Was ist Höhlenkompetenz? Bedeutung, Definition, Erklärung

Was ist Höhlenkompetenz, Bedeutung, Definition, Erklärung


Höhlenkompetenz ist ein neuartiges Konzept, welches das unterschiedliche Verhalten der Menschen in der Pandemie erklären soll. Während sich der Großteil der Menschen an die notwendigen Maßnahmen hält, so gibt es einige die alle Maßnahmen ablehnen und sich stattdessen an abstruse Verschwörungstheorien halten. Warum ist das so? Die Antwort darauf könnte weit in der Vergangenheit liegen.

Es gibt die abstrusesten Verschwörungstheorien. Etwa, dass das Coronavirus eine Biowaffe ist, die mittels 5G verbreitet wird. Oder dass Bill Gates uns mit der Impfung allen einen Mikrochip in den Körper geben will. Corona gibt es gar nicht, das ist alles nur eine Erfindung der Politik, um an mehr Macht zu gelangen usw. usw.. Abstruse Theorien gibt es nicht erst seit dem Coronavirus. Doch jetzt scheinen immer mehr Menschen an diese abwegigen Theorien zu glauben.

Was ist Höhlenkompetenz? Bedeutung, Definition, Erklärung

Während vergangener Krisensituationen in der Urzeit haben sich die Menschen in Höhlen zurückgezogen. Dort wurde die Kompetenz erlernt, sich mit Krisensituationen auseinanderzusetzen und damit umgehen zu können. Daher der Name „Höhlenkompetenz“.

Einige Menschen scheinen anfälliger für Verschwörungstheorien zu sein als andere. Während den meisten die abstrusen Theorien fällig abwegig erscheinen, so gibt es dennoch einige, die fest daran zu glauben scheinen und sich auch nicht durch Fakten von ihrer Meinung abbringen lassen.

Die Höhle in Krisenzeiten

Der Homo Sapiens stand mehrmals kurz vor dem Aussterben. Es konnten nur diejenigen überleben, die den Umgang mit Krisenzeiten erlernt hatten und eine entsprechende Mentalität entwickelt haben. Das gelang nicht allen Homo Sapiens, weshalb die Rasse auch so oft vor dem Aussterben stand.
Diese Krisensituationen, in denen der Mensch damals steckte, werden heute als Höhlensituationen beschrieben.

Als die Welt noch voller Gefahren war, waren für den Homo Sapiens Höhlen ein Schutzraum. Sie sicherten das Überleben, weil sie Schutz und Sicherheit boten. Gleichzeitig war die Höhle aber auch eine Herausforderung. Denn dort gab es keine Ablenkung, die Höhle war eng und die Menschen lebten eng zusammen. Es gab Ängste, Depressionen und Zweifel. Genauso wie heute.

Die Situation in der Höhle kann durchaus mit der jetzigen Pandemie verglichen werden. Jeder Haushalt ist in seinem Zuhause, also seiner „Höhle“ isoliert. Viele kommen mit der Situation nicht klar und haben mit Depressionen zu kämpfen, mit Zweifeln und Ängsten. Ganz wie die urzeitlichen Menschen in ihren Höhlen, aus denen sie aufgrund von Gefährdungen in der Außenwelt nicht fliehen konnten. Genauso können wir jetzt auch aufgrund von äußeren Gefährdungen nicht so frei leben, wie wir das gewohnt sind.

Neben der Angst vor der Ansteckung mit dem Coronavirus, gibt es in der derzeitigen Situation auch noch ökonomische Bedrohungen für den Menschen. Viele Selbstständige fürchten um ihre Existenz, nicht selbstständig Tätige sind in Kurzarbeit oder bereits entlassen worden.

In der unfreiwilligen Isolation, in der wir uns alle befinden, müssen wir viele Ängste ausstehen. Dabei kommen einige Menschen besser mit diesen Ängsten zurecht als andere. Weil sie gelernt haben und gerade lernen, in Krisensituationen zu bestehen.

Wie lernten die Höhlenmenschen in der neuen Situation zu überleben?

