HWSQ-Ende, HerrCurrywurst (Curry) und Kommunikation: Gedanken und Kritik


Nach einer unerwarteten und plötzlichen Trennung eines Paares oder einer Gruppe kann die Gerüchteküche brodeln. Je mehr die Personen in der bzw. in einer Öffentlichkeit standen und je größer die Fanbasis ist, umso mehr Menschen fragen sich, was passiert ist und was die Gründe wohl sind. Um Spekulationen und Gerüchte zu vermeiden, gibt es (nur) eine richtige Kommunikationsstrategie: Nichts sagen a.k.a. schweigen! Das einzige, was zu den Gründen der Trennung gesagt werden sollte, ist, dass diese Privatsache sind und man um Respekt für die Privatssphäre bittet. (Danach erfolgt für mehrere Wochen die Funkstille.)

Die kompletten Beitrag zur HowaizenSquad- / HWSQ-Trennung findest du hier.

Trennung HWSQ und Herr Curry: Was falsch lief

Die Trennung des HWSQ hat zu aufgebrachten Fans, Gerüchten und Spekulationen geführt. In diesem Beitrag zeigen wir auf, wie diese entstehen konnten.

Dieser Beitrag ist keine Kritik an der Kommunikation der ehemaligen HWSQ-Mitglieder. Der Beitrag zeigt auf, welche Kommunikation zur unangenehmen Situation, zu Gerüchten und aufgebrachten Fans geführt hat.

Drei große Fehler sind passiert:

  • 1. Fehler: Ungenaue und abstrakte Äußerungen
  • 2. Fehler: Äußerungen, dass man Wissen geheim hält
  • 3. Fehler: Verantwortung zu einer Person schieben

Diese Fehler haben zu aufgebrachten Fans, Spekulationen und Gerüchten geführt. Diese Situation ist für alle Betroffenen und Beteiligten sehr unangenehm, anstrengend und Nerven raubend.

Eine Grundmechanik führte zu dieser Situation: Wird Fans ein genauer Grund nicht gesagt, beginnen diese teils jedes in der letzten Zeit gesagte Wort auf die Goldwaage zu legen. Sie beginnen selbst zu recherchieren. Sie suchen Indizien und Hinweise. Aus diesen leiten sie sich etwas ab. Das Ergebnis: Gerüchte sind entstanden!

Fans, die eben wissen wollen, was genau passiert ist, neigen dazu jede Information und jeden noch so kleinen Informationsbrocken aufzunehmen und zu interpretieren. Dies kann zu wilden Auswüchsen führen. Ungenaue und abstrakte Aussagen führen dazu, dass das Spekulieren angeheizt wird.

1. Fehler: Ungenaue und abstrakte Äußerungen

Zu sagen, dass jemand etwas „Schlimmes“ getan hat, kann schlimmer als die Tat selbst sein. Denn die unkonkrete und abstrakte Aussage, dass etwas Schlimmes passiert ist, regt zum wilden Interpretieren und Spekulieren an. Das Ergebnis sind Gerüchte, Annahmen und Spekulationen.

Um Gerüchte zu verhindern, sollten Antwort konkret gegeben (oder gar nicht gegeben) werden. Damit wird jeder Interpretation der Wind aus den Segeln genommen.

2. Fehler: Äußerungen, dass man Wissen geheim hält

Zu sagen, dass man die Wahrheit und die genauen Gründe kennt, diese aber nicht verraten darf, heizt ebenfalls Spekulationen ein. Denn emotionale und aufgebrachte Fans stellen sich dann Fragen wie:

  • Warum können sie die Gründe nicht sagen?
  • Ist die Wahrheit so schlimm?
  • Was ist Schlimmes passiert?
  • Wie schlimm ist es denn?

Erinnerst du dich an das Zitat des deutschen CDU-Politikers Thomas de Maizière, der 2015 Bundesinnenminister war und auf einer Pressekonferenz sagte: „Ein Teil dieser Antworten würde die Bevölkerung verunsichern.“ (Es ging um ein Fußballländerspiel.) In der Absicht, in seinen Augen verunsicherende Antworten nicht sagen, bewirkte er genau das Gegenteil. Er verunsicherte die Bevölkerung, denn keiner wußte jetzt genau, was denn so schlimm ist.

3. Verantwortung zu einer bestimmten Person schieben

Zu sagen, dass der Betroffene selbst entscheiden soll, ob und wann er sich zu dem Vorfall äußert und, dass er selbst entscheiden soll, welche Informationen er verrät, mag anständig aussehen, hat aber fatale Folgen. Denn die Aussage verschiebt die Verantwortung zu einer Person, die nun die Aufmerksamkeit von Fans (und Medien) aushalten muss.

Aufgebrachte Fans wissen nun, dass genau diese Person die Wahrheit weiß, aber nicht verrät. Dies kann dazu führen, dass Fans Informationen per Nachrichten oder schlimmeren einfordern.

Reaktionen von Fans

Die Reaktionen von Fans können unterschiedliche Ausprägungen haben. Die harmlosesten Fans akzeptieren die Botschaft, sind traurig und verdauen den Vorfall. Fans, die emotional, wütend und aufgebracht sind, neigen zu anderem Verhalten:

  • Sie können viele Nachrichten in den sozialen Medien an die betroffene Person schreiben. Siehe: Spam / spammen
  • Sie können versuchen Kontakt zu Bekannten oder Freunden der betroffenen Person aufzunehmen, um an Informationen zugelangen.
  • Sie können versuchen die betroffene Person persönlich aufzusuchen.
  • Sie können drohen, sich etwas anzutun.

Die beste Lösung

Die beste Lösung ist es zu sagen, dass man sich getrennt hat, dass die Gründe privat sind und man sich wünscht, dass die Privatssphäre respektiert wird. Die emotionalen und wütenden Reaktionen von Fans und Anfragen von Medien müssen dann stillschweigend(!) ausgesessen werden. Es geht darum zu vermeiden, dass immer wieder Öl ins Feuer durch neue Aussagen und Informationsbrocken gekippt wird.

Kommunikation über die sozialen Medien sollte ebenfalls vermieden werden und Betroffene sollten für mehrere Wochen eine Internet- bzw. Social-Media-Pause einlegen. (Ein ungewollter Digital Detox quasi.) Auch sollte man sich nicht selbst googeln und im schlimmsten Fall auch keine Nachrichten lesen. Der Verzicht auf diese teils negativen Berichten und Reaktionen vermeidet Stress.

Fans von Internet-, Video- und Social-Media-Influencern sind es zwar gewöhnt, dass viele private Informationen mit ihnen freiwillig(!) geteilt werden, dass verpflichtet aber noch lange nicht, alle Informationen oder von Fans gewünschte Informationen mit diesen zu teilen.

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