Was bedeutet „Wirrologe“? Bedeutung, Definition, Erklärung

Was bedeutet Wirrologe, Bedeutung, Definition, Erklärung


„Wirrologe“ ist eine abwertende Bezeichnung für Virologen, die losgelöst von Fakten und wissenschaftlichen Methoden ihre Ansichten verbreiten.

Als „Wirrologen“ werden aber auch Menschen bezeichnet, die keine Virologen sind und ihre nicht-wissenschaftlich-basierte Meinung über das Coronavirus verbreiten. Diese „Wirrologen“ haben sich selbst zu Experten ernannt.

Was bedeutet „Wirrologe“? Bedeutung, Definition, Erklärung

Die Corona-Krise bescherte uns etliche neue Erfahrungen und Begriffe. Der „Wirrologe“ ist einer davon.

Seit das mysteriöse Virus auftauchte, gerieten die Virusexperten und Medizinforscher in den Fokus der weltweiten Aufmerksamkeit.

Über das Virus ist bis heute nur wenig sicher bekannt. Trotz drei ähnlich verlaufender Epidemien innerhalb von 20 Jahren, haben Virologen weder die eigentliche Quelle noch einen effektiven Schutz ermitteln können.

Wenn wenig Fakten bekannt sind, wird viel vermutet und geredet.

Dies hat verschiedene Gründe. Es gibt verlässliche und bemühte Virusforscher, Ärzte und Gesundheitsexperten. Sie wollen den Virus-Krankheiten auf den Grund gehen und Menschen helfen. Diese Menschen geben auch zu, dass sie nicht viele Fakten haben. Sie streuen in der Regel keine Falschinformationen, äußern sich vorsichtig und verbreiten Halbwissen nicht als Wahrheiten.

Dann gibt es in Krisenzeiten auch immer Menschen, die sich selbst plötzlich zu Experten ernennen. Die große Nachfrage nach Informationen bietet ihnen die ideale Plattform. Viel mehr als aufrichtige Hilfe zu leisten oder fundiertes Wissen zu vermitteln, geht ihnen um Selbstdarstellung.

Forscher, die Randmeinungen vertreten oder in Fachkreisen nicht anerkannt sind, wurden im Rahmen der Corona-Krise plötzlich zu gefragten Medienstars.

Die dritte Kategorie Mensch nutzt ein Massenereignis wie die Corona-Pandemie bewusst, um Panik unter den Menschen zu schüren.

In unserer Gesellschaft gibt es eine sonderbare Tendenz dazu, alles was Ärzte, Wissenschaftler, Journalisten oder Politiker verkünden, für bare Münze zu halten. Gesagtes wird ungeprüft als „Wahrheit“ übernommen und keiner weiteren skeptischen Prüfung mehr unterzogen.

Während der Pandemie gab es zahlreiche widersprüchliche Statements und verwirrende Aussagen. Teilweise änderten Experten die eigene Meinung binnen weniger Tage. Insgesamt herrschte über die verbreiteten Zahlen, Regelungen und Aussichten stets große Verwirrung.

Viele der Fachleute entwickelten sich so von „Virologen“ zu „Wirrologen“. Wobei im Zuge der Krise alle übereifrigen Verkünder von Informationen als Wirrologen bezeichnet wurden (nicht nur Ärzte und Virusforscher).

Covid-19 eine (fast) ganz normale Grippe?

Zu jeder kalten Jahreszeit ist Grippesaison. Selbst in Jahren ohne besonders auffällige Erreger, wie SARS-CoV-2, sterben mehrere tausend Menschen alleine in Deutschland am Grippevirus.

Schon immer stellten ältere Menschen und Menschen mit Vorerkrankungen die meisten Opfer. In der Grippesaison 2018/2019 starben in Europa beispielsweise 25.100 Menschen. Ein großes Aufheben um die Erkrankung und die Todesopfer wurde nicht gemacht. Nur wenn ein Virus besonders schnell und heftig in Erscheinung tritt, erregt es die Aufmerksamkeit der Medien, der Öffentlichkeit und der Politik.

In der gesamten EU sterben jährlich um die 30.000 Menschen an Infektionen mit multiresistenten Keimen. Die meisten Opfer infizieren sich in Krankenhäusern. Die Zahlen werden gelegentlich veröffentlicht. Ein großer Hype darum wird allerdings nicht gemacht.

Kritiker der Umgehensweise mit der Corona-Pandemie führten solche Zahlen immer wieder ins Feld. Sie ermahnten zu einer Beruhigung und warnten vor den Folgen von Falschaussagen und Panik.
Sie prangerten an, dass Wirrologen den Menschen eine völlig falsche Sichtweise von Viren und deren Gefährlichkeit vermitteln würden.

Sicher ist das SARS-CoV-2 Virus aggressiver ist als die meisten anderen Grippeviren der letzten Jahrzehnte. Völlig neu ist aber auch diese Erscheinung nicht. Die Spanische Grippe, die von 1918 bis 1920 über die Welt kam, kostete insgesamt 30 Millionen Menschen das Leben.

Tödliche Krankheiten, Pandemien und Viren habe es schon immer gegeben. Menschen können sich, ehrlich betrachtet, wahrscheinlich auch nie völlig dagegen schützen.

So manch ein Wirrologe nutzte die Pandemie allerdings als Bühne, um das Bild einer zunehmenden Bedrohung zu inszenieren.

Viele Fallzahlen erwiesen sich bei genauer Betrachtung als falsch. Seit dem Ausbruch der Massenhysterie seien in manchen Ländern plötzlich alle Todesfälle, bei denen das Virus nachgewiesen werden konnte, Corona-Tote gewesen.

Beispiel: Ein älterer Herr starb in seiner Wohnung an einem Herzinfarkt. Bei der Obduktion konnte das Corna-Virus nachgewiesen werden. Offiziell handelte es sich um einen Corona-Toten.

Im Zuge der Krise wurde von unautorisierten Stellen und Nicht-Fachleuten teilweise haarsträubende Statistiken veröffentlicht. Von der Hysterie ergriffene Journalisten verbreiteten Zahlen ungeprüft und unrecherchiert weiter.

Wie umgehen mit Wirrologen? Bedeutung, Erklärung

Es bleibt in Krisenzeiten jedem einzelnen überlassen, aufmerksam und kritisch zu bleiben.

Wer verkündet Informationen und woher stammen diese?
Wer sich leicht in Panik versetzen lässt oder ängstlich ist, sollte besonders vorsichtig sein.

Handelt es sich um geprüfte Aussagen? Vermutet ein Experte nur etwas oder spricht er von fundiertem Wissen?

Gerade wenn Angst und Panik im Spiel sind, nehmen Menschen nur noch gefiltert wahr. Sie verdrängen andere Informationen und konstruierten ein Bild, dass zunehmend Angst produziert. Im Falle von Corona und Covid-19 hat sich fast der ganze Erdball von dieser Wahrnehmungsfilterung einnehmen lassen.

Überprüft man Daten, Zahlen und Informationen in aller Ruhe, kann sich plötzlich ein ganz anderes Bild der weltweiten Viren-Situation offenbaren.

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