Ab wann ist man ein Gutverdiener, Spitzenverdiener, Besserverdiener, reich? Erklärung

Ab wann ist man ein Gutverdiener, Spitzenverdiener, Besserverdiener, reich, Erklärung

Ab wann gehört man zu den Gutverdienern?

Das müssen Sie einnehmen, um zu den Gutverdienenden zu gehören
Anno 2020 ist man einkommensstärker als 90% der Bevölkerung hierzulande, wenn man als kinderloses Paar zusammen 5294€ netto monatlich verdient. Wer nicht in einer Partnerschaft lebt, muss hingegen 3529€ nach sämtlichen Steuern aufweisen können, um sich zu den oberen 10% zählen zu dürfen. Dies ergaben Studien des Instituts der Deutschen Wirtschaft. Dass das Gesamteinkommen von Paaren summenmäßig geringer ist als das von alleinstehenden Personen, erklärt sich daraus, dass bei Ersteren viele Kosten geteilt werden.

Auch drei Jahrzehnte nach der deutschen Einheit ergeben sich jedoch signifikante Unterschiede zwischen Ost und West. So beziehen sich die eben aufgelisteten Werte vor allem auf das Lohnniveau in den alten Bundesländern. Wer stattdessen in Thüringen oder Brandenburg mehr als 2839€ netto im Monat zur Verfügung hat, gehört dort theoretisch zur Oberschicht. Die Begriffe Gutverdienend und Besserverdienend verfolgen im vorliegenden Kontext übrigens dasselbe Ziel.

Spitzenverdiener verdienen 180.000 Euro im Jahr oder 15.000 Euro im Monat

Das müssen Sie einnehmen, um zu den Spitzenverdienern zu gehören
Definitionsgemäß erfordert die Aufnahme in diese elitäre Gruppe ein Jahreseinkommen von knapp 180000€. Auf den Monat heruntergebrochen bedeutet dies also stolze 15000€. Nur die wenigsten Deutschen werden über solche finanziellen Ressourcen verfügen. Am häufigsten vertreten sind Spitzenverdiener unter Unternehmern. Wer solch einen monetären Spielraum ausnutzen möchte, muss in der Regel eine gute akademische Ausbildung abgeschlossen haben. Kaum ein Handwerker wird monatlich 15000€ netto auf der Kante haben. Jedoch sollte man auch hier niemals pauschal urteilen. Ausnahmen bestätigen bekanntlich die Regel.

Das müssen Sie einnehmen, um reich zu sein: Ab wann ist man reich?

Prinzipiell kann man davon ausgehen, dass man bereits reich ist, wenn man zu den oberen zehn Prozent gehört. Natürlich stellen sich die meisten unter dem Begriff reich jedoch schnelle Autos und eine Yacht vor, anstatt lediglich 3529€ netto. Eine andere Herangehensweise besagt, dass reich ist, wer mindestens das Doppelte des nationalen Medians verdient.

Wussten Sie eigentlich, dass rund 55% der reichen Deutschen männlich sind? Oder 31% dieser Gruppe Single ist?

Ab wann gehört man zur Mittelschicht?

Die Mittelschicht betrifft den Großteil der Bürger, wenngleich oftmals beklagt wird, dass gerade ebenjene schrumpft und folglich die Schere zwischen Arm und Reich weiter auseinandergeht. Um in die Mittelschicht aufgenommen zu werden, benötigt man ein monatliches Einkommen von 1560€ bis 2920€ – netto für Alleinstehende gerechnet. Eine Familie mit vier Mitgliedern braucht ungefähr das Doppelte dieses Gehalts, um in der Mittelschicht klassifiziert zu werden. Zurzeit gehört die Hälfte der Deutschen zur Mittelschicht. In den letzten Jahren haben die Werte allerdings stark geschwankt. Dieser Trend dürfte in Zukunft noch an Kraft zunehmen.

Nicht das Einkommen ist das Entscheidende

Häufig wird darüber debattiert, wie viel man verdienen muss, um sozial aufsteigen zu können. Dabei wird aber außer Acht gelassen, dass nicht die Löhne alleine über Wohlstand entscheiden. Eine viel größere Bedeutung hat hier hingegen die Art und Weise wie das Einkommen angelegt wird. Hierin lässt sich auch ein Stück weit die größer werdende Lücke zwischen Arm und Reich erklären. Während der Unterschicht kein Geld zum Investieren bleibt, können die oberen zehn Prozent vom Zinseszinseffekt profitieren. Das lässt Vermögen weiter anwachsen. Die etwaigen Verluste treten im Angesicht zur Wertschöpfung meist nicht in Erscheinung.

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