Was ist ein Superspreader, Super Spreader, Superverbreiter? Bedeutung, Definition

Superspreader, Super spreader, Superverbreiter, Bedeutung, Definition, Merkmale


Als „Superspreader“ werden infizierte Personen bezeichnet, die überdurchschnittliche viele andere Personen mit einer Krankheit oder einem Virus angesteckt bzw. infiziert haben.

Was sind Superspreader? Bedeutung, Definition

Es ist wichtig folgendes über Superspreader zu wissen:

Es gibt keine genaue Grenze, wann eine Person zum Superspreader wird.

Die Annahme, dass es Superspreader gibt, basiert darauf, dass bei bisher verbreiteten Krankheiten beobachtet wurde, dass es Menschen gab, die überdurchschnittlich viele andere angesteckt haben. Aus dieser Beobachtung wurde die Idee des „Superspreader“ abgeleitet.

Infektionsrate Coronavirus (Covid-19): Man geht im Durchschnitt davon aus, dass ein Coronavirus-Infizierter zwei bis drei anderen Menschen ansteckt. Um eine Person als Superspreader zu identifizieren, müsste diese vermutlich mindestens rund zehn Personen angesteckt haben.

Es geht beim Identifizieren von Superspreadern nicht darum einen Sündenbock oder Schuldigen zu finden, sondern darum eine Epidemie oder Pandemie einzudämmen. Deswegen suchen Behörden nach möglichen Kontaktpersonen.

Das Phänomen der Superspreader wird in der Wissenschaft und insbesondere in der Epidemiologe stark diskutiert.

Das Wort „Superspreader“ bedeutet auf deutsch „Superverbreiter“ oder „Superverteiler“. Die englische Schreibweise ist „Super-Spreader“ oder „Superspreader“. In der Epidemiologie wird von „Superspreading-Ereignissen“ oder „Superspreader-Ereignissen“ gesprochen. (Engl. „Superspreading events“)

Wie entstehen Superspreader, Super Spreader, Superverbreiter? Bedeutung

„Superspreader“ entstehen nicht willentlich. Sie sind das Produkt ihres Immunsystems, Körpers und ihrer Umwelt.

Es wird angenommen, dass „Superspreader“ besonders viele Keime in sich tragen und dass sie diese Keime ungewöhnlich lange und in größeren Menge ausscheiden. (Der gegenteilige Fall wäre, dass jemand wenige Keime in sich trägt und diese nur kurzzeitig in geringen Mengen ausscheidet.) Ob das Immunsystem bei Superspreadern schlechter arbeitet, als bei anderen Personen ist nicht bekannt.

Weitere Faktoren, die darüber entscheiden, ob jemand ein Superspreader ist, können sein:

Hinweis: Ein Faktor macht keinen Superspreader aus. Erst viele Faktoren im Zusammenspiel erhöhen die Chance das jemand Superspreader werden kann.

  • Persönliche Hygiene und Gesundheit:
    • Wie gesund ist die Person? Hat sie Vorerkrankungen?
    • Wäscht sie sich oft die Hände?
    • Hält sie sich an Hygiene- und Gesundheits-Empfehlungen?
    • Siehe: Anleitung Hände waschen
  • Sozialkontakte, Distanz und Nähe zu anderen:
    • Hat die Person viel Kontakt zu anderen Menschen?
    • Hat sie engen Kontakt?
    • Geht die Person krank auf Arbeit?
    • Besucht die Person Veranstaltungen?
    • Hält sie in Zeiten von Pandemie oder Grippenwellen Abstand zu anderen?
    • Siehe: Social Distancing, Kontaktverbot, Kontaktreduzierung
  • Hält die Person sich an Orten auf, an denen viele Menschen aus unterschiedlichen Ländern angetroffen werden können? Beispiel: Hotels, Flughäfen, Konferenzen, Flüge, Flughäfen, Züge, Fußballspiele, Fantreffen, Stadien
  • Persönliche Faktoren
    • Reist eine Person viel?
    • Lebt sie einen gesunden Lebensstil?
    • Hat sie viel Stress?
    • Ist sie eine Person, die gern andere berührt?
  • Externer Faktor: Krankenhausinfektion

Ein Faktor ist das Immunsystem. Es kann angenommen werden, dass das Immunsystem bei Superspreadern so gut ist, dass sie Symptom frei sind und daher nicht auf Abstand zu anderen gehen.

Hinweise: In Zeiten von einer Pandemie hilft nur persönliche Hygiene und das Verweilen in der eigenen Wohung:

Coronavirus / Covid-19: Bekannte Superspreader

Während der Coronakrise im Jahr 2020 wurde in Südkorea ein Superspreader identifiziert. Die Person erhielt den Namen „Patient 31“. Sie ist Mitglied einer christlichen Sekte namens Shincheonji. Sie hat mindestens 29 andere Personen infiziert.

Ein 53-jähriger Brite wurde als Superspreader identifiziert. Er war im Januar auf einer Konferenz mit rund 100 Teilnehmern in Singapur und soll sich dort angesteckt haben. Ein Teil der Teilnehmer kam aus Wuhan.
Nach Ende der Konferenz verlies er Singapur und flog nach Frankreich, um Urlaub mit seiner Familie zu machen. Hier in Frankreich soll er vermutlich elf andere Personen angesteckt haben. (Fünf Franzosen und fünf Briten wurden positiv auf das Coronavirus getestet. Die französischen Behörden gehen davon, dass der Mann sie angesteckt hat.)
Nach dem Urlaub flug er über Genf (Schweiz) nach Großbritannien zurück. Zum Zeitpunkt, kurz nach seiner Rückkehr, nahmen die Organisatoren der Konferenz Kontakt zu ihm, um ihn darüber zu informieren, dass andere Teilnehmer am Coronavirus erkrankt waren. Er ließ sich daraufhin testen. Sein Coronavirus-Test fiel positiv aus. Die Behörden reagierten und versuchten Personen aufzuspüren, die Kontakt zu dem Mann hatten, die z.B. neben ihm im Flugzeug saßen.

Eine russische Ärztin wird als möglicher Superspreader-Fall gehandelt. Während sie im Frühjahr 2020 Konferenzen besuchte, sich mit anderen Ärzten und Studenten traf, soll sie elf andere Menschen angesteckt haben.

Geschichte: Historische Superspreader

Mary Mallon war eine Superspreaderin. Zwischen den Jahren 1900 und 1907 arbeitete sie als Köchin in Raum New York City. In der Zeit infizierte sie 53 Menschen mit Typhus. Sie wechselte mehrere Male ihren Wohnort, was jedes Mal dazuführte, das sie weitere Menschen ansteckte.

In Finnland steckte im Jahr 1998 eine Person 22 andere Personen mit Masern an.

Im Jahr 2003 verbreitete der Professor Liu Jianlun SARS. Er kam aus Kanton und infizierte in Hongkong in einem Hotel zwölf andere Personen. Bevor er nach Hongkong reiste, litt er schon unter Symptomen. Jedoch wollte er unbedingt an der Hochzeit in Hongkong teilnehmen.

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