Was ist „Homeclubbing“? Bedeutung, Definition, Erklärung


Als „Homeclubbing“ wird der Livestream eines DJ-Auftritts und Sets auf das eigene Smartphone oder den Laptop bezeichnet.

„Homeclubbing“ vereint zwei Welten: Das Bedürfnis nach DJ-Musik und den Wunsch die Pandemie-Eindämmungsmaßnahmen einzuhalten. Denn beim „Homeclubbing“ findet Club-Besuch in der eigenen Wohnung statt.

„Homeclubbing“ ist eine Reaktion auf die Corona-Krise, auf geschlossene Clubs und die Aufforderung Zuhause zu bleiben. (Siehe: Selbst-Isolation, Social Distancing)

Das Wort „Homeclubbing“ setzt sich aus den Worten „Home“ und „Clubbing“ zusammen. „Home“ ist eine Bezeichnung für das eigene Zuhause oder die eigene Wohnung. Als „Clubbing“ wird der Besuch einer Tanzveranstaltung, eines Clubs oder einer Diskothek bezeichnet.

Was ist „Homeclubbing“? Bedeutung, Definition, Erklärung

Die Coronakrise hat diverse neue Gebräuchlichkeiten und Bezeichnungen hervorgebracht, von denen einige Menschen jedoch nach wie vor nie etwas gehört haben. Eines dieser neuen Wörter, das sich derzeit vor allem bei Jugendlichen hoher Beliebtheit erfreut, ist das „Homeclubbing“. Bitte was? Falls auch Sie sich fragen, was das denn nun schon wieder sein soll, haben wir hier die Antwort auf diese Frage parat.

Vor allem für Jugendliche ist die Coronakrise derzeit ein echtes Desaster. Bevor das Virus Deutschland und die Welt im Sturm eroberte, trafen sich viele von ihnen am Wochenende mit ihren Freunden, um die stressige Schul- oder Arbeitswoche hinter sich zu lassen. Und wo geht das am besten? Natürlich in einem Club, in dem man ausgelassen tanzen und dabei das ein oder andere alkoholische Getränk konsumieren kann.

In Zeiten von Corona sind derartige Massenveranstaltungen natürlich tabu: Während die allermeisten Clubs gar nicht erst öffnen, dürfen andere ab einer bestimmten Uhrzeit keinen Alkohol mehr ausschütten. Zudem gibt es in vielen deutschen Städten mittlerweile Sperrstunden, ab denen Bars, Kneipen und Clubs schließen müssen – zur Vermeidung weiterer Ansteckungen sollen die Menschen stattdessen lieber zuhause bleiben.

Marcel Joch aus Mannheim (26) hatte eines Tages eine Idee: Zusammen mit seinem Kumpel Jannis Schreiner (30), der auch unter seinem Künstlernamen DJ Olde bekannt ist, tüftelte er an einem Konzept, durch das jugendliche Menschen auch innerhalb der Coronakrise nicht auf ihr Club-Feeling verzichten müssen – ohne dabei ihr Haus zu verlassen. Er entwickelte eine innovative App, die auf den Namen Corona Home Clubbing hört. Diese ermöglicht es ihren Verwendern, Live-DJ-Sets direkt auf ihr Smartphone zu streamen. Was auf den ersten Blick relativ unspektakulär klingt, erwies sich schnell als erfolgreiches Konzept – denn die Gratis-App kann noch einiges mehr.

Verwender der App können mit dem DJ chatten und diesen sogar bezahlen

Wirklich Spaß macht Corona Home Clubbing vor allem deshalb, da man sich nicht nur kostenlos von einem DJ und dessen aufgelegter Musik unterhalten lassen, sondern parallel dazu auch mit den anderen anwesenden Gästen im Stream sowie mit dem DJ selbst chatten kann – es entsteht somit ein echtes Gefühl des Dabeiseins.

Um sich die verschiedensten DJs und ihre Musik anzuschauen bzw. anzuhören, muss man sich übrigens nicht einmal registrieren – eine kostenlose Anmeldung ist nur dann erforderlich, wenn man mit anderen Personen im Stream kommunizieren möchte. Eine weitere coole Funktion ist auch das in die App integrierte Donate-Feature: Möchte man den DJ finanziell unterstützen, kann man diesem eine kleine Spende zukommen lassen. Pflicht ist das zwar nicht, doch natürlich freuen sich alle Musiker und Künstler in dieser schweren Zeit über jede noch so kleine Unterstützung.

Corona Home Clubbing App soll nicht nur zur reinen Unterhaltung dienen

Marcel Joch und Jannis Schreiner möchten mit ihrer App in erster Linie für gute Stimmung innerhalb der Coronakrise beitragen. Es geht ihnen allerdings nicht nur um reine Unterhaltung, sondern auch um eine Sensibilisierung der Zuschauer für das in ihren Augen äußerst wichtige Thema Infektionsschutz. So werden während den Live-Sets immer wieder aktuelle Meldungen über Ausgangssperren, die Einhaltung von Abstandsregeln oder derzeit kursierende Fake-News eingeblendet. Das Konzept scheint aufzugehen: Bereits bei der zweiten Live-Übertragung waren mehr als 3.000 Zuschauer mit am Start, zudem konnte man in jüngster Vergangenheit viele beliebte DJs wie Pollnick, DJ Fabz oder DJ Sherry davon überzeugen, live aufzulegen.

Zahlreiche Clubs setzen mittlerweile auf eigene Homeclubbing Angebote

Viele Discos und Clubs haben mittlerweile ähnliche Konzepte entwickelt und streamen ihre aufgelegte Musik direkt in die Wohnzimmer ihrer Besucher – dementsprechend häufig verwendet wird in diesem Zusammenhang auch der nicht geschützte Begriff „Homeclubbing“. Nicht alle dieser Live-Events weisen jedoch eine ebenso gute Qualität wie die der Corona Home Clubbing App auf – da sie beispielsweise über Kanäle wie Instagram mitsamt einer eher bescheidenen Bildqualität gestreamt werden. Spaß bereiten diese aber offenbar dennoch, denn das Homeclubbing hat sich im Coronajahr 2020 zu einem echten Trend bei jungen Menschen entwickelt – man darf gespannt sein, wie lange dieser noch anhält.

Was bedeutet „overzoomed“? Bedeutung, Definition, Erklärung


„Overzoomed“ ist ein Zustand der Erschöpfung und verringenten Selbstbeherrschung, der durch eine übertriebene Nutzung von Online-Videokonferenz-Software entsteht.

Was bedeutet „overzoomed“? Bedeutung, Definition, Erklärung

Der Zustand der „Overzoomed-heit“ entsteht, wenn man viele Stunden am Tag auf den Laptop-Bildschirm schaut.

Wer „overzoomed“ ist, schläft schlecht, ist unkonzentriert, teils unbeherrscht und kann sogar Augenprobleme bekommen.

Das Wort „overzoomed“ setzt sich aus den Worten „over“ und dem Namen der bekannten Videokonferenz-Software „Zoom“ zusammen. Das englische Wort „over“ bedeutet im Kontext von „overzoomed“, dass jemand die Software übertrieben bzw. zu viel genutzt hat.

Gegen „Overzoomed-heit“ helfen Bildschirm-Arbeitspausen (BAP). In diesen Pausen darf und wird nicht auf selbst-leuchtende Bildschirme geguckt. Hier kann folgende Regel angewendet werden: Nach jeder Stunde, die auf einen Bildschirm geschaut wurde, werden 5 Minuten BAP eingelegt.

Wer zu viel Zoom nutzt, ist „overzoomed“

Die Online-Videokonferenzen brachten völlig neue Möglichkeiten, Eindrücke, Gesprächsarten, Verhaltensweisen und Arbeitseinteilungen mit sich.

Wer den Fehler machte und gelangweilt bis aufgeregt auf den Bildschirm starrte, riskiert ernsthafte Augenprobleme. Wer bis spät in den Abend hinein „zoomte“ konnte Einschlafprobleme haben.

Einer Diskussion über ein Videokonferenz-Programm wie Zoom zu folgen, ist schwerer, als Mitmenschen in echt zuzuhören und zuzusehen. So manch ein Mitarbeiter schaute sich vor Zoom die Augen „eckig“. Durch intensive Bildschirmnutzung werden Augen und die Datenverarbeitung im Gehirn ganz anders beansprucht.

Wer den Fehler macht und gelangweilt bis aufgeregt auf den Bildschirm starrt, riskiert ernsthafte Augenprobleme. Wer bis spät in den Abend hinein „zoomt“ kann Einschlafprobleme haben.

Der Blaulichtanteil in Bildschirmmedien kann den natürlichen Tag und Nachtrhythmus unserer inneren Uhr nachhaltig stören.

So manch ein gestresster Manager war nach drei Stunden Zoom-Konferenz bis in den späten Abend hinein also völlig „overzoomed“. Gut möglich, dass am nächsten Tag ein Zoom-Kater übrig blieb. Dann hüpfen die Lichtpunkte vor den Augen oder Kopfschmerzen machen sich bemerkbar.

Viele Menschen fanden die Zeit im Homeoffice dennoch entspannender und angenehmer, als den tägliche Gang ins Büro. Gut möglich, das Corona die Arbeitswelt auch nach dem Ende der Pandemie nachhaltig verändern wird. Der Trend zum Arbeiten von Zuhause aus und dem Kollegen-Meeting per Zoom könnte in einigen Brachen normal werden. Die Familienbeauftragten der Bundesregierung und Länder regen schon lange vor der Krise eine Veränderung der Arbeitswelt in Richtung Heimarbeit an. Könnten Mütter und Väter mehr von Zuhause arbeiten, würden Familien langfristig enorme Erleichterung erfahren.

Was ist Zoom? Erklärung, Bedeutung

Zoom Video Communications ist ein US-amerikanisches Unternehmen. Gegründet wurde die Firma mit Sitz in der kalifornischen Stadt San José bereits im Jahr 2011. Die Zoom-Software war ab 2013 auf dem Markt.

Schwerpunkte von Zoom waren von Anfang an Internettelefonie, Chat-Funktionen, Videoanrufe, Videokonferenzen und Formate für Webinare.

2020 sollte schließlich das große Jahr von Zoom werden. Die Anzahl der Nutzer stieg binnen weniger Monate von 10 Millionen (Dezember 2019) auf über 200 Millionen (März 2020) an.

Selbst Universitäten und Schulen nutzen das Angebot von Zoom-Videokonferenzen, um Unterricht und Vorlesungen trotz der Corona-Krise fortzusetzen.

Die Zoom Aktie schoss deutlich nach oben.

Trotzdem musste die Erfolgsfirma auch herbe Kritik einstecken. Aufgrund von Sicherheitslücken in der Datenverschlüsselung sollen vertrauliche Daten nicht über Zoom ausgetauscht werden.

Einige Unternehmen sowie Behörden und Staatsregierungen verboten teilweise die Nutzung der riskanten Software.

Für wen Zoom interessant ist

Firmen, die keine hochbrisanten Daten austauschen, können Zoom ruhig weiter nutzen.

Für kleinere bis mittlere Unternehmen bietet die Plattform tolle Möglichkeiten. Es geht bei reinen Audioübertragungen los und im Cloud-System können viele weitere Optionen hinzugebucht werden.

Bei der kostenlosen Variante sind Gruppensitzungen mit mehreren Teilnehmern auf 40 Minuten begrenzt. Dafür kann eine beliebte Anzahl an Sitzungen abgehalten werden. Eine Möglichkeit zur Aufzeichnung des Meetings gibt es erst bei den kostenpflichtigen Angeboten.

Privatpersonen können Zoom für die VoIP-Telefonie oder Live-Gespräche mit Bildübertragung nutzen.

Zoom gibt es als App für das Smartphone und zum Download auf den PC oder Laptop.

Corona-Situation: Wie „overzoomed“ entstand

Die Corona-Pandemie bescherte den Menschen neben Angst und Einschränkungen jede Menge neue Möglichkeiten.

In der Arbeitswelt musste komplett umgedacht werden. Die wochenlange Schließung von Firmen und eingeschränkte Arbeitszeiten ließen neue Konzepte entstehen. Wer konnte, arbeitete im Homeoffice weiter. Um mit Kollegen und Vorgesetzten in ständigem Kontakt zu bleiben, wurden Videokonferenzen zur Tagesordnung.

Zwar war die Idee der live Online-Konferenz per Bildschirm nicht neu, so flächendeckend und ausgiebig wurde sie jedoch niemals zuvor genutzt.

Ein Anbieter, der auf dem Markt der Video-Konferenzen-Software ganz vorne mit dabei ist, ist Zoom.

Je nach Teilnehmerzahl können Nutzer auf dem Bildschirm plötzlich zehn oder womöglich sogar zwanzig und mehr Gesichter sehen. Natürlich sind auch kleinere Videokonferenzen mit nur zwei oder drei Personen möglich.

Obwohl das Medium Zoom und die Videokonferenz gewisse Vorteile bringen, strengen sie auch an. Für die menschliche Wahrnehmung war die neue Art, sich mit Kollegen zu besprechen, gewöhnungsbedürftig.

Nach der dritten oder gar vierten Videokonferenz pro Tag oder einem Dutzend in der Woche meldeten viele Nutzer an, sie seien „overzoomed“.

Was ist ein Jeckdown? Bedeutung, Definition, Erklärung


Der Jeckdown ist der – naturgemäß sehr traurige, aber nach Stand der Dinge wohl unumgängliche – Lockdown der Jecken. Er ist seit dem Frühjahr 2020 das beherrschende Thema nicht nur im Rheinland, sondern überall im Land. Doch vor allem im Rheinland müssen die eingefleischten Karnevalisten wohl in diesem Jahr sehr tapfer sein. Abgesehen von Beschlüssen auf höchster Ebene, die Versammlungen von zu vielen Menschen untersagen, ist auch nach Umfragen eine überwiegende Mehrheit der Bevölkerung eher gegen die Karnevalsfeiern unter Corona-Bedingungen. Die Gesundheit geht vor.

„Jeckdown“ ist ein Kofferwort aus „Jeck“ (Bezeichnung für Karnevals-Teilnehmer) und „Lockdown“ (Bezeichnung für staatlich-verordnete Pandemie-Eindämmungsmaßnehmn).

Was bedeutet Jeckdown? Bedeutung, Definition, Erklärung

Schon im Frühjahr 2020 hatte das Meinungsforschungsinstitut „Yougov“ eine Umfrage zur Karnevalsfreude der Deutschen durchgeführt. Befragt wurde eine repräsentative Gruppe von 1.200 Personen. Das Ergebnis fiel ernüchternd für die Karnevalisten aus:

  • 67 % aller Deutschen sind gegen den Karneval, solange die Corona-Pandemie andauert.
  • 69 % der Westdeutschen, mithin auch der Rheinländer, sprechen sich dagegen aus.

Wer hätte es gedacht?

Welche Altersgruppen sind gegen den Karneval?

Auch dieses Ergebnis ist interessant. Demnach sind die Jungen zwischen 18 und 24 Jahren am ehesten gegen den Karneval (77 %), die Altersgruppe der 35- bis 44-Jährigen eher am wenigsten (61 %). Die übrigen Befragten pendeln in ihrer Ablehnung um die 65 bis 70 %. Die nordrhein-westfälische Staatskanzlei hat das Yougove-Ergebnis mit Interesse zur Kenntnis genommen. NRW-Ministerpräsident Armin Laschet sprach anschließend vom nötigen „Konsens mit den Karnevalisten“, doch er verwies auch auf gesetzliche Vorgaben, den Gesundheitsschutz und nicht zuletzt die präsentierte Mehrheitsmeinung, welche die Meinungsforscher so klar aufzeigen konnten. Dennoch verwies er auf die Bedeutung Karnevals. Dieser sei prinzipiell „ein Fest auch gegen die Obrigkeit“. Die Menschen dürften in der 5. Jahreszeit einmal „das machen, was der Staat sonst nicht erlaubt“. Mit großem Bedauern musste Laschet dann einschränken: „Wenn aber am 11.11. die Straßen voll sind und alle feiern, droht uns ein gesundheitliches Fiasko.“ Auf jeden Fall versprach der Ministerpräsident eine „klare Ansage der Landesregierung“ zum Jeckdown, falls dieser unumgänglich sei. Diese klare Ansage könnte bei den nun wieder rasant steigenden Fallzahlen (Stand: 16. Oktober 2020) bedeuten: Die Kölner Innenstadt dürfte nicht mehr zugänglich sein, jedenfalls nicht für größere Veranstaltungen. Das ist quasi ein Jeckdown.

Jeckdown: Wie reagieren die Karnevalisten?

Der Kölner Oberjeck ist derzeit Christoph Kuckelkorn, Jahrgang 1964 und hauptberuflich Bestattungsunternehmer. Er musste seine jecke Gefolgschaft schon trösten: „Leev Jecke!“, so seine Worte, „Großveranstaltungen bleiben leider bis Jahresende verboten.“ Daher werde es den großen Open-Air-Sessionsauftakt, wie ihn die Jecken kennen, nicht geben, so Kuckelkorn weiter. Man favorisiere aktuell noch eine Sessionseröffnung mit einigen Künstlern in kleiner Runde und zusätzlich einer Live-Übertragung im Fernsehen. Gleichzeitig befinde man sich mit der Stadt Köln im Austausch, um konkrete Vorgaben für kleinere karnevalistische Veranstaltungen abzuklären. Offen sei bislang, wie es ab Januar weitergehen könnte. Hierzu hatte sich schon Ministerpräsident Armin Laschet geäußert. Er hatte auf die Unmöglichkeit einer Prognose der Corona-Fallzahlen mit so langem Vorlauf verwiesen.

Finanzielle Risiken durch den Jeckdown

Der Jeckdown ist nicht nur traurig, er ist auch finanziell riskant. Die Kneipen und Veranstalter müssen sich auf den Karneval vorbereiten und dabei vielfach in Vorleistung gehen. Nun läuft ihnen die Zeit davon. Viele von ihnen werden sich wohl dafür entscheiden, ab sofort nichts mehr für eine mögliche Eröffnung am 11.11. zu ordern. Wenn es dann doch keinen Jeckdown geben sollte, hätten sie ein großes Geschäft verpasst. Doch daran glaubt wohl niemand mehr.

Was ist ein Femboy? Bedeutung, Definition, Erklärung


Der Begriff Femboy ist ein Kunst- und Kofferwort, zusammengesetzt aus den beiden Silben „Fem“ und „Boy“. „Fem“ steht für das englische Wort Female, bedeutet als weiblich. Boy wiederum bezeichnet einen Jungen oder einen jungen Mann.

Was ist ein Femboy? Bedeutung, Definition, Erklärung

Im Wort Femboy vermischen sich also die weiblichen und männlichen Anteile einer Person. Der Begriff Femboy hat mittlerweile zwar Eingang in den deutschen Sprachgebrauch gefunden, ist aber noch längst nicht ubiquitär verbreitet, sondern wird vor allem von bestimmten Personengruppen in jüngerem Alter benutzt.

Biologisch gesehen, also rein von seiner geschlechtlichen Identität her, ist ein sogenannter Femboy ein Mann. Ein solcher Mann empfindet jedoch ganz bestimmte weibliche Verhaltensweisen als sehr anziehend für die eigene Persönlichkeit und versucht dies dann auch nach außen hin auszudrücken, beispielsweise im Kleidungsstil, durch die Verwendung von Parfums für Frauen oder durch eine weibliche Frisur. Ein Femboy präsentiert sich also gerne in der Öffentlichkeit oder gegenüber anderen Personen mit typisch femininen Zügen und Manieren.

Lebensstil: Wie FemBoys leben (Bedeutung, Erklärung)

Eine spezifische Altersgrenze lässt sich zwar nicht festmachen, es ist aber davon auszugehen, dass mit Femboys in der Regel jüngere Männer gemeint sind bis zu einer Altersgrenze von etwa 30 Jahren. Der Begriff Femboy entstand im Zuge einer vermehrten gesellschaftlichen Akzeptanz ganz unterschiedlicher geschlechtlicher Ausrichtungen und Identitäten.

