+70 schwer zu lesende deutsche Worte / Wörter mit ungünstiger Silbentrennung (Liste)


Es gibt in der deutschen Sprache Worte mit denen sogar Muttersprachler Probleme haben. Diese Worte haben meist eine ungünstige Silbentrennung, was zu interessanten und sehr unterhaltsamen Ergebnissen führt. Hier findest du die Liste mit diesen schwierigen Worten.

Die Auflösung, wie das Wort richtig ausgesprochen wird, findest du am Ende dieser Seite.

Tipp: Lies die Worte laut vor. Dann wird es leichter.

Liste schwierig zu lesende deutsche Wörter (+70) / Worte mit ungünstiger Silbentrennung

  • Alpenostrand
  • Altbaucharme
  • Altersteilzeit
  • Barankauf
  • Baumentaster
  • Beinhaltung
  • Benebelter
  • Biotische
  • Blumentopferde
  • Brathering
  • Brotherstellung
  • Discounterpreise
  • Domorgel
  • Duschlampe
  • Eistempel
  • Enterbender
  • Erblasser
  • Fahrspurende
  • Flutscheinwerfer
  • Frühlings Erwachen
  • Gastrolle
  • Gespensterchen
  • Hinsterbender
  • Hochentaster
  • Hoffensterchen
  • Indienstellung
  • Kreischorverband
  • Künzelsau
  • Kupferdreh
  • Lebendimpfstoff
  • Marschroniken
  • Massatelier
  • Mettenden
  • Ministereoanlage
  • Montage
  • Montagedienst
  • Mussehe
  • Nachteilzug
  • Ohrengel
  • Otto von Guericke
  • Pipeline
  • Polentataler
  • Profilachse
  • Raumausstatter
  • Reimport
  • Reinkarnation
  • Reinstraum
  • Reissue
  • Rohrohrzucker
  • Röschenhof
  • Rotzeder
  • Schiebfensterchen
  • Schulzentrum
  • Schweinelende
  • Spezifisch
  • Spielende
  • Spurillen
  • Staubecken
  • Stiefenkelchen
  • Strahlentrostung
  • Streikende
  • Tangente
  • Tathergang
  • Tatunbeteiligt
  • Teenager
  • Teilerfolge
  • Timo Beil
  • Torflaute
  • Tranchen
  • Urenkelchen
  • Urinsekten
  • Urinstinkt
  • Versendung
  • Wachstube
  • Zwergelstern

Auflösung der schwierigen deutschen Worte

  • Alpenostrand – Alpen-Ost-Rand; nicht Alpeno-Strand
  • Altbaucharme – Altbau-Charme, keine Altbauch-Arme
  • Altersteilzeit – Alters-Teilzeit; nicht Alter-Steilzeit
  • Barankauf – Bar-Ankauf; nicht Baran-Kauf (Wer oder was ist dieser Baran?)
  • Baumentaster – Baum-Ent-Aster, nicht Baumen-Taster
  • Beinhaltung – Bein-Haltung oder Be-Inhaltung
  • Benebelter – Be-Nebelter; nicht Bene Belter
  • Biotische – biotische (adjektiv) oder Bio-Tische
  • Blumentopferde – Blumentopf-Erde; nicht Blumento-Pferde
  • Brathering – Brat-hering, nicht englisch lesen „Brather-ing“ (Ausgesprochen wie Gathering)
  • Brotherstellung – Brot-Herstellung; nicht Brother-Stellung (Du Ferkel 😉
  • Discounterpreise – Discounter-Preise; nicht Disco-Unterpreise
  • Domorgel – Dom-orgel; nicht Domor-gel
  • Duschlampe – Dusch-Lampe, nicht Du-Schlampe
  • Eistempel – Ei-Stempel oder Eis-Tempel
  • Enterbender – Ent-Erbender; nicht Enter-Bender
  • Erblasser – Erb-Lasser; nicht Er-Blasser
  • Fahrspurende – Fahrspur-Ende; nicht gegenderte Version von Fahrspurfahrer
  • Flutscheinwerfer – Flut-Scheinwerfer; nicht Flutsch-Einwerfer
  • Frühlings Erwachen – gemeint ist, dass der Frühling erwacht; nicht dass eine Person im Frühling erwacht („Frühlings Erwachen“ verwendet den Genitiv und beinhaltet kein Deppen-Leerzeichen; Siehe: „Frühlings Erwachen – Eine Kindertragödie“ von Frank Wedekind)
  • Gastrolle – Gast-Rolle; nicht Gas-Trolle
  • Gespensterchen – Gespenster-chen; nicht Gespen-Sterchen
  • Hinsterbender – Hin-Sterbender; nicht Hinster-Bender
  • Hochentaster – Hoch-Ent-Aster; nicht Hochen-Taster
  • Hoffensterchen – Hof-Fensterchen; nicht Hoffen Sterchen
  • Indienstellung – Indienst-Stellung; nicht Indien-Stellung (Das Wort enthält laut Duden das „st“ zweimal.)
  • Kreischorverband – Kreis-Chor-Verband; nicht Kreisch-Or-Verband
  • Künzelsau – Künzels-Au; nicht Künzel-Sau (Ort in Baden-Württemberg)
  • Kupferdreh – Kupfer-Dreh (Stadtteil Essens); nicht Ku, Pferd, Reh
  • Lebendimpfstoff – Lebend-Impfstoff; nicht Leben-Dimpf-Stoff
  • Marschroniken – Mars-Chroniken (Buch von Ray Bradbury); nicht Marsch-roniken
  • Massatelier – Mass-Atelier / Maß-Atelier; nicht Massa-Telier
  • Mettenden – Mett-Enden (eine Wurst); Nicht Metten-den
  • Ministereoanlage – Mini-Stereo-Anlage; nicht Minster-eo-Anlage
  • Montage – erster Tag der Woche oder Tätigkeit bei der etwas zusammengebaut / -gefügt wird
  • Montagedienst – Montage-Dienst; nicht Montage-Dienst (Der erste Tag der Woche ist nicht gemeint.)
  • Mussehe – Muss-Ehe; nicht Mu-sehe (Das Wort ist nicht mit „Museum“ verwandt.)
  • Nachteilzug – Nacht-Eil-Zug; kein Nachteil-Zug
  • Ohrengel – Ohren-Gel; nicht Ohr-Engel
  • Otto von Guericke – richtige Aussprache „Otto von Ge-ricke“; nicht „Otto von Güricke“
  • Pipeline – (englisch aussprechen) Pipeline; nicht Pi-Pe-Line
  • Polentataler – Polenta-Taler; nicht Polen-Tataler
  • Profilachse – Profil-Achse; nicht Profi-Lachse
  • Raumausstatter – Raum-Ausstatter; nicht Rau-Maus-Statter
  • Reimport – Re-Import; nicht Reim-Port
  • Reinkarnation – Re-Inkarnation; Nicht Rein-Karnation
  • Reinstraum – Reinst-Raum; nicht Reins-Traum
  • Reissue – Re-Issue (dt. Neuausgabe); nicht Reis-Sue
  • Rohrohrzucker – Roh-Rohrzucker; nicht Rohr-Ohrzucker
  • Röschenhof – Rös’chen Hof; nicht Röschen-Hof (Gibt es in Leipzig)
  • Rotzeder – Rot-Zeder; nicht Rotz-Eder
  • Schiebfensterchen – Schieb-Fenster-chen; nicht Schiebfen-Sterchen
  • Schulzentrum – Schul-Zentrum; nicht Schulzen-Trum
  • Schweinelende – Schweine-Lende; nicht Schwein-Elende
  • Spezifisch – spezifisch; nicht Spezi-Fisch
  • Spielende – Menschen, die spielen oder das Ende eines Spiels (Der Artikel entscheidet: Die Spielende oder das Spielende.)
  • Spurillen – Spur-Rillen; nicht Spu-rillen
  • Staubecken – Staub-Ecken oder Stau-Becken
  • Stiefenkelchen – Stief-Enkelchen; nicht Stiefen-Ke(h)lchen
  • Strahlentrostung – Strahl-Entrostung; nicht Strahlen-Rostung
  • Streikende – Personen, die streiken oder das Ende vom Streik (Der Artikel entscheidet: Die Streikende oder das Streikende.)
  • Tangente – Tan-gente; nicht Tang-Ente
  • Tathergang – Tat-Hergang; Nicht Tather-Gang
  • Tatunbeteiligt – Tag unbeteiligt; nicht Tatun beteiligt
  • Teenager – Teen-ager; nicht Tee-Nager
  • Teilerfolge – Teil-Erfolge oder Teiler-Folge
  • Timo Beil – T-Mobile
  • Torflaute – Tor-Flaute; nicht Torf-Laute
  • Tranchen – Tranchen; nicht Tran-chen
  • Urenkelchen – Ur-Enkel-chen; nicht Uren-Kelchen
  • Urinsekten – Ur-Insekten; nicht Urin-Sekten
  • Urinstinkt – Ur-Instinkt, nicht Urin stinkt
  • Versendung – Vers-Endung oder Ver-Sendung
  • Wachstube – Wach-Stube; nicht Wachs-Tube
  • Zwergelstern – Zwerg-Elstern; nicht Zwergel-Stern

Wie entstehen diese schwierigen Worte?

In der deutschen Sprache gilt eine Regel, die in anderen Sprachen nicht gilt: Zusammengesetzte Substantive sind erlaubt. Diese zusammengesetzten Substantive führen dazu, dass die schwierigen Worte entstehen. Denn bei ihnen kann eine Verschiebung der Silben stattfinden.

Beispiel: Das Wort „Altbaucharme“ kann wie folgt ausgesprochen werden: „Alt-Bauch-Arme“ oder „Altbau-Charme“. Das „ch“ vom Wort „Charme“ wird beim zusammengesetzten Substantiv einfach an die Buchstaben „bau“ drangehängt. Dort wo die Buchstaben „Bau“ und „ch“ beieinander stehen, erscheint es sinnvoll, dass das Wort „Bauch“ gebildet wird. Dies ist leider ein Trugschluss.

Schabernack: Jugendwort und Jugendsprache, Bedeutung, Definition, Erklärung


„Schabernack“ ist eine alte deutsche Bezeichnung für einen nicht-bösen Streich oder einen harmlosen Scherz. Ein Schabernack dient der Belustigung. Niemand soll dabei zu Schaden kommen.

„Schabernack“ könnte Jugendwort des Jahres 2020 werden. Wie es dazu kam, erfährst du in diesem Beitrag.

„Schabernack“ als Jugendwort des Jahres 2020 (Jugendsprache)

2020 ist das erste Jahr in dem Jugendliche (und alle die am Voting teilnehmen) selbst entscheiden können, welche Worte die Jugendworte des Jahres 2020 werden sollen. (Eine Übersicht der Jugendworte 2020 findest du hier.) Weitere Jugendworte: Brüh, Gar kein Bock, Köftespieß, Mittwoch, No Cap, No Front, Simp, wyld

Das Wort „Schabernack“ wurde im Sommer 2020 populär. Insbesondere steht das Wort „Schabernack“ in Verbindung mit dem jungen CDU-Politiker Philipp Amthor. Dieser fiel 2019 und 2020 durch seine Altherren-Art im Kontrast zu seiner Jugendlichkeit auf. Dass der junge Philipp Amthor sich für die CDU-engagiert, verblüffte viele junge Menschen. Er scheint dort falsch zu sein. Denn die CDU ist nicht für ihre Jugendlichkeit und nicht dafür bekannt viele junge Menschen anzuziehen, dafür gibt es andere Parteien.

Verschiedene Aussagen Amthors wurden unter anderem zum Meme, so z.B. „Du alter Zerstörer“. Internetnutzer nahmen Fotos von Philipp Amthor und versahen diese lustigen Sprüchen.

Ein populärer Witz über Philipp Amthor ist auch, dass er als Jugendlicher im Bundestag verloren ging und seitdem von Politikern großgezogen wird.

Ob Philipp Amthor aus den Philipp-Amthor-Memes politisches Kapital schlagen kann, ist fragwürdig. Zumindest hilft es seiner Popularität.

Warum gerade das Wort „Schabernack“?

Das Wort „Schabernack“ wird auch als Kritik am Konzept des Jugendwortes betrachtet. Denn in den vergangenen Jahren (2017, 2018, 2019) wurde das Jugendwort wiederholt als unbekannt in der Jugend und realitätsfern kritisiert. Das Wort „Schabernack“ passt zu dieser Kritik sehr gut, denn das Wort selbst ist schon etwas älter, war bisher kaum genutzt in der Jugend und wird im Alltag von jungen Menschen kaum bis gar nicht gesprochen.

Durch die Verbindung mit Philipp Amthor und seinen Meme-Charakter wird das Wort „Schabernack“ 2020 populärer. Gerade weil das Wort so alt ist, fällt es auf.

Synonyme für das Wort „Schabernack“ sind: Unfug, Streich, Scherz – ein modernes Synonym ist „Prank„.

Wortherkunft „Schabernack“ (Bedeutung)

Das Wort „Schabernack“ geht auf das mittelhochdetusche Wort „schabernac“ zurück. Die ursprüngliche Bedeutung von „schabernac“ war „Winterhut“. Diese war schon im 13. Jahrhundert bekannt. Der Winterhut war ein grober Hut, der den Nacken mit bedeckte und reibte. (Wird das Wort „Schabernack“ umgestellt zu „Nackenschaber“ wird die ursprüngliche Bedeutung schnell klar.)

Wenn das Wort „Schabernack“ in seine zwei Bestandteile zerlegt wird, wird die ursprüngliche Bedeutung klar. „Schaber“ = „schaben“ im Sinne von reiben. „Nack“ als Variante von „Nacken“. Der Schabernac reibte im Nacken.

Es kann vermutet werden, dass das Wort „nack“ sich zu „necken“ weiterentwickelte oder die Worte miteinander verwandt sind. „Necken“ bedeutet „jemanden ärgern“ oder „sticheln“.

Ein weiterer Erklärungsansatz ist, dass das Wort „Schaber“ sich vom Verb „schaben“ ableitet, was sich vom Verb „skaban“ ableitet. „Skaban“ bedeutet „rasieren“ oder „scheren“. Ein geschorener Nacken war im Mittelalter eine Strafe. In diesem Sinne verdeckt ein „Schabernac“ eine Staftat.

Die genaue Herkunft des Wortes „Schabernack“ ist nicht bekannt.

Weitere Bedeutung von Schabernack

Verschiedene Ortsteile in Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg und Nordrhein-Westfalen heißen „Schabernack“.

„Schabernack“ ist der Name eines deutschen Spielfilms aus dem Jahr 1936.

Was bedeutet Corontäne? Bedeutung, Definition, Erklärung


Als „Corontäne“ wird das freiwillige Zuhausebleiben und Einschränken der sozialen Kontakte, während der Coronakrise 2020 bezeichnet.

„Corontäne“ ist eine Wortneuschöpfung und ein Kofferwort aus den Worten „Corona“ und „Quarantäne„.

Was bedeutet Corontäne? Bedeutung, Definition, Erklärung

Das Wort „Corontäne“ wurde während der Coronakrise im Jahr 2020 in Deutschland populär. Bei Google-Deutschland gingen erste signifikante Suchanfragen nach „Corontäne“ im März 2020 ein.

Die Corontäne zeichnet sich durch folgende Merkmale aus:

Warum die Corontäne sinnvoll ist:

Die Corontäne diente dazu, die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen oder gar zu verhindern. Denn je weniger Menschen erkranken, umso besser wird das Gesundheitssystem vor Überlastung geschützt. Hierfür wurde das Schlagwort „Flattening the Curve“ verwendet.

Ein weiteres Ziel der Corontäne war es, dass alte, schwache oder kranke Menschen vor einer Infektion geschützt. Generell sind Menschen von Risikogruppen besonders gefährdet. Eine freiwillige Einschränkung von Menschen, die nicht Teil einer Risikogruppe sind, schützt daher Leben. (Siehe auch: Präventionsparadox)

Eine ungehinderte Ausbreitung des Coronavirus (Covid-19) würde im schlimmsten Fall dazuführen, dass sehr viele Menschen gleichzeitig medizinische oder intensiv-medizinische Hilfe bräuchten. Jedoch sind die Kapazitäten in einem Krankenhäusern begrenzt. Es gibt nur eine begrenzte Anzahl an Intensivbetten und Beatmungsgeräten. Sind die Kapazitäten eines Krankenhauses ausgelastet und werden weitere Kapazitäten benötigt, so müssten Ärzte anhand eines Kriterienkatalogs entscheiden, wer behandelt und wer nicht. Dies sind Entscheidungen über Leben und Tod, die niemand gern treffen möchte.

Weitere interessante Beiträge:

Positive Folgen einer Corontäne:

Es hat sich gezeigt, dass Menschen während der Corona-Pandemie solidarischer wurden und sich mehr für einander interessierten. Viele haben ihre Corontäne genutzt, um ihren Partner oder ihre Kinder (vielleicht teils auch unfreiwillig) neu kennenzulernen. Die Corontäne war aber auch eine gute Zeit, um Hobbys zu entdecken oder wieder zu entdecken.

Wer sich in der Corontäne beschäftigen konnte, verhinderte den Lagerkoller und erdrückende Langeweile. Hier half es Struktur in den Alltag zu bringen, damit nicht das Chaos oder Beliebigkeit regiert.

Für manche war die Corontäne auch ein Test, wie sie mit dem Home Office klarkommen. Dies fing schon damit an, dass das Tragen von ordentlicher Kleidung das Arbeiten im Home Office auf wunderbare Weise erleichtert.

Weitere Bedeutung von Corontäne

Verschiedene Künstler haben einen Corontäne-Song veröffentlicht. Unter anderem:

  • Knippi – „Der Corontäne-Song“
  • Snicklink – „TIME LIES – Corontäne-Knaller Vol. 3 – One more Keim“
  • Captain Hook – Corontäne

Verschiedene Medien benutzten den Ausdruck „Corontäne“ auch. Unter anderem waren dies ProSieben und PULS Reportage.

Was ist das „Gar kein Bock“ Meme? Bedeutung, Definition, Ursprung, Erklärung


„Gar kein Bock“ bedeutet im Allgemeinen, dass jemand etwas nicht tun möchte und keine Motivation verspürt etwas zu tun. Verspürt jemand Motivation etwas zu tun, so hat die Person Bock.

Im Speziellen ist „Gar kein Bock“ ein deutsches Meme, dass im Sommer 2020 entstand.

Was ist das „Gar kein Bock“-Meme? Bedeutung, Definition, Ursprung

Das „Gar kein Bock“-Meme wurde populär, nach dem die Journalistin Hengameh Yaghoobifarah auf Ihrem Twitter-Account @habibitus (Name: Prada Loth) den Tweet „morgen wieder taz-kolumne gar kein bock“ am 5. Juli 2020 um 15:58 Uhr veröffentlichte. Der Tweet ist von einem Foto begleitet, das Hengameh Yaghoobifarah in einem durchsichtigen gelben T-Shirt und Jogginghose zeigt. (Link zum Tweet: hier)

Die Journalistin Hengameh Yaghoobifarah fiel im Juni 2020 durch eine Kolumne über die Abschaffung der Polizei auf. In dieser sinierte sie über die Abschaffung der Polizei und schlug als eine geeignete Option die Mülldeponie vor. Dies löste eine Kontroverse und heftige Reaktionen aus. Die Kontroverse machte Hengameh Yaghoobifarah aber auch deutschlandweit bekannt, was ihren Aussagen in den sozialen Medien Aufmerksamkeit verschaffte und letztendlich dem „Gar kein Bock“-Meme zuträglich war.

Hengameh Yaghoobifarah ist nicht die Urheberin des „Gar kein Bock“-Memes. Durch sie wurde es populär. Der genaue Urheber oder die genaue Urheberin sind unbekannt. (Anmerkung der Redaktion: Der Satz „Gar keinen Bock“ ist in der deutschen Umgangssprache so stark verankert und allgegenwärtig, dass es unmöglich ist, auszumachen, wer ihn zu erst gesagt hat.)

Über das „Gar kein Bock“-Meme: Struktur, Bedeutung

Die Satzstellung des Tweets hat Meme-Charakter, eine Pointe und ist reproduzierbar. Der Umstand, dass man auf etwas keinen Bock hat, was man eigentlich gerne macht, sorgt für den Witz.

Das Meme kann einfach reproduziert werden. Der erste Teil wird durch eine beliebige Tätigkeit ersetzt. Im zweiten Teil wird die Pointe „gar kein Bock“ angehängt.

Abstraktes Beispiel „…, gar kein Bock“.

Konkrete Beispiele:

  • „Morgen wieder feiern, gar kein Bock“
  • „Ich sollte pennen, gar kein Bock“
  • „Gleich abendbrot, gar kein Bock“

Die Reproduzierbarkeit, Pointe und der Meme-Charakter führten dazu, dass viele den Satz nachahmten. In den sozialen Medien finden sich unzählige Beispiele. In der Twitter-Suche findest du viele „Gar kein Bock“-Memes. Link: hier

Bei Google gingen ab dem 5. Juli 2020 vermehrt Suchanfragen nach „Gar kein Bock“ ein. (Quelle: Google Trends) Dies kann so gewertet werden, dass der Tweet von Hengameh Yaghoobifarah viele Nachahmer gefunden hat, auch wenn sie nicht die Urheberin des „Gar kein Bock“-Memes ist.

