Wofür / Wozu sind Mücken gut? Erklärung, Nutzen

Wofür, Wozu sind Mücken gut, Erklärung, Nutzen


Mücken sind als Larven und im Erwachsenalter eine wichtige Nahrungsgrundlage für eine Vielzahl an anderen Tieren. Dementsprechend sind die kleinen Insekten wichtig für Spinnen, Amphibien, Vögel, Libellen und Fische. Wenn sie aus dem Ökosystem verschwinden, hätte das für viele andere Tiere eine gravierende Folge. Viele Menschen sehen Stechmücken nur als lästige Plagemeister. Das liegt vor allem daran, dass ein Stich ein heftiges Jucken verursachen kann und man sich an feuchtwarmen Sommertagen kaum vor Mücken retten kann.

Was machen Mücken?

Im Sommer bei heißen Temperaturen liegen die Eier der Mücken über einen längeren Zeitraum auf dem Boden. Wenn es anfängt zu regnet, werden Wiesen und Senken mit Wasser überschwemmt. Das sorgt für eine Art Massenschlupf. Wenn sich die geschlüpften Mücken in Schwärmen auf die Suche nach Opfern machen, sind sie eine gute Nahrungsquelle für Vögel oder Fledermäuse. Viele Mücken ernähren sich von Nektar. Dadurch bestäuben sie die Pflanzen.

Lediglich die weibliche Mücke benötigt für ihre Eierproduktion eine Blutmahlzeit. Sie benötigt für ihre Eier viel Protein. Viele Studien haben bewiesen, dass Menschen mit der Blutgruppe 0 wesentlich häufiger gestochen werden als Menschen mit der Blutgruppe B. Die Stechrate ist bei der Blutgruppe 0 sogar doppelt so hoch. Menschen mit der Blutgruppe A werden von Mücken nur sehr selten attackiert. Sie scheinen für die Mücken unsichtbar zu sein. Neben Stechmücken findet man in Deutschland vor allem auch Bartmücken, Schmetterlingsmücken und Kriebelmücken. Insgesamt gibt es 50 Arten an Kriebelmücken, die sehr rundlich, klein und schwarz aussehen. Man kann sie leicht an den kurzen Flügeln erkennen. Sandmücken sind dagegen klein und beige.

Welche Aufgabe haben Mücken? Erklärung

An feuchten Tagen treten Mücken vermehrt auf, sodass die unterschiedlichsten Tierarten ausreichend zu fressen haben. Es gibt aber kein Tier, dass sich speziell auf Mücken als Nahrungsquelle spezialisiert hat. Somit verhungert auch kein Tier, wenn es einen trockenen Sommer und somit kaum Mücken gibt. Treten Mücken dagegen in Schwärmen auf, sind besonders Vögel gut versorgt. Experten haben festgestellt, dass sie während einer starken Mückenpopulation sogar eine dritte Brut gut durchbringen können.

In Deutschland gibt es über 28 Mückenarten. Stechmücken sind somit nur ein Teil dieser Familie. Biologen haben herausgefunden, dass die verschiedenen Mückenarten alle ökologischen Nischen füllen. Nicht nur Vögel und Fledermäuse, sondern auch viele räuberische Insekten ernähren sich von den fliegenden und ausgewachsenen Mücken. Wassertiere fressen dagegen gerne Mückenlarven. Vor allem Amphibien und Fische fressen die Mückenart, die für Menschen am gefährlichsten angesehen werden, die Kriebelmücke. Bei einigen Fischarten können die Larven der Kriebelmücken bis zu 80% der Fischnahrung dar.

Wie und wo nützen Mücken? Nutzen

Nicht nur Bienen, sondern auch Mücken und Fliegen sorgen dafür, dass Pflanzen im Garten bestäubt werden. Diese Tatsache wird von vielen Menschen vergessen, da Mücken aufgrund ihres lästigen Stechverhaltens als sehr negativ angesehen werden. Ohne bestimmte Mückenarten würde es in Zukunft keine Schokolade mehr geben. Nur der Rüssel von Mücken ist lang und fein genug, um an die kleinen Blüten des Kakaos zu kommen. Sie übertragen die Pollen von einem Kakaobaum zu anderen. Dadurch kann es zu einer Kreuzbefruchtung kommen und neue Kakaofrüchte können sich bilden. Auch in Deutschland gibt es viele Mückenarten, die sich auf bestimmte Bäume oder Doldenblütler spezialisiert haben. Auf Pflanzen, die de doldenartige Blüten- oder Fruchtstände haben, können Stechmücken sehr häufig beobachtet werden.

Autor: Pierre von BedeutungOnline

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