Wird heute jemand als Femboy bezeichnet, so muss dies nicht unbedingt positiv sein, denn in der öffentlichen Wahrnehmung kann dies durchaus auch abfällig gemeint sein. Gerade in dieser abfälligen Art und Weise wird Femboys häufig unterstellt, sie seien schwul, was jedoch in den allermeisten Fällen überhaupt nicht der Fall ist. Es ist unbedingt auch nötig, den Femboy von anderen, ähnlichen Begrifflichkeiten abzugrenzen, auch wenn die Übergänge durchaus fließend sein können. So sollte der Femboy beispielsweise keineswegs mit sogenannten Crossdressern, Trans-Menschen oder Ladyboys verwechselt werden. Bei Crossdressern handelt es sich um Personen, welche gerne Kleidung des jeweils anderen Geschlechts tragen möchten. Crossdresser können deshalb sowohl Männer als auch Frauen sein.

Der Femboy in Kunst und Literatur

Trans-Menschen haben zwar in der Regel weibliche Züge an sich, sind von ihrer Körperstatur meist groß oder schmächtig und können dabei aber praktisch alle nur möglichen geschlechtlichen Identitäten haben. Der Begriff Femboy lässt ebenso einen Hinweis auf eine mögliche Geschlechtsidentität nicht zu. Männer aller geschlechtlicher Ausrichtungen können nach außen hin als Femboy erscheinen. Femboys sind nicht nur im realen Leben, also als echte Personen, zu finden, sondern auch in Kunst, Literatur oder Geschichte. Animes, Mangas oder Furry-Kunst sind allesamt künstliche Erschaffungen, welche sich dem sogenannten anthropomorphen Bereich zuordnen lassen.

Bedeutung und Erklärung: Was sind „Femboys“?

In all diesen Genres sind Femboys oft zu sehen und spielen daher in diesen künstlerischen Richtungen eine übergeordnete Rolle. Der Konsum dieser Kunst-Darstellungen erfolgt ebenfalls fast ausschließlich durch die jüngere Generation bis maximal 30 Jahre. Der Begriff Femboy hat aber nicht auch zuletzt durch das Internet eine ganz neue Verbreitung erfahren. Denn weltweit existieren immer mehr auf Femboys spezialisierte Communities und Foren, welche sich ausschließlich mit diesem Thema beschäftigen und auseinandersetzen. Außerdem sind diese Foren auch ein Ort für Gleichgesinnte, um sich auszutauschen und neueste Trends zu erfahren. Werden Femboys über einen längeren Zeitraum begleitet und befragt, so kann immer wieder festgestellt werden, dass es sich dabei stets um eine vorübergehende Phase im Leben handelt. Sobald das 30. Lebensjahr also überschritten ist, wird diese spezielle Ausdrucksform als Femboy meist wieder abgelegt.

Was bedeutet „Algokratie“? Bedeutung, Definition, Erklärung


Der Begriff „Algokratie“ bedeutet im Wortsinn „Herrschaft der Algorithmen“. Es handelt es sich dabei um ein Kunstwort, das vereinfacht dafür steht, dass eine Gesellschaft und dass Handeln von Menschen von Algorithmen bestimmt und optimiert wird.

Ferner steht die „Algokratie“ für den Sieg von Maschinen über den Menschen und dafür, dass in der weiteren Entwicklung der Menschheit Algorithmen, also eigentlich ganz einfache künstliche Intelligenzen sogar die Staatsgewalt übernehmen und die Menschen beherrschen könnten.

Was bedeutet „Algokratie“? Bedeutung, Definition, Erklärung

Nach der wissenschaftlichen Definition ist ein Algorithmus einfach eine genau definierte Anweisung, wie ein ganz bestimmtes Problem zu lösen ist. Über 1000 Jahre lang waren Logarithmen in erster Linie Rechenregeln zur Lösung eines mathematisch darstellbaren Problems. Erst jetzt im Computer- und Internetzeitalter nehmen sie uns immer mehr das Suchen, das Entscheiden, ja sogar das Denken ab. Algorithmen analysieren die Milliarden von Datenspuren, die wir im Netz hinterlassen. Sie erkennen daran unsere Gewohnheiten, Vorlieben und Abneigungen. So erschließen sich ihnen unsere Verhaltensmuster und sie können können daraus alles ableiten, was sie über uns wissen möchten. Natürlich hat das in der Praxis sehr viele Vorteile. Algorithmen können unsere Haushaltsgeräte steuern und besser Schach spielen als wir. Sie können uns genau passende Einkaufsvorschläge machen und uns den besten Weg von A nach B finden lassen. Sie können unsere Gesundheit überwachen, Krankheiten diagnostizieren und an der Börse Handel treiben. In naher Zukunft werden sie ungefragt unsere Kühlschränke füllen, unser Auto, Züge und Flugzeuge steuern und vieles andere. Das ist bequem, es spart uns Zeit, Mühe und Kraft, macht unser Leben leichter und angenehmer. Aber nur positiv betrachten kann man die Entwicklung trotzdem nicht.

Übrigens: 2020 wurde eine weitere Form der Herrschaft diskutiert: Kennen Sie Virokratie?

Algokratie: Gefahr, Möglichkeiten und Macht

Zum einen sind die Systeme, die unser Leben erleichtern auch angreifbar. Fehler bei der Programmierung, Hacker-Angriffe und Sabotage können dazu führen, dass sie nicht mehr so funktionieren wie sie sollten und das kann zu großen Schwierigkeiten und chaotischen Zuständen in allen Wirtschafts-und Lebensbereichen führen. Noch schlimmer aber ist es, dass die durch Algorithmen gesteuerten künstlichen Intelligenzen uns auch in bestimmte Richtungen drängen und manipulieren können. Es ist kein Zufall, dass wir bei jeder Internetrecherche immer zuerst auf die Seiten stoßen, bei denen die Meinung vertreten wird, die wir selbst zu einer Sache haben. Das schränkt eine objektive Information schon sehr stark ein und ist vielen Menschen gar nicht bewusst. Daraus kann Stimmungsmache zum Beispiel durch Fake-News geschehen und es auch zu anderen sehr undurchsichtige Arten von Manipulation kommen. Dazu kommt die Gefahr, sozusagen ein „gläserner Mensch“ zu werden und oft auch nicht gerecht einschätzt zu werden.

Letztlich muss auch beachtet werden, dass die Algorithmen, die unser Leben gerade vereinfachen von Unternehmen mit Gewinnerzielungsabsicht entwickelt werden. Diese Unternehmen haben kapitalistische Interessen und wollen Geld verdienen. Diese Interessen dürfen sie auch haben, aber eignen sich ihre Algorithmen dann als Basis für eine Demokratie?

Bedeutung Algokratie: Viele Fragen sind zu beantworten

Algorithmen bestimmen zum Beispiel unsere Kreditwürdigkeit und die Höhe der zu zahlenden Zinsen. Sie beeinflussen auch, ob wir einen Job gekommen oder einen Mietvertrag. Außerdem stellt sich auch die Frage, wie sich künstliche Intelligenzen in Systemen verhalten, die sie selbstständig steuern können. Handeln sie dann wirklich vernünftig oder rational? Können sie von programmierten Skripts abweichen, wenn die konkrete Situation das verlangt? Dazu kommt, dass es immer schwerer wird, zu erkennen wer hinter einem Programm steckt, wie der Algorithmus geschrieben wurde, welch Ziele er verfolgt, von welchen Annahmen er ausgeht und welche Filter er enthält.

Auch moralische Fragen stellen sich in einer Algokratie. Denn die Frage, ob ein Algorithmus gut oder schlecht ist, müssen Menschen beantworten. Nach welcher Ethik soll hier entschieden werden? Ist ein Algorithmus gut, wenn er das größte Glück für die größte Zahl (an Menschen) bringt? Was würde dann aus dem Minderheitschutz oder würde dieser einfach für das Glück der Mehrheit geopfert?

Auch muss gefragt werden, wer überwacht den Algorithmus? Sollte er sich selbst überwachen, sollten Techniker (Informatiker) oder Politiker den Algorithmus überwachen? Sollte ein Rat aus verschiedenen Menschen den Algorithmus überwachen? Und hier stellt sich letztlich wieder die Frage: Woher sollen wir wissen, ob diese Menschen gut sind und ob sie gute Entscheidungen treffen?

Auch muss gefragt werden, wer optimiert den Algorithmus und passt ihn an neue Situationen (Klimanotstand) an? Kann der Algorithmus sich selbst optimieren oder sollten dies Menschen machen? (Und wenn der Algorithmus sich selbst optimiert, woher weiß der Algorithmus, dass er sich in eine gute Richtung optimiert hat?)

Letztlich muss natürlich gefragt werden, welches Menschenbild liegt dem Algorithmus zu Grunde? Ist es ein Menschenbild in dem Menschen gelenkt, gestubst und geleitet werden sollen oder ist es Menschenbild in dem Menschen befähigt werden sollen selbst (kritisch) zu denken?

Leben wir vielleicht schon in der „Algokratie“, ohne es zu wissen?

Nein das tun wir nicht. Wir leben immer noch in einer funktionierenden Demokratie, aber wir müssen immer wachsam, selbstbestimmt und demokratisch mit Algorithmen umgehen. Wenn wir die Politik der Algorithmen einfach geschehen lassen und sie nicht gemeinsam kontrollieren und immer wieder verhandeln, würden wir uns ihr unterwerfen.

Was bedeutet „Beenager“? Bedeutung, Definition, Erklärung


Der Begriff „Beenager“ ist ein Neologismus beziehungsweise eine Verschachtelung aus den Begriffen „Best Ager“ und „Teenager“. Grundsätzlich bezeichnet man hiermit Menschen, die auch im Alter noch Trends folgen und sich wie junge Erwachsene verhalten.

Um verstehen zu können wie dieses Phänomen möglich ist und warum es immer mehr der sogenannten „Beenager“ gibt, muss vorerst abgeklärt werden, von welcher Personengruppe überhaupt die Rede ist: Es handelt sich hierbei um die Ü50-Generation.

Was bedeutet „Beenager“? Bedeutung, Definition, Erklärung

Begriffe wie „Midlife Crisis“ waren schon in den vergangenen Jahrzehnten gängige Bezeichnungen für Personen, die sich ab einem gewissen Alter plötzlich anders verhielten. Sei es der Zwang, den aktuellen Modetrends auf Schritt und Tritt zu folgen, seinen Töchtern oder Söhnen nachzueifern oder hippe Anschaffungen wie zum Beispiel den Kauf eines Sportwagens zu tätigen – seit eh und je tun sich viele Menschen schwer, sich ihr Alter einzugestehen.

Ein rasanter Lebenswandel durch Diäten, Stil- und Charakterveränderungen: Sie alle sind offensichtliche Anzeichen einer gewissen Unzufriedenheit und eines Unwohlseins im eigenen Körper oder mit dem eigenen Leben. Fürchtet man das Altern seiner Selbst, bietet es sich an, sich an jenen Menschen zu orientieren, die die als perfekt oder besser empfundene Lebensweise führen – in diesem Fall also meist an der jungen Generation.

Ob nun die eigenen Kinder als Orientierung und Maßstäbe herangezogen wurden, oder ob das neue Verhalten durch schlichtes Beobachten und gewissermaßen Nacheifern entstand: Die alten „Beenagers“ übernahmen die jugendliche Sprache, jugendliches Ausgehverhalten sowie Kleidungstrends der jüngeren Generation. So simpel war es.

Bedeutung: „Beenager“ im Zeitalter von Facebook, Tinder und Co.

Durch den Aufschwung des Internets und das Großwerden der Social Media sowie Dating-Plattformen in den frühen 2010er Jahren, erreichte das sich-jung-Fühlen eine neue Dimension: Schon bald fand man neben Partyfotos, Selfies und sonstigen Posts von Jungspunden auch jene, aus der Generation ihrer Eltern.

Wo ist nun aber der Unterschied zwischen modernen Oldies und Beenagern?

Die klassischen Selfies und Postings von Müttern und Frauen im Alter von etwa 50 Jahren und aufwärts sollten jedem bekannt sein: Blumen, Fotos von Kindern und Haustieren oder ab und zu ein Bild vom Wandern oder Stadtbummel. Diese Bilder und Kategorie ist genau das, was die Beenager heutzutage meiden. Sie wollen keinesfalls in die Schublade der Normalos oder langweiligen Eltern gesteckt werden und konkurrieren daher oftmals mit Personen jüngerer Generationen.

Beenager, welche vor allem meist weiblich sind, werfen sich für jedes ihrer Postings in Schale: Sie schminken sich jugendlich, ziehen sich an, als wären sie der U30-Generation zugehörig und verwenden oftmals viele Filter wie beispielsweise von FaceTune, welche die Haut sowohl straffer als auch jünger wirken lassen können. Geschummelt wird außerdem gerne bei der Figur, da diese neben dem Gesicht und dem Hals, oftmals ein Indikator für das Alter einer Person sein kann.

Zudem unterziehen sich Beenager gerne diversen Schönheitskuren und gehen oftmals bis zur chirurgischen Korrektur. Brustvergrößerungen, Hautstraffungen, Po-Liftings und Botox – ein junges Erscheinungsbild kann hierbei auch sehr teuer werden!

Wo findet man Beenager heutzutage? Erklärung

Grundsätzlich findet man diese Personengruppe überall da, wo man auch Jugendliche finden würde. Ob dies nun auf Social Media bezogen ist, oder auf angesagte Clubs – sie sind der jungen Generation auf den Fersen.
Auch auf Plattformen wie TikTok, wo zu kurzen Audiofrequenzen getanzt, gewitzt oder schlichtweg die eigene Person präsentiert werden kann, sind die Beenager unterwegs. Dies ist die oftmalige Offensivität zu begründen, die durch das Aufzeigen der eigenen Schönheit oder Fitness entsteht. Dieses „Phänomen“ ist ganz simpel zu erklären: Wer sich um sich selbst sorgt und viele Stunden mit seinem Äußeren beschäftigt indem er Sport macht oder sich schminkt, möchte hierfür Komplimente bekommen und von anderen gesehen werden.

Wer ist ein typischer Beenager? Eigenschaften, Merkmale, Charakter

Bekannte Beenager sind meistens Stars, die aufgrund ihres Bekanntheitsgrads tagtäglich in den Medien zu sehen sind. Oftmals stecken hinter diesen Beenagern auch echte Teenies, die ihre Eltern ermutigen oder inspirieren, Trends zu folgen und somit auch eine gewisse Sympathie zu schaffen. Carmen Geiss, Natascha Ochsenknecht und viele mehr – sie alle sind nicht nur aufgrund ihres Star-Status auf allen möglichen Social Media Plattformen vertreten. Sie lieben ihr trendiges Dasein, kennen allerdings auch ihre Grenzen.

Negative Seiten eines Beenagers

Viele Beenager jedoch sprengen allermann Vorstellungsvermögen. Sie lassen sich komplett fallen, springen sozusagen in die Rolle eines Teenies und leben ihre Jugendsucht ohne Rücksicht auf Verluste aus. Abgesehen davon, dass eine zwangshafte Unzufriedenheit mit der eigenen Person einen immens negativen Einfluss auf die Psyche eines Menschen hat – sowohl (Ehe-)Partner als auch Kinder müssen mit der Entscheidung dieser Person leben können. Plötzlicher Charakterwandel, Rücksichtslosigkeit und Egoismus, all das, was man in erster Linie von Frühpubatierenden kennt, erwacht in diesem Fall in einer erwachsenen Person, welche oftmals Verantwortungsträger ist und welche von ihrem Umfeld bisher anders gesehen wurde.

Was bedeutet „Holistay“ / „Staycation“? Bedeutung, Definition, Erklärung


Die Begriffe „Holistay“ und „Staycation“ stammen aus den Vereinigten Staaten. „Staycation“ bedeutet, dass Sie Ihren Urlaub Zuhause oder in der Nähe Ihres Zuhause verbringen, anstatt in ein anderes Land zu reisen. Der deutsche Ausdruck dafür ist „Urlaub auf Balkonien„.

Was bedeutet „Holistay“ / „Staycation“? Bedeutung, Definition, Erklärung

In der aktuellen Situation durch Corona ist es empfehlenswert, eine Staycation vorzuziehen, da sich die Infektionslage und damit die behördlichen Eindämmungsregeln schnell ändern können. Dieses Modell ist außerdem sehr beliebt bei Personen, die sich nur einen Low-Budget Urlaub leisten können.

Staycation (oder Holistay) ist eine ökologische Möglichkeit, den Urlaub zu Hause zu verbringen. Wenn Sie Zuhause bleiben und dort entspannen, bedeutet das gleichzeitig eine geringere Umweltverschmutzung und dass Sie effektiv Kosten sparen können.

Bedeutung von „Holistay“ und „Staycation“ auf deutsch (Übersetzung, Erklärung)

„Holistay“ ist ein Kofferwort aus den Worten „Holiday“ und „Stay“. Das englische Wort „Holiday“ bedeutet auf deutsch „Urlaub“, aber auch „Feiertag“. „Stay“ bedeutet auf deutsch „Aufenthalt“.

Das Kofferwort „Staycation“ setzt sich aus den Wort „Stay“ und „Vacation“ zusammen. „Stay“ bedeutet (wie oben) „Aufenthalt“ auf deutsch. „Vacation“ bedeutet auf deutsch „Ferien“ und „Urlaub“.

Erstmals entstand der Begriff des Staycation in Zusammenhang mit der Weltwirtschaftskrise in 2008. Aus diesem Grund waren viele Haushalte gezwungen, ihre Ausgaben und damit ihr Urlaubsbudget einzuschränken. Der Mangel an Geld für Reisen ins Ausland ist der Grund, warum viele Menschen Urlaub Zuhause machten. Mit dieser Bewegung nahm auch gleichzeitig das Bewusstsein für die Umweltauswirkungen des Tourismus zu, insbesondere in Bezug auf die Auswirkungen des Verkehrs und den CO2-Fußabdruck. Beliebte Reisegebiete weltweit wurden durch Touristenströme regelrecht überflutet.

Staycation bzw. Holistay scheint eine großartige Lösung für die oben genannten Herausforderungen zu sein. Es ist eine großartige Möglichkeit, einen schönen Urlaub zu verbringen und gleichzeitig günstig Urlaub zu machen. Die einzig leidtragenden sind die Reisebranche, da sie deutlich weniger Buchungen verzeichnen konnten. Urlaub Zuhause reduziert allerdings die schädlichen Treibhausgasemissionen. Viele nutzten die öffentlichen Verkehrsmittel, gingen zu Fuß oder nutzten die E-Roller, anstatt das Auto oder das Flugzeug zu nehmen.

Holistay / Staycation ist eine nachhaltige Bewegung

Staycation / Holistay ist eine Form des alternativen langsamen Tourismus. Langsamer Tourismus lädt Sie ein, im gegenwärtigen Moment zu leben und diesen auch voll und ganz genießen zu können. Es ermutigt Sie, sich Zeit zu nehmen, Sehenswürdigkeiten oder Landschaften in Ihrer Nähe zu entdecken, mehr Zeit mit Freunden Zuhause zu verbringen oder einfach Zeit in der Natur zu genießen.

Sie planen die Tage, wie Sie es möchten. Sie müssen sich keine Gedanken um Öffnungszeiten oder Zeiten von Führungen oder Reisetrips zu halten. Wenn Sie ausschlafen möchten, dann schlafen Sie aus.