Weitere bekannte deutsche Meme sind:

Wortherkunft: Warum sagen wir „Kein Bock“ oder „Bock haben“? Bedeutung, Geschichte

Wenn man auf etwas keine Lust hat oder keine große Motivation verspürt, so spricht man davon, dass man kein(en) Bock hat. Verspürt jemand Motivation und freut sich auf etwas, dann hat die Person Bock. Es gibt viele Varianten wie das Wort „Bock“ in der deutschen Sprache vorkommt:

  • Bock haben
  • Gar kein Bock
  • Gar keinen Bock
  • Kein Bock mehr
  • Null Bock
  • Null Bock Generation

Aber, was bedeutet das Wort „Bock“ in „Kein Bock“?

Der Ausdruck „Bock“ geht auf das Wort „bokhajlem“ aus der Roma-Sprache (Romani) zurück. Im Romani bedeutet „bokhajlem“, dass jemand Hunger bekommen hat und daher hungrig ist.

Spricht man nun davon, dass jemand „Bock“ hat, so hat die Person Hunger auf etwas. (Sie hat Motivation etwas zu tun oder Lust auf etwas.) Hat eine Person keinen Bock, so hat sie keinen Hunger auf etwas. (Sie hat keine Motivation etwas zu tun oder Lust auf jemanden.)

Mit dem Ziegenbock hat der Ausdruck „Bock haben“ nichts zu tun.

Was bedeutet Tussi, Tusse, Tuse? Bedeutung, Definition, Wortherkunft


„Tussi“ ist eine abwertende Bezeichnung für eine attraktive, modisch gekleidetete, affektierte und eingebildete Frau.

Die abwertende Bezeichnung „Tussi“ wird auch in den Varianten „Tusse“ und „Tuse“ gebraucht. Die Mehrzahl (Plural) ist: Tussis bzw. Tussen. Synonyms sind z.B. Trulla oder Zicke.

Was ist eine Tussi, Tusse, Tuse? Bedeutung, Definition

Einer Tussi werden viele negative Eigenschaften vorgeworfen. Sie soll nur auf ihr Aussehen, ihr Äußeres und ein gepflegtes Erscheinungsbild bedacht sein. Sie soll sich am meisten, um ihr Make-Up, ihre Kleidung und sich selbst kümmern. Tussi tragen High Heels und sind stark geschminkt. Ihre Kleidung ist eng und aufreizend. Eine Tussi ist nie zufrieden. Tussen gelten als ungebildet und Dummchen. Sie nehmen wenig Rücksicht und sind sich selbst der wichtigste Mensch.

Aufgrund dieser Annahmen wird einer Tussi vorgeworfen, dass sie affektiert und oberflächlich sei. Im Allgemeinen ist die Tussi eine unsympathische Person.

In den 1990er Jahre wandelte sich das Wort „Tussi“. Von einer speziellen Beleidigung für manche Frauen wurde es zu einer allgemeinen Beschimpfung für Frauen.

Wer auf der sicheren Seite sein möchte, verzichtet lieber auf das Wort „Tussi“.

Einige Frauen schmücken sich auch mit dem Wort „Tussi“ durch bedruckte Kleidung.

In der Umgangssprache wird auch von „Tussi Terror“ und „Tussi Alarm“ gesprochen, wenn Frauen sich wie Tussis verhalten.

Tussi, Tusse: Psychologisch betrachtet

Ganz neutral muss gesagt werden, dass die Tussi ein Typ Frau ist, welche die Aufmerksamkeit von Männern und Frauen anzieht. Die Tussi fällt sehr erfolgreich auf und es gefällt ihr bestimmt.

Beim Wort „Tussi“ passiert etwas sonderbares. Denn aufgrund ihres Aussehens werden ihr einfach negative Eigenschaften zugesprochen. Dies geschieht mit solch einer (kollektiven) Selbstverständlichkeit, dass es nicht hinterfragt wird. Könnte es vielleicht sein, dass die Tussi Neid und Eifersucht in jenen auslöst, die sie als „Tussi“ bezeichnen?

Die „Tussi“ dient als Projektionsfläche für Männer und Frauen. Männern erlaubt das Wort „Tussi“ eine Frau zu beschimpfen, von der sie nicht bekommen haben, was sie wollten. Jeder kennt den Satz „So eine Tusse!“ Tja, vielleicht war die Tusse schneller oder besser als der Mann?

Frauen erlaubt das Wort „Tussi“ ihren Neid und ihre Eifersucht auf andere Frauen auszuleben. Denn sie können die Tussi schlecht machen, die so viel wert auf ihr Äußeres legt, während die Verwenderinnen des Wortes „Tussi“ weniger in ihr Äußeres investieren.

Wortherkunft: Woher kommt das Wort „Tussi“?

Das Schimpfwort „Tussi“ leitet sich Namen der Germanin Thusnelda ab. Wie Thusneldas Name genau geschrieben wurde, ist nicht mehr bekannt, so dass es eine weitere Schreibvariante gibt: „Tusnelda“.

Thusnelda lebte von ca. 10. v. Chr. bis zum 26. Mai 17 n. Chr. Ihr genaues Geburtsjahr ist unbekannt. Sie war die Tochter des Segestes und Ehefrau des Arminius.

Arminius und Thusnelda heirateten heimlich – gegen den Willen von Thusneldas Vater Segestes. Thusneldas Vater lies sich das nicht gefallen und entführte Thusnelda und übergab sie an Germanicus. Auf einem Trimphzug zu Ehren des Germanicus wurden Thusnelda und Arminius Sohn Thumelicus dann als Trophäen in Rom vorgeführt. – Wie das Leben von Thusnelda weiter verlief, ist nicht bekannt.

Die Thusnelda war keine Tussi. Das Schimpfwort entstand erst später. Das Schimpfwort hätte die Thusnelda nämlich nicht verdient. Sie ertrug ihr Schicksal.

Hermannsschlacht: Aus Thusnelda wird die Tussi

Durch das Werk „Die Hermannsschlacht“ von Heinrich von Kleist kamen viele Schüler und Menschen in Kontakt mit der Thusnelda. Das Werk wurde 1821 gedruckt und 1839 uraufgeführt. Im Werk selbst stellte Heinrich von Kleist die Thusnelda als eine nervige und anstrengende Frau dar. Sie war damit der perfekte Spottobjekt für jeden Mann und jede Frau, die etwas an einer Frau auszusetzen hatte.

Im frühen 20. Jahrhundert war „Tusse“ ein Schimpfwort, dass Männer benutzten, um sich über ihre Ehefrauen oder weibliche Dienstboten aufzuregen.

Der Name „Thusnelda“ wurde erst zu „Tusschen“ abgewandelt und später zu „Tussi“ und „Tusse“ verkürzt.

Weitere Bedeutung zu Tussi

Es existiert eine Heilpflanze namens „Tussilago“. Der Name hat nichts mit der Tussi zu tun, denn der Wortteil „Tussi“ leitet sich vom lateinischen Wort „tussis“ ab, was „husten“ auf deutsch bedeutet.

Asi oder Assi? asozial oder assozial? Wie viele s? Bedeutung, Definition, Erklärung


Heißt es „Asi“ oder „Assi“? Heißt es „asozial“ oder „assozial“? Eigentlich stellt sich bei diesen Worten nur eine Frage: Ein „s“ oder zwei „s“? Diese Frage ist einfach zu beantworten.

Es heißt Assi, Asoziale(r) und asozial

Laut Duden heißt es „der Assi“ mit zwei s und der „Asoziale“ mit einem „s“. „Assi“ ist die Kurzform vom Wort „Asoziale(r)“ und „Assistent“.

Woher kommt die Verwirrung um Assi und Asi?

Das Wort „Assi“ kennt zwei Bedeutungen in der deutschen Sprache. „Assi“ ist die Kurzform für „Assistent“ und für „Asoziale(r)“.

Die Aussprache führt hier zur Verwirrung, denn „Assi“ wird wie folgt ausgesprochen: „As-sie“, während „Asozialer“ so ausgesprochen wird „Ah-So-zih-ahl“. (Bitte mal laut und schön langsam aussprechen.)

Da das Wort „Assi“ vom Wort „Asoziale(r)“ abgeleitet wird, stellt sich natürlich die Frage, warum wird „Asoziale(r) mit einem „s“ geschrieben und „Assi“ mit zwei „s“? Wenn die Worte miteinander zutun haben, so wäre hier mehr Spracheinheitlichkeit angebraucht. Tja, aber hier zeigt sich, dass Sprache eben nicht so logisch ist, wie sie scheint.

Übrigens, die Verwirrung um Asi / Assi kennt jede Generation. Die Zeltinger Band veröffentlichte schon 1981 das Lied „Asi mit Niwoh“. Da stellt sich natürlich die Frage, ob Asi absichtlich falsch geschrieben ist. 😉

Grammatik: Assi und Asi

Das Wort „Asi“ ist ein Paradoxon in der deutschen Sprachen und grammatikalisch-phonetisch ein Fehler. Denn nach einem kurz gesprochenen Vokal wird das „s“ unbetont bzw. weich ausgesprochen. Dies ist z.B. beim Wort „Vase“ erfahrbar. (Oder sprich mal das Wort „Ösi“ aus, da merkst du das weiche „s“ auch.)

Das Wort „Asi“ wird aber nicht mit einem weichen „s“ ausgesprochen, sondern mit einem scharfen „s“. Ein scharfes „s“ wird beim Wort „Fluss“, „Wessi“, „Ossi“ oder „muss“ gesprochen. Ein scharfes „s“ kommt aber nicht allein, sondern es kommt stets zu zweit.  Hier greift dann die Verdoppelungsregel. Sie besagt, dass das „s“ zum Doppel-s „ss“ verdoppelt werden muss.

Es gilt auch, egal mit wie vielen „s“ das Wort „Asi“ oder „Assi“ geschrieben wird, wir können es immer nur mit scharfen „s“ als „As-sie“ ausprechen. Das Wort „Asi“ ist phonetisch nicht anders aussprechbar als „Assi“ („As-Sie“).

Mit „Assi“ vergleichbare Worte sind „Wessi“ und „Ossi“.

Kritik

Das Wort „Assi“ ist auf eine weitere Weise zunächst falsch aussprechbar. Nämlich als „Ah-Sie“. Hier erscheint es möglich, dass die Schreibweise „Asi“ mit einem „s“ doch sinnvoll ist. Nur spricht das Wort „Asi“ niemand als „ah-sie“, sondern stets als „as-sie“ („Assi“) aus.

Letzten Endes stellt sich doch hier die Frage: Was war zu erst da, dass geschriebene Wort oder die Aussprache?

Über die Bedeutung vom Wort „asozial“ (nicht assozial)

Das Wort „asozial“ wird mit einem „s“ geschrieben. Denn die Vorsilbe „a-“ hat griechischen Ursprung und stellt eine Negierung / Verneinung dar. Das „a-“ kann mit „nicht“ oder „ohne“ übersetzt werden.

Das Wort „asozial“ setzt sich aus der Vorsilbe „a-“ und dem Wort „sozial“ zusammen. Niemand würde auf die Idee kommen das Wort „sozial mit zwei „s“ zu schreiben. Das Wort „Ssozial“ wäre einfach falsch und das doppelte „s“ unnötig.

Die Idee das „assozial“ mit zwei „s“ geschrieben wird, entstammt der umgekehrten Logik. Denn wenn „Assi“ mit zwei „s“ geschrieben wird, warum nicht auch „asozial“? Doch dieser logische Schluss ist nicht mit den Regeln der Sprache vereinbar.

Lediglich ein anderer Schluss wäre denkbar. Wenn „Assi“ die Kurzform für Assistent ist, so ist ergibt es Sinn in beiden Worten – egal, welches zu erst da war – zwei „s“ zu schreiben.

Fazit: Assi oder Asi, asozial oder assozial?

Assi wird mit zwei „s“ geschrieben. Asozial mit einem s. Es hilft kein verhandeln. Hier gelten sprachliche Regeln.

Eine sprachliche Unterscheidung würde aber Sinn ergeben. Um zu unterscheiden, ob jemand den Assistenten oder einen Asozialen meint, wäre es sinnvoll, wenn der „Assi“ eben der Assistent ist und der „Asi“ eben der Asoziale. Doch das Wort „Assi“ wird größtenteils nur gesprochen, weswegen die schriftliche Unterscheidung bei gleicher Aussprache wenig Sinn ergibt. Diese Konvention bräuchte zudem eine große Verbreitung, damit diese Unterscheidung sinnvoll angewendet wird.

Was hilft, ist eine Beachtung des Kontextes. Wird an einer Universität, Hochschule oder in einer Firma nach dem „Assi“ gerufen, so ist der Assistent gemeint. Bezeichnen sich Freunde als „Assi“, so ärgern diese sich, wollen den anderen aber nicht als Assistenten haben.

Was ist Torschlusspanik? Bedeutung, Definition, Torschlusspanik


Als Torschlusspanik wird die Angst und Sorge bezeichnet, dass jemand ein wichtiges Lebensziel nicht erreicht oder verpasst.

Was ist Torschlusspanik? Bedeutung, Definition

In der Regel wird von Torschlusspanik gesprochen, wenn jemand Angst hat, dass es aus altersbedingten Gründen bald zu spät sein könnte, um ein wichtiges Lebensziel – wie z.B. Ehepartner finden, Kinder bekommen, Haus bauen oder Karriere machen – zu erreichen. Diese Angst führt dazu, dass jemand unüberlegte, voreilige oder schlechte Entscheidungen trifft, um sich doch Lebensziele zu erfüllen. (Dies äußert sich dann an der Feststellung, dass jemand glaubt, den Falschen oder die Falsche geheiratet zu haben.)

Jemand der Torschlusspanik hat, sagt Sätze wie: „Ich bin jetzt 37 Jahre alt und habe noch nichts geleistet. Ich habe keine Kinder und keine Karriere.“

Bei Torschlusspanik geht es auch darum, dass jemand glaubt, dass er oder sie bald zu alt sei für eine bestimmte Partnerin, einen bestimmten Partner oder für eine bestimmte Art von Partnerschaft; oder um ein bestimmtes persönliches Lebensziel zu erreichen.

Torschlusspanik wird auch von der Angst genährt, dass jemand Angst vor Einsamkeit im Alter oder vor dauerhaftem Singledasein hat. Weiterhin wird Torschlusspanik von anderen Paaren befeuert, die scheinbar und leicht vieles auf die Reihe bekommen.

Allgemeiner wird von Torschlusspanik auch in diesen Zusammenhängen gesprochen:

  • Angst, ein gutes Angebot zu verpassen.
  • Angst, sich zu verspäten.
  • Angst haben, dass man nichts mehr abbekommt.

Ein anderer Ausdruck für Torschlusspanik ist „Fear of Missing Out“ (FOMO).

Wer Angst hat, etwas zu verpassen, sollte ein Bucket List (Löffel Liste) erstellen. Sie hilft, sich klar zu werden, was man will.

Geschichte und Wortherkunft: Torschlusspanik

Die Redewendung „Torschlusspanik haben“ kommt aus dem Mittelalter. Im Mittelalter waren Städte von Mauern umgeben und es gab Stadttore. Diese Stadttore waren nur zu bestimmten Zeiten geöffnet, um die Sicherheit der Stadtbewohner zu gewährleisten. Denn außerhalb der Stadt gab es Räuber, wilde Tiere und Naturgewalten, denen die Stadtbewohner hilflos ausgeliefert waren.

Kam es nun vor, dass jemand nach der Torschlusszeit zum Stadttor kam, so musste die Person damit rechnen, dass sie vor verschlossenen Türen steht. War dies der Fall, so war die Konsequenz, dass man vor dem Stadttor übernachten und die Nacht ohne Schutz überstehen muss. Keine schöne oder angenehme Angelegenheit in der Dunkelheit allein zu übernachten. (Außerhalb der Städte war es dunkler. Es gab dichte Wälder und keine Straßenbeleuchtung. Es gab keine Hotels außerhalb der Stadt. Kein AirBNB oder Booking.)

Es ist aber auch in Hamburg vorgekommen, dass Zuspätkommer eine Einlassgebühr zahlen mussten, um trotzdem noch in die Stadt gelassen zu werden. Auch in Leipzig gab es diese Praxis, dass Personen die nach Torschluss noch in die Stadt wollten einen Torgroschen zahlen mussten.

Die Öffnungs- und Schließungszeiten der Stadttore wurden den Bewohnern mitgeteilt. Wer also zu früh aus der Stadt wollte, musste warten. Wer zu spät kam, hatte Pech. (Die Zeitangaben waren vermutlich recht ungenau. Wurde gesagt „Sonnenuntergang“, so durfte spekuliert werden, was darunter genau verstanden wird. Ein besseres Signal war vermutlich, dass Läuten der Kirchturmglocke. Da es keine Armbanduhren gab, konnte eben auch niemand die Zeit überprüfen.)

Aufgrund dieser Erfahrung entwickelte sich die Redewendung „Torschlusspanik haben“.

Torschlusspanik: Bedeutung und Sinn

Torschlusspanik ergibt Sinn, denn die fruchtbare Phase eines Menschen ist irgendwann vorbei. Für Frauen gilt, dass die Menopause das Ende ihrer fruchtbaren Tage bedeutet. Das bedeutet, dass sie keine Kinder mehr bekommen können. Jedoch setzt die Torschlusspanik schon eher ein.

Von Menschen in ihren 30er Jahren wird gesagt, dass diese sich in der „Rush Hour“ des Lebens befinden. Damit ist gemeint, dass Menschen über 30 sehr viel unter einen Hut bekommen wollen. Dies ist unter anderem einen Partner finden, Heiraten, Kinder bekommen, Haus bauen, Karriere machen, Sportlich aktiv sein und den Hobbys nachgehen. Es ist jedoch sehr schwierig alles unter einen Hut zubekommen, so dass eben nicht alles zufriedenstellend erlebt oder gelebt werden kann.

Auch ergibt die Torschlusspanik Sinn, denn mit Ende 20 und Anfang 30 sind viele Menschen in einer Beziehung, so dass die verfügbaren Menschen für eine Beziehung mit jedem Tag weniger werden. Für Frauen, die sich ältere Menschen wünschen, ist dies problematisch. Denn Single-Männer über 30 Jahre sind rar oder nur auf Spaß aus. (Freundschaft+) Männer haben es leichter, denn sie können sich für Frauen entscheiden, die jünger sind als sie.

Ein weiteres Argument, warum die Torschlusspanik Sinn ergibt, ist, dass ältere Menschen (in ihren 30ern oder 40ern) weniger Energie haben als Menschen in ihren 20ern. Dies ist ein Nachteil, denn junge Menschen können somit mehr Energie in ihre Karriere oder sonstige Vorhaben investieren.

Daten vom Statistischen Bundesamt (DESTATIS) zeigen, dass eine Frau in Deutschland ihr erstes Kind bekommt, wenn sie (im Durchschnitt) 29,8 Jahre ist. Hieraus kann geschlußfolgert werden, mit jedem Lebensalter über diesem Lebensjahr sinkt die Chance eine Kind zubekommen.

Torschlusspanik oder Torschusspanik? Bedeutung, Erklärung

Torschlusspanik ist so ein Wort, dass oft falsch ausgesprochen oder geschrieben wird. Das „L“ entscheidet. Denn eine Torschusspanik könnten sich höchsten Fußballspieler vorstellen, die Angst haben kein Tor mehr zu schießen oder dass sie beim Torschuss daneben schießen. (Dies kam schon vor beim Elfmeter schießen, als es um den Weltmeistertitel (oder die Meisterschaft) ging.)

Um es noch genauer zu machen: Es geht bei Torschlusspanik um das Tor schließen, nicht um das Tor schießen. (Torschusspanik)

Unterschied: „Social“ und „Sozial“ (Bedeutung, Definition)


Das englische Wort „social“ und das deutsche Wort „sozial“ sehen sich sehr ähnlich. Sie haben die gleiche Anzahl an Buchstaben und nur ein kleiner Buchstabe macht den Unterschied. Sie haben auch eine ähnliche oberflächliche Bedeutung. Doch wer tiefer schaut, merkt dass diese Worte unterschiedlicher sind, als sie scheinen.

Bedeutung und Unterschied: Social und Sozial

Oberflächlich haben beide Worte – „social“ und „sozial“ – die gleiche Bedeutung. Mit den Adjektiven „sozial“ und „social“ wird der Umgang und das Zusammenleben von Menschen untereinander beschrieben.

In der deutschen Sprache wird das Wort „sozial“ im Kontext der Gesellschaft und Wohltätigkeit verwendet. (Nicht umsonst, gibt es das Wort „Sozialhilfe“.) Wer „sozial“ ist, ist fürsorglich. Jemand der sich „sozial“ verhält, nimmt Rücksicht auf andere, interessiert sich für andere und hilft anderen.

In der englischen Sprache findet mit dem Wort „social“ etwas anderes ist. Wer „social“ ist, pflegt seine Kontakte, knüpft neue Kontakte und geht unter Menschen. Das englische Wort „Social Gathering“ zeigt dies gut. Wer an einem „Social Gathering“ teilnimmt, verbringt einfach nur Zeit mit anderen in einer gemütlichen und geselligen Runde.

„Sozial“ ist also nicht gleich „social“. Wer „social“ ist, pflegt Kontakte. Wer sozial ist, ist fürsorglich und hilft anderen.

