Was sind Boxerbraids? Frisur, Bedeutung, Definition, Erklärung

Was sind Boxerbraids, Frisur, Bedeutung, Definition, Erklärung


Boxerbraids sind Boxerzöpfe. Eigentlich sind es Boxerinnenzöpfe, denn vor allem Frauen tragen die trendige Frisur, die ihren Namen tatsächlich vom Boxsport ableitet.

Was sind Boxerbraids? Frisur, Bedeutung, Definition, Erklärung

Seit 2016 interessierten sich Frauen weltweit stark für den trendigen neuen Style der Boxerbraids. Er war allerdings schon zuvor bei Afroamerikanerinnen sehr beliebt, doch 2016 verhalf ihm Kim Kardashian bei den damaligen Fashion Weeks zum globalen Durchbruch. Weitere Stars wie Karlie Kloss oder Chiara Ferragni folgten dem angesagten Style, Frauen mit längeren Haaren machten ihn sich gern zu eigen. Er funktioniert sogar mit kurzen Haaren, doch dann ist das Flechten der Zöpfe nicht ganz so einfach. Boxerbraids sind sehr praktisch, denn sie halten auch bei stürmischem Wetter. Die Fashionista hat damit ihren Eyecatcher in jeder Situation dabei.

Boxerbraids: Boxen, Boxerinnen und die Haare

Wie es der Name ermuten lässt, hat die trendige Frisur wirklich etwas mit Boxen zu tun. Schon seit den frühen 2000er Jahren wählten immer mehr junge Frauen diese Sportart, um sich in der Freizeit fit zu halten, auch Stars und Models bringen damit ihren Körper in Form. Gleichzeitig steigert das Boxen enorm das Selbstbewusstsein, nur scheint es natürlich so gar nicht zum modischen Outfit einer Frau zu passen.

Allerdings zeigten Regina Halmich (Boxweltmeisterin aus Deutschland) und Hilary Swank (US-Schauspielerin) schon in den frühen 2000er-Jahren, wie Boxen und elegante Weiblichkeit zusammenpassen. Unter anderem trug Hollywood mit dem Streifen „Million Dollar Baby“ dazu bei. Damals blieben allerdings die vorgeführten Boxerbraids noch eine modische Randerscheinung. Sie zeigten dennoch schon vor fast zwei Jahrzehnten auf, wie gepflegt und souverän dieser Style wirken kann.

Warum diese Frisur beim Boxen für Frauen mit längeren Haaren eigentlich alternativlos ist, führte vor allem Regina Halmich vor. Die Deutsche gelangte ins Rampenlicht, weil sie ihren Weltmeistertitel zwischen 1995 und 2007 unangefochten halten konnte. Ihr Markenzeichen sind (bis heute) die eng am Kopf anliegenden Zöpfe. Man kann sich sofort vorstellen, dass Boxen wohl kaum anders funktionieren kann.

Die moderne Frau trägt Boxerbraids aber auch, um neue Akzente zu setzen. Die Frisur ist gleichsam süß, strahlt aber auch Dominanz aus. Das wiederum bewies wiederum Kim Kardashian mit ihren Instagram-Posts ab der Fashion-Week ab 2016. Damit hat es die Frisur vom Boxring bis auf den internationalen Laufsteg geschafft – was für eine beeindruckende Karriere!

Potenzial der Boxerbraids

Seit dem internationalen Aufschwung ab 2016 werden der trendigen Frisur große Potenziale zugeschrieben. Das liegt auch daran, dass junge Frauen die schicken Zöpfe inzwischen zu fast jedem Anlass tragen: zu abendlichen Dates ebenso wie zu Feten und Streetlife, als praktischen Look im Büro, zu Familienfeiern und seit 2020 auch, um die Corona-Maske bequemer aufsetzen zu können. Boxerbraids erweisen sich damit als ebenso trendy wie vielseitig und praktisch. Ein Frau liegt mit ihnen immer richtig, sie ist weder over- noch understyled.

Wie werden die Boxerbraids geflochten?

