Was bedeutet „a tergo“?

Der lateinische Ausdruck „a tergo“ bedeutet „Kraft von hinten“. In zwei Varianten hat „a tergo“ Eingang in die deutsche Sprache gefunden:

  • Coitus a tergo (Sexposition)
  • Vis a tergo (Medizinischer Begriff)

Coitus a tergo

„Coitus a tergo“ ist die lateinische Bezeichnung für die Sexualpraktik „Hündchenstellung“, welche auch „Doggystyle“ genannt wird. Der wissenschaftliche Begriff dafür lautet: „ventro-dorsale Kopulation“. („Ventrodorsal“ ist eine anatomische Lage- und Richtungsbezeichnung. Sie bedeutet „Vom Bauch zum Rücken gerichtet“. Ventro = zum Bauch hin liegend; dorsal = zum Rücken hin; Kopulation wird mit „Begattung“ übersetzt.)

Der „Coitus a tergo“ kann in zwei Varianten stattfinden:

  • Hündchenstellung
  • Löffelstellung

Hündchenstellung

Bei der Hündchenstellung kniet der passive Partner auf allen vieren und hat dem aktiven Partner den Rücken zugewandt. Der aktive Partner nähert sich von hinten und führt seinen Penis in die Vagina oder den Anus ein. Dies führt dazu, dass nicht nur die Eichel des Mannes stimuliert wird, sondern auch bei vaginalem Sex der G-Punkt der Frau.

Der aktive Partner hat bei der Hündchenstellung beide Hände frei. Er kann sich an der Hüfte des passiven Partners festhalten, oder erogene Zonen des passiven Partners stimulieren. (Bei Frauen: Brüste, Klitoris,… – Bei Männern: Penis,…)

Die Hündchenstellung existiert in mehreren Varianten. Jede Variante beeinflusst den Eindringwinkel und damit die Stimulierung:

  • Der passive Partner stützt sich auf seine Ellenbogen – nicht die Hände.
  • Der passive Partner stützt sich auf ein Kissen. Dies ist bequemer.
  • Der passive Partner liegt auf seinen Oberschenkeln. Dies verengert die Vagina, was zu einer stärkeren Stimulation des Penis führt.
  • Der aktive Partner stellt ein Bein auf. Dadurch kann er seinen Unterkörper besser bewegen und kann einfach die Klitoris stimulieren.
  • Der aktive Partner hockt, statt zu knien. Dies führt dazu, dass der passive Partner mehr das Geschehen beeinflussen kann.
  • Der passive Partner kniet auf einem Stuhl und hält sich an der Lehne fest. Dies sorgt dafür, dass der aktive Partner nicht knien muss, sondern stehen kann.
  • Der passive Partner beugt sich tief nach unten, so dass die Schulter fast den Boden berühren. Dies verändert den Eindringwinkel massiv.

„Hündchenstellung“ heißt so, da sie der Begattung bei Hunden ähnelt. In dieser Stellung findet eine starke Stimulierung der Klitoris und Vulva statt. Ebenso tritt der Lordose-Reflex auf: Wölbung der Wirbelsäule durch Anheben der Hüfte und Absenken des Oberkörpers.

Löffelstellung

Beide Partner liegen auf der Seite. Der aktive Partner liegt hinter dem passiven Partner und dringt mit seinem Penis in die Vagina oder den Anus des passiven Partners ein.

Vorteil der Löffelstellung ist, dass diese Stellung weniger anstrengend ist. Sie erlaubt viel Intimität durch engen Körperkontakt. Beide Partner haben ihre Hände frei und können erogene Zonen des anderen stimulieren.

Die Löffelstellung wird von schwangeren Frauen bevorzugt.

Die Löffelstellung hat ihren Namen vom Umstand, dass Löffel auch eng aneinanderliegen und gewisse Parallelen nachweisbar sind.

Unterschiede zur Missionarsstellung

Die Penetration ist tiefer, was zu einem stärken Lustgefühl führt.

Der aktive Partner hat die Hände frei, so dass er den passiven Partner festhalten, greifen oder ihre/seine erogenen Zonen stimulieren kann. (Dies ist bei der Missionarsstellung schweriger.)

Blickkontakt und Küssen sind beim Coitus a tergo schweriger.

Wissenswertes

Die Hündchenstellung ist stets in den Top3 der beliebtesten Sexpositionen.

Das Gegenteil zu „Coitus a tergo“ ist „Coitus a fronte“, also die Missionarsstellung.

Vis a tergo

Als „Vis a tergo“ wird die durch die Herzsystole verliehene Energie bezeichnet, die dazu führt, dass das Blut durch das Gefäßsystem geführt wird.

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