Mehrzahl Ananas: Ist Ananasse der korrekte Plural? Woher kommt Ananas? Bedeutung, Wortherkunft, Übersetzung erklärt

Ananas Mehrzahl Plural Wortherkunft Bedeutung Definition


Der Plural von Ananas ist: „Ananasse“ oder „die Ananas“. Laut Duden sind beide Schreibvarianten möglich und die deutsche Rechtschreibung hat es auch so festgelegt.

Wer auf den Plural von Ananas verzichten will, kann „Zwei Ananas“ statt „Ich kaufe Ananasse“ sagen. Dies ist das gleiche wie bei „Bier“. Niemand bestellt – wenn er/sie grammatikalisch korrekt bestellt – „zwei Biere“, sondern „zwei Bier“. Hierbei entscheidet das Zählwort über die Menge, während der danach folgende Gegenstand einzigartig bliebt.

Übrigens: Deutsche Pluralbildungen wie Ananässe oder Ananässer sind falsch. Sie stellen wohl eher Verballhornungen der Ananas dar.

Wortherkunft: Woher kommt „Ananas“ ?

Der Ausdruck „Ananas“ ist abgeleitet vom Tupi-Indianerwort „naná“. Die Tupi leben in Südamerika. „Naná“ ist der Singular und „Nanás“ ist der Plural. Auf deutsch bedeutet „Naná“: außergewöhnliche Frucht, exzellente Frucht. Teils wird auch der Artikel „a“ verwendet, der dazu führt, dass aus „naná“ „ananá“ wird.


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Die Portugiesen entdeckten im 16. Jahrhundert die Ananas, lernten das Wort „ananá“ kennen und nannten die Früchte fortan „ananás“. Auf ihren Rückfahrten nach Europa brachten sie die Früchte und das neue Wort mit. Außerdem nahmen sie Ananas-Pflanzen aus Brasilien mit und brachten diese nach Indien.

Die Ananas ist eine Frucht der neuen Welt, genau wie Kartoffeln oder Tomaten. Erst nach der Entdeckung und Besiedlung Nord- und Südamerikas verbreiteten sich diese Früchte in Europa. Während Kartoffeln und Tomaten einfach in Europa anzupflanzen waren und schnell kultiviert wurden, war das bei der Ananas nicht der Fall. Der anspruchsvollen Ananas war es zu kalt in Europa. Die Ananas wurde deswegen erst im 20. Jahrhundert – nach der Erfindung der Konservierung in Dosen – in Europa breiten Schichten zugänglich.

Warum wird die Ananás im englischen auch „Pineapple“ oder im spanischen „Piná“ genannt?

Kolumbus begegnete der Ananas 1493 auf Guadeloupe und er nannte sie: „piña de Indes“. „Piña de Indes“ bedeutet auf deutsch: „Pinienzapfen der Indianer“. Dies liegt daran, dass die Form der Ananas Kolumbus an die in Europa heimischen Pinien- bzw. Tannenzapfen erinnerte. Als er nach Spanien zurückkehrte, brachte er nicht nur die Frucht mit, sondern auch den neuen Begriff „Piña de Indes“. Dies führte dazu, dass sich der Ausdruck „piña“ in Spanien verbreitete – nicht „Ananas“, wie dies in anderen europäischen Ländern der Fall war.

Außerdem führten die kolonialen Bemühungen der Spanier dazu, dass sie die Ananas auf den Philippinen, auf Hawaii, in Simbabwe und auf Guam verbreiteten.

Anmerkung: Das Getränk „Piña Colada“ ist bestimmt vielen ein Begriff.  „Colada“ heißt „durchsieben“.

Ananas: Wie entstand „Pineapple“?

Der Ausdruck „Pine apple“ war schon vor der Entdeckung der Ananas in England verbeitet. Im 14. und 15. Jahrhundert war „Pineapple“ die Bezeichnung für die Zapfen (und Samen) verschiedener Nadelhölzer, die in England wuchsen. „Pineapple“ setzt sich aus dem lateinischen Wort „pine“ zusammen, was „Saft“ bedeutet und dem Wort „apple“, was Apfel bedeutet.

Als die Engländer die Ananas entdeckten, verwendeten sie die Bezeichnung „Pineapple“, da die Form der Ananas sie an die Zapfen der Nadelshölzer erinnerte. Sie machten sprachlich also fast das gleiche wie Kolumbus.

„Pineapple“ wird auch nur in englisch sprechenden Gebieten gesagt. Außerdem ist der Ausdruck „Pineapple“ in Japan und Korea verbreitet. Der Rest der Welt sagt größtenteils „Ananas“.

Weitere Bezeichnungen für die Ananas

In Brasilien wird die Ananas „abacaxi “ genannt. In China heißt sie: po-lo-mah. Auf Jamaika wird sie „Sweet Pine“ genannt. (Auf deutsch: „Süßer Zapfen“) In Malaysia heißt sie „kaitha chakka“. („Chakka“ ist eine Bezeichnung für die Jackfruit. „Kaitha“ bedeutet so viel wie „lange Blätter“.)


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