Greta Overbeck aus Babylon Berlin: Fakten, Infos, Schauspielerin und Details

Greta Overbeck aus Babylon Berlin, Fakten, Infos, Schauspielerin und Details


Gespielt wird Greta Overbeck von Leonie Benesch, die sie mit allen Facetten extrem aussagefähig verkörpert. Sie wird am 14. Juni 1907 in der Nähe von Husum geboren und lernt 1922 Charlotte Ritter bei einer Kinderverschickung kennen. Aufgrund des heimtückischen Mordes an Regierungsrat August Benda und seiner Tochter Margot verurteilt sie das Gericht in Berlin am 26 September 1929 zum Tode durch das Beil.

Greta Overbeck. Sie steht für eine aufgrund ihrer Jugend und Erfahrung verletzliche Frau, die sich leicht von anderen manipulieren lässt. Ihre emotionale Tiefe und Angst stehen ihr dabei im Weg. Außerdem hat sie Furcht, eine eigene Entscheidung zu treffen.

Achtung: Es folgen Spoiler!

Greta Overbeck in der ersten Staffel „Babylon Berlin“

Im April 1929 kommt Greta Overbeck nach Berlin. Hier sammelt sie unangenehme Erfahrungen mit Männern, die jedoch nur angedeutet werden. Da sie kaum über finanzielle Mittel verfügt und auch keine Wohnung hat, schläft sie entweder in der S-Bahn oder in einem Obdachasyl für Frauen, sofern sie hier einen Platz für die Nacht erhält.

Während sie auf der Suche nach einer Arbeit ist, sieht sie Charlotte Ritter (Liv Lisa Fries) an sich vorbei gehen. Sie spricht sie an, doch diese kann sich im ersten Augenblick nicht an ihre Kameradin erinnern. Doch dann versucht Charlotte Greta in der „Mokka Elfi“ unterzubringen. Bei der „Mokka Elfi“ handelt es sich um eine Mischung aus gehobenem Lokal und Varieté. Im Untergeschoß gehen Prostituierte ihrer Arbeit nach. Zu ihnen gehört auch Charlotte, wenn das Geld, das sie als Mitarbeiterin bei der Polizei verdient, nicht reicht. Für Greta ist diese Tätigkeit jedoch nicht geeignet, weshalb sie sich gleich am ersten Abend wieder auf den Weg macht. Am nächsten Tag nimmt sie jedoch vorerst die Hilfe ihrer Freundin in Anspruch.

Charlotte träumt von einer Karriere bei der Kriminalpolizei, bei der sie momentan noch als Stenotypistin arbeitet. Sie hat zwar den Kontakt zu Kriminalkommissar Gideon Rath hergestellt, jedoch noch keine Anstellung als Kriminalassistentin erhalten. Um sich vor Greta zu profilieren, gibt sie sich als Kriminalkommissarin aus. Eine Lüge mit Folgen, die in der zweiten Staffel zum Problem wird.

Zum Glück der beiden jungen Frauen werden sie von Kriminalassistenten Stefan im Akademischen Ruderclub Wannsee eingeladen. Stefan kann Greta sogar eine Stelle als Hausmädchen im Hause Benda vermitteln, da die Vorgängerin plötzlich geheiratet hat. Herr Benda (Matthias Brandt) ist Leiter der politischen Polizei in Berlin und somit auch der Vorgesetzte von Stefan. In seinem Haushalt leben außer seiner Frau Irmgard noch sein 12-jähriger Sohn sowie die kleine Tochter Margot. Greta erhält ein Zimmer im Untergeschoß, mit dem sie sehr zufrieden ist. Sie freut sich besonders über die frische Wäsche und die hervorragende Matratze. Dann arbeitet sie sich nach anfänglichen Problemen schnell in ihre neuen Aufgaben als Dienstmädchen ein. Ihr Dienstherr ist ein Herr und behandelt seine Mitarbeiter mit Respekt und wohlwollender Höflichkeit. Mit den Kindern kommt sie aufgrund ihrer stets freundlichen und zurückhaltenden Art gut aus. Diese sprechen ihr sogar Trost aus, als es Greta nicht gut geht.
Am Wannsee lernt sie bedauerlicherweise Fritz Höcker (Jacob Matschenz) und Otto (Julius Feldmeier) kennen, die sich als Kommunisten ausgeben. Zwischen Greta und Fritz kommt es zu einer Beziehung, die sich jedoch als Falle herausstellen wird. Fritz taucht mehrfach in den Folgen der drei Staffeln auf. Anfangs hält ihn der Zuschauer für einen Kommunisten. Erst später wird seine Rolle als Nazi jedem Zuschauer bewusst. Außerdem heißt er Richard Pechtmann und hat eine Familie.

