Was bedeutet „on fire sein“? Bedeutung, Definition, Erklärung

Was bedeutet on fire sein, Bedeutung, Definition, Erklärung


Ist Ihnen in einem Gespräch unter Freunden oder Arbeitskollegen schon mal der Ausdruck „Er oder sie ist on fire“ begegnet? Nun fragen Sie sich völlig zu Recht, was damit genau gemeint ist. Im nachfolgenden Artikel geht es um eben jene Begriffsklärung, illustriert anhand verschiedener alltäglicher Beispiele. Eine Analyse.

Was bedeutet „on fire sein“? Bedeutung, Definition, Erklärung

Zu aller erst soll eine Analyse auf der sprachlichen Ebene Aufschluss bringen. „On fire“ heißt aus dem Englischen übersetzt so viel wie „brennen“. „On fire sein“ charakterisiert demnach einen Zustand – im Grunde immer auf Personen bezogen – und kann auf verschiedene Weise wie folgt interpretiert werden:

Bedeutung: On fire =  Agilität

Wer „on fire“ ist, der kann als agile, lebhafte Person beschrieben werden. Da der Ausdruck überwiegend auf einen Zustand abzielt und Menschen in der Regel nicht jeden Tag in der gleichen Weise agil sind, ist dieser Begriff so wechselhaft wie das Wetter. Als Beispiel dafür könnte man Menschen anführen, die ständig unterwegs sind, selbst im Urlaub nur auf Achse und generell einen starken Bewegungsdrang und große Energie verspüren und diese Dynamik auch nach Außen projizieren.

Bedeutung: On fire =  Wut

Dieser Begriff trifft wohl auf die Mehrzahl der genannten Beispiele zu, denn wer im wahrsten Sinne des Wortes brennt, befindet sich in einem Zustand der inneren Aufruhr und nicht selten endet dieser Überschuss an Energie in einem Wutanfall. Personen, die „on fire“ sind, haben für gewöhnlich einen lebhaften, cholerischen Charakter. Wut bedeutet in diesem Fall, dass sich alles aus ihnen entlädt, was sich während einer gewissen Zeit in ihnen angestaut hat und nicht selten weisen jene Personen bereits Anzeichen eines sich gleich wechselnden Gemütszustands auf.

Bedeutung: On fire = Impulsivität

Eine gewisse Verwandtschaft zur Wut besitzt auch ein impulsives, schnelles Handeln. Menschen, denen nachgesagt wird, „on fire“ zu sein, reagieren aus dem Bauch heraus. Ihre Antworten beispielsweise kommen wie aus der Pistole geschossen oder sie überfahren sprichwörtlich ihr Gegenüber mit Anschuldigungen und Ratschlägen. Der Aspekt der Impulsivität geht mit den oben genannten Begriffen Agilität und Wut häufig Hand in Hand. Kollegen oder Freunde, die ein solches Verhalten an den Tag legen, sind im Umgang schwierig und nicht selten folgen ernstzunehmende soziale und persönliche Konflikte daraus.

Bedeutung: On fire = Kraft

Die freigesetzte Energie lässt eine Person, die „on fire“ ist, als sehr kraftvoll erscheinen. Auf einer bildlichen Ebene klingt dies plausibel, denn wer „brennt“, setzt ungeahnte Kräfte frei. So kommt – um auf der metaphorischen Ebene zu bleiben – eine Welle der Zerstörung auf andere zu, insofern der Brand nicht gelöscht werden kann. Unkontrollierte, emotionale Ausbrüche haben also immer mit einer enormen Kraftauswirkung auf andere zu tun. Freigesetzte Dynamiken können beispielsweise das Betriebsklima oder das Verhältnis zu Mitmenschen von Grund auf ändern.

Bedeutung: On fire = Hysterie

Was an dieser Stelle erneut eine Mischung aus allen bisher genannten Begriffen ist, bietet einen weiteren Aspekt: jenen der Hysterie. Personen, die aus welchen Gründen auch immer so richtig in Wallung kommen, schreien nicht selten völlig hysterisch umher. Ein sachliches Gespräch ist dann nicht mehr möglich und von den betroffenen Personen auch nicht erwünscht. Lautes Grölen sowie unbeherrschtes Brüllen machen sich bemerkbar, „on fire“ ist damit auch Ausdruck einer emotionalen Überreaktion.

Bedeutung: On fire = Kontrollverlust

Jedes lodernde Feuer brennt irgendwann lichterloh, insofern die Feuerwehr nicht doch rechtzeitig zur Stelle ist, um es zu löschen. Auf Menschen übertragen heißt dies, dass die Kontrolle über die eigenen Gefühle für einen Moment aufgegeben wird. Ein solcher Kontrollverlust wird von Außenstehenden als beängstigend erlebt und „on fire“ heißt dann soviel wie „Gefahr ist im Vollzug“. Mit einer verloren gegangenen Selbstbeherrschung einher geht die Unfähigkeit, sich einsichtig zu zeigen. Wenn eine Situation außer Kontrolle gerät, verlangt dies immer einen kühlen Kopf und da die betroffenen Personen selbst diesen in gewissen Momenten vermissen lassen, ist eine Entschärfung der Situation nur dann möglich, wenn das Gegenüber beruhigend und schlichtend interveniert.

Bedeutung: On fire = Euphorie und Ekstase

Neben all den negativen Aspekten – die insgesamt betrachtet auch gewiss überwiegen bei emotionalen Ausbrüchen – sollte auch die andere Seite der Medaille nicht zu kurz kommen. Menschen, die als „on fire“ bezeichnet werden, können genauso sehr von ihrer sich bahnbrechenden guten Laune übermannt werden und völlig euphorisch auf Ereignisse – gleichwohl welcher Art – reagieren. Überschwängliche Freude kommt natürlich im Zweifel besser bei Freuden oder Arbeitskollegen an als ein brachialer Wutanfall, doch auch diese Personen können mit der Zeit durch ein solches Verhalten in Ungnade fallen. Als Beispiel können Sportereignisse genannt werden oder die Musikszene, wo lautes Gebrüll – auch als Zeichen grenzenloser Ekstase – für Aufsehen sorgen. Unter Gleichgesinnten mag dies kein Problem darstellen, doch insbesondere im Berufsleben werden Personen, die sich andauernd als „on fire“ charakterisieren lassen, schnell zum Problemfall.

Bedeutung und Definition: „On fire“

Zusammenfassend kann gesagt werden, dass es eine große Bandbreite an Anzeichen und Reaktionen auf diese Thematik gibt. Eine Botschaft sollte auch deutlich angekommen sein: Nicht nur Gebäude oder ein Feuerwerk können sprichwörtlich brennen, sondern auch der Nachbar oder die Arbeitskollegin. Letztendlich geht es um eine Typfrage und manche Charaktere sind häufiger davon betroffen als andere. Die Fähigkeit dazu besitzen aber alle Menschen, denn je nach Ereignissen und Lebensumständen, lassen sich starke Emotionen nicht immer zurückhalten. Gleichwohl, ob in einer hitzigen Fernsehdebatte oder auf der Weihnachtsfeier von nebenan: Erhitzte Gemüter begegnen uns tagtäglich und da wir Menschen Gefühle haben und keine Roboter sind, sind wir eben gelegentlich „on fire“ und solange es nicht wirklich brennt, ist das auch gut so.

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