Was bedeutet „Eye Candy“? Bedeutung, Definition, Erklärung

Was bedeutet Eye Candy, Bedeutung, Definition, Erklärung


Von der Werbebranche bis hin zur Filmwelt gibt es Eye Candys, aber was bedeutet der Begriff genau? Und ist es eine Beleidigung, ein Eye Candy zu sein? In diesem Artikel wird auf diese Fragen eingegangen.

Die Entstehungsgeschichte von Eye Candy

Der Ausdruck kommt aus dem Englischen und bedeutet so etwas wie Augenschmaus beziehungsweise, wenn man es genau nimmt, Augensüßigkeit. Ursprünglich entstand Eye Candy als eine spezifische Technik in der Werbebranche. In der Werbung gilt es den Blick des Kunden durch ein Bild, eine Schrift, ein Video oder ein anderes Objekt einzufangen – und diesen Blick auch zu halten.

Menschen sehen sich an, was ihnen gefällt, was ihre Sinne erregt und vor allem, was Rätsel aufgibt. Ein Rätsel weckt den inneren Detektiv. Eye Candy ist deshalb nicht nur ein Bild, das schön ist, sondern eines, das aufgrund seiner Komplexität Zeit zum Entschlüsseln braucht.

Eye Candy ist der Unterschied zwischen einem einfachen Schwarz-Weiß-Tattoo und einem komplexen, farbenprächtigen Tattoo, das seine schöpferische Kraft aus der asiatischen Mythologie zieht. Beide Tattoos können ein Blickfang sein, aber eines der beiden hält den Kunden länger gebannt.

Eye Candy in der Computerbranche

Als Eye Candy beschreibt man auch Benutzeroberflächen von Softwareprogrammen oder Apps, die besonders detailreich und künstlerisch gestaltet sind. Generell ist ein allzu ideenreiches Design in diesem Bereich ein Hindernis. Eye Candy hat also in der Computerfachwelt eine negative Konnotation. Es bezeichnet etwas, dass zwar schön, aber nicht sinnvoll ist. Schön, aber nicht sinnvoll beschreibt auch die letzte und wahrscheinlich bekannteste Bedeutung von Eye Candy.

Der Eye-Candy-Partner: Bedeutung

Die wohl bekannteste Bedeutung von Eye Candy beschreibt eine Person, männlich oder weiblich, die zwar attraktiv ist, aber nicht besonders tiefgründig. Diese Person muss nicht dumm sein, doch diese Vermutung schwingt mit, wenn jemand als Eye Candy bezeichnet wird. Darüber hinaus gilt diese Person als gesellschaftlich minderwertig, da sie ihre Schönheit an den Höchstbieter verkauft.

Hier stellt sich natürlich die Frage: Was ist der Unterschied zwischen einem Eye Candy und einer Prostituierten? In der gesellschaftlichen Wertung ist der Unterschied hauchdünn. Generell bietet ein Eye Candy ihre Attraktivität und nicht ihre Sexualität auf dem freien Markt an. Ein weiterer Unterschied ist die Quantität. Eye Candys spezialisieren sich gewöhnlich auf eine Person und versuchen diese Person für eine Langzeitbeziehung, im besten Fall eine Ehe zu gewinnen.

In der Welt der Eye Candys hat die Gleichberechtigung längst Einzug gehalten. Waren Eye Candys früher nur Frauen, sieht man heutzutage auch junge, muskulöse Männer als Begleiter von wohlhabenden, älteren Damen.

Trotz Gleichberechtigung gibt es eine Schranke, die ein Eye Candy niemals durchbrechen kann: ihr Alter. Ein Eye Candy íst immer jemand, der jung ist. Das liegt zum einen an unserer Definition von Schönheit und zum anderen an dem Begriff selbst. Mit Süßigkeit, also Candy, wird etwas beschrieben, dass jung ist.

Eye Candy: Darum sind wir in Instagram verliebt

Eine seltene Bedeutungsvariation von Eye Candy beschreibt eine schöne Person, die man einfach nur gerne ansieht. Dieser Mann oder diese Frau muss nicht mit einem wohlhabenden, älteren Menschen zusammen sein. Sie oder er kann durchaus Single sein. Bis zu einem gewissen Grad kann man viele Instragram-Stars, Models und Schauspieler als Eye Candy bezeichnen. Wir sehen ihre Bilder und Filme an, weil uns ihr Aussehen gefällt – mehr nicht.

Der Wert dieser Stars liegt in ihrem Aussehen, nicht in ihrem Talent. Dabei zählt physische Schönheit genauso wie die korrekte Darbietung dieser körperlichen Attribute. Generell erwartet man von einem Eye Candy, sich sexuell, aber nicht nuttenhaft zu kleiden. Es geht darum, physische Attraktivität maximal zu präsentieren. In der bekannten Fernsehserie The Big Bang Theorie war Pennys Aufgabe, das Auge des männlichen Publikums zu fesseln.

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