Was ist ein Sigma Male? Bedeutung, Definition, Erklärung


Als „Sigma Male“ werden Männer beschrieben und bezeichnet, die selbstbewusst ihren eigenen Weg gehen und nicht an Macht, Ansehen sowie Status interessiert sind.

Ein „Sigma Male“ ist ein introvierter Alpha (Mann).

Was ist ein Sigma Male? Bedeutung, Definition, Erklärung

Der „Sigma Male“ steht außerhalb der sozialen Hierarchie der Alphas, Betas und Gammas.

Diese Hierarchie ist die Idee wie Männer sich in einer Gesellschaft ordnen bzw. wie diese geordnet werden. Alphas sind die erfolgreichen und dominanten Männern, die bei Frauen sehr beliebt sind. Betas sind Männer, die man heiratet und mit ihnen zieht man die Kinder groß. Sie sind nicht die besten Liebhaber. Gamms sind Männer ohne Status, Erfolg und Selbstbewusstsein. Sie bleiben meist allein und kinderlos. Teils werden unter den Gammas noch die Omegas genannt. Über Frauen wird gesagt, dass sie Alphas begehren und an sich binden wollen. (Hinweis: Dies ist eine Theorie!)

Der „Sigma Male“ (auf deutsch „Sigma Mann“) steht außerhalb dieser Hierarchie. Er nimmt einfach nicht dran teil.

Charakter und Beschreibung: Sigma Male

Der Sigma Male ist der einsame Wolf. Er ist ein Wanderer. Er geht seinen eigenen Weg. Der Sigma Male nimmt nicht an Hierarchien teil. Er nimmt nicht an Wettbewerben (um Status und Ansehen) teil. Er ist nicht Teil einer Gruppe von Männern. (Damit fehlen ihm aber auch Verbindungen, ein sicheres Netzwerk und ein hoher sozialer Status.)

Der Sigma Male interessiert sich nicht für Macht, Ansehen und Status. Er will ganz bewusst eine Alpha Position nicht.

Ein Sigma investiert keine Energie in den Aufbau von Beziehungen. Er investiert keine Energie darein Hierarchien aufzusteigen.
Für den Sigma sind Hierarchien und Verbindungen stets fragil. Das bedeutet, sie können leicht einstürzen und sich verändern. Deswegen interessiert er sich nicht für Hierarchien.

Der Sigma ist ein introvertierter Alpha. (Sigmas haben ähnliche Eigenschaften und Charakteristiken wie Alphas – jedoch ohne ihren sozialen Status.) Im Kern will der Sigma die soziale Verantwortung des Alphas nicht! Das ist der Kern! Das Managen und Führen von Beziehungen ist dem Sigma zu anstrengend. Der Lohn dafür ist zu gering.

Eigenschaften: Sigma Male

  • Der Sigma Male ist stets ruhig und in sich ruhend.
  • Er hat nicht viele Freunde. Er will auch nicht viele Freunde.
  • Ein Sigma sucht nicht die Anerkennung und Bestätigung von anderer.
  • Einem Sigma ist egal, was die anderen tun.
  • Einem Sigma ist es egal, was andere über ihn denken.
  • Ein Sigma hat meist eine hohe Intelligenz und (philosophisches) denken bereitet ihm großes Freude.
  • Der Sigma weigert sich Ideen und Regeln zu befolgen, der er als sinnlos und ineffiezient erachtet.
  • Frauen finden Sigmas anziehend.
  • Sigmas sind teils so verschlossen, dass es schwer ist ihnen nahe zukommen.
  • Ein Sigma interessiert sich nicht für den Mainstream.

Sigmas lieben ihre Freiheit und Unabhängigkeit. Sie können so effizient sein wie sie wollen, da sie auf niemanden Rücksicht nehmen müssen.

Der Sigma Male vertraut sich selbst. Er kümmert sich selbst um seine Schicksal, sein Bestehen und sein Fortkommen.

Sigma Males können ihr Leben unterschiedlich finanzieren. Manche nehmen Jobs an, wenn sie Geld brauchen. Haben sie genug Geld geben sie den Job wieder auf und gehen ihren Interessen nach. Manche Sigma Males leben von ihrem Vermögen. Manche Sigma Males sind Selbstständige, die sich eine erfolgreiche Selbstständigkeit aufgebaut haben.