Regierungsrat Benda arbeitet mit den Kriminalisten Gideon Rath (Volker Bruch) und Charlotte Ritter zusammen. Zu seinen Vertrauten gehört jedoch der Polizeipräsident Zörgiebel (Thomas Thieme). Sie ermitteln gemeinsam gegen die Nazis und die schwarze Reichswehr. Zu ihren Hauptgegnern zählen Oberst Günter Wendt (Benno Fürmann), der persönliche Referent von Hindenburg sowie Generalmajor Seegers.

Diese Zusammenhänge sind Greta jedoch nicht bekannt. Von Fritz und Otto, den vermeidlichen Kommunisten, wird sie mit einer anderen Geschichte versorgt. Danach ist August Benda ein reaktionärer Feind der Kommunisten, der die Erschießung der Demonstranten am 1. Mai 1929 angeordnet hat.

Durch Zufall bekommt Greta ein Gespräch zwischen Benda und Zörgiebel mit, in dem die beiden die Aussagen ihrer Freunde zu bestätigen scheinen.
Mit jedem Treffen zwischen Greta und Fritz verliebt sie sich stärker in ihn. Ihre Zuneigung nutzt Fritz schamlos aus. Als die Bendas nicht zu Hause sind, führt sie ihren Freund durch das Haus ihres Arbeitgebers. Fritz erspäht die richtige Gelegenheit für ein Attentat und verführt dann Greta auf Bendas Schreibtisch, den er als Ziel des Anschlags auswählt.

Weitere Figuren aus Babylon Berlin + Infos

Greta Overbecks Rolle in der 2. Staffel „Babylon Berlin“

Im Laufe der zweiten Staffel intensiviert sich die Freundschaft zwischen Greta und Charlotte. Fritz wird zu ihrem Geliebten, Otto zum Freund. Von den beiden Männern erhält sie jedoch niemals die Adresse oder eine Telefonnummer. Ihre jeweilige Antwort lautet stets: „Wer melden uns bei dir!“ Damit gibt sie sich leider zufrieden. Greta hat scheinbar Angst davor, den Kontakt zu den beiden Männern zu verlieren. Charlotte informiert sie nur über ihre Liebesbeziehung zu Fritz. Seine politischen Ansichten behält sie leider für sich. Jetzt erfährt ihre Freundin auch von Gretas Sohn, den sie mit dem Namen Hajo taufen ließ und zur Adoption freigab.

Bei jedem persönlichen Treffen schwört Fritz seine Greta stärker auf die Sache des Kommunismus ein. Als sie mit Fritz und Otto an einer Versammlung dieser Partei teilnehmen will, kommt es zum Zwischenfall. Vor dem Veranstaltungsort wird Fritz von Männern angesprochen, die sich als Polizisten ausgeben, angesprochen und dann auf der Flucht angeschossen. Greta und Otto können fliehen.

