Mehrzahl Index: Wie ist der korrekte Plural Indexe, Indizes? Bedeutung


Das Wort „Index“ kommt in vielen verschiedenen Zusammenhängen vor, sei es in der Mathematik, der Medizin oder der EDV. Je nach Bedeutung verändert sich die Pluralform. Doch welche ist in welchem Zusammenhang die richtige? Heißt es Indizes, Indices, Indexe oder gibt es eventuell gar keine Mehrzahlform?

Machen wir es kurz. Es gibt zwei Pluralformen: Indexe und Indizes. Es kommt aber darauf an in welchem Kontext der Plural von „Index“ vewendet wird.

Plural von Index: Indexe oder Indizes? Ein Wort viele Bedeutungen

Die meisten kennen den Begriff „Index“ im Zusammenhang mit einem alphabetischen Namens-, Stichwort- oder Sachverzeichnis, einem Register. So findet man in vielen Büchern einen mehr oder weniger ausführlichen Index, der das Nachschlagen erleichtert. Eine Mehrzahl ist hier nicht gebräuchlich und auch im nicht Duden definiert.

In der Wirtschaft wird das Wort „Index“ für statistische Messwerte verwendet, die veränderbar sind und oft einen Trend andeuten. Dort findet man Sätze wie: „der Index der Mietkosten ist in den letzten Jahren stark gestiegen.“ Die Mehrzahl von „Index“ lautet in diesem Zusammenhang „Indizes“.

Befragt man einen Mathematiker zum Begriff „Index“, erfährt man, dass dieser ein, meist tiefer stehendes, angehängtes Kennzeichen in Form einer Zahl oder eines Buchstabens ist (z.B.: x1, x2, …). Auf diese Art und Weise können verschiedene Größen definiert, bzw. durchnummeriert werden. Auch hier wird der Plural mit „Indizes“ gebildet.

In Lexika findet man einen, meist vorangestellten, „Index“, der verwendet wird, um gleichgeschriebene Wörter und deren Bedeutung zu Unterscheiden (z.B.: 1Lehrer, 2Lehrer, …). Wie auch bei den vorhergehenden Bedeutungen wird die Mehrzahl mit „Indizes“ betitelt.

Mediziner kennen den „Index“ als Fachbezeichnung für den Zeigefinger einer Hand. Eine Mehrzahlbildung ist hier nicht gebräuchlich, eher werden „zwei Indexfinger“ genannt.

In der EDV-Fachsprache bezeichnet ein „Index“ eine Datei, die aus Verweisen auf Adressen besteht und ein schnelles Auffinden bestimmter Daten ermöglicht. Dies kann auch eine separate Struktur einer Datenbank sein, die es erleichtern soll, bestimmte Datensätze zu finden. Eine Pluralform gibt es hier, laut Duden, nicht.

Die katholische Kirche prägte den Begriff „Index“ als Bezeichnung für eine Liste von Büchern, die von Gläubigen nicht gelesen werden dürfen. Meist ging einem kirchlichen Indexeintrag sogar ein päpstlicher Entscheid voran.

Im übertragenen Sinn wird der „Index“ heutzutage auch für ähnliche Listen diverser Regime oder Regierungen verwendet (meist in Bezug auf nicht-jugendfreie Werke). Oft findet man in diesem Zusammenhang den Satz: „Seine oder ihre Werke wurden auf den Index gesetzt.“ Bei dieser Verwendung des Wortes lautet die Mehrzahl allerdings „Indexe“.

Wortherkunft: Woher kommt Index?

Der Begriff „Index“ stammt vom lateinischen Wort index (indicis, m.) ab und steht für Verzeichnis, Finger und Verräter. Letzteres bezieht sich auf das ebenfalls lateinische Verb „indicare“, das übersetzt „anzeigen“ und „mitteilen“ bedeutet. Der Nominativ Plural von „index“ lautet auch im Lateinischen „indices“, wovon sich wiederum die deutsche Pluralform ableitet.

Mehrzahl Zahk: Indizes oder Indices?

Übrigens: die Schreibweise „indices“ findet man bei uns nur in der lateinischen Mehrzahlform. Im Deutschen wurde das „c“ im Laufe der Zeit durch ein „z“ ersetzt. In der deutschen Sprache sind beide Formen „Indizes“ und „Indices“ zulässig. Bei der Sonderform des Plurals „Indexe“ gibt es nur diese eine Variante. Die Briten waren weit weniger änderungsfreudig. Im Englischen lautet die Mehrzahlform von „index“ immer noch „indices“ oder manchmal sogar „indexes“.

Mehrzahl Globus: Wie ist der korrekte Plural Globusse, Globen? Bedeutung


Als Globus wird das Modell eines Himmelskörpers bezechnet, der in Form einer Kugel abgebildet ist. In der Alltagssprache meint das Wort ‚Globus‘ eine Abbildung des Planeten Erde.

Wie man auf einen einzelnen Globus referiert, ist klar – aber was, wenn zwei Modelle vorhanden sind? Heißt es dann Globen, Globusse – oder doch eher Globüsse? Wie ist also der korrekte Plural vom Wort „Globus“?

Machen wir es kurz: Beide Pluralformen „Globen“ und „Globusse“ zu zulässig. Warum das so ist, erfährst du in diesem Beitrag:

Wortherkunft: Woher kommt das Wort Globus?

Um die Frage nach dem korrekten Plural zu beantworten, muss erst einmal klar sein, wo das Wort „Globus“ seinen Ursprung hat. Das Wort ‚Globus‘ stammt aus dem Lateinischen und zählt zu den maskulinen Wörtern im Singular. Das lateinische Wort „Globus“ bedeutet auf deutsch „Kugel“.

Im 15. Jahrhundert wurde das Wort „Globus“ aus dem Lateinischen in das Deutsche entlehnt und in der Pluralbildung an die deutsche Grammatik angepasst. Damit war die Mehrzahl nicht mehr „Globi“, wie in der Ausgangssprache, sondern es wird die deutsche Mehrzahl-Endung ‚-en‘ angehängt. Globus wird damit zu Globen.

Siehe auch:

Plural Globus: Globen, Globusse oder Globüsse?

Lange Zeit erkannte der Duden nur die ältere Plural-Form „Globen“ an. Da Sprache sich mit der Zeit wandelt, wurde später auch „Globusse“ als korrekt angesehen.

Die Form „Globusse“ folgt wie „Globen“ den Regeln der deutschen Grammatik: An das Wort wird die Plural-Endung „-e“ angehängt. Da Globus auf „-s“ endet, wird ein weiteres „-s“ vor dem „-e“ eingefügt, sodass eine vollständige neue Silbe entsteht.

Globüsse hingegen gilt als a-grammatisch und ist somit falsch.
Auch eine Vermischung der beiden Varianten zu ‚Globens‘ ist nicht möglich.

Woher kommen die verschiedenen Mehrzahl-Varianten?

Sprache ist lebendig und insbesondere in der Umgangssprache ist mehr Variation erlaubt, als der Duden für das Schriftdeutsche zulässt. Dadurch entstehen in der Umgangssprache von den ursprünglichen Regeln abweichende Wortformen, die oftmals trotzdem den Regeln der deutschen Grammatik folgen.

Insbesondere bei Lehnwörtern wie „Globus“ ist das auffällig. Denn für „Globus“ könnten auch lateinische Grammatikregeln gelten, aber warum sollte dies in der deutschen Sprache der Fall sein? Sprache kann wirr und unlogisch sein, „Globus“ ist hier ein gutes Beispiel für.

Zum Vergleich: Pluralbildung von „Globus“ im Lateinischen

‚Globus‘ gehört im Lateinischen zu den Wörtern, die zur O-Deklination gehören. Das bedeutet, dass die Endung ‚-us‘ abgetrennt und der Stamm ‚Glob‘ dann an die verschiedenen Fälle und Anzahlen angepasst.

Damit wird „Globus“ im (Nominativ-)Plural zu „Globi“.
Diese Plural-Form ist im Deutschen allerdings nicht mehr bekannt und wird auch nicht verwendet.

Mehrzahl Bonus: Wie ist der korrekte Plural Boni oder Bonusse? Bedeutung


Oft stellt sich die Frage, was die Mehrzahl von „Bonus“ ist. Eine eindeutige Antwort auf diese Frage gibt es nicht, denn beide Pluralformen „Boni“ und „Bonusse“ sind möglich. Doch warum ist das so? Dafür muss die Wortherkunft von „Bonus“ angeschaut werden, um die Pluralbildung zu verstehen! (Genau das passiert in diesem Artikel.)

Plural von Bonus: Boni oder Bonusse!

„Bonus“ ist nach den Regeln der Grammatik ein Substantiv aus dem Lateinischen, welches auf -us endet, also männlich ist. Der Genitiv des Wortes würde in diesem Fall „des Bonusses“ lauten, wobei die „ses“ Endung meistens stumm verwendet wird, sodass „des Bonus“ die gebräuchliche Variante darstellt. Nach dieser Regel kann auf die typische -e-Endung bei männlichen Substantiven geschlossen werden. Aus grammatikalischen Gründen würde im Fall von „Bonus“ noch ein „s“ hinzugefügt werden, sodass der Plural „Bonusse“ lauten würde. Im deutschen Duden wird ebenfalls der Plural aus der Genitiv – Form abgeleitet, es wird aber auch „Boni“ als möglicher Plural aufgeführt.

