Was ist Zumping? Bedeutung, Definition, Erklärung

Was ist Zumping, Bedeutung, Definition, Erklärung


Zumping bedeutet, eine Beziehung digital per Zoom (bekannte Video-Kommunikationssoftware) zu beenden.

„Zumping“ ist ein Kofferwort aus den Worten „Zoom“ und „dumping“. Das englische Verb „dumping“ bedeutet sinngemäß auf deutsch „Schluss machen“.

„Zumping“ ist eine Reaktion auf die Corona-Situation. Wer seine Beziehung trotz Quarantäne, Social Distancing und Selbst-Isolation beenden wollte, konnte den Weg des „Zumping“ nehmen.

Was ist Zumping? Bedeutung, Definition, Erklärung

Eine Twitter-Userin berichtete darüber wie sie digital per Zoom abserviert wurde. Auf ihren Tweet meldeten sich Hunderte Follower, denen es ähnlich erging.

Offenkundig hat sich das Phänomen des Schlussmachens durch Zumping in Coronazeiten verschärft. Dabei haben es die Singles in Selbstisolation schon schwer genug. Wenn sie aber während der Corona-Pandemie online verlassen werden, steigert dies nur depressive Gefühle.

Der Video-Call trägt oft den grausigen Betreff: „Wir müssen reden.“ Die Methode „Zumping“ gilt als leichtes Spiel für diejenigen, die zum Schlussmachen im persönlichen Gespräch zu feige sind. Unter dem Tweet der genannten Userin fanden sich fast 3.000 Kommentare, die praktisch durchweg die soziale Kälte bedauern, die sich in diesem Verhalten zeigt.

Dabei wurde auch von sonstigen digitalen Varianten des Abschieds berichtet. Eine Frau wurde mit einer PowerPoint-Präsentation vom Arbeitgeber entlassen, andere User mussten das Beziehungsende per Telefonat hinnehmen. Leider macht Corona solche Methoden noch einfacher, denn schließlich sollen wir ja alle auf Distanz bleiben. Also erscheint der Video-Chat plausibel, um auch sehr schlechte Nachrichten zu überbringen.

Der Guardian hat wohl das neue Wort „Zumping“ erfunden. Es ist ein Kofferwort aus „dumping“ (Beziehung beenden) und Zoom.

Zumping: Folgen und Trost

Ebenfalls digital, doch das gilt als sehr unbefriedigend. Es ist kaum möglich, über FaceTime die Tränen durch eine gute Freundin trocknen zu lassen. Der einzige Trost scheint zu sein, dass Zumping wohl nicht ganz so brutal wirkt wie Ghosting, also das plötzliche Verschwinden eines Partners, der danach nie wieder aufzufinden ist. Trotzdem sollte Mindestabstand nicht bedeuten, dass wir nun Abstand von menschlichem Anstand nehmen.

Geht Zumping auch respektvoll?

Möglich ist das schon. Grundsätzlich ist eine virtuelle Trennung zwar immer der schlechteste Weg, wenn jemandem das Beziehungsende unausweichlich erscheint. Doch auch beim Zumping kann man sich mehr oder weniger taktvoll verhalten. Dabei helfen diese Regeln:

  • #1 Ehrlichkeit: Beim Zoom-Call sind Missverständnisse vorprogrammiert. Man sieht die Körpersprache des Partners nicht, auch technische Mängel behindern das Gespräch. Immerhin kann die Verbindung abreißen. Daher kann Zumping nur mit deutlichen Worten funktionieren. Es ist nötig, das Ende der Beziehung eindeutig klarzustellen. Eine Aussage wie „ich liebe dich eigentlich noch, weiß aber nicht weiter“ helfen der verlassenen Person überhaupt nicht. Sie erzeugen nur Grübeleien und falsche Hoffnungen. Daher bedeutet faires Zumping, den Schlussstrich klar zu ziehen.
  • #2 Hintertürchen schließen: Mehr noch als die konventionelle Trennung verleitet das Zumping dazu, sich die Hintertür offenzulassen: Vielleicht reden wir später noch einmal darüber? Der Satz kommt oft vom Schlussmacher. Die Antwort muss aber lauten: Nein, niemals. Hoffnungen auf ein Liebescomeback sind nämlich vollkommen fehl am Platze. Wer wirklich eine Beziehung beenden will, muss den Partner auch freigeben.
  • #3 Social-Media-Verbindungen kappen: Nach dem Zumping sollten alle Social-Media-Verbindungen durchtrennt werden. Das bedeutet, sich auf Instagram, Facebook und Twitter zu entfollowen sowie auf WhatsApp zu blockieren. Diesen Schritt müssen beide Seiten unternehmen. Sie werden sonst schmerzhaft beobachten müssen, wie der Ex-Partner künftig gut gelaunt twittert, postet und chattet.

Was folgt nach dem taktvollen Zumping?

Es folgt das Gefühl, dass das Ende mit Schrecken auf jeden Fall besser war als ein Schrecken ohne Ende. In der Regel hat sich das Beziehungsende nämlich vorher schon angedeutet. Es gab mehr Streit als Harmonie, die Beziehung wurde zunehmend als Belastung empfunden – und zwar von beiden Seiten. Das sollte sich auch der verlassene Partner bzw. die Partnerin (Frauen sind häufiger betroffen) eingestehen. In so einem Fall ist aber das Beziehungsende eher als Erleichterung aufzufassen. Dass es per Zumping stattfand, könnte dann nur noch eine sekundäre Rolle spielen.

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