Sigma Male: Psychologie

Der Sigma Male ist ein rhetorisch begabter und charmanter selbstständiger Mann, der mit sich selbst gut klar kommt.

Der Sigma Male lebt nach seinen eigenen Regeln. Er muss sich niemanden unterordnen, außer den Gesetzen, der Polizei und dem Finanzamt.

Sigma Male zu sein, muss man sich erarbeiten. Es erfordert viel Arbeit an der eigenen Persönlichkeit und Seele, um eigene Schwächen zu erkennen, auszumerzen und das Selbstbewusstsein zu stärken.

Ein Sigma Male muss seinen Schatten, seine dunklen Seiten und seine inneren Dämonen gut kennen. Im Idealfall hat er seinen Schatten integriert. Das geht aber nur, wenn er ehrlich zu sich selbst ist und zwar radikal ehrlich! (So zu werden und so etwas zu können, nimmt viel Zeit in Anspruch.)

Sigma Males haben Freunde. Ja, hier gilt: Qualität vor Quantität. Nur haben Sigma Males nicht das Bedürfnis ihre Freunde mehrere Male die Woche zu sehen. Wenn sie ihre Freunde sehen, werden dies sehr intensive Begegnungen.

Wie entstehen Sigma Males?

Der Sigma Male entsteht aus der Notwendigkeit heraus. Sigma Males sind introviert. Das bedeutet, viel unter Menschen zu sein, raubt ihnen Energie. Sie haben kein Interesse an Small Talk und alltäglichen Gesprächen. Sie wollen auch nicht jeden Tag über sich reden. Also ziehen sie sich zurück und suchen Aktivitäten bei denen sie Energie wiederherstellen.

Wie real ist der Sigma Male?

Nun, auch Selbstgespräche sollten eine gewisse Qualität haben. Wer gut mit sich selbst auskommt und seine Freizeit selbst aktiv gestaltet, anstatt passiv zu konsumieren, der hat gute Chancen ein schönes Sigma-Leben zu führen.

Allerdings eine wichtige Unterscheidung sollten alle Sigma Males und „Sigma Male“-Wannabes kennen: Die Unterscheidung zwischen Alleinsein und Einsamkeit. Wer einsam ist, leidet darunter. Wer allein ist, hat keine Probleme damit, dass andere Menschen abwesend sind.

Wer meint ein „Sigma Male“ zu sein, aufgrund von sozialer Ausgestoßenheit, sozialer Inkompetenz oder sozialer Ahnungslosigkeit, der hat den Sigma Male nicht verstanden. Denn der Sigma Male verzichtet freiwillig darauf oft seine Freunde zu sehen. Er nimmt freiwillig nicht an sozialen Ereignissen teil, weil ihm seine Freiheit und Unabhängigkeit wichtiger sind. (Der Sigma Male hat seine inneren Bedürfnisse erkannt. Er weiß, was ihm gut tut und was nicht.)

Ein Beispiel: Wer gerne zig (20+) Kilometer wandert, wird es schwer haben für dieses ungewöhnliche Hobby Unterstützung aus dem Freundeskreis zu finden. (Das ist ok, denn nicht alle teilen deine Hobbys mit einer Leidenschaft wie du sie aufweist.) Also wandert man eben allein und das bietet Vorteile. Man kann die Geschwindigkeit und Pausen selbst bestimmen. Ja, es kann sogar etwas Spirituelles im Wandern gefunden werden. Man wandert zu sich selbst! Und wenn man schon etwas allein macht, warum dann nicht mit Freude?

Sigma Male in Realität und Medien

Keanu Reeves könnte als Sigma Male beschrieben werden. Er geht seinen eigenen Weg und wenn er auffällt, dann meistens positiv.

Harbard aus Vikings ist ein Sigma Male. Er ist ein Wanderer, der kurz mit den Figuren interagiert, aber nicht mit ihnen lebt und doch ihr Schicksal nachhaltig beeinflusst.

Der Doctor aus Doctor Who ist ein Sigma Male.

Weiteres zum Sigma Male

Gibt es auch „Sigma Females“? Dies ist der Redaktion nicht bekannt.

