Was sind Scalper? Bedeutung, Definition, Erklärung

Was sind Scalper, Bedeutung, Definition, Erklärung


Jeder, der sich mit Trading beschäftigt, stößt unweigerlich auf die Thematik Scalping. Dabei handelt es sich um Trades im Sekunden- und im kurzen Minutenbereich. Dabei wenden die Trader die Methode in aller Regel bei Fremdwährungen an, weil hier die Liquidität am Markt sehr hoch ist. Der Anleger kann dabei Stückzahlen im Bereich von 5 und 50 Einheiten handeln ohne dabei den Markt bewegen zu müssen. Die Experten gehen dabei oft bei Ausbrüchen nach unten oder oben in den Markt und versuchen damit nur ein bis fünf Einheiten der Devisen zu nehmen. Generell steigt der Gewinn durch eine größere Stückzahl und eine stetige Wiederholung.

Was sind Scalper? Bedeutung, Definition, Erklärung

Ein Anleger, der das Scalp Trading betreibt, wird Scalper genannt. Dieser hält Positionen nur für eine kurze Zeit, um diese dann gleich wieder zu verkaufen. Hierdurch ist es möglich große Hebel zu nutzen und auch bei einem geringen Einsatz recht hohe Gewinne zu erreichen. Zudem können in einem kurzen Zeitraum besonders viele Trades ausgeführt werden. Auf diese Weise ist es sehr gut möglich an einem Tag einige Hundert Trades auszuführen, was die Möglichkeiten im Handel eines Scalpers vergrößert.

Der Scalper hat bei seinem Scalp Trading die Wahl zwischen verschiedenen Strategien, welche er anwenden kann. Einerseits kann er sich sein Ziel über den Trade festlegen, ehe er die gekauften Positionen auflöst. Andererseits kann ein Scalper Positionen ausfindig machen, ob die Werte an jenem Tag besonders stark schwanken. Ein Scalper versucht aus der Differenz zwischen Verkaufs- und Kaufkurs, dem Spread, profitieren zu können. Das Scalp Trading erfordert eine große Konzentration und Aufmerksamkeit des Scalpers und zugleich sehr gute Kenntnisse über den Markt und Wissen über die Möglichkeiten des Handelns am Markt.

Toptrader führen am Tag meist mehr als Transaktion aus und bewegen meistens mehrere Millionen US-Dollar oder Euro. Jedoch ist das Scalping nicht für jeden Trader gut geeignet, da dieser sehr schnell reagieren muss. Daher hat er zugleich die Freiheit, dass Positionen nicht länger als nur einige Minuten gehalten werden und er somit auf neue Tendenzen reagieren kann.

Die Vorteile des Scalpings

Das Scalping wird von Anlegern aufgrund verschiedener Faktoren als gesicherter Handelsstil gewahrt.

Im Gegensatz zu anderen , sind alle Positionen bei einem Scalping dem Risiko des Marktes für kurze Zeit ausgesetzt. Deshalb ist das Verlustrisiko wegen der starken Marktbewegungen sehr viel geringer. Im Vergleich zum Swing- oder Day-Trading werden längere Haltezeiten verwendet.

Zudem muss eine Trader bei seiner eigenen Scalping-Strategie, aufgrund der sehr kurzen Haltedauer, bedeutend weniger Variablen beachten. Dabei liegt der Fokus auf der Verwendung oder der Handelsspanne von ein bzw. zwei Indikatoren. Weniger Anerkennung wird hierbei auf die Trendanalyse oder Schwankungsbreite der Preise des Währungspaares gesetzt.

Der Einsatz bestimmten Strategien eines Scalpers weist Besonderheiten auf. Daher sind die Gewinnmöglichkeiten für jeden Trade gering, weshalb es beim Scalping schwieriger ist als bei weiteren Strategien ist, die richtige Schwelle für den Handel zu bestimmen. Zudem muss der Trader eine besondere Selbstdisziplin besitzen, um an der eigenen Strategie festhalten zu können. Denn wenn er einen den Stop zu weit vom Einstiegskurs entfernt setzt, können sämtliche Gewinne des Tages sofort verloren sein.