Für die Bildung des Plural gibt es im menschlichen Gehirn zwei bestimmte Bereiche für die Sprachbildung. Der eine Bereich ist das Sprachzentrum. Aus den erlernten und normalerweise angewandten grammatischen Regeln der deutschen Sprache wird der Plural des Wortes „Bonus“ gebildet und lautet daher „Bonusse“. Das Gehirn weiß allerdings nicht, außer man hat Latein explizit gelernt, wie die lateinische Grammatik funktioniert und würde daher von sich aus nicht auf die Bildung des Wortes „Boni“ kommen. Die andere Bildung eines Pluralwortes erfolgt im menschlichen Verstand. Für den einen oder anderen klingt „Boni“ intuitiv besser oder das Wort wurde im Alltag bereits mehrfach aufgeschnappt und hat sich somit im Gehirn verankert. Man nennt das Bildung aus Unkenntnis oder aus Erfahrung. Bei der gegenteiligen Bildung aus Kenntnis ist man sich bewusst oder meint besser gesagt sich bewusst zu sein, dass das Wort aus dem Lateinischen stammt, wodurch die gelernten grammatikalischen Regeln in dieser Sprache angewandt werden und dadurch im Kopf das Wort „Boni“ entsteht. Allerdings würden diese Regeln tatsächlich nur gelten, wenn das Wort direkt aus dem Lateinischen zitiert wird.

Wortherkunft: Wo kommt „Bonus“ her?

Es ist wichtig, die Herkunft des Wortes zu klären, um anschließend die richtige Mehrheitsform von „Bonus“ bilden zu können. Fälschlicherweise geht man von einer eindeutigen lateinischen Herkunft aus. Im Lateinischen gibt es allerdings das Substantiv „Bonus“ gar nicht. Man könnte den Begriff maximal aus dem lateinischen Adjektiv „bonum“ ableiten. Hier wäre allerdings die Pluralform „bona“.

Was ist also der richtige Plural von „Bonus“? Boni oder Bonusse?

In der Regel benutzen viele Menschen die Mehrheitsform „Boni“, da es im Allgemeinen gebildeter klingt und eben von der lateinischen Herkunft des Wortes ausgegangen wird. Für andere klingt es einfach aus semantischer Sicht besser. Die im Endeffekt „richtige“ Bildung des Plurals hängt am ehesten von den persönlichen Präferenzen ab. Im Duden werden beide Formen als korrekt angegeben, aber die grammatikalisch eigentlich korrekte Form lautet tatsächlich „Bonusse“. Beide Varianten werden im Sprachgebrauch verwendet und im Allgemeinen hat es sich vor allen in der Konversation in gehobeneren kreisen eingebürgert, das Wort „Boni“ zu verwenden.

Mehrzahl Pizza: Wie ist der korrekte Plural Pizzen, Pizzas, Pizze? Bedeutung


Die Pizza ist ein Wunderwerk: Durch variierende Beläge und verschiedene Maße passt sie sich den unterschiedlichsten Vorlieben an. Normal bemessen reicht sie aus, um eine Person satt zu machen. Doch was, wenn der Hunger größer ist, verschiedene Sorten gewünscht sind oder Freunde mitessen? Bestellst du dann jede Pizza einzeln oder fasst du eure Wünsche zu mehreren Pizzen oder Pizzas zusammen? Und wie lautet die korrekte Order in diesem Fall?

Machen wir es kurz: Es gibt zwei Pluralformen vom Wort „Pizza“. „Pizzen“ und „Pizzas“ sind möglich (und erlaubt). Doch warum ist das so?

Plural Pizza: Pizzas und Pizzen sind die korrekte Mehrzahl

Es ist gar nicht so einfach, mehr als eine Pizza korrekt zu bestellen. Selbst der Duden kann sich nicht entscheiden und schlägt kurzerhand zwei gültige Pluralformen vor: Pizzas und Pizzen. Doch hieb- und stichfest ist das nicht, denn beide Varianten sind eingedeutscht.

Nachdem sich das italienische Gericht hierzulande etabliert hatte und der Bedarf wuchs, war EINE Pizza schnell zu wenig. Um mehr der runden Leckerbissen ordern zu können, machte sich eine Pluralform erforderlich. Zu diesem Zweck ereilte die Pizza das gleiche Schicksal wie viele andere Fremdwörter: Weil sie auf einen Vokal endet, bekam sie in der Mehrzahl ein S angehängt – so dass es nun möglich war, zwei oder mehr Pizzas zu bestellen. (Denn der Plural wird in der deutschen Sprachen häufig mit einem angehängten „-s“ oder „-e“ gebildet. Siehe: Autos, Bäume, Stifte, Säfte,…)

Mehrzahl Pizza: Wie aus Pizzas Pizzen wurde

Leider wirkte das etwa unprofessionell. Als Speise aus fernen Landen hatte die Pizza besseres verdient als einen schnöden Zischlaut. Doch je alltäglicher sie wurde, desto mehr passte sie sich dem hiesigen Sprachgebrauch an. Da viele Mehrzahlformen im Deutschen auf -en enden, wurde auch die Pizza entsprechend vervielfacht: Die einst so beliebten Pizzas wandelten sich zu Pizzen.

Tatsächlich klingt diese Pluralform um einiges eleganter. Hundertprozentig korrekt ist sie jedoch nicht. Davon ausgehend, dass die Pizza aus Italien stammt, müsste die dort übliche Mehrzahl-Regel zur Pluralbildung angewendet werden. Sie unterscheidet zwischen femininen und maskulinen Wörtern, die an der Endung -a oder -o zu erkennen sind und im Plural auf -e oder -i enden. Damit wird aus dem weiblichen Begriff „Pizza“ eine Vielzahl unterschiedlich belegter „Pizze“. (Siehe auch: Wie ist der Singular von „Spaghetti“?)

Das allerdings sagt kein Mensch. Wer mehr als eine Pizza ordern möchte und dabei korrekt sein will, müsste auch italienische Zahlwörter verwenden. Also statt „zwei Pizze“ „due pizze“ bestellen – und den Espresso zur Verdauung gleich dazu.

Wortherkunft: Wo kommt „Pizza“ her?

Näherst du dich dem Problem von der anderen Seite, wird es noch schwieriger. Die Herkunft und Bedeutung des Wortes „Pizza“ sind nämlich vollkommen unklar. Woher es stammt und was es benennt, haben Sprachforscher noch immer nicht genau entschlüsselt. Der Begriff könnte langobardischen oder neapolitanischen Ursprungs sein; ebensogut aber auch im Arabischen, Griechischen oder Lateinischen beheimatet sein.

In jeder genannten Sprache bezeichnet er etwas anderes; weist jedoch stets einen gewissen Zusammenhang zur heute bekannten Pizza auf. Ob Bissen, Fladen, backen oder zupfen: Alle Übersetzungen verweisen auf das Aussehen, die Zubereitung oder den Verzehr der Speise. Eine Regel zur Pluralbildung lässt sich daraus jedoch nicht ableiten.

Korrekter Plural für Pizza: Pizzen und Pizzas

Wie wäre es daher mit der diplomatischsten Lösung? Du gibst bei einer Bestellung die gewünschte Menge an und nennst dann die Bezeichnung, die auf der Speisekarte oder dem Service-Flyer steht: „Zweimal Pizza Margherita/Classico/Originale“.

Gänzlich falsch wäre es, mehrere Ausgaben des modernen Küchenklassikers als „Pizzi“ zu ordern. Dieses Wort bezeichnet im Italienischen ein feines Gewirk, das hierzulande als Spitze bekannt ist.

Und natürlich sind Pizzas oder Pizzen erst recht keine Mafiatorten. Diese despektierliche Bezeichnung stammt aus der Generation Deines Ur-Ur-Großvaters und ist heute allenfalls noch im Jugend-Slang gebräuchlich – keinesfalls aber im Restaurant oder am Telefon!

Mehrzahl Atlas: Wie ist der korrekte Plural Atlanten, Atlasse? Bedeutung


Manche Worte werden häufig gebraucht und sind in ihrer Bedeutung den meisten Menschen vertraut, doch bei der Pluralbildung gerät man schnell ins Stocken. Ein solches Wort ist „Atlas“. Oft verwendet werden die zwei Pluralformen „Atlasse“ und „Atlanten“. Da drängt sich die Frage auf, welche ist korrekt? Die Antwort: Beide! Denn die Geschichte hinter dem Wort „Atlas“ verrät, dass „Atlas“ kein normales Wort ist.

Plural „Atlas“: Griechische Ursprünge

„Atlas“ ein Name ist und hat damit eigentlich keine Mehrzahl. So wenig, wie man „Ulriche“ oder „Klause“ als Pluralformen bildet, wenn von mehreren Personen desselben Namens gesprochen wird, so wenig hat der griechische Name Atlas im Griechischen eine Mehrzahl. Man kann aber im Griechischen natürlich auch Atlas wie jedes andere Wort durchdeklinieren.