Vorteile von Staycation / Holistay

  • Staycation / Holistay begrenzt den Stress bei der Organisation einer Reise. Sie müssen keine Angebote vergleichen oder eine Unterkunft suchen, die Ihren Wünschen entspricht. Das Packen des Koffers und die Auswahl der Kleidung entfällt ebenfalls.
  • Nutzen Sie die Zeit und widmen sich Aktivitäten und Dinge, die Sie das ganze Jahr schon aufschieben, weil Ihr Terminkalender so voll war. Schauen Sie sich das örtliche Museum an oder treiben Sie mehr Sport, wenn Sie möchten.
  • Durch Staycation / Holistay fördern Sie auch die regionale und lokale Wirtschaft. Schlendern Sie über den Wochenmarkt oder besuchen Sie Ihren lokalen Bauern, um dort direkt Obst, Gemüse oder Fleisch zu kaufen. Nutzen Sie das lokale Kulturangebot und schauen Sie sich Theaterstücke oder andere Acts an.
  • Durch Staycation / Holistay wird Ihnen bewusst, wie schön Ihre Stadt oder Ihre Region eigentlich ist. Durch die Arbeit oder andere Faktoren vergessen viele häufig, wie viele Möglichkeiten einem direkt vor der Haustür geboten werden.
  • Mit Staycation / Holistay lernen Sie den Augenblick und den Moment zu genießen. Sie haben viel mehr Zeit für sich selbst um sich mal richtig zu entspannen.
  • Staycation / Holistay entspannt Sie in vielerlei Hinsicht mehr, anstatt eine lange Reise inds Ausland zu machen.
  • Das Entdecken und Erforschen der Heimat ist eine wirtschaftliche und umweltfreundliche Alternative, auf die Sie stolz sein können!

Das Wichtige am Urlaub Zuhause ist, dass Sie den Urlaub schon planen sollten. Allerdings sollte dieser Plan flexibel gestaltet werden, damit Sie sich die Zeit für die Dinge nehmen können, die Sie für richtig halten. Auf diese Weise werden Sie zufriedener und ausgeglichener und können den Urlaub wirklich genießen.

Was ist „Maskne“? Akne, Pickel wegen Maske, Bedeutung, Definition, Erklärung


Im Rahmen der Corona Pandemie wurde das Tragen eines Mund- und Nasen Schutzes in vielen Ländern obligatorisch. Dieses ständige Tragen der Maske im Alltag hat bei vielen Menschen allerdings auch Krankheitserscheinungen und Nebenwirkungen hervorrufen, die sie so vorher noch nicht kannten. Eine bekannte Nebenerscheinung ist die sogenannte Masken Akne, auch unter den Begriff „Maskne“ bekannt. Es handelt sich bei „Maskne“ um ein zusammengesetztes Kofferwort aus den Begriffen Maske und Akne.

Typischerweise kann es durch das stundenlange Tragen der Maske tagsüber zu Pickeln, Rötungen und Hautreizungen kommen, insbesondere Menschen mit empfindlicher oder vorgeschädigter Haut sind von diesem Phänomen betroffen. Die Symptome neigen dabei zur Chronifizierung, was bedeutet, dass das Hautleiden nicht einfach wieder von heute auf morgen verschwindet, wenn die Maske nicht benutzt wird.

Was ist „Maskne“? Akne, Pickel wegen Maske, Bedeutung, Definition, Erklärung

Dabei ist Maskne kein neues gesundheitliches Problem, denn unter Mitarbeitern im Gesundheitswesen ist sie schon längst bekannt. Nun aber, da der Staat alle Bürger zum Tragen einer Maske in öffentlichen Räumen verpflichtet, leiden auch Menschen unter Maskne, denen dies vor dem Auftreten der Corona Pandemie völlig unbekannt war.

Maskne ist eine besondere Form der Akne und wird nicht hormonell verursacht, wie beispielsweise die Akne in der Pubertät, sondern rein mechanisch durch den direkten Kontakt der Maskenoberfläche mit der Gesichtshaut. Überall dort, am Kinn, an den Wangen oder an der Nasenbrücke, wo die Maske einen direkten Kontakt zur Haut hat, entsteht Reibungsenergie. Je nachdem, wie groß eine Maske ist oder wie diese angelegt wurde, können natürlich auch noch andere Stellen im Gesicht betroffen sein.

Bedeutung Maskne: Ständiges Schwitzen unter der Maske verstopft die Poren

Durch die ständige Einwirkung der Maskenoberfläche auf die Gesichtshaut wird die empfindliche Hautbarriere geschädigt. Dies führt in der Folge zu Mikrorissen, also kleinsten Verletzungen in der Oberhaut. Es entsteht dadurch eine ideale Eintrittspforte für krankmachende Keime wie Bakterien oder Viren, aber auch für Schmutzpartikel allgemein. Es kommt zu einer lokalen Entzündungsreaktion in der Oberhaut als Zeichen der Immunabwehr und damit zu den unschönen Hautunreinheiten. Obwohl zunächst die Reibung der Maske an der Haut zur Vorschädigung führt, werden die Beschwerden durch das Schwitzen unter der Maske zusätzlich verschlimmert. Die ausgeatmete Luft kann nur schwer entweichen und die Hautporen verstopfen schnell, insbesondere bei Menschen mit fettiger Haut.

Vorbeugung und Behandlung von Maskne: Tipps, Bedeutung

Zur direkten Vorbeugung wäre es natürlich am einfachsten, auf einen Mund- und Nasenschutz komplett zu verzichten. Dies ist jedoch im Alltag mit der Corona Pandemie nicht immer möglich. Deshalb kommt es ganz entscheidend auf die korrekte Hautpflege an. Vor dem Aufsetzen der Maske sollte die Haut mit einem sanften Peeling gereinigt werden. Deckendes und schweres Make-up ist zu vermeiden, da ansonsten die Hautporen verstopfen. Stoffmasken sollten möglichst häufig gewaschen werden, um Bakterien und Viren zu eliminieren.

Menschen, die bereits unter Maskne leiden, können ärztlich verordnete Produkte verwenden, wie sie auch bei hormonell bedingter Akne zur Anwendung kommen. Bei der täglichen Hautroutine sollten Reinigungsmilch oder Reinigungsschaum verwendet werden, jedoch keine chemischen Gesichtsreiniger, welche die Haut zu sehr austrocknen würden. Milde Pflegeprodukte mit sogenannten Ceramiden sorgen darüber hinaus dafür, dass die natürliche Schutzbarriere der Haut wieder gestärkt und aufgebaut wird.

Was bedeutet dümmelt, gedümmelt, dümmeln? Bedeutung, Definition, Erklärung, DHDL


„Es dümmelt“ oder „Es hat gedümmelt“ wird scherzhaft gesagt, wenn der Investor Ralf Dümmel in der VOX-Show „Die Höhle der Löwen“ wieder einen Deal abgeschlossen hat.

Das Scherz-Verb „dümmeln“ leitet sich vom Nachnamen des Investors Ralf Dümmel ab.

„Es dümmelt“: Die Höhle der Löwen (DHDL) – Bedeutung

Wenn es „dümmelt“ haben ein Gründer (oder ein Gründerteam) und Ralf Dümmel einen Deal abgeschlossen. Das bedeutet für den Gründer (oder das Gründerteam), dass Ralf Dümmel und sein Team ihm finanziell (Working Capital) und organisatorisch unter Arme greifen, sowie das Produkt in die Märkte bringen. Für Ralf Dümmel bedeutet ein Deal, dass er ein neues Produkt für seine Firma DS Produkte hat, dass er vertreiben kann.

Ralf Dümmel schließt viele Deals in der Höhle der Löwen ab und er ist dafür bekannt, dass er besonders an Produkten für den Einzelhandel interessiert ist. Dieser Umstand führt dazu, dass viele Gründer mit Firmenideen für Ralf Dümmel in Frage kommen. Somit ist Ralf Dümmel in der Show „Die Höhle der Löwen“ präsenter, da er eben oft mit Gründern verhandelt oder Angebote unterbreitet. (Investoren, die schnell bekannt geben, dass sie „raus“ sind, sind somit weniger zu sehen.)

Ralf Dümmel fällt in der Show „Die Höhle der Löwen“ auch durch seine sympathische Art und seine Kleidung auf.

Fazit: Wenn es dümmelt, ist etwas gutes passiert. Gründer können sich dann über Unterstützung durch Ralf Dümmel und DS Produkte freuen. Diese Zusammenarbeit sorgt dafür, dass Umsätze steigen und die Produkt-Bekanntheit stark wächst.

Dümmeln: Deklinationen und Grammatik

Das Verb „dümmeln“ wird in verschiedenen Schreibweisen verwendet. Das Verb wird ausschließlich in der dritten Person Singular verwendet.

Beispiele:

  • „Es dümmelt.“
  • „Es hat gedümmelt.“
  • „Es dümmelt wieder.“

Verwendungen wie „Ich dümmele“ oder „Du dümmelst“ finden nicht statt. Auch Varianten wie „Wir dümmeln“, „Ihr dümmelt“ oder „sie dümmeln“ gibt es nicht.

Weitere Bedeutung von „dümmeln“

„Dümmeln“ ist ein veraltetes Verb mit zwei Bedeutungen:

  • „Dümmeln“ bedeutet, dass jemand zu viel auf ein Brötchen oder Stelle legt.
  • Wurde Kohle oder Feuer früher erstickt, so wurde dazu teils auch „dümmeln“ gesagt.
Was ist Impfstoff-Nationalismus / Impfnationalismus? Bedeutung, Definition, Erklärung


Als „Impfnationalismus“ oder „Impfstoff-Nationalismus“ wird das egoistische Verhalten von Staaten bezeichnet, die im Kampf gegen eine globale Pandemie einen neuentwickelten Impfstoff vor allen anderen als erste kaufen und zu erst ihrer nationalen Bevölkerung zur Verfügung stellen.

Was ist Impfstoff-Nationalismus / Impfnationalismus? Bedeutung, Definition, Erklärung

Die Ausdrücke „Impfnationalismus“ und „Impfstoff-Nationalismus“ sind wertend zu verstehen. Denn Staaten, die „Impfstoff-Nationalismus“ praktizieren, kooperieren nicht mit globalen Organisationen (WHO) oder anderen Staaten im Kampf gegen eine Pandemie (Coronavirus / Covid-19), sondern führen einen nationalen Alleingang durch. Dies führt zu weltweiten Verteilungsungleichheiten.

Reiche Staaten haben gegenüber ärmeren Staaten einen deutlichen Vorteil. Sie können es sich eher leisten einen teuren Impfstoff zu kaufen und Verträge mit Impfstoff-produzierenden Pharmafirmen abzuschließen. Dies führt dazu, dass reiche Staaten bei der Verteilung eines Impfstoffes bevorzugt werden, während ärmere Staaten benachteiligt werden. Werden ärmere Staaten benachteiligt, so hat dies zur Folge, dass eine Pandemie (Coronavirus / Covid-19) in diesen Ländern erst verspätet, erschwert oder verzögert bekämpft werden kann.

„Impfnationalismus“ und „Impfstoff-Nationalismus“ wirken sich negativ auf die Preise für Impfungen, den Impfstoff, Lieferketten, Ressourcen und Herstellungen aus. Versuchen Staaten z.B. das Angebot, Lieferketten oder die Herstellung eines Impfstoffes zu ihren Gunsten zu beeinflussen, so wirkt sich dies nachteilig auf andere Staaten aus. Erfolgreiche Einflussversuche können zur Verknappung oder Preissteigerungen führen.

Erhöhte Nachfrage nach einem Impfstoff kann dazu führen, dass der Preis für einen Impfstoff steigt. Steigende Preise würden ärmere Staaten benachteiligen.

Auch ist denkbar, dass Staaten Impfstoffe horten. Dieser Impfstoff kann dann z.B. als geopolitisches Druckmittel verwendet werden.

Gegen „Impfnationalismus“ oder „Impfstoff-Nationalismus“ helfen internationale Kooperationen, internationale Verteilungsregeln, Regelung des Zugangs zum Impfstoff und Handelsabkommen.

Die WHO warnte am 13. August 2020 vor einem Impfstoff-Nationalismus. Ein Impfnationalismus würde dazu führen, dass ärmere Ländern benachteiligt werden. Denn übermäßige Nachfrage und Wettbewerb um das Angebot können zu hohen Preise für einen Impfstoff führen. Daher rief die WHO zur globalen Zusammenarbeit auf. Außerdem äußerte sch die WHO, dass die Weltwirtschaft sich erst nachhaltig erholen kann, wenn das Coronavirus überall besiegt ist.

Fazit: Einen Impfnationalismus können sich reiche Länder leisten. Arme Länder sind auf die Solidarität der reichen Länder angewiesen.

Impfnationalismus / Impfstoff-Nationalismus: Bedeutung, Definition

Die Ausdrücke „Impfnationalismus“ und „Impfstoffnationalismus“ tauchten im Juli und August 2020 – während der Coronavirus-Pandemie – erstmalig auf, als bekannt wurde, dass verschiedene Länder sich einen Zugang zum Covid-19-Impfstoff sichern wollten und Vereinbarungen mit Pharmafirmen über Abnahmeverträge verhandelt wurden.

Das Wort „Nationalismus“ wird in den Begriffen „Impfnationalismus“ und „Impfstoff-Nationalismus“ eher als Synonym für „(Nationaler) Egoismus“ verstanden. Es geht nicht darum, dass reiche Länder armen Ländern nicht helfen wollen, sondern dass sie erst sich selbst helfen und dann anderen. Der sinnvollere Begriff wäre daher „Impfegoismus“ oder „Impfstoff-Egoismus“. Der Begriff wäre auch wie folgt denkbar: „Nationaler Impfegoismus“ oder „Nationaler Impfstoff-Egoismus“.

An der herkömmliche Bedeutung vom Wort „Nationalismus“ knüpfen die Ausdrücke „Impfnationalismus“ und „Impfstoff-Nationalismus“ nicht an. Sie knüpfen aber an die negative Konnotation des Wortes „Nationalismus“ an.

Was bedeutet Virokratie / Virokraten? bedeutung, Definition


Der Ausdruck „Virokratie“ ist ein politisches Schlagwort und eine Wortneuschöpfung, die während der Coronakrise im Jahr 2020 entstand.

Während der Coronakrise 2020 wurde der Ausdruck „Virokratie“ teils als abwertende Bezeichnung für die Regierung, Institutionen und Medien verwendet.

Hinweis: „Virokratie“ ist kein anerkannter Begriff in der Politikwissenschaft. Die Regierungen, die während der Coronakrise 2020, regierten, sind keine Virokratien.

Grammatik: Über das Wort „Virokratie“

„Virokratie“ ist ein Kofferwort aus dem Wort „Virus“ und dem griechischen Suffix „-kratie“. „Kratie“ bedeutet auf deutsch: „Herrschaft“. Ein bekanntes Wort mit „-kratie“ ist „Demokratie“.

Im Sinne der Grammatik wäre das Wort „Virukratie“ (mit „u“) sinnvoller, da eben der Wortstammt „Viru“ verwendet wird. In der Umgangsprache hat sich der Ausdruck „Virokratie“ durchgesetzt. („Virokratie“ ist mit seinem o-Klang näher am Wort „Demokratie“.)

Was ist eine Virokratie? Was sind Virokraten? Bedeutung, Definition

Von seinem Begriff her, kann „Virokratie“ wie folgt interpretiert werden: Eine Regierung und ihre Herrschaft werden durch die Anwesenheit und Bedrohung einer Bevölkerung durch einen Virus legitimiert.

Die Herrschenden in einer Virokratie werden „Virokraten“ genannt.

In der Virokratie regieren Politiker, die die Empfehlungen von Virologen, Medizinern und Wissenschaftlern teils 1:1 umzusetzen. (Damit ist die Virokratie eine Spielart der Technokratie.)

Die Virokratie ist eine Form der Notstandsregierung bei welcher eine Regierung den Fokus ihrer Arbeit auf die Eindämmung einer Epidemie oder Pandemie legt. Um eine Epidemie oder Pandemie einzudämmen, schränkt eine virokratische Regierung temporär die Freiheitsrechte von Bürgern und die Freiheit der Wirtschaft ein. (Siehe: Ausgangsbeschränkungen, Kontaktverbot) Diese Einschränkungen werden damit gerechtfertigt, dass sie die Ausbreitung eines Virus verlangsamen, dem Schutz der Bevölkerung dienen, das Gesundheitssystem vor Überlastung bewahren und Risikogruppen schützen. (Siehe: Flatten the Curve)

In der Virokratie ist eine Regierung auf die freiwillige Mitarbeit der Bevölkerung angewiesen. (Siehe: Social Distancing, Selbst-Isolation) Denn jeder einzelne kann betroffen sein. Wenn Bürger sich daher freiwillig an Pandemie-Eindämmungsgesetze und Empfehlungen halten, wird der Schutz jedes einzelnen und von Risikogruppen verbessert. Ob Bürger sich aus Vernunft an Empfehlungen oder Gesetze halten, oder aus Untertanenmentalität ist eine andere Frage.

Die Legitimation zur temporären Einschränkung der Freiheitsrechte von Bürgern und der Freiheit der Wirtschaft erfolgt durch die akute Bedrohungslage durch einen Virus. Rechtlich erfolgt die Rechtfertigung durch Gesetze wie z.B. Notstandsgesetze oder den Katastrophenfall.

Die freiheitseinschränkende Politik einer Virokratie führt zu wirtschaftlichen und kulturellen Einschränkungen und Einbußen. Dies versuchen virokratische Regierungen durch staatliche Hilfs- und Förderprogramme auszugleichen.

Eine Virokratie entsteht durch die Reaktion einer Regierung auf eine virologische Bedrohungslage, die eine andere Regierungsarbeit zur Folge hat. Eine Virokratie wird nicht erkämpft, sondern sie entsteht, um die Bevölkerung zu schützen.

Eine Virokratie endet, wenn die Bedrohungslage durch einen Virus nicht mehr akut oder beendet ist. (Siehe: Wann ist die Corona-Pandemie zu Ende?) Dies kann z.B. an der Bedingung festgemacht werden, dass eine gewisse Durchseuchung der Bevölkerung stattgefunden hat und eine Herdenimmunität entstanden ist.

Was bedeutet Plandemie / Plandemic? Bedeutung, Definition


Das deutsche Wort „Plandemie“ ist eine Wortneuschöpfung und ein Kofferwort aus den Worten „Plan“ und „Pandemie“. Das englische Äquivalent ist „Plandemic“.

Was bedeutet Plandemie / Plandemic? Bedeutung, Definition

Das Kofferwort „Plandemie“ kann von seinem Begriff her so interpretiert werden, dass eine Pandemie geplant ist und absichtlich stattfindet. Die Pandemie ist Teil eines Plans und mit ihr werden (politische) Ziele verfolgt.

Während der Coronakrise im Jahr 2020 verbreitete sich das Wort „Plandemie“ erstmals in Deutschland im März 2020. Für eine weitere Verbreitung des Ausdrucks sorgte das Verschwörungsvideo „Plandemic“, welches im Mai 2020 veröffentlicht wurde. (Mehr dazu, weiter unten.)

Plandemie als politisches Schlagwort (Bedeutung)

Der Ausdruck „Plandemie“ wird als politisches Schlagwort verwendet, um Verschwörungstheorien und Falschinformationen über das Coronavirus zu verbreiten. Unter dem Begriff „Plandemie“ werden Behauptungen subsummiert, dass die weltweite Corona-Pandemie, ihre Folgen und die staatlichen Eindämmungsmaßnahmen (Shutdown, Social Distancing) geplant waren. Sie sollen dazu dienen, Freiheitsrechte abzuschaffen, Informationen zu kontrollieren, die Zensur einzuführen, Menschen zu kontrollieren und zwangszuimpfen.

In den sozialen Medien werden unter dem Begriff „Plandemie“ Falschinformationen über das Coronavirus, den Ursprung von Covid-19 und mögliche Heilmittel verbreitet.

Der Ausdruck „Plandemie“ wird auch genutzt, um impffeindliche Positionen zu verbreiten. Es werden Verschwörungstheorien verbreitet, dass das Coronavirus ein medizinisches Experiment sei. Es wird behauptet, dass Menschen unter anderem (durch eine Impfung) gechipt und manipuliert werden sollen. In weiteren Verschwörungstheorien werden Verbindungen zwischen dem Coronavirus, Bill Gates, der Black-Lives-Matter-Bewegung (BLM), 5G, der vierten industriellen Revolution und einem Wirtschaftskrieg hergestellt.

