Was bedeutet „living rent free in my head“? Bedeutung, Definition, Erklärung

Was bedeutet, living rent free in my head, Bedeutung, Definition, Erklärung


Der Ausdruck „rent-free“ hat zwei Bedeutungen.

In seiner herkömmlichen Bedeutung bedeutet „rent-free“ einfach, dass jemand in einem Haus, einer Wohnung oder einem Zimmer kostenfrei wohnen darf. Der Vermieter oder Hotelier verlangt kein Geld für die Vermietung.

Was bedeutet „living rent free in my head“? Bedeutung, Definition, Erklärung

In einer Redewendung wird der Ausdruck „rent-free“ wie folgt verwendet: „Someone or something is living rent-free in my head“. Direkt auf deutsch übersetzt, bedeutet dies:

  • „Person X lebt mietfrei in meinem Kopf“
  • „Sache Y lebt mietfrei in meinem Kopf“

Was ist mit „living rentfree in my head“ gemeint? Die Redewendung drückt aus, dass man an eine Sache, Person oder Gruppe ständig denken muss. Die Gedanken kommen einfach und unfreiwillig. Sie dominieren den Geist und bestimmen, womit man sich mental beschäftigt bzw. beschäftigen muss. „Mietfrei“ (rent-free) sollte hier so verstanden werden, dass man an etwas oder jemanden denken muss, ohne dass diese dafür etwas „zurückgeben“.

In der deutschen Sprache würde man sagen, dass jemand von einem Gedanken oder einer Sache bessessen ist. Man würde sagen, dass die Person sich einen Kopf macht. Man würde auch sagen, dass es wie verhext sei.

Die Phrase „rentfree in my head“ kann positiv und negativ verstanden werden. Im positiven Sinne steht „living rent free in my head“ dafür, dass man die ganze Zeit an eine geliebte Band oder Person denkt. Im negativen Sinne steht „living rent free in my head“ aber auch dafür, dass man sich mental mit Personen oder Ereignisse beschäftigt, die einem eigentlich nicht gefallen oder die man ablehnt. (Z.B. bestimmte Politiker)

Kommentar der Redaktion zu „living rent-free in my head“

Warum das Thema „mietfrei“ sich so für eine Metapher im englischen Sprachraum eignet, ist der Redaktion von BedeutungOnline.de nicht bekannt. In der deutschen Sprache und im Sinne von deutschen Stereotypen würde man wohl eher sagen, dass es ineffizient ist, sich den ganzen Tag so zu beschäftigen. Es ist nicht produktiv, sondern unproduktives beschäftigen, dass zu nichts führt.

Geschichte und Verbreitung von „Living rent free in your head“

Populär wurde die Phrase „Living rent free in your head“ im Jahr 2018. Als Donald Trump in den USA noch Präsident war, berichteten viele Medien ständig über ihn. Dies führte dazu, dass er medial sehr präsent war und viele – die ihn nicht mochten – sich trotzdem mit ihm beschäftigen. Aus diesem Umstand verbreitete sich der Scherz „Living rent free in your head since 2016“. (Im Jahr 2016 wurde Donald Trump in das Amt des Präsidenten gewählt.)

Ab dem Jahr 2020 wurde die Phrase „living rent-free in my head“ in einem positiven Kontext verwendet. Mit dem Populär-werden von K-Pop-Bands äußerten sich immer mehr Fans in den sozialen Medien, dass die Bands, ihre Mitglieder und Lieder „in ihrem Geist mietfrei leben“. Damit wollten Fans aussagen, dass sie gern und oft an die Bands und Personen denken. Es also etwas schönes ist.

Der Ursprung von „living rent-free in your head“ liegt vermutlich im Jahr 1999. Damals schrieb die Kolumnistin Ann Landers, dass das Festhalten von Ärger, Groll oder Feindseligkeiten dass gleiche sei wie jemanden, den man nicht mag, kostenlos in seinem Kopf wohnen zu lassen. Diese Formulierung verbreitete sich im US-amerikanischen Raum.

Ann Landers hat recht. Wer sich mit ungewollten Gedanken beschäftigt, tut sich keinen Gefallen. Denn dieses Beschäftigen bringt nichts. Es verstopft den Geist, macht schlechte Laune und im schlimmsten Fall sogar krank.

Von Gedanken befreien: No more „living rent-free in my head“

Wer glaubt, dass er oder sie krankhaft von Gedanken betroffen ist, sollte einen Spezialisten aufsuchen. BedeutungOnline.de erteilt hier keine medizinischen Auskünfte oder Ratschläge, sondern gibt ein Alltagsverständnis wieder.

In der Regel hilft es nämlich, wenn man seine Gedanken, die einem immer wieder kommen, mit anderen teilt. Dies können Freunde sein, aber auch ein Coach, Mentaltrainer oder Therapeut können helfen. Gerade letztere können helfen, denn sie haben eine Außenperspektive auf die Gedanken und helfen beim Reflektieren. Dies wäre der Ansatz der Gesprächstherapie.


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