Unterschied: socialise und sozialisieren

Der Unterschied in der Bedeutung – von sozial und social – zeigt sich am besten, wenn wir die genauere Bedeutung der Verben untersuchen. Die tiefere Bedeutung vom Wort „social“ zeigt sich am Verb „to socialise“. „To socialise“ bedeutet auf deutsch: „Zeit mit anderen Menschen verbringen“, „unter Leute gehen“, „Kontakte pflegen“ und „Kontakte herstellen“. Das deutsche Verb „sozialisieren“ kennt diese Bedeutung in der Umgangssprache nicht. (In der Zoologie wird von „sozialisieren“ gesprochen, wenn Tiere mit anderen Tieren zusammengeführt werden.) Als „sozialisieren“ wird der Vorgang der Verstaatlichung oder Vergesellschaftlichng von Privateigentum bezeichnet.

Diese unterschiedliche Bedeutung zeigt sich auch daran, dass „soziale Wesen“ nicht gleich „social beings“ sind. Werden Menschen als „soziale Wesen“ bezeichnet, so bedeutet dies, dass Menschen einander brauchen und einander helfen. „Social Beings“ bedeutet 1:1 übersetzt auf deutsch ebenfalls „soziale Wesen“. Jedoch meint „social beings“, dass Menschen ungern allein sind und sie die Gesellschaft anderer brauchen.

„Social Media“ ist nicht gleich „Soziale Medien“ (Unterschied)

Wer den Unterschied von „social“ und „sozial“ nun weiterdenkt, müsste das englische Wort „Social Media“ anders übersetzen. Eine für die Bedeutung sinnvolle Übersetzung wäre dann „Kontaktmedien“ oder „Gesellschaftliche Medien“. Denn Social-Media-Angebote wie Facebook, Instagram oder TikTok sind Orte an denen Menschen mit einander in Kontakt treten, sich darstellen und sich vernetzen. Aber sind sie auch Orte für Fürsorge und gegenseitige Hilfe?

Es müsste gefragt werden, was denn nun echte „soziale Medien“ sind. Echte „soziale Medien“ könnten Medien sein, die helfen Benachteiligungen auszugleichen und die der Fürsorge und Hilfe für andere dienen. „Soziale Medien“ könnten Projekte und Menschen, die sich engagieren wollen, vermitteln. Echte „soziale Medien“ geben den Armen und Schwachen eine Stimme.

Fazit: Dass das Wort „Social Media“ in der Regel mit „soziale Medien“ übersetzt wird, zeigt, dass Sprache nicht so logisch und eindeutig ist. Eher zeigt diese Übersetzung, dass die Bedeutung von Worten durch ihren Gebrauch zustande kommt.

Aussprache, Wortherkunft Quarantäne: Karantäne oder Kwarantäne? Wie wird das Wort richtig ausgesprochen?


Bei der Aussprache des Wortes „Quarantäne“ kommt es immer wieder zu Unstimmigkeiten. Manche sprechen „Quarantäne“ als „Karantäne“ aus und andere sprechen es als „Kwarantäne“ aus. Doch was ist nun richtig und wo kommt das Wort her?

Machen wir es kurz: Das Wort „Quarantäne“ wird „Karantäne“ (Ka-ran-tä-ne) ausgesprochen. Es ist eines der wenigen Worte mit Q am Anfang, bei denen das „w“ nicht gesprochen wird. Warum das so ist, erfährst du im Beitrag!

Wortherkunft: Woher kommt das Wort „Quarantäne“? Etymologie

Um die Aussprache vom Wort „Quarantäne“ zu verstehen, müssen wir darauf schauen, woher das Wort kommt.

Das Wort „Quarantäne“ leitet sich vom französischen Wort „quarantaine“ ab. „Quarantaine“ wiederrum leitet sich vom französischen Wort „quarante“ ab, was auf deutsch „Vierzig“ bedeutet.

Wenn bei Schiffsmannschaften Seuchenverdacht bestand, so wurde den Seemännern verboten an Land zu gehen. Waren und Tiere durften sie auch nicht abladen. Hierfür wurde festgelegt, dass sie vierzig Tage an Bord ihres Schiffes in Isolation warten müssen. Erst am 41. Tag durften sie an Land gehen und Tiere sowie Waren abladen. Dies war eine Maßnahme, um die Verbreitung der Pest oder anderer Krankheiten zu verhindern.

Warum es genau 40 Tage sind, ist unklar. Denkbar ist, dass die 40 Tage aus dem christlichen Glauben abgeleitet wurden. Jesus fastete 40 Tage und ging dafür 40 Tage in die Wüste. Die Sintflut dauerte 40 Tage und 40 Nächte. Das Volk Israel wanderte 40 Jahre durch die Wüste. Zwischen Ostern und Christi Himmelfahrt liegen 40 Tage.

Erst im 18. Jahrhundert kam das Wort „Quarantaine“ in die deutsche Sprache und wurde als „Quarantäne“ in die Umgangssprache übernommen.

Ein deutsches Wort für Quarantäne ist „Isolation“.

Richtige Aussprache von Quarantäne: Wird „Karantäne“ oder „Kwarantäne“ gesagt?

Die offizielle Aussprache von „Quarantäne“ ist „Karantäne“ (Ka-ran-tä-ne). Da „Quarantäne“ erst im 18. Jahrhundert in die deutsche Sprache kam, ist es ein relativ junges Wort. Bei der Aussprache hat man sich damals an der französischen Aussprache orientiert und diese gleich übernommen. Im französischen wird „Quarantaine“ wie folgt ausgesprochen: „Ka-ran-tain“.

Erst in einigen deutschen Dialekten und Regionalsprachen findet eine Änderung der Aussprache zu „Kwarantäne“ statt. Hier kann vermutet werden, je größer der Abstand zum französischen Sprachraum und je geringer dessen Einfluss, umso eher wird „Quarantäne“ als „Kwarantäne“ ausgesprochen.

Das Wort „Quarantäne“ als „Kwarantäne“ auszusprechen, erscheint sinnvoll. Denn „Quark“ wird „Kwark“ und „Quelle“ wird  „Kwelle“ ausgesprochen.

Letztlich gilt, dass beide Aussprachen – Karantäne und Kwarantäne – möglich sind. Es gibt hier keine richtige und korrekte Variante, sondern nur eine offizielle (herleitbare) Aussprache. Hier zeigt sich, dass der Gebrauch der Sprache über Eigenheiten wie die Aussprache bestimmt und dass Sprache nicht so logisch ist, wie sie erscheint.

Weitere Bedeutung: Kwarantäne

„Kwarantäne“ ist eine deutsche Rockband.

Was ist ein Fauxpas? Bedeutung, Übersetzung auf deutsch


Als „Fauxpas“ wird ein Verstoß gegen Umgangsformen, Verhaltenskonventionen, soziale Normen und Etikette bezeichnet. Ein Fauxpas findet (meist) unabsichtlich (aus Unwissenheit) statt und gilt als Taktlosigkeit.

Findet ein Fauxpas statt, so ist dies kein Grund zur Freude oder Heiterkeit. Meist wird ein Fauxpax einfach überspielt. Auf einen Fauxpas steht keine Strafe. Für die Person, die den Fauxpas begangen hat, gilt ein Fauxpas als Peinlichkeit und ist teils mit dem Gefühl des Schämens verbunden. (Je größer der Fauxpas, umso mehr empfinden andere ein Gefühl des Fremdschämens.)

Fauxpas entstehen durch Unwissenheit oder mangelnde Gewohnheit. Jemand begeht einen Fauxpas, wenn er oder sie sich nicht mit den Verhaltensregeln einer Gesellschaft auseinander gesetzt hat und nicht mit ihnen vertraut ist. Wer einen Fauxpas verhindern will, bereitet sich deswegen vor.

Synonyme für Fauxpas sind: Fehltritt, Taktlosigkeit und ins Fettnäpfchen treten.

Die Mehrzahl (Nominativ) von Fauxpas ist „die Fauxpas“.

Ausgesprochen wird „Fauxpas“ wie folgt: fo-pah (Bitte deutsch aussprechen, dann kommst du der französischen Aussprache am nähsten.)

Beispiele für Fauxpas:

  • Bei einem Staatsbankett berührt jemand die Queen. Dies ist gegen das royale Protokoll. Hier gilt die einfache Regel: Die Queen wird nicht berührt.
  • Jemand verzichtet auf eine Verbeugung oder einen Knicks vor der Queen.
  • Der Titel einer königlichen Person wird nicht oder nur zu Teilen gesagt.
  • Eine royale, königliche oder politisch-wichtige Person wird nicht ihrer Stellung entsprechend begrüßt. (Beispiel: Mit Abstand, Ansprache mit Titel, etc.)
  • Ein Gespräch mit einer royalen, königlichen oder politisch-wichtigen Person findet nicht entsprechend ihrer Stellung statt. (Beispiel: Ein Präsident wird nicht geduzt.)
  • Ein Vorgesetzer oder eine Vorgesetze wird respektlos behandelt. (Beispiel: Ein Chef wird ungewollt gedutzt.)
  • Die Kleidung ist nicht entsprechend des Anlasses. (Beispiel: Jemand geht in die Oper in kurzer Hose, T-Shirt und Flipflops.)
  • Jemand ist ungeschickt und/oder schadet dabei anderen. (Beispiel: Beim Essen im Restaurant schüttet jemand unabsichtlich sein Glas um und trifft das Gegenüber.)
  • Jemand zieht seine Schuhe nicht aus, wenn er/sie die Wohnung des Gastgebers betritt.

Weitere Fauxpas können sein:

  • Beim Essen spricht jemand über Themen, die unangenehm sind (Katastrophen, Tod, Krankheiten) oder über Themen, über die andere nicht reden wollen (Politik).
  • Jemand ist unpünktlich.
  • Die Wortwahl einer Person ist nicht den Gastgebern oder der Veranstaltung angemessen.
  • Jemand rülpst beim Essen oder ihm/ihr entweichen Darmwinde.
  • Trotz Wissenslücke versucht jemand über ein ihm/ihr unbekanntes Thema zu reden.
  • Jemand verbreitet aus Fahrlässigkeit falsche Informationen.
  • Jemand verrät ein Geheimnis.
  • Jemand hat keine Tischmanieren.
  • In einem Gespräch spricht jemand zu laut.
  • Bei einem gemeinsamen Essen ist jemand unangenehm betrunken.

Was als „Fauxpas“ gilt, ist von Familie zu Familie, Gemeinschaft zu Gemeinschaft, Gesellschaft zu Gesellschaft und von Land zu Land unterschiedlich. Beispiele:

  • In Italien gilt es als „Fauxpas“ nach 23 Uhr einen Cappuccino zu trinken, da laut Italienern die Milch die Verdauung stört. Wer hätte das gewußt?
  • Manche Menschen empfinden es als Frechheit und Fauxpas, wenn andere mitten im Gespräch anfangen mit ihrem Smartphone zu spielen.
  • Viele Menschen in Europa empfinden Schlürfen als unangenehm. In Asien stört dies niemanden.
  • Franzosen in Frankreich möchten nicht auf englisch angesprochen werden. Werden sie auf englisch angesprochen, so kann es sein, dass sie nicht antworten. In Deutschland ist das undenkbar!

Was heißt „Fauxpas“ auf deutsch? Übersetzung, Bedeutung

Das Wort „Fauxpas“ stammt aus der französischen Sprache. Es setzt sich aus den beiden französischen „Faux“ und „pas“ zusammen. „Faux“ bedeutet auf deutsch „falsch“. „pas“ bedeutet auf deutsch „Schritt“.
„Fauxpas“ heißt demnach auf deutsch „falscher Schritt“.

Im 18. Jahrhundert wanderte der Ausdruck „Fauxpas“ in die deutschen Sprache ein.

Fauxpas beliebte Fehler: Faupas, Fauxpax und Fauxpaux sind falsch

Folgende Fauxpas-Schreibweisen sind falsch:

  • Faupas
  • Fauxpax
  • Fauxpaux
  • Faux paux
  • Fauspax

Die Fehler entstehen durch die Eigenheit der französischen Sprache, dass manche Buchstaben nicht mitgesprochen werden, während in der deutschen Sprache alle Buchstaben mitgesprochen werden.

Die falsche Schreibweise „Faupas“ ist der Versuch einer Eindeutschtung von „Fauxpas“. Auf das nicht gesprochene „x“ wird verzichtet.

Die anderen falschen Schreibweisen „Fauxpax“ und „Fauxpaux“ versuchen eine gewisse Logik in das scheinbar schwierige „Fauxpas“ zubringen. Durch das doppelte „x“ oder das doppelte „aux“ wird die Schreibweise vereinfach. Jedoch ist das falsche Rechtschreibung.

„Fauxpas“ wird immer zusammengeschrieben. Eine getrennte Schreibweise ist nicht üblich, auch wenn die Silben dies vermuten lassen.

Weitere Bedeutung von Fauxpas

„Fauxpas“ ist ein Lied von FJØRT.

„Fauxpas“ ist eine Dialekt-Rockband aus Graz, Österreich.

„Faux Pas“ ist eine iOS App.

Was bedeutet dekadent / Dekadenz? Bedeutung, Definition, Synonym


„Dekadent“ kennt in der deutschen Sprache zwei Bedeutungen:

„Dekadent“ in der Umgangssprache: ausschweifender und exzessiver Luxus, Verschwendung und Übermaß

„Dekadent“ bedeutet: exzessive und maßlose Verschwendung und Ausschweifungen. „Dekadent“ ist gedankenloser Konsum über alle normalen Maße oder akzeptierten Regeln hinaus.

Eine dekadente Party ist eine Feier auf der im Übermaß und verschwenderich gefeiert wird. Dekadente Kleidung ist teuer und nur kurz nützlich. Dekadente Menschen gehen mit ihrem Besitz verschwenderisch um.

Dekadentes Verhalten ist verschwenderisch, unvernünftig und nicht nachhaltig. Menschen, die sich dekadent verhalten, verhalten sich als ob alles im Übermaß vorhanden ist und keinen Wert hat.

Dekadente Menschen beschäftigen sich viel mit sich selbst, mit ihrem Aussehen und der Befriedigung ihrer Bedürfnisse. Sie verfolgen keine höheren Ziele und streben nichts an, außer Genuss und Vergnügen im Augenblick.

Dekadente Menschen lieben alles was teuer ist. Sie lieben Luxusautos, Partys und kostspieliges Vergnügen. Ihnen geht es nicht, um Nützlichkeit, Sparsamkeit, Effizienz oder Nachhaltigkeit, sondern darum, dass etwas teuer und exklusiv ist.

Dekadente Menschen neigen dazu arrogant zu sein und die Realität zu missachten. Sie sind bequeme Menschen, die den Komfort lieben und dafür Freiheiten opfern. Dekadente Menschen haben viele Laster und sind selbstherrlich. Sie protzen und prahlen.

Dekadente Menschen sind dauer gelangweilt. Ihnen geht es zu gut. Sie fühlen sich zu sicher und werden überheblich.

Beispiele: dekadent

  • Dekadent ist es, wenn man Blattgold isst oder Blattgold in das Essen macht.
  • Dekadent ist es in Sekt oder Nutella zu baden.
  • Dekadent ist es, seinen Teller beim Buffet zu füllen und nicht aufzuessen. Das Essen wird dann meist hinterher weggeworfen.
  • Dekadent ist es, wenn jemand eine Zigarette mit einem Geldschein anzündet.
  • Dekadent ist es, massiv überteuerte Gegenstände oder Lebensmittel zu kaufen
  • Dekadent ist es, die Heizung voll aufzudrehen und zu lüften.
  • Dekadent ist übertriebener Besitz bzw. Besitz im Übermaß.
  • Dekadent ist es, Obst oder Gemüse nicht zu kaufen, weil es eine Delle oder braune Stelle hat.
  • Dekadent ist es, eine Gurke nicht zu kaufen, weil ihre Krümmung nicht schön ist.

Dekadentes Verhalten wird beim Vergleich mit anderen Menschen in anderen Ländern sichtbar. Während in der Ersten Welt am Essen rumgemäkelt wird, müssen Menschen in der Dritten Welt hungern.

Dekadent und Dekadenz: Verfall der Sitten und kultureller Niedergang

Die „Dekadenz“ bezeichnet einen kulturen Niedergang einer Gesellschaft. Eine dekadente Kultur gibt sich dem Hedonismus, dem Vergnügen und Genuss hin. Tugenden wie Fleiß, Mäßigung, Demut oder Geduld werden aufgegeben. Trotz der Tatsache, dass der gegenwärtige Wohlstand ihnen zu verdanken ist.

Eine dekadente Kultur verliert ihre Kraft und Widerstandsfähigkeit. Die Moral und Kultur verfallen. Dekadenz führt zur kulturen und gesellschaftlichen Verkommenheit.

Beispiel für Dekadenz: Menschen gehen lieber feiern und verabscheuen Arbeit

Eine Kultur wird dekadent, wenn sie übersättigt ist. Durch die Übersättigung und Befriedigung vieler Bedürfnisse setzt ein Verfallsprozess ein. Dieser kennzeichnet sich daran, dass immer raffinierte Methoden erfunden werden, um Bedürfnisse zu befriedigen. Doch trotz all diesem Überfluss werden die Menschen nicht satt.

Eine dekadente Kultur zeigt sich daran, dass die Menschen ihr Leben dem Hedonismus, Genuss und Vergnügen widmen. Tugenden und höhere Ziele interessieren sie nicht mehr.

Die Dekadenz soll eine der Ursachen für den Niedergang des römischen Reiches sein.

Wortherkunft: Woher kommt Dekadenz / dekadent?

„Dekadenz“ und „dekadent“ leiten sich vom lateinischen Verb „decadere“ ab. „Decadere“ setzt aus „de“ und „cadere“ zusammen. „De“ heißt „herunter“. „Cadere“ heißt „fallen“ oder „sinken“.

Damit bedeutet „decadere“:

  • verfallen
  • hinabsinken

Spätrömische Dekadenz: Bedeutung

Im Rahmen einer Hartz-IV-Debatte im Jahr 2010 sagte Guido Westerwelle, dass anstrengsloser Wohlstand das Volk zu spätrömischer Dekadenz einlade. Dies sagte er im Bezug auf den Leistungsgedanken und dass zu hohe

Weitere Bedeutung von Dekadent

„Dekadent“ ist ein Musiker.

„Dekadent“ ist je ein Lied von folgenden Künstlern:

  • Andreas Lauber
  • Future Boys Now
  • Koree
Was heißt Nutella übersetzt? Was bedeutet der Name „Nutella“? Namensherkunft, Bedeutung


Den Brotaufstrich „Nutella“ kennt jeder. Für viele gehört Nutella zum Frühstück dazu. Doch, was der Name „Nutella“ bedeutet, wissen nur die wenigsten. In diesem Beitrag verraten wir, wie der Haselnuss-Aufstrich von Ferrero zu seinem Namen kam.

Was der Name „Nutella“ bedeutet (Wortherkunft, Bedeutung)

Das erste Glas Nutella wurde am 20. April 1964 im italienischen Alba in der Region Piemont produziert. Seit 1965 wird „Nutella“ in Deutschland in Hessen im Ort Stadtallendorf produziert und deutschlandweit verkauft. Doch die Rezeptur ist älter!

Die Schoko-Haselnuß-Creme erhielt als Namen ein Kunstwort, denn „Nutella“ besteht aus zwei Wortteilen: „Nut“ und „-ella“.

„Nut“ ist englisch und bedeutet auf deutsch „Nuß“. Die italienische weibliche Verniedlichungsform „-ella“ kann mit „-chen“ auf deutsch übersetzt werden. Damit bedeutet „Nutella“ als englisch-italienisches Mischwort auf deutsch „Nüßchen“.

Ob es „Der Nutella“, „Die Nutella“ oder „Das Nutella“ heißt, erfährst du in diesem Beitrag „Der, die oder das Nutella? Wie heißt es richtig? Artikel“.

Wie „Nutella“ entstand

Der italienische Konditor Pietro Ferrero entwickelte „Nutella“ in den 1940er Jahren. Damals nannte er den Vorgänger von Nutella „Pasta gianduja“. Denn die „Pasta gianduja“ wurde in fester Form und in Form von Täfelchen verkauft. Die Täfelchen wurden „Giandujot“ genannt. Sie wurden nach einer lokalen Karnevalfigur benannt. („Pasta“ bedeutet auf deutsch „Nudeln“, aber auch „Teig“. „Gianduja“ leitet sich vom Wort „gianduia“. Es bedeutet auf deutsch „Nougat“.)

Die Firma „Ferrero“ gründete Pietro Ferrero am 14. Mai 1946.

Im Jahr 1951 änderte Pietro Ferrero die Rezeptur und den Namen der „Pasta gianduja“. Die Creme wurde cremiger und der neue Name war „Supercrema gianduja“, abgekürzt zu „Supercrema“. Die Creme war nun so cremig, dass sie mit einem Messer auf Brot geschmiert werden konnte.

„Super“ wird verboten: Aus „Supercrema“ wird Nutella

Ein italienisches Gesetz aus dem Jahr 1962 erzwang, dass der Name „Supercrema“ geändert werden musste. Die italienische Regierung verbot das Präfix „Super“ in Markennamen. 1964 erfolgte dann die Umbenennung der „Supercrema Gianduja“ zu „Nutella“. Der neue Kunstname „Nutella“ eignete sich auch besser für Marketingzwecke, da er kürzer und leichter zu merken war und ist.

Nutella wurde so erfolgreich, dass der Name Nutella zum Gattungsnamen für Schoko-Aufstriche wurde.

