Warum sagt man „Julei“? Bedeutung, Definition, Erklärung

Warum sagt man Julei, Bedeutung, Definition, Erklärung


Ursprünglich sollte der Name Juli ein Denkmal für den Kaiser Julius Cäsar sein. Dabei wurde der Monat laut dem römischen Kalender eigentlich „Quintilis“ genannt, was übersetzt soviel wie „der Fünfte“ hieß. Tatsächlich war es damals so, dass der Juli der fünfte Monat des Kalenders war. Erst im Jahr 153 v. Chr. wurde der Jahresbeginn um acht Wochen vorverlegt, so dass er anschließend zum siebten Monat im Kalender wurde. Das hat sich bis heute nicht mehr geändert.

Warum sagt man „Julei“? Woher kommt der Name? Bedeutung, Definition, Erklärung

Bevor der Juli aber endgültig seinen Namen behalten durfte, wurde er noch einmal umbenannt. Der Kaiser Commodus fand die Idee gut, ihn Aurelius zu nennen. Das sollte eine direkte Verbindung zu ihm herstellen. So hieß der Monat dann auch bis zu seinem Tode. Erst danach benannte man ihn wieder um in Juli.

Das wurde in der Form dann später auch im sogenannten Gregorianischen Kalender dargestellt, der seit Ende des 16. Jahrhunderts am häufigsten genutzt und somit auch als bürgerlicher Kalender bezeichnet wird. Auf seinen Angaben basiert nicht nur die Darstellung des Datums nach ISO 8601. Er rechnete als Basis auch mit durchschnittlich 365,2425 Tagen, was unseren heutigen Angaben nahezu identisch entspricht. Die ursprüngliche Idee dieses Kalenders war es, sowohl Mond-, als auch Sonnenjahr besser zu synchronisieren. Denn die julianische Variante reichte nicht aus, um das Sonnenjahr adäquat mit einzubeziehen. Man stellte damals fest, dass ein Jahr zu lang oder auch zu kurz ausfallen kann, wenn die Kalender nicht richtig miteinander synchronisiert sind. Auf Dauer verschob sich dann der Jahresanfang immer wieder.

Welche interessanten Eckdaten finden sich noch zum Juli?

Der Monat Juli wird auf der Nordhalbkugel (Europa und Deutschland) als Sommermonat bezeichnet. Das ist aber längst nicht überall auf der Welt so. Südlich vom Äquator ist er nämlich ein Wintermonat.

Außerdem hat der Juli 31 Tage, im Gegensatz zu vielen anderen Monaten aber keinen einzigen Feiertag. Trotzdem erfreut er sich in unseren Gefilden größter Beliebtheit, da er neben lauen Sommerabenden auch für den Beginn der Ferien steht.

In der altdeutschen Sprache gab es übrigens noch zahlreiche andere Namen für diesen Monat. So nannte man in auch Heuet, Heumond, Honigmond oder Bärenmonat. Wobei der Begriff Honigmond noch heute für die Flitterwochen stehen kann. Besonders geläufig waren Namen wie Heuert oder Heumonat, da in dieser Zeit vorzugsweise die erste Ernte von Stroh oder Heu eingebracht wurde.

Woher kommt der Ausdruck „Julei“? Wortherkunft

Wie so oft ist der Ursprung bei alten Überlieferungen häufig nicht ganz klar. So ist das leider auch bei diesem Ausdruck. Allerdings erscheint es sehr logisch zu sein, dass man den Begriff „Julei“ verwendet, um sich in der Aussprache ganz klar vom Monat Juni abzugrenzen. Gerade in Telefonaten oder während eines Diktats kann es aufgrund der Ähnlichkeit sehr schnell zu Verwechslungen kommen. Hinzu kommt, dass beide Monate im Kalender direkt hintereinander zu finden sind. Das erschwert das Ganze teilweise erheblich. Aus einem ganz ähnlichen Grund nennt man den Juni übrigens auch „Juno“. Diese Ausdrücke erleichtern ganz einfach die Unterscheidung beider Begriffe. Das ist besonders hilfreich, wenn die Übermittlung der Informationen nicht schriftlich erfolgt.

Autor: Pierre von BedeutungOnline

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