Warum heißen Nachos „Nachos“? Wortherkunft, Bedeutung, Erklärung

Warum heißen Nachos Nachos, Wortherkunft, Bedeutung, Erklärung


Die Nachos haben ihren Namen von ihrem Erfinder, einem mexikanischen Kellner. Eigentlich kennen wir sie alle, dennoch zur Erinnerung: Es handelt sich in der einfachsten Form um Tortilla-Chips. Sie werden mit geschmolzenem Käse überbacken oder auch übergossen, dazu reicht man verschiedenen Soßen, Guacamole, Schmand und auch Hack- oder Hühnerfleisch. In Mexiko und den USA sind sie überaus beliebt, mittlerweile kennen wir Europäer sie auch schon längst.

Warum heißen Nachos „Nachos“? Wortherkunft, Bedeutung, Erklärung

Erstmals wurden die Nachos und ihre Geschichte in einem Kochbuch erwähnt, dem 1949 erschienenen „Taste of Texas“ (Herausgeberin: Jane Trahey). Erfunden wurden sie demnach 1943 von Ignacio Anaya in der mexikanischen Grenzstadt Piedras Negras. Die mexikanische Koseform des Vornamens Ignacio ist Nacho, daher haben die Chips von ihrem Erfinder ihren Namen. Ignacia war damals Kellner im Victory Club von Piedras Negras. Die Legende erzählt nun, dass eines Abends amerikanische Soldaten des Forts Duncan Air Base auf der anderen Seite der Grenze zum Essen kamen und der Koch des Victory Clubs gerade nicht auffindbar war. Der Kellner Ignacio Anaya musste daher improvisieren: Er fand in der Küche einige Tostadas (Vorlagen zum Rösten, oft aus Kartoffeln), die er frittierte und auf diese Weise daraus Tortillas machte, die er mit Jalapeño-Streifen garnierte. Diese schafften erst die richtige Würze (siehe weiter unten). Ignacio hatte mit dieser Urversion seines Gerichts, die im Laufe der Zeit variiert und verfeinert wurde, einen kulinarischen Welthit geschaffen.

Wie ging es mit Ignacio weiter?

Ignacio Anaya García (1895 – 1975) war mit María Antonieta Salinas verheiratet, die beiden hatten neun Kinder. Nach seinem bahnbrechenden Erfolg mit den Nachos gründete er schließlich im Jahr 1960 sein eigenes Restaurant mit dem bezeichnenden Namen „El Nacho“. Damit wurde er alt und glücklich, er blieb auch unvergessen. Im Jahr 2019 nämlich, an seinem 124. Geburtstag, ehrte ihn Google durch ein Doodle. Dieses zeigt Ignacio bei der Kreation des ersten Nachos. Der Erfolg seines Gerichts beruhte wohl nicht nur darauf, dass der Besitzer des Victory Clubs dieses alsbals als „Nacho’s Especiales“ auf die Karte nahm, sondern auch darauf, dass es die Grenzen der mexikanischen Küche sprengte. Man zählt es zur moderneren Tex-Mex-Küche. In den USA setzte es sich schon ab 1960 durch.

Der besondere Geschmack der Nachos durch Jalapeño

Wie viele sehr beliebte und berühmte Gerichte verdanken auch die Nachos ihren besonderen Geschmack einer einzigen Zutat. In diesem Fall ist es die Jalapeño, eine kleinere, sehr scharfe Paprikasorte. Sie hat ihren Namen von einer mexikanischen Stadt, die heute Xalapa heißt, sich früher aber Jalapa nannte. Die Jalapeño wurde aus spanischem Pfeffer (Capsicum annuum) gezüchtet. Die Schoten sind bis acht Zentimeter lang und schmal, als reife Früchte sind sie knallrot und sehr dickfleischig. Durch das enthaltene Capsaicin sind sie sehr scharf, allerdings gibt es durchaus noch schärfere Paprikas. Die Mexikaner bauen die Jalapeños großflächig an und verwenden sie natürlich für die Produktion ihrer Nachos, rund 20 Prozent der Früchte verkaufen sie auch frisch. Selbst in den USA (vorrangig in Texas) gibt es inzwischen Anbaugebiete. In seltenen Fällen führen sogar deutsche Supermärkte frische Jalapeños.

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