Was ist BookTok? Bedeutung, Definition, Erklärung

Was ist BookTok, Bedeutung, Definition, Erklärung


BookTok ist eine Community auf der Social-Media-Plattform TikTok, die sich mit Büchern befasst. Sie befassen sich damit, die Bücher zu lesen, zu rezensieren und mit ihren Followern darüber zu sprechen. Es werden eigentlich alle Genre abgedeckt, aber am beliebtesten sind Young Adult, Fantasy oder Liebesromane. Einige der größten BookToker haben mit ihrer Meinung auch einen Einfluss auf die Verkaufszahlen bestimmter Bücher.

Entstehung von Booktok

TikTok hat in den letzten Jahren immer mehr an Beliebtheit gewonnen. Durch die kleinen Videos und den Algorithmus, der immer wieder neue Videos in den Feed spült, ist der Inhalt fast endlos. BookTok kam 2020 ins Spiel und ist dabei eine Abwandlung von Bookstagram, der Buch-Community auf der Plattform Instagram. Die Nutzerin caitsbooks wird weitestgehend als die Person angesehen, die den Ausdruck BookTok zum ersten Mal verwendet hat.

Nach und nach zogen andere Content Creator und sogar Verlage nach, ihre liebsten Bücher auf TikTok vorzustellen. Mitte 2020 wurde die Community so groß, dass ein deutlicher Einfluss auf die Verkaufszahlen von Büchern sichtbar war. Mittlerweile beteiligen sich tausende am Trend von BookTok und diskutieren so über die Bücher, die sie lesen. Der Hashtag wird in verschiedenen Sprachen benutzt, nicht nur im Englischen. Es gibt auch eine deutsche BookTok-Community.

Einfluss auf die Verkaufszahlen

Die Auswirkungen auf die Verkäufe sind mittlerweile deutlich spürbar. Dabei sind es aber nicht nur neue Bücher, die die BookTok Community aufgreifen, sondern auch ältere Werke, die dadurch an neuer Beliebtheit gewinnen. Einige dieser Bücher haben es sogar auf die New York Bestseller Liste geschafft, nur weil es auf TikTok beworben wurde. Hierbei sind es sowohl Verlagsbücher als auch Bücher, die im Selbstverlag veröffentlicht wurden. Teilweise finden die Bücher sogar schon vor der Veröffentlichung Fans, die dann bis zum entsprechenden Datum entgegenfiebern.

Mittlerweile gibt es auch viele Buchläden, die eigens eine TikTok-Ecke haben und dort Bücher ausstellen, die auf der Plattform besprochen werden. Auch verschiedene Apps haben bestimmte Abschnitte, die für die Empfehlungen der Social-Media-Plattform gedacht sind, darunter auch deutsche Verkaufshäuser wie Thalia. Auf Übersichtsseiten wie Goodreads oder Storygraph sieht man deutlich, welchen Einfluss BookTok auf die beliebten Bücher hat.

Kritik an BookTok

Viele Außenstehende haben jedoch auch Kritik zu üben. Sie finden, dass die Community um BookTok nur sehr einseitige Bücher vorstellt, die sich auf bestimmte Genre oder Nischen beziehen. Es wird zu sehr bestimmt, welche Bücher gelesen werden sollen und welche nicht. Zwar ist es theoretisch ein organisches Marketing, aber drückt den Nutzern auch eine gewisse Meinung auf. Wenn ein Großteil von BookTok ein Buch mag, dann ist es schwer, dagegen zu argumentieren.

Dabei muss auch TikTok als Plattform gesehen werden. Die App lädt dazu ein, immer weiter zu scrollen und sich den Inhalt anderer Nutzer anzuschauen. Dies kann zu einer Abhängigkeit führen. Die Frage dabei ist auch, wie viele der BookToker die Bücher überhaupt gelesen haben und wie sie ihre Meinung dann im Internet präsentieren. Es ist schwer, das zu beurteilen, aber sollte bei einer solchen Plattform mit bedacht werden.

Beliebte Bücher der BookTok Community

Zuletzt noch eine Liste an beliebten Büchern, die durch BookTok zu neuem Erfolg gefunden haben. Überraschend ist hier wieder, dass die meisten der Bücher schon Jahre zurückliegen und erst 2020 oder später veröffentlicht wurden. Das zeigt, welchen Einfluss die Community auch auf ältere Werke hat.

  • The Song of Achilles von Madeline Miller (2012)
  • It Ends With Us von Colleen Hoover (2016)
  • The Seven Husbands of Evelyn Hugo von Taylor Jenkins Reid (2017)
  • The Love Hypothesis von Ali Hazelwood (2021)
  • The Atlas Six von Olivie Blake (2020)
  • Atomic Habits von James Clear (2019)
  • Loveless von Alice Oseman (2020)
  • The Book Thief von Markus Zusak (2016)

Autor: Pierre von BedeutungOnline

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