Squid Game: Fakten, Infos, Regeln, Ursprung des Namens

Squid Game, Fakten, Infos, Regeln, Ursprung des Namens


Squid Game – Alles zum südkoreanischen Netflix-Hi.

Achtung des folgen Spoiler!

Warum heißt Squid Game „Squid Game“?

Die südkoreanische Survival-Serie ist gerade auf dem besten Weg zur erfolgreichsten Eigenproduktion des amerikanischen Streaming-Giganten zu werden. Dabei wurde Squid Game, was aus dem Englischen übersetzt Tintenfischspiel bedeutet, nach einem klassischen südkoreanischen Kinderspiel benannt, das vor allem in den 70ern und 80ern sehr beliebt war. Das Netflix Original handelt kurz zusammengefasst von einer Gruppe verzweifelter, in Geldnot geratender Menschen, die an einem Wettbewerb mit tödlichen Kinderspielen teilnehmen, um ein Preisgeld von mehreren Milliarden Won abzustauben. Das Squid Game oder besser gesagt das Tintenfischspiel repräsentiert dabei das letzte Spiel, bei dem sich der Protagonist Gi-Hun (Lee Jung-jae) und sein Kindheitsfreund Cho Sang-Woo (Park Hae-soo) ein tödliches Duell liefern. In einer Rückblende, die gleich zu Anfang des Filmes gezeigt wird, wird dem Zuschauer eröffnet, dass Gi-Hun und Cho Sang-Woo das Spiel gerne in ihrer Kindheit zusammen gespielt haben.

Squid Game: Welche Regeln gibt es für die Teilnehmer?

Bevor die Teilnehmenden die Spiele aufnehmen, müssen sie jedoch noch eine Klausel unterschreiben, die die folgenden drei Paragraphen enthält:

  • 1. Teilnehmer können das Spiel nicht willkürlich unterbrechen.
  • 2. Spieler, die sich weigern, werden automatisch disqualifiziert.
  • 3. Stimmt die Mehrheit dafür, können die Spiele beendet werden.

Welche Spiele werden beim Squid Game gespielt?

Der Wettbewerb umfasst die folgenden 6 Kinderspiele, die nachfolgend näher erläutert werden:

1) Rotes Licht, grünes Licht

Bei dem ersten Spiel Rotes Licht, grünes Licht müssen die Teilnehmenden ein geschlossenes Spielfeld innerhalb von fünf Minuten durchqueren. Was sich zunächst ziemlich simpel anhört, entpuppt sich hingegen als lebensgefährliche Herausforderung. So dürfen sich die Spieler und Spielerinnen nur dann bewegen, wenn sich die gigantische Roboterpuppe am anderen Ende des Raumes wegdreht und dabei den Vers Rotes Licht, grünes Licht singt. Erwischt die kinderartige Roboterpuppe Spieler und Spielerinnen, die sich immer noch bewegen, trotz dessen dass diese aufgehört hat zu singen und sich dem Spielfeld bereits zugewandt hat, werden diese umgehend erschossen. Aufgrund von zahlreich installierten Kameras und der Bewegungssensoren in den Augen der Puppe ist das Schummeln ausgeschlossen, sodass jede Bewegung registriert wird und letztendlich tödlich endet. Des Weiteren werden nach Ablauf der fünf Minuten alle Teilnehmenden erschossen, die es nicht geschafft haben innerhalb der Zeitbegrenzung die Zielgerade zu erreichen. Nach Ablauf des ersten Spiels, das im Übrigen eine Massenpanik ausgelöst hat, bleiben lediglich 201 von anfänglichen 456 Teilnehmenden am Leben.

Mehr über „Rotes Licht, grünes Licht“ erfährst du hier

2) Zuckerwaben / Zuckerfiguren

Da knapp dafür abgestimmt wurde, die Spiele zu beenden, erfolgte eine kurze zwischenzeitliche Unterbrechung des Turniers. Von dem Alltag und den Geldnöten eingeholt entschloss aber eine große Mehrheit, nämlich 187 Personen, die Spiele wieder aufzunehmen. Das zweite Spiel Zuckerwaben umfasst Zuckerfiguren, die die folgenden vier Symbole beinhalten: Dreieck, Kreis, Stern und Regenschirm. Nachdem sich die Teilnehmenden auf die vier Symbole aufgeteilt haben, werden sie dazu aufgefordert, die ausgewählte Form aus den Zuckerplatten herauszubrechen. Dafür erhalten sie ganze zehn Minuten Zeit. Herausbrechen darf man die Figur lediglich mit einer Nadel. Erschossen werden diejenigen, die es entweder innerhalb der zeitlichen Begrenzung nicht schaffen ihre Figur aus der Zuckerplatte herauszulösen oder diejenigen, die versehentlich ihre Figur mit der Nadel beschädigen. Am Ende des zweiten Spiels überleben lediglich 108 Teilnehmende.

