Was bedeutet „Inshallah“?

„Inshallah“ ist eine arabische Redewendung und Interjektion (Ausruf), die auf deutsch sinngemäß „So Gott will“ bedeutet. Mit „Inshallah“ wird auf ein künftiges Ereignis Bezug genommen von dem der Sprecher wünscht, dass es eintritt.

Wortwörtlich aus dem Arabischen übersetzt, bedeutet es: „So Allah will“.

„Inshallah“ wird auch mit „hoffentlich“, „vielleicht“ und „mal sehen“ übersetzt. (In diesem Kontext ist Inshallah ein Adverb.)

„Inshallah“ ist Ausdruck des Glaubens, dass nichts ohne Gottes Willen oder Gottes Einverständnis geschieht, sowie das Gottes Willen über allem steht. Das bedeutet, dass der Vorsatz bzw. das erklärte Ziel eines Menschen nur erreicht wird, wenn Gott dies zulässt oder möchte. Umgekehrt bedeutet dies, dass ein erreichte Ziel erreicht wurde, weil Gott dies wollte.

Die Gottergebenheit ist ein wichtiger Teil von „Inshallah“. Damit soll Demut ausgedrückt werden.

Was Mashallah bedeutet, erklären wir dir hier.

Worterklärung: Inshallah

„Inshallah“ ist aus dem Arabischen entlehnt: إن شاء الله‎ (in šā’allāh)
Der Ausdruck wird von arabisch-sprechenden Christen, Juden und Muslimen verwendet.

Der Ausdruck „Inshallah“ besteht aus drei Teilen:

  • in – bedeutet: wenn
  • sha‘ – bedeutet: will
  • Allah – bedeutet: Gott

Daraus wird der Ausdruck „So Gott will“ gemacht.

Weitere Schreibweisen

  • „Inshallah“ wird auch teils „Inschallah“ geschrieben. (Mit „sch“)
  • ʾIn shāʾa llāh
  • in šā’allāh
  • in sha Allah
  • Inşallah
  • insha’Allah

Inshallah in anderen Sprachen

Im Lateinischen existieren die Ausdrücke „Deo volente“ (bedeutet: „So Gott will“) und „Diis volentibus“ (bedeutet: „So die Götter wollen“)

Auf deutsch existiert der Ausdruck „So Gott will“ oder „Mit Gottes Willen“.

In Malta wird unter anderem auch „jekk Alla jrid“. Das bedeutet: „Wenn Gott es will“. – Der Ausdruck ist eine Mischung aus der sizilianischen und arabischen Sprache. Arabisch wurde zwischen dem neuten und zwölften Jahrhundert auf Malta gesprochen wurde.

In Spanien existiert der Ausdruck „ojalá“. In Portugal wird „oxalá“ gesagt. Beides leitet sich von „Inshallah“ ab.

Verwendung

Der Politiker Bodo Ramelow (Die Linke) verwendete den Ausdruck „Inshallah“ 2015 als er Flüchtlinge am Bahnhof in Saalfeld begrüßte, die in seinem Bundesland (Thüringen) ankamen. Er sagte zu den Flüchtlingen: „Inshallah. Ich freue mich, dass ich euch hier begrüßen darf.“

Der Rapper Mudi hat ein Lied mit dem Titel „Inshallah“ veröffentlicht. Er rappt unter anderem: „Inshallah, ich sag‘ inshallah. So Gott will, wird mein Traum wahr“

Auch der Rapper Fard verwendet „Inshallah“ in seinem Titel „So Gott will – In Sha Allah“. Er rappt: „Auf die Zukunft – inşallah!“

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