Was bedeutet fungibel? Was ist Fungibilität? Bedeutung, Definition, Erklärung

Was bedeutet fungibel, Was ist Fungibilität, Bedeutung, Definition, Erklärung


Fungibilität ist die Eigenschaft von Gütern, nach Maßeinheit, Zahl oder Gewicht bestimmbar bzw. konkret messbar zu sein und dies macht sie somit innerhalb einer bestimmten Gattung durch andere Stücke ersetzbar. Das Wort fungibel bezieht sich dabei ebenfalls auf austauschbare Dinge, wird jedoch eher als abwertende Definition verwendet. Auch, wenn beide Begriffe im ersten Moment vollkommen gleich erscheinen, ist es sehr wichtig diese getrennt voneinander zu betrachten.

Was bedeutet fungibel? Was ist Fungibilität? Bedeutung, Definition, Erklärung

Der Begriff fungibel hat eine etwas andere Bedeutung als die sogenannte Fungibilität. Zunächst besteht jedoch erst einmal die Gemeinsamkeit, dass es sich um austauschbare Dinge handelt, die man im Zweifel einfach ersetzen kann.

Zu unterscheiden ist jedoch, dass es sich bei der sogenannten Fungibilität in der Tendenz um einen Austausch im positiven Sinne handelt. Dies soll somit vor allem auch bedeuten, dass man zum Beispiel ein Werkstück oder ein Geschirrteil ohne jegliches Problem ersetzen kann, da es genügend vergleichbare Produkte gibt.

Ist etwas fungibel, meint man damit jedoch gar nicht in jedem Fall, dass ein spezifischer Gegenstand ersetzt werden kann, sondern eher entsorgt werden sollte. Ein Ersatz ist dann eher sinnvoll, weil man einen bestimmten Gegenstand als obsolet oder gar minderwertig betrachtet.

Fungibel können zudem auch bestimmte Dinge sein, die nicht mehr in die Zeit passen, zum Beispiel weil es sich hierbei um eine stark veraltete Technik handelt. Im Zuge der immer weiter voranschreitenden Digitalisierung wird es künftig sicher immer mehr Dinge geben, die im hohen Maße fungibel sind.

Siehe auch: Was bedeutet „tangibel“?

Verwendung von fungibel und Fungibilität

Die Begriffe fungibel und Fungibilität sind nicht gerade als modische Jugendwörter bekannt, dennoch gewinnen Sie zunehmend immer stärker an Bedeutung. Diese steigende Relevanz lässt sich jedoch im besonderen Maße in akademischen Kreisen und in der älteren Bevölkerung feststellen.

Zwar gewinnen die Begriffe fungibel und Fungibilität immer stärker an Bedeutung, jedoch gibt es auch recht deutliche Unterschiede. Beide Begriffe finden sich wesentlich häufiger in Schriftstücken oder Beiträgen im Netz wieder. Im alltäglichen Sprachgebrauch kann eine derartige Relevanz bisher jedoch noch nicht festgestellt werden.

Fungibilität ist ein sehr vielfältiger Begriff

Die sogenannte Fungibilität ist tatsächlich ein ganz besonders vielfältiger Begriff. Beschäftigt man sich nun jedoch noch einmal wesentlich tiefgründiger mit diesem Begriff, sollte man auch die Überlegung anstellen, woher dieser Begriff eigentlich stammt.

Die sogenannte Fungibilität ist ein Begriff, der aus dem Bereich der Betriebswirtschaft stammt. Es ist somit vor allem auch zu bedenken, dass es sich hierbei nicht nur um Waren und Güter materieller Art handelt, die eine vergleichbare Beschaffenheit aufweisen und somit ersetzbar sind.

Es können auch Aktien, Fonds oder Wertpapiere im Bereich der Fungibilität verortet werden. Hier ist dann konkret gemeint, dass sich die jeweiligen Produkte auf dem Finanzmarkt sehr schnell austauschen lassen.

Man stelle sich nun eine Aktie oder einen Fonds vor, der ganz bestimmte Eigenschaften hat. Nun gibt es jedoch vergleichbare Produkte auf dem Markt mit nahezu deckungsgleichen Eigenschaften. Ein anderer Fonds oder eine andere Aktie können jedoch mit geringeren Kosten einen ebenso gute Rendite erzielen. Nun wird man also die Überlegung anstellen das Produkt zu wechseln.

Fungibilität von Finanzprodukten kann zudem auch dann vorliegen, wenn zwei Produkte auf dem Markt vollkommen deckungsgleich sind. Hier könnte man dann ohne zusätzliche Gewinne oder Verluste einen Austausch vornehmen.


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Autor: Pierre von BedeutungOnline

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