Mehr als 250.000 Tonnen Nutella werden mittlerweile weltweit verkauft. In mehr als 75 Ländern wird Nutella verkauft.

Nutella: Nord- und Südeuropäische Varianten

In der Tat gibt es in Europa zwei Varianten von Nutella. Die südeuropäische Nutella ist süßer, nussiger und cremiger. Sie glänzt mehr. Die nordeuropäische Variante ist bitterer, fester und matter. Ihr Kakao-Anteil ist höher.

Dass es zwei Nutella-Sorten gibt, liegt an den Brotsorten. In Südeuropa wird eher weißes Brot gegessen. In Nordeuropa wird eher dunkles Brot bis Schwarzbrot gegessen.

Nutella hat einen Haselnußanteil von 13 Prozent.

Was bedeutet der Name „Facebook“ auf deutsch? Woher kommt er? Bedeutung, Herkunft, Geschichte


„Facebook“ ist der Name des größten sozialen Netzwerks der Welt. Mehr als eine Milliarde Menschen sind dort angemeldet. Doch was bedeutet der Name „Facebook“ eigentlich auf deutsch und wo kommt der Name „Facebook“ her?

Was bedeutet der Name „Facebook“? Was sind „Face Books“? Herkunft, Ursprung, Etymologie

In den USA ist es an einigen Colleges und Universitäten üblich, dass eine bebilderte Übersicht aller Studenten, Lehrer und Mitarbeiter veröffentlicht wird. Diese Veröffentlichung wird „Facebook“ bzw. „Face Book“ genannt. Das „Face book“ wird am Beginn eines neuen Semesters oder Schuljahres veröffentlicht und soll Schülern, Kommilitonen oder Studenten das Kennenlernen (und zurecht finden) erleichtern.

Studenten, Lehrer und Mitarbeiter werden in einem „Face Book“ mit ihrem Namen, einem Foto und teils einigen Informationen abgebildet.

Die Veröffentlichung dieser „Face Books“ findet entweder als gedruckte Bücher oder digital in einem Online-Verzeichnis statt.

Ein deutsches Wort für „Face Book“ ist „Jahrbuch“.

In Deutschland ist es üblich Jahrbücher zum Ende eines Schuljahres herauszugeben. In diesem befinden sich ebenfalls alle Schüler und Lehrer mit Namen, Bild und einigen Detailinformationen.

Was heißt „Facebook“ auf deutsch? Übersetzung, Bedeutung

Das Wort „Facebook“ heißt wortwörtlich auf deutsch: „Gesichtsbuch“.

Das Wort „Gesichtsbuch“ erklärt sehr gut den Zweck eines „Face Books“. Es geht darum, Personen anhand ihrer Gesichter kennenzulernen.

Mark Zuckerberg und Facebook

Vor dem Jahr 2004 wurden „Face Books“ an einigen Colleges und Universitäten in den USA noch als gedruckte Versionen herausgegeben. Die „Face Books“, wenn sie denn online waren, waren nur in privaten und nicht-öffentlichen Verzeichnen publiziert. An der Harvard Universtität gab es 2003 „Face Books“ in Papierform und in einem privaten nicht-öffentlichen Online-Verzeichnis.

Im Jahr 2004 erschuf Mark Zuckerberg an der Harvard Universität ein erstes inoffizielles Online-„Face Book“ der Harvard-Studenten. Er nannte dies „TheFacebook.com“. Dies tat er aus Frust, da die Universitätsverwaltung die Bilder von Studenten aus Datenschutz- und Privatsphäregründen nicht öffentlich zugängich machen wollte. Mark Zuckerberg umging dies, in dem die Studenten sich selbst anmelden mussten, was sie auch von sich aus taten.

Facebook wurde unter Harvard-Studenten schnell populär. Auch Studenten anderer Universitäten wollten sich anmelden, so dass Zuckerberg schnell die Beschränkung auf Harvard aufhob.

Im Jahr 2005 wurde das „the“ entfernt und der heutige Name „Facebook“ entstand. Die Domain facebook.com kaufte Mark Zuckerbergs Firma im Jahr 2005 für 200.000 US-Dollar der AboutFace Corporation ab.

Mark Zuckerberg und Facemash

Schon 2003 fiel Mark Zuckerberg durch die Webseite „facemash.com“ auf. Facemash war eine Hot-or-Not-Webseite auf der zwei Studentinnen gezeigt wurden und ein Betrachter entscheiden musste, welche der beiden Personen „hotter“ ist. Nach wenigen Tagen wurde Facemash durch die Havard-Verwaltung geschlossen.

Weiteres

In Deutschland entstand das „StudiVZ“ als Reaktion auf Facebook. „StudiVZ“ ist die Abkürzung für „StudentenVerzeichnis“.

Woher kommt der Name „Google“? Was bedeutet er? Bedeutung, Namensherkunft


„Google“ ist der Name einer weltweit bekannten Suchmaschine und du, lieber Leser, benutzt Google wahrscheinlich fast täglich und bist auch über Google auf BedeutungOnline.de gekommen. In diesem Beitrag erfährst du, was hinter dem Namen „Google“ steckt und wo er herkommt.

Googol: Wo der Name Google herkommt

Der Name „Google“ stammt vom mathematischen Ausdruck „Googol“ bzw. „Googolplex“ ab und ist bewusst falsch geschrieben. „Googol“ ist der Name einer Zahl, die 10 hoch 100 groß ist. Würde Googol ausgeschrieben werden, so hätte sie 100 Stellen vor dem Komma bzw. sie wäre eine 1 mit 100 Nullen.

Eine beliebte Geschichte, wie das Wort „Googol“ entstanden sein soll, ist:

Der Ausdruck „Googol“ wurde übrigens 1938 vom neunjährigen Milton Sirotta erfunden. Er war Neffe des berühmten US-amerikanischen Mathematikers Edward Kasner. Als ihn sein Onkel fragte, wie er eine Zahl mit 100 Nullen nennen würde, antworte er einfach „Googol“. Der Name Googol ist somit ein Kunstwort.

Allerdings tauchte das Wort „Googol“ schon in den 1920er Jahren auf. Edward Kasner sorgte für seine Popularität. Denn in einer Vorlesung verwendete er den Ausdruck. „Googol“ findet sich im stenographischen Bericht (von 1937) der Vorlesung. Der Text wurde 1938 erneut veröffentlicht.

Googol ist bei Google Programm. Denn Google erfasst seit seiner Inbetriebnahme das Internet und erlaubt es, die Milliarden von Webseiten nach Stichworten zu durchsuchen.

Doch die Google-Gründer Larry Page und Sergey Brin hatten bei der Veröffentlichung von Google vermutlich keine Ahnung, dass das Unternehmen einmal so groß werden würde.

Anmerkungen:

  • Der deutsche Name der Zahl Googol ist „zehn Sexdezilliarden“ oder „Sedezilliarden“.
  • Die Googol ist übrigens größer als alle Protonen im sichtbaren Universum zusammen. Diese wurden auf eine Zahl von 10 hoch 80 geschätzt.
  • Googol ist kleiner als 70! (70 Fakultät)
  • Die Zahl Googolplex ist eine Zahl mit Googol Nullen. (Der Firmensitz von Google, der Googleplex, ist eine bewusste Anspielung auf „Googolplex“.)
  • Google besitzt die Domain 1e100.net. Auf dieser betreibt Google ein Server-Netzwerk.

Kleine Geschichte von Google: Wie der Name „Google“ entstanden ist

Die Gründer von Google, Larry Page und Sergey Brin, entwickelten zusammen eine Suchmaschine ab dem Jahr 1995. Diese hieß damals „BackRub“, da sie auf Backlinks basierte. In Gesprächen und beim Brainstorming mit Sean Anderson feil ihnen der (bessere und passendere) Name Googolplex ein.

Später änderten sie den Namen der Suchmaschine zu „Googol“, da dies besser zu den vielen Informationen, die die Suchmaschine aufnehmen (crawlen) würde, passte. Doch Sean Anderson schrieb „Googol“ bei einer Domainabfrage falsch und prüfte, ob die Domain „Google.com“ frei ist. Diese war frei und die Google-Gründer entschieden sich ihre Suchmaschine Google zu nennen.

Die Domain für Google wurde dann 15. September 1997 registriert und die Google LLC wurde am 4. September 1998 gegründet. (Vor dem 15. September 1997 lief die Suchmaschine auf einer Subdomain der Universität Stanford.)

Anmerkung der Redaktion: Zum Glück fiel den Google-Gründern das Wort „Google“ zu, denn BackRub wäre ein sehr seltsamer Begriff gewesen. Statt „googlen“ würde man dann eventuell heute „BackRubbing“ sagen.

Was bedeutet der Name „Vapiano“ auf deutsch? Wortherkunft, Bedeutung, Übersetzung


Der Name der Restaurantkette „Vapiano“ setzt sich aus zwei italienischen Worten zusammen:

  • „va“ ist italienisch und bedeutet: „geht“
  • „piano“ ist italienisch und bedeutet auf deutsch: „langsam“, „leise“ oder „bedächtig“.

Damit bedeutet der Name „Vapiano“ wortwörtlich auf deutsch: „Geht langsam“.

Was heißt der Name „Vapiano“ auf deutsch? Übersetzung, Bedeutung, Namensherkunft

Doch „geht langsam“ ist keine Aufforderung an Mitarbeiter, sondern Ausdruck einer Philosophie. Denn Vapiano hat einen Unternehmensslogan, der eine italienische Weisheit ist. „Va“ und „piano“ sind Teil davon. Der Slogan lautet:

„Chi va piano, va sano e va lontano“

Der Slogan und italienische Spruch hat mehrere Bedeutungen auf deutsch:

  • „Gut Ding will Weile haben.“
  • „Wer das Leben locker und entspannt lebt, lebt gesünder und länger.“ (Übersetzung der englischen Erklärung des italienischen Spruches wie sie auf vapiano.fr/f-a-q/?lang=en steht.

Der Spruch wird wie folgt übersetzt:

  • „Chi“ bedeutet: „Wer“
  • „Va“ bedeutet: „geht“
  • „piano“ bedeutet: „langsam“ bzw. „bedächtig“
  • „sano“ bedeutet: „gesund“, „heil“ oder „wohl“
  • „e“ bedeutet: „und“
  • „lontano“ bedeutet: „weit“, „abseits“ oder „fern“.

Damit bedeutet der Spruch wortwörtlich auf deutsch: „Wer langsam geht, geht gesund und weit.“

In seiner Bedeutung kann der Spruch bedeuten, dass jemand der es eilig hat oder überhastet ist, sich selbst schadet und nicht so voran kommt, wie er es erzwingen will. (Anmerkung der Redaktion: Sehr passend ist hier der Spruch „Wer es eilig hat, soll langsam gehen.“) Es geht darum, Flüchtigkeitsfehler, Stress und Fehler, die der Eile geschuldet sind, zu vermeiden und im Augenblick zu sein, sowie bedächtig eine Aufgabe um ihrer Selbstwillen auszuführen.

Mit dem Namen „Vapiano“ verwehren sich die Betreiber also ein „Schnellrestaurant“ zu sein oder als solches bezeichnet zu werden.

„Chi va piano va sano e va lontano, chi va forte va incontro alla morte“ auf deutsch (Übersetzung)

Übrigens im italienischen hat der Spruch noch einen weiteren Teil: „Chi va piano va sano e va lontano, chi va forte va incontro alla morte“. „chi va forte va incontro alla morte“ heißt auf deutsch: „Wer schnell geht, geht in den Tod.“

  • „forte“ bedeutet auf deutsch: „schnell“
  • „incontro“ bedeutet: „entgegen“
  • „morte“ bedeutet: „Tod“
Was heißt der Name „Deadpool“ auf deutsch? Übersetzung, Namensherkunft, Bedeutung


Der Marvel-Charakter Deadpool alias Wade Wilson suchte sich den Namen „Deadpool“ selbst aus.

Wie Deadpool Deadpool wurde

Als bei Wade Wilson Krebs diagnostiziert wurde, meldete er sich freiwillig bei Weapon X für Menschenversuche in einem Versuchslabor. Er erhoffte sich davon Heilung und Superkräfte.

Wade Wilson ließ sich Mutantengene injizieren und ließ sich foltern, damit die Gene aktiviert werden. Dies gelang auch und er erhielt seine neuen Superkräfte und Selbstheilungskräfte, die den Krebs heilten. Jedoch wurde er am ganzen Körper entstellt.

Da die Menschenversuche oft Todesfälle verursachten und damit eine hohe Sterblichkeitsrate hatten, wetteten andere Versuchsteilnehmer darum, wer als letztes sterben würde. Dazu legten sie ihr Geld in einem Pott, genannt „Deadpool“. Da Wade Wilson den Versuch überlebte, gewann er den Geldpott und wählte sich selbst auch den Spitznamen „Deadpool“.

Übersetzung: Was heißt das Wort „Deadpool“ auf deutsch?

„Deadpool“ in seiner zusammengeschriebenen Form ist kein offizielles englisches Wort.

Im Glücksspiel wird von „Pool“ gesprochen. Auf deutsch würde „Pott“ gesagt werden. Damit ist gemeint, dass Teilnehmer ihr Geld als Einsatz in einen Pott geben bzw. zusammenwerfen. Das Wort „Dead“ bedeutet „tot“ oder „gestorben“. Damit meint der Ausdruck „Deadpool“, dass hier Glücksspiel um das Überleben bzw. Leben einer oder mehrere Personen gespielt wird.

Makabere Todeswetten: Dead Pool / Death Pool

Statt „Dead pool“ wird auch „Death pool“ gesagt. Bei dem Spiel geht es darum hervorzusagen, wann ein Teilnehmer sterben werden.So z.B., ob ein Teilnehmer als erstes oder letztes sterben wird. Der Gewinner erhält in der Regel Geld.

In gefährlichen Motorsport-Rennen waren „Death Pools“ am Anfang des 20. Jahrhundert verbreitet. In modernen „Death Pools“ wetten Teilnehmer, welche Prominente im laufenden Jahr sterben werden. Auch finden Wetten darüber statt, welche Internet Startups im laufenden Jahr Pleite gehen werden.

Weiteres zu / über Deadpool

Laut Rob Liefeld und Fabian Niceiza ist der Name „Deadpool“ eine Homepage an Deathstroke. (Deathstroke ist ein Charakter auf dem Deadpool basiert.)

„The Dead Pool“ ist ein 1988 veröffentlichter US-amerikanischer Film.

Was heißt „Mea Culpa“ auf deutsch? Übersetzung, Bedeutung, Wortherkunft


„Mea Culpa“ stammt aus dem lateinischen und bedeutet wortwörtlich auf deutsch: „(Durch) meine Schuld“. „Mea Culpa“ wird gesagt, wenn jemand seine Schuld eingesteht, dass er oder sie etwas falsches getan hat. Das „Mea Culpa“ hilft sich von seiner Schuld zu befreien.

In nicht-religiösem Kontext wird „Mea Culpa“ auch als eine Form der Entschuldigung gesagt. Teils wird das „Mea Culpa“ auch von anderen eingefordert und „Mea Culpa“ wird auch teils ironisch gesagt.

Beispiele:

  • „Ein ‚Mea Culpa‘ wäre in der jetzigen Situation das Beste.“
  • „Mea Culpa, dieser Fehler tut mir leid.“

Wortherkunft: Woher kommt „Mea Culpa“?

„Mea Culpa“ stammt aus dem Confiteor, dem in der katholischen Tradition verbreiteten allgemeinen Schuldbekenntnis. Es wird in der Liturgie als Gebet verwendet und nach der Eröffnung der heiligen Messe gesprochen. Gläubige schlagen sich während des Mea Culpa auf die Brust.

Das „Mea Culpa“ stammt aus dem Vers „mea culpa, mea culpa,
mea maxima culpa“, auf deutsch: „Durch meine Schuld, durch meine Schuld, durch meine große Schuld.“

Weitere Bedeutung von Mea Culpa

„Mea Culpa“ ist ein Brettspiel des Zoch Verlags. Im Spiel geht es, um den Ablasshandel und Sünden im Mittelalter.

„Mea Culpa – Im Auge des Verbrechens“ ist ein 2014 veröffentlichter französischer Film.

„Mea Culpa“ ist der Titel einer Schrift von Louis-Ferdinand Céline. Sie erschien 1936 und ist eine von vier Schriften. Nach seiner Reise in die Sowjetunion in den 1930er Jahren hat Louis-Ferdinand Céline in „Mea Culpa“ seine enttäuschten Erfahrungen über die Sowjetunion, die Herrschaft Stalins und den Kommunismus niedergeschrieben.

„Mea Culpa“ hieß eine Theateraufführung für die der verstorbene Christoph Schlingensief Regie führte. Die DVD zur Aufführung erschien 2009.

Verschiedene Musiker haben ein Lied namens „Mea Culpa“ veröffentlicht. Unter anderem:

  • Adrien Gallo
  • Caparezza
  • Clementino
  • David Byrne & Brian Eno
  • Elh Kmer
  • Enigma
  • Ferre Gola
  • Karian
  • Khaled
  • Lartiste
  • Luis Fonsi & Demi Lovato (Échame La Culpa)
  • Mike & The Mechanics
  • MYNTH
  • Rico & A.R.T.
  • Run with the Hunted
  • Souf
  • T. Hayes
  • Thue Human Abstract
  • The Menzingers
  • Umbra Et Imago
  • Zaho

„Mea culpa“ ist ein Roman von Anne Holt und Gabriele Haefs.

„Mea Culpa“ ist ein halbtrockener italienischer Rotwein.

Das „Mea Culpa“ ist ein Restaurant in Potsdam.

„Mea Culpa“ ist ein Restaurant in Kompot, Kambodscha.

Was heißt Grinch auf deutsch? Wo kommt er her? Bedeutung, Übersetzung, Wortherkunft


Das englische Wort „Grinch“ heißt auf deutsch:

  • Miesepeter
  • Spaßverderber
  • Spielverderber

„Grinch“ ist ein Name, der durch „How the Grinch Stole Christmas!“ von Dr. Seuss verbreitet wurde.

Was „Grinch“ wortwörtlich auf deutsch beduetet, kann nur gemutmaßt werden: „Grinch“ könnte sich vom englischen Wort „grin“ ableitet. „Grin“ heißt „Grinsen“. Der Grinch ist unter anderem für sein Grinsen bekannt. Auch klingt „Grinch“ ähnlich „Cringe“. „Cringe“ heißt auf deutsch: „Fremdschämen“ oder „peinlich“. Beides würde gut passen. (Mehr zum Wort „cringe“ erfährst du hier.)

Mit „Grinch“ ist eine unfreundliche Person gemeint, die andere Menschen nicht mag und ihnen ein gemeinsames glückliches Weihnachtsfest nicht gönnt. Der Grinch hasst Weihnachten und verfolgt das Ziel, das Weihnachtsfest anderen zu vermiesen.

Allgemeiner gesagt, wird in der englischen Sprache eine Person als „Grinch“ bezeichnet, die schlechte Laune hat, sich kaum für etwas begeistert und andere mit ihrer depressiven Art herunterzieht. Auch ist ein „Grinch“ jemand, der andere bewusst verletzt, schlechte Dinge sagt und sie gezielt schlecht macht.

Die Verbisierung zu „Grinch“ ist: „Grinching“.

Synonyme für Grinch sind „Killjoy“, „Spoilsport“ oder Grouch.

Woher kommt der Grinch? Wer hat ihn erfunden?

Der „Grinch“ hatte seinen ersten Auftritt im 1957 veröffentlichten Kinderbuch „How the Grinch Stole Christmas!“ von Dr. Seuss. Der deutsche Titel des Buches ist „Wie der Grinch Weihnachten gestohlen hat“. Das Buch wurde erstmalig 2000 auf deutsch übersetzt.

Grinch: Was ist die Geschichte?

Der Grinch ist ein alleinlebendes, überlauniges und grünes haariges Wesen, dass auf dem Berg „Mount Crumpit“ wohnt. Nur sein Hund „Max“ wohnt bei ihm. Er hasst Weihnachten und möchte nicht, dass die warmherzigen und liebenswerten Whos, die in Whoville leben, gemeinsam und ausgelassen Weihnachten feiern.

Um das Weihnachtsfest zu verhindern, verkleidet er sich als Weihnachtsmann und will den Whos alle Geschenke stehlen. Das gelingt ihm auch und da erkennt er, dass es an Weihnachten um mehr als Geschenke geht. Es bringt die Geschenke also zurück und feiert gemeinsam mit den Whos Weihnachten.

Grinch: Kritik an der Kommerzialisierung von Weihnachten

„How the Grinch Stole Christmas!“ krisiert die Kommerzialisierung des Weihnachtsfestes und die starke Fokussierung auf das Schenken materieller Güter.

Grinch: Verfilmungen

Schon 1966 wurde „How the Grinch Stole Christmas!“ als Comic verfilmt.

Im Jahr 2000 wurde „How the Grinch Stole Christmas!“ erstmalig als Realverfilmung verfilmt. Der deutsche Titel war „Der Grinch“. Der Regisseur war Ron Howard und den Grinch spielte Jim Carrey.

Im Jahr 2018 wurde eine neue Animationsverfilmung von „Der Grinch“ veröffentlicht. Otto Waalkes synchronisierte den Grinch.