Wenige Tage später erhält sie eine Meldung von Otto. Er sagt ihr, dass Fritz erschossen wurde und Benda der Auftraggeber sei. Sie könne sich bei einem Anschlag auf ihren Chef beteiligen. Sobald die Familie das Haus verlassen habe, müsse sie Otto nur ins Haus lassen. Anfangs folgt sie bereitwillig. Als Otto die Bombe im Schreibtisch anschließt, wachsen in ihr jedoch massive Zweifel. Mit Worten „Das bringt Fritz auch nicht wieder zurück“ möchte sie sich von dem Attentat distanzieren. Gegen Otto hat sie aufgrund ihres schwachen Charakters keine Chance. Er zeigt ihr sogar einen Fahndungsaufruf, der sich gegen Fritz gewendet haben soll. Zum Schluss willigt sie ein und erklärt sich bereit, die Bombe am Abend scharfzumachen. Eine Telefonnummer oder Adresse erhält sie jedoch nicht.

In ihrer seelischen Not greift sie zum Telefon. Doch auf dem Polizeirevier kennt man keine Kriminalkommissarin Ritter, da Charlotte diese Position noch nicht bekleidet.

Am Nachmittag ist Benda wieder in seinem Haus. Er erhält Besuch von Gideon Rath und Charlotte Ritter. Hilfesuchend wendet sich Greta an Charlotte. Doch die interpretiert das angespannte Verhalten ihrer Freundin falsch. Sie glaubt, Greta hätte Liebeskummer und hat nur eine kurze Antwort parat. Kein Mann wäre es wert, dass eine Frau Tränen vergießt.
Wieder verhindert Gretas ängstliche und zurückhaltende Art den wichtigen Gedankenaustausch, mit dem das Attentat verhindert werden könnte.
Gegen Abend verlassen die Bendas ihr Haus und lassen Greta allein zurück. Noch immer sucht die verstörte junge Frau nach einem Ausweg, den sie jedoch nicht finden kann. Eine Zeit lang sitzt sie auf der Treppe und beschäftigt sich mit der Puppe Mariechen, die ihr Bendas kleine Tochter Margot zum Trost zurückgelassen hat. Dann packt sie ihren Koffer, aktiviert die Bombe unter dem Schreibtisch – ohne den Sicherheitsdraht zu verstecken – und will zum Bahnhof gehen.

Als Greta das Haus der Bendas verlassen will, kommt ihr Arbeitgeber zurück. Auch er interpretiert ihre emotionale Haltung falsch und hält diese für Liebeskummer.

Bei einem Wein versucht er seine Mitarbeiterin zu trösten, die sich jedoch nicht offenbaren kann. Bevor sie endlich geht, fragt sie ihren Chef, ob sie noch etwas für ihn tun könne. Vielleicht lässt sich das Attentat noch verhindern, ohne dass die verängstigte Frau sich direkt offenbaren muss. Herr Benda hat nur einige Trost bringende Worte für sie. Er will den Mann, der sie so verletzt zu haben scheint, am nächsten Morgen wegen seelischer Grausamkeit verhaften lassen! Während Greta zum Bahnhof eilt, kommen Frau Benda und ihre Kinder überraschend zurück. Die kleine Tochter Margot geht sofort zu ihrem Vater, um mit ihm an seinem Schreibtisch zu spielen.

Nach kurzer Zeit erreicht Greta kopflos den Bahnhof und löst eine Fahrkarte. Durch einen Zufall trifft sie auf den totgeglaubten Fritz. Dieser trägt eine SA-Uniform und stößt sie weg. Greta erkennen, dass sie von den Nazis benutzt wurde. Mit aller Kraft läuft sie zum Haus der Bendas zurück, um die Katastrophe zu verhindern.

