Erschwitzen – Wie gefährlich ist die Hitze? Gegenteil zu Erfrieren


Das Verb „erschwitzen“ kann auf zwei Arten verstanden werden:

Erschwitzen als Synonym für sich etwas erarbeiten

Wird gesagt, dass jemand sich etwas erschwitzt hat, so ist damit gemeint, dass die Person viel Energie, Mühe und Kraft in etwas investiert hat. Zu sagen, dass eine Person sich einen Erfolg erschwitzt hat, bedeutet, dass man ihr den Aufwand eventuell ansehen kann. Dieser äußert sich z.B. durch Schweißperlen auf der Stirn oder sogar Schweißflecken.

Erschwitzen als Gegenteil zu Erfrieren

Der Ausdruck „Erschwitzen“ wird auch als sprachliches Gegenwort zu Erfrieren verwendet. In der Umgangs- und Alltagssprache findet  „erschwitzen“ kaum Anwendung.

„Erschwitzen“ bedeutet hier, dass jemand durch große und lang anhaltende Hitze schwitzt und leidet. Dabei verliert die Person viel Wasser, was zu einer Dehydrierung führen kann. Dies kann im schlimmsten Fall lebensbedrohlich sein. Als Mittel gegen Wasserverlust hilft: Wasser trinken.

Während beim Erfrieren niedrige Temperaturen lebensbedrohlich sind, so sind bei Erschwitzen hohe Körpertemperaturen lebensbedrohlich.

Als oberfränkisches Wort des Jahres 2018 wurde „Derschwitzen“ gewählt. „Derschwitzen“ enthält den Ausdruck „erschwitzen“ und meint, dass jemand durch große Hitze zu grunde geht.

Kann man erschwitzen?

Zunächst einmal ist Schwitzen positiv zu bewerten. Denn durch das Schwitzen versucht der Körper sich selbst abzukühlen. Jedoch führt übermäßiges Schwitzen – gerade bei Hitze dazu – das man viel Wasser verliert.

Statt „erschwitzen“ wird in der Umgangssprache eher „Sonnenstich“, „Hitzeschaden“, „Hitzekrampf“ oder „Hitzschlag“ gesagt. Im Detail sollten die eben genannten Diagnosen zwingend unterschieden werden. Sie haben jedoch ähnliche Ursachen:

  • sich lange in der prallen Sonne aufhalten
  • sich lange in einer sehr warmen Umgebung aufhalten (Sommerhitze, Menschenansammlungen)
  • Mangel an Flüssigkeiten und damit Mangel Elektrolyten

Die Symptome können sich teils wie folgt zeigen:

  • Benommenheit
  • Durst
  • Erbrechen
  • Kopfschmerzen
  • Ohrgeräusche
  • rote Haut / Roter Kopf
  • Schmerzen
  • Schwindel
  • Übelkeit

Als Maßnahmen dagegen sind empfohlen:

  • sich im Schatten aufhalten
  • kühlen mit feuchten Tüchern / kalte Dusche
  • Flüssigkeiten zu sich nehmen
  • im Notfall einen Arzt aufsuchen

Autor: Pierre von BedeutungOnline

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