Was ist Impfneid? Umgang, Bedeutung, Definition, Erklärung

Was ist Impfneid, Umgang, Bedeutung, Definition, Erklärung


Bei Impfneid handelt es sich um das Gefühl der eigenen Vernachlässigung gegenüber anderen Menschen, die bereits eine Impfung erhalten haben.

Was ist Impfneid? Umgang, Bedeutung, Definition, Erklärung

Impfneid entsteht in der Corona-Pandemie aus verschiedenen Gründen und kann zu tiefen Gräben zwischen den Bevölkerungsgruppen sowie einzelnen Personen führen. In Deutschland und in vielen anderen Staaten hat man sich von der Regierungsseite aus entschieden, eine Priorisierung vorzunehmen und somit bestimmte Bevölkerungsgruppen so schnell wie möglich zu impfen, während andere noch einige Zeit ausharren müssen.

Nun kann es bei einer solchen Priorisierung natürlich stets mehrere Meinungen darüber geben, welche Alters- und Berufsgruppen zuerst geimpft werden sollen und welche im Anschluss daran dran sind. Dies zeigt sich in der derzeitigen Lage sehr deutlich, denn zwischen den Bevölkerungsgruppen ist durchaus so etwas wie Impfneid zu erkennen. Vor allem im Hinblick auf etwaige Lockerungen, die zunächst nur für Menschen gelten könnten, welche bereits geimpft sind, ist es durchaus vorstellbar, dass der Impfneid noch tiefere Gräben in die Gesellschaft reißen kann, als dies ohnehin schon der Fall ist. Ein Gefühl der Benachteiligung kann dann schnell dazu führen, dass man auch einen Groll gegenüber den Menschen hegt, die bereits eine Impfung erhalten haben, obwohl diese die jeweilige Entscheidung gar nicht selbst getroffen haben, sondern von einer äußeren Entscheidung lediglich profitierten. Der Umgang mit dem aufkommenden Impfneid kann sowohl die Menschen, die schon geimpft sind, als auch jene, die es noch nicht sind und ggf. Impfneid empfinden, eine große Herausforderung sein.

Wie gehe ich als bereits Geimpfter mit dem Impfneid der anderen Menschen um? Richtiger Umgang

Zunächst einmal ist es wichtig, dass man sich als Geimpfter nicht in die Position begibt, sich selbst rechtfertigen zu müssen. Die Entscheidung ist schließlich von Außen getroffen worden und man selbst hat niemanden benachteiligt, noch sich selbst bevorzugt. Das eigene Wahrnehmen der Impfung führt dazu, dass Normalität für die gesamte Gesellschaft schneller erreicht werden kann und dass so viel gesellschaftliches Leben wie eben möglich, auch tatsächlich garantiert wird. Weiterhin ist es jedoch ratsam, denjenigen, die offen so etwas wie Impfneid aussprechen zu signalisieren, dass man ihre Hoffnung auf eine schnelle Impfung durchaus nachvollziehen kann und auch darauf hofft, dass es für die entsprechenden Menschen schnell zu einem Impftermin kommt. Machen Sie am besten darauf aufmerksam, dass Sie sich doch ebenso wie nahezu alle Menschen in der Gesellschaft lediglich eine schnelle Rückkehr zur Normalität wünschen, in der alle Dinge, die an der freiheitlichen Gesellschaft so geliebt werden, wieder möglich sind.

Wie gehe ich als derjenige mit Impfneid um, der ihn selbst empfindet?

Wenn Sie selbst einmal Impfneid empfinden und es Ihnen mit der eigenen Impfung einfach nicht schnell genug geht, so ist dies ebenfalls kein Grund, sich zu schämen oder rechtfertigen zu müssen. Achten Sie lediglich darauf, dass Sie Ihr nachvollziehbares Gefühl nicht auf die Menschen projizieren, die bereits eine Impfung erhalten haben. Versetzen Sie sich in die Lage dieser Menschen, die ebenso sehnsüchtig auf den Impftermin gewartet haben wie Sie es tun. Kommen Sie mit den Menschen ins Gespräch und erörtern Sie gemeinsam, dass es für das gemeinsame Hinauskommen aus der Krise wichtig war, mit irgendeiner Gruppe in der Gesellschaft anzufangen. Natürlich lässt sich trefflich darüber streiten, welche Gruppe dies nun ist. Jedoch ist die Entscheidung nicht von den Menschen getroffen worden, die nun schon geimpft sind und mit der Impfung haben sie einen Schritt in die Richtung gemacht, in die wir uns alle wünschen.

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