Allerdings ist Atlas (griechisch “ Ἄτλας“) tatsächlich ein sprechender Name, das heißt, er trägt seine etymologische Erklärung schon in sich. Der Name leitet sich her vom Wortstamm „τλα“ (τ(α)λάω) oder „τλῆναι“ (tlḗnai), das auf deutsch „tragen“ oder „erdulden“ heißt. Im Lateinischen entstand daraus „tolere“, wovon im Deutschen das Fremdwort „Toleranz“ abgeleitet wird. Atlas ist also jemand, der trägt und erduldet.

Mehrzahl und Plural von Atlas: Atlanten oder Atlasse?

Im Deutschen werden Fremdworte, die in die Sprache integriert, also eingedeutscht sind, anders behandelt als deutsche Worte, wenn es um die Pluralbildung geht. Dass es im Deutschen zwei Mehrzahlformen gibt, hat damit zu tun, dass das Wort Atlas im Griechischen je nach altgriechischem Dialekt beispielsweise in folgenden Formen dekliniert wird: „Atlas“ (Nominativ), „Atlanton“ oder „Atlantos“ (Genitiv), „Atlanti“ (Dativ), „Atlanta“ oder „Atlantas“ (Akkusativ) und „Atlan“ oder „Atlantes“ (Vokativ). Die Mehrzahlbildung „Atlasse“ entspricht also einer einfachen Bildung der Mehrzahl durch ein angehängtes „e“, während die Mehrzahlbildung „Atlanten“ eigentlich eine eingedeutschte Form des griechischen Plurals ist.

Plural Altas: Ist Atlanten oder Atlasse korrekt? Mehrzahl

Jeder dürfte irgendwann damit konfrontiert werden, hat man doch meistens einen Schüleratlas, den man für Fächer wie Erdkunde oder Geografie brauchte. Zu Anfang der Stunde erfolgt die Bitte, die Atlanten aufzuschlagen. Oder die Atlasse aufzuschlagen. Beides ist richtig. Denn das Buch, das auch als geografisches Kartenwerk bezeichnet wird, versammelt neben Text eine Vielzahl von Landkarten der Erde, Tabellen und Diagrammen. Mittlerweile gibt es Atlanten natürlich auch als App.

Einen Atlas gibt es in eigenen Ausgaben für die Schule, für die Wissenschaft, für spezielle Themen. Ein historischer Atlas beispielsweise enthält ältere Karten oder verzeichnet Territorien, die es früher einmal gab. Selbst einen Himmelsatlas gibt es. Dies ist ein Werk, das die Karten des Himmels enthält, denn auch der Himmel ist wissenschaftlich erforscht und kartografiert. Oder einen anatomischen Atlas. Das ist eine Ansammlung von Bildtafeln, hier zum Thema der menschlichen Anatomie.

Wortherkunft: Wo „Atlas“ herkommt

Nach der griechischen Mythologie gab es früher Titanen. Das waren Götter, die wie Menschen aussahen. „Atlas“ ist der griechische Name eines dieser Titanen. Von seinem Vater Zeus erhielt er die Aufgabe, dafür zu sorgen, dass Erde und Himmel – auf Griechisch „Gaia“ und „Uranós“ – für immer getrennt blieben. Deswegen wird Atlas als ein muskulöser Gigant dargestellt, der die Weltkugel schultert.

Gleicher Wortstamm, viele Bedeutungen: Atlas und Atlantik

Nach Homer (Odyssee) kennt Atlas die Tiefen des Meeres und trägt die Säulen, die Himmel und Erde für immer trennen. Von diesem Gott Atlas stammt übrigens auch das Wort „Atlantik“ ab. Ein ähnliches Wort, das dieselbe etymologische Herleitung hat, ist das Wort „Atlant“. Darunter versteht man ein Bauelement an einem Gebäude, meist ein Gebälkträger: Eine muskulöse Männerfigur „trägt“ scheinbar Teile des Gebäudes. Oft befindet sich der Atlant vor einer Säule oder einem Pfeiler. Das Wort „Atlant“ in diesem Kontext bildet nur einen Plural: „Atlanten“.

Wahrscheinlich vor dem Hintergrund dieser tragenden Figur wird in der Humanmedizin der Halswirbel, der den Kopf trägt, ebenfalls als „Atlas“ bezeichnet. Der Atlas in der Medizin hat laut Duden keinen Plural. Auch mit dem Bezug auf den Atlas der griechischen Mythologie dürfte die Bezeichnung für das nordafrikanische Gebirge entstanden sein, das auch „Atlas“ heißt. Ging man doch früher davon aus, dass die hohen Berge den Himmel tragen, deswegen wurde das Atlasgebirge auch als die „Säulen des Himmels“ bezeichnet.

Als „Atlas“ wird aber auch ein textiler Stoff bezeichnet, ein Seidengewebe mit schimmernder, glatter Oberfläche. Man spricht von Atlasseide oder Seide in Atlasbindung, die zudem Satin genannt wird. Mit dieser Bedeutung stammt das Wort aus dem Arabischen und heißt „kahl, glatt“, die Mehrzahl lautet dann nur „Atlasse“. Durch die Webform erscheinen auf der Oberfläche überwiegend parallele Schussfäden, die bei einem bestimmten Lichteinfall einen besonderen Glanz hervorrufen.

Mehrzahl Fokus: Wie ist der korrekte Plural Foki, Foken oder Fokusse? Bedeutung


Das Wort „Fokus“ ist ein gutes Beispiel dafür, dass die Bildung des korrekten Plurals im Deutschen eine knifflige Angelegenheit sein kann. Wie ist die korrekte Mehrzahl von „Fokus“? Foki, Foken oder Fokusse?

Nicht nur Menschen, die Deutsch als Fremdsprache lernen, haben damit öfter Probleme. Auch Muttersprachler, die mit der deutschen Sprache aufwuchsen, stehen bei manchen Worten wie „Fokus“ vor dem Problem: Wie bilde ich den richtigen Plural?

Wortherkunft: Was bedeutet das Wort „Fokus“ und woher stammt es?

Das Wort „Fokus“ stammt aus dem Lateinischen und hat in der deutschen Sprache verschiedene Bedeutungen.

Zum einen kann es den Brennpunkt einer Linse beschreiben. Das ist der Punkt, in dem sich die einfallenden Strahlen bündeln. Du kennst das von einer Lupe, durch die Licht fällt: Im Brennpunkt treffen sich die Sonnenstrahlen und es wird heiß.

Eine weitere Bedeutung kennen wir in der Fotografie. Hier wird der „Fokus“ der Kamera auf einen bestimmten Punkt gerichtet, um ausgewählte Bereiche schärfer oder auch unschärfer zu stellen.

Die häufigste Bedeutung von „Fokus“ ist Zentrum, Mittelpunkt oder Schwerpunkt. Du kannst deinen „Fokus“ auf etwas legen, um es besonders hervorzuheben oder zu verfolgen. Eine andere Umschreibung für „Fokus“ (Synonym) ist auch „Mittelpunkt des Interesses“.

Welche Pluralformen sind denkbar? Mehrzahl Fokus

Es existieren verschiedene Wörter im Deutschen, die wie „Fokus“ auf -us enden. Beispiele und ihre Mehrzahl:

  • der Bonus – die Boni und die Bonusse
  • der Modus – die Modi
  • der Zyklus – die Zyklen
  • der Virus – die Viren
  • der Zirkus – die Zirkusse
  • der Diskus – die Disken und die Diskusse

Siehe auch:

Während im Plural alle Substantive die weibliche Form erhalten (die), existieren unterschiedliche Endungen. Es sind also verschiedene Varianten der Mehrzahl von „Fokus“ denkbar: Fokusse, Foki oder Foken… aber welche Variante ist korrekt?

Bildung der Mehrzahl „Fokus“ wie im Lateinischen?

Da „Fokus“ ursprünglich aus dem Lateinischen stammt („focus“) liegt die Vermutung nahe, dass der Plural genau wie im Lateinischen gebildet wird. Wörter, die auf -us enden, sind dort in der Regel männlich und ihr Plural endet mit -i.

Beispiel amicus:

  • amicus – amici
  • der Freund – die Freunde

Diese Mehrzahl ist für „Fokus“ falsch, denn obwohl auch im Deutschen „Fokus“ männlich ist, ist der korrekte Plural „die Fokusse“. Doch warum ist das so?

Grundlagen der Bildung des Plural im Deutschen

Im Deutschen existieren viele Ausnahmen in der Bildung der Mehrzahl. Wir können aber einige grundlegende Regeln der Pluralbildung anwenden.
So erhalten die meisten maskulinen und neutralen Substantive bei der Bildung der Mehrzahl ein -e angehängt:

  • der Beruf – die Berufe
  • der Bus – die Busse
  • der Stift – die Stifte
  • das Telefon – die Telefone
  • das Heft – die Hefte
  • das Regal – die Regale

Der richtige Plural von „Fokus“ ist „Fokusse“

Obwohl „Fokus“ aus dem Lateinischen stammt, ist die lateinische Variante der Pluralbildung „Foki“ falsch. Die richtige Form der Mehrzahl in der deutschen Sprache lautet „die Fokusse“ und richtet sich somit nach einer der generellen deutschen Regeln zur Bildung des Plurals von männlichen Substantiven.

