Warum wird New York auch „Big Apple“ genannt? Bedeutung, Wortherkunft, Erklärung

Warum wird New York auch Big Apple genannt, Bedeutung, Wortherkunft, Erklärung


New York wird auch gerne „Big Apple“ genannt und es gibt mehrere Theorien, woher die Metropole diesen Namen hat.

Warum wird New York auch „Big Apple“ genannt? Bedeutung, Wortherkunft, Erklärung

Zum ersten Mal sprach wohl der amerikanische Autor Edward S. Martin 1909 vom „Big Apple“. Er benutzt den Begriff in seinem Buch „The Wayfarer in New York“. Martin wollte damit zum Ausdruck bringen, dass New York weit mehr vom Reichtum des Landes profitierte als manch andere amerikanische Stadt.

Die bekannteste Theorie führt zurück in die 1920 Jahre. John J. Fitzgerald, ein Sportjournalist, schrieb am 18. Februar 1924 einen Bericht über den Pferderennsport in New York. Seine Kolumne trug den Titel „Around the Big Apple with John J. Fithgerald“.

Fitzgerald sagte damals, dass er diesen Ausdruck von einem afroamerikanischen Stallburschen aus New Orleans gehört hätte. Dieser hätte den noblen und snobistischen Pferderennsport in New York als „big apple“ tituliert.

Bedeutung Name: Jazz, Pferde und der Big Apple

Er meinte mit dieser Bezeichnung, dass der Besitzer des Gewinnerpferdes das große Geld, also das „big money“ machen würde, werden das Pferd selbst nur einen großen Apfel, also einen „big apple“ als Siegerprämie bekommen würde.

In der Jazzscene der 30iger und 40iger Jahre hatte der Begriff „Big Apple“ dann ebenfalls seinen festen Platz. Die Musiker benutzten für ihren Auftritt den Begriff „apple“. Konnte man nach jahrelangen Auftritten in kleinen „Einpferdestädten“ einen Auftritt in einer der großen, berühmten Städte wie z.B. New York bekommen und wohlmöglich den ganz großen Durchbruch erlangen, dann hatte man praktisch einen „big apple“ gelandet.

Populär wurde der Begriff „Big Apple“ durch Damon Runyon, der damals sagte: „There are many apples on the tree, but when you pick New York City, you pick the Big Apple.“ („Es gibt viele Äpfel auf dem Baum, aber wenn man für New York City entscheidet, wählt man den Big Apple.“)
Wenn man also im Big Apple auftreten durfte, dann hatte man es als Jazzmusiker geschafft.

Nach dieser Zeit wurde der Begriff „Big Apple“ dann aber nicht mehr oft verwendet und geriet sogar fast in Vergessenheit.

Die New Yorker Convention & Visitors Bureau sorgte mit einer Werbekampagne in den 1970iger Jahren dafür, dass man sich wieder an diesen Ausdruck erinnerte.

Er war Präsident dieses Fremdenverkehrsbüros in New York und Jazzfan. Gillet erinnerte sich an diese Zeit und hatte 1971 die glorreiche Idee, Big Apple-Anstecker in ganz New York zu verteilen.

Die Kampagne trug den Namen „I love the Big Apple!“.

Alle trugen einen Big Apple-Pin: Nachrichtensprecher genauso wie Comedians oder andere mächtige Personen, die in der Öffentlichkeit standen und medienwirksam waren. Sie trugen sie in ihren Fernsehsendungen und in der Öffentlichkeit und es entwickelte sich ein regelrechter Hype um die Big Apple-Pins.

Gerade in den ersten Jahren der 1970iger hatte New York mit einer schweren Finanzkrise zu kämpfen und die Comedians und Talkshow-Hosts machten Tag für Tag Witze über die Metropole. Dabei trugen sie die Big Apple-Pins, die bald in aller Munde waren. Sie wurden zu einer wahren Touristenattraktion.

Der Ausdruck „Big Apple“ für die Stadt New York und das Bild des großen roten Apfels sind seit dieser Zeit nicht mehr von der Weltmetropole wegzudenken.

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