Das ist nicht allzu schwer, nur bei kurzen Haaren wird es etwas knifflig. Die Haare müssen aber zuvor nicht unbedingt frisch gewaschen werden. Wenn doch, empfiehlt sich Conditioner, damit sich die robuste Haarpracht nicht allzu schnell lockert. Hier ist eine kleine Schritt-für-Schritt-Anleitung:

  1. Der erste Schritt ist das strenge, genau mittige Scheiteln in zwei Teile, das am besten mit einem Stielkamm funktioniert. Mit diesem wird die Haarpracht vom Ansatz bis zum Nacken gekämmt. Dann erfolgt ein Fixieren mit einem Haargummi oder Klammern: Der Mittelscheitel muss zur weiteren Bearbeitung erhalten bleiben.
  2. Nun erfolgt das Flechten der linken Seite von oben nach unten.
  3. Mit der Ankunft am Nacken können die übrigen Haare locker nach unten durchgeflochten werden.
  4. Es folgt die gesamte Prozedur auf der rechten Seite. Damit ist der Fashion-Look auch schon fertig.

Tipp: Die Frisur hält bei dünnem Haar besser, wenn anfangs unscheinbare Haushaltsgummis die Zöpfe fixieren. Besonders dünne Zöpfe sind durchaus vorteilhaft. Sie lassen die Boxerbraids rebellischer wirken. Dick geflochtene Zöpfe machen den Style verspielt und mädchenhaft.

Bedeutung: Generelles zu den Braids

Es gibt bekanntermaßen diverse Frisuren mit Braids. Neben den Boxerbraids sind bekannte Vertreter diese:

  • Cornrows
  • Twists
  • Rastazöpfe
  • Nubian Locks

Die Nubian Locks sind die vielen dünnen Flechtzöpfe, für die es einer dreisträhnigen Flechttechnik bedarf. Rastazöpfe nennen die Angloamerikaner Individual Braids. Zumindest in afroamerikanischen Bevölkerungsgruppen tragen auch viele Männer Braids. Die Boxerbraids sind wiederum in Europa eher ein Privileg von (jungen) Frauen. An anderen Gruppen sieht man sie praktisch nicht. Braids haben eine uralte Tradition.

Für die afrikanischen Massai bedeuten sie Spiritualität und Religion, bei den afrikanischen Samburu setzen junge Männer ockerfarbene Braids für das Brautwerben ein: Sie schwenken sie vor dem Gesicht des auserwählten Mädchens. Die Nomaden aus Tansania und Kenia erlauben den Jungen, ihre Haare ab dem 12. Lebensjahr wachsen zu lassen, sich dann Braids zu flechten und damit allmählich in den Status eines Kriegers hineinzuwachsen.

Mit dem 20. Lebensjahr endet die Kriegerzeit: Nun müssen die Haare wieder abgeschnitten werden. Die Indigenen auf dem amerikanischen Kontinent kennen die geflochtenen Haare ebenfalls. Die Indianer des Mohave-Stamms im heutigen Südwesten der USA flochten sich Braids, die den heutigen Frisuren auf dieser Basis sehr stark ähneln.

In Asien schreibt man Buddha eine Frisur mit charakteristischen Braids zu. Sie waren dicht bei der Kopfhaut zu kurzen Ringellocken zusammengewickelt, was zum Pfefferkornhaar führte. Diesen Style nehmen einige US-Amerikaner heute als Pepper Corn Hair auf. Er war in der Antike auch in Griechenland verbreitet. Doch Braids sind noch viel älter, denn Grabfunde legen nahe, dass auch Angehörige der Kelten sie schon vor rund 3.000 Jahren und wahrscheinlich auch noch früher trugen. Wiederum waren sie ein Kennzeichen junger Krieger. Von den Kelten sind sogar drei typische Frisuren mit Braids bekannt, darüber hinaus gab es noch weitere Frisuren ohne Zöpfe.

Was ist noch wichtig bei den Boxerbraids?

Wer sich für diese Frisur entscheidet, muss wissen, dass sie anfangs leichte Schmerzen verursachen kann. Bei allen Braids, doch insbesondere bei den Boxerbraids wird die Kopfhaut gespannt, damit die Locken wirklich eng anliegen. Je nach Geschick der flechtenden Person können über einige Stunden oder sogar Tage Kopfschmerzen durch die starke Zugbelastung entstehen. Sie verschwinden aber, weil sich die Haut an diese Belastung gewöhnt. Als Mindesthaarlänge für Braids werden fünf Zentimeter empfohlen. Wenn sie dick sein sollen, sollten es mindestens zehn Zentimeter sein.

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