In den sozialen Medien wird der Ausdruck „Plandemie“ aktiv genutzt und verbreitet.

Der Ausdruck „Plandemie“ wird teils in folgender Schreibweise verbreitet: PLANdemie.

Auf verschiedenen Print-On-Demand-Webseiten werden Bekleidungsstücke mit dem Aufdruck „Plandemie“ angeboten.

Siehe auch:

Plandemic: Video (Bedeutung)

Am 4. Mai 2020 wurde das Verschwörungstheorie-Video „Plandemic“ von Mikki Willis in den sozialen Medien veröffentlicht. Innerhalb kurzer Zeit wurde das Video mehrere Millionen Mal angesehen. Viele Plattformbetreiber reagierten und entfernten das Video innerhalb kurzer Zeit.

In dem Video wird unter anderem behauptet, dass Impfstoffe krank machen und Krankhäuser Geld verdienen, wenn sie Covid-19-Patienten behandeln. Es wird behauptet, dass Hydroxychloroquin gegen Coronaviren hilft, dass in vergangenen Grippeimpfungen Coronaviren enthalten gewesen sein sollen und dass ein Mund-Nasen-Schutz das Coronavirus aktiv.

Das Video wurde von Ärzten und Gesundheitsbehörden wegen seiner falschen und irreführenden Informationen verurteilt.

Über den Begriff Plandemie

Wer den Begriff „Plandemie“ wortwörtlich versteht und ernst nimmt, müsste sich damit auch auseinander setzen. Ein Plan hat verschiedene Modalitäten: Ziele, Ressourcen, Beteiligte, Rahmenbedingungen, Zielbedingungen, Folgen, Abläufe, usw.

  • Was ist das Ziel der Plandemie?
  • Wer ist beteiligt? Warum? Was haben, die Beteiligten davon?
  • Welche Anfangsbindungen mussten herrschen?
  • Wie läuft die Plandemie ab? Was passiert als nächstes? Was passiert als letztes?
  • Warum darf gegen die Plandemie demonstriert / sich gewehrt werden?
Was bedeutet Moronavirus? Bedeutung, Übersetzung auf deutsch, Definition


Während der Coronavirus-Krise im ersten Halbjahr 2020 zeigte sich, dass das Coronavirus (Covid-19) gefährlich ist, es aber noch eine zweite Gefahr gibt, die vielleicht viel gefährlicher ist: Das Moronavirus.

Das Moronavirus führt zu egoistischem, rücksichtslosen und dummem Verhalten. Es wird angetrieben von Angst und dem Herdentrieb.

Das „Moronavirus“ ist natürlich kein echter Virus. Der Ausdruck „Moronavirus“ setzt sich aus dem englischen Wort „Moron“ und dem Wort „Coronavirus“ zusammen. „Moron“ bedeutet auf deutsch „Idiot“, „Schwachkopf“, „Trottel“ oder „Depp“. („Moronavirus“ thematisiert das dumme und irrationale Verhalten von Menschen während der Coronakrise.)

Hier gibt es auch eine andere Wortneuschöpfung, die in die gleiche Richtung: Covidiot.

Moronavirus: Bedeutung, Definition, Beispiele

An verschiedenen Beispielen zeigt sich, ob jemand am Moronavirus leidet:

  • Am Moronavirus leidet, wer Hamsterkäufe macht, Regale leer kauft und anderen nichts überlässt! (Siehe: Warum ist Toiletten so wichtig?)
  • Am Moronavirus leidet, wer Gesundheits- und Sicherheitsempfehlungen ignoriert. Die Person damit nicht nur sich selbst, sondern andere und sogar das Gesundheitssystem in Gefahr! Es gilt, dass ein Abstand von 1,5 Meter gehalten werden muss, dass man – während der Coronakrise – in der Wohnung verweilen soll und das Hände richtig gewaschen werden. (Siehe: Social Distancing, Kontaktverbot, Kontaktreduzierung, Flatten the Curve, #WirbleibenZuhause, Anleitung Hände waschen, Wie funktioniert Seife?)
  • Wer am Moronavirus leidet, wird immun gegenüber wissenschaftlichen Fakten und Informationen.
  • Wer am Moronavirus leidet, nimmt Gesundheits- und Sicherheitsempfehlungen nicht ernst.
  • Wer sich mit dem Moronavirus infiziert hat, tut Gesundheits- und Sicherheitsempfehlungen, sowie das Kontaktverbot als Panikmache ab.
  • Wer am Moronavirus leidet, verbreitet Fake News. (Siehe: Infodemie)
  • Wer am Moronavirus leidet, geht auf Coronapartys! (Das sollte unterlassen werden!)
  • Wer am Moronavirus leidet, geht unter Gruppen.
  • Wer am Moronavirus leidet, geht mit den Kindern auf Spielplätze.
  • Wer am Moronavirus leidet, geht in Krankenhäuser um Atemschutzmasken, Toilettenpapier und Desinfektionsmittel zu klauen!
  • Wer am Moronavirus leidet, begeht Straftaten wegen Toilettenpapier!
  • Wer am Moronavirus leidet, will Profit aus der Notlage anderer schlagen. Diese Person versucht z.B. Toilettenpapier und Desinfektionsmittel überteuert zu verkaufen.
  • Wer am Moronavirus leidet, zwingt seine Mitarbeiter krank zur Arbeit zukommen.
  • Wer am Moronavirus leidet, hält vom HomeOffice nichts.
  • Wer am Moronavirus leidet, weiß Zuhause nichts mit sich anzufangen. (Siehe: Tipps gegen Langeweile.)

Warum das Moronavirus gefährlich ist

Es ist gefährlich am Moronavirus zu leiden, denn dies macht das Leben für andere und insbesondere für Risikogruppen schwerer und gefährlicher. Denn – wenn auch unabsichtlich – das Coronavirus wird durch Unachtsamkeit, Ignoranz und Egoismus verbreitet. Wer unter Menschen geht, obwohl ein Kontaktverbot herrscht und die Bevölkerung angehalten ist Zuhause zu bleiben, gefährdet Menschen leben. So wird das Virus verbreitet, anstatt eingedämmt zu werden.

Es gilt daher, wer vom Moronavirus geheilt werden möchte, sollte sich an Gesundheits- und Sicherheitsempfehlungen, sowie das Kontaktverbot halten. Die Alternative ist, dass die Regierung Ausgangssperren verhängt. Denn wer sich nicht freiwillig einschränkt und wer nicht freiwillig auf soziale Kontakte verzichtet, muss wohl gezwungen werden.

Was bedeutet Covidiot? Bedeutung, Definition


Als „Covidiot“ werden Menschen bezeichnet, die sich nicht an Gesundheitsempfehlungen halten, die den Ernst der Coronakrise ignorieren, die die Gesundheit anderer in Gefahr bringen und die in großen Mengen hamstern.

Die Wortneuschöpfung „Covidiot“ bildete sich während der Coronakrise im ersten Halbjahr vom Jahr 2020, genaue gesagt am 21. März 2020 verbreitete sich der Ausdruck in den sozialen Medien international.

Das Wort „Covidiot“ setzt sich aus den Worten „Covid-19“ und „Idiot“ zusammen.

Update: Keine Strafanzeige wegen „Covidiot“-Äußerung

Am 2. September 2020 veröffentlichte die Berliner Generalstaatsanwaltschaft auf Twitter die Information, dass die Bezeichnung „Covidiot“ als Meinungsäußerung in der politischen Auseinandersetzung in der Corona-Pandemie nicht strafbar und vom Recht auf Meinungsfreiheit gedeckt ist.

Anlass für diese Äußerung der Generalstaatsanwaltschaft Berlin waren Strafanzeigen gegen die SPD-Politikerin Saskia Esken wegen des Verdachts der Beleidigung. Sie hatte am 1. August 2020 auf Twitter einen Tweet veröffentlicht, in dem sie das Wort „Covidiot“ mit Bezug auf Teilnehmer einer Corona-Demonstration verwendete, die gegen Hygiene und Abstandsregeln verstießen. Daraufhin wurde sie angezeigt. Die Berliner Generalstaatsanwaltschaft teilte auf Twitter mit, dass das Verfahren ohne Aufnahme von Ermittlungen eingestellt wurde.

Link zum Tweet: hier

Covidiot: Bedeutung, Definition, Beispiele

Menschen wurden aus verschiedenen Gründen als „Covidiot“ bezeichnet. Im allgemeinen wird ein Mensch als „Covidiot“ bezeichnet, wenn dieser die Ernsthaftkeit der Lage (Coronakrise) nicht anerkennt und die Gefährlichkeit ignoriert.

Weitere Gründe, warum jemand ein Covidiot ist:

  • Covidioten hamstern und horten so viel Toilettenpapier und Nudeln, dass für andere kaum noch etwas übrig bleibt. Sie kaufen bewusst und gezielt Regale leer. Sie kaufen bewusst sehr große Mengen. Ein Covidiot kauft nicht 2 Pakete Toilettenpapier, sondern 10 oder 20 Pakete. (Siehe: Warum kaufen die Deutschen so viel Toilettenpapier?)
  • Covidioten halten sich nicht an Gesundheits- und Sicherheits-Empfehlungen wie 1,5 Meter Abstand zu anderen Menschen auf der Straße, die Wohnung nur in dringenden Fällen zu verlassen oder regelmäßig richtig Hände zu waschen. Zu sagen, dass Covidioten sich nicht an Empfehlungen halten, ist untertrieben. Covidioten ignorieren sie! (Siehe: Social Distancing, Flatten the Curve, #StayAtHome / #WirbleibenZuhause, Anleitung Hände waschen / Safe-Hands-Challenge, Wie funktioniert Seife?)
  • Covidioten gehen auf Coronapartys.
  • Covidioten sind egoistisch. Sie denken nur an sich und sind unvernünftig.
  • Covidioten tun Gesundheits- und Sicherheitsempfehlungen als Panikmache ab.
  • Covidioten klauen in Krankenhäusern und anderen öffentlichen Einrichtungen Toilettenpapier, Atemschutzmasken und Desinfektionsmittel (teils samt Halterung). (Ist wirklich passiert!)
  • Covidioten begehen Straftaten wegen Toilettenpapier.
  • Covidioten begeben sich in Gruppen.
  • Covidioten leiden an Wohlstandstrotz. Sie wollen nicht aus Sicherheitsgründen auf (liebgewonnene) Freiheiten verzichten und gefährden damit andere.
  • Covidioten nutzen die Notlage anderer aus und versuchen dringend benötigte Waren zu überhöhten Preise zu verkaufen.
  • Covidioten gehen in den Park und mit ihren Kindern auf Spielplätze.
  • Covidioten zwingen Mitarbeiter zur Arbeit zukommen und fordern Präsenz ein, selbst wenn diese sich krank fühlen.
  • Covidioten halten nichts vom Home Office.
  • Covidioten verbreiten Fake News, weil sie in ihr Weltbild passt. (Siehe: Infodemie)
  • Covidioten wissen Zuhause nichts mit sich anzufangen. (Siehe: 120+ Tipps gegen Langeweile)

Darum sind Covidioten gefährlich: Mit ihrem Verhalten verbreiten infizierte Covidioten unwissentlich den Coronavirus. Sie stecken andere an. Das gefährdet Menschenleben und kann dazu führen, dass die Coronakrise noch schlimmer und das Gesundheitssystem überlastet wird. (Siehe: Flatten the Curve)

Wegen Covidioten verhängen Regierungen Ausgangssperren und Ausgangsbeschränkungen. (Die Logik dahinter, wer nicht freiwillig auf soziale Kontakte verzichtet, der muss gezwungen werden.)

Der Ausdruck „Covidiot“ wird aber auch scherzhaft verwendet. Er steht dafür, dass längeres Zuhause sein und nicht rausgehen zu Langeweile und einem Lagerkollar führt. Dies mündet in absonderlichem und teils witzigem Verhalten, welches per Video aufgenommen und über die sozialen Medien unter dem Hashtag #Covidiot verbreitet wird.

Was ist Wohlstandstrotz? Bedeutung, Definition


Beim Wohlstandstrotz beharrt jemand auf seinem Verhalten, seinen Freiheiten und will seine Komfortzone nicht verlassen, trotz Krise, besseren Wissens und Empfehlungen. Der Wohlstandstrotz ist eine Form des hartnäckigen Widerstands gegen Empfehlungen, Anweisungen und Authoritäten.

Wohlstandstrotz bedeutet, dass jemand Empfehlungen nicht freiwillig(!) folgt und trotz Krise sein Verhalten nicht anpasst. Konkret bedeutet dies: Eine Person möchte sich – aus Wohlstandstrotz – nicht freiwillig einschränken, auf etwas verzichten und ihre Routinen oder ihr Leben verändern. Sie will – trotz geänderter Situation (Krise) – leben wie zuvor bzw. sie will so leben, als wäre die Situation nicht geändert.

Der Wohlstandstrotz lässt sich auf seinen Satz herunterbrechen: „Freiwillig verlasse ich meine Komfortzone nicht!“

Wohlstandstrotz und Coronavirus (Covid-19)

In Zeiten des Coronavirus steht der Wohlstandstrotz dafür, dass Menschen den Empfehlungen „Bleibt zu Hause“ und „Meidet Kontakt zu anderen“ (Social Distancing) nicht freiwillig(!) folgen. Stattdessen gehen sie spazieren. Sie gehen Eisessen oder raus in Cafés. Sie gehen unter Leute. Damit werden sie zur Gefahr und können Viren verbreiten. Wer nicht zur Risikogruppen gehört, den mag das wenig stören. Für jeden der Teil einer Risikogruppe ist, kann eine Infizierung und folgende Erkrankung lebensgefährlich werden. Ferner erhöht sich die Gefahr, dass das Gesundheitssystem zu stark belastet wird und zusammenbricht. (Siehe: Flatten the Curve)

Abschreckende Beispiele wie die Situation in Italien und Spanien zeigen wenig Wirkung. (In Italien und Spanien müssen die Menschen zu Hause bleiben.) Man denke nur an die Situation in China! Den Empfehlungen von Experten (Virologen) und Politikern wird nicht gefolgt. Auch die Angst sich mit dem Coronavirus anzustecken und schwer zu erkranken, scheint so klein zu sein, dass der Abstand zu anderen nicht gesucht werden sollte.

Wohlstandstrotz: Was passiert hier?

Es muss gefragt werden, verleugnen die wohlstandstrotzigen Menschen die Realität? Erkennen sie die schlimme Situation in anderen Ländern nicht an? Doch sie wissen, was in anderen Ländern passiert, aber es ist zu fern. Bei vielen findet das Coronavirus nur in den Medien statt. Es ist noch nicht vor der Haustür. Erst, wenn ihr Nachbar infiziert ist, wird es real. Dann wird es greifbar und gefährlich.

Auch zeigt sich ein Paradox: Hamstern, Toilettenpapier und Nudeln in rauen Mengen kaufen, ist eine Verhaltensänderung, die ohne Probleme umgesetzt wird. Auf Abstand zu anderen zu gehen und soziale Kontakte zu vermeiden, scheint zu schwer! Vielleicht liegt dies daran, dass bestehendes Verhalten (Einkaufen) einfach nur intensiviert wird, während soziale Kontakte zu meiden, Verzicht darstellt. Gilt damit die Schlußfolgerung: Intensivieren ist leichter als verzichten?

Der Wohlstandstrotz zeigt eines ganz deutlich: „Gewohnheiten sind der stärkste Kleber“ oder „Freiwillig wird die Komfortzone nicht verlassen.“ Diese Haltung ist (leider) sehr menschlich, denn so lange etwas nicht bedrohlich ist oder sich bedrohlich anfühlt, gibt es keinen Grund seine Komfortzone zu verlassen. Also stellt sich doch die Frage: Wie viele müssen noch am Coronavirus erkranken, bis es real wird und der Abstand zu anderen gesucht wird? (Social Distancing)

Der Wohlstandstrotz ist aber auch ein Armutszeugnis der Vernunft. Denn er zeigt, dass den Empfehlungen von Experten nicht gefolgt wird. Auch steht der Wohlstandstrotz dafür, dass die geänderte Situation und mit ihr geänderte Regeln nicht akzeptiert werden.

Wohin führt der Wohlstandstrotz? Bevor die Freiwilligkeit durch Verbote und Zwang ersetzt wird, kann noch die Umwelt geändert werden. Durch Verbote von Veranstaltungen und Zwangsschließungen für Geschäfte, Cafés und Restaurants schwinden die Optionen, was man mit seiner Zeit anstellen kann. (Siehe: Shutdown, Lockdown, Katastrophenfall, Ausgangssperre, Ausgangsbeschränkungen und Betretungsverbote)

Den Ausdruck „Wohlstandstrotz“ prägte der Zeit.de-Autor Lenz Jacobsen mit seinem am 17. März 2020 veröffentlichten Beitrag „Gefährlicher Wohlstandstrotz“. (Externer Link zum Zeit.de-Beitrag: hier)

Infodemie: Bedeutung, Definition


Von seinem Begriff her, bedeutet „Infodemie“, dass sich sich sehr viele Informationen (unabhängig vom Wahrheitsgehalt) schnell und in kurzer Zeit weltweit ungehindert und ungefiltert verbreiten. Dies führt zu einer unklaren Informationslage.

Was bedeutet „Infodemie“? Bedeutung

Die „Infodemie“ kennzeichnet sich dadurch, dass viele – teils widersprüchliche oder falsche – Informationen zu einem Thema im Internet angeboten werden und verfügbar sind. Dies führt dazu, dass für den Einzelnen oder die Einzelne nicht mehr klar erkennbar ist, welche Informationen echt und welche falsch (Fake News) sind.

Praktisch jeder kann – unabhängig vom eigenen Wissensstand, politischer Ausrichtung, Herkunft und der eigenen Absicht – ungeprüft Informationen im Internet verbreiten. Dies führt dazu, dass Fakten und Tatsachen mit Propaganda, Mythen, Behauptungen, Lügen und Fake News nicht nur konkurrieren, sondern auch vermischt werden.

Internetnutzer stehen damit vor zwei Herausforderungen: a) Sie müssen Informationen in Frage stellen, um ihren Wahrheitsgehalt zu erkennen, und b) Sie müssen echte von falschen Informationen trennen.

Infodemie: Nicht dem Bestätigungsfehler erliegen

Hier darf die Wirkung des Bestätigungsfehlers (engl. Confirmation bias) nicht unterschätzt werden. Als Bestätigungsfehler wird die Neigung bezeichnet, Informationen auszuwählen, die den eigenen Erwartungen und dem eigenen Weltbild entsprechen. Dies führt im Umkehrschluss dazu, dass Informationen, die den eigenen Erwartungen oder Weltbild widersprechen, abgelehnt werden.

Der Bestätigungsfehler führt dazu, dass jemand Informationen sucht, die die eigene Weltsicht bestätigen. Dass diese Informationen falsch sein können, wird noch nicht gefragt. Erst durch eine Überprüfung der Informationen wird klar, welchen Wahrheitsgehalt sie haben.

Ferner führt der Bestätigungsfehler dazu, dass jemand das Gespräch mit Gleichgesinnten sucht. Dies geschieht in der Hoffnung, dass diese die eigene Weltsicht bestätigen.

Regeln für eine Infodemie

Wer Maßnahmen gegen eine „Infodemie“ ergreifen möchte, sollte Informationen und deren Herkunft prüfen.