Mehrzahl Taxi: Was ist der korrekte Plural Taxen, Taxis oder Taxi? Bedeutung erklärt


Der Plural von Taxi ist „Taxis“. Es handelt sich um ein aus dem Englischen und Französischen übernommenes Fremdwort. In diesen Sprachen ist es üblich, der Mehrzahl ein „s“ angefügt wird. Warum ist das so? Was ist mit anderen Pluralmöglichkeiten wie Taxi oder Taxen?

Beispiele:

  • Das Taxi ist ein Auto zur individuellen Personenbeförderung gegen Bezahlung.

Viele Taxis warten warten am Taxistand vor dem Bahnhof auf Fahrgäste aus aller Welt.

Wer den Plural von Taxi vermeiden möchte, kann auch von einem Leihauto oder einem Beförderungsmittel sprechen.

Plural Taxi: Taxis sind nicht Taxen

Während unter „Taxis“ die Mehrzahl von Fahrzeugen zum individualisierten Personentransport gemeint ist, bildet „Taxen“ den Plural vom Wort „Taxe“. „Taxe“ hat die gleiche Wortherkunft wie „Taxi“. Unter einer Taxe versteht man jedoch vielmehr eine Gebühr, etwa in Form einer amtlich festgesetzten Abgabe ohne direkte Gegenleistung.

Beispiel:

  • Die hohe Taxe hält Urlauber nicht davon ab, das einzigartige Naturschauspiel der Alpen zu genießen.
  • Die Höhe der Taxen unterscheidet sich von Region zu Region deutlich.

    Korrekter Plural von Taxi: Taxis – Taxi und Taxen sind falsch

    Sowohl „Taxi“ als auch „Taxe“ gehen auf das lateinische „taxa“ zurück, das eine Gebühr bezeichnet. Während sich aber „Taxe“ direkt aus dem Lateinischen herleitet, stammt das Wort „Taxi“ aus dem Englischen und Französischen. Es stellt die Kurzform des ursprünglich gemeinten „taximètre“, ein automatischer Gebührenrechner für die zurückgelegte Beförderungsstrecke dar. Da es sich demnach um ein englisches bzw. französisches Fremdwort handelt, das im frühen 20. Jahrhundert den Weg in die deutsche Spache fand, wurde die für die Fremdsprachen typische Bildung der Mehrzahl durch das Anhängen des üblichen Plural-„s“ konsequenterweise übernommen.

Taxis und Droschken

Auch hier stellt sich eine weitere Frage: Warum fand damals ein Fremdwort Eingang in den deutschen Sprachgebrauch und weshalb wurde nicht ein deutsches Äquivalent gefunden? Ende des 19. Jahrhunderts hatte sich das Wort „Droschke“, das zunächst lediglich auf ein von Pferden gezogenes Transportmittel beschränkte, auch für die ersten motorisierten Fahrzeuge etabliert. Erst durch den Einbau eines Taxameters (oder eben: „taximètre) im Jahr 1897 wurde daraus zunächst die Taxameter-Droschke. Schließlich blieb als Bezeichnung die Kurzform „Taxi“ als deutlich einfacherer, kürzerer und weniger umständlicherer Name bestehen.

Bis heute entspricht das Ende des 19. Jahrhunderts entwickelte Taxameter dem Stand der Technik, wenn auch stetig verbessert, weiterentwickelt und zwischenzeitlich auch digitalisiert. Dennoch hat sich das Prinzip und die Funktionsweise über die Jahrzehnte nicht verändert, sodass das Taxi auch heute noch treffend als solches bezeichnet werden kann.

Mehrzahl Komma: Was ist der korrekte Plural Kommas oder Kommata? Bedeutung, Wortherkunft


Für das Wort „Komma“ gibt es laut Duden offiziell zwei zulässige Pluralformen: „Kommas“ und „Kommata“. Aber warum, gibt es zwei Pluralformen?

Korrekte Mehrzahl vom Wort „Komma“: Kommas und Kommata

Beim Wort „Komma“ passiert, was oft in der deutschen Sprache passiert: Zwei Grammatiken vermischen sich. Beim Plural „Kommas“ wurde die deutsche Pluralbildung angewendet. Beim Plural „Kommata“ wurde die altgriechische Pluralbildung angewendet.

Kommata = griechische Pluralbildung
Kommas = deutsche Pluralbildung

Für deutsche Muttersprachler ist es normal, dass die Mehrzahl mit einem angehängten „-s“ oder „-e“ gebildet wird. Daher wird aus „Komma“ auch „die Kommas“. Jedoch wirkt die griechische Herkunft des Wortes „Komma“ noch mit, so dass einige auch die griechische Pluralbildung „Kommata“ nutzen. Beide Varianten sind zulässig und erlaubt. (Und eine Frage muss noch gestellt, aber nicht beantwortet werden: Warum sollte griechische Grammatik in der deutschen Sprache für das eingewanderte griechische Wort „Komma“ gelten?)

Hier zeigt sich eine Besonderheit von Sprache. Sie mag logisch erscheinen, sie ist aber nicht logisch. Sprache ist stets eine Vereinbarung unter Menschen. Diese Vereinbarungen können an manchen Stellen logisch sein und an anderen Stellen wirr und widersprüchlich. So ist Sprache eben. Ein Beispiel gefälligst? Mit einem Kehrer kehrt man. Mit einem Besen „best“ man? Nein, man fegt mit einem Besen.

Auch entwickelt Sprache sich stets weiter. Worte wandern ein, Worte sterben aus und Worte entwickeln sich weiter.

Siehe auch:

Wortherkunft: Wo kommt das Wort „Komma“ her?

Dem altgriechischen Ursprung des Wortes entspricht der Plural „Kommata“. Allerdings ist diese Form nur noch fachsprachlich gebräuchlich, während sich in der Alltagssprache die deutsche Mehrzahlendung -s eingebürgert hat. Nachschlagewerke führen „Kommata“ deshalb nachrangig, es gilt als veraltet oder bildungssprachlich.

„Komma“ bezeichnet im Altgriechischen einen Abschnitt oder ein Gepräge. Tatsächlich nutzten die Griechen das Komma bereits in ihrer Rhetorik zum Strukturieren. Ab dem 15. Jahrhundert fand der Begriff Eingang ins Neulateinische und somit in die wissenschaftliche Sprache. Allerdings ist der Urheber dieser Entlehnung nicht die akademische Gemeinschaft, sondern der frühe Buchdruck: Mit dem Satzzeichen konnte der Drucker die Texte so gliedern, dass sie gut lesbar waren. Auf diese Zeit geht auch die bis heute übliche Form des gedruckten Kommas zurück. Inhaltlich hält sich das neulateinische Comma sehr nahe an das altgriechische Komma, es bezeichnet einen Abschnitt oder eine Zäsur.

Verwendet wird das Zeichen überall dort, wo eine sinnhafte Trennung mehrerer Abschnitte markiert werden soll. Unter anderem gibt es das Komma in der Musik, in der Diplomatie, in der Dichtkunst, in der Mathematik und in den Sprachwissenschaften. Gemeinsam ist allen Kommas, dass sie zum Innehalten auffordern und den Leser oder Hörer auf einen Wechsel (Rhythmus, Geschwindigkeit, inhaltliche Ausrichtung oder Gewichtung) hinweisen.

Geschichte „Komma“: Plural und Mehrzahl Kommas oder Kommata

Viele nord-, mittel- und westeuropäische Sprachen haben den Begriff übernommen und in ihre jeweilige Grammatik eingefügt, so wie es im Deutschen geschehen ist. Jedoch gilt das nicht für alle: Einige Mittelmeeranrainer bevorzugen die ältere lateinische Bezeichnung „virgula“. In Frankreich entstand daraus „virgule“, die Italiener sprechen von der „virgola“ und die Türken von „virgül“. Die portugiesische Sprache hat die lateinische Form beibehalten, kennt aber als veralteten Begriff „coma“. Die Virgula ist ein Stäbchen oder ein dünner Zweig. Das Wort beschreibt also die Form des Zeichens, während „Komma“ sich auf dessen Zweck oder Sinn bezieht.

Eine sprachhistorische Besonderheit gilt für das Komma in der deutschen Grammatik: Im 17. Jahrhundert wurde das neulateinische „Komma“ zum deutschen „Beistrich“. Zu verdanken ist diese Verdeutschung dem Barockdichter Philipp von Zesen, der zahlreiche Fremdwörter ins Deutsche übertrug. Nicht alle seine Vorschläge haben die Jahrhunderte überdauert, aber viele von ihnen nutzen wir ganz selbstverständlich. „Beistrich“ darf als erfolgreich gelten, denn in Österreich ist die Bezeichnung geläufig. In der deutschsprachigen Schweiz und in Deutschland findet sie sich zwar in Nachschlagewerken, sie konnte sich in der lebendigen Sprache aber nicht endgültig durchsetzen. Spätestens seit „Komma“ den Regeln deutscher Grammatik folgt, ist „Beistrich“ hierzulande obsolet.

