Woher haben die Wochentage ihre Namen? Namen, Bedeutung, Herkunft

Woher haben die Wochentage ihre Namen, Namen, Bedeutung, Herkunft


Im Deutschen sind alle Wochentage nach Himmelskörpern und Göttern benannt. In der Mythologie gab es schon immer eine enge Verbindung zwischen Himmelskörper wie dem Mond oder der Sonne und den Gottheiten.

Sie teilten gewisse Eigenschaften und die Namen. Reste dieser Mythologien sind bis heute überall in unserer Sprache, den Monatsnamen und in der Astrologie zu finden.

Im Grunde genommen beschreibt der Wochenlauf eine Art Gang durch die Sphären dieser Himmelskörper und Gottheiten. Nach der alten christlichen Tradition begann die Woche nicht mit dem Montag, sondern mit dem Sonntag.

Die 7-tägige Woche gab es zeitweise schon im alten Ägypten. Die Einteilung in sieben Tage ergibt sich automatisch aus der Länge des Monats und den Mondphasen. Unsere Kalender orientieren sich an der Umlaufbahn der Erde um die Sonne (Jahr) und den Umlauf des Mondes um die Erde (Monat).

Verbindlich wurde die Einteilung durch einen Erlass des römischen Kaisers Konstantin um 321 n. Chr. Mit dem römischen Reich breitete sich die Woche in Europa aus. Die germanischen Volksstämme „übersetzen“ den römischen Götterhimmel in ihre eigenen Gottheiten.

Siehe auch: Woher haben unsere Planeten ihre Namen?

Bedeutung: Sonntag – Tag der Sonne

Die Sonne ist das lebensspendende Prinzip in unserem Sonnensystem. Ohne ihre Wärme und ihr Licht gäbe es uns wahrscheinlich nicht.

Es liegt auf der Hand, das die Sonne schon seit frühesten Zeiten besonders verehrt wurde. Sonnengötter waren allen anderen übergeordnet, gütig und weise. In der Mythologie war der Sonnenaspekt meistens männlich.

Der Sonntag ist bei uns ein fast einheitlicher Ruhetag. Wir verbringen ihn mit unseren Lieben und tun, was uns am liebsten ist.

Übrigens: Social-Media-Hashtags für jeden Wochentag findest du hier.

Bedeutung: Montag – Tag des Mondes

Ganz anders als bei uns, ist der Mond fast überall auf der Welt weiblich. Man schreibt ihm sogar den urweiblichen Aspekt zu. Damit kann der Mond als Pendant zur Sonne gesehen werden.

Mondgöttinnen waren seit jeher Fruchtbarkeitsgöttinnen. Man bringt den Mond zudem mit allem Zyklischen (Zeitabläufe an sich, Ebbe und Flut, Menstruation der Frau) in Verbindung.

Mit dem Montag beginnt für die meisten Menschen die Arbeitswoche. Weil vielen die Rückkehr aus dem Wochenende schwerfällt, nennt man ihn manchmal auch „Blue Monday“ (zu dt. „Blauer Montag“). Die Menschen sind entweder schwermütig (engl. „blue“ für „deprimiert“) oder „machen einfach Blau“.

Bedeutung: Dienstag – Tag des Tyr und Thingsus

Der eigentliche Regent dieses Tages ist für uns heute nicht mehr so leicht erkennbar: Es ist der Mars.

Mars stammt aus der römischen Mythologie. Bei den Griechen hieß er Ares. Die nordisch-germanischen Stämme dagegen nannten die Gottheit Tyr oder Thingsus.

Später nannte man den Tag auch „Dies Martis“ (lat. für „Tag des Mars“).

Die Gottheit Tyr oder Mars war der Gott des Kampfes, des Sieges, aber auch der ausgleichenden Gerechtigkeit und männlich-irdischen Fruchtbarkeit. Der alte Gerichtstag „thing“ der Germanen war nach dem Gott Thingsus benannt.

Der Dienstag war früher oft der traditionelle Markttag („thing“ als Treffen der Gemeinde, Austausch von Waren und Gerichtsbarkeit).

Bedeutung: Mittwoch – Mitte der Woche

Die Gottheit hinter diesem Tag verschwand vermutlich im Zuge der Christianisierung. In früheren Zeiten hieß der Tag auch „Wunsdag“ in Anlehnung an den germanischen Gott Wodan. Der war unter anderem Hüter der Unterwelt und von der wollte man im Christentum lieber so weit wie möglich Abstand nehmen.

In anderen Ländern wird der Tag mit dem Merkur in Verbindung gebracht. Neben dem Planeten war das die Gottheit für den Handel, den Verkehr, die Schrift und die Musik.

In der Mitte der Woche freuen sich die meisten von uns schon wieder auf das Wochenende. Dies führt dazu, dass einige Mittwoch auch „Bergfest“ nennen oder jeden Mittwoch Bilder einer Kröte veröffentlichen.

Bedeutung: Donnerstag – Tag des Donar

Donar war der germanische Gott des Donners. Er entspricht in etwa dem heute etwas bekannteren Thor der nordeuropäischen Mythologie. Daneben setzt man ihn mit dem römischen Jupiter und dem griechischen Zeus gleich.

Neben seiner Eigenschaft Blitze und Donner über die Erde zu bringen, galt Donar als ausgesprochener Glücksgott. Donar war weiter ein Gott des Vergnügens und der Lustbarkeiten. Mit dem Recht nahm es er nicht so genau, trotzdem hatte er das Herz meistens auf dem richtigen Fleck.

Lange Jahre galt der Donnerstag, als der Tag des langen Einkaufens. Als die Geschäfte noch um 18 Uhr schlossen, war der Donnerstag, der erste Tag, an dem Läden bis 20 Uhr geöffnet blieben. Für viele Menschen bedeutete dies eine große Bereicherung und ein entspanntes Einkaufsvergnügen nach Feierabend.

Bedeutung: Freitag – Tag der Frygg und der Freya

Über die eigentliche Namenspatin für unseren Freitag streiten sich die Sprachforscher seit Jahrzehnten. Frygg war die Gattin des nordischen Göttervaters Odin. Sie galt als Schutzgöttin der Ehe, der Mutterschaft und des Herdfeuers. Freya dagegen war eine reine Liebes und Schönheitsgöttin. In anderen Kulturen ist der Tag eindeutig der Venus gewidmet, der römischen Göttin der Liebe.

Klar dürfte sein, dass es beim Freitag um die angenehmen Dinge des Lebens geht.

Genauso erleben viele Menschen diesen Tag auch. Er beendet die Arbeitswoche und wer besonders froh ist, darf Mittags schon nach Hause gehen.

Bedeutung: Samstag – Tag des Saturn

Früher beendete der Planet Saturn tatsächlich das damals bekannte Sonnensystem. Er galt daher auch als „Hüter der Schwelle“. Saturn war ein Fruchtbarkeitsgott, der über die Dunkelheit wachte. Bei den Griechen wurde er Kronos genannt. Er galt als Hüter der Zeit und Vollender von Zyklen.

Ganz so beendet der Samstag nach der alten Einteilung die Woche.

Vielen Menschen ist der Samstag der liebste Tag der Woche. Sie haben frei, können Unterhaltungsmöglichkeiten nutzen, einkaufen gehen und abends ausgehen.

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