Böllerverbot / Feuerwerksverbot Silvester: In diesen deutschen Städten ist Feuerwerk verboten (Wo, Liste)

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In diesem Beitrag erfährst du:

  • In welchen Städten herrscht ein Böllerverbot / Feuerwerksverbot?
  • Was ist ein Böllerverbot? Was bedeutet es?
  • Warum gibt es ein Böllerverbot?
  • In welchen Städten ist Feuerwerk erlaubt?
  • Warum gibt es kein generelles Böllerverbot / Feuerwerksverbot?
  • Pro-Argumente für ein Böllerverbot / Feuerwerksverbot
  • Kontra-Argumente gegen ein Böllerverbot / Feuerwerksverbot

Böllerverbot und Feuerwerksverbot an Silvester: In diesen deutschen Städten ist Feuerwerk und privates Böllern verboten

Auf Sylt, Föhr und Amrum (Amt Föhr-Amrum) ist Silvesterfeuerwerk komplett verboten. Die Städte und Gemeinden sind Böllerfrei. Dies dient dem Schutz der Reetdachhäusern und der Natur. Seit über 30 Jahren gelten die Verbote.

In diesen deutschen Städten ist das Silvesterfeuerwerk teilweise verboten:

  • Aachen (Grabenring)
  • Augsburg (Rathausplatz)
  • Bamberg
  • Berlin (Feuerwerksverbot am Brandenburger Tor, Silvestermeile auf der Straße des 17. Juli, nördlicher Alexanderplatz, Pallassstraße in Schöneberg)
  • Bielefeld (Boulevard, Bahnhofsviertel)
  • Braunschweig (Rathauskolonnaden, Magniviertel, Schlossplatz)
  • Bremen (Innenstadt, Marktplatz, Hafengebiet, Flughafen)
  • Celle (Altstadt)
  • Darß
  • Dortmund (Innenstadt, Gegend um Hauptbahnhof, Katharinenstraße, Kampstraße, Alter Markt)
  • Duderstadt (Altstadt)
  • Düsseldorf (Altstadt, zwischen Flinger Straße und Ratinger Straße, Rheinufer, Heinrich-Heine-Alee)
  • Freising (Innenstadt)
  • Fürth (Fürther Freiheit, Kohlenmarkt, Dreiherrenbrunnen)
  • Goslar (Altstadt)
  • Göttingen (Innenstadt, Wallanlagen und unter anderem Gebiet um Jonaplatz.)
  • Hamburg (Binnenalster)
  • Hameln
  • Hannover (Innenstadt, Raschplatz, Fußgängerzone bis Kröpcke, Opernplatz, Platz der Weltausstellung)
  • Hiddensee
  • Ingolstadt (Altstadt)
  • Karlsruhe (Innenstadt)
  • Köln (Feuerwerksverbot um den Dom, Innenstadt, bis Kyotostraße, östlich bis Rheinufer)
  • Landshut (Innenstadt)
  • Lüchow
  • Lüneburg (komplette Altstadt)
  • München (Feuerwerksverbot in der Altstadt, Fußgängerzone, Innenstadt und anderen Gebieten)
  • Nürnberg (Feuerwerksverbot im Bereich der Burg, Lorenzkirche, Hauptmarkt. Gilt seit 2001)
  • Passau
  • Quedlinburg (Altstadt)
  • Regensburg (Steinere Brücke)
  • Rügen
  • Stuttgart (Feuerwerksverbot um den Schlossplatz, Innenstadt)
  • Timmendorfer Strand (einzelne Verbotszonen)
  • Tübingen (Altstadt)
  • Wiesbaden (Wilhelmstraße)
  • Würzburg

In Naturschutzgebieten und Nationalparks ist Feuerwerk ebenfalls verboten.

Andere Städte und Länder in denen ein Böllerverbot / Feuerwerksverbot herrscht:

  • Brüssel (Belgien)
  • Graz (Österreich)
  • London (Vereinigtes Königreich, UK)
  • Paris (Frankreich)
  • Turin (Italien)

In Australien, Dänemark, Griechenland und Irland sind private Feuerwerke komplett verboten. In Dänemark ist sämtliches Feuerwerk verboten. In Irland ist lediglich harmloses Feuerwerk (Wunderkerzen, usw.) erlaubt.

Weiteres zum Böllerverbot

Ab 2020 will Hornbach kein Silvesterfeuerwerk mehr verkaufen. Bauhaus will sein Silvesterfeuerwerkangebot für 2020 überarbeiten.

Einige Filialen von Rewe und Edeka bieten keine Raketen und Böller mehr an.

Kennst du den Unterschied zwischen Sylvester und Silvester? In diesem Beitrag „Silvester, mit i oder y“ erfährst du es.

Was bedeutet das Böllerverbot / Feuerwerksverbot? Was ist genau verboten?

In der Regel bedeutet ein Böllerverbot / Feuerwerksverbot, dass das Mitbringen und Anzünden von Böllern und Feuerwerkskörpern in den oben genannten Städten untersagt ist. Das heißt Raketen, Leuchtfeuerwerk, Knaller, Batterien und Böller sind verboten. Davon ausgenommen sind unter anderem Wunderkerzen, Knallerbsen, Bodenwirbel oder ähnliches. (Jede Stadt trifft hier ihre eigenen Regelungen. Bitte prüfe diese vorher.)

Bei Zuwiderhandlungen gegen das Böllerverbot / Feuerwerksverbot können Platzverweise ausgesprochen werden. Außerdem können Böller und Feuerwerkskörper einbehalten und vernichtet werden.

Gibt es Ersatz für das Böllerverbot / Feuerwerksverbot?

Ja, einige Städte wollen Ersatz durch Laser- und Lichtshows sowie Musikshows bieten.