Ist Spaghettis die Mehrzahl von Spaghetti? Ist Spaghetto der Singular (Einzahl)? Wie ist der italienische Plural? Bedeutung


Jeder kennt Spaghetti Bolognese. Viele lieben das italienische Nudelgericht und viele lieben die langen italienische Nudeln mit dem Namen „Spaghetti“. Doch wie ist eigentlich der Plural von „Spaghetti“? Ist es „Spaghettis“? Das erfährst du in diesem Beitag und du erfährst auch, was „Spaghetto“ mit den Spaghetti zu tun hat.

Einzahl wie Mehrzahl; Singular wie Plural: Es gibt nur „Die Spaghetti“

Machen wir es kurz: Die Einzahl (Singular) und Mehrzahl (Plural) von Spaghetti ist in der deutschen Sprache gleich. Der Singular ist „Die Spaghetti“ und der Plural ist „Die Spaghetti“. Ein „s“ an Spaghetti dran zuhängen, um den Ausruck „Die Spaghettis“ als Plural-Variante zu formen, wird in der Umgangssprache gemacht, ist aber kein offizieller Plural.

Denn „Spaghetti“ ist schon der Plural. Der Singular ist „Spaghetto“. Eigentlich braucht es auch vom Wort „Spaghetti“ keine Einzahl. Denn niemand isst einfach nur eine Spaghetti. Es werden immer viele dieser Nudeln auf einmal gegessen.

Was laut neuer Rechtschreibung erlaubt ist, ist das Weglassen des „h“. So wird aus „Spaghetti“ die „Spagetti“.

Übrigens: Mehr über den Plural von Espresso erfährst du hier. Heißt er Espressi oder Espressos?

Spaghetto: Woher kommt das Wort „Spaghetti“? Wortherkunft, Bedeutung

Die Wort-Geschichte und Herkunft vom Wort „Spaghetti“ verrät mehr über das Wort.

Das Wort „Spaghetti“ stammt aus dem italienischen und geht auf das Wort „Spaghetto“ zurück. „Spaghetto“ ist die Verkleinerungsform vom italienischen Wort „Spago“. „Spago“ bedeutet auf deutsch „Schnur“ oder „Bindfaden“. (Das italienische Wort „Spago“ leitet sich selbst vom lateinischen „Spacus“ ab. Auch „Spacus“ bedeutet Bindfaden oder Schnur.)

Spaghetti: Italienischer Singular ist „Spaghetto“

Das Wort „Spaghetto“ als Verniedlichungsform bedeutet als „Schnürchen“ oder „Bindfädchen“. Wer an die Spaghetti-Nudeln denkt, wird sich erinnern, dass diese wie lange Faden aussehen.

„Spaghetto“ ist aber die Einzahl. Ein „Spaghetto“ ist nur eine Nudel. Die italienische Mehrzahl  bzw. der italienische Plural ist nun „Spaghetti“.

In der deutschen Sprache hat sich der Begriff „Spaghetti“ durchgesetzt. „Die Spaghetti“ ist der Ausdruck für den Singular und für den Plural. Das „Spaghetto“ eigentlich im Sinne des italienischen Singulars korrekt wäre, hat sich in der deutschen Sprache nicht durchgesetzt. (Hier zeigt sich eine Eigenheit von Sprache: Es setzt sich durch, was gesprochen und gebraucht wird, nicht was logisch oder grammatikalisch-richtig ist!)

In Deutschland werden die langen Nudeln auch nur in der Mehrzahl serviert. Daher ist es nicht verwunderlich, dass der Singular so wenig verbreitet ist. Er wird eben im Alltag nicht angewendet, sei es sprachlich oder als Nudel. (Niemand isst nur eine (1) Nudel!)

Übrigens: Perfekte Nudeln bekommst du hin, wenn du für jeden verwendeten Liter Wasser einen Esslöffel Salz in das Nudel-Kochwasser gibst. Probier es aus. Öl brauchst du nicht in das Wasser zugeben!

Was „La Dolce Vita“ auf deutsch heißt, erfährst du hier.

Weitere Bedeutung von Spaghetti

Der Wort „Spaghetti“ wird in der deutschen Umgangssprache auch teils als abwertende Bezeichnung für Italiener gebraucht. Mit „Spaghetti“ wird auf Essgewohnten angespielt. Siehe auch: Deutsche Kartoffel, Alman und Kanaken.

Mehrzahl Kaktus: Was ist der korrekte Plural Kakteen oder Kaktusse? Bedeutung, Wortherkunft


Für das Wort „Kaktus“ gibt es zwei gebräuchliche Pluralformen: Kakteen und Kaktusse. Wie es dazu kam, erklären wir in diesem Beitrag. Doch die eigentliche Frage lautet: Warum gibt es die zwei Begriffe „Kaktus“ und „Kaktee“, obwohl sie das gleiche meinen?

Wortherkunft: Woher kommt das Wort „Kaktus“?

Das Wort „Kaktus“ hat eine lange Reise hinter sich. Im altgriechischen existiert es als „káktos“ und wird im lateinischen als „cactus“ übernommen. Ab dem 18./19. Jahrhundert gelangt der Ausdruck „Cactus“ als „Kaktus“ auch in deutschsprachige Gebiete.

Wortherkunft: Woher kommt das Wort „Kaktee“?

Die Kakteengewächse sind eine Familie in der Ordnung der Nelkenartigen und tragen den lateinischen Namen „Cactaceae“. Aus dem Wort  „Cacteae“ leitete sich im 19. Jahrhundert das deutsche Wort „Kaktee“ ab, woraus sich der Plural „Kakteen“ bildete. („Cacteae“ sind ein Tribus und gehören zur Familie der Cactaceae.)

Kaktus und Kaktee: Kaktusse oder Kakteen? Was denn nun?

Der Ausdruck „Kaktus“ bezeichnete im altgriechischen nur bestimmte Arten der Kakteengewächse – nicht alle und nicht allgemein jene Pflanzen mit den Dornen! Der Oberbegriff für alle Kakteengewächse ist „Cactaceae“. Genauer gesagt und zusammengefasst: Ein Kaktus ist ein Mitglied der Familie der Kakteengewächse (lateinisch: Cactaceae).

Bei den Worten „Kaktus“ und „Kaktee“ fand eine Ungenauigkeit in der deutschen Sprache statt, die dazu führte, dass beide Ausdrücke – „Kaktus“ und „Kaktee“ – gleichbedeutend in der Umgangssprache und Wissenschaftssprache (Biologie) verwendet werden. In der Wissenschaftssprache wird dagegen genauer unterscheiden.

Der Pluralform „Kaktusse“ bildete sich in neuerer Zeit. Sie ist die deutsche Pluralform von „Kaktus“. Sie ist vergleichbar mit „Krokus“ und „Krokusse“.

Übrigens: Wer Google Trends befragt, bekommt eine eindeutige Antwort: „Kakteen“ wird viel häufiger gesucht als „Kaktusse“.

Kaktus im englischen Plural: Cacti oder Cactuses?

Bei den Worten „Cacti“ und „Cactuses“ zeigen sich Eigenheiten der Sprache. „Cacti“ ist nach lateinischer Grammatik der korrekte Plural des lateinischen Wortes „cactus“. Da in der englische Sprache jedoch englische Grammatik gilt, bildete sich die zweite Pluralform „Cactuses“. Beide Pluralformen sind möglich, da das Wort „cactus“ eben aus der lateinischen Sprache stammt.

Insbesondere zeigt sich an den Worten auch ihre Wissenschaftlichkeit. Denn während „Cacti“ für den Einfluss der lateinischen Sprache auf die Benennung in der Botanik steht, steht „Cactuses“ mehr für die Umgangssprache, welche Ungenauigkeiten gern ignoriert.

Mehrzahl Lauch: Was ist der korrekte Plural Lauchs, Lauche oder Läusche? Bedeutung, Wortherkunft


Nach dem das Wort „Lauch“ als Bezeichnung für einen schwachen Typen in der Jugendsprache sehr bekannt wurde, stellte sich natürlich die Frage, wie die Mehrzahl lautet: Lauche, Lauchs, Läuscher oder Läusche? Wer eine Gruppe von mehreren Lauchen sieht, sagt „Die Lauche“ (mit „e“ am Ende).

„Die Lauche“ ist laut Duden der offizielle und gebräuchliche Plural des Singulars „Lauch“. Eine weniger gebräuchliche Plural-Form ist „Lauchs“. Die falsche Pluralform ist „Läusche“.

Wer einen Trick anwenden möchte, spricht vom „Lauchgemüse“ oder von den „Lauchstangen“.

Wie kommt es zu diesen Sprachverwirrungen beim Wort „Lauch“?

Wortherkunft und Verbreitung: Woher kommt das Wort „Lauch“?

Das heutige Wort „Lauch“ leitet sich vom mittelhocheutschen „louch“ ab. Über die Zeit wurde es zu „Lauch“.

