4 Forderungen für eine Welt nach Corona


Die Coronakrise testet alles! Sie testet die Wirtschaft, die Gesellschaft und die Menschen. Die Coronakrise führt dazu, dass Prozesse und Verstrickungen, Anforderungen und Fähigkeiten hinterfragt werden. Jetzt wird alles sichtbar.

Die Coronakrise zeigt was möglich ist. Sie bringt Bewegung in die Wirtschaft und Gesellschaft. Die Coronakrise ist die Chance die Welt zu verändern. Verändern wir, was nicht mehr stimmig ist. Verändern wir, was uns nicht gut tut. Aus diesem Umstand folgt auch die erste Forderung:

1. Den alten Status nicht wiederherstellen

Die Coronakrise hat viele Firmen dazu gezwungen ihr Geschäftsmodell oder zumindest ihre Geschäftspraktiken zu ändern. Für Menschen, die am Computer arbeiten, wurde wo es ging und gewollt war, das Home Office erlaubt. Viele Restaurants, die ihre Gäste nur in ihren Räumlichkeiten bewirteten, boten auf einmal Lieferservices an. In sonst Kontaktengen Branchen mussten Menschen auf Abstand gehen. Wer vor der Krise beruflich durch Deutschland, Europa oder die Welt reiste, musste das nun einstellen.

Auch wenn manche Geschäftsmodelle nicht verändert wurden, so erhielten sie mehr Aufmerksamkeit. (Ich rede von der Fleischverarbeitenden Industrie.) Was wir dort gesehen haben, sollte nicht beim Biss ins nächste Mettbrötchen vergessen werden. Es sollte zu praktischen Handlungen führen: Verzichtet auf Billigfleisch!


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Auch die Coronakrise hat die Politik verändert und eine wichtige Forderung von Fridays-For-Future umgesetzt: Politiker hören auf einmal auf Wissenschaftler. Na es geht doch! (Nur hat die Coronakrise das Thema ausgesucht, nämlich Pandemieeindämmung, Seucheneindämmung und -vermeidung.) (Ja ein Ziel von Fridays-For-Future wurde auch vorrübergehend erreicht: Die Umweltverschmutzung wurde reduziert.)

Die Coronakrise hat die Menschen physisch bzw. räumlich getrennt, aber emotional näher gebracht! Irgendwie sind wir näher zusammengerückt, haben abgelassen vom Egoismus und uns mehr für einander interessiert. Wo vor der Krise Individualismus zählte, galt es nun, sich um die Familie, Freunde, Nachbarn und Verwandte zu sorgen und kümmern.

Die Coronakrise ist aber auch irgendwann wieder vorbei. Wenn dieser Tag da ist, sollte kein Wiener Kongress stattfinden! Die alte Welt sollte nicht wiederhergestellt werden. Politiker sollten weiter auf Wissenschaftler hören. Unternehmen sollten das Home Office als eine Möglichkeit neben dem Präsenzarbeitsplatz anbieten. Restaurants sollten weiterhin Lieferangebote machen! (Es würde den Markt, der viel Pizza und Burger kennt, bereichern.) Die Digitalisierung sollte weiter vorangetrieben werden. Und wir, wir sollten uns weiterhin nach unseren Mitmenschen erkundigen.

2. Internet ist eine Notwendigkeit, keine Annehmlichkeit!

Während der Coronakrise hat sich eins gezeigt: Das Internet ist keine Annehmlichkeit, nicht „nice to have„, sondern eine Notwendigkeit. Das Internet ist ein „must have„, vielmehr ein „ohne gehts nicht“. Es ist Lebensgrundlage für viele Menschen im Home-Office (WFH), für Selbstständige und für jeden, der sich informieren (oder unterhalten) möchte.

Ja, was wäre, wenn der Zugang auf Internet in das Grundgesetz aufgenommen würde? Eine Erweitertung für Artikel 5 wäre wunderbar: „Jeder hat das Recht auf einen privaten Internetzugang (mit zeitgemäßer Geschwindigkeit)!“ (Anmerkung des Autors: Was würde sich in Deutschland bewegen, gäbe es solch ein Gesetz. 😉

3. Arbeitskultur neugestalten

Das Home Office habe ich im Beitrag schon erwähnt. Das Home Office ist aber nur ein Teil unserer Arbeitswelt. Denn eigentlich sollten wir unsere Arbeitskultur überdenken. Ich denke hierbei, an die vielen Menschen, die krank auf Arbeit kommen. Sie husten und schniefen. Was vor Corona „normal“ war, war während der Coronakrise unmöglich! Schniefende oder hustende Mitarbeiter wurden komisch angeguckt, ja sogar der Arbeitsstelle verwiesen. (Wer mit schniefender Nase oder Husten ins Fitnessstudio wollte, wurde weggschickt!)

Das Coronavirus macht klar, Kranke gehören ins Bett. Zur Arbeit sollte man erst dann wieder gehen, wenn man sich auskuriert hat. Das gilt bei allem Fleiß auch außerhalb von der Corona-Krise. Daher wünsche ich mir, dass bei der nächsten Erkältungs- und Grippewelle Menschen mit Schnupfen sich auskurieren, anstatt ihre Kollegen anzustecken. Auf diese Normalität verzichte ich gerne.

4. Mehr Wertschätzung

Wem es zuvor nicht schon klar war, dem wird spätestens in Corona-Zeiten noch einmal gezeigt, wie unverzichtbar einige Berufe in unserer Gesellschaft sind. (Wie so gern gesagt wird, sind  sie systemrelevant.) Es sind die Menschen, die derzeit das Land am Laufen halten. Es ist schön, dass sie jetzt endlich Anerkennung und Wertschätzung bekommen. Sprachlich wurden sie aufgewertet zu „Alltagshelden„. Doch dabei sollte es nicht bleiben. Bessere Löhne sollten gezahlt und Arbeitsbedindungen sollten verbessert werden für all jene, deren Dienst angeblich so unverzichtbar ist.

Fazit

Es gibt nur zwei Gründe, warum Menschen etwas ändern: a) Aussicht auf ein großes Ziel oder b) Schmerz, Krise, Leid, Konflikte. Das sind die Anlässe, warum Menschen ihre Komfortzone verlassen. Die Coronakrise ist so eine Krise, die uns zwingt das zu ändern, was wir schon längst hätten freiwillig ändern können. Nur haben wir das eben nicht.


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Da wir viel bewegt haben während der Coronakrise dürfen wir uns eine Pause gönnen. Aber keine Pause, um den alten Zustand wiederherzustellen, sondern den neuen Zustand zu festigen.

Mit diesem Beitrag nehme ich an der Blogparade „Wie kommen wir dauerhaft kreativer aus der Krise?“ von Digitale Exzellenz und an der Blogparade #dieZeitdanach von New Work Stories teil.

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