  • Informationen sollten von mehreren offiziellen Stellen bezogen werden. (Weltgesundheitsorganisation, Regierung, Robert-Koch-Institut,..)
  • Prüfe, wie viele Medien oder Personen, die Information verbreiten. Je mehr die gleiche Information verbreiten, umso höher ist ihr Wahrheitsgehalt.
  • Prüfe, wer die Information verbreitet. Verbreitet z.B. ein Wissenschaftler oder Mediziner eine Behauptung über eine Krankheit, so kann dies ein anderes Gewicht haben, als wenn ein Meinungsblogger eine Information verbreitet.
  • Frage/Suche nach Zusatzinformationen, um Belege für eine Behauptung zu finden.
  • Prüfe die Quellen für Behauptungen in einem Beitrag.
  • Sprich mit deinen Freunden oder Verwandten über das Thema.

Wortherkunft: Infodemie

„Infodemie“ ist ein Kofferwort aus dem Kurzwort für Information „Info“ und „Pandemie“.

Eine „Infodemie“ ist möglich, da durch das Internet und die sozialen Medien Länder- und Sprachgrenzen aufgehoben wurden.

Als Pandemien werden Krankheiten bezeichnet, die sich schnell über Länder-, Gebiets- und Kontinentsgrenzen hinweg verbreiten. Bei einer Pandemie werden ganze Regionen, Länder und Kontinente von einer Krankheit erfasst.

Infodemie: Wortherkunft, WHO, Bedeutung

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) prägte den Begriff „Infodemie“ als sie sich am 2. Februar 2020 über die Informationsflut zum Coronavirus, dessen Verbreitung und Gefahr beklagte.

Die WHO sprach davon, dass es zu einer „massiven Infodemie“ durch die Überschwemmung an Informationen gekommen sei. Vielen Menschen falle es schwer falsche Nachrichten oder Fake News von richtigen Nachrichten zu unterscheiden. Außerdem ist es schwer Mythen und Propaganda von Fakten zu unterscheiden. Die WHO sprach davon, dass falsche Nachrichten und Fake News irreführend seien.

Als Reaktion auf die „Infodemie“ startete die WHO in den sozialen Medien Kampagnen, um über das Coronavirus zu informieren. In den ersten Beiträgen beantwortete die WHO unter anderem folgende Fragen: Verhindern Nasenspülungen eine Coronavirus-Ansteckung? (Link zum Facebook-Beitrag: hier) Verhindert Knoblauch eine Ansteckung mit dem Coronavirus? (Link zum Facebook-Beitrag: hier)

Was sind Schaulästige? Bedeutung Begriff, Definition


„Schaulästige“ ist eine abwertende Bezeichnung für Schaulustige und Gaffer.

Schaulästige, Schaulustige und Gaffer sind Menschen, die Unfälle, Unglücke und Katastrophen ausgiebig beobachten und im schlimmsten Fall durch ihr Verhalten Einsatzkräfte behindern.

Was bedeutet „Schaulästige“? Bedeutung

Der Ausdruck „Schaulästige“ leitet sich vom bekannten Begriff „Schaulustige“ ab. Als „Schaulustige“ werden Menschen bezeichnet, die bei Unglücken, Unfällen, Katastrophen oder Gewalttaten nicht wegschauen, sondern gezielt starren und das Geschehen beobachten – aber nicht helfen! Im schlimmsten Fall stehen diese Menschen Sanitätern, Rettungskräften, der Polizei oder Sicherheitsleuten im Weg. Auch können sie den Verkehr, Rettungsmaßnahmen und Sicherungsmaßnahmen stören oder behindern.

Der Ausdruck „Schaulästige“ spielt darauf an, dass Schaulustige mit ihrem Verhalten lästig, unangenehm und störend sind. Gerade der Umstand, dass Schaulustige mit ihrem Verhalten dazu neigen, den Verkehr, Rettungskräfte und Rettungsmaßnahmen zu behindern, macht diese Leute zu einem großen Störfaktor.

Schaulästige sind keine Hilfe, sondern Störfaktor!

Gerade der Begriff „Schaulustige“ macht deutlich, dass Schaulustige eine gewisse Lust empfinden, einen Unfall, ein Unglück oder eine Katastrophe zu beobachten. Siehe auch: Dark Tourism / Dunkler Tourismus

Was machen Schaulästige genau?

Schaulästige ignorieren den notwendigen Abstand. Sie nehmen keine Distanz ein. Sie stören die Arbeit der Einsatz- und Rettungskräfte. Sie können z.B. im Weg stehen, Wege versperren oder den Verkehr verlangsamen, weil sie langsamer fahren, um einen Unfall zu beobachten. Schaulästige blockieren auch den Standstreifen.

Schaulästigen ist die Befriedigung ihrer Sensationsgier wichtiger als zu Helfen oder Mitgefühl.

Bußgelder für Gaffer, Schaulustige und Schaulästige

In Deutschland wird jemand bestraft, wenn er oder sie Rettungskräfte behindert, keine Hilfe leistet oder Unfallopfer / Unfälle fotografiert.

Wenn Schaulustige Polizei, Einsatzkräfte und Rettungskräfte behindern, dürfen sie strafrechtlich belangt werden. Das Wort „behindern“ wird hier weit ausgelegt. Einsätzekräfte werden z.B. behindern, wenn Autofahrer auf der Autobahn langsamer fahren, um eine Unfallstelle zu beobachten und damit Rettungskräfte am Durchkommen behindern. Dies wird mit einer Geldstafe oder einer Freiheitsstrafe von bis zu einem Jahr bestaft.

Folgende Bußgelder und Strafen gibt es:

  • Den Seitenstreifen auf der Autobahn befahren und damit Rettungskräfte behindern: 20 Euro Bußgeld.
  • Auf dem Seitenstreifen auf der Autobahn parken und damit Rettungskräfte behindern: 25 Euro Bußgeld.
  • Eine hilflose Person oder einen Unfall fotografieren oder filmen: Geldstrafe oder bis zu 2 Jahre Freiheitsstrafe
    • Wer Fotos oder Videos der Opfer veröffentlicht, kann wegen Verletzung der Persönlichkeitsrechte belangt werden.
  • Unterlassene Hilfeleistung: Geldstrafe oder bis zu einem Jahr Freiheitsstrafe
  • Einsatzkräfte behindern: Geldstrafe oder bis zu einem Jahr Freiheitsstrafe
  • Unfalltote fotografieren oder filmen: Geldstrafe oder bis zu 2 Jahre Freiheitsstrafe

Warum gibt es Schaulästige, Schaulustige und Gaffer?

Gaffen ist moralisch verwerflich! Damit bedient jemand nur die eigene Sensationsgier. Denn Gaffer sind rücksichtslos und aggressiv. Sie beobachten, aber helfen nicht. Die Leidtragenden sind die Opfer und Rettungskräfte. Denn die Opfer befinden sich in einer verletzlichen, kritischen bis lebensgefährlichen Situation und sind nun auf Hilfe angewiesen. Rettungs- und Einsatzkräfte müssen ohne Behinderung arbeiten können, um Leben zu retten. Dies ist bei Gaffern nicht möglich.

Es ist ein menschlicher Reflex hinzuschauen, wenn etwas Schlimmes und emotional-aufwühlendes passiert. Dies ist bei Unglücken, Katastrophen und Unfällen der Fall. Hinzu kommt, dass eine gewisse Anspannung und Spannung herrscht. Hier reagiert das Gehirn mit alten Verhaltensweisen, denn wenn etwas schlimmes passiert ist, muss die Gefahr sofort eingeschätzt werden, um das eigene Überleben zu sichern. Hinzu kommt Neugier, die Menschen dazu antreibt, dass sie herausfinden wollen, was passiert ist und wie es weitergeht.

Wenn Menschen anfangen Fotos und Video von Unfällen und Opfern zu erstellen, bedienen sie damit ihr eigenes Mitteilungsbedürfnis (und verletzen Gesetze). Sie wollen Bekannten und Familie von dem Unglück berichten. Jedoch sollte jeder diese Neigung unterbinden!

Übrigens: Werden Gaffer von der Polizei (oder anderen) auf ihr Verhalten angesprochen, fühlen die meisten sich ertappt.

Geschichte: Schaulästige

Populär wurde der Begriff „Schaulästige“ im August 2019. Der SWR3 veröffentlichte am 8. August 2019 auf seiner Facebook-Seite einen Beitrag mit dem Begriff „Schaulästige“ und dem Wunsch, dass dieser Ausdruck in den Duden aufgenommen werden solle. Auf der dazugehörigen Unterseite auf der Homepage des SWR3 erklärte der Sender den Begriff und forderte auch auf die entsprechende Petition zu unterschreiben. (Externer Link zum Facebook-Beitrag über Schaulästige des SWR3: hier)

Bei der Wahl zum Wort des Jahres 2019 der Gesellschaft für deutsche Sprache e.V. (GfdS) belegte „Schaulästige“ den vierten Platz. Den ersten Platz erhielt der Ausdruck „Respektrente“.

Was bedeutet „Self-partnered“? Bedeutung auf deutsch, Übersetzung


Emma Watson prägte den Begriff „self-partnered“. In einem am 5. November 2019 veröffentlichten Vogue-Interview sprach sie über ihr glückliches Single-Leben, über das 30 Jahre alt werden und sagte, dass sie mit sich selbst in einer Partnerschaft sei. Dies beschrieb sie mit dem Begriff „self-partnered“.

Emma Watson benutzte den Begriff „self-partnered“ als Gegenbegriff zum Ausdruck „single“. Sie sagte, dass sie sich nicht als single betrachte, auch wenn sie gerade keinen Partner hat.

Emma Watson wird am 15. April 2020 30 Jahre alt. Sie verstand den Wirbel um den 30. Geburtstag lange nicht. Jedoch als sie 2019 29 Jahre alt wurde, fühlte sie sich gestresst und ängstlich. Sie begründet diese Gefühle des Stress und der Angst damit, dass sie fast 30 Jahre alt ist, seit zwei Jahren keinen festen Partner hatte und noch keinen Ehemann, kein Haus und kein Kind hat. Dies machte ihr Sorgen. Ihre Ängst und den Stress hat sie durch das Konzept „self-partnered“ überwunden.

Was bedeutet „self-partnered“ auf deutsch? Bedeutung, Übersetzung

„Self-partnered“ kann mit „selbst-verpartnert“ auf deutsch übersetzt werden.

„Self-partnered“ kann als Spielart der Selbstliebe interpretiert werden. Selbst-verpartnert zu sein, bedeutet, dass jemand sich selbst liebt und verstanden hat, dass andere nicht dazu da sind Lücken zu füllen. (Von seinem Partner oder seiner Partnerin sollte z.B. niemand erwarten, dass er oder sie einen glücklich macht.)

„Self-partnered“ als Gegenwort zum Wort „single“ kann in positiver Absicht interpretiert werden. Während es beim Single-Sein darum geht, dass ein Partner fehlt, ist self-partnered der Gegenentwurf. „Self-partnered“ kann so verstanden, dass jemand sich als vollständig betrachtet und mit sich selbst im Reinen ist. Bei „self-partnered“ hat jemand nicht das Gefühl, dass jemand fehlt.

Damit ist „self-partnered“ eine weitere Kategorie für den Beziehungsstatus. Während ein Single einen Partner sucht, ist der self-verpartnerte nicht (aktiv?) auf der Suche nach einem Partner. Weiterhin kann interpretiert werden, dass das Wort „single“ eher eine negative Konnotation hat, während das Wort „self-partnered“ eher positiv verstanden werden kann.

Egal, ob jemand Single oder mit sich selbst-verpartnert ist, eines gilt immer: Jeder verbringt die meiste Zeit des Lebens mit sich selbst. Dieser Umstand sollte Anlass sein, dass man auf die Qualität der Zeit achtet, sich etwas gutes tut und sich selbst liebt.

Mit sich selbst verpartnert zu sein, bietet auch Vorteile: Man verbringt nur Zeit mit anderen, wenn man es wirklich will. Auch kann die zur Verfügung stehende Zeit frei eingeteilt werden. Natürlich kann man sich besser kennenlernen und mehr über sich lernen. Aber mit sich selbst verpartnert zu sein, braucht Mut. Denn man muss sich selbst aufbauen und immer wieder neu aufraffen.

Das Konzept „self-partnered“ kann auch gefährlich sein, denn damit richtet sich jemand in seiner Komfortzone ein. Auf der Suche nach einem Partner zu sein, kann anstrengend, frustierend und zeitintensiv sein. Auch kann die Suche nach einem Partner mit Zurückweisung und Frust verbunden sein. Wer sich diesen negativen Gefühlen (und der Angst) nicht stellen will, kann die Abkürzung über das Konzept „self-partnered“ nehmen, bleibt damit aber in seiner Komfortzone. Dies führt dazu, dass jemand sich seinen Ängsten nicht stellt und damit Chancen zum persönlichen Wachstum ausschlägt. (Der einzige Weg die Angst zu besiegen, geht durch die Angst hindurch. Wer Angst Menschen anzusprechen, muss Menschen ansprechen.)

Weitere Bedeutung von self-partnered

Im Sinne der englischen Grammatik ist das Substantiv von self-partnered: Self-Partnership.

Hinweis: Das Konzept und das Wort „self-partnered“ sind noch nicht in den allgemeinen Sprachgebrauch eingangen.

Megetables / Marrot: Was ist das? Fleischgemüse, Bedeutung, Übersetzung


„Megetable“ ist ein englisches Kofferwort. Es besteht aus den Worten „Meat“ und „Vegetable“. Für das Wort „Marrot“ gilt das gleiche. Es ist ein englisches Kofferwort aus den Worten „Meat“ und „Carrot“.

Das Wort „Megetable“ steht dafür, dass Fleisch so geformt wird, dass es wie Gemüse aussieht. Ein Beispiel dafür ist die „Marrot“: Sie besteht zu 100 Prozent aus Truthahnfleisch, sieht aber aus wie eine Karotte.

„Megetable“ und „Marrot“ auf deutsch

Ein deutsches Wort für „Megetable“ ist „Fleischgemüse“. Eine gängige Abkürzung existiert zur Zeit nicht.

Für „Marrot“ gibt es zur Zeit ebenfalls kein deutsches Wort, außer „Fleischmöhre“ oder „Fleischkarotte“. Denkbar wären die Abkürzung „Flarotte“ oder „Flöhre“. Denkbar wäre aber auch „Mettmöhre“ oder „Mettkarotte“.

Das englische Wort „Meat“ heißt auf deutsch „Fleisch“. „Vegetable“ bedeutet auf deutsch „Gemüse“ und „Carrot“ bedeutet auf deutsch „Karotte“ oder „Möhre“.

Was ist „Megetable“ / „Marrot“? Bedeutung

„Megetable“ ist (vermutlich) ein Scherz des US-amerikanischen Fast-Food-Unternehmens Arby’s. Noch wird das „Megetable“ nicht verkauft. Arby’s experiment – nach eigenen Aussagen – derzeit noch mit den neuen Kreationen und will das „Megetable“ in ihre Läden bringen. (Der PR-Stunt ist zumindest gelungen, wie dieser Bericht und die vielen anderen Berichte in den Medien beweisen.)

Das „Megetable“ hat unter anderem die Form einer Karotte, besteht aber zu 100 Prozent aus Truthahnfleisch. Diese wird „Marrot“ genannt. Die Marrot soll übrigens nicht nur ähnlich wie die Karotte aussehen, sondern auch vergleichbar schmecken und ein Karotten-ähnliches Kauerlebnis hervorrufen, sowie die Knackigkeit einer Karotte besitzen. (30 Gramm Proteine soll eine Marrot enthalten.)

Mit dem „Megetable“ und der „Marrot“ springt Arby’s auf den Vegan-Hype auf und verkehrt ihn in sein Gegenteil. Denn während Gemüse, Tofu und Proteine in Fleischform gebracht werden, macht Arby’s mit dem Megetable das genaue Gegenteil. Damit reagiert Arby’s auf Fleischersatzhersteller wie Beyond Meat und Fleischersatzprodukte wie „Vegane Würstchen“ oder „Vleisch„.

Siehe auch: Fleisch-Paradox

Über Megetable und die Marrot: Bedeutung und Psychologie

Auf jede Reaktion folgt eine Gegenreaktion. Arby’s Idee des Megetable und der Marrot ist eine Gegenreaktion auf die vielen Fleischersatzprodukte, die wie Fleisch aussehen und schmecken wollen (oder sollen), aber kein Fleisch sind. Mit der Marrot beweist Arby’s, dass diese Form des Mimikry in beide Richtungen funktioniert: Fleisch kann wie Gemüse aussehen. Gemüse kann wie Fleisch aussehen. Doch Logik lässt sich zwar umkehren, Moral aber nicht!

Das Arby’s mit dem Megetable und der Marrot vegetarische Bestrebungen konterkariert und torpediert, ist den Machern hoffentlich klar. Denn Vegetarier und Veganer verzichten bewusst auf Fleisch, da Tiere für den Genuss und Konsum sterben müssen. Dies können und wollen sie nicht mit ihrer Moral und ihrem Gewissen vereinbaren. (Wer überprüft, wie groß die Fleischindustrie ist und wie viele Millionen Tiere für den Konsum sterben, wird schockiert sein. Dieser Beitrag soll aber nicht für eine vegetarische oder vegane Lebensweise werben. Er wirbt für eine bewusste Lebensweise. Wer Fleisch essen will, soll sucg bewusst machen woher das Fleisch kommt, wie das Tier gelebt hat und wie es behandelt wurde. Es geht hier nicht, um überlegene Moral, sondern um Respekt gegenüber dem Leben.)

Mit dem Megetable und der Marrot erreichte Arby’s vermutlich viele, die dem Vegan-Hype skeptisch bis ablehnend gegenüberstehen und sich als „Fleischesser“ verteufelt, verurteilt oder bevormundet fühlen. Auch bedient Arby’s mit dem Megetable eine Haltung des „Jetzt erst recht“. (Die moralische Absichten der Vegetarier und Veganer spielen hier nun keine Rolle mehr.)

Was ist ein Freubier? Bedeutung


Ein Freubier ist ein Rothaus Tannenzäpfle. „Freubier“ ist eine alternative Bezeichnung für das Bier aus der Badischen Staatsbrauerei Rothaus AG mit der Zentrale in Grafenhausen im Hochschwarzwald in Baden-Württemberg.

Re:publica: Freubier und BWJetzt

Das „Freubier“ Rothaus Tannenzäpfle wird unter anderem vom Landesmarketing Baden-Württemberg @BWjetzt auf der Re:publica seit mehreren Jahren ausgeteilt. Ein Freubier wird auf der Re:publica gratis vergeben, wenn jemand dafür einen Tweet mit den Hashtags #Freubier und #bwjetzt verschickt. Dies wird „Pay with a Post“ genannt.

Das Landesmarketing Baden-Württemberg bezeichnet das Rothaus Tannenzäpfle als „Freubier“ da auf dem Etikett eine lächelnde Schwarzwald-Frau abgebildet ist. Die Dame trägt übrigens den Namen „Biergit“. Sie trägt eine typische Backenhaubentracht und zwei Biergläser in der Hand. Im Hintegrund sind hängende Tannenzapfen zu sehen. Das Logo selbst wurde 1972 von Roland Jenne entworfen.

Schon 2014 wurde das Freubier auf der Re:publica verteilt.

Übrigens weitere Getränke vom Landesmarketing Baden-Württemberg auf der Re:publica sind: Twitterlemon (Bitterlemon), Snapple (Granatapfel), Colalike (Cola) und Instagold (Holunderblüte).

Die Twitter-Kampagne mit dem Hashtag #Freubier führt übrigens dazu, dass mehrere hundert bis wenige tausend Nennungen mit den Hashtags #Freubier und #BWjetzt auf Twitter während der Re:publica stattfinden.

Auch auf Instagram werden Beiträge mit Hashtag #freubier veröffentlicht.

Weitere Bedeutung von Freubier

Allgemein ist „Freubier“ eine andere Bezeichnung für ein Bier oder für ein Freibier. Hierbei steht „Freubier“ für die Freude, die beim Trinken des Bieres empfunden wird oder für die Vorfreude, die vor dem Trinken des Bieres da war. Insbesondere steht Freubier für Frohsinn und eine gelassene heitere Stimmung. Weitere Synonyme für Bier findest du hier. Weitere Bezeichnungen für Bier sind: Handbier, Wegbier, Fußpils (mit s!)