Auch bei Google Trends zeigt sich, dass „Lauche“ am meisten gesucht wird, weit abgeschlagen folgt auf Platz 2 „Lauchs“ und der Ausdruck „Läusche“ erreicht bei Google schon keine signifikanten Suchnachfragen mehr.

Pluralbildung von Lauch: Lauche, Lauchs und Läusche

Die Verwirrung um den Plural von Lauch entsteht, da es hier keine eindeutigen Sprachregeln gibt. Wer von anderen Worte ableitet, kommt eben zu „Lauche“, „Lauchs“ und „Läusche“. Hier zeigt sich, dass Sprache nicht so geordnet und einheitlich ist wie mancher denkt. Eher zeigt sich an „Lauche“, dass gesprochen wird, was sich in der Sprache durchsetzt. Im Moment ist das ebene „Lauche“.

Wer von „Schlauch“ auf „Schläuche“ kommt, schließt auch von „Lauch“ auf „Läusche“. Gleiches gilt auch bei „Laus“ und „Läuse“.

Wer von „Taxi“ auf „Taxis“ kommt, schließt eben von „Lauch“ auf  „Lauchs“. Gleiches gilt auch bei „Oma“ und „Omas“ oder „Foto“ und „Fotos“.

Wer von „Boot“ auf „Boote“ kommt, schließt von „Lauch“ auf „Lauche“.

Sprache ändert sich, Sprache ist teils wirr und widersprüchlich. Das ist nichts schlimmes, sondern führt einfach dazu, dass wir die Regeln für einzelne Wörter manchmal gesondert lernen müssen. (Das beste Beispiel für unlogische Sprache ist: „Mit einem Feger fegt man. Mit einem Besen best man???“)

Mehrzahl Ananas: Ist Ananasse der korrekte Plural? Woher kommt Ananas? Bedeutung, Wortherkunft, Übersetzung erklärt


Der Plural von Ananas ist: „Ananasse“ oder „die Ananas“. Laut Duden sind beide Schreibvarianten möglich und die deutsche Rechtschreibung hat es auch so festgelegt.

Wer auf den Plural von Ananas verzichten will, kann „Zwei Ananas“ statt „Ich kaufe Ananasse“ sagen. Dies ist das gleiche wie bei „Bier“. Niemand bestellt – wenn er/sie grammatikalisch korrekt bestellt – „zwei Biere“, sondern „zwei Bier“. Hierbei entscheidet das Zählwort über die Menge, während der danach folgende Gegenstand einzigartig bliebt.

Übrigens: Deutsche Pluralbildungen wie Ananässe oder Ananässer sind falsch. Sie stellen wohl eher Verballhornungen der Ananas dar.

Wortherkunft: Woher kommt „Ananas“ ?

Der Ausdruck „Ananas“ ist abgeleitet vom Tupi-Indianerwort „naná“. Die Tupi leben in Südamerika. „Naná“ ist der Singular und „Nanás“ ist der Plural. Auf deutsch bedeutet „Naná“: außergewöhnliche Frucht, exzellente Frucht. Teils wird auch der Artikel „a“ verwendet, der dazu führt, dass aus „naná“ „ananá“ wird.

Die Portugiesen entdeckten im 16. Jahrhundert die Ananas, lernten das Wort „ananá“ kennen und nannten die Früchte fortan „ananás“. Auf ihren Rückfahrten nach Europa brachten sie die Früchte und das neue Wort mit. Außerdem nahmen sie Ananas-Pflanzen aus Brasilien mit und brachten diese nach Indien.

Die Ananas ist eine Frucht der neuen Welt, genau wie Kartoffeln oder Tomaten. Erst nach der Entdeckung und Besiedlung Nord- und Südamerikas verbreiteten sich diese Früchte in Europa. Während Kartoffeln und Tomaten einfach in Europa anzupflanzen waren und schnell kultiviert wurden, war das bei der Ananas nicht der Fall. Der anspruchsvollen Ananas war es zu kalt in Europa. Die Ananas wurde deswegen erst im 20. Jahrhundert – nach der Erfindung der Konservierung in Dosen – in Europa breiten Schichten zugänglich.

Warum wird die Ananás im englischen auch „Pineapple“ oder im spanischen „Piná“ genannt?

Kolumbus begegnete der Ananas 1493 auf Guadeloupe und er nannte sie: „piña de Indes“. „Piña de Indes“ bedeutet auf deutsch: „Pinienzapfen der Indianer“. Dies liegt daran, dass die Form der Ananas Kolumbus an die in Europa heimischen Pinien- bzw. Tannenzapfen erinnerte. Als er nach Spanien zurückkehrte, brachte er nicht nur die Frucht mit, sondern auch den neuen Begriff „Piña de Indes“. Dies führte dazu, dass sich der Ausdruck „piña“ in Spanien verbreitete – nicht „Ananas“, wie dies in anderen europäischen Ländern der Fall war.

Außerdem führten die kolonialen Bemühungen der Spanier dazu, dass sie die Ananas auf den Philippinen, auf Hawaii, in Simbabwe und auf Guam verbreiteten.

Anmerkung: Das Getränk „Piña Colada“ ist bestimmt vielen ein Begriff.  „Colada“ heißt „durchsieben“.

Ananas: Wie entstand „Pineapple“?

Der Ausdruck „Pine apple“ war schon vor der Entdeckung der Ananas in England verbeitet. Im 14. und 15. Jahrhundert war „Pineapple“ die Bezeichnung für die Zapfen (und Samen) verschiedener Nadelhölzer, die in England wuchsen. „Pineapple“ setzt sich aus dem lateinischen Wort „pine“ zusammen, was „Saft“ bedeutet und dem Wort „apple“, was Apfel bedeutet.

Als die Engländer die Ananas entdeckten, verwendeten sie die Bezeichnung „Pineapple“, da die Form der Ananas sie an die Zapfen der Nadelshölzer erinnerte. Sie machten sprachlich also fast das gleiche wie Kolumbus.

„Pineapple“ wird auch nur in englisch sprechenden Gebieten gesagt. Außerdem ist der Ausdruck „Pineapple“ in Japan und Korea verbreitet. Der Rest der Welt sagt größtenteils „Ananas“.

Weitere Bezeichnungen für die Ananas

In Brasilien wird die Ananas „abacaxi “ genannt. In China heißt sie: po-lo-mah. Auf Jamaika wird sie „Sweet Pine“ genannt. (Auf deutsch: „Süßer Zapfen“) In Malaysia heißt sie „kaitha chakka“. („Chakka“ ist eine Bezeichnung für die Jackfruit. „Kaitha“ bedeutet so viel wie „lange Blätter“.)

Mehrzahl Datum: Was ist der korrekte Plural Daten, Datums, Data, Datümer? Bedeutung erklärt


Der Plural von Datum ist „Daten“. Der Singular endet mit „um“, wird also zu „Datum“. Der Plural endet mit „en“ und wird zu „Daten“. Warum ist das so? Was ist mit anderen Pluralmöglichkeiten wie Data, Datümer oder Datums?

Beispiel: Der 31. Dezember ist das Datum, an dem Silvster gefeiert wird. An den Daten 25. und 26. Dezember wird Weihnachten gefeiert.
In Geschichte lernen Schüler viele Daten auswendig.

Wer den Plural von Datum vermeiden möchte, kann von Terminen oder Ereignissen reden. Auch kann von „Datumsangaben“ oder „Zeitangaben“ gesprochen werden, damit es eindeutig ist, dass jemand mehrere Termine wissen will.

Daten sind nicht Daten

Verwirrung entsteht, da das Wort „Daten“ zwei Bedeutungen hat. Es bezeichnet zum einen Tages- oder Zeitangaben, sowie Kalenderangaben. In einer anderen Bedeutungen bezeichnet der Ausdruck „Daten“ Fakten und Informationen. So geht es bei „Computer-Daten“ unter anderem auch um die Datenverarbeitung.

In der deutschen Sprache wird der Ausdruck „Daten“ meist mit Bezug auf Informationen, Fakten oder auch Computerdaten verwendet. Wer den Plural von „Datum“ verwenden will, spricht von Terminen oder Datumsangaben. Teils wird auch direkt von „Kalenderdatum“ gesprochen.

Das Wort „datum“ leitet sich vom lateinischen Verb „dare“ ab, was „geben“ bedeutet. Die Substantivierung ist „Das Gegebene“. Mit dem „Datum“ wurde (und wird) auf Schriftstücken gekennzeichnet, wann diese (über-)gegeben wurden.

Korrekter Plural von Datum: Data und Daten – Dati und Datümer sind falsch

Das deutsche Wort „Datum“ stammt vom lateinischen Wort „datum“ ab. Da im lateinischen gern die Mehrzahl mit „i“ am Ende gebildet – wie bei „Der Bonus“, „Die Boni“ – wurde dies auf das Wort „datum“ übertragen und es wurde zu „Dati“. Das ist aber falsch, denn „datum“ ist im lateinischen ein Neutrum und bei diesen Wörtern wird der Plural mit „-a“ am Ende gebildet. Also ist der korrekte lateinische Plural von „Datum“: „Data.“

Bei einer weiteren lateinische Pluralbildung wird aus dem Singular mit „-um“ am Ende der Plural mit „-en“ am Ende. Somit wird aus „Datum“ Daten. Gleiches passiert auch beim Singular „Faktum“ der zu „Fakten“ oder „Fakta“ werden kann. (Auch beim Wort „Studium“ wird der Singular mit „-um“ gebildet und der Plural „Studien“ mit „-en“ am Ende.)