Margot Benda fällt in ihrem kindlichen Spieltrieb noch das Kabel auf, das unter der Schreibtischschublade hängt. Doch ihr Vater zieht diese bereits heraus. Es kommt zu Explosion, bei der Vater und Tochter sterben.
Diese Schlüsselszenen der sechsten und siebten Folge sind extrem ergreifend. Sie lassen keinen Raum für ein Happyend und zeigen auf, wohin blinde Gefühle und Angst den Menschen treiben können. Hier entfaltet die Serie eine extreme emotionale Intensität, die von den ausgezeichneten schauspielerischen Leistungen der Darsteller getragen wird.

Greta Overbecks Rolle in der dritten Staffel „Babylon Berlin“

Oberst Wendt (Benno Fürmann), arrogant und glatt, übernimmt die Position von Benda. Seine Rolle bei dem Anschlag tritt deutlich hervor, als er Fritz einige Befehle erteilt. Fritz heißt in Wahrheit Richard. Er und Otto arbeiten für die Nazis und wurden direkt auf Greta angesetzt.

Charlotte ist erschüttert, glaubt jedoch noch an ihre Freundin. Diese hat den Ermittlern den gesamten Ablauf geschildert und sich auch zur Straftat bekannt. Als ihre Freundin sie im Frauengefängnis Friedrichshain besuchen will, lehnt Greta diese Geste ab. Aus ihrer schriftlichen Erklärung geht hervor, dass sie Charlotte in ihrer Position als Kriminalkommissarin telefonisch vor dem Anschlag erreichen wollte.

Für Wendt entwickelt sich die Situation zu einem großen Problem. Der Polizei gegenüber hat Greta die Nazis als Urheber benannt, die sie täuschten und die Bombe legten. Wendt kann diese Vorwürfe als Drahtzieher des Anschlags nicht stehenlassen.

Bei einem Besuch im Frauengefängnis setzt er sie unter Druck. Entweder belastet sie die Kommunisten oder ihrem Kind könnte ein Leid geschehen. Unter diesen Bedingungen ändert Greta ihre Aussage.

Im Rahmen der Urteilsverkündung wird Greta statt zu lebenslanger Haft zum Tode verurteilt. Sie verzichtet vorerst auf die Revision und wartet auf die Vollstreckung.

Die Polizisten Gideon Rath und Charlotten Richter suchen währenddessen Fritz und finden ihn auf Wendts Gestüt. Mit Unterstützung des Polizeidirektors Zörgiebel kommt es zur Gegenüberstellung. Doch Greta weigert sich, Richard als Fritz zu identifizieren.

Für Richard und Otto endet das Kapitel allerdings tödlich. Beide werden von unterschiedlichen Tätern erschossen. Richard fällt dabei Wendt zum Opfer.

Charlotte nimmt Kontakt zum Rechtsanwalt Litten auf, dem vornehmlich finanziell schwache Mandanten am Herzen liegen. Aufgrund ihrer Bemühungen erteilt Greta schließlich Litten ein Mandat. Die vier wollen die wahren Täter vor Gericht bringen.

Der zuständige Richter arbeitet jedoch mit Wendt zusammen, der alle Hebel in Bewegung setzt, um Gretas Hinrichtung zu beschleunigen. Im Gefängnis erhält sie jedoch nach anfänglichen Schwierigkeiten moralische Unterstützung von einer kommunistischen Mitgefangenen.

Litten kann aufgrund des Trauaktes im Rahmen von Stresemanns Beerdigung einen Hinrichtungsaufschub erwirken. In einem Wettlauf gegen die Zeit versuchen Charlotte und Litten das Gefängnis zu erreichen, um die Hinrichtung aussetzen zu lassen. Sie haben allerdings nicht mit Wendts Netzwerk gerechnet, das vom Untersuchungsrichter bis zum Gefängnispersonal reicht. Charlottes Versuch endet an einer Glastür vor dem Richtplatz, auf dem Greta im nächsten Moment enthauptet wird. In einem kurzen Rückblick schreibt Greta noch einen rührenden Brief an ihren kleinen Sohn „Häwelmann“, in dem sie ihm alles Gute für seine Zukunft wünscht.

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