Was bedeutet Orbánisierung? Bedeutung und Definition


Unter „Orbánisierung“ wird die Verbreitung und Übernahme von Schwerpunkten der Politik des ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orbáns durch andere europäische Länder oder der EU verstanden. Insbesondere geht es bei „Orbánisierung“ darum, dass andere europäische Länder oder die EU Ansätze und Ideen seiner Asyl-, Ausländer-, EU- und Flüchtlings-, Innen- und Sicherheits-Politik übernehmen.

Mit „Orbánisierung“ ist gemeint, dass diese Länder von einem EU-freundlichen und liberalen Kurs auf einen nationalen bis nationalistischen, sowie teils illiberalen Kurs umschwenken. Außerdem wird unter „Orbánisierung“ die Verbreitung von rechten, rechtspopulistischen bis rechtskonservativen Positionen und Ideen verstanden, sowie das andere Länder Orbans Vorstellungen der „illiberalen Demokratie“ in Teilen übernehmen. Auch kann unter „Orbánisierung“ eine Islam-kritische bis Islam-feindliche Haltung vestanden werden.

Die „Orbánisierung“ kann unter anderem an folgenden Merkmalen festgemacht werden:

  • Aktive Grenzsicherung bis Abschottung
  • Ausbreitung von Xenophobie
  • Einflußnahme auf den öffentlich-rechtlichen Rundfunk
  • infrage stellen von Bürgerrechten
  • infrage stellen liberaler Werte
  • Kürzung der Gelder für unliebsame Nichtregierungsorganisationen (NROs)
  • Umgehen von Gerichten
  • Verrohung der Sprache
  • Zurückweisung von Flüchtlingen

Unter anderem wird der österreichischen Bundesregierung unter Kanzler Sebastian Kurz (ÖVP) vorgeworfen, dass sie dafür sorge, dass Österreich „orbanisiert“ werde. Anzeichen dieser Orbanisierung sollen sein:

  • Einflußnahme auf den öffentlich-rechtlichen Rundfunk
  • Flüchtlinge zurückweisen
  • Polizisten und Soldaten an Grenzen zu Nachbarländern positionieren

Medien und Kritiker über die Orbánisierung

Kritiker werfen Viktor Orbán vor, dass seine Politik Demokratie-feindlich, EU-feindlich, Europa-feindlich, Flüchtlings-feindlich, nationalistisch, rassistisch und antisemistisch sei. Außerdem wird ihm vorgeworfen, dass er mit seiner Politik Menschenrechte außer Kraft setze. Auch soll seine Politik dafür sorgen, dass Flüchtlinge, Flucht und Fluchthilfe kriminalisiert werden.

Wird in den Medien über die „Orbánisierung“ gesprochen oder geschrieben, so geschieht dies meist in Hinblick auf die Außen- und Flüchtlingspolitik Ungarns und die Gefahr, dass andere Länder oder die EU diese Politik übernehmen.

Unter anderem behandeln Beiträge die Gefahr einer möglichen „Orbánisierung“ der CSU, von Deutschland, Österreich, Polens, Rumäniens, oder ganz Europas.

Über das Wort „Orbánisierung“

„Orbánisierung“ ist ein Kofferwort aus dem Nachnamen des ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orbáns und der Endung „isierung“. Der Ausdruck „Orbánisierung“ erinnert an das Wort „Urbanisierung“, welches auf deutsch oft als „Verstädterung“ übersetzt wird und die Ausbreitung städtischen Lebens bezeichnet.

Was bedeutet „Serbst“? Bedeutung erklärt


„Serbst“ ist ein Kofferwort aus den Worten „Sommer“ und „Herbst“. Vom Wort „Sommer“ wir das „S“ genommen und vom Wort „Herbst“ wird nach dem „H“ der restliche Teile vom Wort genommen. Damit liegt der Schwerpunkt von „Serbst“ auf Herbst.

Als „Serbst“ wird die Zeit nach dem Beginn des meteorologischen Herbstanfanges bezeichnet, die durch warme und trockene Tage geprägt ist. An diesen Tagen wird es teils bis über 20 Grad Celius warm. Zusätzlich weht ein warmer Wind. Damit fehlt das typische Herbstwetter (Regen, Kälte und kalter Wind), obwohl Herbst ist.

„Serbst“ ist ein anderes Wort für „Altweibersommer„. Der Serbst wird als „sommerlicher Herbst“ umschrieben. Er ist die Jahreszeit in der gilt: „Halb Sommer, halb Herbst“.

Serbst als Modefrage

Der „Serbst“ spielt bei der Kleidung, Mode- und Fashion eine Rolle. Denn wer sich für den Serbst kleiden möchte, steht vor der Herausforderung, dass es morgens sehr kalt sein kann, während es tagsüber so warm wird, dass man ohne Jacke im Freien herumlaufen kann. Deswegen ist eine zentrale Frage des Serbst: „Mit oder ohne Jacke?“

Die Lösung lautet wohl: Zwiebelprinzip. Mehrere Lagen Kleidung sind im Serbst am sinnvollsten, so dass je nach Bedürfnis eine Lage entfernt oder hinzugefügt werden kann. Bei den Schuhen ist das nicht möglich, deshalb kann hier eine Lösung sein, dass ein zweites Paar mitgenommen wird. Das erleichtert den Wechsel zwischen warmen Herbst-Schuhen und leichten Sommer-Schuhen.

Tipp: Auch wenn der Serbst recht warm ist, sollte auf Bauchfreie oder Rückenfreie Kleidung (zum Schutz der Nieren) verzichtet werden. Der Serbst macht sich nämlich Abends schnell bemerkbar. Tagsüber zeigt er seine kalte Seite, wenn man im Schatten ist.

Wie verbreitet ist der Ausdruck Serbst?

Medien wie Bild und RTL haben über den Serbst berichtet. Auf Twitter und Instagram finden sich unter dem Hashtag #Serbst Berichte und Fotos von Nutzern zum Thema „sommerlicher Herbst“.

Auch das Google Trends Tool kennt einige Suchnachfragen zu „Serbst“. Die erste signifikante Suchnachfrage nach „Serbst“ erfolgte im Januar 2005. Der Grund dafür ist unklar.

Was ist der Spuktober / Spooktober? Bedeutung, Übersetzung und Definiton erklärt


„Spuktober“ ist ein Kofferwort aus den Worten „Spuk“ und „Oktober“. Für das englische Wort „Spooktober“ gilt das gleiche. Es setzt sich aus den Worten „spook“ und „october“ zusammen. „Spook“ bezeichnet das gleiche wie das deutsche Wort „Spuk“, also etwas Gruseliges und Schauerliches.

Am 31. Oktober findet Halloween statt und mit „Spooktober“ wird der Oktober zum Halloween-Monat erklärt. In der Zeit vor Halloween beginnen die Vorbereitungen und die Vorfreude auf Halloween steigt jeden Tag.

An Halloween ist es Brauch, dass man sich verkleidet und zusammen feiert. Dies führen einige soweit, dass sie sich sehr viel Mühe bei ihren Kostümen, der Halloween-Party, Gruseldeko, gruseligen Spielen und schauerlichen Accessoires geben. Auch im Fernsehen werden an Halloween Grusel- und Horrorfilme gezeigt. In den sozialen Medien werden Gruselgeschichten geteilt, Fotos von Verkleidungen verbreitet und Halloween-Memes verbreitet. An den Tagen vor Halloween werden Gruselgesichter in Kürbisse geschnitzt.

In den sozialen Medien werden die Hashtags #spooktober und #spuktober verwendet. Hier finden sich unzählige Make-up-Tutorials und Kostümvorschläge.

Spooktober-Medien

Einige Spooktober-Fans bringen sich mit ausgewählten Medien in Stimmung. Einige schauen „Nightmare before Christmas“, andere gucken Gruselfilme (Amityville Horror, Annabelle, Conjuring, Es, Insidious, Ouija, Paranormal Acticity, The Nun) oder Halloween-Klassiker wie „The Addams Family“. Aber auch Filme wie „Sweeney Todd“ werden angeschaut.

Einige Spooktober-Fans nutzen Hexenbretter (genannt Ouija) oder spielen Video-Spiele wie Silent Hill.

Wie verbreitet ist der Spooktober / Spuktober?

Laut Google Trends verbreitet sich der Spooktober seit 2015 in Deutschland. Erstmalig gab es im November 2009 verstärkte Suchnachfragen nach „Spooktober“. Diese ebten schnell wieder ab und seit 2015 steigt die Nachfrage nach „Spooktober“. Der Ausdruck „Spuktober“ – als deutsche Variante – findet bisher wenig Suchnachfragen.

Unter anderem sorgte der Disney-Channel dafür, dass der Ausdruck „Spooktober“ sich verbreitete. Die Ausstrahlungen von alten Gruselfilmen wurde Spooktober genannt.

Synonyme für Spooktober sind:

  • Halloween Month
  • Hauntober – Kofferwort aus „Haunt“ und „october“
  • Monsterober – Kofferwort aus „Monster“ und „october“

Anmerkung der Redaktion zu Spooktober

Es erscheint doch etwas ungewöhnlich, dass der ganze Oktober dem eintätigen Event Halloween gewidmet ist. Wenn wir den Spooktober mit Weihnachten verglichen, so wird das ganze verständlicher. Der Dezember ist Weihnachten gewidmet und jeder der einen Weihnachtskalender hat, spürt dies vom ersten Tag an. Wenn nun die Vorfreude auf Halloween so groß ist und es so viel Freude macht sich zu verkleiden und zu schminken, erscheint es verständlich, dass ein ganzer Monat Halloween gewidmet ist. Denn vor dem 31. Oktober findet noch viel Planung statt. Es finden Einkäufe und Vorbereitungen statt. Der geübte Halloween-Fan kauft sein Kostüm sicherlich nicht am 30. Oktober.

Was heißt „spook“ auf deutsch? (Übersetzung)

Das englische Wort „spook“ heißt als Substantiv auf deutsch:

  • Gespenst
  • Nachtgestalt
  • Spuk

Als Verb bedeutet „spook“ auf deutsch:

  • herumgeistern
  • jemanden erschrecken
  • spuken

Weitere Bedeutung von Spooktober

„Spooktober Halloween Festival“ ist ein australisches Halloween-Festival, das Melbourne stattfindet. Das Festival geht vom 31. Oktober bis 4. November. Auf dem Festival befinden sich neben Tanzflächen auch Gruselkabinette.

Das Spooktoberfest ist eine Mischung aus Halloween und Oktoberfest. Es wird Craft Beer und Bier – wie auf dem Oktoberfest – getrunken. Außerdem verkleiden sich Gäste.

„Spooktober“ ist eine YouTube-Serie. Im Jahr 2017 wurden 6 Episoden veröffentlicht.

„Spooktober – Puketober“ ist ein 2015 veröffentlichtes Album von Gnarly As.

Was bedeutet Breiern? Bedeutung und Definition erklärt


„Breiern“ ist ein Kofferwort aus den Worten „Brechen“ und „Feiern“. Es bedeutet das jemand, während einer Party – vermutlich durch übermäßigen Alkoholeinfluss – sich übergeben muss. Anstatt die Party nach dem Feiern zuverlassen, sich Ruhe zugönnen und viel Wasser zutrinken, feiert die Person aber weiter.

„Breiern“ ist eine Wortneuschöpfung, die zum Jugendwort des Jahres 2018 gewählt werden konnte. 2018 wurde „Ehrenmann/Ehrenfrau“ zum Jugendwort des Jahres gewählt. Weitere Worte, die zur Wahl stehen sind: Axelfasching, Exting und viele weitere. Mehr erfährst du hier.

„Breiern“ als Wortneuschöpfung verkürzt die Phrase „Nach dem Erbrechen, weiter trinken und feiern“.

Ob das „Breiern“ mutwillig begangen wird oder einfach passiert, ist unklar. Zumindest ist es möglich, das Erbrechen hervorzurufen und den Körper durch weiteren Alkohol zum feiern zu „zwingen“. An den nächsten Tag will dabei, wohl niemand denken.

Sollte jemand nach dem Erbrechen weiter Alkohol trinken?

Erbrechen ist immer ein Anzeichen dafür, dass der Körper genug Alkohol aufgenommen hat und nicht mehr kann. Wer sich erbricht, sollte unbedingt aufhören mit dem Trinken von Alkohol. Das Glas oder die Flasche sollte weggestellt und durch Wasser ersetzt werden.

Beim Erbrechen wird die sehr saure Magensäure die Speiseröhre hochbefördert. Diese greift die Speiseröhre, das Zahnfleisch und die Zähne an. Wer also wiederholt oder oft kotzt, schädigt sich und seinen Körper damit nur selbst. Außerdem führt Erbrechen dazu, dass der Körper Mineralien (Kalium) und Elektrolyte verliert. Diese sind wichtig für die Arbeit der Muskeln. Daher sollte auf weiteres Übergebung verzichtet werden.

Verhindert Erbrechen einen Kater?

Wer sich mutwillig übergeben will, um einen Kater zu verhindern, kann dies lassen. Der Alkohol wird meist sehr schnell absorpiert und befindet sich im Blut. Wer sich erbricht, leert zwar seinen Mageninhalt wird aber seinen Kater und den Alkohol nicht los.

Was bedeutet Snackosaurus? Bedeutung und Definition


„Snackosaurus“ ist eine Bezeichnung für jemanden, der sehr gefräßig ist und viel auf einmal essen kann.

Der Ausdruck „Snackosaurus“ stand zur Wahl zum Jugendwort des Jahres 2018. Gewonnen hat es nicht, sondern gewonnen hat „Ehrenmann„.

„Snackosaurus“ setzt sich aus den Worten „Snack“ und „-saurus“ zusammen. Ein „Snack“ bedeutet wortwörtlich auf deutsch: Kleinigkeit, Zwischenmahlzeit. Der Wortteil „-saurus“ bezeichnet Dinosaurier. „Dinosaurier“ bedeutet im Wortlaut: gewaltige Eidechsen. „Dino“ ist griechisch und heißt „gewaltig“ oder „schrecklich“. „Sauros“ bedeutet auf deutsch „Eidechse“.

Auch wenn „Snacks“ Zwischenmahlzeiten oder kleine Happen sein sollen, so legt der Ausdruck „Snackosaurus“ nahe, dass jemand viele Snacks oft isst, wodurch der Charakter einer Zwischenmahlzeit aufgehoben wird.

Weiteres zu Snackosaurus

„Snackosaurus“ ist eine Webseite und ein Instagram-Profil über verschiedenste Snacks, die dort per Foto gezeigt werden. Das Motto von Snackosaurus ist: „Alle Snacks. Jeder Zeit. Weil sie wie kleine Urlaube sind, die helfen durch den Tag zukommen.“ (Das Motto ist im Original auf englisch.)

Eine weitere Sprachvariante von Snackosaurus ist „Snackosaurus-Rex“. Ein Schreibvariante für Snackosaurus ist „Snack-O-Saurus“.

In den sozialen Medien teilen Nutzer unter dem Hashtag #Snackosaurus Bilder von sich und/oder ihren Snacks. Die Bilder variieren dabei von Gemüse, Früchten bis zu Keksen und fertigen Snacks, aber auch Getränken.

Mit „Snackosaurus“ bedruckte T-Shirt werden im Internet zum Verkauf angeboten.

Über Snacks und das Snacken

Snacks sind verführerisch, da kleine Menge zu essen, kein schlechtes Gewissen machen und relativ viel Freude bereiten. Jedoch kann unkontrolliertes Snacken schnell zu Gewichtszunahme und unregelmäßigen Essgewohnheiten führen. Daher sollte bei Snacks auf die Häufigkeit gedachtet werden und es sollten – wenn gesnackt werden soll – gesunde Snacks gegessen werden. Gesunde Snacks können Obst oder Gemüse sein, aber auch herzhafte Sachen wie ein Eier oder eine Backkartoffel.

Was bedeutet Screenitus? Bedeutung und Definition


„Screenitus“ ist eine Bezeichnung für das Gefühl der Erschöpfung und Entscheidungsunwilligkeit, wenn man zu lange auf einem selbstleuchtenden Monitor geschaut hat. Dies kann z.B. nach der Stundenlangen Nutzung von Smartphone, Laptop oder Computer entstehen, aber auch nach stundenlangem Fernsehen.

Der Ausdruck „Screenitus“ stand zur Wahl zum Jugendwort 2018. Jedoch wurde „Ehrenmann/Ehrenfrau“ zum Jugendwort des Jahres 2018 gewählt.

„Screenitus“ setzt sich aus den Worten „Screen“ und dem Suffix „-itus“ zusammen. „Screen“ ist der englische Ausdruck für Monitor oder Bildschirm. Das Suffix „-itus“ ist von Worten wie „Tinnitus“ bekannt. („Tinnitus“ ist die Bezeichnung für Ohrengeräusche. Ein Tinnitus geht mit Beschwerden wie Schlafstörungen, Konzentrationsstörungen, Benommenheit, Schwindel und weiteren einher.)

Der wissenschaftliche Fachbegriff für Screenitus ist: Computer Vision Syndrom

Was ist das Computer Vision Syndrom?

Das „Computer Vision Syndrom“ tritt auf, wenn jemand zu lange auf einen selbstleuchtenden Monitor guckt. Es äußert sich durch Symptome wie:

  • Sehprobleme / verschwommene Sicht
  • trockene und entzündete Augen (Rötungen)
  • Schwindel
  • Müdigkeit / Erschöpfung
  • Benommenheit
  • Kopfschmerzen / Nackenschmerzen

Die Symptome treten auf, weil das stundenlange Starren auf einen Monitor ungewohnt ist und von einigen Begleiterscheinungen – die beim Lesen von Bücher nicht auftreten – begleitet wird:

Das Auge versucht unbewusst die Buchstaben und ihre weichen Kanten auf einem Monitor zu fokussieren. Bei einem Buch oder in gedruckter Form haben Buchstaben harte Kanten, wodurch sie leichter erkennbar sind. Die ständigen Fokussierungsversuche kosten viel Energie.

Wer auf einen Monitor guckt, blinzelt seltener. Dies führt dazu, dass das Auge trockener wird und Irritationen auftreten.

Wer lange Zeit auf einen Monitor starrt, ermüdet seine Augenmuskeln. Hier hilft es, für wenige Sekunden in die Ferne zuschauen und dort etwas zu fokussieren.

Die Helligkeit vom Monitor kann zudem erschöpfend wirken. Auch der Winkel in dem auf den Monitor geschaut wird, ist entscheidend.

Was hilft gegen das Computer Vision Syndrom?

Am einfachsten helfen kurze Pausen. Alle 20-30 Minuten sollte kurz wo anders hingeschaut werden. Am besten in die Umgebung oder Natur, nicht auf das Smartphone.

Andere Techniken wie z.B. die Monitorfarbe ändern, helfen auch.

Dopamin und soziale Medien

Das Glücks- und Belohnungshormon „Dopamin“ wird ausgeschüttet, wenn wir in den sozialen Medien aktiv sind. Durch immer wieder neue Inhalte, spannende Videos und Informationen über unsere Freunde schüttet das Gehirn für jede Interaktion Dopamin aus. Doch Dopamin ist eine endliche Ressource. Ist es alle, dann müssen die Dopaminspeicher aufgefüllt werden. Wenn das Dopamin alle ist, verschwindet die Freude an den sozialen Medien und es entsteht eine Art Erschöpfung und Müdigkeit. Wer an diesen Punkt gelangt ist, sollte sich in die Ruhe begeben, denn dort werden die Dopamin-Speicher wieder aufgefüllt.

Chronischer Dopaminexzess führt zu Erschöpfung, Müdigkeit, Motivationsverlust, Antriebsstörungen, Depressionen und kognitiver Einschränkung (Man kann dann nicht mehr klar denken).

