Was bedeutet Screenitus? Bedeutung und Definition

„Screenitus“ ist eine Bezeichnung für das Gefühl der Erschöpfung und Entscheidungsunwilligkeit, wenn man zu lange auf einem selbstleuchtenden Monitor geschaut hat. Dies kann z.B. nach der Stundenlangen Nutzung von Smartphone, Laptop oder Computer entstehen, aber auch nach stundenlangem Fernsehen.

Der Ausdruck „Screenitus“ stand zur Wahl zum Jugendwort 2018. Jedoch wurde „Ehrenmann/Ehrenfrau“ zum Jugendwort des Jahres 2018 gewählt.

„Screenitus“ setzt sich aus den Worten „Screen“ und dem Suffix „-itus“ zusammen. „Screen“ ist der englische Ausdruck für Monitor oder Bildschirm. Das Suffix „-itus“ ist von Worten wie „Tinnitus“ bekannt. („Tinnitus“ ist die Bezeichnung für Ohrengeräusche. Ein Tinnitus geht mit Beschwerden wie Schlafstörungen, Konzentrationsstörungen, Benommenheit, Schwindel und weiteren einher.)

Der wissenschaftliche Fachbegriff für Screenitus ist: Computer Vision Syndrom

Was ist das Computer Vision Syndrom?

Das „Computer Vision Syndrom“ tritt auf, wenn jemand zu lange auf einen selbstleuchtenden Monitor guckt. Es äußert sich durch Symptome wie:

  • Sehprobleme / verschwommene Sicht
  • trockene und entzündete Augen (Rötungen)
  • Schwindel
  • Müdigkeit / Erschöpfung
  • Benommenheit
  • Kopfschmerzen / Nackenschmerzen

Die Symptome treten auf, weil das stundenlange Starren auf einen Monitor ungewohnt ist und von einigen Begleiterscheinungen – die beim Lesen von Bücher nicht auftreten – begleitet wird:

Das Auge versucht unbewusst die Buchstaben und ihre weichen Kanten auf einem Monitor zu fokussieren. Bei einem Buch oder in gedruckter Form haben Buchstaben harte Kanten, wodurch sie leichter erkennbar sind. Die ständigen Fokussierungsversuche kosten viel Energie.

Wer auf einen Monitor guckt, blinzelt seltener. Dies führt dazu, dass das Auge trockener wird und Irritationen auftreten.

Wer lange Zeit auf einen Monitor starrt, ermüdet seine Augenmuskeln. Hier hilft es, für wenige Sekunden in die Ferne zuschauen und dort etwas zu fokussieren.

Die Helligkeit vom Monitor kann zudem erschöpfend wirken. Auch der Winkel in dem auf den Monitor geschaut wird, ist entscheidend.

Was hilft gegen das Computer Vision Syndrom?

Am einfachsten helfen kurze Pausen. Alle 20-30 Minuten sollte kurz wo anders hingeschaut werden. Am besten in die Umgebung oder Natur, nicht auf das Smartphone.

Andere Techniken wie z.B. die Monitorfarbe ändern, helfen auch.

Dopamin und soziale Medien

Das Glücks- und Belohnungshormon „Dopamin“ wird ausgeschüttet, wenn wir in den sozialen Medien aktiv sind. Durch immer wieder neue Inhalte, spannende Videos und Informationen über unsere Freunde schüttet das Gehirn für jede Interaktion Dopamin aus. Doch Dopamin ist eine endliche Ressource. Ist es alle, dann müssen die Dopaminspeicher aufgefüllt werden. Wenn das Dopamin alle ist, verschwindet die Freude an den sozialen Medien und es entsteht eine Art Erschöpfung und Müdigkeit. Wer an diesen Punkt gelangt ist, sollte sich in die Ruhe begeben, denn dort werden die Dopamin-Speicher wieder aufgefüllt.

Chronischer Dopaminexzess führt zu Erschöpfung, Müdigkeit, Motivationsverlust, Antriebsstörungen, Depressionen und kognitiver Einschränkung (Man kann dann nicht mehr klar denken).

Anmerkung der Reaktion: Wenn du nach „Dopamin Soziale Medien“ suchst, wirst du viele Beiträge finden, die den Sozialen Medien einen süchtigmachenden Effekt nachsagen. Dopamin ist – wie auch bei Drogen – hier immer Spiel.

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