Gereon Rath: 4. Staffel Babylon Berlin: Fakten, Infos, Schauspieler und Details


Hinweis: In diesem Beitrag wird dargestellt, was Gereon Rath in der vierten Staffel Babylon Berlin passiert und was er erlebt. Es wird NUR die vierte Staffel dargestellt.

Gereon Rath, gespielt von Volker Bruch, ist als Kriminalkommissar bei der Berliner Polizei tätig. Er hat seinen Stützpunkt in der Roten Festung, der Polizeizentrale im Berlin der 20er und 30er Jahre. Dabei arbeitet er oft mit Charlotte Ritter (Liv Lisa Fries) zusammen, die jedoch während der Staffel aufgrund einer Verfehlung den Dienst quittieren muss. Das hindert die beiden jedoch nicht daran, gegebenenfalls auf eigene Faust tätig zu werden.

Gereon Rath: Mitglied bei der SA in Berlin

Am Anfang der vierten Staffel hat Gereon Rath neben seiner Tätigkeit als Polizist die Rolle als Gruppenführers bei Berliner SA inne. Diese Aufgabe nimmt er auf Wunsch des Polizeipräsidenten (Hans-Martin Stier) als verdeckter Ermittler wahr. Das Ziel besteht darin, die Nationalsozialisten in Berlin zu spalten und zu einer kriminellen Vereinigung zu erklären, die man verbieten kann.

Ihr Gegner ist der Chef der politischen Polizei Dr. Wendt (Benno Fürmann). Der weiß von dieser Mission jedoch nichts und hält Rath für einen echten Nazi. Wendt selbst steht auf der Seite der Münchener Nationalsozialsten, die gegen die Berliner SA negativ eingestellt sind. Letzte werden von Walter Stennes (Hanno Koffler) angeführt, der von Hitler nichts hält und ihn absetzen möchte.

Auch wenn Gereon den SA-Führer Stennes (Hanno Koffler) nicht mag, hilft er ihm jedoch aus der Haft, in die dieser sich befindet. Zur Hilfe kommt den beiden, dass ihr Gegenüber, Regierungsrat und Oberst, Wendt (Benno Fürmann), homosexuell ist und in einer kompromittierenden Situation von Kommissar Gräf (Christian Friedel) im Auftrag von Rath fotografiert wird. Um dem Skandal zu entgehen, entlässt Wendt Stennes aus der Haft. Hier spiegelt sich schon das kriminelle Verhalten wider, mit dem Gereon seiner Tätigkeit bei der SA nachgeht. Wer ihn in seiner Rolle bei der SA wahrnimmt, der erkennt kaum den Polizisten, der die Feinde der Demokratie unterwandern soll.

Der Überfall auf die Zentrale der NSDAP in Berlin

Aufgrund eines massiven Konfliktes zwischen der SA in Berlin und der NS-Führung in München beschließt Stennes, der keine Massen auf sich vereinigen kann, die Berliner Zentrale der NS-Partei
zu überfallen und zu besetzten. Allerdings bekommt Gereon s Neffe Moritz (Ivo Pietzacker), ebenfalls SA-Mann, Kenntnis davon, dass sein Onkel die SA für die Berliner Polizei unterwandert. Moritz informiert Stennes am Vorabend der Operation und setzt seinen Onkel, der ihm mehrfach geholfen hat, einem unbegreiflichen Risiko aus. Das ist ein Zeichen dafür, wie sich die Ideologie der NSDAP in die Köpfe der jungen SA-Männer gefessen hat, die nach dem Motto lebten: „Die Partei ist alles. Du bist nichts!“
Zum Glück für Rath wird Wendt von dieser Situation in Kenntnis gesetzt. Gegen den Willen des Polizeipräsidenten (Hans-Martin Stier) tritt er mit seinen Polizisten und einer SS-Einheit den Putschisten entgegen. Zusammen mit Moritz rettet er Gereon Rath Leben. Allerdings ist Wendt auch überrascht, als er Rath als einen Agenten des Polizeipräsidenten erkennt.

Kurz darauf bedankt sich Rath bei seinem Neffen und fragte ihn gleichzeitig, ob er unter einer politischen Führung leben möchte, die keine Probleme hat, politisch Andersdenkende
umzubringen. Sein Neffe ist noch so stark von der Ideologie der SA beeinflusst, dass er irritiert davonläuft. Er wird noch Zeit benötigen, um wieder demokratisch denken zu lernen. Rat selbst wirkt bei seinem Auftreten so, als würde er wirklich zur SA gehören. Zwischenzeitlich hat er sich Charlotte Ritter (Liv Lisa Fries) in seiner Funktion bei der SA zu erkennen geben.

Die Rote Burg und die weisse Hand

Während Gereon offiziell als SA-Mann agiert, hat er noch weitere berufliche Schwerpunkte zu bewältigen.

Erstens verliert er seine Vertraute Charlotte Ritter bei der Polizei, weil sie ihrer Schwester zur Flucht aus der Haft verhilft und gleichzeitig Beweismittel unterschlägt. Rath unterstützt sie jedoch so gut er kann, wenn sie weitere Ermittlung anstellt.