Anmerkung der Reaktion: Wenn du nach „Dopamin Soziale Medien“ suchst, wirst du viele Beiträge finden, die den Sozialen Medien einen süchtigmachenden Effekt nachsagen. Dopamin ist – wie auch bei Drogen – hier immer Spiel.

Was bedeutet „Hutbürger“? Wie entstand der Ausdruck?


„Hutbürger“ ist eine scherzhafte Bezeichnung für den Teilnehmer der im August 2018 in Dresden stattgefundenen Anti-Merkel-Demonstration bei dem sich herausstellte, dass er ein Mitarbeiter des sächsischen Landeskriminalamtes ist. Der Mann pöbelte – während der Demonstration – gegen die Presse und forderte Journalisten des ZDF auf, ihn nicht zu filmen und warf ihnen vor eine Straftat zu begehen. Er stellte daraufhin eine Strafanzeige gegen die Polizisten. Diese hat er mittlerweile zurückgezogen. Auch hat der Mann sich beim ZDF-Redakteur Arndt Ginzel entschuldigt.

In Folge der Demonstration entstand eine Diskussion, um die Pressefreiheit. Der sächsischen Polizei wurde vorgeworfen, Sympathien mit Pegida zu haben und Journalisten bei ihrer Arbeit zu behindern. Es verbreiteten sich Begriffe wie Pegizei, LKAida und Hutbürger. Mehr dazu hier.

Was bedeutet Hutbürger genau?

Der Ausdruck „Hutbürger“ ist eine Ableitung vom Ausdruck „Wutbürger“. Teilnehmern von Pegida-Demonstrantionen wurde in der Vergangenheit wiederholt vorgeworfen Wutbürger zu sein.

Der Demonstrant der Anti-Merkel-Demonstration in Dresden, der die ZDF-Journalisten aufforderte ihn nicht zu filmen, fiel durch seine Aggressivität und seinen Hut auf. Er trug einen Deutschland-Anglerhut. Außerdem trug er Sonnenbrille, Hemd und Weste.

Die Netzgemeinde verspottete den Mann als „Hutbürger“ und spottete über seinen Dialekt.

Unter den Hashtags #Hutbürger, #Pegizei und #LKAida wird auf Twitter über die Vorfälle in Dresden gesprochen.

Weitere Spott-Bezeichnungen für den Mann sind: Hutachter und Hutmensch

Hutachter – abgeleitet von „Gutachter“ und in Anlehnung daran, dass er als Gutachter arbeitet.

Hutmensch – abgeleitet von „Gutmensch“. „Gutmensch“ wird oft als Schimpfwort und abwertend verwendet.

Hutbürger als LKA-Mitarbeiter

Am 22. August 2018 veröffentlichte das sächsische Innenministerium Informationen, dass der Mann Mitarbeiter des Landeskriminalamtes ist. Ein Sprecher stellte klar, dass der Mann ziviler Mitarbeiter ist und kein Beamter. Er arbeitet als Buchprüfer im Dezernat für Wirtschaftskriminalität. Er erstellt Gutachten und soll auch vor Gericht als Gutachter auftreten.

Am 23. August befand der Mann sich im Urlaub. Die Behörde wollte prüfen, ob er vorzeitig aus seinem Urlaub zurückgeholt werden kann. Über dienstrechtliche Konsequenzen wird aktuell diskutiert. Mitarbeiter sind angehalten ihr Auftreten und ihre Äußerungen im Sinne ihres Arbeitgebers zu mäßigen.

Was bedeutet Pegizei, Hutbürger und LKAida? Bedeutung und Definition


„Pegizei“ ist ein Kofferwort, dass sich aus den Worten „Pegida“ und „Polizei“ zusammensetzt.

Was bedeutet „Pegizei“ genau? Was impliziert der Begriff?

In der Netzgemeinde bildete sich nach der Anti-Merkel-Demo in Dresden im August 2018 der Ausdruck „Pegizei“, als Kritik an der vermuteten Verstrickung von Pegida und Polizei.

„Pegizei“ soll nahelegen, dass die Polizei von Pegida unterwandert ist und gezielt Journalisten bei ihrer Arbeit hindere. Außerdem wird mit „Pegizei“ der Polizei vorgeworfen, dass sie nicht mehr Neutral, sondern Pro-Pegida handele und Sympathien für Pegida hege, die sich im Verhalten von Polizisten äußern sollen.

Was bedeutet LKAida?

Ein weiterer Ausdruck, der der Polizei und Pegida Verstrickungen nahelegt, ist LKAida. Der Ausdruck setzt sich aus der Abkürzung für Landeskriminalamt „LKA“ und dem Wortteil „-ida“ wie in „Pegida“ zusammen.

Auch mit „LKAida“ soll dem dem Landeskriminalamt und ihren Mitarbeiter vorgeworfen werden, Pegida-affin zu sein bzw. Sympathien für Pegida zu hegen.

Was bedeutet Hutbürger?

Der aufgefallende Pegida-Demonstrant und Mitarbeiter des LKA erhielt von der Netzgemeinde den scherzhaften Namen „Hutbürger“, da er während der Demonstrantion einen Deutschland-Anglerhut trug.

„Hutbürger“ ist eine Abwandlung des Begriffes „Wutbürger„. Teilnehmern der Pegida-Demonstrantion(en) und Teilnehmern anderer Demonstantionen gegen Angela Merkel, die Flüchtlings- oder Asylpolitik wird seit jeher nachgesagt, dass sie „Wutbürger“ seien.

Wie entstand der Ausdruck „Pegizei“?

Bei einer Anti-Angela-Merkel-Demo am 16. August 2018 gerieten mehrere Demontranten und ein „Frontal 21“-Filmteam aneinander. Die Demonstranten beschimpften zunächst die Journalisten und wollten nicht gefilmt werden. Einer der Demonstranten forderte die Mitarbeiter des Zweiten Deutschen Fernsehens auf, die Dreharbeiten einzustellen und ihn nicht zu filmen. Er sagte: „Hören Sie auf, mich zu zu filmen.“ Er warf den Journalisten vor, eine Straftat zu begehen, weil sie ihn filmten. Der Kameramann antwortete, dass der Mann sich doch vor seine Kamera stelle. Der Demonstrant entfernte sich zuvor aus der Gruppe der Demonstranten, um die Journalisten aufzufordern, ihn nicht zu filmen.

Die Demonstranten holten die wenige Meter entfernt stehende Polizisten dazu. Ein Demonstrant zeigte einen Journalisten wegen Beleidigung an. Der Journalist erstatte ebenso Anzeige wegen Beleidigung durch den Demonstranten. Die Polizisten nahmen die Personalien der Beteiligten auf. Die Polizisten hielten daraufhin die Journalisten rund 45 Minuten fest, um Personalien zu prüfen und eine Anzeige aufzunehmen. Die Journalisten werteten dies, als Hinderung ihrer Arbeit nachzugehen und als Schikane. Den Polizisten wurde vorgeworfen gegen Artikel 5 des Grundgesetzes, die Pressefreiheit, verstoßen zu haben.

Die Polizei begründete ihr Handeln damit, dass sie ein Handgemenge zwischen den Demonstranten und den Journalisten verhindert habe.

Am 22. August gab das sächsische Innenministerium bekannt, dass der Demonstrant mit Deutschland-Anglerhut Mitarbeiter des Landeskriminalamtes sei.

Reaktionen

In der deutschen Medienlandschaft und Politik wurde das Vorgehen der Polizei kritisiert.

Der sächsische Ministerpräsident Kretschmer und Innenminister Wöller verteidigten die Polizei. Außerdem kündigte der sächsische Innenminister Roland Wöller an, dass der Fall genau geprüft werde und das Handeln der Polizeibeamten bewertet wird.

Die Netzgemeinde spottete über den Demonstranten und LKA-Mitarbeiter als „Hutbürger“.

Durfte der Mann gefilmt werden?

Ja und nein, der Mann durfte gefilmt bzw. nicht gefilmt werden. Wer an einer öffentlichen Demonstration teilnimmt, muss damit rechnen, gefilmt zu werden. Jedoch ist es fraglich, ob Nahaufnahmen und fokussierte Aufnahmen auf eine oder mehrere Personen so erlaubt sind.

Anmerkung: Ob der Mann wirklich so gefilmt werden durfte wie er gefilmt wurde, muss ein Gericht entscheiden.

Was bedeutet Prallität? Was ist das?


Das Substantiv „Prallität“ ist eine Wortneuschöpfung von Steve Benthin. „Prallität“ ist die Substantivierung des Adjektivs „prall“.

Prall bedeutet:

  • voll ausgefüllt
  • an der Oberfläche fest und straff gespannt; wie aufgeblasen
  • ungehindertes auftreffen von Sonnenlicht („In der prallen Sonnen sitzen.“)

Steve Benthin: Masse und Prallität

Der Ausdruck „Prallität“ steht stark in Verbindung mit dem professionellen deutschen Bodybuilder Steve Benthin. Dieser benutzt die verbale Formel „Masse und Prallität“ in seinen Videos und Social-Media-Beiträgen.

„Prallität“ steht für voluminöse Muskeln, die unter anderem durch Training wie aufgepumpt wirken. Der Pumpeffekt ist hier das Phänomen, dass dafür sorgt, dass die Muskeln prall und kraftvoll wirken. Beim Anspannen treten die einzelnen Muskeln stärker hervor, als sonst, so dass deren Prallheit unterstrichen wird.

„Prallität“ steht hier für Muskeln, die sehr stark aufgepumpt sind.

Der Ausdruck „Prallität“ könnte eine Wortkombination aus den Worten „Prall“ und „Qualität“ sein.

Weitere Wortneuschöpfungen sind:

Boosterkeit

„Boosterkeit“ ist ein Wortneuschöpfung, die für den Gebrauch von Boostern beim Krafttraining steht. Booster sind Mittel, die helfen das mehr aus dem Krafttraining herausgeholt werden kann. Booster dienen z.B. dafür, dass jemand energetischer und/oder fokussierter ist, damit er/sie beim Krafttraining neue Höchstleistungen erbringt.

„Boosterkeit“ setzt sich aus den Worten „Booster“ und dem Suffix „-keit“ zusammen. Eigentlich dient die Silbe „-keit“ zur Substantivierung von Eigenschaftswörtern. Dies trifft auf „Booster“ nicht zu.

Shreddedheit

„Shreddedheit“ ist eine Bezeichnung für den Zustand des Shredded-Seins. (Wenig Körperfett, viel Muskelnmasse, so dass die Muskeln stark hervortreten.)

„Shreddedheit“ ist ein Anglizismus, der aus dem Wort „Shredded“ und dem Suffix „-heit“ besteht. Der Suffix „-heit“ dient dazu, dass Vorgenannte zu umfassen.

Weitere Bedeutung von Prallität

In einem anderen Kontext ist „Prallität“ eine Bezeichnung einen prallen Hintern, auch Prallarsch genannt. Dieser Po ist rund, prall und straff. Solch ein Prallarsch wird auch Knackpo oder auf englisch „Bubble Butt“ genannt.

Verbreitung vom Ausdruck „Prallität“

Erste signifikante Suchnachfragen nach „Prallität“ gingen bei Google.de im Juni 2015 ein. Danach verbreitete sich der Ausdruck. Im Dezember 2016 erhielt er massive Suchnachfragen.

Ein erster Tweet in dem das Wort „Prallität“ verwendet wird, erschien 2010 auf Twitter. Jedoch folgten weitere Tweets vermehrt erst ab Februar 2015.

Was bedeutet „Fiqqhure“ / „Fickhure“? Bedeutung, Definition


„Fiqqhure“ („Fickhure“) ist ein vulgärer und abwertender Ausdruck für Frauen. „Fiqqhure“ setzt sich aus zwei Wortteilen zusammen: „Fiqq“ (als Schreibvariante für „Fick“) und dem Wort „Hure“. „Fiqqhure“ / „Fickhure“ ist damit eine Steigerung des Wortes „Hure“.

Als „Fiqqhure“ werden teils Frauen bezeichnet, mit denen jemand Geschlechtsverkehr hat oder haben möchte. Dabei werden attraktive Frauen teils als „Fiqqhuren“ bezeichnet, aber auch Frauen, die den Eindruck erwecken sexuell sehr aktiv zu sein. Teils wird der Ausdruck aber auch zur Herabwürdigung einer Frau verwendet – also als bloße Beleidigung.

2016 wurde der Ausdruck populär, als ein Twitter-Nutzer die Taff-Moderation Rebecca Mir als „Fiqqhure“ bezeichnete. Daraufhin reagierte ProSieben damit, dass sie öffentlicht kundtaten den Nutzer bei Twitter-Deutschland anzuzeigen. Bei anderen Twitter-Usern sorgte dies für Empörung und ein Sh*tstorm ging gegen ProSieben los.

„Fiqqhure“ / „Fickhure“ im Rap

Im Rap werden die Ausdrücke „Fiqqhure“ und „Fickhure“ verwendet und so verbreitet. Nachfolgend einige Beispiele:

  • Hustensaft Jüngling – Lied: „Fiqqhure“ – Liedzeile: „Ey, du Fiqqhure saug mir meinen Pint“
  • Sir Michell – Lied: „#Fiqqhuren“ – Liedzeile: „Fickhuren wollen meinen Penis lutschen“
  • Juicy Gay – Lied: „Traurig ohne Grund“ – Liedzeile: „diese Fickhure, sie labert und sie labert“
  • Millone – Lied: „Alles was ich mach“ – Liedzeile: „Ich hab‘ mehr Fickhuren als ein gottverdammter Comicstreifen“
  • Schwartz – Lied: „Ich geb´n Doppelten“ – Liedzeile: „Und eure Mütter noch immer meine Fickhuren“

Weiteres

In diesem Zusammenhang wird die beliebte Formulierung „den Kolben reinbuttern“ verwendet. (Die Formulierung ist verwandt mit „den Lörres reinbuttern“ oder „den Lörres reinhämmern“, abgekürzt zu: DLRB und DLRH.

Verbreitung von „Fickhure“ / „Fiqqhure“

Der vulgäre Ausdruck „Fickhure“ ist schon lange in der deutschen Sprache bekannt. Der Ausdruck „Fiqqhure“ ist jedoch neuer. Erstmalig zeigen sich erste Suchanfragen bei Google.de im November 2015. Durch die Beleidigung der Prosieben-Moderator wurde massiv im Januar 2016 nach dem Begriff bei Google.de gesucht. Danach flauten die Suchanfragen ab.

Was bedeutet „J1MO71“? Bedeutung, Definition, Infos


„J1MO71“ ist der Name des Modelabels der Zwillingsschwestern Lisa und Lena.

„J1MO71“ wird „Jimo“ ausgesprochen. „Jimo“ ist haitianisch und bedeutet „Zwilling“. Die „71“ ist eine umgedrehte 17 und spielt auf den Geburtstag der beiden an: 17. Juni 2002. Das „i“ wurde das eine „1“ ersetzt. Dies steht für beide Mädchen, da sie eineiige Zwillinge sind. Es steht aber auch für „One Love“, also  die Liebe zu einander und zu den Fans.

Das Logo enthält außerdem auch ein gezeichnetes Auge und eine Lebenslinie. Dies soll – nach eigenen Aussagen von Lisa und Lena bedeuten – dass sie ihre Hater zwar sehen und das Leben für sie einfach weitergeht.

Ausgesprochen wird „J1MO71“ wie folgt: „Jimo Seventy One“

Die Homepage des Labels ist: j1mo71.com

In dem Webshop verkaufen sie bedruckte T-Shirts, Jacken, Hoddies, Sweatpants, Shorts und weitere Bekleidung. Diese sind teils mit Motiven, Sprüchen und dem Logo von „J1MO71“ bedruckt. Auch werden in dem Shop Caps, Popsockets, Beanies, Rucksäche, Turnbeutel, Handyhüllen und Armbänder verkauft.

Ihre eigenen Adiletten mit dem Namen „Leliletten“ haben die beiden auch veröffentlicht. (Leliletten ist die Abkürzung und bedeutet ausgeschrieben: „Lena-Lisa-Adiletten“.)

Wer sind „Lisa und Lena“?

„Lisa und Lena“ stammen aus dem Raum Stuttgart. Seit längerem veröffentlichen sie auf musical.ly Musik-Videos (Lipsyncvideos) und auf Instagram Einblicke in ihr Leben.

2017 erhielten sie den Bravo Otto Award in der Kategorie „Social Media Stars“.

Woher kommt das Wort“Jimo“?

Der Haitianische Ausdruck für Zwillinge „Jimo“ stammt vom französischen Wort „jumeau“ ab. „Jumeau“ bedeutet „Zwilling“. Die Mehrzahl ist „Jumeaux“, was „Zwillinge“ bedeutet. Erst durch den Zusatz „de vrais jumeaux“ bedeutet der Ausdruck „einiige Zwillinge“ oder „de faux jumeaux“ bedeutet „zweieiige Zwillinge“.
Außerdem ist auf Haiti noch der afrikanische Ausdruck für Zwillinge bekannt: Marasa. Dieser stammt aus dem Dialekt „Kikongo“ aus der Bantu Sprache, welche im Kongo gesprochen wird.

Was bedeutet „Hypezig“? Bedeutung


„Hypezig“ ist ein vom Blogger und Schriftsteller André Herrmann erfundener Begriff für den Hype und die Aufmerksamkeit, um die Stadt Leipzig.

Herrmann verwendete den Begriff als Kritik wegen dem Hype und Medienrummel um die Stadt Leipzig.

Was es mit „Hypezig“ auf sich hat

Von anderen Seiten und Medien wird der Begriff „Hypezig“ im positiven Sinne verwendet. Hier wird Leipzig mit Berlin verglichen und schneidet sogar besser ab. Außerdem wird unter dem Begriff „Hypezig“ der Boom und die positive Entwicklung der Stadt subsumiert. Leipzig wächst, Menschen ziehen in die Stadt und bald soll es über 600.000 Einwohner haben.

Leipzig soll viel kreatives Potenzial, bezahlbare und gute Wohnung und Raum für Möglichkeiten haben. Hier wird oft von einer starken „Dynamik“ gesprochen. Leipzig zieht junge Menschen durch seine aktive Kunst- und Kulturszene, sowie Club-Szene an.

Die Gentrifizierung hat die Stadt und einige ihrer Stadtteile noch nicht vollkommen erreicht, so dass Künstler und Kulturschaffende noch etwas Raum haben. Jedoch treten vermehrt Berichte darüber auf, dass Mietverträge von Künstler und Ateliers gekündigt werden, damit die Räume moderniert und hochpreisig vermietet werden können.

Hype + Leipzig = Hypezig

Der Begriff „Hypezig“ setzt sich aus den Worten „Hype“ und „Leipzig“ zusammen.

Als „Hype“ wird eine große Begeisterung für etwas oder übertriebene Medienberichte über etwas bezeichnet. Hype ist aber auch ein Begriff für spektakuläre und mitreißende Werbung, öffentlichte (und teils künstlich erzeugte) Aufmerksamkeit und Rummel. Der Ausdruck „Hype“ ist die Verkürzung des englischen Wortes „hyberbole“, was auf deutsch „Übertreibung“ bedeutet.

Medien über „Hypezig“

  • Die Berliner Zeitung titelte: „Der Hypezig-Boom: Warum Leipzig das bessere Berlin ist“ – Siehe: Link
  • Das Handelsblatt schrieb: „‚Hypezig‘ – Leipzig mutiert zur Szenemetropole“ – Siehe: Link
  • n-tv schrieb: „Neue Hipster-Hochburg: Aus Leipzig wird ‚Hypezig'“ – Siehe: Link

Sonstiges zu Hypezig

Die Webadresse www.hypezig.de zeigt die Startseite der Stadt Halle (Saale).

Der Ausdruck „Hypezig“ verbreitet sich seit 2012. Erste signifikante Suchnachfragen erhielt der Begriff im April 2012 bei Google.de. Seit dem verbreitet er sich in der deutschen Sprache.

