Was ist die Komfortzone? Bedeutung, Psychologie, Definition

Als „Komfortzone“ wird der Handlungs- und Lebensbereich einer Person bezeichnet, in dem diese sich sicher und wohl fühlt. In der Komfortzone sind vertraute Orte, vertraute Personen und es finden vertraute Handlungen statt. In der Komfortzone fällt es leicht etwas zu tun oder an einem bestimmten Ort zu sein. Die Komfortzone ist bequem, sicher und frei von Anstrengung. Hier kann jemand die Situation gut kontrollieren, was ein Gefühl von Sicherheit gibt.

Die Größe der Komfortzone ist bei jedem Menschen individuell und unterschiedlich.

Wo endet die Komfortzone?

Die Komfortzone endet dort, wo eine Handlung Mut, Anstrengend und/oder Überwindung erfordert. Dies geht einher mit Gefühlen der Angst, Unsicherheit und dem Eindruck, dass es unangenehm ist und sich nicht sonderlich gut anfühlt. Wer seine Komfortzone verlässt, erlebt meist Stress und Gefühle, dass die Situation nicht mehr unter der eigenen Kontrolle steht.

Es gilt die Weisheit: Der einzige Weg die Angst zu überwinden, geht durch die Angst hindurch.

Komfortzone: Bedeutung und Definition

Die eigene Komfortzone kennzeichnet sich durch die Gewohnheiten eines Menschen und durch das Umfeld, in dem er sich regelmäßig bewegt. Personen, die regelmäßig getroffen werden und Tätigkeiten, die wiederholt stattfinden, sind Teil der Komfortzone.

In der Umgangssprache und Populärkultur wird als „Komfortzone“ ängstliches und unsicheres Verhalten beschrieben. Außerdem gilt jemand als in seiner Komfortzone (gefangen), wenn er sich seinen Ängsten nicht stellt, sich neuem verschließt und lieber sich dort aufhält, wo er sich sicher fühlt. Die Komfortzone wird hier als begrenzende Zone beschrieben. Sie begrenzt persönliche Weiterentwicklung und sorgt für Langeweile & Stillstand.

Trotzdem: Wir brauchen die Komfortzone

Die Komfortzone ist wichtig, denn hier findet Regeneration und Wiederherstellung von Energie statt. Ständige Grenzüberschreitungen außerhalb der Komfortzone sind anstrengend und können auslaugen.

Die Komfortzone zu verlassen, bedeutet Stress und kann zu Panik führen. Wird der Stress außerhalb der Komfortzone zu groß, so findet auch kein Lernen mehr statt. Deswegen ist nicht jede Überwindung automatisch gut.

Beispiele für Komfortzone

Für viele ist das eigene Wohnzimmer eine Komfortzone. Es kostet keine Überwindung auf der Couch zu sitzen. Für viele ist Fallschirmspringen außerhalb der Komfortzone. Es braucht Mut, die Angst zu überwinden und aus einem Flugzeug in 10.000 Meter Höhe zu springen.

Für andere ist das Ansprechen von fremden Menschen außerhalb der Komfortzone. Auch hier braucht es Mut, sich seiner Angst zu stellen und fremde Menschen einfach so anzusprechen. Eine introvertierte oder schüchterne Person wird es hier größere Anstrengung und Mut kosten, als eine extrovertierte Person.

Für manche ist eine kalte Dusche auch schon ein Gang aus der Komfortzone. Für andere ist „Nein sagen“ oder zu erklären, was sie stört, ein Verlassen der Komfortzone.

Auch neue Dinge lernen oder an fremde Orte gehen, können außerhalb der Komfortzone sein. So z.B. wer ein unbekanntes Gericht kocht, eine Fortbildung besucht oder etwas spontanes macht, verlässt damit schon die eigene Komfortzone.

Den (ungeliebten) Job zu kündigen, ist für viele außerhalb ihrer Komfortzone.

Komfortzone und die Angst

Das Gefühl der Angst ist wie eine Alarmfunktion und kann lähmen. Doch wer die Angst als normale Funktion annimmt, kann mit ihr leben und sie überwinden.

Die Angst macht sich bemerkbar durch Wünsche wie, dass man dass das lassen sollte, dass es gefährlich ist, zu viel kostet oder heute das Wetter zu unbeständig dafür ist. Die Angst zeigt sich an Ausreden. Wer sie überwinden will, findet Gründe: Das wird lustig, lass dich überraschen,…

Verlass die Komfortzone: Was soll schon passieren? (Komfortzonenerweiterung)

Wer etwas tut, wovor er Angst hat, verlässt in dem Moment die Komfortzone, wenn die Handlung beginnt. Die Angst wie diese Handlung ausgehen wird, nimmt dabei unterschiedliche Formen an:

  • Angst, dass es peinlich wird
  • Angst vor Ablehnung
  • Angst vor Stigmatisierung (Angst, dass sich das peinliche Erlebnis herumspricht.)
  • Angst, nicht zu wissen, was man sagen soll
  • Angst zu versagen / Angst zu scheitern
  • Angst, dass etwas keinen Spaß macht und nur(!) unangenehm ist
  • Angst vor Fehlern
  • Angst, dass es zu viel zu tun gibt.

Jedoch zeigt sich, dass diese Angst und der Glaube wie die Zukunft werden kann, so meistens nie eintritt. Eher tritt das Gegenteil ein. Aus Taten, außerhalb der Komfortzone, erwächst etwas Angenehmes und man wächst dabei. (Es zeigt sich auch, dass die unangenehmen Gedanken nur Gedanken waren; also Vorstellungen wie die Welt sein kann.)

Wer die Komfortzone verlässt, erlebt viele Vorteile:

  • Der Horizont wird erweitert.
  • Man lernt sich selbst kennen. Das Selbstvertrauen wird größer.
  • Man wächst persönlich und wird mutiger.
  • Man lernt etwas Neues.
  • Man lernt neue Leute kennen.
  • Man lernt, dass die eigenen Ängste übertrieben (wenn nicht sogar falsch) waren.

Drei-Zonen-Modell: Komfortzone – Stresszone – Panikzone

Wer die Komfortzone – also die bequeme und gemütliche – Zone verlässt, kommt zunächst in die Stresszone. Die Stresszone bedeutet, dass Unsicherheit da ist und jemand den Stress der neuen Erfahrung noch bewältigen kann. Rutscht jemand in die Panikzone ab, so setzen Angst, Routinen und Fluchtversuche ein. Diese Person hat leider die Kontrolle über die Situation verloren.

Um optimale Erfahrungen zu erleben, sollte jemand sich nur in die Stresszone begeben und nicht übereilt in die Panikzone. Denn nur in der Stresszone findet Wachstum statt.

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