Während der Zeit in den Höhlen hat eine sogenannte „kognitive Revolution“ stattgefunden. Das Gehirn hat quasi eine neue Software erhalten, die bei weitem komplexer war als vorher. Der Höhlenmensch hat sich unter dem Druck in der Höhle weiterentwickelt, oder er hat nicht überlebt und ist an seinen Ängsten zugrunde gegangen.

In der Höhle, eventuell auf sich alleine gestellt oder nur mit der Familie zusammenlebend, hat der Homo Sapiens eine neue Fähigkeit entwickelt – die Fähigkeit, einen inneren Dialog zu führen. Das, was wir heute permanent tun, hat seinen Ursprung in der Isolation in der Höhle. Hinzu kam die Fähigkeit, Fantasie zu entwickeln und mit dieser umzugehen.
Die neuen Fähigkeiten werden heute als „Höhlenkompetenz“ bezeichnet.

Diese neue Fähigkeit war es letztendlich, die den Homo Sapiens zur der herrschenden Spezies auf der Welt gemacht hat. Dabei hat die Mehrzahl der Homo Sapiens, die überlebt haben, diese Kompetenz erlernt. Der Neandertaler beispielsweise hat dies nicht geschafft und ist daher ausgestorben, genauso wie andere Menschenarten.

Nur durch diese damals erworbene Höhlenkompetenz kommt der Mensch heute durch die Pandemiezeiten. Die Situation ist zwar mit damals natürlich nicht vergleichbar, aber grundsätzlich doch recht ähnlich. Nur dank der Höhlenkompetenz gibt es immer noch eine breite Zustimmung zu den coronabedingten Schutzmaßnahmen. Nur dank der Höhlenkompetenz wird die derzeitige Situation überhaupt ausgehalten.

Fehlende Höhlenkompetenz bei Verschwörungstheoretikern?

Die Vermutung liegt nahe, dass die Verschwörungstheoretiker die Höhlenkompetenz einfach nie erlernt haben. Sie sind nicht fähig, mit der aktuellen Situation umzugehen und suchen daher Zuflucht in den abstrusesten Theorien. Alles, um der Wahrheit zu entfliehen und ihr nicht ins Auge blicken zu müssen.

Dieses Verhalten wird als Höhlenpathologie beschritten. Hier wird ein irrationaler Weg beschritten, der mit Empörung und Emotionalität verbunden ist.

Doch warum zeigen einige Menschen weniger Höhlenkompetenz als andere? Warum sind einige anfälliger für die Verschwörungstheorien? Die Menschen haben unterschiedliche Prägungen. Wie sie in vielen Hinsichten unterschiedlich sind, so eben auch in dieser. In der jetzigen Situation muss jeder aus seinem Arsenal wählen, wie er mit der Lage umgehen kann. Es gibt leider eine Minderheit an Menschen auf der Welt, die die richtige Kompetenz für diese Art der Krisensituation nicht aktiviert hat. Aus Unwissen, wie mit der Situation umzugehen ist, schlägt diese Art von Mensch lieber um sich und verbreitet abstruse Theorien. Alles nur, um der Wahrheit nicht ins Gesicht sehen zu müssen.

Höhlenkompetenz lässt sich allerdings trainieren. Ein Mittel dafür ist die Kunst. Kulturelle Aktivität fördert die Auseinandersetzung mit bestimmten Themen. So kann Kunst auch helfen, sich mit der jetzigen Situation auseinanderzusetzen und sie zu akzeptieren, wie sie ist.

Die Pandemie kann daher auch durchaus einen positiven Effekt haben. Wie beim Erlernen der Höhlenkompetenz so besteht auch in der jetzigen Krisensituation die Chance, etwas Neues dazuzulernen. Sei es die Höhlenkompetenz oder eine andere Fähigkeit.
Es könnten auch neue Ideen zur Lösung von globalen Problemen und Herausforderungen bestehen. Dies hat bereits in der Prähistorie schon einmal funktioniert. Warum nicht auch jetzt?

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