Was ist Gag-Tourette? – Bedeutung und Definition erklärt


„Gag-Tourette“ ist eine Umschreibung dafür, dass jemands teils sehr schlechte und schwache Witze erzählt oder Gags macht, ohne Rücksicht auf sich selbst oder andere zu nehmen. Er handelt damit zum eigenen Schaden.

Auch beinhaltet der Ausdruck „Gag-Tourette“ eine gewisse Willkürlichkeit der Sprüche und legt den Eindruck nahe, dass die Person die unter Gag-Tourette leidet, die (schlechten) Witze nicht steuern kann, sondern sie einfach aus der Person herauskommen.

Gag-Tourette wird auch „Spruch-Tourette“ genannt.

Mark Foster und Gag-Tourette

Mark Foster hat in der Sendung The Voice of Germany am 02. November 2017 einen so schlechten Witz gemacht, dass ihm die Redaktion zu schrieb, dass er unter „Gag-Tourette“ leide.

Er sagte zur Performance eines Künstlers „So eine Mischung aus Justin Bieber und Honecker.“ Der Künstler entschied sich daraufhin gegen eine Zusammenarbeit mit Mark Foster. Siehe: Link

Was steckt hinter dem Wort „Gag-Tourette“?

Das Wort „Gag-Tourette“ setzt sich aus den Worten „Gag“ und „Tourette“ zusammen. Das englische Wort „gag“ bedeutet auf deutsch in diesem Zusammenhang: „Witz“. „Gag“ kann aber auch „Knebel“ oder „Einfall“ bedeuten.

Tourette ist eine Krankheit bei welcher Betroffene unter unwillkürlichen Tics, Bewegungen, Laut- und Sprachäußerungen leiden. Die Bewegungen können Zucken, Zuckungen, Husten, Handbewegungen, Hände klatschen, Gesten und auch das Bewegen der Arme sein. Tourette ist in der Allgemeinheit dafür bekannt, dass Betroffene unwillkürlich Schimpfworte sagen, herumschreien und sehr laut sind. Sie schreien obszöne Dinge, äußern sich aggressiv und geben viele Laute von sich.

Je nach schwere des Tourettes können Betroffene auch unter komplexen Tics leiden, so unter anderem: Springen, in die Hocke gehen, Dinge wegwerfen, Grimassen schneiden, den Körper verdrehen oder sich sogar selbst verletzen.

Die Tics unter denen Betroffene leiden, wiederholen sich in unregelmäßigen Abständen. In einer Stresssituation wie z.B. in der Öffentlichkeit kann es sein, dass die Tics stärker werden.

Der Ausdruck „Gag-Tourette“ bezeichnet damit auf scherzhafte Art- und Weise, dass jemand Witze erzählt und keine Kontrolle oder wenig Selbstkontrolle über den Inhalt dieser Witze hat.

Cipster
  1. Name von Kartoffelchips aus Italien.
  2. Bezeichnung für moderne Stadtbewohner, vergleichbar mit Hipstern und Bohemiens des 19. und frühen 20. Jahrhunderts.

Cipster setzt sich aus „City“ und „Napster“ zusammen.

Oedeutsch.at hat das Wort Cipster gelistet, aber nicht erklärt wo es herkommt.

Cipster stand zur Wahl für das österreichische Jugendwort des Jahres 2017.

Begpacker

Bedeutung: Sammelbezeichnung für bettelnde Touristen, die Einheimische und andere Reisende, um Spenden bitten, damit sie ihre Reise fortsetzen können.

Der Begriff kam auf, als Bezeichnung für Rucksacktouristen, die sich zwar den Flug in ein günstiges (meist asiatisches) Land leisten können, dort aber kein oder nicht genügend Geld für ihre Rundreise zur Verfügung hatten. Dies führte dazu, dass die Rucksackreisenden Einheimische und andere Reisende, um Spenden baten und bettelten.

Anstatt ihre Reise kurz vor der Pleite abzubrechen (oder sich einen Job zu suchen), stellten oder setzten sie sich mit beschrifteten Pappschildern an belebte Straßen und baten, um Spenden. Auf den Schildern stand z.B. „Ich reise, um die Welt, habe aber nicht genug Geld. Bitte unterstütze meine Reise“, „Hong Kong ist teuer und ich habe kein Geld mehr. Bitte hilf mir, damit ich meine Reise fortsetzen kann“ oder „Ich reise ohne Geld um die Welt. Bitte unterstütze meinen Trip“. Einige Begpacker boten Umarmungen gegen Geld an. Andere spielten ein Musikinstrument, um an Geld zukommen. Einige druckten ihre Urlaubsfotos aus und boten sie als Postkarten zum Kauf an.

Arme Einheimische werden angebettelt – Situation vor Ort

Begpacker reisen bewusst in ärmere Länder. Dort sind die Zustände anders als in der ersten Welt. Die Lebenshaltungskosten sind geringer, die Menschen verdienen weniger und gewohnte Standards der ersten Welt fehlen dort. Die Reise in ein armes Land verspricht günstig zu werden. Doch dafür muss genug eigenes Geld mitgebracht werden.

In Vietnam können Rucksacktouristen z.B. mit 20 Euro am Tag wunderbar leben. (Quelle 101places: 1 ) Hier ist die Unterbringung, Essen und natürlich Reisen enthalten. In Deutschland kostet das Leben rund 80 Euro am Tag. (Quelle: Vexcash: 2 ) Also gut viermal so viel. Im Vergleich dazu: Einheimische in Vietnam verdienen teilweise weniger als 100 Euro im Monat. (Quelle: Forum Vietnam: 3 )

Bettel-Touristen lösen Wut und Fremdschämen aus. Rucksacktouristen machen schon allerhand unangenehme Dinge, aber andere anzubetteln, um seinen eigenen Trip zufinanzieren, ist zu viel. Sie werfen ein schlechtes Licht auf alle Reisende mit Rucksack.

Gib bettelnden Touristen nichts!

Es mag bei einem Einzelnen wie eine noble Tat wirken. Doch diese Tat hat Konsequenzen. Wenn ein Begpacker Erfolg hat, so zieht dies andere Begpacker an, die es auch auf die Bettel-Tour versuchen. Die moralische Verantwortung besteht dadrin einen zurückzuweisen, damit in anderen nicht die Motivation keimt, es auch zuversuchen.

Die Folgen – bei zu vielen Begpackern – können sein, dass Regierungen Einreise-Bedingungen erlassen. Dies kann z.B. ein gut gefülltes Konto oder eine gedeckte Kreditkarte sein.

Anmerkung: Mittlerweile halten sich Begpacker nicht nur in Asien auf. Sie bereisen auch Ländern in denen die Lebenshaltungskosten deutlich höher sind.

Was bedeutet „abhitlern“? Bedeutung


„Abhitlern“ bedeutet die eigene Vorliebe für Adolf Hitler, den Nationalsozialismus und/oder das dritte Reich auszuleben. Dies findet statt in dem der Hitlergruß als Geste getätigt wird, verschiedene Phrasen und Grüße des dritten Reiches gesagt werden und in dem Symbole des dritten Reiches als Aufdruck auf der Bekleidung getragen werden. Außerdem wird entsprechende Musik gehört und entsprechendes Gedankengut ausgetauscht.

Nennungen in den Medien mit „abhitlern“

Auf der Homepage der Sendung Panorama wurde 2017 ein Beitrag mit folgendem Titel veröffentlicht „‚Abhitlern‘: Polizei guckt zu“. In dem Beitrag ging es darum, dass während eines Rechtsrock-Festivals in Themar mehrere Teilnehmer den Arm zum Hitlergruß erhoben und dazu „Heil“ gerufen haben sollen. Das ist verboten, doch die vor Ort anwesende Polizei schritt nicht ein. (Externer Link zum Beitrag: hier)

Freiepresse.de titelte „‚Abhitlern‘ an der Ostgrenze“ über Neonazi-Festival „Schild & Schwert“ in Östritz, welches am 20. und 21. April 2018 stattfand. (Externer Link zum Beitrag auf freiepresse.de: hier)

„Endlich legal abhitlern“

Blick.ch titelte 2016 „So feiern Neonazis das Konzert im Toggenburg: Endlich «legal abhitlern»“. In dem Beitrag geht es um ein Konzert der Neonazi-Szene in der Schweiz. In dem Beitrag wird unter anderem der Screenshot eines Facebook-Users gezeigt, der sich auf das Konzert freut. Dieser hat unter seinem Beitrag den Hashtag #legalabhitlern verwendet.

(Externer Link zum Beitrag auf blick.ch: hier)

Verbreitung von „abhitlern“ im Internet

Über das Tool „Google Trends“ lassen sich Suchnachfragen nach ausgewählten Worten ab dem Jahr 2004 einsehen. Wir haben das für den Begriff „abhitlern“ überprüft. Die ersten signifikanten Suchanfragen nach „abhitlern“ erhielt Google im Juni 2006. Danach sanken die Suchanfragen wieder. Weitere vermehrte Suchanfragen gingen bei der Suchmaschine Google im Januar und März 2017 ein.

5.000 neue Worte für den Duden: Kennst du „tindern“, „Volksverräter“ und „Undercut“?


Am 9. August 2007 veröffentlichte der Dudenverlag die 27. Auflage des Dudens. Rund 5.000 Worte fügten die Macher dem Standardnachschlagewerk zur deutschen Sprache hinzu. Nur wenige Worte entfernten sie. Damit finden sich im Duden heute mehr 145.000 Worte der deutsche Sprache.

Die neuen Worte spiegeln das Zeitgeschehen wieder und zeigen, welche Worte den Deutschen heute geläufig sind.

Die Tech-Branche und mit ihr das Internet hinterlassen deutliche Spuren im Duden. Unter anderem nahmen die Duden-Redakteure folgende Worte auf: Darknet, Datenbrille, Dropbox, Emoji, entfreunden, facebooken, Filterblase, Klickzahl, liken, Livestream, pixelig, Selfie, Selfiestick, Social Bot(Automatische Programme, die in sozialen Medien wie Nutzer agieren), Tablet, tindern

Die Politik der letzten Jahre prägte ebenso unsere Sprache. Die Duden-Redakteure übernahmen viele Worte: Brexit, Cyperkrieg, Drohnenangriff, Europagedanke, Fake News, Flexitarier, Flüchtlingskrise, Hasskriminalität, Jobaussicht, Kopftuchstreit, Lügenpresse, Mütterrente, postfaktisch, queer , Schmähgedicht (Das von Jan Böhmernmann gegen türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan), Volksverräter, Willkommenskultur, Wutbürgerin (Männliche Fassung war schon enthalten)

Andere Worte schafften es auch in den Duden: abgezockt, Abrissparty, Ampelfrau, Arschrunzeln, futschikato, Honk, Hoodie, Hygge (Gemütlichkeit als Lebensstil), Jumpsuit, Low Carb, polysportiv, Ramschniveau, Roadtrip, rumeiern, runterwürgen, Tikitaka (Kurzpass-Taktik im Fußball), Tüddelkram, Undercut, Urban Gardening, verpeilen, Work-Life-Balance

Kleine Änderungen in der Rechtschreibung gibt es auch: Das ß kann nun großgeschrieben werden und Worte wie „Ex-Kanzler“ oder „Co-Trainer“ werden durchgekoppelt – das heißt, sie werden durch einen Bindestrich verbunden.

Eingedeutschte Schreibweisen wie „Majonäse“, „Ketschup“ oder „Anschovis“ wurden aus dem Duden entfernt.

Was bedeutet bosshaft? Bedeutung, Definition


Bedeutung: Durch den Rapper Kollegah geprägter Begriff. Wer sich bosshaft verhält, trainiert sehr viel, legt viel Wert auf seinen Bizeps und gut definierte Muskeln, sowie auf Statussymbole wie Markenkleidung, teure Autos, teure Uhren, teure Kleidung und Zigarren.

Mit „bosshaft“ und „Bosshaftigkeit“ ist allgemein, dass sich jemand wie ein „Boss“ verhält bzw. Ansprüche eines Bosses erfüllt. Als „Boss“ ist ein Anführer, Alphatier oder Chef zu verstehen, der in der sozialen Hierarchie weit oben steht.

Die „Bosshaftigkeit“ äußert sich dabei nicht nur an seinem Besitz, sondern auch an seiner Körperhaltung, seinem Gang, seiner Stimme, wie er redet, seiner Gestik und Mimik. Jemand der „bosshaft“ ist, ist entspannt und weiß, was er wert ist.

Ein „Boss“ sorgt in seiner positiven Form für Ordnung, Wohlstand und Stabilität – und das nicht nur für sich, sondern für seine Familie, Freundeskreis und andere, die ihm nahe stehen. (In seiner negativen Form würde er für Tyrannei, Angst und Instabilität sorgen.)

Die Substantivierung des Wortes „bosshaft“ ist „Bosshaftigkeit“.

Wortart: Adjektiv

Beispiele:

  • „Wir waren bosshaft unterwegs.“
  • „Ich war bosshaft einkaufen.“

Verbreitung von bosshaft

„Bosshaft“ hat mittlerweile Eingang in die deutsche Umgangssprache gefunden. Der Ausdruck wird auf T-Shrits gedruckt und ist Teil verschiedener Unternehmungen:

  • Der YouTube-Kanal von Kollegah & Farid Bang hieß lange Zeit: „Bosshaft TV“. In der URL des Kanals ist dies noch zu sehen. Dort heißt der Kanal „Bosshaftchannel“. Jetzt heißt der Kanal „Alpha Music Empire“
  • „Boss Transformation“ wird auch „Bosshafte Transformation“ genannt. Das Training wird auch „Bosshaft Bodybuilding“ genannt. („Boss Transformation“ ist das Trainings- und Muskelaufbauprogramm von Kollegah)
  • „Bosshafte Beats“ ist ein Anbieter für Musiklizenzen für die Nutzung Kollegahs Beats und Liedern.
  • „Bosshaft“ heißt eine Facebook-Seite in der Kategorie Community auf der nur „bosshafte“ Sachen veröffentlicht werden.
  • „Bosshaftcrew“ ist ein Name für Anhänger Kollegahs. „Bosshaftcrew“ heißt auch ein Lied von ihm.

Verbreitung von bosshaft im Internet

Der Ausdruck „bosshaft“ wurde Ende 2013 schlagartig bekannt und war 2014 in aller Munde. Danach ebbte die Nachfrage ab, fiel aber nie auf Null. Der Ausdruck „bosshaft“ wurde allgemein mit dem Rapper Kollegah in Verbindung gebracht und ist seit dem Bestandteil der deutschen Sprache. (Dies führt auch dazu, dass monatliche viele den Begriff bei Google.de suchen.)

Verbreitung von bosshaft im Rap

Urheber des Ausdrucks „bosshaft“ ist der „Boss“ Kollegah. Er machte den Ausdruck „bosshaft“ in Deutschland bekannt und sorgte damit dafür, dass andere Rapper den Ausdruck auch verwenden. Nachfolgend einige Beispiele:

  • Kollegah – Lied: „King“ – Liedzeile: „Bosshaft im Testarossa“
  • Kollegah & Farid Bang – Lied: „Dissen aus Prinzip“ – Liedzeile: „Die personifizierte Bosshaftigkeit“
  • Kollegah – Lied: „Legacy“ – Liedzeile: „Rapp‘ bosshaft Strophen ein“
  • Kollegah – Lied: „Morgengrauen“ – Liedzeile: „Dass auch in Frauen manchmal etwas Bosshaftes steckt“
  • Kollegah – Lied: „Rotlichtmassaker“ – Liedzeile: „ich kille bosshaft deine Herodealerbande“
  • Kollegah – Lied: „Endlösung“ – Liedzeile: „ich begehe bosshaft Kriminaldelikte“
  • Kollegah – Lied: „Lovesong“ – Liedzeile: „Und sie wissen ich glänze durch bosshaftes Verhalten“
  • Kollegah – Lied: „Bosshafte Weihnachten“ – Liedzeile: „Schneeball in die Fresse Mois, Bosshafte Weihnachten“
  • Kollegah – Lied: „Bodyguard“ – Liedzeile: „Kollegah, der bosshafte Porschelenker“
  • Kollegah – Lied: „Regen“ – Liedzeile: „Bosshaftigkeit in meinen Venen“
  • SpongeBOZZ – Lied: „Apocalyptic Infinity“ – Liedzeile: „Bosshaftcrew, jeder hat sein Karma verdient“
  • Majoe – Lied: „Bosshaft unterwegs“ – Liedzeile: „Wir sind bosshaft unterwegs, weil wir im Urlaub sind“
  • Eko Fresh – Lied: „Bars in euren Arsch“ – Liedzeile: „Was ’ne bosshafte Liste“
  • Seyed & Kollegah – Lied: „Skyline“ – Liedzeile: „Aber nie im Leben meinen Bosshaft-Channel-Blogeintrag“
  • Dendemann – Lied: „Dende-Medley“ – Liedzeile: „ich seh‘ bosshaft aus“
  • Shacke One – Lied: „Wat is schon dran an son Tach“ – Liedzeile: „Boshaft bosshafter Wedding-Funk“
  • Koree – Lied: „Rückhand“ – Liedzeile: „bosshafter Support“
  • Favorite – Lied: „Organraub“ – Liedziele: „vergeht das bosshafte Getue“
  • Chissmann – Lied: „Bossrapper 2“ – Liedzeile: „Bosshaftes Gepose vor verchromten Nobelkarossen“
  • Aytee – Lied: „Sureshot“ – Liedzeile: „mit bosshafter Gestik“
weghitlern: Bedeutung


„Weghitlern“ ist eine Bezeichnung für die Tätigkeit ein Gespräch durch einen spontanen Hitler- oder Nazi-Vergleich zu beenden. Dieser Vergleich wird verwendet, um die Argumente des Anderen zu entwerten und diesen moralisch herabzusetzen.

Jemanden „wegzuhitlern“ hat zur Folge, dass die Argumente des Verglichenen – unabhängig von ihrer Qualität und ihrem Wahrheitsgehalt – missachtet werden können und eine Replik nicht mehr erfolgen muss. Da die Person moralisch entwertet ist, trifft dies somit auch auf ihre Argumente zu.

Der Vergleich mit „Hitler“ oder den „Nazis“ führt dazu, dass ein Gespräch sofort beendet wird. Eine Person, die sich einem Hitler- oder Nazi-Vergleich ausgesetzt sieht, bleiben nur drei Möglichkeiten:

  • Sich verteidigen / sich rechtfertigen (womit implizit eine Bestätigung gegeben würde, dass am Hitler-Vergleich etwas wahres dran sein könnte)
  • Die Vorwurf annehmen und umkehren (Damit würde der Hitler-Vergleich bzw. Nazi-Vergleich entwertet werden, sowie eine Entwertung der Taten des Nazis stattfinden.)
  • Das Gespräch beenden

Jemanden wegzuhitlern ist eine Möglichkeit ein Gespräch oder eine Diskussion einfach zu beenden. Jedoch dient das „Weghitlern“ nicht der Gesprächskultur, sondern gleich einem Totschlagargument bzw. einer Killerphrase. Damit wird der Austausch von Gedanken verhindert und der Platz in der eigenen Filterblase bestärkt.

„Weghitlern“ und Godwin’s Law

Laut Mike Godwin nimmt mit der zunehmenden Dauer eines Gespräches die Wahrscheinlichkeit eines Hitler-Vergleiches zu.

Weiteres zu „Weghitlern“

Wortart: Verb

Beispiel:
Celine: „Ich hab ihm gesagt, dass er ein Nazi ist und das Gespräch war beendet.“
Peter: „Den hast du voll weggehitlert.“

Ulf: „Ich musste mir anhören, dass ich nicht besser als Hitler sei. Ein Dialog war dann nicht mehr möglich. Schade.“

Eine andere Bezeichnung für Weghitlern ist Nazi-Vergleich / Hitler-Vergleich oder auch „die Nazi-Keule schwingen“.