Was ist ein Immunitätsausweis? Coronavirus, Bedeutung, Definition, Erklärung, Kritik


Ein Immunitätsausweis ist offizielles behördliches Dokument, dass die Immunität gegen bestimmte Krankheiten bestätigt.

Das englische Wort für Immunitätsausweis ist „Immunity Pass“.

Aktuell gibt es in Deutschland keine Immunitätsausweise.

Immunitätsausweis, Coronavirus und Deutsche Bundesregierung

Die Deutsche Bundesregierung hat ein Gesetz vorgelegt, dass einen Immunitätsausweis vorsieht. Der Immunitätsausweis soll als Nachweis dienen, dass jemand immun gegen das Coronavirus ist. Wer eine nachgewiesene und im Ausweis bestätigte Immunität gegen das Coronavirus hat, erhält Sonderrechte und für den- oder diejenigen werden die einschränkenden Maßnahmen ganz oder teils aufgehoben.

Für Menschen mit nachgewiesener Immunität und Immunitätsausweis sollen Betretungsverbote z.B. nicht gelten. Auch soll

Im Gesetz ist auch vorgesehen, dass Arbeitgeber von sozialen und medizinischen Einrichtungen Informationen darüber erhalten sollen, welche übertragbaren Krankheiten ihre Angestellten haben.

Das Gesetz heißt „Gesetz zum Schutz der Bevölkerung bei einer epidemischen Lage von nationaler Tragweite“

Immunität, Immunitätsausweis und Coronavirus

Aktuell ist über die Immunität gegen das Coronavirus wenig bekannt. Es ist z.B. unbekannt, wie lange die Immunität hält oder warum manche Menschen sich ein zweites Mal mit dem Coronavirus anstecken.

Wissenschaftlich wurde bisher nicht belegt, dass Menschen sich nach einer Coronavirus-Erkrankung nicht erneut anstecken können oder dass Coronavirus-Genesene das Virus nicht mehr verteilen können.

Wissenschaftlich wird die Immunität gegen das Coronavirus durch Antikörpertests nachgewiesen. Wer eine Coronavirus-Erkrankung überstanden hat, bei dem befinden sich Antikörper gegen das Coronavirus im Blut.

Kritik am Immunitätsausweis

Ein Immunitätsausweis verändert den Datenschutz. Denn auf einmal, erhalten Polizisten, Behörden-Mitarbeiter, Türsteher oder Ordner Einsicht in die Gesundheitsdaten einer Person. Die Gesundheitsdaten gehen aber nur eine Person und die Ärzte etwas an.

Beim Immunitätsausweis stellt sich auch schnell die Frage: Soll es beim Coronavirus bleiben? Warum nicht auch andere Immunitäten nachweisen und auflisten?

Der Immunitätsausweis kann diskriminierend sein. Denn Menschen werden in immun und nicht-immun eingeteilt. Außerdem werden nicht-immune Menschen benachteiligt, sollte es Sonderregelungen für Immune geben. Ferner gilt, wer den Ausweis nicht hat, müsste auf bestimmte Freiheiten verzichten.

Der Immunitätsausweis kann aber auch als Anreiz dienen, sich mit dem Coronavirus anzustecken. Denn die Vorteile überwiegen. Wer die Coronavirus-Erkrankung hinter sich hat, für den gelten weniger oder gar keine Einschränkungen mehr. Damit würde die bisherigen Eindämmungsstrategien konterkariert werden.

Unterschied: Immunitätsausweis und Impfausweis

In einem Impfausweis ist aufgelistet, welche Impfungen jemand erhalten hat. Durch einen Impfausweis können Ärzte nachvollziehen, welche Impfungen man hat, gegen welche Krankheiten man geschützt ist und wann welche Auffrischimpfungen fällig sind.

Ein Immunitätsausweis dient als Nachweis, dass eine Person immun gegen eine Krankheit ist, sich nicht mehr mit dieser Krankheit infizieren und diese nicht mehr übertragen kann.

Eine Impfung im Impfausweis nachzuweisen, ist einfach. Der Eintrag im Impfausweis steht einfach dafür, ob eine Person gegen impft wurde. Letztens Endes sagt der Eintrag nur, ob eine Person eine (oder mehrere) bestimmte Spritzen erhalten hat.

Eine Immunität nachzuweisen, ist aufwendiger und schwieriger. Denn die Immunität muss medizinisch per Antikörper nachgewiesen werden.

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