Was bedeutet „Spam“? Wortherkunft, Übersetzung, Bedeutung und Definition

Als „Spam“ werden seit den 1990er Jahren unerwünschte, nervige und ungewollte Werbe-E-Mails bezeichnet, die teils in großen Mengen verschickt werden. Aber auch unerwünschte, werbende und überflüssige Kommentare auf Webseiten und Social-Media-Profilen (Facebook, Twitter, Instagram, usw.) werden als „Spam“ bezeichnet. Gegen diese E-Mails und Kommentare gibt es Spam-Filter, die je nach Qualität viele Spam-E-Mails herausfiltern, löschen oder in den Papierkorb verschieben, so dass man sich mit ihnen nicht beschäftigen muss. Doch woher kommt das Wort „Spam“?

Spam = Spiced Ham (Dosenfleisch, Frühstücksfleisch)

Im englisch sprachigen Raum wird gewürztes Dosenfleisch als „Spam“ bezeichnet. „Spam“ ist hier die Abkürzung für „Spiced Ham“, also auf deutsch: „Gewürzter Schinken“. In Deutschland sagt man dazu „Dosenfleisch“ oder „Frühstücksfleisch“.

Spam soll eine mittelmäßige Qualität haben.

„Spam“ als „Spiced Ham“ existiert seit 1936. Im Zweiten Weltkrieg wurde Spam in englisch-sprechenden Gebieten – vor allem in Groß-Britannien – fast überall angeboten und wurde kaum rationiert. Damit war es stets vorhanden.

Du kannst Spam auf Amazon bestellen und es selbst probieren. Hier findest du „Spam Chopped Pork & Ham“ auf Amazon* (Externer Link zu Amazon und Provisionslink)

In anderen Erklärungen soll „Spam“ folgende Bedeutung haben:

  • spiced pork and ham (auf deutsch: „gewürztes Schweinfleisch und Schinken“)
  • spiced pork and meat (auf deutsch: „gewürztes Schweinfleisch und Fleisch“)
  • specially prepared assorted meat (auf deutsch: „Speziell zubereitetes gemischtes Fleisch“)

In einer scherzhaften Erklärung bedeutet Spam:

  • „Stupid People Advertisement“ (auf deutsch: „Dumme Leute Werbung“ – Diese Bezeichnung erhalten jene, die auf Spam hereinfallen.)
  • „Stupid Pointless Annoying Message“ (auf deutsch: „Dumme und sinnlose nervige Nachrichten“)

Wortherkunft: Woher kommt „Spam“? Wie kam Spam zu seiner Bedeutung?

Ein Sketch der britischen Comedy-Show „Monty Python’s Flying Circus“ legte 1970 den Grundstein für die heutige bekannte Bedeutung von Spam. In dem Sketch wird ein Restaurant gezeigt auf dessen Speisekarte fast alle Gerichte mit Spam serviert werden. Die Kellnerin trägt die Speisekarte auf eine penetrante Art und Weise mit ihrer piepsigen und zu hohen Stimme vor. Der Gast wünscht ausdrücklich ein Gericht ohne Spam und jedes mal wenn „Spam“ gesagt wurde, stimmt ein Wikinger-Chor ein Lied an.

Das Wort „Spam“ wird ganze 132-mal im Sketch gesagt.

Du findest ein Video vom Sketch hier auf YouTube. (Externer Link zu YouTube)

Im Sketch machen sich die Monthy-Python-Autoren über das Überangebot an Spam lustig. Sie tun dies durch das ständige Wiederholen des Wortes „Spam“.

In den 1980er und 1990er Jahren verbreitete sich der Ausdruck „Spam“ im damaligen Internet – jedoch noch nicht in seiner heutigen Bedeutung. In Text-basierten Rollenspielen für mehrere Spieler wurde als „Spam“ das massenhafte Abschicken von eigenen Botschaften im Chat bezeichnet, was dazu führte, dass ein Chat schnell nur noch aus Botschaften von einer Person bestand. Die Bezeichnung „Spam“ wurde beim starken Aufkommen von Werbe-E-Mails auf diese übertragen.

Die Werbe-E-Mails hatten wie Spam die Eigenschaften, dass sie massenhaft, penetrant und nervig waren.

1993 soll die erste Werbe-E-Mail als „Spam“ bezeichnet wurden sein.

Weitere Bedeutung von Spam

Spam-E-Mails werden in der Regel von Spam Bots bzw. E-Mail-Spam-Bots verschickt. Dies sind Programme, die automatisch und massenhaft E-Mails verschicken.

Auch unerwünschte Werbe-Telefon-Anrufe werden „Spam“ bzw. „Spam-Anrufe“ genannt.

Spam-E-Mails können Schad-Software enthalten, müssen dies aber nicht. In der Regel sind Spam-E-Mails einfach nur Werbe-E-Mails.

Weitere Formen von Spam sind:

  • Aktienspam: massenhafter Verand von E-Mails, die für eine Aktie werben, um den Preis in die Höhe zu treiben
  • Formular-Spam: massenhaftes Benutzen von Online-Formular (Kontakt- oder Kommentarformulare)
  • Referrer-Spam: Form der Suchmaschinen-Manipulierung; Spammer sorgen beim „Referrer-Spam“ dafür, dass möglichst viele Webseiten eine Info erhalten, dass es sie gibt
  • Spam-Webseiten: enthalten falsche Informationen, sind reine Werbe-Seiten oder enthalten Schad-Software (Moderne Browser zeigen vor dem Besuch einer Webseite an, ob die Webseite gefährlich ist.)
  • Suchmaschinen-Spam: Form der Suchmaschinen-Manipulierung bei der versucht wird eine Webseite zu einem bestimmten Suchwort bei Suchmaschinen nach vorne zubringen. Dies geschieht durch massenhafte Backlinks und veröffentlichter Content.

Übrigens: Heute wird davon ausgegangen, dass bis 89 Prozent aller versendeten E-Mails Spam sind.

Spam Musubi

„Spam Musubi“ ist ein hawaiianischer günstiger Snack in Sushi-Form, der aus Reis und einem gegrillten Stück Spam besteht. Es wird warm oder kalt gegessen.

Zurück zur vorherigen Seite | Kategorie: Veröffentlicht am Anglizismen, featured

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.