Was bedeutet „glutenfrei“? Was heißt das?

Mit dem Adjektiv „glutenfrei“ wird ausgesagt, dass Lebensmittel kein „Gluten“ enthalten und somit glutenfrei sind. Die Regelung, wann ein Produkt als „glutenfrei“ bezeichnet werden darf, sind streng:

Laut Lebensmittelregeln der EU darf ein Lebensmittel nur als „glutenfrei“ bezeichnet werden, wenn es weniger als 2 Milligramm Gluten pro 100 Gramm bzw. 20 Milligramm pro Kilogramm enthält.

Glutenfreie Produkte sind durch die Aufschrift „glutenfrei“ und eine durchgestrichene Weizenähre gekennzeichnet. Dieses Symbol ist ein eingetragenes Warenzeichen der Deutschen Zöliakie Gesellschaft (DZG).

Was ist „Gluten“?

Gluten ist die Bezeichnung für das Klebereiweiß der Getreidesorten: Weizen, Dinkel, Gerste, Grünkern und Roggen. Gluten selbst hat einen geringen Nährwert, dient aber als Träger für Aromastoffe. Dies führt dazu, dass Gluten in vielen Lebensmitteln verwendet wird, um den Geschmack zu verbessern.

Es sorgt unter anderem für die Fluffigkeit von Backwaren und hat entscheidenen Einfluss auf die Strukturen des Teiges. (Wenn du glutenfreie Brötchen mit glutenhaltigen Brötchen vergleichst, wirst du festsellen, dass die Glutenfreien kompakter und fester sind, während die glutenhaltigen Backwaren mehr Volumen haben.)

Für wen ist „Gluten“ gefährlich?

Menschen mit einer angeborenen oder erworbenen Glutenunverträglichkeit (Zöliakie) leiden unter verschiedenen Beschwerden, wenn sie glutenhaltige Lebensmittel essen. Dies können Darmbeschwerden, Durchfall, Bauchschmerzen, Dünndarmentzündungen, Blutarmut, Eisenmangel, Osteoporose oder Blähungen sein. Die Symptome treten auf, weil das Gluten nicht richtig vom Darm aufgenommen wird und die Eiweiße für eine Entzündung des Darmschleimhaut sorgen. Auch bei Menschen, die an Glutensensitivität (Glutenempfindlichkeit) leiden, können obrige Beschwerden auftreten.

So findest du heraus, ob du an Glutenunverträglichkeit (Zöliakie) leidest:

Bei einem Arzt kann die Glutenverträglich getestet werden. Hierbei wird ein Bluttest durchgeführt und das Blut wird auf verschiedene Antikörprer untersucht. Sind Antikörper vorhanden, so ist dies ein Hinweis auf Glutenunverträglichkeit (Zöliakie). Auf folgende Antikörper wird das Blut untersucht: Gliadin-Antikörper, Anti-Endomysium und Anti-Tissue-Transglutaminase

Mit einer weiteren Untersuchung wird Gewissheit erlangt. Hier werden Gewebeproben des Dünndarms entnommen und untersucht.

Wenn eine Zölikaie mittels Dünndarmbiopsie ausgeschlossen wurde, Gluten aber trotzdem nicht vertragen wird, so kann an eine Glutensensitivität vorliegen.

Was ist mit Maltodextrin?

Produkte, die aus glutenhaltigen Getreiden hergestellt werden, wie z.B. Traubenzucker, Maltodextrin, Dextrose oder Glukose enthalten kein Gluten. Sie bestehen nur aus Kohlenhydraten und sind Eiweißfrei.

Sonstiges

Am 19. Mai 2018 findet der Welt-Zöliakie-Tag in Ludwigshafen am Rhein statt.

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