Weiteres zum Grinch

In der Serie „How I met you mother“ wird auf den Grinch Bezug genommen. Die elfte Episode der zweiten Staffel heißt „How Lily Stole Christmas“ bzw. auf deutsch: “ Wie Lily Weihnachten gestohlen hat“. Insbesondere geht in der Episode darum, dass ein böses Wort nicht gesagt werden darf, weswegen „Grinch“ gesagt wird.

„You’re a Mean One, Mr Grinch“ ist ein Lied aus der Grinch-Comic-Verfilmung von 1966. Das Lied wurde von Thurl Ravenscroft gesungen.

Die im Jahr 2018 veröffentlichte Version „You’re a Mean One, Mr Grinch“ stammt von Lindsey Stirling und Sabrina Carpenter.

Was bedeutet Kanake? Kanacke, Bedeutung, Wortherkunft, Definition, Übersetzung


Der Ausdruck „Kanake“ hat eine lange und wechselseitige Geschichte. Erst war er eine positive Bezeichnung für Seefahrer, dann wurde er in den 1960er Jahren zu einem Schimpfwort, welches ab den 1990er Jahren zu einer Selbstbezeichnung wurde. In diesem Beitrag erfährst du mehr über das Wort „Kanake“ und seine Geschichte.

Woher kommt „Kanake“? Wortherkunft, Bedeutung

Das Wort „Kanake“ stammt vom hawaiianischen-polynesischen Ausdruck „kanak“ bzw. „kanaka“ ab, was auf deutsch „Mensch“ heißt.

Seeleute aus Ozeanien und Polynesien, die deutsche Seefahrer in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts begleiteten, wurden „Kannakermann“ oder „Kannaker“ genannt. Der Ausdruck war positiv besetzt, da die Seeleute aus Ozeanien und Polynesien als zuverlässig, treu und arbeitswillig galten, sowie wegen ihrem Wissen über die Seefahrt sehr beliebt waren.

Das Volk der Kanak lebt noch heute in Neukaledonien.

Die Bedeutung von „Kanake“ änderte sich ab den 1960er Jahren.

Wie „Kanake“ zum Schimpfwort wurde

Als Gastarbeiter aus Südeuropa (Spanien, Italien, Portugal, Griechenland), dem Nahen Osten, der Türkei und dem Orient nach Deutschland in den 1960er Jahren kamen, änderte sich die Bedeutung des Begriffes „Kanake“. „Kanake“ wurde abwertend negativ gebraucht, um Menschen mit südländischen Aussehen damit zu bezeichnen.

In und seit den 1990er Jahren wurden als „Kanaken“ auch Menschen aus dem arabischen Raum und Südosteuropa bezeichnet.

Der Begriff „Kanake“ wurde und wird dabei auf jene angewendet, die südländisch, arabisch oder orientalisch aussehen. Dies wird meistens an der Hautfarbe festgemacht. Asiaten werden nicht als „Kanaken“ bezeichnet. Auch Schwarze werden nicht als „Kanaken“ bezeichnet.

Das Wort „Kanake“ ist vergleichbar mit dem US-amerikanischen Schimpfwort „N*gger“.

Kanake als Selbstbezeichnungs: Kanak Attak, Ruhrpottkanaken, Azzlack

Ab den 1990er Jahren nahmen sich Jugendliche mit orientalischen, arabischen oder südländischen Wurzeln das Wort „Kanake“ an und fingen an sich selbst als „Kanaken“ zu bezeichnen. Sie nahmen damit den Begriff und änderten seinen Charakter. Dies führte zu unterschiedlichen Ausprägungen und Reaktionen:

Kanak Attak

„Kanak Attak“ war zunächst eine Gruppe von Personen, deren Ziel es wahr die öffentlichte Wahrnehmung und Einstellung gegenüber Menschen, welche als „Kanaken“ bezeichnet wurden, zu ändern.

Kanak Attak existierte zwischen 1998 und 2002. Es wurde jedoch nie offiziell aufgelöst.

Kanak Attak heißt ein im Jahr 2000 veröffentlichter deutsch-türkischer Film, der eine Verfilmung des Romans „Abschaum – Die wahre Geschichte des Ertan Ongun“ ist. Im Film wird die Geschichte von Menschen mit türkischen Wurzeln erzählt, die sich in Deutschland in kriminellen Milieus bewegen.

Kanak Sprak – kanakisch-Deutsch – Kanakendeutsch

Als „Kanak Sprak“ wird die Sprache von türkischstämmigen Deutschen bezeichnet, die zweisprachig in Deutschland aufgewachsen sind. Die Sprache die sie sprechen, wird unter anderem als „kanakisch“ bezeichnet.

„Kanak Sprak“ äußert sich durch eigene Grammatikregeln, wie das Artikel weggelassen werden: „Ich geh Supermarkt“ oder „Ich geh Klo“.

Mittlerweile sprechen nicht nur Kinder von Einwanderern in deutschen Großstädten „Kanak Sprak“, sondern auch Kinder deren Eltern keinen Migrationshintergrund haben.

Den Ausdruck „Kanak Sprak“ prägte Feridun Zaimoglus in seinem 1995 erschienen Buch „Kanak Sprak“.

„Kanak Sprak“ entstand durch eine Vermischung der deutschen und türkischen Sprache. In der türkischen Sprache werden Artikel nicht gebraucht. Bei der Übersetzung von türkisch zu deutsch wurden deswegen die Artikel weggelassen.

Kanakistan und Kanakster

Eine weitere Selbstbezeichnung für Menschen, die sich selbst als „Kanake“ bezeichnen, ist „Kanakster“.

Die Bezeichnung „Kanakistan“ diente und dient als Bezeichnung für die vermeintliche Herkunft von „Kanaken“.

„Kanakistan“ ist der Name eines Künstlerkollektivs. Seine Aufgabe ist – laut Selbstbeschreibung – (post-)migrantische Perspektiven und Themen politisch und poetisch in weite Teile der Welt tragen.

„Deutschland im Winter – Kanakistan“ ist ein 1997 veröffentlichter deutscher Film.

Ruhrpottkanaken

„Die Ruhrpottkanaken“ ist eine Punkband aus Mülheim an der Ruhr. Sie war von 1990 bis 2000 aktiv und gründete sich 2015 neu.

Lieder der Ruhrpottkanaken werden von „FC Schalke 04“-Fans gerne gesungen. Fans singen unter anderem „Wir sind die Ruhrpottkanaken“.

Das Wort „Kanake“ im Rap: Azzlack, Kanax, Lack

Im Rap verbreitete sich das Wort „Kanake“ als Selbstbezeichnung bis heute und wird immer noch gern genutzt.

Azzlack = Asozialer Kanake

Durch den Rapper Haftbefehl verbreitete sich der Ausdruck „Azzlack„. Er gründete das Label „Azzlackz“ und verwendet den Ausdruck Azzlack in seinen Liedern.

Kanax / Kanaks

Der Ausdruck „Kanax“ bildete sich als weitere Pluralform. Das „x“ steht für die Buchstaben „ks“. Unter anderem haben die Rapper KC Rebell und Farid ein Lied „Kanax in Paris“ genannt. Weitere Lieder von KC Rebell heißen: „Kanax in Moskau“ und „Kanax in Tokyo“. Ein Lied von Nazar heißt „Kanax“.

Anmerkung: „Kanax in Paris“ ist eine Reaktion auf „N*ggas in Paris“.

Lack

Teils wird die Endsilbe „Lack“, die für „Kanake“ steht mit anderen Worten kombiniert:

  • Arztlack
  • Azzlack

Kanaken, Kartoffeln und Almans

Während Deutschen nachgesagt wird, dass sie Ausländer als „Kanaken“ bezeichnen, wird Ausländern nachgesagt, dass sie Deutsche als „Kartoffel“, „Deutsche Kartoffel“ oder „Almans“ bezeichnen.

Die Worte – Kanaken und Kartoffeln – als Gegensatzpaar erhielten 2018 viel aufmerksam, als bekannt wurde, dass sich die deutsche Nationalfußballmannschaft in zwei Gruppen aufteile. Ein Teil der Mannschaft nannte sich „Kanaken“. Der andere nannte sich „Kartoffeln“. Damit unterteilten sich die Spieler nach Herkunft. Spieler, deren Eltern einen Migrationshintergrund haben, wurden als Kanaken bezeichnet. Spieler, deren Eltern keinen Migrationshintergrund haben, wurden als Kartoffeln bezeichnet.

Mit Begriffen wie „Kartoffeln“ und „Almans“ entstand in Deutschland im Sommer 2018 eine Diskussion über Rassismus gegen Deutsche.

Richtige Schreibweise: Kanake / Kanacke?

Das Wort „Kanake“ wird gerne als „Kanacke“ (mit „c“) falsch geschrieben.

Die richtige Schreibweise ist „Kanake“, da das hawaiianische Ursprungswort eben als „kanaka“ geschrieben wurde. Der Fehler mit dem „ck“ in Kanake entsteht dadurch, dass in der deutschen Sprache nach einem kurzen Vokal meist ein Doppelkonsonant folgt. „Kanake“ wird kurz gesprochen und nicht gedohnt.

Durch Ausdrücke wie „Azzlack“ oder „Polacke“, welche mit „ck“ geschrieben werden, entsteht leicht der Eindruck, dass „Kanake“ auch mit „ck“ geschrieben werden sollte.

Die Verwirrung um die richtige Schreibweise zeigt sich auch bei Google Trends. Dort wird „Kanacke“ häufiger gesucht als „Kanake“.

Weitere Bedeutung von Kanake

Das Volk der Kanak lebt in Neukaledonien. „Kanak“ ist – wie schon geschrieben – ein Wort mit hawaiianischen Ursprung und bedeutet „Mensch“. Während der Zeit der Kolonisation und Kolonien wurden viele nicht-europäische Menschen aus Ozeanien und Polynesien als Kannaker oder Kannakermann bezeichnet.

Im französischen existiert das Wort „canaque“ als Pendant zu Kanake.

In der griechischen Mythologie war „Kanake“ die Tochter des Aiolos und der Enarete. eine Geliebte von Poseidon.

„Die Kanaken“ heißt das 1984 von Cem Karaca veröffentlichte Studioalbum. Mehrere türkische Musiker beteiligten sich an der Platte.

„Kanaker“ ist ein Teil der armenischen Hauptstadt Jerewan.

Was bedeutet der (Apple) Name Siri? Woher kommt er? Namensherkunft, Bedeutung


Der Name „Siri“ hat einen skandinavischen Ursprung und bedeutet:

  • Die Schöne
  • Die Siegerin / Die Siegreiche
  • Die schöne Frau, die zum Sieg führt
  • Die schöne Siegerin

Siri setzt sich aus zwei altnordischen Worten zusammen:

  • sigr = bedeutet „der Sieg“
  • fridr / fríðr = bedeutet „schön“

Der Vorname „Siri“ ist heute noch in Norwegen und Schweden verbreitet. „Siri“ ist anderen Regionen auch ein Nachname.

„Siri“ ist verwandt mit dem Namen „Sigrid“. Die finnische Variante des Namens ist „Siro“. Auf finnisch und estnisch wird der Name auch „Siiri“ geschrieben. Auf den Färöer Inseln ist „Sirið“ verbreitet. Eine weitere Variante ist Syri.

Im thailändischen bedeutet „Siri“ Glück und ist in Thailand auch als Name „Sirigan“ verbreitet.

Im indischen bedeutet Siri: Wohlstand, Wohl.

Wie Apples Siri ihren Namen bekam:

Die Apple-Software „Siri“ wurde im Jahr 2011 im Oktober während der Produktpräsentation des iPhone 4s vorgestellt. Doch die Firma „Siri“ gab es schon länger. Die „Siri Inc“ wurde 2007 von Dag Kittlaus, Adam Cheyer, Tom Gruber und Norman Winarsky gegründet. 2008 und 2009 erhielt das Unternehmen mehrere Millionen US-Dollar Finanzierungen und wurde 2010 von Apple für 200 Millionen US-Dollar komplett mit allen Rechten gekauft. Damit hat Apple den Namen Siri nicht erfunden, sondern übernommen. Trotzdem stellt sich die Frage, was entstand der Firmen-Name Siri?

Als Dag Kittlaus‘ Frau schwanger war, überlegten sie, ob sie ihr Kind Siri nennen werden, da sie vermuteten dass sie eine Tochter bekommen. Sie bekamen aber keine Tochter, sondern einen Sohn. Er wurde „Markus“ genannt.

Dag Kittlaus registrierte im Voraus die freie Domain Siri.com. Da sie einen Sohn bekamen, nannte Dag Kittlaus später seine neue Firma für Spracherkennung und -verarbeitung eben „Siri“. Er begründete den Namen „Siri“ damit, dass er leicht zu merken und leicht auszusprechen ist. (Die Domain siri.com leitet heute auf die Homepage von Apple weiter.)

Auf den Namen „Siri“ kam Dag Kittlaus, da er mit der norwegischen Meteorologin Siri Kalvig zusammenarbeitete. Er arbeitete damals bei der norwegischen Telekommunikationsfirma Telenor und Siri Kalvig arbeitete für Storm, einer norwegischen Meteorologie-Firma.

Dag Kittlaus äußerte sich später, dass Steve Jobs kein Fan des Namens „Siri“ war.

Was bedeutet das Akronym SIRI? Bedeutung

Der Name „SIRI“ wurde später wirklich zum Akronym . „SIRI“ wurde nachträglich zu „Speech Interpretation and Recognition Interface“.

In einem anderen Kontext heißt „SIRI“: „Service Interface for Real Time Information“, ein XML-Protokoll.

Weitere Bedeutung vom Namen Siri

„SIRI“ ist der Aktienname von Sirius XM Satellite Radio.

„Siri Sandhi“ ist ein Epos über die indische Gottheit Siri. Das Epos wird in der indischen Sprache Tulu vorgetragen. Beim religiösen Fest „Siri jatre“ wird die Gottheit Siri gefeiert.

„Siri“ ist eine Figur aus Hyperion von Dan Simmons.

„Siri“ heißt eine Figur in Brandon Sandersons „Warbreaker“.

„Siri Keeton“ ist die Erzählerin und Protagonistin im Roman „Blindsight“ von Peter Watts.

„Siri“ ist eine 2001 veröffentlichte Puppe der Serie Groovy Girls.

„Siri“ oder „332 Siri“ heißt ein Asteroid.

Die „Siri“-Sprache wird in Nigeria gesprochen.

„Siri Music Group“ ist ein 2006 gegründetes US-amerikanisches Musik-Label.

Geografie: Siri

Die „Sirri Insel“, auch „Siri Insel“ genannt, liegt im persischen Golf.

Das „Siri Fort“ befindet sich in Neu Delhi, Indien. Es wurde 1303 erbaut und ist heute nur noch eine Ruine.

Der „Siri Lake“ befindet sich in Pakistan.

Das in Brasilien liegende Ölfeld „Badejo Field“ wird auch „Membro Siri“ oder nur „Siri“ genannt.

Der „Siri Wasserfall“ befindet sich in Vanuatu.

Wo kommen die Namen „Feine Sahne Fischfilet“ und „Monchi“ her? Namensherkunft, Bedeutung


„Feine Sahne Fischfilet“ ist eine 2007 gegründete Politpunkband aus Mecklenburg-Vorpommern. Der Frontmann und Sänger der Band ist Jan „Monchi“ Gorkow. Weitere Band-Mitglieder sind: Christoph Sell, Jacobus North, Max Bobzin, Kai Irrgang und Olaf Ney.

Woher kommt der Name „Feine Sahne Fischfilet“? Namensherkunft, Bedeutung

Am Anfang der Bandgeschichte hieß „Feine Sahne Fischfilet“ nur „FSF“. Die Abkürzung hat eine andere Bedeutung als „Feine Sahne Fischfilet“. Ihre genaue Bedeutung ist jedoch unbekannt und wurde von der Band bis heute nicht verraten. Die Band will die wahre Abkürzung von FSF auch nicht verraten.

Als die Nachfragen, was „FSF“ bedeutet, immer mehr wurden, sagten die Mitglieder der Band, dass es für „Feine Sahne Fischfilet“ stehe. So wurde der Name geboren. Der „Fisch“ in „Feine Sahne Fischfilet“ nimmt Bezug auf ihre Heimat Mecklenburg, eine Küstenregion in der gern Fisch gegessen wird.

Auf Twitter verwendet die Band den Namen @feindesahne .

Woher kommt der Name „Monchi“? Namensherkunft, Bedeutung

Der Sänger der Band Jan Gorkow trägt den Spitznamen Monchi, welcher sich von Monchichi ableitet. Diesen erhielt er von seinen Freunden, da er dem Plüschtier „Monchichi“ mit der Zeit immer ähnlich gesehen haben soll. Die Monchichis haben dicke Wangen und kurze Haare. Gorkow ist ein auffälliger Typ. Er trägt Vollbart, ist 1,94 Meter groß, dick, hat viele Tattoos und scheint immer kurze Hose zu tragen.

Schon in einem 2013 veröffentlichten Interview mit Truetrash.com trägt Jan Gorkow den Spitznamen Monchi.

Auf Konzerten nennen ihn Fans „Monchi“ und rufen diesen Namen auch. Seine Familie nennt ihn nicht „Monchi“.

Die Monchichis wurden seit Ende der 1970er Jahre in Deutschland vertrieben. In den 1980er-Jahren avancierten sie zum Kult.

Weiteres zu Monchi

Während eines Gerichtsprozesses gegen Jan „Monchi“ Gorkow im Jahr 2018 wurde der Spruch „Barista, Barista, Antifascita“ verbreitet und bekannt. Ein Polizist hatte den Spruch der Antifaschisten falsch verstanden. Mehr dazu erfährst du hier: Wie der Spruch „Barista, barista, Antifascista!“ entstand

Bei Google verbreitet sich der Spitzname von Jan Gorkow ebenfalls. Viele gaben „Monchi“ vermehrt bei Google im Winter 2009/2010 ein. Seit 2018 suchen wieder vermehrt Suchenende bei Google nach „Monchi“.

Woher kommt das Wort „Zombie“? Was bedeutet es? Wortherkunft und Bedeutung erklärt


Das heute aus Medien, Serien, Filmen und Fernsehen bekannte internationale englische und auch in Deutschland verbreitet Wort „Zombie“ geht auf den in Angola in der Kimbundu-Sprache verbreiteten Begriff „nzùmbe“ zurück. Dieser Begriff wurde – durch vermutlich Sklaventransporte – nach Haiti gebracht, wo er sich zum haitianischen Wort „zonbi“ (gesprochen als „Zombi“) weiterentwickelte.

Der Begriff „nzùmbe“ aus der Kimbundu-Sprache war die Bezeichnung für einen Totengeist. „Nzùmbe“ ist mit anderen Kimbundu-Worten verwandt, so unter anderem „Nzambi“, was Gott bedeutet und „Zumbi“, was „Fetisch“ bedeutet. Fetisch wird hier in dem Zusammenhang verstanden, dass einem Gegenstand magische Kraft zugeschrieben werden bzw. dass der Gegenstand verzaubert / verhext ist.

In einem alten Portugiesisch-Kimbundu-Wörterbuch wird „nzumbi“ mit „Seele“ / „Geist“ übersetzt und genauer als „Geist der auf der Erde wandern muss und die Lebenden quält“ beschrieben.

„Zombi“ tauchte erstmals Anfang des 19. Jahrhunderts in der englischen Sprache auf. Robert Southey schrieb 1819 über die Geschichte von Brazilien und erwähnte dabei den Begriff „Zombi“.

In den modernen Medien wird „Zombie“ erstmals in Jahr 1978 im Film „Dawn of the Dead“ stark verwendet.

Herleitung und Wortherkunft von Zombie

Die Herleitung und Wortherkunft von Zombie als Mischung aus „Gott“ und „Fetisch“ passt gut, denn Zombie sind tote Menschen, denen jegliche Menschlichkeit und menschliches Leben verloren gegangen ist. Sie legen nur noch reduziertes Verhalten an den Tag und beschränken sich auf wenige Funktionen:

  • Essen
  • Gehen
  • Reaktionen auf Geräusche oder optische Dinge

Sie haben jegliches Körpergefühl und jegliche Sprache verloren, empfinden keinen Schmerz und können auch keine Auskunft über sich selbst geben. Sie sind damit keine Menschen, erinnern aber von ihrem Aussehen her an Menschen. Die Frage, wie sie um „Leben“ erweckt wurden, beantwortet die Kimbundu-Sprache durch „Gott“ bzw. Magie oder Zauberei. Dies passt gut mit der Religion des Voodoo zusammen.

Zombies: Folklore, Glaube und Tradition

In der haitianischen Folklore sind Zombies ein weitverbreitetes und häufig anzufindendes Thema. Hierbei wird in der Folklore erklärt, dass Totenbeschwörer oder Hexer die toten Körper zum Leben erwecken und sie befehligen.

Da der Zombie-Glaube aus Afrika stammt und durch gefangen-genommene Sklaven in die Neue Welt kam, bietet sich eine weitere Erklärung: Es wird vermutet, dass eine Voodoo-Gottheit die toten Menschen belebt und sie in das Jenseits nach Afrika zurückbringt. Sollten die Menschen diese Voodoo-Gottheit jedoch zu Lebzeiten verärgert haben, so würde sie die Toten schon wiederbeleben, aber sie nicht nach Afrika zurückbringen, sondern sie als seine Sklaven behalten.

