Was ist Fehlerfreundlichkeit? Bedeutung, Definition, Erklärung

Was ist Fehlerfreundlichkeit, Bedeutung, Definition, Erklärung


Fehler können passieren. Ein Mensch übernimmt eine Aufgabe, die er sich selbst stellt oder die ihm übertragen wird. Ist das Ergebnis nicht zufriedenstellend oder bringt es sogar massive Nachteile mit sich, hat diese Tatsache Einfluss auf das Leben des Betreffenden. Von dieser Betrachtung sind jedoch alle Handlungen ausgeschlossen, die gegen geltende Gesetze und Verordnungen verstoßen und straf- sowie ordnungsrechtliche Maßnahmen nach sich ziehen.

Was ist Fehlerfreundlichkeit? Bedeutung, Definition, Erklärung

Seit einigen Jahren gibt es den Begriff der Fehlerfreundlichkeit, der von einem bedeutenden Wissenschaftler geprägt worden sein soll. Mit ihm wurde die Diskussion der Fehleroffenheit angestoßen.

Den Begriff übernahm man auch für die Bereiche Technik, Wirtschaft und Mathematik. Mit ihm sollen Fehler als etwas Positives aufgenommen werden, um auf dieser Basis neue Ansätze zu finden. Auf diese Weise kann sich der Betreffende konstruktiv mit unvorhersehbaren Abweichungen beschäftigen. Gleichzeitig steht der Begriff Fehlerfreundlichkeit für die Akzeptanz der Risikobereitschaft. Der Wissenschaftler kann so seine risikofreundlichen Entscheidungen mit gutem Gewissen treffen, da sich die daraus ergebenen negative Abweichungen zumindest teilweise zu positiven Impulsen umformen lassen. Statt der Entlassung wird ihm eine weitere Chance eingeräumt, mit der er das gewünschte Ziel noch erreichen kann. Eine Fehlerfreundlichkeit sollte sich meistens auf menschliches Handeln beziehen.

Grundsätzlich könnte man sagen, dass die allgemeine Fehlerfreundlichkeit aus bis zu drei Bestandteilen bestehen könnte. Hierzu gehören die Vielfalt an Alternativen, die überwindbaren Barrieren und die gewünschte Redunanz. Wer sich auf diese Kombination einlassen kann, die auch von übergeordneten Stellen akzeptiert wird, kann jeweils aus den gemachten Fehlern Rückschlüsse auf weitere Prozesse ziehen. So wird der nächste Schritt eventuell zu einem gewünschten Ergebnis führen oder beitragen.

Dieses Modell lässt sich sehr gut im schlanken und agilen Management umsetzen, wo niedrige Hierarchie den schnellen und gezielten Meinungsaustausch sowie die Entscheidungsfindung begünstigen.

Fehlerunfreundlichkeit: Das Problem mit dem Vermeidungsmodus!

Haben Menschen einen Fehler gemacht, dann belastet sie diese Tatsache. In den Augen anderer ist ihre Leistung unterhalb der Norm geblieben und stellt gleichzeitig oft einen persönlichen Makel dar.

Wird in ihrem Umfeld das System der Null-Toleranz betrieben, neigen die meisten zu einer Vermeidungsstrategie. Dazu wechseln sie jeweils in den Vermeidungsmodus. Diese Haltungsweise ist anstrengend. Sie reduziert die Reaktionszeit und kostet viel emotionale Energie.

Der Mitarbeiter verspannt sich. Blut, mit dem das Gehirn gut arbeiten kann, fließt in die Muskeln ab. Hier regt es den Fluchtgedanken an, der eine konstruktive und schnelle Arbeitsweise verhindert oder reduziert.

Wie wirkt sich die Fehlerfreundlichkeit im Unternehmen aus?

Jeder Fehler, der im Unternehmen während der Arbeit passiert, kann sich auf die Karriere oder auf die eingenommene Position auswirken. Aus diesem Grund sollte sich der Chef fehlerfreundlich verhalten, um die Mitarbeiter zu ermutigen. Dieser blockiert, wenn der Vorgesetzte ihn bei jedem kleinen Problem scharf kritisiert und so eine Existenzangst weckt oder sogar fördert.

Mitarbeiter, die nicht bei jedem Problem um ihren Arbeitsplatz bangen müssen, arbeiten gerne und wenden sich an ihren Vorgesetzten, um zu den von ihnen erzeugten Schwierigkeiten zu stehen.

Werden sie von ihrem Arbeitgeber jedoch stets kritisiert, werden sie ihre Problemstellungen verschweigen oder sogar ihren Kollegen zu schieben, um finanzielle und berufliche Einschränkungen abzuwenden.

Somit führt Fehlerfreundlichkeit zu Steigerung des Vertrauens auf den einzelnen Hierarchieebenen.

Der Verantwortliche könnte beispielsweise einen Fehler seines Mitarbeiters mit den Worten kommentieren: „Das ist hier jedem schon passiert“ oder „daran müssen wir noch ein Wenig arbeiten, aber es wird schon.“


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Vorbildliche Vorgesetzte ermutigen außerdem ihre Mitarbeiter, auch unter einander nicht jeden Fehler scharf zu kritisieren.

Er könnte sagen: „Ich stehe hinter Ihnen, auch wenn das Ergebnis mir nicht so gut gefällt.“

Autor: Pierre von BedeutungOnline

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