In der deutschen Sprache wurde die Mehrzahl von „Datum“ als „Daten“ festgelegt. „Data“ ist auch korrekt, aber veraltet.

Auch stellt sich hier eine weitere Frage: Warum findet lateinische Grammatik Anwendung in der deutschen Sprache? Nach deutscher Pluralbildung wäre „Datums“ oder „Datümer“ denkbar. Jedoch zeigt Sprache hier, dass sie an vielen Stellen nicht stringent logisch ist: Was sich durchsetzt wird gesprochen bzw. geschrieben. Bei Datum ist das eben „Daten“.

Was bedeutet Datümer?

Datümer ist eine Verballhornung der Mehrzahl vom Wort „Datum“. Hierbei wurde die deutsche Mehrzahlbildung angewendet, wie sie auch bei „Irrtum“ und „Irrtümer“ gebraucht wird. Aus dem Singular mit „-um“ wird der Plural mit „ümer“.

Was bedeutet „Monte“ / „Montiamus“ auf deutsch? Bedeutung, Wortherkunft erklärt


In diesem Beitrag erklären wir Dir die Bedeutung der Worte „Monte“ und „Montiamus“.

Heißt das Kind von Bibi und Julienco „Montiamus“ / „Monte“?

Update: Bibi und Julienco veröffentlichten am 21. Oktober 2018 ein Video auf Bibis YouTube-Kanal „BibisBeautyPalace“ in dem sie Stellung zu den Gerüchten über den Namen ihres Sohnes bezogen. Sie äußerten sich über die vielen abwertenden Kommentare und sagten, dass ihr Kind nicht Monte heißt, sowie dass sie den Namen ihres Sohnes erst einmal geheim halten werden.


Das Kind von Bibis Beauty Palace (Bibi, 25) und Julienco (Julian, 25) soll laut Gerüchten „Montiamus“ und in Kurzform „Monte“ heißen. Sein voller Name wäre damit „Montiamus Claßen“. (Andere Gerüchte besagen, dass das Kind „Severin“ heißen soll.)

Der Sohn kam am 4. Oktober 2018 in einem Kölner Krankenhaus auf die Welt. Die Gerüchte verbreiteten sich, weil wirklich am 4. Oktober ein Kind in einem Krankenhaus in Köln geboren wurde, dass Monte genannt wird.

„Montiamus“ könnte auf deutsch folgende Bedeutung haben:

  • „Ein Haufen Liebe“
  • „Ein Haufen Freude“
  • „Voller Liebe“
  • „Voller Freude“

„Monte“ bedeutet auf deutsch einfach „Berg“, „Haufen“ oder „Menge“. Die Wortendung von Montiamus „amus“ kann mit „Liebe“ oder „Freude“ übersetzt werden. Bei der Kombination aus beiden Ausdrücken müssen wir leider mutmaßen!

Was bedeutet „Monte“ auf deutsch? Bedeutung, Übersetzung, Wortherkunft

„Monte“ ist ein italienisches Substantiv und bedeutet auf deutsch: Berg, Haufen oder Menge. Beispiel: Es gibt den „Monte Rosa“, was „Rosa Berg“. Das südosteuropäische Land „Montenegro“ heißt wortwörtlich auf deutsch: „Schwarzer Berg“ bzw. „Schwarzes Gebirge“.

„Monte Carlo“ ist ein Stadtbezirk von Monaco. „Monte Carlo“ erhielt seinen Namen nach Charles III., welcher ab 1860 auf einem Felsen (ital. „Monte“ = Berg) in Monaco ein Casino errichtete. Der italienische Name von Charles III. ist „Carlo III.“.

„Monte“ ist auch im Spanischen verbreitet. Dort bedeutet „monte“: Berg oder Wald.

„Monte“ ist der Name einer deutschen Molkerei und der Name verschiedener Dessert-, Milch- und Puddingprodukte.

Als „monte“ wird im US-amerikanischen englisch auch ein Kartenspiel bezeichnet. Dieses Kartenspiel verbreiteten spanische Einwanderer.

Was bedeutet „Montiamus“ auf deutsch? Bedeutung und Übersetzung

„Montiamus“ scheint eine Wortneuschöpfung zu sein. „Montiamus“ könnte sich aus den Worte „Mont“ und „amus“ zusammensetzen. Während „Mont“ wie „Monte“ Berg bedeutet, so könnte „amus“ verschiedene Bedeutungen haben:

  • „Amus“ ist eine Form vom Esperanto-Verb „ami“, was „jemanden lieben“ bedeutet.
  • „Amus“ ist verwandt mit dem italienischen „amusia“ und dem englische „amuse, was auf deutsch: „amüsieren“, „ergötzen“, „erheitern“, „sich vergnügen“ bedeutet.
Mehrzahl von Status: Status, Stati, Statusse – Welcher Plural ist korrekt? Bedeutung erklärt


Der korrekte Plural von „der Status“ lautet: „die Status“. Dabei wird das „u“ im Plural lang gesprochen. Es wird wie „Statuus“ bzw. „Statuhs“ gesprochen. Die Aussprache ist vergleichbar mit dem deutschen Wort „Mus“ wie in „Apfelmus“.

Wer auf den Plural von Status verzichten möchte, kann vom „Zustand“ oder „den aktuellen Entwicklungen“ reden.

Wie kommt es zum Plural Status? (nicht Stati oder Statusse)

„Statusse“ ist der Plural wie er in der deutschen Grammatik eigentlich gebildet wird. Jedoch findet dieser wenig bis keine Anwendung beim Wort Status. „Stati“ ist der Plural wie er in der lateinischen Grammatik regulär gebildet wird. Jedoch ist „Stati“ hier die falsche Pluralbildung.

Das lateinische Wort „status“ wurde 1:1 in die deutsche Sprache übernommen. Die Pluralbildung ist unregelmäßig und damit gilt, dass die Mehrzahl im Nominativ mit „-us“ gebildet wird. Die bekannte Pluralbildung der o-Deklination, dass ein Wort, welches im Singular mit „-us“ endet im Plural mit „i“ gebildet wird, gilt nicht. Dies ist z.B. bei „der Bonus“ und „die Boni“ der Fall.

Da „Status“ ein Substantiv der u-Deklination ist, gilt, dass der Plural mit „-us“ gebildet wird.

Welcher Plural ist der korrekte? Status, Stati, Statusse

Eigentlich gilt die deutsche Pluralbildung für Worte, die in der deutschen Sprache angewendet werden. Dies würde zu „Statusse“ führen. Jedoch ist „Status“ ein Wort bei dem, das nicht gilt. Daher entscheidet hier der Gebrauch darüber, welcher Plural sich durchsetzt und es muss im Endeffekt gesagt werden, dass es keinen 100 Prozent korrekten Plural gibt!

Der Duden empfiehlt den lateinischen Plural: Status.

Um die Verbreitung der Begriffe zu untersuchen, haben wir das Google Trends Tool benutzt.

Quelle: Google Trends
  • Blau = „Die Status“
  • Rot = „Stati“
  • Gelb = „Statusse“

Dabei zeigt sich sehr deutlich, dass „Die Statusse“ bei Google.de am häufigsten eingegeben wird, dicht gefolgt von „Stati“. Der deutsche Plural „Statusse“ liegt abgeschlagen auf dem dritten Platz.

Da „die Status“ und „Stati“ oft zur Verwechslung führen, werden diese auch wiederholt bei Google.de eingegeben. Beim Suchwort „Statusse“ vermuten wir, dass dies aus Interesse gesucht wird.

Anmerkung der Redaktion: Sprache ist kein 100 Prozent in sich logisches Konstrukt. Dies beweisen die vielen unregelmäßigen Verben und Wörter, die aus der Reihe fallen. Das beste Beispiel ist hier: Mit einem Kehrer kehrt man. Mit einem Besen best man? (Leider falsch, man fegt mit einem Besen.)

Deswegen ist der Plural von Status eben „Status“. Dies ist der korrekte lateinische Plural und dieser wird eben gesprochen. Denn Sprache wird, was sich durchsetzt.

Kennst du die Mehrzahl von Espresso? In diesem Beitrag erklären wir dir, warum Espressi und Espresso nicht ganz so falsch sind.

Wortherkunft: Woher kommt das Wort „status“?

Das Wort „status“ stammt aus dem Lateinischen und bedeutet auf deutsch: Lage, Situation, Stand, Stellung oder Zustand. „Status“ selbst leitet sich vom lateinischen Verb „stare“ ab, was einfach „stehen“ bedeutet.

Beispiele mit Status: Es wird über den Flüchtlingsstatus geredet oder darüber, wie der aktuelle Status der Gesellschaft oder der Entwicklung ist. Der Status einer Person gibt an, wo sie in der Gesellschaft (und damit in der Hierarchie) steht und es gibt Statussymbole, die den Status einer Person erhöhen können.