Die Sklaverei nutzte den Voodoo-Glauben, um Sklaven vom Selbstmord abzuhalten. Den Sklaven wurde gesagt, wenn sie Selbstmord begehen, würden sie als Strafe als Zombies wiederkommen.

Weitere Herkunftstheorien von Zombies

Andere Theorien gehen davon, dass Zombies durch verschmutzte, verunreinigte und entzündete Wunden entstehen. Diese Verschmutzungen führen dazu, dass die Personen ihren Verstand verlieren und zum „Zombie“ werden. Andere psychologische Theorien gehen davon, dass „Zombie“ durch eine mentale Krankheit entstehen. Die mentale Krankheit sorgt dafür, dass der Verstand reduziert wird bis abstirbt und nur noch ein willenloser Körper überleibt.

Die letzte Erklärung des willenlosen Körpers bzw. der willenlosen Person deckt sich mit einer weiteren Bedeutung des Wortes „Zombie“. Nämlich werden als „Zombie“ Menschen bezeichnet, die durch Drogen ihren freien Willen verloren haben und nur noch auf das reagieren, was ihnen gesagt wird. Solch eine Droge ist unter anderem in Kolumbien im Umlauf. Sie heißt „Devil’s Breath“ (deutsch: Teufels Atem).

Worum es bei Zombies geht

Bei „Zombies“ geht es, um den verbreiteten Gedanken, dass ein Verstorbener wieder auf die Erde zurückkehrt und unter den Lebenden weilt. Dieser Glaube ist weit verbreitet, jedoch ist damit meist gemeint, dass der Vorstorbene nur als nicht-materieller Geist zurückkehrt (wie an Halloween).“Zombies“ sind das Gegenteil davon. Sie sind Geistfrei und keine Geister, sondern nur tote Körper. Sie sind quasi „lebendige Leichen“.

Das „Zombies“ – also Untote – zurück unter die Lebenden kehren, wurde stets mit Sorge betrachtet. Es wurde vermutet, dass Zombies zurückkehren, um Rache zu üben, sich zu rächen oder andere für erfahrenes Unrecht zu bestrafen.

Was bedeutet der Name Severin auf deutsch? Bedeutung, Wortherkunft, Übersetzung


Der deutsche Jungen-Vorname „Severin“ leitet sich vom lateinischen Jungen-Vornamen „Severus“ ab. Severus selbst ist die Kurzform von Severinus. „Severus“ bedeutet auf deutsch: „ernst“, „hart“, „gewissenhaft“ oder „streng“. Damit wird Severus zu:

  • Der Ernste
  • Der Strenge

In Frankreich ist eine weibliche Form verbreitet: Séverine. Die männliche Form ist auf französisch: Sévère. Weitere weibliche Formen sind: Severina und Severine.

Im slawischen ist „Severin“ als Familienname verbreitet. Dort leitet sich „Severin“ vermutlich von zwei unterschiedlichen Worten ab: a) von sebru, was Bauer bedeutet. b) von „sever“, was der Norden bedeutet.

„Severin “ bzw. „Severus“ war ein römischer Beiname.

Severin in anderen Sprachen und Varianten:

  • Severiano (spanisch)
  • Severinus (latein)
  • Severino (italienisch)
  • Severios
  • Severyos
  • Sevrin (Kurzform)
  • Seweryn (polnisch)
  • Sören / Søren (dänisch)

Namenstage von Severin

8. Januar (nach dem heiligen Severin von Noricum (heute Österreich), um 410 – 8.Januar 482)

23. Oktober (Katholischer Gedenktag; nach dem heiligen Severin, Bischof von Köln, Schutzpatron von Köln. Sein orthodoxer Gedenktag ist der 8. Januar)

Verbreitung von Severin

Severin ist ein Ortsteils der Gemeinde Domsühl im Landkreis Ludwigslust-Parchim in Mecklenburg-Vorpommern.

Eine bekannter Severus ist: „Severus Snape“ aus Harry Potter.

Severin Schwan ist ein österreichischer Manager.
Severin Kantereit ist Schlagzeuger der Band „AnnenMayKantereit“.
Severin von Eckardstein ist ein deutscher Pianist. Er gibt weltweit Solo- und Orchesterkonzerte.

Die „Severin Elektrogeräte GmbH“ wurde nach ihrem Gründer Anton Severin benannt. Er gründete die Firma 1921. Die Domain severin.de ist von der Firma registriert.

Heißt der Sohn von Bibi und Julienco Severin?

Es wird vermutet, dass der Sohn von Bibis Beauty Palace (Bibi, 25) und Julienco (Julian, 25) „Severin“ heißt. Demnach wäre sein vollständiger Name „Severin Claßen“. Er kam am 4. Oktober zur Welt. Jedoch ist der Vorname bisher unbestätigt. Als weiteres Gerücht wird diskutiert, ob der Sohn „Monte“ bzw. „Montiamus“ (Langform von Monte) heißt. Auch das ist unbestätigt.

Was bedeutet der Name „Borussia“? Wo kommt er her? Übersetzung, Wortherkunft und Bedeutung erklärt


„Borussia“ ist der latinisierte und neulateinische Name von „Preußen“.

Verschiedene Sportvereine nahmen den Ort und den Namen der Region oder des Landes in dem sie gegründet wurden mit in ihren Namen auf.

Die preußischen Könige Friedrich I. und Friedrich II. (auch „Friedrich der Große“ genannt) nutzen als lateinischen Namen „Fridericus Rex Borussiae“.

Fußballvereine mit „Borussia“ oder „Preußen“ im Namen

Beim DFB sind rund 60 Vereine eingetragen, die „Borussia“ im Namen tragen und es sind rund 38 Vereine eingetragen, die „Preußen“ im Namen tragen. Ihre bekanntesten Vertreter sind „Borussia Dortmund“, „Borussia Mönchengladbach“, „Preußen Münster“, „Tennis Borussia Berlin“, usw.

Bei der Namensgebung wurde der Ort und der Staat bzw. das Land miteinbezogen, in dem sich der Verein bei seiner Gründung befand. Einzig von dieser Art der Namensgebung soll Borussia Dortund abweichen.

Was bedeutet Borussia Dortmund / BVB?

Laut Überlieferung soll der Name „Borussia Dortmund“ sich auf die Borussia-Bauerei beziehen. Eine Werbetafel der Borussia-Brauerei blieb dabei einigen Gründungsmitgliedern im Gedächtnis, so dass sie den Namen Borussia bei der Gründung des Fußballvereines 1909 vorschlugen. (Die Borussia-Brauerei existierte von 1875 bis 1901. Die Gründung vom BVB soll relativ unvorbereitet abgelaufen sein, so dass der Name Borussia ohne viel Vorbereitung gewählt wurde.)

Am 19. Dezember 1909 gründeten mehrere junge Männer in der Gaststätte „Zum Wildschütz“ am Borsigplatz in Dortmund den „Ballspielverein Borussia 09 e. V. Dortmund“. Der Name wird abgekürzt zu „Borussia Dortmund“ oder BVB. (Die 09 bezieht sich auf das Gründungsjahr 1909.)

Einige Fans sagen heute noch als Antwort auf die Frage, was BVB bedeutet: „Borussen vom Borsigplatz“ („Preußen vom Borsigplatz“)

Was bedeutet Borussia Mönchengladbach?

Der Fußballverein „Borussia Mönchengladbach“ wurde am 1. August 1900 als „Borussia Verein für Leibesübungen 1900 e. V.“ gegründet. Vorgänger des Vereins war eine Spielgemeinschaft namens „FC Borussia“.

Die Stadt Mönchengladbach gehörte seit 1815 zu Preußen. Das Vereinseigene Stadtion heißt „Borussia-Park“.

Göttin und Symbol Preußens: Die Borussia

„Die Borussia“ war eine Göttin und Symbol des Staates Preußen. Sie war die Personifizierung des Königreich Preußens und wird von Bildhauern mehrfach dargestellt. Die bekannteste Borussia ist die goldene Figur auf der Siegessäule in Berlin. Sie erinnert an den preußischen Sieg 1871 über Frankreich, welcher zu Gründung des Deutsches Reiches führte. Eine weitere Borussia ist die Wagenführerin der Quadriga auf dem Brandenburger Tor. Eigentlich stellte sie die Friedensgöttin Eirene dar. Doch nach dem die napoleonischen Truppen die Quadriage raubten und sie 1814 wieder nach Berlin zurück kam, wurde sie zur Borussia umgedeutet. Sie erhielt dabei auch das eiserne Kreuz, den Lorbeerkranz und den preußischen Adler am Parierstab.

Für andere Länder wurden ebenfalls Frauen als Symbol genommen:

  • Bayern: Die Bavaria
  • Deutschland: Die Germania
  • Groß-Britannien: Die Britannia
  • Österreich: Die Austria
  • Schweiz: Die Helvetia
  • USA: Lady Liberty

Wortherkunft „Preußen“: Wie Preußen zu „Borussia“ werden konnte

„Borussia“ war eine von mehreren latinisierte Formen des Namens Preußens. Weitere Ausdrücke waren: Pruzi und Prutheni. Ab dem 18. Jahrhundert wurden die Ausdrücke „Prussia“ und „Borussia“ stärker verwendet und verbreitet, da unter anderem die Könige von Preußen sich nun „Rex Boruss“ nannten.

Der Volksname der Preußen tauchte im 9. Jahrhundert als „Bruzi“ auf. Andere nannten die Preußen „Prûsse“, „Pruzzen“, „Prußen“ oder „Priuzen“. Aus den Begriffen entwickelte sich der Ausdruck „Preußen“. Die Ausdrücke leiten sich vermutlich von Prūsai ab. „Prūsai“ selbst leitet sich vermutlich vom Namen eines Flußes ab und bedeutet (vermutlich) „Das Gesicht waschen“. (Diese Theorie ist unbestätigt.)

Weitere Begriffe um Borussia (Bedeutung)

Der Aufstieg Preußens führte auch dazu, dass eine Borussomanie und Borussophobie entstand. „Borussomanie“ bedeutet: übertriebene Liebe zu Preußen. „Borussophobie“ bedeutet: Angst vor den Preußen / Ablehnung der Preußen.

Verschiedene Studentenverbindung tragen den Namen „Borussia“ im Titel. Damit drücken sie ihre Verbundenheit zu Preußen aus.

Mehrere Schiffe hießen „Borussia“. Unter anderem hieß der erste in Preußen gebaute eiserne Hochseedampfer mit Schraubenantrieb „Borussia“. Das Schiff lief 1855 vom Stapel und versank 1874. Ein britisches Passagierschiff hieß ebenfalls „Borussia“ und ein Schiff der Hamburg-Amerikanischen Packetfahrt-Actien-Gesellschaft hieß auch „Borussia“.

Die „Borussia – Stiftung und Kulturgemeinschaft“ ist eine polnische NGO.

Die „Zeche Vereinigte Borussia“ war ein Steinkohlenbergwerk in Dortmund.

Die „Borussia“ war eine Lokomotive.

Was bedeutet der Vorname Gereon? Bedeutung und Wortherkunft erklärt


Der Vorname „Gereon“ leitet sich vom griechischen Wort „geron“ ab, was auf deutsch „alt“ oder „Greis“ bedeutet. Damit bedeutet Gereon auf deutsch: „Der Greise“, „Der Ältere“ oder „Der Weise“. Die genaue Herkunft vom Vornamen „Gereon“ ist unklar. Insbesondere ist der Vorname Gereon im Kölner Raum durch den Heiligen Gereon verbreitet.

Das griechische Wort „geron“ findet sich unter anderem in der Medizin wieder. Dort gibt es das Fachgebiet „Gerontologie“. Die Gerontologie ist die Wissenschaft vom Alt werden und beschäftigt sich mit alten Menschen.

Der Namenstag von Gereon ist am 10. Oktober.

Als Spitznamen für Gereon sind folgende verbreitet:

  • Geri
  • Gery
  • Gerri
  • Gerry
  • Gero
  • Geo

Babylon Berlin: Gereon Rath

Durch die deutsche Erfolgsserie „Babylon Berlin“ wurde der Vorname „Gereon“ verbreitet. In der Serie ist Gereon der Vorname des Kriminalkommissars „Gereon Rath“ (gespielt von Volker Bruch). Er ist eine der Hauptfiguren und leidet an Kriegszittern.

Unter anderem wurde Gereon Rath in Babylon Berlin auf seinen Vornamen angesprochen. Nachdem er Charlotte Ritter seinen Namen sagte, fragte diese ob er aus dem Mittelalter komme. Gereon Rath antwortet nur, dass er aus Köln komme.

Gereon Rath hatte einen älteren Bruder, genannt Anno Rath.

Die Figur des Gereon Rath erschuf der Schriftsteller Volker Kutscher in seinen Büchern. Er wählte den Namen Gereon, da dieser typisch rheinisch ist.

  • Der nasse Fisch. Gereon Raths erster Fall.
  • Der stumme Tod. Gereon Raths zweiter Fall.
  • Goldstein. Gereon Raths dritter Fall.
  • Die Akte Vaterland. Gereon Raths vierter Fall.
  • Märzgefallene. Gereon Raths fünfter Fall.
  • Lunapark. Gereon Raths sechster Fall.
  • Moabit.
  • Marlow – Der siebte Rath-Roman.

Du findest die Gereon-Rath-Romane auf Amazon hier* (Externer Link zu Amazon und Provisionslink)

Gereon der Stadtheilige von Köln

Gereon war ein Offizier der Thebäischen Legion und Christ. Er lebte von ca. 270 bis 10. Oktober 304. Er weigerte sich an der Christenverfolgung teilzunehmen und wurde in der Nähe von Köln dafür enthauptet. Sein Leichnam soll vor den Stadtmauern Kölns in einen Brunnen geworfen worden sein. Auf diesem Brunnen lies die Kaiserin Helena die Kirche St. Gereon errichten.

Die Thebäische Legion wurde in der Thebäis in Theben in Ägypten ausgehoben. Sie bestand nur aus Christen und hatte die Aufgabe Christen zu verfolgen. Gereon war der Offizier der Truppe und hatte 318 Soldaten. Es gibt viele Legenden um Gereon und bestätigt ist leider wenig. Gereon – an sich – ist schon ein interessanter Charakter: Er ist Ägypter mit griechischen Namen und christlichem Glauben, der Christen verfolgen soll.

Gereon von Köln ist der Schutzpatron der Soldaten und Stadtpatron Kölns.  Deswegen wird er oft in Ritterrüstung mit Kreuzfahne dargestellt. (Außerdem soll er gegen Kopfschmerzen helfen.) In Köln sind verschiedene Kirche und Bereiche nach ihm benannt:

  • Gereonsdriesch (kleine Parkanlage im Kölner Stadtteil Altstadt-Nord)
  • Gerons Kölsch (Die Brauerei existierte von 1868 bis 1993. Hier wurde das „Gereons Kölsch“ gebraut.)
  • Gereon-Skulptur (Befindet sich auf der Wiese vor der Kirche St. Gereon und ist ein abgeschlagener Kopf mit Soldatenhelm.)
  • Gereonskloster
  • Gereonsmühle und Gereonsmühlenturm (Bestandteil der mittelalterlichen Stadtmauer Kölns.)
  • Gereonshof
  • Gereonstor (Ehemaliges Stadttor)
  • Gereonswall (nicht mehr existierender Teil der Stadtmauer Kölns)
  • Güterbahnhof Gereon (Ein ehemaliger Bahnhof in Köln, der 1859 errichtet wurde bis 1990 existierte. Ab 1990 wurde an der gleichen Stelle der MediaPark errichtet.)
  • St. Gereon (romanische Kirche, die im Kölner Stadtteil Altstadt-Nord steht)

Weitere Bedeutung von Gereon

Der Ort „Saint-Géréon“ liegt im französischen Département Loire-Atlantique. Der Ort ist nach dem Heiligen Gereon benannt. Seine Einwohner werden „Géréonais“ genannt.

Was bedeutet frugal? Bedeutung, Definition


Frugal bedeutet:

  • bescheiden
  • einfach
  • karg
  • mäßig
  • nicht üppig
  • schlicht
  • sparsam
  • spärlich

„Frugal“ wird in dem Sinne gebraucht, dass es bedeutet, dass jemand sparsam mit Ressourcen wie Geld, Essen oder Lebensmittel umgeht. Im weiteren Sinne bedeutet es auch „günstig“ oder „billig“, sowie dass etwas nur in kleinen Mengen gereicht wird.

In einem weiteren Sinne bedeutet frugal, dass jemand genügsam ist, nicht viel braucht und keine großen Bedürfe oder Wünsche hat. Jemand der frugal lebt, ist sparsam und haushälterisch.

Ist eine Speise frugal, so ist damit gemeint, dass sie einfach oder klein ist.

Das Gegenteil von frugal ist „opulent“ oder „reichhaltig“.

Der Ausdruck „Frugal“ gehört zu den Janusworten – also Worte deren Bedeutung, dass Gegenteil ihres Klanges oder ihrer Assoziationen ist.

Wortherkunft: Woher stammt frugal?

„Frugal“ stammt vom lateinischen „frugalis“ ab. „Frugalis“ bedeutet „fruchtig“, „zu den Früchten gehörend“ und „nutzbar“. Mit „Frugalis“ ist das lateinische Wort „Frux“ verwandt. „Frux“ bedeutet Frucht. In die deutsche Sprache wanderte „frugal“ über das französische Wort „frugal“ ein.

Frugal und Frugalisten

Aus der Idee frugal zu leben, hat sich die Frugalismus-Bewegung gegründet. Diese Menschen werden Frugalisten genannt. Sie legen Wert auf eine sparsame Lebensweise und verzichten auf unnötige Ausgaben oder teure Anschaffungen. Frugalisten leben frugal, damit sie innerhalb weniger Jahrzehnte finanziell unabhängig und auf keine Festanstellung mehr angewiesen sind. Mehr über Frugalisten erfährst du hier.

Weiteres zu frugal

In der englischen Sprache existiert der Ausdruck „frugal politics“. Wortwörtlich bedeutet dieser auf deutsch: „frugale Politik“. Ein anderer Ausdruck ist „political frugality“ – auf deutsch: „politische Frugalität“. Mit beiden Ausdrücken ist eine sparsame und ressourcen-schonende Politik verbunden, bei der das Übermaß abgelehnt wird.

Als „frugale Innovation“ werden Erfindungen bezeichnet, die sich durch eine reduzierte Komplexität, reduzierte Kosten und reduzierte Produktion auszeichnen. Damit ist gemeint, dass z.B. Funktionen oder Features, die nicht essentiell sind, entfernt werden. Damit kann der Preis des Gutes gesenkt und neue Märkte können erschlossen werden.

Was ist eine Hetzjagd? Bedeutung, Definition


Bei einer Hetzjagd wird die Beute von mehreren Jägern so lange verfolgt, bis sie erschöpft ist und nicht mehr weglaufen kann. Läuft die Beute langsamer, dann versuchen die Jäger sie zu überwältigen, zu Boden zu bringen und gefangen zunehmen.

Eine Hetzjagd findet meist in Gruppen statt. Dabei verfolgen unter anderem mehrere Jäger ein Beutetier, solange bis es nicht mehr weglaufen kann.

Äußerungen in den Medien, um jemanden zu diskreditieren oder zu diffamieren werden teils auch als „Hetzjagd“ bezeichnet.

Wenn Menschen in einer Gruppe oder als Mob andere verfolgen, um diese zu fangen und körperliche Gewalt anzutun, kann auch von einer Hetzjagd gesprochen werden. Insbesondere wurde nach den Vorfällen in Chemnitz im August 2018 der Begriff „Hetzjagd“ stark in den Medien diskutiert.

Gab es Hetzjagden in Chemnitz im Jahr 2018?

Ob Hetzjagden in Chemnitz stattgefunden haben, müssen Behörden aufklären. Jedoch ist es hilfreich, zu untersuchen was überhaupt passiert ist und ob dies den Namen „Hetzjagd“ verdient.

Zunächst: „Hetzjagd“ ist kein juristisch definierter Begriff. Durch diesen Umstand bleibt Interpretationsspielraum offen. Der Duden definiert eine Hetzjagd als „das Verfolgen“ oder „Jagen eines Menschen“.

Fest steht: Ausländer wurden in Chemnitz angegriffen. Ausländern wurde hinterhergelaufen und nachgestellt. Hier stellt sich die Frage, nach der Dauer des Hinterherlaufens. Wie kurz oder lang muss das Hinterherlaufen sein, damit es als Hetzjagd gewertet werden kann? (Dies ist nicht definiert.)

Die Dresdner Generalstaatsanwaltschaft definiert den Begriff „Hetzjagd“ wie folgt: „Wenn Menschen durch Straßen gejagt werden, um sie am Ende zu verprügeln.“ Sie unterschieden die Hetzjagd vom bloßen hinterherlaufen. Laut Generalstaatsanwaltschaft wäre das bloße Nachlaufen straflos, solange der Verfolgte nicht bedroht oder genötigt wird. Ganz klar spricht sich die Generalstaatsanwaltschaft dafür aus, dass jede Bedrohung, Nötigung und Körperverletzung eine Straftat ist.

Woher kommt der Begriff Hetzjagd?