Warum gibt es ein Böllerverbot und Feuerwerksverbot?

In den letzten Jahren gab es Vorfälle bei denen Polizisten, Rettungskräfte, Einsatzkräfte und Passanten mit Böllern beschossen oder beworfen wurden. Dabei wurden Menschen verletzt. Durch Feuerwerkskörper werden jährlich mehrere tausend Menschen in Deutschland verletzt.

Siehe auch: Waffenverbotszone, Frauenschutzzone / Safety Area

Außerdem verletzten Menschen sich selbst durch den falschen Gebrauch von Böllern (Zünden aus der Hand, kein Sicherheitsabstand, Einfluss von Alkohol) oder durch den Gebrauch von ausländischem Feuerwerk. Hier treten immer wieder Verletzungen der Hände, Verbrennungen und Verlust von Fingern auf.

Böller und Feuerwerk sind in folgenden Städten erlaubt:

  • Brandenburg
  • Chemnitz
  • Cottbus
  • Darmstadt
  • Dresden
  • Flensburg
  • Frankfurt/Main
  • Halle
  • Hamburg
  • Kaiserslautern
  • Kassel
  • Kiel
  • Landau
  • Leipzig
  • Lübeck
  • Ludwigshafen
  • Magdeburg
  • Mainz
  • Mannheim
  • Münster
  • Offenbach
  • Oldenburg
  • Regensburg
  • Trier
  • Wolfsburg

Warum es kein generelles Böllerverbot / Feuerwerksverbot gibt:

Nur der Bund kann ein grundsätzliches Böllerverbot / Feuerwerksverbot aussprechen. Dafür müsste das Sprengstoffgesetzt geändert werden. Dafür ist der Innenminister verantwortlich.

Das Bundessprengstoffgesetz besagt, dass am 31. Dezember und 1 Januar ganztätig Feuerwerkskörper gezündet werden dürfen. In der unmittelbaren Nähe von Altenheimen, Kirchen, Kinderheimen, Krankenhäusern und brandempfindlichen Gebäuden ist der Gebrauch von Böllern und Feuerwerkskörpern verboten.

Pro-Argumente für das Böllerverbot / Feuerwerksverbot: Warum das Feuerwerk an Silvester verboten wird

Luftreinheit / Feinstaubbelastung: Feinstaub, der durch Silvesterknaller und Böller freigesetzt wird, belastet Mensch, Tier, Klima, Natur und Umwelt.

Laut Umweltbundesamt sollen durch Silvesterfeuerwerk 4.500 Tonnen Feinstaub freigesetzt werden. Das entspricht einem Sechstel der Feinstaubmenge, die durch Straßenverkehr in einem Jahr freigesetzt wird.

Gesundheit: Feinstaub belastet die Lunge und kann krank machen.

Verschmutzung / Müll vermeiden: Privates Feuerwerk und private Böllerei verursacht Müll. Dieser Müll liegt Wochen bis Monate noch auf Straßen, Grünanlagen und in der Natur herum.

Tierschutz: Für Tiere bedeuten Feuerwerk und Silvesterböller Angst, Stress und Schrecken. Die lauten Geräusche machen ihnen Angst. Tiere können durch Feuerwerkskörper verletzt werden. Der Tierschutz gilt hier für Haustiere, Nutztiere und Wildtiere.

Sicherheit: Laut Gefahreneinschätzung der Polizei und aus Sicherheitsgründen wird das private Feuerwerk verboten, um Polizisten, Feuerwehr, Rettungskräfte und Passanten zu schützen. (Siehe auch: Waffenverbotszone, Frauenschutzzone / Safety Area)

Feuerwerks-Enthusiasten können sich selbst oder andere verletzen. Laut Umweltbundesamt werden jährlich rund 8.000 Menschen durch Feuerwerkskörper und Böller verletzt. (Durch schlechte Handhabe entstehen durch Feuerwerk in der Wohnung sogar Wohnungsbrände.)

Brandschutz: Feuerwerkskörper können Brände an (alten) Häusern oder Holzhäusern auslösen.

Denkmalschutz: Um Denkmäler und historische Gebäude vor der Beschädigung durch Feuerwerkskörper zu schützen.

Geldverschwendung: Für einige sind Silvesterknaller und Silvesterfeuerwerk reine Geldverschwendung.

Kontra-Argumente gegen das Böllerverbot / Feuerwerksverbot

Ein Böllerverbot / Feuerwerksverbot bestraft friedlich Feiernde. Ein Verbot von Böllern, Knallern und Feuerwerk trifft nicht nur jene, die es übertreiben, sondern alle, die eine Rakete zünden wollen oder mit harmlosen Feuerwerk spielen.

Wer Böller und Feuerwerkskörper zünden möchte, wird auf Nebenstraßen oder andere Gebiete ausweichen. Damit verlagert sich die Silvesterböllerei nur.

Es kann der Eindruck entstehen, dass es außerhalb einer Böllerverbotszone / Feuerwerksverbotszone unsicher ist.

Silvesterfeuerwerk macht Spaß und ist schön anzusehen.

Böllerverbotszonen / Feuerwerksverbotszonen können als Eingriff in die Handlungsfreiheit einer Person gewertet werden.

Es kann argumentiert werden, dass das aktuelle Bundessprengstoffgesetz Böllerverbotszonen und Feuerwerksverbotszonen gar nicht zulässt. Hier muss entschieden werden, was mehr wiegt, das Sprengstoffgesetz (und die Freiheit des Einzelnen) oder die Sicherheitsbedenken der Kommunen. Denn das Sprengstoffgesetz lässt privates Feuerwerk zu. Viele Kommunen richten Verbotszonen ein und begründen dies mit der Sicherheit.

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