was sind die Vorteile von Indoor-Farming / Indoor-Gardening?

  • Eine größere Produktion auf einer kleinen Anbaufläche
  • Vorbereitung auf die Zukunft: Immer mehr Menschen zieht es in die Städte und die Weltbevölkerung wächst stetig an. Daraus resultiert auch eine erhöhte Lebensmittelnachfrage. Indoor-Farming kann bei diesem Problem helfen.
  • Höhere und effektivere Produktion: Durch Indoor-Farming können effektiv Lebensmittel produziert werden, bei einer kleineren Anbaufläche.
  • Ganzjährige und einheitliche Lebensmittelproduktion und Pflanzenanbau möglich.
  • Nachhaltiger Wasserverbrauch: Durch Indoor-Farming können wir Pflanzen mit 70 bis 95 Prozent weniger Wasser produzieren.
  • Wetterbedingungen spielen keine Rolle: Starkregen, Überschwemmungen, Stürme oder Trockenheit haben keinen Einfluss auf die Ernte.
  • Bio-Produktion steigt: Durch Indoor-Farming können die Bedingungen beim Anbau besser kontrolliert werden und es werden keine Pestizide oder Chemikalien eingesetzt.
  • Menschlich und umweltfreundlich: Indoor-Farming erhöht die biologische Vielfalt und senkt den CO2-Fußabdruck.
  • Ganzjährige Pflanzenproduktion
  • Ein weiterer Vorteil von Indoor-Farming besteht darin, dass Farmen wie diese in den Innenstädten den CO2-Fußabdruck aufgrund der Nähe zum Verbraucher verringern und lange LKW-Strecken reduzieren.
  • Die meisten Produkte, die wir in den Lebensmittelgeschäften finden, werden auch international in einiger Entfernung transportiert. Dies führt zu Produkten mit geringerer Haltbarkeit. Anstatt Tage im Transport zu verbringen, können Produkte in nur wenigen Stunden in den Händen eines Verbrauchers sein. Schnelle Lieferungen bedeuten weniger Treibhausgase, die von LKWs erzeugt werden.
  • Weniger Platz: Anstelle von 4 bis 6 Hektar auf einem konventionellen landwirtschaftlichen Betrieb, auf der Pflanzen angebaut werden, wird beim Indoor-Farming nur ein Hektar Innenraum benötigt. Dies ist besonders nützlich in Städten, in denen das Land im Freien begrenzt ist.
  • Verwendung von energiesparenden LED-Leuchten, die den Energieverbrauch um bis zu 80% senken. Sie verwenden anaerobe Fermenter, die anaerobe Bakterien verwenden, um organisches Material zu kompostieren.
  • Bietet die Möglichkeit der Nachhaltigkeit für städtische Zentren
  • Schafft neue städtische Beschäftigungsmöglichkeiten
  • Bringt Ackerland in die Natur zurück und hilft, die Funktionen und Dienstleistungen des Ökosystems wiederherzustellen
Warum heißen Milchzähne “Milchzähne”? Erklärung, Wortherkunft, Bedeutung


Wenn kleine Kinder ihre ersten Zähne bekommen, spricht man von Milchzähnen. Diese fallen im zunehmenden Alter aus und werden durch die herkömmlichen Zähne ersetzt, die man bis ins Erwachsenenalter behält. Dass man ausgefallene Zähne unter das Kopfkissen legt, damit die Zahnfee sie gegen einen kleinen Geldbetrag austauscht, ist natürlich unlängst bekannt. Doch woher kommt eigentlich der Name Milchzähne? Wir verraten es Ihnen.

Warum heißen Milchzähne “Milchzähne”? Erklärung, Wortherkunft, Bedeutung

Viele Wörter haben lediglich in der deutschen Sprache seltsame Namen. Im Falle der Milchzähne trifft dies allerdings nicht zu, denn der Name wurde nicht hierzulande geprägt. Stattdessen lautet der lateinische Fachbegriff “dentis lactatis” – was übersetzt ebenfalls “Milchzahn” bedeutet. Nun könnte man meinen, dass der Begriff Milchzahn auf die Stillphase zurückgeht, obwohl dies ja eigentlich recht unlogisch: In dieser Phase des Lebens konsumiert ein Baby ausschließlich Muttermilch und benötigt daher auch keine Milchzähne. Tatsächlich hat der Name “Milchzähne” jedoch zumindest einen indirekten Bezug zur Stillphase.

Die ersten Milchzähne eines Kindes wachsen ungefähr ab dem 6. Lebensmonat, die letzten können bis zum 30. Monat folgen. Da das Kind in dieser Zeit noch gestillt bzw. mit Milch ernährt wird, weist der Name “Milchzähne” vor allem auf den Zeitpunkt hin, in denen diese wachsen. Schon unsere Vorfahren kannten diesen Begriff, sodass er definitiv keine Erfindung der Neuzeit ist: Bereits seit dem 16. Jahrhundert nannten Eltern die Zähne ihrer Kinder “Milchzähne”.

Die Milchzähne sind deutlich heller als Zähne von Erwachsenen

Es gibt allerdings noch einen weiteren Grund, warum die Milchzähne auf ihren Namen hören: Im Gegensatz zu den klassischen Zähnen eines Erwachsenen haben Milchzähne eine deutlich hellere Farbe. Während die Zähne von älteren Menschen eher einen leicht gelblichen Stich aufweisen, strahlen Milchzähne in einem kräftigen Weiß mit einem minimalen blauen Schimmer. Da ihre besonders helle Farbe ein wenig an Milch erinnert, erhielten die Milchzähne vor vielen Jahren offenbar ihren bis heute bekannten Namen.

Milchzähne tragen einen wichtigen Teil zur Sprachentwicklung bei

Viele Menschen fragen sich übrigens auch, warum einem Baby nicht einfach sofort die klassischen Zähne wachsen, die man bis ins Erwachsenenalter behält. Die Antwort auf diese Frage ist relativ simpel, denn die Milchzähne übernehmen im Kiefer eines Kindes eine wichtige Rolle: Sie dienen als Platzhalter für die späteren Zähne, von denen es insgesamt 32 gibt. Milchzähne sind hingegen in einer deutlich überschaubareren Anzahl im Mund des Kindes vorhanden: Von ihnen gibt es lediglich 20 – was natürlich in erster Linie dem kleineren Kiefer des Nachwuchses geschuldet ist. Ältere Kinder, die sich bereits im Schulalter befinden, haben hingegen 24 Zähne – ein paar mehr als im Kleinkindalter, aber immer noch deutlich weniger, als eine erwachsene Person. Was viele Menschen ebenfalls nicht wissen: Die Milchzähne tragen einen immens wichtigen Teil zur Sprachentwicklung eines Kindes bei. Fehlen dem Kind etwa die beiden Vorderzähne, kann es passieren, dass die Zunge beim Sprechen zu weit nach vorne rückt – wodurch die Bildung von S- und Z-Lauten nicht mehr fehlerfrei möglich ist. Da sich zudem die Schneidezähne im oberen und unteren Mund nicht mehr richtig berühren könnten, würde auf Dauer betrachtet sogar ein sogenannter offener Biss entstehen, welcher nur noch mittels einer kieferorthopädischen Behandlung korrigiert werden könnte.

Beachten Sie also daher, dass die Milchzähne Ihrer Kinder bereits ab dem ersten Zahnwuchs regelmäßig geputzt werden müssen – auch wenn Sie eines Tages ohnehin ausfallen und durch das spätere Erwachsenengebiss ersetzt werden.