Der Begriff „Hetzjagd“ wird in der Jägersprache und im Tierreich stark verwendet. Bei einer Hetzjagd verfolgen und jagen Jäger mit Hunden Rehe, Wild oder andere Tiere. Teils sind die Jäger zu Fuß oder beritten. Die Hetzjagd ist eine Ausdauerjagd. Auch im Tierreich sind Hetzjagden bekannt. Unter anderem sind folgende Tier dafür bekannt, dass sie koordiniert andere Tiere jagen:

  • Afrikanische Wildhunde
  • Gerfalke
  • Tüpfelhyänen
  • Wölfe

Die Hetzjagd wird als Technik eingesetzt, da sie den Jägern Vorteile bietet. Während die Jäger in der Regel langsamer sind, als das gejagte Tier, so erhalten sie Vorteile durch ihre Zahl. Welcher Jäger die Führung übernimmt wechselt hin und wieder. Außerdem wechseln die Jäger ihre Geschwindigkeit, mal laufen sie, mal gehen sie und mal sprinten sie. Durch diese Techniken können sie ein Beutetier – das schneller als sie und ausdauernd laufen kann – jagen, zu Boden bringen und erlegen.

Die Hetzjagd erlaubt den Jägern sich zu erholen und neue Energie zutanken, sowie – bei Erschöpfung oder Hunger – Nahrung oder Wasser zu sich zunehmen. Dies wird der Beute verwehrt, da sie dauerhaft gejagt wird und nicht anhalten kann, um Luft zu holen, Energie zu tanken, etwas zu trinken oder etwas zu essen. Damit sorgen die Jäger dafür, dass die Beute erschöpfter und langsamer wird.

Es wird angenommen, dass Hetzjagden – als Jagdtechnik – schon seit Urzeiten eingesetzt werden. Unter anderem finden diese in der Kalahari Wüste von den San noch heute statt.

Teils sind die Jäger bewaffnet.

Statt „Hetzjagd“ wird auch „Hetze“ und „Hatz“ gesagt.

Rechtliche Situation

Während die Hetzjagd vom Mittelalter bis in das 18. Jahrhundert ein beliebter Sport des Adels war, so ist sie heute in Deutschland verboten. Im „§ 19 Sachliche Verbote“ Nummer 13 des Bundesjagdgesetz (BJagdG) steht: „Verboten ist die Hetzjagd auf Wild auszuüben“.

Auch im §3 des Tierschutzgesetz (TierSchG) ist in Nummer 8 festgelegt: „Es ist verboten ein Tier auf ein anderes Tier zu hetzen, soweit dies nicht die Grundsätze waidgerechter Jagdausübung erfordern“.

Was sind Killerphrasen und Totschlagargument? So kannst du reagieren!


Killerphrasen und Totschlagargumente sind sich sehr ähnlich. Sie dienen dazu, Ideen und Vorschläge im Keim zu sticken. Während die Killerphrasen ohne Argumente auskommen, wird bei Totschlagargumenten wenigstens versucht ein Argument vorzutäuschen, auch wenn gar nicht diskutiert werden soll.

Übrigens beide Worte beinhalten, dass etwas getötet werden soll. Das zeigt doch, wie ernst es manchen ist.

In diesem Beitrag erklären wir zunächst Killerphrasen, danach erklären wir Totschlagargumente.

Was sind Killerphrasen?

Als „Killerphrasen“ werden Aussagen bezeichnet, die nur dazu dienen ein Gespräch, eine Überlegung, Ideenfindung oder Diskussion zu beenden. Sie sind keine Scheinargumente oder Totschlagargumente, sondern bloße Aussagen, die dazu dienen ein Gespräch zum sofortigen Ende zu bringen.

Der Ausdruck „Killerphrasen“ setzt sich aus den Worten: „Killer“ und „Phrasen“ zusammen.

Als „Killer“ wird in der Umgangssprache ein Auftragsmörder bezeichnet. Der Ausdruck leitet sich vom englischen Verb „to kill“ ab. „To kill“ bedeutet auf deutsch: „jemanden töten“, „jemanden umbringen“ bzw. „jemanden killen“.

Als Phrase werden in der Umgangssprache Worthülsen bezeichnet, die leer sind, belanglos sind und keinen Inhalt haben. Eine Phrase ist eine nichtssagende Aussage. Statt „Phrase“ kann auch „Plattitüde“ gesagt werden.

Der Ausdruck „Killerphrasen“ bezeichnet also wortwörtlich, inhaltslose Aussagen die dazu dienen jede Ideenfindung und Kreativität abzuwürgen bzw. zu ersticken.

Beispiele für Killerphrasen

  • „Das ist eben so.“
  • „Das haben wir schon immer so gemacht. (Und das hat auch funktioniert.)“
  • „Das geht nun mal nicht.“
  • „Das gehört hier nicht hin.“
  • „Dafür bist du zu jung.“ („Dafür sind Sie zu jung.“)
  • „Das liegt nicht in ihrem Kompetenzbereich.“
  • „Darum!“
  • „Da könnte ja jeder kommen.“
  • „So etwas hat es noch nie gegeben.“
  • „Haben Sie keine anderen Probleme?“

4 Killerphrasen-Typen

Killerphrasen treten in unterschiedlichen Formen auf. Sie sollen dafür sorgen, dass Veränderungen verhindert werden und das Gegenüber keine weiteren Vorschläge macht.

  • Autorität: Die Autorität einer Person wird explizit verbal herausgestellt und betont, um gegen eine neue Idee vorzugehen. Beispiel: „Der Chef will so etwas nicht.“
  • Erfahrung: Jemand versteckt sich hinter seiner Erfahrung und glaubt zu wissen, wie ein Projekt verlaufen wird. Beispiel: „Wir wissen, wie so etwas endet.“ oder „Beim letzten Mal…“
  • Demut: Es wird Demut und/oder Bescheidenheit eingefordert. Beispiel: „Das wird zu groß für uns.“ oder „Das ist zu kompliziert.“
  • Pauschalisierungen: Es wird pauschal angegriffen und verurteilt. Beispiel: „Typisch deutsch“ oder „Typisch die Jugend keine Ahnung. Frisch von der Uni, nicht ins Leben geguckt nur in die Bücher.“

Was sind Totschlagargumente?

Totschlagargumente sind Scheinargumente, leere Argumente, Behauptungen, Pauschalurteile oder Vorurteile, die jemand verwendet, in der Hoffnung, dass Diskussionsteilnehmer nicht widersprichen, sondern dem „Totschlagargument“ zustimmen und die Diskussion damit beendet ist.

Der Ausdruck „Totschlagargumente“ setzt sich aus den Worten „Totschlag“ und „Argumente“ zusammen.  Als „Totschlag“ wird die vorsätzliche Tötung eines Menschen bezeichnet. (Totschlag wird in der deutschen Rechtsprechung von Mord unterschieden.)

Ein Argument ist Aussage mit der eine Position begründet wird. Argumente werden verwendet, um andere von etwas zu überzeugen.

Der Ausdruck „Totschlagargument“ bedeutet als wortwörtlich: Aussage mit der eine Idee oder ein Vorschlag vorsätzlich getötet werden. Die Aussage wird dabei als „Argument“ verpackt.

Totschlagargumente werden in der Regel als Aussagen formuliert.

Beispiele für Totschlagargumente

  • „Das würde den Rahmen sprengen.“
  • „So viel Mittel stehen dafür nicht zur Verfügung.“
  • „Unsere Zielgruppe würde das nicht verstehen.“
  • „Andere sind daran schon gescheitert.“
  • „Das ist politisch nicht korrekt.“
  • „Das ist unsere einzige Alternative.“
  • „Es gibt keine anderen Möglichkeiten.“
  • „Das behaupten Sie alle.“

Es zeigt sich das es mehrere Kategorien für Totschlagargumente gibt:

  • Mangel an Geld, Personal, Zeit
  • Ahnlosigkeit oder Verständnislosigkeit beim Personal oder der Zielgruppe
  • Angst vor negativer Presse, einem Skandal, in Fettnäpfchen zu treten

Eine Sonderform des Totschlagarguments ist der Nazi-Vergleich (Auch Hitler-Vergleich). Dieser soll die Diskussion nicht nur beenden, sondern auch das Gegenüber als unmoralisch darstellen.

Auf Killerphrasen und Totschlagargumente reagieren: Fragen stellen

Die beste Reaktion auf Killerphrasen und Totschlagargumente sind vertiefende Fragen. Wird z.B. gesagt: „Das geht nun mal nicht.“ kann gefragt werden: „Was genau geht nicht?“ oder „Warum geht das nicht?“ – Damit kann das Gegenüber seine Position erklären.

Hier gilt die Regel: Wer fragt, der führt!

Warum sagen Menschen Killerphrasen oder Totschlagargumente?

Mit Killerphrasen und Totschlagargumenten wird der Platz in der eigenen Komfortzone erhalten. Menschen mögen Veränderung nicht, da dies Unsicherheit und/oder Stress auslösen kann. Deswegen versperren sie sich gegen Neuerungen und leiten damit ihren eigenen Untergang ein. Denn wer sich nicht weiterentwickelt, wird zum Dinosaurier und stirbt (metaphorisch) aus.

Was bedeutet konterkarieren? Bedeutung, Definition


Wenn jemand etwas konterkariert, dann verhindert er oder durchkreuzt er ein Vorhaben. Das gewünschte Ziel tritt dann nicht ein.
Der Ausdruck „konterkarieren“ wird meist in dem Zusammenhang gebraucht, dass ein Vorhaben nicht aufgeht, weil andere Faktoren oder Teilnehmer dieses stören oder das Gegenteil bewirken. Sie arbeiten gegen das eigentliche Ziel.

Beispiele mit konterkarieren:

  • „Die Arbeit der Polizei würde durch eine öffentliche Fahndung konterkariert.“ (Damit wird gesagt, dass eine öffentliche Fahndung der Polizei nicht bei der Arbeit helfen wird, da diese den Täter über den aktuellen Stand informiert und eventuell aufschreckt.)
  • „Die Wirtschaft konterkariert die Wünsche der Gewerkschaft.“ (Damit wird gesagt, dass die Wirtschaft den Wünschen der Gewerkschaft – nach z.B. einer 35 Stunden-Woche – nicht nachkommen wird.)
  • „Mit dem Ausrutscher hat Max sein gutes Image konterkariert.“ (Damit wird gesagt, dass Max durch seinen Ausrutscher seinem Image einen Schaden zugefügt hat.)
  • „Fahrverbote konterkarieren die Aufgabe von Städten Mobilität zu gewährleisten.“ (Damit wird gesagt, dass Fahrverbote nicht helfen die Mobilität und einen flüssigen Verkehr in einer Stadt zu gewährleisten.)
  • „Die Gebühren sind so gering, dass sie die Kosten konterkarieren.“ (Damit wird gesagt, dass die Gebühren so niedrig sind, so dass sie nicht zu Kostendeckung ausreichen werden. Sie konterkarieren damit den Plan Kostenneutral zu sein.)
  • „Dein Gerede konterkariert meinen Entschuldigung.“ (Damit wird gesagt, dass die Person die viel redet, die Entschuldigung der andere durch falsche Wortwahl zu nichte macht.)
  • „Ein neuer Name für die Schule konterkariert den Wunsch nach Tradition.“ (Damit wird gesagt, dass Tradition mit einem alten Namen gewahrt wird und nicht durch einen neuen Namen.)

Seit 1900 steht „konterkarieren“ im Duden.

Herkunft von konterkarieren

Konterkarieren leitet sich vom französischen Wort „contrecarrer“ ab. „contrecarrer“ bedeutet „jemanden entgegenarbeiten“ oder „etwas entgegenarbeiten“.

Verbreitung von konterkarieren

Auch wenn der Ausdruck „konterkarieren“ nicht den Eindruck erweckt, oft gebracht zu werden, er wird oft verwendet. Journalisten nutzen den Ausdruck und auch bei Google Trends ist gut ersichtlich, dass jeden Monate viel den Begriff bei Google.de eingeben.

Was bedeutet „Avicii“? Bedeutung des Namens


„Avicii“ ist der Künstlername des schwedischen DJs Tim Bergling. In diesem Beitrag erfährst du, wie er zu seinem Namen kam und was „Avicii“ bedeutet.

Der schwedische DJ, Avicii, gab persönlich an, dass er sich aus zwei Gründen „Avicii“ genannte: a) Avici ist die tiefste Ebene der buddhistischen Unterwelt, auf diese kommen nur die schlimmsten Verbrecher. Also jene die ihren Vater getötet oder ihre Mutter ermordet haben und auch die, die einem Buddha das Leben genommen haben. b) Als Avicii sich eine MySpace-Seite anlegen wollte, war sein gewählter Name „Avici“ schon vergeben. Deswegen setzte er an das Wort „Avici“ ein zweites „i“ ran. Geboren war der Name: Avicii

Dies war sein letztes Instagram-Bild:

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Der echte Name von Avicii war Tim Bergling.

Tim Bergling wurde am 8. September 1989 in Stockholm, Schweden geboren und starb am 20. April 2018 in Oman, im Alter von 28 Jahren.

Seine letzte Single und andere bekannte Lieder findest du auf Amazon hier.*

Wer war Avicii?

Avicii war seit 2008 als DJ aktiv. Seinen Durchbruch erlangte er im Jahr 2011, als er sein Hit „Levels“ veröffentlicht und ein internationaler Hit wurde. In Deutschland, Österreich und Großbritannien schaffte er es mit dem Lied in die Top 10.

2013 erschien sein Debütalbum „True“. Im gleichen Jahr erschien auch seine Single „Wake Me Up“. Auch sie wurde ein internationaler Hit. In Deutschland, Österreich, der Schweiz und Großbritannien landete er damit auf Platz 1 der Charts. In den USA belegte er Platz 4.

Avici: tiefste Ebene der buddhistischen Hölle

Der Name Avicii wird in der Übersetzung nur mit einem „i“ am Ende geschrieben: „Avici“ (auch: Avīci). Aus dem Sanskrit und Pali (mittelindische Sprache) übersetzt, bedeutet Avici: „ohne Wellen“.

Avici ist die tiefste Ebene der Naraka (zu deutsch: buddhistischen Hölle). Das Avici soll ein Würfel sein, dessen Seiten zwischen 120.000 und 300.000 Kilometer lang sind. Das Avici ist tief unter der göttlichen (heiligen) und unsichtbaren Erde vergraben. Wer in das Avici wiedergeboren wird, muss dort die Ewigkeit verbringen. (Andere buddhistische Höllen dienen der Reinigung und dem Abarbeiten des schlechten Karmas, wer dorthin wiedergeboren wurde, wird sie irgendwann verlassen und als niedrige Lebensform auf die Erde wiedergeboren werden. Wer aber im Avici wiedergeboren wurde, muss dort die Ewigkeit verbringen.)

In das Avici werden jene wiedergeboren, die schlechtes Karma durch folgende Taten angesammelt haben:

  • Wer absichtlich eine Glaubsspaltung (Schisma) der Buddhisten herbeiführt.
  • Wer absichtlich seinen Vater oder seine Mutter tötet.
  • Wer absichtlich einen Buddha oder einen Arhat tötet. (Ein Arhat, ist jemand der Gier, Hass und Verblendung vollständig abgelegt hat und nach dem Erreichend es Nirwanas nicht wieder geboren wird.)
  • Wer absichtlich zutiefst bösartige Handlungen durchgeführt hat.
Was bedeutet „Weltschmerz“? Bedeutung, Definition


„Weltschmerz“ ist ein vom deutschen Schriftsteller Jean Paul (21. März 1763 bis 14. November 1825) geprägtes Wort.

Als Weltschmerz wird ein Gefühl der Trauer und der schmerzhaften Melancholie im Angesicht der Unzulänglichkeiten der Welt verstanden. Die aktuellen Unzulänglichkeiten, Fehler und Missstände der Welt werden dabei mit dem verglichen, wie die Welt in einem idealen Zustand aussehen könnte. „Weltschmerz“ geht einher mit einer gewissen negativen pessimistischen Realitätsflucht und auch der persönlichen Aufgabe. „Weltschmerz“ wird als Apathie, Melancholie und Traurigkeit verstanden.

Weltschmerz entsteht, wenn ein Individuum erkennt, wie unvollständig, mangelhaft und fehlerhaft es ist, sowie das es ein Spiegelbild der Welt ist, welche ebenfalls unvollständig, mangelhaft und fehlerhaft ist. Weltschmerz bedeutet, dass jemand übermäßig die Krankenheiten, Fehler und das Leiden der Existenz wahrnimmt. „Weltschmerz“ ist somit ein Wort, dass gut in die Epoche der romantischen Dichter passt. Diese war gekennzeichnet, von einer Emanzipation des Individuums, dass sich von der traditionellen Authorität befreite und eigenständig wurde.

Im Deutschen Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm ist Weltschmerz auch gelistet. In den 1830er Jahren verbreitet sich der Begriff. Jean Paul verwendete den Ausdruck in seiner Novelle Selina.

Der Ausdruck „Weltschmerz“ wird oft als ein berühmtes deutsches Wort bezeichnet, dass in viele andere Sprachen (Englisch, polnisch, schwedisch, niederländisch, portugiesisch, spanisch) ausgewandert ist. Dies steht im Kontrast dazu, dass der Ausdruck „Weltschmerz“ in der deutschen Umgangssprache kaum verwendet wird. (Ähnliches passiert auch beim deutschen Wort „Waldeinsamkeit„.)

Auf englisch wird „Weltschmerz“ meist als „world weariness“ oder „world pain“ übersetzt.

Die wahre Bedeutung der Namen deutscher Bundesländer


Deutsche Bundesländer haben alle ihre Namen. Doch was bedeuten diese in Wirklichkeit bzw. in Wahrheit? Die Etymologie gibt hier Antworten, denn sie ist die Wissenschaft, die die Gestalt, Bedeutung und Herkunft von Wörtern untersucht. Schauen wir was die Namen unserer Bundesländer wirklich bedeuten:

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  • Baden-Württemberg – Bäder und starke Burgen
  • Bayern – Männer aus Böhmen
  • Berlin – Sumpf (geht auf das slawische „berl“ zurück)
  • Brandenburg – Wald des Branim
  • Bremen – Stadt am Rand (einer Düne)
  • Hamburg – Platz in einer Flussbiegung
  • Hessen – Land der Hutleute
  • Mecklenburg-Vorpommern – Grosse Burg im Land vor dem Meer
  • Niedersachsen – Niederschwertkämpfer
  • Nordrhein-Westfalen – Nordfluss-Westfelden
  • Rheinland-Pfalz – Stromland-Palast
  • Saarland – Flussland
  • Sachsen – Schwertkämpfer
  • Sachsen-Anhalt Schwertkämpfer-Abgeneigt
  • Schleswig-Holstein Markt-Waldbewohner
  • Thüringen – Die Kühnen
Einige Anmerkungen zu den Übersetzungen:

Das Wort „Bayern“ geht auf die Bajuwaren zurück. Bajuwaren ist eine Übersetzung des „baio-wariōz“. Der Wortteil „Baio“ steht hierbei für das Land Böhmen. Hier siedelte das keltische Volk der Boier. Der Wortteil „Wariōz“ geht auf „war“ zurück, was Mann bedeutet. Somit wird Bayern zum Land der Männer aus Böhmen.

Berlin leitet sich aus der serbischen Silbe „berl“ ab. Diese bedeutet Sumpf.

Der Name „Bremen“ leitet sich aus dem alten sächischen Wort „bremo“ ab, was Rand oder Fransen bedeutet. Bremen liegt am Rand, genauer gesagt auf einer langen Düne am Weserufer. Das Wort „verbrämen“ stammt übrigens vom Wort „bremo“ ab. Es bedeutet „umranden“ bzw. „etwas verzieren“.

Schleswig-Holstein setzt sich aus mehren Wortteilen zusammen. „Schlei“ bedeutet Bucht. „Wig“ bedeutet Markt bzw. Handelsplatz. Somit wird Schleswig zum Markt an der Bucht. Holstein geht auf das lateinische Wort „Holcetae“ zurück, was Männer aus dem Wald bedeutet.

Das Wort „Rhein“ geht auf die lateinischen Wörter für „fließen“ und „Fluss“ zurück: rinah und rivus. Demnach bedeutet „Rhein“ einfach nur Fluss.

Das Wort „Sachsen“ entstammt dem germanischen „sahs“, was das Wort für ein Schwert war.

Das Wort „Burg“ steht nicht automatisch für eine Festung, Burg oder ein Schloss. Da es in der Zeit, wo die Namen entstanden – 0 vor Chr. und weiter davor – wenig bis keine Burgen gab, sollte das Wort „Burg“ mit sicherem und gefestigtem Platz übersetzt werden.

Bedeutung des Wortes „Deutschland“

Das Beste kommt noch, denn die Bedeutung des Wortes „Deutschland“ soll auch geklärt werden.

Deutschland bedeutet „Land, in dem deutsch gesprochen wird.“ Womit jeder zum Deutschen wird der Deutsch spricht.

Worauf geht dies zurück?

Im vierten Jahrhundert entwickelt der Bischof Wulfila bei einer Bibelübersetzung einen Gegenbegriff zum Wort „jüdisch“: þiudisko. „þiudisko“ ist eine gotische Übersetzung aus dem griechischen und bedeutet „Zum Heidenvolk gehörig“.

Bevor das Wort „deutsch“ existierte, wurde für die Deutschen, der Name „theodiscus“ verwendet. Theodiscus leitet sich vom lateinischen „Theoda“ ab, was Volk bedeutet. Es wurde also immer über die Deutschen als Volk geredet. Der älteste Beleg datiert die Nennung auf das 768. In einem Päpstlichen Beschluss wird festgelegt, dass Konzilbeschlüsse in „tam latine quam theodisce“ (auf Latein wie auch in der Volkssprache) mitgeteilt werden sollen.