Mehrzahl Espresso: Was ist korrekt Espressi oder Espressos? – Bedeutung und Wortherkunft erklärt


Der Espresso ist ein kleiner Kaffee, der durch seine Zubereitungsart ein sehr konzentrierter Kaffee ist. Heißes Wasser wird unter hohem Druck durch feingemahlene Kaffeebohnen gepresst. Heraus kommt ein kleiner schwarzer Kaffee mit einer haselnussbraunen Crema. Wie die Einzahl heißt, ist klar. Doch wie ist der korrekte Plural von Espresso? Espressi, Espressos oder 2 Espresso?

Bedeutung: Due Espressi oder Due Caffè?

Wer zwei Espresso auf italienisch bestellen will, sagt „Due Espressi“? Leider zweimal falsch, denn Italiener sagen zum Espresso „Caffè“ und sie würden nicht „Due Espressi“ sagen. Sie würden „Due Caffè“ bestellen. Wer es genau nimmt, bestellt „Due caffè espresso“. Das Wort „espresso“ bleibt in der Einzahl.

Übrigens: Der Umstand, dass caffè wie Kaffee klingt, aber eigentlich Espresso meint, führt oft zu Verwirrungen unter deutschen Italien-Urlaubern. In italienischen Touristen-Regionen wissen die Italiener aber, dass Deutsche die einen caffè bestellen, auch eine Tasse Kaffee meinen, nicht einen Espresso. Deswegen fragen gute Kellner meist noch einmal nach, wenn sie meinen einen deutschen Gast vor sich zu haben.

Der italienische Plural von Espresso wird nicht gebildet, wenn mehr als zwei Espresso explizit bestellt werden. Dies ist vergleichbar mit der deutschen Sprache: Wir bestellen „Zwei Kaffee“, aber nicht „Zwei Kaffees“. Wir trinken „Zwei Wein“, aber nicht „Zwei Weine“ – wenn wir zwei Gläser vom gleichen Wein bestellen. Italiener machen es genau so. Die italienische Mehrzahl von Espresso ist „Espressi“. Sie wird gebildet, wenn z.B. gesagt wird: „Sie erhalten die Espressi.“ In der deutschen Sprache machen wir es genauso: „Hier sind eure Biere.“

Plural Espresso: Gilt deutsche oder italienische Grammatik? Espressos oder Espressi?

Die Frage, die sich jetzt stellt, ist, ob der italienische oder der deutsche Plural (mit „s“ am Ende, „espressos“) verwendet werden sollte. Hier gibt es keine eindeutigen Regeln und es gilt, dass sich der Plural durchsetzt, der verwendet wird. Eine Regel gibt schon: italienische Grammatik wird eigentlich nicht in der deutschen Sprache angewendet. Damit wäre die Lösung eindeutig: In Deutschland müsste man – nach deutscher Grammatik – Espressos sagen. (Beispiel: „Sie erhalten die Espresso.“) Jedoch funktioniert Sprache nicht so und das Wort, das gesprochen wird, setzt sich durch.

Wir haben mit dem Google Trends die Suchanfragen nach beiden Worten „Espressi“ und „Espressos“ geprüft. „Espressi“ liegt deutlich auf dem ersten Platz, während „Espressos“ viel seltener gesucht wird. Damit zeigt sich, dass sich das Wort „Espressi“ durchsetzt.

Als Lösung – um das Plural-Dilemma zu vermeiden – bietet sich an, einfach „Zwei Espresso“ zu bestellen. (In diesem Sinne wird verstanden, dass jeder Espresso einzigartig ist.)

Wortherkunft Espresso und richtige Aussprache: Woher kommt Espresso?

Übrigens: Der Ausdruck „Espresso“ leitet sich vom italienischen Verb „esprimere“ ab, was auf deutsch „ausdrücken“ bedeutet. Dies kann zweifach verstanden werden: etwas wird ausgedrückt und jemand drückt sich aus, in dem er seine Gefühle mitteilt. Als erste Espresso-Maschinen im 20 Jahrhundert auf den Markt kamen, dauerte es noch sehr lange bis ein Espresso fertig war. Teils bis zu 45 Sekunden arbeitete eine Maschine, die heißes Wasser durch das Bohnenmehl presste. Deswegen wurde oft gesagt, dass diese caffè extra bzw. ausdrücklich für den Gast zubereitet wurde.

Wer glaubt, dass „Espresso“ verwandt ist mit dem deutschen Wort „Express“ (bedeutet: schnell, eilig) irrt. Das Wort „Espresso“ bedeutet nicht „schneller Kaffee“. Die Aussprache als „Expresso“ (mit „x“) legt diese Bedeutung nahe, ist aber die falsche Aussprache. Korrekt ist: Es-presso. Auch wenn der Espresso in Portugal, Rumänien und Spanien „Expresso“, „Expreso“ oder „Expres“ genannt wird, so hat er immer noch nichts mit dem deutschen Wort „Express“ zu tun. Das „x“ stammt aus dem lateinischen und wurde im italienischen zum „s“ gewandelt. Das lateinische „expressus“ hat die gleiche Bedeutungen wie das italienische „esprimere“, nämlich: sich oder etwas ausdrücken, sowie etwas ist ausdrücklich.

Mehrzahl von Oktopus? – Warum du Oktopusse und Oktopoden kennen solltest


Die gängige Mehrzahl von „Oktopus“ lautet: Oktopusse oder Oktopoden. Laut Duden ist beides möglich. Während „Oktopusse“ den deutsche Plural vom Wort „Oktopus“ darstellt, ist Oktopoden vom griechischen Ursprungswort „oktopous“ abgeleitet.

Weitere Pluralvarianten, die weniger Verwendung finden, sind:

  • Oktopi (lateinische Mehrzahl)
  • Oktopoda / Octopoda (griechischen Ursprungs. Wissenschaftlicher Name der Oktopusse)

Das heutige deutsche Wort „Octopus“ stammt vom lateinischen Wort „octopus“ ab. Dieses wiederum geht auf das griechische „oktopous“ (griechisch: ὀκτώπους) zurück. Oktopous setzt sich aus zwei Teilen zusammen: „Okto“ bedeutet acht (8). „pous“ bedeutet Fuß. Damit ist der Oktopus ein Acht-Füßler.

Anstatt „Oktopus“ kann auch der Ausdruck „Kraken“ verwendet werden. Dieser Ausdruck ist im Singular wie im Plural gleich: Der Kraken – Die Kraken. Ein anderer deutscher Ausdruck ist „Tintenfisch“. Auch hier ist der Plural einfach: die Tintenfische.

Schlußfolgerung: Welches ist denn jetzt richtig?

Jedes Wort ist richtig, denn jedes Wort hat einen anderen Ursprung. Die eingedeutsche Variante ist „Oktopusse“, die lateinische Variante ist „Oktopi“ und als zwei griechische Varianten existieren „Oktopoda“ und „Oktopoden“.

Es gibt hier keine einheitliche Sprachregelung, welches Wort bevorzugt verwendet werden sollte. Hier setzt sich das Wort durch, dass gesprochen wird. Dies haben wir mit dem Google Trends Tool untersucht: In Deutschland wird am meisten „Oktopusse“ gesagt. Auf dem zweiten Platz steht „Oktopoden“. „Oktopi“ und „Oktopoden“ werden kaum gesagt.

In der Wissenschaft ist jedoch der Unterscheid zwischen „Oktopoda“ und „Oktopoden“ sehr wichtig. Während „Oktopoda“ eine eindeutige Einordnung der Tiere erlaubt, ist dies bei den Worten „Oktopus“ und „Oktopoden“ nicht möglich. (Oktopus bezieht sich sowohl auf Oktopusse, als auch auf Kraken. Diese werden in der Wissenschaft (sprachlich) unterscheiden.

Wie ist die Mehrzahl von englischen Wort „octopus“?

In der englischen Sprache bieten sich gleich drei Varianten für den Plural vom englischen Wort „octopus“ an:

  • the octopuses
  • the octopi
  • the octopodes

„Octopuses“ ist der englisch-sprachige Plural. „Octopodes“ ist der Plural, der am nähsten an das griechische Ursprungswort „oktopous“ herankommt. „Octopi“ mit einem „-i“ am Ende ist die lateinische Mehrzahl vom Wort „octopus“.

Was ist mit Oktopussy / Octopussy?

„Octopussy“ ist der Titel des 13. James-Bond-Filmes. Er erschien im Jahr 1983 und den James Bond spielte Roger Moore.

„Octopussy“ wurde die Hauptdarstellerin im Film genannt. Sie hatte ein Tattoo von einem Oktopu und nannte dieses „Octopussy“.

Eigentlich ist der Name „Octopussy“ ein Wortspiel aus „Octopus“ und „p*ssy“. „P*ssy“ ist eine Bezeichnung für Katzen, aber auch für Frauen und insbesondere für weibliche Geschlechtsorgane. Jedoch drängt sich auf, dass „Octopussy“ einfach die Verniedlichung von „Octopus“ ist.