Was sind Killerphrasen und Totschlagargument? So kannst du reagieren!


Killerphrasen und Totschlagargumente sind sich sehr ähnlich. Sie dienen dazu, Ideen und Vorschläge im Keim zu sticken. Während die Killerphrasen ohne Argumente auskommen, wird bei Totschlagargumenten wenigstens versucht ein Argument vorzutäuschen, auch wenn gar nicht diskutiert werden soll.

Übrigens beide Worte beinhalten, dass etwas getötet werden soll. Das zeigt doch, wie ernst es manchen ist.

In diesem Beitrag erklären wir zunächst Killerphrasen, danach erklären wir Totschlagargumente.

Was sind Killerphrasen?

Als „Killerphrasen“ werden Aussagen bezeichnet, die nur dazu dienen ein Gespräch, eine Überlegung, Ideenfindung oder Diskussion zu beenden. Sie sind keine Scheinargumente oder Totschlagargumente, sondern bloße Aussagen, die dazu dienen ein Gespräch zum sofortigen Ende zu bringen.


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Der Ausdruck „Killerphrasen“ setzt sich aus den Worten: „Killer“ und „Phrasen“ zusammen.

Als „Killer“ wird in der Umgangssprache ein Auftragsmörder bezeichnet. Der Ausdruck leitet sich vom englischen Verb „to kill“ ab. „To kill“ bedeutet auf deutsch: „jemanden töten“, „jemanden umbringen“ bzw. „jemanden killen“.

Als Phrase werden in der Umgangssprache Worthülsen bezeichnet, die leer sind, belanglos sind und keinen Inhalt haben. Eine Phrase ist eine nichtssagende Aussage. Statt „Phrase“ kann auch „Plattitüde“ gesagt werden.

Der Ausdruck „Killerphrasen“ bezeichnet also wortwörtlich, inhaltslose Aussagen die dazu dienen jede Ideenfindung und Kreativität abzuwürgen bzw. zu ersticken.

Beispiele für Killerphrasen

  • „Das ist eben so.“
  • „Das haben wir schon immer so gemacht. (Und das hat auch funktioniert.)“
  • „Das geht nun mal nicht.“
  • „Das gehört hier nicht hin.“
  • „Dafür bist du zu jung.“ („Dafür sind Sie zu jung.“)
  • „Das liegt nicht in ihrem Kompetenzbereich.“
  • „Darum!“
  • „Da könnte ja jeder kommen.“
  • „So etwas hat es noch nie gegeben.“
  • „Haben Sie keine anderen Probleme?“

4 Killerphrasen-Typen

Killerphrasen treten in unterschiedlichen Formen auf. Sie sollen dafür sorgen, dass Veränderungen verhindert werden und das Gegenüber keine weiteren Vorschläge macht.

  • Autorität: Die Autorität einer Person wird explizit verbal herausgestellt und betont, um gegen eine neue Idee vorzugehen. Beispiel: „Der Chef will so etwas nicht.“
  • Erfahrung: Jemand versteckt sich hinter seiner Erfahrung und glaubt zu wissen, wie ein Projekt verlaufen wird. Beispiel: „Wir wissen, wie so etwas endet.“ oder „Beim letzten Mal…“
  • Demut: Es wird Demut und/oder Bescheidenheit eingefordert. Beispiel: „Das wird zu groß für uns.“ oder „Das ist zu kompliziert.“
  • Pauschalisierungen: Es wird pauschal angegriffen und verurteilt. Beispiel: „Typisch deutsch“ oder „Typisch die Jugend keine Ahnung. Frisch von der Uni, nicht ins Leben geguckt nur in die Bücher.“

Was sind Totschlagargumente?

Totschlagargumente sind Scheinargumente, leere Argumente, Behauptungen, Pauschalurteile oder Vorurteile, die jemand verwendet, in der Hoffnung, dass Diskussionsteilnehmer nicht widersprichen, sondern dem „Totschlagargument“ zustimmen und die Diskussion damit beendet ist.

Der Ausdruck „Totschlagargumente“ setzt sich aus den Worten „Totschlag“ und „Argumente“ zusammen.  Als „Totschlag“ wird die vorsätzliche Tötung eines Menschen bezeichnet. (Totschlag wird in der deutschen Rechtsprechung von Mord unterschieden.)

Ein Argument ist Aussage mit der eine Position begründet wird. Argumente werden verwendet, um andere von etwas zu überzeugen.

Der Ausdruck „Totschlagargument“ bedeutet als wortwörtlich: Aussage mit der eine Idee oder ein Vorschlag vorsätzlich getötet werden. Die Aussage wird dabei als „Argument“ verpackt.


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Totschlagargumente werden in der Regel als Aussagen formuliert.

Beispiele für Totschlagargumente

  • „Das würde den Rahmen sprengen.“
  • „So viel Mittel stehen dafür nicht zur Verfügung.“
  • „Unsere Zielgruppe würde das nicht verstehen.“
  • „Andere sind daran schon gescheitert.“
  • „Das ist politisch nicht korrekt.“
  • „Das ist unsere einzige Alternative.“
  • „Es gibt keine anderen Möglichkeiten.“
  • „Das behaupten Sie alle.“

Es zeigt sich das es mehrere Kategorien für Totschlagargumente gibt:

  • Mangel an Geld, Personal, Zeit
  • Ahnlosigkeit oder Verständnislosigkeit beim Personal oder der Zielgruppe
  • Angst vor negativer Presse, einem Skandal, in Fettnäpfchen zu treten

Eine Sonderform des Totschlagarguments ist der Nazi-Vergleich (Auch Hitler-Vergleich). Dieser soll die Diskussion nicht nur beenden, sondern auch das Gegenüber als unmoralisch darstellen.

Auf Killerphrasen und Totschlagargumente reagieren: Fragen stellen

Die beste Reaktion auf Killerphrasen und Totschlagargumente sind vertiefende Fragen. Wird z.B. gesagt: „Das geht nun mal nicht.“ kann gefragt werden: „Was genau geht nicht?“ oder „Warum geht das nicht?“ – Damit kann das Gegenüber seine Position erklären.

Hier gilt die Regel: Wer fragt, der führt!

Warum sagen Menschen Killerphrasen oder Totschlagargumente?

Mit Killerphrasen und Totschlagargumenten wird der Platz in der eigenen Komfortzone erhalten. Menschen mögen Veränderung nicht, da dies Unsicherheit und/oder Stress auslösen kann. Deswegen versperren sie sich gegen Neuerungen und leiten damit ihren eigenen Untergang ein. Denn wer sich nicht weiterentwickelt, wird zum Dinosaurier und stirbt (metaphorisch) aus.


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