Zwischen dem 10 und 11 Jahrhundert taucht das Wort „Deutsch“ in einer frühen Form das erste mal auf. Hier wird von den „Diutschi man“ geredet, wenn über die Deutschen geredet wird.

Deutsche haben den Längsten! – Kennst du die 10 längsten Wörter der deutschen Sprache?


Die deutsche Sprache ist weltweit dafür bekannt, dass sie zusammengesetze Substantive erlaubt. Diese sogenannten Komposita werden von deutschen und österreichischen Behörden auf das Äußerste ausgereizt. Ämter reihen Substantiv an Substantiv und bilden die längsten Wörter der Welt.

In dieser Liste findest du nur Worte, die wirklich offiziell von Behörden oder anderen Einrichtungen verwendet werden bzw. verwendet wurden.

  1. Grundstücksverkehrsgenehmigungszuständigkeitsübertragungsverordnung – 67 Buchstaben

    Dieses Wort ist der Titel eines Gesetzes, dass die Übertragung von Zuständigkeiten des Oberfinanzpräsidenten der Oberfinanzdirektion Berlin auf das Bundesamt zur Regelung offener Vermögensfragen regelt. Abgekürzt wird als „GrundVZÜV“. Siehe: 1

  2. Rindfleischetikettierungsüberwachungsaufgabenübertragungsgesetz – 63 Buchstaben

    Dieses Wort war der Titel eines Gesetzes, dass Überwachungsaufgaben für die Etikettierung von Rindfleisch und die Kennzeichnung von Rindern regelte. Es galt zwischen dem 19. Januar 2000 und 29. Mai 2013 im Bundesland Mecklenburg-Vorpommern. Abgekürzt heißt es: „RkReÜAÜG“

  3. Verkehrsinfrastrukturfinanzierungsgesellschaftsgesetz – 53 Buchstaben

    Dieses Wort ist der Titel eines Gesetzes, dass die Errichtung einer Gesellschaft und Finanzierung von Bundesverkehrswegen regelt. Abgekürzt wird es zu „VIFGG“. Siehe: 2

  4. Vermögenszuordnungszuständigkeitsübertragungsverordnung – 54 Buchstaben

    Dieses Gesetz regelt die Übertragung der Zuständigkeiten des Oberfinanzpräsidenten der Oberfinanzdirektionen in den neuen Ländern nach dem Vermögenzuordnungsgesetz auf das Bundesamt, um offene Vermögensfragen zu regeln. Abgekürzt wird es zu „VZOZÜV“. Siehe: 3

  5. Bundespräsidentenstichwahlwiederholungsverschiebung – 51 Buchstaben

    Dieses Wort beschreibt die politischen Ereignisse in Österreich des Jahres 2016 sehr gut. Es steht für einen langen Wahlkampf, eine angefechtete Stichwahl, deren Wiederholung und deren Verschiebung.

  6. Gleichgewichtsdichtegradientenzentrifugation – 44 Buchstaben

    Begriff aus der Physik; Bezeichnet ein physikalisches Trennverfahren von Partikeln durch sedimentieren in einem Dichtegradienten.

  7. Elektrizitätswirtschaftsorganisationsgesetz – 43 Buchstaben

    Name des österreichischen Gesetz, um eine rechtliche Grundlage für die Deregulierung der Elektrizitätswirtschaft. Abgekürzt wird es zu „EIWOG“ – Eine andere Schreibweise ist: Elektrizitäts-Wirtschafts-Organisationsgesetz
    In Deutschland wird das „Energiewirtschaftsgesetz“ als rechtliche Grundlage für leitungsgebundene Energie verwendet. Abgekürzt wird als „EnWG“

  8. Wrackbeseitigungskostendurchsetzungsgesetz – 42 Buchstaben

    Dieses Gesetz regelt die Durchsetzung von Kostenforderungen über die Beseitigung eines Fracks. Es berücksichtigt, dass Übereinkommen von Nairobi aus 2007

  9. Verkehrswegeplanungsbeschleunigungsgesetz – 41 Buchstaben

    Gesetz zur schnelleren Planung von Verkehrswegen in den neuen Bundesländern und Berlin. Abgekürzt als „VerkPBG“

  10. Hochleistungsflüssigkeitschromatographie – 40 Buchstaben

    Analytische Methode in der Chemie, um Substanzen zu trennen, über Standards zu identifizieren und zu quantifizieren.

    Restriktionsfragmentlängenpolymorphismus – 40 Buchstaben

    Methode, um den genetischen Fingerabdruck zu identifizieren. Abgekürzt als „RFLP“

    Telekommunikationsüberwachungsverordnung – 40 Buchstaben

    Gesetz zur Regelung der technischen und organisatorischen Überwachung der Kommunikation.
    Wird auch wie folgt geschrieben: „Telekommunikations-Überwachungsverordnung“ – Abgekürzt wird es als „TKÜV“

    Unternehmenssteuerfortentwicklungsgesetz – 40 Buchstaben

    Gesetz zur Fortentwicklung des Unternehmenssteuerrechts. Abgekürzt als „UntStFG“

Die heimliche Nummer 1:

Donau­dampfschifffahrts­elektrizitäten­hauptbetriebswerk­bauunterbeamten­gesellschaft

– 80 Buchstaben – Leider ist nicht bekannt, ob dieses Wort jemals verwendet wurde. Erst die Rechtschreibreform von 1996 hat das Wort noch länger gemacht, denn das dreifache „f“ in „Schifffahrt“ wurde früher als „Schiffahrt“ geschrieben. Das Wort hatte also vor 1996 nur 79 Buchstaben. Das Wort „Donaudampfschifffahrtselektrizitätenhauptbetriebswerkbauunterbeamtengesellschaft“ ist in verschiedenen Ausgaben des Guiness-Buchs der Rekorde eingetragen.

Das längste englische Wort ist: pneumonoultramicroscopicsilicovolcanoconiosis – Es ist der Begriff für eine Lungenkrankheit namens Quarzstaublunge.

Was bedeutet „Kummerspeck“? Bedeutung, Definition


„Kummerspeck“ entsteht durch Essen bei Traurigkeit, um die empfundene Niedergeschlagenheit abzudämpfen und/oder die innere Leere zu füllen.

Das jemand „Kummerspeck“ zugelegt hat, wird meist von anderen festgestellt, die bemerken, dass jemand z.B. nach einer Trennung oder einem Schicksalsschlag Gewicht zugenommen hat. Der Kummerspeck ist also sichtbar.

Kummerspeck ist Übergewicht.

Essen aus Freude und Trost

Essen bereitet vielen Menschen Spaß und Freude. Aus diesem Grund essen Menschen bei Niedergeschlagenheit, um den negativen Gefühlen mit positiven Gefühlen zu begegnen, die sie durch die Aufnahme von Nahrung erhalten. Hierbei werden fettreiche und zuckerreiche Nahrungsmittel bevorzugt. Wer zu viel isst, nimmt zu.

Übermäßiges Essen kann bei Einsamkeit, Niedergeschlagenheit und Traurigkeit Trost spenden. Auch kann Stress / Dauerstress und schlechte Laune zu Kummerspeck führen. Der Stress führt dazu, dass das eigene Kontrollvermögen – also die eigene Willenskraft – reduziert ist und jemand sich mehr seinen Gelüste hingibt, wenn doch die Kontrolle des Essverhaltens in dem Moment wichtiger wäre.

Aber auch Einsamkeit, Existenzängste oder Überförderung können dafür sorgen, dass jemand mehr isst, als sonst.

Kummerspeck entsteht weniger durch reguläre Mahlzeiten, sondern mehr durch das Naschen zwischendurch.

Wie Kummerspeck entsteht

Die Veranlagung dazu Kummerspeck aufzubauen, kann schon in der Kindheit entstehen. Hier ist es wichtig, wie mit dem Befürnis nach Nahrung umgegangen wird. Wenn schlechte Gefühle eines Babys oder Kleinkindes mit Essen gestoppt werden, so erlernt dieses Kind wo möglich Nahrung zu sich zunehmen, wenn es traurig oder schlecht drauf ist. Eltern sind hier in der Verantwortung zu unterscheiden, ob Essen eine Belohnung ist oder zur Beruhigung dient.

Was Kummerspeck wortwörtlich bedeutet

Der Ausdruck „Kummerspeck“ setzt sich aus den Worten „Kummer“ und „Speck“ zusammen.

„Kummer“ ist ein Gefühl der Niedergeschlagenheit und Traurigkeit. Wer „Kummer“ hat, macht sich Sorgen.
„Speck“ steht nicht für Bacon, sondern damit ist das Gewicht (und damit das Fett) gemeint, dass jemand zulegt, wenn er/sie zu viel isst.

„Kummerspeck“ auf englisch

Im englischen wird „comfort eating“ verwendet, was Kummerspeck auch gut umschreibt: Es wird gegessen, um sich besser zu fühlen.

 

Kummerspeck Sprachbeispiele

  • „Kummerspeck frisst du dir selbst an.“
  • „Kummerspeck kommt nicht von alleine.“
Was ist Heimweh? Bedeutung und Definition erklärt


Als „Heimweh“ wird das Gefühl beschrieben, wenn jemand seine Heimat oder seine Zuhause vermisst, während diese Person in der Fremde bzw. weit weg von ihrer Heimat ist. Das „Heimweh“ stellt sich nach wenigen Tagen oder Wochen ein und wird meist als schmerzendes bis trauriges Gefühl empfunden.

Heimweh ist Inhalt zahlreicher Kunstwerke, Gedichte, Bücher und Lieder.

Wie entsteht Heimweh?

Das „Heimweh“ ist eine Sehnsucht nach dem Gewohnten und Bekannten. Es tritt auf, wenn jemand mit einer neuen Umgebung, neuen Menschen und neuen Dingen konfrontiert wird. Diese neuen Erfahrungen können zunächst verunsichern, da nicht klar ist, wie sie einzuschätzen sind. Auch tritt Heimweh bei Gefühlen der Einsamkeit, Unsicherheit und Ungewissheit auf. Wenn jemand sich fremd fühlt, wächst auch die Sehnsucht nach der Heimat. „Heimweh“ als Reaktion ist hierbei der Wunsch nach Sicherheit, Stabilität und Vertrautheit.

Kinder und junge Menschen empfinden Heimweh, wenn sie das erste Mal auf einer Reise sind. Aber auch Auswanderer und Reisende können Heimweh empfinden, wenn sie lange Zeit ihre Heimat nicht gesehen. Flüchtlinge und Migranten können ebenso Heimweh nach der Region oder dem Land empfinden, dass sie verlassen mussten bzw. verlassen haben.

Wenn jemand „Heimweh“ empfindet, so zeigt sich daran eine Verbundenheit und Zugehörigkeit zu bestimmten Menschen (Familie) und einer Region bzw. einem Land. Dies können positive Gefühle sein, da sie die Verbundenheit von Menschen aufzeigen und helfen zu spüren, dass jemand Teil von etwas ist, was ihm/ihr wichtig ist.

Heimweh kann durch unterschiedliche Dinge ausgelöst werden. Gerüche nach vertrautem Essen, ein Parfüm oder ein Duft können Erinnerungen auslösen. Einsamkeit, Alleinsein und Isoliertheit können auch „Heimweh“ auslösen.

Wie äußert sich Heimweh?

Heimweh äußert sich emotional sehr unterschiedlich. Einige sind melancholisch, schwermütig, andere traurig. Manche werden passiv und wenige werden sogar krank. Einigen ist ihr Heimweh sogar peinlich.

Wer Heimweh hat, ist traurig, schüchtern bis ängstlich. Beim Heimweh vermisst jemand seine Familie, Freunde, sein Zimmer, seine vertraute Umgebung, Haustiere, Verwandte, seine Stadt, sein Land oder seine Kultur. „Heimweh“ entsteht durch den Kontrast und die Erfahrungen von neuen Kulturen, Menschen und Orten. Diese neuen Dinge werden unbewusst mit dem Bekannten verglichen, wodurch sie erst sichtbar werden.

Heimweh kann auch von Appetitlosigkeit, Schlafproblemen oder Angespanntheit/Gereiztheit begleitet werden.

Je nach Person äußert sich das Heimweh unterschiedlich.

Was hilft gegen Heimweh?

Gegen Heimweh helfen verschiedene Dinge:

  • Essen aus der Heimat kochen und es mit neuen Freunden teilen.
  • Über die Heimat reden und den neuen Freunden Fotos zeigen.
  • Sich Zeit nehmen und über neue Erfahrungen nachdenken.
  • Am Heimweh wachsen und sich darüber freuen, dass man seine Wurzeln nicht vergisst.
  • Sich Zeit geben, um am neuen Ort anzukommen.
  • Sich Ablenken mit neuen Freunden und Erlebnissen.

Das Heimweh sollte in jedem Fall durchgestanden werden. Wer nach Hause telefoniert oder den Urlaub abbricht, hat dem Gefühl nachgegeben. Es wird dann beim nächsten Urlaub wiederkommen.

Geschichte von Heimweh

In der Zeit der Romantik verbreitete sich der Ausdruck und die Idee „Heimweh“ im deutschsprachigen Raum.

Im 18. Jahrhundert wurde „Heimweh“ in der Schweiz als Krankheit diagnostiziert. Schweizer Ärzte stellen damals bei Schweizer Soldaten, die außerhalb der Schweizer stationiert wurden, eine gewisse Traurigkeit und Melancholie fest. Auch lies ihr Kampfeswille und ihre Kampfkraft nach. Deswegen wurde Heimweh zunächst „Schweizer Krankheit“ genannt.

In der heutigen Psychologie wird Heimweh als „Anpassungsstörung“ bezeichnet.

Gegenteil von Heimweh: Fernweh

Das Gegenteil von Heimweh ist Fernweh. Beim Fernweh wünscht sich jemand ferne und fremde Länder, Städte oder Regionen zu erkunden. Das Fernweh ist eine Sehnsucht, die bekannten Verhältnisse für ein Abenteuer und neue Erfahrungen zu verlassen.

Beispiele mit Heimweh

  • „Mein Heimweh wird größer. Ich muss nach Hause.“
  • „Ich will nach Hause. Ich leide unter Heimweh.“
Was ist Fremdschämen? Wie entsteht es? Bedeutung, Definition


Fremdschämen bezeichnet das Gefühl der Scham für die erlebte Verletzung von Normen und Werten durch andere, ohne dass diese Scham für ihre Taten empfinden.

Fremdschämen bedeutet, dass jemand das Auftreten oder Verhalten einer anderen Person peinlich findet. Diese Fremdscham wird dabei teils als unerträglich empfunden und sie wird nicht freiwillig empfunden. Für die Person, die sich fremdschämt, ist es teils unerklärlich und verwunderlich wie sich jemand so peinlich verhalten kann, ohne dass der Person das bewusst ist.

Das Substantiv zu Fremdschämen ist „Fremdscham“.

Der Ausdurck „Fremdschämen“ kann auf zwei Arten verstanden werden:

  • Jemand schämt sich für einen Fremden.
  • Jemand schämt sich als Fremder.

2009 wurde das Wort „fremdschämen“ in den Duden aufgenommen.
2010 wurde „fremdschämen“ zum Österreichischen Wort des Jahres gewählt.

Neurologie: Wie Fremdschämen entsteht

In unserem Gehirn gibt es Spiegelneuronen, auch Spiegelnervenzellen  genannt. Dies sind Nervenzellen, die aktiv werden, wenn wir etwas selbst tun oder ein Verhalten bei anderen beobachten. Sie helfen uns Empathie zu empfinden. Wenn sich z.B. jemand verletzt, so empfinden wir Empathie und können etwa nachempfinden, wie sich die Verletzung wohl anfühlt. Hier waren die Spiegelneuronen aktiv. (Man kann sagen, dass das Gehirn nicht sofort unterscheidet, ob wir etwas selbst erleben oder nur beobachten.)

Wenn nun jemand etwas peinliches macht, dann können wir das auch nachempfinden und setzen dies in Relation zu uns selbst. Das Gehirn hilft hier eine Vorstellung davon zugewinnen, wie sich das Beobachtete für einen selbst anfühlen würde. Die Spiegelneuronen feuern dafür und lassen uns das Beobachtete nacherleben. Das Ergebnis ist, wenn jemand Fremdscham empfindet: Nach dem eigenen moralischem Kompass mag das Verhalten eines anderen peinlich sein und man würde dies selbst nicht tun. Deswegen wird die Scham für einen Fremden empfunden. (Auch wenn der Fremde davon nichts weiß und seine Hemmschwelle niedriger als die eigene liegt.)

Wie stark jemand fremdscham empfindet, ist abhängig von der Ausbildung der Empathie, der Wahrnehmung der Welt und dem eigenen Peinlichkeitsempfinden. Außerdem spielt eine große Rolle, wie eine Person mit ihrem eigenen Peinlichkeitsempfinden umgeht.

Auch wird in der Forschung vermutet, dass jene Menschen sich eher fremdschämen, die in ihrer Kindheit die Unterscheidung zwischen fremden und eigenen Gefühlen nicht gelernt haben.

Beispiele zu Fremdschämen

Folgende Dinge und Themen eignen sich gut zum Fremdschämen:

  • Aussehen, Auftreten, Kleidung und/oder Verhalten anderer
  • Einige Fernsehsendungen
  • Erbrechen, (ein)Koten oder Urinieren in der Öffentlichkeit
  • Schlechte Auftritte vor Publikum
  • Unangemessene oder schlechte Witze
  • Unangemessene Kleidung
  • Verhalten von Deutschen im Ausland

Zitate und Sprachbeispiele:

  • „Ich konnte nicht anders als mich fremdzuschämen.“
  • „Ich fremdschäme mich für meine Mitbürger.“
  • „Wenn ich ihr zuschaue, kann ich nicht anders als mich fremdzuschämen.“
  • „Deutsche im Ausland kannst du nicht beobachten, ohne dich zu schämen.“

Englische Begriffe für „Fremdschämen“

In der englischen Sprache ist das Phänomen des Fremdschämens auch bekannt. Dafür gibt es verschiedene Begriffe:

  • External Shame
  • Vicarious embarrassment
  • secound-hand embarrassment
  • to feel embarrassed for someone else

„Fremdschämen“ in der Musik

Deutsche Musiker verwenden den Ausdruck „Fremdschämen“ auch in ihren Texten und sorgen so für die Verbreitung des Ausdrucks. Nachfolgend einige Beispiele:

  • Eko Fresh – Lied: „1000 Bars“ – Liedzeile: „Fiktive Fantasy-Fighter, fühle Fremdschämen“
  • Silla – Lied: „Die letzten ihrer Art“ – Liedzeile: „Bei eurem Rap krieg ich Fremdschämen“
  • Eunique feat. Azzi Memo – Lied: „Bluff“ – Liedzeile: „Fremdschämen-Bars woll’n mir nah sein“
  • KC Rebell feat. Money Boy – Lied: „Swagga Alarm“ – Liedzeile: „Ich verspüre bei deinen Videoblogs fremdschämen“
  • Architekt – Lied: „Verwahrloste Lines“ – Liedzeile: „Heißt miteinander fremdschämen“
  • Prinz Pi – Lied: „Totlachen“ – Liedzeile: „Ihr gebt Grund zum Fremdschämen“
  • Prinz Pi – Lied: „Wolken vor dem Mund“ – Liedzeile: „Diese sogenannten Rapper feiern Fremdschämen-Freudenfeste“
  • Haftbefehl – Lied: „Bruda Hin Bruda Her“ – Liedzeile: „Ich guck dich an und muss mich fremdschämen“
  • Capo – Lied: „Das ist OF/FFM“ – Liedzeile: „Ihr würdet euch fremdschämen, wenn ihr unser Leben hier im Dreck sehen würdet“
  • NOFX – Lied: „Insulted By Germans“ – Liedzeile: „I mean man muss sich ja fremdschämen“
  • Why SL Know Plug – Lied: „Kanye Hurensohn West“ – Liedzeile: „Es ist fremdschämen was du motherf*cker machst“
  • MC Smook – Lied: „Wähl‘ nicht die AfD“ – Liedzeile: „Sorry, armes Deutschland, Fremdschämen“
  • Captain Gips – Lied: „Cap Is Back“ – Liedzeile: „Ihr seid der Grund, warum ich mich so fremdschäme“
  • Optimuz – Lied: „Hassknecht“ – Liedzeile: „fremdschäme mich für meine Zunft“
  • Cashmo – Lied: „64 Bars“ – Liedzeile: „Mode rap – jeder rappt von loui oder gucci; Fremdschämen“
  • Ansa – Lied: „Die Ans“ – Liedzeile: „Gesamtbild zum Fremdschämen“
  • ERRdeKa – Lied: „Your little Girl“ – Liedzeile: „Draußen laufen Männer, da muss ich mich sogar fremdschämen“
  • Morlockk Dilemma feat. JAW – Lied: „Respektzoller“ – Liedzeile: „scheiß auf Vollidioten und Fremdschämer“
  • GGFI. – Lied: „Kann Das Sein?“ – Liedzeile: „Ja kann schon sein unsere Jugend ist zum Fremdschämen“
  • Pak official – Lied: „Senchamodus“ – Liedzeile: „Hab das Fremdschämen aufgegeben im Internet“
  • Deeooh – Lied: „Traumtänzer“ – Liedzeile: „Fremdschämen, wenn ich seh wie sie sich überordnen“