Was ist der Midas-Effekt? Bedeutung, Definition

Midas-Effekt, Bedeutung, Definition, Erklärung


Als Midas-Effekt wird der Effekt bezeichnet, dass Menschen nach einer Berührung großzügiger werden.

Der Midas-Effekt konnte bisher durch die Wissenschaft nicht nachgewiesen werden. Es gibt aber Hinweise.

Midas-Effekt: Bedeutung, Definition

In der Regel wird vom Midas-Effekt in Bezug auf Kellner und Kellnerinnen gesprochen. Die Annahme ist, dass eine simple Berührung des Gastes dessen Bereitschaft steigert mehr Trinkgeld zugeben. Auch soll eine einfache Berührung dazu führen, dass jemand eher an einer Umfrage teilnimmt und eher etwas teilt (z.B. Zigaretten).

Es wurde bei Kellnern und Kellnerinnen beobachtet, dass sie mehr Trinkgeld erhalten, wenn sie ihre Gäste berühren. Diese Beobachtung wurde „Midas-Effekt“ genannt. Welchen Einfluss Sympathie, Mimik, Gestik, Körperbau, Attraktivität, Rhetorik oder die Unterhaltsamkeit der kellnernden Person spielten, wurde nicht untersucht. Weitere Einflussfaktoren können sein: Kontext, Umgebung, Einfluss der Getränke, usw.

Ein Midas-Effekt konnte unter wissenschaftlichen Maßstäben bei Laborversuchen bisher nicht nachgewiesen werden.

Gibt es den Midas-Effekt wirklich?

Wissenschaftler konnten nachweisen, dass sich auf der menschlichen Haut Fasern befinden, die Berührungen als angenehm oder unangenehm bewerten. Die Information senden die Fasern an das Gehirn weiter. Diese Fasern werden „C-taktile Fasern“ genannt. Eine andere Bezeichnung ist „Kuschelnerven“ .

Die C-taktilen Fasern helfen die psychologische Qualität einer Berührung zu ermitteln.

Die Fasern arbeiten (teils) unabhängig von uns. Das heißt die Fasern nehmen Berührungen war, auch wenn wir das gar nicht so richtig mitbekommen. Die Information, ob die Berührung angenehm oder unangenehm war, übermitteln die Fasern an das Gehirn. Dort wird sie verarbeitet und kann Einfluss auf das Verhalten nehmen.

Menschliche Beziehungen leben von Berührungen

Familien berühren einander, Freunde berühren einander, Eltern berühren ihre Kinder und Partner sich gegenseitig. Menschliche Beziehungen leben von Berührungen. Berührungen sind sehr wichtig. Sie helfen Beziehungen und Vertrauen zu stärken.

Berührungen erzeugen Bindung. Sich zu berühren, ist Ausdruck, dass eine Beziehung funktioniert. Berührungen sorgen für ein Zufriedenheitsgefühl. Körperliche Nähe ist eben sehr wichtig.

Der erdachte Midas-Effekt könnte einfach dafür stehen, dass Gäste die Berührungen zulassen einem Kellner oder einer Kellnerin vertrauen. Sie lassen sich anfassen. Wer dem Kellner vertraut und Sympathie hegt, ist vielleicht auch geneigt, mehr Trinkgeld zu geben.

Berührungen können sogar Konflikte entschärfen. Umarmen sie doch die Person, die Streit sucht.

Die Palette der menschlichen Berührungen ist lang:


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  • tätscheln
  • zärtlich sein
  • Ei ei machen
  • sich anlehnen
  • kitzeln

Woher der Midas-Effekt seinen Namen hat: Bedeutung, Definition

Die Midas-Geschichte ist eine Sage und entstammt der griechischen Mytologie.

In der Antike soll es im Mittelmeer-Raum einen König gegeben haben, der sich wünschte, dass sich alles in Gold verwandelt, was er berührt. Dieser König hieß Midas. König Midas erhielt seinen Wunsch und alles, was seine Hände berührten, verwandelte sich in Gold. Dies galt für alles: Essen, Äpfel, Tiere, Menschen, Steine, Wasser und Kleider.

Doch die Fähigkeit hatte einen großen Nachteil. König Midas konnte nichts mehr Essen und nichts mehr Trinken. Er drohte zu verhungern und zu verdursten. Er bat die Götter, dass sie ihm die Fähigkeit wieder wegnehmen. Der griechische Gott Dionysos sagte ihm, dass er im Fluss Paktolos baden soll, um die Gabe abzuwaschen. Das tat König Midas und die Gabe, alles in Gold zu verwandeln, ging auf den Fluss über. Dies führte dazu, dass der Paktolos der goldreichste Fluss Kleinasiens wurde.

(Anmerkung der Redaktion: Die Moral von der Geschicht könnte sein, dass nicht jeder Wunsch erfüllt werden und man vorsichtig mit seinen Wünschen sein sollte.)

Der Midas-Effekt wurde nach König Midas benannt, da die Berührung die vergoldende Wirkung hat. Was für König Midas galt, gilt eben für Menschen, die eine Beziehung durch Handauflegen verbessern.

Was ist der Kotmidas-Effekt? Bedeutung, Definition

Das Gegenteil des Midas-Effekt wird scherzhaft „Kotmidas-Effekt“ genannt. Bei diesem gegenteiligen Effekt, sorgt eine Person durch Berührung oder Interaktion mit jemanden oder etwas, dass sich dessen Zustand (oder Ruf) verschlechtert und sein Wert gemindert wird.

Der „Kotmidas-Effekt“ ist ein Scherz und wissenschaftlich nicht nachgewiesen.

Weitere Bedeutung: Midas Effekt

„Der Midas-Effekt: Wenn Träume Realität werden“ ist ein Buch von Raja Öllinger-Guptara.

Autor: Pierre von BedeutungOnline

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