Autor: Pierre von BedeutungOnline

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9 Gedanken zu „Was ist ein Sigma Male? Bedeutung, Definition, Erklärung“

  1. Haha ich liebe dich nicht für deine Seite, aber die Charakterisierungen sind absolut richtig. Genau dieses ‚Führen können‘, aber nicht ‚Führen wollen‘, da Ablehnung von Hierarchien ist exzellent ausgedrückt.
    Es gibt keinen beschreibenden Satz des ‚Sigma‘ der nicht auf mich zutrifft…

    1. „Es gibt keinen beschreibenden Satz des ‚Sigma‘ der nicht auf mich zutrifft…“
      wahrscheinlich so ähnlich wie bei der Beschreibung von Grippesymptomen,
      Beschreibung von Hochsensibilität, Autismus, Narzissmus, Psychopathie,
      Alkoholismus, Rachenkatharrh und Stuhlinkontinenz. Du bist vermutlich
      ein unentdeckter Shapeshifter mit Hang zum Genie. Nachts ein Wolf, Tags ein
      Wolf und so weiter…

  2. Wenn hier Leute schreiben, dass sie ja voll der Sigma-Typ sind und alle Eigenschaften komplett auf sie zutreffen… dann sind sie bestimmt keine Sigma-Typen. Denn es ist völlig sinnleer, sich hier unter dem Namen „Micky Maus“ selbst zu präsentieren, das interessiert doch keine Sau, was ihr Anonymos für Persönlichkeitstypen seid. Ein Sigma-Typ würde seine Zeit jedenfalls nicht damit verplempern. Was ich bin? Ich bin der Idiot-Typ, war doch klar, oder nicht?

    1. Keine Ahnung, wie viele Menschen ganz ohne soziale Integration, ohne Freundschaften, Familie Gruppen leben wollen. Wenn das so krass „konsequent“ durchgeführt wird, hat die betreffende Person vermutlich Probleme – und ist ganz sicher kein angeblich irrer toller „Gamma“.

      Menschen brauchen Menschen.

      Die ganze Typologie erinnert mich an eine „Persönlichkeitstypologie“, die sich an Gamer richtet. Mit anderen Worten: Man sollte das alles nicht echt für voll nehmen. Menschen haben deutlich mehr Möglichkeiten als „Alpha, Sigma, Gamma“.

      Wer immer du bist, da draußen: Hab Spaß! Sei nett, und auch etwas verantwortlich und arbeite bitte an vernünftiger menschlicher Interaktion unabhängig von Pseudopersönlichkeitslehren, welche Vereinzelung als besonders „cool“ zu umschreiben suchen – nette Gruppen gibt es für praktisch jedes Interessengebiet.

      Lass dich nicht verarschen!

  3. Das mit dem „Sigma“ hat nicht mehr als „ich geb ein f*ck auf die Meinung anderer“ zu tun. Denn nur man selbst kann über sein Leben entscheiden.

  4. ich denke es ist nicht so einfach sich in andere hineinzuversetzen. Kann ein introvertierter Mensch einen extrovertierten voll und ganz verstehen, oder andersherum? Hier ist es nicht anders. Die überwiegende Mehrheit ist Beta und kann weder Alpha, Sigma, Gamma vollständig verstehen. Das spiegelt sich bei den Kommentaren wieder. Ich kann für diesen Artikel nur ein Lob aussprechen.

  5. Ich finde den Beitrag sehr interessant und kann mich mit allen Punkten identifizieren bzw. noch mit vielen weiteren die ähnliches eines „Sigmas“ sind. Ich bin allerdings unschlüssig, wenn ich mich als Sigma betiteln, würde ich mich zwar informieren wie genau dieser „Typ“ ausschaut allerdings würde ich dies nicht nach außen tragen weil es mir schlichtweg egal ist genauso wie es anderen egal sein kann. Sofern ich dies weiß, ist alles perfekt. Ich bin ich und es interessiert mich schlichtweg nicht was andere von mir denken.

    Aber interessant das ich mich so nennen „kann“, schön das es auch dafür einen Begriff gibt und man mal versteht was damit gemeint ist.

    Witzig aber das sich einige darüber aufregen, amüsiert mich. Lernt erstmal den ICD-Code bevor ihr irgendwas psychological classification ausgibt, gefährliches Halbwissen und so weiter 😉

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