Was ist Pandemiemüdigkeit? Bedeutung, Definition, Erklärung

Was ist Pandemiemüdigkeit, Bedeutung, Definition, Erklärung


Pandemiemüdigkeit bedeutet, dass jemand nicht mehr in einer Pandemie mit Hygiene-, Abstand- und Kontaktregeln leben möchte und sich wünscht, dass die Pandemie (schnell) vorbei ist.

Die Weltgesundheitsorganisation definiert Pandemiemüdigkeit wie folgt: Menschen unterschätzen die Gefahr eines Virus, informieren sich weniger über ein Virus und halten sich weniger an Schutzmaßnahmen.

Auf gut deutsch: Menschen sind Corona und die Pandemieeindämmungsmaßnahmen leid, sie sind (dauer) genervt und haben keinen Bock mehr drauf.

Der englische Ausdruck für Pandemiemüdigkeit ist „Pandemic fatigue“.


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Das Adjektiv zu Pandemiemüdigkeit ist „pandemiemüde“.

Synonyme sind: Coronamüdigkeit und coronamüde.

Hinweis: Dieser Beitrag behandelt nicht die Müdigkeit, die während oder nach einer Covid-19-Erkrankung auftreten kann. Bitte suchen Sie im Zweifelsfall oder bei Fragen Ihren Arzt auf!

Was ist Pandemiemüdigkeit? Bedeutung, Definition, Erklärung

Die Pandemiemüdigkeit zeigt sich an folgenden Eigenschaften:

  • geringe Risikowahrnehmung
  • geringe Motivation sich an Hygiene-, Kontakt- und Abstandsregeln zu halten (Siehe: Social Distancing)
  • geringe Bereitschaft sich zu informieren oder Abneigung gegen Nachrichten über Corona, die Pandemie, Entwicklung der Fallzahlen und staatliche Eindämmungsmaßnahmen
  • weniger Schutzverhalten (Siehe: Maskenmuffel, Maske reinigen)
  • Gefühl von Bequemlichkeit, Distanzierung und/oder Hoffnungslosigkeit

Fazit: Pandemiemüdigkeit zeigt ich daran, dass jemand die Gefahr durch einen Virus nicht mehr ernst nimmt, (staatliche) Eindämmungsmaßnahmen als übertrieben bewertet und weniger Bereitschaft zeigt, sich und/oder andere durch Hygieneregeln zu schützen. Auch zeigt sich Pandemiemüdigkeit daran, dass jemand sich verhält als würde es die Pandemie nicht (mehr) geben.

Konkret zeigt sich die Pandemiemüdigkeit unter anderem an folgendem Verhalten:

  • Händewaschregeln werden nicht mehr eingehalten; Hände werden kürzer als 30 Sekunden gewaschen
  • Abstandsregeln in Geschäften und Läden werden missachtet. Die Markierungen auf dem Boden werden missachtet.
  • Regeln wie viele Menschen sich in einem Geschäft aufhalten dürfen, werden ignoriert.
  • Regeln wie viele Menschen sich treffen dürfen, werden missachtet.
  • Jemand bleibt nicht so oft wie es geht zu Hause.
  • neue staatliche Pandemieeindämmungsvorschriften werden nicht akzeptiert oder nicht eingehalten

Wie Pandemiemüdigkeit entsteht: Ursachen, Psychologie

Die Psychologie hinter der Pandemiemüdigkeit ist folgende:

1. Ein Virus wird zunächst als Bedrohung wahrgenommen. Aus Angst vor dem Virus werden vorgeschriebene und empfohlene Verhaltensweisen übernommen. Hier findet eine Anpassung an die neuen Regeln statt. Ist die Anpassung abgeschlossen, wird das Virus nicht mehr als Bedrohung wahrgenommen und somit sinkt auch die Angst vor dem Virus.

2. Werden gleiche Informationen über längere Zeit wiederholt, tritt eine Müdigkeit auf, die dazu führt, dass die Informationen nicht mehr ernst genommen werden. Dies gilt z.B. unter anderem für Corona-Warnungen und Corona-Nachrichten.


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3. In einer Pandemie alle anderen Menschen – ja sogar Freunde und Familie – als potentielle Gefahr und Risiko zu bewerten, widerspricht der menschlichen Natur. Daher wird bei der Familie und Freunden die Gefahr durch ein Virus gerne unterschätzt. (Siehe: Pandemischer Imperativ)

4. Mehrere Monate im Alarm- oder Dauerstresszustand sowie in der Ungewissheit zu leben, ist sehr anstrengend und führt zu Müdigkeit. Diese Müdigkeit zeigt sich als Erschöpfung und Pandemiemüdigkeit. (In der Umgangssprache würde man sagen, dass „man die Eindämmungsmaßnahmen und das Coronavirus leid ist“.)

Pandemiemüdigkeit: Einfluss Politik und Vertrauen

Das Vertrauen einer Bevölkerung in eine Regierung kann durch kurzfristige Politik und Missbrauch geschwächt werden. Denn es gilt für jede neue Regel braucht es eine gewisse Umstellungs- und Gewöhnungszeit. Wird diese Zeit nicht gewährt, so schwächt dies die Bereitschaft der Bevölkerung sich an neue Regeln anzupassen.

Beispiele:

Pandemie-Eindämmungsregeln, die unregelmäßig geändert werden, so dass Unklarheit entsteht, sorgen dafür, dass Pandemiemüdigkeit entsteht. (Beispiel: Beherbergungsverbot)

Pandemie-Eindämmungsregeln, die von staatlichen Stellen missbraucht werden, führen zu Pandemiemüdigkeit. (Beispiel: Missbrauch von Gastronomie-Kontaktdatenzettel durch die Polizei zur Strafermittlung, obwohl zuvor jede Verwendung außerhalb der Pandemieeindämmung ausgeschlossen wurde.)

Pandemie-Eindämmungsvorschriften, die von Bundesland zu Bundesland variieren, führen zu Unklarheiten.


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Der Eindruck, dass eine Regierung eine Salami-Taktik in der Pandemieeindämmung anwendet, schwächt das Vertrauen in die Regierung.

Halten Politiker ihre Versprechen nicht, so schwächt dies ebenfalls das Vertrauen der Bevölkerung in die Regierung.

Das Vertrauen der Bevölkerung in ihre Regierung wird auch geschwächt, wenn Entscheidungen nicht nachvollziehbar und/oder widersprüchlich erscheinen.

Pandemiemüdigkeit: Individuelle Faktoren

Unter anderem folgende individuelle und persönliche Faktoren haben Einfluss auf die Pandemiemüdigkeit:

  • Alter
  • Schulbildung
  • Wissen über die Krankheit
  • Vertrauen in Institutionen, Gesundheitsbehörden, Regierung
  • Vertrauen in Medien und Berichterstattung
  • Infizierte oder Erkrankte im direkten Umfeld

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