Oftmals wird daher eine Bracket-Order benutzt, welche den gleichen Abstand zum Anfangskurs aufweist und damit das Risiko-Verhältnis in Höhe von 1:1 für den Handel bietet. Emotionale tätige Trader sollten die Strategie genauso wenig anwenden, wie Anleger, die innerhalb kurzer Zeit hohe Gewinne mit nur wenigen Trades erreichen wollen.

Mit der Scalping-Strategie muss der Anleger zu jeder Zeit methodisch mit den Entscheidungen und den Erwartungen des Marktes umgehen. Wegen der hohen Zahl von Transaktionen ist es in aller Regel üblich, dass einige Anlagen Verluste aufzeigen. Dabei sollten einzelne Verluste nicht überinterpretiert werden, sondern es kommt stets auf den Ertrag der jeweiligen Strategie an. Dieser bestimmt sich aus der Summe der abgeschlossenen Trades.

Wenn die Anleger überprüfen wollen, ob das Scalping die passende Strategie für den Handelsstil ist, sollten diese auf jeden Fall diese umsetzen. Diese Art des Handelns ist meistens kostenlos und ermöglicht eine einfache Implementierung unterschiedlicher Scalping-Strategien. Hierbei gehen diese keine Risiken ein, da die einzelnen Transaktionen nicht mit Geld ausgetragen werden.

Die Arbeit eines Scalpers

Das Scalping zählt generell zu den aggressivsten Strategien in der CFD-Welt. Es bezeichnet das Ausschneiden von sehr kleinen Marktbewegungen (scalping = herausschneiden) von nur einigen Ticks, den kleinsten Kursvariationen aus der Bewegung eines Kurses. Die Scalper bewegen sich vorrangig an den liquidesten Märkten wie beispielsweise im Forex-Handel, da sie auf eine rasche Orderausführung angewiesen sind. Nur einige Plattformen für die CFDs bieten jedoch einen guten Blick in die Tiefe des Marktes (Level II – Orderbuch) des Handelsplatzes. Im Zentrum des jeweiligen Marktes werden Verkaufs- und Kaufkurse auf Grundlage von Angebot und Nachfrage gestellt. Der Anleger versucht beim Scalping den die Kursdifferenzen zwischen Ask und Bid auszunutzen.

Ein Scalper nutzt kleinste Kursveränderungen aus. Der Trader, welcher das Scalping als aktive Strategie betreibt, versucht, vor allem durch den Blick in sein Orderbuch Bewegungen am Markt von wenigen Ticks in die passende Richtung vorwegzunehmen und sich entsprechend zu positionieren. Dabei gilt es, die winzigsten Veränderungen am Markt mit einem hohen Hebel zu nutzen. Dabei ist die Haltedauer besonders gering und die Positionen werden meist kurz nach Überwinden des Spreads geschlossen. Eine eher kleine Gewinnspanne wird durch sehr hohe Volumina ausgeglichen, welche im Markt bewegt werden. Die Handelsstrategien der Scalpern können zum Beispiel auch Arbitragegeschäfte enthalten. Diese bedeutet, dass diese Marktineffizienzen wie kleine Kursdifferenzen von ähnlichen Kontrakten nutzen und auf die Annäherung spekulieren.

Das Scalping bedeutet hohe Verluste oder große Gewinne. Kleine gegenläufige Kursbewegungen führen bei der Strategie schon zu Verlusten. Ein Gewinn von mehreren Trades kann daher durch eine hohe Verlustposition schnell zunichtegemacht werden. Daher ist es vor allem hier für den Anleger wichtig, sich einerseits auf sekundenaktuelle Stellungen der Kurse und andererseits auf die Ausführungen der Order verlassen zu können. Dies garantieren CFD-Plattformen. Hier haben die Anleger einen direkten Marktzugang, ohne dass der Anbieter der CFDs als Gegenpart auftritt. Damit ist faires Handeln zu guten Kursen garantiert. Da die Scalper oftmals viele und besonders kurzfristige Positionen handeln, kann die Strategie nur für erfahrene Trader geeignet sein.

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