Hierbei sucht sie nach Angehörigen der Weißen Hand, die Obdachlose und bereits aus der Haft entlassene Mitbürger verfolgt und jeweils in einem Scheinprozess zum Tode verurteilt.

Problematischer ist jedoch die Unterstützung des untergetauchten Edgar Kasabian (Misel Maticeic), der Gereon für seinen Racheplan gegen Walter Weintraub (Ronald Zehrfeld) missbraucht und auf diese Weise zur einem der größten Unterweltgrößen Berlin werden kann. Auch wenn Edgar Gereon bei der Ausschaltung des emotional gestörten und machtbesessenen Dr. Schmidt unterstützen will, bleibt der kriminelle Armenier eine nicht zu unterschätzende Gefahr. Diese ist genauso bedrohlich für Rath wie das Wissen, dass es viele SA-Männer gibt, die ihn als Verräter lieber tot als lebendig sehen möchte. Wie lange wird Stennes jetzt in Haft bleiben? Wird die NSDAP in Berlin eine abschätzbare Einheit, die Gereon beruflich als auch persönlich extrem gefährlich werden kann? Soll er sich für eine Seite entscheiden? Was passiert, wenn die Polizeileitung mitbekommt, dass er die Zusammenkunft der kriminellen Ringvereine mit Unterstützung von Edgar verfolgt hat, der diese von Anfang an zerschlagen wollte? Rath fühlt sich, als würde er zwischen zwei Stühlen sitzen.

Positiv ist, dass der gescheiterte Putsch der SA in Berlin von Wendt zerschlagen wurde und nicht von Gereon Rath. Auch bei der Auslösung der Ringvereine in der Roten Burg, die insgeheim auf das Konto den totgeglaubten Edgar Kasabian geht, ist ein Glücksfall für Rath. Der Berliner Polizeipräsident (Hans-Martin Stier) hat den Kommissar für seine „Erfolg“ gelobt. Die Berliner Morgenpost feiert ihn als Helden von Berlin, der die Straßen sicherer machte.

Wie gefährlich ist Dr. Schmidt für Gereon Rath?

Gereon Rat plagen Schuldgefühle, weil er im Ersten Weltkrieg seinen Bruder (Jens Harzer) im Stich ließ und sich zudem sehr für dessen Frau Helga (Hannah Herzsprung) interessierte. Jetzt, 1930, heißt dieser Mann Dr. Schmidt und befasst sich mit modernen und teilweise fragwürdigen psychologischen und medizinischen Verfahren. Da Rath mehrmals sein Patient war, spürt er die direkten und indirekten Auswirkungen der an ihm ausprobierten Verfahren wie beispielsweise Elektroschocks. Besonders traumatisch ist eine Technik, bei der dem Patienten ein Stoff gespritzt wird, der zu Schmerzunempfindlichkeit und massiver Selbstüberschätzung führt. In einem Versuch wird ein Marder geimpft und in den Kampf gegen einen Wolf geschickt. Die Aggression selbst sieht man nicht, dafür das Ergebnis. Der Marder, der eigentlich keine Chance gegen den Wolf hätte, tötete den übermächtigen Gegner mit zahlreichen Bissen.

In einem Alptraum sieht sich Gereon Rath ebenfalls diesem Präparat ausgesetzt. Dr. Schmidt schickt in gegen einen stärkeren menschlichen Gegner, den Gereon unter Aufbietung von extremer Gewalt besiegt. Dann erwacht er wie im Schock.

Nach seinen Erfahrungen dem gescheiterten SA-Aufstand spricht er endlich mit einem Pfarrer. Ihm teil er seine Empfindungen mit. Er bezeichnet Dr. Schmidt dabei nicht als Menschen, sondern als Teufel, den er ausmerzen müsste. Außerdem wünsche er sich nichts mehr als den perversen Arzt mit eigenen Händen zu töten. Der Geistliche rät jedoch vom Hass ab, spricht von Güte und Vergeben.

Es gibt jedoch noch einen anderen, der von Dr. Schmidt – in den vorangegangenen Staffeln – gefoltert und gesundheitlich benachteiligt wurde. Der Armenier Edgar bietet Rath verbindlich an, Dr. Schmidt umzubringen. Gereons Aufgabe würde nur darin bestehen, die Ringvereine in die Rote Festung zu bringen, damit sie sich dort austauschen. Dass Edgar dort alle Konkurrenten umbringen möchte, erzählt er dem Kommissar jedoch nicht. So stark ist der Hass auf einen Menschen wie Dr. Schmidt, der viele durch Grausamkeiten beeinträchtigte Menschen für seine Tests ausnutzt. Dr. Schmidts Experimente erinnern gleichzeitig an die unmenschlichen Praktiken der Nazis. Er schein Vorreiter der menschenverachtenden Prinzipien zu sein, die in den 30er und 40er Jahren zur Anwendung kommen.

Autor: Pierre von BedeutungOnline

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