Siehe: Mehr über das Zuckerfiguren-Spiel aus Squid Game

3) Tauziehen

Nach einem gewaltsamen Gemetzel unter den Teilnehmenden bestreiten nur noch 80 Spieler und Spielerinnen das dritte Spiel – Tauziehen. Bevor das Spiel verkündet wird, sollen sich die Teilnehmenden in 10er-Gruppen zusammentun. Anschließend werden jeweils zwei Teams ausgelost, die auf der meterhohen Plattform gegeneinander antreten müssen. Sobald ein Team es geschafft hat das Tau auf ihre Seite zu ziehen und somit das gegnerische Team von der Plattform stößt, wird das verlierende Team mithilfe einer Guillotine vom Tau getrennt, sodass die jeweiligen Spieler und Spielerinnen in den Abgrund fallen und sterben.

4) Murmelspiel

Bevor das vierte Spiel verkündet wird, sollen sich die verbliebenden Teilnehmenden in 2er Teams zusammentun. Hierbei kristallisieren sich 19 Paare heraus, die aber entgegen ihrer Erwartung nicht zusammen sondern gegeneinander antreten müssen. Beim Murmelspiel erhält jedes Teammitglied jeweils zehn Murmeln, die innerhalb von 30 Minuten gewaltfrei vom Gegenüber entwendet werden müssen. Dabei bleibt es den Spielenden selbst überlassen, welches Murmelspiel sie spielen. Erschossen werden diejenigen, die entweder alle ihre Murmeln an ihr Gegenüber verloren haben oder es innerhalb der Zeit nicht schaffen zu gewinnen. Ingesamt überleben 17 Menschen das Spiel, wobei eine Spielerin das Spiel überspringen durfte, da niemand sie zuvor als Partnerin ausgewählt hatte.

5. Trittsteinspiel

Nach dem Suizid eines Teilnehmers treten nur noch 16 Spieler und Spielerinnen am fünften Spiel – dem Trittsteinspiel – an. Vor dem Spiel werden alle Teilnehmende gebeten, sich eine Zahl zwischen 1 und 16 auszusuchen. Dabei regelt die ausgewählte Nummer die Reihenfolge, in der die Glasbrücke zu überqueren ist. Die Brücke umfasst ingesamt 18 Trittstufen mit jeweils zwei nebeneinanderliegenden Glasplatten, zwischen denen sich die Verbliebenen entscheiden müssen. Handelt es sich dabei um das robuste, tragfähige Sicherheitsglas, so können bis zu zwei Personen ohne Probleme auf der Platte stehenbleiben. Treten die Spielenden hingegen auf die falsche Glasplatte, die lediglich aus Fensterglas besteht, so zerbricht diese direkt und lässt die jeweilige Person in den Tod stürzen. Auch dieses Spiel verfügt wieder über ein Zeitlimit. Schaffen es die Spieler und Spielerinnen nicht die Brücke innerhalb von 16 Minuten zu überqueren, so werden alle Hinterbliebenen in die Luft gesprengt. Nach dem Trittsteinspiel bleiben nur noch die alten Kindheitsfreunde Gi-Hun und Cho Sang-Woo sowie die aus Nordkorea geflüchtete Kang Sae-Byeok übrig.

6. Tintenfischspiel

Das letzte Spiel wird zwischen Gi-Hun und Sang-Woo ausgetragen und stellt auch den Namensgeber der Serie dar, das sogenannte Squid Game oder auch Tintenfischspiel. Da Sang-Woo zuvor Sae-Byeok umgebracht hatte, verbleiben nur noch die beiden ehemaligen Kindheitsfreunde, die sich auf brutale Art und Weise einen tödliches Duell liefern. Das Tintenfischspiel wird dabei auf einem Spielfeld gespielt, das die Form eines Tintenfisches aufweist. Generell werden Spieler und Spielerinnen beim Squid Game in zwei Teams aufgeteilt, die entweder die Offensive oder Defensive bilden. Ziel des Spiels ist es als Angreifer mit dem Fuß auf den markierten, kleinen Bereich zu tippen, der den Tintenfischkopf darstellt. Die Verteidigung ist hingegen gezwungen, innerhalb der Begrenzung – der tintenfischförmigen Linien oder auch Tentakeln – zu bleiben und die Angreifer und Angreiferinnen von dort aus abzuwehren. Diese dürfen dabei nur auf einem Fuß hüpfen. Gelingt es den Angreifern und Angreiferinnen jedoch die Taille des Tintenfisches zu erreichen, so können diese wieder beide Beine benutzen. Per Münzwurf wurde entschieden, dass Gi-Hun die Rolle des Angreifers einnimmt, während der Verteidiger Sang-Woo versucht, diesen aus dem Körper des Tintenfisches zu verdrängen. Darüber hinaus gibt es eine Sonderregel für das Spiel: Sollte einer der beiden Spieler nicht weiterspielen können, so gewinnt der andere.


