Warum Greta Thunberg auf Twitter jetzt „Sharon“ heißt: Grund + Ursache


Am 3. Januar 2020 ist Greta Thunberg 17 Jahre alt geworden. (Sie wurde am 3. Januar 2003 in Stockholm geboren.) Zu ihrem Geburtstag hat sie ihren Twitter-Namen von „Greta Thunberg“ kurzzeitig zu „Sharon“ geändert. (Mittlerweile hat sie den Nutzernamen wieder zu „Greta Thunberg“ zurück geändert.) Am Twitter-Handle ist weiterhin erkennbar, dass sie es ist. Denn dieser lautet: twitter.com/gretathunberg bzw. @gretathunberg. Da stellt sich die Frage, warum sie ihren Twitter-Nutzernamen änderte?

Warum änderte Greta Thunberg ihren Twitter-Namen zu „Sharon“? Ursache, Grund

Der Anlass der Namensänderung ist amüsanter und unterhaltsamer Natur. In der britischen Quiz- und Rate-Show „Celebrity Mastermind“ scheiterte die britische Schauspielerin Amanda Henderson an der Frage: „Wer schrieb das Buch ‚No One Is Too Small to Make a Difference‘?“ Die Autorin des Buches ist Greta Thunberg. (Falls es dich interessiert, dass Buch (auf englisch) findest du auf Amazon hier*. Die deutsche Version heißt „Szenen aus dem Herzen – Unser Leben für das Klima“. Du findest sie auf Amazon hier*. (*Externer Link zu Amazon und Provisionslink.)

Auf die Frage, wer denn nun das Buch „No One Is Too Small to Make a Difference“ schrieb, antwortete Amanda Henderson „Sharon“. Ein Clip von der Antwort verbreitete sich in den soziale Medien – vor allem auf Twitter – rasend schnell.

Greta Thunberg nahm die falsche Antwort gelassen und änderte ihren Profilnamen zu „Sharon“. (Einen Einfluss auf die Beantwortung der Frage hatte dies nicht.)

Die Twitter-Community reagierte amüsiert und positiv, denn Greta Thunberg bewies damit Humor.

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Greta Thunberg: Sharon, Trump und Bolsonaro

Es ist nicht das erste Mal, dass Greta Thunberg so reagiert. Als Donald Trump sie verspotte und über sie sagte, dass sie ein sehr glückliches Mädchen sei, dass sich auf eine strahlende und wunderbare Zukunft freuen kann, übernahm sie sein Zitat und setzte es in ihr Twitter-Profil.

Auch die Äußerung Trumps, dass Greta Thunberg ein Teenager sei, der an einem Wutbewältigungsprobleme arbeitete, übernahm sie in ihrem Twitterprofil.

Auch als der brasilianische Präsident Jair Bolsonaro sie „Pirallha“ nannte, reagiete sie gelassen und übernahm den Namen. („Pirallha“ ist portugiesisch und bedeutet auf deutsch „Göre“.)

Was hier passiert: Greta Thunberg und Spottnamen

Greta Thunberg zeigt, dass sie sich selbst nicht so ernst nimmt und nimmt damit ihren Gegnern den Wind aus den Segeln. Denn sie beweist, dass sie sich nicht angegriffen fühlt. Aus einem Spottnamen (oder einer Spottbezeichnung) macht sie einen Ehrennamen (oder eine Ehrenbezeichnung).

Mit der Taktik, sich Spottnamen und Spottbezeichnung anzueignen, verhindert sie, dass die Empörungsmaschine angeworfen wird. Von einer Welle der Empörung profitieren nämlich ihre Gegner. Denn wäre sie beleidigt, sie würde sie als kleines beleidigtes Mädchen dastehen, dass nicht mal einen Witz versteht – und kleine beleidigte Mädchen werden nicht sehr ernst genommen. Ihre Gegner würde es freuen, denn sie hätten den Beweis, dass sie Greta Thunberg getroffen hätten.

Stell es dir so vor: Greta Thunberg hat einem Angriff keine eigene Kraft entgegengesetzt. Sie hat sich nicht gewehrt, verteidigt oder zurück angegriffen, sondern die Kraft des Gegners zu ihrem eigenen Vorteil umgeleitet.

Da sie mit Gelassenheit reagiert, beweist sie Größe und das macht sie sympathisch. Es zeigt, dass sie weiß, wann etwas ernst zu nehmen ist und wann nicht. Außerdem zeigt diese Gelassenheit, dass sie etwas Distanz zu sich selbst gewonnen hat und dass sie weiß, welche Kämpfe es sich lohnt zu kämpfen.

Weiterhin gilt: Auch, wenn negativ über Greta Thunberg gesprochen wird, so gilt, dass über Greta Thunberg gesprochen wird. Hier gilt der alte Grundsatz, dass auch negative Presse gute Presse ist.

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