Was ist der Greta-Effekt? Bedeutung, Erklärung

Als „Greta-Effekt“ wird das veränderte Konsum-, Wahl-, Teilhabe- und Reiseverhalten von jungen Menschen und Erwachsenen bezeichnet, welche ihr Verhalten in Folge der Aktivitäten der schwedischen Klimaschützerin Greta Thunberg und der Fridays-For-Future-Demonstrationen überdacht, sowie geändert, haben.

Der Greta-Effekt hat zwei direkte Folgen: Mehr (junge) Menschen nehmen an den Fridays-For-Future-Demonstrationen teil und mehr Menschen entwickeln ein Bewusstsein für die Klimaschädlichkeit von Flugreisen. Aus diesem Bewusstsein heraus üben sich einige in Flugverzicht und reisen mit Zug oder Bus. (siehe: Flugscham (Flygskam))

Weitere Folgen des Greta-Effektes

Der Greta-Effekt sorgt dafür, dass junge Menschen und Erwachsene ein Bewusstsein für die Klimaschädlichkeit ihres bisherigen Verhaltens erlangen. Aus diesen Erkenntnissen heraus, welches Verhalten der Umwelt und dem Klima schadet, ändern sie ihr Verhalten. Sie setzen sich auf zwei Arten für ein besseres Klima ein: a) Sie demonstrieren und wählen anders;  b) sie ändern ihr eigenes Konsumverhalten, wollen Müll vermeiden und CO2-neutral konsumieren/leben.

Auch sorgt der Greta-Effekt dafür, dass junge Menschen und Erwachsene anders an der Gesellschaft und insbesondere der Politik teilnehmen. Sie wählen anders und setzen sich dafür ein, dass ihre Klimaschutz-Forderungen – wie z.B. einen Klimanotstand auszurufen – durchgesetzt werden.

Der Greta-Effekt hat viele Schüler, Studenten und Erwachsene inspiriert sich stärker für das Klima einzusetzen und an Fridays-For-Future-Demonstrationen teilzunehmen.

Der Greta-Effekt wirkt international. Er hat unter anderem schon dafür, dass sich über 1 Million Schüler in über 100 Länder durch eine Teilnahme an einer lokalen Fridays-For-Future-Demonstration für eine bessere Klimaschutzpolitik eingesetzt haben.

Greta-Thunberg-Effekt in der Politik

Der Greta-Effekt wirkt auch in der Parteienpolitik und ist ein Grund für die Wahlergebnisse von Bündnis 90 / Die Grünen. (Bündnis 90 / Die Grünen profitieren am stärksten vom Greta-Effekt, den Aktivitäten von Greta Thunberg und den Fridays-For-Future-Demonstrationen.)

Allgemein hat der Greta-Effekt dafür gesorgt, dass mehr junge Menschen wählen gehen. Dadurch steigt die Wahlbeteiligung. Ebenso sorgt der Greta-Effekt dafür, dass das Thema „Klimaschutz“ stärker in der Politik Beachtung findet und präsenter in den Medien ist.

Negativ wirkt der Greta-Effekt auf Politiker und Parteien, die die Klimaschutzziele und -forderungen von Fridays For Future kritisieren.

Beispiele für den Greta-Effekt:

  • Fernreisen: CO2 vermeiden durch Zug-Reisen – Statt mit dem Flugzeug zu reisen, wird mit dem Zug (oder Bus) gefahren. (Siehe auch: Flugscham (Flygskam) – Flugverzicht ist eine zentrale Folge der Klimaschutz-Bewegung Fridays For Future.)
  • Plastik-Müllvermeidung: Obst und Gemüse wird ohne Plastik-Verpackung gekauft
  • Sammeln von Müll
  • Teilnahme an Fridays-For-Future-Demonstrationen
  • Verzicht auf Einwegprodukte (Bsp.: Kaffeebecher)
  • Verzicht auf Fernreisen
  • Wunsch nach CO2-neutralen Aktivitäten

Weitere Vorschläge um etwas für das Klima zu tun findest du hier.

Warum der Greta-Effekt wirkt

Die schwedische Klima- und Umweltaktivistin Greta Thunberg ist glaubwürdig und authentisch. Sie lebt, was sie fordert. Sie reagiert auf Kritik und passt ihr Verhalten auch an, wenn es dem Klima nützt. Man glaubt ihr, dass sie das wirklich will, wofür sie sich einsetzt.

Die Protest-Bewegung Fridays For Future hat Greta Thunberg ins Leben gerufen. Sie ist der Auslöser der globalen Bewegung für mehr Klimaschutz, genannt „Fridays For Future“. Sie bestreikte erst einsam das schwedische Parlament. Erst später bekam sie Unterstützung und die Bewegung wuchs.

Sich für ein besseres Klima, für mehr Klimaschutz und für sinnvolleren Konsum einzusetzen, ist ein Ziel, dass eigentlich jeder unterstützen müsste, der in einer lebenswerten Welt leben möchte. Dieses Ziel sorgt dafür, dass viele Menschen – unabhängig von der Nation oder ihrem Land –  sich vereinen und sich gemeinsam dafür einsetzen, dass es erreicht wird.

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