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Welche Bedeutung haben die Kreise, Dreiecke und Vierecke der Mitarbeiter?

Im Laufe der Serie fallen vor allem die immer wiederkehrenden geometrischen Figuren Kreis, Dreieck sowie Viereck auf. Diese drei Figuren erscheinen dabei auf Visitenkarten, Wänden sowie auf den Masken der Wachen, weshalb dem Zuschauer dessen symbolische Funktion schnell eröffnet wird.

Wachleute, die einen Kreis auf der Maske tragen, stehen für die untersten Arbeiter, die die Teilnehmenden entweder zum Spielort geleiten, die Verlierer und Verliererinnen exekutieren oder die Leichen nach den Spielen einsammeln und verbrennen. Soldaten mit Dreiecken sind für die Aufrechterhaltung der Ordnung zuständig und aus diesem Grund auch mit Schusswaffen ausgestattet. Außerdem sind diese den Aufsehern untergestellt, die Masken mit Quadraten tragen, welche wiederum direkt dem sogenannten Frontmann untergeordnet sind. Die Symbole helfen also die Hierarchie der Wachleute zu kennzeichnen, sodass ein reibungsloser Spielablauf gewährleistet werden kann. Hinzu kommt die Wahrung der Anonymität der Wachen. Laut dem Regisseur Hwang Dong-hyuk war dieser von Ameisen inspiriert, da diese über eine klare Arbeitshierarchie verfügen und ihrer Königin stets gehorsam bleiben.

Des Weiteren können die Figuren auch mit der Kindheit assoziiert werden, da Kinder bereits in jungen Jahren lernen einfache geometrische Figuren zu zeichnen. Insbesondere das Tintenfischspiel greift dabei die geometrischen Figuren auf. Während sich an der Spitze des Tintenfisches ein Dreieck befindet, so besteht der hauptsächliche Teil des Tintenfischkörpers aus einem Quadrat. Die Kreise bilden hingegen die strategischen Punkte, die die Spielenden beim Squid Game berühren müssen, um zu siegen. In seiner Kindheit nannte der Protagonist Gi-Hun den ersten Kreis auch den geheimnisvollen Inspektor, welcher den Schlüsselpunkt markiert, von dem aus das Spiel gestartet werden muss.

Wer ist der Mann im grauen Anzug mit der schwarzen Gesichtsmaske?

Alle Wachen sind dem mysteriösen Frontmann untergestellt, der stets einen grau-schwarzen Anzug sowie eine Maske trägt. In Folge 8 wird schließlich seine Identität enthüllt: Bei dem maskierten Frontmann handelt es sich um Hwang In-ho (Lee Byung-hun), dem vermeintlich vermissten Bruder des Polizisten Hwang Jun-ho (Wi Ha-joon), der Ermittlungen gegen den geheimnisvollen Veranstalter der tödlichen Kinderspiele aufgenommen hat. Nachdem dieser von seiner Mutter erfahren hatte, dass sein Bruder In-ho, der ihm im Übrigen eine Niere gespendet hatte, seit mehreren Tagen nicht mehr zu erreichen ist, begibt sich Jun-ho zu dem Wohnheim seines Bruders. Dort angekommen findet Jun-ho lediglich ein verlassenes Zimmer mit toten Goldfischen sowie einer schwarzen Box mit einer rosafarbene Schleife, die die Visitenkarte des Veranstalters der Spiele mit den jeweiligen Symbolen Kreis, Dreieck sowie Quadrat enthält. Als Wache getarnt macht sich der junge Polizist auf die Suche nach seinem verschwundenen Bruder, den er zunächst unter den Teilnehmenden vermutet. Im Laufe der Serie findet dieser jedoch heraus, dass sein Bruder die Tintenfischspiele im Jahr 2015 gewonnen hat und nun als Frontmann seine mörderischen Strippen zieht.

Autor: Pierre von BedeutungOnline

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